'“"“•■Vertrieb 68,61 tod di» •’Brhesgen: bäcker, !t- Giessen. Wfttt ltscher Handlvvgs. uQiirt 1881 beigetreten, euvermitteluug - Jahresbeitrag lväumscheKravkeul AÜerSversorgungr- unb "SS- und nlagen sbaden v. m. b. Ha Sä«V» Von «M‘- jÄ^WitW_U_£Uti, Leistungen! m Eintritt in des tutenmzüge und Flug. >. Sied». flN? iren, lerien. Ilette-Artikel, ann । s I ec in 5 smödä«, \ i aller M } ungev. 8901 % wem iheilen..... Äte Watt 9636 '■ KlllsDkl' rg l6 iS-sn ;r,;5-*r Nr. 254 Erstes Blatt KreUaz de» 29 Oktober IHM Der #W|e«er Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener A«mitieuvtätler werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelcgt. Gießener Anzeig er Kmerat-Wnzeiger. Bierteljähriger Avonncmenlspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckern: -chutstraße Ar.7. Fernsprecher Blc Aints- und ! nzeigeblntt für den Avers Grefzen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Borm. 10 Uhr. ------------------------- - Hratisöeikage: Gießener Iamikienökätter. Alle Annoncen-Bureaux de- In» und Au-lande- nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgeh«. 2lmtiid?er Theii. Bekanntmachung, betreffend: Geiändeenteignung für den neuen Friedhof zu Gießen. Seitens der Stadt Gießen ift in Gemäßheit des Art. 22 des Gesetzes vom 26. Juli 1884 Antrag auf Einleitung deS Euteignu^gSoerfahrenS bezüglich der nachstehend bezeichneten Grundstücke in der Gemarkung Gießen gestellt worden: Flur XU. 92r. 119, 120i/10, 1202/10, 120»/„. 12O*/10, 12O6/io 1208/to 132, 133, 134 und 185, 136, 137 uuö 138, 139, 140 und 141, 142, 143, 144, 145 b s 154 155, 156, 157, 158, 159, 160, 161, 162 bis 165 166, 169, 170, 171, 172, 172a, 182y10, 183$/10, 189, 203, 207, 208 und 209 210, 211, 212, 213, 216, 101 biS 103, 105, lOGi/io 107, 107a, I088/10. ES wird die- mit dem Anfügen zur öffentlichen Kennt, ntß gebracht, daß obiger Aotrag nebst den betreffenden Gelände- erwerbsplänen u. f. w. in der Zeit vom 8. bis 17. November l I. (einschließlich) aus dem Amtszimmer der Bürger- meisteret Gießen zu Jederwa ns Etnficht offcnlicgt. Zugleich wird zur Verhandlung über den Plan und die zu leistenden Entschädigungen Tagfahrt vor der Local Com- Mission auf Montag den SS. November l. I., Vormittags 9 Uhr, auf dem Amtszimmer der Bürgermeisterei Gießen anberaumt. Die Eigenrhümer, Pächter, Mterher und sonstige an den abzutretenden Grundstücken persönlich Berechtigte, sowie alle übrigen au der beantragten Enteignung Betheiltgren werden aufgefordert: 1. Einwendungen gegen den Plan bei Meldung deS Ausschlusses und Annahme der Einwilligung in die beanspruchte Ablrrtuvg oder Beschränkung, 2. E-klärung auf die angebotene, auS den aufgelegten Derzeichntffen ersichtliche Entschädigungssumme bet Meidung der Unterstellung der Annahme deS Angebote», 3. Anträge auf Ausdehnung der Enteignung bei Meldung deS AuSschluffeS mit solchen, 4. Anträge auf Aufrechterhaltung bestehender Lasten bet Meldung deS AuSschluffeS mit solchen, 5. Anträge auf Einrichtung und Unterhaltung von Anlagen, welche sür die benachbarten Grundstücke oder im öffentlichen ^ntrnffe zur S ch-ruug gegen Gefahren und Nachtheilr nottrwendtg find, 6. etwaige noch unbekannte Rechte und Ansprüche an die zu enteignenden Grundstücke in dem obenerwähnten Termin vorzubringrn. Wenn dritte Personen als dinglich berechtigte oder wegen sonstiger Rechtsverhältnisse bei der Enteignung betheiligt find, so muß sie der Eigenthümer sofort nach Zustellung der Bekanntmachung unS bezeichnen, andernfalls bleibt er sür diese Ansprüche verantwortlich. Die Eigenthümer der adzutretcnden Grundstücke müffrn von der Zustellung dieser Bi-kannlmcchung au zu neuen Anlagen oder zu einer von der bisherigen, bezw. der gewöhnlichen abweichenden Art der Bewirthschaftung die Genehmigung der Antragstellerin einholen, widrigenfalls eine Ent- fchädigung demnächst nur insoweit verlangt werden kann, als durch di- Veränderung auch für den öffentlichen Zweck, für welchen die Enteignung geschieht, der Werth des Gelände» erhöht worden ist Räumt der Eigenthümer einem Anderen von dem Zeitpunkte der Zustellung an ein dingliches Recht an dem zu enteignenden Grundstücke oder ein persönliches Recht an deffen Benutzung ohne Genehmigung der Aritragstellerin ein, so steht jenem Anderen eine besondere Entschädigung nicht zu. In dem Termin, Montag den 22. November l. I., wird zugleich über die Höhe der Entschädigung und die mit ßhr zusammenhängenden Fragen verhandelt werden. Fall» öie Betheiligten bis -um 10. November I. I. sich Liber d.e drei Sachverständigen nicht geeinigt haben und diese der Commission nicht bezeichnen, werden dieselben von der Localcomm.sston ernannt werden. Die Eigenthümer der zu enteignenden Grundstück-: werden endlich ausgeforderr, bi» zum 10. November l. I ein nicht detheiligteS Ortsvorstandsmitglied der Stadt Gießen oder einer benachbarten Gemeinde zu bezeichnen, welches nach Art. 30 Z'ffer 4 de» Gesetzes vom 26. Juli 1884 der Com- Mission anzugehören hat. Dieses Mitglied haben die Eigen- tihümer gemeinschaftlich durch Wahl zu bestimmen, bet Stimmen- l gleichheit entscheidet doS LooS. Kommen dte Eigenthümer dieser Aufforderung bis zu dem bestimmten Termine nicht nach, so wird das CommisfiovSmitglied durch den Vorfitzendeu der Commission ernannt werden. Gießen, den 26. October 1897. Großherzogliches KreiSamt Gießen. v. Gagern. Fürst Bismarck und die Enthüllungen der „Nuova Antologia". Als vor einiger Zeit in dem in der Ueberschrtft genannten