L8ÄV Sonntag den 2^. Februar M 50 ■e Zln,ts- und Anzeigeblatt für den Kreis Giefzen chratisöeikage: Hießener AamikienSlätter WrlffS telesraphischeL SörrespondeRr-BrrrLa»- Die Korn-Accordarbeiter Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehm« . Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgeg«. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Dorm. 10 Uhr. Berlin, 26. Februar. 12*/, Uhr aus Jagdschloß eingetroffen. Berlin, 26. Februar. JnvaliditatSgesetz gegangen. Hamburg, 26. Februar. Die Gießener Aamitienbkälier »erden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt. Der ' Hießener Anzeiger erscheint täglich, »it Ausnahme des MontagS. der Verwaltung der reichSländtschen Bahnen seien dort selbst bte FranzSÄltnge zufrieden. Ohne die Personalunion würden die reichs- ländtfchen Bahnen die Concurrenz gar nicht bestehen können. Abg. Heyl v. Herrnsheim (nl.) erklärt als Süddeutscher, entgegen den Behauptungen Buebs, daß in Süddeutfchland geiade das preußische Beamtenthum und die preußische Etsenbahnoerwallung in höchstem Anlehen ständen. Bueb sei nicht berechtigt, im Namen Süddeutschlands zu reden. „ , . _ . Abg. Ortola (nl.) stimmt dem bei. Er und der Vorredner hätten dem Vertrage zwtfchen Heffen und Preußen über die hessische Ludwigsbahn gerade deshalb beigepflichtet, weil sie seit mehr als 25 Jahren die Loyalität der preußischen Verwaltung kennen gelernt ^"^Abg.^mVollmar (Soc.): Wir in Bayern haben von dem preußischen Beamtenthum eine ganz andere Meinung gewonnen unv werden Alles thun, um es uns vom Leibe zu halten. Wir lassen un8 nicht aulfchlucken. Das Ordinartum wird genehmigt. Beim Ertraordtnartum wird die von der Commission gestrichene Forderung für eine Eisenbahn Busendors—Dtlltngen an bte Commission zurückoerwiesen, nachdem Minister v. Thielen das dringende Inter» sie der Regierung, namentlich auch das militärische, an dem Bau dieser Bahn betont hatte. Es folgt die Berathung deS Etats des Reichsverficherungs-Amts. Die Commission, Referent Abg. Lieber, beantragt eine Resolution betr. Ersatz eines Theiles der remunertrten richterlichen Beamten durch etatsmäßig angestellte Richter. ~ , Abg. Brühne (Soc.) erklärt das Einverstandniß seiner Frac- tton mit der vorgeschlagenen Resolution. ST)nn,lT, Abg. Graf Kanttz fragt, wie es mit der angekunbigten Novelle zum Invalidenversicherungs-Gesetz stehe? . Präsident v. Buol theilt mit, ein Entwurf betr. Abänderung des Alters- und Jnvaltdttäts-Verflcherungs-Gesehes sei heute im Laufe der S'tzung etngegangen. Abg. Röftcke plädirt für erhöhte Aufwendungen des Reiche« für ein UnsallverhütungSmufeum. , r, L Staatsfecretär v. Bötticher: Da? Reichsschatzamt befurchte von einem solchen Museum zu große dauernde Ausgaben, aber hoffentlich werd? es zu Errichtung eines solchen Instituts doch noch kommen. Von Colltfionen zwischen ihm und dem Präsidenten des RetchSverficherungsamts, wie sie Rösicke behauptet habe, sei keine Rede, Collisionen zwtschm einem Vorgesetzten und Nachgeordneten seien überhaupt auögeschlosien. Die Resolution sei mit $ 90 des Unsallversicherungs - Gesetzes unvereinbar, dieser Paragraph solle ja aber geändert werden, und bann stehe ber Resolution Nichts im Wege. Der Etat deS ReichsoersicherungsamtS wird genehmigt unb bte Resolution angenommen. Debattelos würben sodann in dritter Lesung die Vorlage, betr. Beschlagnahme des Arbeitslohnes, und die Convertirungsvorlage, in zweiter Lesung die Zwangsversteigerungsoorlage und die Grundbuch- ordnung angenommen. Nächste S'tzung Montag, 8. März, 1 Uhr. Die Feststellung dec Tagesordnung bleibt dem Präsidenten überlassen- Schluß 6 Uhr. Gefundene Gegenstände: 1 Handschuh, 1 Wagea- kapsel, 1 Parrhte leere Säcke, 1 Kinderkragen, 1 Seil, 1 Ring, 1 Monogramm (Zeichnung). Im Lause des Winters auf der Eisbahn: 5 Porte« «onnates, davon 2 mit geringem Inhalt, 5 Taschentücher, 1 Paar Glacehandschuhe, 6 einzelne Handschuhe, 1 Hand« stauchen. Gießen, den 27. Februar 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. v. Bechtold. Nr. 7 deS ReichSGesetzblatteS, auSgegeben den 25. b. M., enthält: (Nr. 2361.) Verordnung, betreffend bte Gerichtsbarkeit bet deutschen Consuln in Egypten. Bom 15. Februar 1897. (Nr. 2362.) Bekanntmachung, betreffend die Gestattung beß FeilbietenS von Obstbäumen im Umherztehen. Vom 13. Februar 1897. Gießen, den 26. Februar 1897. GroßherzoglicheS Kreisamt Gießen. v. Gag eru. Vierteljähriger Monnementsprcis: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schutstratze Wr.7. Fernsprecher 51. Deutsche? Aeichstas» 186. Sitzung. Freitag, den 26. Februar 1897. Das Haus setzt bte Berathung bes Etats ber Reichseisenbahn- Verwaltung fort. Abg. Bueb (Soc.) wiederholt seine Beschwerden darüber, daß die Verwaltung, die sich überhaupt und gleich ber Postoerwaltung nur von fiskalischen Gesichtspunkten leiten lasse, sich noch immer nicht zur Einführung von Kilometerhesten bewegen lasse. In ganz unglaublicher Weife rigoros verfahre bte Verwaltung in Bezug auf bte Rückjahrtkarten, indem sie gegen Uebertragung folcher Starten den Strafrichter anrufe. Die Einnahmen werden genehmigt. Bei dem Ausgabetitel empfiehlt Abg. Bueb eine anberroeite Organisation mit ber Centrale in Straßburg, beschwert sich über unzulängliches Wagenmaterial, sowie batüber, baß Sonntags Werk- ftättenarbeiter benutzt würben, um als Bremser Aushtlfrdtenste zu leisten und rügt bann noch, baß Herr v. Stumm Anschlußgeleise von seinen Werkstätten nach ber Bahn über ihm gar nicht gehöriges Terrain habe legen lasien. Abg. Förster (Res.