Nr. 280 Viertes Blatt. Sonntag den 28. November 1897 Der Kietz euer Anzeiger erscheint täglich, orit Ausnahme de» Montag-. Die Gießener MnmitienSsälter werden dem Anzeiger wSchenilich dreimal bkigelegt. Gießener Anzeiger Kenerak-Wnzeiger. vierteljähriger Avounementsprets» 2 Mark 20 Pfg. eit vringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Gxpeditio» und Druckerei: -chulstratze Ar.7. Fernsprecher 61c Aints- und Anzeigeblutt für den Tkreis Gieszen. ■»£ I Gratisöeitage: Gießener KamilierMitterV | Amtliche» Theil. Bekanntmachung, die Nachsuchung der Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugnissen betreffend. Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, werden hierdurch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu beachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvollständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. 1) Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs- Commission nur dann einzureichen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2) Die Berechtigung zum einjährig-fteiwilligen Dienst kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Jahres nachgesucht werden, in welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird. Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen Dienst ist bei Verlust des Anrecht« spätestens bis zum 1. April desselben Jahres zu erbringen. (Wenn z B. mit Rücksicht auf das Lebensalter die Einreichung des Gesuchs nicht weiter hinausgeschoben, das vorschriftsmäßige Schulzeugniß aber erst am Schluffe des Schuljahres ausgestellt werden kann.) In solchen Fällen ist in dem Gesuch anzugeben, daß dar Schulzeugniß bis 1. April nachfolgen werde. Z) Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actenformat (nicht Briefpapier) zu verwenden. Auch ist die nähere Adresse anzugeben. 4) Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a) Geburtszeugniß; d) Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen attiven Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen; v) ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realgymnasien, Ober-Realschulen, Progymnafien, Realschulen, Realprogymnasien, höheren Bürgerschulen und sonstigen militärberechtigten Anstalten) durch den Director der Anstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit ooer ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszuftellen ist; d) das Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b: daß in dem Einwilligungs-Attest die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt fein muß. Zu pos. d: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeugnisse für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reifezeugnisse für die Prima der Gymnasien, Realgymnasien und Ober-Realschulen, sämmtlich nach Neuster 18 zur Wehr-Ordnung vom 22. November 1888 — Reg.-Bl. Nr. 27 von 1894 — ausgestellt sein müssen. Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der §§ 88, 89, 90, 93 und 94 der angeführten Wehr-Ordnung verwiesen. Großh. Prüflings - Commission für Einjährig-Freiwillige zu Darmstadt. Der Vorsitzende: Dr. Kayser. Gefunden : 1 Portemonaie mit Inhalt, 1 Spazierstock, 1 Mütze, 1 Ring, 1 Paar weiße Damenhandschuhe, 1 einzelner Handschuh, 1 Täschchen, 1 Taschenmesser, 1 Rehfell, 1 Schürze und 1 Pferdeteppich. Zugeflogen: 1 Hahn. Gießen, den 27. November 1897. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. v. Bechtold. lieber Irrsinn in Gefängnissen Veröffentlicht der Pariser „Progros Msdical" einen Artikel ior Dr. Lemesle, Advokat an dem Gerichtshöfe in Paris, der gegenwärtig, wo die Behandlung der Gefangenen durch die von der Regierung erlassene Verordnung wieder in Erörterung gestellt wurde, von besonderem Interesse ist. Dr. Lemesle ist der Ueberzeugung, daß man in naher Zukunft die Bezeichnung „irrsinnige Verbrecher" nicht mehr gebrauchen wird, weil man Verbrechen und Irrsinn schon heute als gleichbedeutend ansehen muß. Die Forderung, daß die Verbrecher mehr in ein Irrenhaus als in ein Gefängniß gehören, ist ja nicht mehr neu und unter Anderem schon von Bellamy ausgesprochen worden. Lemesle glaubt nun, daß