tittl ntn lli °°P,> ,, 384» blacke allnA« XL**««* amätm. inger, wagen o Mk. au. lettstt geu. SesatzMel M-19. nt Kadschtt t für S^nibtr. io\ii iesyW Mk MUI | pil M. I-----fjkLhe 63. tttmlt le in. o rrrwte tritt itcha v°"1881 enb-Lbl. 93.- 94.- 126- 118- 138.- Wl- 214.- !«.- 88.46 103^ 22.2o 95.» 2VJ80 M 1(0 । & 4.H'.' 96.- «- 22- 81.- 100.- 84.60 61- 191- ,«. 1905101-00 jgiil»** lihlN*85 197. N». 100 Erstes Blatt Freitag dm ZV. April 189» Gießener Anzeiger Kenerat-Anzeiger. Die Gießener Aamilien0tä1ter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Der Hteßener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Vierteljähriger Avonnemenlsprelsr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. < Durch die Post bezog«: 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: I -chukstraß-Ar.,^ Fernsprecher 51. Anrts-und Airzeigeblatt für den Kreis Gieren Hratisöeikage: chkeßener Aamikienötätter. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de, folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. ÄUe Annoncen-Lureaux deS In« und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen' Deutscher Veichsta-. 210. Sitzung. Mittwoch, ben 28. A-rU 1897. Eingegangen ist die Servitztartsvorlage. Auf der Tagesordnung steht die Novelle zum JnvaltditSts- verstcherungsgesetz. ?l0Ke6 ßonJ'): Meine politischen Freunde find« manches Gute in der Vorlage, beiten aber das, was sie bringt, nicht für ausreichend. Man sollte lieber noch warten, um mehr N/ungen zu sammeln und dann gründlich vorgehen. Redner billigt die Entlastung der Krankenkaffen, sowie den Eintritt der Arbeiter in die Verwaltungskörper. Dagegen dürften die Aufstchts- befugniffe der Regierungen über die Versicherungsanstalten keineswegs werden, lieber die anderweite Vertheilung der Lasten zwischen den Versicherungsanstalten würden ja wobl die Ansichten auseinander- man damit einverstanden, denn jetzt müffe der Osten Lasten tragen sür die Arbeiter, die ihre Kräfte in den Jndustrie- h 0cbr rc^t ¥4?’ Durchaus beseitigen müffe man das *!e ^"unde batten daher auch einen eigenen der eine anderweitige Aufbringung der Mittel bezwecke, Jedem die Rente gewähre, der den Nachweis erbringe, vf(t 8 2!t6f*ea deschästigt gewesm zu fein, und der außerdem eine Einheitsrente schaffe und nur Denen eine erhöhte Rente gewähre, welche die Versteuerung ihres Arbeitseinkommens nachweisen können' b«rfel jedenfalls die Vertheilung der die Sicherstellung der Zukunft des Arbeiters ein eminent staatliches Interesse sei, so müßten auch die Lasten auf die Gesammt- beit der Steuerzahler übertragen werden. Dabei sei es jedem Bundesstaat zu überlassen, wie er den Bedarf aufbringen wolle. Für Vreußen habe er es sich so gedacht, daß Zuschläge zur Einkommen- fcW Theben feien. Das fei nicht socialistisch, wie man seinem Vorschläge vorwerfe und jedenfalls weniger gefährlich, als wenn man den Mittelstand zu Grunde gehen laste. Er befürchte allerdings, ®hm das Geleite zum Bahnhofe. Schlitz. 