10820 lAen, Hoheit des iwirriiT x* Abends 9 Ukr Wetze kaiserhof). -Dertzorstaud^ ilung !i»s Mieskck hsl.) e«ds 8 Uhr »Ausfichtttathr. 10818 -ath: Do'rseld. Bente Neaßadt 11« icktvoüe, nb Dualitäten, }U den 10486 Uattfl^en. Hf WM*Will. —“l fe len offe- __ uffallend jjjjutt* 10571 —— ichf„ ir. rfltfi® bto. «bet 1897. Hilden«» tzldckente id« ltten, Säul«” e, 6yP8-Elf etc- 86« 108« 21« -t'V 1887 M cht «NI**11 *** $11 |9J , Siwtevb. Obl- Msr- rtMtfdie 278 Zweites Blatt. Freitag den 26. November 1897 Der Gietzeaer Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme bei Montags. Die Gießener werben dem Anzeiger Wöchentlich dreimal d«,gelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. vierteljähriger ASounemeutrpreii^ 2 Marl 20 Pfg. mV vringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Nedaction, (Eypebttioa nnb Druckerei: Kchnkstraße Ar.7» Fernsprecher 51. 2lnrts- und Anzeigeblutt für den Atreis Gieszen. Annahme von Anzeigen zo ber Nachmittag» für den folgenden Tag erscheinenben Nummer bis Bonn. 10 Uhr. chratisöeilage: Hießener Kamitienötätter. :— r— ■ ■ . . r— " ■ ■■■ -ia Alle Annoncen-Bureaux bei In» unb Auslanbes nehme» i Anzeigen fir den „Gießener Anzeiger" entgeh». ilmtlidxr Lheit. Local-Polizei-R.glement für die ProvinM-HaopPadt Gießen, die Ausführung des Art. 57 der Allgemeinen Bauordnung detr. Auf Grund de- Art. 2 und 67 deS Gesetze- vom 30. April 1881, die Allgemeine Bauordnung betr., und deS § 6 der Verordnung vom 1. Februar 1882, die Ausführung der Allgemeinen Bauordnung betr., wird nach Anhörung der Stadtverordneten-Bersammlung unter Zustimmung de- Kreis- auSschuffeS und mit Genehmigung de- Großherzoglichen Ministerium» des Innern zu Nr. M. I. 24747 vom 9. November 1897 unter Aufhebung de- § 20 der Local- poltzeiverordnuug vom 6. Juli 1888 für die Provinzial» Hauptstadt Gießen verordnet, wie folgt: § 1. Alle an Straßen oder Plätzen stehenden Gebäude, deren Dachtraufen nach der Straße oder dem Platz gehen, find mit Schutz- resp. Schneefangvorrichtuogen an den Dächern in geeigneter Weise nach der Straßenseite hin zu versehen, sofern die Dachneigung steiler ist als 1 : 3. Bet vorhandenen Gebäuden hat die- innerhalb sechs Monaten nach Erscheinen dieses Local-Polizei-Reglement- zu geschehen. § 2. Verfehlungen gegen die Vorschrift des § 1 unterliegen den Rechtsfolgen der Art. 79 und 80 der Allgemeinen Bauordnung. Gießen, den 15. November 1897. Großherzogliches Poltzeiamt Gießen. v. Bechtold. Bekanntmachung. Unter Bezugnahme auf vorstehendes Local-Polizei Regle- ment fordern wir die Etgenthümer der in Betracht kommenden Gebäude auf, längstens bis zum 16. Mai k Iß. die Dächer ihrer Häuser mit geeigneten Schueefangvorrichtuugeu versehen zu lasten. Gießen, den 15. November 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen, v. Bechtold. CoceUs uttfc proohtiieCUjio •• Geborene. Gestorbene und Eheschließungen im Trotz- herzogthum in 1896. Die Zahl der Geborenen betrug im Jahre 1896: 34 956 und zwar 18 018 männliche und 16 937 weibliche. Darunter: 30 935 lebeudgeborene eheliche und 2740 uneheliche Kinder, zusammen 33 675 Kuder- Todtgeboren waren 1280 Kinder, davon 1157 eheliche und 123 uneheliche. Auf die drei Provinzen vertheilt, wurden in Starkenburg 16 075, in Oberheffen 8196 und in Rhein- hesten 10 684 Kinder geboren. Die Gesammtzahl der Gestorbenen ('ncl. der tobt geborenen) betrug 20 846 und zwar 10 738 männliche und 10 108 weibliche. Auf Starkenburg entfallen 