Jen lttN( bei 16S. MWWld LS*.abenb8 fr «* Hunj: ’M« fit ta ett, st. ^Vorstand, Nt« kGkt! ferfaal i ! btr W rw-a-t-. nnelbrU. gute Büche. Mit Preiie. Christ. 'S empfohlen. 3163 strich. r Glanz, sehr baam Uw», sehr W' Pwsü IC. M MuidM 18. in cht. fnr vereise und «ficht. ^eMvorrM, m chrch2^» . Cement- «»»* ' 3585 Kravdgasse^ 63'. 68'/. 158-20 : 128.60 104.80 94- 92.10 155* 12?' 106« ! 10.4-I241 Südb.W. ttharbbahn- hw,.Lentr-j hw).N°rd°st c.hennM.j 145.20 120.- 1^ 29.10 ' 10 6^ 1»' 125’ IM' K «9*2. . lonauW *$& «ft/ioo öl«o S£*X rürf. stv' s-'; wSit'i« MFr 10 WlSnd s, b r-AÄ. 1 wA'so 28.61 1*4 21f ** 23-2 <| 23l0> 136-50 125 80 • 12980 1 93.55 ' R». 97 Der ' ^U|tnet Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Anmiktenb kälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Zweites Blatt. Dienstag de» 27 April Gießener Anzeiger Kmeral-Wnzeiger. Vierteljähriger Aöounementspraia r 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: KchntstraßeAr.7^ Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblutt für den Ttreis Giefzen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de« ftdttßfrtHrfT Alle Annoncen-Bureaux de« In- und Auslandes nehm« t folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. ^lUlIHllcnVUlUU. Anzeigen für den „Gießener Anzeiger^ entgeg««. Anntlicher Lyeil. Gießen, den 24. April 1897. Vetr.: Die Ausführung der allgemeinen Bauordnung- hier: die Gebühren der Beztrksbauaufieher und Sachverständige» für Prüfung genehmigungspflichtiger Bauten. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen en die Grotzh. Bürgermeistereien der Landgemeinde« des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche mit der Einsendung der Berzetchuifie rubricirten Betreffs für daß 1. Quartal 1897 ooch im Rückstände find, erinnern wir au die Vorlage derselben binnen drei Tagen. v. Gagern. Deutsches Reich. Berlin. 24. April. Reichskanzler Fürst Hohenlohe, welcher fich gestern uach Schillingsfürst begeben hat, wird, wie die „Nordd. Allg. Ztg." vernimmt, am Montag wieder in Berlin eiutreffeu. Berlin. 24. April. Wie dem „Berl. Tagebl." aus Kiel gemeldet wird, ist die Ernennung des früheren Ministers v. Köller zum Oberpräfidenten von Schleswig-Holstein endgültig gescheitert. Berlin. 24. April. Der Kaiser hat am heutigen Todestage des Geueralfeldmarschalls Grafen Moltke feinen Flügeladjutauten, Oberstlieutenant Grafen v. Moltke, nach Creisau gesandt, um auf deffen Sarg einen Kranz rnederlegen zu laffeu. Auch daS Offiziercorps des Letb- Küras fier-Regiments Großer Kurfürst (SchlefischeS) Nr. 1 hat ebenso wie das des Füsilier-Regiments General-Feld- marschall Graf Moltke (SchlefischeS) Nr. 38 einen Kranz dorthin gesandt. Berlin. 