28. April. Der Kaiser ist Abends 7»/a Uhr hier eingetroffen. Auf dem Bahnhofe Salzschlirf wurde der Kaiser von dem Grafen Görz empfangen. Karlsruhe, 28. April. Die Beisetzung des Prinzen Wilhelm von Baden findet am 1. Mai statt. Wien, 28. April. Im Gemeivderath verlas der Bürgermeister Dr. Lueger eine Zuschrift des deutschen Botschafters Grafen zu Eulenburg, in welcher mitgetheilt wird, daß Kaiser Wilhelm anläßlich seiner letzten Anwesenheit in Wien 1000 Mk. sür die Armen Wiens gespendet hat. London, 28. April. Nach einer bei LlohdS einge- gangenen Depesche von der südlich von Neufundland gelegenen Insel Miquelon ist daS sranzöfische Fischerfahrzeug „Veilland", daS 73 Mann an Bord hatte, infolge Zusammenstoßes mit einem Eisberge gesunken. 69 Manu ertranken, die übrigen vier wurden gerettet, nachdem fie eine Woche hindurch in einem Boote auf dem Meere umhergetriebeu waren. Depeschen deS Bureau »Herold/ Darmstadt, 28. April. Die Großherzogin von Hessen kehrt am 6. Mai in Begleitung der Kronprinzessin von Rumänien auS Bukarest hierher zurück. Berlin, 28. April. Der preußische Hof legt für den Prinzen Wilhelm von Baden Trauer auf acht Tage an. Berlin, 28. April. DaS Staatsministerium trat heute Nachmittag 3 Uhr im ReichStagSgebäude unter dem Vorsitz des Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe zu einer Sitzung zusammen. Berlin, 28. April. Die „Nordd. Allg. Ztg." bestätigt, daß der Hauptmann Morgen vom Greuadier-Regiwent Prinz Carl von Preußen der deutschen Botschaft in Kon- stantiuopel beigegeben worden ist, um sich als militärischer Berichterstatter nach dem türkischen Kriegsschauplätze zu begeben. Berlin, 28. April. In der heuügen BormittagSziehung der preußtichen Klaffenlotterie ist ein Hauptgewinn von 200000 Mark auf die Nummer 202497 gefallen. Königsberg, 28. April. Wie der „Ostpr. Gen.-Anz." meldet, ist von der deutsch-socialen Reformpartei al« Caudidat für die bevorstehende Reichstagsersatzwahl in Königs- berg der Glasermeister Störmer daselbst aufgestellt worden. N-m, 28. April. In der ersten Hälfte deS Mai soll der Prozeß gegen den Attentäter Acciarito stattfinden. Für derartige Verbrechen sieht daS Gesetz lebenslängliche Zuchthausstrafe vor. Nom, 28. April. Der griechische Dampfer „SamoS hat an der Mündung des Fluffe» Marpa 300 Freiwillige an Bord genommen. Athen, 28. April. Die Unruhe in der Stadt war gestern derartig, daß mau jeden Augenblick den Ausbruch eines offenen Aufstandes befürchten mußte. Gegen Abend wurde die Stimmung wieder etwas ruhiger. In einer gestern stattgefundenen Volksversammlung auf dem Cou- stitutionSplatze sprach der VolkSredner GhinnadioS und fand großen Beifall. Einige ausländische Geschäftshäuser haben zu ihrer Sicherheit die Fahnen ihres Heimathlande» gehifft. Athen, 28. April. Die Kammer wurde einberufen, um darüber Beschluß zu soffen, ob der Krieg fortgesetzt oder ob die Mächte zu ihrer Intervention aufgefordert werden sollen. Athen, 28. April. E» verlautet, wie folgt werde das neue Ministerium gebildet werden: Präfidium: Admiral CameriS oder Satiropulo, Kriegsminister: Rolli, Inneres: Theotiti, Auswärtiges: DcligeorgioS, Finanzen: Carapano, Justiz: Siniopulo. Athen, 28. April. Die griechische Armee tu und um Pharsala ist bereit- vollständig reorgauisirt. Die moralische Kraft der Armee hebt sich infolge deS Commando- Wechsels und infolge deS zurückgeschlagenen Angriffs der Türken auf Volo und Belsotino. Man hegt den festen Glauben, die Armee werde die letzten Niederlagen wieder gut