italienischen Blatte die bekannten „Enthüllungen" erschienen, da sah man fragend zu dem deutschen Staatsmann, welcher am besten Auskunft geben konnte, ob dte Robilant'ichen Erklärungen auf Wahrheit beruhen. Bekanntlich hatte obige Zeitschrift einen Brief deS früheren Ministers des Aeußern, Grafen Robilant veröffentlicht, den dieser im Jahre 1886 an den damaligen Botschafter in Berlin, de Launoy, gerichtet hatte betreffs seiner Bereitwilligkeit zur Erneuerung de» Dreibundes. Wie bereit« gemeldet worden ist, hatte der Minister dem Fürsten BiSmarck den Vorwurf gemacht, keine Schritte gethan zu haben, um eine practische Annäherung an Italien anzubahnen, weßhalb Robilant der unfruchtbaren Allenz müde sei, umsomehr al» er der Ueberzeugung sein zu dürsen glaube, daß die Allianz Italien niemals Etwas etvbrtngen werde. Robilant verlangte dann in dem Briefe, daß Fürst Bismarck dtc Initiative zur Einleitung von Verhandlungen ergreife, denn bet dem ersten Abschluß der Allianz habe Italien den Fehler begangen, allzu eifrig dte Initiative ergriffen zu haben. Graf Robilant sei ferner der festen Ueberzeugung, daß Italiens Heil nicht im Festhalten am Dreibund liege, sondern im Einvernehmen mit England, weßhalb er als Vorbedingung für dte Erneuerung des Dreibunds eine vorherige Abmachung mit England verlangte, die er dann auch durchführte. Fürst Bismarck nimmt jetzt zu diesen sogenannten Enthüllungen das Wort und legt vor allen Dingen daS Ber- hältntß dar, in welchem er zu dem Königreich Italien gestanden hat und auch heute noch steht. Der Dreibund ist geschloffen worden zu einer Zett, als Deutschland bereits den Gipfel feiner Macht erreicht hatte, aber auch Befürchtungen haben mußte, daß diese Fülle von Macht Ntid und Etferiucht erregen werde, dte Veranlassung zu hinterlistigen Angriffen werden könnten. DaS Deutsche Reich gab also und nahm zugleich, als es die Trippelallianz abschloß- es wollte schützen und geschützt werden. Keiner der den Dreibund schließenden Staaten wollte damals in den beiden anderen Staaten den Eindruck erwecken, als ob man großes Gewicht auf dte Erneuerung des BündniffrS lege, und danach handelte auch Fürst Bismarck, welcher besonders Italien gegenüber bei der Entrirung von politischen Geschäften eine größere Reserve beobachten zu müffen glaubte. Weßhalb der Fürst dieser Ansicht war, ist wohl unschwer zu errathen, da eS damals — wie auch jetzt noch — Kreise in Italien gab, welche ein H nneigen nach Frankreich als nothwendig erachteten. Es ist ja ein off-neS Geheimniß, daß Italien 1mJadrel870 nur durch Rücksichten auf seine innere Politik abgedalten wurde, mit Frankreich zu pactiren. Wenn also Fürst BiSmarck später dem Königreiche Italien gegenüber sich recht zurückhaltend zeigte, so war dies erklärlich- persönliche Abneigung gegen den Grafen Robilant ist jedenfalls nicht daS Leitmotiv BiSmarckS gewesen. Schon mehrfach ist die Frage aufgeworfen worden, ob denn die Zugehörigkeit Italiens zum Dreibunde für Oesterreich-Ungarn und Deutschland von so großem Werthe fei; insbesondere fanden diesbezügliche Erörterungen statt, als sich in dem letzten erythräiichen Kriege zeigte, wie mangelhaft organifirt die italienische Armee war. Fürst Bismarck sieht den Werth dieser Zugehörtgkeit darin, daß dadurch Italien dem Etvflufle Frankreichs entzogen und daß indirrct die HeereSmacht der beiden anderen Staaten im Kriegsfälle insofern gestärkt werde, als Oesterreich Ungarn sich nicht um die Sicherung der eigenen italienischen Grenze zu kümmern brauche. Jedenfalls um ntcht die öffentliche Meinung in Italien durch ollzu erhebliche Ausgaben für HeereSzwecke gegen den Dreibund einzunehmen, hat Fürst Bismarck, wie e» in der Zuschrift an dte „Leipz. N. N." heißt, in welcher diese Anschauungen des Altreichskanzlers zum Ausdruck kommen, niema'S einen Druck auf Italien auSzuüben versucht. Die Finanzen deS Landes find bekanntlich nicht allzu glänzend und legen der Regierung die größte Sparsamkeit auf, weshalb sie ihre Ausgaben für HeereSzwecke mehr einlchränken muß, als es vielleicht im Jntereffe der Schlagfertigkeit de» DreibundeS liegt. Wie schon gesagt, Fürst BiSmarck hielt dte Erhaltung Italiens innerhalb der Tripelallianz für so wichtig, daß er dem Königreiche möglichst weit entgegen kam und, wie wir bereits wiffen, auch wieder dte ersten Schritte zur Erneuerung deS Bundes thar. Bezüglich deS BündniflrS, welches Italien mit England abgeschloffen hat, steht Fürst BiSmarck auf dem Standpunkte, daß e» jedem Staate unbenommen sei, seine Sovdertntereffen durch Verträge sicher zu stellen. Denn es ist ja selbstverständlich, daß die Tripelallianz nicht nach allen Richtungen hin Deckung gewährt- und eben so, wie er selbst jenen Neutralitätsvertrag mit Rußland abschloß, deffen Bekanntwerden vor einiger Zeit so viel Staub aufwirbelte, gestand er dieselben Rechte auch den beiden Bundesgenossen zu. Ueberbh» erkannte der Fürst, daß für Italien ein Bündniß mit England eine zwingende Nothwendigkeit sei, um bei einem Kampfe um die Herrschaft im Mittelmeer nicht allzu sehr gefährdet zu werden. AuS allem oben Gesagten geht aber hervor, daß die Enthüllungen der „Nuova Antologia" gar nicht da» Aufsehen verdienen, welches sie vielfach erregt haben, daß insbesondere die deutsche Regierung den Sachverhalt, welcher dort enthüllt werden sollte, schon längst kannte und danach ihre Maßregeln getroffen hatte. (xx) Steifte Wolff» telegraphische« Correfpondmz-Bureau. Darmstadt, 27. October. Kaiserin