die Anerkennung dieser Thatsache gegenwärtig auch bereits ,,bts in das Vorzimmer der gesetzgebenden Köperschaften" gedrungen ist. Die statistische Zusammenstellung, die nun folgt, ist von sehr bedeutendem Gewichte. Lemesle fängt natürlich bei Frankreich an und verweist unter Anderem auf die Untersuchungen von Monod, welche die Häufigkeit des Irrsinns in den französischen Gefängnissen aufgedeckt haben. In England gibt die Statist.k eine Ziffer von 6,4 pCt. Wahnsinnigen unter den Gefangenen, für Italien nimmt Rossi ein Minimum von 5,2 pCt. für dieses Verhältniß an, während Professor Marco gegenüber dem französischen Verfasser selbst die Ueberzeugung aussprach, daß die Zahl der Verrückten in den italienischen Gefängnissen 32 pCt. (!) betrüge. In Deutschland beziffert Professor Mendel diese Zahl auf 12,9 pCt., und der bekannte Gefängnißdirector Kröhne fand im Moabiter Gefängniß 10 pCt. Geisteskranke. Der hervorragende Nervenarzt Dr. Nücke in Leipzig sagt aus, daß nach seiner Ueberzeugung unter den Geisteskranken, die ihm aus den Gefängnissen überwiesen werden, etwa Ve ist, deren Verrücktheit schon vor der Verurtheilung bestand. Eine von Langreuter schon im Jahre 1884 für Preußen aufgestellte Statistik behauptet sogar, daß von 1200 irrsinnigen Verbrechern in den Gefängnissen der dritte Theil offen- bar schon vor der Begehung des Verbrechens krank war, Professor Mendel glaubte dieses Verhältniß aber gar bis auf */t erhöhen zu müssen. Wenn man aus diesen von bedeutenden Nervenärzten aufgestellten Zahlen nur den Durchschnitt für wahrscheinlich annimmt, so muß die Frage, in wie vielen Fällen die Gerichtshöfe einen kranken Menschen verurtheilen, der für seine Handlungsweise nicht veantwortlich gemacht werden kann, als eine schwer ernste erscheinen. Nun wird vielfach gesagt: das liegt nicht an den Gerichtshöfen. Die Gerichte verurtheilen die Verbrecher in geistesgesundem und verantwortlichem Zustande; wenn es so viele Verrückte in den Gefängnissen giebt, so liegt das an der Strafvollstreckung. Das heißt ja nun, die Verantwortung von Einem auf den Andern schieben, und unsere Gefängnißverwaltungen werden einen solchen Vorwurf wahrscheinlich mit großer Entschiedenheit und in den meisten Fällen hoffentlich auch mit Berechtigung von sich weisen. Man könnte drei Ursachen annehmen, die bei Verbrechen im Gefängnisse selbst den Jrsinn Hervorrufen könnten: mangelhafte Gesundheitspflege, ungenügende Nahrung und der Zustand der Einfperrung selbst. Was den ersten Punkt anbetrifft, so wird selbst ein verbitterter Ankläger unserer heutigen Gesellschaftsordnung zugeben, daß die Hygiene in den Gefängnissen auf einem hohen Standpunkte steht, und wird vielmehr seine Anklage dagegen richten, daß für vie^e in Freiheit lebende Leute in dieser Hinsicht weniger gesorgt ist, als für die Gefangenen. Dasselbe gilt von der Ernährungsweise der Gefangenen, die bekanntlich manch einen Arbeitslosen geradezu zu einem Vergehen gegen das Strafgesetz veranlaßt, um sich diese Art der Verpflegung zu verschaffen. Wie steht es nun mit der Frage, ob die Einsperrung an sich den Wahnsinn Hervorrufen kann, und dies ist wohl der Untersuchung werth, man muß aber dabei zwischen Gelegenheitsverbrechern und Gewohnheits- Verbrechern unterscheiden und außerdem die Wirkung der Einzelhaft und der gemeinschaftlichen Haft auseinanderhalten. Der Gelegenheitsverbrecher empfindet die Kränkungen seiner Einsperrung lebhafter, er wird in Angst, Scham und Gewissensbissen erhalten, und wenn er bereits eine Anlage zur Nervenerkrankung besitzt, so wird die Einsperrung den Wahnsinn vielleicht zum Ausbruche bringen. Das ist nicht zu bestreitcn, jedoch ist es auch hier noch fraglich, ob nicht eine gewissenhafte ärztliche Untersuchung die Neigung des Ver- lirtheilten zu einer derartigen Erkrankung im Voraus festgestellt und ihn vor den weiteren Folgen bewahrt haben könnte. Was nun die Gewohnheitsverbrecher betrifft, so sind sie gegen die moralische Wirkung der bloßen Einsperrung bereits abgestumpft, und bei ihnen darf man die Entstehung des Wahnsinns aus dieser Ursache nicht annehmen. Dr. Nücke