ISO» den 27. Juni Enstes Blatt «t. 148 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gieren HratisSeitage: Hießener Kamitienötätter rkaufen. 313? Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« I Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgeg«. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für den folgenden Tag scheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. m kflt mit Laden unb Ist unter günftigtn erlaufen. 5005 tti Südanlage 18- um sie jetzt für die Deckung der KrtegSkosten zu verwenden. Es wird wohl genug Arbeit geben, bis Alles geschlichtet ist, und dann erst wird die dornenvollste Aufgabe, die Beruhigung Kretas, an die Mächte herantreten. Die Reife des franzöfifchen Präsidenten F'aure nach St. Petersburg ist nun bald ebenso räthselhaft geworden, als die seither in Parts mit so großer Finesse verübten Bombenattentate. Wieder weht bezüglich dieser Reise ein anderer Wind. Erst sollte der Präsident die Fahrt nach Schluß der Parlamentssession, also gegen Ende Juli antreten, dagegen protestirten mit Erfolg einige südfranzösische Städte, denen der Präsident bereits seinen Besuch für diese Periode in Aussicht gestellt hatte, dann wieder hieß es, und zwar immer unter Berufung auf die sichersten offictösen Informationen, er ginge Anfang August, auch hieraus soll anscheinend nicht- werden, da Faure unter allen Umständen eine Begegnung mit dem deutschen Kaiser auf See vermeiden will, was bei einer Reise um diese Zeit vielleicht nicht möglich wäre. ES klingt daher die nun neuerdings wieder auftauchende Kunde aus Rußland, nach welcher die Reife am 20. Juli stattfinden soll, nicht gar zu unwahr- scheivlich. Das französische Geschwader wird genau dieselbe Route wählen, wie das, welches sich unter Führung des Admirals Gervais seinerzeit nach Kronstadt begab. ES ist ferner beschlofien, daß in Kopenhagen Halt gemacht wird und daß nur der Minister des Aeußeren den Präsidenten der Republik nach Rußland begleiten wird, wo der Aufenthalt auf sieben Tage bemesien ist. Während der Abwesenheit deS Präsidenten wird der Premierminister Meline vertretungsweise fungiren und die etwa erforderlichen Decrete unterzeichnen. Dieser Punkt, über den so viel hin und her gestritten wurde, scheint nunmehr definitiv erledigt. Anscheinend darf man sich, was die Faure'sche Reise an den Hof deS Zaren anbetrisst, noch auf eine politische Comödte ersten RangeS gefaßt machen. Der Annexions-Vertrag der Vereinigten Staaten von Amerika mit Hawaii ist vom Senat an einen Unterausschuß verwiesen worden, welcher über die vielleicht aus dem Vertrag entstehenden Verwickelungen be- rathen soll. Wie jetzt bekannt wird, hat der Einspruch Japans gegen die Einverleibung Hawaii's ganz den Cha- ractcr eines Ultimatums,- die Einverleibung wird in dem Einspruch als geeignet bezeichnet, den Handel im nördlichen Stillen Ocean zu stören und bestehende Verträge und Rechte auszuheben. Die Antwort der amerikanischen Regierung auf den Einspruch Japans gegen den Vertrag mit Hawaii ist fast fertig gestellt. Dieselbe läuft auf eine nachdrückliche gesetzliche Vertheidigung der Stellung der Vereinigten Staaten 97.00 104.65 24 PO 9720 OOlO 101.60 112.00 hinaus und führt zur Unterstützung der Ansprüche der Vereinigten Staaten viele Beispiele aus dem internationalen Die italienische Kammer genehmigte die Marine- Vorlage und sodann einen Nachcredit von FrcS. 7 Millionen für SchiffSneubauten. Der Schatzwinister Luzzatti er- klärte, er stimme für größere Aufwendungen für die Marine unter der Bedingung, daß die Budgets für Heer und Marine als ein Ganzes betrachtet und daß keine neuen Schulden irgend welcher Art gemacht würden, daß man eine Politik der vollständigen Sammlung betreiben und daß man der Marine alle Mittel zuweude, die bisher für Afrika aufgewandt worden find. Der Minister lehnt schließlich den von zwei Abgeordneten gemachten Vorschlag, die Erforder- nifie für Schiffsneubauten durch eine Anleihe zu decken, auf» Entschiedenste ab. Politische Wochenschau. Die Nachrichten, die seit einigen Tagen aus Konstantinopel vorltegen, lauten bedeutend günstiger wie bisher und scheint ein Abschluß des Frtedensvertrags nunmehr zweifellos gesichert. Der Sultan scheint dem ein- müthtgen Drängen der Großmächte zu weichen und mit der -Zurückgabe TheffalienS nunmehr einverstanden zu sein. Auch in Bezug auf die von den Griechen zu zahlende Kriegsentschädigung hat der Sultan seine Forderungen bedeutend ermäßigt, waS indeffeu nicht hindert, daß die Regelung dieses Punktes vorläufig für die Mächte noch eine nur unter großen Schwierigkeiten zu umschiffende Klippe bildet. Wenn auch kein Zweifel darüber obwaltet, daß Griechenland sehr wohl im Stande ist, nicht nur seine bisherigen, allerdings hohen Schulden zu zahlen, sondern auch noch die Mittel besitzt, eine hohe KriegSindemnität zu leisten, wenn es nur den ernsten Willen dazu hat unb seine Verwaltung auf ehrliche Bahnen znrücklenkt, so bietet doch im Augenblick daS geschlagene Griechenland der Türkei gegenüber nicht mehr die Kraft und daS Ansehen, daß letztere eine Kriegszahlung an- ntmmt, die nicht in zuverlässiger Weise sicher gestellt ist. Ist doch ein großer Theil seiner Einnahmen schon für ältere Schulden an auswärtige Gläubiger verpfändet, fo die An« leihe von 1881 und 