Alexandra empfing heute den preußischen Gesandten v d. Goltz. — Prinzessin Victoria von Schleswig-Holstein ist Abends hier elngetxoffen. — Kaiser Nikolaus besuchte mit dem Großherzog Abends das OifizierScafino feine» Dragoner-Regiments unb verweilte daselbst gegen eine Stunde. Daraus besuchten die Fürstlichkeiten daß Theater. Pari«, 27. October. Die HeereScommisfion der Kammer hat heute die Vorlage einer Zerlegung beß 6. Armeecorps in zwei Corps einstimmig angenommen. Zum Berichterstatter der Commission wurde MeziereS ernannt. London, 27. October. Wie ein Telegramm aus Glasgow meldet, haben die Maschinenbauer sich entschloffen, ihre Forderung betreffend die wöchentliche Arbeitszeit von 48 Stunden zurückzuztehen. Eine Besprechung mit den Arbeitgebern wird wahrscheinlich binnen einer Woche stattfinden. Depesche« bei Bureau »Herold.* Berlin, 27. October. Die „Deutsche TageSztg." schreibt: AuS BundeSrathekreisen wird versichert, daß die feste Absicht besteht, den Reichstag erst Anfang December einzuberufru. Berlin, 27. October. In einer Unterredung, die e n Mitarbeiter der „Post" mit dem gegenwärtig in Berlin weilenden Fürsten MestscherSki, dem Herausgeber des „GtaShdanin", der bekanntlich eine einflußreiche politische Rolle in Rußland spielt, hatte, erklärte der Fürst, daß er sich demnächst nach Paris begeben werde, um dort mit mehreren politischen Persönlichkeiten zu conferiren. Sein Berliner Aufenthalt habe keinen politischen Zweck. Im weiteren Verlaufe der Unterredung erklärte der Fürst, er fei vollkommen von der Existenz einer russisch-französischen Allianz auf dem Papier überzeugt, wie er dies ja auch unlängst gegenüber einem Vertreter deS Pariser „Radical" bemerkt habe. In zahlreichen politischen Kreisen Rußland- herrsche die gleiche Ansicht. Natürlich schließe daS ein russisch-französisches FreundschaftSverhältniß nicht au». Al» die einzige Politik der Zukunft bezeichnete der Fürst: Rußland und Frankreich im Verein mit Deutschland. England halte er für den Feind von ganz Europa, gegen da» Rußland, Deut'ch'.and und Frankreich fest zusammenstehen müßten. Am Schluffe des Gesprächs bemerkte der Fürst noch, daß Herr Nelidow nur kurze Zeit auf dem Posten in Rom sein werde, da er für den Pariser Botschafterposten auSsehen fei. Berlin, 27. October. Gestern Abend fand im Neuen Palai» anläßlich der Anwefenheit deS Großfürsten Michael von Rußland eine größere Abendtafel statt. Heute Morgen empfing der Kaiser die Vorträge de» Chefs des CivilcabinetS v. LucanuS und deS StaatSsecretärS deS ReichSmarineamtS Contreadmiral Tirpitz. Berlin, 27. Oktober. Wie die „Deutsche TageSztg." gegenüber anders lautenden Meldungen erfährt, ist an unterrichteten Stellen nichts davon bekannt, daß die diesjährigen Wintermanöver den Umfang früherer ähnlicher Uebungen nicht überschreiten werden. Berlin, 27. October. Am 12. November werden hier drei österreichische ReichSrathS Abgeordnete, darunter der Abgeordnete Wolff, in einer öffentlichenVersamrnlnng über die Lage der Deutschen in Oesterreich sprechen. Frankfurt o. M., 27. Oetober. öle der Darmstädter Correspoudent der „Frkf. Ztg." au- Hoskreisen erfährt, sei der Fall Darmstadt Karlsruhe erledigt. Da- Gefühl der Kränkung, da- der Großherzog von Baden durch die kurze telegraphische Form der Ablehnung seine- Besuch» empfuuden hat, ist durch die friedliche Au-sprache der Herrscher beseitigt. Jede Verstimmung auf beiden Seiten sei gehoben. Münster i. W.. 27. October. Heute Vormittag fand in Anwesenheit de- Prinzen Friedrich Leopold hier« selbst die Enthüllung de- Denkmal- Kaiser Wilhelms I. statt. Lübeck. 27. October. Der seit fast fieben Monaten andauernde Strike der hiesigen Möbeltischler ist jetzt mit der Niederlage der Sinkenden beendet worden. Prag, 27. October. „Narodoh Lisch" bringt folgende kaum glaubliche Sensationsnachricht au- Belgrad: Exkönig Milan sei ohne Vermittelung de-König-Alexander beim Metropoliten Michael erschienen, um eine definitive Entscheidung von der Exkönigin Natalie zu erlangen, weil er sich behufs Erhaltung der Dynastie wieder verheirathen wolle. König Alexander sei krank und würde sich ioS AuSlaad begeben, wo er eine medicintsche Capacität an der Hand habe. Er würde den KönigStitel beibehalten, während Milan unter dem Titel König-Vater in Belgrad regiere. Die Angelegen« hett fei zwischen Milan und dem Metropoliten noch in der Schwebe. Rom, 27. October. Der Papst wird im nächsten Confistorinm eine Ansprache halten, worin er gegen die anti« clericalen Rundschreiben RudtntS protestirt. Ferner werden die Katholiken Italiens aufgefordert werben, sich durch diese Rundschreiben nicht beirren zu laffen. Brüssel, 27. October. Ein junger Postbeamter, welcher 19 Einschreibebriefe unterschlagen hatte, wurde gestern hier verhaftet. Pari-, 27. October. Die Vertreter der Regierung und der Socialtsten sprachen sich gestern in der allgemeinen Be» rathung günstig über den Entwurf auS, welcher die Arbeit« gebet verpflichtet, Beiträge zu liefern für die Bildung einer internationalen Kasse zu Gunsten verunglückter Arbeiter. Madrid, 27. October. Jo RegierungSkretsen wird die Situation zwischen Spanien und Amerika al» etne höchst ernste bezeichnet. Da- Gerücht, daß die Regierung die Vermittelung der Vereinigten Staaten in der Cubafrage angenommen habe, wird al- erfunden bezeichnet. Loudon, 27. October. Die strikenden Mechaniker erhielten gestern 1400 Pfund al- Beitrag zur Strikekafie. Die Gesellschaft der Dampfwagen-Arbetter