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Clints- und Anzeigeblntt für den Ureis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für btx folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Sonn. 10 Uhr. Hratisöeitage; Hießener Kamitienökätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Äuilanbti nehme» i Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- mtgeg*. Abonnements - Einladung. Zum Bezug des „Gietzener Anzeiger" für das 4. Vierteljahr 1897 laden wir hiermit ergebenst ein. Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer den Thatsachen entsprechender Weise zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten der zuverlässigsten telegraphischen Nachrichten-Bureaus sowie zahlreiche Mttheilungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorkommnisse in demselben auf dem Laufenden. Unterstützt durch an allen Orten der Provinz Oberhessen ansässige Berichterstatter, ist der „Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Vorgänge in der Provinz so frühzeitig wie möglich zur Kenntniß seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des Anzeigers zu Theil werden. Der in der Provinz Oberhessen betriebenen Landwirthschast wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wissens- werthen aus dem Gebiete derselben besondere Berück- sichttgung zu Theil werden lassen, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahrungen in Haus- wirthschast, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Ein gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Ar- ttkeln ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten Unterhaltungsstoff bieten. Außerdem werden die „toiefoetut Familienblätter", welche dem Anzeiger wöchentlich 3 mal beigelegt werden, und die stets ein gewähltes Feuilleton als Unterhaltungsstoff bringen, namentlich im Kreise der Famllien eine beliebte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswärttge Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu wollen. Neuhinzutretende erhalten vom Tage der Bestellung bis 1. October den Anzeiger kostenfrei zugestellt, wie wir auch gerne bereit sind, Probe- Nummern nach auswärts postfrei zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, den Anzeiger weitersenden und den Abonnements- betrag durch Quittung erheben lassen, falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. Hochachtend Verlag des „Gießener Anzeiger" Brühl'sche Univ.-Buch u. Steindruckerei (Pietsch & Scheyda). Zlmtlicbcr Theil. Gießen, den 28. September 1897. Betr.: Die Ableistung des Huldigungs- und Verfastungseides. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Gr. Bürgermeistereien des Kreises, mit Ausnahme derjenigen der Amtsgerichtsbezirke Grüuberg und Homberg. Die Ableistung des Huldigungs- und Verfassungseides der in Ihren Gemeinden neu aufgenommenen Ortsbürger, sowie derjenigen Großherzoglich Hessischen Unttrthanen, welche sich, ohne Ortsbürger zu werden, verheirathet haben, soll wie nachstehend angegeben, ftattfinden: 1) der Orts- und Staatsbürger aus den in den Amtsgerichtsbezirken Sich und Butzbach gelegenen Gemeinden des Kreises Gießen Donnerstag, den 7. October d. I., Nachmittags 2 Uhr, in dem Rathhause zu Lich; 2) der Orts- und Staatsbürger aus den in den Amtsgerichtsbezirken Hungen, Lanbach und Nidda gelegenen Gemeinden des Kreises Gießen Montag, den 11. October d. I., Nachmittags 2 Uhr, in dem Rathhause zu Hungen; 3) der OrlS- und Staatsbürger aus den in dem AmtS- gertchtsbezirk Gießen gelegenen Gemeinden Dieus« tag den 19. Oktober d. I., Vormittags 11 Uhr, in dem Regierungsgebäude (auf dem Brand) zu Gießen- Wir beauftragen Sie hierdurch, die betreffenden Personen zu den Terminen vorzuladen und, wie geschehen, unter Angabe der Namen der Vorgeladenen anzuzeigen oder zu berichten, daß Niemand vorzuladen war. Halten sich derartige Personen auswärts auf, so wollen Sie deren Aufenthaltsort angeben. v. Gagern. Deutsche» Reich. Berlin, 27. September. Heute Vormittag gegen 11 Uhr ist das Königin