Rr> 74 Drittes Blatt. Sonntag den 2R März 1S97 Sie Gießener A-Mtkieavkälter werden dem Anzeiger »Hchmtlich dreimal beigelegt. Der Wiener Anzeiger erscheint täglich, xtt Ausnahme deS Montag». Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. vierteljähriger > Avonnemeutsprek«» 2 Mark 20 Pfg. mH Bringerlohn. Durch die Post bezogt« 2 Mark 50 Pfg. Bedaction, Expedition und Druckerei: Kchulstratze Ar. 7» Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt für den Tireis Gieren. felgenbm Lag erscheinenden Nummer bi» Bonn. mui," | Gratisbeilage: Gießener Aamilienötätter. I ,3„7, Abonnements - Einladung. Zum Bezug des „Gietzenee Anzeige^ für das 2. Vierteljahr 1897 laden wir hiermit ergebens! ein. Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer den Thatsachen entsprechender Weise zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten der zuverlässigsten telegraphischen Nachrichten-Bureaus sowie zahlreiche Mittheilungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorkommnisse in demselben aus dem Laufenden. Uitterstütztdurch an allenOrtender Provinz Oberhessen ansässig e Berichterstatter, ist der „ Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Vorgänge in der Provinz so fttihzeitig tote möglich jur Kenntniß seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des Anzeigers zu Theil werden. Der in der Provinz Oberhessen betriebenen Landwirthschaft wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wissens- werthen aus dem Gebiete derselben besondere Berück- sichtigung zu Theil werden lassen, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahrungen in Haus- wirthschaft, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Ein gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Artikeln ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten Unterhaltungsstoff bieten. Außerdem werden die „Gietzener Familienblätter", welche dem Anzeiger wöchentlich 3 mal beigelegt werden, und die stets ein gewähltes Feuilleton als Unterhaltungsstoff bringen, namentlich im Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswärttge Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu wollen. Neuhiuzutretende erhalten vom Tage der Bestellung bis 1. April den Anzeiger kostenfrei zu- gestM, wie wir auch gerne bereit sind, Probe- dkummern nach auswärts postfrei zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, den Anzeiger weitersenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen, falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. Hochachtend Verlag des „Gießener Anzeiger" Brühl'sche Univ.-Buch- h. Steindruckerei (Pietsch & Scheyda). Ilmtiicbcr Theil. Grotzherzogliche Fachschule Erbach u O. Das Sommersemester beginnt am 26. April. Unterrichtet wird von drei Fachlehrern und zwei Hilfslehrern in folgenden Lehrfächern: Freihand- und Ltnearzeichnen, kunstgewerbliches Zeichnen und Entwerfen, Modellireu nach ornamentalen und figürlichen Motiven, Borträge über plastische Anatomie, Stillehre, Materialtenkunde, Aufsatz, Buchführen, Rechnen, Geometrie, Veranschlagen und Wechsellehre- Schnitzen, Drehen und Fa^ounireu in Elfenbein, Horn, Holz, Perlmutter, Schildpatt; Kerb- und Flachschnitt, Holzbrand, Einlegearbeit (Intarsia, Boulle), Cifelireu in Silber, Treiben in Kupfer, Montiren in Edelmetall in Verbindung mit Elfenbein, Glas, Achat u. s. w. Der Unterricht wird durch eine reiche Modell- und Borbildersammlung, sowie gut au-gestattete Werkstätten unterstützt Das Schulgeld beträgt zehn Mark im Halbjahr. Unbemittelten Schülern kann die Entrichtung deS^Schul- gelbes nachgelaffen, sowie Auswärtigen der Besuch der Schule durch einen UntersttktzungSbeitrag erleichtert werden. Bei Gesuchen um Gewährung der einen oder anderen Art dieser Erleichterungen werden neben der Vermögenslage des Schülers auch die BermögenSverhältniffe der HeimathS- gemeinde oder das Vorhandensein geeigneter Stiftung-Mittel in Betracht gezogen. Anmeldungen und Gesuche nimmt der unterzeichnete Hauptlehrer entgegen und ist auch zur weiteren Auskunft gerne bereit. Erbach, im März 1897. Der Vorsitzende des AuffichtsratheS: S t e g m ü l l e r. Der Großh. Hauptlehrer: Görtg. Deutsch er Reichstag. 198. Sitzung. Freitag den 26. März 1897. Am BundeSrathStische: StaatSsrcretär Frhr. v. Marschall, v. Göhler, Hollmann, Graf Posadowsky. Auf der Tagesordnung steht die dritte Lesung deS Etats. Abg. Liebknecht (Soc): Man habe die Schuld an der „JltiS"- Katastrophe durch Erregung einer patriotischen Entrüstung zu umhüllen gesucht. Statt einen authentischen Bericht zu veröffentlichen, habe man einen socialdemokratischrn Redacteur in Anklagezustand versetzt, well derselbe der allgemeinen Meinung in der Marine entsprechend den Zustand der „Iltis" als schon längst seeuntüchtig hingestellt und es getadelt habe, dah ein solches Schiff noch hinauS- gefandt worden fei. Contreadmiral Büchse! erwidert, der „Iltis" sei in jeder Beziehung vollkommen seetüchtig gewesen. Das ergebe sich auS dem Bericht deS letzten Commandanten des „IMS" und daran könntm auch die stückweisen Aeuherungen nichts ändern, welche Liebknecht aus dem Bericht eines früheren Commandanten verlesen habe, um so weniger, als inzwischen auf dem „Iltis" Verbesserungs-Umbauten stattgefunden hätten. Abg. Lieber stellt noch infolge einer Aeuherung Liebknecht« an der Hand einer Statistik fest, daß die Zahl der auf den Werften strafweise entlassenen Arbeiter eine sehr geringe sei und dah kein Arbeiter wegen seiner politischen Gesinnung allein entlassen sei. Damit schließt die Generaldebatte. Bei dem Etat des Reichstags befürwortet Abg. Richter seinen Antrag auf Gewährung von Diäten und