machen. Zahlreiche Freiwillige melden fich, selbst im AuSlande lebende griechische Capitalisten hoben Geldsendungen avifirt. Die Armee wurde heute mit dem nothweudigen Kriegsmaterial und Proviant versehen. Oberst ManoS sandte sehr günstig lautende Nachrichten. Konstantinopel, 28, April. Nunmehr find auch die Griechen tm Epirus mit Ausnahme des südlichen TheileS zurückgeworfen. Konstantinopel, 28. April. Sämmtliche albanefischen Truppen, die regulären und die irregulären, sind darüber aufgebracht, daß fie schlechte Munition erhalten haben. Athen, 29. April. Die Griechen haben Pharsala verlassen, die benachbarte Hügelkette besetzt und fich dort verschanzt. — Der gestrigen Kammersitzung wird die größte Bedeutung beigemeffeu. — Eine lange Unterredung des englischen Gesandten mit dem König Georg wird dahin gedeutet, daß die Großmächte vermitteln wollen. Konstantinopel, 29. April. Vier griechische Panzer- schiffe wurden durch die Türken blockirt und am Auslaufen ve» hindert.__________________________________ Locales rrrrd provinzielles Sießen, den 29. April 1897. * • Empfang Seine Königliche Hoheit der Groß- h erzog empfingen am 28. April n. A. den Oberstlieutenant v. KurnatowSki vom 3. Thüringischen Infanterie-Regiment Nr. 71. • * Hoftrauer. Wegen deS Ablebens Seiner Großherzoglichen Hoheit des Prinzen Wilhelm von Baden ist auf Allerhöchsten Befehl eine Hoftrauer vom Heutigen bis zum 5. Mai l. I. einschließlich angeordnet worden. Ernannt wurde am 24. April der Gerichtsvollzieher- Aspirant Heinrich KlooS in Mainz zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Lich mit Wirkung vom Tage seines Dienstantritts an. • • Schwurgericht. Die gestrige Notiz betr. Beginn der Schwurgerichtsverhandlungen ist nach uns gewordener authentischer Mittheilung insosern nicht richtig, als der Vorsitzende noch nicht ernannt ist. • • Doppelcenlner. Der BundeSrath hat beschloffen, daß im Schulunterricht, sowie im amtlichen Verkehr fortan sür 100 Kilogramm die Bezeichnung „Doppelcentner", abgekürzt dz, angeweudet werden soll. Bezirkstag. Zum Sonntag ist nach dem „Lenz'schen Felsenkeller" der Bezirkstag der Kriegervereiue sür den Bezirk Gießen (30 Vereine) ein beruf en. Geflngelznchterverein. Die gestern Abend im „Aquarium" wegen Gründung eines Geflügel- und Vogelzüchter- Vereins für Gießen und Umgegend stattgefundene Versammlung war von etwa 20 Herren besucht, welche fich sämmtlich für den Verein als Mitglieder anmeldeten. Es wurde ein provisorisches Cowitv gewählt, welches den Auftrag erhielt, zum Sonntag Nachmittag um 3 Uhr im hinteren Saale des „Aquarium", Wallthorstraße, die erste constituirende Generalversammlung einzuberufen, zu welcher man auS der Umgebung das Erscheinen zahlreicher Züchter und Geflügel- freunde erwartet. •• Fahrplauanderunge« im OrnuibuSverkehr. Mit dem 1. Mai tritt der neue Eisenbahn-Sommerfahrplau Iin Kraft und hierdurch veranlaßt auch Aenderungeu im Omnibusbetrieb. NennevSwerthe Aenderungen haben die Oberhcff'schen Züge sowie diejenigen von und nach Cöln । erfahren; dementsprechend hat der Vorstand der Omnibusgesellschaft auch seinen Fahrplan eingerichtet und zwar der- I art, daß zu allen von Morgens 6% Uhr bis Abends 10 Uhr abgehenden und ankommenden Personenzügen Anschluß