1884, wofür die Tabaksteuer, die Er- trägniffe der Domänen und die Ueberschüffe der Zollein- nahmen von Athen, PiräuS, Patras u. A. die Garantie bieten, ohne hierbei näher die griechische FundtrungSanleihe von 1893 zu erwähnen. ES wird daher uns diesmal nicht leicht sein, bU Form der Sicherstellung der zuletzt vereinbarten Summe zu finden und wird man aller Wahrscheinlichkeit nach gezwungen sein, für eine Anzahl von Jahren, bis die durch ein von den Mächten garantirteS Anlehen herbeigeschaffte Summe der Kriegsentschädigung entrichtet ist, zu einer Verpfändung der Zölle einiger griechischen Häfen, insbesondere ValoS, zu schreiten, denn eS ist voll- ständig ausgeschlossen, daß die Machte etnwtlltgen könnten, ihren eignen Untertanen, soweit sie griechische Staatsgläubiger geworden sind, Sicherheiten auf frühere Anlehen zu nehmen, Vierteljähriger Abonnementsprei» r 2 Mark 20 Psg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Psg. Redaction, Expedition und Druckerei: SchutstraßeM.7. Fernsprecher bl. 1897. itlberreo" Mit s »sn 1887 enirvb- L>bl- ßt ein und nach wetteren 14 Tagen entschlüpft der dunkelroth- braunen, tönnchenförmigen Puppe daS vollkommene Insekt. Die Entwickelung dauert also höchstens fünf Wochen, so daß im Laufe eine« Sommers mehrere Generationen aufeinander folgen. In der Wahl des Ortes, wo sie ihre Eier ablegt, gibt es für die Fliege kein langes Schwanken, wenn ihr kein Dünger zur Verfügung steht, benutzt sie zur Ablegung Fleisch, feuchte Nahrungsmittel, Spucknäpfe u. f. w. Im Gegensatz hierzu bedürfen die Maden, wenn sie erwachsen find, zur Verpuppung einet trockenen Platzes. Manche Leute find der Meinung, daß die Stubenfliegen zu Zeiten auch stechen. Wenn die Fliegen stechen, dann regnet es, hört man vielfach auf dem Lande sagen. An der Sache ist etwas Wahres und doch ist die Annahme nicht richtig. Die durch ihre unangenehme Neigung zum Stechen so lästige Fliege ist nämlich mit unserer Stubenfliege nicht identisch, sie gehört einer anderen Art an, die hauptsächlich im Spät- sommer erscheint und den Namen Stechfliege sührt. Der Stubenfliege ähnlich an Farbe und Größe, unterscheidet sie sich von derselben in erster Linie durch den wagerecht auS dem Maule vorstehenden Stechrüffel. Eigentlich lebt die Stechfl ege im Freien ober in der Nähe von Viehställen. Blut ist der ganz besondere Säst, mit dem sie des Leibes Nahrung befriedigt,- ein Vampyr int Kleinen, saugt sie eS den armen Thieren auS. Sobald aber die Luft sich mit Feuchtigkeit anzufüllen beginnt, zieht sie den Aufenthalt im Zimmer vor, also bet drohendem Regen. Wo Viehstalle in der Nähe find, kann man sich kaum deS schrecklichen Quälgeistes erwehren. Ah, was haben wir da? Einen mächtigen Brummer, auch Schmeißfliege genannt. Wir kennen ihn an seiner bedeutenden Größe und dem blauen Hinterleib. Die Schmeißfliege ist der Abscheu unserer Hausfrauen, forgfältig schützen fie Fleisch unb andere Nahrungsmittel vor ber gefürchteten Bestie. Ist doch bas Fletsch, an daS fie ihre Eier ablegt Der Lietzener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme be» MontagS. Die Gießener A-aMittendtütter werben dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Feuilleton. Eine Entdeckungsreise im Wohnzimmer. Von Hermann Greiling. (Nachdruck verboten.) „Willst Du in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah —" Wir find gewohnt, das Jntereffante draußen zu suchen, im Wald und auf der Flur, wo die Vögel fingen und die Blumen blühen. Aber daS Wetter ist für heute doch zu fchlecht. ES regnet in Strömen. Da lautet die Losung: Hübsch daheim bleiben! WaS aber anfangen? Der Sonntag ist ein ErholungStag, unb bie Arbeit will, wenn man sich einmal etwas anderes vorgenommen hat, gar nicht recht schmecken. Doch können wir unsere Excurfion denn nicht trotzdem vornehmen? Wie wäre eS, wenn wir z. B. einmal unser altes, trauliches Wohnzimmer wiffenschastlich erforschten? _ , _ Fangen wir zunächst einmal ein Exemplar unserer Stubenfliege, um eS einer genauen Besichtigung zu unter- werfen. Wahrlich, ein allerliebstes Thier, soweit ihr Aeußeres in Frage kommt. Welch feiner, zarter Bau, welch zierliche transparente Flügel! Allerdings zählt sie zu unseren Feinden, sie bildet eine der lästigsten Plagen der schönen Jahreszeit. Sie hestet sich an die Fersen des armen Menschen, wohin er sich auch flüchten mag, und fühlt sich eben so behaglich im kalten Norden wie in den sonnigen Tropenländern. Ihre Menge darf uns nicht auffallen, im Gegentheil, wir müssen unS wundern, baß fie nicht hunbertmal zahlreicher ist. Denn ihre Fruchtbarkeit ist eine ganz erstaunliche. In einer Viertel- stunbe entledigt sie sich eines Schockes perlmutterglänzender, walzenförmiger Eier, auS denen schon nach höchstens vier- zehn Stunden die jungen Larven hervorkriechen. Diese, die bekannten Maden, find nach 14 Tagen erwachsen, puppen sich ine j feSiX Meßmer Anzeiger Keneral-Wnzeiger. ^euen Deutsches Reich. Berlin, 25. Juni. Zu der Frage der Behandlung der Socialdemokratte schreibt die Crefelder Zeitung: Wenn man überhaupt sich hüten soll, nur aus einem gewissen Gefühl heraus die Gesetzgebung anzurufen, wenn man nicht gleichzeitig bestimmt sagen kann, was man nun eigentlich will, so ist solche Vorsicht bei der Frage: waS Hilst gegen die Soctaldemokratie, doppelt