rein. A ** »«tfa, isse. ioncert! cti 3« $ig. 'S. 1c IB8 des gauzxz _____5165 J. Nlitw iw )mmen habe. ! Wohlwollen besten» eim güligst bewahren tungivoll tenberg. ehe Hfl Abends 8 Uhr, 12 Uhr. M ' SlhlltMNd Mittags I biS 7 W oerebrlichni Wern in r Anstalt ju erfajrro. [♦•♦•♦• limzm !• n 10 Mk. au. rteUnng. MM libette* wagen. - Sesa-artikel. äJL ,en Preisen die v.-Druckerel Scheydi), rasse 101? 23.1» 0 0 lOtg IlB 897. lbenevte «Rente nlwb. Obl. 1 «•’St Sw sä?**’ **2, sus t» i'tirv ,SS^ ,1t.« 1899 Samstag den 29. Mai flr. 124 Erstes Blatt Drr Lietzener Anzeiger crfdjnnt täglich, mit Ausnahme de- Montags. Die Gießener Aamikienötälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Vierteljähriger AVonnementspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchnlgraße Ar.7. Fernsprecher 51. Zlints- und Anzeigeblutt für den Ttreis Gie^^n. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für de, folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Borm. 10 Uhr. Hratisöeilage: Gießener Kamilienölätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen I Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Deutscher 233. Sitzung. Mittwoch, de« 26. Mai 1897. Am BundesrathSttsche: Graf Posadowsky, von Goßler. Auf der Tagesordnung steht der Nachtragsetat betr. die Desoldungsverdefserungen. ES liegen dazu, außer den Dor- schlägen der Commission, noch vor: ein Antrag Roon, Hammacher u. Gen., das Höchstgehalt der Dtvisionspsarrer auf 4200 Mk. (statt 3900) festzusetzen: ein Antrag Bassermann, beim Heer die Buchhalter bet der Zahlstelle des 14. Armeecorps (nach der Vorlage imb den Eommtssionsbeschlüssen 1800 bis 2900 Mk., durchschnittlich 2350 Mk ), den GeheimsecretLren bet der MtlttLrkasse (1800 biS 3300, durchschnittlich 2550 Mk.) gleichzustellen. Ferner betrifft eine von dem Abg. Singer beantragte Reso- 'utton eine anderwette Regelung der Gehälter der Post-Unter - Leamten und LandbrteftrSger. Abg. Rickert (frs. Vgg.) verlangt Abschaffung des CautionS- wesens. Schatzsecretär Graf Posadowsky sagt zu, nochmals in Erwägungen etnzutreten und sich auch mit der preußischen Regierung darüber in Verbindung zu setzen. Gegebenenfalls, wenn die verbündeten Regierungen zustimmten, würde er nicht versäumen, wenn- inögltch schon in der nächsten Session eine Vorlage vorzulegen. Abg. Richter erklärt, seine Freunde würden gegen die Be- loldungserhöhungen für die Osstziere stimmen, da sie nach wie vor der Ansicht seien, daß diese Besoldungsverbesserungen nicht vorzunehmen seien ohne gleichzeitige Beseitigung des Communalsteuer- ^rtoilegS der Offiziere. Die Mehrforderungen an Besoldungen für Offiziere, Mtlttär- Lrzte u.f.w. in Tarisklasse IV und III des Wohnungsgeldzuschusses werden nach den Vorschlägen der Commission genehmigt. Desgleichen Tarifklasse II. Bet den Besoldungen für Beamte der Tartfklasse IV bedauern Abgg. Graf Roon und Zimmermann, daß wegen des Widerstrebens deS Schatzamts nicht die Gehälter für dte Zahlmeister bet den Truppen noch etwas erhöht worden seten. Abg. Lieber (Ctr.) stellt demgegenüber fest, daß der Schatz- hecretär weiter nichts gethan, als die Vorlage der verbündeten Regierungen vertreten habe. Abg. Bassermann empfiehlt seinen oben mitgetheilten Antrag. Geh. Rath Neumann bittet um Ablehnung deS Antrages, welchem Wunsche sich auch Abg. Lieber anschltetzt. Der Antrag wird abgelehnt und auch hier die Position in der von der Commission vorgeschlagenen Höhe genehmigt. Bet Tartfklasse V hat die Commission verschiedene Beamten- lLategorten bei der Postverwaltung, Bureau- und Rechnungsbeamte beim Postanweisungsamt, Postzeugamt, Telegrapbeningenierbureau, Lelegraphenapparatwerkstatt und Generalpostkaffe, Bauschretber, ferner Bureauafsistenten und Postoerwalter im Höchstgehalt um 300 Mk. und im Durchschnittsgehalt um 150 Mk. erhöht. In der Vorlage ßehlte ein derartiger Vorschlag. Auf die bezügliche Anfrage des Abg. Dr. Lieber erklärt Schatzsecretär Graf Posadowsky: Die verbündeten Regierungen hielten daran fest, daß der Reichstag nicht in der Lage ist, Besoldungserhöhungen für Categorten, welche in der Vorlage stehen, zu beschließen. Aber eS versiebt sich von selbst, daß solche Beschlüsse des HauseS durch die Zustimmung der verbündeten Regierungen bestättgt werden können. Im parlamentarischen Leben ist man ja auf Verständigung angewiesen, und ich darf wohl annehmen, daß eine solche bis zur dritten Lesung erzielt werden wird. Abg. Werner droht, dte ganze Vorlage abzulehnen, wenn der hierauf bezügliche Beschluß des Hauses vom Bundesrath ab- gelehnt werde. Abg. Lieber will auf dte staatsrechtlichen Ausführungen des Schatzsecretärs nicht näher eingehen. Dieser habe ja in Aussicht gestellt, daß die Regierungen erörtern würden, ob sie daS, was der Reichstag als heilbedürftig ansehe, heilen wollten. Damit könne man sich etnstwetlkn zufrieden geben, um so mehr, als das größere Interesse an dem Zustandekommen dieser ganzen Vorlage auf Setten der verbündeten Regierungen liege. Abg. Rickert äußert sich in gleichem Sinne. DaS Haus stimmt dem Beschluffe der Commission einstimmig zu. Weiterhin ersucht der Schatzsecretär, einen von der Commission vorgenommenen Abstrich an dem Gehalt der Rendanten des Jnvalidensonds und der Legationskasse sowie desPlan- ammer-Jnspectors wieder rückgängig zu machen. Nach kurzer Debatte entspricht das HauS diesem Ersuchen. Auch die von der Commilsion vollzogenen Abstriche an dm Gehältern der Jntmdantur- unb Bauräthe beim Heere, der Garnisonbaubeamten bet der Marine, der Oberposträthe, Posträthe und Postbauräthe bitten der Schatz- fecretär sowie Untetstaatssecretär Fischer wieder rückgängig zu machen. Das Haus beläßt es hier jedoch bei dem Beschluß der Commission. ,,, Der Eingangs erwähnte Antrag Roon betr. Divistons» Pfarrer wird nach kurzer Debatte angenommen. • Der Rest der Besoldungsvorschläge wird gemäß den Beschluffen der Commission erledigt. t , In das Dispostttv ist von der Commisiron