lieh ihnen 8000 Pfund ohne Zinsen. Kauea, 27. October. In Kandia herrscht voller Aufruhr, die Muhamedauer und Christen liefern sich täglich blutige Kämpfe. Die dortigen Streitkräfte der internationalen Flotte stellen sich al- vollständig ungenügend heraus. Kauea, 27. October. Die gestern zusammengetreteue Natioual.Verfammlung wird eine Denkschrift an die Mächte richten, in welcher erklärt wird, daß die Belassung türkischer Garnisonen auf Kreta die Autonomie illusorisch mache und den Ausbruch neuer Unruhen zur Folge haben würde. Berlin, 28. October. Profefior Reinhold hielt gestern Abend an der hiesigen Universität vor sehr zahlreichem Auditorium seine Antrittsvorlesung über Geschichte, Kritik und Aussichtslosigkeit de-Sozialismus Der Redner, welcher mit Beifallstrampeln und Zischen empfangen wurde, legte den Unterschied zwischen dem politischen und wiffenschaftlichen Sozialismus bar. Mit dem politischen werde der Staat fertig werden, nicht so mit dem eigentlichen Sozialismus als collectivistische oder communistische ProducttonSwetse. Dieses sei eines der größten Probleme der Menschheit, daS sich von Generation zu Generation wälze. Lauter Beifall erscholl, als der Profefior au-führte, daß die Verfechter des Sozialismus nicht zur Rohheit und Gewalt feien, sondern da» Recht einer Idee und daß der in den großen Persönlichkeiten concentrirte Geist nicht mit Soldaten, sondern wieder mit Geist bekämpft werden müfien. Berlin, 28. October. Die „Natioualztg." hat Grund zu der Annahme, daß die Entscheidung über die Reform des Mtlitärstraf «Verfahren» nun, da Fürst Hohen« lohe von der Absicht, einen seine Versprechung ausfüllenden Entwurf dem Reichstage vorzulegeu festhält, auch die Entscheidung Über das Verbleiben deS Fürsten an der Spitze der Reichs» und preußischen Regierung nahe bevorsteht. Anscheinend habe auch die neueste Erklärung de» bayerischen Krieg-ministerS zur Zuspitzung der Situation beigetrageu. Fürst Hohenlohe habe nach seinem Eintreffen in Berlin seiner Auffafiung diesen Ausdruck gegeben. Berlin, 28. October. Frhr. v. Marschall ist gestern nach seiner Besitzung In Baden ab gereift. Berlin, 28. October. Der türkische Botschafter, Ghulib Bey, hat sich gestern nach Konstantinopel begeben. Wie daS „©eil. Tgbl." vernimmt, wird er auf seinen hiesigen Posten nicht wieder zurückkehren. Elberfeld, 28. October. Die Strafkammer verurtheilte den Herausgeber de» Elberfelder socialdemokratischen Organ» „Freie Presse", Grimpe, wegen Beleidigung de» Bürger» meister» von Remscheid zu drei Monaten und wegen Beleidigung eine» StaatSauwalt» zu zwei Monaten Gesängutß. Beide Urthetle wurden zu einer Gesammtstrafe von vier Monaten zusammengezogev. Außerdem wurde auf Publication de» Urtheil» io sieben Zeitungen und aus die üblichen Neben- strafen erkannt. Brussel, 28. October. Die Regierung untersagte da» Weiter-Erscheinen de» jungtürkischeu Blatte» „Mechveret" wegen Beleidigung deS Sultans. Locales uwb provinzielles Bietzen, 28. October 1897. •• Unser Keammarkt stand gestern unter dem Zeichen der Zwiebeln/ ca. 7—800 Crr. dieses gewürzigeu Knollengewächse», meistens Früchte au» der Wetterau, waren auf Oswald» Garten angefahren, wo sich schon am Vormittag ein lebhafter Handel entwickelte. Die Waare war gegen da» Vorjahr erheblich theurer. Die Verkäufer verlangten hohe Preise und die erschienenen Käufer mußten tüchtig feilschen. Für beste Waare wurden 6 Mk. der Ceotner bezahlt, geringere Waare kostete Mk. 4.50 bi» 5.50. Bei Abnahme kleinerer Quantitäten mußte noch ein Aufschlag bezahlt werden. •• Oberhesfische Bahnen. Zu der Blätter-Meldung, daß auf der Strecke Gießen-Fulda cn zweites Geleis gelegt werden soll, bemerkt der „Lauterbacher Anzeiger": Wie erzählt wird, ist vorerst nur die Strecke Alsfeld—Gießen für ein zweites Geleis in Vorschlag gebracht worden, e» dürfte jedoch noch eine geraume Zeit vergehen, bis dasselbe wirklich gebaut wird. Von dem Weiterbau der Linie Salzschlirf— Schlitz nach HerSfeld hört man fast gar nicht- mehr. Dagegen hat die projectirte Concurrenzlinie Alsfeld—HerSfeld sehr viel Anhänger gesunden. Wäre die Bahn von Schlitz nach Lauterbach und nicht nach Salzschlirf erbaut worden, so wäre ganz sicher da- Projekt einer Bahnlinie von Alsfeld nach HerSfeld nicht aufgeraucht, sondern die Linie würde von Schlitz au- nach HerSfeld oder Hünfeld weiter geführt werden, und hätte dieselbe dann einen sehr starken Durchgangsverkehr von Thüringen auS erhalten. Sollte die Linie Alsfeld—HerSfeld wirklich gebaut werden, so würde die Linie Salzschlirf—Schlitz bei Nieder«Aula in diese Linie eiomünden. Der Durchgangsverkehr von Thüringen aus dürfte jedoch größtentheil- über Alsfeld laufen. **-e- Da» gegenwärtige Baujahr 1897 hat uns außer mehreren größeren Neubauten, deren Besprechung wir einem späteren Artikel Vorbehalten, auch zwei Restaurationen kirchlicher Gebäude aufzuwetsen, die eine nähere Erwähnung verdienen. Wir meinen die in diesen Blättern schon berührten Restaurationen an der Stadtkirche und an der Kirche der katholischen Gemeinde. Die Erbauung beider Kirchen fällt in die erste Hälfte unseres Jahrhunderts, eine Zeit, in welcher man den Schwulst des BarokftilS aufgegeben, dafür aber in den entgegengesetzten Fehler der allzugroßen Nüchternheit gefallen ist. Fenster» und Thürbekleidungen waren oft ohne alles Profil und die Wände nur äußerst selten von einem die Eintönigkeit der Wände unterbrechenden Pfeiler, einer Ltsana oder einer Quergurte ausgestattet. An