tz «ttet N »9. «WM 4462 % A ousevstoffe und g. ott. lederfarbigen öauwtvoüe, uer •n Strümpfen k. 2740 UNK $6 ge 4692 mltr M Iner, ratHi iWww strich ~«1|, l-t- w 'fa.*** fi.fd * lousburgj^. t statt itt chm von ab. DM. 86.(0 104# 23.80 95.50 28.90 101.50 152.65 .sr.^'A ioL- ,®fV'bhS 10L- .Sk.ock.b-A iol5o >Sk.mck.b.^ ** 8115 "C 170^0 *• 4.16 Nr. 125 Erstes Blatt Sonntag den 30. Mai 189? Drr Hieß euer -uzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener AamikienötLIter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeig er Kenerat-Wnzeiger. Bierteljährigsr Avonnementspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: SchntßraßeAr.7. Fernsprecher 61. Amts- und Anzeigeblutt für den Tkveis Giefzen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr. Hratisöeitage: chießener Aamilienbtätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und An-lande- nehmen l Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgehn. Anrtüche» Tbeil. Gesunde«: 1 Manschettenknopf, 1 Taschenmesser, 1 Taschentuch, 3 Hüte, 1 Umhang, 1 Ledertasche mit Inhalt, 1 Körbchen, 1 Wagendrücker und 1 Zaumzeug. Gießen, den 29. Mai 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen, v. Bechtold. Oberhesfischer Obstbauverein. Am Sonntag den 80. Mat, Nachmittags 3 Uhr, findet tn Grotzeu-Buseck eine Versammlung statt, in welcher der Geschäftsführer des Vereins, Herr K. Reichelt aus Friedberg, einen Vortrag über vbstbaumdüngung halten wird. Die Mitglieder des Oberheffischen ObstbauveretnS sowie sonstige Interessenten werden hiermit zu dieser Versammlung freundlichst eingeladen. Gießen, den 28.^Mai 1897. Der Vorsitzende des BereiaSbeztrks Gießen des Oberhesfischen Obstbauvereins. Dr. Wa llau. Politische Wochenschau. AriedeuSverhandluugeu auf der vaUauhalbinfel. — Stimmung im Bolle. — Wenig Aussicht auf materiellen Nutze». — Eventuelle Wiederaufnahme der Feindseligkeiten. ES wäre des Guten zu viel gesagt, wollte man behaupten, daß die seit Eintritt des Waffenstillstandes zwischen den Mächten und der Türkei gepflogenen Unterhandlungen einen raschen und durchschlagenden Erfolg gehabt hätten, im Gegentheil, die allgemeine Meinung war die, daß die Dinge im Orient seither mit einer Langsamkeit vorgeschritten waren, die so recht gekennzeichnet hatte, daß ein plötzlich abgeschloffener Waffenstillstand noch lauge keinen Frieden bedeutet, sondern die Hauptschwierigkeiten fich eigentlich erst in den Friedens- Verhandlungen selbst fühlbar machen. Diese Erfahrung haben auch die europäischen Mächte zur Genüge machen müffen, indem fie das undankbare Amt deS FriedenövermittlerS annahmen, oder beffer gesagt, anzunehmen gezwungen waren. Bis jetzt haben fie vergebens versucht, eine Einigung zwischen zwei Völkern herbetzuführen, von denen das Eine, durch zahllose Erfolge überwüthig gemacht, die ihm äugen- blicklich in die Hände gespielten AtoutS möglichst zu seinem Vortheil auSzukosteu sucht, während daS Andere, trotz seines Mißerfolges, noch höchst anspruchsvoll auftritt und noch die höchste Schonung verlangt. Kein Wunder, daß in Anbetracht dieser Zustände von einem prompten Resultat bisher nicht die Rede fein konnte, erst nachdem Griechenland fich bereit erklärt hatte, fich der Entscheidung vollständig zu unterwerfen, haben die Botschafter am 25. Mai der Pforte eine Note überreicht, welche die Antwort der Mächte auf die türkischen FriedenSbedtngungen enthielt. Bezüglich der Letzteren waren in der Note folgende Grundsätze aufgestellt: Die Pforte soll berechtigt sein, eine zum Schutz gegen räuberische Einfälle und auS strategischen Rücksichten gebotene Grevzberichttgung zu fordern; die Pforte soll ferner berechtigt sein, eine Geld- entschädigung zu fordern, die jedoch den thatsächlichen Kriegs- kosten und Verlusten und den finanziellen Kräften Griechrn- landS entsprechen muß- schließlich soll, wenn die durch den Kriegszustand annullirten Verträge eine Erneuerung erfordern, diese sich nicht auf die Griechenland seiner Zett durch die Mächte zugewtefenen Privilegien erstrecken- dagegen war die von der Türket verlangte Cesfion Theffaliens von den Bot- schaftern sofort als undtScutabel verworfen worden. In türkischen Kreisen sucht man den Besitz Theffaliens damit zu begründen, daß, abgesehen davon, daß die Türket rin unbestrittenes Recht auf diese Provinz habe, derselbe auch eine Garantie für Griechenland selbst sei, insofern, als die Griechen dann nicht von Neuem der Versuchung ausgesetzt seien, Einfälle in türkisches Gebiet zu machen. Griechenland sei ferner dadurch der Nothwendigkeit enthoben, eine coloffale Armee zu unterhalten, die in keinem Verhältntß zu dem Umfang ihres Landes stünde. Von türkischer Seite sei bis jetzt nie ein Einfall auf griechisches Gebiet gemacht worden, noch sei -'n solcher zu fürchten und nur die Einverleibung Theffaliens mit der Türkei sei im Stande, einen rndgiltigen Frieden herbeizuführen. An solchen und ähnlichen Aeußeruugen hat es seither nicht gefehlt, die öffentliche Meinung in Konstanti- nopel ist mit diesen Gedanken vertraut gemacht worden, obwohl man sich bewußt sein mußte, daß von Europa eine derartige Gebietsvergrößerung nie gebilligt werden konnte. Die Pforte, und noch wehr der Sultan, befinden sich daher jetzt in einer üblen Lage, indem fie zuerst mit allen möglichen Mitteln