lene ln'*che Iwaarw- ’S 20 »MO ‘»leidende en und Hnh. Steindrucken i. B i, um* ie 1887 Hfl®*. ffflArt iS neu „ J®eb#1011 t &5®l- dtt- kW $ Socken, kea n 18 a A 1.50 JK etol nj 1$ üf. s $ 5’»' i !%* -n-k ß&!‘ aötfös* gbD-O1”^ Röcke. ds sto. za 80 90 4 X etc. . vollkommen, tu 3J5 4,4,25 Jt, n-Böcke von ctt (atto^W Wochen« x. 10434 Herrmann. 1,20,*, W •70 4. M, 18 4.11A, »b« >«”• Hilbart^ ssL-sr-lt und Eltern! .nM cht ., ,»***■ Nr. 280 Erstes Blatt Sonntag den 28. November 1897 Gießener Anzeiger Kenerat-Anzeiger. Rrbaction, Expedition und Druckerei: Kchulgrahe ^Ir.t Fernsprecher 61. vierteljähriger ASonnemcntsprei»^ 2 Mart 20 Pfg. «ist Lringerlohn. Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 Psg. Die Giehener ^NmikienvtLIter werden dem Anzeiger »Schentlich dreimal beigelegt. Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de» Montag». Amts- und Anzeigeblutt für den Ttveis Giefzen. HratisKeikage: Gießener Kamikienbtätter Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» vorm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureoux de» In- nnd Au»lande» nehme» , Anzeigen für den „Gießener An,tiger'' mtgcf*. Politische Wochenschau. E« ist also entschieden, daß Deutschland In großem Etile in Ostasien austritt. Nicht nur wird ein zweites Geschwader ausgerüstet, um unsere Interessen dort zu vertreten, auch der Bruder des Kaisers, Prinz Heinrich von Preußen, nimmt an der Expedition Theil, wodurch der ganzen Action ein besondere« Gepräge verliehen wird. Wir haben schon auSgrführt, daß unsere Regierung wegen der Bestrafung einiger zerlumpten Söhne de« Reichrs der Mitte kaum so erhebliche Kraftanstrengungen machen würde, daß es sich also bet der Angelegenheit für unS um mehr handelt. OsficiöS ist freilich darüber noch nichts verlautbar geworden, aber man widerspricht auch den dahin zielenden Behauptungen nicht. Unser Handel und unsere Industrie könnten eS wohl gebrauchen, wenn ihnen durch eine Erschließung Chinas auf die Beine geholfen würde,- und verdient haben wir die« ja reichlich durch die Berherrlichnng deS Bicekönig« Lt-Hung-Tfchang. Bisher ist außer den verschiedenen Klaffen und Stufen deS chiuefifchen Drachenordens noch nicht viel werthvolles Metall von China nach Deutschland gekommen — ganz entgegen den hochgespannten Erwartungen, die man zu hegen fich berechtigt glaubte. Interessant ist eS übrigen«, daß der Zwischenfall in China, sowohl von den Freunden, wie von den Gegnern einer Flottenverstärkung auSgenutzt wird; die ersteren weisen daraus hin, wie leicht Deutichland in die Lage kommen könne, zur Bertheidigung seines Ansehens im Auslande und zum Schutz seiner Staatsangehörigen daselbst aus eine starke Flotte zurückgreifen zu müssen,- die anderen sehen den Umstand, daß wir ein zweite« Geschwader nach Ostastea entsenden, als eineu Beweis dafür au, daß wir „Kähne" tu genügender Anzahl haben. BemerkenSwerth war der Toast, welchen Kaiser Wilhelm gelegentlich der Vereidigung der Marinerekruten in Kiel auf den Zaren ausbrachte. Mau ist geneigt, daraus ben Schluß zu ziehen, daß Rußland mit der Expedition, welche unsere Marine in Ostafien unternimmt, einverstanden ist. Hierüber find verschiedene Meldungen im Umlauf. Während einerseits behauptet wird, Rußland werde uns kein Htuderniß in den Weg legen und fich auch einer etwa zu bildenden Mächtegruppe, die gegen unser Vorgehen in China Einspruch erheben will, nicht auschlteßen, wünschen einzelne Petersburger Blätter, Frankreich, Rußland und England möchten fich vereinigen, um Deutschland an der dauernden Festsetzung in China -st verhindern. Eine Fülle von Commentaren hat der Erlaß deS preuht- fchen Justt-mtntfterS gegen den Du e llunfug hervorgerufen. Eigentlich darf von keiner Sette in Abrede gestellt werden, -atz eS wahrlich an der Zrit ist, wenn in dieser Angelegen- heit die Justizbehörde die Initiative ergreift, da trotz aller Verbote und Verordnungen immer noch Fälle Vorkommen, in denen um Nichtigkeiten halber, Menschenleveu geopfert werden. Wann wird endlich in unserer „aufgeklärten" Zett die Der- nunft über so verwerfliche Gebräuche den Sieg davon tragen? In Spanien ist die Ankunft des früheren Ober- commandtrenden auf Cuba erfolgt, ohne daß die auS diesem Anlaß befürchteten Kundgebungen in größerem Umfange statt- gesunden haben. Daß die Jnsurrecrton aus der Perle der Antillen ihr Ende noch nicht erreicht hat, beweisen die in den letzten Tagen wieder gemeldeten Kämpfe, bet welchen eS auf Heiden Setten Todte und Verwundete gab. Die Lage auf den Phtltppinen fchetnt fich gebessert zu haben, wenn man ben, freilich meist gefärbten amtlichen Meldungen Glauben schenken darf; dagegen bleibt die Situation im Innern Spaniens noch eine äußerst precäre. Immer neue Blüihen treibt in Frankreich die Affaire Dreysus-Esterhazy. Die Angelegenheit wird stets, verwickelter und scheint einen großen Umfang annchmen zu «ollen. Die Panama- und die DreysuS-Affaire haben viel Slehnlichkeit mit einander, indem im Laufe der Zeit immer größere Kreise gezogen werden müssen, um die aufgedeckte Eorruption etnschließen zu können. Jetzt steht der Oberst Picquard im Vordergründe deS Interesse«, wenigstens widmet iihm die franzöfische Regierung zarte Aufmerksamkeit. Sie Hieß ihn bei seiner Ankunft in Marseille durch einen Osfizter SeS Generalstabs nach Pari« geleiten und verbot ihm, mit Journalisten in Verbindung zu treten. Durch die DreyfuS- Nlffaire wird da« gesammte Interesse der Franzosen absorbirt, -sodaß selbst die an und sür fich wichtige Meldung von der Besetzung der Stadt Nikki im Nigerthale durch die