Reisekosten an bk Mitglieder des Reichstages. Die schwache Präsenz, welche durch den Diätenmangel mitverschuldet werde, verlängere die Sessionen. Die Einführung der fünfjährigen Wahlperiode habe für alle Erwerbs- thätigen die Nachtheile aus der Annahme einer Wahl noch erschwert. Abg. Bassermann erklärt die Zustimmung deS größeren Thetls der Nationalltberalen zu dem Anträge. Der Soctaldemokrati« und ihrer Vertretung im Reichstage erwachse au8 der Dtätenlostgkett kein Nachthetl. Den Schaden habe jetzt hauptsächlich der Mittelstand, der des Diätenmangel« halber außer Stande sei, eine Reihe tüchtiger Personen aus seinen Mitgliedern in den Reichstag zu schicken. Abg. v. Kardorff erklärt Namens der Reichspartet, diese bleibe auf ihrem bisherigen Standpunkte und lehne den Antrag ab. Die Diätenlosigkeit sei das Correlat des allgemeinen gleichen Wahlrechts, und dieses Correlat abzuschaffen, würde ein schwerer Fehler der Regierungen sein. Im Uebrigen sei c8 bezeichnend, daß die Linke hier die Verfassung ändern wolle. Abg. Gröber (Ctr): Die Herren rechts hätten selber vor fünf Jahren die Verfaffung geändert durch Verlängerung der Legislaturperioden. Das sei einer der schwersten Eingriffe, eine schwere Beeinträchtigung deS Wahlrechts gewesen. (Lebhafter Beifall.) DaS Centrum stimme für den Antrag. Abg. v. Levetzow erklärt, die Conservattven würden gegen den Antrag stimmen. Nicht die Diäten müßten die Abgeordneten in dieses Hau« treiben, sondern vielmehr ihr Pflichtgefühl. Abg. Singer (Soc.): Herr von Kardorff sollte doch am wenigsten gegen die Diäten stimmen. Als Ernsi Kell einmal für die „Gartenlaube" eine Enquöte über die Gründer veranstaltete, da hat ihm Herr v. Kardorff geantwortet: „er habe sich an Gründungen betheiligt, um ohne Vermögensverlust als Gesetzgeber thätig sein zu können." (Große Heiterkeit.) In namentlicher Abstimmung wird der Antrag Richter mit 179 gegen 49 Stimmen angenommen. Von den Nationalltberalen stimmten mit Nein: v. Bennigsen, v. Cuny, Hoffmann-Dillenburg, Feuilleton. Wochendriefr ans der Residenz. (Originalbericht des „Gießener Anzeiger«"). Z. Darmstadt, 25. März. Die Centerrarfeier in der Residenz. (Sin paar herrliche Tage, in denen die nationale Gesinnung und patriotische Begeisterung die schönsten Früchte hrrvorbrachte, hat die Residenz hinter sich. Die Stadt- Verwaltung hatte, wie schon letzthin berichtet ward, ihr Möglichstes gethan, um die Feier zu einer recht allgemeinen, Allen zugänglichen zu gestalten, sie hatte ihren Bediensteten und Arbeitern einen Feiertag gewährt und mit diesem Bei- spiel viele Ladeniuhaber und GeschästSbefitzer zu gleichem Thun angeregt. Daher kam es, daß bet der Feier alle Stände, Hoch und Gering, in gleicher Weise zahlreich ver- treten waren. Die Stadt selbst hatte für die Tage ihr schönstes Festkleid angelegt, alle Straßen, selbst in den ent- legensten Stadtvierteln, zeigten reichsten Flaggenschmuck und in dem HauptgeschäftSquartier waren die Schaufenster der Läden in der finnigsten Weise mit den Bildern des großen Kaisers, seiner erhabenen Mutter u. a. in hübschem Korn- blumenschmuck geziert. Der Sonntag Morgen gehörte der kirchlichen Feier deS TageS. Die Truppen zogen mit klingendem Spiele und ihren Fahnen nach den Kirchen, wo der Bedeutung des Festes entsprechende Ansprachen gehalten wurden. Die vier Krieger- und Mtlttärvereine Darmstadts stammelten fich Morgens um ihre Fahnen bei dem LaudeS- Krieger-Denkmal und marschirten in geschloffenem Zuge unter Borantritt der Capelle deS Artillerie Regiments Nr. 25 nach der Stadtcapelle, wo Professor Trümpert eine mächtig zu Herzen gehende Gedächtnisrede hielt. Davach begaben fich die Vereine nach dem Paradeplatz zurück und nahmen die Parade-Aufstellung ein, der BezirkSvorfitzende Engel überreichte dem in Parade-Uniform erschienenen 1. Präsidenten der „Hassia", Oberstlieutenant CaSparh, den Rapport, worauf dieser unter den Klängen deS PräsentirmarscheS die Front abschritt. Danach hielt dieser eine ächt soldatischmarkige Ansprache und brachte ein Hurrah auf Kaiser und Großherzog auS. Die Krieger, welche sämmtlich Orden und Ehrenzeichen angelegt hatten, sormtrten Zugcolonnen und defilirteu darauf in strammem Parademarsch an dem Präsidenten vorüber. Den Mittelpunkt der von der Bürgerschaft veranstalteten Feierlichkeiten bildete der in Ihrem Blatte bereits kurz geschilderte Gedächtnißact, bei dem Professor Harnack von der hiesigen technischen Hochschule die Festrede hielt. Nachgetragen sei nur noch, daß neben den vorzüglichen Darbietungen der unter W. de HaanS Leitung stehenden Gesangvereine (Musikverein und Mozartverein) ein von dem Vorsitzenden deS hiesigen Journalisten- und Schriftsteller- Vereins, HerrnOberstlieuteuant Gab verfaßtes, tiefempfundene» ^und von Frl. EichelShetm, dem geschätzten Mitglied unserer Hofbühue, meisterhaft vorgetragenes Festgedicht den lebhaften Beifall der nach Tausenden zählenden Versammlung fand. Der Sonntag-Abend sah die gesammte Bevölkerung Darmstadts in den verschiedenen Festsälen der Stadt: Im „Städtischen Sa al bau" sprach Herr Oberbürgermeister Morneweg, wo Geh. Hofrath Wünzer und Fräulein Borcher von der Hofbühne ihre Kunst ebenfalls In den Dienst des Patriotismus gestellt hatten- im „Kaisersaal" sprachen Stadtverordneter Wolfskehl und Hauptmann Waldecker, dort wirkten Frl. Orth, Mufikdirector Hall - wachs und zwei Gesangvereine mit. Im „Schützenhof" hielt Professor und Landtagsabgeordneter Friedrich die Festrede, auch Hugo Edward wirkte hier bei der Feier mit, im „Orpheum" redete Beigeordneter Jäger, in der „Turnhalle" Stadtverordneter Bernhardt und im „Chausseehaus" Bürgermeister Köhler, überall in den genannten Localen erhöhten die Capellen der hier liegenden Regimenter und viele Künstler der Stadt durch ihre Borträge die patriotische Begeisterung. Telegramme an den deutschen Kaiser, an den Großherzog und den Fürsten Bismarck wurden von verschiedenen Versammlungen abgesandt und von den hohen Herrn dankend beantwortet. Der Montag-Morgen sah die Straßen schon früh belebt, von einer festlich gestimmten Bevölkerung. Die Truppen zogen mit lorbeergeschmückten Fahnen und unter voraus spielender Musik zum Paradeplatz, wo große Parade stattfand, die vom Prinzen Wilhelm abgenommen und vom Commandeur der 50. Jnf.