1897 Nr. 304 Dienstag den 28. December Erstes Blatt Amts- und Anzeigeblntt für den T!veis Gieren» Hratisbeikage: chießener Aamilieubtätter. 860 «gefertigt 7. essen Teilung zu >»»«h«r Dow Anzeige» zu der Nachmittags für den folg enden Lag erscheinende» Nummer bi» Bonn. 10 Uhr, Alle Lmroacen-Bureaux d«S Iu- und LuZlaodr» ach«» «azeioe» für de» ,Vieße»er «»»riger^ <*•*»*• vierteljährig« ASowwementsprei»» 2 Mark 20 Pfg. «tt Bringerloh«. Durch die Poft bezog« 2 Mark 50 Pfg. j «edactiou, Lp»ediÜ«» und Drucker«: I -chukstratze Ar.7» Fernsprecher 61« tu nehm Kaiser und Ihre Majestät die Kaiserin io den Mnschel* aal, wo auf langen Tafeln die Geschenke für die Majestäten, die kaiserlichen Kinder und die nächsten Umgebungen des kaiserpaareS aufgebaut waren. An den Schmalseiten deS m Glanze aller Kerzen erstrahlenden prächtigen Saale» stand je ein riesiger Weihnachtsbaum, für die Majestäten und Ür die Mitglieder de- Hofe-, an der langen Gartenseite hatte die große Tafel für die serS Prinzen und die Prin- iesstn Aufstellung gefunden, wiederum geschmückt mit sieben lichterfllmmerndeu TannenbSumen, die sich dem Alter der kaiserlichen Kinder nach in ihrer Größe abstusten. Gegen 6 Uhr endete die Festlichkeit. Berlin, 24. December. Der Kaiser nahm gestern im Auswärtigen Amt den Vortrag des StaatSsecretärS von Bülow entgegen. Heute Nachmittag 4 Uhr wird im Neuen Palai» baß Weihnachtsdiner stottfinden, an welches sich um 4*/< Uhr die Bescheerung im Mnschelsaale für die königliche Familie sowie die nächste Umgebung deS KatserpaareS an- schließen wird. Berlin, 24. December. Der „Reichs-Anzeiger" ber* öffentlich» eine königliche Verordnung, der zufolge die beiden Häuser des preußischen Landtage- auf den 11.Januar Z;it bevor. Wien, 24. Zeitung" zviolge fatton, daß heute Präsidenten deS Vorfalls zu ersuchen. m . Chicago, 25.December. Da- Lolosfeum-Gebäude, in welchem zur Zeit eine Gewerbe-An-stellung stattfanö, ist heute ein Raub der Flammen geworden. Neun Per- f0Ben find bet dem Brande uwgekommen und gegen vierzig verätzt. Der Sacksrbadrn wird aus 7OO OOO Dollar geschätzt. stellung für Prozeßkosten. m , Berlin, 24. December. Die „Berl. Neuest. Nachr. melden, daß die chinesische Regierung noch nach der Besetzung von Kian-Tschu deutsche Jnstructeure engagirte und augenblicklich mit Anordnungen für den würdigen Empfang des Prinzen Heinrich in den von letztere« zu berührenden chinesischen Häsen beschäftigt ist. ______________ Kopenhagen, 24. December. Die Stettiner Bark Mo- bau, Capitän Arentz von Trangsnnd in Schweden kommend, liegt bei Dragoer vor Anker. Heute Vormittag entspann sich eine Schlägerei an Bord. Der erste Steuermann wurde durch Schläge am Kops verletzt- er ging nebst acht Mann der Besatzung an Land, um die Polizei und dm deutschen Eonsui um Hülfe zu bitten. Der Eapitän und ein krank darntederliegender Neger biteben allein an Bord- da» Schiff zeigte die Signale „Aufruhr" und „Meuterei". Pari», 24. December. Infolge der schlechten Ernte herrscht unter den Eingeborenen In Algerien Hunger»* lloth. Seiten» der Behörden werden die erforderlichen Maß* h außerhalb rechuung der uauWen. nahmen getroffen. Baiente a. d. Rhone, 25. December. Auf einem Bankett, welche» heute hier stattfand, hielt Leon Bourgeois eine Rede, in welcher er der Regierung vorwarf, sie habe sich mit dm Reaktionären, Elericalen und Monarchisten verbunden, und in der er au-führte, die wahren Republikaner mußten vor dieser Verbindung, die nicht allein der Republik, sondern dem Vatorlande selbst verhängnißvoll werden könnte, aus der Hut sein. Am Schluß seiner Rede führte Bourgeois als uothwendige Reformen an Arbeitergesetzgebung, Ein* kommensteuer und Revision der Berfaffung. Athen, 25. December. In dem Augenblicke, als das griechische Kanonenboot „Actium" den Meerbusen von Ambrakia verlaffen wollte, feuerte da» türkische Fort Preveza einen Kanonenschuß gegen dasselbe ab. Die „Actium ging zurück und auch die ihr folgenden Kanonenboote mußten um- . , kehren. Daraufhin hat die griechische Regierung ihren Ge- sandten in Konstantinopel, Fürst Mavrocordaio, telegraphisch Arr-Urud. Wim 24 December. Da» Verbot der Einfuhr von Sacharin steht für beideReichShälftm für die nächste De^mber. Der „Wiener Allgemeinen erregt in Prag die Nachricht größte Sen* Mittag 2 Uhr da« Standgericht vom Strafgerichtes ein beruf en wurde. ES die letzte Wrfchowitzer Affaire, wo in der Fenster eingefchlagen und zwei Personen Wolff» telegraphische- Ssrrespondm»*«Me«r. Madrid, 26.December. General Weyler wird morgen der Königin-Regentin unter der Form einer Adresse feinen Protest gegen die Botschaft de» Präsidenten Mac Kinley Übersenden. Der Protest, der in sehr ehrerbietiger Form abgefaßt ist, nimmt auf da» Gesetz Bezug, da» jedem Angehörigen deS Heere» gestattet, sich persönlich an da» Staatsoberhaupt zu weudm. ___________ Depesche» de» Buxe** .HeralL/ Berlin, 26. December. Die hiesigen bekannten Führer der Bauarbeiterbewegung erklären die Nachricht, daß im kommenden Frühjahr ein großer Bauarbeiter* Ausstand in Scene gesetzt werden soll, als