behauptet seinerseits, daß im Allgemeinen Diejenigen, die nicht dazu prädisponirt sind, in der Gefangenschaft nicht irrsinnig werden, daß dagegen bei PrädiSponirten die kleinsten Ursachen! in den bestgehaltenen Gefängnissen genügen, um die Geisteskrankheit zu entwickeln. Dr. Visin, der die ' Wirkung der Zellenhaft in belgischen Gefängnissen studirt hat, kam zu dem Ergebnisse, daß alle untersuchten Verbrecher, die durch den Aufenthalt im Gefängnisse verrückt geworden sein sollten, schon vor ihrem Eintritt in dasselbe an geistigen Störungen in gewissem Grade gelitten hatten. Lemesle faßt sein Urtheil dahin zusammen, daß man die Gefängnißverwal- tung im Großen und Ganzen von der Verschuldung an der Häufigkeit des Irrsinns unter den Gefangenen freisprechen muß, daß dagegen eine Anklage die Gerichtsverhältnisse trifft, nach welchen in vielen Fällen Leute zu entehrenden Strafen verdammt werden, die in Folge geistiger Störungen für ihre Handlungsweise nicht verantwortlich gemacht werden könnten und vielmehr unter die heilende Hand des Arztes, als unter die harte Hand des Gefangenenaufsehers gehörten. Deutsches Boid?. Darmstadt, 26. November. Jyre Königlichen Hoheitca der Großherzog und die Großherzogin werden Sich am Montag, 29. November, nach Mainz begeben, um der Einladung de« Offiziercorp« des 3. Großh. Infanterie- Regiments (Leib'Regiments) Nr. 117 zu einem Ballfeft zu folgen, vorher wird das OfstziercorpS des Letb-Regtment« an der Großherzoglichen Tafel im Palais theilnehmen. totales ttttd prot>iHjieaes Gießen, den 27. November 1897. •* Schuldienst - Nachrichten. Am 27. October wurde dem Schullehrer Adam Mader zu TberSberg eine Lehrerstelle an der Bemetndeschule zu Bauschheim, KretS Groß- Gerau, — an demselben Tage wurde dem SchulamtSaSpi- ranten Heinrich Weisel aus Mufchenheim eine Lehrerstelle an der Gemeindefchule zu Garbenteich, KretS Gießen, — — am 30. Oktober wurde dem SchulamtSaSpiranten Earl Jacob Ritter au« Wahlheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Eppelsheim, Kreis WormS, — an demselben Tage wurde dem Schullehrer Philipp Graf zu Reisen eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Biebesheim, Kreis Groß-Gerau, — an demselben Tage wurde dem SchulamtSaSpiranten Heinrich Metzger auS Langen eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu EgelSbach, KretS Offenbach, über- tragen- — an demselben Tage wurde der von dem Kreis- rath zu Offenbach, sowie dem katholischen Pfarrer und dem OrtSvorftand zu Groß-Steinheim aus die 1. Lehrerstelle an der katholischen Schule zu Groß-Steinhetm, KretS Offenbach, präsentirte Schullehrer Franz Paultn zu Lorsch für diese Stelle bestätigt- — am 10 November wurde dem Schullehrer Theodor Jung zu Stabilen eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hungen, Kr. Gießen, — am 13. November wurde dem Schulverwalter Eduard Volkheimer zu Hain- ftadt die 2. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Zrllhausen, Kreis Offenbach, — an demselben Tage wurde dem Schullehrer Heinrich Schildwächter zu Bern-feld die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hopfgarten, KretS Alsfeld, — an demselben Tage wurde dem Schullehrer Heinrich Gompf zu Hopfgarten die Lehrerstelle an der Gemeinde- schule zu BernSseld, KretS Alsfeld, — an demselben Tage wurde dem SchulamtSaSpiranten Peter Jacob au« Fürth eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bternhetm, KretS Heppenheim, — am 17. November wurde dem Schullehrer Carl Rößler zu Rothenberg eine Lehrerstelle an der Ge- metndeschule zu Mölsheim, Kreis Worms, übertragen. •• Schutz den vauhaudwerker». Schon seit Jahren ist von Veiten der Bauhandwerker und in den Volksvertretungen der Wunsch kundgegeben worden, das Bauhandwerk gegen die Nachtheilr zu schützen, welche ihm aus dem vielfachen Ausfälle feiner Forderungen bei Bauten erwachsen. Namentlich in den größeren Städten hat sich ein solcher Uedelstand bemerkbar gemacht. Seitens der preußischen Regierung wurde der Frage stets eine große Aufmerksamkeit entgegengebracht. Man hat die zur Abhilfe in den Parlamenten und in der Presse gemachten Vorschläge eingehenden Prüfungen unterzogen und wenn e« früher nicht gelungen war, zu einer gesetzgeberischen Maßnahme auf diesem Gebiete zu gelangen, io dürfte daran hauptsächlich der Umstand die Schuld ge- tragen haben, daß der Bauthättgkeit und damit der Beschäftigung der Bauhandwerker selbst durch eine etwaige gleichzeitige Beeinträchtigung der Betheiligung des Kapitals an Bauunternehmungen nicht Schaden zugefügt werden sollte. In neuerer Zeit hat man indessen Pläne in Erwägung nehmen können, bei welchen diese Gefahr ausgeschlossen erscheint. Dem vernehmen der ,Berl. Pol. Nachr.