-Brigade, Generalmajor v. Bismarck commandirt, einen glänzenden Verlauf nahm. Währenddessen gab eine auf dem Exercierplatz aufgestellte Ehrenbatterie den üblichen Kaisersalut mit 101 Schuß ab. In allen Schulen wurden Festacte gehalten, den Truppen ward die Bedeutung des Tages von ihren Chefs erläutert und sie selbst festlich bewirthet. Die OffizierScorps hielten in ihren CafinoS, die inactiven Offiziere im „BahnhofShotel" Festmahle, die außerordentlich zahlreich besucht waren. Ganz brillant war der am Abend zum Schluß der Feierlichkeiten von 53 Vereinen unter Mitwirkung von sechs Mufikcapellen und sämmtlicheu Spielleuten des Leibgarde-Regiments und der freiwilligen Feuerwehr veranstaltete Festzug, der sein Ende bei einem prachtvollen Feuerwerk am LandeS-Krieger-Denkmal fand. Die Stadt und ihre Bürger dürfen stolz sein auf ihr Fest, das würdiger und erhebender in diesem Rahmen nicht gefeiert werden konnte. Zn mw G Z" eonsumv 3035 , In t. G. mi' G I« konsumv I i ®ie( Es starben an: währt, die au8 Dank für schreiten der Arbeiten der auf 1000 Thaler jährlich deS Kurfürsten«Denkmals 150 Jahre später wurde das schnelle und fehlerlose Fort- Kurfürst für die übrige Zeit dann erhöhte. Danach hat der Bildner etwa 11,000 Thaler erhalten. — I artigerem Character, da sie in diesen Gemeinden allein 30 refp. I 8 Opfer forderten. Scharlach hatte ein« nur geringe Verbreitung gewonnen und I kam in gehäufteren Erkrankungen nur in Gießen und Nonnenroth I vor, 2 Kinder sind daran verstorben. In zahlreichen Gemeinden waren ferner die Bräunekrankheitcn, I DiphlheritiS «erd Croup aufgetreten, an den meisten Orten nur I in vereinzelten Fällen, in epidemischer Weise aber in Gießen, Grün- I berg, Alten-Buseck, Stangenrod und Londorf. Es sind aus dem I Kreise 472 Erkrankungen gemeldet worden, wovon 34 — 7% ge- I storben sind oder von 10000 Einwohnern 4,3; letztere Ziffer bleibt I unter derjenigen für das Großherzogthum im Jahre 1895 berechneten | mit 4,7 etwas zurück, wie denn überhaupt die Mortalität der I Diphtheritis seit dem Jahre 1895 gleichzeitig mit Einführung der Heilserum-Behandlung ergeblich gesunken ist (1894 starben noch 12,0 I von 10 000), was noch des Näheren aus der am Schluffe stehenden Tabelle ersrhm werden wolle. Der Ke«chh«fle» hatte wie im Vorjahre nur geringe Verbreitung in einzelnen Orten und zeigte gutartigen Verlauf, da nur 6 Todesfälle als Folge dieser Krankheit gemeldet sind. Erkrankttnsen an Unterleibstyphus sind 12 zu amtlicher Keuntniß gekommen, nämlich in Queckborn 1, Gießen 2, Hungen 1, | Ruttershausen 2 (in einer Familie) und in Lollar 6, daran gestorben 1; außerdem starben in der Klinik 2 typhuskranke Kreisfremde. Von minder wichtigen ansteckenden Krankheiten seien genannt 9 Todesfälle an Rose, 3 an Syphilis und 4 an Kindbeltfieber; nicht fieberhaften Erkrankungen im Wochenbett erlagen 11 Frauen. Unter den übrigen vorherrschenden Krankheiten als Todesursache, welche statistisch bearbeitet werden, nimmt wie immer die Tuberkulose die erste Stelle ein; sie hatte im Berichtsjahre im Ganzen 263 Sterbefälle — Vs aller Verstorbenen veranlaßt (1895: 256), davon treffen auf Luugeutuberkulose oder Lungen- schwindsncht 198, d. h. es sind V? aller Verstorbenen oder 25,4 von 10,000 Einwohnern dieser Krankheit erlegen, eine im Vergleiche mit früheren Jahren, z. B. 1880 mit 29,9°/«», immerhin noch mäßig« I Quote; bei den übrigen 65 Fällen war die Tuberkulose von anderen inneren Organen ausgegangen. Eine selten niedere Zahl von Todesfällen lieferten diesmal die acuten Erkrankungen der «1H. mungsor-ane (Lungenentzündung, -Catan he einschließlich Influenza), nämlich 178 oder 22,2 von 10,000 Lebenden gegenüber den Vorjahren, welche, zum Theil unter dem schädigenden Einflüsse der epidemischen Influenza stehend, die Zahlen 193, 297, 288, 297 aufweisen. Die Sterbesälle an Gehirnschlagslutz mit 45, an Herzkrankheiten mit 64, aeuten Magen- und Darmeulzüud- uugen 36, Abzehrung der Kinder 14 und angeborener Lebens schwäche 41 bleiben mit den Zahlen der Vorjahre ziemlich auf I gleicher Höhr. An bösartigen NeubUdungen, Krebsgeschwülsten, starben 89, I davon Kreisangehörige 62; bei 169 wurde Altersschwäche als | Todesursache genannt, unbekannt blieb sie bei 81, und an allen I übrigen, vorstehend nicht genannten Krankheiten sind 226 Personen I gestorben Eines gewaltsamen Todes verstorben sind 64 (im Dor- I jähre 40), davon Kreisangehörige 43 oder 5,5 Voto der Lebende« und I -war 34 durch Verunglückung, 19 durch Selbstmord und 1 durch I Mord. jährlich 3000 Thaler, damit er sorgenfrei sich nur dieser Arbeit widmen könne. Außerdem wurden ihm nach Vollendung des Denkmals noch 20,000 Thaler zugewiefen. Danach hat Rauch als Künstlerhonorar für das FrtedrichSdenkmal im Ganzen 56,000 Thaler erhalten. — Reinhold BegaS empfing für feine Schöpfung eine Million Mark. Wie seltsam I eS nun auch klingen mag, so kommt im Verhältniß BegaS I doch erst an letzter Stelle, sobald man als Maßstab die Ge- I sammtkosten der Werke