den kriegerischen Sinn deS Volkes entfacht und ihm weis gemacht haben, daß neben den Lorbeeren auch noch materielle Vortheile zu holen seien. Eine große Un- klugheit ist hierdurch begangen worden und dürfte eS nunmehr für den Sultan schwer halten, einen günstigen Ausweg hieraus zu finden. Jedoch noch ein weiterer Punkt ist dazu angethan, Mißstimmung hervorzurufen und der besteht in der von den Griechen zu zahlenden Kriegsentschädigung. Niemand kann von einem Lande verlangen, daß es eine Kriegsindemnität leiste, die in keinem Verhältntß zu seinen Einkünften steht- am wenigsten kann das unglückliche Griechenland mit seinem traurigen Ausblick auf die Zukunft gezwungen werden, eine Summe zu zahlen, die es selbst vor dem Kriege nicht im Stande gewesen wäre aufzubringen- die unausbleibliche Folge hiervon ist somit, daß die Türkei fick auch hier mit Wenigem begnügen muß und ihre Forderung von zehn Millionen vielleicht auf drei Millionen zusammenschmelzen fieht. Zum Schlüsse bliebe dann noch die verlangte Grenzberichtigung zu regeln übrig, worüber^biS jetzt noch nichts Definitives verlautet ist, möglicherweise käme dadurch der Meluna-Paß, der bis dahin noch zu Theffalien rechnete, zu macedonischem Gebiet. Wie die Dinge eben stehen, find fie keineswegs angethan, Vertrauen einzuflößen- einerseits sehen wir den Sultan der fich kundmachenden Strömung des Volkes ebensoviel ausgesetzt, wie das Königshaus in Athen, und wäre es fast als ein Wunder zu bezeichnen, wenn nicht zu guter letzt die internationale Flotte noch gezwungen wäre, sei es in Konstantinopel oder Athen, einzuschreiten, um ernstliche Unruhen zu verhüten. Der Waffenstillstand ist nun für die Dauer von 17 Tagen geschloffen; falls rS binnen dieser Zeit den Mächten nicht gelingt, zu einer Einigung zu kommen, so unterliegt ks kaum irgend welchem Zweifel, daß die Türken die Feindseligkeiten wieder aufnehmen, umsomehr, als sie die Lamia beherrschenden Ortschaften noch besetzt halten und eS vur geringer Anstrengung bedarf, diese Stadt in ihren Besitz zu bringen. — C’est pourquoi, il faudra se depecher, Messieurs. Deutsches Reich. Darmstadt, 29. Mai. Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin werden heute ihren Besuch in Schloß Heiligenberg beendigen und wieder im Neuen Palais Wohnung nehmen. — Heute haben die Allerhöchsten Herrschaften einen Autflug nach Wimpfen unternommen. — Vorgestern traf der Rittmeister Arthur v. S t a u f f, Beamter des kaiserlichen Marstalles in St. Petersburg, mit einem Bereiter und einem Kutscher aus Rußland hier ein, um als Geschenk Ihrer Majestäten des Kaiser- und der Kaiserin von Rußland für Ihre Köuigl. Hoheit die Großherzogin ein als Damenpferd zugeritteneS edleS Kosakenpferd sowie als Geburtstagsgeschenk für Se. Durchl. den Prinzen Ludwig von Battenberg, deffen Geburtstag am 24. Mai war, ein Paar Jucker (Rappen), welche speciell für Schloß Hetltgenberg bestimmt find, zu überbringen. Vorgestern Nachmittag wurden die Pferde im Garten des Neuen Palais den Höchsten Herrschaften vorgeritteu resp. vorgefahren. Rittmeister v. Stauff hat im Hotel „Zur Traube" Wohnung genommen. WslffS ielegraptzische« Berlin, 28. Mai. Nach der Erklärung des Finanz- Minister- in der Finauzcommisfion des Herrenhauses sollen alle Beamten, welche nach dem 1. April dsS. IS. noch im Dienste waren, für fich und ihre Relikten die Wohlthat der Gehaltserhöhung genießen. Marienburg (Westpr.), 28. Mai. Der Kaiser traf heute Nachmittag 4 Uhr von Poffelwitz mit Gefolge ein. Der Kaiser fuhr durch die mit Flaggen festlich geschmückten Straßen nach dem Schloß, wo Baurath Dr. Steinbrech! bei der emflündtgen Befichtigung der Neubauten als Begleiter diente. Um 5 Uhr reiste der Kaiser zur Besichtigung der Werft nach Danzig ab. Schwabach, 28. Mai. Die Kaiserin von Oesterreich trifft am 9. Juni mit einem Gefolge von zwölf Personen zur längeren Kur hier ein. Paris, 28. Mat. Heute Nachmittag fand die Jahres- Generalversammlung der internationalen Bimetal- l ist en-Liga statt. 400 Personen waren anwesend. Der von Generalsekretär Thery verlesene Bericht stellt die Nothwendigkeit fest, vor Ablauf der AmtSdauer Mc Kinleys zu ' einem Ergebniß zu gelangen. Frankreich und die Vereinigten Staaten könnten sich leicht einigen, England fei geneigt, zu Gunsten der Silberwährung ernstliche Anstrengungen zu machen und Deutschland werde dem Beispiele Englands folgen. Die Frage des internationalen BimetalliSmuS stehe endlich auf dem Boden, wo eine praktische Lösung möglich sei. Der Bericht wurde sehr beifällig ausgenommen. Depeschen deS Bureau «erlitt, 28. Mai. Im Abgeordnetenhause wurde heute die zweite Lesung der VereinSgesetz-Novelle erledigt. ES wurde der Antrag deS Abgeordneten Limburg- Stirum (eons.), die Regierungsvorlage mit einigen Abänderungen wieder herzustellen, gegen die Stimmen der Con- servativen abgelehnt. Weiterhin abgelehnt wurde Art. 1 in der freiconservativen Fassung mit 206 gegen 193 und Art. 3 ebenfalls in der freiconservativen Fassung mit 246 gegen 140 Stimmen. Art. 3 wurde auch in der Fassung der Regierungsvorlage und nach dem Anträge Zedtlitz abgelehnt. Art. 2 wurde in der Commissionsfassung gegen die Stimmen des CrnirumS und der Freisinnigen angenommen. Art. 4 wurde nach einem Anträge Krause (natl.), welcher die Theil- nähme von