m. 74 Erstes Blatt. Sonntag den 28 März 2lnrts- und Anzeigeblutt für den TLrei§ Giefzen Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. «Ile Annoncen-Bureaux be» In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Die Gießener NamikienVtälter werden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegk. Vierteljähriger Abonncmeutspreis r 2 Mark 20 Pfg. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezogerr 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und DruUerei: Kchukfiratze Ar.7. Fernsprecher 51. Der Ebener Anzeiger erscheint täglich, Mit Ausnahme deS Montags. ] Gratisbeilage: Gießener Kamitienökätter. Weßener Anzeiger General-Anzeiger. Amtlicher Th-ll. Oefuude«: 1 Paar Handschuhe, 1 Taschentuch, eine «röche, 1 Fllzhut, 1 Schuhmachermaß, 1 Handtasche, ei* Zwicker, 1 Brille, 1 Regenschirm. Gießen, den 27. März 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen, v. Bechtold. A«S den Berharrdlungerr der Zweiten Kammer der hefstfcheu Stände. nn. Darmstadt. 26. März. Die Sitzung beginnt um 9 Uhr. Rach Verkündigung einer Anzahl Einläufe und Berichts- anzeigen und der Rückäußerungen Erster Kammer der Stände, noorunter ein Ersuchen auf Vorlage eines ProjecteS zur Er- bauung einer Bahn Weinheim —Lampertheim, setzt die Kammer die Berathungen fort. ES erfolgt nunmehr die Berathung der RegierungS- Borlage, die Organisation der Verwaltung der Staatsschuld. Der Ausschuß beantragt Annahme des Gesetz-Entwurfs mit dem weiteren Antrag, Großh. Regierung zu ermächtigen, noch weitere 1200 Mk. für das zweite landständige Mitglied der StaatSschuldenverwaltung bis zur defiuitiven Feststellung des demnächstigen Hauptvoranschlags zu verausgaben. Die Kammer beschließt demgemäß. Ebenso^stndet die RegierungS'Vorlage auf Bewilligung eines Betrags von 75000 Mk. für die Regultrung der Preußisch-H esftscheu bezw. Bayerisch,Hessischen Matustrecke zu Lasten der Einnahmen der laufenden Finanz- periode ohne Debatte Annahme. ES erfolgt nun die Beantwortung der Interpellation des Abg. Jöckel, das Schullehrer-Seminar zu Friedberg betr., insbesondere die Erkrankung durch Ueber- arbettung einer Anzahl junger Seminaristen. Der Interpellant fragt die Regierung, ob jene Erkrankungen auf diese Ursache zurückzusühren sind, und welche Stellung die Regierung dazu nehme. Staatsminister Finger erklärt, diese Erkrank- uugen der Seminaristen seien nicht auf Ursachen der Ueber- arbeitung der Schüler zurückzuführen, wenn auch zugegeben werden müfle, daß der Lehrplan der Seminaristen hohe Au- forderungen stelle und demgemäß mit Fleiß und Anstrengung zur Durchführung gebracht werden müsse. Durch die Er- Hebungen sei festgestellt, daß hier etwas sehr stark gefärbt worden sei. ES sei richtig, daß Anfangs Februar eine Au- zahl eine gewisse Schlaffheit gezeigt hätten. Die Zahl sei jedoch nicht groß und die Krankheit bald gehoben gewesen. Bezüglich der Zusammensetzung des Lehrerkollegiums glaubt die Regierung einen guten Griff gerhan zu haben, wenn auch non verschiedenen Seiten die Jugend derselben beanstandet «orden sei. Auch die Leitung des Friedberger Seminars liege in sehr guter Hand, welche von dem besten Willen und den besten Absichten beseelt sei. Eine Prüfung der Lehrpläne der Seminarten sei beabsichtigt, und wenn nöthig, «erde eine bessere Bertheilung der Lehrfächer eintreten. Da- «it ist die Interpellation erledigt. Zur weiteren Beantwortung steht die dringliche Inter- pellation der «bgg. Bähr und Genossen, die Maßregelung von Gymnasiallehrern in Mainz wegen angeblicher Betheiligung an der antisemitischen Bewegung bei der jüngsten ReichStagSersatzwahl in Mainz-Oppenheim. Die Interpellanten richten an die Regierung die Anfrage, ob sie Kenutniß davon habe, daß die Gymnasiallehrer Scholl, Frederktng, Dr. Denig, Dr. Raab und Berger wegen Unterzeichnung einer Eingabe *n die Bürgermeisterei um Ueberlassung der Stadthalle zu einem Bortrage für einen antisemitischen Wahlcaudtdaten, Wolf von Stadecken, gemaßregelt worden seien und die Straf« Versetzung des Gymnasiallehrers Berger nach Wimpfen zur Durchführung gebracht worden fei. — Staat-Minister Finger begründet in ausführlichster Weife die Maßregeln der Regierung, welche hier ihre Pflicht und Schuldigkeit gethan habe. StaatSminister Finger stellt noch fest, daß von einer Maßregelung oder gar von einem BerfassungSbruch gegenüber von Staatsbeamten gar keine Rede sein könne. Der hier in Frage kommende Fall beziehe sich auf den LehramtS- affeffor Berger, der in scharf agitatorischer Weise in die an- atsemitische Bewegung eingetreten sei und die Agitation in die Schule getragen habe. Warnungen seitens der Schul- Lehörde, dies zu unterlassen, seien erfolglos gewesen und deshalb habe die Regierung sich zu den von ihr ergriffenen Schritten entschließen müssen. — Abg. Schmidt hält die Maßregelung der