9058, auf Oberhesten 5089 und auf Rheinhessen 6699 Gestorbene. Die Zahl der Geborenen gegenüber den Gestorbenen weift somit ein Mehr von 14109 auf. Eheschließungen fanden im Berichtsjahre im Großhrr- zogthum 8817 statt, davon in Starkenburg 4003, Oberheffen 2145 und Rheinhessen 2669. Der Verein zur veschastignug Arbeitsloser für das Großherzogthum Hessen und die Provinz Hessen-Nassau veröffentlicht seinen Bericht über da» Brtriebsjahr 1896/97, dem wir Folgendes entnehmen: Die Arbeiter-Colonie Neu- Ulrichstein weist im Berichtsjahre einen wechselnden Bestand von 240 Colouisten auf, gegen 286 im Vorjahre. Zur Lnrlaffung kamen innerhalb des Jahres 193 Mann. Wie in den übrigen Arbeiter-Colonieeu ist auch in der von Neu-Ulrichstein ein Rückgang der Zahl der Colouisten fest- zustrllen, der tägliche Bestand war etwa 60 Köpfe gegen 70 im Vorjahre. Die Zahl der BerpflegungStage betrug 20 889. Der geringere Besuch der Colonie wird in dem Bericht auf erhöhtes Arbeitsangebot zurückgejührt, doch dürfte nicht unwesentlich dazu beitragen, daß den Colonieen im Allgemeinen keine große Sympathie entgegengebracht wird, denn eS gesteht selbst der Bericht zu, daß ein Theil der Eolonisten eS darauf anlege, daß sie entlaffea werden müssen und „trotz aller Vorstellungen erzwingen sie sich den Abgang". Hessische Staatsangehörige waren 53 in der Anstalt, davon entfallen 22 auf Oberheffen, 18 auf Starkenburg und 13 auf Rheinhessen - 181 Arbeitslose kamen aus dem Übrigen Deutschland und 6 aus dem Auslande, darunter 3 Schweizer und je 1 au- Oesterreich, Rußland und Italien. Die Zahl der Gewerbe, welche durch Arbeitslose in der Colonie vertreten waren, umfaßte 44, und stellten dazu die Kaufleute die größte Anzahl, nämlich 11 Mann. An Tagesarbeit wurden 17 852 Tage, davon umsonst geleistet für die Colonie 269 7^ Tage, gezählt. Die Verpflegungskosten, vertheilt in die Gesammt- verpflegungStage der Colouisten (20 889), ergaben für den Mann und Tag 61,21 Pfg. gegen 48,41 Pfg. tm Vorjahre. Die Einnahme der Hauptkaffe des Vereins im Rechnung-- jahr 1896/97 betrug Mk. 24 732.25 und die Ausgaben Mk. 18 639.45. Das Capitalvermögen beträgt Mk. 96 600. •• Hessische Staatsanleihe. Zur Deckung außerordentlicher Bedürfnisse deS Staates hat das Großh. Finanzministerium augeordnet, daß eine Staatsanleihe im Nennwerthe von 14703000 Mark, verzinslich zu 38/,pCt., ausgenommen und in geeigneten Zeitabschnitten begeben werden soll. Zu diesem Zwecke werden von der Staatsschuldenverwaltung zu 3*/, pEt. verzinsliche Schuldverschreibungen über 5000, 2000, 1000, 500 und 200 Mark auSgegeben. Die Zinsen werden bei der Großh. Haupt- staatSkaffe zu Darmstadt oder bei anderen Staatskaffen, sowie bei den hierzu beauftragten Bankhäusern am 1. April und 1. October eine* jeden Jahres bezahlt. Die Tilgung des Schuldcapitals erfolgt in der Art, daß die jeweilig durch den Hauptvoraoschlag der Staatseinnahmen und Ausgaben dazu bestimmt werdenden Mittel zum Ankauf einer entsprechenden Anzahl von Schuldverschreibungen verwendet werden. AuS Ruttershausen, 22. November, ging un» folgende Zuschrift zu: ES dürfte selten Vorkommen, daß Jemand in einem Schreiben seine Absichten so schlecht verdeckt wie der Schreiber des Artikels in Nr. 273 dieses Blattes über die hiesige Schlauchtrockenvorrichtung. Derselbe giebt in etwas humorvoller Weise seine« Wunsche Ausdruck, daß da» geplante Unternehmen gelinge und von Großherzoglicher Schulbehörde kein Htnderotß