e« ihr ermöglichte, ihren Vortheil zu wahren, der darin bestand, daß fie keinen der fie Umwerbenden bevorzugte. Allabendltv war fie der Mittelpunkt dieser kleinen Gesellschaft, in der fie stet- in derselben gleichgiltigen und harmlosen Weise mit den Thetlnehmeru verkehrte. So schwand die Zett- ihr dreimonatliches Engagement neigte fich seinem Ende zu. Da trar eines Tages ein Herr au fie heran, der ihr den Vorschlag machte, als ihr Impresario thättg zu sein. Er setzte ihr die Bortheile auseinander, die ihr auS den Diensten eine- geschäftsgewaudten Mannes erwachsen würden, und fie willigte ein. Sechs Monate zog fie nun von einem Orte zum andern, überall Beifall und Geld einheimsend. Sie tanzte bald hier, bald dort, und trotzdem blieb fie dieselbe. Sie vergaß nie, daß fie von niederer Herkunft war und daß ihr schnell erworbener Befitz auch wieder schnell verloren gehen könne, daß fie wieder arm werden könne, wie es einst war- und fie fürchtete fich so sehr vor der Armuth. Das große Elend, da- fie im Elternhause hatte kennen gelernt, stand ihr lebhaft vor Augen. Armuth und Elend hatten ihre Jugend vernichtet, hatten die Sorglosigkeit, die ihren Jahren gebührte, im Keime erstickt und hatten eine Gleichgiltigkeit gegen alles in fie htneiogepflanzt, die nur dann schwand, wenn es fich um ihren Beruf, in dem fie einzig und allein bloß die Quelle sah, deren Ertrag fie vor Entbehrungen schützte, handelte. Selbst der Beifall, den man ihr darbrachte, war ihr beinahe gletchgiltig- fie betrachtete ihn nur als das Ergebniß der Befriedigung einer vergnügungssüchtigen Menge, die den Jammer der gänzlichen Mittellosigkeit nicht kannte, so wie fie ihn gekannt, die nicht wußte, daß bittere Armuth einen Menschen schließlich brutal machen könne, wie eS bet ihrem Vater der Fall war, der nicht davor zurückschreckte, ihre Mutter zu mißhandeln. Seitdem fie ihre Eltern unterstützen konnte, war eS ja anders geworden. Aber selbst das Glück über diese Aende- rung konnte bei Fifi nicht recht zur Geltung kommen, weil die Furcht, daß die Armuth dennoch wieder etnkehreu könne, nicht weichen wollte. Diese große Furcht war e- auch, die fie vor jeglichem Leichtsinn schützte. Sie gab ihr eine Ueberlegenheit im Verkehr mit den Menschen, die sie für viele um so begehren-- werther machte. Ihre Anbeter — und fie hatte deren viele — sprachen von einem großen Herzeleid, das ihr widerfahren sein wüffe, und dieses Herzeleid vergeffeu zu machen, war der Wunsch eines jeden von ihnen. Aber fie hatten sämmtltch kein Glück bet dieser kalten Schönheit, fie wurden zurückgewieseo, so ernst ihre Abfichten auch waren. Nur einer fand Guade vor den Augen FtfiS. ES war keiner jener eleganten Lebemänner, eS war ein ernster, gesetzter Mann, der, nicht mehr jung an Jahren, ein Leben harter Arbeit und Erfolge hinter fich hatte. Zu diesem Manne faßte Ftfi Vertrauen. Der kannte die Armuth und wußte, was Entbehren heißt, der würde fie schützen können, deffeo Werbung schenkte fie Gehör. Als er ihr seine Liebe gestand und fie bat, die Seine zu werden, da sagte fie freudig ja. Auch seiner Forderung, der Bühne den Rücken zu kehren, kam fie um so lieber nach, al- fie ja nur die Noth dahin getrieben. — Und für ihre Eltern hatte er ja versprochen sorgen zu wollen. Da kam etwas wie Erlösung über fie und die Ruhe kehrte in ihr zurück. Dieser Mann war tausendmal mehr im Stande, die Noth und das Elend von den Ihrigen zu bannen, als fie selbst. Dankbarkeit und Glück zogen in Fifis Herz, und mit diesen kam die Liebe. Heute sieht man eS der Fabrikautengattin nicht mehr an, daß fie einst au» der Armuth heraus aus die Bühne sprang, um Geld zu verdienen, da sie da» Elend im Eltern- Hause nicht länger ertragen konnte. iu oermlftbtn HtiMjt. rt«. Duill. 1 bttnmnUkasmk. 'B'ÄTio bostir. 40, ni, Blmmer zu 17. SiZin.,,, feie Moliir. 58, L nmer Wg zu vn, 26, 3. Stod. ftlmmtt zu vn> msttche Nr. 2, Zimmer zu I vnr. Sidtstr. 48, m lüdchen mit Bett u «MchSr. 34, odergehende, frtinu irt oder uumSdlttt, Sesersir. 8, gort. >er Laden in guttr Aus Guasch kSnW WerkWe k- dazu. rved. d. Bl. A ick» fofctnbtn Ammern ich gdljellt tu zwei ju «NU. MO Contor iti M- pl vn- l Retter, iesuche. Anzeigen. is-SesM. Klinik werden M n moßes oder z«i Kaffee und B biemN Ä* üea ____ 5 für die Börse > nicht, den rkaufen^J «V&,, 1 Eipeü* lr- -pt SÄesst- 1897 Nr. 229 Erstes Blatt Donnerstag den 30 September Der Gießener erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montag». Die Gießener Iinmitie« ö kälter Verden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal br,gelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Hknzeiger. BierlNjährig« Avouncmeutrpreisr 2 Mart 20 Psg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Psg. Redaction, Expedition imb Druckerei: -chnkSraße Kr.1. Fernsprecher Me. Zlints- und Anzeegeblatt füv den Uveis Gieszen. T ..... ■ — 1 ■ ■ ■ । ii ■ ■■■ — «»»ahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de, I f&ntftiifiot 4&fo6ÖttOr Qirttttt ftOtt ÄllUnnonc-n-Bur-aux d-S In. und Auslandes nehm« folgenden Tag erscheinenden Nummer b.S Dorm. 10 Uhr. ^ICgOtCr ^001111011)1(11111. Steigen für de» „Gießener Anzeiger- nNge^m. Parlamentarische Arbeiten. Bekaoutltch ging vor nicht allzu langer Zeit eine halb- o'ficiöse Notiz durch die Prefle, in welcher die Ueber- Production an Gesetzentwürfen und parlamentarischen Vorlagen einer scharfen Kritik unterzogen und darauf hingewtesen wurde, daß künftig nur die allernothwendigsten Arbeiten den gesetzgeberischen Körperschaften vorgelegt werden sollen. Im Allgemeinen haben diese Ausführungen in der Oeffeutlichkeit volle Billigung gefunden - denn thatsächlich waren in den letzten Jahren unsere Parlamente derartig mit Arbeiten überhäuft, daß regelmäßig trotz sehr langen Dauer der Sessionen eine Reihe von Vorlagen zurückgesetzt werden muhten. Als im Reichstage die chronische Beschlußunfähigkeit eingetreten war, wurden immer mehr Stimmen laut, welche forderten, daß diese Körperschaft entlastet werde, und darlegten, daß kürzere Sessionen die Arbeitsfreudigkeit der Abgeordneten nicht auf eine so scharfe Probe stellen würden. Dazu gehört freilich, daß nur die allernothwendigsten Vorlagen dem Reichstage Überwiesen werden, daß insbesondere Gesetzentwürfe, die von vornherein ganz aussichtslos sind, nicht erst an den Reichsoder Landtag gehen. Soweit fich bis jetzt übersehen läßt, wird die nächste Session des Reichstages nur von sehr kurzer Dauer sein - sollte die Militärstrafprozeßordnung wirklich auf die Tagesordnung gesetzt werden, so ist genügend Zeit für die Berathung vorhanden und einer eingehenden Erörterung -er schwierigen Materie ein breiter Raum gelaffen. Und eS scheint wirklich so, als wolle Reichskanzler Fürst Hohenlohe sein dem Reichstage gegebenes Versprechen jetzt einlösen und di- Reform an daS Parlament bringen. Ob der Inhalt freilich den Wünschen der Mehrheit oeS Volke- entspricht, dürfte zweifelhaft sein- eS ist immerhin kein gutes Zeichen, daß man im BundeSrathe nur über die äußere Form de- »leuen Gesetzes lange debattier hat und insbesondere über die den größeren Bundesstaaten bezüglich des MtlilärstrasprozefieS zustehenden Reservatrechte in Erörterung getreten ist. Und die Hauptsache bleibt doch, daß der Mllt.