Tütnmer, 3 »«'tata b *Qrl Äiiini"'»« ifüfe >irse, tage, $itt8 ®otmnrt$totu lt Krone, ändern be< große ist, er zu setzen 3999 chmellteu. 0, 220, Mio; -.MterrW *SS- gtf£**S Nr. 98 Erstes Blatt Mittwoch den 28. April ISO? Meßmer Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Aints- und Anzeigeblatt für den Kreis Gieren. Die Gießener Mamitieuvkälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal bcigelcgt. Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Vierteljähriger ASonnementspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. | Durch die Post bezogew 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei-: 4 -chutstraßeAr.7.^ Fernsprecher 51. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag eri'ckieiiiendcn Nummer bi- Borm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Jamikienblätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In« und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Theil. Bekanntmachung, betreffend: die Maul- und Klauenseuche zu Ettingshausen. Die in Ettingshausen verfügte GemarkangSsperre wird hiermit aufgehoben und die dortige Schafherde unter Weidesperre gestellt. Gießen, den 26. April 1897. GroßherzogltcheS KreiSamt Gießen. v. Gag ern. Bekanntmachung, betreffend: die Maul- und Klauenseuche. Nachdem unter der Schafherde der Schäfers Jammer in Garbenteich die Maul- und Klauenseuche amtlich fest- gestellt worden ist, wird dies mit dem Anfügen zur öffent- ltchen Kenurutß gebracht, daß GemarkungSsperre angeordnet worden ist. Gießen, den 27. April 1897. GroßherzogltcheS KreiSamt Gießen. * v. Gagern. ~ Bekanntmachung, betreffend: Schafräude in Stangenrod. Nachdem durch Großh. KreiSveterinäramt Grüuberg fest« gestellt worden ist, daß in Stangenrod in der dem Schafhändler Johannes Schultheiß in Göbelnrod gehörigen Schafherde die Räude au-gebrochen ist, haben wir die Sperre der Herde verfügt- derselben wird durch Großh. Bürgermeisterei Stangenrod ein bestimmter Weidebezirk angewiesen werden, welchen fie nicht überschreiten darf. Bis auf Weiteres ist die Ausführung von Schafen aus der Gemarkung Stangenrod nur zum Zwecke sofortiger Abschlachtung und nur mit unserer jedesmal besonders ein- z -holenden polizeilichen Erlaubniß zulässig. Gießen, den 26. April 1897. GroßherzogltcheS KreiSamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung. Dienstag den 11. Mai 1897, Nachmittags 2 Uhr, wird auf Lonys Felsenkeller zu Gießen eine Generalversammlung des laudwirthschaft- lichen Bezirksvereius zu Gießen abgehaiteu werden Zu dtefer Versammlung werden alle Mitglieder deS Vereins und der landwirthschaftlichen Localveretne, sowie alle Freunde der Bestrebungen auf Hebung der Landwirthschaft hierdurch freundlichst eingeladen. Die Herren Bürgermeister deS Kreises werden ergebenst ersucht, den in ihren Gemeinden wohnenden Mitgliedern des Vereins von dieser Einladung Kenntniß zu geben und auf zahlreichen Besuch der Versammlung htnzuwtrken. Tagesordnung: 1) Geschäftliche Mittheilungen, 2) Vortrag deS Generalsekretärs Dr. Müller von Offenbach „über den genoffenfchaftlicheu Verkauf und die Errichtung von Getreidelagerhäusern", 3) Vortrag deS Herrn SecretärS Leithiger zu Alsfeld „über Zweck und Ziele unserer Rindviehzucht". Gießen, den 26. April 1897. Der Direktor des landwirthschaftlichen Bezirk-Vereins. C. Jost, RegierungSrath t. P. Was man vom zukünftigen Postmiuister erwartet. Der Nachfolger eine- ungewöhnlich hervorragenden und bedeutenden Mannes zu fein, ist und bleibt für alle Zett etn schwierige-, undankbare- Untervehmen. Das hat der Graf von Caprivi damals nach dem Rücktritt des großen Kanzlers zur Genüge erfahren und diese bittere Erfahrung wird auch dem Nachfolger des genialen Dr. Stephan erst recht nicht erspart bleiben. Unser deutsches Post- und Telegraphenwesen, das vor kaum einem Menschenalter so zu sagen noch in den Kinderschuhen steckte, hat unter der vorzüglichen Leikung deS verstorbenen GeneralpostmeisterS einen ungeahnten Höhepunkt erreicht, ein großer Theil der Bevölkerung hat die stetige Entwickelung des ganzen PostwesenS mit erlebt und die wohlthätigen Folgen derselben gewisser- maßen am eigenen Leibe gespürt. In den Augen der kriti- firenben Masse, die stets geneigt ist, alle Errungenschaften deS Nachfolgers mit den außergewöhnlichen Erfolgen des Vorgängers zu vergleichen, wird auch das beste und vorzüglichste Werk des Nachfolgers nicht immer die gebührende Anerkennung finden, dagegen wird man sich andererseits nicht scheuen, jeden, auch den kleinsten Fehler zukünftig doppelt und dreifach in Anschlag zu bringen und bei etwa versagten Wünschen darauf hiozuweisen, daß derartiges in früherer Zeit nicht möglich gewesen wäre, obgleich