statt- findet. — Die Linien C und D (Wieseck und Schiffeuberget- wald) werden weiter- bezw. neugefahren. Die officiellen Fahrpläne find im Alleinverkauf deS Herrn Ernst Balser heute erschienen und zum Preise von 25 Pfg. (aufgezogen), 10 Pfg. (unaufgezogen) zu haben. Daselbst ist auch ein sehr handlicher Taichenfahrplan, sämmtliche ankommende und abgehende Eisenbahnzüge sowie den OmnibnSfahrplan enthaltend, erschienen und zu dem billigen Preis von 10 Pfg. zu haben; letztere find auch bei den OmnibuSschaffuern erhältlich. •• Leicheufund. Die Großh. Staatsanwaltschaft hier erläßt folgendes Ausschreiben: „Am Vormittag deS 19. April 1897 wurde in der Nähe von Lollar in der Lahn eine männliche Leiche geländet, die 4 bis 6 Wochen in dem Waffer gelegen haben mag. Die Leiche war bekleidet, soweit dies noch festgestellt werden konnte, mit einem dunkelbraune« Havelock, einem grau und braun carrirteu Anzug (Rock, Hose und Weste) mit weißem Shirtinghemd, Stehkragen und blau- seidener Halsbinde, einem blau und weiß-rotheu gestreifte« Unterhemd, neuen, leinenen Manschetten mit vergoldeten Knöpfen, die einen Revolver darstellen, ferner mit braunen, wollenen Strümpfen und kalbledernen, gut gearbeitete« Schnürschuhen. Die Hosenträger find in Stramin gestickt, haben rothe Blumen und grüne Blätter und tragen am unteren Rande die Buchstaben J. W. DaS weiße Shirting* Hemd trägt in rothem Druck daS Fabrikzeichen „Wäsche- fabrik Jfidor Stern, Friedberg", auf der inneren Fläche des rechten Vorderarmes befindet fich in blauer Farbe ein- tättowirt: ein Stiefel mit Sporn, Schusterhammer und Zange, Klopfstein und 2 Leistentheile. Bei der Leiche wurden eine silberne Cylinderuhr mit daran befindlicher Haarkette gefunden, welch' letztere mit goldenen Beschlägen versehen war. Auf dem MittelstÜck find eingravirt auf der einen Seite die Buchstaben I. $ß., auf der anderen Seite die Buchstaben L. W. Außerdem wurde bei der Leiche gefunden ein Porte- monnaie mit geringem Inhalt, ein sogenanntes Reservisten- Portemonnaies. Auf demselben ist der NamenSzug deS hiefigen Regiments zweimal und dazwischen ein Stern angebracht. Die beiden bei der Seide vorgefundenen Taschentücher find gezeichnet I. W. Die Leiche ist die eines kräftig gebauten Mannes von 1,64 Ctm. Größe, daS Alter wird auf 36 bis 40 Jahre geschätzt. Wir bitten an Händen deS Vorstehenden nach der Person des Verlebten nachzuforschen und im Falle etwas Über die Persönlichkeit derselben ermittelt werden sollte, hierher Mittheilung zu motten.“ Durch de« Abbruch deS alten Spritzenhauses hinter der Stadtkirche ist ein schön gehaltener Eingang zu un- serern Stadtthurm freigelegt. In einem der Quadern befindet fich die Jahreszahl 1485. Leider wird dieser Zugang zum Thurm durch die Anlage des Treppenhauses zur Kirche verbaut werden. ES empfiehlt fich daher wohl, diesen gothi- schen Bogen photographisch festzuhalten. •• Verhaftung. Gestern Nachmittag wurden hier drei Wechselfälfcher verhaftet. Dieselben versuchten bei einem hiesigen Bankier einen auf eine hiesige Firma ausgestellten gefälschten Wechsel in Höhe von 6000 Mk. unter- zubringen und befanden fich noch im Besitze eine- weitere« gefälschten Wechsel- in gleicher Höhe. Die Gauner hatten den Plan gut