nimmt. Da sehen wir Rauch an der Spitze, deffen 168,000 Mk. etwa ein Viertel der 720,000 Mk I betragenden Gesammtkosten des Friedrich-Denkmals auS- wachten. Mit einem Siebentel folgt Schlüter, da das Kur- I fürsten-Denkmal etwa eine Viertel-Million erfordert hat, und I ih» erst schließt BegaS sich an, dem ein Achtel deS auf acht Millionen veranschlagten Werkes zugefallen ist. e ein rnfammenlegbare« KriegSfahrrad ist nach der I „Münch. Allgem. Ztg." angefertigt, versucht und brauchbar I befunden worden. ES ist ein 16>/z Kilogramm wiegendes Zweirad, das sich Zusammenlegen und mit einem Riemen, ähnlich wie der Tornister, auf dem Rücken befestigen laßt, nur 68 Lentimeter hohe Räder hat, in einer Minute zusammengelegt und in ebenso viel Zeit wieder fahrbar gestellt werden kann. Der Mann kann, ohne daS Fahrzeug zu verlassen, zwischen beiden Rädern stehend, seine Feuerwaffe gebrauchen. Mau glaubt, ohne Gefährdung der Sicherheit eine Einschränkung deS Gewichts anftreben zu können. * Ei»e hundertjährige. In Landshut lebt noch eine Zeitgenossin Kaiser Wilhelms I., Fran RegierungS- und Kreis- baurathswittwe G areiS. Die Dame ist in demselben Jahre I wie Kaiser Wilhelm, am 1. August 1797, zu Culmbach ' geboren. Sie ist zur Zeit noch im Staude, ihre Zeitung ohne Brille zu lesen. * ein Blitzzug in bei Worte! vollster Bedeutung. Eine Erfindung des EisenbahuingenieurS F. A. Behr wacht gegen wärtig in technischen Kreisen großes Aufsehen. Behr will einem Bahnzuge 90 bis 150 (englische) Meilen Geschwind««, keit in der Stunde geben. Diese Erfindung ist nicht bloß ein theoretisches Projekt, sondern thatsächlich erprobt. Zwei kurze Etsenbahnstreckeu, eine in Irland und eine in Frank- reich, find bereits nach dem Behr'ichen System erbaut und bewähren sich in jeder Hinficht. Jede dieser Strecken Ist zehn Meilen lang, die Fahrzeit ist vier bis fünf Minuten. Eine gleiche Bahnlinie erbaut jetzt auch Belgien, damit dieselbe ein sensationelles Zugstück bet der nächsten Brüffeler Ausstellung bilden soll. Die Neuerung auf dieser belgischen Bahn im Vergleich zu den beiden ersterwähnten in Frankreich und Irland wird fein, daß die Locomotive mit Elec« tricität getrieben wird. Behr hofft damit eine Schnelligkeit von 150 Meilen in der Stunde zu erreichen. Die Züge dieses Bahnsyftems werden von zwei Locomotive» gezopen. Diese Erfindung, welche nach dem Zeugniß der Sachverstän digen wirklich leistet, was fie verspricht, würde bet allgemeiner Anwendung eine Umwälzung unseres Eisenbahnverkehrs zur Folge haben. Unbedingt aber würde fie verlangen, daß Bahnlinien in möglichst gerabtr Richtung an» zulegen find, mit möglichster Vermeidung aller Eurven, da an diesen bei so großer Schnelligkeit auch die Gefahr einer Entgleisung um so größer wird. * Künftlerhonorare. Ueber die Künstlerhonorare, die für die Berliner Denkmäler des Kurfürsten Friedrich Wilhelm, Friedrichs II. und Wilhelms I. bezahlt worden, schreibt die „Tägliche Rundschau": Drei Namen, jeder mit einer bedeutsamen Zeit in der Entwicklung Berlins nm knüpft, treten uns da entgegen: Schlüter, Rauch und BegaS. Der erste und alsbald auch genehmigte Entwurf für daS Kurfürsten-Standbild stammt aus dem Jahre 1696. Schlüter erhielt von dem über den glücklichen Entwurf hocherfreuten Kurfürsten Friedrich, nachmaligem König Friedrich I., sofort ein „Gnadengeschenk" von 2000 Thaler». Außerdem wurde ihm, der ja damals den großen Umbau des SchloffeS zu leiten hatte, für die Oberleitung des DenkmalSbaueS für die ersten drei Jahre eine Zulage von je 800 Thalern ge- GroßhcrzoglicheS Kreisgefundheitsamt Gießen. Dr. Haberkorn. Friedrich II. ein Denkmal gesetzt. 12 Jahre währte die Bauzeit. In dieser Zeit erhielt Ranch Tabelle Über die Todesfälle an epidemischen Krankheite« in den letzten 10 Jahren. Marquardsen, Münchferber, Merz, Paasche, Placke, DreSler, Weber- Heidelberg. Außerdem stimmte« mit Nein nur noch Confervative und Reichspartei. Der confervative Abgeordnete Jakobskötter enthielt fich der Abstimmung. Bei dem Etat des Auswärtigen Amts bringt Abg. Bebel die in Barcelona gegen politische Gefangene aus- geüdten Torturen zur Sprache, besonders betonend, daß auch mehrere Deutsche dabei betheiligt seien. StaatSseeretär v. Marschall: In Barcelona sind bekanntlich in den letzten Jahren zwei schwere Attentate vorgekommen; das letzte, ein Bombenattent, im Juni 1896, welches nach dortiger Annahme auf Anarchisten zurück,uführen ist, hat zahlreiche Verhaftungen zur Folge gehabt. Darunter befindet sich nur Einer, NamenS Häffel, deffen deutsche Nationalität zweifellos nachgewiesen ist. Ueber einen Anderen, NamenS Wald, schweben noch Erhebungen; es ist nicht unwahrscheinlich, daß in Folge zehnjähriger Abwesenheit seine deutsche Nationalität verloren gegangen ist. Der Heinrich Häffel hat ein bewegtes Vorleben, er ist schon in Deutschland wiederholt bestraft worden wegen Bettelns, Hausfriedensbruchs und 1889 ist er auS Magdeburg befertirt. Wie Generalconsul Linden berichtet, ist er auch in Spanien wiederholt bestraft, einmal wegen Kirchen- günstigste mit 286 lobten; von ben Monaten brachte der Oeioder die wenigsten Todesfälle, 84, darunter 58 Erwachsene, der März die größte Zahl 180, darunter 100 Erwachsene, und zwar ist die erhöhte Sterblichkeit im FrühlingSmonate durch häufiger auftretende, tödtlich verlaufend« acute und chronische Erkrankungen der Lungen bedingt. Nach Altersklasse« geordnet starben: im 1. Lebensjahre: 252 — 18,0 •/„ „ 1.—15. , 229 — 16,4 „ . 15.