Augusta-Garde-Grenadier-Regt. Nr. 4, von Spandau kommend, in Berlin eingerückt, um dauernd der Garnison der RrichShauptstadt einverletbt zu werden. Am großen Stern wurde das Regiment durch die dkrecten Vorgesetzten, sowie eine größere Anzahl von berittenen Ossi- zieren begrüßt. Eine etwa kriegsstarke Compagnie brachte die Fahnen durch das Brandenburger Thor nach dem königl. Schloß, während drei cowbtnirte Compagnien des Regtmeor- mit der Mustk des Kaiser Franz-Garde-Greuadter-RegimeniS Rr. 1 durch die Hof°Jäger Allee dtrect in daS neue Kaserne- ment marschirten. Der Regiments Commaodeur, Oberst Frhr. von Seckendorff, und die StabSosfiziere des Regiments gaben den Fahnen bis zum Schloß das Geleit und begaben sich von dort aus nach dem OperohauSplatz, um Namens des OffiztercorpS einen Kranz am Denkmal weiland I. M. der Kaiserin Augusta niederzulegen. Auf dem Kasernenhose deS nkueo KaseroementS hatten sich die in Berlin weilenden ehemaligen Offiziere des Regiments, sowie die Offiziere deS Beurlaubtenstandes und der Verein ehemaliger Augustauer zur Begrüßung eingefunden. Nach dem Etnrücken des Regt mentS richtete der stellvertretende commandirende General des GardecorpS, Geuerallieutenant v. Bock und Polack Worte der Begrüßung an das Regiment, worauf der Regiments- commandeur eine der Bedeutung deS TageS entsprechende Ansprache hielt, die mit einem Hoch auf den obersten Kriegsherrn den Kaiser und König schloß. Cocale» mtfc ^provinzielle». tzuugea, 26. September. Da vom 1. October in der Richtung nach Friedberg 10 Züge täglich, in Summa etwa 30, ein- und auslaufen, hat das hiesige Etfenbahnperfonal eine bedeutende Vermehrung erhalten. Außer Loco- motivführer, Heizer und Schaffner, die alle hier Wohnung nehmen, ist noch Herr Stationsvorsteher Zimmermann von Büdingen nach hierher versetzt. Daß nach Laubach kein Frühzug verkehrt, erregt hier allgemeines Bedauern, da damit für hier und umgebende, nach Friedberg zu liegende stark bevölkerte Orte die Möglichkeit wegfällt, Schüler in das Gymnasium zu Laubach täglich zu schicken. Auch für die Bewohner deS benachbarten Billiogen, das zum Amtsgericht gehört, ist es vereitelt, dort rechtzeitig zu den Terminen, bet Benutzung der Bahn, zu erscheinen, ein Umstand, der namentlich für den Winter recht bedauerlich erscheinen muß. D. Darmstadt, 28. September. Die Königl. Bayerische Akademie der Wisienschaftea hat dem ordentlichen Professor der Mathematik an der Großherzogltchen Technischen Hoch- Feuilleton. Skiern aus hessischem Waidmannsleben. Von Dr. R. Wir nähern uns mit jedem Tage mehr der Zeit, in der die Sonne ihre Wanderung auf der nördlichen Himmels- kugel vollendet, den Himmelsäquator durchschneidet und ihre Bahn auf der südlichen Himmelskugel fortsetzt, mit anderen Worten, wir sind soweit am Herbst-Tag und Nachtgleichenpunkt angelangt und müssen uns auf das äußere Absterben der Natur gefaßt machen. — Der Herbst naht mit Riesenschritten! Wohl schwirren noch einzelne Falter über das von der Sonne beschienene Blachfeld, Bienen und Hummeln wiegen sickr auf den noch zahlreich blühenden, gelben und violetten Comvositen, doch schon entblättert sind die Linden und der Roßkastanie falbes, gelbes, halbverwelktes Laub fällt nach und nach zu Boden und raschelt unheimlich auf den Promenaden umher. Sogenannte Sommerfäden fliegen durch -bie Luft und die Schwalben machen tagtäglich ihre gemein- lernen Flugübungen, um sich zur weiten Reise nach Süden Lnzuschicken. Schon längst rötheten sich die Früchte des Weißdorns And nun schwärzen sich auch die des Ligusters, während bereits seit Wochen dunkelblau die Schlehe unter dem grünen Laubwerk hervorlugt uud die noch grüne Eiche ihre reifenden Früchte fallen läßt. Was will es da besagen, daß der noch üppige und frische Wiesenteppich sich ebenso wie die Akazie Las intensive Grün bis jetzt bewahrt hat? Selbst das Interessante Phänomen, daß einzelne Bäume neues, zweites Laub, einige sogar zweite Blüthen bringen, kann uns darüber micht Hinwegtäuschen, daß