fravzö- ffsche Expedition nicht gebührend gewürdigt wird. Wie Eng- llland fich dazu verhalten wird, bleibt abzuwarten. vom Orient lag wieder einmal die Meldung vor, itaß die FriedenSverhandlungen dem Abschluß nahe seien. Wir gehen aber nichc auf den Leim, diese Nachricht für baare Münze zu halten, da wir zu oft getäuscht worden find. Ebenso zweifelnd stehen wir der Ausstreuung eines Londoner Blattes gegenüber, welche« wissen wollte, Fürst Ferdinand fei der bulgarischen Krone müde und wolle fich Angesicht« der Weigerung deS Sultans, in der Berathfrage nachzugeben, zurückziehen. Wir glauben nicht, daß der bulgarische Fürst feine Millionen und feinen Frieden mit der katholischen Kirche umsonst auf« Spiel gesetzt hat. — Wie Graf GoluchowSkt in seinen berühmten Exposes ausführlich darlegt, gehen die Großmächte jetzt an die Erledigung der Kretafrage. Die Gouverneurschaft de« luxemburgischen Obersten Schäfer scheint wieder zu Wasser geworden zu fein, da Rußland angeblich einen Prinzen von Battenberg für jenen Posten präsentirt. Zum Schluß unserer Besprechung mühten wir uns noch den Dingen in Oesterreich zuwenden, wo die innerpolitische Situation eine Schärfe angenommen hat, welche keiner Steigerung fähig ist. Der neueste Gewaltstreich der Majorität de« Abgeordnetenhauses, die Abänderung der Geschäftsordnung, setzt allem bisher Dagewesenen die Krone auf. Gespannt find wir, was die ungarischen ObstructionSparteien hierzu sagen und wie fie sich verhalten werden, da doch Niemand behaupten kann, daß in Oesterreich da« Ausgleichs- Provisorium aus legalem Wege zu Stande kommt. Die der Opposttion angehörigen österreichischen Parteien haben fich bisher Über ihr künftige« Verhalten noch nicht geeinigt. (xx) Wolffs telegraphische« Lorrespondmr-Brrrea». Berlin, 26. November. Dem Vernehmen der „Nordd. Allgem. Ztg." zufolge ist der Director im RetchSpoüamt, Fritsch, zum UnterstaatSsrcretär und die Geheimen Ober« posträthe Krätke und Sydow zu Directoreu im Reichspostamt ernannt worden. Berlin, 26. November. Die „Nordd. Allgem. Ztg." meldet: Als Delegirte Deutschlands zu der Brüsseler Confereuz zum Schutze des gewerblichen EigenthumS find der Geheime Rath im Reichsamt des Innern, Hauß, der Botschaftssecretär in London, Graf Arco-Valley, und der Geheime Rath im kaiserlichen Pateniamte, RobolSki, ernannt worden. München, 26 November. Die Kammer der Abgeordneten setzte heute die Berarhung der Anträge v. Vollmar und Pauli, betreffend die Begnadigung der Haberer, fort. Dr. Sigl. hielt dabei eine anderthalbstündige Rede, in welcher er auSsührte, alle Leute, gegen welche daS Haber- felbtreiben gerichtet war, hätten die« vollkommen verdient. Mau hätte diese einsperren sollen und nicht die Haberer, die nach allem Herkommen ein Rügegericht abgehalten hätten. DaS VolkSbewußtsein stehe auf Seiten der Haberer. Im Haberfeldtreiben liege noch heute ein bischen Idealismus. Man müffe daS Haberfeldtreiben auS dem Boik-bewnßtfetn heraus benrtheilen und milde auffassen. Die Rede Sigl«, die Anfangs mit Heiterkeit und Gelächter aufgenommen wurde, rief im weiteren Verlaufe fortwährenden starken Widerspruch hervor. Lebhafte Schlußrufe wechselten mit Rufen „NauS". Die Mehrzahl der Abgeordneten verließ schließlich den Saal. Der Präsident ertheilte dem Redner wegen verschiedener Angriffe auf die Regierungsvertreter wiederholte Rügen und einen Ordnungsruf. Unter lebhaftem Beifall trat fobann der Justtzminifter energisch für den von Sigl angegriffenen Bezirks - Amtmann von Miesbach ein. Gleichen Beifall fanden die Reden der Abgeordneten Dr. Aub (liberal) und Dr. Orterer (Centr.), welche in scharfen Wendungen SiglS Ausführungen btkämpften. Dieselben hätten hier im Hause Unerhörtes geboten, sie verkehrten den Recht«- standpuvkt und verhinderten eine Begnadigung der verurtheilten Haberer. ES dürfe nicht den Anschein gewinnen, als ob daS Hau« da« Haberfeldtreiben anders beurtheile, als die Gerichte. Das Haberfeldtreiben fei lange Jahre hindurch ein Schaden gewesen, für deffen wirksame Abstellung Jeder der Regierung Dank wisse. Schließlich wurde ein Antrag Aub angenommen, über beide zur Berathung stehenden Anträge zur Tagesordnung Überzugehen. Fiume, 26. November. Der Capitäu Blasfich de« Adriadampf erS „Jokah" telegraphirte au« Folkestone, fern Schiff sei in der Nähe von Dungeneß von dem englischen Dampfer „Baron Ardroffan" in Grund gebohrt worden. Außer ihm seien 21 Matrosen gerettet- ein Schiffsoffizier und drei Matrosen seien ertrunken. Die Schuld an dem Zusammenstoß soll daS englische Schiff treffen. Schiff und Ladung waren verfichert. Pari«, 26. November. Beim hiefigen Ministerium sür Colonien ist, wie die „Ageace HavaS" erfahrt, keinerlei Meldung über einen Zusammenstoß zwischen der fron* zöfischen und englischen Expedition bei Nikki eingegangen« Dem Colonialamt erscheine die Nachricht durchaus unwahrscheinlich. London, 26. November. DaS amtliche Blatt veröffentlicht die Einberufung des Parlaments auf den 8. Februar. London, 26. November. Das „Reuter'sche Bureau" erfährt, dem Colonialamt sei alS Gerücht die Nachricht zu- gegangen, daß ein Zu samme nstoß zwischen Engländern und Franzosen in Nikki stattgefunden habe und Nrlki von den Franzosen genommen sein soll. Die« Gerücht wird »m Colonialamt für sehr unwahrscheinlich gehalten, da die Engländer im Hinterlandgebiet, die sehr wenig zahlreich seien, strengen Besehl erhalten hätten, einen Covflict mit den Franzosen za vermeiden- letztere hätten ähnliche Anweisungen bekommen. Man sei dabei, die englischen Truppt» im Hinterlandgebiet beträchtlich zu