-60. , 497 = 35,6 , Über 60 Jahre alt: 418 — 30.0 , Summe: 1396 Die Sterblichkeit der Säuglinge mit 262 ist gegenüber dem Vorjahre mit 247 nur wenig, diejenige dagegen der Kinder über 1 Jahr erheblich vermehrt: 229 gegenüber 173 in 1895, und beruht diese Erscheinung auf auSgebreitetem Auftreten von Kinderkrankheiten, in erster Linie der Masern und in geringerem Grabe ber Bräun«- krankheiten, während die Todesfälle der acuten Magen- und Darmkrankheiten, welche das Kindesalter ganz besonders zu gefährden pflegen, gegen das Vorjahr etwas herabgegangen find, von 37 auf 29. Den Jnseclionskrankheite« im Ganzen erlagen 126. nach Abzug der Kreikfrernden: 109, ober von 10,000 Lebenden 14, trotz vorstehender Bemerkung eine sehr günstige Ziffer. Von den Maser« war die Jugend einer ganzen Reihe von Gemeinden befallen, fie wurden beobachtet, nach der Folge ihres Auftretens geordnet, in: Dorf-Güll, Gießen, Lich, Nonnenroth, Heuchelheim, Klein-Linden, Wieseck, Climbach, Annerod, Steinbach, Stockhausen, Lollar, Albach, Garbenteich, Oppenrod, Hausen, Ober- Bessingen, Großen Buseck, Rödgen, Lindenstruth, Langd, Villingen, Rüddingshauien und Harbach, hatten im Ganzen 60 Todesfälle hn Gefolge, waren aber nur in Gießen und Klein Linden von bös- Spirfflns,offe:5-^ L |G I U 11 Man schreibe um Muster »ll« g ■ ■ MA I ■ Angabe bt« Gewünschte». A> von Elten & Keussen, Fabrik und Handlung, Crefeld. raubeS. Als er das letzte Mal aus dem Gefängnisse entlaßen wurde, wurde ihm aufgegeben, nicht mehr nach Barcelona zurückzukommen. Trotzdem hat er dies gethan, und als er nach dem letzten Attentat dort aesehen wurde, wurde er als gefährlicher Mensch verhaftet. Nach der dortigen Gesetzgebung besteht beim Belagerungszustände, der über Barcelona verhängt ist, unbeschränkte Gewalt, Jemanden auf unbestimmte Zeit in Gewahrsam zu halten. Daß Hüffel im Ge- fängniß mißhandelt sei, ist nicht erwiesen. In acht Briefen, die er an ben Generalconful auS bem Gefängniß gerichtet, spricht er kein Wort davon, daß er mißhandelt sei. Es ist auch nicht zutreffend, daß unser Generalconsul fich seiner nicht angenommen habe. Letzterer hat sich mit ihm und dann mit dem commandirenden General in Verbindung gesetzt und auch erzielt, daß Hüffel, wenn das KrieaS- gericht gesprochen und nichts besonderes gegen ihn oorliege, entlassen werde. Mehr konnte nicht geschehen. Dahin kommt in Betracht, baß Hüffel Deserteur ist. Ich will nicht sagen, daß ein solcher ohne Weiteres schutzlos sein soll. Aber wer sich seinen Pflichten gegenüber dem eigenen Lande entzieht, Der kann auch kaum denselben Schutz beanspruchen, wie «in Anderer, der diese Pflichten erfüllt hat. (Beifall rechts). Wenn concrete Rechtsverletzungen vorliegen, dann werden wir ja einfchreiten, aber sonst besteht für uns der Grundsatz, wenn eS fich um einen Deserteur handelt, unS auf daS Nothwenbigste zu beschränken. Abg. Liebknecht ist bavon nicht befriebigt. Englanb nahm das Interesse der Engländer im Auslande ganz anders wahr. Abg. Bebel geht auf die Kreta-Frage ein und verlangt Auskunft darüber. Staatssecretär v. Marfchall: Der Reichskanzler werde darüber I Auskunft geben, sobald die Zeit dazu gekommen sei. Dann werde auch der Zeitpunkt da fein, Kritik an der diesseitigen Politik zu üben. Abg. Bebel: Daß fich der Reichstag so von dem StaatSseeretär abspeisen lasse, entspreche nicht seiner Würde. StaatSseeretär v. Marschall: Bei schwebenden Fragen ist es nirgends Gebrauch, Auskunft zu verlangen, ohne sich zu vergewissern, I ob ber Stanb der Dinge die Ertheilung der Auskunft zuläßt. Beim Colonialetat erklärt auf eine Anfrage Bebels der Director I der Colonialabtheilung v. Richt Hof en: Die Angelegenheit Peters I komme am 24. April vor der Disciplinarkammer zur Verhandlung. I Beim Etat des Reichsamts des Innern befürwortet Abg. Schultz-Lupitz eine Resolution betr. Errichtung einer I landwirthschaftlich-technischen Reichsanstalt für Bacteriologie und I Phytopathologie. Staattzfecretär v. Bötticher hält es nicht für zweckmäßig, so | berechtigt auch die Ziele der Resolution seien, deshalb eine Reichs- I •nftalt zu errichten. Das Reichsgesundheitsamt sei ja schon auf I diesem Gebiete thätig; er werde bis zum nächsten Jahre zu ermitteln I fudjen, welcher Weg sich empfehle, ob vielleicht dem Gesundheitsamt I weitere entsprechendere Mittel zur Verfügung zu stellen seien. Nach weiterer kurzer Debatte wird der Antrag Schultz- I Lupitz zurückgezogen. Abg. Schmtdt-Frankfurt (Soc.) plaidirt für Umwandlung I des Reichsverstcherungsamtes in ein selbstständiges Reichsamt und | für eine Fabrikinspection von Reichswegen und Anstellung von I Reichsbeamten für bie Gewerbeaufsicht. Staatssecretär v. Bötticher: Dann müßte erst die Gewerbe- I ordnung geändert werden, da diese die Gewerbeaufsicht den Einzel- I floaten unterstellt. Beschwerden über die Jnspecloren gehörten vor I das Abgeordnetenhaus, eoent. sollten also die Socialdemokraten dafür I sorgen, Vertreter in das Abgeordnetenhaus zu schicken. (Heiterkeit.) I Abg. Wurm: Das würden wir wohl, wenn Sie nur das I Dreiklaffenwahlrecht in Preußen abschaffen wollten. Auf eine Anfrage des Abg. Hahn erklärt Staatssecretär d. Bötticher: von hier aus sei in England I angeregt worden, den S 26 der Washingtoner Beschlüsse über das I Seestraßenrecht noch vor dem 1. Juli, wo die Beschlüsse in Kraft I treten, wieder aufzuheben. Die englische Regierung scheine aber zu I meinen, bis zum 1. Juli werde das jedenfalls nicht möglich fein. I Beim Capitel Canalamt bringt Abg. Hahn abermals die Unterbrechungen im Fährbetriebe | im verflossenen Winter zur Sprache. Staatssecretär v. Bötticher: DaS Reich hat s. Z. allen An- I forberungen ber preußischen Regierung Genüge geleistet, sogar eine I feste Brücke mehr gebaut und die Fähren sehr viel bester und sicherer