eine Bemerkung ausgenommen, daß Besoldungsersparnisse (durch zeitweilig unbesetzte Stellen) der RetchSkasie zuzuführen sind. Dem wird zugesttmmt. Ein anderer, schon in der Regierungsvorlage enthaltener Dermerk will, daß eine Zahlung von ServiSzuschuß an die Baubeamten nicht mehr erfolgen soll, auch nicht an die bisher servis- derechtigten. Abg. Rickert beantragt, diesen Dermerk zu streichen. Dieser Antrag wird angenommen- Damit ist die Vorlage erledigt. Dte Commission schlägt bann noch vier Resolutionen vor, Mr. Erhöhung der Gehälter der StaatSsecreläre des Marine-, Justiz-, Schatz- und Postamts auf je 30000 Mark. Abg. Bebel bekämpft diese Resolution. Ohne wettere Debatte wird diese Resolution angenommen. Ebenso die Resolutionen betr. Pferdegelder bezw. nicht penfions- fLhtge Zulagen für Regimeniscommandeure, sowie bett. Ermäßigung bur Remunerationsfonds und betr. möglichste Ersparungen hierbei schon im laufenden Etatsjahre. Wie«, 28. Mai. Aus türkischer jQuelle wird gemeldet, daß Edhem Pascha zum Gouverneur des pfandweise zu besetzenden Thessaliens in Ausficht genommen sei. Ja diplomatischen Kreisen erklärt man, diese Nachricht sei keinesfalls ernst zu nehmen, da die Mächte in den letzten Tagen der Pforte in sehr entschiedener Weise zu verstehen gegeben haben, daß an eine Besetzung Thessaliens nicht zu denken sei. ES wird darauf verwiesen, daß der russische Gesandte in Athen einer bet ihm erschienenen Deputation thessalischer Notabeln erklärte, die Thessalier würden in der Lage sein, ihre heurige Ernte einzubringen. ES ist zweifellos, daß es Rußland jetzt übernommen hat, den Sultan zur Nachgiebigkeit zu bewegen, sollte derselbe wegen Abschlusses des Friedens Schwierigkeiten wachen oder eine Wiederaufnahme des Krieges planen, so würden sämmtliche Mächte, Deutschland etngeschloffen, sofort mit der Blokade Konstantinopels vorgehen. Depeschen deS Bureau »Herold/ Aussee, 27. Mai. Dem Vernehmen nach wird Kaiser Wilhelm in diesem Jahre zum Besuche deS Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe hierher kommen. TemeSvar, 27. Mai. Ein furchtbares Gewitter mit Wolkenbruch richtete hier großen Schaden an. Der Blitz schlug in da» Telephonamt ein, wodurch über hundert Apparate unbrauchbar wurden. Lemberg, 27. Mat. In vielen Gegenden Galiziens ist Hochwasser eingetreten. Die Flüsse Dniester, WereSzyca und Whewa find au» ihren Ufern getreten und haben große Verwüstungen angerichtet. Athen, 27. Mai. Die in den letzten Tagen hervor- getretene Uneinigkeit der Mächte hatte bei der hiesigen Regierung die Befürchtung hervorgerufen, daß der Krieg wieder auSbrechen werde. Der Armee wurde deßhalb die Weisung ertheilt, sich für alle Fälle bereit zu halten. Diese Befürchtung ist nun geschwunden, da dte Regierung,' wie eine offiziöse Note besagt, von England dte Erklärung erhielt, eS würde aus dem europäischen Concert ausscheiden, falls der Türkei gestattet werde, als Garantie für die KriegSentschä« digung Thessalien besetzt zu halten oder auch nur bis zur Zett der Ernte dort zu verbleiben. Endlich bcjüiroortel noch Abg. Singet seine Resolution: Gehaltserhöhung für Post Unterbeamte und ßanbbriefträger vom nächsten Etat an. Fordere man bie Regierung auf, bas Gehalt ber StaatSsecretäre um 6000 Mark zu erhöhen, so werbe eS boch wohl unmöglich sein, dem Wunsche, die Landbriesträger um 100 Mark zu erhöhen, zu widersprechen. Schatzsecretär Graf Posadowsky und Untetstaatssecretär Fischer bitten, die Resolution abzulehnen. Abg. Lieber erklärt die Zustimmung seiner Freunde zur Resolution, ebenso die Abgg. Hasse (natl), Werner, Beckh und Benoit. Die Resolution wird sodann einstimmig angenommen. Es folgt die zweite Berathung der Nachtragsetats. Bei den Forderungen für das Heer, Feldartilleriematerial betr., erklärt Abg. Richter: Wir „vaterlandSlosenGesellen" sind bereit, für diese große Ausgabe zu stimmen zur Erhaltung der Wehrkraft des Heeres. Gerade mit Rücksicht auf diese große Ausgabe hatten wir ja auch die Abstriche an den Forderungen für die Marine vot- genommen. Alles, was für die Wehrkraft des Reiches nöthig erfcheint, haben wir bisher bewilligt. „Vaterlandslos", wie wir nun einmal find, werden wir auch diese Forderungen bewilligen und auch die weiteren Consequenzm ziehen, die etwa noch aus dieser Forderung entstehen sollten. Die betr. Forderung wird sodann genehmigt. Ebenso die für das Präsidialgebäude, nachdem sich Abg. v. Staudy Namens der Mehrzahl der Conservaiiven gegen eine auf Ankauf noch weiteren benachbarten TerrainS abzielende Resolution Schmidt-Spahn erklärt hatte, welch letztere gleichfalls mit großer Mehrheit Annahme fand. Die übrigen Forderungen der drei Nachtragsetats werden fast debattelos genehmigt. til. „ n Auf ber Tagesordnung stehen dann noch verschiedene Petitionen, deren Erledigung gemäß den Vorschlägen der Commission erfolgt. Dienstag den 22. Juni: Dritte Lesung der Handwerkeroorlage. Schluß 5Vi Uhr. Proceß v. Tausch-Lützow. Berlin, 26. Mai. Die heutige Sitzung gestaltete sich in den ersten Stunden zu einer wenig interessanten. Es wurde die Lützow'sche Urkundenfälschung weiter besprochen. Lützow, der ja bereits gestern Abend dieselbe eingestanden hat, suchte heute vergeblich seine Handlungen in einem milderen Lichte erscheinen zu lassen, v. Tausch bemühte sich nachzuweisen, daß eS im Interesse der Polizei gelegen habe, diese Utkundenfalschung nicht zur Anzeige zu bringen Er habe es mit seiner Pflicht und Beamten-Qualität nicht vereinbar gehalten, die Sache anzuzeigen. Dann wird dem Präsidenten ein für die Geschworenen eingegangener Brief übermittelt. Der Präsident hält sich nicht für befugt, den Brief zu öffnen, glaubt aber, daß Beeinflussungen der Geschworenen darin enthalten find. Die Geschworenen verweigern dte Annahme des Briefes. Da verschiedene widersprechende Aeußerungen zwischen v. Lützow und v. Tausch Vvrltegen, beantragt Oberstaatsanwalt Drescher die Verlesung des amtlichen Stenogramms