Ttslvmgaß: Kchnv al« Gc« tot Stank 6" i« te«, ?L «* ^7 b°6 a?j r -Kr '< auch nm _«'»»«Im ät|4 Hl®1 h'“», al! "'“«ta. L??? 8'ttft« imebote. WMi übergehende schz» »emlethen. S 45,1. S BtämeTmlt >2 iu vermlethev. M«n jjnuflt. 7, i ^rUrNhUi, ??hnhofvr. 56, "Sk MUdnflr. 88, ^»er, auf Wurfch u vermielhen. Lmnn, itttti im Markt' ung zu Dtrmktfyn. '■ Kirch!nplah 11. 64W t. EelferSloeg 83. l Mhnmg l.Dttkwber zu ver- LiaVtNplatz 8. t Contor ater billig }U ott- :l Setter, lang, ßinbenpty. fatT en, zu verMhen. Low» tza»«. cha v-o ch. DDL 1891 nenil ale 8660 11)335 22 35 3355 M 3i'20 1016° 11060 .,,qgd 1006 Sk.ü--r-bA 10l.60 BtujJ'HgS 101- Sk.urck-bM 10fr jgt.uni.6-^ 8939 >str. 4. lerin aarengeschist gesucht. cheii^ schmei'-rahe«), *« ,1, Räuber, üNweg R.___ ia* »«"*' ,.l>. e*1 80.86 17020 L17’/i tim Rr. 827 Der Oleßeuer Anzeiger erscheint täglich, «tt Ausnahme de» Montag-. Die Gießener AlnmitienvkStter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Erstes Blatt Dienstag de« 28. September 1897 Gießener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. ■ Bierteljährigw AVonnementspreisr 2 Mark 20 Pfg. ■* vriugerlohu. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redactton, Lxpeditio» und Druckerei: -chalstraße Ar.2. Fernsprecher 51c Amts- und Airzeigeblatt für bat Kms Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Senn. 10 Uhr. Hratisöeikage: Gießener Kamikienökätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgehe. Bekanntmachung, betreffend: die Lagerung und Aufbewahrung von Mineralölen. Nach uns gewordener Mittheilung werden die Vorschriften über die Lagerung und Aufbewahrung von Mineralölen — insbesondere von Petroleum — häufig nicht hinreichend beachtet. Wir bringen daher die hier maßgebende Verordnung -vom 23. December 1882 auszugsweise mit dem Anfügen zur Kenntniß der Interessenten, daß Zuwiderhandlungen zur Anzeige gebracht werden. Gießen, den 12. August 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. v. Bechtold. Auszug aus der Verordnung vom 23. December 1882, die Lagerung und Aufbewahrung von Mineralölen betreffend. § 2. Innerhalb der Ortschaften dürfen 1. Mineralöle, welche unter einem Barometerstand von 760 Mm. bei einer Erwärmung auf weniger als 21 Grad de- hunderttheiligen Thermometers ent, flammbare Dämpfe entweichen lassen, nur in Mengen von höchstens 100 Kgr., 2. Mineralöle, welche unter einem Barometerstand von 760 Mm. erst bei einer Erwärmung auf 21 Grad des hunderttheiligen Thermometers oder mehr entflammbare Dämpfe entweichen lassen, nur in Mengen von höchstens 500 Kgr. gelagert werden. Lagerung größerer Mengen kann von der Polizeibehörde bei besonders günstigen Localverhältnissen, auf Grund sachverständigen Gutachtens unter besonderen Vorsichtsmaßregeln ausnahmsweise genehmigt werden. § 3. Innerhalb der Ortschaften muß die Lagerung der Mineralöle in Lageräumen stattfinden, welche feuerfest, unheizbar, gut ventilirt, verschließbar sind, keine Ausflüsse oder Abzüge nach Straßen, Canälen, Hofräumen oder Brunnen haben und mit anderen, leicht entzündlichen oder große Wärme entwickelnden Gegenständen nicht belegt sind. Ausnahmsweise kann die Polizeibehörde gestatten, daß Mineralöle der in pos. 2 des § 2 bezeichneten Beschaffenheit im Freien oder unter offenen Schuppen in Hofräumen und ähnlichen eingeschlossenen Plätzen unter den nöthigen Vorsichtsmaßregeln gelagert werden § 5- Die Lagerräume dürfen nur mit Sicherheitslampen betreten werden, welche sich in gutem Zustande befinden. Es Ist untersagt, in denselben Feuer anzumachea und Tabak zu rauchen. In den Lagerräumen dürfen Mineralöle der in § 2, pos. 1 bezeichneten Beschaffenheit nur in GlaSgefäßen von nicht über 50 Kgr. Oelinhalt, welche durch Flechtwerk geschützt sind (sogen. Korbflaschen) oder in vollständig dichten Metallgefäßen oder in besonders guten, dauerhaften Fässern aufbewahrt werden. § 6. Ein Verkaufsraum darf nicht über 25 Kgr. von Mineralölen der in § 2, pos. 1 und nicht über 50 Kgr. von Mineralölen der in § 2, pos. 2 bezeichneten Beschaffenheit enthalten. Ausnahmsweise kann unter besonderen Umständen die Polizeibehörde gestatten, daß größere Mengen in den Verkaufsräumen vorräthig gehalten werden. Zn den Verkaufsräumen müssen die Vorräthe von Mineralölen in wohl verschlossenen Gefäßen und an solchen Orten ausbewahrt werden, welche der Erwärmung durch Sonne ■ober Oefen nicht in erheblichem Grade ausgesetzt sind. § 7. Wer mit Mineralölen handelt oder solche lagert, ist verbunden, hiervon, unter näherer Bezeichnung der Localitäten, in welchen die zum Handel bestimmten oder gelagerten Mineralöle aufbewahrt werden, der Polizeibehörde Anzeige zu machen, feine Localitäten zu jeder Zeit einer polizeilichen Revision unterziehen zu lassen und die Vorsichtsmaßregeln zu befolgen, welche von der Polizeibehörde vorgeschrieben werden. § 8- Wer den in vorstehenden Paragraphen enthaltenen