-P.) tadelt die ungenügende Anstellung unterer Beamten, die zu ausgedehnte Verwendung von nicht fest angestellten Hilfsbeamten und deren gar zu geringe Entlohnung, während doch die Ueberschüsie ber Reichseisenbahnen im Steigen tCUn ®eb. Rath Wackerzapp erroibert, daß gerade in den letzten Jahren Mehranstellungen, besonders bei den Bureaubeamten, stattgefunden hätten. Abg. Frbr. v. Stumm (Rp.) erklärt, die ihn betreffende, aus der „Franks. Ztg." stammende Mtttheilung habe sich als unwahr herausgestellt und auf erhobene Klage sei bte „Franks. Ztg." dieser- halb vermthetlt worden. Abg. Bueb beschwert sich, daß er auf seine Ausführungen keine Antwort vom Bundesrathsttfche erhalten habe unb fragt an, ab noch eine Prüfungsorbnung für Maschinentechniker bestehe? Minister Thielen: Nachdem Abg. Bueb vorhin die ziffernmäßigen Angaben der Verwaltung (über den Wagenbestand) für Redensarten erklärt hat, sehe ich mich nicht veranlaßt, ihm darauf zu antworten. Was die Prüfungsordnung betrifft, so hat dieselbe früher bestanden, ist aber 1890 aufgehoben worden. Abg. Hamm ach er (nl.) wünscht Gleichstellung ber älteren Betriebgsecretäre mit den Eifenbahnsecretären. Geh. Rath Wackerzapp: Unter ben Petenten ftnb Leute, die ein-, sogar zweimal bei der Prüfung zum Eisenbahnsecretär durch- gefallen ftnb; wir können denselben da doch nicht ohne Weiteres die Gleichstellung mit Denen gewähren, welche die Prüfung bestanden haben. Wie bei den preußischen Staatsbahnen, so sollen künftig auch bei ben Reichsbahnen cie Stellen der Beiriebssecretäre ganz wegfallen, sodaß dann nur noch die Bureauassistenten für die niederen unb bte Eisenbahnsecretäre für bie höheren Stellen verbleiben. Abg. Bueb wünscht Aufbesserung für bie Eisenbahn-Telegraphisten. Minister Thielen: Die Telegraphisten stehen sich jetzt jebensalls besser als bei ben Privatbahnen und über zu große Arbeitslast können fie nicht klagen. Diejenigen Beamten, welche bauernb Telegraphisten bleiben unb für welche ber Telegraphendienst nicht blos Durchgangsstelle ist, find auch schon wieberholentlich «usgebessert worben. Abg. Werner (Ref.-P.) verlangt Aufbefferung der Locomotiv- führerfiellen. Leider sei für bie reichstänbischen Bahnbeamten so lange nichts zu erreichen, als biese Bahnen unter Herrn Thielen ftünben enb alle Einrichtungen daselbst sich nach denen auf preußischen Bahnen richteten. Minister Thielen: Es ist eine ganz falsche Auffassung, daß die Personalunion mit ben preußischen Bahnen für Elsaß Lothringen nachtheilig sei. Es ließe sich sehr leicht bas Gegentheil beweisen. Auch im Lanbeseisenbahnausschuß hat man baß anerkannt. Wenn biese Personalunion aufklärte, so würden die Verhältnisse für Elsaß- Lothringen mit Rücksicht auf die Concurrenz ber süddeutfchen Bahnen viel ungünstigere werben. Abg. Bueb ist über ben Werth biefer Personalunion für bie Reichslande ganz anderer Ansicht. Könne Herr Thielen auch nur einen einzigen Fortschritt aufweisen, ben er, allem und getrennt von ben südbeutschen Bahnen, auf den reichsländtschen eingeführt ha e' Abg. v. Stumm meint, über die Verwaltung ber vreutz. Bahnen schrieen nur Leute, bie eben über Alles schreien. Unb mit Gießener Anzeig er Kenerak-Mnzciger. nahmen trotz der Aushebung des GeneralstrikeS bisher die Arbeit nicht auf. Sie beschlossen in gestriger Versammlung, auch ferner den angebotenkn Taglohu abzulehnen und die Herstellung des früheren Lohntarifmodus zu verlangen. Die bestehende Commission soll nächsten- in Verbindung mit den Stauern treten behufs Anbahnung eines AuSgletchversuchS. München, 26. Februar. Das Plenum des bayerischen LandwirthschastSratheS beschloß einstimmig, bie StaatSregie- rung zu ersuchen, die für die Einfuhr von österreichischem Schlachtvieh für die Großstädte ertheilten Dispense zurückzuziehen, oder für dieses Vieh eine 10 tägige Quarantäne zu bestimmen und etientl. die Einfuhr von österreichischem Schlachtvieh auf die Hälfte der bisherigen Einfuhr zu contingentiren. Wien, 26. Februar. Die „Pol. Corresp." meldet aus Athen: Die Vertreter der Mächte erwiderten die Necla- mation Griechenlands in Betreff des Bombardements scharf dahin, daß die Verantwortlichkeit hierfür wie für alle künftigen feindlichen Eventualitäten ausschließlich das in seiner bisherigen Haltung verharrende Griechenland treffe. Wien, 26. Februar. Der Minister des Aeußern, Graf Goluchowski, empfing heute den ruffifchen Botschafter Grafen Kap nist. Graf Kapnift verweilte ungefähr eine halbe Stunde bei dem Minister. Mohacs (Ungarn), 26. Februar. Auf dem heutigen Markt wurden bedeutende Pferde-Ankäufe für Griechen« land effectutrt. Die Pferde wurden sofort nach Athen tranSPortirt. 6 u 15. März- Sicbangl?