unb dreifach geboten. Nun find bei ber zweiten Lesung deS Vereinsgesetzes von nationalliberaler Seite Redewendungen gefallen, die von der Regierung nur alS eine Aufforderung zu einem neuen Socia- Wertgesetz, also zu einem Ausnahmegesetz, aufgefaßt werden können. Dir Zweckmäßigkeit einer solchen Ermunterung bezweifeln wir. Wir halten es für wohl angebracht, der von einigen Blättern fast täglich wiederholten Behauptung, daß unter den Industriellen überhaupt keine andere Meinung fei, alS: ein neues Ausnahmegesetz muß her, entgegenzutreten. Wir hörten diesseits und jenseits des RheineS in industriellen Kreisen in den letzten Wochen oft mit größter Bestimmtheit das Wort aussprechen: Alles, nur keine neuen Experimente! Man sagte unS: man möge fich doch in Berlin nicht vor* stellen, alS ob die Thatsache, daß unter unseren Arbeitern Socialdemokraten find, uns die Nachtruhe raubt, oder meinen, es sei da überhaupt kein Auskommen. Die Zahl derjenigen Arbeiter, die thatsächlich gefährliche Politiker find und für ihre Ideen arbeiten, ist — so lange Arbeit und Verdienst da ist — eher im Sinken als im Steigen. Aber eS ist ganz klar, wird von oben wieder das Schreckbild einer AuS- nahmegesetzgebung auSgehängt, so werden die socialdemokra- tischen Mühlen allenthalben im Handumdrehen wieder lustig — und fie hält deren bis 200 vorräthig, die nach etwa vier Wochen die fertigen Insekten liefern — unrettbar der Fäul- niß verfallen. Die Maden kriechen schon nach einem Tage auS und bohren fich sofort in daS Fleisch, den Käse oder die Nahrungsmittel ein, wo fie daS Licht der Welt erblickt haben, sie wachsen förmlich zusehends und ihre ekelhaften Entleerungen verderben eS rasch. Ihr WachSthum ist ein so schnelles, daß fie innerhalb zweier Tage daS Vierhundertfache ihres ursprünglichen Gewichtes erreichen — eine Leistung, die ihnen kaum ein anderes lebende- Wesen so leicht nachmacht. Die wenigsten dürften übrigens wiffen, daß es auch Fliegen gibt, die lebendige Jungen zur Welt bringen. U. a. bie Fleischfliegen, bereu Eier schon im Mutterleibe auS- kommen. Man hat berechnet, daß fich bie Nachkommenschaft nur eine- Exemplars biefer Fliegenart während, eines einzigen Sommers auf 5OO Millionen belaufen würbe — wenn man fie fich ungestört vermehren ließe. Zum Glück sorgt unsere Reinlichkeit und sorgen unsere Vögel bafür, daß bie 500 Millionen nicht voll werben. Die Gefahren, welche uns von den Fliegen drohen, sollten wir nicht unterschätzen. Wenn wir auch nicht so von ihnen zu leiden haben, wie die Bewohner südlicher Regionen, so find doch Vergiftungen durch Fltegenstiche, deren Urheber vorher mit giftigen Substanzen in Verbindung gekommen find, immerhin nichts Seltenes. Auch als Verbreiter von Cholerabazillen können fie gefährlich werden. Brehm belebtet, daß man Fliegenmaden, wenn auch nicht gerade die unserer Stubenfliegen, au« Ohrengeschwüren heranSgeschnitte» hat, unb daß eine Fleischfliegenlarve den inneren Augen- winkel eines Knaben, der im Freien eingeschlafen war, derart verletzte, daß er erblindete. Vorficht also beim Schlafen im Freien. (Schluß folgt.) iebück, , Wiener Cm lettler. ^'•eener, ^LBier. Amtlicher Theil. Gesunden: 1 golb. Ring, 1 Spazierstock, 1 Taschenmesser, 1 brauner Handschuh, 2 Taschentücher, 1 Handtuch, 1 Lampe und 1 Heustrang. Gießen, den 26. Juni 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. 23.: Roth. °L 8 1905 101- ?190610k; atü ** ' i 81.08 * - te lie i werden; irscheint, ist unstreitig Dwts-land». ist in jeder Nummer Lierteljabr abonrfrt auf die »NieMe ,d)5: I Itn Central-Anierzer; Die Naturalien- M raW: Das AM Mu fw-.u-f-n,); HauswirthM und ines bochin eressanten, « w Bellum MN- rhierschlltzbestrebMim ligkeit anUnttrW .r.nmeM aberlOr iorstbeamten, Miner, alten in allen LLndem i und liefern die im 1 prompt M M-n >nl'__ UM Haurarbeit Witdr-GarE. “ Sorten Schub, jjtt», Schneider- und 2m beigen die in der Probe- nehmt unbeanstandet Ä »WUatia. imt1pti4tn,$ntmnat1c# 1 J-Hk Saraotie. ranco. M i 3431 theaberger Wto. 11 fuM M. tun einigemal H tyl Dttl Ml 8, Willi, to. klapper». Dann beleben sich die Versammlungen wieder, die an sehr vielen Orten im Veröden waren, und die Arbeitergroschen, über deren Verstechen die socialdemokratischen Blätter die Zeit her laut klagten, fließen wieder munter in die allzeit durstigen Parteikaffen. Wo der Arbeiter heute einen guten oder noch leidlichen Verdienst hat, ist er zum Glück nicht so geartet, wie ihn sich die geängstigte Berliner RegierungSphantaste blutroihrevolutiouär auSmalt. Die Gefahr, welche io der Socialdemokratie liegt, soll damit gewiß nicht unterschätzt werden- eS hieße blind sein, wollte mau verkennen, wie sehr ein Theil der Arbeiterschaft von Haß oder, waS beinahe gleich schlimm ist, Verachtung erfüllt ist- Haß gegen Staat und Besitz, Verachtung alles deffen, waS die bürgerliche Gesellschaft noch hochhält! Allein daß gilt doch gewiß nicht von der Mehrzahl der Arbeiter. 