derjenigen Stellen aus dem Leckert-Lützow-Proceß, welche auf die Kukutsch- Quittung Bezug haben. Die Verlesung wird voraussichtlich eine Stunde in Anspruch nehmen und dürfte bis zur Mittagspause dauern. Nach der Verlesung der einzelnen Stellen aus dem Bericht im Proceß Leckert-Lützow fragt der Vertheidiger Dr. Lab« czynSki den Angeklagten v. Tausch, ob er nicht zwei Tage vor der Verhandlung einem Schriftsteller gegenüber auf die Quittung und die mögliche Fälschung deS Lützow anspielte, v. Tausch entgegnet, es könne sein, daß er zu seiner Ber- theidtgung zu Herrn Dr. Limann davon gesprochen habe, selbstverständlich unter Discretion. Nach einem Wortgefecht zwischen den Berthetdigern erklärt Dr. LubczynSki, er habe den Bericht des Angeklagten v. Tausch vom 26. November 1896 an seine vorgesetzte Behörde vor sich liegen, in dem Tausch über seine Besprechung mit dem Minister v. Köller Angaben macht. In dem Bericht heißt eS: „Ich nannte verschiedene Namen u. A. den deS Herrn v. LucanuS. Er sagte daraus: Ich sehe, daß Sie orientirt find." — Er, der Vertheidiger, frage nun den Angeklagten v. Tausch, woher ihm der Verdacht gekommen sei, daß Herr LucanuS der Urheber de» Gerüchts sei, daß Herr v. Köller eine JndiScretion begangen habe. Auf Antrag des Präsidenten wird dieser Bericht ver- lesen, worauf eine Pause eintritt. Zn Beginn der NachmittagS-Sitzung formulirt Rechts- anwalt Holz seinen Antrag auf Ladung des Polizeiraths Zahn aus Straßburg, der bekunden soll, daß dem Angeklagte« v. Tausch seit der Schnäbele-Affaire in den Reichslanden Schwierigkeiten erwuchsen, daß v. Tausch den Versuch gemacht hat, ihn aus seiner Stellung als Vertreter der Polizei in den Reichslanden zu verdrängen. Dte Rechtsanwälte Dr. Sells und Schwindt beantragen gleichfalls Ladung des Zahn. Der Gerichtshof beschließt Ablehnung dieser Anträge. Der Ber- theidiger Dr. LubczynSki kommt nochmals auf den Bericht deS v. Tausch an seine vorgesetzte Behörde zurück und fragt, könne v. Tausch die Verantwortung übernehmen, diese Persönlichkeiten seinen Vorgesetzten alS verdächtig zu nennen, aus welche autoritative Quelle stützte er sich? Angeklagte v. Tausch lehnte es ab, Namen zu nennen und entgegnet auf die Frage deS VertheidigerS LubczynSki, ob ihm der Name deS Ministers v. Köller nur von Lützow oder auch von anderer Seite genannt worden sei, Herr Lieutenant v. Gaede habe gleich gesagt, daß sich der Verdacht auf daS litterarische Bureau deS Ministeriums des Innern lenkt. Auf wettere Fragen des VertheidigerS, diese Angelegenheit betreffend, antwortete v. Tausch, er behalte sich vor, bei Vernehmung deS Zeugen Gaede zu antworten. Die Anklage wirft des Weiteren dem Angeklagten v. Tausch vor, seine Pflicht vernachlässigt gir haben, indem er den v. Lützow nicht schon am Abend des 9. October, sondern erst am nächsten Morgen habe verhaften lassen, und daß er dem Lützow erlaubt habe, sich vor seiner Abführung noch etwas zum Essen zu kaufen. Tausch erklärt den Aufschub der Verhaftung LützowS mit technischen Schwierigkeiten und mit seiner Ermattung an jenem Tage; daß er v. Lützow erlaubt habe, sich etwas zu essen zu kaufen, fei nur auS Humanität geschehen. Es kommen dann Stellen aus dem Verhandlungsprotokoll zur Besprechung, wobei der Präsident bemerkt, daß die Verlesung einzelner Stellen nur ein unvollkommenes Bild ergebe. Als die Czarentoast-Artikel verlesen werden, erklärt v. Lützow, vom' ersten Artikel habe Tausch nicht- gewußt. Die Information zu dem in der „Welt am Montag" erschienenen Artikel habe er von Leckert erhalten. Als er dies v. Tausch erzählt habe, habe dieser sich darüber gefreut und gesagt, das ist ja eine großartige Sache. Seine Freude hatte wohl ihren Grund in seiner Animosität gegen daS auswärtige Amt. Der Präsident betont hierauf, daß es sich hauptsächlich darum handle, festzustellen, ob v. Tausch, als er bestritt, mit dem zweiten Artikel etwas zu thun zu haben, seine EideSpfltcht verletzt habe. Der Präsident hält nun dem Angeklagten Lützow vor, daß er in der Voruntersuchung ge- sagt habe, Tausch Härte geäußert, die Sache stehe sehr schlecht, Marschall sei voller Wuth. Die Sache mit Kukutsch käme auch heraus. Jetzt habe er davon kein Wort gesagt. Auf die Frage des Präsidenten, was er fich unter dem Worte die Sache mit Kukutsch käme auch heraus, gedacht habe? entgegnete v. Lützow: „Gar nicht»!" v. Tausch habe «ie einen Widerspruch geduldet. Er, Lützow, habe die Angelegen- Kord' Vi Ms Brhi ben uq b?< I «ro Da \ Mita 9 C S 6 8ranks gerin ZM Ma; voa 8un Kein rege' regn «ei 8Dni b-3 < bi5 @ plan b 6t 9lt M Ml Mi Lik! Er! Von Sufl28 u°- bt =«4 E scher. Ne gt1 ( s bl« «Ul Mr i mobnti bk Er Zirftzn llim ftxtrft Ian? ' iUkmi heit der Quittung in der Hauptverhandlung deshalb nicht zugegeben, weil er bis zum letzten Augenblick jene Beziehung zur Polizei bestritten habe. Der Präsident betont nunmehr ausdrücklich, daß Lützow fortwährend in Widersprüche ge- rathet. Der Bertheibiger Sello fragt nun Lützow, ob er nicht Journalisten gegenüber versichert habe, daß der Kaiser selbst die falsche Redaction des CzarentoasteS veranlaßt habe. Lützow erwidert, er wiffe das nicht. Wenn aber Dr. Limann das unter seinem Eide behauptet, werde es wohl so sein. Oberstaatsanwalt Drescher bezeichnet die Aeußerung LützowS über den Kaiser als eine außerordentliche MajeftätSbeleidi' gung. Lützow entgegnet, nicht diese Aeußerung gethan zu haben. Er sei ein Patriot vom Scheitel bis zur Sohle. Die Weiterverhandlung wird um 5 Uhr auf Freitag früh 9 Uhr vertagt. die Gesichter zerkratzten. Ein Strafbefehl wird die Gemüther wieder beruhigen. •* Auf der dritten internationale« HnndeanSftelnug bei Vereins zur Züchtung reiner Huaderasien für Deutschland za Frankfurt a. M. erhielten auf kurzhaarige deut'che Vorstehhunde folgende Gießener Aussteller Auszeichnungen: Offene Klaffe für Brauntiger-Rüden: Herr Adolf Bieler, Herr E o nra d Rü bl am e n kochst lobende Erwähnung. Reservepreis