- 1769 (^ 5 H ptreffer E aü*. l>*R Wallenf6'8, L bei ^.Wallen- Wallach Pari», 26. Februar. Eine Meldung deS „Journ. beß DebatS- besagt: Falls Griechenland sich weigere, dem Ultimatum der Mächte nachzugeben, würde England den euro* päischen Cabinetten Vorschlägen, Griechenland dadurch zur Räumung Kretas zu zwingen, daß die Commandante« des großmächtlichen Geschwaders dem Obersten DaffoS mit- theilen, daß, falls die Insel nicht binnen drei Tagen geräumt würde, die Schiffe, die die griechischen Truppen aus Athen gebracht haben, in den Grund gebohrt würden. Madrid, 26. Februar. Nach hier eingetroffenen Depeschen aus Manila tarn eß dort gestern zu größeren Unruhen. Hausen von Tagalen und Eingeborenen griffen die Gendar- meriefaferne unb die Kaserne der Zollbeamten an. Auch machten fie einen Offizier unb 4 Spanier auf ber Straße nieder. Die Truppen stellten die Ruhe wieder her, wobei 200 Aufständische getödtet und zahlreiche verhaftet wurden. Die Aufständischen beabsichtigen, die Truppen von einem Angriff auf Cavite abzuhalten. London, 26. Februar. Bryce Roberts fragt die Regierung, ob im November 1895 eine europäische Großmacht Großbritannien vorgeschlagen habe, gemeinsam mit anderen Großmächten in die Dardanellen einzufahren unb sich des Sultans zu bemächtigen und was die Regierung auf diesen Vorschlag geantwortet habe. ParlamentSunterfecretar Curzon erwiederte, eS sei kein derartiger Vorschlag der britischen Regierung gemacht worden. Bryce fragte alsdann, ob mithin Hanotaux' Erklärung tncorrect gewesen fei. Curzon erwiderte: „Nein!" Es wurde gefragt, ob ein derartiger Vorschlag gemacht worden sei. Auf diese Frage habe ich geantwortet: Ich weiß nicht, daß Hanotaux etwaS über einen uns gemachten Vorschlag gesagt hat. Depeschen des Bureau „Herold/ Berlin, 26. Februar. Der brandenburgische Provinzial- Landing hat heute einstimmig beschaffen, Kaiser Wil- Helm I. ein Denkmal zu errichten. Berlin, 26. Februar. Prinz Georg von Preußen leidet seit einiger Zeit wieder an verstärkten rheumatischen Schmerzen und wird sich auf Anrathen seines Hausarztes demnächst auf längere Zett zur Kur nach Wiesbaden begehen. Berlin, 25. Februar. In der Budget-Commission deS Reichstages stand heute die Resolution deS Abge« ordneten v. Dollmar (Soc.) auf ber Tagesordnung, wonach Fouragerationen an Offiziere nur für zum Dienst nothwendige und jedenfalls nur für tatsächlich vorhandene Pferde geliefert werden sollen. Nachdem Kriegsminister v. Goßler einem Anträge Müller-Fulda zugestimmr hatte, die für Be soldungSausbefferung erbetenen Nachweise auch auf die Pferdehaltungsverhältnisse auszudehnen, zieht Abg. v. Vollmar seine Resolution zurück. Dasselbe thut er mit einer anderen Resolution über die anderweitige Feststellung der Tagegelder, Retse. und Transportkosten für die höheren Offiziere, nach- i dem ber Kriegsminister ausgeführt hatte, die Frage würde in der nächsten Sitzung des StaatSministeriumS erörtert werden. Die nächste Sitzung der Commiffion zur Berathung deS Marine-Etats wird auf den 5. März anberaumt. Berlin, 26. Februar. Der „Post" wird aus Wien telegraphirt: Da» Gerücht von der bevorstehenden Abdankung deS König- von Griechenland findet hier Glauben, da der König schon früher erklärte, beß Regierens müde zu fein, weßhalb er den Rest feines Lebens als Privatmann tn Zurückgezogenheit zu beschließen gedenke. Berlin, 26. Februar. Die „Nationalzeitung" hält trotz des Dementi- der Berliner Correspondenz ihre Meldung aufrecht, daß seitens des Handelsministeriums mit zwei Mitgliedern der früheren Productenbörse betreffs biefer Börse Besprechungen stattgefunden haben. Berlin, 26. Februar. Die WahlprüfungS« Corn- rnission des Reichstages beschloß heute, die Wahl beß Abgeordneten PeuS (Soc.) für giltig zu erklären, denn derselbe habe abzüglich der angefochtenen Stimmen noch zehn Stimmen absolute Majorität. Bezüglich ber Wahl des Abgeordneten Rrichmuth hat die Commission defchloffen, die Entscheidung über die Giltigkeit auSzusetzen, bis baß Ergebniß über bie Erhebungen vorliegt. Berlin, 26. Februar. Wie die „Post" hört, hat ber ehemalige Oberstallmeister beß Sultans und Jnspector ber türkischen Kavallerie, Herr von Hobe, vom Sultan die Aufforderung erhalten, rach Konstantinopel zurückzukehren. Herr von Hobe hat baß dankend abgelehnt. Er ist bekanntlich jetzt Generalmajor und Commandeur ber 10. Kavallerie- Brigade. 9hm, 26. Februar. Der Garibaldianer Oberst Fazzari erläßt einen offenen Brief, worin er seine Bereitwilligkeit bekundet, für Griechenland zu kämpfen. — Der Kaiser ist heute Mittag Hubertusstock hier wieder Die Novelle zum A l t e r s - und £ ist heute dem Reichstage zu- k Hotitt, r • -“'"iMie. I u 60 Psg. bai M _ Maller & Sohne. kJomiw'. billig,u »-ilch' \ H.» , $ SelteiSE, v »—-—ttZ'x für tlkWßfin Catalogpreisoi ildstenFabnk« Kretzschmar Marktplatz A._____ ppel-Meh! eppeMel in betmter M? billig . M. Schulhot HsaMche» lftü-s Bäckerei ich gleich vorzüglich frische Äubbutter i«i Mannheimer Gestern Abend fände« wiederum neue philhelleutsche Kundgebungen statt. Rom, 26. Februar. Die Note der Mächte wurde gestern Griechenland und der Türkei osficiö» mitgetheilt. Die Antwort der Pforte lautete zustimmend und wenn auch Griechevlaud noch nicht geantwortet hat, so ist mau doch auf der Consulta überzeugt, daß Griechenland gewiß die billigen Forderungen der Mächte zu erfüllen suchen werde. Rudini scheint der gleichen Anficht zu sein, denn er sagte zu einem befreundeten Abgeordneten, daß die Kreta-KrifiS als beendet zu betrachten