in den Weg gelegt werde. Der eigentliche Herzenswunsch de» Schreibers, den ein einigermaßen Unbefangener zwischen den Zeilen lesen kann, würde etwa lauten: Wollen wir hoffen, daß Großherzogliche Schulbehörde dem Vorhaben der Gemeinde ein Bein stelle. Soviel wir in Erfahrung gebracht haben, liegt e» auch nicht in der Absicht deS hiesigen OrtSvorstandeS, die in, Rede stehende Schlauchtrockenvorrichtung in dem Garten der hiesigen Schule zu errichten, sondern dieselbe sollte an dem südlichen Giebel der Schulscheuue angebracht werden. Vorgesetzte Baubehörde findet jedoch Bedenken, da hier kein Raum für eine derartige Vorrichtung sei. Dieser Raum könnte jedoch unserer Anficht nach recht gut gewonnen werden, wenn eine Hierselbst befindliche Dunggrube, welche noch aus der Zeit stammt, wo auch ein Lehrer es noch al» rentabel erachtete, ein Bischen Landwirthschaft zu treiben, eingeengt oder gänzlich beseitigt würde. Wir wollen hoffen, daß Schreiber des erwähnten Artikels der Entfernung der Dunggrube keine Thräuen nachweioen wird, denn wir zählen ihn zu denjenigen glücklichen Sterblichen, welche ihre Schuhe durch Arbeiten in einer Dunggrube nicht zu beschmutzen brauchen. Schreiber scheint übrigens keine große Gewandtheit in der Abschätzung von Gelände zu besitzen, indem er bei Feuilleton. Das Tüpfelchen auf dem i. Von E. Ritter. (Nachdruck verboten.) Bin i mal a lustger Schweizerbub, Hab immer frohen Muth, WerS mir uet glauben will Schweig nur gleich still. Dirididuida, duida, duida, diridal Mit Heller, jubelnder Stimme gesungen, tönten die Klänge de» fröhlichen Liede» vom Garten her in das ernsten Studien geweihte Gemach des Oberlehrer» Dr. Gründlich, des Ordinarius der Untersecuuda am königlichen Gymnasium zu B. Der Besitzer de» Zimmer- schien nicht sehr erbaut von dem Gesang. Wie konnte man nur solchen Unsinn fingen und ernsthafte Menschen dadurch stören._______ _ „Zieh' mit der Sonne au», komm' mit der Nacht nach Hau»" — ein Ruck — die mathematischen Arbeiten, die Gründlich eben corrigiren wollte, flogen über den ganzen Schreibtisch hinweg — bei der Siugerei arbeiten — un» möglich! . Die Zahle« mußten sich verwirren, e» war zu schwierig, den Zusammenhang im Kopfe zu behalten, wenn man so gestört wurde. Der Doctor sprang auf, um da» Fenster iju schließen. Unten jodelte es lustig weiter. Da stand die :iöage Nachbarin und nahm Wäsche ab. Wie konnte sie nur iba» Lied dabet fingen! Ersten» war sie doch kein Schweizer- Ibub, sondern eine junge Dame, zweitens trieb fie keine Kühe über Ziegen au», fonberu nahm Wäsche ab, dritten» befand j Ife sich nicht in den Alpen, sondern in einem erbärmlichen, 1 von hohen Mauern umgebenen Stadtgarteu. Da» Lied wurde also unter ganz falschen Voraussetzungen gesungen. Ebenso gut hätte er, Gründlich, beim Corrigiren fingen können: Al- ich noch im Flügelkleide in die Mädchenschule ging l — Aber natürlich, junge Mäd^eu kennen keine Logik, kein klares Denken, fie leben und fingen in den Tag hinein, oberflächliche, leichtsinnige Wesen. Schade — fie schienen alle so — alle, die er bereit» kennen gelernt. Biele waren das nicht, denn Gründlich war kein „Damenherr", tanzte ungern und kam infolge deffen wenig mit jungen Mädchen in Berührung. Aber dennoch glaubte er au» den wenigen Exemplaren, die er bi» jetzt kennen gelernt, auf die ganze Gattung Wiegen zu können. Bis vor Kurzem hatte ihn keiner dieser Lebewesen, denen allerdings eine gewiffe Daseinsberechtigung nicht