Unterzeichner der Eingabe an die Bürgermeisterei Mainz nicht für richtig, da die Eingabe nicht das geringste TadclnSwerthe enthalten habe, umsomehr, als die Unterzeichner biS auf wenige der antisemitischen Partei fern- stehen. Er beanspruche aber gleiches Recht für Alle. Das Eenteum und die Socialdemokratte würden von jeher durch Ausnahmegesetze behandelt, während die nationalliberale Partei immer im Schutz der Regierung stehe. Bezüglich des Falles Berger habe die Regierung seiner Ansicht nach sich vollständig im Recht gestanden. — Auch der Abg. Jöckel steht auf dem letzteren Standpunkt. — Die Abgg. Dr. Schröder, Dr. Osann und Friedrich nehmen ebenfalls die Handlungsweise der Regierung in Schutz, wahrend der Abg. Dr. David sich «it Entschiedenheit für die Erhaltung des Rechts der Beamten, sich an politischen Wahlen u. s. w. bethetligen zu können, ausspricht. Daß auch insbesondere in den Lehrer- kreisen damit dasselbe Recht in Anspruch genommen wurde, sei für ihn erfreulich. — Die Abgg. Bähr, Joutz und Köhler ergehen sich in eingehenden Deduktionen über den Antisemitismus und dessen Nutzen für das deutsche Volk. — StaatSminister Finger erklärt noch, daß die Regierung zu dem Vorgehen veranlaßt worden sei durch theilweise ganz unerhörte Angriffe, denen sowohl die Regierung, als auch die Schulabthetlung in den Zeitungen ausgesetzt gewesen sei. Damit ist die Interpellation erledigt. Auf einen früheren Wunsch des Abg. Jöckel, schon jetzt eine Uebersicht über die Finanzlage des Landes zu erhalten, glebt Finanzminister Weber Exc. einen eingehenden Bericht über die Ergebnisse der Ftnanzperioden 1891/94 und 1894/97. Derselbe stellt die Finanzlage als eine im Allgemeinen günstige dar, indem eine erfreuliche Steigerung der StaatSfinanzeu zu verzeichnen sei, an welcher hauptsächlich die Staatsobjecte bethetligt seien. Die Hoff« nungen, welche mau auf die Declarations'Pflicht der Einkommensteuer gesetzt, haben sich nicht tu dem Maaße erfüllt, wie angenommen wurde. Wie hoch der Reinertrag der hessischen Ludwigsbahn sich stellen wird, läßt sich zur Zeit wegen Mangel an genügender Unterlage noch nicht feststellen. Festftehe aber jetzt schon, daß der Ueberschuß ein größerer sein wird, als früher angenommen wurde, und in der Denk- schrtft ntedergelegt ist. Die Befürchtungen, welche im Hause zum Ausdruck kamen, haben sich nicht erfüllt, im Gegentheil wird nach approximativer Berechnung aus dem Betrieb der Ludwigsbahn dem Staatsschatz 1,780,000 Mk. überwiesen werden können. (Bravo.) Eine Besprechung findet nicht statt und wird die Sitzung um 1 Uhr geschloffen. tleuefte Wolffs telegraphischer Lorrefpondem-Bur-me. Berlin, 26. März. Nach der Meldung des Comman- danten des Kreuzers „Kaiserin Augusta" aus Suda von gestern Abend haben gemäß der Abmachung der vor Kreta commaudtrenden Osfiziere die Schiffe aller Großmächte auf das Signal des italienischen Admirals von 3 Uhr 15 Minuten Nachmittags ab 10 Minuten lang auf das inzwischen von den Insurgenten genommene Blockhaus und auf die Stellung der Aufständischen bet Malaxa mit dem Erfolge gefeuert, daß das Blockhaus geräumt und die Flaggen auf den griechischen Stellungen niedergeholt wurden. Den ersten Schuß hatte das italienische Schiff abgegeben. Die „Kaiserin Augusta" feuerte 13 Schuß ab. Budapest, 26. März. DaS Abgeordnetenhaus begann die Berathung des Budgetgesetzes. Der ehemalige EultuSminister Graf Albin Esaky ergriff dos Wort und führte auS, die Vergewaltigungen bei den Wahlen bildeten wie überall die Klagen der Minderheiten, doch hege die liberale Partei zur Regierung volles Vertrauen. Die Partei bewillige das Budget, da sie überzeugt fei, daß die Regierung ihre Pflicht redlich erfülle. (Demonstrativer Beifall rechts.) Der Redner wurde von zahlreichen Abgeordneten beglückwünscht. Depeschen deS Bureau „Herold/ Berlin, 26. März. Der Kaiser begibt sich am Montag früh nach Weimar zu den BeisetzungSfeierlichketteu. — Der Groß Herzog und die Großherzogin von Baden werden morgen früh 7 Uhr 40 Min. Berlin wieder verlassen. Der Herzog von Connaught ist gestern noch nicht abgereift. Berlin, 26. März. Im Reichstage wurde heute bei der dritten Lesung des Etat» deS Reichstages der frei- finnige Antrag, betreffend Gewährung von Diäten an die ReichStagS-Mitglieder, mit 179 gegen 49 Stimmen angenommen. Dagegen sprachen die Abgeordneten v. Kardorff (ReichSp.), v. Levetzow (cons.), dafür Bassermann (natl.), Gröber (Sentr.) und Singer (Soc.). Torgau, 26. März. Bei der ReichStagS-Ersatz- wah l erhielt BuffeoiuS (Rp.) 6223, Knörcke (BolkSp.) 