ausgeheckt, fie hatten zuerst gemeinsam vo« einem hiefigen Hotel auS bei dem Bankier telephonisch angefragt, wobei fie fich des Namens des Firmeniohaber» bedienten, zu welchem Procentsatz er den Wechsel anvehmen wolle und dann erklärt, eS solle gleich ein junger Mann aal dem Geschäft den Wechsel bringen und daS Geld abholen. Nachdem der Bankier das Geld zurechtgelegt und der angekündigte Abholer noch nicht da war, fragte er in dem Geschäft feie» phonisch an, wo denn der junge Mann mit dem Wechsel bleibe und erhielt die Antwort, daß die Firma gar nicht mit dem Bankier in Verbindung getreten sei und gar kein Geld haben wolle. Später erschien einer der Betrüger mit dem Wechsel, um das Geld zu erheben, fast gleichzeitig aber auch die inzwischen benachrichtigte Polizei. Bemerkt sei noch, daß, während dec eine Gauner da» Geld heben wollte, der zweite fich in daS betr. Geschäft begab, um zu verhüten, daß Jemand störe, und der dritte den Aufpasser spielte- ferner, daß die Betrüger fich vorher schon brieflich mit der Firma, auf die der Wechsel lautete, in Verbindung gesetzt und orientirt hatten. Der eine Betrüger nennt fich Philipp van Co ev erd en auS »rüffel, der zweite Ingenieur C. Ehlig auS Arnheim in Holland und der dritte ist der Commis Max Schütz aus Holzapfel- letzterer hat vor etwa 5 Jahren einmal kurze Zeit in dem hiesigen Geschäft, auf das der gefälschte Wechsel lautete, conditionirt. •• Für Kleinhändler mit vier. Nach dem am 1. Januar 1. I. in Kraft getretenen Gesetz über die Abänderung der Gewerbeordnung ist nunmehr den Kleinhändlern mit Bier reich-gesetzlich vorgeschriebeu, von dem Betrieb ihres Gewerbe» der zuständigen Behörde (Ortspolizeibehörde) alsbald Mittheilung zu machen. Der Kleinhandel mit Bier kann jetzt für die Folge untersagt werden, wenn der Gewerbetreibende wiederholt wegen Zuwiderhandlung gegen die Vorschriften deS § 33 der Gewerbeordnung bestraft ist. Letzterer besagt, daß, wer Gaftwirthschaft, Schankwirthschaft oder Kleinhandel mit Branntwein oder Spiritus betreiben will, dazu der (fr* laubniß bedarf. Hiernach kann also Demjenigen, der bereit» zweimal wegen WirthschafiSbetriebS ohne Conceifion bestraft worden ist, der Kleinhandel mit Bier (Flaschenbierverkauf u. s. w.) verboten werden. Ist da» Verbot erfolgt, so kann die Lande»-Central-Behörde die Wiederaufnahme deS Gewerbebetriebes gestatten, sofern seit der Untersagung mindesten» ein Jahr verflossen ist. ♦» Arbeiterfahrkarle«. Aus den preußischen Staat»- bahnen sollen fortan Arbeiterfahrkarten nur noch an Personen, die sich gehörig audroetfen, verabfolgt werden. Al» Ausweis dient eine Karte, die vom Arbeitgeber unterschriebe« werden muß. Die Polizeibehörde hat darauf durch Unterschrift und Siegel die Richtigkeit der Unterschrift de» Arbeitgebers zu bescheinigen. •• flein' * -- d.