bald der große, alljährliche Winter- fichlaf beginnt. Die Tage nehmen immer mehr ab und in den Nächten stellt sich schon eine ganz empfindliche Kühle ein, Morgennebel wallen im Thale und der erste Reif erscheint! Doch für den Waidmann beginnt nun die Zeit des fröhlichen Thuns, kommen Tage unverfälschter Lust und Freude! Auch die moderne Jägerwelt hat sich mitten in dem öden, grassen Materialismus unserer Tage einen Schimmer jener idealen Poesie bewahrt, die die Dichter begeisterte und deren goldener Schein in früheren Zeiten das Waidmannsleben so voll umstrahlt hat. Welche Romantik, die Jägerei des Mittelalters! Mit der Lust an der Jagd selbst und dem Reiz des Abenteuerlichen vereinte sich das Verlangen, Muth und Unerschrockenheit, Kraft und Gewandtheit darzu- thun und so galt naturgemäß die Jägerei als edel-vornehmer Beruf, die Jagd als höchste Lustbarkeit! Mit der Freude an dieser selbst paarte sich Liebe zu den Thieren des Waldes, die Männern sowohl wie Frauen innewohnte. Außerdem brachten die mit allem möglichen Prunk ausgeführten Jagden reiche Abwechslung in dm mitunter ziemlich eintönigen Verlauf des Burglebens. Eine sachgemäße und regelrechte Aus- Übung der Jagd war des übermäßigen Wildes wegen von höchster allgemeiner Wichtigkeit, ganz abgesehen von der noch wichtigeren und selbstverständlichen Vernichtung der vielen Raubthiere, die Deutschland noch vor ungefähr 250 Jahren und später unsicher machten. Eine weitere Triebfeder zur Jagd war die Thatsache, daß man das Fleisch des Wildprets dem der HauSthiere bei Weitem vorzog. Mit Speck bereiteter Hirschbraten und ebenso zubereitetes und auch zu Pasteten verarbeitetes Rehfleisch spielten fürwahr eine große Rolle bei den Mahlzeiten. Damals schon trug der Jäger ein grünes Gewand und außer den mannigfachen Waffen gehörte auch ein kostbares, mitunter sogar elfenbeinernes oder goldenes Jagdhorn zur Ausrüstung des Waidmanns. Zu den mit Waffen zu erlegenden Thieren zählte man Bären, Wölfe, Luchse, Auerochsen, Wisente, Elennthiere, Wildschweine, Hirsche, Rehe, Füchse und Hasen und unterschied die gebräuchlichere Birsch- jagd von der Hetzjagd und der Jagd mit Falken. Vor allen galt die Falkenbeize als vornehmster Jagdsport und kein Geringerer, als Kaiser Friedrich II., scheint da» heute noch mustergültige Werk: „De arte venandi cum avibus“ (Uebe die Kunst mit Vögeln zu jagen). Von einem anderen deutschen Kaiser, dem poetisch veranlagten Marimilian I., „dem letzten Ritter", ist es ebenfalls bekannt, daß er ein ganz hervorragender Verehrer der Jagd war, in den Klüften der Alpen eifrig Hirschen, Rehen und Gemsen nachspürte und die größten waidmännischen Gefahren überwand. Jedoch ereilte ihn ein ganz eigenthümltches Geschick. Seine beidm Gemahlinnm, die reiche Maria von Burgund und die schöne Blanka Sforza büßten durch Sturz mit dem Pferde auf der Reiherbeize ihr Leben ein. Aus einer Abhandlung des Albertus Magnus ersehen wir, welche Falkenarten als die vornehmsten erachtet wurden. Der Falkner war eine gut bezahlte, äußerst wichttge Persönlichkeit, von dem man ganz ausgezeichnete Eigenschaften verlangt. Mit den Falken selbst, den sogenannten Federspielen, trieb man förmlichen Cultus, besonders von Seiten der vornehmen Damen. Das mehr oder minder zahlreiche Jagdpersonal unterstand dem Jägermeister, der die Vorbereitungen zu den zu veranstaltenden Jagden traf und die Meute unter seinem Befehl hatte. Unter den Hunden werden die Bracken vor allen anderen erwähnt; am bevorzugtesten waren die weißen, nur wenig gefleckten Thiere. Den Rehbock lockte man damals schon durch das Blcttt. Als die beste Zeit zur Eberjagd galt der September; im October erlegte man den feisten Hirsch. — Oft beschrieben und wirklich kunstreich war die Zerlegung (Zerwirkung) des chule zu Darmstadt Herrn Dr. Guudelftnger unter« 14. September 1897 „für die sehr verdienstliche Mithilfe bei der Herausgabe von Ludwig Otto HeffeS gesammelten Werken" die goldene akademische Denkmünze ,Bene merenti“ verliehen. P. Darmstadt, 28. September. Der Postschaffner Bernhard SchÜngel in Velbert (Rheinland) ist nach Unterschlagung von Postkaffengeldern und Werthseudungeo feit dem 23. September Abends flüchtig. Auf die Ergreifung de- Flüchtling- und die Wiedererlangung des Geldes ist eine Belohnung von 150 Mark ausgesetzt. Personal» beschretbung de- SchÜngel: SchÜngel ist 29 Jahre alt, 1.65 Meter groß, hat untersetzte Statur, dunkelblonden Schnurrbart und ist auf den Armen tätowirt. Kleidung: Grauer Iaquetauzug und weicher grauer Hut. △ Kinzenbach, 28. September. Mit dem 1. October tritt für die Bahn Wetzlar-Lollar ein neuer Fahrplan in Kraft. Auf dem Bahnhof Kinzenbach sollen sich mehrere Züge kreuzen und sollen die ersten bereit- um 5 Uhr und die folgenden um 7 Uhr Morgens hier eintreffen. War bt-her die Verbindung mit der Kreisstadt Wetzlar gerade nicht angenehm, so wird sie durch diese Neuerung noch ungünstiger. Wer z. B. in der bevorstehenden Winterszeit nach Wetzlar ans Amtsgericht oder auf den Wocheumarkt will, der wird selbst mit dem zweiten Zug dennoch zur Nachtzeit in Wetzlar eintreffen. Am Vormittag soll nämlich kein weiterer Zug nach Wetzlar eingelegt werden. h. Ans dem Kreise Wehlar, 28. September. In dem Regierungsbezirk Coblenz erhalten die Kinder der Landschulen alljährlich sieben Wochen Ernteferieu. Dieselben wurden bisher in drei Raten (als Heu, Ernte- und Herbstferien) gegeben. Gewöhnlich gab es zwei Wochen Heuferien, zwei Wochen Fruchternteferiea und drei Wochen Herbstferten. Für die Folge will König!. Regierung diese Dreiteilung aufheben und die Ferien auf zwei Zeiträume verlegen. Bet sämmtlichen Herren KreiS-Schulinspectoren wurde daher angefragt, ob man bei dieser Zweitheilung drei und vier Wochen oder zwei und fünf Wochen wünsche. Da eS für die hiesigen Verhältnisse zwecklos fei, zur Heuernte drei Wochen Ferien zu geben, so haben die Lehrer des Kreise- Wetzlar gewünscht, daß die Ferien auf zwei und fünf Wochen vrrtheilt würden. In einzelnen Schulinspecttoneu de- Regierungsbezirks Coblenz hat man bereits im laufenden Jahre mit dieser Zweitheilung einen Versuch gemacht, wie sich dieselbe bewährt resp. wie sich die Eltern der Schüler dazu verhalten, ist zur Zeit noch nicht bekannt. Jedenfalls ist die Bestimmung, daß die Herbstferten mtt dem Montag vor dem 10. October beendigt sein müssen, unfern Landwtrthen auch nicht sehr angenehm. Für den hiesigen Kretö laufen mit dieser Woche die Herbstferien ab und die Kartoffelernte, wobei sich ganz besonders die Kinder schon sehr nützlich machen können, hat noch nicht überall ihren Anfang genommen. * Frankfurt a. M, 28. September. Die Kalmücken- karawane hat kur- vor ihrer Abreise noch einen Zuwachs erhalten. Am SamStag Nachmittag wurde in der städtischen Entbindungsanstalt eine der Kalmückenfrauen von einem gesunden, kräftigen Knäblein entbunden. — Kelterobst wurde am 27. September an den Thoren von Frankfurt mir 10 bi- 12 Mk. das Malter bezahlt. * Hebet die Bedeutung des militärischen Radfahren». Die hervorragende Rolle, die das militärische Radfahren während der letzten großen Herbstübungeu gespielt hat, giebt - getödteten Hirsches, die „CurLe". Die Hunde erhielten den i Labmagen sammt den Hoden, der Gurgel und den Därmen, t den Jagdknechten gehörte der Hals, dem Jäger die Haut, der Lendenbraten und die Vorderkeule; das Herz dagegen schenkte man den Aussätzigen, den Knorpel im Herzen einer ' schwangeren Dame. Von dem Wildreichthum der früheren Zeit macht man sich heute nur schlecht eine Vorstellung. Dies trifft insbesondere für unser Hessenland zu, das zu einem Drittel mit Waldungen bedeckt war, in dessen sumpsigen Niederungen das wohlgenährte Wild sich über alle Maßen vermehren konnte. Kein Wunder, daß unsere hessischen Fürsten allezeit gewaltige Waidmänner gewesen sind, deren Jägerruhm Jahrhunderte überdauerte! Auch Philipp der Großmüthige ging seinen Nachkommen hierin mit bestem Beispiele voran, bei einer einzigen Hetze erlegte er über 1100 Stück