unbegründet. Die Organt- fattonen der betreffenden Branchen wtfien von derartigen Abfichten nichts, noch daß irgend ein Ausstand vorbereitet Berlin, 26. December. Von den süddeutschen Bäckerverbänden ist dem Centralverbande de» deutschen Bäcker* Verbandes „Germania" neue» wichtige» Material in Sachen des MaximalarbeitStageö ^gegangen. Daffelbe soll mehreren Reich-tag»abgeordneten zugestellt werden. Der Central-AuSschuß des Germania-BerbaudeS theilt mit, daß Ansang Januar das Normal-JnnungSstatut von der Regierung veröffentlicht werden wird. E» ist daher beschlossen worden, den Gesammtvorstand der deutschen Bäckerinnung nach Berlin einzuberuieo, um die neue Organisation und die Wohlfahrt»- einrichtungen zu berathen. Wien, 26. December. Bon insormirteu Kreisen wird bestätigt, daß die Regierung demnächst die Verhandlungen wegen der Lösung der Sprachensrage wieder auf- nehmen und den leitenden Persönlichkeiten beider Parteien neue Vorschläge machen wird, welche geeignet find, den modus vivendi und die Wiederaufnahme einer normalen parlamm- tarischen Thätigkeit herzustellen. Wim, 26. December. Die Wiedereröffnung der Ver- Handlungen der Regierung mit der Süd bahn wegen einer Eonversion 5 procentiger Obligationen wird Anfang- nächsten Monat» erfolgen. R»m, 26. December. Die Meldung, England habe bei ter ttaUenifdjen Regierung ein gemeinsame« B o rgehen io China angeregt, jedoch einen abschlägigen Bescheid erhalten, wird aas der Eonsulta all Erfindung bezeichnet. Ebenso wird in hiesigen RegierungSkreisen bestritten, daß Rußland einen europäischen Songreß zur veraihnng der ostasiatische« Frage in Vorschlag gebracht habe. Lmrdon, 24. December. „Daily Ehroniele" will wissen, England beabsichtige, wenigstens vorläufig, keinen chlne* fischen Hafen zu besetzen, doch werde der britische Ge- andte in Peking sehr deutliche Vorstellungen an China machen bezüglich einer englischen Action in bestimmten eben- tueQen Fällen - ferner gewähre England der japanischen Re* giernng seine moralische Unterstützung. Japan wolle energisch I gegen die deutsche Action protestiren. Der #U4t«n jUqtigor erscheint täglich, ■rit Ausnahmk bt» Montag». Ihr «ießener ><*tne»ir4tUr pem Anzeiger »öchwttlich dreimal bergclegt. etnberufen werden. Berlin, 24. December. Der „Berl. Local-Anz." laßt fich au» Schillingsfürst telegraphiren: Die Leiche der Fürstin Hohenlohe ist heute Mittag 1 Uhr hier ein* getroffen, und mit Glockengeläute wurde der Trauerconduct durch den Ort geführt. Die Prinzen schritten hinter dem Sarg. Der Kirchenchor sang ein Miserere. Der Reichs- Kt | MW br. Capelle waren nur der Kanzler mit seiner Familie, die Geist- n* ” 1U ,r " lichkeit, die Beamten und die Dlrnerschast de» fürstlichen Hause» anwesend. Nach 2 Uhr war die Feier beendet. Berlin, 24. December. Der „Reichsanzeiger" veröffent- licht die Bekanntmachung betreffend die wechselseitige Befreiung der Angehörigen de» Deutschen Reiches oder Oesterreich» bon der ihnen als Ausländern in bürgerlichen Rechtßstreitigkeiten obliegenden Verpflichtung zur Sicherheit-* Meßmer Anzeiger Henerat-Wnzeiger. <. w--"5';,5*3’5xä AM« ■■***%& H Lerlange" ! erbeten »vier SÄ’- |)|Ä » «'n® tfsJ- 'k' handelt sich um deutschen Schule berwuudet wurden.^ Wim, 24. December. Der „N. Fr. Pr. wird au» London telegraphier: In den Ministerien der Marine und des Amßeren herrscht wegen der chinesischen Frage eine lebhafte Tätigkeit, indeß ist e» noch nicht entschieden, wie fich die engli'che Regierung in dieser Angelegenheit berhalten wird. Man erörtert berschiedene Allianzcombinationen und glaubt, Lord Salisbury wolle die Sache gründlich erwägen, ehe er bindende Beschlüffe faßt. Es find Unterhandlungen mit Japan im Gange, auch wird wieder eine Annäherung an Frankreich erwogen. Besonder» wird PacÜren mit Rußland gewünscht, wofür auch die Hoskreise einzutreten scheinen. Ferner wird die Möglichkeit einer ganz neuen Gruppirung aller großen Staaten ins Auge gefaßt. Basel, 24. December. Die nöthigen 30,000 Referendum»- Unterschriften gegen da» Eisenbahn-Rückkauflgesetz find jetzt beisammen, so daß die aus den 20. Februar in A«,ficht genommene eidgenösfische Volksabstimmung statt* Oefuudeu: 1 Paar Ohrringe, 1 Busennadel, ein Herrenhemd, ein Stück Stlberband, 1 Gummischuh, 8 einzelne Handschuhe, 1 Paar Ktnderstrümpfe, 1 Eimer mit Marmelade, 1 Wagenkapsel, 1 Mütze, 1 Laterne, 1 Taschentuch, 1 Kamm, 1 Jäckchen, 1 Peitsche, 1 Notenheft und 2 Borhanghalter. Ließen, den 27. December 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. ____________I. V.: Roth.