° 114 über den DieDePE' gezogen/ nur Ttzeilvivimu« unserem @Jb1, weiterem vor -oravssich nab warmes ■ Hlrschh", gedeihen bekni benützenden jt die vom Gerich Doreenommea »W.m bietz Lohne bas «or M er für sein io4e zufrieden daß dem Sohn! wesen», da- $o »ater gleichzeit lernt Töpfe kii rspfen kochen Batet nach La Btfümmnnfl, l habe. Ob nu reip. von Sch Frieden erso.g Villenbach hieüge Aranen wooon blt (Sin। Oel, Salz, K wiedtrerholten Sie diese Sege «Des iS net w. »er all sellv • Kruksori Houpibahnhos sa Zimmers unter 20000 Mark Wechseln und Morgen nach W ihm der Horelit «eldete, üdersant * frlltfMt fort \etbto vor brachi, »üchttz i werben kann. Versti Empfi i°- .mitt- ,n ^tätlich gegen B Wagen, 2 > MschgaM 1 Nihmaschj und sonstige EW.lfor «mI nnb Ci «ArbeMg, Tarife 1 Stuft »’n «?',*>< 'tthibifth ob« «w4*»5 64»« Kr ® duoktlbrari^, rNm unb blau. Bto^en gkstrrlste, t« vttMrtn ,etntt ®tt braunen, 0at ßtarbeltttti ' ^rcmiki gchickt K und tragen am ** vG Thirtivs. ytto „Wäscht, w Innern wx Farbe ein. HufKrh-Mer und ber Leiche wurden *Wt haarketti chlägen versehen war. der einen Teile dir rite die Vnchfiabrn gefnnben ein Porte, nannte« Resnvlst«, tt Naven«zuz bti Itn ein Tino m< gefundenen W«. ist die dort friftii ie, da« -Iker wird itten an Men bei ebten nchnsorschen 'chkeit -eiseiden er« I jn maten. * «chabanse« hinter Singang zu un« der Quadern bi« wird dieser Hagau; enhaufe« zur ldirche wohl, diesen gothi- wurden hin drei Iben versuchten bei hiesige Firma aut» i W ÖL unter- it^e eine! »eiteren Die Tauner hatten nerst gemeinsam °°i mtler telephonisch anbei Fimeninhoberi Sechsei annehmen woli! uger Manu aal dei -l- abholen. Rachde« ib der angekSniis" n dem SM J* m mit Im Hl 81®« I« * in fii “l l” l I» ettttt« f M E« * ti. 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Dasselbe dürfte die Witterung auf unserem Gebiete zwar wenig beeinflussen, doch könnte eS bei weiterem Vordringen zu Gewittern Veranlassung geben. — Voraussichtliche Witterung: Im Allgemeinen heiteres und warmes Wetter, einzelne Gewitter nicht ausgeschlossen. Hirschhorn, 27. April. Im benachbarten Affolterbach geriethen bekanntlich ein Vater und ein Sohn wegen der zu benützenden Kochherdlöcher in Proceß. Nachdem nun die vom Gerichte ernannten Experten Einficht und Kochproben vorgenommen haben, fand gerichtlicher Termin statt, bei welchem die Experten erklärten, daß der Vater, wenn er dem Sohne das Vorrecht einräume, keineswegs geschädigt sei, und daß er für seinen Bedarf hinlänglich mit dem Hintern Koch- loche zufrieden fein könne. Das Gericht entschied hierauf, daß dem Sohne, als dem nunmehrigen Eigenthümer des Anwesens, das Vorrecht gebühre, daß aber der Sohn, wenn der Vater gleichzeitig mit ihm koche, auf dem vordem Kochloche keme Töpfe einhängen, sondern nur mit nicht einhängbaren Töpfen kochen dürfe. Mit diesem Entscheid wußte fich der Barer nach Lage der Sache zufrieden geben, sowie mit der Bestimmung, daß er die Kosten des Rechtsstreites zu tragen habe. Ob nun die gleichzeitige Kocherei von Vater und Sohn relp. von Schwiegermutter und Schwiegertochter in vollem Frieden erfolgen wird, muß die Zukunft lehren. Bickenbach. 22. April. Dieser Tage standen fich zwei hiefige Frauen vor dem Amtsgericht Zwingenberg gegenüber, wovon die Eine der Andern verschiedene Maaren, wie Esfig, Oel, Salz, Kaffee, Streichhölzer rc. geliehen, aber nicht wiedererhalten hatte. Bon dem Richter befragt: „Haben Sie diese Gegenstände entliehen?" betheuerte die Letherin: ,DeS iS net woor, Herr Amtsrichter, die Sache plauze wer all selw ertl" Dcrmifc^tes. • Frankfurt a. M , ;28. April. In einem Hotel am Hauptbahnhof fand ein Zimmermädchen beim Reinigen eines