Schwarzwild, bei einem einzigen Treiben 150 Hirsche I Bekanntlich empfahl er seinen Söhnen eine fleißige Ausübung der Jagd sogar im Testamente! „Die Wildfuhr ist gut, datz sie unsere Söhne hegen, dan hette Gott kein Wildpret haben wollen, so hett es seine Allmächtigkeit nicht die Arche Noe lassen nehmen!" sagt er dort. Im Gegensatz zu seinen fürstlichen Zeitgenossen, die ohne jegliche Rücksicht auf die durch das Wild so sehr geschädigten Landleute ihren Jagdpassionen nachhingcn, betont er gleichzeitig an derselben Stelle: „Daneben soll man den Leuten vergönnen, daß sie ohne Schaden des Wildprets ihre Früchte begeunen, auch zu etlichen Zeiten mit Hunden abhetzen und sonderlich die wilden Seu, die den meisten Schaden thun. Wo auch das Wild- pret dem Armuth so großen Schaden thut, sollen sie dagegen Erstattung thun, oder inem etwas an Ruthen, Zehenden oder Zinsen nachlassen!" Das verfügte dieser hessische Fürst zu einer Zeit, die für Jagdvergehen ganz barbarische Strafen dictirte, Wilddiebe dazu verurtheilen, Hirschgeweihe an dem Hals zu tragen, sie der Augen oder Hände beraubte, in Thierfelle einnähen ließ, um dann grausame Hunde auf den Unglücklichen zu hetzen oder gar dieselben auf Hirsche anfesselte, damit die geängstigten Thiere ihre Last in wilder Flucht an Stämmen und Felsen zerschellen sollten Heute noch müßte das hessische Volk für die oben erwähnten, ungemein fortschrittlichen, von der Liebe zu den Unterthanen zu denken. Zunächst ist es klar hervorgetreteo, daß die Ausdauer de- Radfahrers viel größer ist, als die des Retters. Wenn e- daher die Natur de- Gelände» — aufgeweichte Felder, spitze- Gestein o. a. — nicht entschieden auSschließt, werden auch zum KundschaftSdienst Radfahrer Vortheilhafter Verwendung finden können als Reiter. Ferner aber dürfte auch ein Hauptmowent für die Verwendung der Radfahrer in Zukunft darin liegen, daß man sie in größeren Abtheil- ungen, insbesondere zur Bedeckung der Artillerie, benutzt. Die beiden fahrenden Truppemheile werden alsdann bei schleuniger Besetzung von Defileen und sonstigen strategisch oder tactisch wichtigen Punkten geradezu Großartige» leisten können. Bisher fiel die BedeckungSrolle bei solchen Gelegenheiten immer der Cavallerie zu und deren Schnelligkeit ist sogar viel größer, als die bet Artillerie, auch der reitenden- aber was den Schutz durch das Gewehrfeuer anbelangt, so ist darin nicht nur der Handfeuerwaffe, sondern auch der Ausbildung wegen, der radfahrende Infanterist dem Eavalle- risteu unbedingt überlegen. Wie lange wird es außerdem den Radfahrern, die ihr Gewehr über die Schultern geworfen und sofort zur Hand haben, gegenüber dauern, ehe die Cavallerie abfitzt, den Carabiner losschnallt und sich zum Feuergefecht zu Fuß fertig macht, ganz abgesehen davon, daß ein Theil der Reiter, und zwar ein nicht unbeträchtlicher, doch uothwendigerweise zum Pferdehalten zurückbleiben muß. Auch die Fangscheibe, welche die Pferde solcher abgesessenen Cavallerie dann immer noch abgeben, auch wenn man diese nach Möglichkeit deckt, wird in Betracht gezogen werden müssen. Will man außerdem während einer Action einmal eine Umgehung ausführen lassen, so wird sich gerade dazu Artillerie im Verein mit einer Radfahrertruppe ganz hervorragend eignen. Trifft eine solche Abtheilung auf ein ähnliches UmgehungS-Detachement, das beispielsweise von Cavallerie gedeckt wird, so wird die Radfahrertruppe unendlich überlegen sein, während andrerseits da, wo beide Artillerie- Abtheilungen von Cavallerietruppen begleitet würden, diese bann jedenfalls zunächst über einander herfallen, und die Artillerie in Entfaltung ihrer Schießthätigkeit dadurch vorläufig behindert würde. Welche Truppe dürfte fich aber besser dazu eignen, in Zukunft vorwiegend als Radfahrertruppe verwendet zu werden, als unsere Jäger Bataillone? Schon die größere Intelligenz und Gewandtheit des JägerS- ErsatzeS dem der Infanterie gegenüber macht den Jäger zur Ausbildung und Benutzung als militärischer Radfahrer ganz