Be- flitntnungen oder den zu deren Vollzug von der Polizeibehörde eirtheilten besonderen Vorschriften zuwiderhandelt, verfällt in die durch das Gesetz vom 17. October 1868 beziehungsweise das Gesetz vom 10. October 1871, betreffend den Uebergang iu dem Strafgesetzbuche für das Deutsche Reich, angedrohte Geldstrafe bis zu 150 Mark. Vom Cabinet Badeui. ES war vorauSzusehen, daß bei Beginn der Sitzungen de» österreichischen Abgeordnetenhauses all' der Erbitterung und dem Groll, den die deutschen Parlamentsmitglieder über die Politik des Ministerpräsidenten Badeoi in sich angehäaft hatten, AnSdruck gegeben werde und daß eS zu erregten Scenen kommen würde. In dieser Ueberzeugung hat man sich nicht getäufcht, denn gleich in der ersten Sitzung kam es gelegentlich der Präsidentenwahl zu so heftigen Erörterungen, daß die Verhandlungen einen auch für österreichische Verhältnisse stürmischen Verlauf nahmen. Aller Groll der Deutschen richtete sich namentlich gegen den Grafen Badent und artete in grobe Beleidigungen aus, die ein Duell zwischen dem dentschnationalen Abgeordneten Wolf und dem CabioetSchef zur Folge halten, wobei der Letztere eine ziemlich schwere, wenn auch nicht gefährliche Verletzung davontrug. Badent soll den Kaiser, bevor er das Duell auSfocht, um seine Entlassung gebeten haben, jedoch scheint eS fraglich, ob der Monarch dieselbe genehmigt, nachdem er schon im Frühjahr dem Grafen sein besondere» Vertrauen dadurch bezeugt hat, daß er ihn in seinem Amte beließ. Für Oesterreich scheinen schwere Confltcte bevorzustehen. Selbstverständlich billigen wir keinesfalls das Vorgehen der Minorität im Abgeordnetenhause und doch können wir nicht verkennen, daß sie Selbsthilfe übt, wenn sie ObstruettonS- Politik betreibt, da ihr eben kein andere» Mittel übrig bleibt. Das StaatSschiff Oesterreichs ist bezüglich der inneren Verhältnisse so verfahren, daß es eines kundigen und weitaus- schauenden Staatsmannes bedarf, um den richtigen Weg wiederzufinden. Die Erbitterung der Deutschen Oesterreichs über die Handlungsweise Badeois ist eine gerechte, und wir haben schon mehrfach unserer Verwunderung darüber Ausdruck gegeben, daß Kaiser Franz Josef, dieser deutsche Fürst und Freund unseres Kaisers, es zugibt, daß feine Regierung sich der Unterstützung der loyalsten Unterthaven feines Reiches begibt, nur damit der Ministerpräfident eine Mehrheit im Abgeordnetenhanse findet. Daß die Sprachenverordnungen für Böhmen und Mähren schwere Folgen nach sich ziehen würden, haben wir seiner Zeit vorhergesagt. Die Zustände in Böhmen find ganz unhaltbar geworden und bilden nachgerade eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit, da die Gegensätze zwischen Czechen und Deutschen sich in einer Weise verschärft haben, daß kaum noch ein Ausgleich möglich ist. Viel hat hierzu die RÜckfichts- lofigkeit der deutschen Behörden beigetragen, welche mit allen Mitteln versuchen, das deutsche Nationalgefühl zu unterdrücken. Und wenn wir fragen, ob dem Grafen Badent seine Politik etwas genützt hat, so können wir darauf noch nicht einmal mit einem Ja antworten, da es sich erst zeigen muh, ob die Czechen nun auch die Treue bewahren und ihren Helfer im Abgeordnetenhause unterstützen werden. DaS war ja der Grund, weshalb Badent den Deutschen den Stuhl vor die Thür setzte und vergewalttgte. Hauptsächlich wollte er den Ausgleich mit Ungarn zu Stande bringen, dessen Erledigung der österreichischen Regierung dringend am Herzen liegt, während eS Ungarn damit gar nicht so eilig zu haben braucht. Diese Hoffnung scheint sich aber nicht zu verwirklichen, da alle Anzeichen dafür sprechen, daß der ReichSrath wieder nach Hause geschickt werden wird, ohne irgend eine Aufgabe gelöst zu haben. Vielleicht veranlaßt die schwere Verwundung deS Grafen Baden! diesen, auf seinem Abschiedsgesuche zu beharren- dann tritt hoffentlich auf beiden Seiten eine Mäßigung ein, welche nach und nach die GemÜther beruhigt. DaS wäre weutgstens im Interesse unseres Nachbarstaates dringend zu wünschen, dessen Regierung in Folge der Vielsprachigkeit seiner Bevölkerung von jeher einen schweren Stand gehabt hat und wahrlich nicht auf Rosen gebeitet ist. (xx) Deutsche» Reich Berlin, 25. September. Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt: Durch die Blätter gehen fortgesetzt Nachrichten Über beabsichtigte Postreformen und ähnliche, von denen wir bisher keine Notiz genommen haben, weil sie offenfichtig sehr viel Unrichtigkeiten enthielten. Derartigen Artikeln würde man eine Bedeutung beilegen, fall» man sie durch Berichtigung jeder darin enthaltenen Einzelheiten noch breiter treten wollte. Berlin, 25. September. Reichskanzler Fürst Hohenlohe wird der „Kreuzzeitung" zufolge in den ersten Tagen der nächsten Woche nach Berlin zurückkehren. Berlin, 25. September. Der Kaiser nahm gestern in Rominten von Nachmittags 3 Uhr an den Vortrag des Chefs des Marine-CabinetS, Freiherrn v. Senden-Bibran entgegen. Berlin, 25. September. Der „Nordd. Allg. Ztg." wird über da» Da eil zwischen Badent und Wolf »och au« Wien telegraphirt: Beim ersten Kugelwechsel drang die Kugel dem Ministerpräsidenten in den rechten Arm beim Handgelenk ein und ging längs de» Knochen» bi» zur Schnlter- höhe. Die Heilung-srift werde eine Woche nicht überschreiten. Graf Baden! amtirt mit der Hand in der Schlinge. Berlin, 25. September. Dem „Vorwärts" zufolge find gegenwärtig 21 Gießereien mit 512 Formern am Strtke betheiligt. Berlin, 25. September. Wie die „Berl. Pol. Nachr." hervorheben, ist die Rettung von mehr al» der Hälfte der Mannschaft des gesunkenen Torpedobootes S 26 der Umsicht des Herzogs Friedrich Wilhelm zu danken, weil die ganze Mannschaft schon frühzeitig auf Befehl ihre» Commandanten Schwimmwesten anlegen mußten. ES konnten so saft alle Diejenigen, denen e» gelang, sich von dem finkenden Schiff freizumachen, aufgefischt werden. Berlin, 25. September. Der neue StaatSsecretär de» ReichSmartneamt», Contre-Admiral Tirpitz, hat, wie die „Volkszeitung" aus guter Quelle erfährt, am vergangenen Sonntag dem Grafen Herbert Bismarck in Schönhausen einen Besuch gemacht. Berlin, 26. September. Wie für die Provinz Schlesien ist auch fÜr die UeberschwemmnngSgebiete der Provinz Brandenburg eine staatliche Beihilfe und zwar in Höhe von 500000 Mark, bereitgestellt worden. Berlin, 26. September. Der Kaiser wird während seines Danziger Besuche» baß LeibHusaren-Regiment in Langfuhr besuchen. Kiel, 25. September. In Anwesenheit von Mitgliedern der BiSmarck'schen Familie sowie von Vertretern des Reiche» und Preußen hat heute Bormittag 11 Uhr der Stapellauf des Kreuzers erster Klasse Ersatz Leipzig stattgefunden. Gräfin Wilhelm v. Bismarck taufte da» Schiff auf den Namen „Fürst Bismarck". Frankfurt a. M., 25. September. Der „Frkf. Ztg." wird aus Stuttgart gemeldet: Die deutsche Parte! hält am 24. October in Stuttgart eine Vertrauensmänner- Versammlung zur Berathung der VerfassungSreviston und des OrtSvorstehergesetzeS, sowie zur Vorbereitung der RetchstagSwahlen ab. Köln, 25. September. Generalversammlung de» Vereins für Social-Politik. Geh. Justizrath Loening- Halle referirt über die Handhabung des Vereins- und Coa- litionSrecht» der Arbeiter in Deutschland- Redner hebt die Nothwendigkeit der Vereins- und CoalitionSfreiheit für die Arbeiter hervor. Ob eine solche für Eisenbahnbedienstete zuzulaffen sei, lasse er dahingestellt. Redner spricht sich gegen die Betheiligung von Frauen und Minderjährigen an politischen Vereinen und Versammlungen au». Prof. Dr. Herkner- Karlsruhe möchte vorläufig von einer Aeuderung des Coalt- tionSrechteS absehen. Geheimrath v. Rottenburg tritt für die TradeS-Unton ein und erklärt sich gegen die WiedereivfÜhrnug des Zunftwesens. Da» CoalitionSrecht müsse freigegeben werden, wie eS da» Rechtsbewußtsein de» Volkes verlange. Anstand. Wien, 25. September. Die „Neue fr. Presse" bespricht das Duell Badeni-Wolf und sagt: Man mag Über die Ausartung dieses parlamentarischen Kampfes, welcher die Quelle dieses Duells war, denken, wie man will, man mag grundsätzlich das Duell verdammen, billigen oder toleriren, von jedem Gesichtspunkte au» kann aber dieser Vorfall nur aufs Schroffste getadelt werden, und der Tadel muß in erster Linie den Ministerpräsidenten treffen, von dem bekanntlich die Herausforderung ausging. Wien, 25. September. Die deutsch-böhmischen Abgeordneten beriethen unter Thetlnahme der social-demokratischen Abgeordneten über das Anerbieten der Tschechen, für die Delegationswahlen ein Compromiß abzuschließen. Die Socialdemokrateu erklärten, sich der DelegationSwahle« enthalten zu wollen. Die Deutsch-Böhmen beschlossen gegen die Stimmen der verfassungstreuen Großgrundbesitzer, jede Vertheilung der Delegirteu-Maudate zwischen Deutschen und Tschechen abzulehnen und in den Wahlkampf einzutreten. Auch die deutsch-mährischen Abgeordneten lehnten bezüglich der Delegationswahlen das Compromiß mit den Tschechen ab. Die deutschen Oppositionsparteien aus den Alpenländeru werden die auf sie entfallenden Delegationsmandate au- nehmen. BuMtft, 25. September. Die studentensch-st hat auf Anrathen deS Rectors die Daukadreffe an dm deutschen Kaiser aufgegeben. Budapest, 25. September. König Franz Josef richtete heute folgendes Handschreiben an den Miutster- präfidentrn v. Banffy: „8on dem Wunsche beseelt, daß die geeigneten Plötze meiner ungarischen Haupt- und Refidenz- stadt mit Denkmälern versehen werden, welche als Zierde der Stadt zugleich das Andenken hervorragender Gestalten vergangener Zeiten verewigen, die sich auf den verschiedenen Gebieten des nationalen Lebens ausgezeichnet haben, bewillige ich zu Lasten der Kosten meines HofhalteS entsprechende Summen, auf mehrere Jahre vertheUt, zu dem Zwecke, daß Bildsäulen