man heute sehr gut weiß, daß auch unter Stephans Regiment manche gerechte Forderung aus fiskalischen oder sonstigen Gründen unberücksichtigt geblieben ist, deren Erfüllung man aber vom zukünftigen Generalpostmeister in erster Linie erwartet. Dahin gehört zunächst die Reform des Tarifwesens und der Personal- Verhältnisse. Bezüglich deS letzteren hat ein Theil der Presse sich schon dahin ausgesprochen, man möge zukünftig auch von den Bewerbern des höheren PostdtensteS akademische Vorbildung fordern, weil man in Bezug auf Fähigkeit und Vielseitigkeit des Wissens au die höheren Postbeamten die gleichen Anforderungen stelle wie au die höheren Beamten anderer Verwaltungen und die höheren Postbeamten auch im Range und Gehalt gleich ständen mit den akademisch gebildeten Beamten des Reiche- und der Bundesstaaten. Von anderer Sette wird diese Forderung entschieden bekämpft und als zwecklos zurückgewiesen mit der Begründung, daß für den höheren Poftdienft weniger akademische- Studium, sondern vor Allem tüchtige Fachbildung unbedingt erforderlich - mit Recht wird darauf hingewiesen, daß gerade unter der Leitung de- Fachmannes das deutsche Postwesen einen solch' außergewöhnlichen Aufschwung genommen und sich in jeder Beziehung so vorzüglich entwickelt hat, und daß im Weiteren eiu kostspieliges Studium gar manchen sehr geeigneten, aber unbemittelten-Abiturienten oom Postdirnste fernhalten würde, woS wiederum bei der an und für fich schon herrschenden Uebermacht deS Capital- lebhaft zu bedauern sein dürfte. DaS ist zum Theil sehr zutreffend, zum Theil auch nicht. Vor Allem ist nicht einzusehen, daß die akademische Vorbildung die Fachbildung ausschließen soll, man kann doch sehr wohl Akademiker sein und dennoch tüchtige Fachkenntnisse besitzen, das beweisen schon heute unsere Forstleute, Apotheker u. s. w. Berechtigter ist die Frage, waS soll der höhere Postbeamte ftudireu? Elektrotechnik würde u. A. für den höheren Telegraphendienst genügen, was aber paßt für den höheren Postdienst? Jura oder Cameralia? Keins von Beiden ist unbedingt, sondern nur in zweiter Linie erforderlich. Da nun aber die Forderung deS Studiums nur dann berechtigt ist, wenn die während des Studiums erworbenen Kenntnisse für den späteren Beruf unbedingt nothwendig, und auch in nutzbringender Weise Verwendung staden, so maß auch das jeweilige Studium dem zukünftigen Berufe entsprechen. Um nun ein für den höheren Poftdienft geeignetes Studium zu haben, müßte man vorerst an den deutschen Hochschulen Lehrstühle für das gesammte moderne Verkehrswesen errichten. So lange dies nicht geschieht, wird wohl auch die Postverwaltung auf die akademische Vorbildung verzichten und vor wie nach das System der Fachleute beibehalten. Diese Fachleute der Post werden bekanntlich in zwei Kategorien eingetheilt, in die höhere für den Der- waltungSdienst und in die mittlere und niedere für den eigentlichen Betriebsdienst. Zur zweiten Kategorie gehören auch die Poft und Tklegraphen-Asfistenten. Diese, die im Verband deutscher Poft- und Telegraphen-Assistenten einen beredten und thatkräftigen Anwalt besitzen, dessen gerechte Bestrebungen von der Mehrheit des Reichstags jederzeit anerkannt und unterstützt werden, wünschen bezüglich der Assistenten Gleichstellung der Civilanwärter mit den Militäranwärtern bezw. Zulassung zu den Sekretär- und Obersecretärstellen. Die Landbriefträger erwarten noch immer Erhöhung ihres Meist- gehaltes auf 1000 Mk. Die Mehrheit deS Personals wünscht allmähliche Beseitigung der Stellenzulagen und der fortlaufenden Unterstützungen, eventuell gleichmäßige Verthetlung dieser Geldunterstützungen. Im Weiteren erwartet man die Bewilligung von Erholungsurlaub an alle angestellte Unterbeamte, eine mäßige Herabsetzung der wöchentlich zu leistenden Dtenststunden und Eintheilung der Woche in sechs Arbeitstage, nicht wie bisher üblich in fieben Arbeitstage, Zahlung einer entsprechenden Enlschädigung für Nachtdienste. Dies Alles find Wünsche, welche das große Publikum nur indirekt berühren, mehr Interesse für dasselbe haben die gewünschten Reformen des Tarifwesens. Dahin gehören unter vielen Anderen zunächst Folgende: Erhöhung der Gewichtsgrenze für gewöhnliche Briefe von 15 auf 20 Gramm, Beseitigung des Strafportos für unfrankirte oder ungenügend frankirte Briefe und Packet- sendungeu, Herabsetzung der Gebühren für Postanweisungen über Beträge bis zu 10 Mk. von 20 auf 10 Pf., Zulassung von Postanweisungen bis zu 600 beziehungsweise 800 Mk., * 1 Ermäßigung der Gebühren für OrtSbriefe von 5 auf 3 Pf., was in einzelnen Staaten schon der Fall ist. Ander- weite Festsetzung der ZeitungSgebühr, das ist die Gebühr, welche die Verleger an die Postverwaltung für die Verpackung und Versendung der Zeitungen und Zeitschriften zu zahlen haben, welche durch die Post bezogen werden und werden müssen. Erhebliche Ermäßigung der Gebühren für Benutzung der Fernsprecher. Einführung von Postkarten und Postpacketadressen mit angebogenen Postanweisungsformularen in Form der Postkarten mit Antwort zwecks Einziehung von Baarbeträgen mittels Postnachnahme. Beschaffung einer 30 Pfg.