besonders geeignet. Nur müßte jeder Compagnie alsdann noch ein besonderer Gepäckwagen beigegeben werden, denn der mit dem Tornister beschwerte Radfahrer würde eineu großen Theil seiner Kraft schon durch diese Belastung ein- büßen und dann nicht halb so gewandt in Action treten können wie ein Mann, der nur mit Brodbeutel, Mantel und Gewehr, sowie Taschenmunition ausgerüstet ist. ♦ Die Meldung über Andree» Ballon hält Machuron, der aeronautische Beirath AndreeS, unter einer Bedingung für glaubhaft, daß nämlich der Ballon ohne Gondel gesehen worden sei,- denn eS sei undenkbar, daß selbst unter den günstigsten Bedingungen der Ballon fich 62 Tage ge halten habe, ohne die Gondel und Seile bis auf eines als Ballast abzuwerfen. Andree war darauf gefaßt, die Gondel zu entbehren und wollte eventl. mit seinen Genossen in dem BerbtndungSkorbe, dem sogen. Cercle, fich aufhalten. Die Gondel wog 2050 Kilogramm. Eine officielle Mittheilung des Petersburger „RegierungSboten" bestätigt, baß am 14. ds. MtS. in dem Dorfe AntziferowSkoje ein Ballon bemerkt wurde, von dem man glaubt, baß er derjenige der Andree scheu Expedition sei. Die „Nowoje Wremja" be- dictirte Ansichten seinem unvergeßlichen, fürstlichen Glaubenshelden Dai k sagen! Derselbe erließ auch im Jahre 1532 die älteste hessische Forstordnung, die nur zwei Oberförster, einen in Niederhessen, einen i Oberhessen (Romrod) nannte. Auch unter Philipps Sohn, dem Landgraf Ludwig IV., erfuhr das hessische Jagdwesen sorgfältige Pflege, es unterstand zwei Oberförstern, einem an der Lahn, dem anderen im Vogelsberg. Im Jahre 1578 erlegte Ludwig IV. in Oberhessen 120 große Hirsche; ein Jahr später meldete man arges Sterben des Wildprets im Forste Romrod. Der Bruder dieses Fürsten, Landgraf Georg der I., der erste Landgraf von Hessen-Darmstadt, war trotz seiner bekannten Sparsamkeit dennoch ein leidenschaftlicher Jäger. Er erwarb das nördlich von Darmstadt gelegene Gut und Schloß Kranicbstein, das für ihn eine Quelle reichen Einkommens wurde, legte hier einen Teich an, auf dem ein ergiebiger Entenfang eingerichtet wurde. Wurden doch daselbst von Juli 1576 bis Januar 1577 nicht weniger denn 2750 Enten gefangen; weniger rentabel zeigte sich daselbst der deshalb auch bald aufgegebene Gänse fang. Jagdgeschichtlich wichtiger ist aber die Thatsache, daß er bei Kranichstein den nun so herrlichen, ausgedehnten, weit und breit bekannten Wildpark anlegte. Zur Belebung desselben mußte er sich, angesichts des inzwischen gesunkenen Wild- standes der Umgebung die einzusetzenden Thiere von auswärts verschr iben. So ließ er beispielsweise ein lebendiges Reh von Grün berg in Oberhessen nach Kranichstein bringen, wofür der Bote einen Gulden Lohn empfing. Im Jahre 1572 legte er hier auch eine Fasanerie an, wozu er die ersten 8 Fasanen aus Straßburg bezog. Georg des I. Bestreben ging offensichtlich dahin, die Jagd so vielgestaltig wie nur möglich zu machen. So führte er dann auch die kostspielige Falknerei im Heffenlande ein; schickte seinen Falkn-r Dommuß nach Holstein, um Falken zu holen; aber hiermit hatte er noch nicht genug — besondere Aufmerksamkeit schenkte er der Kaninchenzucht, ließ bei Darmstadt eine Kaninchenhege anlegen und suchte mit Eifer Jemanden, der es verstünde. „Caneiner Berge" zu schlagen. Auch für den KrammetSvögelfang interessirte sich Georg I. sehr; nach dem Chronisten Buch mußte ihm „Herzog Rein- hard's Weidmann" einen Vogelheerd anlegen, der reiche zweifett inbeß, baß das Luftschiff Andree» die Reise biß zu dem Orte AntziferowSkoje m 64 Tagen zurücklegen konnte. DaS Blatt würbe dem Telegramm von Kra-nojar-k betreffend da» Luftschiff eher Glauben schenken, wenn gemeldet wäre, daß Andree zu Fuß die Jenissei-Mündung erreicht habe. DaS Blatt fügt hinzu: Der Bezirk Jenisseisk ist ein kalte-, schwach bevölkerte- Land i» Norden beS Gouvernements Jenisseisk. Noch nörblicher, jeasett- de» Polarkreise-, liegt nur das Gebiet TuruchanSk, in welchem unter 72 Grab nördlicher Breite die nördlichste Ansiedelung Tolsthi Noß liegt. AntziferowSkoje muß viel südlicher liegen. Ein Be- richt des Jeniffei'schen Bezirk« Polizeichef- an den Generalgouverneur, datirt Jrkut-k, den 17. September, bestätigt, baß in AntziferowSkoje ein Ballon gesehen wurde- et sei zur Zett Mondschein gewesen. • Verbote für Theaterbesucher. In der Pariser Zeitschrist „Le monde aridste" befinden fich folgende Gebote für Theaterbesucher: 1. Komme nie zu spat tnS Theater. 