sei. Konstantinopel, 26. Februar. Die Fortsetzung der Rüstungen für dteLaudarmee und die Flotte wird eifrig betrieben. München, 27. Februar. Die „Münch. Neuest. Nachr." melden aus Berlin: Für den Druck der Großmächte auf Griechenland sei nicht die Form deS Ultimatum-, sondern die der Sommat ton gewählt worden. Die Sommalton gilt al- die diplomatisch mildere Form und entspricht viel- leicht einer letzten freundlichen Vorstellung. Man nimmt an, daß fich Griechenland dem Willen der Mächte fügen werde. Die Entstehungsgeschichte der markanten Betheiligung Deutsch« lands an dem Vorgehen der Mächte wird hier so dargestellt, daß Deutschland als die am wenigsten interesfirte Macht die übrigen Großmächte in einem Rundschreiben auf die Gefahr eines großen Krieges aufmerksam gemacht hat, die bet einem Gewährenlafien der Griechen unvermeidlich gewesen wäre. Deutschland hat also gewiffermaßen daS Signal zum Sammeln gegeben und Rußland hat dann die Führung übernommen, wie es ihm als der zunächst betheiltgteu Macht gebührt. Der Blockade-Gedanke hat fich von Anfang an im Programm der Mächte befunden. Wien, 27. Februar. Aus Athen wird gemeldet, man erwarte dort die Ueberreichung der Note mit dem Ultimatum der Mächte unter der Voraussetzung, daß mit der Durchführung des Ultimatums Oesterreich betraut werden soll. Paris, 27. Februar. DaS erste Concept der an Griechenland gerichteten Note enthielt die Forderung der Räumung Kretas binnen drei Tagen, widrigenfalls die griechischen Schiffe vor Kreta in den Grund gebohrt werden würden. Dieser PaffuS ist gestrichen worden, doch bleibt er sehr wahrscheinlich einer nothwendtgen zweiten Note Vorbehalten. London, 27. Februar. Nach hier vorliegenden Athener Privatdepeschen soll der König erklärt haben, er wolle sich der Aufforderung der Mächte unterwerfen. Diese- Gerücht ist vorläufig uncontrolirbar. W. Paris, 27. Februar. Der „GaulotS" veröffentlicht eine Depesche au- London von 8 Uhr Abend-, wonach, namentlich infolge der sehr energischen Haltung Rußland- der König von Griechenland die Bedingungen der Mächte anzunehmen erklärt. WB. Athen, 27. Februar. Delyannts erklärte eine« Berichterstatter der „Time-", der Beschluß Griechenland-, die Truppen auf Kreta zu belassen, sei un widerruflich. Griechenland werde der Türket nur dann den Krieg erklären, wenn die Türken in Theffalten einrückten, oder die Mächte die Lage der griechischen Truppen auf Kreta unerträglich machten. WB. Kauea, 27. Februar. Außer den türkischen Truppen befinden fich 8000 schwer bewaffnete Mohamedaner in der Stadt, welche die Straßen durchziehen. Die Mächte verfügen demgegenüber nur über 800 Mann. Gießen, den 27. Februar. * * Auszeichnung. Seine Königl. Hoheit der Groß- Herzog haben der Badewärtertn Frau Karoltne Will, geb. Kirchner, zu Bad-Nauheim in Anerkennung ihrer über 40 Jahre treu geleisteten Dienste das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Arbeit" Allergnädigst zu verleihen geruht. • • Prüfougs Resultate. Die Schüler aus dem Dr. Kübel- schen Institut, die sich im Frühjahr d. I. Prüfungen (Einjährig-Freiwilligen Prüfung, MaturitätS-Examen) unterzogen haben, sind bestanden. • • Parlamentarisches. DaS Plenum der Zweiten Kammer wird voraussichtlich am 9. März zur Berathung der bis dort, hin spruchreifen Gegenstände zusammentreten. — Den Land- ständen ist eine Vorlage wegen Errichtung einer Lehr-Werk- stätte für Handweberei in Lauterbach zugegangen. * • Kuastvereiu. Die Kunstausstellung am Brand ist von DienStag den 2. März an wieder geöffnet. Zugleich wollen wir noch an dieser Stelle bemerken, daß die Mannfeld'schen Pastelle und Radirungen nur 14 Tage, einschließlich zweier Sonntage, in der Kunstausstellung verbleiben. • • Theater Beretu. Der Bericht über die gestrige Vor- stellung kann, da unser Berichterstatter an der Au-arbetluug verhindert wurde, erst in nächster Nummer erscheinen. • * Stadttheater. Die Wiedereröffnung unseres Stadttheater», unter der Direction Kruse-Helm, erfolgt am Mittwoch den 3. März a. c. mit dem beliebten Moier Schön- than'schen Lustspiel „Krieg im Frieden". — DaS erste Gastspiel ist bekanntlich da» des Kgl. Preußischen Hof- schauspielerS Adalbert Matkowsky, des berühmten Heldendarstellers am Kgl. Schausptelhause in Berlin. * * Bauplatz-Verkauf. Der Herrn Bauunternehmer Wtun gehörige ca 650 Quadratmeter große Eckbauplatz an der Bruch- und Bletchstraße ging heute für den Preis von 11,50 Mk pro Quadratmeter in den Befitz des Schreiner- metsterS Kinkel über, welcher auf dem Gelände zwei Wohn- gebäude errichten lasten wird. * • Der Aufsichtsrath der Bank für buddeutschlaob hat beschloffen, der am 24. März stattfindeoden Generalversamm« lung der Aktionäre die Vertheilung einer Dividende von 4Vi Procent = 12,75 Mark pro Actie für daS Geschäft-- fahr 1896 vorzuschlageo. Colomalwaarenhandlungen zu b ziehen. 2006 M in diesem Monat aeeignete N«ttLstt»ett für Etaare, Meise« und RothschwLvzchen an! Lchone ave Hecke« a« Raine«, »Ssch««ge« u«d ZL««e« fftr die nützlichen Heckenbrüter! »et»-irdene. Februar: 19 Margarethe Martern, geb. Walz. 85 Jahre alt, Wittwe von Bankbeamten Johann BaUhaser Martern dahier. 20. Marie Christ, geb. Schmidt, 62 Jahre' alt, Wittwe von Kutscher Johannes Christ dahier. 