-Marke, Vereinfachung des sehr complicirten Druck- sachen-Paragraphen. DaS sind so die verschiedenen Wünsche, die bis jetzt laut geworden. Möge der zukünftige Postminister einen Theil derselben möglichst bald erfüllen, und sein neues Amt immer dem Geiste der Neuzeit entsprechend verwalten, zum Wohle der Beamten und zum Nutzen und Frommen der gesummten Bevölkerung. telegraphische» Eorrespovbenr-BnreaA. Berlin, 26. April. Der „ReichSanzeiger" meldet: Um den von Süden kommenden neutralen Schiffen das Paffiren von Kreta zu erleichtern, beschlossen die vor Kreta commandirenden Offiziere der Großmächte folgende Aenderung der Blokade: Die Nordgrenze de» BlokadegebietS wird durch eine gebrochene Linie gebildet, ausgehend von 26 Grad 30 Minuten ö. L. 35 Grad 25 Minuten u. B. über 25 Grad 20 Minuten ö. L. und 35 Grad 40 Minuten n. B., welche fich auf der Länge von Cap Spade mit der bisherigen Grenze (35 Grad 48 Minuten u. B.) vereinigt. Die Ost-, West- und Südgrenze des BlokadegebteteS bleibt dieselbe wie bisher. Eisenach, 26. April. Heute wurde hier der bis zum 1. Mai andauernde 2. Lehrgang der Deutschen Land- wirthschaftSgesellschaft eröffnet. Vertreten find alle deutschen Staaten, Oesterreich Ungarn, Holland und die Schweiz. Im Ganzen find etwa 260 Theilnehmer anwesend. Ministerialdirektor Thiel Berlin eröffnete die Sitzung Namens des Direktoriums und begrüßte die Versammlung. Im Namen der weimarischen Regierung sprach RegierungSrath Heidenreich, im Namen der Stadt Weimar Oberbürgermeister Müller. ES folgte der 1. Vortrag deS Professors Ramm über nationalöconomische Grundlagen in der Viehzucht. Leipzig, 26. April. Die 1. Versammlung deutscher Psychiater und Neurologen trat gestern unter dem Vorsitz deS GehrtmerathS Flechsig Leipzig zusammen. Bei der gestern Abend stattgehabten Begrüßung waren nach dem „Leipz. Tagebl." u. A. anwesend: Professor Binswanger-Jena, Ziehen Jena, Geheimerath Flechsig, Geh. Med.-Rath Weber- Sonnenstein und Geheimerath Hitzig-Halle a. d. S. Wien, 26. April. (Wiener Corresp.-B.) Man meldet aus Petersburg: Authentisch verlautet, der Commentar des „Fremdenbl." zum Besuche des österreichischen Kai- serö in Petersburg rief an maßgebenden russischen Stellen eine lebhafte Befriedigung hervor. Graf Murawiew nahm Anlaß, diesen günstigen Eindruck feftzustellen und hob hervor, daß der Artikel die Verhaltungslinie der russischen Politik vollkommen richtig wiedergebe und man auch in leitenden russischen Kreisen die Ueberzeugung hege, daß das Einvernehmen aller Großmächte, insbesondere aber Rußlands und Oesterreich-Ungarns, unter Zurückstellung aller Sonderintereffen zum Zwecke der Erhaltung des Friedens, sowie der staats- erhaltenden konservativen Principien eine Nothwendigkeit bilde. Paris, 26. April. Nach einer Meldung der „TempS" aus Athen betrage die Zahl der Combattanteu in der zweiten Vertheidigungslinie bei Pharsala 40,000. Loudon, 26. April. Die „Times" meldet in ihrer zweiten ,Ausgabe, drei Batterien Feldartillerie würden in der ersten Hälfte deS MonatS Mai nach Süd- afrika eingefchifft. Konstantinopel, 26. April. Die Leuchtthürme von Kassandra und Deleagatsch wurden für die Kriegsdauer gelöscht. — Nach Depeschen Edhem Paschas an da- Kriegs- Ministerium vom 25. April wurden vor Larissa sechs Zwölf- Centimeter Geschütze und zwei Gebirgsgeschütze genommen. — Der Sultan spendete für das Y.ldizspital 1060 Pfund. Zwei direkte Ambulanztrains zu 10 Waggons mit 80 Betten werden direkt zwischen Karaferta und Konstantinopel verkehren. Konstantinopel, 26. April. (Wiener Corr.-B.) Das ConfularcorpS in Janina meldet unter» 23. und 24. dS.: Infolge der drohenden Haltung der vier albanefischen Bataillone, die vor der Stadt stehen, ist die türkische Be- völkerung theils in die Stadt selbst geflüchtet, theils hat sie die Stadt verlassen. Unter den Christen herrscht große Panik. Sie verlangen Waffen vom Bali, der aber die AnS- folguvg verweigerte. Biele flüchteten in die Consulate nnd verbarrikadirten sich. Die Eoniuln verlangten gleichfalls erfolglos die Ausfolgung von Waffen. Infolge deS gestrigen Schrittes der Botschafter scheint sich die Situation etwas beruhigt zu haben. Depeschen deS Bur«« »Herold.* Berlin. 