verstärken. Depesche» bei Bure»» .Herold." Berlin, 26. November. Heber die Palästina-Meise deS Kaisers gehen neuerdings wieder verschiedene Nachrichten durch die Blätter- besonders wird behauptet, die Reise würde nicht, wie Anfangs verlautete, im April, sondern erst im September oder October stattfiuden. Eine definitive Entscheidung über diese Reise ist bisher, wie die „Post" erfährt, überhaupt noch nicht erfolgt. Berlin, 26. November. Die „Nordd. Allgem. Ztg." polemifin heute abermals gegen die „Freis. Ztg." betreff« der Marineforderungen. Aus dieser Polemik ist zu entnehmen, daß die Marinevorlage die Verwendungszwecke der einzelner» Schiffsiypen nicht sestlegeu toiH und daß für Kanonenboote eine gesetzliche Festlegung in der Vorlage nicht in Aussicht genommen ist. Berlin, 26. November. Der „Hamburger Correspondent" dementirt heute die von ihm gebrachte Nachricht, daß die Mtlitärstrafproceß.Ordnung noch vor Eröffnung de« Reichstages veröffentlicht werden solle. Berlin, 26. November. Wie aus Kiel gemeldet wird, wird nach Indienststellung des Panzers „Deutschland" in Wilhelmshaven da« Schiff nach Kiel kommen, woraus Prinz Heinrich nach China abgehen wird. Berlin, .26. November. Der Kreuzer „Geier" soll ebenso wie der Kreuzer erster Klaffe „Geston" bis zum 6. December seeklar sein. Berlin, 26. November. Gegen den Redacteur des anarchistischen Blatte« „Neue« Leben", Christian Burger, ist auf Grund de« § 111 R.-St.-G.-B. (Verherrlichung von Verbrechen) Anklage erhoben worden. In der confi»eilten Nummer vom 11. d. Mts. war den am 11. November 1887 in Chicago Hingerichteten Anarchisten ein Artikel „Untergeben* gewidmet. Köln, 26. November. Die „Köln. Ztg." schreibt zur Militär-Strasproceßordnung: WaS zunächst die Organisation deS Militär Gerichtswesens anbelangt, so wird fie fich wieder enge an die Truppenverbände anlehnen und damit ist auch die Beibehaltung des Vorgesetzten al« Gerichts- Herrn entschieden. Mehrfach war dieser letzte Punkt nicht gewünscht, weil man darin eine Gefährdung der Selbständigkeit und Unabhängigkeit der Gerichte sah. Auch die Ein- theilung in höhere und niedere Gerichtsbarkeit, Kriegs- und Standgerichte wird befftheu bleiben. Dagegen wird der Wirkungskreis der Standgerichte verkleinert werden. Es steht zu erwarten, daß alle wichtigeren Verhandlungen vor dem Kriegsgericht geführt werden, so daß es z. B. nicht mehr möglich fein wird, daß ein Standgericht die Degradation eines UnterosfizierS oder ein anderes wichtiges Urtheil fallt. Alle diese wichtigeren Entscheidungen werden de» KriegSgerichteü Vorbehalten bleiben und die Standgerichte würden auf die Erledigung einfacher militärischer Vergehe» beschränkt bleiben, bet denen das rechtSgelehne Element und die besondere Bertheidigung wahrscheinlich Wegfällen werden. Dies würde angängig sein, wenn die den Angeklagte» schützenden Rechtsmittel in genügendem Maße vorgesehen find. Dem Angeklagten deS Stand- wie des Kriegsgerichts wird ficher das Rechtsmittel der Berufung zuerkannt werden, über daS im ersteren Fall ein bei der Dtvifion zufammentreteode« Kriegsgericht, im letzteren Fall ein vorn General-Command» einzusetzendes Gericht höherer Ordnung zu entscheiden habe» wird. Außerdem wird dem Angeklagten gegen Rechtsverletzungen das Recht zustehen, Revifion einzulegen. Da« Bestätigungsrecht des obersten Kriegsherrn ist im bisherigen Umfange im Hinblick auf die Grundsätze deS modernen StrafproceffeS unhaltbar. Rechtlich nicht anfechtbare Erkenntnisse werden daher späterhin ohne Weiteres rechtSkrästig werden. Höchsten- wird ein Milderung-recht in gewissen, lest bestimmten Grenzen beibehalten werden. Die Frage der Oeffentlichkeit deS Verfahren» ist wohl diejenige, so meint die „Köln. Ztg", welche am lebhaftesten erörtert worden ist. Es versteht sich von selbst, daß eine Neuordnung de» Strasprocesse», die sich dem bürgerlichen Strafproceß nähern soll, die Oeffentlichkeit zulassen muß und wird. Wie schon srüher angedeutet, steht endlich zu erwarten, daß im Gegensatz zu den Standgerichten bei den kriegsgerichtlichen Verhandlungen dem Angeklagten stet» die Wahl eine» Bertheidi- -er» zustehen wird. Hierbei werden bei militärischen vergehen nur Offiziere zugeloffen, während für bürgerliche Delikte auch die Wahl eine- Recht-anwalt- freistehen wird. Hamburg, 26. November. Der gestern von Afrika ein getroffene Dampfer „Wörmann- übersegelte in ter Unter« elbe einen mit drei Personen besetzten Ewer. Eine stundenlange Absuchung de» Strome» blieb resultatlo». Alle drei Insassen find vermuthltch ertrunken. Wien, 26. November. Die Aufregung über die heutigen Vorfälle im Parlament ist in allen Schichten der Bevölkerung coloffal. Für den Abend find die umfassend' sten Sicherheit-maßregeln angeordnet. Dem Abgeordneten Wolff wurden von der Menge vor seiner Wohnung große Ovationen dargebracht. Die nächste Sitzung findet morgen vormittag 10 Uhr statt. Biele Abendblätter find conft-cirt. Im Ganzen find neun soeialtstische Abgeordnete sowie Schönerer und Wolff für drei Sitzungen ausgeschlossen. Wien, 26. November. Der verfassungstreue Großgrundbesitz beschloß Angeficht» der heutigt« Vorgänge au» dem Abgeordnetenhause au-zutreten. Wien, 26. November. Infolge der Vorgänge im Abgeordnetenhause sanden heute Mittag vor der Univerfität Studentendemonstratiouen statt, welche allerding- von einem starken Wachaufgebot schnell unterdrückt wurden. Mehrere Studenten wurden verhaftet. Für heute Abend befürchtet man Unruhen Seiten» der Arbeiter. Wie», 26. November. Die „Arbeiter-Zeitung" kündigt für Montag Abend eine von den