der Stadtkirche hat man eS für angezeigt gefunden, die Eingänge mit einem antiken Portikus auSzustatten, deren Hausteine im Laufe der Zeit mehrfach Schaden genommen hatten und einer AuSbefferung bedurften. Jeder Kunstfreund wird eS der Bauleitung zu Dank wiffen, daß dieselbe den schönen Pal- mettenfrie», welcher fich eben um das Gebäude herumzieht, erhalten hat, war er doch bisher da» Einzige, welches die früher so öden Wände belebte. Die neu eingesetzten Fenster» bekletdungen mit kräftiger Profilirung und einige Gchrift- tafeln in feiner Stilifirung machen eben einen ganz anderen Eindruck. Wem eS noch zweifelhaft sein sollte, welchem Zwecke dieser Bau dient, kann sich durch daS Über dem südlichen Giebel sich erhebende, zwar von leichtem Material hergestellte, aber massiv sich präsentireude Kreuz, deffen Enden in Kleeblattform gehalten find, otienttren. Der östliche Eingang, ebenfalls mit einem antiken Portikus auSge- stattet, kommt nun durch die Erweiterung der Straße infolge der Fluchtoeränderung des Carlö'schen Hauses, beffer zur Geltung. Der infolge vieler Bauveränderungen an den Mauern nothwendig gewordene Verputz gtebt dem früher so düfteru Ansehen deS Baues ein freundliches Gewand. Bezüglich der inneren Erneuerung der Kirche, welche noch nicht vollendet ist, wollen wir nur noch die practilche Veränderung erwähnen, daß man die frühere Holzstiege zu den Emporen, welche bei FeuerSgefahr ein größeres Unglück hätte üeran« lasten können, durch eine feuersichere Steintreppe ersetzt hat. Während man hier den Verputz sorgfältig herstellte, ist man bei der Restauration der katholischen Kirche in entgegengesetzter Weise oorgegangen. H er hat auf den vielfach glatt bearbeiteten Mauerflächen der Verputz nur sehr schwer gehalten und bet jedem Wltterungswechsel im Herbst und Winter fielen größere Theile dc» Verputzes ab, welches selbstverständlich dem Ganzen nicht zur Zierde gereichte. Auch wäre eß für daS schöne Baumaterial, daS fich beim Entfernen de» VetputzeS zeigte, Schade gewesen, wenn man dasselbe wieder unter der alles deckenden Tünche hätte begraben wollen. Praclischer erschien in diesem Falle eine AuSfugung mit Zementmörtel und Auswechselung einiger schadhasten Stellen mit neuem Material. In den unteren Theilen deS Baues, etwa bis an die Fensterbänke, hat auch da» AuSfugen mit dunklem Stoff auf die schönen, rothen Sandsteine, deren LängSfugen mit den Stoßfugen regelrechte Vierecke bildeten, ein gefälliges Ansehen ergeben. Nicht so angenehm gestaltete fich die AuSfugung in den höheren Mauerpartien, wo man mit geringerem Material baute und wo die breiten, grauen Mörtelfugen den schönen, rothen Sandstein vielfach übertönen. In Bezug auf ein gefälligere» Ansehen wäre eß vielleicht beffer gewesen, wenn man den Mörtel mit einer wetterfesten, rothen Farbe versetzt hätte, welche die dunklen Fugen weniger auffällig hätte erscheinen laffen. Wir haben in der Frankfurterstraße zwei Bauten, welche auch au» un« bearbeiteten Bruchsteinen hergestellt find und deren Aeußere» nicht unangenehm auffällt. Wir meinen da» Verwaltung»« gtbaube der Oberhesfischen Bahn und baß große Eckhau» an der Wieseckorücke. An den Mauerflächen beider Gebäude find die Steinfugen wenig sichtbar und wie eß unß scheint, auch auf die von un» bemerkte Art behandelt. Eine schöne Farbe hilft bekanntlich viel Über die Mängel de» Material» und der Form hinweg. Allerdings wird auch hier der Einfluß der Witterung dte Gegensätze zwischen der rothen und grauen Farbe bald weniger auffällig erscheinen laffen und der Rauch 1 der dort oft verkehrenden Locomotiven nach der modernen Malermanier grau in grau malen. • • 3a den Eiseubahnstockaogen. Man schreibt dem „Mainzer Anzeiger": Dte starken Verkehr-verhältniffe auf den Strecken der königl. preußischen und großh. hessischen Eisenbahnverwaltung werden Beranlafiung zu einer ganzen Reihe von Prozessen geben, die zum Theil bereit» ein- geleitet worden sind. Die Bahnverwaltung weigerte fich nämlich, die Forderungen der geschädigten Raufleute zu erfüllen. Besonders hohe Forderungen find von den Mainzer Hopsen« Handlungen gegen die Bahnverwaltung eingeklagt worden, denn gerade mitten in bie Hopfenernte fielen die Verkehr», störungen. Ungeheure Mengen Hopfen, die nach Mainz unter» wegS waren, die aber nicht rechtzeitig an ihre Adresse gelangten, find vollständig zu Grunde gegangen und dadurch zur Bierfabrikation untauglich geworden. Der durch die Um» stände verursachte Schaden einer Hopfenhandlung allein soll 8000 Mk. betragen. Auch eine Reihe anderer geschädigter Firmen hat in der gleichen Weise Klage erhoben, so Gemüsehandlungen, deren Sendungen gleichsall» durch den langen Transport verdorben find. • • Lasset die Dächer prüfen. Die Dächer zu prüfen, ,st jetzt von großer Bedeutung. Nur eine kleine Oeffnung ober Spalte läßt Regen unb Schnee in reichlichem Maße eindringen unb befördert die Nässe unb Fäulniß in den Räumen. Eine rechtzeitige AuSbefferung erspart einen größeren Schaden, da die Fäulniß immer weiter frißt. Auch bie Gefimse sind einer Untersuchung zu unterziehen, da fich kleine Riffe durch den Frost vergrößern und später ganze Stücke herabfallcn. * * Die Frage, ob Wein ein Heilmittel im Sinne de» Krankenkassengesetze» ist und demzufolge die Kranken« kaffe bei ärztlicher Anordnung dafür aufzukommen hat, tft jetzt in bejahendem Sinne entschieden worben. Da» preußische Provinzial Mebicinalcollegium hat fich in einem Gutachten dahin ausgesprochen, baß