ärstrafprozeß künftig nicht mehr nach den, alten, vermoderten Grundsätzen gehandhabt, sondern auf den der Neuzeit entsprechenden Anschauungen aufgebaut wird. Nur noch eine kurze Spanne Zeit und wir werden hoffentlich erfahren, wie die Regierungen den Inhalt der Reform gestaltet haben. Die Justizreform ist bekanntlich io- Waffer gefallen, trotzdem ihre Erledigung eine dringende Nothwendigkett geworden ist. Da die Regierung auf die Wünsche der Volk-- Vertretung keine Rücksicht nehmen will, der Wunsch nach Ein- führunq emzelner Punkte der Reform aber so laut geworden ist, daß er nicht gut mehr überhört werden kann, so will man, wie verlautet, einen Gesetzentwurf einbrtngeu, welcher die Entschädigung unschuldig Berurtheilter regelt. Daß damit einer allgemeinen Forderung deS Volkes genügt wäre, braucht nicht besonders betont zu werden- das RechtSbewußt- setn fordert eine solche Entschädigung. Hoffentlich erfüllt sich die Erwartung, daß kürzere Sessionen die Beschlußunfähig- kett des Reichstags vertreiben werden, zum Ansehen unserer BolkSvertretungS-Justilutton hatte der Zustand während der letzten Sessionen wahrlich nicht beigetragen. (xx) Wolff» telegraphisches Eorresvondmz-Bureau. Bremen, 28. September. Auf einen dem Kaiser vom Norddeutschen Lloyd unterbreiteten Bericht über die Resultate der ersten Reise des Schnelldampfer- „Kaiser Wilhelm der Große" empfing die Firma vom Kaiser au- Rominten die folgende Antwort: „Ihre so überraschende Meldung hat wich von ganzem Herzen gefreut. Die unerreichte Leistung gibt Zengniß von der Zuverlässigkeit der Werft, wo da- deutsche Schiff entstanden und entspricht dem hohen Namen, den e- trägt. Möge unser Schiffsbau stets wie jetzt vorwärts strebend unerreicht bleiben und nur das denkbar Beste an Schiffen Ihrer bewährten Gesellschaft und Bremen- Flagge zuführen. Wilhelm I. R. Leipzig, 28. September. Der Großherzog von Baden richtete dem „Leipz. Tagebl." zufolge an Professor Carl Biedermann zum 85. Geburt-tage folgende- Telegramm : „Mainau, 27. September. Ich entnehme -en Zeitungen, daß Sie in voller Rüstigkeit den 85. Geburt-tag begehen durften. Gestatten Sie mir den Ausdruck herzlicher Glückwünsche zum Eintritt in ein neues Lebensjahr, dem noch viele folgen mögen. Verehrend gedenke ich Ihrer tzetS freudigen patriotischen Thätigkeit." Wien, 28. September. Die „Polit. Corresp." meldet auS Konstantinopel, die Pforte habe beschlossen, nach Annahme de- VorsriedenSvertrageS seitens Griechenlands zwei Drittel der OperattonSarmee in Thessalien und Janina, d. t. etwa 75,000 Mann RedisS, zu verabschieden, während 40,000 Mann NizamS bis auf Weiteres in Thessalien verbleiben sollen. Der Krteg-minister soll mit der Vorbereitung dieser Maßregel beschäftigt sein. Wien, 28. September. Auf dem von der StaatSeisen- bahnltnie bei Klein-Schwechat abzweigenden Jnduftriegeletse der Dreher'scheu Brauerei stießen zwei Güterzüge zu- fammeu. Der Heizer und Locomottvführer wurden getödtet und zwei Arbeiter schwer verletzt. Madrid, 28. September. Die Verhaftung von sieben Individuen erfolgte infolge von Anzeigen über ein anarchistische- Complott. Auf eine weitere Anzeige beschlagnahmte die Polizei in der Straße Bravo Morillo Explofionsmaschtnen und verhaftete noch ein Individuum, von dem mau glaubt, daß e- ein Anarchist sei. Depesche» de- Bureau »Herold.- Berlin, 28. September. Nach der „Danziger Zeitung" dürfte e- nunmehr feffftehen, daß der Kaiser zum Stapellauf de- großen LlohddampferS „Kaiser Friedrich" ant 5. October nach Danzig kommen wird. Berlin, 28. September. Die Mutter des ertrunkenen Herzog» von Mecklenburg, die Großherzogin Marte, hat der Gesellschaft für Rettung Schiffbrüchiger die Summe von 10000 Mk. zur Verfügung gestellt. Berlin, 28. September. Die Verleihung de- Groß- kreuzeS des bayrischen Militär-Verdienstordens, des Groß- kreuzeS des italienischen Mauritius- und LazarusordenS, sowie deS GroßkrenzeS des fiamesischen weißen Elefanten-OrdenS an den KriegSmtnister v. Goßler wird heute amtlich publicirt. Berlin, 28. September. Dem „Berl. Tagebl." wird aus Madrid telegraphirt, die Regierung dementtrt entschieden das Gerücht, daß Spanien wegen seines Conflicte» mit Amerika in der Cuba-Frage die Intervention Europas anrief. Die Antwort Spaniens auf das jüngste Bermitte- lungsangedot Mac Kinleys fei bereit- fertig. Darin wird das Angebot heftig aber energisch abgelehm, o lauge die Aufständischen nicht die Waffen niederlegen. Trotz der beschwichtigenden osficiösen Erklärung macht die Tharsache, daß der amerikanische Gesandte daS Gesandtschaft-Hotel nicht bezieht und seine Familie in Biarritz ließ, den Eindruck, als ob derselbe den baldigen Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Spanien und Nordamerika Voraussicht. Berlin, 28. September. Durch die Ernennung des Bot- schasterS v. Bülow zum Staatssekretär der auswärtigen Angelegenheiten werden Veränderungen im dtplo- matischen Dienst nothwendig. Die an diese Tharsache in der Presse geknüpften Combinationen werden der „Rat.