26. April. Gegen da» auf Dienstentlaffnng lautende Urtheil der DtSciplinarkawmer hat vr. Peters bereits Berufung beim ReichS-DiSciplinarhof in Leipzig eingelegt. Berlin. 26. April. Dem Allgemeinen deutschen Handwerkertage, der morgen in Berlin tagt, ging heute eine Conferenz der Thetlnehmer der allgemeinen deutschen Handwerker Confereuz vom Herbst vorigen ZahreS voraus. Auf derselben erklärte u. A. Obermeister Banm-München, daß er vom Bonde in München zu der Erklärung ermächtigt sei, daß man io München die Vorlage annehmen wolle, auch ohne Abänderungen. DaS wäre immer noch beffer als der jetzige Zustand. Berlin. 26. April. Die „Nordd. Allgem. Ztg." meldet auS Wien: Von türkischer Seite wird erklärt, falls Griechenland die bt-hertgen Niederlagen nicht als genügend zum Rückzüge betrachten sollte, würden die Türken nach Athen warschireu. Der Thermophlen-Paß wäre ungleich leichter als der Melnna-Paß zu nehmen. Die Griechen täuschten sich, fall» sie sich, wenn sie sich hinter dem Thermo- pylen-Paß sicher glaubten. Die hiesige Diplomatie ist der Ansicht, daß, wenn Griechenland den Kampf fortsetzen sollte, e» dem vollständigen Verderben entgegengehen würde. Man glaube jedoch, daß Grie ch en land bald die Intervention der Mächte anrufen wird. Gegenwärtig verhalten sich die Mächte vollständig passiv. Frankfurt a. M, 26. April. Die Strafkammer verhandelte heute gegen den Monteur Rübsam, durch dessen Fahrlässigkeit am 25. Februar der große Brand im Wronker'schen Geschäftshause entstand. Die Verhandlung ergab, daß Rübsam den Aschenteller der im Schaufenster hängenden Bogenlampe, während diese brannte, emporhob und dadurch daS Herabfallen eines Stückchens glühender Asche ermöglichte. DaS Unheil lautete auf 6 Wochen Gefängniß. Frankfurt a. M., 26. April. Der „Frankf. Ztg." wird aus Kopenhagen gemeldet: König Georg telegraphirte an feinen Vater, daß feine Gesundheit infolge von Ueber- anstrengungen stark erschüttert sei, allein er werde trotzdem den Kampf nicht aufgeben. Wien. 26. April. Hiesige informiNe Kreise bezeichnen alle Gerüchte, nach denen eS sich bei der Kais er reise nach Petersburg um den Abschluß eines Büudniffes handle, als vollständig unbegründet. Dagegen könne eS als feststehend betrachtet werden, daß eS in Petersburg zwischen beiden Kaisern zu einer offenen und ehrlichen Auseinander- setznng in der Angelegenheit der zukünftigen Stellung beider Mächte zur Orientfrage kommen werde und zwar dürften nicht nur prtnctptelle, sondern auch ganz präctse Einzelfragen zur Lösung gelangen, sodaß die Petersburger Entrevne sich für die Erhaltung des europäischen Friedens weit segensreicher erweisen werde, als dies langwierige diplomatische Erörterungen vermochten. Triest. 26. April. Gestern haben sich auf dem griechischen Dampfer „Phönix" 32 italienische und griechische Freiwillige eingeschifft. Eine nach Hunderten zählende Menschenmenge hatte sich etngefunden, welche die Abfahrt der Freiwilligen mit Ovationen begleitete. Rom, 26. April. In maßgebenden hiesigen Kreisen hegt man die Ueberzeugung, daß König Georg und seine Regierung sich nicht früher an die Hülfe der Mächte wenden werden, bis die geschlagene griechische Armee vor Athen angekommen ist. Ministerpräsident DelhanniS scheint nach Athener Informationen diesen Höhepunkt abwarten zu wollen. Die Stimmung in Athen ist sehr erregt und kann nur durch die Nähe der Armee ernüchtert werden. Pari». 26. April. Präsident Faure traf gestern, von Nantes kommend, in Larochette ein. Die socialiftische Partei von Larochette hatte in der verfloffenen Nacht Plakate angeschlagen, in welchen der Präsident und die Regierung auf da» heftigste angegriffen werden. Die Polizei entfernte die Plakate und leitete eine Untersuchung ein. Pari», 26. April. Admiral Pottier telegraphirte auS Suda, er habe daS Panzerschiff Bogeada nach Saloniki abgesandt. Die anderen Mächte würden auch Truppen nach dort senden, um die europäischen Consulate auf ihr verlangen zu schützen. London, 26. April. AuS Athen wird hierher gemeldet, daß während deS Rückzuges der Griechen am Freitag Abend eine entsetzliche Panik entstand. Die türkische Cavallerie verfolgte die griechischen Truppen und gebrauchte ohne Unterschied Gewehr, Säbel und Revolver. Mehrere Correspon- deuten sollen dabei beinahe ihr Leben eingebüßt haben. Loudon, 26. April. Die englischen Blätter sprechen sich dahin au», daß e» zweifelhaft erscheint, ob die Griechen in der Ebene von Pharsala eine Sch'.acht mit den Türken aufnehmen können. Konstantinopel, 26. April. O»man Pascha wird in Elaffona bleiben, von wo er die Nachrichten über die Truppen- Bewegung vom Hauptquartier empfängt und seine Ordre» an Edhem Pascha auSgeben wird. Konstantinopel, 26. April. General Achmed Hifzi telegraphirte auS