2. Störe Deine Nachbarn nicht durch Deinen Kopfputz oder durch auffallende Geberden. 3. Drehe denen nicht den Rücken, an denen Du vorbeischreiteft. 4. Suche eS zu vermeiden, ihnen auf die Hühneraugen zu trete». 5. Störe die Vorstellung nicht durch Deine Privatnnterhaltungen. 6. Lache und weine nicht in auffälliger und übertriebener Weise. 7. Kannst Du eS nicht aushalten ohne Bonbons und Zuckersachen, so verzehre fie wenigstens so, daß Deine Nachbarn dabei nicht neidisch toeibtn. 8. Wenn Du nicht geistig genug befähigt bist, um ohne Textbuch und Progamm auSkommcn zu können, so blättere vorsichtig um- denn nichts ist unangenehmer, als Papiergeknister in einem pathetischen Augen« blick. 9. Mache bei Musikaufführungen keine Tactschläger» bemegungen mit dem Kopfe ober bem Fuße, denn bafür ist bet Capellrneister ba. 10. Versperre beim HerauSgehen nicht den Weg unter bem Vorwande, Du müßtest nach den Damen sehen ober Deinen Diener suchen. Entferne Dich geräuschlos unb unauffällig. • Sichere» Zeichen. Der Huberbauer (einen Brief von seinem Sohn auf der Universität lefenb): ^Herzgeliebter, einzigster Vater ..." — „Herrgott, ischr der Lump schau wieder mit seinem Geld alle!" Ctteratur uwb — Die Nr. 22 von „Die Raterr* (G. Schwefcdkc'scher Verlag, Halle a. S.) veröffentlicht einen hochinteressanten Aussatz über „Das Sehenlernen opertrter Blindgeborener" aus Der Feder be« auf dem Gebiete der Augenheilkunde sich bereits mehrfach ausgezeichneten Dr. Salzer, Augenarzt in München. Der Aufsatz erörtert die durch gemachte Operationen gesammelten Erfahrungen und bekundet am Schluffe den Zweck, auf Grund der geschilderten Erscheinungen Andere zum Studium der einschlägigen Fragen anzuregen und die Heilerfolge noch weiter zu fördern. Wenn ein hoher Militär sich über Einrichtungen im Heerwesen verbreitet, so darf er sicher fein, daß feine Ausführungen in dm weitesten Kreisen Beachtung finden. Wir brauchen deshalb wohl nur kurz auf den Aufsatz des General« der Infanterie z. D. v. Blume über „Treibende Kräfte im deutschen Heerwesen' im Octoberheft von Richard Fleischer« „Deutscher Menut* Ünjuroeifen, um ihm das lebhafte Jnlereffe unserer Leser zuzuführen. — Der Arbeit-Vertrag de- chandluag-gehtlse« von Rich. LipinSki, Leipzig, An der alten Elster 2 (Selbstverlag). Ein Eommentar zu dem am 1. Januar 1898 in Kraft tretenden sechst^ Abschnitt deS Handelsgesetzbuches mit Berücksichtigung der Bestimmungen der Gewerbeordnung, des Gesetzes zur Bekämpfung de« unlauteren Wettbewerbes unb des Gesetze«, betreffend die Beschlagnahme des Arbeit«- und DienstlohneS, sowie sonstiger einschlägiger Gesetzesbestimmungen, unter Benutzung der Entscheidungen deS Reichsgerichts, mit ausführlichem Sachregister. 48 Seiten Octav Preis 50 Ptg. Porto 5 Pfg. DaS Werk ist unentbehrlich für jeden Handlungsgehilfen. | Ernten an KrammetSvögeln lieferte. In gleichem Maße eifrig betrieb Georg I. auch die Fischerei, die er ebenso, ! wie die Jagd, als eine wichttge Hilfsquelle zur Förderung der Hofhaltung ansah. Jagd- und Fischereigeräthe wurden deshalb stets gut im Stande gehalten: anno 1579 wurden 150 Gulden für 2500 Ellen Leinen zu den Jagd- tüchern ausgegeben. — Der gesunkene Wildstand hatte sich bald gehoben 1582 erlegte man 625 Stück Hochwild und 85 Rehe, im Jahre 1591 erbeutete man in Oberhessen allein 883 Stück Hochwild, 96 Rehe. Ebenfalls war die Zahl des erlegten Federwildes gewaltig. Beispielsweise wurden 1589 zur Hofküche 2572 Enten, 812 Staare, 4050 Krammetsvögel, 520 Lerchen und 398 Feldhühner abgeliefert. Im Jahr 