Socialdemokraten in allen Bezirken Wien» einberufene Volksversammlung an, in welcher über die Vergewaltigung de» Parlament- durch die Regierung die Arbeiter ihr Unheil sprechen sollen. Wien, 26. November. Ueber die geplante Parlament-wache verlautet, daß dieselbe 60 Manu stark fein «nd unter dem Befehl eine- Offizier- stehen solle. Dieselbe wird während der Sitzung im Parlament-gebäude, aber nicht im SitzüngSsaale anwesend sein und soll nur auf Anordnung deS Präfidenten je nach Bedarf in Action treten. Wien, 26. November. Im Abgeordnetenhause spielten sich heute wieder sürchterliche «eenen ab. Sofort «ach Eröffnung der Sitzung proteftirte die Linke gegen die neue Geschäftsordnung. ES entstand ein furchtbarer Lärm, weil der Präfident Redner von der Linken nicht sprechen lassen wollte. Die socialistischen Abgeordneten bestürmten daraus die Präfidententribüne und ohrseigten den Präsidenten. Alsdann rückten 100 Mann Sicherheit-wache in den Saal und rissen die socialistischen Abgeordneten von der Präsidenten- tribüne herab. Da fich die Abgeordneten die- nicht gefallen lassen wollten, entstand ein furchtbares Chaos, welche» die auf den Gallerten anwesenden Personen durch fortwährende» Schreien und „Pfuirufen" begleiteten. Die Sitzung und der Tumult dauert noch fort. Das Parlamentsgebäude ist von einem dichten Cordon Sicherheitsposten umgeben, ebenso die Univerfität, da man Studentendemonstrationen befürchtet. Da» Militär wird in Kasernen confignirt gehalten. Men, 26. November. Im Abgeordnetenhause wurden heute im Ganzen auf Befehl Badeui» und Abraha- mowic» 7 socialistische Abgeordnete und der Abgeordnete Wolff aus dem Saale gewaltsam unter heftigen thätlichen Protesten der gesammten Linken von der Polizei entfernt und die Gallerte geräumt. Die Abgeordneten wurden in die Portierloge geführt und dann wieder frei gelassen. Sie kehrten in den Saal zurück. Als etwa» Ruhe eingetreten war, erschienen Badent und Abrahamovic», welch letzterer fich von den thätlichen Insulten etwa» erholt hatte, tm Saale. Kaum, daß die Linke ihrer ansichtig wurde, ertönte neuer- ding» betäubender Lärm. Von verschiedenen Seiten wurden Ruse laut: Hinan» Ihr Schufte, Ihr gehört in» Crimtnal, Ihr gehört in» Zuchthaus. Auf Befehl des Präsidium» wurden sodann der socialistische Abgeordnete BatczinSki und der Abgeordnete Wolff von der Polizei im Saale verhaftet und gleichzeitig auf drei Tage von den Sitzungen ausgeschlossen. Da trotzdem keine Ruhe eintrat, erhielt die Polizei Befehl, den Saal zu verlassen, aber auch da» half nicht». Schönerer, die Soclaldemokraten und die übrige Linke schimpfte dermaßen, daß der Präsident neuerdings die Polizei herbeirief und die Verhaftung Schönerer» anordnete- sodann wurden auch die socialdemokratischen Abgeordneten BatczinSki und Resel von drei Sitzungen ausgeschlossen. Da infolge drS Lärmes eine Fortsetzung der Debatte unmöglich war, schloß der Bicepläsident die Sitzung. Die nächste Sitzung wird schriftlich bekannt gegeben. Budapest, 26. November. Die hiesigen politischen Kreise stehen ausschließlich unter dem Eindruck der Wiener Vorgänge. Nach der gestrigen gewaltsamen Abänderung der Hausordnung hält man e» für flcher, daß auch das Pro- viforium mittelst eines parlamentarischen Handstreichs durchgeht. Pari», 26. November. Das Blatt „Croix" sagt, daß mehrere Abgeordnete der äußersten Linken vom Minister- Präsidenten Mö'.ine die Entlassung General BoiS- deffre» gefordert Habenwegen seiner angeblichen clericalen Haltung. Da» Blatt fügt hinzu, die Regierung habe ver- sprachen, den Fall DrehfuS einer neuen Prüfung zu unter* ziehen, daß aber mehrere höhere GeneralstabSosfiziere sich dem widersetzten. Die Regierung werde aber wahrscheinlich doch BoiSdeffre entlassen. Petersburg, 26. November. An der Pariser Welt- auSstellung wird die Betheiligung Rußlands so rege sein, wie noch bei keiner Ausstellung. Für die Einrichtung einer russischen Sektion hat die Regierung 2 Millionen Rubel au»- geworfen. Madrid, 26. November. Sagasta hat der Königin- Regentin einen ConftttutionS-Entwurf für die Insel unterbreitet. Koustautinopel, 26. November. Die Gesandten habe» beschlossen, daß die Mitglieder der Grenz-Commis siou hre M sfion in Thessalien sortsetzen sollen, nachdem die deutschen und österreichischen Mitglieder der Commiifion infolge eines Mißverständnisses Thessalien verlassen hatten. Berlin, 27. November. Gestern fanden die fünf Stichwahlen in der dritten Abtheilnug zur Stadtverordnetenversammlung statt. Gewählt wurden drei Liberale, ein Socialdemokrat und ein Antisemit, Letzterer mit vier Stimmen Mehrheit. Im Ganzen find in der dritten Abtheilung acht Liberale, fünf Socialdemokraten und ein Antisemit gewählt, wobei die Liberalen ein Mandat von den Socialdemokraten gewonnen haben. Berlin, 27. November. Der Theaterdirector Hofrath Pollini von Hamburg ist vergangene Nacht am Herzschlag gestorben. Wien, 27. November. Im Gemeinderath brachten alle politischen Parteien Anträge ein wegen der parlamentarischen Vorgänge. Sämmtliche Anfragen, welche in der verschiedenen Verrntheilung de» vergehens de» Präsidiums und der Rechten gipfeln, wurden dem Stadtrath zur Bor- berathung überwiesen. Graz, 27. November. Gestern Abend fanden hier große Demonstrationen gegen dos Ministerium statt. Eine zahlreiche Menschenmenge zog vor da» Franz-Joseph- Monument, die Polizeidirection und die Barg und schrie fortwährend „Abzug Badent, Abzug Regierung." Militär mußte auSrückm und e» kam zu vielfachen Zusammenstößen und Verhaftungen. Cocalcs ttnd prwittjielUs* Gießen, 27. November 