21. Elisabeth Mootz, 9 Jahre alt, Tochter von Bahnwärter Christoph Mootz dahier. 23. Friederike Noch!,, geb. May, 63 Jahre alt, Wrltwe von M.tzzer Jacob Noetzly, dadter. 24. August Heß, 64 Jahre alt, Rentner dahier. 25. Peter Becker, 57 Jahre alt, Maurer von Nieder-Obmen. MatrtU. MarkuSgemetnde. Den 21. Februar. Dem TaglSbner Johanne» Schteferstetn eine Tochter, Eltsabethe Susanne, geboren den 31. Januar. Denselben. Dem Fabrikarbeiter Friedrich Menz ein Sohn, Karl Wilhelm, geboren den 5. Januar. Denselben. Dem Fuhrmann Heinrich Oestreich ein Sohn, Andreas Heinrich, geboren den 5. Februar. Denselben. Dem Müller Wilhelm Gröschner ein Sohn, Heinrich Adam Wilhelm, geboren den 2. Februar. LukaSgemeinde. Den 21. Februar. Dem Locomotioheizer Ewald Behm eine Tochter, Johanna Luise, geboren den 26. Januar. . Denselben. Dem Kaufmann Karl Georg Kleinhenn eine.Tochter, Else Marie Natalie, geboren den 20. November. Militärgemeinde. Den 21. Februar. Dem Feldwebel August Theodor Ernst ein Sohn, Gustav Wilhelm, geboren den 31. Drcember. sPMtöiau. MatthäuSgemein de. Den 23. Februar. Marte Christ, geb. Schmidt, Wittwe de» verstorbenen Kutschers Johannes Christ, 61 Jahre alt, starb den 20 Februar. MarkuSgemeinde. Den 21. Februar. Margarethe Wallbott, geb. Möser, Chesrau deS Maurers Johanne» Wallbott, 47 Jahre alt, starb den 19. F br. Denselben. Elisabeth« Martern, geb. Walz, Wittwe deS ver storbenen Bankbeamten Johann Balthasrr Martern, 87 Jahre alt, starb den 19. Februar. Den 26. Februar. Friederike Noetzly, geb. Mai. Wittwe de» verstorbenen Jacob Noetzly, 63 Jahre alt, starb den 23. Februar. Lukasgem ctnde Den 23. Februar. Elisabeth Mootz. Tochter de» Bahnwärter» Christoph Mootz, 9 Jahre alt, starb den 21. Februar JobanneSgemetnde. Den 26. Februar. August H ß, Rentner zu Gießen, 64 Jahre alt, starb den 24. Februar. Alte Mode! ist nicht immer die bequemste. Lahn’i Waach-Extract — patentirt in 14 Staaten — ist ein moderne» Waschmittel, in welche» man Abend» die Wäsche emsteckt, um sie am an; deren Morgen ohne starkes Reiben viel schneller wie f üher fertig zu waschen! Ohne Schärfe eine blinkende Wäsche Holen Sie zum Versuch eine Prodeschachtel A '/, Pfd. beim nächsten Colontalwaaren-tzändler. PreiSgek'önt mit goldenen Medaillen, Ehrenkreuzen rc. im In- und Ausland. 1599 • • Der Bereit» deutscher Zeichenlehrer hält seine 24. Hauptversammlung über Pfingsten in Karlsruhe ab. • * Großbetrieb. Wie dem „Confectionär" von anscheinend gut unterrichteter Seite mitgetheilt wird, hat die Firma A. Wertheim in Berlin im letzten Jahre einen Umsatz von 31 Millionen Mark erzielt, was gegen da» Vorjahr ein Mehr von 9 Millionen Mark bedeutet. ES soll indessen in Berlin Detailgefchäfte geben, welche noch weit größere Umsatzztffern erzielen. Arbeiterwohunugeu. Maa schreibt unS: Bekanntlich dürfen die Invalidität»- und AlterSverficherungs- anstalten ihr Vermögen bi» zu einem Viertel in Grundstücken anlegen. Don dieser Befugniß haben btS Eade 1895 die Versicherungsanstalten für Bayern, Württemberg, Brandenburg, Pommern und Posen noch keinen Gebrauch gemacht. Die übrigen Anstalten zusammen haben 9,2 Millionen in Grundstücken angelegt/ so die sächsische 1,7 Millionen, die schlesische 1,2 Millionen, die hannoversche 0,8 Millionen, die ostpreußische 0,7 Millionen. Diese beträchtlichen Summen find zum weitaus größten Thetl zum Bau von Arbeiterwohnungen verwendet worden. * * Reclame oder unlauterer Wettbewerb! Man schreibt der „Franks. Ztg.": Der Verein der Detaillisten hatte gegen den Kaufmann E. Arousteiu Klage wegen unlauteren W.tt- bewerbe- erhoben, weil A. Anzeigen erlaffen hatte, in denen er mittheilte, er werde „demnächst" einen „Total-Ausverkauf" veranstalten und verkaufe einstweilen bestimmte Maaren zu angegebenen Preisen. In den Anzeigen erschien das Wort „Total-AuSverkaus" in ausfällig großen Lettern, während die übrigen Angaben kleineren Druck aufwiesen. Hierin und in der ganzen Anordnung der Anzeigen erblickte der Verein den Thatbestand deS „unlauteren Wettbewerbs". DaS Gericht erster Instanz hatte die Klage des Vereins abgewiefen. Da» Oberlandesgericht hob indessen das Erkenntniß auf und ver- urtheilte den Verklagten zur Unterlassung derartiger Anzeigen. ES erblickte in der Anordnung der Anzeigen mit dem scharf hervortretenden Wort „Total Ausverkauf" eine Veranstaltung, die darauf berechnet und geeignet fei, unrichtige Angaben tatsächlicher Art zu ersetzen und den Anschein eine» besonders günstigen Angebots hervorzurufen. •• Wetterbericht. Das DepresfionS-Centrum hat zwar eine nordöstliche Bahn etngeschlagen und befindet sich heute | vor der mittleren norwegischen Küste, indessen entsendet daS- 1 selbe einen Ausläufer über Skandinavien bis nach den russischen Ostseeprovinzen. Auch nach dem Contiuent zu hat der niedere Druck an Raum gewonnen und weicht dabei daS Maximalgebiet nach dem Süden zurück. Am höchsten ist der Barometerstand heute über dem Südwesten Europa-, von wo aus ein beträchtliches Gefälle gegen Norden besteht, so daß vielfach unruhiges und trübe- Wetter eingetreten ist. Die Temperaturen find allenthalben bedeutend gestiegen. Ganz außerordentlich stark ist ihre Zunahme am Nordfuße der Alpen. — Voraussichtliche Witterung: Unruhige-, zum Thetl trübe-, aber milde- Wetter