I auSgestattet. Soweit wie es die Interessen verlangen, können wir I in der Erfüllung Ihrer Wünsche nicht gehen. So lange der Canal I noch nicht die Betriebskosten deckt, wird der Reichstag schwerlich zu I neuen Bewilligungen bereit sein. Die Canalverwaltung wird jeden- I fall« Alles thun, um billige Wünsche zu erfüllen. Abg. Graf Holstein (conf.) meint, daß hier eine schwere I Schädigung der Adjacenten vorliege. Habe das Reich ein fo großes I Werk aebaut, so müsse es auch die armen Leute schadlos halten. Der Etat wurde bis einschließlich des Ordinariums des Militär- I etats erledigt. Weiterberathung morgen 1 Uhr. Schluß 6 Uhr. Gesnndheitsstand und Sterblichkeit im Kreise Gießen im Jahre 1896. Wie wir vom Jahre 1895 die SterblichkeitSverhältnisse im I Streife Gießen gegenüber früheren Jahren als günstige bezeichnen | konnten, so gilt dasselbe im Allgemeinen auch für das Jahr 1896. I Die Gesamrntfurnme der Verstorbenen betrug 1896, eine Zahl, I welche unter Berücksichtigung der Beoölkerungszunahme in den I letzten 20 Jahren von 65,600 auf 77,800, angenommen für die I Mitte des Jahres 1896, und im Vergleiche mit der für denselben I Zeitraum berechneten Mittelzahl der Todesfälle von 1550 eine sehr niedere ist; im Vorjahre waren noch etwas weniger, nämlich 1351 Todesfälle gezählt worden. Die Sterblichkeitsziffer d. b. das Berbältniß der Verstorbenen zu der Bevölkerungszahl ist 17.94 auf I 1000 Lebende, dieselbe rebucirt sich auf 16,10 °/06, wenn man bie I in den Kliniken zu Gießen verstorbenen 143 Personen, welche dem Streife nicht angehörten, in Abzug bringt. Die in gleicher Weife gefundenen Sterbeziffern für bie vorausgegangenen 5 Jahre von 1891-1895 sind: 21,02-19,69-22.03-17.89-15.97 o/oo. Trennt man, einem erklärlichen Jnteresfe folgend, die Todesfälle in der Kreisstadt von denen der Landgemeinden ab, fo ergibt sich: Für «ließe« die Sterbeziffer 18,17 °00 bei 303 Einheimischen Verstorbenen. Für tze« La«dkrei» die Sterbeziffer 17,8 <>/06 bei 950 Todesfällen. Von den 4 DuattaU« lieferte entsprechend allgemeiner Erfahrung auch im Berichtsjahr« das zweite Vierteljahr die größte Zahl ber eterbfMe, nämlich 894, daS vierte war da« gesundheitlich ' Die Kuhmilch als Nahrungsmittel hat sich gerade in den letzten Jahren wieder den ihr gebührenden ersten Rang unter den Nährmitteln erobert; sie wird von den medi- cinischen Autoritäten ebenso als Genußmittel für Gesunde, wie für ReconvaleScenten, Bleichfüchtige und Scrophulofe als Heilmittel empfohlen^ Der fortdauernde Genuß frischer Milch wirkt jedoch leicht ermüdend, ganz abgesehen o n der damit verbundenen Gefahr der Ansteckung durch die in ihr erhaltenen Krankheitskeime; viele Personen haben sogar einen unüberwindlichen Widerwillen gegen dieses natürlichste aller Nährmittel. Um so dankenSwerther ist el, I daß die Höchster Farbwerke in Höchst am Main — Fabrikanten deS rühmlichst bekannten Migränin — in der Nutrose ein Präparat hergestellt haben, daS de. Etweißgehalt frischer Kuhmilch in Form eines PulverS enthält, welches vermöge feiner leichten Löslichkeit in Bouillon, Milch, Koffee und Cacao genossen oder mit GrieS, Reis und anderen mehlhalitgen Nahrungsmitteln verkocht rotiben kann unb so die erwünschte Abwechselung ermöglicht. — Nutrose ist in Probeschachteln (A 100 Gr.) zum Preise von Mk. 2.— durch bie Apotheken, sowie alle Droguen- unb Coionialwaarenhanblungen zu beziehen. 2006 Wir machen unsere Leser auf bie im Annoncenteil unsere« heutigen Blattes enthaltene Bekanntmachung der Technischen Hochschule zu Darmstadt aufmerksam. Dieselbe gewährt eine vollstänbige wissenschaftliche unb künstlerische Ausbilbung für ben technischen Be- ruf. In befonberen Abteilungen werben Architecten, Bau Ingenieure, Cultur-Jngenieure, Elektro-Jngenieure, Chemiker, Eleclro Chemiker unb Apotheker ausgebilbet; besgleichen in ber allgemeinen Abteilung Lehrer für Mathematik und Naturwissenschaften, sowie Geometer. Auch Fabrikanten, Kunst- und Gewerbetreibenden ist die Hochschule jur Erlangung der erforderlichen Kenntnisse behilflich. Das akademische Studium an brr Technischen Hochschule berechtigt zur Zulassung zur Staatsprüfung für Hochbau, Jngenieurwesen unb Maschinentechnik in sämmtlichen deutschen Staaten, welche solche Staatsprüfungen abbalten. Für die Reichsprüfung der Apotheker ist der Besuch der Technischen Hochschule demjenigen einer Universität gleichgestellt; auch ist der pharmaceuttschen PrüsungScomwiffion zu Darmstadt durch BundeSrathSbeschluß bie Berechtigung zur Er- tbeilung für das ganze Reich gtltiger Approbationen gegeben worden. Die Prüfung für Nahrungsmittel-Chemiker kann jährlich zweimal vor einer von Großh. Ministerium de« Innern unb der Justiz für die Hochschule ernannten PrüfungScommission abgelegt werb n. Di« Vorbereitung zum höheren Staatsdienst des Großherzogthum« Heffen im Kameral- unb Forstfach kann thellweife auf ber Technischen Hochschule erlangt werden; für die Vorbereitung zum Gymnasial- unb Real Lehramt, soweit dieselbe Mathematik unb 9Zaturroiffenf(4aiten betrifft, gilt die Technische Hochschule zu Darmstadt al« ber Universität gleichstehend. Tas neue elektrotechnisch vhyficalische Institut, sowie das neue Hauptgebäude find im Jahre 1895, da« neue chemische unb elektrochemische Institut im Jahre 1896 eröffnet worben. All« diese Gebäude find elektrisch beleuchtet durch eine eigene elektrisch« Centrale ber Hochschule. Masern Scharlach Diphtheritis unb Croup Keuchhusten Typhus 1887 1 5 119 17 5 1888 10 13 61 13 3 1889 8 21 86 2 11 1890 12 4 86 13 6 1891 28 1 100 13 3 1892 2 15 146 3 9 1893 15 16 279 19 5 1894 — 19 187 10 3 1895 7 14 38 8 3 1896 50 2 53 6 3 Krotz Serbin; arbeite: Paulo: Die umfassend« Angebote । Die unterzeichn, einzusehen kinsendung 2 Mark 31 Singet unteTieidjneh April Zuschla 8*: 2584 I klungt tab2Ä€üi8cli PS !. f(jS Itai Wir th Atau Bickel. ®lr «rinnem "t gerade jetzt großen AuSgak , ° der bevorf Höhung der | * Zahl «n "dUtrn vir, in vollen, I ?