hergestellt werden, welche den als Märtyrer für die christliche Religion gestorbenen Csanad^Wsschof St. Gerhard, dem glaubenSetfrtgen Grauer Erzbisc»^^ 'eter Pazmauy, die Fürsten von Siebenbürgen Stefan ®oleJtW( und Gabriel Bethlen, die heldeumüthigen Kämpfer für Vaterland und Ehristenthum Johans Hunyady und Nicolaus Zrinhi, den Generalissimus Ungarns Graf Johann Palffy, der sich um die Bertheidigung des Thrones große Verdienste erwarb, den anonymua regia Belae notariua, der die Geschichte der Landnahme schrieb, den hochberühmten Recht-gelehrten UogaruS Stefan Berböczy und den volk-thümlichen ungarischen Sänger Sebastian Tinody darstellen sollen. Ich betraue Sie mit der Durchführung dieser meiner Entschließung." Fiume, 25. September. Die Stimmung ist hier wieder sehr erregt. Während bisher angenommen wurde, daß die Zahl der Verunglückten bei Untergang des Schiffes ^Jka" keine weitere Vermehrung erfahren würde, sind neuerdings wieder zehn Vermißte von ihren Angehörigen angemeldet worden. Die Aussagen der Mannschaft der „Jka" lauten sehr belastend für den Kapitän. Lüttich, 25. September. Der falsche Erzherzog Behrend ist gestern hier verhaftet worden. Der Poltzeichef von Lüttich erhielt vor drei Tagen die Nachricht, daß Behrend mit Marie Hu-mann von London in Lüttich etngetroffen sei, wo Behrend früher gewohnt hatte. Der Polizeichef entbot den Bruder der Marie HuSmann zu sich und stellte ihn dem Paare gegenüber. HuSmann erkannte auf der Stelle Behrend wieder. Behrend wurde infolge besten sofort wegen Führung eines falschen Namens verhaftet. In seinem Besitz fand man 7000 FrS. vor, welche Marie HuSmann gehörten. Diese ist mit ihrem Bruder unverzüglich nach Köln abgeretst. Hier will man wissen, daß die Ehe zwischen Behrend und der Marie HnSmann in London bisher nicht vollzogen wurde. Paris, 25. September. Die Unthätigkeit des Setne- präfekten tu derBrodsteuer-Angelegenheit veranlaßte 40 Gemeinderäthe zu einem Aufruf, der zum Kampf gegen den Präfekten auffordert. Bayoaue, 25. September. Heute fand die Leichenfeier für den General Bourbaki statt. Der Präsident Faure und der KrtegSmtnister General Billot waren bet derselben vertreten. Petersburg. 25. September. Die Blätter bezeichnen den Besuch des LzarenpaareS bet dem Könige von Italien al- unbegründet. Wolffs telegraphisches Eorrefpondenz-BureR«. Aalen, 26. September. Gestern Abend 8i/i Uhr überfuhr der Schnellzug von Stuttgart-Nördlingen zwischen Eßlingen und Aalen bet dem Bahnwarterpoften 82 ein vierspänniges Mühlenfuhrwerk. Die Frau des Bahn- Wärters, welche den Dienst verfah und e- unterlassen hatte, die Barrieren zu schließen, wurde überfahren und sofort ge- tödtet. Der Wagen wurde zertrümmert und die Pferde ge» tödtet. Der Fuhrmann, die Passagiere deS Schnellzuge- und da- Fahrpersonal blieben unverletzt. Die Locomotive wurde erheblich beschädigt. Der Zugführer versuchte vergebens, den Zug zum Stehen zu bringen. Durch das rasche Bremsen zerriß der Zug unbemerkt in zwei Thetle, so daß nur die Locomotive und drei Personenwagen in Aalen antamea. Die übrigen vier Wagen, welche auf dem Geleise stehen ge- blieben waren, mußten von einer Hilfsmaschine aus Aalen geholt werden. Petersburg, 26. September. Die „Nowoje Wremja" meldet aus Ufa: Am 20. September, 4 Uhr Morgen-, brach tu dem Maschinenraum de- PaflagierdampferS „Admiral Gervais" Feuer au-, der, mit etwa 200 Passagieren an Bord, bei Ufa angelegt hatte. Das Feuer überraschte die Passagiere und die Schiffsmannschaft im Schlafe. Die Panik, welche entstand, wurde noch dadurch erhöht, daß das brennende Schiff vom Ufer entfernt wurde, um die in der Nähe liegenden Schiffe nicht in Brand zu setzen. Biele Personen retteten fich durch einen Sprung Über Bord, mehrere versanken jedoch in den Wellen. Zwei Personen sind verbrannt, zahlreiche Andere erlitten Brandwunden. Wie viel Menschen in-ge- sammt uwgekommen find, konnte noch nicht festgestellt werden. Der Dampfer hatte Naphtaheizung. BreSlau, 27. September. Im Kattowitzer Industrie- bezirk nimmt der Typhus täglich zu. In Lublinitz wurden ebenfalls neue Fälle festgestellt. Die Gegend von Beutheu ist am schwersten verseucht. ©logao, 27. September. Vom hiesigen Pionier-Bataillon find, nachdem Freitag Abend erst die letzten Mannschaften auS dem Riesengebirge zurückgekehrt waren, infolge telegra- phischer Anweisung deS General-CommandoS des 5. Armeekorps sämmtliche Mannschaften bis auf ein kleines Wacht- Eommando wieder in das Überschwemmungsgebiet zurückgekehrt. Wien, 27. September. Graf Badeni verbrachte den gestrigen Tag sehr gut, obgleich feine Nachtruhe mehrmals gestört war. Der Minister empfing zahlreiche Besuche. Die Aerzte nehmen an, daß Graf Badeni in 14 Tagen wieder vollkommen hergestellt fein wird. Wien, 27. September. Das rumänische Königspaar traf gestern Abend hier ein und reist morgen nach Budapest zum Besuch deS Kaisers. Man