mit Niederschlägen. Auszug an» den Kirchenbüchern Der Stadt Giesse«. Eoaugelifche Seeeiule. »dtitttU. Matthäusgemeinde. Dm 23. Februar. Jakob Frey, Lackirer zu Gießen, und Wilhelmine Müller, Tochter deS Zimmermanns Heinrich Müller zu Usmborn. LukaSgemeinde. Dm 20. Februar Johann Paul Hennig, Tapezier, und Luise Ernestine Gerndt, Tochter de» verstorbenen StationSasfistentm Adolf Gerndt zu Gießen. Dm 23. Februar. Dr. Fritz Seiderer, Arzt zu Obernzell, und Luise Bähr, Tochter deS SteuerrathS Karl Bähr zu Gießen. JobanneLgemeinde Den 20. Februar. Johannes Rausch, Fuhrmann zu Gießen, und Wilhelmine Bill, Tochter de» verftorbmm Fuhrmann« Christian Bill zu Seck. Denselben. Jakob Siegel, Kutscher zu Gießen, und Katharine Jacob, Tochter des verstorbmen LandmannS Johanne» Jacob V. zu Wilsbach. Vermischte». * Marburg, 25. Februar. Eine ländliche Ehetragödie fand heute in dem benachbarten Ronhausen ihren Abschluß. Bor einiger Zeit verließ die Frau deS Häu-lerS Männchen mit einem Liebhaber den Gatten. Der Mann machte einige Habseligkeiten zu Geld und fuhr der Ungetreuen nach Zürich nach. Es gelang ihm auch, die Flüchtige zu veranlassen, mit ihm zurückzukehren. DaS Edeleben scheint fich aber nicht glücklicher gestaltet zu haben. Heute erschoß der Mann die Frau und versuchte fich dann zu entleiben. Er wurde noch lebend in die hiesige Klinik übergeführt. Verkehr, Canb* unb Volkswirthschaft. •itfcm , 27. Februar. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochemnarkl kostete: Butter pr. Pfd. X 0,93-1,00, Hühnerettr pr. 6t 00 X 2 St. 10-13 X Enteneier V X 2 St. - ( X Gänse eiet pr. @L 00—00 X Käse pr. St. 5-7 X Käsematte pr. St. 3 H Erbsen pr. Liter 16 H, Linsen pr. Liter 27 X Tauben pr. Pear X 0,90 biS 1,00, Hühner pr. Stück 1,20 bis 1,40, Hahnen pr. Stüc. X 1,80—1,50, Entm pr. Stück JL 1,70—2,00, Gänse pr. Pfund •* 0,00-0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 X Kuh- und Rindfleisch Pt. Pfd. 60-66 X Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bi« 66 X Schweim- fleisch, gesalzm, pr. Pfd. 70 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 60-54 X Hammelfleisch pr. Pfd. 50-65 4. Kartoffeln pr. 100 Kilo 4 00 btt 5,00 v*, Weißkraut pr. Stück 0—00 H, Zwiebeln pr. Cenlnn X 5,50—6,60, Milch pr. Liter 16 X Auszug bett Stanbescuntsregifter» der Stadt etofcau Februar: 22. Johanne» Peter Minke, Küfer dahier, mit Anna Margarethe Wißner, geb. Stein, Wittwe von Wirth Heinrich Wißner dahier. 22. Karl Eduard Ludwig Heuser, Kaufmann zu Offenbach, mit Johanna Lyncker zu Schiffenberg 22. Johann Heinrich Christian August Schaumburg, Locomotioheizer zu Marburg, mit Bertha Rörig dahier. 22. Friedrich Mattner, Vicefelbwebel zu Dortmund, mit Katharine Rosenbecker zu Steinfurth. 25. Joh. Christian Göttlich, Schneider zu Lollar, mit Elisabeth Holland Wi't-ve, geb. Kleinhenn, daselbst. 25 Philipp Schlitz, Fabrikarbeiter zu Offenbach, mit Helene Elisabeth Emma Luise Kuhlmann daselbst. «dasidtteHttttsatt. Februar: 20. Johann Paul Hennig, Tapezier dahier, mit Luise Ernestine Gerndt Hierselbst. 20. Johannes Rausch, Fuhrmann dahier mit Wilhelmine Bill hierselbft. 20. Jakob Siegel, Fuhrmann dahier, mit Katharine Jacob Hierselbst. 23. Dr Friedrich Seiderer, pract Arzt zu Obernzell, mit Louise Auguste Bähr Hierselbst. 23. Jakob Frey, Lackirer dahier, mit Wilhelmine Müller von Usenborn. Mottm. Februar: 16. Dem Drechsler Emil Krämer ein Sohn, Emil Ferdinand Friedrich. 17. Dem Werkmeister Jakob Heinrich Dewald eine Tochter, Paula Katharina. 19. Dem Buchhalter Wilhelm Josef Dittrich eine Tochter, Hildegard Anna Margarethe. 20. Dem Schreiner Karl Peter eine Tochter, Marie 20. Dem Bureauoorsteher Friedrich MöbuS ein todtgeboreneS Kind männlichen Geschlechts. 20. Dem Feldwebel Georg Ritz eine Tochter, ElOabethe Kälbchen Luise 22. Dem Weißbinder und Lackirer Adam Wagner eine Tochter. 22. Dem Anwaltsgehülsen Heinrich Fourier ein Sobn. 23. Dem Locomotioheizer August Trebing eine Tochter. 23. Dem Spengler Emil Ludwig Dörr ein Sohn. 24. Dem Schlosser Konrad BonariuS eine Tochter. 24. Dem Kaufmann Carl Gerbode ein Sohn. 25. Dem Metzger Ernst Fleck ein Sohn, Paul Otto. Lingesanbt. —e. Gieße«, 26. Februar 1897. Dem Herrn Einsender in Nr. 48 dieses Blatte», welcher sich „anderes" Mitglied des TbeatervereinS nennt — da er seinem Schlußsätze nach vielleicht nahe Beziebungen zum Vorstand hat, so wäre auch die Benennung ,Vorstands"-Mitglied am Platze — sei kurz Folgende» entgegnet. 1) Da der Theaterverein in erster Linie natürlich seinen Mitgliedern, im weiteren Sinne aber der ganzen Stadt die Annehmlichkeit guter Theatervorstellungen verschaffen soll, da also die ganze Bürgerschaft ein Interesse an dem Verein besitzen muß, so ist die Behandlung einer den Verein betreffenden principiellen Fraae in einem öffentlichen Blatte durchaus gerechfertigt. Außerdem findet die Generalversammlung zu einer Zeit, nämlich im Hochsommer, statt, zu der das Interesse für Theater auf seinem tiefsten Punkt steht. 