61 gibt erfreulicherweise sicherlich noch Tausende von Arbeitern, die nicht daS Gefühl haben, weil fie Arbeiter find, seien sie nothweudigerweise unglückliche Menschen. Namentlich gilt daS von denjenigen Arbeitern — statistisch wird sich dafür freilich keine Zahl finden lasten —, welche durch ihre eigene Tüchtigkeit oder durch wohlbedachte Fürsorge der Arbeitgeber zu einem Besitz, eigener Wohnung und Land, gekommen find, oder doch in mehr oder minder behaglichen Verhältnissen leben. Derjenige Industrielle, welcher in der Lage ist, iu dieser Hinsicht Gutes zu wirken, thut jedenfalls mehr zur Bekämpfung der Socialdemokratifirung als derjenige, welcher — ein Ausnahmegesetz verlangt. Allerdings kann eine solche Fürsorge nicht jeder übernehmen- aber eS ist schon da und dort geschehen, daß größere Verbände diese praktischen Aufgaben der Socialpolitik übernehmen, und unsere VerficherungS- anstalten werden mit ihren Kapitalien dabei Bedeutendes noch zu leisten berufen fein. werteste AesehBJehtE» Wolffß telegraphisches Correfpondenz-Bureau. Berlin, 25. Juni. Die Commission de- Herrenhauses zur Vorberathung des VereinsgesetzeS nahm mit 14 gegen eine Stimme die Vorlage in der Faffung des Abgeordnetenhauses und ferner mit 11 gegen 3 Stimmen den Antrag Stolberg an, wonach Artikel 1, 3 und 5 in der Fassung der freiconservattven Anträge des Abgeordneten- banse» (kleines Socialistengefetz) wieder hergestellt werden. Bei Artikel 3 find jedoch die Worte „sociale" und „com* muntstische" gestrichen, so daß nur socialdemokcatische und anarchistische Bestrebungen betroffen find. Köln, 25. Juni. Die „Köln. Ztg." meldet auS Kauea: Die österreichischen Kriegsschiffe brachten neuerdings griechische Boote auf, die Aufständische, Waffen, Krieg»- vorrath und Dynamit führten. Die österreichischen Schiffe „Blitz" und „Comet" waren in der Bucht von KiffamoS während der vergangenen Nacht in großer Gefahr und zwar infolge von Treibminen, die von den Aufständischen gelegt und in Bewegung gesetzt waren. Nürnberg. 25. Juni. Im RathhauSsaalr wurden heute bei« Abbrechen der Truhen, welche bisher als Titze dienten, in einer Truhe über 20 große Foliobände und eine Anzahl Handschriften von Fürstlichkeiten gefunden. Die werthvollen Bücher, die noch gut erhalten find, stammen zum Theil aus dem 16. Jahrhundert. Der Fund wurde dem Stadtarchiv übergeben. Helgoland, 25. Juni. Der König der Belgier hat fich kurz nach seinem Eintreffen an Bord der „Hoheozollern" zum Besuch deS Kaisers begeben. — Der Erzherzog von Oldenburg ist Vormittags gelandet- er befichtigte das Nordseemuseum und die biologische Anstalt. Wien. 25. Juni. Wie daS Correspondeuzbureau aus Konstantinopel erfährt, besteht die Pforte darauf, daß die Grenzregulirung die SalamhriaS- und LeraghiS- livte biß Thrnavoß umfaffe. Die leitenden militärischen Kreise sollen eifrig dahin wirken, daß die neue Grenze dar Karadapb'Gebirge, sowie auch Bolo mit einfchließe. Brnffel, 25. Juni. Der Senat nahm gestern mit 47 gegen 8 Stimmen und 3 Stimmenenthaltungen die Gesetz« Vorlage an, betreffend den Ankauf der Eisenbahn Grande Central Beige und der Nebenlinien durch den Staat. Loudon. 25. Juni. In dem Toaste auf die fremden Fürstlichkeiten hob der Lordmahor hervor, indem er fich an den Prinzen von Neapel wandte, der Prinz sei ein Enkel des Königs, der so hervorragend durch seine Energie und Sorge für da« Volk gewesen sei. Er sei ein Abkömmltug jenes großen Humbert, der vor 800 Jahren so viel für Italien schaffte. ES sei für ihn eine große Ehre, den Prinzen willkommen zu heißen. Redner wandte fich alsdann an den Herzog von Auerstädt und erinnerte daran, daß die englischen und frauzöfischen Fahnen die Sache der Freiheit ver- einigte. Die Franzosen und Engländer könnten niemals eine Nation sein, die verschiedene Jntereffen hätten, beide hätten die gleichen freisinnigen Bestrebungen. Der Prinz von Neapel erwiderte in englischer Sprache Namens der Gäste der Königin. Er dankte dem Lordmayor für die liebenswürdigen Worte der Gastfreundlichkeit. Er und seine Gemahlin seien der Lordschaft für die freundlichen Worte für Italien und da» Hauß Savoyen und das italienische Volk überaus dankbar. Der Prinz schloß: „Wir danken von ganzem Herzen." Der Herzog von Auerstädt hob den Eindruck hervor, den die Haltung der englischen colonialen Truppen auf Alle gemacht habe. Desgleichen seien die enthufiastischcn Kundgebungen und daS tresfliche Verhalten der englischen Bevölkerung während der JubiläumStage zu rühmen. Er sei ferner tief bewegt von der Ausnahme, die den Gästen vom Prinzen von Wales und den Mitgliedern der königlichen Familie bereitet worden sei. Loudon, 25. Juni. Ein heftiger Wirbelsturm, verbunden mit starkem Gewitter und Hagelschlag, ging gestern über London und Umgegend. Der Materialschaden ist sehr bedeutend- auch Personen wurden verletzt und zwei Menschen vom Blitz erschlagen. Der Ballon captif im I Regentpark wurde auS seiner Feffelung lo-geriffen, stieg über 1000 Fuß in die Höhe und platzte alSdann. Die Feffelu fielen mit großer Heftigkeit zu Boden und zerstörten viele JubiläumS-Decoratiouen. Windsor, 25. Juni. Die Königin ließ heule im Park von Windsor 6000 Kinder, die daß Jubiläum der Königin feierten, vorbeiziehen. Auch die Feuerwehr drfilirte vor der Königin. In ganz England herrscht schönes, wenngleich etwaß trübe» Wetter. Petersburg. 25. Juni. Daß Panzerschiff „Gangut" ist heute Vormittag bei eine« Sturm auf ein unterseeisches Riff in der Nähe von Transund ausgefahren und untergegangen. Die Offiziere und Mannschaften wurden gerettet. „Gangat" ist eines der neueren und besten Schiffe der rusfischen Kriegsmarine. Depeschen deß Bureau ,£a:oQ).' Berlin. 