24. April. Wie auS Brüssel gemeldet wird, will der Großherzog von Luxemburg dem Kaiser Wilhelm während deffen Aufenthalts in Urville einen Besuch abstatten. Königsberg i. Pr., 24. April. Die Reichstags- ersatzwahl findet am 10. Juni statt. Die freifiunige VolkSpartei hat Papendieck-Dahlhetm nunmehr definitiv als Eaudidaten ausgestellt. Frankfurt a. M.. 24. April. Der „Frkf. Ztg." wird aus Konstantinopel gemeldet: Dieser Tage war die Stimmung in Konstantinopel, insbesondere unter den Muha- medanern, sehr gedrückt. Den ersten StegeSdepeschen find keine weiteren Nachrichten gefolgt, was Anlaß zu den wildesten Gerüchten gegeben hat. Eine erbitterte Stimmung, besonders gegen den Palast, macht sich bemerkbar. Im EmpfangSsalou des kleinen PalastcS, welcher seiner Zeit Kaiser Wilhelm zum Aufenthalt diente, bält jetzt der Krieg-- rath seine Sitzungen ab. Tische und Wände find mit Generalstabskarten bedeckt, auf denen die Positionen der Griechen und Türken durch weiße und grüne Fähnchen markirt find. In einer Ecke deS Saales arbeiten drei HugheS-Apparate, die mit dem türkischen Hauptquartier verbunden find und die Befehle an den Dbtrcommanöirtnben Übermitteln. Der Sultan begiebt fich fast stündlich in diesen Saal. Der Kriegs- rath unterbricht auch Nachts feine Arbeiten nicht, aber so viele Depeschen auch an Edhem Pascha abgingeu, 30 Stunden lang erfolgte keinerlei Antwort. Erst vorgestern Abend find die ersten ungünstigen Nachrichten etvgetroffen, in denen von einer theilweisen Umzingelung der Armee Edham Paschas die Rede war und welche meldeten, daß die Türken seit Dienstag 10000 Todte verloren hätten. Gleichzeitig tele- graphirte der Cowmandant der rechten Flügeldivifion, daß 8 Bataillone Arnauten fich geweigert hätten, zu schießen, ihre Waffen fortgeworfen hätten und geflohen seien, wobei fie andere Bataillone in der Richtung uach Lartffa hin mit fich fort riffen, so daß die Griechen vorgestern mit relativ geringer Anstrengung sich der Stadt WtadaS bemächtigen konnten. Wiesbaden, 24. April. DaS Centrum stellte im Wahlkreise Wiesbaden den päpstlichen Geheimkämmerer Raymund von Fugger in Mainz als RetchStagScaudidateu auf. Karlsruhe, 24. April. Der Kaiser traf um 6/,10Uhr hier ein. Zum Empfange waren am Bahnhofe anwesend der Erbgroßherzog, die Großherzogin, die Erbgroßherzogiu, die Prinzen Karl und Max von Baden, der preußische Gesandte von Etseudecher, der commandirende General deS 14. Armeecorps, v. Bülow. Der officielle Empfang am Bahnhof unterblieb auf den Wunsch des Kaisers. Nur Seitens der Stadt fand osfieteller Empfang vor dem Rathhause statt. Wien, 24. April., Die „Wiener Abendpost" schreibt: Se. Majestät der Kaiser tritt morgen die Reise nach Petersburg an, um den Besuch zu erwidern, welchen daS russische Kaiserpaar im August deS Vorjahres dem Wiener Hofe abgestattet halte. Die Zusammenkunft der erlauchten Beherrscher zweier großer Reiche wird daS persönliche Freund- schaftsverhältniß, dessen Innigkeit und Herzlichkeit gelegentlich deS Wiener Aufenthaltes des russischen Kaisers zum Ausdruck kam, erneuern und festigen. Die Völker der Monarchie begleiten den geliebten Herrn wie immer' und überall auch auf diesem seinem Wege mit ihren heißesten Wünschen. Brüssel, 24. April. Die Strikebewegung unter den Bergleuten nimmt eine bedrohliche Ausdehnung an; es striken 3000 Bergleute. Athen, 24. April. AuS Larissa etngelaufene Meldungen lauten fortgesetzt günstig. Es wird bestätigt, daß die Türken infolge der in den letzten Tagen erlittenen colossalen Verluste