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Da kaum ein »genannten säkularen Zukunft wiederholen tt vorau-sschtlich um fllärauptriolit fid) und sehr warmer intern im westlichtn °i 'tem d°-i-r, * ® „811t'* “n - Stn 1 «W?* ■ B 8“ , SiS'«" -in jeder Richtung fünf Züge mit einer Fahrzeit von durch» schnittlich einer Stunde, an Sonntagen noch zwei weitere Züge. — Von der Leitung der berühmten Weber'sch en Augenklinik in der Frankfurter Straße wird sich dem» nächst Geheime Medicinalrath Dr. Adolf Weber zurück» ziehen und die Anstalt, wie man hört, von einem auswärtigen Arzt weitergesührt werden. ES ist diese Zurückziehung that» sächlich ein Verlust für Darmstadt. Herr Weber, dem die Wissenschaft eine Reihe werthvoller Apparate verdankt, will fich lediglich seinen Studien widmen. ♦ Das Mitleid der Berliner Gerichtshofes der 143.Abtheilung des Amtsgerichts I, besten Vorsitz der AmtSgerichtSrath Bach führt, erregte ein alter, ergrauter Mann, der bisher völlig unbescholten war und sich nun wegen Bettelns veraut» Worten mußte. Wegen seines hohen Greifenalters war eS ihm nicht möglich, Arbeit zu erlangen, und der Hunger trieb ihn zum Betteln, was er offen eingestand. Nach dem Gesetze mußte er mit einer Haftstrafe belegt werden. Der Gerichtshof erkannte auf die geringste Strafe von einem Tag Haft. Der Vorsitzende gab dem Verurtheilten drei Mark mit auf den Weg, weil er und die Schöffen davon überzeugt waren, daß nur die äußerste Noth die Veranlastung der Ucbertretung war, und ein so hochbetagter Mann wohl schwerlich noch Arbeit finden dürfte. • Zu der bereits kurz gemeldeteu Ermordung eines Geld- SrieftragerS wird aus Chemnitz vom 24. August noch gemeldet: Der Handlungsgehilfe, der den Geldbriefträger überfallen hat, ist aus Stelzendorf, 19 Jahre alt, und hatte vorige Nacht im „Hotel Germania" übernachtet. Da er kein Geld hatte, war er heute Früh an die Luft gesetzt und ihm Koffer und Regenschirm abgepfändet worden. Er hatte dann ein Zimmer im Gafthause zum „Ast" bezogen und fich dorthin selbst einen „Geldbrief" zugeschickt. Der Geldbriefträger hat ihm diesen Mangels Ausweise über die Persönlichkeit deS Empfängers nicht auSgehändigt. Vielleicht war es diesem nur darum zu thun, den Geldmann vor sein Mester zu bringen. Er folgte dem Beamten auf den Flur, stach ihn von hinten mit einem Dolche nieder, ergriff aber die Flucht, als der Gestochene schrie. In der Nähe deS NicolatbahnhofS wurde der Raubmörder von den ihn verfolgenden Leuten eingeholt, nachdem der Geldbriefträger auf der Straße blutend zusammengestürzt war. Wie bereits gemeldet wurde, ist dieser inzwischen verstorben. * Bayreuth, 26. August. DaS TodeSurtheil gegen den Vatermörder Bauriedl von RügerSgrün wurde bestätigt. Bauriedl wird SamStag früh hiugerichtet. * Metz, 23. August. In 104 Gemeinden um Metz befinden sich der „M. Ztg." zufolge 76 monumentale Denk- mäler, 422 Gedenksteine und 987 Kreuze. 