minderjährigen und weiblichen Personen in allen unpolitischen Zusammenkünften politischer Vereine zuläßt, gegen das Centrum und die Freifinnigen angenommen. Art. 5 wurde mit einigen Abänderungen angenommen. Im Wesentlichen wurde die ganze Vorlage nach den Beschlüsse» der Commission angenommen. «erli», 28. Mai. Wie der „Localanzeiger" auS Hamburg meldet, wird Fürst Bismarck in den nächste» Tagen die dortige Gartenbau-Ausstellung mit Graf Herbert Bismarck besuchen. Berlin, 28. Mai. Durch heftiges Auffahren de- VorortzugeS aus Groß-Lichterfelde um 10 Uhr gestern Abend auf einen Prellbock im Anhalter Bahnhofe find etwa dreißig Personen mehr oder weniger schwer verletzt worden. Der Zug war sehr gut besetzt und beim Einfahren hatten fich die meisten Insassen schon von den Sitzen erhoben. Die Insassen der ersten Wagen haben fast ohne Ausnahme Verletzungen davongetragen. Berlin, 28. Mai. Die „Post- meldet aus Athen, die Lage des Kronprinzen sei noch verzweifelter geworden, weil neuerdings nicht nur die höheren Offiziere gegen ihn agitirten, sondern weil auch das Volk daS Gerücht verbreite, der Kronprinz habe seinem Vater erklärt, er verzichte darauf, jemals Herrscher eines so undankbaren Volkes zu werden, wie das griechische sei. Prag, 28. Mat. Eine Batterie griechischer Geschütze, welche von den türkischen Truppen erbeutet wurden uud welche der Sultan dem Deutschen Kaiser für deffen Waffensammlung zum Geschenk gemacht hat, pasfirte unter entsprechender Bedeckung auf dem Transport nach Berlin gestern Prag. (?) Neapel, 28. Mai. In einem hiesigen Theater kam eS gestern Abend zu einer SchreckenSsceoe. Eine Schauspielerin, welche in die Luft zu schießen hatte, verwechselte den Theater-Revolver mit einem geladenen. Die Kugel traf einen auf der Gallerte befindlichen Kaufmann inS Geficht und verwnndete denselben erheblich. Infolge deS Geschreies des Verwundeten entstand eine Panik, die fich aber rasch wieder legte. Nancy, 28. Mat. Der Weinhändler Sattler wurde wegen Spionage für Deutschland verhaftet. Sattler, ei» gebürtiger Elsässer, kämpfte 1870 in der französischen Armee. Nach der Annexion der Reichslande verließ er dieselbe und kehrte erst vor fünf Jahren nach Frankreich zurück, ließ fich naturalifiren und etablirte in Nancy in der Nähe der neuen Kaserne eine Weinschänke. Er leugnet, doch find Beweisstücke bei ihm gefunden worden. (?) Sattler züchtet auch Brieftauben. Salonichi, 28. Mat. Die fremden Militär- Attaches, darunter auch der österreichische, werden vom Kriegsschauplätze heute über Volo nach Konstantinopel zurück- kehren. Berlin, 29. Mai. Drr Kaiser ist gestern Abend kurz nach 6 Uhr in Danzig angekommen. Er begab fich vom Bahnhöfe zunächst nach der kaiserlichen, dann nach der Schichauer'schen Werft, um dieselben zu besichtigen. Sodann fuhr er nach dem Striesser-Feld, wo daS 1. Leibhusaren- Regiment Aufstellung genommen hatte. Später speiste der Monarch im OsfizterScafino deS genannten Regiments, wonach er kurz nach 10 Uhr die Rückreise nach Berlin antrat. Heute Vormittag wird der Kaiser dem sogenannten historischen Exerciren der 2. Garde-Jnfanterie-Brigade auf dem Tempelhofer Felde beiwohnen. Berlin, 29. Mai. Die Ernennung de» UnterstaatS- wcrftär» Fischer zum Nachfolger von Stephan wird jetzt al» eine vollzogene Thatsache bezeichnet. Die amtliche Publikation dieser Ernennung steht jedoch noch immer auS. Sigmaringen, 29. Mat. In de« Befinden des Prinzen «Thronfolger» von Rumänien ist nach hier etngetroffeaen Meldungen seit gestern Abend eine weitere Verschlimmerung eiugetreten. Konstantinopel, 29. Mai. Es verlautet auS bester Quelle, daß die Pforte betreff» der Regelung der territorialen Entschädigung auf ihren Vorschlag zurück- greifen will, den sie auf dem Berliner Congreß gemacht hat. Derselbe gipfelt tu der Ueberlaffung der Südspitze von EptruS mit Prevesa und dem Golf von Arta an Griechen- land, während andererseits Thesialien bi» an die Ausläufer des OtheySgebtrgeS der Türkei zufallen soll. Pharsala würde demnach im Besitze Griechenland» bleiben. CtceUs nnö prwhtjklk»# Gießen, den 29. Mai. * • Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit dar Trotz- Herzog haben Allergnädigst geruht, am 19. Mat dem Etgarreusorrtrer .Leonhard Jlly au» Büdesheim das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für treue.Arbeit" zu verleihen. • • Hoher militärischer Besuch. Gestern trafen Se. Excellenz der commandirende General deS 11. Armeecorps Herr v. Wittich und der Chef des GeneralftabeS Herr v. Fabeck nebst Adjutanten Herrn Major Graf Pfeil zur vataillonsbefichtigung hier ein, und stiegen im „Hotel Kühne" ab. Die großen Paraden der an den Kaifermanöv ern betheiligten Armeecorp» finden statt: für das 8. preußische ArmeecorpS am 30. August bet Coblenz, für daS 2. bayerische Armeecorps am 1. September bei Bielrted, für da» 1. bayerische ArmeecorpS am 2. September bei Nürnberg, für daS 11. preußische ArmeecorpS am 4. September bet Homburg. * • vierconcert auf der „Schönen Aurficht". Da» nächste Biercoucert findet nicht Montag, sondern ausnahmsweise Dienstag statt. Da» diesbezügliche Inserat im zweiten Blatt der vorliegenden Nummer ist hiernach zu berichtigen. ♦ •P. A. Sport- und Volksfest. Wir machen darauf aufmerksam, daß am Sonntag und Montag schulpflichtige^Kinder in