25. Juni. Im Abgeordnetenhaus wurde heute die Interpellation betreffend die Getreidefrühbörse besprochen. Der Handelßminister beantwortete dieselbe in versöhnlichen Worten und sagte, er betrachte die Frühbörse nicht als Markt. Man erwarte eine Verständigung mit den Getreidehändlern. Die nächste Sitzung ist unbestimmt, vielleicht am 20. Juli. Die Sesfion deß Landtags wird voraußfichtlich am 24. Juli geschloffen. Berlin, 25. Juni. Der gestern hier eingetroffene deutsche Botschafter in Row, v. Bülow, hatte heute Vormittag mit dem Reichskanzler eine längere Unterredung. Budapest, 25. Juni. Der ungarische Naturforscher Samuel Brassy, Mitglied der ungarischen Akademie der Wissenschaften, der vor kurzer Zeit seinen 100. Geburtstag feierte, ist gestern gestorben. Madrid, 25. Juni. Aus Havanna wird gemeldet, die Entrüstung über die Grausamkeit des General- Wehl er fei so groß, daß ein Jnsurgentenchef 36 spanische Gefangene aufhängen ließ. Brnffel, 25. Juni. Die gestern hier eingetroffene Congo- post bringt keinerlei Meldung über die Colonne DhaniS, dagegen einen ausführlichen Bericht über die Einnahme der Festung Redjaf durch die Truppen ChaltinS. Redjaf, welches 10000 Einwohner hat, und von 4000 Mann besetzt war, wurde am Abend des 17. Februar genommen. Die Beute bestand in zwei Bronce-Kanonen, Waffen und Munition. Der belgische Lieutenant Sarolea fiel in dem Kampfe. Der Verlust der Madhisten betrug mehrere Hundert Mann. Die Bevölkerung von Redjaf zeigte sich glücklich über ihre Befreiung au» den Händen der Madhssteu und unterwarf fich den Congobehördeu. Die geographischen Resultate der Expedition ergaben, daß Lago am Nil nicht mehr existirt, obgleich diese Stadt auf allen Karten angegeben ist, ebensowenig drei andere Handelsplätze. Der Ort, wo letztere gelegen haben, läßt sich nicht mehr feststellen. London, 25. Juni. „Daily Mall" meldet, die Zahl der officiell Etngeladenen zur Flottenschau sei so groß, daß dazu ein Packetdampfer zur Verfügung gestellt werden mußte. Allein 450 englische Schiffe werden iu fünf Linien aufgestellt. London, 25. Juni. Die Königin sandte anläßlich des Jubiläums eine größere Summe nach Athen zwecks Unterstützung der aus Thessalien geflüchteten Griechen. London, 25. Juni. Die französische Colonie hat der Königin Victoria eine künstlerisch auSgestattete Glückwunsch-Adresse überreicht. Berlin, 26. Juni. Die 31 Jahre alte Malersehefrau Marie Schtnike in Pankow ermordete gestern ihre beiden Knaben im Alter von 4% und 2y2 Jahren durch HalS- abschneiden und versuchte fich dann auf dieselbe Weise zu tödten. DaS Motiv der That ist darin zu suchen, daß der Gerichtsvollzieher erschien, um die Familie wegen rückständiger Miethe zu rxmittiren. Die Frau wurde schwer verletzt tu die Charitee gebracht. Paris, 26. Juni. Der Untersuchungsrichter Poittevie erhielt von Charles Lessep» aus London einen Brief, worin sich Letzterer bereit erklärt, alle bezüglich der Panama- affatre an ihn gerichteten Fragen aufs Genaueste zu beantworten. Die Panamaaffaire wird dadurch in die Länge gezogen. Alle Parteien der Kammer haben fich gestern darin verständigt, die UnterfuchungS Commisfion in der Panama- angelegeaheit nach der Stärke der einzelnen Fracrionen zu bilden. . €ex*U» unt> protrfnjUa«. Dietzen, den 26. Juni. Die Feier de» JahreSfesteß der Universität findet nächsten Donnerstag den 1. Juli in üblicher Weise in der großen Aula der Univerfität statt. Nach der Festrede des RectorS findet die Verkündigung der Preise über die eingereichten UuiverfitätS-PreiSaufgaben, sowie die ThemataS der neuen Preisaufgaben statt. Nachmittags findet in „Stein» Garten." von 4*/a—6J/8 Uhr Covcert, sowie Abends 8i/i Uhr Commers daselbst statt. • • Bon der Universität. Der juristischen FacultätS- prüfung im Sommersemester 1897 haben sich 45 Candi- baten unterzogen. Von diesen find mit Rücksicht auf den Ausfall der schriftlichen Prüfung 14 zurückgetreten- 8 Candi- baten haben die Prüfung nicht bestanden, 22 Candidatev haben fie bestanden, darunter 5 „sehr gut", 4 „gut", 13 mit dem Prädicat „genügend". Die mündliche Prüfung eint» Candidaten steht noch auS. * * Gießener Volks« und Schwimmbad. ES wird unS mitgetheilt, daß mit den vorarbeiten für diese» Etablissement begonnen worden ist und sollen, um den Transportverkehr möglichst von dem Selterßweg abzulenkev, ca. 80 Mtr. des SchoorgrabenS nach der Bahnhofstraße hin überwölbt werden. * • Süddeutsches Männer-Sextett Concert am Dienßtag den 29. Juni in „Steins Garten". Aus Zaber» erhalten wir folgenden Bericht: „Alljährlich, wenn der Frühling auf die Berge steigt und in den Kunsttempelu der Großstädte das letzte Lied, das letzte Wort verhallt ist, ziehen gleich Wandervögeln, die gottbegnadeten Künstler hinaus, in den Provmzstädten den fern von den Stätten der Kunst Weilenden daS langentbehrte Lied, den oft vermißten Kunstgenuß zu bieten. Auch hier nach Zabern kommen um die Jetztzeit diese Zugvögel und die ersten auf dem Platze find fast immer diejenigen sechs Herren, welche unter der allseitß geachteten Flagge . „Bleicher» Süddeutsche» Männer-Sextett" segeln - auch diese» Jahr wieder trafen fie mit der gewohnten Pünktlichkeit ein und gaben gestern vor einem für die hiesigen Verhältnisse zahlreichen Publikum im Saale