viel an ihrer bisherigen Kampflust eingebüßt haben; die Griechen besetzten neuerdings Nezero und Rabsani. Athen, 24. April. Nach erbittertem Kampf bei Turnaro wichen die Türken auf die Hügel bei Melma zurück und eröffneten ein heftiges Feuer auf die Griechen. Der Kampf dauert fort. Der Prüftet hat fich mit 4000 bewaffneten Bürgern nach Thessalien begeben zur Unterstützung dcS Heeres. Ein Ausruf deS Königs an das Volk wird am morgigen Oster-Sonntage erwartet. Garibaldi, welcher hier eingetroffen ist, hielt von dem Balkon deS Studrnten- vereinS aus an die Menge eine zündende Ansprache, welche mit rasecr-rm Jubel ausgenommen wurde. Garibaldi wurde im Triumpa nach dem Horel getragen. Ver-rischte»^ • Hanau. 24. April. Am 1. Juni 1897 feiert die Stadt Hanau den 300jährigen Gedenktag der Gründung der Neustadt. Wie der große Act der Toleranz, durch welchen Philipp Ludwig II. im Jahre 1597 den auS ihrer Heimath, den Niederlanden und Frankreich, vertriebenen Wallonen und Hugenotten, HeimathSrecht in unserer Stad» gewährte, den Nachkommen jener Flüchtlinge die Pflicht auferlegt, fich jenes großen Ereignisses dankbar zu erinnern- wie nicht nur diese, sondern die ganze Stadt, welche ihr Aufblühen im engeren Sinne doch hauptsächlich jenen Ansiedlern verdankt, dieser Pflicht der Dankbarkeit durch eine große öffentliche Feier zu genügen sucht, so werden auch unsere Nachbarorte, deren Geschichte einst ebenfalls in enger Beziehung zu der alten Grafschaft Hanau stand, sich freudig der allgemeiueu Festlichkeit auschließen. I. Kirchliche Jubiläums-Feier: Dienstag den 1. Juni, Morgens 9*/s Uhr: FestgotteSdieust. Hierauf findet um ll1/, Uhr die Enthüllung des von Herrn Professor Wtese-Hauou entworfenen und ausgeführten Denkmals für den Grafen Philipp Ludwig vor der französischen Kirche statt. Nachmittags 2V, Uhr soll, voraussichtlich in der Festhalle im Schloßpark ein Festmahl veranstaltet werden, dem fich gegen 5 Uhr ei« Volksfest anfchließen wird. — II. Weltliche Feier: Sonntag, den 1. Pfinpstfeiertag (6. Juni): Großes Coucert. 1. Festtag. Montag (7. Juni): Großer historischer Festzug. Coucert in der Festhalle und im Park. Leiter-Pyramiden der „Turngemeinde". Coucert tu der Fefthalle und im Park. Tanzbelustigung. Marmorgruppen mit electrischer Beleuchtung. Borträge eines Gesangverein-. Historische Tableaux. Knust- Radfahren. 2. Festtag. Dienstag (8. Juni): Frühcoucert. Fest-Bankett. Coucert im Park. Schauturnen der Hanauer Turnerschaft, Turnspiele und Hürdenrennen. Coucert in der Festhalle und im Park. Tanzbelustiguvg. Gesangsvorträge eines Gesangvereins. Turnerische Uebuugeu des ^Turnverein". Tanz-Potpourri. Radfahrer-Reigen. 3. Festzug. Mittwoch (9. Juni): Früh-Concert. Csncert in Fefthalle und im Park. Hindernißreunen der Radfahrer. Coucert in der Festhalle und im Park. Tanzbelustigung. GesangSvor- träge der vereinigten Gesangvereine. Borträge eines Gesangverein-. Fächer-Tanz. Hebungen der „Turngesellschaft". Serpentine-Tanz. Tableaux. 