Begleitung Erwachsener freien Zutritt zu den Steh- und Terraffenplätzen haben. — Für Liebhaber eines Glases vorzüglichen dunklen Bieres ist in der unterhalb des JuxplatzeS gelegenen Faßhalle eine besonders auSgeschmllckte Bayrischbierhalle eingerichtet worden, in der, wie wir hören, der Stoff von zarter Hand credevzt werden soll. — DaS Mit- bringen von Hunden kann wegen der dadurch verursachten Gefahr beim Rennen nicht gestattet worden. * * Omnibusverbindung nach dem Sportplatz an der Hardt. Sonntag von 2 Uhr ab und Montag Nachmittag von 3 Uhr ab verkehren die Omnibusse alle 10 Minuten zwischen Hardt—Marktplatz. Bet Bedarf geht ein bezw. zwei Wagen de» Abends vom Festplatz nach der Bahn. Die Wagen fahren direct bis an den Haupteingang. Während beider Tage werden die Fahrten nach Wtefeck und Schtffenbergerwald eingestellt und der städtische Betrieb in bekannter Weise eingeschränkt. Fahrpreis 20 Pfennig. • • Nene Postkarten treten auch gelegentlich des bevorstehenden Sportfeste» tu die Erscheinung und zwar in verschiedener Ausführung. Herr Bob, der Inhaber der Terraffen-Restauralion, bat eine Postkarte anfertigen lassen, welche nicht nur eine treffliche Uebersicht über die Rennbahn und die inmitten derselben liegenden Spielplätze gewährt, sondern auch daS ganze Bichlcr'sche Anwesen nebst Terrasse, den Saal und den Gleiberg im Bilde vorführt. Die Karten find auf der Terrasse zu haben. * • Gewerbegerichts-Beisitzer. Als Beisitzer für da» Gewerbegericht im Juni werden für die Arbeitgeber Herr Spenglermeister Marx, für die Arbeitnehmer Herr Schneider Jjohanne» Diehl fungiren. * * „hasfia". Nach Erfüllung der satzungsmäßigen Pflichten ist in den Landesverband der Kriegerkameradschast ausgenommen worden: 1) der Kriegerverein Umer-Abtsteinach mit 16 Mitgliedern, Bezirk Wald-Michelbach, 2) der Soldatenverein Ockenheim mit 22 Mitgliedern, Bezirk Bingen, 3) der Veteranen - Militärverein Wiebelsbach mit 26 Mitgliedern, Bezirk Höchst i. O., 4) der Kriegerverein Michelnau mit 14 Mitgliedern, Bezirk Nidda, 5) der Kriegerverein Merkensrttz mit 18 Mitgliedern, Bezirk Ortenberg. * * Briefmarken Automaten. Die RetchSpostoerwaltuug beabsichtigt, in den Postämtern Automaten zum Verkauf von Briefmarken und Postkarten aufzustellen. Dem Vernehmen nach soll gleich nach Pfingsten mit der Aufstellung in den Schalterhallen mehrerer Berliner Postämter begonnen werden. Die Automaten werden Briefmarken zum Nennwerthe von 10 Pfg. und Postkarten zu 5 Pfg. verkaufen. ” Line mit Freuden zu begrüßende Reiseerleichternng hat die preußische Eisenbahnverwaltung für den sommerlichen Reiseverkehr (leider nicht auf allen Strecken) eingesührt, indem solchen Reisenden, die zehn Fahrkarten der dritten ober acht der zweiten Wagenklaffe auf einmal lösen und somit in der Lage sind, ein ganze» Coupö zu besetzen, gegen Zahlung des einfachen Fahrpreises die freie Rückfahrt zugestandeu wird, und zwar innerhalb zehn Tagen, welche Vergünstigung namentlich für kleine Vereinigungen, Familien- und Freundeskreise sehr willkommen sein wird. • • Packeteiulieserung bei Eiseubahuzügeu. Ein Versuch, der sowohl für die Post wie für da» Publikum eine große Erleichterung bedeutet und fich durchaus bewährt, ist von der Postbehörde auf der Kleinbahnstrecke Stargardt Noeren- berg gemacht worden. Derselbe besteht darin, daß vorläufig an solchen Haltestellen, wo keine Postanstalt existitt, gewöhn- liehe Packete an die Bahnpost zur Beförderung abgegeben »erben können. Die Packete werben sowohl srankirt al» auch unfraukirt angenommen, doch befaßt fich die Bahupost nicht mit der Frankatur. Deßhalb wüffeu dte Begleitadreffen lief fraukirteu Packeten mit Marken beklebt sein. Für zu wenig fravkirte Packete muß der Empfänger den fehlenden Betrag erlegen. Für da» Einliesern der Packete bei der Bahnpost wird eine besondere Gebühr nicht erhoben. „ ES tegt im Plaue, diese Neueinrichtung, fall» sie fich bewährt, weiter au»zudehnen. • * Wetterbericht. Im Westen der britischen Inseln ündigt fich ein neue» Minimum an, während da» vor 24 Stunden dort befindliche mich gegen Central-Europa vor- gedrungen ist und am Moroeu über Ostpreußen zu erkennen war. Dasselbe brachte tm Borüberziehen gestern Nachmittag n Süddeutschland Gewitter und allenthalben Niederschläge. Während vom Nordwesten bis Sükosten der Luftdruck in- wischen wieder gestiegen ist, so wird fich die Furche, welche beide Maximalgebiete t« Nordost und Südwest trennt, erhalten und damit für unser Gebiet da» zeitweise unruhige Wetter mit Niederschlägen fortbauern. — Voraussicht- liche Witterung: Kühle», meist trübe», zeitweise unruhige» unb regnerisches Wetter. «rünberg, 25. Mai. Da» Gasthaus „Zum wtlben Mann" bahier würbe burch einen heute endgiltig vollzogenen tauf act nach Erlegung einer CautionSsumme von 2000 Mk. veräußert. Der Käufer, Herr I«Heuser ans Frankfurt a. M., übernimmt ben „Milben Mann" ausschließlich >eS größten Thkil« der Hintergebäude für die Summe von 26,000 Mk. am 1. October b. I. r. Bad - Nauheim, 28. Mat. Morgen Sonntag findet dahier der Delegirtentag der Vereinigten Ortskrankenkassen Hessens statt. Die Verhandlungen beginnen Vormittags 11 Uhr im Gasthaus „Zur Krone". Daran anschließend findet Nachmittags 1/33 Uhr im „Hotel Langsdorf ein gemeinschaftliches Mittagessen statt. — Für das laufende Jahr werden die Communalsteuern um 50 p C t. erhöht. Auch ein Zeichen des Fortschritts! 