in der Neulings klaffe die beiden Herren auf die gleichen Hunde je eine höchst lobende Erwähnung. Jugendklasse fürHündinneu, braun: Herr Fritz Schreiner lobende Erwähnung. ** Den Radfahrverkehr betr. Mit Allerhöchster Ermächtigung Seiner Röntgt. Hoheit des Großherzogs hat dal Ministerium des Innern einen Gesetzentwurf, betreffend dal Radfahren auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen nebst Begründung, den Ständen des GroßherzogthumS, zunächst der Zweiten Kammer, zur verfaffuogSwäßigen Be- rathuog und Beschlußfaffung unter dem Ersuchen übersandt, die Angelegenheit all eine dringliche behandeln zu wollen. Der Gesetzentwurf lautet: Wir haben mit Zustimmung Unserer getreuen Stände verordnet und verordnen hiermit wie folgt: Art. 1. Die polizeiliche Regelung deS Verkehr! der Radfahrer auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen erfolgt im Wege der Verordnung. — Art. 2. Unser Ministerium deS Innern ist mit dem Vollzug dieses Gesetzes beauftragt. — In der Begründung heißt es wie folgt: Der Radfahrverkehr hat, wie bekannt, tn den letzten Jahren eine außerordentliche Ausdehnung gewonnen. Das Fahrrad dient längst nicht mehr nur sportlichen Zwecken, sondern hat all leichtes und bequemes Verkehrsmittel für das sociale Leben eine große Bedeutung gewonnen. Mit der Verbreitung des Fahrrads hat sich, wie auch die zur Zeit vorliegenden Anträge mehrerer Kreisämter beweisen, das Be- dürfniß nach einer weiteren Ausgestaltung der seit 1889 für die einzelnen Kreise erlaffenen Polizeiverordnungen immer deutlicher gezeigt, und namentlich hat der Erlaß einheitlicher Vorschriften über das Radfahren auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen für dal ganze Großherzogthum sich als dringend nothwendig herauSgeftellt. Wenn hiernach auch die Gesetzgebung die Regelung deS Radfahrverkehr! ins Auge fassen muß, so ist doch die Erfahrung hinsichtlich deS Rad- sahrverkehrS noch nicht genügend, und die Entwickelung del RadfahrwesenS noch nicht so weit abgeschlossen, daß eS räthlich wäre, die in dieser Hinsicht zu tressendeu Bestimmungen schon jetzt durch Gesetz festzulegen. ES erscheint vielmehr als angezeigt, die Regelung de! Radfahren! auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen einer landeSherrl chen Verordnung zu überlassen und die Ermächtigung hierzu in einem Gesetz auszusprechen. * * Am 17. d. MtS. tagte zu Darmstadt der Lande!« auSschuß der laudwirthschaftlichen Vereine deö Großherzogthnm! Hesse» in einer Gesammtsitzung unter dem Vorsitze öeß Herrn Geh. Reg.-Rath HaaS-Offenbach. Nach Begrüßung der erschienenen Vertreter Großh. Regierung und der Mitglieder wurde sofort tn die Verhandlung der sehr umfangreichen Tagesordnung eingetreten. Der LandeSauSichuß nahm zunächst Stellung zu einem von Herrn K. Roemer-Alzey eingebrachten Antrag auf Aenderung der Lehrpläne der landwirthschaftlichen Winterschulen und stimmte den dort ausgesprochenen Wünschen auf weitgehendere Berücksichtigung der landwirthschaftlichen Specialfächer unter entsprechender Kürzung des Elementarunterricht! und Herstellung gleicher Aufnahmebedingungen für alle Winterschulen einstimmig zu. Da! Budget des LandeSaulschuss-S pro 1896/97 wurde auf das erste Halbjahr 1897/98 verlängert. Zur Vermehrung der feiten» der Deutschen Land- wirthschaftSgesellschast für die diesjährige landwirthschaftliche Wanderausstellung in Hamburg ausgesetzten Presse wurde beschlossen, eine PreiSstiftung von 2075 Mk. nach dem vorliegenden CommiffionSantrag bei Großh. Regierung zu beantragen. Eine im Vorjahr entworfene Ordnung über die Beschickung größerer landwirtschaftlicher Ausstellungen wurde unter Berücksichtigung der Wünsche der drei Provinssal- vereine endgiltig beschlossen und durch AuSfÜhrungSbestim- mungeu den dtesbezüglichenCommissionSvorschlägen entsprewend ergänzt. Die Zahl der Commissionen deS LandeSauschussel wurde durch den Beschluß der Bildung einer Commission für Obst- und Weinbau vermehrt. Einem Antrag mehrerer Mitglieder auf Aenderung der Satzungen des Lande»- ausichuffeS wurde dahin entsprochen, daß der LandeSauSschuß u. A. durch Zuwahl von je zwei weiteren Vertretern der landwirthschaftlichen Provinzialvereine und Heranziehung deren Secretäre auf 27 Mitglieder verstärkt werden soll. Stott de» NamenS „Landesausschuß der landwirthschaftlichen Vereine de» GroßherzogthumS Hessen" soll er für die Zukunft den Namen „Hessischer LandwirthschaftSrath" führen und das Recht erhalten, nach Bedarf Sachverständige olS außerordentliche Mitglieder zu berufen. Dem Commiss on»- antrage auf Bewilligung von 1400 Mk. Staatsmitteln zur Unterstützung der Beschickung der Gartenbau-AuSstellung (Obstabtheilung) in Hamburg wird einstimmig zugestimmt, des« gleichen einem Antrag, der den landwirthschaftlichen Provinzialvereinen für Starkenburg und Rheinhessen die Errichtung von Herdbüchern nach dem Muster deS oberheffischen Verein» empfiehlt. Die von der viehzuchtcommiffion entworfene allgemeine Rindviehschauordnung, die al! Gtundlage für den Erlaß bezw. die Revision der Provinzialschauordnungen dienen soll, ebenso der Antrag der Commission für Steuern, Zölle, Credii-, Handels« und Verkehrswesen auf möglichst strenge Durchführung der Maßregeln zur Em- führung de» Verkaufs von Trauben nach Gewicht oder gesetzlichem Maaß wird einstimmig angenommen. Bon einer^ Verhandlung de! feiten! Großh. Regierung zur Aeußerung vorgelegten Antrags Köhler über die Erwerbung der Wasserrechte durch den Staat wird wir Rücksicht auf dessen überwiegend socialpolitische und finanziell- Bedeutung abgesehen. Einstimmige Annahme findet ein Com- Allgemeinen den Gießener Festen hold zu sein pflegt, keinen Strich durch die Rechnung und hält während der Festtage seine Schleusen geschlossen. ♦♦P.A.F. Sportfest. Die Nennungen für die nächsten Sonntag anläßlich de» Sportfestes an der Hardt stattfindenden internationalen Rennen sind über alle! Erwarten glänzend ausgefallen, eia