- Zrg." theil» als verfrüht, theilS als völlig in der Luft schwebend bezeichnet, da noch keine endgültige Entscheidung getroffen sei. Feuilleton. Das Glück rrtanjt. Skizze von Martin Behrend. (Schluß.) Sie konnte auch in der That mit ihrem Debüt zufrieden fetn. DaS Publikum klatschte sie unaufhörlich heraus und die Vertrauten de- Hauses luden sie gemeinschaftlich ein, einige Stunden mit ihnen nach Schluß der Vorstellung zuznbrtngen. Und nun saß fie im Kreise dieser Lebemänner und unterhielt fich mit ihnen, als sei ihr dieser Umgang etwa- Altgewohnte». Seitdem fie aus so häßlichen Verhältnissen in eine behagliche Gegenwart versetzt worden, war eine Ruhe Über fie gekommen, die alles Unerwartete, das an fie herantrat, wenig wirkungsvoll wachte. Sie fühlte fich so ficher in ihrer Stellung, daß es gor nicht des außerordentlichen Erfolges bedurft hätte, um fie zufrieden zu machen. Ihre Kunst, die sie auf der Straße erlernt hatte, hielt fie für etwas Selbstverständliches, und der große Beifall, den fie errang, machte fie nicht im Geringsten übermüthig. Sie sand nur, daß das Publikum auch mit kleinen Leistungen zufrieden gestellt werden konnte, wenn diese nur in einem hübschen Rahmen geboten wurden- und ein solcher waren ihre Coftüme. Daß fie mit ihrer schönen, interessanten Erscheinung da» meiste zu ihrem Erfolge beitrug, -wußte fie nicht. Sie war viel zu gletchgiltig, um in ihrem Aeußeren etwas Sieghaftes zu erblicken. Deßhalb nahm fie auch alle Huldigungen, die ihr an diesem Abend entgegengebracht wurden, sehr ruhig auf. Da», was ihr diese gewandten Herren sagten, hatten selbige ja auch schon vielen anderen var ihr gesagt. ES kam ihr vor, als seien alle diese Worte gar nicht an fie persönlich gerichtet, al» sei es nur Gewöhn- heitSfache dieser Lebemänner. Au- dieser Anficht gewann fie eine Ueberlegenheit, die Berlin, 28. September. Za der Marine-Vorlage schreibt die „Nattonal-Zeituug". Nach unseren Informationen hat Admiral Ttrpttz, als er von Oftafieu hierherkam, verschiedene Pläne zur Flotteuvermehrung vorgefundeu, die er wesentlich redueirt hat. Nachdem dies in Uebereioftimmung mit dem Obercommando der Marine geschehen war, hat er sich mit dem Fioanzmtnister v. Miquel in Verbindung gesetzt und deffen Zustimmung sowie die der RetchSverwaltuug erhalten. Die Grundzüge des Planes gehe» über den Stand der Marine vom Anfang der 80er Jahre, hinter dem wir jetzt vermöge der Verzögerung im Ersatz wesentlich zurück find, einigermaßen hinaus, da seitdem die Rücksicht auf die Colonien und auf die Steigerung der sonstigen überseeischen Jntereffen hinzu- gekommen ist. Daö Ziel bleibt gleichwohl eine kleine aber leistungsfähige Flotte, die vermöge ihres Materials und ihrer Ausbildung immer Respect einflößen kann. ES ist richtig, daß demgemäß zu Schiffsbauten für das nächste Etatsjahr 50 Millionen Mark und für die folgenden Jahre bis 1905 jährlich 60 Millionen Mark verlangt werden sollen. Von den Zielen, welche die Hollmaun'sche Niederschrift in Aussicht nahm, weicht diese nur wenig ab. Berlin, 28. September. Der Mariue-Attachö bei der hiesigen französischen Botschaft stattete auf Befehl des Präsidenten der französischen Republik dem commaodirenden Admiral und dem StaatSsecretär der RetchS-MarineamrS einen osficiellen Besuch ab, um die Theilnahme des Präsidenten und des Ministers Hanotaux an dem Untergang des Torpedobootes 8 26 und dem Tode des Herzogs Friedrich Wilhelm von Mecklenburg auSzusprecheu. Der StaatSsecretär des ReichS-MarineamtS ließ den Besuch durch einen Offizier erwidern und den Dank der Marine für die Theilnahme der Präfidevten und des Ministers Hanotaux an dem Unglücksfalle aussprechen. Berlin, 28. September. Wie der „Local-Anzeiger" berichtet, werden Anfang nächsten MouatS drei höhere Beamte der schwedischen Postverwaltuog hier eiutreffen, welche die hiesigen Fernsprecheiurichtungen studiren wollen. ES ist dies ein Gegenbesuch auf die Studienreise, welche bekanntlich Ende des vorigen Monats einige höhere Beamte der deutschen ReichSpostverwaltuog zu gleichem Zwecke nach Stockholm unternommen hatten. «ölu, 28. September. Die „Köln. Ztg." berichtet, daß Hamburger Kaufleute angesichts der Revolution in Guatemala um den Schutz der deutschen Kriegsmarine gebeten, denselben aber nicht erlangen konnten. Andererseits hat Deutschland das einzige Kriegsschiff, den Kreuzer 4. Klaffe „Bussard", vor Samoa, wo neue Verwickelungen von Seiten der Amerikaner drohen, wegnehmen müssen, um ihn nach Katser-WilhelmSland zur Unterstützung des Kreuzers „Falke- -u schicken. Zugleich gestalten sich die Verhältnisse in Marokko fo kritisch, daß alle Seemächte, nur Deutschland nicht, Kriegs- schiffe dorthin entsenden. Die „Köln. Ztg." hebt hervor, daß nur noch als einzig brauchbarer Kreuzer der Kreuzer 3. Klaffe „Gefion" übrig bleibt, der aber zum Schutz der heimischen Gewässer unentbehrlich sei. Erfurt, 28. September. Auf dem national-socialen Delegirtentag sprach heute Pastor Göhre über das Ge- uoffenschaft-wesen und empfahl die Berliner Anträge, wonach ländliche Genossenschaften und Arbetterconsum- und Baugenossenschaften besonders unterstützt werden sollen. Die Anträge wurden schließlich angenommen. Königsberg, 28. September. Seitens der städtischen Corporationeu ist eine Petition an den Reichskanzler abgesandt worden, er möge das Verbot der Schweine- einfuhr aus Rußland für Ostpreußen auf heben resp. die Einfuhr wenigstens nach den Orten mit Schlachthöfeu gestatten. Beutheu, 28. September. Die ganze Belegschaft auf der hiesigen Hohenzollerngrube des Grafen Schaffgotsch ist heute Morgen ausständig geworden. Hamburg, 28. September. Eine von mehr als 2000 Personen besuchte, von der hiesigen Ortsgruppe des altdeutschen Verbandes einberufene Versammlung, vor welcher Professor Horst-Kohl über Bismarcks russische Politik sprach, sandte an den Fürsten ein Huldigungstelegramm. Wien, 28. September. Dem Gemeinderarhe wurden Tettens der Deutschen Bank und der Firma Siemens u. Halske neue weitgehendste Präpositionen überreicht behufs Um- Wandlung der Tramway in eine elektrische 8a()n. Es ist Aussicht vorhanden, daß diese angenommen werden. Budapest. 28. September. Wie verlautet, wird in den Trinksprüchen bei dem zu Ehren des rumänischen Königs- paareS stattfindenden Galadtner das feste freundnachbarliche Berhaltniß und das Band der Freundschaft, welches beide Staaten und Monarchen verknüpft, betont werden. Jedoch wird das Wort Bündniß oder Allianz nicht vorkommen. vrustel, 28. September. Wie verlautet, Hot die Re- gierung den Beschluß gefaßt, den Paragraph des Bürger- wehrgesetzes, der Ausländer zum Bürgerwehrdienste zwingt, infolge des Einspruches der fremden Regierungen nicht in Kraft treten zu lassen. Warschau, 28. September. Laut Verfügung des Zaren wird in Warschau eine Cadetteuschule errichtet. Es ist dies die erste im Weichselgebiete. Koustautiuopel, 28. September. Der Sultan verfügte die Neubefestigung von Janina, sowie vier Städten im Epirus. Mehrere Zollbeamte wurden wegen Verbreitung junatürktscher Flugblätter verhaftet. Die Delegirten für die Grenz- bestimmungS-Commisfion find bereit- ernannt. Die Amnestie für die am Kriege betheiligten Griechen erfolgt nach defiui- tivem Abschluß de- Frieden,. 