___________________ Der Dreibund und die ostafiatische Angelegenheit. Mehr als man gedacht, nimmt baß Vorgehen Deutschlands in Ostafieu das Interesse fast der ganzen Welt in Anspruch, und ganz neue Gruppirungeu der Mächte werden durch die deutsche Action hervorgerufen. Mehr al» je tritt insbesondere die Thatsache zu Tage, daß England ziemlich isolirt im Kreise der Völker dasteht, und eS ist schon lange nicht borgekommen, daß Old England so eifrig nach Bunde»- genoffen auSschaut, wie e» jetzt der Fall ist. Vielleicht sehen die englischen Staatsmänner jetzt ein, welchen Fehler fie gemacht haben, als fie nicht rechtzeitig fich einer Gruppe Mächte anschloffen, denn auch fie werden erkennen, daß ein einzelner Staat heute wenig gilt im Rathe der Völker, daß einzig ein Zusammengehen mit anderen Nationen einen Erfolg in der internationalen Politik bedeuten kann. Zweibund und Dreibund find heute die Factoren, mit denen gerechnet werden muß, und wenn fich England bisher weder der einen noch der anderen Seite hin entschieden hat, so muß e» eben damit rechnen, daß ohne sein Zuthun über die wichtigsten internationalen Angelegenheiten entschieden wird. E» befindet fich eben in einer eigenthümlichen Lage: Deutschland mißgönnt es jeden Erfolg, eifersüchtig berfolgt e» jeden Fortschritt, d-n wir im Ansehen und im Ruhm machen, und Rußland darf e» im ureigensten Jntereffe nicht unterstützen, denn es ist ja fein fruchtbarer Rivale in Ostafieu. Schon jetzt hat Eng- lang fein Prestige in jenen Regionen eingebüßt, schon jetzt sucht fß nach einem Schutzwall, um seine Besitzungen in Indien vor etwaigen Uebergrtffen Rußland» zu vertheidigcn, und doch muß eß einsehen, daß aller Schutz nichts nützen wird, daß Rußland langsam aber sicher sein Ziel verfolgt und über kur» oder lang England auf Indien verdrängt haben wird. ($« tft eigrnthümlich, daß bei dem Borgeheu Deutich- lanif In Ostafieu immer nur oon dem «-'halten Eng and», Rußlands und Frankreichs di- Red- ist und niemae» von der Stellungnahme der Drelbundstaateu gesprochen wird. Man mag e« al« s-lbstberständlich hinstellen, daß Oesterreich. Ungarn und Italien di- Action Deutschland« gutheißen und oocher von den Abfichten der deu.sch.n R-g'-rung unter. richt«, worden find. Und in Wirklich--» haben beide ikunde«. ftaateu in Ostafieu nicht da« Jntereffe, um etwa dem Plane, welchen wir in China versolgen, fich hinderlich tu, denl Weg zu stellen. Oesterreich Ungarn« Jnt-reff-nsphäre ist aus den europäischen Orient beschränkt und bon l-h-r h°b°° i»>' »« Maßnahmen der Wiener Regierung aus der Baltanbalbiul-l niemals Schwierigkeiten bereitet, sondern fie tmm- - ? f3c6= »sucht. Und Italien hat erst recht keinen Grund, unse Attion mit neidischen «licken zu b-t-°4»°.. «*°° Sä e-ääfs Unterstützung, welche Italien damals von Deutschland erfuhr, kann gar nicht hoch genug veranschlagt werden, und d k sä-s ä» 8U ^M^stad der festen Ueberzeugung, daß unsere Bundes- blicken.__ — Pralaii, 26. Decewber. Am Freitag Nachmittag kam U auf dem Hauptring zu einem großen Cm wall zwischen Studenten und Socialdemokraten. TS wurden mehrere Berhaftuogen vorgenommen. Lyon, 26. December. Gestern stießen hier zwei Personevzüge zusammen, wobei drei Personen getödtet «ab 15 schwer verletzt wurden. Berlin, 27. December. Nach Meldungen an» Schillingsfürst fand dort gestern die feierliche Beisetzung der Leiche der Fürstin Hohenlohe statt. Nach der Einsegnung drr Leiche tu der Schloßcapelle setzte sich der Trauerzug, in welchem fich Fürst Hohenlohe mit den Angehörigen der Familie, darunter der Fürst Hohenlohe Langenburg und zahlreiche hervorragende Persönlichkeiten befanden, in Bewegung «ach dem Ort-friedhofe, wo tu der fürstlichen Familiengruft die feierliche Beisetzung erfolgte. Berlin, 27. December. Wie die »Welt am Montag" zu berichten weiß, bereitet Dr. Carl Peters eine neue Expedition nach Afrika vor. Sein Ziel sei daS Betschuaua-Land im Innern Südafrikas. Die Ausrüstung der Expedition geschehe im Auftrage einrr englischen Gesellschaft. Dr. Ulrich Jahn, Mitbegründer de- Verein« für Völkerkunde, begleite! Herrn Peters auf seiner Reise. Budapest, 27. December. Ein von der UnabhängtgkeitS- parret etnberufeneS BolkSmeeting gegen die Zollunion und die Provisoriums-Vorlage konnte nicht abgehalten werden, weil die massenhaft erschienenen Socialdemokrateu eine drohende Haltung gegen die Etuberufer anuahmen. Für Donnerstag wurde ein neues Meeting angesagt. Prag, 27. December. Die Feiertage sind ruhig verlaufen. Der Patrouillendienst war verdoppelt. Die Gasthäuser mußten bereit« um 11 Uhr schließen. Sto», 27. December. Der preußische Gesaudte beim Vatikan hat, wie verlautet, gestern dem Papste ein Schreiben Kaiser Wilhelm« überreicht, in welchem der Kaiser dem Papste zufichert, daß die gegenwärtigen Operationen Deutschlands in China auch dem Schutze und den Jnterefsea der Katholiken und kaihoiischeu Missionen gelte. Part», 27. December. Die RegierungSprefse äußert fich optimistisch über die Vorgänge in Ost ast en und erklärt jede Verwickelung für auSgeschloffen. — Der Marincmiutster wird einen Credtt von 200 Millionen zur Verstärkung der Kriegsflotte fordern. Loudon, 27. December. Wie in diplomatischen Kreisen versichert wird, wurde ein Schutz- und Trutz-Büudniß zwischen Englaod und Japan bereits abgeschlofiea. Auch sollen die Verhandlungen England« mit der Regierung in Washington behuf« AbschlufieS eines Vertrage« wegen gegen» fettigen Schutzes der Interessen in Ostasien zwischen England und Nordamerika ein günstiges Resultat versprechen. Athen, 27. December. Der griechische