Erfolg, auf den die Rennleitung mit Recht stolz sein kann. ES sind im Ganzen 193 Nennungen eingelaufen, welche sich auf die einzelnen Rennen wie folgt vertheilen: Rennbahn - EröffuuugSfahren 6, Erstfahren 21, Fahren um den Damen«Wanderpreis 31, Gauverbands- Fahren 26, Hauptfahren für Berufsfahrer 23, Fahren um den Ehrenpreis des Deutschen Radfahrer-BuudeS 31, Mehrsitzerfahren für Berufsfahrer 22, Mehrfitzerfahren für Amateure 33. Somit wäre eine große Betheiligung auswärtiger Rennfahrer verbürgt und es erübrigt noch, dem Wunsche Raum zu geben, daß die Gießener Bevölkerung den fremden Radlern einen recht herzlichen Empfang bereitet und diesem durch eine allgemeine Beflaggung der Häuser auch äußerlich Ausdruck verleiht. — Nicht unerwähnt möge bleiben, daß das Mitbringen von Hunden zu den Rennen am Sonntag auf das Allerstrengste verboten ist, da dadurch sehr leicht Unglücksfälle herbeigeführt werden können. Die Rennleitung wird in einem derartigen Falle unvachficht- lich den Besitzer des Hunde- für alle entstehenden Schäden verantwortlich machen. P. A. Sport- und Volksfest Gießen. Wie nun definitiv festgestellt ist, wird der Feftzng am Sonntag Nachmittag folgenden Weg nehmen: Ab SteinS Garten, Berg-, Ludwig-, Bleichstraße, Südanlage, Ostanlage, Wallthorstraße, Selters- weg, Weftanlage, Bahnhofstraße, Neustadt, Festplatz, der Preiscorso der Radfahrervereine findet vom Wallthor bis zum Seltersthor statt. Bei dem liebenswürdigen Entgegenkommen, welches die Gießener Bevölkerung der Festleitung bis jetzt gezeigt hat, ist letztere überzeugt, daß die Bewohnerschaft auch ihrerseits mit zur Verherrlichung des Festes durch Beflaggen der Häuser beitragen wird, namentlich wird gebeten, die Straßen, durch welche sich der Festzug bewegen wird, in ein festliches Gewand zu hüllen, um den auswärtigen Gästen zu zeigen, daß Gteßen die hervorragende Bedeutung des Radfahrsportes voll und ganz erkannt hat. Für die Rennen find bis jetzt über 190 Nennungen erfolgt, ein erfreuliches Zeichen dafür, daß die Gießener Rennbahn für den Sport eine große Bedeutung sich erringen wird. Diele bet Gäste haben sich schon für Samstag angemeldet und e» steht daher für die Festtage ein gesteigerter Verkehr zu erwarten, der auch in materieller Beziehung für Gießen nicht zu unterschätzen ist. * *Pr, Concertverein. Unter den Lücken, welche im letzten Jahr in der Reihe unserer zeitgenössischen Musiker durch den unerbittlichen Tod entstandrn sind, ist wohl keine schmerzlicher empfunden worden als diejenige, welche das am 3. April dieses Jahres erfolgte Hinscheiden des unvergleichlichen hochbegabten Tonsetzers Johannes BrahmS verursachte. Wohl nie ist der Tod eines Künstlers aufrichtiger und allgemeiner betrauert worden als in diesem Falle und selten find dem Genius eines dahingeschiedenen TonheroS so zahlreiche und herzliche Erinnerungsfeiern gewidmet worden wie BrahmS, dessen Werke überall, wo gute Musik gepflegt wird, in den letzten Wochen die Concertprogramme füllten. — Auch der hiesige Concertverein hatte fein sechste», diesjähriges Concert zu einer würdigen Brahmsfeier gestaltet, die in allen Theilen einen günstigen Verlauf nahm. Gesänge für Frauenchor mit Hörnern und Harfe, Lieder für Sopran mit Clavierbegleitung und deS Meister! bekanntestes und berühmtestes Werk, „ein deutsches Requiem" für Soli, Chor und Orchester, bildeten daS wundervolle Programm, das die Mitwirkenden zur vollsten Zufriedenheit des zahlreich erschienenen Publikums zur Ausführung brachten. Von den Solisten war Fräulein Emma Hiller hier noch unbekannt, aber ihr gestriges Debüt war ein äußerst günstiges und konnte bei uns nur den Wunsch rege werden lassen, die Künstlerin einmal in einem akustisch besseren Saal zu hören. Herr Adolf Müller auS Frankfurt führte die Baßparthie im Requiem in' seiner gewohnten vornehmen und doch tief zu Herzen gehenden Weise durch und hat wieder neue, wohl verdiente Lorbeeren geerntet. Das Orchester befand sich unter der bewährten Leitung deS Herrn Musikdirector Traut mann in den besten Händen, ebenso der akademische Gesangverein, der die Chöre deS Requiem- namentlich in Bezug auf einheitliche TtxiauSsprache sowie auf Präcision der Einsätze tadellos zu Gehör brachte und tn den Chören zarten Charakters auch im Vortrag vollständig auf der Höhe der Situation war,- wir erinnern nur an die beiden ummern „wie lieblich find deine Wohnungen" und „ich will dich trösten", von denen namentlich der letztere Chor mit dem von Fräulein Hiller prachtvoll gesungenen Sopransolo geradezu ergreifend wirkte. Weniger gut gelangen die Forte- Stellen, in denen sich die Männerstimmen wiederholt als etwas schwach erwiesen. Hoffentlich ersetzt hier bald ein kräftiger Zuwachs an gutem Stimmmaterial das noch Fehlende. So war auch der Verlauf dieses letzten ConcerteS ein äußerst glücklicher, und der Concertverein kann mit Stolz auf die vergangene Saigon zurückblicken. * * Verkehrknotiz. Wie au» dem Aozeigentheil ersichtlich, treten in der Abfertigung der Züge 13c und 28 (Stockheim- Gelnhausen und Gedern-Stockheim) am 1. Juni einige Veränderungen ein, durch welche günstigere Zugamchlüsse nach Gelnhausen erreicht werden sollen. * • Diebstahl. In einer hiesigen Wirthschast wurde gestern Abend einem Gast da» Portemonnaie mit ca. 60 Mk. Inhalt entwendet. Der Dieb wurde von dem patrouillirenden Schutzmann in der Bahnhofstraße in der Person eine» HaufirerS von Hannover verhaftet und fand sich das gestohlene Portemonnaie nebst Inhalt in feinem Besitze vor. * • Schlägerei. Im OSwaldSgarten gerieten gestern Abend wegen eine! Burschen zwei Frauenzimmer in Streit, wobei sie sich gegenseitig die Haare rauften und Ailh, rfat lj rflor 1 pf tii Avin Hm" Q 5r°d splitt Atit der L« durch parafl staai CocaU» «nO prwtauieUcs» Gießen, den 28. Mai. ♦* Empfang. Seine König!. Hoheit der Großherzog empfingen am 26. Mai u. A. den Major Freiherrn v. Ehnatten, Commandeur de» LaudwehrbezirkS Friedberg, den Freiherrlich Riedesel'schen Katnrnerdirector Lauteren von Lauterbach, den Provinzial Rabbiner Dr. Hirschfeld von Gießen. ** Justiz-Personalien. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 26. Mai den Landgerichtsrath bei dem Landgericht der Provinz Over- Hessen Otto Jung zum OberlandeSgerichtSrath bei dem OberlandeSgericht, den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Darmstadt I AmtSgerichtSrath Georg Dieffenbach zum Landgerichtsrath bet dem Landgericht der Provinz Starkenburg und den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Darmstadt II August Schmeckenbecher zum Landgerichtsrath bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen, — den Staatsanwalt am Landgericht der Provinz Starkenburg Ludwig Lang zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Darmstadt I, — den Staatsanwalt am Landgericht der Provinz Rheinhessen Rudolf Wünzer zum Staatsanwalt am Landgericht der Provinz Starkenburg — und den GerichtSaffessor Dr. Ernst Jungk au» Mainz zum Staatsanwalt am Landgericht der Provinz Rheinhessen, sämmtllch mit Wirkung vom 1. Juni 1897, zu ernennen. * * Ernannt wurde der Vorstand des Erbschaftssteueramts Finanzrath Georg Muhl zu Darmstadt zum Mltgliede der Verwaltungscommission der Landescreditkasse im Nebenamte. * e Der Zufammeutritt der Zweiten Kammer ist auf Donnerstag den 3. Juni festgesetzt. * *P. A. Sport- und Volksfest Gießen. Zu den beliebtesten Ausflugspunkten, an welchen die nähere Umgebung von Gießen so reich ist, gehört ohne Zweifel Textors Hardt; nach Tausenden zählen alljährlich die Besucher, welche von Nah und Fern hier zusammeuströrnen, um da» herrliche Panorama zu genießen, da» sich dem trunkenen Auge des Beschauer» von der Terrasse au! darbietet. Weit schweift der Blick in da» lachende, in den üppiggrünen Farben des Malenschmucks prangende Lahnthal und aus dieser smaragdnen Herrlichkeit lugen die Häuser LahnathenS, von Baumgruppen halb versteckt, neugierig in die herrliche GotteSwelt hinein. In neuester Zeit hat die Hardt einen neuen Magneten erhalten, der namentlich die radelnde Welt anzieht,- an diesem herrlichen Fleckchen Erde hat nämlich der Sport eine Heimath gefunden durch die Errichtung eines Sportplatzes, der den Vergleich mit den besten Sportplätzen unseres engeren und weiteren Vaterlandes auszuhalten vermag. Namentlich ist nach vorangegangenem sorgfältigem Studium ähnlicher Institute eine Rennbahn geschaffen worden, deren Vorzüglichkeit außer Frage steht und die hoffentlich in Zukunft belebend auf den edlen Radfahrsport einwirken wird. Am nächsten Sonntag schon wird die neue Rennbahn eingeweiht werden, die vorbereitenden Arbeiten zu der Feier neigen sich ihrem Ende zu und wir können schon jetzt mit Stolz behaupten, daß nicht allein der Sport dieses Fest feiern wird, sondern daß alle Schichten der Gießener Bevölkerung an dem Ereigniß theil- nehmen werden, daß baß Fest in der That sich zu einem wahren Volksfest gestalten wird. Lahnathen wird auch am nächsten Sonntag zeigen, daß es Feste zu feiern versteht und daß der Radfahrsport seine feste Stütze in der Bevölkerung selbst findet. Bon den festlichen Veranstaltungen, die in reichem Maße vorgesehen find und bei denen unsere Regiment»- capelle concerttren wird, werden die internationalen Rennen da» Hauptereigniß bilden. Noch sind die Nennungen, von denen schon 165 eingelaufen find, nicht abgeschlossen, indessen finden wir unter den di» jetzt angemeldeten au»- roärttfltn Gästen Namen von gutem Klang, wie Verhetzen- Frankfurt, Henri Jeannin-Strahburg, Michael Herty Klein- Dteinhelm. Willy Koch-Dortmund, ThaddäuS Rohl-MÜnchen, Georg Lust-Wien, O. KrebS-London, Conrad Lautermanu- Darmstadt, Ernst Bethge-Frankfurt, Ludwig Opel und Heinrich Opel-Rüssel!helm, Zimmermann-Wiesbaden, DöngeS-Bocken- heim, Franz Rettig-Höchst, H. W. Jurjans-Utrecht u. A., ein Zeichen, daß die junge Rennbahn in den weitesten Sportkreisen schon jetzt die höchste Beachtung findet. Ein bemerkevß- werther Vorzug der Bahn ist in ihrer günstigen Lage begründet. Hart am Fuße des Hügel» gelegen, dessen Spitze die Terrasse krönt, ist sie von letzterer vollständig zu über» schauen, und so ist eß denn auch möglich geworden, durch Einbeziehung der Terrasse in den Festplatz die Nennen einer großen Anzahl Zuschauer zugänglich zu machen. Die Fest- leituug ist mit Erfolg bemüht gewesen, den Besuch beß Festes so viel all möglich zu erleichtern. Auswärtige Besucher werden, fall» sie in genügender Stärke von einer Eisenbahnstation die Fahrt nach Gießen unternehmen, zu den niedrigen Taxen der GesellschaftSsahrten befördert; zwischen Feflplatz und Stadt ist während der Dauer de» Feste» ein ständiger Omnibulverkehr eingerichtet. Auch für ärztliche Hilfeleistung ist auf dem Festplatze gesorgt, indem beständig zwei Aerzte anweiend find. Hoffentlich macht unß der Regengott, der im •'•‘«litt Sss - I» >Sab‘tS<»; mag. 'b,cta». ,'*•«* »«I t«« S ll"S'»1 i-, rtf" “ni $li$! *«w, ^a908na6lgtn 1B(, Ä“ 16iii««it, 1?"’n ®’«' --,-«'»7 "di,«" ..«‘"iW *’ M°>V" 6t« ”* 1 8" i an«'”®“ t ä'“*1' ■•Ä*: Missionsantrag, der sich dringlich gegen die Ei us ü h r u n g einer Frachtermäßigung sür Sprit und Spiritus ausspricht. Einem zur Begutachtung vorgelegten Entwurf eines Reichsgesetzes zur Vertilgung der Maikäfer stimmt der Landesausschuß zu, wünscht jedoch die Vorlage der Kosten durch die Gemeinden entgegen dem betreffenden Entwurfsparagraphen, der dirrcre Uebernahme der Kosten durch den Staat empfiehlt. •* Wetterbericht. Der hohe Druck liegt heute mit geringer Intensität nur mehr im äußersten Nordosten und Südwesten des Erdtheils. Zwischen diesen Resten von Maximalgebieten zieht sich eine breite Furche geringen Druckes vom Nordwesten der britischen Inseln nach dem Südosten Europas. Innerhalb derselben sind zahlreiche größere und kleinere Minima vorhanden. Unter dem Einfluß solcher Un- regelmäßigkeilen ist in Süddcutschland daS Wetter trüb und regnerisch. Auch