1 Athen, 28. September. Die Gesandten der Mächte überreichten der griechischen Regierung eine Note, in welcher Griechenland daran erinnert wird, daß eS den Großmächten seine Interessen in die Hand gelegt habe. Griechenland wird ferner aufgefordert, die in seinem Auftrage gemachten Friedens- Präliminarien anzunehweu und sich der Finanzcoutrole zu unterwerfen. verliu, 29. September. Wie die „Voss. Ztg." berichtet, plant Herr o. Miquel eine Verdreifachung der Braust euer. Dem Blatte liegt die Abschrift eine- amtlichen Actevstückes vor, in der eine Zoll- und Steuerdirection von einer Gewerbekammer ein Gutachten über eine Staffelung der Brausteuer einholt. Die Regierung bemerkt darin, daß die in Bayern am 1. Januar 1890 eiugeführte Staffelung der Steuer fich gut bewährt habe. Wien, 29. September. Graf Badeni mußte al- Katholik wegen seine- Duell- von der Kirche excommunicirt werden. Der Papst hat aber auf die Intervention de- Cardiual- von Wien dem Ministerpräfidenten Absolution ertheilt. Da- Befinden Badeni- ist fortgesetzt ein befriedigende-. Budapest, 29. September. Das rumänische König-- paar ist gestern Nachmittag V,3 Uhr hier etugetroffen. Zur Begrüßung waren Kaiser Franz Josef, zahlreiche Fürstlich- keiten, die Minister und andere hohe Würdenträger am Bahnhofe erschienen. Die Begrüßung der Majestäten war eine sehr herzliche. Dann begaben fich die hohen Herrschaften zu Wagen nach der Hofburg und wurden auf dem Wege dorthin von einer zahlreich die Straßen besetzt haltenden Menge enthufiaftisch empfangen. Um 5 Uhr fand Hoftafel, später Festvorstellung in der Oper statt. Die Bukarester und die ungarländische Rumänenpreffe verhält fich äußerst reservirt gegenüber dem Besuch de- rumänischen KönigSpaareS. Erstere lehnte die Einladung der Pester Journalisten zur Theilnahme an der Festvorstellung ab, weil fie in Ungarn zum größten Theil verboten ist. Schwurgericht. W. Gießen, 28. September. Um 9 Uhr eröffnete der Borfitzende, LandgerichtSrath Wehner, die Sitzung. Nach Bildung der Geschworenenbank wird in die Verhandlung gegen den 20 Jahre alten Schweizer Friedrich Schissner von Groß-Schönau, zuletzt Bergarbeiter, in Leihgestern wohnhaft, wegen Meineids eingetreten. Die Anklage vertritt Großherzogl. Staatsanwalt Koch. Die Vertheidtgung führt Justizrath Batst. Da der Angeklagte der That geständig, ist nur ein Zeuge zu vernehmen. Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, daß er in der Strafsache gegen Georg Will und Genoffen von Leihgestern wegen Körperverletzung vor dem Schöffengericht sowohl al» auch vor der Strafkammer Gießen, und zwar vor letzterer am 25. Mat d. I., unter Eid behauptet habe, er sei noch nicht bestraft. — Der Angeklagte erklärte, vor dem Schöffengericht vom Rechtsanwalt Dr. Fuhr gefragt zu sein, ob er schon bestraft sei, dieselbe Frage habe vor der Strafkammer auch der Vorsitzende an ihn als Zeugen gerichtet und er gestehe zu, entgegen der Wahrheit in beiden Fällen die Frage verneint zu haben. Er fei al- 13 Jahre alter Knabe wegen Sittlichkeitsvergehen mit 3 Monat Gefängntß bestrast und nach Verbüßung der Strafe anderthalb Jahre in einer Erziehungsanstalt streng erzogen worden. Der Angeklagte erklärte, er habe damals, al» er vernommen wurde, die Be- strafung vergeffen gehabt, es sei dies wohl natürlich, da eS sieben Jahre her fei. Rechtsanwalt Dr. Fuhr, als Zeuge vernommen, erklärt, daß seines Erachtens der Angeklagte vor dem Schöffengericht bereits im Zuschauerraum stand, als er die Frage wegen seiner Vorstrafen verneint hat. Vor der Strafkammer aber hat Schtffner unter Eid die Vorstrafe verneint. Es sei ganz ausgeschlossen, daß der Angeklagte die Frage und deren Bedeutung nicht recht verstanden habe, er wußte ganz genau, das es darauf ankam, ihn, den damaligen Zeugen, dem Gericht gegenüber unglaubwürdig zu machen. Hiermit ist die Beweisaufnahme erschöpft. Die den Geschworenen vorzulegende Schuldfrage lautet auf Meineid. Auf Antrag der Vertheidigung wird noch als Neben- frage die Milderungsfrage aus § 157, Abs. 1 formultrt: Konnte die Angabe der Wahrheit gegen den Angeklagten eine Verfolgung wegen eines Verbrechens oder Vergehens nach fich ziehen. (Unter Anklage steht nur der vor der Strafkammer geleistete falsche Eid). Staatsanwalt Koch führte den Geschworenen den ganzen Thatbestand noch einmal kurz vor. Es stehe fest, durch das eigene Geständniß de- Schiffner, daß er unter Eid feine Vorstrafe verschwiegen, und daß dies wissentlich falsche Depofitiouen waren. Alle Momente des wissentlich falschen Eides feien gegeben. Die Behauptung des Angeklagten, daß er feine Bestrafung vergessen, glaube gewiß kein Mensch. Der Staatsanwalt bittet die Hauptfrage zu bejahen, die Nebenfrage, welche auf Antrag der Vertheidtgung gestellt ist, zu verneinen. Der Vertheidiger, Justizrath Batst, hält die Angabe feines Clienten für nicht unmöglich, daß er die Bestrafung in seiner Jugend vergessen, und wenn die Geschworenen dem Glauben schenken, waS Schiffner darüber sagt, dann müsse der Angeklagte sretgesprochen werden. Seien aber die Geschworenen der Ansicht, der Angeklagte habe vor der Strafkammer am 24. Maid. I. wissentlich die Unwahrheit gesagt, also einen Meineid geleistet, in diesem Falle müßte auch die an die Jury gerichtete Nebenfrage von dieser bejaht werden, und es geschehe dem Angeklagten nur sein Recht, wenn durch Bejahung ihm die Milderung des § 157 Abs. 1 zu gute komme. Nach geschehener RechrSbelehrung zogen sich die Geschworenen zur Berathung zurück. Der Obmann, Th. Haubach-Gießen, verkündet den Spruch dahin, daß der Angeklagte schuldig des Meineide-, daß aber auch die Nebenfrage bejaht sei. Staatsanwalt Koch beantragt, auf 1 Jahr Gefängntß und dte üblichen Nebenstrafen erkennen zu wollen. Der Vertheidiger überläßt die Ausmessung der Höhe der Strafe dem Gerichtshof, bittet jedoch, dte erlittene Untersuchungshaft dem Angeklagten auf die Strafe anzurechuen. Da- Urthetl ergeht, dem Antrag des Staar-anwaltS gemäß, auf 1 Jahr Gefängntß, worauf 2 Monate der erlittenen Untersuchungshaft in Anrechnung kommen. Ferner werden dem Angeklagten dte bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre aberkannt. Coceles uttb prwhtjklkf. Gieße«, den 28. September. * * Kirchliche Dienstnachrichten. Ernannt wurden Pfarr- asfisteut Scriba zu Biogen zum Pfarrverwalter in Groß- Wintervheim, Pfarrverwalter Lic. theol. Freiherr v. Gall zum Klein-Umstadt zum Pfarrasfistenteu in Bingen, Psarr- amtScandidat Schultheis zu Dreietchenhatu zum Psarr- asfistenten daselbst, Pfarrverwalter Weber zu Reichelsheim i. O. zum Pfarrverwalter in Nieder Ohmen, Pfarr- asfistent Egelhoff zu Vilbel zum Verwalter der ersten Pfarrstelle zu Reichelsheim i. O., Pfarrverwalter Weigel zu Schwarz zum Pfarrasfistenren in Vilbel, PfarramtS- candidat Eschenröder zum Pfarrvicar in WorwS, Psarr- amtScandidat Wolf zu Darmstadt zumPfarrvicar in