6072 und Müller (Soc.) 2000 Stimmen. Stichwahl zwischen BuffeniuS und Knörcke ist näthig. Wien, 26. März. Bon der Felsspitze des schwarzen Thores bet Mödling ist ein junger Tourist abgestürzt und hat sich schwere Verletzungen zugezogen. Die Persönlichkeit deS Verunglückten konnte noch nicht festgestellt werden. Wien, 26. März. Hiesige politische Kreise bestätigen, daß zu Beginn der nächsten Woche die gesammten griechischen Häfen bloktrt würden. Die Eiutheilnng deS Blokade-RayonS soll den Admiralen überlassen werden. Wien, 26. März. In der Thronrede, mit der der Reichstag am Montag eröffnet werden wird, wird et* Passus enthalten sein über die auswärtige Lage, welcher gegenüber den Schwierigkeiten, die der Unternehmungshang Griechenlands bereitet hat, auf das allseitig empfundene FriedenSbedürfniß Europas hinweist. Rom, 26. März. Auf der Consulta wird ebenfalls ver- fichert, daß die Blokade vouVolo in den nächsten Tagen zur Thatsache werden würde. Brussel, 26. März. Im Mordprozesse gegen den Expoltzeicommiffar CourtoiS und seine Helfer Resttanx und DevoS ist heute daSUrtheil gesprochen worden. Nachdem die Geschworenen von IO1/, bis 1 Uhr berathen, wurde da« Urtheil verkündet. CourtoiS und Restiaux wurden de« vorsätzlichen Mordes au der Baronin Harry für schuldig befunden und beide zum Tode verurtheilt. DevoS wurde freigesprochen. CourtoiS betheuerte seine Unschuld- er weinte und fiel in Ohnmacht. GenSdarmen trugen ihn aus dem Gerichtssaale. Der Prozeß hatte 29 Sitzungen in Ansprnck genommen. Pari«, 26. März. Zum Empfange Nansens hatte fich ein zahlreiches Publikum eingefunden. Der Nordpol- fahrer wurde von der htefigen geographischen Gesellschaft begrüßt. London, 26. März. Der russischen Truppen- Verschiebung in Asten wird die Abficht zur Besetzung Armeniens zugeschrieben. London, 26. März. „Daily News- theilt mit, daß Nansen einer Gruppe Engländer, welche im nächsten Sommer eine Nordpol-Expedition unternehmen will, feinen Dampfer „Fram" zur Verfügung gestellt hat. Athen, 26. März. Die griechische Regierung bestellte 75,000 Meter Tuch zur Montirung für die Fremden- legten, ferner in Belgien 20,000 Bettdecken. Athen, 26. März. Einem hier circulireoden Gerüchte zufolge wird König Georg sofort nach der Notifizirung der Blokade Griechenlands der Türket den Krieg erklären. Der Kronprinz soll bereits diesbezügliche Instructionen nach Thessalien mitgenommen haben. Kanea, 26. März. Das Fort Cerattni ist von den Christen eingenommen worden. Dasselbe steht in Flammen. Der franzöfischen Besatzung von Sitia wurden von den Auf- ständischen Lebensmittel überlassen, jedoch unter der Be- dingung, daß fie den Türken nicht» davon abgeben. Kanea, 26. März. Die Insurgenten haben das Blockhaus Malaxa nach vollständiger Zerstörung desselben aufgegeben. Kandis, 26. März. Auf der hiefigen Rhede erschien gestern ein weitere» englisches Torpedoboot, sowie ein englischer TrauSport-Dampfer mit 500 Manu Hochland-Infanterie an Bord. Der Hafen wurde durch türkische Truppen besetzt. Berlin, 27. März. Die Osterferien des Reichs- tage» werden nach vorläufiger DiSpofition am 7. April beginnen. Berlin, 27. März. Auf der hiefigen russischen Botschaft findet am Montag ein größeres diplomatt- scheS Din es'statt. Berlin, 27. März. Das „Berl. Tagebl." meldet an» Rom: Die Mächte würden auf die neue Note der griechischen Regierung nicht eingehen, sondern haben die Admirale zur Erweiterung der Blokade nach Maßgabe gegebener Nothwendigkeiten ermächtigt. Kiel, 27. März. Gutem Vernehmen nach sollen alle drei bewilligten Kriegsschiffe Privatwerften übertragen werden. Hamburg, 27. März. Professor Schwentvger hat wegen de» gastrtsch-nervösen Znftaude» de» Fürsten Bismarck darum ersucht, den Fackelzug, der alljährlich von de« Hamburgern am Vorabend des Geburtstages de» Fürsten in FriedrichSruh veranstaltet wird, um einige Wochen zu verschieben. «rar, 27. MLrz. Wegen der von eine» Correspondenz- burran mitgetheilten Nachricht über die Abfahrt eines Bataillons von Trieft nach Kreta confiScirre der Staatsanwalt sämmtliche Grazer Blätter, auch das Amtsblatt. Am Abend desselben Tages wurde die ConfiScation wieder aufgehoben. Brüssel,27. März. Die internationale Friedens- ltga der Frauen richtete an fämmtliche Großmächte ein Rundschreiben, worin das Recht auf Selbstbestimmung für Kreta verlangt wird als einzige Basis dauernden Friedens. Petersburg, 27. März. Ein hier ansässiger reicher Grieche hat für Militärzwecke 760000 Rubel nach Athen gesandt und für den Kriegsfall eine ebensolche Summe nochmals in Aussicht gestellt. Athen, 27. März. Ein Gerücht besagt, der Sultan wünsche die Vermeidung eines Krieges und verlangt dazu die directe Verständigung mit Griechenland. Er habe hierfür die Vermittelnog Nelidows erbeten, welcher erwiderte, er müsse die Mächte befragen. WB. London, 27. März. „Daily News" meldet aus Konstantinopel: Wie verlautet, habe infolge Salisburys Weigerung, sich den Zwangsmaßregeln gegen Griechenland und der Blokade der griechischen Häfen auzuschließen, Deutschland die Absicht kundgegebeo, sich von der gemeinsamen Action gegenüber der Türket zurückzuzteheu. Locales und provinzielles Gießen, den 27. März 1897. • • Empfang. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog empfingen gestern Vormittag Seine Erlaucht den Grafen von Schlitz genannt von Görtz. • • Bon der Universität. Nachdem Professor Htrz el in Jena und Professor Bruns in Kiel abgelehut haben, ist Professor Dieterich in Marburg als Nachfolger des nach Straßburg gehenden Professor Schwartz berufen und hat den Ruf angenommen. • • Aufhebung von Bauämter«. Infolge des am 1. April d. I. in Kraft tretenden Gesetzes betr. die Kuuststraßen werden mit diesem Tage die Großh. Straßendauämter aufgehoben. — Mit dem gleichen Tage wird die Großh. Baubehörde für die Zellenstrafauftalt Butzbach aufgehoben. • • Detaillisten Conferenz. Morgen, Sonntag, findet die vierte Detailltsteu-Confereuz in Darmstadt im Hotel zum „Darmstädter Hof" unter Betheiltgung der Ber- eine von Darmstadt, Frankfurt, Mainz, Wiesbaden, Hanau, Homburg rc. statt, wozu auch der hiesige Detailliften-Beretn zwei Vertreter entsendet. Dieselbe hat folgende Tagekord- vung: 1. Die Erfahrungen mit dem neuen Gesetze gegen den unlauteren Wettbewerb in der Praxis. Referent: Herr Hugo Htrschfeld, Verein der Detaillisten von Frankfurt a. M. 2. Stellungnahme zu der Resolution der Budget Commission (Antrag LtogenS) wegen Einschränkung des PostverkehrS au Sonntagen. Referent: Herr Ludwig Buder, Verein Mainzer Kaufleute. 3. Kündigungsfristen und Concurrenzclausel im neuen Handelsgesetzbuch. Referent: Herr Philipp Viel- metter, Verein der Detaillisten von Frankfurt a. M. 4. Die Erfahrungen mit dem freiwilligen Ladenschluß. Referent: Herr Ferd. Schmidt, Verein der Darmstädter Detaillisten, i. Neuerliche Stellungnahme zu dem gesetzlichen Ladenschluß. Referent: Herr Ferd. Schmidt, Verein der Detailliften von Darmstadt. Correferent: Herr Hugo Hirsch selb, Frankfurt a. M. 6. Erhebungen zum Schutze des Kleinhandels. Referent: Herr Carl Schmäh l, Mitglied der Handelskammer Mainz. 7. Ermäßigung der Fernsprechgebühren. Referent: Herr Ludwig Buder-Mainz. 8. Der vom Central-Verband deutscher Kaufleute vorgeschlagene Entwurf zu einem Gesetze, die Erhebung einer Betriebssteuer der großcapttaltsttschen Detailgeschäfte betreffend. Referent: Herr Balser, Verein der Detaillisten von Gießen. 9. Wahl des Ortes der nächsten Conferenz. Punkt 6 und 8 hat der hiesige Verein zur Berathung gestellt und wurde der letztere Herrn Balser zum Referat übertragen. Die zahlreich ein- gelaufenen Anmeldungen lassen eine außerordentlich große Betheiligung an der diesmaligen Conferenz erhoffen, und dürfte der Besuch derselben in Anbetracht der Wichtigkeit der zur Verhandlung gelangenden Fragen für alle Detaillisten von Nah und Fern dringend zu empfehlen sein. *•£[. Stadttheater. Heinrich Laube sagt in einer früheren Besprechung des gestern hier aufgesührten Volksstückes „'Der Pfarrer von Kirch feld", daß die oft gebrauchte Phrase von der Macht des Theaters keine bloße Phrase ist, sondern daß die Bühne eine unmittelbare Macht auSübt, wie sie selbst der Schrift kaum oder in nur wenigen Fällen erreichbar sein mag. DaS geschieht in markanter Weise in diesem ^Pfarrer von Kirchfeld", wo unwillkürlich das Verständntß für die darin behandelten Fragen über gemischte Confesfion, gemischte Ehe und einer aufdämmernden Nothwendtgkett der Prtesterehe durch die Handlung geweckt wird. Die darin auftretenden Hauptpersonen sind scharf characterifirt: Der Pfarrer Hell, der die Stimme seines Herzes nicht hören darf, weil er durch sein Gelübde gebunden ft, sodann die Gestalt deS „Wurzelskpp", welche sich als ein an Gott und der Welt verzweifelndes Menschenkind enthüllt, Kirche und Pfarrer ingrimmig hassend, denn sie haben sein ganzes Leben zerstört und ihn böse gemacht. Er sinnt auf nichts als darauf, wie er ihnen die» haßerfüllt eintränken kann- doch vollzieht sich eine Wendung in seinem Innern bei dem Tode seiner Mutter: er kommt zum Pfarrer, er bittet um ein richtig ehrlich Begräbniß für sie, denn bei allem Menschen- haß hat er doch die Mutter geliebt, und reuig-schmerzerfüllt wird er alsdann ein anderer Mensch. Die zum Benefice sür Herrn Kunert und unter dessen Regte in Scene ge- setzte Aufführung war eine wohlgeluugene. Die Titelrolle spielte Herr Fritz sch le r, der durch sein künstlerisches Wesen die auf dieselbe gesetzten Erwartungen völlig erfüllte. Der Beneficiaut Herr Kunert, der außerdem daS Stück prachti iusceuirt hatte, war als Darsteller deS „Wurzelfepp" packen in der Erscheinung- seine Verkörperung deS verkommenen Gesellen, den der Pfarrer durch die Macht christlicher Nächstenliebe wieder auf den Pfad der Pflicht zurückführt, bekundete viel Fleiß und Studium und bot, wenn auch nicht seine beste, so doch eine vortreffliche, seinem Individualismus an- gepaßte Leistung. Der Künstler