am Südfoße der Alpen find beträchtliche Niederschläge gefallen. Voraussichtliche Witterung: Zunächst meist trübeS, regnerisches Wetter. Eingesandt. Sietzen, den 26. Mai 1897. Der Aushau der «oethestratze. Die Mittel zum Ausbau der Goetheftraße von der Südanlage bis zur Löberstraße sind, soviel bekannt, schon längst bewilligt. Nicht ohne Befremden warten aber die zahlreichen dabei tnterefsirten Bewohner der Löber-, Goethe- und Ludwigstraße seither vergeblich auf die Eiöffnung der Arbeiten. Seit Jahren fügen sie sich schon mit Resignation in die traurige Nothwendigkeit, während der unfreundlichen Jahreszeit durch den Schmutz dieser so frrquenttrten Straßen- ftrecke waten zu müssen. Warum sie aber nochmals einen Winter lang dazu verurthetlt sein sollen, vermag mit dem besten Willen Niemand einzusehen. Schisssnachvichten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch di« Agenten Carl LooS und I. M. Schulhof. Bremen, 26. Mat. sPer transatlantischen Telegraph.] Der Postdamvfer Dresden, Cavttän O. Groß, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist heute 7 Uhr Vormittags wohlbehalten in Baltimore angekommen. — Der Dampfer „Pennsylvania" der „Red Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 24. Mat wohlbehalten in Philadelphta angekommen. — Der Poftdampfer „Westernland" der „Red Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm em 25. Mat wohlbehalten in Newyork angekommen. Kirc^lid^ Anzeige« der Stadt Gietzen. Evangelische Semeinde. Gottesdienst. Sonntag, den 30. Mai. Exaudii 3« der Artedhosscapelle. Vormittags 9*/2 Uhr: Pfarrer Dingeldey. 3« «onsirmavdensaal, Reustadt 6L Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche der Matthäusgemeinde. Pfarrer Schlosser. 3« der 3oha«ne-kirche. Vormittags 78/< Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Gottesdi'nst mit Christenlehre für die Neuconfirmirten>us der Johannesgemeinde. Vormittags 9'/e Uhr: Pfarrer Schlosser- Vormittags um 11 Uhr: Kindergottesdienst für die LucaS- gcmeinde. Pfarrer Dingeldey. Am L Pfingstfeiertag findet Beichte und heil. Abendmahl für alle vier Gemeinden im Vormittagsgottesdienst in der JohanneS- kirche statt. An demselben Tage wird eine Collecte für die hessische Lutherstiftung erhoben. Katholische Gemeinde. Samstag den 29. Mai. Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl- Beichte; Sonntag den 30. Mai. 6. Sonntag nach Ostern. Vormittags von 6*/$ Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; , um 6'/, Uhr erste hl. Messe; „ um 7'/, Uhr Austheilung der hl. Communion; „ um 8 Uhr zweite hl- Messe; „ um 91/« Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2 Uhr Christenlehre; darauf Andacht zum hl. Geist. Die ganze Woche hindurch ist in der zweiten hl. Messe Andacht zum hl. Geist. Die zweite hl. Meffe ist um 61/« Uhr, am Samstag um 7 Uhr. Samstag von 6*/s bis 7 Uhr ist die Weihe des Taufwassers. «ottesdimst in der Synagoge. SamStag den 29. Mai 1897. Vorabend 730 Uhr, Morgens 8®° Uhr, Nachmittags 4 Uhr, SabbathauSgang 9,s Uhr. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft. Freitag Abend 8" Uhr, SamStag Vormittag 8 Uhr, Nach- mtttag 4 Uhr, SabbathauSgang 910 Ubr. Nachmittag 3" Uhr Lchristertlärung Bahnhosstr- 50. Wochengottesdienst Morgens 680 Uhr, Abends 9” Uhr. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeffen am 28. Mai, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: Wasser 13 , L ft 13”. ;Rübsamen'sche Badeanstalt. verkehr, Land- und Volkswirthfehaft- Bietzen, 28. Mai. Der vorgestrige Schwetnemarkt hatte einen sehr sta-ken Auftrieb. Es waren mehr als 1600 Thtere ausgetrieben. Auch en kauflustigen Refleclanten fehlte es dem Markt nicht und so entwickelte sich der Handel sehr gut. Infolge der Nachfrage zogen die Preise sehr an, todaß diese sich höber stellten, als am letzten Markt. Besonders wurden stark gesucht junge Ferkel und mittlere Läufer, doch genügte der Auftrieb in dieser Gattung der Nachfrage. Es kosteten Ferkel, 8 bis 12 Wochen alt, 60 bis 75 Mk., Läufer 4 bis 6 Monate alt, 80 biS 100 Mk., ältere Tbiere 100 bis 120 Mk. pro Paar, Fettvteb war nicht am Markt. Der Auftrieb wurde bis Schluß des Marktes geräumt. 8tw»wew# 26. Mai. Fruchtmerkt. Rother Weizerr X 13,85, weißer Welzen X 13.60, Korn X 9.45, Gerste X 7.05, Hafer x 6.10. — Der Hauptcatalog des Fahrrad-BersaudthauseS August Stnkenbror Einbeck zeigt eine außerordentliche RetLhalttgken in Bezug auf Fahrräder und Zubehörtheile bet soliden Preisen. Es empfiehlt sich für jeden Jntereffenten des Radsportes, sich den Catalog, der gratis und franco versandt wird, kommen zu lassen. Für Leistungsfähigkeit der Firma spricht schon der Umstand, daß dieselbe in diesem Jahre bis Ende April 1000 Fahrräder ve^andt hat. nannohDrn-Qttido — nur ächt, wenn dtrect ab meiner HüllIWUüry M <5111 <5 Fabrik,n bezogen — schwarz, weiß und farbig, von 60 Pf. bisMk. 18.65 per Meter—glatt, gestreift, karrirt gemustert, Damaste rc. (ca. 240 versch. Qual, und 2000 ve> sch. Farben, Dessins rc.). porto- und steuerfrei Ins Haus. Muster umgehend. Durchschnitt!. Lager: ca. 2 Mill. Meter. 15 Seiden-Fabriken 6. Henneberg (k.u.k.Hoti.), Zürich. Die 5230 ordentliche Generalversammlung de- Spar- und Vorschuß-Vereins, Actiengesellfchaft, zn Grohen-Linden findet statt Dienstag den 15. Juni d. I., Nachrrr. 3 Uhr, auf dem Gemeindehause dahier. Tagesordnung: 1) Vorlage der Rechnung pro 1896. 2) Verwendung des Reingewinns. 3) Ergänzungswahl des Aufsichtsraths. Großen Linden, den 24. Mai 1897. Der Vorstand. 5242 Von demselben Zeitpunkt ab wird der ich für nichts hafte. 