4. Festtag. Donnerstag (10. Juni): Früh-Concert. Coucert in der Festhalle und im Park. Kinderspiele mit PreiSvertheiluug. Vorträge eines Gesangvereins. Waffeu-Reigen des „Turn- und Fecht- Club". Reckturnen der Hanauer Turnerschaft. Coucert in der Fefthalle und im Park. Tanzbelustigung. Großes Brillant-Feuerwerk. I Wasche mit Lnhn’s LWLKernseife! Cs ist eine Lust, taute Gewebe jeder Art damit zu reinigen, weil AlteS Farbe behält und weich bleibt. Holen Sie zum Versuch '/,-Pfundpacket »mit dem Rothe« Kreuz* beim Droguisten, Seifens oder Colonialwaaren-Händler. — Fordern Sie „echte Lntm’g“! Feuilleton. Sie Fürgengrust in Weimar. Von Dr. Ernst Maasburg. (Nachdruck verboten.) Wohl kein Besucher Weimars versäumt eS, auch die „Fürstengruft" zu besichtigen ober doch wenigstens außen stehend ehrfurchtsvolle Bl'cke auf den schlichten Tempel zu werfen, der die schlichten Ueberreste der zwei größten Dichter des deutschen Vaterlandes in fich schließt. In den jüngsten Tagen brachte ein traurige- Eretguiß den heiligen Bou wieder einmal in Erinnerung, ein neuer Sarg wurde den Reihen der übrigen beigesellt, daS Sterbliche der Groß- Herzogin Sophie von Weimar enthaltend. Die Gruft befindet fich aus dem neuen Friedhöfe der klassischen Stadt aa der Ilm, von zahlreichen geweihten Grabstätten umgeben. Hier ruhen Charlotte von Stein, Johanne- Falk, Johann Heinrich Meyer, P'uS Alexander Wolff (Goethe- großer Jünger), Ernestine Dyrand, der Capellmeister Hummel, Ecker- tnann und manche andere wohlbekannte und berühmte Per- Ionen. Das Gebäude, tempelariig aus steineruem Unterbau errichtet, ist in einfachem, ernstem Stil aufgeführt. ES umfaßt ein geräumiges Gewölbe und Über demselben eine zum Trauergottesdienst eingerichtete Capelle. Carl August ist der Erbauer der Fürstengruft, 1824 wurden die 26 Särge mit den Leichen feiner Vorfahren, dre bis dahin in der Schloß- kirche ruhten, dahin gebracht. Sonach liegen hier Herzog Wilhelm IV., der Stammvater des neuen Weimarischen Regentenhauses, und alle feine Nachkommen, mit Ausnahme der Herzogin Anna Amalia, welche in der Stadiktrche beigesetzt ist. Die Capelle zeigt würdigen Schmuck, von der ver- storbenrn Kaiserin Augusta, der Enkelin Carl Augusts, gestiftet. Von ihr stammt auch ein großes Kreuz, das auf dem der ThÜr gegenüber befindlichen Altar seinen Platz hat. An der Rückwand dieses Altar- liest man die Namen der aus der Schloßkirche hierher gebrachten Fürsten. Bor demselben erblickt man einen runden, umgitterten Platz, von dem aus der Sarg nach beendeter Feierlichkeit mittelst einer Vorrichtung tu die Gruft Hinabgelaffen wird, nach der herrlichen Stelle in Schillers „Braut von Messina", welche dem Erbauer die Idee eingegeben haben soll: „Mit schwarzem Flor behangen war das Schiff Der Kirche, zwanzig Genien umstanden Mit Fackeln in den Händen den Altar, Dor dem der Todtensarg erhaben ruhte, Mit weißbekreuztem Grabestuch bedeckt. Und auf dem Grabtuch sähe man den Stab Der Herrschaft liegen und die Fürstenkrone . . . Und alles lag in stiller Andacht knieend, Als ungesehen jetzt vom hohen Chor Herab die Orgel anfing sich zu regen, Und hundertstimmig der Gesang begann — Und als der Chor noch fortklang, stieg der Sarg Mit sammt dem Boden, der ihn