- nach dürfte et» Gesetzentwurf zum Schutze der Bauhandwerker fertiggestellt sein. Derselbe dürste in nächster Zeit veröffentlicht werden, damit den Interessenten, sowie allen den Kreisen, welche sich mit der Frage befaßt haben, Gelegenheit gegeben wird, fich za den einzelnen von der Regierung ta Vorschlag gebrachten Maßnahmen zu äußern. •* 3n Amerika verstorbene Hesse«. Falls Eith, Neb., Frau Elisabeth Miller, geb. Sommerland, 76 Jahre alt, aus Beerfelden t. O. West Hoboken, N. I., Peter Söhnlein, 24 Jahre alt, aus H:ffen-Darmstadt. Alleghenh, Pa., Sophia Glte«, 84 Jahre alt, aus Schltz. Albfelb, 26. November. Wie tu allen Theileu unsere« HeffeulandeS wurde gestern auch hier die Dopp elfe ter de« Geburtstages Ihrer Röntgt. Hoheiten de» Groß. Herzog« Ernst Ludwig und seiner hohen Gemahlin der Großherzogin Victoria Melitta durch entsprechende Feierlichkeiten würdig begangen. Im Gasthaus zur Rrone fand ein Festessen statt, in dessen Verlauf Herr RretSrath Dr. Meltor d:n von der Versammlung begeistert aufgenommenen Toast auf unser Fürstenpaar ausbrachte. Im festlich geschmückten Saale de« WetnhauseS hatten sich die Mitglieder deS Veteraueu- und RriegervereinS zu gedachtem Zwecke vereinigt. Die Versammlung gab den Gefühlen unwandelbarer Treue für da« angestammte Fürstenhaus und insbesondere seinen derzeitigen Repräientanten in einer an daS hohe Ge- burtStagSpaar abgesandten, in herzlichen Worten gehaltenen Glückwunschdepesche Ausdruck. Patriotische Ansprachen und Gesänge verschönten die Feier. Nidda, 22. November. Auch in unserer Stadt hat sich nunmehr ein Eomits gebildet, daS Geld und Naturalien für die Abgebrannten in Michelbach sammelt. Hilfe thut dort, wo der Winter vor der Thür ist, dringend noth. Gleichwohl stößt man bei nicht Wenigen auf die Frage: Warum versichern die Leute nicht? Und diese Frage ist durchaus nicht unberechtigt, eS wäre dann ja doch nicht alle» verloren, und in unserer Zeit mit ihren großen Ansprüchen an die Nächstenliebe zersplittern sich die Gaben viel zu viel. Es dürfte eine davkenSwerthe Aufgabe nicht der Agenten, denen der Bauer mit Mißtrauen entgegensieht, wohl aber ter Geistlichen und Lehrer sein, bei jeder paffenden Gelegen- heit auf die Pflicht der Berficherong hinzuwetsen. X. Darmstadt, 26. November. Der Invaliden. Unterstützungsverein von 1866 trat heute unter dem Präsidium Seiner Excellenz des Herrn Finanzmtntfters Weber zu seiner Generalversammlung, verbunden mit VerwaltungSrathSfitzung, zusammen. Au« dem vom Ber- einSschrtftführer, Herrn Geh. Oberconfistortalrath Buchner, erstatteten Jahresbericht für 1896 erfahren wir, daß in diesem Jahre an Invaliden 2536, an Hinterbliebenen solcher 2535 Mk. Unterstützungen gegeben wurden; 1884 waren e« 43 Invaliden und 20 Hinterbliebenen, jetzt find eS deren 30, bezw. 10. Den Vertrauensmännern deS Vereins wurde warmer Dank für ihre segensreiche Thätigkett ausgesprochen, ebenso der förderlichen Unterstützung de« Ministeriums und ein freundlicher Appell an die Sparkaffen des Landes (deren Zuschüsse letzthin stets zurückgegangen find) gerichtet, die edlen Bestrebungen des Verein« wieder intensiver zu unterstützen. — Im Voranschlag für baß Jahr 1898 find an Unterstütz, vngen für Invaliden 2348 Mk., für Hinterbliebenen solcher 2535 Mk. vorgesehen, an Beiträgen der Mitglieder de« Großherzogltchen Hause« 575 Mk., desgleichen von öffentlichen Raffen und Privatpersonen 988 Mk., an einmaligen Beiträgen der Sparkaffen 500 Mk (1896 gingen noch 680 Mk. ein). Mit DankeSabstattung an die Organe