Bevollmächtigte in Konstantinopel erhielt Befehl, gegen die Verschleppung der christlichen Alterrhümer von Theffalten nach der Türket bei der Pforte Protest zu erheben. Kauea, 27. December. Die Ermordung griechischer Bauern, welche Lebensmittel nach der Stadt brachten,' durch Macedonter hat bet den Insurgenten große Erbitterung hervorgerufen. Dieselben beschloßen, wieder activ vorzugeheu, weshalb die Admirale und fremden Commaudanten umfassende Maßregeln trafen, um die Küsteustädte vor lieber* fällen durch die Insurgenten zu schützen. Tokio, 27. December. Die Regierung hat daS Abgeordnetenhaus wegen deffen für die Regierung ungünstigen Zusammensetzung aufgelöst. ttteO proohtsielte*. Gieße», den 27. December. •* Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Allerhöchste Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs vom 16. October dea Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr zu^Offenbach, Oberführer Casimir Rudorf, Oberführer Jean Geyer und Steiger Peter Schlitz. *• Ernennungen. Durch Entschließung Großh. Ministeriums des Innern sind die nachstehenden Lehramtsaccessisten zu Lehramtsafiefioren ernannt worden: Karl Bergmann tn Offenbach, Leopold Schwarzschtld in Offenbach, August Schäfer in Darmstadt, Ludwig Wagner in Darmstadt, Ludwig Buxbaum in Rüffel-Heim, Jacob Hellwig in Bingen, Georg Wißmann in Offenbach, Wilhelm Lettermann in Groß-Gerau, Joseph Krämer in WormS, Ludwig Reed in Lauterbach, Georg KrauSmüller in Homberg, Wilhelm Loo« in Wörrstadt, HanS Rupp in Offenbach, Otto Weißgerber in Dieburg, August Keßler in Darmstadt und Heinrich Zinn in Friedberg. *♦ In den Ruhestand wurde versetzt der Gerichtsvollzieher Franz Jöckel in Grünberg auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom Tage drS Dienstantritt« seine« Dienstnachfolgers an. •• Etadttheater. Dienstag Abend kommt Charlotte Btrch-PfeifferS „Dorf und .Stadt" zur Aufführung - diese« Charakterbild wird gewiß von Vielen freudig begrüßt werden- Für Donnerstag Abend ist Herr Hacker vom Darmstädter Hoftheater für die Titelrolle der Aufführung von Goethes „Faust" gewonnen. Auf diesen tn Aussicht stehenden Genuß fei heute schon aufmerksam gemacht. *• Goncert bei Kroubour'scheu Qaartett-BereiuS am 9. Januar zum Besten des Eaalbaufoud». Der Quartettverein einer Männergesang-Vereinigung, die höchst selten in die Otffentlichkrir tritt und auch dann nur, wenn sie gemeinnützigen Zwecken fich dienstbar machen kann, hat schon wteder- holendlichst für den SaalbausondS gewirkt. Auch diesmal glaubt fie, ihr schon lange geplantes Unternehmen auSführeu zu sollen, trotzdem oder vielmehr gerade deshalb, weil eine Bereinigung zur Förderung de» SaaldaueS fich vor Kurzem gebildet hat. Da« Quartett hofft dadurch die Anregung zu geben, daß andere vereine ihm nachfolgen werden, jeder dieser vereine stößt auf neue Kreise, ave diese Kreise für den Saalbau zu gewinnen und dadurch von jedem Mitbürger ein kleine halbsreiwillige Steuer einzusordern, da« erscheint uns das Richtige zu sein. Bei einer Sentralisation wird Mancher übersehen, fühlt fich übersehen, bei einer Deceotralisation wird Niemand vergeffen, selbst bet nicht, bei vergessen sein möchte. DaS dankbarste Unternehmen für gemeinnützige Zwecke ist und bleibt da« Soncert- Mufik ist eine Sprache, die zum Herzen geht und diese Sprache versteht Jeder, auch empfangen alle Betheiligteu ihre Auslagen klingend zurück, sei es auch nur in Tönen. AuS diesem Grunde hoffen die Quartettgenoffen am 9. Januar ein beträchtliche« Sümmchen für den Zweck des Saalbaue« erfingeu zu können, umsomehr, al« fie ihre Freunde selten zusammcu- rufeu. In den allernächsten Tagen werden wir Weitere« über da« Coucert berichten. WeihnachtS-Oratvriu». Da« für den ersten Feiertag augekündigte Oratorium fand Nachmittag« 4 Uhr in „Stein« Garten" statt, und, wie wir gleich hiuzufügen wollen, unter allgemeinem Beifall des den Saal bi« auf den letzten Platz füllenden Publikum«. Eingeleitet durch einen Prolog, worin anmuthige Eagelgestalteu auf die Geburt des Heilande« hinwiesen, nahm daS Oratorium selbst, für Soli und gemischten Chor nach Worten der heiligen Schrift geschrieben, einen schönen Verlauf. In weichen und zarten Accorden, der Stimmung des Ganzen angemeffen, brachten der Chor sowohl, al« die Solisten (Sopran und Tenor) die von gründlicher Schulung zeugenden Gesänge zu Gehör, wozu die jeder Abthetluug angepaßten lebenden Bilder al« willkommene Erläuterung dienten. Boten so die GesaagSvor- träge den andächtig lauschenden Zuhörern schon einen erhebenden Genuß, so war bei den lebenden Bildern die größte Sorgfalt verwandt auf eine möglichst glänzende Ausstattung der Costüme, welch letztere ja lebenden Bildern den ihnen eigenen Reiz verleihen, und die auch hier in ihrer Pracht eine feenhafte Wirkung erzielten. Der katholische Klrchen- gesaugverein, welcher über vorzügliches Stimmenmaterial verfügt, hielt fich bis zum Schluß recht wacker, obwohl während der 2t/, stündigen Dauer der Aufführung erhebliche Anforderungen au die Leistung-fähigkeit drr Sänger gestellt wurden. Leiter