Wein in verschiebenen Krankheitsfällen, sowie bei Genesenben ein wichtiges Stärkungsmittel bilde und mithin deffen Lieferung für den Patienten gleichfalls unter die Pflichten der Krankenkaffe zu rechnen fei. • * * Wetterbericht. Der Kern de» barometrischen Maximums hat feine Lage beibehalten und sogar noch etwa» an Intensität gewonnen. Im Uebrigen ist die Luftbruckverthe* lung ganz die gleiche geblieben unb hat bemjufolge auch der WitlerungScharacter keine Aevderung erlitten. In bin Morgenstunden herrscht vielfach Nebel/ unter TagS ist aber der Himmel meist wolkenlos. — Voraussichtliche Witte« rung: Fortdauer der bestehenden Witterung. t. Grnnberg, 27. October. In unserer Stadt ist man gegenwärtig mit den Vorbereitungen zu der nächsten SomStag und Sonntag stattfindendeu Einweihungsfeier der neuerbauten Turnhalle beschäftigt. Für bie Vorfeier am Samstag sowohl wie für bie Hauptfeier tft ein äußerst reichhaltiges, bea Fefttheiluehmern viel Unterhaltung bletetv des Programm vorgesehen, zu deffen Bereicherung die Capell-. deS Hanauer Ulanen Regiments engagirt ist. Zur Theilnahme an dem Feste haben fich bereit» eine größere Anzahl von Nachbarvereinen angemelbet unb können wir besonders auf ein recht zahlreiches Erscheinen ber Mitglieber derjenigen von Gießen, AlSfelb, Lollar rc. rechnen. — Um den auswärtigen Gästen, welche hierzu Lust tragen, auch die Theilnahme am Balle zu ermöglichen, ist eine stattliche Anzahl von Freiquanieren bereitgestellt. Hält die gegenwärtige Pracht volle Witterung an, so dürfte, ben umfassenden Vorbereitungen nach zu schließen, baS Fest einen glänzenden Verlaus nehmen. Auf nach Grünberg zur Turnhallen-Einweihung! sei deshalb die Losung für die Turner unb Turnfreunbe be» Gaue« Hessen. ♦ Berlin, 27. October. Zwei Mütter stauben vorgestern hier vor Gericht, von benen bie eine wegen Miß hanblung ihres KinbeS zu drei Monaten Gefängniß ber- urtheilt wurde, die andere zu fünf Monaten Gefüngniß, weil fie betrogen hatte, um Nahrungsmittel für ihr bungernbe« Kind zu schaffen. Welche Gegensätze unb welche Tragik be« Lebens! Fürwahr: bie Dramen, welche fich in ber Wirklichkeit abspielen, machen einen viel größeren Etnbruck, als da« abgeblaßte Spiel deS Theater«. * Der Liebesroman eines Berliner Profefior». Ein junge» Mädchen aus der Provinz Polen, deffen Baier Barbier ist, fand auf einem Gute in Schlesien eine untergeordnete Dienststelle. Dort verkehrte auch während seiner Ferienzeit ein schon bejahrter Verwandter der betr. Herrschaft, ein mit GlückSgütern reich gesegneter Professor au« Berlin, der zu dem Mädchen eine solche Zuneigung erfaßte, daß er beschloß, eS zu seiner Frau zu machen. Natürlich hat die kleine Posenerin den HeirathSavtrag mit Freuden angenommen. Der glückliche Bräutigam wollte die zukünftige Frau Professor aber schon jetzt aller irdischen Sorgen entheben, weß halb er ihr dieser Tage ein Capital von 60000 Mk. ver schrieben hat. Die hierauf bezügliche ©tifiunglurfunbe wurdk in Gegenwart be« Schwiegervater» unterzeichnet. • AuS dem bchtüleden berichtet bie „Deutsche Lehrer- Zeitung": In einer Anstalt finbet ber aufsichtführende Lehrer alle Zöglinge in ben brei Schlasfälen schlafend, obgleich bie Glocke schon bie Zeit be» AusstehenS verkünbei hatte. Da schrieb ber Lehrer an die Thüren je folgenbd Wort: „Ein schlafenber Fuch» fängt fein Huhn", „Morgen stunde hat Golb im Munbe" unb „Wach auf, mein Herz, unb finge". AIS er nach einiger Zeit zum ersten Schlaf' faale zurückkehrt, finbet er unter seiner Schrift folgende! BerSlein: „Wer lange schläft, ber schläft fich warm, — Wer früh oufsteht, ber ißt fich arm." • Hinan, 27. October. Für die Manöver« Flur» schäben müssen im Kreise Hanau laut „Hanauer Anz." 480,000 bi» 490,000 Mk. vergütet werden. „ Stab« ntM* tln idjfitteti sttvor. » 1'^3« alte» Rtnb Detroit: F'.awaen eine Leiche, io» ist- $ • Stt Wam®. pjfl tu büts gj bibb’n 6 gtwen.1 $ PalaiS i» qaübizro D> - Ol sei wir jach ® • Rin Obersötstet Mbbiedtn - D ^otwerve .'itwpotf tu - £ei Matretft jtjforten. - Sn Nminter btt -esuchrti an aünflifltr Sri fiicultfit rur tarnen studi' Be Die jun lttaßc, j Äieseck. iRannr-.Si mb bchreii Somrsl Bort nrntüd) vei Mngungen ■Mftunben Ms $oibnid Termin einp ZMagrs ©itfeen, 5 Do Be Die zur, mauer und S Qn bet fatj m der ßiel (itb- unb Schlosser- un ’Wid) nex) iitgen mähr 8'mmer geböte au kannten 5 Zuschlag- Gießen, $ Da Jiäiil. He«, Vch Mm unserer Statt ist man |u -er nächsten Samltij oeihllngSseier der tigt Pr blt Vorfeier nptfeier iK ein äußerst : Uneerhaltnng bieten- inüchrrunh tu xt P. Km it W M“ nntn tt\t btM«4 fl»l t Mlsibtt btqtnlfitn chnrv. - Um bin aal' st tragen, and) Mi W eine stattliche Anzch W die gegenväriige Plach>^ msaffenben Coibe« W Lazenben verlaus^ i.Sinlveihung! iei W Tnrnsreunbe bet ei Müttir H« » rat« bi< tlw ® ®*n * । jjiroiti« 8** l(l ?«&*** d-«-° ,*!',,««* iitn < " "'tw1' » bl,r' Ä »« >' ftflok 0118 ® c ni- Ä z-.- d>- l*Ltbin, «** .•iS? S out «?i° w b Koch oULtn , *4 5>' 1 und ntDÄ auf kl ÄMWfe iutn T eil ^.^-n ■Sw,J* n Röufleut, Diwi \rI?n öle Verleb ' 'J*® Matze eia. 8aa,nl6 ta ben Mam p”1. ri°e° firShrrea toeit« scht. «uch die Erjtehen, da fich kleine anb W« fianzr Stücke Hatttel Im 6tDiu hl demzufolge die Kranken. *r auszukommen hat, Ist worden. Dafiprenhiite stch in einem Gutachi!