de« Verein« und an die Preffe schloß die Generalversammlung. A Mainz, 26. November. Wie man dem „M. Tagest!." von zuverläsfiger Seite mittheilt, ist der Plan, die Festung«, werke von Mainz niederzulegen und Mainz zur vollständig offenen Stadt zu gestalten, im RriegSmiaistertum auSgearbeitet worden. B S zum 1. Januar soll ein dahin- gehender Beschluß im RriegSmtnisterium definitiv gefaßt werden, so daß die Entscheidung noch im Laufe des Monat« hierher mitgetheilt werden kann. Ferner besteht der Plan, die Stadt Mainz zum Sitze eine- GeneralcommandoS zu machen. — Für die hier zur Erbauung kommende „Christus- ktrche" — der zweiten protestantischen Rirche in hirfiger Stadt — erfolgte gestern mit einer entsprechenden kirchlichen Feier der erste Spatenstich. Die R rche, zu welcher die Mittel durch eine Lotterie und freiwillige Gaben aufgebracht worden find, wird tu der Neustadt in der Kaiserstraße in der entgegengesetzten Seite von dem Eentralbahnhof erbaut. Da« erforderliche Gelände hat die Stadt gratis abgelaffen. Der Wasserstand deS Rheins ist derart zurückgegangen, daß der Pegel hier nur noch eine Höhe von 28 Lenttmeter zeigt. Die Schifffahrt ist so gut wie ganz eingestellt und außer leeren Schiffen steht man fast nur noch die kleinen, wenig tief gehende Trojectboote auf dem Strom des WafferS. Das Waffer ist so niedrig, daß man stellenweise in die Mitte deS Stromes bi« auf das Flußbett fahren kann. Arbeit«, lose Schiffer und Flößer machen fich den niederen Waffer- stand dadurch zu Nutzen, daß fie daS Flußbett nach gesunkenen Gegenständen absuchen. • Spandau, 23. November. Auf dem hiefigen, sehr umfangreichen LehrterGüterbahnhof wurde dieser Tage wahrgenommen, daß die Weichen nicht fnnctionUten; tat Betriebe mußte deßhalb iunegehalten werden. Man forschte nach der Ursache dieser auffälligen Erscheinung und entdeckte schließlich, daß der auf dem Weichenthurm stationirte einzige Beamte, der bejahrte Weichensteller Mehl«, beweg- ungSlo« am Boden lag. Er war von einem Schlaganfall betroffen worden und starb bald darauf. ♦ Kirchheim a. Eck, 23 November. Heute früh ver- breitete fich hier das Gerücht von einer furchtbaren Tr ag ö die, die fich in dem nahen Dackenheim ereignet hat. Die etwa 20jährige Tochter beß Oeconomen Gemltch und der im Hause bedienstete Knecht Kopp begingen anscheinend Selbstmord. Da« Mädchen lag nach der „Pf. Pr." erschaffen im Bette de« Knechtes, während dieser sich nebenan erhängte. • Herzogliche Baugewerkschale Holzminden, flm hundertjährigen Geburtstage ihres Gründer«, deS RreiSbaumeister« F. L. Haarmanu (geb. 25. April 1798), soll der Grundstein zum neuen Gebäude gelegt werden. Zur Theilnahme an dieser bedeutsamen Feier ladet die Schule ihre ehemaligen Lehrer und Schüler mit der Bitte ein, ihr zur Herausgabe eine« Berzeichn'ffe» bis zum 10. December Mitrheilung zu machen, wann die betteffenden Herren an der Anstalt gewirkt oder diese besucht haben und in welchen Stellungen fie sich augenblicklich befinden. Die Angehörigen bereit« verstorbener Lehrer und Schüler werden um Angabe de« Todesjahres gebeten. Für die Theilnahme an der Feier ist eine gleichzeitige Anmeldung sehr erwüusch'. Hebet die Einrichtung des geplanten Festes werden in nächster Zeit weitere Mit- theilungen in diesem Blatte folgen. (Abdruck in den Blättern willkommen). ♦ Einen Kranz für vier Pfennige! Am Todtenfest drängte fich in Gera unter die Menge, die bei den Blumenverkäufern eine letzte Liebesgabe für ihre Heimgegangenen kaufte, auch ein dürftig gekleidetes Rind von vielleicht fünf Jahren, das in den zitternden Händchen wenige Geldstücke hielt. „Rann ich einen Kranz für mein Geld bekommen?" fragte es den Verkäufer. „Wie viel hast Du btnn?" DaS Rinb öffnete die Hand. Vier Pfennige konnte man darin zählen. Auf die Frage, für wen eS den Kranz kaufen wollte, antwortete daS Kind: „Für meinen Vater, ber beim Bau verunglückt ist." Auf bie weiteren Fragen, wo benn bie Mutter sei, antwortete bat Rind unter Thränen: „Mutter liegt krank zu Bett, uub Gelb haben wir weiter kein»,- aber unser Vater soll boch heute auch einen Kranz haben." Die Wahrheit