wurde durch brausenden Beifall sowie durch einen Lorbeerkranz ausgezeichnet. Die kleine, aber so ansprechende Rolle deS Pfarrers von St. Jacob in der Etnöd führte Herr Director Helm meisterhaft aus. Als Haushälterin Brigitte war Frau Kruse am richtigen Platze. Frl. Egger als Anna Btrkmeter spielte mit Wärme und Verftäudniß. Unter den übrigen Mitwirkenden find die Herren Kruse, Peickner, Schröder, Schaller und Leuschner, sowie Frau Helm mit Anerkennung zu nennen. Der Dialect wurde so ziemlich beherrscht. DaS zahlreich erschienene Publikum folgte mit Ernst den ergreifenden Vorgängen auf der Bühne und dankte für die Darbietung dieses Meisterwerke» Anzengruber» durch lebhaften Beifall. * * Stadttheater. Um unseren lieben Kleinen noch einmal eine Freude zu bereiten, veranstaltet die Leitung des Stadt- theatecS am Sonntag Nachmittag nochmals eine Kinder- Vorstellung und zwar die letzte in dieser Saison. Zur Aufführung gelangt „Prinz Nachtigall", ein Zaubermärchen in 6 Bildern von G. Zimmermann. Abends folgt der köstliche Schwank „Der Raub der Sabinerinnen" zum Benefice für Herrn Director Helm. Hebt schon da» Stück an sich durch seinen drastischen Humor immer eine große Anziehungskraft aus, um wie viel mehr noch, wenn die Hauptrolle in solch' bewährten Händen wie die de» geschätzten Beneficianten liegt. Das wird ein köstlicher Abend werden, auf welchen wir ganz besonders aufmerksam machen wollen. Da die diesjährige Spielzeit nur noch wenige Tage umfaßt, erscheinen die Benefiz-Vorstellungen in rascher Folge- denn am Montag findet die Aufführung der mit einer Fülle reizender Gesangsnummern ausgestatteten großen Poffe „Der Walzerköntg" zum Benefiz für die beliebte Soubrette unseres Stadttheaters, Frl. Ella Dellmar statt. Wir wünschen der strebsamen Künstlerin ein gut besetztes Haus. * * Erledigte Lehrerstellen. Erledigt find: Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Etzean, Kreis Erbach, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Dem Herrn Grafen zu Erbach- Fürstenau steht das Präsentationsrecht zu derselben zu. Eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Dietzenbach, Krei» Offenbach, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. • * Färben der Wurst ES ist angeregt worden, die Reichsregierung möge entweder das Färben von Wuxft ganz verbieten oder für gefärbte Wurstwaaren den Decla- rationszwang etnführen. ES wird dies damit begründet, >aß die Anwendung der sonstigen Strafbestimmungen des Gesetzes vom 14. Mai 1879 über Verfälschung von NahrungS- und Genußmitteln zu widersprechenden gerichtlichen Erkennt- ntffen in Bezug auf die Strafbarkeit des Färbens von Wurstwaaren geführt hat und damit eine Rechtsunsicherheit entstanden ist, die am besten durch eine der beiden vorgeschlagenen ReichSverorduungen beseitigt wird. Der preußische HandelSrnimster stellt zur Zeit entsprechende Erhebungen bet den Handelskammern an. * * Kur Briefmarkensammler. Osfictelle Postkarten mit dem Nationaldeukmal und der aufgedruckten Fünspfennig-Marke hat die Reichsdruckeret in einigen Tausend Exemplaren nur für den amtlichen Verkehr herstellen lassen. Sie sind auch in den Handel gekommen und wurden am Montag von einigen Händlern zum Kauf angeboten. Die Karten, die mit der Marke einen wirklichen Werth von 10 Pfennigen haben, wurden mit einer Mark verkauft und fanden trotz de» hohen Preises vielfach Abnehmer. * • Schutz der Singvögel. Es sei hiermit erinnert an die Bestimmungen des Reichsgesetzes vom 22. Mai 1888, betr. das Zerstören und AuSheben von Nestern oder Brutstätten der Singvögel, das Zerstören und AuSnehmen von Eiern rc. DaS Publikum wird ersucht, mitzuwirken, daß die betr. Vorschriften allgemeine Beachtung finden. • * 3« Amerika verstorbene Hessen. Chicago, Jll., A u g u st Beck, auS Steinbach. Daselbst, Frau Gertrud Weinreich geb. Bläser, 56 Jahre alt, aus Esselborn. Buffalo, N. N-, Wilhelm Rühl, 49 Jahre alt, aus Griesheim. Frau Elisabeth Kiehl geb. Bloch, 86 Jahre alt, aus Landenhausen, ©aratogo, N. U., Jacob Haas, 61 Jahre alt, aus Heffen-Darmstadt. Syracuse, N. Y., Frau Juliana Schänzle geb. Bender, 50 Jahre alt, aus Guntersblum. St. Louis, Mo., Adam Pani, 73 Jahre alt, aus Egels- bach. Millstadt, Jll., Frau Elisabeth Kesselring geb. Göbel, 82 Jahre alt, aus Reinheim. •• Wetterbericht. Da» Minimum, welches gestern über Skandinavien lag, rückt langsam ostwärts weiter. Indessen ist nördlich von Schottland bereit» wieder eine neue Depression erschienen, lieber Central-Europa ist der Luftdruck noch etwa» gestiegen, indem sich das Minimum von Südwesten her noch weiter in den Kontinent ausgebreitet hat, doch hält bet der Unregelmäßigkeit der Druck Vertheilung baß unbeständige Wetter an. Die Temperaturen find meist etwa» gesunken. Am Wendelstein lagen sie am Morgen wieder unter dem Gefrierpunkt. Voraussichtliche