5233 5240 Dr. Ploch. njQaOPPOnnht '• heilbar.Srof(f|.5O!Bf.frc.b. Harden- u düüulüUUlll kötter,Münsteri.2ß.,dr1UL g.Hkllanst. Frankfurt c- M, den 23. Mai 1897. Königliche Eisenbahndirection. steigert. Gießen, den 28. Mai 1897. Großh. Ortsgericht Gießen. Gros. Zug 28 Gedern—Stockheim zur Gewinnung des Anschlufles an den Zug 13a nach Gelnhausen ebenfalls versuchsweise früher gelegt und in nachstehendem Fahr- |BehördncheAnzeigerj Behufs Gewinnung des Anschluffes an den um 838 Vorm. von Gelnhausen nach plan durchgeführt: Stockheim Bleichenbach Büches Düdelsheim Büdingen Mittel-Gründau Lieblos Gelnhausen Samstag, den 10. Juli 1897, Nachmittags 2 Uhr, wird das dem Georg Stroh in Wismar in Gemarkung Gießen zustehende Grundstück Flur 43/i29,6 — 444 qm Acker in der Ltchtenau auf den Fluthgraben auf hiesigem Ortsgericht öffentlich meistbietend unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen verplan gefahren: Gedern Merkenfritz Hirzenhain Lisberg Eckartsborn Ortenberg Selters Stockheim gVermischteAnzeigenJ Warnung! Alle Diejenigen, welche ohne mein Wissen meinen Kindern etwas verabfolgen oder borgen, haben von mir keine Zahlung zu gewärtigen, da ab 7“ Vorm. :S : :S : „ 821 „ an 8" „ ab 63° Vorm. „ 7oi , ,X7°b „ „ 7" , „ 7« , an 7-5 „ Frankfurt fahrenden Zug 14 wird der Zua 13 a Gießen—Stockheim vom 1. Juni d. I ab versuchsweise bis auf Weiteres bis Gelnhausen in nachstehendem Fahr- ..... 5226 Ltocomobilen “ “ mit selbstthätigem Expansions-Kurbelwellen-Regulator, neu patentirt, Combinirte Dampf-Dreschmaschinen neuester Construction. — ReparaturwerkstLtte. — Katalog grat. u. frc. y, A. Henninger & Co., Darmstadt, « Maschtvettfabr» «. «effelsidmtede. —■ rVerSgeruSH Samstag den 10. Juli 1897, Nachmittags 2 Uhr, werden die der Balthaser Julius Elias Wilhelm Sack Wittwe in Gemarkung Gießen gehörigen Grundstücke Flur 1/44-/10 — 56 qm Hofraithe in der Mühlgasse, Flur l/44ai/io = 88 qm Hofrasthe daselbst auf hiesigem Ortsgericht unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 28. Mai 1897. Großh. Ortsgericht Gießen. Gros. 5243 Feuerversicherung Eine alte Serrer-BepfiSferungS Gesellschaft sucht tüchtige Vertreter gegen dohe Bezüge. Gefl. Offerten unter H. 6422 an Haasensteln & Vogler, A. G.. Frankfurt a. M.5229 Ein Acker Klee | zu verpacht. Näh. Wetzftetnvr. 88, II. Eine Wiese verpachtet PH. Arnold II-, Burkhardsfelden. Schrribarlieit ni vkrgeden. Selbstgeschriebene Offert- mit Honoraranspruch pro Bogen unter „Schreibarbeit 2727" an die Exped. d. Bl._____________ Dioiinunterricht gJS*- L Zitherunterricht erthcilt. 5228 Gefl. Offerten an die Expedition dieses Blattes unter Nr. 1856. ML Schlachthaus. Freibank. 5245 Heute und morgen: Schmeineffeisch nicht ladenrein, per Pfd. 42 Pfg. Ast. dünnschalige Orangen frisch eingetroffen bei 5248 L. Kalkhof. JedeArau gewinnt Zeit, Geld und Mühe, wenn sie KrebS Wichse verwendet, denn dieselbe gtebt rasch einen schönen Glanz und verbraucht sich langsam, weil sie mit Wasser stark verdünnt werden muß- Dosen ä 10 und 20 Psg., so« wie Holzschachteln i 5 unb 10 Psg. sind zu haben: A L H. Walkenfeks, £. 5>orf, Ad. cheilse, ch. Keröordt, H'h. Kcrrmaun, T. Kohtermann II., Z'. Tcppka, tzb. Wehger, Neustadt 8 und Frankfurterstraße 1. Aug. Woll II., W. M. -Noll, (S. Roth II., 25. Schomker, Aloö. Slnht. In «rotzen-Linden bei: L. Menges X. " In Laagsdors bei: As. Kahn. In Li» bei: K. Vingmann, L. Keller, 4. Köhler, K. Zimmer VII. 175 Berkans. Neues, 3V, stockiges Haus, mit großem Garten, Laden, bester Lage, preiswürdig zu verkaufen. Offert, unter B. 15 an die Exped. d. Bl. 5248 Haus in guter Geschäftslage mit Laden und großer Werkstätte ist unter günstigen Bedingungen zu verkaufen- 5005 Näheres St «leer, Südanlage 18. linBöerlromö Toilette-Cream Nur echt mit Math Pf eilrino Zn Dosen ä io,2Qu.6o Pf., in Tubenä 40 u. 80 Pf. In den Apotheken uryi Drogerien. Schönheitsmittel h und zur «■XHaulpflefle. MW GW i W Reichhaltiger Journallesezirkel von Mk. 1.— ab. Journale nach eigener Auswahl. Nur gut erhaltene Hefte. — Prospecte gratis. 324 Ferber’sche Univ.-Buch-, Kunst-, Musikalien- Giessen. Handlung (C. Koch). Kirchenplatz II. G 4462 3—4 rm altes, sehr trockenes Eichenscheitholz für Wagner und Küfer, 4 rm dieSjäbr. Eichenscheit- und Prügelholz, alles Loosholz, verkauft 52^7 Pfarrer Sommerlad _________________in Watzenborn._______ 0231] Ein >/4 Jahr alteS norddeutsches V**'® zu verkaufen. L. SteinmÜller, Großen-Linden. Eine ^inrralintfüntnilg. — schöne und seltene Srystall« — ist wegzugshalber zu verkaufen- 5231 Wo? zu erfragen in der Exped- d. Bl- An- und Verkauf von getragene« Kleidern, Weißzeug, Möbeln, Bette«, «o!d und »Uber- sache«, Büchern, Zeitungen, Acten, Papier, Kopser, Messing, Zinn, Blei und Eise«. 3905 Ebenso werden Lumpen und «nocheu auf Verlangen jederzeit abgeholt durch ' Louis Rothenberger Wwe. ^Stelle^^böte^l Tüchtiger Hausbursche sofort gesucht. 5178 Wo? sagt die Expedition d. Bl.______ 5210] Aelterer Commis für Comptoir und Reise gesucht. Offerten unter W. 500 au die Exped. d. Bl. Gesucht sür sofort: | Tüchtige «teinhauer zum Kirchenbau in Frankenberg in Hessen gegen guten Lohn. Ariedrich Droste, __________________Bauunternehmer. 5138] Ein braver, tüchtiger Bursche für Haus und Garten wird sofort gesucht. v. Röder, Major a SD., Wilhelmstr. 16. Jüngere Leute, welche den Verkauf von Aestpoflsarte« am Sports- und Volksfest übernehmen wollen sich melden bei 5249 H Roll, Markt. 1 An, die Bewohner Giessens! richten wir die freundliche Bitte, an unseren Festtagen, Sonntag und Montag, der alten Feststadt Gießen einen würdigen Fahnenschmuck ;u verleihen. , . „ . . „ „ s. 5m Der geschästssührende Ausschuß des Sport- und Volksfestes an der Hardt Chicago 1893 Brühl’sche Illlllll ;ilHH GIESSEN (Pietsch & Scheyda) Billigste Herstellung IIIIIIIU Verlag njeiger lessener Druckerei und Expedition 7 Schulstrasse 7. selten ^rueharbeiten, die der Empfehlung dienen, ausgestattet sein LW -Inserate finden die netteste i'erbreituny. f Eigene Buchbinderei Stereotypie, Galvanoplastik 8mm Papierlattr. f Massen Auflagen. und um überall Eingang zu finden, überall it zu gefallen Z**\ I IMS“! I dem I>aPierkorb zum Trotze, Vz IX I V2II I 5? IC.L.L. dem Gedacht niss zur Stütze KPREIS^ MEDAILLF .ALSFELD L 1395J MHnrPN & Sdirobo) tn Girtzen. Die tzeutige Kummer umfaßt 6 Settern