legt dem diesmaligen Besuch eine besondere politische Bedeutung bei. Schwurgericht. W. Gießen, 27. September. Heute Vormittag um 9 Uhr begannen unter Dofitz des Herrn LandgerichtSrathS Wehner die Sitzungen. Nach Erledigung der gesetzlichen Formalitäten und nach Bildung der Geschworenenbank wurde in die Verhandlung gegen den Kesselschmied Georg EverS von Schwetzingen wegen Todt- schlagS, versuchten TodtschlagS und gefährlicher Körperverletzung eingetreten. Die Anklage vertritt Erster Staatsanwalt Dr. Güng erich, die Bertheidigung führt Rechtsanwalt Metz. ES find 47 Zeugen und drei medicinifche Sachverständige zu hören. Die letzteren find Mediciualrath Dr. Lorenz, HoSpitalarzt Medinalrath Dr. Weckerling, beide von Friedberg, sowie Dr. Hirsch von Bad-Nauheim. Für die Verhandlung find zwei Tage vorgesehen. Bei Aufruf der Zeugen fehlten die von der Bertheidigung zu laben beantragten Zeugen Theiß und DebuS. Der Erste Staatsanwalt Dr. Güng erich erklärte, er habe alle- gethan, um diese Leute laben zu können, es war jedoch nicht möglich, deren Aufenthalt zu ermitteln. — Der Ber- theidiger, Rechtsanwalt Metz, erklärte, er persönlich glaube ohne Einwilligung seines Clienten auf die Zeugen Theiß und DebuS nicht verzichten zu können, da dieselben für die Entlastung deS Angeklagten unbedingt nöthig seien, er würde selbst darauf hin, daß EverS noch drei Monate länger in Untersuchung bliebe, um die Vertagung der Sache bitten. DaS Gericht beschließt eine Pause von 15 Minuten, damit der Bertheidiger fich mit feinem Clienten berathen kann. Nach Wiedereintritt in die Verhandlung erklärt Rechtsanwalt Metz, so sehr er auch die Verzögerung bedauere, so müsse er doch auf der Ausfindigmachung und Ladung der beiden Zeugen beharren und bitte um Vertagung der Sache eventuell bis zur nächsten SchwurgerichtSperiode. Der Bertheidiger erklärte, daß es gerade diese Zeugen feien, welche nach den Protokollen den ganzen Tag, an dem die That pasfirt ist, mit dem Angeklagten zusammen waren. — Erster Staatsanwalt Dr. Güngerich bemerkte, daß, obzwar die Bertheidigung ein Recht, die Vertagung zu verlangen nach Lage der Sache nicht hat, er doch bei der Schwere der Anklage dem nicht entgegen sein wolle, worauf fich der Gerichtshof zurückzog. Vorher schlägt der Vorsitzende vor, ob man doch nicht den Versuch machen solle, in die Verhandlung ein» zutreten. Dar Gericht belchließt in Rücksicht auf die von der Bertheidigung vorgetragenen Gründe die Vertagung der Sache bis Mittwoch und Donnerstag nächster Woche. Der Gerichtshof ist der Ansicht, daß es im Interesse der Sache liege, die Vernehmung der Zeugen nicht bis zur nächsten SchwuraerichtSperiode zu vertagen. CoceUs und prrohtsielte*«, Gießen, den 27. September. * * Empfang. Seine König!. Hoheit der Großherzog empfingen am 25. September u. A. den Stenercomwiffär Jlath von Homberg, den Gymnastaldirector Dr. Dett- weiter von Darmstadt und den Oberlehrer Wolf von Lauterbach. Dienst-Personalien. Seine Königliche Hohett der Großherzog haben Allergnädigst geruht, dem Kreis- amtmann und BereinigungScommiffar zu Friedberg Dr. Emil (Sättelmann und dem Kreisamtmann bei dem Rretiamte Bingen Dr. Edmund Steeg den Character als „Regie- rungSrath" zu verleihen, — den zweiten Beamten bei der Invalidität»- und AlterSverficherungsanstalt „Großherzogthum Hessen" Amtmann Ernst Boekmaun zum KreiSamtmann bei dem KreiSamt Gießen, — den ©teuercontroleur Steuerassessor Braun zu Gießen zum SteuereommiffariatS- Assistenten bei dem Steuercommiffariat Darmffadt und den Steuerasieflor Georg Fritz aus Alzey zum Steuercontroleur, beide mit Wirkung vom 1. Oktober d. I. an, zu ernennen. * • Da» letzte Opfer der Familienkatastrophe, welche am 26. August die ganze Stadt in Aufregung versetzte, die Ehefrau Noll, ist heute früh den schweren Verwundungen erlegen. • * Stadttheater. Auf die morgen, Dienstag den 28. ds. MtS., stattfindende Eröffnung deS hiesigen StadttheaterS fei hiermit nochmals hingewiesen. Der ausgezeichnete vier- actige Schwank „Zwei Wappen" gelangt alsdann erstmalig zur Aufführung. * • Kaufmännische Fachschule. Wie ans der Annonce hervorgeht, so ist das Schulgeld erhöht worden, denn durch den Neubau deS Verein-Hause-, war doch in erster Linie der Schule wegen errichtet wurde, und wodurch, da eS in jeder Beziehung den Anforderungen der Neuzeit entsprechend eingerichtet ist, den Besuchern der Schule viele Annehmlichkeiten geboten werden, sind dem Kaufmännischen Verein Lasten auf» erlegt worden, die ihn trotz der kräftigen Beihülfe von andrer Seite nöthigten, sich reichlichere Einnahmequellen zu verschaffen, wa- zum Theil durch Erhöhung des Schulgeldes auf 10 Mk. geschehen soll. Vergleicht man damit daS Schulgeld andrer Fachschulen, in Darmstadt beträgt eS 28 Mk., in Offenbach 50 Mk. und in Mainz sogar für jedes einzelne Lehrfach 10 Mk., so kann und wird man 10 Mk. für vier