wie Mitwirkende dürften indeffen die auf- gewandte Mühe belohnt finden in der Anerkennung, welche denselben von allen Seiten gezollt wurde. Eine zweite Aufführung de« Oratorium- findet vorauSfichtlich am nächsten Sounrag statt, und e« dürfte dieselbe umsomehr zu empfehlen sein, als der Reinertrag beider Veranstaltungen den hiesigen katholischen Schwestern überwiesen wird. ** Straßenbeleuchtung. Vor einigen Tagen wurden vor der reuovirten Stadtktrche zwei kräftige Caudelaber 'ausgestellt, welche namentlich nach Ausführung de« geplanten Trottoirs nicht verfehlen werden, das jetzige äußere Architectur- bild des mächtigen Baues zu heben. — Wie wir erfahren, wird da« Auer'sche Ga-glühlicht im kommenden Jahre noch eine umfangreichere Anwendung bei der Straßenbeleuchtung finden und ist besonder« auch eine weitere Verbefferung der Beleuchtung der verkehrsreicheren Hauptstraßen wie der^Plätze — auch des Ktrcheaplatzes — tu Aukficht genommen. •• Wetterbericht. Heber dem größten Theile Europas hält die Herrschaft de- hoben Druckes au, doch hat fich zugleich das gestern noch ziemlich umfangreiche Centrum in mehrere kleine Kerne gespalten. Im Westen der britischen Inseln ist der Rand eines neuen Minimum« erschienen, welche- am AuSgange des Canals und über Irland ziemlich lebhafte südliche Winde bedingt. Für unser Gebiet dürfte zunächst noch der Einfluß hohen Druckes fortbestehen uad damit der bi-herige WitterungScharacter gewahrt bleiben. — Voraussichtliche Witterung: Fortdauer des bestehenden Witte» rungscharacierS. Himbach, 22. December. Heute hat hier ein Mutterschwein 22 lebende Ferkel zur Welt besördert. Gewiß ein seltener Fall. -s-Raiurod,26. December. Traurige WeihuachtS- tage mußte eine hiesige Familie erleben. Als die Hausfrau Tags vor dem Bescheerabend die Wohnung reinigte, während ihr 2^/, jähriges Töchterchen im Zimmer spielte, war Erstere genörhigt, für kurze Zett die Wohunng zu verlaffen. Bet der Rückkehr in daö Zimmer fand die Frau ihr Kind tn dem daselbst gestandenen Büttchen voll Waffer ertrunken- da« bedauernSwerthe Würmchen war in der Abwesenheit seiner Mutter an den Zuber gerathen und tn denselben kopfüber hineingefallen. Darmstadt, 24. December. Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin beehrten am 22. d. M. Nachmittag« die Klemkinderschule Darmstadt in der Mauerstraße mit Aller- höchftlhrem Besuch und wohnten der Weihnachtsfeier bei. Hierauf begaben Sich Ihre Königliche Hoheit nach der Brffunger Kirche, wo Herr Decan Röm Held unter Mit- wtrkang des KnabevchoreS eine Weihnachtsfeier für die Kleinkinderschule Beffungen abhielt. Die der Obhut ihrer Schwestern anvertrauten Kleinen sagten das WelhnachtSevan- gelium sehr schön her und sangen die WeihnachtSlieder, den großen am Altar in Hellem Lichterschetne prangenden Weth- nachtSbaum in steter Bewunderung anschauend. Von der Kirche gingen Ihre Königliche Hoheit nach der nebenan gelegenen Turnhalle der Bessunger Schule, woselbst die Präsidentin der Strickschule Frau v. Hombergk ihre Zöglinge, es mögen an 250 gewesen sein, zur WeihnachtSbescheerung versammelt hatte. Um einen schön geputzten Christbaum hatte die Lehrerin der Schule eine große Menge Geschenke, bestehend au- Puppen, Lebkuchen, Gesangbücher, Arbeit-körbchen, Schürzen und anderen nützlichen Sachen, aufgebaut. Nachdem Herr Pfarrassistent Ausfeld einige Warte der Andacht gesprochen und auf die Bedeutung der Feier hingewiesen, sagten einzele Mädchen Gebiete auf und sangen Weihnacht«- lieber. Rach der B-rtheilung der Geschenke, bei welcher fich Ihre Königliche Hoheit auch beteiligten, führten einige Zöglinge der Schule noch ein kleine« Theaterstück auf. Ihre Köuizliche Hoheit sprachen nach Schluß der Bescheerung den Damen der Schule Allerhöchstihre größte Anerkennung uni Dank für die hübsche Feier au«. (Darmst. $tg.) Darmstadt, 24. December. Der Großherzogliche Oberst- jägermeister Gehetmerath Muhl ist heute vormittag nach längerem Krankenlager gestorben. Darmstadt, 24. December. Die Regierung beantragt, die Realschule mit Proghmnaflumabtheilungen zu Friedberg tu ein Gymnasium mit Realschule umzuwandeln und statt des seither vorgesehenen StaatSbeitrag« von 32,590 Mk. einen Zuschuß von jährlich 40,687 Mk. in den Haupt» Voranschlag für 1897/1900 ein-ustellen. Mainz, 24. December. Die städtische Commisfion für electrische Anlagen hat beschloffen, eine Eingabe an die Regierung zu richten mit dem Ersuchen, fie wöge der süddeutschen Sisenbahngesellschaft in Darmstadt die Concesfio« für die Errichtung einer Kleinbahn von Mainz nach Wie«- baden nicht ertheilen, da diese Bahn weder für Mainz nach für Castel von Jntereffe frt, weil fie dtrect nach Wiesbaden gehen und nicht auch Amöneburg und Biebrich berühren solle. • Nürnberg, 24. December. Der Magistrat hat die Eingabe de« Dolksverein«, lebenden Personen keine Denkmäler zu errichten, ohne Debatte abgelehnt. * Memmingen, 22. Decewber. Der neunjährige Sohn de« Bürstenmacher« Raid le befand fich mit dem Lehrjungen allein im Zimmer. Er fiel vom Stuhl Dec Lehrjunge hatte nach den „M. N. N." ein