1897. ** Museum de» Oberhesfischeu GeschichtSverein». Vom Vorstand de» GeschichtSveretn» wird un» witgetheilt, daß auf eine in unserem Blatte gegebene Anregung beschlossen worden ist, daS Museum de» Verein» fortan nicht nur voa 11 bi» 1 Uhr, sondern mit Rücksicht auf die kaufmännischen Kreise dieser Stadt auch Nachmittag» von 3 bi» 5 Uhr an jedem Sonntage für da» Publikum zu öffnen. Wir find überzeugt, daß von diesem dankenSwerthen Entgegenkommen reichlich Gebrauch gemacht werden wird, und empfehlen die Sammlungen der allgemeinen Theilnahme; der Vorstand hat da» Opfer nicht gescheut, da» ihm durch die Erfüllung jene» Wunsche» auferlegt wird. ** Kriegerkameradschaft Hasfia. In der Sitzung de» GesammtauSschusse», die am 5. November in Darmstadt stattfand, wurde u. A. mit Bezug auf Verleihung der Centenarrnedaille Kaiser Wilhelm» I. an die hessischen Veteranen witgetheilt, e» sei die Generalantwort ertheilt worden, daß gleich den übrigen nichtpreußischen Veteranen auch die hessischen die diesbezüglichen höheren Verfügungen abwarten müßten. — Auf das Wiederaufnahmegesuch deS vor zwei Jahren ausgeschiedenen Verein» Großen-Linden soll die Wiederaufnahme nach Erfüllung der statutarischen Bestimmungen gewährt werden, unter der weiteren Vorau», setzung, daß auch der verein die von seinem Vorfitzrnden ein* gesandte Entschuldigung»erklärung vollinhaltlich billigt. Dem Bezirksvorsteher wird davon Kenntniß gegeben. — Bezüglich de» Gesuch» de» Veteranenverein» Lollar wird sestgestellt, daß, obgleich der königl. Landrath de» Kreise» Wetzlar in seiner Bescheidung von nicht ganz zutreffender Voraussetzung auSging, doch auch hier nur die gleiche Antwort ertheilt werden kann, wie im letzten Präfidialprotokoll dem Verein Hammelbach. — Die Ausnahme de» Marineverein» in Gießen kann erst dann zur Erledigung kommen, wenn die satzung»- gemäßen Unterlagen, hier die Zustimmung aller Ortsoereine, vorliegen. — In der Angelegenheit der Gießener Militär- vereine muß grundsätzlich, im Hinweis auf da» Referat in Nr. 40 der „Parole" gemißbilligt werden, daß „Hasfia"- Vereine derartige Vereinbarungen treffen mit Vereinen, die außerhalb unseres Verbände» stehen, dazu noch unter Sei* feitelaffen eines Verbandsvereines am Orte. Demgemäß find die beiden Gießener Vereine zu bedeuten, daß bi» auf Weiteres, d. h. bis zur Aufnahme de» Marinevereins, die getroffene Abmachung als ungültig zu betrachten ist, insoweit da» gemeinsame Auftreten in der Oeffentlichkeit darunter begriffen ist. VerbaudSschriftführer Dr. Vogt erhält Auftrag, baldmöglichst eine Versammlung der drei Gießener „Hasfia"- Vereine zu berufen und in derselben, im Sinne der Be- rathung, da» einmüthige Zusammengehen dieser Vereine für die Zukunft sicher zu stellen. •• Billard-raurnier. Hugo Kerkau, Großmeister der freien Carambole, von seiner Tournee von Amerika zurück- gekehrt, ist von dem bayerischen Billard-Champion A. Woerz qu» München, welcher aus der Tournierreise durch Europa alle Gegner schlug und die bekannten ungarischen Billardmeister Adorjan und Trebur wiederholt besiegte, heranS- geforbert zu einem Carambol-Eadre.(valkine)Tournier auf 20000 Point», um die Meisterschaft im Cadreipiel, Einsatz 1000 Mk., mit der Bedingung, daß 10000 Point» in Berlin und 10000 PointS aus neutralem Boden in verschieden großen deutschen Städten gespielt werden. Kerkau hat die Heraus- forberung angenommen. Der Wettkampf hat in Berlin in Hugo Kerkau» Internationaler Billard-Akademie, Friedrich- straße 59/60 (Equitablepalast) am 1. November begonnen. Bon 10000 Poiot», die auf neutralem Boden zu spielen find, wird ein Theil am Freitag den 3. December in Leib» Theater- saal gespielt. (S. Inserat.) ** Wetterbericht. Bei stark steigendem Barometer hat der starke Druck wieder erheblich an Intensität gewonnen und sich dabei nach dem (Kontinent herein verlegt. Sowohl den äußersten Norden wie Süden bedeckt dabei eine Depressiv» und nimmt der Luftdruck vor dem barometrifden Maximum an beiden Seiten etwas ab. Die Temperaturen find nunmehr erheblich zurückgegangeu und hat fich die Frostgrenze weit nach Westen verschoben. — voraussichtliche Witterung: Zunächst heiteres Frostwetter. Boa der Rade«»», 24. November. In Geilshause» hat fich ein Turnverein gebildet. SS 'st dies der erste derartige Verein in unserem Bezirke, und es wäre zu wünschen, baß sich auch in ben anberen zum Theil bedeutend größeren Orten der Rabenau die männliche Jugend zur Pflege der 8eib(6übungea zusammenschließen würde. Dem Vernehmen nach beabfichtigt der junge Verein, dem Gaue Hessen beizutreten. Vermiete» * Bayrenth. 25. November. Gestern Abend nach der Coutrolversammlung neckten die Bauernsöhne Joseph und Johann Hofmann von Unternschrenz den Dienstknecht Heidenreich von Obernschrenz- auf dem Heimweg griffe» die Gebrüder Hofmann ben Hcibenreich an. Er zog sein Messer, töbtete durch einen Stich in den Hal» den Joseph Hofmann und verwundete den Johann Hofmann lebensgefährlich. Alle drei waren betruntn. Heidenreich ist verhaftet; er will fich in Nothwehr befunden haben. * Dynamitpattoneu zwischen den Steinkohlen. Sine sonderbare Steigerung der Annehmlichkeiten, die baß Reisen ans preußischen Bahnen seit mehreren Monaten ohnehin bietet, wird durch die „Altonaer Nachrichten", die in der Lage find, ein aus Essen an tie königliche E senbahn-Direction zu Altona gerichtete» Schreiben seinem Inhalt nach mitzutheilen, jetzt bekannt. Ja diesem Schreiben heißt e»: von einzelnen Eisenbahn-Direktionen ist wiederholt über die Auffindung von Dynamitpatronen zwischen ben Kohlen Mittheilung mit