Unterrichtsfächer immer noch sehr mäßig finden. In Anbetracht der arbeit-vollen Zeit um Weihnachten hin, hat die Schulcommission den gewiß practischen Beschluß gefaßt, daß alle (Surfe von Anfang December bi- Anfang Januar geschloffen bezw., daß zu Weihnachten vier Wochen Ferien gegeben werden. Besonder- sei hier noch darauf aufmerksam gemacht, daß die Anmeldungen zu allen (Surfen von jetzt ab bi- 1. October geschehen müffen, da laut Beschluß dieser Tag al- letzter Anmelde-Termiu festgesetzt ist und spätere Anmeldungen nur in Ausnahmefällen Berücksichtigung finden. • * Stenographie. Der im hiefigeu Stolze'schen Steno- grapheu-verein in seinem BereinSlocale „zum Andre-" durch den Bunde-vorsitzenden, Herrn Lehrer Fenner in Marburg am 25. ds. MtS. gehaltene Vortrag, über da- infolge Vereinigung der Schulen Stolze, Schreh und Velten geschaffene EinigungSsystem, war sehr gut — auch von Än» hängerv anderer Systeme — besucht. Die fich an den Vortrag angeschloffeve recht lebhafte Debatte verlief in der ani« mirteften Stimmung. Centenar-MedaMe. Der „Reichsan-." veröffentlicht eine Bekanntmachung des Krieg-Minister- und Ministers de- Innern, wonach die zum Andenken an Kaiser Wilhelm L gestiftete Medaille allen rechtmäßigen Inhabern der preußischen Krieg-deokmÜoze von 1864, de- preußischen ©rinne» rung-kreuze- von 1866 und der Kriegsdenkmünze von 1870/71 zu verleihen ist. AuSgeschloffen von der Verleihung find nach der kaiserlichen Bestimmung Diejenigen, welche fich nicht im Vollbesitz der bürgerlichen Ehrenrechte befinden, welche wegen einer strafbaren Handlung mit Freiheitsstrafen oder wegen Verbrechen bezw. Vergehen mit mehr als sechs Wochen Gefängniß bestraft find und welche mit Freiheitsstrafen bestraft worden find, insofern fie durch die der Bestrafung zu Grunde liegenden Handlungen eine unehrenhafte Gefinnung betätigt haben. • * Wetterbericht. DaS barometrische Maximum hat sowohl an Intensität wie AuSdehung noch gewonnen und umfaßt mit Ausnahme von Nord-Europa den ganzen Erdtheil; der Kern desselben liegt im Südostev. Unter dem Einflüsse deS hohen Drucke» herrscht daher zumeist heitere» und warme» Wetter. —voraussichtliche Witterung: Heiteres und warmes Wetter. 1. Großen-Linden, 27. September. Gestern Abend bewegte fich ein stattlicher Zug mit Fackeln und Lampions,, ausgeführt von den hier bestehenden vier Vereinen, durch unser Städtchen nach der Wohnung unseres Arztes, Stabsarzt d. R. Dr. Platz, um ihm eine Ovation zu bringen. Den Anlaß hierzu bot die zehnjährige Wiederkehr des Tages, an welchem er fich als erster Arzt hier niedergelassen hat. Bürgermeister Leun, der fich um das Emporblühen seiner Gemeinde recht verdient gemacht, brachte die Gefühle der Liebe und Anerkennung, welche die Gemeinde mit ihrem Arzt zusammenknüpft, in einer nach Form und Wesen ganz vortrefflich in finnigster Weise gehaltenen Ansprache zum Ausdruck und schloß mit dem Wunsche, daß Dr. Platz mit Gattin in glücklichem Familienleben noch manche 10 Jahre zum Wohle der Leidenden segenSvoll seines hohen Berufs walten möge. -f- Nidda, 26. September. Vorgestern Abend verunglückte in hiesiger Stadt ein mit dem beladenen Wagen feine» Dienstherrn auf dem Nachhausewege begriffen gewesener Knecht dahier. Al» das Fuhrwerk nämlich in der Bismarckstraße , unweit des Uhl'schen Anwesen», ging und der auf dem Wagen fitzende Knecht fich gerade bemühte, einen Sack Frucht fester zu legen, machte da» durch einen schrill Pfiff der in genanntem Hofe functionitenben Dreschmaschine erschreckte Zugpferb plötzlich einen Sprung, infolge dessen der Fuhrmann vom Wagen stürzte, durch solchen noch am Unterkörper theilweise überfahren wurde und erhebliche Beschädigungen davontrug. Der verunglückte ist Famtlienvater, steht Ende der 30er Jahre und hat noch kleine Kinder. A Mainz. 26. September. Seiten» der hiefigeu Druckereibefitzer hat man beschlossen, eine Abordnung nach Berli» zu entsenden, welche gegen die geplante Verlegung der Druck- sachenverwaltung de» Eisenbahnbirectton»bezirk» Mainz von hier nach Frankfurt bei dem Minister für öffentliche Arbeite» vorstellig werden foll. Die geplante Verlegung genannter Verwaltung bedeutet für die hiesigen Druckereien einen Ein- nahmeau»fall von 300000 Mk. jährlich, weshalb auch die Mainzer Handelskammer und die Bürgermeisterei zu der Sache Stellung genommen und im Jntereffe des Mainzer Druckgewerbes Schritte in Berlin und Darmstadt znge- fagt haben. Mainz, 25. September. Eine- ober mehrerer Schulbiger wegen bürften viele Unfchnlbige unter den Folgen eines vorgestern vom Gouvernement ergangenen und durch Parole- befehl der gesummten Garnison bekannt gegebenen Strafbefehl», der da» ganze Regiment Nr. 117 betrifft, zu leiden haben. Wie dem„M.A."mitgetheilt wirb, sollen nach diesem Gouvernementsbefehl, der auf Antrag de» Regiment»- Commaudo» ergangen ist, sämmtliche Mannschaften und Unteroffiziere