Witterung: Fortdauer des unbeständigen WitterungS-CharaeterS. x Londorf, 24. März. Die Zentenarfeier Kaiser Wilhelms des Großen wurde hier durch einen Fackelzug, durch begeisterte Ansprachen und Lieder, sowie durch Borträge einer Mufikcapelle auf» Schönste begangen. — Der neuernannte KreiS-Straßenmeister für den hiesigen Bezirk hat unter den ihm al» eventuellen Amtssitz bezeichneten Orten Londorf gewählt und die ehemalige Kliebe'sche Wirthschast gemiethet, wo er auch ein Institut zum Zeichnen für Hand- ‘ werker zu errichten gedenkt, sodaß junge strebsame Leute der Rabenau nicht mehr meilenweit zur Zeichenstunde zu wandern brauchen. = «eudorf a. d Ld»., 25. März. Emen beträchtlichen Mitgliederzuwach» brachte unserem Kriegerverein die patriotische Feier am Montag, indem sich zehn frühere Soldaten, welche seither bereits Mitglieder de» Gesangverein» „Eintracht" waren, nun auch zum Eintritt in den Kriegerverein anmeldeten. R. Mnscheohei», 24. März. Auch hier wurde die Feier de» 100 jährigen Geburtstag» deS Kaiser» Wilhelm I. in dem geräumigen Saale de» Herrn Bürgermeister» Roth fest- lich begangen. Herr Pfarrer Fertsch hielt die Festrede, worin derselbe die Verdienste de» Kaiser» Wilhelm und seinen Getreuen BiSmarck, Moltke und Roon schilderte. Der Präfi- deut deS KriegervereinS, Herr Karl Roth, trug zwei sehr schöne, paffende Gedichte vor, Herr Karl Seipp folgte demselben mit einem schönen Gedicht, auch Herr Lehrer Rabenau schilderte daS Entstehen und Gedeihen des deutschen Reich» und Herr Lehrer Susn er hielt eine Rede auf die anwesenden Veteranen. -o- Höchst a. d. Ridder, 25. März. Wie ein Mensch ge- radezu zur gefürchteten Bestie herabfinken kann, Dafür liefert etn hiesiger, erst in den zwanziger Jahren stehender Mann wiederholt Beweise. Denselben befällt im Zustande der Bezechtheit, was gerade kein seltene» Ereigniß mehr bet itym ist, oft eine förmliche Stechwuth. So kam er vorgestern gegen Abend mit Fuhrmann Dauterich von Heldenbergen gefahren. Schon unterwegs bedrohte er den Fuhrmann und äußerte, er werde am Abend noch Jemanden todtftechen, so daß Dauterich eß vorzog, vom Wagen abzusteigen. Am hiesigen Orte angelangt, begegnete baß Fuhrwerk dem Sohne be» Lanbwirth» Heinzmann. Derselbe hielt sich, neben bem Wagen hingehend, mit der einen Hand an demselben an. Plötzlich erhält er einen Stich in den Rücken der an dem Wagen befindlichen Hand, daß baß Blut hoch emporkpritzte. Die Wunbe war so tief, baß ber Betreffende sich sofort zum Arzt begeben mußte -t- Orlenberg, 26. März. Sehr zur rechten Zeit hat unsere Obersörsterei die Versteigerung von St reu lau d vorgeoommen, wodurch einem großen Bedürfnisse abgebolfen wird. Die Stroh-, Heu- und Grurnmetvorräthe bei Klett- unb Großbauern sind empfinblich geschwunden, weil diese vorräthe wegen der schlechten Witterung mäßige waren, urt dementsprechend haben die Preise angezogen. Was die «er- gebung von Streulaub in unserer Gegend: Fauerbach, Liß- berg, Bellmuth, Selter», Wippenbach, Bergheim u. a. m. besonder» angenehm macht, ist, daß die Leute den Tagelohn des Aufmachen» selbst verdienen können, weil nicht ausgearbeitete Haufen, sondern Flächen vergeben werden, auf denen der Steigerer sein Material zusammenrecht. G. Gernsheim, 26. März. Ein schönes Andenken erhielten die Abiturienten der hiesigen Realschule bet ihrer Entlassung von Seiten ber Schule. ES wurde jedem Abgehenden daß von Professor Oncken verfaßte Prachtwerk über Kaiser Wilhelm I. überreicht, in welches baß Direktorium die entsprechenbe Wibmung eingetragen hat. Aufruf! Donnerstag ben 18. Marz, Abend» 5»/, Uhr, wurde unser freundliches Städtchen Camberg von großem Unglücke heim- gesucht. Ein schwere« Gewitter in Verbindung mit einer Windbose zog darüber hin und richtete tn wenigen Minuten schreckliche Verheerungen «n. Ein braver Bahnwärter wurde von einem über 200 Zentner schweren Güterwagen, welchen der Orkan aushob und mehrere Meter weit wegschleuderte, erdrückt. Die kranke Wittwe und leben unversorgte Kinder beweinen ihn. Ein kranker Knabe erlitt durch eine einstürzende Wand einen Beinbruch. Viele Personen entrannen nur, wie durch etn Wunder, der drohenden Lebensgefahr. In der unteren Stadt find fast alle Gebäude beschädigt. Häuser, Scheunen und Stallungen stürzten ein, ober eS wurden die Dächer und oberen Stockwerke weggerissen. Vorräthe wurden vernichtet und Tausende von Fenstern und Glasscheiben zertrümmert. Der Ge- ammtschaden ist ganz enorm. Für diesen Schaken kommen Brand- und andere Versicherungen nicht auf. Die meisten Betroffenen sind leider geringe Leute. Wenn nicht rasch geholfen wird, so droht Manchen der gänzliche Ruin. Die Unterzeichneten richten deshalb an edle Menschenfreunde lie dringende Bitte, den so hart Betroffenen rasch zu Helsen. Jede, auch die kleinste Gabe wird willkommen geheißen. Von den 6am- berfletn und den Freunden Camberg» in der Nähe und in der Ferne !