1485 Gräber decken die Reste von 9812 französischen und 10562 deutschen Soldaten- bet 994 Gräbern kennt mau die Zahl der in ihnen beerdigten Soldaten nicht genau. Jedes Jahr werden von der Vereinigung zur Kriegergräberschmückung 2479 Ruhestätten bekränzt. Im nächsten Jahre soll von der Vereinigung ein Denkmal für alle auf dem Banne von Vlonville beerdigten Soldaten beider Armeen errichtet werden. * Zürich, 26. August. Vom Piz Bevertn (süd. westlich von ThufiS in Graubünden, 3000 Meter hoch) ist gestern ein österreichischer Tourist Namens Haslacher aogestürzt. Er wurde Abends schwer verwundet zu Thal gebracht. • Zu Einkaufspreise», der vorgeschrittenen Saison wegen bot in Zeitungsanzeigen ein Kaufmann Hüte an. Ein Eon» current ließ, um die Richtigkeit dieser Anpreisung festzustellen, einen Hut kaufen, mußte aber dafür einen höheren Preis als den Einkaufspreis bezahlen. Infolge deffen verklagte er den Kaufmann wegen unlauteren Wettbewerbs. Das Urtheil lautete auf 200 Mk. Geldstrafe oder 20 Tage Haft. • Zu 84 Stunden von Europa nach Amerika. Obwohl man, so schreiben die „Hamb. Nachr.", meinen sollte, daß in der Fahrgeschwindigkeit der großen, den Verkehr Europas mit Nordamerika vermittelnden Schnelldampfer bereits das Menschenmögliche geleistet sei, so wird doch noch immerfort eine weitere Verkürzung der Fahrtdauer angestrebt. Das neueste Projekt dieser Art ist kanadischen Ursprungs und bezweckt die Reduciruug der jetzt etwa 7»/, Tage in Anspruch nehmenden Reise von London nach Newyork auf nur 6 Tage. Man hofft, diese Abkürzung dadurch zu erreichen, daß das an der äußersten Spitze Neufundlands belegene St. Johns zum AnkunftShafeu für die von Europa kommenden Schnelldampfer gemacht wird. Die Zeit des Verweilens auf dem eigentlichen Ocean würde dadurch allerdings bedeutend verkürzt werden, denn da St. Johns von Queenstown nur 1650 (engl.) Meilen entfernt ist, so würde ein „Ocean- rennet" zur Zurücklegung dieses Weges nur etwa drei Tage, von Liverpool nach St. JohnS aber nur 84 Stunden gebrauchen. Von St. JohnS ist eine Eisenbahnlinie quer durch die Insel, nach dem Cap Roy, ihrer Vollendung nahe und behufS Ueberfahrt über die Neufundland vom Conttnent trennende Cabotstraße, etwa 60 Meilen breit, ist eine Dampf- fahre im Bau, welche diese Strecke in vier Stunden zurück- legen soll. Die Dauer der Durchquerung Neufundlands, von St. JohnS bis Port aux BaSqueS bet Cap Ray, beansprucht 24 Stunden. Bei Ankunft am Cap Breton würde ein Zug der „Jntercolonialen Linie" die Reisenden aufnehmen und in 30 Stunden nach Newyork schaffen. Auf diese Art würden vier Tage Seereise gespart, auch würden beim Anlaufen von St. JohaS die Dampfer den Nebeln auSweichen, die etwas südlicher vorherrschend sind. Wenn, so bemerkt daS Hamburger Blatt, anscheinend im Hinblick auf die deutschen Amerika-Linien, die mit dem Project erzielte Verkürzung des Seeweges auch etwas sehr Bestechendes hat, so steht ihr als große Schattenseite der öftere, lästige Wechsel der Beförderung entgegen. Eine Menge Reisende werden es vorztehen, die ganze Reise in Eins zu machen, selbst wenn sie ein paar Tage mehr auf See verweilen müffen, statt unterwegs drei bis vier Mal umsteigen zu müffen. Dennoch findet da- Project großen Anklang, zunächst in kanadischen und theilwetse auch in britischen Kreisen, weil St. JohnS einen der besten und eisfreiesten Häfen der Welt besitzt und von dem Plan enormen Vortheil ziehen würde. • Durch Hypnose geheilt. Frau Xv die Gattin eines Künstlers, ist eine moderne Frau, die die „idealen Forderungen" auch auf die Mägen ihrer Gäste erstreckt. Sie vertritt den Standpunkt, daß geistige Nahrung die körperliche ersetzen könne. Darum denkt sie Effays und spricht Feuilletons, die Andere geschrieben haben. Sie füttert ihre Gäste mit Schlagwörtern