trug, allmälig Versinkend in die Unterwelt hinab; Das Grabtuch aber überschleierte Weit ausgebreitet die verborg'ne Mündung, Und auf der Erde blieb der ird'fche Schmuck Zurück, dem Niederfahrenden nicht folgend." Lmks vom Eingänge führt eine Wendeltreppe hinab in die Gruft. Das niedere Gewölbe, au- welchem dem Besucher eme eisige Luft entgegenströmt, ruht auf breiten Mauerpfeilern. Hier stehen die künstlerisch verzierten Metallsärge, zum Theil noch mit welken Kränzen bedeckt, ja einzelne, wie diejenigen de- großen Dichterpaare-, unter der Fülle de- Blumen- und Kranzschmuckes fast verschwindend. Nach der allgemeinen Anschauung schlafe Carl August zwischen seinen beiden Dichterfreunden den TodeSschlaf. Da- ist ein Jrrthum. Goethes und Schillers Särge stehen vorn am Eingänge, während der Herzog an der Mittelwand der Grvft an der Seite feiner Gemahlin Louise bestattet ist In einem hohen broucenen Sarkophage ruht er aus von der ruhmvollen Arbeit seines Lebens und die auf seiner Grabstätte befindliche Inschrift: „Tapfer und weise, gerecht unb mtibe* birgt nicht den Lharacter einer der hergebrachten Friedhofs, beschöntguvgen, sondern verkündet eine von allen GeschtchtS- und Literatnrknndigeu anerkannte tiefempfundene Wahrheit. Dem Sarkophag mit den Ueberresten der russischen Kaiser-tochter Maria Paulowna, der 1859 verstorbenen wahlto de- Großherzog- Carl Friedrich, Mutter deS jetzigen SrsßherzogS und der verstorbenen Kaiserin Augusta, ward tu der Gruft eine besondere, den Gebräuchen ihre- Glauben- »»gepaßte Stätte errichtet. Die Särge Goethe- und Schiller- find au- dunkel gebeiztem Eichenholz gefertigt, sie tragen die einfachen, aber ihrer Weltbedeutung am besten entsprechenden Inschriften „Goethe" und „Schiller". DeS letzteren Gebeine fanden erst im Jahre 1827 an diesem Orte den verdienten Platz, 22 Jahre nach seinem Tode. Der Großherzog Earl August faßte selbstständig den Entschluß und schrieb hierüber au Goethe: „Ich möchte e- für rathsam halten, die Schiller'scheu Relikten tu die Familien, graft setzen und aufheben zu laffen, welche ich für mein Ge. schlecht auf dem hiesigen neuen Friedhofs habe bauen laffen. So Du hiermit überetnstimmst, so werde ich dem Hof. marschallamt Anweisung geben, Schiller- Ueberbleibsel unter seinen Verschluß, bet meinen Ahnen, zu nehmen." Natürlich war Goethe freudig einverstanden, er selbst entwarf die Zeichnung zu der antiken Form deS Sarge-. Ein Jahr darauf raffte ein sanfter Tod den hochherzigen Fürsten hinweg, al- er sich auf der Rückreise von Berlin nach Weimar befand. Und wiederum wenige Jahre später schloß auch Goethe, 82 Jahre alt, aber noch im Vollbesitze geistiger Kraft, die müden Augen. Nun waren alle drei im Tode vereint, wie einst im Leben, getreu de« Worte des einen von ihnen: „Drum soll der Sänger mit dem König gehen, Sie beide wohnm auf der Mmschheit Höhen." Jude« Earl August da- Genie ehrte, ehrte er sich selbst. Denn seinen großen Männern verdankt Weimar und ihrer gerechten Würdigung sein Fürstenhaus ewigen Ruh«. Weil ein Goethe und Schiller dort ruhen, pilgern alljährlich zahl- reiche Edle nach dem