1592 befahl Georg I. die Anlage zweier Reiherhäuser, das eine zu Dornberg, das andere bei den „drei Brunnen", in der Nähe von Darmstadt. Um diese Zeit stand zu Schotten ein Oberförster Salomon, in StornfelS ein Oberförster Hans Sauer. Die Besoldung de« Jägermeisters betrug damals 28 Gulden 15 Albus, der be« Falkners 15 Gulden - die beiden Jägerknechte erhielsen 15, beziehungsweise 10 Gulden, ebensoviel der Hühnerfänger, Hoffischer 12 Gulden, Jägerjunge und Hausjunge 2 Gulden 10 Albus. In der Regel empfingen die Bediensten vom Hofe außerdem noch Kost und Kleidung. Heber Jagdvergehen dachte Georg I. sehr ernst; selbst Graf Ludwig von Eysenbergk (Psenburg) in Offenbach mußte ein von seinem Jäger auf landgräflich. hessischem Boden angehetzte« und dann auf Eysenbergkschem Terrain erlegtes Schwein wieder herausgebeo. Jndeß scheint er Wilddiebe denn doch nicht mit den damals üblichen grausamen Lebensstrafen fon- bem wesentlich nur mit Geldstrafen belegt zu haben. Freilich waren das für die damalige Zeit ganz gewaltige Summen. Artete doch gerade im 18. Jahrhundert das Jagdregal zum unerträglichsten Drucke für die Landbeölkerung aus. So vertrieb bekanntlich Kurfürst August von Sachsen die Bewohner ganzer Dörfer von Haus und Hof und ließ, um Wildbahnen zu gewinnen, deren Wohnstätten schleifen. Störung des Wildes wurde schon mit der Todesstrafe bedroht. (Schluß folgt.) 8636 LuschlagSfrist 14 Tage. 8944 8963 • 8923 in 8255 Lott. Endres. 8811 Ilans« und Inlaid in durch- Qualität. 8260 Telephon 46 Markt 21. kpeeialität m rohen und gebr. Kaffees. Seltersweg 83. 7542 Neuen Bäue 11. k 1 flk. Ein Versuch beweist 85 i 5 Scbntimirko von und October beziehbar. Näheres Liebigstr. 23. Willi. Kohlermann Küferei, Neustadt 15. altbewährte Fabrikat. ♦ rierre Bratscheststsche ♦ empfiehll I Weinfäffer, Krautfäffer allen Größen billigst bei la. Kieler Bücklinge, ♦ O ♦ ♦ ♦♦<> «eue Rollmöpse, neue BiSmarckhüringe, ♦ ♦ < 4» < neue Sardine« Gießen, den 24. Sept. 1897. Das Stadtbauamt: Schm andt. dass trotz allen Nachahmungen das ächte Lleblg’sohe Back-Pulver u. Back-Mehl seinen ersten Standpunkt seit 25 Jahren behauptet. 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In Ausführung des § 17 der Ortsfeuerlöschordnung werden hier« durch alle drei Compagnien der Gießener Feuerwehr — die Gießener freiwillige Feuerwehr, die Freiwillige Gail'sche Feuerwehr und die Pflichtfeuerwehr — zu der Montag den 4. Oetober, pünktlich Abends 8 Uhr, auf Oswalds Garten beginnenden Hauptübuug geladen. 9985 Gießen, 27. September 1897. Der Branddirector: Traber. [BehördlicheAnzeigen j VerdingungvonErdarbeiten. Die zur Verbefferung des alten Rödger Weges, zunächst der Liebigshöhe, auszuführenden Erd- arbeiteu , bestehend in Lösen und Transportiren von rd. 713 cbm Boden, sollen Montag den 4. October d. I., Bormittags 11 Va Uhr, öffentlich verdungen werden. Pläne, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen auf unserer Amtsstube Nr. 7 während der Dienstftunden zur Einsicht offen. Angebote auf vorgeschriebenem Formular sind bis zum genannten Termin einzureichen. — । gleichem Maße , die er ebenso, ie jur ttv. anno «en 1« b** iMnd W« fl* -Ä n in vb-'h-II grf« b ’n, 812 6* «i*?w 5» “T. SÄ <55 ubed In uni Mdb-°>K ii •> 6111« tonnte. **« Sttrtf. b .‘“ÄS’ 1 unttt 7r il7 ’« mJ «in«. -- m? Äsende Gebote * *Dfl Theater, ober B Jn vNMev, "riebeoer We^. lb°D8 unbgudtt: Nachbatv ltj|1 geistig genug l°mm Quitomniin 1 °>chtS ist uaan, "hetischen Augen. ki°e Tactschläg». k/ denn basür ist heraukgehen nicht Md) den Damen Dich gerSnschloS Prima Weistweiu per Flasche von 80 Pfg. cm, sowie st. Südweine, als: Malaga, Sherry und Portwein, Deutscher unb ftaniöf. Cognac zu haben bei 2978 Hch. Belloff 11., Meßroft 2Ü. Knaben Mützen Saison-Neuheiten großartige Auswahl, empfiehlt 8803 A. Kretzschmar, Kürschner, Mar ktplah 2'/. J. M. Schulhof, Marktftraße 4.Telephon 119. •••••••• •• •• •• •• »•••••&« • Fräulein Landmann, • E gepr. 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