bem Ersuchen zugegangen, geeignete Schritte zur Bestrafung brr Schulbigen zu unternehmen. Die in dieser Hinsicht mit de« Rheinisch - Westfälischen Kohlensyndikat gepflogenen Verhandlungen find jedoch ergebnißlo» verlaufen, da diejenigen Angaben fehlten, die zur Ermittelung der Thäter unumgänglich nothwendig find. Nach einer neuerlichen Mitteilung be» königl. Oberbergamt» in Dortmund kann die Ermittelung de» Schuldigen nur dann mit Erfolg angeftellt werden, wenn in jedem Einzelfalle die ausgefundene Patrone alsbald eingefonbr und der Name der Lieferzeche, die Wagennummer und der VerladungStag angegeben wird. Die königliche Eisenbahn- btrection in Altona ist hiervon in Kenntniß gesetzt mit dem Ersuchen, hinfort nur dann Mittheilung von dem Auffinde» von Sprengpatronen unter Einsendung letzterer zu machen, wenn obige Angaben gleichzeitig mitgetheilt werben können. Die» wirb im Allgemeinen nur geschehen können, wenn die Patronen beim Entlaben der Wagen gesunden werden, wogegen bei Auffindung in ben Lagern die Nachforschungen im Allgemeinen aussichtslos fein werden. Vor der Versendung der aufgefunbenen Sprengpatronen ist zunächst da» etwa noch daran befindliche Zündhütchen und die Zündschnur zu entfernen. Die» geschieht nach Angabe de» Oberbergamt» n der Weise, baß die Befestigung gelöst und da» Zünd- sütchen alsdann langsam und vorsichtig herauSgezogen wird. Mit Rücksicht auf die Gefährlichkeit dieser Verrichtung wiro ie zweckmäßig durch einen Sachverständigen auSgeführt. Die Dynamitpatrone selbst ist gegen Schlag und Stoß nur in gefrorenem Zustande besonders empfindlich, weshalb die Bi- -andlung von aufgefunbenen scharfen Sprenxpatronen im Winter, namentlich bei starker Kälte, besonbere Vorsicht erfordert. — Die» amtliche Schreiben wird nicht verfehlet, einige» Aufsehen zu machen. Da» Vorkommen von Dynamit- Patronen in den Locomotiv-Tendern scheint gar nicht so feiten u fein. * Die Militär Tochter. ,,Wa», Anna, Du bist verlobt und kokettirst mit dem Doctor?" — „Ja, weißt Du, ich habe einen aktiven Bräutigam und einen in der Reserve!" 1 ~■ ■■ ■ — ' ■ Der Wahrheit die Ehre! Kein Schwindel! Kein Eigenlob! Das Unheil vieler tausender Raucher geht da hin, dah die Adlerpfeifen „System mit den Rauch und Lotter trennenden AdgLffen D R. G M. und dein biegsamen tllumiuiumschlauch D. R. P- alle bisher dagewesenen Gesundheit-Pfeilen ». übertreffen. vallteng Medaille Münster 1896. Herr DcrlagSbuchhändler R Weither, den. hurcibt am 6. Ctiobcr 1897: rauche seit 20 Jahren lange Pfeise, aber eine fr Dorjiiglidjc, wie bic «dlerpstise, habe ich noch nicht gehabt.« Herr LtationSassistent Voland, Plaue« L schreibt am ti. Oktober 1897: »Ich habe bereits 15 Vlblerpfelfen von Ihnen bt- ioqtn und bezeuge ausdrücklich, dah dieselben Nck vorzüglich brwübren, weil man nicht nur trocken Tourf’f, sondern auch einen angenehmen Geschmack bat. Dieselben übertreffen alle biehrr dagewesenen. Senden Sie wieder 8 Stück Rr. 3, Modell IV Im eigenen Interesse ist daher Jedem ein Versuch zu empfehlen. Der Änf unserer Firma bürgt für reell« Bedienung. Preise per Stück in selnffer Anelührung, weitgebohri. Mod. II oder 111: achte? wohlriechendes Seichselrohr 9r. 1, 100 cm lang. M 1.70; Ur. 2, 70 cm lang. M. 4.20; 9r. 3. 80 cm lang. M 2.40, Ur. 9, 30 cm lang, Iagdpseise. 91.2.55 ; Uchte» Vedernrohr Ur. 4. 100 cm lang, M. 8.70; 9r 5, 70 cm lang, M 3.50. Pflaamenbanw, Maßholder ober Ähornrohr 9ir. 6, 100 cm lang 91. 3.20; Ur. 7, 70 cm lang, M 3.10. Mit «eusitber Kopfbeschlag 25 Psg., mit Trahthut 15 Pfg. mehr. Versandt ab hier, Verpackung 10 Pfg. per Pfeife, 6 Stück fronte l'orto u. V .rpackung. 12 Stuck 10®b extra. Xndniü cLer DorouSbezahlunq. Labak, sein geschnittener BarinaS-Sanastrr, M. 0-80, 130, L80, 2.—, 240, 3.—, per kg. Eugen Krumme &. Cie-, Adlerpteifenfabrtt Gummersbach, Rheinprovinz. Mod. n. Mod. HL a Rauchkonal. SotterbehMter d Ausguss. J d ö/ 1897. Pft. bei aschentücher und Seide bei Ukll voran [10881 10874 Der Vorstand. 10855 ^agertreller tc zu vermieth n. Näb. Wallfhorstr. 71. 10868 | R. Schumann. Ät. FchlaWgus. I Freibank. 10864' j Fr. Chopin. Hane Hermann. 4. Vereinsnachrichten A. Rubinstein. kauft man gut und billig sowohl in Baumwolle, Leinen c) Immer leiser wird mein Schlummer . 1. a) Der arme Peter b) Die Soldatenbraut J. Brahms. Fr. Schubert. R. Schumann. Heinrich Plank Heinrich Plank Heinrich Plank . Heinrich Plank F. Mendelssohn. Paderewski. A. Foerster. A. Rubinstein. 23 25 26 46 46 50 52 42 44 44 46 48 70 70 72 d) Litaney . . . 2. a) Novelette . . . b) Impromptu As-dur c) Ballade As-dur ab 7io an 82< Kinderwelt b) Legende c) Kindlicher Trost d) Herzenstausch L a) Fahrt hin, ihr Zug Nr. 11 >Zug Nr. 13a 3. a; Das Mutterherz (Ballade), Scene aus der ad 512 an 617 5. a) Barcarole . . . b) Scherzo-Sommernachtstraum c) Thäme vari6 . . 6. a) Rühr’ mich nicht an b) Der Asra . . . . o)Rosentage (gespro- zubereitete Gebäck ist von vorzüglichem Geschmack und hält sich sehr lange. — Ein Versuch überzeugt. — Das Pfund zu haben zu 65 JPfs*. bei: Emil Fischbach, A. Frank, Neustadt 82, Ph. Herrmann, L. Kalkhof, H. F. Nassauer, Eberh. Metzger, Otto Schaaf. Heppenheim, 25. November 1897. Großh. Direction der Landesirrenanstalt. Dr Bieberbach. Der vrodverkäufer. Dieselben Preise wie bet den hiesigen Bäckern. Gießen, den 27. November 1897. Grobherzogliche« Polizeiamt Gießen, v. Bechtold. Giessener Stadttheater Sonntag den 28 November 1897, Nachmittags 4 Uhr: Kindervorstellung Apfelbaum, Erdmännchen und Flöte. Ein Märchen für Kinder in 5 Bildern. Versteigerung von Schuhwaaren Mittwoch den 1. December k I., Nachmittags l1/, Uhr an fangend, versteigere ich Neustadt 55 (Bieker'scher Saal) gegen Baar- icvhlung ein vollständiges Schuh- laager, bestehend aus ea. 600 Paar Ferren-, Damen-, Kinder- Tchnhe und -Stiefel, Ball' und Wnmmischuhe u. s. w. 10876 I. A.: Schneider. 