dem Epiru» Folgende»: Er habe nach heftigem Kampfe die Festung BeShpana wieder erobert. Die Griechen verloren 800 Todte, 219 Verwundete und 62 Oe* fangene. Wir selbst hatten 51 Todte und 3 verwundete. Die Griechen haben da» Pferd ihre» Befehlshaber» und eine große Menge Gewehre und Munition in unseren Händen gelaffen. Soustauttu^el, 26. April. In Turnov o haben die Türken viel Kriegsmaterial und Proviant erbeutet, wa» auf eine panikartige Flucht der Griechen schließen läßt. DaS türkische Hauptquartier bestudet sich de» vernehmen nach in Meluna. Konstantinopel, 26. April. Alle in Bulgarien und Egypten wohnenden griechischen Unterbauen erhielten jetzt ebenfalls SuSweisungSordre». Berlin, 27. April. Dem „Local-Anzeiger" zufolge begibt sich der auS dem englischen Hauptquartier in Egypten nach Deutschland zurückgekehrte Hauptmann Morgen in den nächsten Tagen nach dem griechisch-türkischen Kriegsschauplatz, um sich dem Stabe OZman Pascha» al» militärischer Begleiter anzuschließen. Berlin, 27. April. Wie auS Friedrichdruh gemeldet wird, unternahm Fürst Bismarck in den letzten Tagen mehrere Ausfahrten. Sein Befinden ist andauernd günstig. Wien, 27. April. Einer Athener Meldung zufolge wurde der Kronprinz mit dem ganzen Generalstab ab- berufen. Eine Bestätigung fehlt. Athen, 27. April. Die bei Pentepigh adia concen» trirten Truppen marfchiren nach Janrina zur Verstärkung des dorttgen Heeres. Hier steigt die Aufregung und Erbitterung. Konstantittopel, 27. April. Die vierte Flottendivifion ist bereit, nach den griechischen Gewäffern abzugehen. ES verlautet, der Marineminister begleite die Division und übernehme das Obercommando der ganzen Mittelmeerflotte. Konstantinopel, 27. April. Die unglaublichsten Gerüchte durchschwirren die Luft und finden Glauben, weil seit drei Tagen nur spärliche officielle Nachrichten vom Kriegsschauplatz kommen. Die Aufregung ist unbefchreiblich. Kandia, 27. April. Ein von Kanea kommender englischer TranSportdampfer brachte 12 Gebirgskanonen und reichliche Munition, sowie 2 Krupp'sche Geschütze. Zur Verstärkung der hiesigen Garnison landeten 300 türkische Soldaten auS Hlrapetra und Sitia. Heute wird italienische Artillerie erwartet. Hunger und Krankheit nehmen zu. Elaffona, 27. April. Das türkische Stadtviertel in Larissa ist verbrannt. Der Rückzug der Griechen ist ein vollständiger. ^.L.Karl»nthe,27.April. P rinz Wilhelm von Baden, Bruder des Großherzogs, ist heute srüh 6 Uhr gestorben. CocaUt uttb ptotHttjielte* Sieben, den 27. April 1897. *♦ Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Bersamnünng Donnerstag den 29. April 1897, Nachmittags */24 Uhr. 1. Gesuch des Johann Lein um Erlanbniß zur Aufstellung eine» GartenhäuScheu» auf feinem Grundstück am Rodtberg. 2. Gesuch deS Wilh. Huhn um Genehmigung zur Errichtung einer Bretterhalle in der Hof- raithe Tiefenweg 3. 3. Herstellung der Feldwege am Wind- hof und auf der Hardt- hier: Rechnung de» Adam Krombach. 4. Ausbau der Ebelstraße; hier: jpecieller Plan und Voranschlag. 5. Die Berechnung der Kosten der Straßenbeleuchtung seit 1. Januar 1897. 6. Festsetzung der Cokespreise für den Bedarf der städtischen Anstalten pro 1897/98. 7. Das Begießen de» Hofes bei der höheren Mädchenschule- hier: die Anlage eines weiteren Hydranten. 8. Gesuch der H. Klein Ehefrau um Verpachtung städtischen Wiesengeländes an der Lahn. 9. Stiftung der Wilh. Köhler Wwe. Henriette geb. Demuth zu Gießen. 10. Frier des 100 jährigen Geburtstages von Prof. Credner- hier: Straßenbenennung. 11. Gesuch deS Kaufmännischen Vereins um Gewährung eines hypothekarischen Darlehen». 12. Deutscher Verband für daS deutsche UnterrichtSwesen- hier: Bewilligung eines Jahresbeitrags. 13. Gesuch der Theaterdirectoren Kruse und Helm um Anschaffung von Theaterdecoraüonen und Belastung der GaSentschädigung. 14. Eingabe deS Vereins der Gaftwirthe wegen Aufhebung der Polizeistunde in Gießer?. 15. Gesuch der Minna Bernhardt und Helene Schmidt um Ertheilung der Erlanbniß zum WirthschaftSbetrieb im Hause Wolf- ftraße 9. 16. DeSgl. deS LouiS Hellmold für daS HauS Steinstraße 23. 