2) In dem ersten Eingesandt wurde nur das System, noch welchem der Theaterverein arbeitet, angegriffen- Da» leitende Princip de» Vereins, nur auswärtige Kräfte zu den Vorstellungen heran- zuziehen, wurde in der constituirenden Versammlung vor 6 Jahren von einer ganz geringen Majorität ausgestellt, an ihm hat man bi» jetzt festgehalten. Der augenblickliche Vorstand bat eS von seinen Vorgängern einfach übernommen. Eine Abänderung diese» Princip» wird aber sowohl von vielen Mitgliedern des Verein» gewünscht, als auch von außerhalb deS Vereins Stehenden, die, wie man häufig hören kann, ihren Eintritt in den Verein von einer Aenderung dieses PrincipS abhängig machen. Ein Extract aus der Kuhmilch, diesem natürlichsten und gesündesten Nahrungsmittel, in der Form eines leicht löslichen Pulvers, ist die von den Höchster Farbwerken in Höchst am Main — Fabrikanten des rühmlichst bekannten Migränin — hergestellte Nutroie- Ueberall da, wo die peinlichste Schonung eine« geschwächten VerdauungSapparates geboten ist, ist die Verwendung der Nutrose, die daS Fleisch an NSHrkraft weit übertrifft, angezeigt. Löslichkeit in allen möglichen Flüssigkeiten, wie Mttch, Cacao, Kaffee usw., leichte Verdaulichkeit, Billigkeit sind ihre unbestrittenen Vorzüge. — Nutrose, diese« vorzügliche Eiweiß- Präparat, daS in Bezug auf leichte Verdaulichkeit, NSHrkraft und Billigkeit das Fleisch weit üoertrifft, ist in Probeschachteln (k 100 Gr.) zum Preise von 2 Mk. durch alle Apotheken, sowie Droguen- und ■'Mi ;inbt de. ^Enntg »n- . "fite* n h“'"teÄÄ bt iltit#, 26. Februar 1891. dieses Blattes, welcher fit ennt - da er seinem Schlad ium Borstand hat, Io wi« llkb am Platze - sei toi Linie natürlich seinen W imtn Stadt bteSmrehM m soll, da also die Mx ein besitzen muh, io ist to nbtn püncipiellm Frage in lechsntigt. NuhndtM Met !it, nimlld) im Hochs°M«> uf seinem ließen Punkt stehl lbe nur das System, n°t Men. Das leitende Princh ^denBolst-llunWher--' jsrrr'K ä»5 SÄW »*• nbt Jäss»«* 5,ilW* ®ill| r» QMtit, W Jahu der ME lahrungsmitt^.^,^^^ von den n d-s ngsayp-rateS ^.(rflU 0Hl S Neil- ^Mst-reita MtM st M üaliche Eto> >d«1. E$tlS,t rt*J» Re am «n; einfteckl, uw fl^(t viel schllM sBäldje. <““. ? i‘Ai ,iW Raitel1 ,d.». ***«• gb^** Städtischer Arbeitsnachweis Gießen. Garteustrahe 2. Angebot bet Arbeitnehmer. 2 Bäcker, 1 Conditor, 1 Bürstenbinder, 1 Drechsler. 1 Steindrucker, 1 Gelbgteßer, 1 Spengler, 1 Glaser, 3 Lacktrer, 1 Weißbinder, 1 Tapezier, 2 gepiüste Heizer, 3 ungfpr. Hetzer, 4 Bauschloster, 1 Maschinenschlosser 3 Schuhmacher, 1 Bauschetner, 7 Lausfrauen, 1 Kutscher (Fahrbursche), 6 Hausburschen, 1 Kellnerlehrltng, 2 Schlofferlehrltnge, 1 Schuhmocherlehrling, 1 Schneiderin f. Knaben- und Mädchen- kletder für in und außer dem Hause. 1 Strickerin, Flickerin u Nachfrage bet Arbeitgebet. 2 tücht. Drechsler für Drechslerei mit Dampfbetrieb bei bobem Lohn nach Auswärts. 1 Buchbinder. 4 rückt. Glaser (Rabmenmacher), 2 tückt. Wagner nach Auswärts, 1 tüchtiger Schmied, * 4 tücht. Bauschreiner nach Auswärts. 2 tücht. Bau- u. Möbelschreiner n. AuSw. 1 Housbursche unter 16 Jahren, 2 tüchtige Pferdeknechte, 1 Taglöhner. 2 Hausburschen, 10 Dienstmädchen nach Gießen. 2 Dienfimädcken nach Auswärts. 1 verfiele Köchin nach Auswärts, 1 kräftiges Dienstmädchen für Feldarbeit nach Auswärts. 2 träft. Kindermädchen. 1 Stütze der Hausfrau. 1 Schuhmacher-, 1 Bäcker-, 4 Schlosser-, 3 Buchbinder-, 1 Schmied-, 2 Glaser-, 2 Schneider-, 1 Schreiner, 1 Gärtner-, 1 Geibgießer-, 1 Barbier-, 1 Bürstenbinder- , 1 Steindrucker-, 1 Kupfer« schmied-, 1 Maschinenbauer-, ISattler- 1 Spengler-Lehrling.„ Güterverpachtung*. Samstag den 6. März lfd. Js., Nachmittags 2 Uhr, »erden auf dem hiesigen Ortsgerichte die den A. ZZtocks Erven in Gießen zustehenden Grundstücke unter den bei der Verpachtung bekannt gegebenen Bedingungen von Martini 1897 auf weitere 9 Jahre verpachtet: O.-Nr. Flur Nummer Flächeninhalt 1 36 64 u. 65 Acker die Eichgärten unter den neuen Eichen 4039 Dm 2 36 63 Acker daselbst 3870 „ 3 41 35 u. 36 Acker über dem Rodt auf die Rodtgärten 5139 „ 4 40 369 Acker auf dem Sandfeld 527 „ 5 40 380—384 Acker daselbst 2707 „ 6 7 83 Acker auf den Gleiberger Weg 1261 „ 7 39 152, 153,5 Acker unter dem Wiesecker Weg (jetzt links der • Wiesecker Straße) 4660 8 9 39 301—304 Acker links am Wiesecker Weg 39 152—163 Acker unter dem Wiesecker Weg 8470 24153 10 5 350—354 Acker auf den Haddergraben (Wismarer Weg) 8732 ei 11 40 67 Wiese in der Schwarzlach an der Lehmenkaute 1833 ff 12 40 57—60 Wiese daselbst 4909 13 39 40 u. 41 Wiese vor der Zeiselswiese 1651 fj 14 39 44 Wiese die Zeiselswiese 11734 ff 15 39 152 — 172 Wiese unter dem Wiesecker Weg 12957 ff 16 39 1130 Wiese daselbst 1489 ff 17 2 168 u. 169 Wiese am Superintendent Bechtholds Garten 9847 „ 18 2 171 u. 172 Wiese daselbst 1386 „ Die Ord.-Nr. 9, 14 und 15 werden zuerst in Abteilungen von 2 Normalmorgen, und dann im Gesammtfiächeninhalt ausgeboten. Die Flächeninhalte sind dem neuen Gütergeschoß entnommen. 2014 ____________________________________Helfrich, Ortsgerichtsmann. Kailgenlisskllschilst des evllNgklischcnArbkiterlieretlls zu Giessen. Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Einladung |u der Montag den 8. März l. I., Abends 8Va Uhr, in der Keröerge zur Keimath dahier stattftndenden ordentlichen Generalversammlung. 2027 102955.03 Vorlage der Jahresrechnung und Bilanz pro 1896. Erstattung des Rechenschaftsberichts durch den Director. Erwerb von Gelände am Seltersberg. Festsetzung der Bauthätigkeit pro 1897. Abänderung des § 34 des Statuts. Der Vorsitzende des Aufsichtsraths: L. Heyligenftaedt. Activa. 