abzusprecheu war, besonders interesfirt. Aber daS war anders geworben seit GerichtSrathS im Nebenhause wohnten. Seitdem beschäftigte fich Gründlich öfter» mit dem Gedanken, daß jauge Mädchen eigentlich wohl zum Heiratheu bestimmt seien. Er fand, daß Magda Gendner, de» GerichtSrathS einziges Töchterlein, ein allerliebstes Exemplar ihrer Gattung sei. Er machte sich klar, daß e» nicht gut fei, wenn der Mensch allein sei. Er sagte fich, daß zum Heiratheu zwei gehören und daß er, Oberlehrer Dr. Gründlich, wohl in der Lage wäre, fich ein Weib zu nehmen, und waS derlei ernste Erwägungen mehr waren Ja, wenn der Doctor nur feinem Herzen, diesem seltsamen Muskel, deffen Vorhandensein ihm mitunter io der letzten Zeit durch ein heftige» Klopfen bemerkbar wurde, hätte folgen wollen, dann würde er nicht gezögert haben, die holde Nachbarin für fich zu gewinnen. Sie war ein gar zu aumuthigeS Geschöpf. Da» sagte er fich jetzt wieder, al» er die schlanke, ebenmäßige Gestalt mit dem zierlichen Köpfchen so emfig au der Wäsche hauttren sah. Wenn fie nur nicht da» dumme Lied dazu fingen wollte. E» ließ auf große Oberflächlichkeit schließen, daß sie e» that. Und Oberflächlichkeit war ihm, dem Dr. Gründlich, in tiefster Seele verhaßt. Schon von der Schule her. Die noch so geniale Lösung einer mathematischen Aufgabe von feiten eine» Schüler- konnte ihn nicht befriedigen, wenn ein Flüchtigkeitsfehler fich in derselben befand. Dagegen konnte eine saubere Arbeit, die von Fleiß und Gründlichkeit sprach, wenn auch nur wenig Genie fich darin zeigte, ihn sehr günstig für den betreffenden Schüler stimmen. Nun, und was ihm bei einem Schüler schon wichtig, wie wüßte daS erst bei der Wahl einer Gattin in Betracht kommen! E» stimmte sonst alle» so hübsch. Der GerichtSrath war ein wohlfituirter Beamter in geordneten verhältoiffen, hatte nur drei Kinder, eine Zahl, die der Oberlehrer geneigt war, als normal anzunehmen — ja, es stimmte alle». Man schien ihn drüben im Nachbarhaus auch nicht mit ungünstigen Augen anzuseheu. Magda war immer lieb und freundlich zu ihm. Gewiß, er würde fich keinen Korb holen. Aber ihr Character! Diese stete Munterkeit, die konnte nicht» Gutes zu bedeuten haben. Eine derartige Munterkeit konnte nur in oberflächlicher veranlagurg ihren Grund haben. Magda hatte doch, da die Mutter tobt, den Haushalt zu leiten, ben Vater, bie vrüber zu versorgen — wenn fie e» ernst mit ihren Pflichten nahm, bürste fie entschieben nicht so viel fingen unb lachen, als fie es that. Er hatte fie noch nie anber» gesehen, al» vergnügt. DaS konnte nicht mit rechten Dingen zugrhen. Wer ihm nur gesagt hätte, wa» eigentlich in bem Mädchen steckte! Er konnte fich doch nicht eher entscheiden, trotzdem er Magda — liebte. Eben sah fie bei ihrer Arbeit zu ihm auf, er grüßte höflich, fie dankte ihm mit einem allerliebsten Reigen deS hübschen Köpfchen-, dann verschwand fie im Hause. (Fortsetzung folgt.) einer so kleinen Fläche sich eine» Spielraum von 100 qm vo b-hält Je^er emgerwaßen kundige hiesige Bauersmann schätzt «ine dreimal größere Fläche viel genauer ab. Wir wollen zum T oft dem Schreiber wfi'schen, bttfe er sich um 1 qm verschätzt und d r G -rten 301 qm enthält. Die Schlauchooirtch'uog 'oll 1 qm h Anspruch nrhmeo, bleiben dann immer noch 300 qm Haußga ten übrig. Oder sollte vielleicht Schreiber, was auch n'chr ouSgesch offen scheint, auS der E richtung der Sch aochtrockeovorrtchkung eint* nachtheiligen E nfluß auf