«offen wir aber besonders, daß sie durch Sammlungen in Freundeskreisen den Bedrängten zu Hülfe eilen. Jeder der Unterzeichntten ist gerne bereit, Gaben in Empfang zu nehmen. Alle Redactionen werden um Verbreitung diese» Aufruf» gebeten. Camberg (Bez. Wiesbaden), den 21. März 1897. Sartorius, Dietrich, LandeSdirector in Wiesbaden, Director zu Wiesbaden. E. Baute, Frankfurt a. M., Casper. Postverwalter, Cathrein, Bürgermeister, Brest, f ffarrer, Fliegei, Lebrer, Dr. Finck, pract. Arzt. Dr. Flügel. Frühmesser, A. Fritzsche, Gastwirth, Chr. Grimm. <»on- troleur, Peter Haber, Buchbinder, B. Hemmelmaen. Sattlermeister, Lawaczeck, Apoihek-r, Dr. Lieber, Reichs und Landtagsabgeordneter, Lottermann. Spenalermeiffer, Manns, Schreinermeister, Schaaf, Rector, Hubert Schütz. Metzgermeister, G. Send, Fabrikant, C Stockmann, Kauf mann, Stoehr. Amtsrichter, Wehrheim, Director der Taubstummenanstalt, Franz Wenz, Kaufmann, Jo*- Wenz III., Lanbwirth, Wilhelm Wenz, Kaufmann, C. Weyrich, Maurermeister, Wolf, Decan, sämmtlich in Camberg. Schiffs Nachrichten. Srorddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl Loo» und I. M. Schulhof. Bremen, 26. März. IPer ttanSatlantischen Telegraph.j Der Schnelldampfer Trave, Capilän C. Thalenhorst, vom Rorbd. Lloyd in Bremen, ist gestern 2 Uhr Nachmittags wohlbehalten in New»ork angekommen. Bremen, 26. März. IPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampser H. H. Meier, Capitän F. Mentz, vom Rordd Lloyd in Bremen, ist gestern 11 Uhr Vormittag» wohlbehalten in Newpork angekommen. den ein ein 3045 Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. Mäusburg 12, III. 3049 Mainzer Dantpf-Merei und chemische Miischerei Mk. 3042 P Mäusburg 7 Italiener Rothweine Waare 3084 tu oermiethen. Läwengaste V 0,50 0,60 Herren Anzug zu waschen Herren-Hose zu waschen . 2 1 1 2 1 1 5 1 4 1 1 30 1 1 1 5 1 Nachfrage der Arbeitgeber. Gelbgießer und Installateur. lücht. Glaser tücht. Küfer, Mischung für trockenen Boden Mischung für feuchten Boden Mischung für Damme nnd Böschungen Mischung für Thiertz'ärieu und Weiden Mischung für feinen, dauernden Rasen Thymotlie,e($t^oger5Bergcr Raygras, echt englisches, Raygras. echt italienisches empfiehlt in bester, hochkeimender und Er- der Den 23. März, geboren den 2. März. Den 21. März. Eine uneheliche Tochter, Frieda Johanna, Lukasgemeinde. Dem Fuhrmann August Siebert eine Tochter, gibt denselben Glanz und Farbe conservirt gleichzeitig das Leder, hältlich in Dosen ä 30 Pfg. in Löwen-Drogerie — Das Special-Betten- und Bettfedern-Versandtgeschäst der Firma A. 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Balthasar Weller, Schmied, verheirathet, 57 Jahre alt, starb den 19. März. Spanische Weine direct bezegen, v»n ftrztticber Seite em- pfotiea, zu billigste« Preise. Rheinweine (Ober-Ingelheimer Rothweln, Hochheimer Weisewein) und Moselweine. der Stadt Gieße«, «ufgobote. März: 20. Baltbaser August Martin Ludwig Len», Restaurateur dahier, mit Thekla Wagner zu Grünberg. 20. Friedrich Karl Gemmecker, Buchhalter dahier, mit Mathilde Margarethe Sophie Bastert Hierselbst. 23. Heinrich Belz, Gärtner dahier, mit Anna Marte Julie Auguste Christine Wilhelm Hierselbst. 24. Philipp Friedrich Faatz, Bierbrauer dahier, mit Ernestine Luise Clara Krug tzierselbst. 24 Theodor Schiermann, Postassistent dahier, mit Anna Theodore Pauline Zick zu Marburg. 24. Johann Heinrich Wagner, Pfarrverwalter zu Lengfeld, mit Elisabeth Friederike Theodore Patz Hierselbst. 24. Johann Michael Kiesecker, Schreiner dahier, mit Susanne Henriette Karoline Schneller Hierselbst. 24. Heinrich Ludwig Gebauer, Restaurateur dahier, mit Elise Hansel hierselbst. 25. Louis Todt, Postasststent dahier, mit Ernestine Luise Johanna Hausmann 8“, djweße. 25. Heinrich Carl Schwarz, Steuer-Assessor zu Mainz, mit Wilhelmine Dorothea Stein hierselbst. SbdOlUfttnmtn. _ ic 20* Kaspar Heinrich Linkmann, Schlaffer dahier, mit Georgine Diehl hierselbst. 23. Bernhard Dosch, Friseur dahier, mit Beatrix Kron hierselbst. 25. Friedrich Schieh, Wirth dahier, mit Elisabeth« Schrimpf hierselbst. 25. Karl Eduard Ludwig Heuser, Kaufmann dahier, mit Johanna Lyncker zu Schiffenberg. OtSotnu. "Mörz: 14. Dem Htlfsbremfer Heinrich Kümmel eine Tochter. 16. Dem Schuhmachermeister Jacob Friedrich Wilhelm Weißenbach «in Sohn, Georg Ludwig. 16. Dem Schneider Robert Gärtner ein • °ir ‘ . Dem Metzger und Wirth Georg Kraft eine Tochter, Euise. 18. Dem Buchdruckereibefitzer Heinrich Hollmann eine Tochter. 19. Dem Tagtähner Franz Schadrowski ein Sohn. 19. Dem Universitäts-Professor Dr. Reinhard Anton Brauns ein Sohn, Walther Hans Karl Ferdinand. 20. Dem Telegraphist Johannes Schad ein Sohn. 20. Dem Stationsgehilfen Jakob Fischer ein Sohn. 20. Dem Heizer Heinrich Weber ein Sohn. 21. Dem Hutmacher Hermann Nagel eine Tochter. 