de» Hotels zur Sonne ein Concert, in welchem fie stürmischen Beifall ernteten. Die Chorlieder waren fast ausschließlich Volkslieder, zum Theil der Klaffe „schwierige Volkslieder" angehörend, und wurden mir einer solch feinen Nuancttung und reinen Intonation vorgetragen, wie man eS nur von Künstlern ersten Range» erwarten kann. Wohl oder übel mußte daß Sextett zu dem reichhaltigen Programm noch mehrere Nummern zugeben. Wie man voraussehen konnte, war der gestrige Abend ein Kunstgenuß sondergleichen für die Besucher und wir hoffen, die Sänger im nächsten Jahre mit einem „Salvete" empfangen zu können, nachdem sie gestern für diesmal mit „Salve" von uns Abschied nahmen. • * Der Grand CircuS ImmanS. welcher beim hiefigen Publikum (von vor 2 Jahren her) in bester Erinnerung steht, eröffnet Dienstag den 29. Juni, Abends 8f/s Uhr iw dem hocheleganten, durch eigenen Dampfbetrieb elektrisch beleuchteten Pracht-CircuS auf „Oswalds Garten" einen kurzen CycluS von Vorstellungen mit einer großen Gala-- Eröffnungs-Vorstellung, welche fich in jeder Hinficht glänzend gestalten dürfte. DaS ca. 80 Personen zählende Künstler- Ensemble soll nämlich an» den großartigsten Specialitäten der Gegenmart bestehen und de facto ganz außerordentliches bieten. Geverbegericht. Als Beisitzer für da» Gewerbe- gericht im Monat Juli werden fungiren für die Arbeitgeber Bauunternehmer Wtnn, für die Arbeitnehmer Jul. Bräutigam. § Ruppertenrod, 26. Juni. DaS Schwärmen der Bienen findet noch häufig jetzt statt und dürfte noch später bei einzelnen Völkern, wo nicht vorgebeugt, fich zeigen. Diese Verspätung der Schwarmzeit liegt in dem Verlust der Völker begründet, den diese durch daS ungünstige Lenzwetter erlitten. Einen Schwarm, der zu ganz ungewöhnlicher Tageszeit ab- stteß, erhielt dieser Tage ein hiesiger Bteneobefitzer. Besonders gute Honigernte steht nicht in Aussicht. Die Bienen vermochten die FrühjahrStracht des Wetters wegen nicht recht zu benützen und der weiße Klee, der die Hauptsommertracht liefert, scheint weniger gut zu honigen. Vor einer allzu starken AuSschleuderung der Völker möchten wir warnen, da eine solche, wie im vorigen Jahre der Fall, bei nachfolgender schlechter Tracht den Verlust der Bölter im Winter nicht selten im Gefolge hat. * Wetzlar, 26. Juni. Gestern Nachmittag fiel ein etw» dreijähriges Kind beim Garten deS Herrn Karl Luh in der Neustadt in die Dill. Da» Kind, weiches dem Tode schon sehr nahe war, wurde glücklicher Weise noch rechtzeitig durch Herrn Luh gerettet. * Wiesbaden, 24. Juni. Dem „Rhein. Kur." zufolge vermachte die verstorbene Wittwe deß Hauptmanns Frey tag dem Brandenburger Heilstättenvereiu für Lungen» kranke und dem evangelischen JohanniSstift in Berlin je 100000 Mk, der Anstalt Bethel Bielefeld 50000 SRI und 13 anderen Wohlthätigkeit» - Anstalten von 5000 Mk. bi» 10000 Mk. • Leipzig, 24. Juni. Im Zahnatelier von Werndl in der Kurprinzftraße erfolgte heute eine SpirttuSexplosion. Der 18 jährige Zahntechniker Arthur Höpfel verbrannte biß zur Unkenntlichkeit. * Innsbruck, 23. Juni. Ein 14jähriger Knabe au» Aßlin (Pusterthal), der am 19. d. nach den Hochgebirgseen zum Fischen ging, ist im Schneesturm erfroren. Eingesandt. Leife Anfrage! So viel mir bekannt, besteht dahier eine Polizei-Verordnung, laut welcher die Hausbesitzer während trockenen, heißen Wetter» täglich Morgens und gegen Abend die Trottoir» läng» ihrer Hof- raithen bei Strafe gründlich zu begießen haben. E» würde dankend anerkannt werden, wenn diese zweckmäßige Verordnung durchweg gehandhabt würde. Einer für Viele. Brodpreise vom 27. Juni bis 11. Juli 1897. Der hiesige« Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod......27 Pfg 2 Kg. (4 Pid.) Taielbrod......54 , 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod......25 , 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod......50 , 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot»......23 , 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod.....46 , 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod......69 , Der auswärtigen Bäcker. 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bei L. Schmidt, Gr.-Linden 42 „ L. Steinmüller, Gr.-Ltnden 42 „ W. Steinmüller v. L. Gön», 42 „ G. Jacobo v. Alten-Buieck 44 Pfg. W. Weitzel von Lang-Gänß 46 „ Aug. Deibel von Wieseck 50 „ W2H. Fabel von Wieseck 50 , 2 Kg. (4 P^d.) Schwarzbrod bei L. Schmidt, Gr.-Ltnden 40 , L. Steimnüller, Gr.-Linden 40 , Joh. «d. Belle v. Kirch-Gän» 40 , W. Weitzel von Lang-GönS 42 , 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod bei Ernst Christ von Wieseck 66 w W. Fabel von Wieseck 66 „ Heuchelheim. •tiattfi«. Garteuftraße 2. Der Vorstand. Anfang 8 Uhr. 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Bries 16.23 20.36 4.20 1176,33 14106 44 3600,— 6. Zu vertheilender Gewinn ..... Gefl. Anmeldungen nehme in meiner Wohnung, Bleichftraße 7, oder am Sportplätze von Vormittags 6—9 Uhr und Nachmittags von 5—9 Uhr gerne entgegen. Aktiva. Kaffenbestand . . Ausgel. Kapitalien. Güterkaufgeld . . Mobilien . . . . Fällige Zinsen . . Passiva. Capital-Einlagen . . StammantheilederGe- noffen..... Im Voraus erhobene Zinsen von Güterschillingen . . . . Reservefond . . . Specialreserve . . 101.— »oi.— 101.— 102.50 fle«176] <$in W-n^inHe Lehre Mg-chM Marmor- und Steinmetzgeschäft. für Küche und Hausarbeit gesucht. 