bieser Kinbererzählung bestätigte eine Frau auS ber Menge. Gerührt reichte ber Verkäufer bern Kinde einen feiner schönsten Kränze hin und rief: „DaS ist für den tobten Mater; aber wer will etwa« für die kranke Mutter thun?" In einen aufgehaltenen Hut warf jeder der Umstehenden ein Geldstück hinein. Die Kleine wußte nicht, wie ihr geschah- den Kranz bekam der tobte Vater, und 22 Mk. 7 Pfg. brachte fie eilends der ahnungslosen kranken Mutter. • Da« Ende bet Gould'schen Millionen. Miß Anna Gould, die Rewyorker Millionärsiochter, die einen franzöfi scheu Grafen Bonisace de Castellaue geheirathet hat und diesem fünfzehn Millionen Dollars als Mitgift in die Ehe brachte, gab dem sehr geldbedürftigen Gemahle Vollmacht über die von ihrem Vater angehäuften Schätze. Der noble Sabotier ließ fich nicht zweimal dazu aufforderu. Als Verschwender hatte er geradezu geniale Einfälle, die seine Rivalen oft zur Verzweiflung brachten. Der rasfinirte LuxuS, die wahrhaft blendende Pracht, mit der er fich umgab, setzte ganz Paris in Aufregung und Erstaunen. Pferde von der reinsten Raffe, Diamanten von unschätzbarem Werth — nichts war für ihn unerreichbar. Als alles die« noch keinen tieferen Eindruck auf die Millionen seiner Frau machen wollte, fing ber Graf an, wie ein Wahnfinniger zu spielen und zu wetten. Tausende und aber Tausende schwanden so auS seinem Besitz. Eine ganze Schaar von Abenteurern sah nun ihre Zeit gekommen ; wie hungrige Wölfe stürzten fie sich überdentollen Verschwender. Boniface hörte entzückt auf die Rathschläge dieser liebenswürdigen Freunde und Freundinnen. Hirnverbrannte Ideen wurden ausgeheckt und auSgesührt. Nicht« ist dem Grafen, dem daS Gold seines Schwiegervaters thatt sächlich zu Kopf gestiegen zu sein scheint, zu phantastisch ober zu kostspielig. DaS Gelb fließt in Strömen. D'e Derwanbten seiner Frau fühlten fich enblich beunruhigt unb riefen bem Wahnfinnigen ein Halt entgegen, ober ber Graf lachte fie au« unb treibt eS toller als vorher. Auf biefe Weise schmilzt nun daS große Vermögen schnell zusammen, aber noch scheint eS dem Grafen zu langsam zu gehen. Er sehnt fich bornach, bie ganze Welt von sich reben zu machen, unb so mietete er ben „Jarbin beS AcaciaS" in Paris, wo er ein Fest arranglrte, baß an Pracht unb Glanz alles überstrahlte, was jemals dort bagemefen. Für biefe eine Gelegenheit ist dn feenhaft außgeftatteter Palast erbaut worben, ben freien Platz bavor bedeckten 20,000 Meter eineß kostbaren, rothen Läufer- ftoffeß, während mehr als 600 persische Teppich: in orientalischer Unordnung überall unterlagen. Bei dem über alle Maßen verschwenderischen Diner bedienten 115 Kellner, 30 Lakaien und 24 Diener in gepuderten Perücken unb glänzenden Livreen. Aus bem kleinen See im Garten schwamm ein elegantes Fahrzeug in venetianischem Stil, umgeben von einer beträchtlichen Anzahl Seepferbe unb Delphine. Auf bem Waffer und im Garten spielte je eine Zigeunercapelle, während im Palast selbst ein Opernorchester die schönsten Melodien unb Tänze ertönen ließ. Nach bem Brillant- Feuerwerk tauchten, von bengalischer Beleuchtung umfloffen, Überall im Garten zauberhafte Gruppen griechischer Götter unb Göttinnen, Musen unb sagenhafte Gestalten, Elfen, Feeen unb anbere Märchenerscheinungen zur allgemeinen Heber« raschung ber etwa 3000 Gäste auf. Diese« wunderbare Fest kostet dem Gatten ber amerikanischen Millionärßtochter ungefähr eine Halde Million Franc«. • Alle Reine. In der Bodenseegegend machte kürzlich ein Regelclub eine „Sausersahrt". Die Ankunft in Walzenhausen erfolgte um 9 Hhr. Der Wortführer hatte beim Einmarsch folgenden klugen Einfall: 9 Uhr ist e«, 9 Mann find wir und ein Regelclub auch, wollen wir also in ber Aufstellung eines Regelrieß in baß Dorf einmarschiren! AIS fie solchergestalt einem Appenzeller Büblein begegneten, baß den Auszug verwundert anblickte, ries ihm ber erste im RieS zu: „He Bub, maß meinst, baß wir find?" Nach kurzem Befinnen und allgemeiner Spannung antwortete er in überlegenem Tone: „Nomma gab nüöchtär!" (nicht mehr gerade nüchtern.) DaS lebendige Rie« ging fofort au» dem Leim; baß Büblein