di' N ubeietzung der h'efigen Schul- stelle fürchten? w bemerken wir ihm, daß die Gemeinde auf eine Neubesetzung gar nicht drängt und der Heranwachsenden Generation nur als ein Glück gewünscht werden kann, wenn die hiesige Schulstelle noch recht lange durch einen so tüchtigen Schulverwalter, wie wir ihn tu Herrn Wehrhetm besitzen, weiter verwaltet wird. * Straßburg,23. November. Die neue Rheinbrücke bei Kehl wurde heute Mittag um 12 Uhr dem Verkehr übergeben. • Wa» ber Aberglaube thut. Das „Koburger Tage« blatt" berichtet: In dem friedlichen und frommen Dörfchen W. unternahm ein OrtSeiugeseffener mit seiner Frau um die mitternächtliche Stunde eine merkwürdige Spazierfahrt. Die Frau krankte seit Langem an der Gicht, und dies Leiden wollten die frommen Leute „verfahren*. Darum nahm der Mann eine Schubkarre, setzte seine Frau darauf und nun ging die Fahrt lo- nach dem Friedhöfe des nahe gelegenen Dorfes E. Dabet durfte keines von Beiden ein Wort sprechen. Auf dem Friedhöfe angekommen, machte der Manu mit seinem sonderbaren Fuhrwerk dreimal die Runde um verschiedene Gräber. Dann giogS wieder heimwärts. Unterwegs mußte die Frau noch au einem Kreuzweg stillschweigend von der Karre fallen und sich daun wieder aufsetzen. Erst nachdem diese letzte Formalität erfüllt war, ging die Fahrt vollends nach Hause. — So geschehen an der Wende deS 19. Jahrhunderts im gesegneten Thüringen. • Dal „Statistische Jahrbuch deutscher Städte" enthält folgende inrereffaute Angaben über die WohuungSdichtig- kett in deutschen Großstädten. ES kamen nämltch Einwohner auf: ein bewohnte» Grundstück ein bewohnte» Gebäude 1890 1895 1890 1895 Berlin 73,0 72,1 54 9 52,9 Breslau 49,7 51,2 33,9 36,8 Köln 14,6 15,3 13,9 14,9 25,0 München 31,9 34,4 22 8 Jo Berlin enthält also ein HauS im Durchschnitt betuahr viermal so viel Bewohner alS in Kö n, in Breslau mehr al» doppelt so viel. Die Zahlen geben zwar au uod iüc sich noch keinen geoauern Ausschluß über die Art der Za« sammeadräog nz der Bevölkerung, hierüber kaon nur etne Statistik dec einzelnen M erhwohuuogen nach Zahl der In- saff-n und Größ- de» L.frraumeS Aufschluß geveo. tAtaratn* und Aunft. - Der mündliche vsrttag. Ein Lehrbuch für Schulen und zum Skldstunteiricht von Roderich Benedix. In drei Ab- tbdlungm. Erster Thetl: Die reine und deutliche Aussprache de» Hochdeutschen. Achte Ausluge. Gebunden Mk. 1.50. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Der versasirr hat nun ein Werk geschaffen, dessen Zweck die Entwickelung dieser G-undsätze, die Aufstellung dieser Regeln ist, und zwar für reine Aussprache, richtige Betonung und Schönheit deS VortragS. Allererstes Etfordrrntß eine» guten VortragS ist und bleibt aber die reine und deutliche Aussprache, und mit dieser hat e« der vorliegende Thetl zu thun. - Vtottee, da» sind Nstradrrsisch« HovttU* av» eitet »eit. Rach etner Handschrift des 16. Jahrhunderts von August Hagen. 7. Auflage. Mit dem Porlratt dkS DerfasierS. Prei» 6 Mk., in Origti alletnenband 7 Mk. Verlag von I. I. Weder in Leipzig. HagenS .Norica^-Nooellrn find auch heute noch wie vor 70 Jahren, als fie zum ersten Male erschienen, die ur.übttlt offene Schilderung der urdeutschen Stadt Nürnberg und ihrer großen Söhne in etner Zeit künstlerischen und geistigen Aufschwungs. i \ HERREN 8 welche sich einen eleganten u 10801 nnd Mr Lissenbezüge empfehlen wir: 10582 10790 Hanta frische Marktstraße 4. 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