freundlichen Städtchen an der Ilm und steigen ernst in die kalte Todteogruft hinab, um heilig schauernd in stiller Andacht ihre Manen zu feiern. Der überreiche, sich immer erneuernde Schmuck, welchen ihre Särge tragen, legt glänzende- Zeugotß ab von der Liebe und Begeisterung nicht Deutschland- allein, sondern der ganzen Eulturwelt, denn Vertreter aller Nationen der Erde find e-, welche ihre Trauerzeichen im Laufe der Jahre bewundernd und dankbar hier ntedergelegt haben. Dauert doch ihr Ein. fluß noch ungeschwächt fort. Nicht allein auf die Edlen und Gebildeten, sondern auch ans da» weimarische Fürstenhaus selbst, deffeu Sprossen ihre sterblichen Ueberreste zugleich mit ihren erhabenen Ideen wie ein heilige» vermächtniß über« nommeu haben. Ihr große» Ziel ist, sich al» Earl August» würdige Nachkommen zu bewähren. So ist die Gruft, welche das Andenken dieser Edlen bewahrt, keine Fürstevgruft, a»f welche die Worte deS Dichters Anwendung verdienen: „Da liege» fit, die stolzen Fürstenttümmer, Ehmal» die Götzen ihrer Well", sondern hier schlummern jene guten Fürsten, denen sein Nachruf süßen TodeSschlaf und den Lohn de- ewigen Richter» verspricht: „Ihr aber, beff're Fürsten schlummert süße Im Nachtgewölbe dieser Gruft! Schon wandelt Euer Geist im Paradiese, Gehüllt in Blüthenduft. Jauchzt nur entgegen jenem großen Tage, Der aller Fürsten Thaten wiegt. Wie Sternenklang tont Euch de- Richter» Waage, Drauf Eure Tugmd liegt. Wie wird Euch sein, wmn Ihr vom Sonnmthrone Des Richter» Stimme wandeln hört: »Ihr Brüder, nehmt auf ewig hin die Krone, Ihr fetd zu herrschen werth!" | Versteigerungen. | Versteigerung. Dienstag den 27. April 1.3 , Nachmittag» 3 Uhr, versteigere ich Marktplatz 20 dahier gegen Baarzahlung: ein neue» Handel»- und Gewerbe- Adreßbuch, einen Schreibsecretär und diverse andere Sachm. 4110 Vor«, Gerichtsvollzieher. Pelzwaaren und Winterftoffe werden den Sommer über zum Aufbewahren unter Garantie ange. nommen. (Gegen Feuerschaden versichert.) 3672 G. Schultheis, Kürschner, Marktstraße 8. Biscuil Frühstück ] per Wittekind I Pfand Columbus ) RA Marie l Mixed ) Pfg. Nordostsee Orangen-Drops Gewürzbrod Vorzügliches Gebäck für Kinder, Kranke, zu Thee und Wein empfiehlt Emil Orbig, Bahnhofstrasse 30. per Pfund 60 pfg. NB. Die verschied. Sorten sind in meinem Schaufenster ausgestellt. 3669 Cognac feinsten deutschen von Mk. 1.80 an die Literflasche feinsten franzöfischen von Mk. 3.50 an oie Literflasche Pst. Eiercognac Mk. 3.50 die Flasche. Reiugehalteae Roth- und Weissweine von 60 Pfg. an die Flasche empfiehlt Ohr. Wallenfels, 8507 17. Marktplatz 17. 12M Ueberteugen Sie »ich, du* meine Fahrräder und Zubehörteile die beete« - und dabei die allerbüligiten »ind. Wieder- verklufer geiucbt. Katalog gratis August Stukenbrok, Einbeck. Gröiitee Special- Fahrrad-Vereand-Haua Deutschland». L und stellen sich solche für die Sorten: 90, 100, 110, 120, 130, ahrräder 3464 empfehlen billigst Billige Preise. Maile Bedienung. Moritz Gregori & Sohn. 1147 Mieth-Gesuche. start sttetuberger. 