Zimmers unter einem Kopskiffen eine kleine .Tasche mit 20000 Mark in Banknoten und 7000 Mark in Wechseln und CheckS. Der Verlierer hatte fich am Morgen nach Wiesbaden begeben und war hoch erfreut, als ihm der Hotelier ein Telegramm, welches den Fund an? meldete, übersandte. * Frankfurt a. M., 23. April. Ein neues Fahrrad w rd soeben von einer Berliner Fabrik auf den Markt ge- Hadjt, welches mit zwei verschiedenen Übersetzungen gefahren werden kann. Durch eine einfache Kurbelbewegung kann man die große Uebersetzung, die bekanntlich auf ebener Bahn von Vortheil ist, in eine kleine Uebersetzung, in hügelartigem Terrain umwandeln. Der Erfinder hat elf Jahre an der Idee gearbeitet und sein Patent für Mark 120,000 veräußert. * Die Garantiezeichner bet Berliner Gewerbe AuSstel- lang 1896 hoffen noch immer auf die Bewilligung einer Lotterie zur Beseitigung ihres DeficitS. Der preußische Minister des Innern sowohl wie der Handelsminister haben einer Deputation des AuSstellungs-Eornttee- erklärt, daß fie zur Unterstützung eines deSfallfigen Gesuches bereit seien. • Würzburg, 24. April. Das Militärgericht verurtheilte den Fußartillerie-Lieutenant Kölsch wegen fahr« lässiger Körperverletzung zu 45 Tagen Festung. Bei dem Salutschießen zu Ehren deS neuen FestungScommandanten von Germersheim hatte Kölsch befohlen, die vorgeschriebene Reinigung deS Rohres zu unterlassen, damit die Schüsse schneller folgten; das Rohr platzte und vier Kanoniere erlitten mehr oder minder schwere Verletzungen. * Newport-News (Virginia), 27. April. Heute wüthete im hiefigen Hasen eine heftige Feuersbrunst. Zwei Landungsbrücken mit den dort gelagerten Waaren, ferner der englische Dampfer „Elintonia" und der Bremer Segler „I. D. Bischoff- mit einem Theile ihrer Ladung geriethen in Brand. Der gesarnmte Schaden wird auf 21/, Millionen Dollar geschätzt; darunter befindet sich Getreide im Werthe von 1 Million Dollar. Der Capitän Priele deS „I. D. Bischoff" erlitt schwere Brandwunden; drei Matrosen ertranken. Auch der norwegische Dampfer „Solveh" erlitt schweren Brandschaden. Cüaraiur urrd "Kunft. . — »chaasfchatz deS Wissens*, (Verlag von I. Neumann, Neudamm). Der „Hausschatz des Wissens" ist, wie wir unseren Lesern schon öfters mttzutheilen Gelegenheit hatten, eine wohlfeile Hausbibliothek in vornehmster Form und stellt dar eine Sammlung von gemiinoerständlichen Werken, welche das allgemeine Wissen umfassen und zu billigsten Preisen bei bester Qualität des Gebotenen aus den Büchermarkt gelangen. Das Generalregister ist derart angelegt, daß der „Hausschatz deS Wissens" auch als Nachschlagewerk bestens zu benutzen ist. Probehefte aller erschienenen und im Erscheinen begriffenen Abtheilungen werden von der Verlagsbuchhandlung umsonst und portofrei geliefert. Heute liegen uns die Hefte 169 bis 178 der ganzen Sammlung vor. Dieselben enthalten: Thierreich von Dr. Heck, Paul Matschie, Prof. Dr. v. MartenS u. a. Heft 32 bis 37. Inhalt: Vögel und Säugethtere; mit zwei Farbendrucktafeln: „Vögel und Säugethiere". — DaS Mineralreich von Dr. Gürich. Heft 1; Inhalt: Einleitung — Das Pflanzenreich, bearbeitet von Prof. Dr. K. Schumann und Dr. E. Gilg. Heft 18 bis 20 (Schluß dieses Werkes). Mit diesem Buche haben die beiden Verfasser