°lchi "61; ließen, ^'orrer uQU br. miethen- «verwes 44. 3028 Dr. Kübel 3035 980 37 3034 3033 Braugasse 6. vermiethen. Schmitt. 3044 2884 Gkiuuer. und 14 S Möbl. Zimmer Ekarl Wenzel, Frankfurterstr. 40. 54 2660 ermischte Anzeigen. Ludwigftratze l. 23 3400 3760 2 322 Möblirtes Zimmer mit oder ohne Eabinet, in nächster Nähe der Zeughaus-Kaserne, per 1. April zu Großherzogliches Amtsgericht. Neuenhagen. 2. Samstag den 3. April, Vormittags 10 Uhr, bei Gast- wirth Semmler zu Station Ehringshausen ausdenDistricten Kleinmehlbacherkopf, Heimertseck, Mejerbachskopf und Oberdottenberg: Scheiter rm: 340 Buche, 2 Birke, 2 Nadelholz, 2 Aspe. Knüppel rm: 330 Buche, 11 Eiche, 33 Nadelholz, 16 Aspe. Reisig rm: 99 Buche, 12 Eiche, 121 Nadelholz (hiervon 101 Amtr. Aichten-Schichthaufen). Stöcke rm: 202 Buche. Die Buchen-Knüppel -Reiser und -Stöcke sind zumeist aus Durch- örstrrugeu gewonnen. Nähere Aus- unft durch Großh. Forstwart Stoppel zu Heimertshausen. Verdingung. Die Anlieferung von jährlich rd. 300 cbm Wasserbau« Heinen zur Unterhaltung der Ufer- und Flußbauwerke au der Lahn zwischen Gießen und der Landesgrenze bei Heuchelheim soll für die Zeit vom 1. April 1897 bis 31. März 1900 n einem Loose öffentlich vergeben werden. Die Bedingungen sind bei Großh. Hochbauamt Gießen in den Diensthunden zur Einsicht offen gelegt und sind Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen, bis längstensMittwoch deu!4.April l. Js., Vormittags 10 Uhr, au die unterzeichnete Behörde einzusenden. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Mainz, den 26. März 1897. Großherzogl. Wasserbauamt Mainz. 2153] Eine fein eingerichtete Wohnung im zweiten Stock, 4 Zimmer, Bad nebst Gartenantheil DeSgl. Mansardenwohnung pro ersten Juni zu vermietben. Näberes »rüubergerftratz« 16. l. 2946] Der zweite Stock meines neuen Hauses am Viaduct der Main-Weser« BahN' 3 Zimmer, Küche, Keller und Waschküchenantheil, per 1. Juli zu oer- miethen. ch Bernhardt, Klein-Linden. Holzversteigerung im LüheUindener Msrkwald. Freitag den 2. April d. I., Beginn Vormittags 9 Uhr, auf der Hangschneise an Abth. Neuwald: reichlich Gebrauch zu machen. Gießen, den 16. März 1897. Der Vorstand: Großh. Hessische Naatseisenbahnen. Verdingung der Erdarbeiten, Wegebefestigungsarbeiten, Kunstbauten und Oberbau-Packlage der Bauloose I u.II der Neubaulinie Salzschlirf-Schlitz. Die vorbezeichneten Arbeiten der zusammen rund 10.5 Kilometer umfassenden zwei Bauloose sollen öffentlich verdungen werden und können Angebote auf jedes einzelne Bauloos oder auf das Ganze gemacht werden. Die Pläne und Bedingungen sind im Geschäftszimmer Nr. 2 der unterzeichneten Behörde in Lauterbach (Oberheffen), Gasthaus „Zur Traube", einzusehen und die Bedingungen von dort zu beziehen gegen postfreie Einsendung von 1 Mark 80 Pfennig für ein Loos und für beide Loose 2 Mark 30 Pfennig. Angebote sind postfrei und unter entsprechender Aufschrift an die unterzeichnete Behörde bis zum Eröffnungstermine Samstag de« 17. April 1897, Vormittags 11 Uhr, einzureichen. Zuschlagsfrist vier Wochen. Neubau-Abtheilung II der Großh. Hessischen Ztoatseisenbahnev. Gießen, den 16. März 1897. Großherzogliches Amtsgericht. ______ Neuenhagen. Nadelstämme — 0,44 fm, Fichten Derbstangen = 18,01 fm, Fichten - und Lärchen - Reisstangen — 17,29 fm, rm Nadel'Knüppel, davon 4 rm 4 m lang, rm Nadel-Stöcke, Nadel-Wellen und Wellen Weichholz. Großherzogliches Amtsgericht. Neuenhagen. Für Einjährige. 2939] Ein auch zwei möblirte Zimmer zu verm. Licherftratze 2, Mansarde. Großherzogliches Amtsgericht. ____Neuenhagen. Allgemeiner Verein für Armen- und Krankenpflege. Wir theilen unseren Mitgliedern hierdurch mit, daß unsere Dienerin, Frau Bickel, von dieser Woche an die Beiträge einsammeln wird. Wir erinnern dabei an die großen Aufgabe« unseres Vereins, wie wir Ke gerade jetzt wieder im Jahresbericht dargestellt haben, und an die großen Ausgaben, die sie erforderten. Wir weisen zugleich darauf hin, daß der bevorstehende Neubau unseres Schwesternhauses auch eine dauernde Erhöhung der laufenden Ausgaben mit sich bringt, zumal wir beabsichtigen, die Zahl unserer Schwestern z« vermehre«. Für dar Alles erbitten wir, im Bewußtsein, daß wir ja nur dem allgemeinen Wohle dienen wollen, die alten, und wo es irgend möglich ist, erhöhte Beiträge. Solchen, die noch nicht Mitglieder sind, wird Gelegenheit gegeben werden, sich in die Liste einzuzeichnen, und wir bitten, davon recht Justizrath Baist. Direckor Baufa. Dr. Baur. Pfarrer Dingeldey. Landg.