de- Regiment», und zwar bi» auf Weiteres, de» Abend» um 7 Uhr in den Kasernen fich eiufinden und darin verbleiben. Denjenigen, die, wie die verheiratheten Feldwebel und Unteroffiziere und die Einjährig.Freiwilligen, außerhalb der Kasernement» wohnen, foll e» allein gestattet fein, um 98/< Uhr die Kasernen, in denen fie fich bi» dahin aber unbedingt und ausnahmslos aufzuhalten hatten, zu verlassen. Der Grund zu dieser in solchem Umfang äußerst seltenen Strafbestimmung soll darin zu suchen fein, daß ein höherer Offizier des Regiment» vor einigen Tagen de» Abends dazu gekommen sei, als fich einige Soldaten auf der Straße thätlich herumstritten. Auf das Einschreiten de4 Offiziers feien sämmtliche Betheiligten geflüchtet, ein Mann fei dabei dem Vorgesetzten birect in die Hände gelaufen, habe jedoch, obschon der Offizier ihn an der Achselklappe festzuhalten versuchte, nicht Stand gehalten- er habe fich im Gegentheil gewaltsam lo-geriffen und sei unter ZurÜcklafiung der Achselklappe, die der Offizier abgerissen in der Hand behielt, unerkannt davongestürmt. Obschon nun am anderen Tage Regiments-Appell stattgefunden hätte und sämmtliche Waffenröcke nachgesehen worden seien, hätte man weder den betreffenden Soldaten, noch irgend einen Waffenrock mit abgerissener Achselklappe entdeckt. AIS Folge nun de- fruchtloseu Bemühen», den Schuldigen zu entdecken, ist, wie e» heißt, der vorstehende Gouvernementr-Strafbefehl anzusehen. Hierzu geht dem „Mainzer Anz." folgende Nachricht zu: E» ist gestern gelungen, den Missethätcr und noch einen (Som* plicen desselben zu entdecken Es sollen angeblich Leute der 5. und 7. Compagnie sein. Sie wurden nicht gleich entdeckt und Hunderte von Unschuldigen mußten daher mitbüßen, weil man die Schuldigen meistens in der Schloß- kaserne suchte. Die Beiden werden fich auf eine hohe Strafe (La Traviata.) Schauspielhaus ä 1 Mk. Neuen-BLue 11. 8195 «ahuhofstr. 28 vermiethen. 8570) MöblirteS Zimmer zu ver- Schulstr. 7, I. miethen. 1364 n zur 88, 3 schöne Laubach. 8945 Lott. Hackspähne und 8965 Ä D. R. 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October: Violetta. ffero Abend veröl beladenen Wagen begriffen gewesener ch in der Bismarck. ging und der anf bemühte, einen Sack h einen schrill M Dreschmaschine er- Infolge dessen der en noch am Unter- rhMche SeschSdi- rmilieovater, fie^t Mer. mi nati Ws eüetzMg der Druck- ibezirkö Mainz t* ' öffentliche Arbeiter ierlegung geoavvln :u6 Ankaufsliste gratis. Landeranaabe erbeten. 8ö,)y H. Gteirrecke, Köngl. Schauspieler, Hannover, Wolfstr. 24. Eine große Partie 8808 Schwarten zum Einschneiden für Gebälk rc. hat abzugeben Zimmermstr. Schubecker, Bismarckstraße 22. W Wer schnell und billigst Stellung studen wA, verlange per Postkarte die »Deutsche Vacanzen-Post" in Gelingen. 1000 m Feldbahngleis ÖVi cm hohe Schienen auf ctf. Schwellen f"^mpfehlungerT^| Stabt. Mnchlhnns. Freibank. 8983 Heute und morgen: Ochsensieiscb nicht ladenrein, per Pfd. 54 Pfg. „ „ daselbst, obige Aecker eignen sich vorzüglich „ Backsteinfabrikanon, 8747 1087 qm Acker am Wißmarerweg u. der Hauptübung der gelammten Gießener Feuerwehr. In Ausführung des § 17 der Ortsfeuerlöschordnung werden hierdurch alle drei Compagnien der Gießener Feuerwehr — die Gießener freiwillige Feuerwehr, die Freiwillige Gail'fche Feuerwehr und die Pflichtfeuerwehr — zu der Montag den 4. Oetober, Abends 8 Uhr, auf Oswalds Garten beginnenden Hauptübuug geladen. 9985 Gießen, 27. September 1897. Der Branddirector: Traber- ss« >» »rfi fgü** - Ä* litt tat»« sm* "5, l6 einen i(l 1« 8”l«‘, J „i( ii tolÄ «W -d- «Ä« V> mbn°* Les )llro M h(0 nii! $ •** .Ifttnl w ,a. &w1 Laden ohne Wohnung zu vermiethen. 7701 Neuen-Bäne 7. Tchuv Abend b„ nnb ßampioafi, x ^"inen, durch 18 Nte, Stab«. a.^on bringen. 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Wetzen 2 19.00, Korn X 13.80, Gerste X 13.72 Hafer X 12,76, Erbsm X 00,00, Linsen X 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 0,00, Samen X 24,CO. — Nach dm statffttschm Ermittelungen des Vereins dmtscher Eism- und Stahltndustrieller belief sich die Roheisenprodr^tton des Deutschm Reiches (einschließlich Luxemburgs) im Monat August 1897 auf 569 461 Tonnen, darunter Puddelrobetsen und Spiegeletfen 119 693 Tonnm, Beffemerroheifen 48 919 Tonnm, Thomasroheisen 303 603 Tonnm und Gteßereirobeism 97 246 Tonnen. Die Production im Juli 1897 betrug 569 758 Tonnen, stn August 1896 539 440 Tonnen. Vom 1. Januar bis 31. August 1897 wurden producirt 4 481034Tonnm gegen 4175021 Tonnen im gleichen Zeiträume des Vorjahrrs. |VennischteAnzeige^ Meinen geehrten Kunden und Gönnern em recht glückliches Neues Jahr! 8984 I. Fleischmann und FrM. äxxxxxxiaoDOoaDaaaioocxxjDocxi großartige Auswahl, empfieblt 8803 A. Kretzschmar, Sürschuer, Mar ktplatz 22. ^Darmßödt. 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September 1897. 