ein werthvolles Werk auf den Büchertisch gelegt, für das ihnen ein jeder Freund der Pflanzenwelt dankbar sein wird. Es ist nicht ein trockenes schematisches Bestimmungswerk, sondern ein Buch, das mit echt deutscher Gründlichkeit uns etnführt in das Leben bet Pflanzen, uns ihr Werden und Wachsen zeigt, dabei den wundervollen Bau und das Walten verborgener Kräfte enthüllend. Von der Zelle ausgehend gelangen wir zu den niederen Pflanzen, wie Pilze, Algen u. dgl. Von hohem Werthe ist die Rundschau auf dem weiten Felde der Bacterien, welche auf Grund allerneuester Forschungen besprochen werden und einen besonders werthvollen Abschnitt des BucheS bilden. Mit gleich musterhafter Gründlichkeit wie die Kryptogamen erscheinen die Phanerogamen behandelt. Die Pflanzen werden nicht trocken beschrieben, sondern wachsen förmlich vor dem Leser auf, welcher besonders über bie Bedeutung der Gewächse in technischer, commercieller, kulturhistorischer und socialer Hinficht Aufklärung erlangt, wie fie uns unter den vorhandenen Werken kaum eines entsprechender bietet. Ein großer Vorzug deS Buches liegt auch in der klaren, fließenden DarstellungSwetse, welche keine Ermüdung aufkommen läßt, sondern immer wieder zu neuem Studium anregt. Der sachgemäße, vollkommen auf der Höhe der Zeit stehende Text wird überdies noch durch 480 Illustrationen und sechs Farben- brucftafeln unterstützt, wodurch die Kenntniß schwieriger Parthi« wesentlich erleichtert, das allgemeine Verständniß geklärt wird. Nebenbei bilden diese meist mustergiltigen Abbildungen einen werth- vollen Schmuck für daS Buch, das sich würdig an die besten Erscheinungen anreiht. DaS Pflanzenreich kann auch apart in einen feinen Leinenband gebunden zum Preise von 7 Mk. 50 Pfg. bezogen werden. — Wir verfolgen mit Interesse das Weitererscheinen veS .Hausschatz deS Wissens" unb empfehlen unseren Lesern bie Anschaffung bieses vortrefflichen unb im Verhältniß zum ©ebotmen sehr wohlfeilen Werkes. Der Preis einer Lieferung beträgt nut 30 Pfennig. Gottesdienst in der Synagoge. SamStag den 1. Mai 1897. Vorabend 7 Uhr, Morgend 8®° Uhr, Nachmittags 4 Uhr, SabbathauSgang 8W Uhr. Verkehr, tmfc VoUswirthschafL- •Utm, 29. April. Marktbericht. Auf dem heuttgen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 1,05—0.00, Hühnereier pt. St. 0 2 St. 10-11 H, Enteneier 2 St. 11—12 4, Gänse, eiet pr. St. 00—11H, Käse pr. 6t. 5—8 Ä, Käsematte pr. St. 3 4, Erbsen pr. Liter 18 H, Linsen pr. Liter 27 Tauben pr. Paar X 0,70 bis 0,90, Hühner pr. Stück 1,10 bis 1,36, Hahnen pr. Stück X 1,20—1,50, Enten pr. Stück X 1,60—1,80, Gänse pr. Pfund X 0,00-0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 4, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60-66 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bie 66 4, Schweine» fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70 A, Kalbfleisch pr. Psd. 60-00 * Hammelfleisch pr. Psd. 50-65 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4.50 biß 5,00 X, Weißkraut pr. Stück 0—00 4, Zwiebeln pr. Centn« X 8,00—9,00, Milch pr. Liter 16 4. tie**«e* 28. April. Fruchtmarkt. Rother Wei»« X 14,05, weißer Weizen X 13.75, Korn X 9.55, Gerste X 7.80, Hafer X 6.00. 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