1. Capitalien-Conto 2. Jmmobilien-Conto 3. Mobilien-Conto 4. Casta-Conto 5. VorlageN'Conto v4k 102.— 101782.12 26.05 812.08 232.78 7. Ergänzungswahl des Vorstandes und Aufsichtsrathes. Die Rechnung liegt 8 Tage lang zur Einsicht der Genossen, Garten- straße 11, offen. Gießen, am 27. Februar 1897. JC. 7937.— 73261.53 17^5.96 372.01 Passiva. 1. Geschäftsantheil-Conto 2. Anlehen-Conto 3. Spareinlagen-Conto 4. Reseroefond-Conto 5. Straßenkostenbeitrag- Conto 6. Gewinn-Saldo 2. 3. 4. 5. 6. Tagesordnung. 1. Mittheilungen. Kllugklllchuschilft des evangel. Arbeitervereins zu Giessen. Eingetr. Genoffenschaft mit beschränkter Haftpflicht: Bilanz pro 1896. 2962.— 586.53 102955.03 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1895 . 93 In 1896 gingen zu.......8 2028 In 1896 gingen ab..... 1 7 Daher Stand Ende 1896 ...... 100 Da» Mitglieder-Guthaben beträgt Ende 1896 . . 7937 Mk. Die Haftsumme der Mitglieder Ende 1896 . . . 18700 „ Gießen, den 27. Februar 1897. Baugknossknschsft des evsngel. Arbeitervereins tu Gießen. Eingetr. Genoffenschaft mit beschränkter Haftpflicht. _____________Doering.________Haas.______ Grvßh. KaildumWaftsDiltk zu Groß-MstM (Helfe«). Nur eine frembe Sprache (Französisch): Abgangszeugnisse berechtigen zum Kinjähtigenbienst. Beginn des neuen Schuljahres den 26. April. Srotzh. Directio« bet LaubwirthschaftSschnle. Dr. Dersch. 1986 Mivat-Lehranflalt von Dr. Aüchner Darmstadt, Soderftraste 85. Vorbereitung zum Einjährigen- und Abiturienten - Examen. — Internat. — Tüchtige Lehrkräfte. — Günstige Erfolge. — Beginn des Sommer-Semesters 15. März. Näheres durch Prospect. 1548 Achtungsvoll Dr. A. Büchner. Versteigerungen. Nächsten Dienstag den 2. und Mittwoch den 3. März l. I., jedesmal von Morgens 9 Uhr an, werden in den Großen-Busecker Gemeindewaldungen nachverzeichnete Holzsortimente versteigert: Am ersten Tag in dem District Dörfelsberg bei der Scheidemühle: 212,4 rm Buchen-Scheit, 197,8 „ „ Knüppel, 55 „ „ Stöcke, 4350 Buchen-Wellen. Am zweiten Tag in dem District Wellersloh: 174 rm Buchen-Scheit, 170 „ „ Knüppel, 47 , ,, Stöcke, 5600 Buchen-Wellen. Großen-Buseck, am 26. Febr. 1897. Großh. Bürgermeisterei Großen-Buseck Meyer. 2002 Holzversteigerung. Donnerstag de» 4. März 18)97, von Vormittags 9^2 Uhr an, sollen im Anneröder Gemeindewald in den Abtheilungen 8 Gäns- weide, 15 Dick-Eiche und 17 Haar nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Bau- und Werkholz. 2 Eichenftämme, 0,48 fm haltend, 1 Kirschbaum, 1,4 rn lang, 43 cm Durchm., 0,20 fm haltend, 53 Fichtenstämme, 11 bis 20 m lang, 14 bis 29 cm Durchm., 20,10 fm haltend, 468 Fichten Derbstangen, 9 bis 14 rn lang, 35,38 fm haltend, 222 Fichten-Reisstangen, 7,06 fm haltend. B. Brennholz: 16 rm Nadel-Scheitholz, 4 „ Eichen Knüppel, 1 „ Kirschbaum-Knüppel, 156 „ Nadel-Knüppel, 200 Eichen-Wellen, 4860 Nadel-Wellen, 51,5 rm Eichen- u. Nadel-Stockholz. Die Zusammenkunft ist auf der Grünbergerstraße bei der Kreisstraße Annei od—Großen-Buseck. Annerod, den 26. Februar 1897. Großh. Bürgermeisterei Annerod. Horn. . 2026 Holzversteigerung im Wiesecker Gemeindewatd Freitag den 5. und Samstag den 6. März 1897, jedesmal von Vormittags 10 Uhr an, sollen im Wiesecker Gemeindewald, District Badevburgerwäldchen, versteigert werden: 111 Eichenstämme mit 113,21 fm, , darunter schönes Schnittholz bis zu 57 cm Durchm., 1 Birkenstamm mit 0,42 fm, 77 Nadelstämme mit 31,97 fm, 183 Nadelstangen mit 6,50 fm, 79 rm Buchen-Scheitholz, 117 „ Eichen- „ 16 „ Buchen-Knüppelholz, 84 ,, Eichen- „ 5 „ Nadel- „ 1350 Wellen Buchen-Reisig, 2495 „ Eichen- „ 1255 „ Nadel- „ 10 rm Buchen-Stockholz, 43 „ Eichen- „ Die Zusammenkunft ist am Knoh- platz. Bemerkt wird, daß am ersten Tage das Brennholz und am zweiten Tage das Stamm- und Stangenholz zur Versteigerung kommt. Wieseck, am 27. Februar 1897. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. Sommerlad. 2027 Versteigerung. Montag den 1. März d. I., Nachmittags 2 Uhr, werden Neustadt 5 5 (Bieker'scher Saal) 1 Bett, 1 Commode, 1 Koffer, Stühle, 1 Wanduhr, 1 Tisch, Weißzeug, Kleidungsstücke u. s. w. im Auftrag Großh. Amtsgerichts Gießen versteigert. 2006 Schneider, Gerichts-Taxator. Empfehlungen Prima Aepselwein in der 2040 Stadt Cassel. K. Wienert’s Filiale 1703 (A. Rndner) II Kirchenplatz II Fße. Lüßrahm-Taftl-Kuttcr täglich frisch in u. '/r-Pfd -Stücken. Große Kieler Fiickliuge empfiehlt (2017) J. M. Schulhof. Waschbütten in größter Auswahl empfiehlt Wilh. Kohlermann, Küferei, 1507__________16. Neustadt 15._________ Warme Bäder Mäusbnrg 15. l2l2 1978 ftaditU «Sdel aller Art, sowie tannen lacktrte und eichen poltrle Särge, auch solche nach Vorschrift für Bahntransport, stets vo rätbig. Schreiner Stellet, Schillerstroße 9. Vermiethungen. - 3öj Zwei bis drei Zimmer, Cabtnet und allem Zubehör, nebst Gartenantheil Neubau Hammstratze 14. Näheres Lahnstraße 14. Das auch ein kl. Logis. 1997] Der Parterre-Stock an ruhige Leute zu oermiethen. _________GrÜubergerstratze 86, III. 1998] Wohnung. i—2 Zimmer, Cab., Küche, zu verm. SchÜtzenllraße 11. 1980] Schönes Logts, 3 Ztmmer mit allem Zubehör, per 1. 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