Meffer ia der Hand und wollte den Fallenden auffangen. Dabei stach er den Jungen in die Seite, so daß dieser mit dem Au-rufe: „Jetzt muß ich sterben!" tobt zusammenbrach. * Luxemburg, 24. December. Heute früh rutschte in Esch bei dem Hochofen deö Aachener Hütteuvcrein« beim Auffüllen baS Erz nicht tn bie Mündung. Zwei Arbeiter wollten e« herauSräumen, stürzten in den brennenden Ofen und konnten trotz aller Anstrengung nicht gerettet werden. Sie verbrannten vor den Augen der Zuschauer. • 1227 Zeitungen erscheinen, wie da« neue Berliner Adreßbuch angibt, gegenwärttg in Berlin- fie hoben fich gegen das Vorjahr um 177 vermehrt. Eine Abnahme haben nur die Theater- und BezirkSanzeiger erfahren. Zn der Frauenliteratur find sechs neue Bläuet hinzugekomwe". 179 Blätter wollen gewerbliche Jntereffen vertreten- an zweiter Stelle stehen 103 Handelsblätter. Weiter folge» 85 politische, bezw. Lokalzeitungen. 80 Zeitschriften vertreten bie Medicin, die eine Zunahme von 14 Blättern erfahren hat- 75 die Rechts- und StaatSwiffeoschasten, während 60 Zeitschriften fich auf religiösem Gebiete bewegen. • Fräulein Oberst in Uniform. In den vereinigte» Staaten nennt fich jeder dritte Mann einen Generals Oberst, Capitän — Lieutenant exlftirt natürlich nicht! — Gouverneur oder Richter. Ueberraschen aber dürfte bie Thatsache, daß es jenseits de- Ocean« auch Frauen gibt, die auf den Titel eine« „Colonel" Anspruch machen dürfen. Eine dieser bevorzugten Damen ist jetzt in den Ehestand getreten und hat fich tn der Odersten-Uniform ihre« Regiment» trauen lassen. Man kann fich denken, welche« Aussehen die junge Frau erregte, als fie in dieser originellsten aller Brant- totleiten vor dem Altar erschien. Sie trug eine schneeweiße Robe, darüber einen ausgeschnittenen Waffeurock mit schwere» goldenen Epauletten und Schnüren, eine sedergeschmückte Soldatenmütze und einen zierlichen Degen. Der Name diese» Fräuletn Oberst ist Nellie Ely aus Nashville. Sie wurde bei Gelegenheit der Centenar-Au-stellung, al« der Gouverneur von Georgia, ASktnffon, zur Eröffnungsfeier erschien, vom Gouverneur von Teuneffe, Taylor, zum Obrrsten-Ravge erhoben. Und daß Miß Ely aus diese ihre Auszeichnung stolz, ist, hat fie bei ihrer Trauung bewiesen. • Geldheiraih. „Weißt Du nicht, warum drr Baron seit einiger Zeit so betrübt einherschleicht? Ich dächte, er hätte eine gute Parthie gemacht?" — „Da« schon, — aber er hat jetzt durch eine falsche Börsenspekulation die bessere Hälfte seiner Frau verloren." Univaiitäb - Nachrichten. Berlin, 24. December. Wie die „Rordd. Allg. Ztg." hört, beschränkt sich der Gesetzentwurf über die Disciplinarverhält- nisse der Privatdocenten lediglich daraus, die DtSciplin in der Mise zu ordnen, daß die erste Instanz den Facultäten zugewirsen wird, während den DiSciplinargerichtShot zweiter Instanz ganz wie bei Professoren das Staatsministerium bilden soll. Demnach werden die Privatdocenten also in disctpitnarischer Beziehung an allen Universitäten mindestens eben so sicher gestellt sein, wie die Prosefivren. — Die Universität Leipzig zählt tm lausenden Wintersemester 348 Theologen, 1032 Juristen, 724 Mediciner (darunter 64 Zahn- heilkundige), 1173 Philosophen (davon siudiren 135 Pharmacie, 328 Naturwissenschaften, 160 Philosophie, 60 Pädagogik, 116 Philologie, 97 neuere Philologie, 85 Mathematik, 115 Landwirthschaft, 77 Slaats-- wissenschast), zusammen 3277 Studirende. Don den Studirenden sind 361 Ausländer (78 Ruffen, 73 Ameiikaner, 62 Oesterreicher und Ungarn, 46 Schroetter, 26 Bulgaren, 21 Engländer, 10 Griechen, je 8 Franzosen und Rumänen, 7 Serben usw.) Im vergangenen Sommersemefter belief sich die Zahl der Studirenden auf 3064, im Wintersemester 1896/97 aus 3126. Lehrerzahl: 153 Professoren, 52 Privatdocenten, 2 Exercitienmelster. — Halle zählt 411 Theologen, 346 Juristen, 265 Mediciner, 584 Philosophen, zusammen 1606 Studirende (außerdem 134 Hospitanten, darunter 14 Damen), (162 Ausländer, darunter 53 Russen, 49 Oesterreicher und Ungarn, 13 Bulgaren, 5 Asiaten); Sommersemester 1897: 1511, Wintersemester 1896/97: 1501. Lehrerzahl: 93 Professoren, 56 Privatdocenten, 3 Sprachlehrer, 5 Lektoren, 3 Exercilienmeifter. — Göttingen: 137 Theologen, 336 Juristen, 236 Mediciner, 445 Philosophen, zusammen 1154 Studirende. Außerdem 113 Hospitanten, darunter 42 Damen (83 Ausländer). Sommersemester 1897: 1123 Studirende, im Wintersemester 1896/97: 1017. Lehrerzahl: 86 Prosefforen, 27 Privatdocenten, 2 Lectoren, 1 Lehrer drr Zahnheilkunde, 1 Zeichen- l-hrer, 3 Erercitienmeister. — Heidelberg: 54 Theologen, 340 Juristen, 203 Mediciner, 167 Pb.los v'en, 320 Raturwtffenschasier und Mathematiker, zusammen 1084 Studirende. Außerdem 98 Hospitanten und 20 Hörerinnen (156 Ausländer). Sommersemefter 1897: 1230 Studirende, im Wintersemester 1896/97: 1001. Lthrerzahl: 112 Prosen oreu, 25 Privatdocenten, 1 Musik-, 2 Sprach, 1 Zeichenlehrer, 2 Exercitienmeister. — Königsberg: 67 Theologen, 211 Juristen, 235 Mediciner, 171 Philosophen, zusammen 684 Studirende hgt J|t ioatn feine Denk» Hut. "tunjähchr tzoha