17. DeSgl. des Franz Mäder für das Haus Grünbergerstraße 32. *• Zweite Kammer bet Landstande. Tagesordnung der achten Sitzung, Freitag den 30. April, Vormittags 9 Uhr: Eröffnung der Sitzung- Reue Einläufe; Berichtsanzeigen- Wahl eines Mitgliedes der Staatsschuldenverwaltung- Wahl« Prüfungen: 1. der Wahl der Landtagsabgeordneten der Stadt Darmstadt- 2. der Wahl de» Abgeordneten für den 11. Wahlbezirk der Provinz Oberheffen (Laubach-Schotten-Ortenberg- Nidda)- 3. der Wahl de» Abgeordneten für den 10. Wahl- bezirk der Provinz Oberheffen (Herbstein Ulrichstein)- 4. der Wahl des Abgeordneten für den 6. Wahlbezirk der Provinz Oberheffen (Grünberg - Gießen). Brrathung über: 1. die Vorlage Großh. Ministeriums der Finanzen, Abtretung von Straßengelände in der Gemarkung Inheiden betreffend- 2. die Vorlage Großh. Ministeriums der Finanzen, den Verkauf des Braunkohlenbergwerk» LndwigShoffnuug in der Gemarkung Melbach betreffend, fowie die Eingaben verschiedener Gemeinden hierzu- 3. die Vorlage Großh. Ministeriums der Finanzen, Brandschaden aus dem Rheinfelderhof betreffend 4. den Antrag d S Abg. Westernacher, die Uebernahme der durch gesetzliche Maßnahmen zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche entstandenen Kosten auf die StaatSkaffe betreffend- 5. die Vorlage der Großh. Ministerien der Justiz und der Finanzen, die Mobiliar- und sonstigen Einrichtungen in Gefängniß- und AmtSgerichtsgebäuden betreffend- 6. die Vorlage Großh. Ministeriums der Justiz, die Errichtung eines weiteren Aufseher-Wohngebäudes in der Zellenstrafanstalt Butzbach betreffend. — Dauer der Tagung: 1 event. 2 Tage. ♦* Bieberthalbahn Gestern Nachmittag hatten fich auf der Bürgermeisterei die Interessenten der Bieberthalbahn ein- I gefunden. Für die Großh. Regierung war Herr Oberbau« rath Meyer-Darmstadt, für die Stadt Gießen Herr Oberbürgermeister G na ut h, Herr Stadtdanmeister Schrnandt, für die KreiSstraßenbau-Behörde Herr Kreis-Ingenieur Stahl erfchieoen. Auch die Kleinbahnbau-Gefellfchaft Berlin, war durch mehrere Beamte vertreten. Herr Provinzialdirector Geheimrath Frhr. v. Gagern eröffnete den Termin nnd berichtete kurz über die Einsprüche, welche am vormittag bei dem in Heuchelheim stattgefundenen Termin gegen daS Bahnproject erhoben feien. Die Gemeinde beanstande die Anlage des Bahnhofes bei Heuchelheim dicht an der Ge- markungsgrenze. Nach einem abgeänberten Lageplan sei die Anlage dieser Station auf Heuchelheimer Gebiet wohl möglich, wenn die Unternehmer fich bereit erklärten, daS dazu erforderliche Gelände zu erwerben, was diese aber abgelehnt haben. Die Grundbesitzer am Schindwasenweg haben ein Servitut auf ihre Aecker zu gelangen und haben daher Anstand gegen den Bahnbau erhoben. Die Bahnunternehmer haben dagegen fich bereit erklärt, Einrichtungen zu schaffen, sodaß diese Angelegenheit wohl fich regeln läßt. Ebenso find zwei andere Anstände, die in Heuchelheim erhoben, wegen Ent- Wässerung von Aeckern durch daS Entgegenkommen der Erbauer der Bahn, und wegen Anlage einer UedersahrtSbrücke über einen Graben durch eine bedingte Zusage befi Herrn Oberbürgermeisters Gnanth aus der Welt geschafft. Die Anstände, welche da» Stadtbauamt wegen den Veränderungen der Brücken erhob, worden durch daS Entgegenkommen der Kleinbahngesellschaft sehr schnell erledigt; dieselbe erklärte, allen Wünschen im Interesse der Sicherheit deS Fußgänger- Verkehrs entgegen kommen zu wollen. Ebenso wurden Bedenken deS Herrn Kreis-Ingenieur Stahl damit erledigt, daß die Bahnbehörde sich bereit erklärte, von demselben gewünschte Verbesserungen vorzunehmen. Herr Dachdeckermeister Kröck, welcher an der Rodheimerstraße neben dem Schlachthaus ein Han» besitzt und deren drei dort noch zu bauen gedenkt, stellt das Verlangen, daß von der Brücke bis über fein Hans hinaus zum Schutze der Kinder feiner Mtether und auch der Seiuigen, längs des Bürgersteiges diesen von der Fahrbahn abgrenzend, ein Schutzgitter errichtet werde. Der Vertreter der Klein- bahngesellschast erklärt, die» würde dem Verkehr hinderlich sein und mit demselben Rechte könnte jeder Hausbesitzer da» Gitter verlangen, dann sei eS überhaupt unmöglich, Straßenbahnen zu bauen. Der Herr Provinzialdirector erklärte, das Großh. Ministerium werde über diesen Einspruch zu em scheiden haben. Herr Joh. Steck als Vertreter mehrerer Bewohner der Hammstraße bemängelte, daß nach den aus- liegenden Zeichnungen die Bahn dicht an die Vorgärten der Häuser längs der Hammstraße zu liegen kommen solle. Hierdurch sei der Verkehr in jenen Häusern nicht nur erschwert, sondern eS berge bet einer solchen Sachlage der Bahnverkehr eine gewisse Gesahr für Leben und Gesundheit der Anwohner der Straße in sich. Er beantrage auch Namens seiner Nachbarn, die ihn hierzu beauftragt hätten, die Bahn läng» de» DammeS der Main Weserbahn, also auf die östliche Seite brr Straße entlang zu führen. Herr Stadtbaumeister Schmant t bemerkt, daß e» ursprünglich im Plane gelegen, die Bahnlinie so zu legen, doch habe die Main-Weferbahn, welche theil- weise Besitzerin der Straße sei, Bedenken hiergegen geltend gemacht. Er verweise auch darauf, daß fich die Anlieger der Hammstraße irren, wenn sie glauben, die Bahn gehe btrect an ihren Vorgärten vorüber, diese hätten eine Tiefe von ca. vier Meter und bann fei bei der