8. W. Aus der südlichen Wetteran, 26. Mai. Wie man einen Schwindler entlarvt, zeigt folgende» hübsche Vor- kommniß. In ein Pfarrhaus kam dieser Tage ein gut- gekleideter junger Mann, der fich als angehender Theologe vorftellte unb in geschickter Weise von seinen Stubien, seinen Bekannten unb seinen Verhältnissen zu sprechen wußte. Schließlich lief die Sache barauf hinaus, einen richtigen Pump anzulegen. Doch ber geistliche Herr war gewitzigt unb ging nicht so leicht auf ben Leim. Nachdem ber Besuch seine Anfichten entwickelt hatte, griff ber Pfarrer nach seiner hebräischen Bibel unb ersuchte ben Herrn, irgend ein Capitel daraus vorzulesen. Der Besuch machte ein Gesicht, als hätte er in unreife Schlehen gebissen, denn er kannte keinen einzigen Buchstaben, ja er wußte nicht einmal wie er das Werk halten sollte, vorwärts ober rückwärts, nach oben ober nach unten. Verdutzt legte er die Bibel bei Seite und empfahl sich. Al» er weg war, wurde der Hausschlüssel vermißt. Wahrscheinlich zog ihn der Schwindler ab und nahm ihn mit. Bor einiger Zeit wurde vor den umherziehenden Gaunern auch in dieser Zeitung gewarnt, weil diese ost den Zweck versolgen, Gelegenheiten unb Häuser auSzukandichaften, um später Einbrüche mit Erfolg ausführen zu können. ES mag baher auch hier noch einmal zur Vorsicht ermahnt werben. § Mücke (Oberheffeu), 28. Mai. Die Einführung ber vierten Wagenklasse auf benOberhesfischen Eisenbahnen wirb Seitens deS Publikum» mit großer Geuugthuung begrüßt. Daß diese Einführung einem wirklichen Bedürfniß entspricht, beweist bte äußerst starke Benutzung ber vierten Wagenklasse. Die hierdurch erzielte Verbilligerung der Retsekosten ist auch für bie verbienstarmen Bewohner ber Umgegend keineswegs belanglos. Als das meist begehrte Reiseziel der von hier aus Mitsahrenben muß Gießen angesehen werben. Seither kostete bieFahrt nach Gießen in berdritten Wagenklasie 1.20Mk., jetzt in bet vierten nur 60 Pfg., also bie Hälfte. DaS RetourbMet britter Klasse kostete an Werktagen 1.70 Mk., mithin werben immer noch bei Benutzung ber vierten Wagenklafle 50 Pfg. gespart, ein Betrag, mit dem ber Kleinbauer unb Arbeiter immerhin zu rechnen hat, namentlich, wenn er fich öfter» reichet» holt. Durch die starke Benutzung ber vierten Wagenklasse wirb bie britte ersichtlich entlastet unb diese dadurch für die Reisenden dieser Wagenklasse angenehmer gemacht. Daß ber Personenverkehr durch bie Einführung ber vierten Wagenklaffe fich verstärkt, bürfte als sicher anzunehmen lei. s Altenstadt, 27. Mai. Die hiesige Molkereigenossenschaft, welche am 1. Januar bereits 175 Mit- glieber zählte, schloß tm verflossenen Geschäftsjahre mit einem Reingewinn von 3635 Mk. 57 Pfg. ab; bas Quantum ber in 1896 eingelieferten Milch war 1340 543 Kilo. Worms, 26. Mai. Unvergohrene unb alkoholfreie Trauben- unb Obstweine. Vor einigen Tagen hat fich hier eine Gesellschaft gegründet unter der Firma: Erste Deutsche Gesellschaft zur Herstellung unvergohrener unb alkoholfreier Trauben- unb Obstweine. G. m. b. H. ES ift eine Licenzfabrik ber seit vergangenen Herbst in Bern, Schweiz, bestehenben Actieugesellschaft, welche nach bem sogenannten WäbenSweiler Verfahren des Herrn Professor Dr. Müller- Thurgau unvergohrene unb alkoholfreie Trauben- und Obstweine herstellt unb bie hiesige Fabrik wirb nach bem gleichen Verfahren vom Herbst d. I. ab arbeiten. Auf bem sogen. „Jnbustriegebiet" hat bie Gesellschaft von ber Stadt Worms ein großes Terrain angekauft, wo ber Bau ber Fabrik mit ben Kellereien sofort begonnen werben soll. DaS Capital ber Gesellschaft beträgt vorläufig Mk. 300,000. — ES kann nur mit Freuben begrüßt werben, daß bte Gesellschaft unsere Stabt zu ihrem Sitze gewählt hat und nicht allein ben vielen Temperenzlern unb Abstinenten, sonbern Jeber- mann, ber sich beS Alkoholgenusses enthalten will ober auS Gesundheitsrücksichten sich enthalten muß, wird bie Grün- bung btefe» Unternehmen» sehr willkommen sein. • Mau schreibt un» au» Hanau: Rur kurze Zeit noch trennt uni von dem Feste, von den Tagen dankbarer unb freubiger Erinnerung. Dankbar — in bem Gebenken jener Zett, in welcher unser großherziger unb ebeldenkeuber Lande»- Herr die GlanbenSflüchtltnge mildreich aufgenommen, ihnen eine neue Heimath, etn neues Vaterland gegeben hat. Freudig — durch daS Bewußtsein ber geschehenen guten That, deren segensreiche Folgen bi» in unsere Zeit hinein- reichen unb in der Entwicklung unserer Vaterstadt für immer eine Rolle spielen werden. ES kann daher nur volle Anerkennung finden, wenn zu würdiger Begehung der Gedenkfeier feiten» der Gemeinde alle Rräfte angestrengt werden. Der ehrwürdige Schloßpark glänzt in seinem FrühltngSkleide und im Vereine mit den jahrhundertalten Bäumen, die schattenspendend ihre mächtigen Kronen auSbretten, bieten bie künstlerischen BoSket- unb Blumenanlagen einen herrlichen Anblick dar. Wirkungsvoll heben sich die verschiedtnen Pavillon», RestaurationShallen, VerkausSbuden, Tanzplätze u. s. re. au« bem umgebenden Grün, sie alle jedoch überragt von der mächtigen Festhalle, die in ihrer äußeren unb dekorativen inneren Ausstattung den Glanzpunkt bilden wird. Die Holle selbst saßt 3000 Personen, welche bequem an