3956 frei, empfiehlt 3844 Deutsch« Bacanzen-Post" in Gtzltaae». Neustadt. C. r X/, der Kronrad-Werke (von keiner Marke übertroffen) von den billigsten bis zu den feinsten stets auf Lager. Eigene Reparaturwerkstätte. Mchactton: N. Lchetzha. — Druck und vertag der Brüht'scheu UuiverfitütS-Buch. und Steindruckerei (Pietsch & 8 cheyda) in Gießen. Chr. Wallenfels. ____ Marktplatz 17. 140, 150, 160, 170, 180, 200, 220, C a ss e / jtv W^CHflTONMGEti-Eflßfl/KEti/üyi W/wCflSSEL&HÄNN.MÜNDEM./jlÄ ■F ttorti/jj/icAeE chr ch ch. E ■ früher:_________,________________________________________________ jetzt auf: 85. SO, 1OO, HO, 120, 130, 140, 150, 160, 170, 180, 210, 3462] Kleine» Familienlogi» an ruhige Leute zu vermietben. Nreuzplatz Ist. Frührosakartoffeln wieder frisch eingetroffen bei 3924 A Haakel, Schloßgasse 6. Ia.Weissbuchen-Kegel la. Pockholz-Kngeln Grassamen, Kleesamen alle Sorten, hoch keimfähig und seide- Gröl. Privatunterricht in Stenographie (GabelSb) wird erth Off, u. Stenogr. a- d. Exped- d- Bl. 3-04 Abfall-Kaffee 65 and 75 Pfg. Kaisers Kaffee - Geschäft in Gießen, Kreuzplatz Rr. S, Gröhtes Kaffee-Amport-Geschäft Aeutschtands im directeu Verkehr mit den Konsumeateu. mövltrtes Zimmer zu ver- W mietben Babndofstr. 2, Hl. 53760 Schüler erhalten gute venfia«; gewissenhafte Aussicht und Pflege bei mäßigem Preise. 4007 Bergstraße 17, HL Carbolineum beste Qualität, empfiehlt billigst 4039 Gebrauchte Räder vorräthig Vertreter: Carl Dorfeld, Wies eck. Wie haben Sie e» nur fettig gebracht, daß diese» Mal die Fußböden so prachtvoll geworden find? Mtt Fritze » Bernstein • Del» Lackfarbe^ ist e» wettet kein Kunststück, dieselbe übertrifft an Haltbarkeit, schnellem Trocknen und elegantem Aussehen alle anderen Fußbodenlacke. Niederlage bei: August Moll 3452] Bahnhofstraße Nr. 51. GillspüN. Pferdegeschirr zu verkaufen. 4081 I. Klingelhöfser, Asierweg Frührosa verkauft C. Röhr & Co. Specialität: Kinderbetten u. Erstlings- § wäsche. ® niustr. Catal. grat. u. fco. Ketten ll!/z Mark (Dberbrtt u. 2 Kissen) mit prima Barchent roth, bunt oder rosa gestreift u. neuen, gereinigten Federn gefüllt. Oberbett 2 m lang 130 cm breit. In besseren Qualitäten Mk. 15,—. 19,—. Mit guten Halbdaunen „ 18,—. 25,—. Mit seinen Daunen „ 28,—. 86,—. Bersand geg. Nachnahme. Beipack, gratis. Preisliste kostenfrei. Umtausch gestattet. Otto Schmidt & Co., Köln a. Rh. viele Anerkennungsschreiben. w Kaffee-Preis-Abschlag.-wa Der Umstand, daß ich meine Kaffee» direct von den Prodnctionsländern be- ziehe und die jetzt beginnende Kaffee-Ernte in Brasilien eine außergewöhnlich große ist, ermöglichen e» mir, meine Kaffee» jetzt schon im Preise bedeutend herunter zu setzen SLK Sofort gesucht Wah«««g von 7 Zimmern mit Bade, ftube und allem Zubehör in gutem Hause. Offerten mit Preisangabe unt L. B. 20 an die Expedition d. Bl____________4109 4026) Woh«««g von drei Zimmern nebst Zubehör per 1. Juli er. zu miethen gesucht Gefl. Offerten mtt Preisangabe unter Nr. 4025 an die Expedition d Bl |vermischteAnzeigerL] Kinderwagen in schöner Auswahl zu billigsten Preisen. Friedrich Huhne, Seltersweg 26. Bessere Herren i können g«t mSblirte mtt Kaffee, event. vollständige Pension, erholtem_________Bergstraße 17, in. 4006] Möbltrte» Zimmer sofort zu vermietben._______Dammstraße 10. 