6176 61631 ®eff. ült. Mädchen, tücktia ^rau Max Stadlberg Moltkestr. 2. und welche in jeder -instcht, wenn beide Geschäfte fachmännisch geführt, ganz bedeutend verbessert und ver- grSßert werden rönnen per 1. Oktober d. I. zu vermiethen, ev. ifi auch das Hans mit großem Hof und Garten, Lagerhaus re ,n verkaufen. Off nut. A. B. 755 an II aas en - stein & Vogler, A.-G., Kassel. 6u36] 24000 Mark auf erste Hypothek zu niederem Zinsfuß alsbald gesucht. Angebote unter Z. 100 an die Exped- d. Bl- erbeten. erfahren, völlig gesund, für Ans. August für kinderloses Haus gesucht Sehr hod. Lohn, Reise frei, freundl. Behandlung, dauernde Stellung. Anerb mit Zeüan- an Frau Major Klingelhöffer, Mör- chtngen in Lothringen. eoveefstonirier Bierausschank mit Eolonialwaaren Geschäft betrieben, ichvitiag fiel ein etwv bei Henn Karl Luh nb, welche! dem Todt Weise noch tttyititig X. 17188,39 352018,19 105954,35 200,— 6380 07 6163] Befs. ält. Mädchen, tüchtig im Kochen, in allen häuslichen Arbeiten Sd?iffsnad?rid?teit* vlorddeuttcher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agentm 6erl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 25. Juni. sPer transatlantischen Telegraph.] Der Postdampser Prinz-Regent Luitpold, Capt. H. Walter, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 1 Uhr Mittags wohlbehalten in Newyork angtkommen. icfterr. dto. 97.00 104.75 24 70 97 30 ÜO.lO der Stadt Gistze». «nfgebo*-. Juni: 22 Karl Theodor Julius Martin Lachmann, Eonducteur -u Köln, mit Anna Louise Beit Hierselbst. 22. Georg Karl Haupt, Sergeant dahier, mit Margarethe Henriette Volk hlerselbst. 22. Heinrich Schmidt, Fuhrmann zu Frankfurt a. M., mtt Anna Wenzel daselbst. Gbefchlietzunge« Juni: 21. Hermann Randeroth, Kaufmann zu HerSfeld, mit Rosalie Meyerhoff hlerselbst. Gaboren». Juni: 16. Dem Schutzmann Wilhelm Gemmecker eine Tochter. 16. Dem Schlossermeister Ludwig Haubach II. eine Tochter, Anna Luise Mathilde. 16. Dem Gärtner Fritz Schmitz ein Sohn. 17. Dem Metzger Geora Müsfing ein Sohn. Georg. 17. Dem Maurer Heinrich Nicolai ein Sohn. 18. Dem Küfer und Wirth Earl Schmid ein Sohn, Earl Georg. 19. Dem Dachdecker Heinrich Christian Panz eine Tochter, Anna Marie Josephine. 20 Dem Taglöhner'Wilhelm Hofmann ein Sohn, Heinrich Ludwig. 20. Dem Locomotivheizer Karl Ohr eine Tochter. erfMcben« Juni: 18. Berthold Eichelmann, 7V» Jahre alt, Sohn von Kaufmann Ferdinand Eichelmann zu Berstadt. 18. Otto Friedrich Vtncaii 3*/i Deutsche Rrtch^anl. 3 Preuß. ConsolS 3Vi Gr. Hessische Obl. Der vrodverkän-er. Dieselben Preise wie bei den hiesigen Böckern. Gießen, den 27. Juni 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. SB.: Roth. Friseur-Gehilfenschaft Giessen. Heute Sonntag den 187. Juni: SW" Große Abendunterhaltung TB® im Saale des „Wiener Hof", wozu ergebenff einladet 6179 «bendeonrser 156.l V I Oesterr. Eredtt A.tien 1. 2. 3. 4. 5. 4. 5. Hausbursche gesucht 6160 A. Kröll, SelterSwea 12. ,Rhein. Kur." infolge bc bei Hauptmanns ttenoereta für Lnngen- ,nM in Berlin ij ifdb 50000 Mk. unt J von 5000 Mk. bis atelier von Werndl io Spiritnsexplosio''' Höpfel verbrannte W ^jähriger Knabe out iadj benHochgibtrgsk-0 erfroren.___ 42 , 42 » u 46 - 50 , 50 - 40 . 40 - Oesterr. Staatsbahn v. 1885 (0.00 4 Jtal. staatSgar. Etfenb. 57 60 5 Gredil 'Ierein Keuchekheim (Eingetr. Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht.) Bilanz am 3t. December 1896. Pro-aN Oesterr. Silberrent« Lonys Bierkeller. Tanzkränzchen, 10 ^eV^htn fein bÄ auf *i,e bwS Sh Sä M mehrere Rum. Sucher unb wir 1 u“ "S-lvete- ltn Mtimal mit a Mer Elinneruna JBenbi 8V, Uhr i! Zerrieb eltctrisch be. ^°«en- einen ^en iiner großen Gala- iber Hinsicht gllinzent 6a zahlende Künstler, Zigsten tzpecialitaten ganz anherordent. ist Zuli ttt* MattbäuSgemetnde. Den 22. Juni. Dem Taglöhner Friedrich Rill eine Tochter, Auguste Anna Elisabeth,, geboren den 6. November. Markusgemetnde Den 20. Juni. Dem Schuhmacher Theodor Eisfeller eine Tochter, Ttllt, geboren den 30. Mat. Lukasgemeinde. Den 20. Juni. Dem OperationswSrter Peter Schmidt eine Tochter, Mathilde Elisabeth Karoline Katharine, geboren den 1. Juni. Denselben. Dem Postbilfsboten Heinrich Emrich ein Sohn, Hermann, geboren den 16. Mat. Den 25. Junt. Dem Wetnhändler August Schwan ein Sohn, Ernst Carl Berthold, geboren den 21. Mai. BrnDiat». Mattbäusgemeinde Den 23. Juni. Luise Wilhelmine Schäfer, 20 Jahre alt, starb den 21. Junt. Kunst-Ausstellung, nähme des Samstags, von 11 bis 1 Uhr, am Mittwoch auch noch von 3 bis 5 Ubr. Sonntags ununterbrochen von 11 bis 8 Uhr. — Eintrittspreis für Nichtmitglteder an Werktagen 50 Pfg., an Sonntagen 20 Pfg. Ä-E'S lodesen, „ Hof- STJ* ••SÄT*** Pflegerin, 1 Schuhmacher, 1 Dchremer, knechte, 2 Laufmädchen, 2 Kindermädchen. Nachfrage der Arbeitgeber r 1 Installateur, 1 Glaser, 2 Maurer, l'.Uhr- macher, 1 Schlosser, 3 Schmiede, 1 Schuhmacher, 1 Schneider, 2 Schreiner, 2 Droschkenkutscher, 1 Kellner, 1 Waschfrau, 2 Hausburschen, 2 Lauffrauen, IFuhr- knecht, 1 Fabrikarbeiterin, 2 Buchbinder-, 2 Schmied-, 1 Sattler-, 1 Kupferschmied , 2 Barbier-, 1 Maschinenbauer-, 1 Gärtner-, 2 Schlosser-, 2 Tapezier-, 2 Schuhmacher-, 2 Schreiner-, 2 Bäcker-, 2 Schneider , 2 Drechsler-, 1 Jnstallations-, 1 Setzer-Lehrling, 12 Dienstmädchen für Küche und Hausarbeit, 2 Kindermädchen, 2 Küchenmädchen.