tit drm Lrhchvg„ L. ®»*U ta cu Hand unb er bin JunM * .Jetzt mß rührutschte In «sch ins beim SusMrn rdetter woütkn es i Ofen und konnte« n. Tie vnbrauuten Dl? i-rntn« "8’tiihn 11 bl" twipt. '! ’W*»H lir Ml °»fett 8h. ‘ “d8! »er lit, »lei. 1 f®l ®«l»| Og* beraten Ifl», *** .M -M t^'4i > aui^Tu* ttn ne Pdüolog't, Ä»> e&s- rKss sftss? sW IK^tlPIUf'&W KrM a’S'äs* bat mut Bttlioer in; sie hob» sich Eint Abnahme haben erfahren. Zn btt itr hinzugekomm". iffen veneeteu; au er. Wtittr folgt» ) Ztieschriflto der» on 14 BlSttern er» seoschasttn, ivahrtnb le bemegen. den vtreioigtt» ton einen General,, natürlich nicht I - 0 aber dürfte die and Krauen gibt, och wachen dürfe». i den Lhchnnd m W N^6* Mei WM®blt intern aller Brants rüg eine schukeweihr ffenrock oll fch»ire» eine federgtichnAie i Der Name ditfe» Mk. Ae wurde B1, als der S°»' ifsllnnfliftier rrschirn, atn Db*W itt AnsjeichnW Datum drr B»ron chl? Jch dWt, er Das Ichon, " flber L-b-M" ^7 Ausländer). Außerdem 56 Hospitante» einschließl. 12 Damen. Sommersemester 1897 : 695 Studirende, Wintersemester 1896/97: o n^c/, Uhr: Golden« Eva. Abends 7Uhr: Gebildete Menschen. Sonntag dm 2. Januar, Nachmittags 3'/, Uhr: Hans Huckebein. AbmdS 7 Uhr: Versunkene Glocke. Montag dm 3. Januar: Mutter Erde. Brodpreis e vom 26. December bis 9. Januar. 1898. Dar hiesigen Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Taselbrod......29 Psg. 2 Kg. (4 Pfd.) Taselbrod......58 , 1 «g. (2 Pfd.) Wetßbrod 27 . 1 „ (2 „ ) „ bei Heinrich Plank 26 „ 2 Kg. (4 Pfd.) Wetßbrod......54 , 2 „ (4 „ ) „ bei Heinrich Plank . . 52 „ 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod......25 1 , (2 , ) „ bei Heinrich Plank . 24 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod.....M 2 „ (4 „ ) „ bei Heinrich Plank 48 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod......75 Dar auswärtigen Bäcker. 1 Kg. <2zPsd.) Weißbrod bet L. Stetnmüller, Gr.,Linden 23 W. Weitzel von Lang Göns 25 Wilh. Fabel von Wteseck 26 2 Kg. (4 Pfd.) Wetßbrod bei Joh. Kd. Ve te v. Kirch-Göns 46 L. Stetnmüller, Gr.-Linden 46 W. W:ttzel von Lang-Göns 50 W. Fabel von Wieseck 52 2 Kg. (4Pfd.)Schwarzbrod beiJoh. Kd. Veite v. Kirch-Göns 42 L. Stetnmüller, Gr.-Linden 44 W. Steinmüller v. L.-GönS, 44 W. Weitzel von Lang-GönS 46 G. Jacoby v. Alten-Bufeck 48 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod bei Ernst Ebrist von Wieseck 70 Wilh. Fabel von Wteseck 70 G. Jacoby o. Alten-Buseck 72 Der BrodvertLufer. Dieselben Preise wie bei dm hiefigm Bäckern. Psg. Gießen, den 27. December 1897. • Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. Verkehr, €wir^f^a|L — ««der die Buttergewiunuug in Deutschlaud hat Geheimer Regierungsrarh Proi. Dr. Flettchmann von der Uni verfität Göttingen an^ähUch eines Vortrages im landwtrthschastltchm Hauptveretn doitselbft «ne scharfe Kritik geübt. Er stellte fest, daß innerhalb deS Jahrzehnts 1883-1892 die für die Verarbeitung jährlich zur Verfügung stehende Mtlchmenge in ungeahntem Grade, mindestens um 90pCt., sich vermehrt bat. Nun verarbeitet man aber in Deutschland die Milch hauptsächlich aus Butter und vernachlässigt die Käserei, sodaß die etngetretene bcdeutmde Steigerung des Angebots von Butter unschwer sich erklärt. Vergrößert wurde dasselbe noch durch die Fortschritte, welche die Technik des Molkeret- wesens und die Ausbreitung der gmvssenschastlichen Verwerihung der Milch gemacht haben; auch die Einschränkung der unmittelbaren Verzehrung der Milch blieb nicht ohne Einfluß. Während so das Angebot von Butter wuchs, blieb die deutsche Butter-Ausfuhr im Allgemeinen auf dem Stande stehen, auf dem sie schon vor zwanzig Jahrm sich befand, währmd noch dazu ein neuer Wettbewerber in der Margarine entstand Nun führt aber Prof. Fleischmann die wenig befriedigende deutsche Butter-AuSfuhr darauf zurück, daß die Sorgfalt, welche man im großen Durchschnitt der Butterverbrettuutz in Deutschland widmet, noch sehr viel zu wü, schen übrig laste und daß Scandtnavien und Dän'mark in dieser Beziehung unv überflügelt haben und zwar nicht nur in Bezug saus kaufmännisches G-schick, sondern auch in Bezug auf Güte und Ausgeglichenheit der Butter. Der Grund dieses unseres Zurückbleibens liege 'aber nicht in der Technik der Bulterbereitung, welche wir in allen Tbeilen vollständig beherrschen, sondern darin, daß die L-nvwirtbe im Allgemeinen der Müchwtrthschail nicht daS verdiente Jnlereste schenkm und «S ost geradezu unmöglich machen, die zu Gebote stehenden HilsSmtttel anzuwmden. -------Zurückgesetzte Stoffe im Ausverkauf.------- 8 Meter soliden Stoff zum Kleid für Mk. 1.80 6 „ „ Frühjahre- und Sommerstoff • „ B 1.68 6 „ solides Damentach n » » 9.30 6 „ Veloutine-Flancll guter Qualität „ n • 4.20 6 „ Ball- und Gesellschaftsstoff, reine Wolle e „ „ 4.50 versenden in einzelnen Metern franoo Ins Haut Geleskvhkitskiillft in Winter-, FrLhjshr nn> Sommerstoffen zu reducirten billigsten Preisen. 7695 Muster auf Verlangen franco. Modebilder gratis Versandhaus Oettinger & Co., Frankfurt a. M. Separat-Abtheilung für Herrenstoffe: Stoff zum ganzen Anzug für Mk. 3.75, Cheviot zum ganzen Anzug für Mk. 5.85. Ball-Seide v. 75 Pfg. 