hatte alle Neune getroffen. • 81 geschehen Zeichen unb Wunder — die Straßburger Eorpß haben den offictellen Frühschoppen ab geschasst. Der Beschluß wurde damit begründet, daß die Mehrzahl der Activen durch die Theilnahme am Frühschoppen im Besuche ber Vorlesungen behindert sei. So meldet glückstrahlend etn Blatt auß Straßburg. Wir aber wollen erst adwarten, ob die Somm litoaen nicht sagen: „Der off cielle Frühschoppen ist adgkschafft, — eß lebe der officiöse!" • Höchste Treue. Dame: „Ist der Hund, den Sie mir offeriren, auch recht treu und anhänglich?" Hundehändler: „Madam', ber verlaßt Sie nicht und wenn Sie gleichzeitig fingen unb Clavier spielen 1" • Modern. Tochter: Ich habe j'tzt meine Prüfung in ben Elewentarsäcdern abgelegt, jetzt muß ich noch Physiologie, Psychologie unb Biologie studtren. Mutter: O nein, mein liebe« Rinb, jetzt wirst Du zunächst Kochologie, Wascho- logie, Abstaubologie unb Strickologie studtren! Binde Dir mal gleich eine Schürze oor. Mssrug cm» frew MMtoefiftara Vet etaU et*B. Bufßtboti. November: 8. Johanne« Luttmann, Stadtbau-Asststent zu Landau, mit Elisabeth Herrmann Hierselbst. 20. Emil Adolph Jobann ©Heber, VtehtranSporteur babter, mit Katharine Eltsabethe Frtschholz Hierselbst. 20. Johannes Hohfeld, Knecht bahier, mit Emma Hartmann von Grünberg. 20. Abo'.f Repp, Sergeant dahier, mit Marie Lich bierseldst 20. Wilhelm Volkmarw. Taglöhner zu Hattenrod, mit Margarethe Etsmseller ba'clbft. 22. August Wilhelm Horn, Lackirer dahier, mit Ehrittine Horn zu Burkhardsfelden. 24. Justu« Jacob Konrad Christian Karl Ho-n, Eilendreher dahier, mit Frledettke Marie Eleonore Erb Hierselbst. 26 Jod«. Peter Balser, Fabrikarbeiter dahier, mit Mari« Krieger von Sllendors a. d. Lumda. November: 20. W Ihelm Schneider, Schneider dahier, wst Katharine HiSgen Hierselbst. 20. Jacob Kohlbrpp. V ceseibwedel zu Butzbach, mit Katharina Schmitt hierielbst. 20. Konrad Eichenauer, Fuhrknecht dahier, mit Elisabeth« Erb Hierselbst. 24. PHUipp Heinrich Grün, Lehrer von ReiSkiichen, KrelS Gießen, mit E tfe Amend biet; selbst. 25. Je«n Julius Ernst, Postsecretar zu Marburg, mit Wilhelmine Henriette Elisabelha Keßn-r von Darmstadt. 25. Feist Krämer, Kaufmann von Höchst i. O., mit Bertha Levi hierseldst. 3e*otMM. November: 19. Dem Posthilssboten Johanne« Vollprecht Nagel ein Sohn. Karl Heinrich. 20. Dem Schuhmacher Philipp Appel eine Tochter, Emma Karoline Eltsabethe. 20. Dem Eisendreher Heinrich Babel dn Sohn. 21. Dem Handelsmann Heinrich Schäfer XIII. eine Tochter, Eltsabethe. 22. Dem Taglöhner Heinrich Nau eine Tochter. 24. Dem Former Wilhelm Pietsch ein Sohn, Wilhelm Elwin. 25. Dem Htlsslelegraphist Paul Kretschmann ein Sohn, Ernst Ludwig. •eßottaM. November: 20 Marie Ruch, geb. Benner, 36 Iahte alt, Näberin dahier, Wittwe von Mustker Adam Ruch. 21. Johanne« Römer, 38 Jahre alt, Fuhrmann zu TraiS-Horloff. 22. Marie Schmidt, geb. Ulm, 48 Jahre alt, Wittwe von Maschinenstricker Ferdinand Schmidt dahier. 22. Sophie Kreiling, geb. Rodner, 57 Jahre alt, Ehefrau von Taglöhner Johanne« Kreiling X. dahier. 25. Wilhelmine Pfeiffer, geb. Damm, 27 Jahre alt, Ehefrau von Streckenarbeiter Ludwig Pfeiffer dahier. Auszug aus den Kirdtenbäd^tne der Siavt Gieftrv. Svaugelif-e Gemeinde. •dtaoic. MatthäuSgemeind». Den 20. November. Konrad Eichmann, Fuhrknecht zu Gießen, unb Elifabethe Erb, Tochter des verstorbenen Arbeiter« Johanne« Erb II. zu Beuern. Denselben. Jacob Kohlhepp, Vicefeldwebel zu Butzbach, unb Katharine Schmidt zu Gießen. Den 24. November. Philipp Heinrich Grün, ein Wittwer, Lehrer zu Reiskirchen, unb Elise Amenb, Tochter de« Lehrer« i. P. Philipp Daniel Amenb zu Gießen. LukaSgemeinbe. Den 13. November. Dr. Ludwig Jakob Römheld, Oberarzt zu Heppenheim, unb Pauline Bapst, Tochter bt« verstorbenen Kaufmanns Ferbinand Bapst zu Gießen. Den 20. November. Heinrich Heß, Bahnwärter, unb Juliane Best, Tochter bes Bergmann« Johannes Best von Eiershausen. •ctaefu. Matthäusgemeindr Den 21. November. Dem Schneider Karl Dechert eine Tochter, Elise Marte, geboten den 8. August. MarkuSgemeinde. Den 21. November. Dem Taglöhner Johanne« Wagner eine Tochter, L na, geboren ben 30 October. Denselben. Dem Schaffner Heinrich Schneider eine Tochter, Emilie Dorothea Katharine, geboren den 23. October. LukaSgemeinbe. Den 21. November. Dem Kutscher Peter Dittmat eine Tochter, Kätha, geboren ben 9. October. _ , ,, _ x Denselben. Dem Bierbrauer Wilhelm Trotsch eine Tochter, Elise, geboren den 23. October. JohanneSgemeinde. Den 21. November. Dem Bäcker Hermann Falk ein Sohn, Wilhelm, geboren ben 13. October. Den 22. November. Dem Tischler Georg Beckmann ein Sohn, Franz Wilhelm Georg, geboren ben 28. September. 