4000] Etn möbltrte», fchöne» Zimmer zu verm. Gchistenbergerweg 50, HI 3958] Möbltrte Ztmmer zu vermietben. __________BiSmarckstraße 10, ui- 4002] Fein möbl. Zimmer^mit Eabinet zu vermiethen________Echnlstraße 0. fd980j Möbltrte Ztmmer zu vermiethen- ________________WestarUage 13. Ein Student erhält freie Wohnung gegen Unterricht»- erthetlung für einen Tertianer. Phtloloae bevorzugt. 3944 Nähere» in der Exped. d. Bl-________ Ein auch Mi Schüler finden Kost und Logt». 3993 Bet wem? sagt die Expedition d. Bl- Darmstädter Pfcrttninrkt-Giofr Ziehung 12 Mai d. I. Loose a 1 Mk., 11 Stück 10 Mk., Weimar-Loose 1. Ziehung vom 8.—10. Mai d.J. 2. „ „ 2.-8. December. Gew. i. W. v. Mk. 60000,20000,10000 usw. Loose L 1 Mk., 11 St. 10 Mk., für beide Ziehungen giftig, bei Mt7 Buchacker, Nellkubaae 11. Jler sofort ohnung an ruhige Leute zu verm. H. Hettler, Südanlage. 3902 4127] Möbl. Zimmer zu vermietben- _______________ «sterweg 50, >■ 4119] Kleine» möbl. Zimmer zu ver- miethen. «rünbergerstratze 29. 4IÖ5] Möbltrte» Ztmmer zu ver- miethen.__________Echillerstraße 20. 4095] Zwei schS« möbltrte Ztmmer zu vermietben- BiSmarckstraße 14, lll 4094] Möbltrte» Ztmmer zu vermiethen. Mette, Bahnhofstraße 56. 4066] Ein möbltrte» Ztmmer nebst Eabinet sofort zu vermiethen Nähere» Orankfarkerstraße 7, I- 4067] Möblirte» Zimmer mtt Cabinti in der Nähe der neuen Kliniken zu ver» mietben. Nähere» in der Exped. d. Bl. 4066] Schön möbltne» Wohn- und Schlafzimmer zu vermiethen. LadwißSplatz 14, u 4041] Zwei tneinandergehendc, elegant möbltrte Zimmer im zweiten Stock zu vermiethen. Brst«dergsrstraße 12. 4047] Gut möbltrtes zimmer zu ver» miethen ___________Bleichste. 26, I. 3782] MSblirte« Ztmmer zu vermietben. GelteeSweg^T^ bd79j MöblirteZtmmer zu oerautihen, eventl. Pension, _____________»keichstraße 13, pari 4024) Freundlich möbltrte» Ztmmer za vermietben. Postfecretär Bdert, Asterweg 81. 3676] Möblirte» Zimmer zu oermitihen. H. «rüatngsr, Etetnstraße 69 2032] Wegen Berschung erster Stock, 5 Ztmmer mit Zubehör, nach der Anlag', per 1. Juli event- auch ftüher zu ver, mietben-__«stertses 44. 3172] Wohnung im ersten Stock, vier Ztmmer mtt Zubehör, per 1- Mai oder später zu vermiethen. ch. Vouraeoi», Neuen Bäue 16. Schöne Mahnung von 3 auch 4 Zimmern, Küche und Zubehör auf 1. Jult zu vermiethen. Zu erfragen in der Condttorei Krämer, Neuen Bäue. 3928 Dkl tztrfkftr M erscheint tag' mit AuSnahw gjlontagi --- Die Sießn yetben » „zchtnll'id dr dtigklkgi. |nnei”t vc fflgtttbffi brmffmd: d Dir in wirb hiermit Skibripene { Gießer ( bitt Nachdem in Sarbrnte gestellt worbtn ulen Henning worben ist. Steße», Gr bette Nachdem b gestellt worbtn Händler Johan Schafherde die I bei herbe versi werben, evüche Vii aus ber tzewariae lchlachtung m z 'holenden pi Gießet i »an p SkschS $) Bortri Offent bie E, b) vorero f,lb ri ®,‘6en Dtrector C. Tievstc * Ühk, wirb du (tzenerc l'che» vezii Zu biesr Vereins m j Kremebe ber! hinbnrch ]rtUl Dir hm «i»cht, den in “«rein» non z ^reichen 8,f ■'s? '."’M ”11 tzit