- vtrichiedenen Kravkheitt- oichtigeö StärknngtmiNei ür den Paiirnten gltlt ukaffe zu rechnen sei. beS darometriichen Mm nd sogar noch etwas« i ist die Lasldruckvetthk hat demzufolge auch in iiDfi erliuen. In d» )d; unter Tag- ist adei eauSsichtliche Witte- Bitterung. * Köln, 27. October. Beim Abbrechen eines alten, zur Stadtumwallung gehörenden Thurmes stürzte Nach« mittags ein Gewölbe eia, wobei mehrere Arbeiter ver- schüttet wurden Die Feuerwehr holte vier Schwerverletzte hervor. Abends ist einer auf dem Transport zum HoSpital gestorben. * In Suhl hat eine Frau, wahrend fie ihr 9 Monate altes Kind auf dem Arme trug, in ein offenes Feuer Petroleum gegossen- sofort standen Mutter und Kind in Flammen und bereits am nächsten Vormittag war letzteres eine Leiche, während der Zustand der Frau nahezu hoffnungslos ist. Mächte dieser traurige Vorfall zur Warnung dienen. * Greifswald, 25. October. Der Kaiserin hatte der plattdeutsche Verein „Fritz Reuter" in Greifswald folgendes Telegramm zu ihrem Geburtstage gesandt: „Du Dördrld oan en dütsche Fru — För di stahn tot in Leiv UN Tru. — Wi bidd'n Gott, hei mag di getoen — En rik gesegnet langes Lewen." Darauf traf folgende Antwort aus dem Neuen Palais in Potsdam ein. „De Kaiserin seggt vielen und gnädigen Dank — Vor't true Hart un den sründlichen Gruß, — Ok sei lewt dat Plattdütsch ehr Lewen lang — Drum wir juch Wünsch ehr en hartlich Genuß. Graf Keller." • Königfiberg i. P, 26. October. In Ltplacken in der Oberförsterei Tapiau wurde der königl. Förster Komm von Wilddieben erschossen. Schiffsnachrrchten. — Der Postdampfer „Soulhwark" der „Red Star Linie" io Antwerpen ist laut Telegramm am 26. October wohlbehalten in Newyotk angekommen. Universität- - Nachrichten. — Der ordentliche Proseffor für g meines und österreichisches Privatrecht an der Universität Wien, Dr. Franz Hofmann, ist gestorben. — An der Universität Wien sind im Ganzen 34 Hörerinnen, darunter drei ordentliche, ausgenommen und 20 Damen mit ihren Gesuchen an daS Unterrichtsministerium gewiesen worden, sodaß bet günstiger Erledigung die Zahl der Studentinnen an der philosophischen Facultät rund 60 betragen dürste Von den 34 aufgenommknen Damen studiren 4 Naturwissenschaften, 7 Mathematik und Physik, 13 Geschichte und Germanistik, 8 Philosophie, eine Humanistik und eine Kunstgeschichte. — Der Senat der Universität Moskau hat den Gebeimrath Prof Dr. Amon Dohrn, Schöpfer und Letter der zoologischen Station in Neapel, wegen seiner großen Verdienste um die Förderung der biologischen Wtffenschaften einstimmig zum Ehrenmitglied der Moskauer Universität ernannt. Wöchentliche Ueberstcht der Todesfälle ta Gieße» 43. Woche. Vom 17. October bis 23. October 1897. Einwohnerzahl: angenommen zu 23 700 (incl. 1600 Mann Militär). Sterbltchkeitsztffer: 17,54, nach Abzug der Ortsfremden 15,36%». Kinder Es starben an: Zusammen: Ervachseur: Im vom Allgem. Tuberkulose 1 Brustfellentzündung 1 Empysem 1 Lungenentzündung 1 (1) Gebtrnhautentzünd. 1 Gehirntuberkulose 1 Krämpfen 1 RhachttiS _________1 1. Lebensjahr: 2.-15. Jahr: 1 — — 1 — — — — 1 1 (1) — 1 — 1 — — 1 — — 1 — Summa: 8 (1) 2 4 (1) 2 An nr. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wte viel, der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auSwärt-x nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Gottesdienst in der Synagoge Samstag den 30. October 1897 Vorabend ö Uhr, Morgens 9 Uhr, Nachmittags 3 Uhr, SabbathauSgang 5" Ubr. Verkehr, € urzwaaren- Geschäfte führen sie. 9871 Verdingung. Die zum Ausbau der Goethe- straße, zwischen Südanlage und Wieseck, erforderlichen Erd» nnb Maurer-, Steiuhauer-, Pflaster-, Chausfir» :mb Echreinerarbeiteu sollen Donnkrslsg,4.Novkmt>erd.I, Vormittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden. Pläne, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden zur Einsicht bei uns offen (Zimmer Nr. 7). Angebote auf Vordruck sind bis zum genannten Termin einzureichen. Zuschlagsfrist 18 Tage. Gießen, 27. October 1897. Das Stadtbauamt. Schwankt. 9983 Verdingung. Die zur Herstellung einer Stützmauer und Vertiefung der Einfahrt an der katholischen Pfarrhofrailhe in der Liebigstraße erforderlichen Erd- und Maurer-, Steinhauer-, Schlaffer- und Psiafterarbeiten sollen Ssmstsg, 6. Novrmdrr d. I., Vormittags lV/9 Uhr, öffentlich verdungen werden. Pläne, Arbeitsbefchreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf Zimmer Nr. 7 bei uns offen. Angebote auf Vordruck sind bis zum genannten Termin einzureichen. Zuschlagsfrist 18 Tage Gießen, 28. October 1897. Das Stadtbauamt. Schmandt. 9982 Mitt. LMMthMv. Freibank. 9990 Heute unb morgen: Ochsensieisch Nicht ladenrein, per Pfd. 50 Pfg. ^chmein Misch nicht ladenrein, per Pfd. 52Pfa. Cmderg. Manitu empfiehlt 9974 J. M. Schulhof, ______________Marktsiraße 4._______ Irisch geschossene Hosen M frische Preiselbeere« IMS empfiehlt 9981 Hrch. Klotz, Mäusburg 17. Cafe Ebe! Frische Sendung Münchener Hofbräu eingetroffen. Auch wird dasselbe in Flaschen und Gebinden abgegeben. 9987 iSchnsferd \ JAVA- j Xkaffee/ Versuchen Sie gefl. tzcM"den vielfach preiSgekrönten-AÄI von S. Schuster lli Boiiu Damps-Kafftt-Kreuuerei ■ran gegr. 1857 moas zu 75, 80, 85, 90 und 95 Pfg. das »/2 Pfund. Verkaufsstelle: Gießen, H. Wallach, Marktplatz 8. 9962 Vermiethungen. 9964] Weg. Versetz e. Monsardenw an ruh Leute z verm. Frankfurterstr.3l. Ein Jamilienlogts per 1. 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Auch suchen wir zum Kartenverkauf an der Tageskaffe auf der Eisbahn einen im Rechnen gewandten cautionsfähigen Mann. Bewerber wollen sich unter An gäbe sertheriger Beschäftigung und zwar nur schriftlich an den Unterzeichneten wenden. 