und tischt ihnen den Inhalt der Kunst- rubrtk der Tagesblätter wortgetreu auf, anstatt sie mit saftigen Fasanen oder braun glänzenden Wiener Schnitzeln zu regaltren. Deffen freut fich aber nur — so schreibt das „III. Wiener Extrablatt" — der Würstelmaun an der nächsten Ecke. Er macht an den Abenden, an denen Frau X. Gesell schäft hat, ein großartiges Geschäft. Da wurde auf einmal ein junger Fremder eingeführt und als hervorragender Hypnotiseur vorgestellt. Vor dem Souper faß man im Halbdunkel deS Salons. Der Fremde hatte bereits vier der Gäste „in Schlaf gestrichen" und von Jedem merkwürdigerweise auf alle Fragen die stereotype Antwort erhalten, daß er hungrig sei. Frau X. näherte sich einem jungen Doctor und flüsterte: „Sie, das tst ein Schwindler." — „Unmöglich!" — „Ich werde es Ihnen beweisen." — Wenige Minuten später saß die Hausfrau im Fauteuil. Der Fremde bewegte krampfhaft seine Finger nach allen Windrichtungen und fuchtelte ihr unausgesetzt vor der Nase herum. Dabei fixirte er sie mit impertinenter Arroganz. Sie schloß die Augen. Auf die erste Frage: „Schlafen Sie?" ein leise«: „Ja." — „Madame schläft," wandte er sich halblaut an die Gesellschaft. — „Bitte, was soll ich--?" — „Uns endlich einmal ein gutes, ausgiebiges Souper vorsetzen," hieß er im Chor. — „Daran scheitert Ihre Kunst", bemerkte der jung e Doctor boshaft. — Eine Blutwelle stieg tu den Wangen der Schlafenden auf. — Der Fremde zuckte wieder gichtisch mit den Fingern, und mit einer Grabesstimme — die an das schaurige Bimbam des Lewinsky Ntckelmann erinnert — dictirte er daS Menu: Ogltosuppe . . . Hummersalat . . . Ragout . . Fasan, mit Schnepfen garvirt . . . Chocoladeschaum. Dann wurde Frau X. geweckt. Es dauerte auffallend lang, eheste erwachte. Sie rieb die Augen wund und ließ fich schwer in eine Divanecke fallen. „Was gab es, was habe ich gesprochen? Ich weiß von Nichts, ich schlief so fest'." stam- melte sie. Als die Gesellschaft etwas verspätet zu Tisch kam, folgten nacheinander: Ogltosuppe, Hummersalat u. s. w. Man lächelte und ließ sich'S gut schmecken. Der Würstel- mann machte an diesem Abend ein verdrießliches Gesicht. Zu ihrem Freunde aber, dem boshaften Doctor, sagte Frau X. einige Tage später: „Der Fremde, der mich hypnotistrte, war doch ein Schwindler!" ♦ Unfälle im deutschen GewerbSlebeu. Im Jahre 1895 find in Deutschland etwa 300 000 Arbeiter verunglückt. Sehr viele Verletzungen waren sehr leicht, doch endeten auch etwa 6000 mit dem Tode der Betroffenen. Die Bauarbeiter hatten 34000 Unfälle mit 800 Tobten. Von vielen Bau- arbeitern wird diese hohe Unfallziffer auch auf die nicht genügende behördliche Beaufsichtigung der Baubetriebe zurück- geführt. In einer in Dresden kürzlich abgehaltenen Bau- arbeiterversammluug wurde betont, daß Sachsen bei 11000 baugewerblichen Betrieben nur vier AufstchtSbeamte habe. Doch seien die Verhältnisse in anderen deutschen Staaten noch schlechter. In der Provinz Hannover und in Braunschweig gebe man für die Beaufsichtigung baugewerblicher Betriebe überhaupt kein Geld aus, in Württemberg nur 7000, in Bayern 8000 Mark. Sachsen gibt dafür 15143 Mark aus. Schiffsnachrtchteir. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Earl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 26. August. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Havel, Capitän H. Christoffers, oom Norddeutschen Lloyd in Bremen, tst heute 5 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Technische Fortschritte. — Der grüßte Feind deS Eisenbahnbetriebes tst der Nebel, durch den der Gebrauch und die Wahrnehmung aller optischen Signale oft gänzlich unmöglich wird; das einzige alsdann übrig bleibende Warnzeichen sind die von den Bahnwärtern auf die Schienen gelegten Knallstgnale, die den Locomotivführer zum Halten vor krtttfchen Stellen veranlassen. Diese haben jedoch auch ihre Nachthetle und sind nicht absolut zuverläisig, weshalb man jetzt in England, dem Vaterlande des dicksten Nebels, eine andere ebenso sichere wie einfache Vorrichtung zur Warnung des Maschinisten vorläufig versuchsweise in Anwendung gebracht bat. Nach einer Mit- theilung vom Internationalen Patentbureau Carl Fr. Retchelt besteht dieselbe einfach darin, daß vom Bahnhof oder der Bahnwärter- Bude aus Drahtzüge nach einem an der geplanten Warnstelle angebrachten Hebel gehen, welcher letztere für gewöhnlich umgclegt neben der Schiene liegt, im Falle der Benutzung jedoch in aufrechte Stellung gebracht wird; an der Maschine ist unten ein entsprechender Winkelhebel mit Gegengewicht angebracht und durch einen Drahtzug mit der Dampfvfeife verbunden. Schlägt also der letztere Hebel an jenen neben den Schienen an, so kommt die Pfeife zur Wirkung, und da der ihr angeschlossene Hebel mit Gegengewicht versehen, so tönt die Pfeife so lange, bis der Hebelzug vom Maschinisten wieder umgelegt wird. Die von W. Pralt in Bristol angegebene Anordnung wurde neulich auf der West-Lancashtre-Bahn erprobt und bewährte sich recht gut, so daß die Einführung der neuen Warnvorrichtung auf dieser Bahn wahrscheinlich sein wird.________________ kirchlich- Anzeiger» Oe» Stav» Bietzen. «vaugelische •Stettin»t. Sonntag, den 29. August. 11. Sonntag nach Trtnttatts Gotttsdtenst. 3n der Aohannesttrche« Vormittags 9«/r Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Beichte und heiliges Abendmahl für alle vier Gemeinden. Vormittags ll1/« Uhr: Kindergottesdienst für die JohanneS- gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. I« der -tzriedhosScapelle. Vormittags 9'/-Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Nach dem Gottesdienst: Versammlung der Neuconfirmirten aus der Markus gemeinde. Im «onstrmandensaal, Neustadt 61. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schlosser. Gottesdienst mit Christenlehre für die Neuconfirmirten aus der Matthäusgernetnde. Katholische «emetnbe. Samstag den 28. August „ , .. .... Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl Beichte; Abends wird ein fremder Priester Beicht hören. Sonntag den 29. August. 12. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags von 6' aschnnU°! „it Ausnch Koniaf Di« Aeallit,^ ’ WM Das G« an die Die nach Gemeinten al' betreffend: die hin die 8ch Friedberg—h Tritevi in Fravlsurt ist die Tchlt rubr. Bauar worden, nai beendet morl baaren Kasse und Thristne (Bayern) neu Nach der Mei ist kein Vera Tinweul Unterstützung binnen vier ! zellend zu w Fried ( e Ueli einigten Etc nunmehr btt uischeo Bergt 190,639,959 befördert tour, Mg der Pr eöeoso find die Eine Ml ,Na - Pferde n 8a sein »Uten lehnte .Qb- Tr fürd 1W zöge . . h6 ,»^ber ic Wwn solche, »Dürste °°>"'ge, Tan Tante B . . 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