5,00 X, Weißkraut pr. Stück 0—00 H, Zwiebeln pr. Eentnc: 6,00-0,00 X, Milch pr. Liter 16 X Lebende Karpfen zu haben 10880 H Benner II., Hammstraße 10. Bekanntmachung. Die Reihenfolge der Hauptschöffen zu den Sitzungen des Schöffengerichts im Jahre 1898 findet Montag, den 6.Dkrbr. 1897, Nachmittags 3 Uhr, tn öff ntlicher Sitzung statt (Zimmer Rr. 13). Gießen, den 24. Novbr. 1897. Großherzogliches Amtsgericht. Langermann. 10881 1 8g. (2 Pfd.) Schwarzbrot, . 1 „ (2 . ) w bei 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot, 2 „ (4 ) , bei 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod. Heute und Montag: Ochsenfleisch .icht ladenrein, per Pfd. 54Pfg.| 8chweineMsch nrcht ladenrein, per Pfd. 52 Pfg. SMy Die Freibank bleibt bis, Abends 10 Uhr geöffnet. Anzeigen nach Auswärts werden stet- zu Originalpreifen besorgt durch die Spedition Les Eießerrer Anzeigers. 2 „ (4 A, Kalbfleisch pr. Pfd. 60-64 X X Kartoffeln pr. 100 Kilo 4 50 bU Tüchtiger Schlosser gesucht. 10870 «. Krailing SÜdan'age 22. Sonntag den 28. ds. Mts.: Familienabend im Vereinslocal (Busch, Seltersweg). Donnerstag den 2. December: Generalversammlung daselbst. Tagesordnung s. Circular. 10859 Der Vorstand. Für die Weihnachts-Bäckerei ist das beste und billigste Backfett MannheimerPalmin ein reines Naturprodukt, kein Kunstprodukt wie Margarine, '/4 ausgiebiger wie alle anderen Fette. Das mit Palmin Abends 8 Uhr: Der Verschwender Original-Zauberpoffe in 3 Acten von Ferdinand Rayeond Musik von Konradin Kreutzer. Vrodpreise vom 28. November bis 12. December Glatze«, 27. November. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochrnniarkt kostete: Butter vr. Psd. X 1,10—1,15, Hühnereier pr. 6t. 0-0 §,2 St. 14-164, Enteneier 1 St. (-00X Gänse eter pr. St 00-00 X Käse pt 6t.4 -9 4. Käsematte pr. St. 3 * Erbsen pr. Liter 20 H, Linsen pr. Liter 30 4, Tauben pr. Pa» vtt 0.5'1 bis 0,65, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,00, Hahnen pr. S-Üc? X 0,60—1,00 Enten pr. Stück X 1,60—2,00. Gänse pr. Pfund X 0,46—0,68, Ochs-nfletsch pr. Pfd. 66-74 X Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60-66 X Schweinefleisch pr. Psd. 64 bi« 72 X Schweim fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 67 Hammelfleisch pr. Pfd. 50—66 Träume! D m , ... , b) Nur wer die Sehn-fP T8ohaikow8ky sucht kennt J c) Der Sandträger I . D d) Bonn f - AuS- Lungert. Der atttzwLrtige« Bäcker. 1 Kg. (2 Psd.) Wetßbrod bei L. ©teinmüUer, Gr.,Ltnden W. Weitzel von Lang @5n8 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrot, bet Joh^K^Ättv" Mich Äö ns L. Stetnmüller, Gr.-Ltnden W. W itze! von LangGöns rr die Ausfinduuo von tn Mltthelluvg mit dem te M vestrafllug der dieser Hiuficht mit de« Mogeueu Verhand' tn, da diejenigen An- ' Thäter unnrngSoglich <4tn Mittheilung in nn die Emittelung stellt werden, auu; tone all bald ttylubt lageutmmmer oib der t königliche Mahn» nntnife gesext mit dem ng von bta Ausstuden g letzterer zu machen, etheilt werden können, len können, wenn die ifunbtn werden, »e- t W*gtn Ist vor btt Versendung zunächst da- etwa die Mjchnur za e der OdndngaM M Md dar Md« z detaargezogen wisi. leset Verrichtung wit° digen auSgeführt. Die lag und Stofe m In bild), weshalb dit 8 i Spreukpattonic - i, besondere । wird nicht verfehl kommen von Dynovi eint gar nicht so stlm *, f W *<* ,3«, »tijt r>«, a , uub linu 11 w “»‘Uli die Ä a“n» “Ws • l>nd es Jx tft| i^nt Th" * 11,6,7 dugenb >6t würde. C öem L Bekanntmachung. Die auf der Strecke »ibda-Gelnhausen-Sttdda verkehrenden und dem Personenverkehr dienendenZüge Nr. H, Nr. 13a, Nr. 15 und Nr. 18 werden ”omhtni‘ d °& tn ^>en nachstehenden Fahrplänen zur Befördirung ebenes Lied . . Th. Gerlach. d) Zwischen uns ist nichts geschehen . A. ZarzyckL Eintrittskarten zum Concert für Nichtmitglieder zu Mk. 2.60 (Sperrsitz Mk. 3.50) sind in der Musikalienhandlung von Herrn Ernst Challler (Rudolphs Nachfolger) , für Studirende auch bei Herrn Hausverwalter Stork zu ermässigtem Preise zu haben. Die geehrten Mitglieder werden ersucht, ihre Eintrittskarte vorzuzeigen, ohne Eintrittskarte ist Niemand der Zutritt gestattet. 10681 find die Dürkopp scheu Welt' berühmten ,beste Mhumschinen der Wett'. I Zu sehr billigem Preis, angenehmen | Zahlungsbedingungen und reellster Garantie zu haben bei , . . ÄLv stock, bestehend aus 2 Zimmern nebst _ Zubehör, sofort anderweit zu vrrmiethen. 10481 Wetzsteinstraße 44. Näheres bei der Bürgermeisterei, -------Zimmer Nr. 15. ; Ehre! n Eigenlob! w jgss- sssSS ___L. Äleidei Sonnenstr. 2. 1( 567] MansardenlogiS, 2 Zimmer sofort zu vermiethen. L. tztzeidet, Sonnenstr. 2. Aug.MontauusNchs. Inh. R. u. M. Jmheufer. Große parthie lkineneUlher 45 und 50 cm gesäumt ü pr. Dtzd. L Mk. 2.—, 2 50, 3.— und 8.50. rVermiethungen^^ 1U72O) ConnctiOr. 