Anlage der Hammstraße der Bürgersteig vor den Vorgärten auf 2*/a Meter Breite erhöht projectirt, sodaß eine Gefahr für die Bewohner der dortigen Häuser ausgeschlossen fei. Herr Steckerklärte, nach dieser Darlegung seinen Einspruch nicht aufrecht erhalten zu wollen. Herr Oberbürgermeister Gnauth nahm denselben aber wieder auf und vertrat die Meinung, daß die Bahn- Linie auf der östlichen Seite der Straße practifcher fei, als auf der westlichen und soll versucht werden, durch erneute Verhandlungen mit der Direktion Frankfurt dies z> ermö^ lichen. Herr Oberbaurath Meyer erklärt, daß für die Strecke der Hammstraße bi» zur Margarethen-Hütte die Plane eigentlich noch gar nicht aufliegen und Bedenken der Interessenten längs dieser Linie immer noch in einem späteren Termine, der ja angesrtzt werden müsse, vorzubnugen seien. Damit waren die Verhandlungen beendet. •• Omnibusverkehr. Wie uns der Vorstand der Omnibus- Gesellschaft mittheilt, wird morgen Mittwoch in Anbetracht der günstigen Witterung bereits die Linie C von und nach dem Schiffenberger Wald auch an Wochentagen Nachmittags eröffnet. Vorläufig fahren die Wagen regelmäßig 3 Uhr Nachm. ab Marktplatz und wird versuchsweise auch ein Wagen zur Rückfahrt eingestellt werden ab Wald 7 Uhr Abends. Fahrpreis 20 Pfg. Haltestelle: Ludwigsplatz. Die Herren A. u. G. Wallenfels, Marktplatz, haben sich auch tn bleiern Jahre freunblichft bereit erklärt, ben Fahrkarten- verkauf zu übernehmen, wodurch man in der Lage ist, sich bereits frühzeitig und vorher feinen Platz zu fichern. — Die amtlichen Fahrpläne, welche durch die Aenderungen der Eitenbahnzüge bedeutende Abweichungen gegen früher aus- weisen, werden vor dem 1. Mai noch im alleinigen Verlag deS Herrn Ernst Balser erscheinen. — Die Cmie D von und nach Wies eck bleibt bis auf Weiteres Morgen», Mittags und Abends noch im Betrieb. Verhaftet. Der Geschäftsreisende eines hiesigen HanbelSgefchäflS, welcher nach bis jetzt staitgehabter Feststellung ca. 300 Mk. Kundengelber unterschlagen, ist heute früh in Elpenrob verhaftet unb an Großh. Staatsanwaltschaft dahier abgeliefert worden. F. Soeben find die Ausschreibungen zur dieSjäkri- gen 7. Ruder- Regatta erschienen. Sie entsprechen säst ganz benjentgcn der vergangenen Jahre, nur mir der einen I Ausnahme, daß da» Achter-Rennen nunmehr gänzlich unbe* । schränkt ausgeschrieben ist, sodaß auch den besten Mann- I schäften Gelegenheit geboten ist, im friedlichen Wettkampf I die Ruder zu kreuzen um den herrlichen Wanderpreis Sr. tJSi bunt btt» st, bi, b“ W” ‘ Uta, ba»H Ul» <’««"■ F Sielet «-»- Dr. @i- 2° Donnerstag Horn statt, hie atlt'M jtere unb W ein öfftntM " ws- Ksftkeller M gaussännffchet flj bta vom f bericht bürste l Mberzahl beS üe 25 vrrveh Der Verein bi nnttWnbtn vermögen bes 1635.12 Mk, inb einem $ 5000 Mk. 6< yrrmügeutzuv erfolgt ist, kl Sontol, alt» denvgimg do zu »erben. ( Der Verein vl 'jnfltn für die Ztabtvorstoob, unb 200 Mk. I m her Norbar beschloß incl. b idjmigt ist, schr öorstanb hext b bis Ende Juni iiim hausverwa! zeitig der vetti t'trn Don Rechn bürste ioirrrsfir 2466 Mk. bereit kosten für die größte Ausgabe, Ausgabe fflr vo berichtete Herr [ ti iS?,?! ‘Wil Mm Die b erstelle "ihenpslistrr w 3W) cbm Pfliste üraße jum m KHrhos Stehen Schreibung oerge! S-triitliche z und mit entsprech fortofrd bis )Ut M-, Lolm. »'’ h(, dl» ißkr :nbt dch'7?. »k in bh (ä. Id“'*“ «' , daher Sin. tarn tthn ' @btni0 fltnloBunen der Ueberfahrisbrstike Hm» M». Die An« ötn ^Qnbuuagtn at9tgcn!oaimtn der ■> dieselbe erklärte, IW des Fußgänger, sbinjo lvurden Se> erledigt, datz dkvselbev gewünschie drckemeister Kröik, !m Schlachthaus eia bauen gedeukt, stellt b» sein Haus hivavi !d auch der Teichen, ahrbahu abgreozrnt, Vertreter der 8lra. ” Verkehr hta^it der HauSbefitzei kl erhaupt uochH. uzialdtreetorMüe, tn öinfprui ju tm Btrtntir msterer M nad) i« aul» blt Vorglirteu der mmrn solle, hier- icht nur rrschtvnl, i der Dchnvrrkehr Helt der Äulvohun amen« feiner Rächte Bahn längs der ite östliche Sette dn Mister Schmant gelegen, dir Bahn- mW, mlchrchril- eu hingegen geltend iq6 sich die Miegtk beo, dir Bahn ged! :se hätten eine Tieli er Anlage der tzaM rten ans 2«/3 W« Sesahr für Sc- sei. HerrZi^Mni/ licht -ofrechl ertM" aiitf nah« devirldI mag, da^ dir A-'- Mischer stt -iS »eben, durch elneM M dirS j- E xttltt, H <*’ * atga*»1!“ „,18elir.Un 1« et. M«’lke'D“± ||«Mt ®"b K 4 «le c »°1 “’b ° i« t 611 Mbit * i‘” !