Langsdorf, PfarrawtScandidat AuSfeld zu Schlitz zum Pfarr- asfistenten in Darmstadt. * • Die 3- Ricker'sche Buchhandlung hier erwarb die umfangreiche philosophische und pädagogische Bibliothek deS Geheimrath- Professor Dr. Jürgen Bona Meyer in Bonn und die historische Bibliothek des Professor» RaiL Menzel in Bonn. • *H. btadttheater. Am gestrigen Abend wurden die Pforten de» hiesigen MusenhetmS im „Gießener Festsaal" für die beginnende Theatersaison geöffnet. Damit tritt wiederum an die Presse die Pflicht heran, über da», was in diesem Heim „zur Pflege de» Guten, Wahren und Schönen" geleistet wird zu referireu, sowohl im Jntereffe der Kunst und der diese Ausübenden, der erzielten Ersolge und der sich zeigenden Mängel, al» auch im allgemeinen Interesse der Leser dieses Blatte». Natürlich darf ein Rrcensent keinen Anspruch darauf erheben, eS Jedem recht zu machen- wohl kann und wird auch der Kritiker, wie der Künstler, zu Zeit» irren, seine UrtheilSkraft wird ihn sür daS Eine empfänglicher, für Andere- minder zugänglich machen und oft unbewußt durch subjektive Empfindungen beeinflußt werden. Die Verpflichtung rasch zu referiren, nöthigt nach dem Fallen deS Vorhangs, nach dem Berklingen deS letzten Tones meist ht vorgerückter Abend- oder Nachtstunde oft zu anstrengender Thätigkeit und nicht immer bleibt Zeit und Raum, Lob oder Tadel ausführlich zu begründen, wie eß doch der Fall feto sollte, um beiden eine fruchtbringende Wirkung zu sichern. Doch mögen Alle, über die Schreiber dieses in ihren Werken und Thaten zu urtheilen in die Lage kommt, überzeugt feto, daß das abgegebene Urtheil, fei eß Lob oder Tadel, in jedem Fall nur der Sache, niemals der Person gilt. — Als Er- öffuungsstück gelangte die Schwauk-Novität „Zwei Wappen" von Blumenthal-Kadelburg zur Aufführung. Da» Stück per» fifflirt jene modern gewordenen Amerikanerinuen-Hetratheu, wo das Wappen des Hochadels fich durch Zwang der ver- hültniffe und Umstände mit dem Wappen der Hochfinanz alliirt. Diese» Thema ist stellenweise mit guter, wirkungsvoller Komik, sonst aber mit bedeutungsloser Nüchternheit verarbeitet. Richtige zündende Schwankpointen fehlen- der auf Effect berechnete Schluß sichert dem Ganzen einen befriedigenden Abschluß. Die mit Vorliebe sonst verwandten Schwiegermüttertric- find von den Verfassern zum Bortheil deS Stückes vermieden worden- dies ist besonder» hervorzuheben. Ein Urtheil über das Wollen und Können der zusammengeführten Künstlerschaar bei dieser Erst-vorstellung zu fällen, wäre gewagt und übereilt- doch verspricht der Anfang Gute», denn die Darstellung war sichtlich flott und da- Zusammenspiel klappte mit Au-nahme deS dritten Acte» zufriedenstellend. Als omen faiißtum darf e- wohl gedeutet werden, daß zur Eröffnungsvorstellung das Hau» gut besucht war. Etwas gewagt scheint uns schon in zweiter Vorstellung, am Donnerstag, Hauptmanns „versunkene Glocke" zur Aufführung zu bringen. Doch hoffen und wünschen wir, daß eS gelingt, das Schwierigste de- Stückes, den intimen feinfühligen Reiz dieser herrlichen Märchendichtung, zur Geltung zu bringen. •* LimeSforschnag. Bei den Forschungen, welche in der jüngsten Zeit wieder in der Nähe von Grüningen vorgenommen wurden, um daselbst ein größeres Castell nachzuweisen, wurde in der Gemarkung dieses OrteS, dicht bei der Stelle, wo der Leihgesterver Weg den Lime- oder die Heege schneidet, ein eigenthümlicheS Bauwerk als Wacht- thurm oder Wachepofteu vorgefundeu, welcher jetzt, da die LiweSforschung beinahe beendet ist, al- einzig in feiner Art dasteht. E» ist dies ein kreisrunder Thurm von der Größe desjenigen, der von demselben Herrn eine Strecke weiter südlich, in den Holzheimer Hecken, gesunden wurde. Der zuletzt aufgedeckte Thurm steht aber in der Mitte eine» massiven Gebäude-, da- einer frühromanischeu Kapelle mit runder ApfiS nicht unähnlich ist. Eine Besichtigung de» Bauwerk» von Seiten unserer Forscher wäre gewiß recht interessant und lohnend. •• Fahrräder aif der Eisenbahn. Anläßlich der vielen Klagen, welche über die Befestigung der Gepäckzettel am Sitz oder am Schutzblech der Fahrräder erhoben find, wird von der Eisenbahnverwaltung darauf hingewieseu, daß ein Bekleben der Stangen oder Speichen der Räder ganz unzweck- mäßig sei. Hierdurch würden die Zettel leicht abgertffen, auch seien dte Bestimmungsorte schwer erkennbar, wodurch ein verschleppen nach fremden Orten sehr begünstigt wird. E» wird daher gewünscht, daß stch die Radfahrer mit Täschchen, Karten oder Marken au-rüsteu, welche mit Riemen oder Schnallen am Rade befestigt werden können. Diese würden daun für die Anbringung der Gepäckklebezettel dienen. Sonst könne den Essenbahnbeawten au» dem Bekleben der Sitzt oder Schutzbleche kein Dorwurf gemacht werden. st «tat».« "’s® Psan. *" ° ®«i[ ""- *i««' 7 <»» ¥lm. J" » **, '?“« i-r »ftn, *«tat 1' V«n«a», ±'taW- ’ta iea W« tttoatb dir ’e Bibliothek bu >na Meyn io Professor, Rail 'end wurden die iiehener geftfaal" !t- Damit tritt iber dal, was in ieu und Tchöueu" "ereffe der Kunst folge und der sich ftn Interesse der Recrusrvt keinen zn wachen; wohl Ostler, zu Zeitei aö Tine empsäng« achen und ost nn> W werden. Die ich dem Fallen de, in Toner meist ii zu anstrengender Raum, Lob oder wd) der Fall sein rkung zu sichern. In ihren Werken überzeugt fein, Tadel, in jedem D. - ÄiS Sr- !>wriBapt>ea* DalSM-er- üinüen'heirathrn, Fwang der Vn- n dn hvchsivauz. guter, Wirkung,' Iloser Achternheit hinten fehlen; der Ganzen einen bt> sonst verwandten jant Sottl/tll bti r, hervorzohebev. i der zusammen, stelluog zu Mn, r Snsang ®utt6, da, Zusammeu- W Medw« 6ibtuUt werden, 6ut besucht «ar. •t Vorstellung, a® \t, i«6 --1'1* n ftWl”,8111 iiltung!° |.tn Bild» I« W :6 Ottll, * 61 ,n Lime, o^r iili» jrt1/ “ i ta hin« « 2*»«®* * tf * wäre Ä1 W*J* am»'4' aW"1^ -I <*">«* «h”b« »i,b- ihl !