2ti ist der Parterrc- Asthma kann vorgebeugt werden. k 6 foIßC,nlle Bericht bestätigt die Angabe de« Dr. Schiffmann, ba4,rL'r* dn Schutzmittel gegen Asthma zu finden: ^Hierdurch bestätige ich gern, daß ich Dr. Schiffmanntz Asthma- yuJöe^mtt ausgezeichnetem Erfolge gebraucht habe. Seit Jahren habe ich an Asthma gelttten, und hat sich dieses entfetzttche Uebel «"Urer mehr gesteigert, obwohl ich vielfach ärztlichen Rath nachgeholt und die verschiedensteu mir von den Arrzten verordnelen Mitlel angewandt habe. Das Schutzmittel de« Dr Schiffwann hat ttch nun bet mir durchaus bewährt, indem die Krankbeit nicht weiter fortgeschi ttten ist. Ich spreche dem Herrn Dr. Sch ffmann hiermit meinen besten Dank aus und bemerke noch, daß ich auch anderen an Asthma leidendm Personen Dr. Schiffmanns Asthma Pulver empfohlen habe, daß dieselben e8 mit gleich gutem Erfolge gebraucht haben, so daß sie mir für die Empfehlung außerordentlich dankbar Tüchtige hiermit Herrn Dr. Schiffmann, meine vor- «ebende Erklärung zu veröffentlichen, da ich ttn Interesse aller Hftbma Kranken diesem Asthma Pulver eine möglichn weile Verbreitung wünsche. Ich kann dasselbe nur bestens empfehlen In aufrichtiger Dankbarkeit Berlin, Steglitzerstr. 91, I., den 29. Januar 1896. Steffen, Heizer der General-Mtlitär^Kaffe." Personen, welche mit diesem Schutzmittel noch keinen Versuch gemacht haben mögen eine Postkarte, einfach mit Namen und Adreffe °=AbtrC Hohenzollern-Apotheke, Berlin D. 10, Königin- »ugufiastr. 50, senden, worauf ihnen — jedoch nur bis zum 4. De- .C.embfr -Q er!ne kltine Schrift über die Asthma-Krankheit unentgeltlich zugestkllt wird, welche gleichzeitig andere Zeugnisse von S®rj£"S’ enthält die dieses Pulver mit Erfolg angewendet haben. Dr. SchiffmannS Asthma Pulver ist in den meisten Apotheken zu haben. Wcr nützliches schenken will, besehe sich die 8 Schaufenster des Th. Brück'schen Ausstellnngs-Iiocales Schlossgasse 16 und W Kanzleiberg-Ecke. Reichhaltige Auswahlin Spiegeln, T-p. ------------------—---------——-----Pichen (in echten Perser, Ar» Münster, Belvet und Brüssel), Wand-Gobelin», Möbelstoffen, Vor° hängen, Decorations-Shawl», Portieren, Tischdecken, Bettkoltern, Steppdecken, Angora- und Ziegenfelle. 0 5 Rauch-, Salon-, Blumen-, Näh-, Erker-, Luther-, Kinder-Tische, Kinder-, Comptoir-, Triumph-Klappstühle und Herren-Schrcibsessel, Bücher- und Noten- Etagören, Ofenschirme, Staffeleien, Truhen, Cigarrenschränke, Haus | Apotheken, Pännelbretter, Corridor, Schirm und Blumen-Ständer in Hol» und Eisen. 10721 ’ Th. Brück, Möbelfabrik mit Motorbetrieb. 1C857J Ein in Bad Hauheim gelegenes Anwesen 1160 qm groß, bestehend aus einem großen Wohnhaus, zwei masstoen Scheunen, verschiedenen großen Stallungen, sehr guten Kellern, Fruchtböden, Remisen, großem । Hof ic. soll unter günstigen Bedingungen verkauft werden. Das Anwesen eignet sich in Folge seiner guten Lage zu jedem Geschäftsbetrieb, auch kann dasselbe vermöge seiner Frontlänge in verschiedene Bauplätze zerlegt werden. 10857 Nähere Auskunft wird erthellt Bad »anheim, Hauptstraße 4«. 1 <10803] Eine gut erhaltene Wiege, fünfschneidig, abzugeben bet Metzger Meister, SelterSwrg. SS«.""*" »s9 istdaber epr z; ***■ lCb ZUr«!kStbltnUng' Äfe . MM -----------' 29 58 27 26 54 52 26 24 60 48 75 Tthchltche Anzeiger* Ser? Stab* ^seszen. Evangelische Gemeinde. Die Kinderkirche der LucaSgemeinde beginnt am Sonntag nm HVl U 3T. Auf die im Abendgottesdienst am 2. Advent stattfindende AbendmablSfeier für die Lucas- und JohanneSgemeinde werden die Neuconstrmirten dieser Gemeinden hierdurch besonders aufmerksam gemacht________________ Verkehr, Canö» tanO Die Abfahrzeiten auf den Zwischenstationen der vorstehend ausgeführten Züge find auS den an den Fahrkartenschaltern angebrachten Bekanntmachungen zu ersehfn- 10854 Frankfurt a M-, im Nooember 1897 ___________Königliche Eisenbahndirectton.__________________________ Grotzherzogl. Landesirrenanftalt. Die Stelle eines freiwilligen Hilfsarztes wird am 30. Januar 1898 erledigt und soll alsbald wieder besetzt werden. Baargehalt 600 Mt. neben freier Station. Verpflichtung auf die Dauer eines Jahres. Psychi. attische Vorbildung nicht erforderlich. Bemerkungen werden zunächst brieflich hierher erbeten. OpelsKährzwiebackl wieoer eingetroffen bei 10877 I PH. Herrmann, Seltersweg 33. Die so sehr beliebten und bekannten ächten Nürnberger Lebkuchen zu den billigsten Preisen empfehlen Gebrüder Adami, 10851 Mänsburg 14. Montag den 29. November 1897 t Der Gymnasialdirector Schauspiel in 4 Acten von Eugen Zabel und" «lfred Bock. Giessener Concertverein. Zweites Concert (105. Concertjahr) Sonntag, 28. November 1897 Nachmittags 5 Uhr Im Saale des Gesellschaftsvereins (Liederabend.) Ausführende: Fräulein Lilllao Sanderson (Sopran), Herr Arthur Speed (Pianoforte). P r o g r a m |m|: A. L. Mohr sche FF-Margarine im Geschmack, Nährwerth und Aroma kaum von ff-Molkerei- Butter zu unterscheiden pr. Pfund 65 Pf. Gleichzeitig empfehle ich garantirt reines Schweineschmalz pr. Pfand 60 u. 55 Pf. GehrannlenCaffee ä Pfd. Mk. 1.20,1.40,1.60. Sämmtliche Waaren empfiehlt stets frisch das Specialgeschäft von A. L. Mohr, Altona-Bahrenfeld Inhaber: [108731 C.Pflng. Giessen, Lindenplatz. | Ur. X . Jt . 10834 Montas de« 29 November, Abends»/,9 Uhr bet Grün, Neustadt: «NT Versammlung. ___________Das «ommanvo. p Q. p 10875 MontagZAbend: im LSwen. Concordia. Heute Sonntag Abend: Jamilienabenö im Dereiuslocal. Der htestoea Bäcker 1 Kg. (2 Pfd.) Tafeldrod . 2 Kg. (4 Pfd.) Taieibrod 1 Kg. (2 Pfd.) Wetßbrod 1 i/ (2 r ) „ bet 2 Kg. (4 Pfd.) Wetßbrod . Stollen-Angebote. Ein tüchtiger Geselle kann sofort eintreten bet 10879 K. Walther Schmiedemeister. Zug Nr. 15 Stationen. Zug Nr. 18 ab 205 an 327 8 Nidda 1 Gelnhausen ck an 924 ab 824 KchmM s. Meyerhoff & Goslar, Giessen, si*ipiiit g. WEIHNACHTS-AUSVERKAUF! Um dem pp. Publikum Gelegenheit zu bieten, seinen Äeihnachtsbedarf billig «u beschaffen, veranstalten wir vom I. bis zum 24. December ■■ Ausverkauf ■■ 8V" zu bedeutend herabgesetzten Preisen! 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