|„ gin 8id;l Königl. Hoheit deS GroßherzogS. Möge da« Ergebniß der Meldungen ein recht gutes werden, damit sich die 7. Ruder- Regatta würdig an die Seite ihrer Vorgängerinnen stellen kann. Das warme Wetter ^r letzten Tage hat nunmehr auch unsere Ruderer in ihr schönes Heim an der idyllischen Lahn gelockt und wird man von jetzt ab wieder allabendlich daS bunt bewegte Bild am Bootshaus sehen, als Vorbereitung für die zu erwartenden Wettkämpfe tn diesem Sommer. Mögen die BemAhungen der Mannschaften recht erfolgreich sein, damit sie neue Lorbeeren an die Flagge ihrer Gesellschaft heften können. F Gießener Ruder-Gesellschaft. Der bereits vergangene Woche an dieser Stelle angekündtgte Vortrag des Herrn Dr. Gg. Kolb über „DaS Training" findet kommenden Donnerstag den 29. April, Abends 8-/, Uhr tm Hotel Ein- Horn statt. Seinem Inhalte nach dürfte derselbe neben für die atlethischen und Sportsvereine auch für die Herren Offiziere und Medieiner von Interesse sein. Der Vortrag ist ein öffentlicher. •• Kaufmännischer Verein. Die am Samstag Abend im Postkeller ftattgefundeue General-Versammlung des Kaufmännischen Vereins war besonders zahlreich besucht. AuS dem vom Vorsitzenden Herrn Orbig erstatteten Jahres- bericht dürfte da« Folgende allgemein interessiren : Die Mit- gltederzahl deS Vereins hat sich im abgelaufenkn VeretnSjahr um 25 vermehrt, sodaß der Mitgliederbestand 304 beträgt. Der verein besteht aus 6 Ehren-, 128 ordentlichen, 168 unterstützenden und 2 außerordentlichen Mitgliedern. DaS Vermögen des Vereins besteht aus einem Kassenbestand von 1635.12 Mk , ferner au« einer Bibliothek von 1005 Bänden und einem Inventar, welches zusammen in Höhe von 5000 Mk. gegen FruerSgefahr versichert ist. Ueber den BermögenSzuwachS, welcher durch Schenkung für den Hausbau erfolgt ist, kann erst nach erfolgter Aufrechnung des Bau- ContoS, also im kommenden Jahre berichtet werden. Die Benutzung der Bibliothek verdient als befriedigend genannt zu werden. Entliehen wurden aus derselben 1325 Bände. Der Verein veranlaßte fünf Vortragsabende. An Zuwendungen für die Fachschule erhielt der Verein 1000 Mk. vom Stadtvorstand, 600 Mk. von der Spar-und Leihkasie Gießen und 200 Mk. von Großh. Handelskammer. Der Hausbau in der Nordanlage, welcher laut General-Versammlungs- beschluß incl. der inneren Einrichtung zu 40 400 Mk. genehmigt ist, schreitet rüstig seiner Vollendung entgegen. Der Vorstand hegt die bestimmte Erwartung, daß daS VereinShaus bis Ende Juni sicher ferttggestellt sein wird und hat bereits zum Hausverwalter Herrn Joh. Rein bestellt, dem gleich- zeitig der Betrieb der Wirthschaft übertragen wird. Aus dem vom Rechner, Herrn Böhm, erstatteten Kassenbericht dürfte interessiren, daß der Verein an Mitgliederbeiträgen 2466 Mk. vereinnahmt hat. Unter den Ausgaben bildet der Posten für die Fachschule in Höhe von 3211.45 Mk. die größte Ausgabe, dann folgt der Hausbau mit 2000 Mk., Ausgabe für Vorträge 836.85 Mk. rc. Ueber die Fachschule berichtete Herr Lehrer Knauß. In den Vorstand wurden 4194] Ein möblirte« Zimmer zu oer- mietben LudwigSplatz 14 Nähere« im Laden.__ Zwei schön möbl. Zimmer, mit ober ohne Cabinet, zusammen ober auch einzeln zu vermiethen. 3927 W. Kühne, Seltersweg 28. IreunSl. möbl. Zimmer mit bürgerlicher Kost zu vermieth. 4178 ____________________Lieblgst«. 71, 4183] Ein Stübchen mit Bett zu vermiethen Renstabt 8, Mansarbe. Bekanntmachung. Die Herstellung van 5000 qm Basaltreihenpflaster unb bie Anlieferung von 300 cbm Pflastersand für bie Zufahrtsstraße zum neuen Güterschuppen auf Bahnhof Gießen soll tn öffentlicher Ausschreibung vergeben werben. Sckristltche Angebote finb versiegelt unb mit entsprechenber Aufschrift versehen portofrei bis zum Termin am 12. Mai b I., Vorm. */iU Uhr auf dem Bureau der unterzeichneten Bettiebs-Jnspection abzugeben- Bebingungen unb Angebots- formulare gegen Erstattung von 0,50 Mk. daselbst tn @ntpfangju nehmen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. 4204 Gießen, ben 24 April 1897. Großherzogl. Hess. Eis Königliche Eisenbahn-Dtrectton. Manfardentogis an nur ruhige Leute zu vermiethm. 4200______________Wetzsteinstr. 44. 4189J Die von Herrn Fabrikant A. Noll inuegehabteu drei prachtvollen Zimmer im ersten Stock Ludwigsplatz 14 sind zu vermiethen und vom 1. August ab zu bezieheu. Heiur. Kiefer. Cigarren, Cigaretten und Tabak iu allen Preislagen empfiehlt 4196 Carl Retter, Littdeuplatz, neben d. Marktlaube«. Neue Zwiebeln Mittwoch den 28. April l. A, Nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'schen Saale versteigert: Mehrere Regulateure, 1 Kaffaschrank, 2 Ladenschränke, 1 Ladentheke mit Glaskasten, 1 Partie Wollengarn, 2 Hobelbänke, Werkholz, 1 Verttcow, 4 Bilder u. v. A. - 4185 Geißler- Gerichtsvollzieher. Ät. Schlachthaus. Freibank. 4166 Heute und morgen: Ochsenfleisckr nicht ladenrein, per Pfd. 54 Pfg. 8chmemeffeisch nicht ladenrein, per Pfd. 42 Pfg. 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