___________________________________ Ein junger Hansdurslye gef. 5984] Hetnr. Leib, Philosophenwald. 6050] Braves Bürschchen von 16 bis 18 Jahren, am liebsten von Auswärts, fürs Etsfahren sofort gesucht. Marburgerffr. 88. Wilh. Hamel Fahr-Schule Willt.Hamel 1“*’. am Sportplatz an der Hardt- Werthe Damen und Herren, welche das Radfahren nngenirt und gründlich erlernen wollen, mache ich auf den hervorragend schön ein« gerichteten Lernplatz an der Hardt mit allen Bequemlichkeiten gand besonders aufmerksam. — Der Unterricht wird unter meiner persönlichen Aufsicht durch gut eingeschulte Leute ertheilt, und beste Lern- 6184 Gorr, Controleur. Die Mitgliederzahl betrug Ende 1895 . Es traten zu . . . 13. ES gingen ab . . .____6. Mithin mehr......... Stand der Mitgliederzahl Ende 1896 . . Heuchelheim, den 23 Juni 1897. Kreiling, Director. Schleenbecker, Rechner. CouMbericht MU J. Kurz & Co., Giessen, 88 Frankfurter Börse vom 25. Juni 1897. 7. 304. ,@r ffl.ßtnbtn l D°n ani/ftd bt, ^.oinbtii, ia l' n W®r 66 66 6187] Junger Mann mit etnjähr. Be- recht. sucht zwecks Erlernung der Buch- sührung Stelle auf einem Comvtoir. Off. unt. A. Y. an die Exped d. Bl________ 5999] Gesucht werden Mädchen für Küche und für Hausarbeit zum sofortigen Eintritt gegen hohen Lohn von Vermiethsfrau Müller, Teuselslustg. 26. Summe 481741,— . 297. /Äm Mädchen, welches kochen kann ^2/ und in der Hausarbeit erfahren ist, sucht Stelle. Zu erfragen von 5—6 Uhr Löwengasse 18. 6151 6193] Ein gewandtes, sauberes Mädchen aus anständiger Familie tagsüber gesucht. __Ludwigstr. 46. 6i81j Anständiges Laufmädchen gef Wetzsteinstr. 88. 6173] Tüchtige Lausfrau für zwei Stunden Morgens grs Ludwigstr. 33, II. 6189] Tüchtiges Mädchen tagsüber gesucht. Wo? sagt die Exped d. Bl. ^^tH^vsuehs^ Joh. %r. Schaaf, Wetzsteinstr. 44. He»- und Gruunnktzras einer Wiese an der Bismarckffraße zu verkaufen. Löberftr. 5, II. 6161 »kldfortenr Bild Den 24. Juni. Wilhelm Stede, Ctgarrenmacher, verheirathet, 46 Jahre alt, starb den 22. Juni. LukaSgemeinde. Den 23. Juni. Karoline Weidtg, geb. Lony, Wtttwe deS Rentners Adolf Wetdig, 64 Jahre alt, starb den 21. Juni. JohanneSgemetnde. Den 23. Juni. Anna Marte L-chwalb, geb. MuskuluS, Wittwe deS Taglöhners Kaspar Schwalb, 84 Jahre alt, starb den 21. Juni._____________________________________________________ kirchliche Anzeige« öo? Stadt Gietzen. Svangrlifche «emeinde. Sonntag, den 27. Juni. 2. Sonntag nach Trinitatis. In sämmtlichen Gottesdiensten wird eine Collecte für den Kirchbau der Gemeinde Groß-Steinhetm erhoben__ Verkehr, Land- nnd Vottswirthschaft •U®m, 26. Juni. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. * 0,85—1,00, Hühnereier pr. ®L 6 4. 2 St. 11-00 4, Enteneier 2 St 11—12 4, Gänse. e*er pr. St. 00-11 4, Käse pr. St. 5-8 4, Käsematte pr. St. 3 4, Erbsen pr. Liter 18 4- Linsen pr. Liter 27 4, Tauben pr. Pa«' X 0,70 biS 0,90, Hühner pr. Stück 1,10 bis 1,30, Hahnen pr. Stück X 1,20-1,50, Enten pr. Stück X 1,60—1,80, Gänse pr. Pfund X 0,00-0,00, Ochfenflcisch pr. Psd. 66-74 4. Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60-66 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bis 66 4, Schweine- fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 56-60 4. Hammelfleisch pr. Pfd. 50—66 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 5,60 bil 6,50 X, Weißkraut vr. Stück C- 00 4. Zwiebeln vr. Ecntner X 8,00-9,00, Milch pr. Liter 16 4, Kirschen pr. Pfd. 20 u. 25 4, Spargel pr. Pfd. 40 u. 50 Pfg. Zunge Leute von 14—16 Jahren sofort gesucht. F. Habenicht, 6006 Lampenfabrik, Wiesenffr. 4. Junge kräftige Arbeiter sofort gesucht. 6105 __Thiele, Brandaasse 5, 60H] «in Junge, der dle Bückeret erlernen will, kann sofort eintreten. H. Kähler, Bäckermstr., Marburg, Untergasfe. 61741 Schreinerwerkstätte im Süd« Osten der Stadt zu miethcn gesucht. Offerten unter L L an die Expedition dieses Blattes.____________________________ |vermisdJ^Anzeige^ 6177] Mitleser für ,Tägl. Rund« schau^ gesucht. Wilhrlmstr. 7. ÜA Steinhauergefelleu ge- /vV fuchs. Sich zu melden Basalt-WerkevormA.GraffLCo., _______Kesselbach. 6172 Tüchtiger Schlosiergehülfe gesucht. Martin Dörr, 6180___________Noroanlage 18. TKanttt und Haudluuger sofort gesucht.» 6181 Ehr. HckNbach I., Westanlage. 6051 ] Em tüchtiger Fuhrmann kann sofort in Dienst treten bei Ed. Silbereifen, Aliceffr. 14. 6131) Ein Hausbursche von 14 bis 16 Jahren fof. gesucht. Marktstr. 11. 6LU3] Gutempfohlener, gewandter »eschäft-bursche gesucht. _________________Selteri>weg 89. 5551 j Junger HauSdurfche sofort gesucht.Gg Keil Ne! stabt 6. 5750] Ein mtttelgroßes BereinSloeal einige Abende in der Woche frei. Restauratton I. Thoma, Bahnhofstr. Schreibsrbkitcn aller Art, wie Abschreiben von Colleghesten, Aus. ziehen von Rechnungen rc-, werden billigst übernommen. Von wem? sagt die Ex- peditton ds. B attes._______________5690 6188] Garnirungen für Costüme und dergleichen werden plissirt _________________Steinstr. 80, HI. Aecorbant für Backsteinmachrn sucht 6023 __Ar. Jung, Klein-Linden. sowie Schutt zum 5OUUCTDC Auffüllen können unentgeltlich abgefahren werden. 6063 Läwengaffe 18. 3'/> Frankftt. Hyp. Bk. unk. b. 1906 101.— 3«/> Hambr gr. 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