«h>« lel« °d" : m*1 Z Büri« , 6t» Ä»s"' Wetterbericht. Im Westen Irlands kündigt sich eine neue Depression an. Ueber den britischen Inseln ist da- Baromerer bereits wieder erheblich gesunken. Ueber Centraleuropa dauert jedoch die Herrschaft des hohen Druckes noch an, und ist, abgesehen von Morgeouebeln, das Wetter meist hrtter. Jndeffen wird bei weiterem Vordringen der erwähnten Depression bald stärkere Bewölkung zu erwarten fein. — Voraussichtliche Witterung: Zunächst noch hetteres und warmes Wetter. In den Morgenstunden Nebel. Später Zunahme der Bewölkung von Westen her. n. GroßenLindea, 28. September. Der Verein zur Erhaltung oberhesftscher weiblicher Volkstrachten hatte pro 1896 folgende Einnahme: Bon Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog 100 Mk., von Ihrer Kgl. Hoheit der Groß- derzogtn 100 Mk., von 17 lebenslänglich außerordentlichen Mitgliedern 170 Mk., von 71 außerordentlichen Mitgliedern 79 Mk., von 367 ordentlichen Mitgliedern k 20 Pfg. 73 Mk. 40 Pfg., Kapitalzinsen 10 Mk. 87 Pfg., im Ganzen 533 Mk. 27 Pfg. Die Ausgaben betrugen: für Geschenke an würdige Brautpaare 120 Mk. und an arme Confirmaaden 100 Mk. Capttalifirt find 300 Mk. A. Altenstadt, 28. September. In unserer Gegend ist die Obsternte in vollem Gange und sie wird durch das überaus prächtige Herbstwetter sehr gefördert. Besonder- erfreulich ist Dabei, daß wir eine recht befriedigende Obsternte haben, die bet den hohen Preisen sehr ansehnliche Geldbeträge einbrtngen wird, kein Wunder, daß unsere Laudwirthe freundliche Gesichter machen. Unsere Gegend ist dadurch, daß sie durch vorgelagerte Höhen gegen rauhe Witterungseinflüffe geschützt wird, sehr wohl zum Obstbau geeignet und von Jahr zu Jahr wird mehr dafür gethan. Diese- Jahr ist der Eifer, wohl au-sortirte Früchte zu liefern, so groß, daß man selbst Frauenspersonen mit Hilfe von Lettern die Bäume besteigen und daS Obst sorgfältig abuehmen fieht. Dieses AuSsorttreu und fein Behandeln rentirt fich ganz bedeutend. Noch vor wenigen Jahren wußte mau von allen diesen Dingen nicht-. Auch in Bezug auf Verpackung de- Obstes hat man schöne Fortschritte gemacht. R. RetchelShei«, 28. September. Die Regultrung der durch die Manöver verursachten Flurschäden in htefiger Gegend hat stattgefuvden. Für unsere Schäden kam vorzugsweise die Gemeinde in Betracht und zwar deshalb, weil auf den Gemeindewtesen große Lager von allerlei Fourage and Proviant errichtet worden waren. Hierdurch wurde der Gra-wuchs zertreten und dafür schätzte die Commtsiton eine Entschädigung von 400 Mk. ab. Diese Entschädigung kann al- sehr nobel angesehen werden. Auch anderwärts hört man in der Umgegend rühmen, daß der Schadenersatz in allgemein coulanter Weise geregelt wird. Selbstverständlich macht dies bei den Laadleuten, die fich durch Gastfreundschaft Hervorgethan haben, einen guten Eindruck. veu-heim, 26. September. Gestern Abend 8 Uhr brachten Me sämmtlichen Schüler des hiesigen Gymnasium- ihrem scheidenden Director, Herrn Professor Dr. Dettweiler, rtven imposanten Fackel- und Lampionzug dar. Au dem Hauptportal de- Gymnafiumgebäudes, wo der Herr Director He Kundgebung entgegen nahm, hielt ein Schüler der Prima «eine Ansprache an den Gefeierten, in welcher er dem Herrn Director im Namen aller seiner Mitschüler herzlichst dankte fsür die große Liebe, den Eifer, die Geduld und Beruf-treue, die er bei dem schweren Unterricht-- und Erziehungsgeschäfte stets zeigte. In das auf denselben ausgebrachte Hoch wurde begeistert eingestimmt. In sichtlich bewegten Worten dankte hierauf Herr Director Dr. Dettweiler für die ihm dargebrachte Ovation in längerer Rede. Sein Hoch galt dem uns von Gott geschenkten lieben deutschen Vaterland, worauf die Musik „Deutschland, Deutschland über Alles" iutonirte. Darauf bewegte fich der Zug zum Marktplatz zurück, wo die Fackeln zusammengeworfen wurden. Nach dem Fackel- zuge vereinigten fich die Schüler der vier oberen Klaffen zu einem Commers im Hutmacher'scheu Saale, woran auch zahlreiche frühere Schüler Dettweilers theiluahmen. Mainz, 27. September. Gestern Nachmittag unternahmen mehrere Schiffer mit dem kleinen Dampfer „Amalie" eine Vergnügungsfahrt nach Nackenheim. Abends bei der Heimfahrt stieß das kleine Boot auf den zu Berg kommenden Dampfer „Gin-Heim". Der Zusammenstoß war so heftig, daß die „Amalie" zu sinken begann. Die Jnsaffeo wurden von dem „Ginsheim" alle gerettet, während die „Amalie" versank. Nach den bis jetzt angestellten Ermittelungen hat der Lokaldampfer „Gin-Heim" den Zusammenstoß mit dem Vergnügungsdampfer verursacht. Eine Untersuchung ist bereits eingeleitet. Mainz, 27. September. Eine Portemonnaie- Wäsche. Heute Morgen um 7 Uhr zog eine Gesellschaft von etwa 30 jungen Leuten, welche die Nacht auf einer Festlichkeit zugebracht hatten, den Rhein entlang direct nach der Waschbrücke am Fischthor. Fast Jeder zog nun sein Portemonnaie auS der Tasche, welches alsdann fein säuberlich — ausgewaschen wurde. Die Festlichkeit hatte nämlich sämmtliche Börsen bis auf den Grund geleert. Vermischte» * Die große Obst Ausstellung in der „Allgemeinen Rosen-, Blumen- und Pflanzen-Ausstellung" zu Frankfurt a. M. wird am Freitag den 1. October eröffnet und währt bis znm 11. October. Die Ausstellungs-Gegenstände find von der allervorzügltchften Qualität und werden den Stolz der deutschen Obstzucht abgeben. Hunderte von fleißigen Händen find mit dem Aufstellen beschäftigt. Sechs große Hallen werden kaum Alles fassen können. ES find beretts mehrere RegterungS- und ReichScommiffare angemeldet, so haben z. B. die officiellen Vertreter von Frankreich und Caltfornien ihr Erscheinen zugesagt. Zu den Ausstellern gehört auch die hohe Protectorin der Rosen-Ausstellung, Ihre Majestät die Kaiserin Friedrich, welche Trauben aus ihrem Schloßpark Friedrichshof übersandt hat. Aber auch der Rosevflor der Ausstellung bietet gerade jetzt eine Fülle von Anregung und Genuß, denn es stehrn Rosen des ältesten Datum- bis zu den intereffantesten Sorten des jüngsten Jahrgangs in Blüthe. • Cleve, 24. September. Hotelier Heinrich Haak in der Schloßbergstraße steckte heute Vormittag sein Hotel in Brand und erhängte sich alsdann. Der Feuerwehr gelang e-, den Brand zu löschen. Als Haak aufgefunden wurde, war er bereits verschieden. • Pofen, 27. September. Der Unteroffizier Steiner vom 46. Infanterie-Regiment wurde in dem Wallgraben des Forts „Wtniarh" mit zerschmettertem Schädel aufgefundeu. Der Unteroffizier war in einem hiesigen Restaurant in Streit gekommen und von den Betreffenden auf dem Heimwege verfolgt und in den Graben geworfen worden. Die Secirung der Leiche fand auf Veranlassung der Militärbehörde heute Nachmittag statt. * Chemnitz, 27. September. Der hiesige Stadtrath hat nach dem Anträge der Stadtverordneten beschloffen, künftig auf städtischen Bauten, bei Erdarbeiteu rc. czechischen Arbeitern keine Beschäftigung zu geben. • Der Reichskanzler und die e-nntagSrnhe. Aus Bad en- Baden, 26. September, berichtet der „Badische Landes- bote" folgende- heitere Geschichtchen: Ein hier weilender Badegast wollte fich Henle früh einige Blumen kaufen, sand aber, da 9 Uhr bereit- vorüber war, die Blumenbudev in der Lutsenstraße geschloffen. Da bemerkte er, daß sich in einer der Buden noch ein älterer Herr aushielt, der anscheinend da- gleiche Bedürfniß hatte wie er, und trat deshalb von hinten in