21. Dem Spengler Wilhelm Rühl eine Tochter. 23. Dem Buchbinder Heinrich Sann ein todtgeborenes Kind weib- «chen Geschlechts. 25. Dem Metzger und Wirth Heinrich Knorr ein todtgeborenes Kind weiblichen Geschlechts. ___ März: 21. Babette Formhals, geb. Schmidt, 58 Jahre alt, Wittwe von Postschaffner Heinrich Lorenz Formhals dahier. 22- Eltsabethe Will, 62 Jahre alt, Wittwe von Landwirth Georg Will zu Oberbiel. 25. Philipp Marx, 64 Jahre eit, Landwirth dahier. 25. Christine Petersen, 2 Monate alt, Tochter von Schneider Christian Petersen dahier. 26. Friedrich Meckel, 5 Monate alt, Sohn von Schneider Friedrich Meckel dahier. (Fr. Reitz) St« Kleid zu waschen . Mk. 2,— Weste zu waschen Feinot spanischen wie auch deutschen Cognac. Auszug aus den Airchenbüchern der Stadt Gieße«. Evangelische Gemeinde. Getränte. MarkuSgemetnde. Den 22. März. Kaspar Heinrich Linkmann, Schloffer zu Gießen, und Luise Georgine Diehl, Tochter von Kalkbrenner Jakob Diehl zu Gießen. Den 25. März. Ludwig Heuser, Kaufmann zu Offenbach a. M., und Johanna Lynker, Tochter des Pachters Karl Lynker zu Schiffenberg bei Gießen. Johannesgemeinde. Den 25. März. Friedrich Schieß, Wirth zu Gießen, ein Wittwer, und Elisabetha Schrimpf, Tochter des Schneidermeisters Heinrich Schrimpf zu Heblos. Getroste. Matthäusgemeinde. Den 21. März. Dem Conditor Louis Weiffenbach zu Saar- Seltersweg 82. 3066 4 tücht. Bauschlosser nach Gießen, 1 tücht. Schmied nach Auswärts, 4 Schuhmacher nach Gießen, 1 tücht. Rockschneider, 1 tücht. Rock- und Hosenschneider, 2 Bau- und Möbelschreiner, 2 tücht. kräft. Fahrburschen, 2 Lauffrauen, ««gebot der Arbeitnehmer. 1 Buchbinder, 2 Installateure, 2 Bauschlosser, 2 Lauffrauen, 2,50 Gardinen ä Blatt 0,70 Bekanntmachung. Anmeldungen zum Bezüge der Schottischen Stistungszinsen haben bis zum 10. April d. Js. bei dem Armenamt zu erfolgen. Gießen, ben 27. März 1897. Tadellose Ausführung. — Schnellste Lieferung. Annahmestelle für Gießen und Umgegend: Marktstr. 14, im Laden. /Lin Stück Land sofort zu ver- pachten, dasselbe auch zu verkaufen. Kaplaneigaffe 11. [2241 !6fatte 9,h. Hube der ,u toöhbetn Verkehr, fxmb* unb Volkswir'Lhfchaft^ Gieße«, 27. März. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 1,0k—1,10, Hühnerei'r pr. 6t 5 2 St. 0-C0 A, Enteneier 5-6 2 @t 0 A, Gänsi- eier pr. St. 10—11 A, Käse pr. St. 5—7 H, Käsematte pr. St. 3 4, Erbsen pr. Liter 16 H, Linsen pr. Liter 27 H, Taubm pr. Paar X 0,90 bis 1,00, Hühner pr. Stück 1,20 bis 1,40, Hahnen pr. Stück X 1,90-1,50, Enten pr. Stück X 1,70-2.00, Gänse pr. Pfund X 0,00—0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 H, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60—66 H, Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bis 66 H, Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70 A, Kalbfleisch pr Pfd. 50-00 A. Hammelfleisch pr. Pfd. 50—65 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,50 btl 5,00 X, Weißkraut pr. Stück 0—00 Ai Zwiebeln pr. Gentner X 5,50—6,50, Milch pr. Liter 16 A* Badeort oder Sanatorium? Vorschriften gibt heMe jeder Arzt seinen Patienten, die einen Kurort aufsuchen. Diese ärztlichen Vorschriften collidiren aber nicht selten mit den Interessen der Hotel- unb Logirwirthe, auf die Die Patienten angewiesen find. Darf man fich da wundern, wenn die wohlgemeinten ärztlichen Rathfchläge oft Nichts fruchten? Ganz anders gestaltet sich der Aufenthalt in den Sanatorien. Hier wird die Individualität deS Patienten auf das Eingehendste berücksichtigt, auch fehlt es nicht an Verständniß für die ärztlichen Vorschriften. In bhfem Sinne ist Sotzmann'4 Ralurheilanstalt Wilhelmlhähe bei Casiel (Aerzte: Dr. med. 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Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garteustraste S. ll< w** fit V'Seä neiftet ■tat 1111 «»(tau tat®* f Sich, "'««•i mit bti " Suhrmaun unb Wkchen, fo Q6Jufteigtn. Am Sche 1 neben betn nQ? d-wselben an. ültn der an dem ’°4 ewparlprttzte. M Mort M Wann findet dieses Jahr die Eub- misfion der Geräthschaflen zur Städtischen Straßenreinigung statt? Dieselbe liegt im Interesse eines jeden Steuerzahlers. 3076 Mehrere Interessenten. 3067] Kost und Wohnung, sowie bürgerlicher Mittagstisch bei Metzger Schmidt, Löwengasse 12. «bschleifen und Schrift Ver» golden von Grabsteinen, sowie alle Gartenarbeit wird bestens besorgt. An- meldungen Eounenstr. 8, Hinterh. zoso ^^ermiethungen^^ 3085] Neubau Hammstr. 14 Wohnung m. Gartenanth, sow. Wohn. m. a. Bequeml. Lahnstr. 14 zu verm. Labnftraße 14. 3075] Der mittlere Stock, 4 Zimmer nebst Zubehör, zu oermiethen. ___Dammstraße 24. 3055] In meinem Neubau, Moltte- stratze, find drei Wohnungen von 6 bis 9 Zimmern zu oermiethen. Auf Wunsch mit Pferdestall. P. 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