9881 Jean Kirch. Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde. 3^* Sitzung Montag den 1. November 1897, Abends SVa Uhr, im Gasthof zum Einhorn. 1) Neuere Vorgänge auf geographischem Gebiet. 2) Neuere geographische Literatur. Nur Mitglieder haben Zutritt 9966___________ Der Vorstand.____ Kaufmännischer Verein und Ortsgewerbe Verein Gießen. Freitag den 29. October, Abends S‘/2 Uhr, im Kaufmännischen Bereiushans: gyu bed föerrn Jos. Schlossmacher, SyndicuS ” der Großh. Handelskammer Offenbach. Thema: Die volkswirthschaffliehe und soziale Bedeutung des Capital-Ertrages. Der Eintritt ist für Mitglieder frei. Karten für Angehörige derselben ä 30 Pfg., für Nichtangehörige ä 75 Pfg., sind zu haben bei Herrn C. Drbig, Bahnhofstraße 30, und Herrn H. Noll, Marktplatz 1, sowie für Mttglieder des Ortsgewerbeoereins bei Fcau Beil, Asterweg 25. 9929_________________________________Die Vorstände. Giessener Freiwillige Feuerwehr. Samstag den 30. October, Abends 8 Uhr x in Aeins Garten: 42. Stiftungsfest. Concert, Theater und Tanz. 3MT Bier im Glas. TfrC 9973 Der Vorstand. Gießknrr Turnerschafl. Wir bringen unfern Mitgliedern zur Kenntniß, daß die Abfahrt nach Grünberg am Sonntag, Mittags 12 Uhr 10 Miu., stattfindet und übliche Fahrpreisermäßigung gewährt werden wird. 9978 Der Ausschuß. liefert schnell zu billigen Preisen die Brühl’sehe Univ.-Druckerei (Pietieh 4 Soheyds), Schnlatrasse 7. Felzwaaren werden fachgemäß umgeändert, Capes u. Pelze aach Maaß angchrkigt in der Kürschnerei von 9283 L. Lretzsedmar, Marktplatz 22. Steilen-Angebote. 9968] In Bureauardeite« bewanderter Herr findet für Vormittags dauernde Beschäftigung. Offerten mit GehaltSansprüchen erbeten unter U. K. 99c>8 an die Exped. d. Bl. |^^(aufgesucha^j 9991] Eine eisee«- We«deUrepfi»e zu kaufen gesucht. Teuf-lSlufigärtche« 20, I. ♦♦♦♦♦♦♦ HHMHHeettHHWH Durch Neueinrichtung und Vergrößerung einer Schneider-Werkstätte im Hause, wozu größere Räumlichkeiten nölhig werden, habe ich Bahnhofstrasse 1 Ecke Neustadt WMMWHHemMHMMeHHt Dio Beerdigung findet Samstag den öO. d M , Nachmittags 4 Uhr statt. Unsere am 18. October stattgefundene Vermahlung zeigen wir hierdurch ergebenst an 9965 W, M und Knaben-Felerin-Mäntel und Knaben-Faletots und Knaben-Loden-Joppen und Knaben-Anzüge ■essen weg-Plockstr. Idstein, im October 1897. Dr. med. Jasti und Frau, geb Eckstein. Gegründet 1866. SV Grösstes Etablissement. Büsten. Statuetten, Säulen reichhaltigster Auswahl in Terracotta. Bronce. Gyps. Elfenbeinmasse otc. mich entschlossen, einen Theil mein.r eleganten Herren- Herren- Herren- Herren- Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, un-enn innigstgeliebten Gatten, Vater, Bruder, Schwager und Onkel, Hrn. August Grüger, Schneidermeister, heute Morgen 9*/* Uhr nqd) langem, schweren Leiden in ein bessere» Jenseits abjurufen. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Grüger. Familie Plank. Familie Ackermann. Gießen und Gedern, den 27. October 1897. Die Beerdigung findet statt: Freitag den 29. Octobcr, Nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehaus, Löwengafse 17. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute Früh unser« liebe Gattin und Mutter, Frau Katharine Jungblut geb. Spanier, d:ch im 57. Lebensjahr abzurufen. Verwandte und Bekannte setzen tiefbetrübt hiervon in Kenntniss. Die trauernde Familie Jungblut. Giessen, den 28. October 1897. Ball- und Gesellschaftsfächer in jeder Preislage. Stets das Neueste der Saison. WWlM GckMkil für Einkauf von Herren- und Knaben Kleidern. Äebactian: ■_ Echeodcu — Druck uud Brrle« der vrübl'schrv UmoerfikSrs.vuch. und ©imbnidern Ptetlck A. 6d»rt>b<) w Girgen. Die heutige Kummer umfaßt 6 Sette« Herren- und Knaben-Hosen zu solch billigen Preisen zu verkaufen, wie wohl selten sonst Gelegenheit geboten werden kann. Mache gleichzeitig noch höflichst darauf aufmerksam, daß fast nur ausschließlich Neuheiten und keine zurückgesetzten Piscen dem billigen Verkauf ausgesetzt sind, und deshalb die Kaufgelegenh?it eine nur sehr günstige ist. Um auch mit dem großen Ttosslager zu räumen, wird bei Anfertigung nach Maaß während dieser Zeit auch eine Preisbegünstigung eintreten. Carl Frensdorf Heute Donnerstag Abend 7 Uhr: toffmos=Iknmitiiiii Louis Katz, Selterslveg 56 Todes-Anzeige Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, heute Morgen 7 Uhr unser liebes Söhnchen Heinrich nach kurzem Kranksein, im Alter von 1 Jahr und 4 Mo ten, zu sich zu rufen, was wir hierdurch Freunden und Bekann'.en niUtt-eilen. Die trauernde Familie Riegelmaun. B99B Gießen, den 28. October 1897. 2 Der Mcheier >»1* (ddjnnt tägl „d Ausnaho» Montagt- rtrb« 8n‘ 9 WW- Inn-Hmk 001 «flgfflbtfi Taq « DtthtB, . rnnflijubtU 29 OtiobtT 1 gemäß, jujamn uab zwar tn im ganzen Lm Utbtr alle Hl «Ürgeraiylt, I btntn sich auch wird eine gern am Zubiläom-i •• v-ckerel ist man bei Fr bestehende Bä umerziehen. (j angrwirien war Bericht zu erst Bäckermeister, die Bezirktem» zearbenet und " Mittel die Prival'Snst eine guviilung tniotiaty, mit versende' den Pe liinetehtel, die hendiaih» zu Der Eist I tstr gchellt und bit » zu bewält n We Tiienketle »ehr Nachdruck j Hundliozl - A ! a vrodweck'r "»"ich brsrie d» bot ihm ^at rin rathu ans einem Attischen und 1 Arbeit zu. , , rine tücht, k°°r° am letzte °ustaufeod bi- Hin ! e'"8, mit 'S. °°» el„, Die Seschic , 8t8§he Ex ft"nte °usta ^,denu da, ö b k” M et8' f-gti Z ,'d>- hü 1! l*“!® r>j ®thn 5?eb iw m,”11 fcr2ttö M,8f6t Sd^^ktl