Tischen Platz haben. Auch die Stadt beginnt schon allenthalben etn festliches Gewand anzulegen und jeder Einwohner thut sein Möglichste» zur Erhöhung der festlichen Stimmung. Einen Hauptanziehungspunkt wird vor Allem der „Historische Festzug" bilden, der unter Mitwirkung von 2000 Personen in 20 Gruppen die einzelnen Phasen ber Entwickelung Hanau» in „historischer Treue" verkörpert. Seit Wochen schon rüsten fich bie verschiebenen Vereine, um mit ihren Leistungen da» Fest verherrlichen zu helfen- über 500 Sängerinnen und Sänger werden bei bem Festconcert mitreiiken. Bezüglich weiterer Detail» verweisen wir auf ben heutigen Juseratrnthei:. • Deutsche Festspiele ans dem Niederwald. Für bie ver- anstaltung her sogen, deutschen Nationalfeste — besser wohl deutsche Festspiele zu benennen — bereu erstes für ba« Jahr 1900 geplant »ft, hatte ber Ausschuß zunächst den Platz am südlichen Fuße des Kyffhäuser« als Festfiätte in Aussicht genommen. Dieser Plan wurde dadurch gegenstandslos, tast bte Regierung deS FürstenthumS Schwarzburg-Rutolstot>. zu bem bte Umgebung de» KyffhäuserS gehört, bie Anlage beS Festplatzes nicht genehmigen zu können erklärte, weil sic nicht bnlben bürfe, baß bie herrliche Aussicht, die man sitzt vom Kyffhäuser au« auf das im Süden desselben sich aus- breitenbe Waldgebiet genießt, zerstört werbe. Schon in ber Januar Sitzung beS Ausschusses war neben dem Kyffhäuier auch ber Nieberwalb all Feststätte vorgeschlagen worben. Diesen Gedanken hat nun ber Architect Eb. Linse in Aach:n in Gemeinschaft mit einigen Ausschußmitgliedern näher ver- folgt unb glaubt in bem sogen. Ebenthale auf bem Wege von Rübesheim nach bem Nieberwalb-Denkmal einen Platz gefunben zu haben, wie ihn bie Natur schöner und für solchen Zweck geeigneter nicht btlben konnte. Der von Linse ausgestellte Entwurf ist bem CultuSminifter Dr. Bosse bei teil er jüngsten Anwesenheit in Aachen bereit» vorgelegt unb von ihm eingehenb besichtigt worben- auch wollte der Minister bie vorgeschlagene Feststätte bet seiner Weiterreise rheiua, s- wäetS persönlich in Augenschein nehmen. Der vorpeschlagen-, vom Nieberwalbbenkmal etwa zwölf Minuten entfernte und von Rübesheim zu Fuß tn zwanzig Minuten za erreichende mulbenförmtge Platz, ber bte herrlichsten Blicke m ba» Rhr'n- thal bietet, ist zwischen ben beiden bort vorübtrsührenden Fahrwegen 900 Mtr. lang unb 420 Mir. breit, sobaß bort eine Feststätte in jeber gewünschten Grüße geschaffen werden könnte. Seine Hauptachse ist annähernb von Norden rach Süden gerichtet. Am Nordende plant Linse für die 3RuUraufführungen und Volksschauspiele eine große, bedeckte Halle zur Ausnahme von etwa 10,000 Personen. In den vor- hanbenen Eisenbahnlinien, in ber Rheinschifffahit, ben a. i den Nieberwalb führenden Zahnradbahnen, Fahr- und Fust- wegen erblickt er ausreichende Mittel, den Verkehr zu bewältigen- bte Nähe ber großen Städte Frankfurt a. M., Mainz, WieSbaben, Coblenz, bazu die zahlreichen kleivern Ortschaften im Ryelnthaie verbürgen bte bequeme Unter» bringung unb Versorgung ber zusammenströmenben Menschen- massen- für ben Rubersport ist burch ben bei RüdeShem 800 Mtr. breiten Rhein mit ber „Rüdesheimer Au- tn bet Mitte auf« Beste gesorgt — alle» Verhältnisse, bie beim Kyffhäuser auch nicht annähernb so günstig lagen.__ Citcratur uub Xttnjt. — Eine neue eigenartige Erscheinung ber Grieben'schen R.ife- bücher (Verlag von Albert Golbschmibt tn Berlin) ist der soeben tn vierter Auflage erschienene Band ®k>ftl do« Äoblem bi« Trier. Preis Mk. 1.20. Der Verfasser tft ber seit einem Menschenalter an ber Mtttelmosel amtlich wirk.nbe Amtsgeticht»- rath Hermann Bresgen in Bernkaftel, welcher, wie kein »weiter, Land unb Leute kennt. Dte neue Auflage enthält alle« Wissen»- werthe für ben Besucher bet Mosel tn ber für Grieben» Reisebüchet charactertsttschen gebrängten klaren Darstellung, die unterstützt wirb burch vorzügliche Kartenbeilagen. Wa» aber der neuen Auflage ihren besonberen Wertd verleiht, bas stab bte vielfachen, an ben geeigneten Stellen eingeflochtenen Bemerkungen über bte Eiamart der hervorragenden Weinmarkeo an ber Unter unb Mtttelmosel. Man muh sie lesen, btefe knappen, aber treffenben Beschreibungen, ba glaubt man fast für jebe einzelne Gattung unb Marke au» den Angaben über bie Lage de» Weinberge», bie Beschaffenheit de« Boden», bte Lese ber Trauben, bte Kellerpslege be» Weine», über alle Eigen- arten bei Wachsens unb ber Behandlung, die mit dem Behagen be« Liebhabers unb Kenner« gezeichnete Eigenart be« Dufte« unb w» schmacke« bestätigt zu finben. , Sd?iff»na*ri*fetu Norddeutscher Lloyd, tn Gießen oertreten durch dte Agenten 6! "«> 8-it L «tat fir’4 5 b« ®tke»t. *«' üttb«. “ 8ta Milk Mitttt. b««° Mt !iq, Qtniidjtu :!,nen Pavillvo,, y u-1. ro. an6' benagt von der uni> drcoratibell WA Die We Qn Tischen Platz "Salden rin fest. *x it)nt sein Avrn dn „historische ,n 2000 Personen 'twickelung Hanau, Wa Ichoa rüsten :tn_ Leistungen da» Sängerinnen und vtrken. B-jügtich Stll Juieratencheil. lld, Für die 8er. ste - bester wohl 1 erstes für das zunächst btn Pia- Hätte In ilasflchr igtiMWoi, datz rzhürz-Rutoistod', hört, dir Mage erkiarle, »dl ste bl, dir man jetzt -selben sich aus' e. Schon in der i drm KMuser rschlngrn worden, d. Linst in Aachen irdrni näher ver« e auf dem Wkge