die Bude ein. Eben war er damit beschäftigt, seinen Bedarf an Blumen au-zusuchen, al- ein Schutzmann unter der Thüre erschien und der Blumenverkäuferin verkündete, daß fie das Gebot der Sonntagsruhe überschritten habe und daß er den Namen und Stand der Herren feststellen müffe. Der Jüngere stellte sich als Oberbürgermeister Rümelin aus Stuttgart vor. Ein sonderbare- Gesicht soll aber der Schutzmann gemacht haben, al- nunmehr der ältere der beiden Herren sich al- Fürst Hohenlohe, deutscher Reichskanzler, zu erkennen gab. Natürlich ist man in Baden-Baden sehr gespannt auf den ferneren Verlauf dieser Angelegenheit. * Innsbruck, 18. September. Der Jäger Maa- au- Refchen bei NanderS erlegte im Kojenthal, Gerneidegebiet Refchen, nächst der Schweizergreuze einen großen Bären. In dieser Gegend, aber auf Schweizergrenze, wurde in diesem Monat schon einmal ein Bär geschossen. * Rew-Zork, 27. September. Der Dampfer de- Norddeutschen Lloyd „Kaiser Wilhelm der Große" ist gestern Abend 78/< Uhr auf seiner ersten Reise bei dem hiesigen Leuchtschiff eingetroffen und hat in 5 Tagen 223/4 Stunden die schnellste Ueberfahrt gemacht, welche bisher überhaupt ausgeführt worden ist. Der Schnelldampfer hat durchschnittlich täglich 439 Knoten gemacht. Literatur und Aunst. — Der «tudeut der Theologie u«d die soeiale Bewegung unserer Lage. Leipzig, Akadem. Buchhandlung, Gebr. Wenck. 20 Pfg. „Der stad, theol. hat weder Zett zu einem gründlichen Studium nalionalöconomtscher und soctalpolttischer Fragen, noch hat er genügend innere und äußere Erfahrungen, praktisch nach diesen Setten bin aufzutreten. Ein Diener am Worte Ehrtsti^zu werden, dazu hat er mit Herz und Kopf sich oorzubereiten." Mit diesen Worten faßt der Verfasser selbst den Inhalt seiner kleinen Schrift zusammen, die wir als eine von Herzen kommende und zu Herzen gehende Aussprache unserer theologischen Jugend bestens empfehlen wollen. WSchmtliche Uederstcht der TsdeSsAle tu Gieße« 39. Woche. Vom 19. September bitz 25. September 1897. Einwohnerzahl: angenommen ju 23 700 (tncL 1600 Mann MUttKr). Sterblichkeitvziffer: 26,23, nach Abzug der Ortsfremden 13,169/*. Kinder Eitervergiftung 1 CD 1 (1) — — Krebs 2 (1) 2 (1) — — Lungenschwindsucht 1 1 — — Herzfehler 1 (1) 1 (1) — — Magencatarrh 1 1 — — Nierenentzündung 1 (1) 1 (1) — — Bronchitis 1 (1) — 1 (1) — Stimmritzenkrampf 1 — — 1 Gehirnhautentzünd. 2 (1) — 2 (1) — Angeborene Lebens- schwäche 1 — 1 Dumm« 12 (6) 7 (4) 4 (2) 1 Znm. Die in Klemmern gefetzten Ziffern geben «n, wie viele der Todesfälle in der betreffender, Krankheit auf von auswärts, nach Gießen gebrachte Kranke kommen BehördlicheAnzeigen Bekanntmachung. In unserem Genoffenschaftsregister wurde eingetragen, daß Friedrich Deibel V. von Lollar sein Amt als Liquidator des landw. Consumvereins A^oHar, e. G. mit unbeschr. Haftpflicht, niedergelegt hat und daß die Vollmacht des Liquidators Friedrich Deibel V. hiernach erloschen ist. Gießen, den 28. Septbr. 1897. Großh. Amtsgericht. Neuenhagen. 9032 Bekanntmachung. In unserem Genoffenschaftsregister würbe eingetragen, daß sich der land- wirthschaftliche Consumverein I zu Rödgen, e. G. mit unbeschr. Haftpflicht, durch Beschlüsse der Generalversammlungen vom 22. und 30. Mai 1897 aufgelöst hat. Als Liquidatoren sind bestellt worden: Wilhelm Jnderthal IV. und Michael Wörner, beide von Rödgen. Gießen, 28. September 1897. Großh. Amtsgericht. 9*033 Reuen Hagen.________ Der Bläschenausschlag unter dem Rindvieh zu Odenhausen ist erloschen. Krofdorf, den 28. Sept. 1897. Die Polizei-Berwaltuug. Der Bürgermeister: 9*040 Kleine. Cementröhren- Lieserrmg. Die Lieferung von 96 lfd. m Cementröhren, 30 cm Lichtweite, wird Montag, den 4. Oetbr. d. I., Nachmittags 3 Uhr, auf dem hiesigen Rathhause in Accord gegeben. GroßeN'Linden, 27. Sept. 1897. Gr. Bürgermeisterei Großen-Linden. Leun. 9031 Dillenburg, i Montag den 4. Gctober: Vieh- und Krammarkt. Empfehlungen. Herren-Socken, mit der Strickmaschine gestrickt, bauer hafte Waare, Radfahr-Zloesters, Strümpfe, Gamaschen und Mützen, Hosenträger empfiehlt in großer Auswahl H. Rübs amen, __________Mäu-burg______8943 WM- Die Delieateffen-, Ztzisch- und Sestügelhandluug W von 9056 C. G. Kleinhenn, Babnhofstr. 59, empfiehlt in tadelloser Frische: Aechten Rheinsalm, Steinbutt/n, Hechte, Zander, Cabliau, Schellfische, prima gern. Puter, Gänse, Enten und Hahnen. 9058] Von heute ab täglich frisch gekelterten MIM Georg Schäfer, Licherftr. 2. I kolossaler JErfolg L Für Angler [fisch-"Witterung Das vollkommenste Lockmittel für alle Fische. Preis p. Glas nebst Gebrauchs-Anweisung Mk. 1,25 u. 2,50 Malchow a. d. ob. Seen, Mecklbg. Oscar Busse, chemische Fabrik. Vermiethungen. Kleineres Favntientogis zu vermiethen. 9041 Rodheimerllr. 14 (Mösers Mühle). 91)29 i Zwei kleine Famtlienwobnungen zu vermiethen.______SSwengoffe 30. 90461 Kleines LogiS mit Garten per 1. November ju vermiethen. _________Karl Euler, Hammstr. 5. 9048) srordarrlage 1 ist der dritte Stock. 5 Zimmer mit Zubehör, sogleich zu oerm. Näheres Rordaulage 9. 9026) Ein möbl. 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N Bestellung gestellt, 9himmein r« tut«1“1 * schnull, »it «uSn°' JRonto Wir n J«r bie Soi W vollen Mn auf t Worten, roi punh önfleIc ber Nalur ß 'chritten! i öon der Tor tole9en sich , "fetten (s01 unb bet $oi y und na ?l0?«iaben ”«n J[W “"l-lton8 $|6oii [, ""d nm t ‘ 3* f£ 5»«* nch \?l9e I *5S Sperrsitz 15 Mk Gallerie und Vorsaal 10 Mk Winter-Programm: 14. November 11. December 9022 in der 9037 obigen dtngungen zu übertragen. 9035 Gefl. Offerten unter H. L. 8086 an Rudolf Mosfe. -roukfurt a. W. O. de Liagre, Verlagsbachhandlang in Lelpsig. und Großtante 9042 Briefmarken verschickt die Verlagsbuchhandlung von O. de Ltagre in Die trauernden Hinterbliebenen. Leipzig 2 Probehefte gratis. ■ V^SSSVeSSSW-WWWVWW. ^^ergnügungeiT^ Giessener Stadttheater Donuer-tag, den 30. Sept. 1897: Air versunkene Glocke. Ein deutsches Märchendrama in 6 Acten von Gerbart Hauptmann. Auf Vorstehendes höfl. bezugnehmend, beehre ich mich hierdurch die Uebernahme Geschäftes ergebenst anzuzeigen; ich werde dasselbe nunmehr unter der Firma | Verloren u. Gefunden.] 90611 eilten schwarzen Umhang gefunden. Gegen Jnseratgcbühren ab, zuholen Kirchstraße 18, 2 Stock. Elisabeth Münch uns erwiesene Theilnahme sagen wir Allen unseren herzlichsten Dank. Rosen-, Blumen- und Pflanzen-Ausstellung Frankfurt a. M., Aorsthausstraße. Danksagung. Für die bei dem Ableben unserer guten Schwester, Tante General-Agentur einer beliebten Aussteuer-, Renten- und Militärdienft-Versicherungs-Gesell» schäft an einen thätigen Herrn von gutem Ruf unter oortheilhaften Be- Todes -Anzeige. Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Nachricht, daß heute Abend 7 Uhr unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau J acob Friedrich Wwe. nach kurzem Krankenlager sanft entschlafen ist. Um stille Theilnahme bittet Im Namen der Hinterbliebenen: 1 Jobs. Schad. Die Beerdigung findet Donnerstag den 30. d. Mts., Nach- mittags 3 Uhr, von Steinstraße 45 aus statt. Dorothea Wiechard Hugo Strohbach Verlobte. Giessen, im September 1897. Abonniren Sie auf Unsere Mitglieder können die geänderten Statuten (§ 4—6) bei Herrn Ernst Challier in Empfang nehmen. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen. Garteustraße 2. ««gevot Mt «rHitnehmrt: 1 Buchbinder, 1 Krankenpflegerin, 1 Ma, 'chinifi (gepr. Heizer). 1 Schneider, 1 Schuhmacher, 2 Schreiner. 1 kiickasfirer, 2 Ausläufer bezw- Coloorteurc, 1 Magazinarbeiler, 1 Magazinier, 1 Reisender, 1 Bureaugehülfe, 1 Schreibgehülfe, 1 AuShülfSÜchin, 2 Taglähner, 1 Sßu^Vtän- Nachfrage der Arbeitgeber r 2 Krankenpfleger, 3 Bauschloffer, 1 tüchtiger Friseur, 1 Hosen» und 1 Weftenarbetter, 3 Rockarbeiier, 5 Schuhmacher, 4 Bau» schreiner, 3 Laglöhner, 8 Dienstmädchen für Lüche und Hausarbeit. o Vertretung* Q einer in Hessen bestaccreditirten Militärdieuft» und o Capital-Bersicheruugs-Auftalt an einen Herrn mit ge- Q wandten Umgangsformen gegen gute Bezüge zu vergeben. Q Offerten sub H. B. 1250 an G. 8. Daube Sf Co., Q Frankfurt a. M. 9039 käuflich abzutreten. Ich danke meiner werthen Kundschaft für das mir in so reichem Maasse geschenkte Vertrauen, und bitte, dasselbe auch auf meinen Nachfolger übertragen zu wollen. Hochachtungsvoll Friedrich Leo. Zeitschrift für leichte und geschmackvolle Handarbeiten mit farbigen Originalmustern für Caneoasstickerei, Application, Platt» stich u. s. w., sowie zahlreichen schwarzen Vorlagen für Häkel», Filet». Filigran», Klöppel», Strick- und Stickarbeiten aller Art. Sie bringt eine große Anzahl praetisch erprobte Handarbeiten, zahlreiche erklärende Detailzeichnnngen, genaueste Beschreib unge«, so daß jeder dargestellte Gegenstand von den Abonnentinnen leicht nachgefertigt werden kann. Erscheint in 2 ««»gäbe«. 1) Große Ausgabe. Monatlich ein Heft in elegantem Umschläge, mit reich illustrirtem Text, einer colorirten Doppeltafel mit stilgerechten Originalmustern, sowie einer Unterhaltungsbeilage. Preis otertelj. 90 Pfg. 2) Kleine Ausgabe. Monatlich ein Hest in elegantem Umschläge, mit reich illustrirtem Text, einer kleinen colorirten Tafel mit stilgerechten Originalmustern, sowie einer Unterhaltungsbeilage. Preis otertelj. 60 Pfg Man abonnirt bet allen Buchhandlungen und Postämtern (PostzeitungS- catalog Nr. 671 für die große, Nr. 672 für die kleine Ausgabe), sowie gegen Einsendung deS Betrages bet der Verlagsbuchhandlung von 0 de Llagre in Leipzig. Gegen Einsendung von 20 Pfg. = 12 Kr. — 25 CmeS. = 3 d. in Friedrich Leo Hachf., C. Herber, weiterführen. Durch Zusicherung prompter, reeller Bedienung hoffe ich, das meinem Vorgänger geschenkte "Wohlwollen auch mir zu erhalten, unterstützt durch die weitere Mithilfe des Herrn Leo. Das schon seither in grösserem Umfange betriebene Wein- und Cigarren-Geechäft beabsichtige ich noch bedeutend zu vergrössern, so dass ich in der Lage bin, allen Anforderungen entsprechen zu können. Indem ich um geneigten Zuspruch bitte, zeichne Hochachtungsvoll Friedrich Leo Nacht, C. Herber. Der Vorstand. Geschäftsübergabe. Concert-Verein. Samstag den 2. October, Nachmittags 6 Uhr, im Gartensaal des Gesellschafts-Vereins: Verloosung der Sperrsitze, "bei der unsere geschätzten Mitglieder in gewohnter Weise berücksichtigt werden. Nenanmeldungen nimmt Herr Ernst Challier gern entgegen. W Bei einer in den ersten Kreisen arbeitenden, gut accreditirten, ® durchaus concurrenzfähigen Bersicheruugs-Gesellschaft (Ca» • pital-, Renten-, Militärdienst- 2c. Versicherung) finden intelli- ä gente nud zu 9038 ä energischer Thätigteit Z befähigte Herren für den Außendienst unter günstigen r Bedingungen Stellung. Die Anstellung wird von der Direction W erfolgen. DiScretion zugesichert. Fachkenntniffe nicht unbedingt ® erforderlich. Offerten (möglichst mit Photographie) unter N. D 7222 an Heinr. Eisler, Frankfurt a. M., erbeten. 97: Orchesterconcert, Solist A. Petschnikoff (Mendelesohn-Feier). „ Kammermusik, Solistin L. Sanderson 97: Orchesterconcert, Solist Kwast und das gesammte Homburger Orchester. 16. Januar 98: Cölner Gürzenich-Quartett. 13. Februar 98: Orchesterconcert, Solisten Ehepaar Hildach. Schluaseoncert: (Schumann) Paradies und Perie, Akadem Gesangverein; Solisten u. Orchester. 28. Mit Gegenwärtigem zeige ich ergebenst an, dass ich mich aus Gesundheitsrücksichten veranlasst sah, mit dem Heutigen mein 9021 Colonialwaaren-, Wein- und Cigarren-Geschält an Herrn Carl Herber | M* Ausverkauf! Wegen unvorhergesehener baulicher Veränderung meines Ladens muß mein Lager nebst den letzterfchieueueu Neuheiten W räumen, und biete ich dadurch den geehrten Damen eine günstige Gelegenheit, ihren Bedarf außergewöhnlich billig zu decken, M da mein Lager fast nur aus Neuheiten besteht. 9051 J A Am Mauufactur, Modewaareu, Weißwaareu AJVVVCI j Wäsche, Damen- u. Mädchen-Mäntel. Ä A 9NF Zurülkgesetzte Waareu gebe unter Einkaufspreis ab. M MHHMIMHWHMHMMflMMld 8tb cutten. A. Echryda. — Druck und Verlag der Brühllchen UmverfitätS-vukh- und Cteindruckerei «Pietsch A Echeyda) in Gießen. Kie Heutige Dummer umfaßt 8 Seiten. Aster Allerhöchstem -rstertor-t Ahrer Masestät der Aaiserii-Aöiizii Friestrich. Freitag, 1. October. Vorm. 11 Uhr Eröffnung der vom 1. bis 11. October 1897 stattfindenden Grnssen Obst-Ausstellung Mädchen können das Weißzeug-Nähen (Hand- u. Mafchiuea-Näheu), sowie Zuschneider» gründlich erlernen. 8926 Magdal. Rauher, ____________Neuenweg 36._______ 9Ulb] Ein Dienstmädchen gesucht- _____ Wilhelmstr. 2 I. 8954] Ein in Küche und Hausarbeit erfahrenes Mädchen wird von einem älteren Herrn in AlSfeld gegen hohen Lohn gesucht. Näheres in der Expedition d. Bl. 9046] LoufmLdchen gesucht. Zu erfragen__Kraukfurterstr. 21, part. Hausmädchen gesucht. 9049___Wetzsteinstr. 88. ^^teile^esuche^l 9044] Junger «an« sucht Be» schäftigung, einerlei in welcher Arbeit. __Neustadt 10. 9027] Geb. Fräulein sucht Stell« zur Führung des Haushalts in kleiner, feiner Familie oder bet älterem, geb- Herrn. Gefl. Offerten erbeten unter Chiffre Z. 220 an die Exved- d. Bl.____________ 9063] ®tn im Nähen bewandertes Mädchen sucht Stelle in kleinem Haushalt ober als zweites Mädchen. NäbereS «arktstraste 27 »Laden).