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Die Gesellschaft ist eine offene Handelsgesellschaft und es ist jeder der beiden Theck- Haber mr Zeichnung und Vertretung der Firma berechtigt. 3. Wilhelm Ullrich zu Gießen betreibt seit dem 10. November 1897 zu Gießm unter der Firma Wilhelm Ullrich ein Delikatessen- 4. Kaufmann Louis Katz zu Gießen betreibt seit 1 November 1897 zu Gießen unter der Firma Louis Katz ein Herren-Garderobe- 5 Karstmann Justus Formhals von Großen Linden betreibt seit 1. September 1897 zu Großen-Linden unter der Firma Justus Formhals eine Cigarcen-Fabrik. B. Veränderungen: 6 Kaufmann Löb Sllß zu Meßen hat in sein zu Gießen unter der Rrma L. Süß bestehende« Geschäft den Kaufmann Ferdinand Krämer non hier als Theilhaber ausgenommen, mit welchem er das Geschäft in offener Handelsgeschäft unter der seitherigen 7. Dem^Kcmsnumn Richard Christian Soeni!» in Schöneberg bei Berlin wurde für die Firma Rinn & ClooS zu Heuchelheim Städtischer Arbeitsnachweis Gießm. Gartenftrahe 2. ««gebot der «rbettnehtmerr 1 Bäcker, 1 Bauschloffer, 1 Schuhmacher, 1 Maschinenschloster, 1 gepr. Heizer, 1 Schreiner. 2 Fuhrknechte, 10 Taglöhner, 1 Bureaudiener, 1 Echreibgehülfe, 4 HauSburschen, 1 Hausmädchen, 1 Dienstmädchen, 1 Näherin. Nachfrage der «rbettseberr 1 Drechsler für eine Dampfdrechslerei, 1 Buchbinder, 1 Spengler, 1 Glaser, 1 Küfer, 2 Sattler, 2 Schuhmacher auf Werkstatt, 6 bis 6 Maschinenschloster, 1 Bauschlosser, 2 Acker knechte, Arbeiterin in eine Druckerei, 12 Dienstmädchen vom Lande für Küche und Hausarbeit, 1 Köchin, 1 Beiköchin, 1 Bureaugehülfe, 1 Echreibgehülfe (Anfänger). Lehrlinge: 3 Bäcker, 2 Buchbinder, 2 Drechsler, 1 Gärtner, 1 Kupferschmied, 2 Sattler, 2 Schlosser, 3 Schmied, 2 Schneider, 3 Schreiner, 2 Schuhmacher, 1 Seher, 1 Wagner. C. Löschungen: Folgende Firmen wurden gelöscht- Die Firma L. Schimmel zu Gießen. Die Firma August Schlesinger zu Gießen. Die Firma A- Rudner zu Gieren. Gießen, den 24. December 1897. Grobherzogliches Amtsgericht. Neuenhagen. 8 Kaufmann Wilhelm Haustein zu Gießen hat >n sein zu Gießen 8’ unter der Rrma Gebr. Haustein bestehendes Handelsgeschäft den Kaulmanu Heinrich Völzel t>on Wieseck als Theilhaber auf. genommen. Beide Gesellschafter führen dar G schäft m offener Hand-lsaesellschaft unter der seitherigen Firma fort. 9 Kaufmann Israel Rothschild zu Gießen hat msem zu Gießen unter der Firma I. Rothschild bestehendes Hardelsg-schätt feinen eSm Rothschild zu Gießen als Theilhaber aufze kommen3 mit welchem er da« Geschäft in offener Handelsgesellschaft 7ür'd^Lm7G?b?W°ein"krg"in Liquidation zu Gießen ill an Stelle des verstorbenen Ferdinand Hosmaun von Gießen der Kaufmann Carl Loo« zu Gießen zum Liquidator bestellt wordem S5 BehördlicheAnzeigen Srrbmisfiorrs A«sfchreiben. Nachstehende, für den Neubau der Horloffbrücke bei Hof-Schwalheim erforderliche Arbeiten und Lieferungen sollen auf dem Wege schriftlichen Angebots vergeben werden: 1. Maurerarbeit, 2. Steinhauerarbeit, Frankfurter Rollladen- und Wellblech-Fabrik Tillmanns & Co., 6. m. b. H,, Stahlwellblech- und Holz-Rollläden in jeder Grösse und Con- struction, in anerkannt solidester und durchaus sachgemässer Ausführung. Rollladen - Artikel jeglicher Art. Rollladen -Reparaturen werden prompt und billig übernommen. Wellbleche und Wellblech-Gebäude. ____ ■— Efaenconstructionen jeglicher Art und Grösse. ------ 1283 Solide prompte Bedienung. Meu eingetroffen! 8 Prima Glühkörper (Strümpfe) unübertroffen in Leucht ! kraft, Br nndau r und Haltbarkeit, hui. Aussetzen lt» Stück 70 Pf«. Desgleichen „traneportf&citK*, von Jedermann leicht autzusetzen, per Stück 60 Pfg. Complette Brenner, Cylinder, Schirme, Kugeln rc. billigst bet 1’419 A. & G. Wallenfels, Ma ktplotz 21. Fernsprecher 46. Bet größ. Abnahme Preisermäßigung. 3. Chaustirarbeit, 4. Stein, Sand., Cement- und Schwarzkalklieferung, 5. Lieferung, Montirung und Anstrich des eisernen Ueberbaues. Pläne, A-beitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei Großherzogl. Bürgermeisterei Echzell zur Einsicht offen und sind Offerten verschloflen und postfrei mit der Aufschrift „Horloffbrücke bei Hof-Schwalheim" bis spätestens 31. Januar k. Js. bei unterzeichneter Stelle einzureichen. Zuschlagsfrist 2 Wochen. Tübingen, den 21. December 1897. Großh. Kreisamt Büdingen. Klietsch. 11598 Empfehlungen. Echte, direct bezogene Ungarweine in vorzüglichster Qualität zu billigsten Preisen empfiehlt 11597 C. Bender, Colonialw?aren- und Deltcateffen, Gießen, Wollthorstr. 14. Für Dienstmädchen. Koffer und bunte Laden empfiehlt 11519 I Jt. Schulhof. Zimmerpflanzen 9446 Ialler Art gedeihen herrlich, zeigen« prachtvolle BIQthen mit üppiger W Blattentwioklung nach Gebrauch vonK flusche» Blumendänger.M Pack ä 20 Pfg. u 40 Pfg. nur beio| A. Noll, Drogerie, Bahnhofstr. 61. M Neu! Neu! Laubsägehotz aus 3 Theilen verleimt. Verziehen und Abbrechen einzelner Stücke benn Sägen vollständig ausgeschloffen. 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