okwal einen Platz ter und für solchen t von Linse aus- Bosse bri sriv« rcvM Md MN Mr btt Wh» Leitetreisr rheiva^i- Der vorgeschlagen', tuten entfernte nai uteo zu erreichende M in bat M'l" ' ooküdirfützrenden , breit, svda^ do» ; grichassen rvndtn vvv Lotten Mi 6\t * «*<’„ «"■ 3«"1 (#W* »en ®i*Cl , Frauksu" N'i »hi* u,u" Lenti«®*” M i-i *al* idli-tt a“‘ ”b „ !hW°lß>, 6l‘ tt« *■__-== aförs? wil'-ao .DtHn *>*£$• -'S»« ÄÄ ®*'S x Ü'Ä-» •** ft«’1 •* «müS! deutschen Lloyd in Bremm, ist gestern 7 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen. Brodpreife vom 30. Mai bis 13. Juni 1397. Der hiefigeu Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod......27 Pfg 2 Kg. (4 Pfd.) Takelbrod......54 , 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod......25 „ 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod......50 , 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod......23 , 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod.....46 „ 8 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod......69 , Der auswärtigen »Met. 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bei L. Schmidt, Gr.-Ltnden 42 „ L. Steinmüller, Gr.-Linden 48 „ W. Steinmüller v. L.-Göns, 42 „ G. Jacoby v. Alten-Bufeck 44 Pfg. W. Weitzel von Lang-GönS 46 „ Aug. Deibel von Wtefeck 50 „ W'.lh. Fabel von Wtefeck 50 w "2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod bei L. Schmidt, Gr.-Linden 40 „ L. Steinmüller, Gr.-Ltnden 40 „ Joh. Kd. Belte v. Ktrch-GönS 40 „ W. Weitzel von Lang-Göns 42 „ 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod bei Ernst Christ von Wtefeck 66 „ W. Fabel von Wtefeck 66 „ Der Brodverkäufer. Dieselben Preise wie bet den hiesigen Bäckern. Gießen, den 29. Mai 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen, v. Bechtold. A«»r«g am freie Stanfresamtwegittev» de» Stadt Metze». Antaevott. Mat: 11. Dr. Rudolph Peter Erb, Realgymnasiallehrer dahier, mit Therese Marte Rübsamen Hierselbst. 24. Paul Eduard Schultz, Maschinenschlosser zu Lannersdorf, mit Katharine Schmall dahier. 24. Ludwig Braun, Bäcker zu Butzbach, mit Christine Schmidt zu Hochweisel. 24. Heinrich Wilhelm Sames, Bureaugehülfe zu Darmstadt, mit Anna Katharina Elisa Müller daselbst. 8 Johs. Schäfer, Btcefeldwebel dahier, mit Marte Margarethe Havpel zu Steinberg. 28. Johann Georg VeSper, Rangirer dahter, mit Christina Stein Hierselbst. 28. Friedrich Rudolf Richard Lehmann, Schriftsetzer zu Dresden, mit Anna Roth daselbst. Mai: 22. Karl JohS. Christian Bernhard Kratzenberger, Schreiner dahier, mit Margarethe Marte Kathartne Elisabeth Strack hterselbst. 22. Georg Herth, Schutzmann zu WormS, mit Marte Margarethe Fcanziska Jakobtne Bärrn hterselbst. ItflOKIM Mai: 16 Dem Mtlitärbüchsenmacher Heinrich tzngel II. eine Tochter, Anna Frteda. 19. Dem Buchdrucker Alwin Andreas eine Tochter, Martha. 20. Dem Uhrmacher Wilhelm Hause eine Tochter, Meta Anna Emma. 21. Dem Restaurateur Heinrich Elges ein Sohn. 23. Dem Matertal-Verwalter Karl Vtx ein Sohn, Carl Ludwig Christian. 24. Dem Postassistenten Hermann Lang ein Sohn, Ludwig. 25. Dem Ausläufer August Kersten ein Sohn, Friedrich Wilhelm Hermann. 27. Dem Dtrector der höheren Mädchenschule Dr. Adolf Stoertko ein Sohn, Werner Dietrich Ludwig. •dhtNtM. Mai: 22. Heinrich Walther, 23 Jahre alt, Schreiner dahier. 23. Mathilde Böhling, 3 Jahre alt, Tochter von Tapezier Wilhelm Böhling dahter. 24. MatthtaS Püsch, 67 Jahre alt, Landwtrth von Sainerholz. 25. Johannes Stecker, 57 Jahre alt, Arbeiter dahier. 28. Otto Jacob, 3 Monate alt, Sohn von OmntbuSschaffner Jakob Jacob dahter. Auszug aus fron Airchentrücheru der Stadt Gietzen. Evangelische Gemeinde. SeüaerU. Matth Lusgemetnde. Den 22. Mat. Georg Hertb, Schutzmann zu Worms, und Marie Margarethe Franziska Jakobtne Bärrn, Tochter deS verstorbenen Schutzmann Emtl Bärrn zu Gtrßen. Den 23. Mat. Karl Johannes Chrtsttan Bernhard Kratzenberger, Schreiner zu Gießen, und Margarethe Marie Katharine Elisabeth Strack, Tochter des verstorbenen Taglöhners Jacob Strack zu Gießen. Lukasgemetnde. Den 25. Mat. Dem Voltzeiamtsgehtlfen Ludwig Ster ein Sohn, Ludwig, geboren den 30. April. Den 27 Mat. Dem Locomotivheizer Maximilian Sadowskt ein Sohn, Maximilian Georg Konstantin, geboren den 11. Mat. JobanneSgemetnvk. Den 23. Mat. Dem Former Anton Zirbus ein Sohn, Rudolph Paul Willy Hermann, geboren den 1. Mat. Denselben Dem Schlosser Carl Struth ein Sohn, Carl Heinrich, geboren den 6. Mar. GUaeUU. Matthäusgemeinde. Den 23. Mai. Dem Korbmacher Ludwig Zecher ein Sohn, Heinrich Max Eberhard, geboren den 2. Mai. Denselben. Eine uneheliche Tochter, Kathartne, geboren den 26. Ap'tl. Denselben. Dem Eisenbahn-Zugführer Konrad Reusch ein Sohn, Richard, geboren den 4. Mat. MarkuSgemetnde. Den 23. Mat. Dem Bierbrauer Gabriel Jacobi ein Sohn, Karl, geboren den 20. April. Denselben. Ein unehelicher Sohn, Hans, geboren den 20. Febr. BrervigAe. MarkuSgemetnde. Den 23. Mat. Luise Faber, geb. Treser, Ehefrau des Spenglermeisters Karl August Faber, 54 Jahre alt, starb den 21. Mat. ZohanneSgemetnde. Den 22. Mai. Susanns Reinhardt, geb. Herbert, Wittwe des Schneidermeisters Carl Reinhardt, 80 Jahre alt, starb den 20 Mat. Den 24. Mat. Georg Appel. Kaufmann, lediger Sohn des verstorbenen Kaufmanns Johann Georg Appel, 57 Jahre alt, starb den 21. Mai. Denselben. Heinrich Walther, Schreiner, lebiger Sohn de« verstorbenen Bahnarbeiters JustuS Walther, 23 Jahre alt, starb den 21. Mat Den 27. Mat. Johannes Stecker, Arbeiter, 57 Jahre alt, starb den 25. Mat. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 29. Mat, zwischen 11 und 12 Uhr Mittag- Master 13*/tu, Lvft 16°. Rübsamen'sche Badeanstalt. Verkehr, Cattfr» unfr Vottswirthsehafr •itfcm, 29. Mat. Marktbericht. Aut dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,75—0,95, Hühnereier vr. St. 0 4. 2 St. 10-11 4, Enteneier 2 St 11—12 4, Gänse, der pr. St. 00-11 4, Käse pr. St. 5-8 4, Käsematte pr. St. 3 4. Erbsen pr. Liter 18 4, Linsen pr. Liter 27 4, Tauben pr. Paar X 0,70 bis 0,90, Hühner pr. Stück 1,10 bis 1,30, Hahnen pr. Stück X 1,20—1,50, Enten pr. Stück X 1,60—1,80, Gänse pr. Plunb 0,00-0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 4, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60—66 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bis 66 4, Schweine, fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70 4, Kalbfleisch pr. Vfd. 50-54 4, Hammelfleisch pr. Pfd. 50-65 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,50 bi, 5,00 X, Weißkraut pr. Stück G--00 4, Zwiebeln pr. Centn« X 8,00-9.00, Milch pr. Liter 16 4, Kirschen pr. Pfd. 50 4, Spargel pr. Pfd. 50 u. 40 Pfg. Versteigerungen. Dienstag den 1. Juni d. Is., Nachmittags 3 Uhr, versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Baarzahlung: 1. 1 Schreibtisch, 1 Waschcommode, 2 Tische, 2 Nachttische, 1 Blumen, tisch, 1 Vogelkäfig mit Kanarienvogel, 1 Sopha, 3 Rohrstühle, 1 Zimmertepptck, verschiedenes Weißzeug, Glas- und Porzellansachen. 2. 1 Pferd, 1 Kastaschrank, 1 Pianino, versch. Bilder, 8 Mille Cigarren und Möbel aller Art. Die Versteigerung ad 1 findet bestimmt, ad 2 theilweise statt. 5287 vor», Gerichtsvollzieher Versteigerung. Mittwoch, de« 2. J««i «. Donners- tag, den s.Juni l. JA., Vormittags vo« 10 Uhr ob, versteigere ich gegen Baarzahlung im Saale des Gastwirths Thoma, Bahn» Hofstr. 48 dahier, im Auftrage des Kaufmanns M. K ud e r in Gießen dessen gesammtes Waarenlager, besteh, int Tuch, Stettin, Kammgarn, Cheviot, und sonstigen Mann- faetnrwaaren, Herren- und Knaben - Unrügen, Arbeiter- «eidern und Betten, sowie 2 neue Nähmaschinen (bei letzteren 2 jährige Garantie). Die Bersteigernng findet be- stimmt statt» 5286 Bor«, Gerichtsvollzieher. Areitag, de» 4. Juni, Vormittags 10 Uhr anfangend, werden zu Aldach gegen Baarzahlung versteigert: Ein vollständiges Wagner- Werkzeug, 1 Schneidmaschine, 1 Drehbank, i Hobelbank, verschiedenes Werkholz, eine Anzahl eichene Stämme und Stangen. Steigliebhaber können sich durch den Polizeidiener die Gegenstände zeigen lasten. 5274 Gulda», Vollziehungsbeamter. Montag 31. Mai, Vormittags 9 Uhr, werden zu Rödgeu am Gemeindehause gegen Baarzahlung versteigert: 2 Kühe, 4 Ziegen, 14 Kleiderschränke, 5 Küchenschränke mit Glasschränken und sonstige Sachen. 5273 Gulda», Vollziebungsbeamter. Empfehlungen. ML MlMhlMö. Freibank. 5245 Heute und Montag: Schweinefleisch tnid&t ladenrein, per Pfd. 42 Pfg. WW^ Die Freibank bleibt bis Mends 10 Uhr geöffnet. Durch vielfache Aufforde- 'M rungen bin ich veranlaßt, einen zweiten, jedoch letztenCursus im Schönschreiben;» eröffnen _ u. nehme ich Meldungen i. Hotel Schütz entgegen. Honorar f. Deutsch 15 mit Latein TBG 27 je. M. O. Gottlieb, 5293] Kalligraph. SW Unser Lehrling Th. Cahn hat schon nach wenigen Stunden Schreibunterricht bei Herrn Gottlieb so wesentliche Fortschritte errungen, daß wir genannten Herrn hierdurch gern empfehlen. Gießen, 28. Mai 1897. ______________Gebe. Stamm. Matjes-Haringe empfiehlt 5297 ________L, Kalkhof, Vorzügl. Moselwein p. Flasche 45 Pfg. empfiehlt Louis Lind, 5298 Kirchenplatz 10. Gkdrmle Kaffees rein und feinschmeckend ä Pfd. von Mk. 1.20 an, ff ft. Margarine ä Pfd. 65 Pfg. „ Mifchobst a Pfd. 50 Pfg. empfiehlt Chr. Wallenfels, 5301______17 Marktplatz 17. lOnin V Puddingpulver L|QUIU ypleischextract w ' Fleischpepton la. Himbeersaft frisch eingetroffen, empfiehlt 5272 I M. Schulhof. 6313] Große Wobnung, 8 Zimmer, Badeeinrichtung, Veranda, ist per 1 September wegen Versetzung zu vermiethen. Ang. 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Todes-Anzeige. Verwandten und Bekannten hiermit die traurige Mitteilung, daß unser liebe» Töchterchen und Schwesterchen , Lilli heute Nacht 3 Uhr sanft entschlafen ist. Um stilles Beileid bitten die trauernden Eltern: Heinrich Schneider n. Frau, geb. Kuhl, Marktftraße 18. Magnesit-Krippen und -Tröge p. A. S- M Ar. 36443. Dieselben zeichnen sich durch große pauerhaftigLeit aus, besitzen ein schönes, glattes, marmorähnliches Aussehen und sind leicht rein zu halten. Da die Magnesit-Krippen und -Kröge aus unorgamschea Stoffen bestehen, so bieten sie größte Sicherheit gegen Seuchengefahr. Canalisations-Artikel. Fatent-Cexnent-Dachfalzziegel mit seitlicher Dichtung p. A. Patent Ar. 74827, sowie H. M. 21184 und 13198. Gefällige Muster in verschiedenen Farben, nicht schwerer als andere Bedachungsarten, nicht auffrierend, ohne jeden Mörtelverputz durch seitlich angebrachten Filzkeil dicht schließend und absolut gerade. Schön, dauerhaft, keine Reparaturen. Falzbausteine D. R. 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