8980 Die Beerdigung findet Mittwoch den 29. er., Nachmittags 3 Uhr, von der alten Klinik aus statt. auf 1. Hypothek zu leihen gesucht. 8966 Nähere» Erltersweg 2, im gaben •eeeeeeeei Stbactton; L. Lchryd - — Lruck — rTaufJesücha Mein Tanzunterricht beginnt wieder 8265 eröffnet habe. 8978 3000 Mk 8968] Junger Ätann, im Besitze der Berechtigung zum einj. Dienst, sucht in einem besieren Geschäft oder Comptoir Stelle als Lehrling. Offerten sub. A. G. an die Ex« pedition d. Bl. erbeten. 8954] Ein in Küche und Hausarbeit erfahrenes Mädchen wird von einem älteren Herrn in Alsfeld gegen hohen Lohn gesucht. Näheres in der Expedition d Bl. Todes-Auzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mit« theilung, daß unser unvergeßlicher Gatte, Vater, Großvater und Schwiegervater §967 Herr Ludwig Engel, Invalide, im Alter von 59 Jahren heute Abend 9 Uhr sanft entschlafcn ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Engel. Familie Kraft. Familie Dietrich. Gießen, den 25. September 1897. Die Beerdigung findet Dienstag den 28. September, Nachmittags l‘/2 Uhr, von der neuen Klinik au» statt. Indem ich um geneigten Zuspruch bitte, verfichere ich meiner werthen Kundschaft die Lieferung vorzüglicher Backwaare bei promptester Bedienung. Hochachtungsvoll Heinrich Plank. Akademischer Gesangverein. Wiederbeginn der Proben zu „Paradies und Perl“ von R. Schumann Montag, den 27. Sept. 1897, Abends 8 Uhr Im kleinen Saale der Universität. Fräulein Landmann, gcpr. Handarbeitslehrerin, — Giessen, Bleichstratze 14, — erthetlt gründlichen Unterricht in allen Fächern der weiblichen Handarbeiten. Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde. Hauptversammlung am Freitag de« 1. October, Abends 8*/, Uhr, im kleinen Saale des Gasthofs zum Einhorn. Tagesordnung: Ueberstcht über da» Jahr 1896/97. Rechnung«. ablage. Vorträge für das Jahr 1897/98. Vorstandswahl. 8J82 Der Vorstand. Bibliotheken und einzelne gute Bücher werden stets zu guten Preisen angekauft. 3729 J. Ricker’eche Buchhdlg., Südanlage 5. Frischentleertk Weinfässer! 200 bis 700 Liter haltend, billig ab-1 zugeben. Gebrüder Schwan. Gest. Anmeldungen erbitte möglichst vorher in meiner Wohnung Sonnenstraße 5, zu machen. Unterricht für einzelne und Extra-Dartten wird zu jeder Tageszeit ertheilt. Achtungsvoll Wähl. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlichster Theilnahme bei der Beerdigung unseres innigst geliebten, unvergeßlichen Gatten und Vaters, insbesondere für die zahlreichen Kranz» und Blumenspenden sagt innigsten Dank 8951 Familie P, Lantelm. Hof-Londorf, den 25. September 1897. Geschrists-Eröffnung und Empfehlung. Einem verehrlichen Publikum, sowie meiner werthen Nachbarschaft und Gönnern zur gefälligen Nachricht, daß ich mit Heutigem Steinstraße, Ecke Tammstraße, eine Brod- und Feinbäckerei Ladnerin für ein Manufaclurwaarengeschäft gesucht. Offerten unter Chiffre F. D. 24 an die Expedition d. Bl._______________8913 8970] Ein tüchtiges Dienstmädchen zum sofortigen Eintritt gesucht. __________Marktstratze 8. Anmeldun6°n zum Eintritt in den Verein wolle man an Herrn Musikdirector Trautmann richten, welcher solche an den Wochentagen — Mittwoch und Samstag ausgenommen — Nachmittags 2—3 Uhr entgegennimmt. gy48 _____________Der Vorstand. Giessener Stadttheater. Direktion: Kruge & Helm. Eröffnungs-Vorstellung Dieostag den 28. September 1897: Novität! Novität! Zwet Wappen. Schwank in 4 Acten von Oscar Vlumevthal und Gustav Kadelburg. In Vorbereitung: Die versunkene Glocke. ••••«•••••••ooooooooeosss Tanz-Unterricht. für Weihuachts- u. Kuosthandarbeiteu, wie Male», 2 Brennen, Schnitzen u. s. w. Beginn der Unterricht»: 8963 D Montag den 4. October. 2 ddWMWWWW__ Bäckermeister. anb Verlag der vrübl'schen UniverfilälS-vuch. und Cleindruckerei (Pietsch A Scheyba) in Gießen. |_Stellen-Angebote. j Ein tlicht. Pferdeknecht gesucht, Verhetratheie bevorzugt. 8975 ___«art Haas je., Kalkwerk. Ein Knecht gesucht. 8884 Gasthaus in« weißen Stoß. 88141 Zuverlässiger Knecht gesucht. _________________SottU Troß. Tüchtige Arbeiter finden dauernde Beschäftigung in den Steinbrüchen bei Großen.Linden. 8976_______________Larl HaaS jr. 8953] Ein sauberer, solider HauS- bursche gesucht. »re«,platz li. 8960] Einen kräftigen, flinken Burschen, 16 bis 17 Jahre alt, sucht die LSwe« Drogerie, W. «Ubioger, ______________SelterSweg 52. 8807] Gt« Junge zum W«ktrag<« gesucht._______________Neustadt 6. Ketluerlkhrliug gesucht, ß Solmser Hof, Braunfels a. Lahn. Todes -Anzeige. Gestern früh 4»/, Uhr entschlief sanft unsere gute, liebe Tante Elisabeth Münch, was wir Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch mit. theilen. Für die trauernden Hinterbliebenen: F. Schott. Gießen, 27. September 1897. 8964 Die Beerdigung findet statt: Dienstag den 28. September, Nachmittags 3 Uhr, von der Todtenhalle des Gießener Friedhofs. Aie heutige Kummer umfaßt 6 Seiten