-richtsrath Doruseiff. Pfarrer Dr. Grein. E Kauffmauu. Pfarrer Schlaffer. C Schwan feu. R. Stuhl. Stadt verordneter Vogt. Revisor A. Wilker. Beigeordneter Wolff. Frau Dr. Brüel. Frau Prooinzialdirector von Gagern. Frau L. Homberger. Frau Profeffor Siebeck. Fräulein P. Stammler. Frau A. Weidig. Fräulein A. Wiudecker. Fräulein L. Wortmann. Fräulein I. Zimmermann. Scheiter rm: 162 Buche, Birke, 2 Eiche, 24 Nadelholz. Knüppel rm: 558 Buche, Eiche, 159 Nadelholz, 24 Aspe. Reifer rm: 438 Buche, 38 Eiche, 56 Nadelholz (hiervon 23 Arntr. Kichten-Schichthaufen). Stöcke rm: 142 Buche, 6 Eiche, 117 Nadelholz. wirth Specht zu Heimertshausen aus den Districten Kohlstück, Hirtenhäuserrain, Seifen, Plattrain Kloberg: 1195] Möblirtes Zimmer billig zu vermietben. «arbirrgerftratzeLS. Grossh. Technische Hochschule zu Darmstadt. Abteilungen für Architectur, Ingenieurwesen, Maschinenbau, Electrotechnik, Chemie (einschliesslich Electrochemie und Pharmacie), Allgemeine Abtheilung {insbesondere für Mathematik und Naturwissenschaften), Cursus für Geometer 1. Classe. Staatsprüfungen vor dem Grossh. Prüfungsamte zu Darmstadt, Reichs- Prüfung für Pharmaceuten, Diplomprüfung, Prüfung für Nahrungsmittel-Chemiker, besondere Prüfungen für Ausländer, Zulassung der Studirenden za den Staatsprüfungen für Hochbau-, Ingenieur« und Maschinenwesen in Baden, Bayern, Braunschweig, Hessen, Preussen, Sachsen, Württemberg. Anmeldungen für das Sommer-Semester thunlichst bis 21. April; Beginn der Vorlesungen und U«ebungen 22. April. Programme unentgeltlich und portofrei vom Secretariate gegen Einsendung von 20. Pf. in Briefmarken. [3038] JDa» Rectorat. 2700] Meine in der Marburger« ftratze 16 gelegene, von Herrn Major Deter bewohnte Villa zum Allein« Bekanntmachung. In unser Genoffenschaftsregister wurde auf Seite 110 „landw. Consumverem Klein-Linden, e. G. mit unbeschr. Haftpfl." eingetragen: An Stelle des aus dem Vorstande ausgeschiedenen W. Jung II. von Klein-Linden wurde Philipp Germer I. von da zum Vorstandsmitglied gewählt. Gießen, den 16. März 1897. Bekanntmachung. - 3n unser Genoffenschastsregister wurde auf Seite 120 .landw eingetragen""' C* ®‘ mit unbe^r> Haftpfl- -u Lollar in Liquidation", An Stelle der ausqeschiedenen Revisoren Ludwig Spuck II. und Ludwig Seipp VII. von Lollar wurden neu gewählt: 1. Christian Grün. 2. Friedrich Deibel VI., beide von Lollar. Gießen, den 26. März 1897. Bekanntmachnng. In unser Genoffenschaftsregister Seite 144 „landw. Consumverein, e. G. ""'Unbeschr. Haftpfl. in Großen-Linden" wurde eingetragen: An Stelle des aus dem Vorstande ausgeschiedenen Johannes Junker von Großen-Linden wurde Jacob Pfaff II. von da zum Vorstandsmitglied gewählt. Gießen, den 25. März 1897. Bekanntmachung. In unser Genoffenschastsregister wurde auf Seite 101 „landw. Eonsumverein Mendorf a. Lahn, e. G. mit unbeschr. Haftpfl." eingetragen: Die Vorstandsmitglieder Ludwig Volk XXII. und Rechner Adam Volk n., beide zu Mendorf a. Lahn, sind ausgeschieden und an deren Stelle in den Vorstand neu gewählt worden: 1. Johannes Viehmann n. in Allendorf a. Lahn, 2. Johannes Hildebrand III. daselbst, letzterer als Rechner. <<----:-----■=—-———— . I und kann bet entsprechender Leistuna As ^/EN Hause^ Neuenweg 41, größerer Bezirk übertragen werden. j o.„? | Offerten sub. p. r. 46 an Haasenftei« 5rau A. Petri Wwe. * Vogler, A.S., Krautfurt a. «. Möblirtes Zimmer, Z auch für Etnj.-Fretw., nächst der neuen Kaserne, zu verm. Land«an«ftratze 15. 2823] Kleines, möbl. Zimmer mit Kost zu vermiethen.______Lindenplatz 7. 1900] «ut «Sbltrteg Zimmer ,« vermiethen. Bahnhofftratze 4, ui. Groß-Rechtenbach, 25. März 1897 674] Hammftratze 12: Familienloais, 3022 Das Bürgermeifter.Amt. 3 3lm“ter m ' Institut von Dr. Kübel. Planmässige und gründliche Vorbildung für alle Klassen höherer Lehranstalten, für das Maturitäts-, Fähnrichs- und Einiährig- r reiwilligen-Examen, für Vorprüfungen des Finanz- und Geometerfachs und andere Schul-Examina. Für Leute, welche Tags über verhindert sind, ist eine Abendschule eingerichtet, in welcher sie sich in verschiedenen Abtheilungen für Examina oder den kaufmännischen Beruf ausbilden können. 3025 Beginn des Sommer-Semesters am 20. April. Prospecte durch den Vorsteher: Ä 63%b“: Ä S Möblirtes Zimmer au vermiethen. 1 von jungem Kaufmann ,um 1. April er. ________Näheres Liebigftratze 71, H. | gesucht Offerten mit Preisangabe unter 1' 89] Mittlerer Stock, bestehend au« I 100 erbitte an die Expedition d. 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März 1897. _________Schneider._____3029 Gebote auf die diesjährige Lohernte )er Gemeinden Groß- und Klein- Rechtenbach, Münchholzhausen und Reiskirchen sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis 31. d. Mts. hierhin einzureichen. Gr.-Rechtenbach, 26. März 1897. 3040 Das Bürgermeister Amt. Maulbach, den 24. März 1897. Großherzogl Oberförsterei Maulbach, m Möks-i- QAoi mittlere Etage per 1.Juli zu oer- 011 er dU21 miethen. Frau U. Petri Wwe. 2927] Kl., freund!. Logis an ruhige Leute zu verm. Hammftratze 1, 239d] KletneWohnung za vermiethen.I ColOütalwaareile 226Ö1 b086] Wir suchen für unseren mtXSi Welt-Consum-Artikel geräumige Wohnung an allen größeren Plätzen in Hessen iw oberen Stock ans 1. c* solvente eingeführte M vermiethen. 3 2988] Die seither von Herrn General« director Bansa innegehabte Wohnung ist per 1. 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Schmidt, Löberstraße 11. 875] Der mittlere Stock meine« HauseS, Afierweg SV (Schillerstr. Ecke), bestehend aus 5—6 Zimmern, 2 Kammern, 2 Kellern, Trockenboden, event- Badeeinrichtung, ist für sogleich oder später zu vermiethen. _______________Dr. Haupt, Arzt. 431] Der mittlere Stock meines Hauses ist per 1. April anderweit zu vermiethen. H. Schmidt, Bahnhofstraße 37. ^/erstejgenmgenjj Kremihoh-Nttfleisernng. 1. Freitag, de« 2. April, Vormittags 10 Uhr, bei Gast- Fabrikate 2 9 Kirchenplatz 9. 2796 o O Reichhaltige Auswahl g Q moderner Stoffe für Herreukleider, deutsches und eugl. Q Q Fabrikat in allen Preislagen und solider Waare, fertige a betteffrvd bli Herren- und Knabeu-Auzüge, Couffrmauden-Auzüge. Berger’s Speisechocolade 1653 (Carton ä 8 Täfelchen 50 Pfg.) 2130 Ph. Herrmann, GelterAloeO. gesucht. 2991 2817 Audr. Euler. Ostern als 2834 Expedition d. Bl. 1623 in jeder beliebigen Schriftart and Karte werte werde* Visitkarten l«:C.aciion: L. Sch eh da. 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