0ut«i«U. MatthäuSgemeinde. Den 23. November. Marie Ruch, geb. Benner, Wittwe de« verstorbenen Eisenbahnaspiranten Adam Ruch, 36 Iahte alt, statd ben 20. November. Den 24 November. Marie Schmidt, geb. Ulm, Wittwe de« verstorbenen Maschinenstrtcker« Ferdinand Schmidt, 48 Iahte «U, starb brn 22. November. JohanneSgemeinde. Dm 24. November. Sophie Kreilina. geb. Rodmer, Eheftan de« TaglöhnerS Johanne« Kreiling X., 57 Jahre alt, starb den 22. November. Auswärtige au« ben Kliniken. Den 23. November, ©opbtc Binbewalb, geb. Schmidt, au« Dteieichrnhatn Wittwe de« Lehrer« Binbewalb von Selter«, «U 60/, Jahre, sta-d ben 19 November. Norddeutscher Lloyd, in Gießm vertretm durch die Hgcntra Lari Loo« und I. M. Schulhof. Bremen, 26. November. fPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnellpostoampscr Spree, Eapt. A. Meter, vom Norddeutsche» Lloyd In Bremen, ist gestern 9 Uhr Vormittag« wohlbehalten t> Newyork an gekommen. , Bremen, 26. November. sPer transatlantischen Telegraph-! Der Postdampser Karlsruhe, Lapt. C.o. Bardelevm, vom Norddeutsche Lloyd in Sternen, ist heute 1 Uhr Morgens wohlbehalten ia Newyork «ngefommen. bficbern >6 Jahn all, MM 1. Jo-md Rim«, 52, Mick Sdjmibt, tnüridfi gttbtaenb tue, 51 Me alt, »hin. 25. W fiau oon Strrckm- ntS VollprechtLagil r Philipp Appel eine Tifenbithn Heinrich W SchLin XUI. Heinrich 3lau eine ein Sohn, Wm fdjmann ein ßch, chrlnrchl^Mw, Mnl ^obirrni» v\ Butzdach, unb Grün, ein Wtllwer, t« des LhinS L V. RSmheld, Db««|l -g cerßorbeneufffl Wärter, nnb^W on SterShaufa. eSs? rtitlM9 * O(fl1’ |BehördlicheAnzeigen Buxkm-Rester 10849 Haas. 10856 mpfehlungen Wasche mit 5i Registrator gesucht. Die unterzeichnete Behörde suckt einen Registrator. Gehalt 1800 Mk Nur solche Bewerber wollen sich melden, welche mit den kreisamtlichen Registraturgeschästen vollständig vertraut sind. Persönliche Vorstellung vorerst nicht gewünscht Vfferbrch, den 24. November 1897. Großherzogliches Kreisamt Lohn’« Wasch-Extract. Siebt schönste Masche! | Ueberzeugen Sie fick davon 7» Pfund Schachtel ä 15 Pfg. — Ueberall zu haben. — Aog. Zuho lt So.. Aarmeo-K. wSchentt. Probezeit; 5jühr. Garantie Maschinen, die in der Probezeit nicht conoentren, nehme auf meine Kosten zurück. Wasch» und Rollmaschine«. Alle Sorten schwere Schuhmacher- und Schneider'- sowie Rtngschisfche«' maschine«, zu billigen Preisen. Kataloge gratis und franco, Referenzen werden auf Wunsch aufgegeben. Militaria' Fahrräder von 150 Mk» an. 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Vortheilhaft sollen sie ins Auge faUen und den Blick längere Zeit fesseln darum gelten für dieselben folgende Hauptbedingungen: I Bh I f“ I I dem Papierkorb zum Trotze, | \ I I gi# E™ L* L* dem Gedächtniss zur Stütze 10837 an die Expedition d- Bl- 10847 v. Mulert 10533 8oooc Marktstratze 12. Marktstratze 12. L J. Kaan Jr. Blei und @ifen. 3905 einsten bet 8359 W. Karnbach, Kirchstr. 2, H. Im Clavierstimmen halt sich empfohlen 8821 hält sich bestens empfohlen 10115 Jos. dein, Asterweg 7. 10660 Red Karims lltRoHje ÄJ Stern Linie nach dto. und 4 Drtd I Franz. Banknoten Oefterr. bt». Kindergarnituren sowie Neuheiten in 10348 298-50 157.10 | Oefterr. Eredit-stette» Darmft. Bt»8ctien 80.70 169.5* 4.17 4 4 3 3 Ebenso werden Humpen und Knoche« auf Verlangen jederzeit abgeholt durch Louis Rotheuberger Wwe. Stadt WormS unk. b. 1901 Oefterr. StaalSbahn o. 1885 3toi. staatTgar. Lisenb. SillSlhremerlkhrliug gesucht. 10750 Ariedr. vo«ari«S, Reustadl77. 20 Frankev-St. Engt. 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