Nr. 226 Zweites Blatt. Ssrntzp den 26 September 1897 n irz. ler M u. t.M ■m 88S Aäg, loffe«. sw tetr, verein. roben hmnann nds 8 Uhr st. j man an Kenn an den ochen- - ^achmittagi 8948 Vorstand. ieater. Jung >97: Novität! > llßao Padeltitt-. schine weltbekannten hinen 8902 haniker, 16. .Anstalt| Der Gießener An,eiger erscheint täglich, ■ht Ausnahme bei Montags. Die VieHener AamiktenS sälter werden dem Lnzciger Wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Generat-Wnzeiger. Vierteljährig« Avonnementspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerloh«. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Rsdaction, Sxpeditia« und Druckerei: -chutstraße Ar.7. Fernsprecher 6M Amts- und Anzeigeblutt für den Tkreis Gießern Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Borm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Jamilienökätter. Alle Annoncen. Bureaux de- In- und Lu-laude- nehm« Anzeige« für den „Gießener Anzeiger" entgeh«. Abonnements«Einladung. Zum Bezug des „Gietzener Anzeiger" für Das 4. Vierteljahr 1897 laden wir hiermit ergebenst ein. Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer den Thatsachen entsprechender Weise zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten der zuverlässigsten telegraphischen Nachrichten-Bureaus sowie zahlreiche Mittheilungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorkommnisse in demselben auf dem Lausenden. Unterstützt durch an allen Orten der Provinz Oberhessen ansässig e Berichterstatter, ist der „ Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Vorgänge in der Provinz so fürhzeitig wie möglich zur Kenntniß seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des Anzeigers zu Theil werden. Der in der Provinz Oberhessen betriebenen Landwirthschaft wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wissens- werthen aus dem Gebiete derselben besondere Berücksichtigung zu Theil werden lassen, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahrungen in Haus- wirthschaft, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Ein gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Ar- rikeln ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten Unterhaltungsstoff bieten. Außerdem werden die „Gießener Familienblätter", welche dem Anzeiger wöchentlich 3 mal beigelegt werden, und die stets ein gewähltes Feuilleton als Unterhaltungsstoff bringen, namentlich im Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswärtige Leser, chre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu wollen. Neuhinzutretende erhalten vom Tage der Bestellung bis 1. October den Anzeiger kostenfrei zu- gestellt, wie wir auch gerne bereit sind, Probe- Dhimmein nach auswärts postfrei zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, den Anzeiger weitersenden und den Abonnements- | BW—"■g™—gg«——■ betrag durch Quittung erheben lassen, falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. Hochachtend Verlag des „Gießener Anzeiger" Brühl'sehe Univ.-Buch- u. Steindruckerei (Pietsch & Scheyda). Bekanntmachung. ES wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht: 1) daß Gesuche um Bewilligung von Subventionen zu» Besuche von Ackerbauschulen, sowie des Obstbaumwärter- EursuS zu Friedberg bis zum 15. October 1897 bei dem Unterzeichneten etozureichen find,- 2) daß zur Bestreitung der Kosten der Impfung der Gemeindebullen mit Tuberkulin 50 Mk. in Ausgabe vor« gesehen find und daß jeder Gemeinde, die ihre Bullen impfen läßt, ein Zuschuß zur Bestreitung dieser Kosten in dem Betrage von 12 Mk. aus der Bezirksvereins- kaffe entrichtet werden wird. Anträge find alsbald nach vollzogener Impfung der Bullen mit Tuberkulin unter Angabe des Resultats der Impfung einzureichen. 8) daß die für Hebung der Riudviehzucht vorgesehenen Mittel in folgender Weise verwendet werden sollen: a) zur Abhaltung einer BiehpreiSvertheilung in Grünberg 500 Mk., b) zur Subventionirung von Gemeinden, welche Bullen rein Vogelsberger oder Stmmenthaler Raffe anschaffen und dieselben nur zur Rein- zücht verwenden lassen oder in denen Biehzuchtvereine gegründet werden, 800 Mk. Zur Bestreitung der durch den Ankauf von reinen Bullen entstehenden höheren Kosten wird aus der land- wirthschaftlichen BezirkSveretnSkasse ein Zuschuß nicht unter 50 Mk. bewilligt, wobei im Loncurrenzfall- die ärmeren Gemeinden vorzugsweise berück- fichtigt werden sollen. Anträge find unter Vorlage der Körscheine alsbald nach dem Ankauf der Bullen an den Unterzeichneten einzusenden. 4) daß zur Hebung der Ziegenzucht 100 Mk. in Ausgabe vorgesehen find und daß hieraus Gemeinden, welche Ziegenböcke rein Schweizer Rasse anschaffen, zur Bestreitung der hierdurch entstehenden Kosten eine Subvention bis zu dem Betrage von 25 Mk. bewilligt werden soll. Im Co'currenzfalle werden die ärmeren Gemeinden vorzugsweise berückfichtigt. Anträge sind unter Angabe des Ankaufspreises des Ziegenbocks etn- zureichen- 5) daß für Abhaltung von Waudervorträgen 200 Mk. in Ausgabe vorgesehen sind. Aus diesem Betrage sollen die Diäten der Wanderlehrer und die Kosten deS Transports derselben auf der Eisenbahn bestritten werden. Die Großh. Bürgermeistereien, welche wünschen, daß in ihren Gemeinden derartige Borträge gehalten werden sollen, werden ergebenst ersucht, wir dies unter Angabe des Themas, über welches der Wanderlehrer einen Vortrag halten soll, sowie deS Tages und des LocalS, an resp. in welchem der Vortrag gehalten werden soll, mitzutheilen. Gießen, den 6. September 1897. Der Director deS laudwirthschaftlichen BezirkSveretnS. C. Jost, RegierungSrath i. P. * Die verflixte» „Fremdwörter!" Auf dem Manöverfelde auf der Höhe von Dortelweil hielt der Prinz- regent von Bayern mit feinem Stabe. Zahlreiches Publikum hatte sich natürlich gleichfalls in der Nähe der bayerischen KönigSstaudarte zusammengeschaart, unter ihm auch zwei Bäuerlein aus der Umgegend auf einem kleinen Leiterwagen, mit welchem sie dem Gang des Manövers, immer im Nachtrab des bayerischen Stabes, eifrig folgten. So kommt es, daß der leutselige bayerische Landesverweser auch einmal für eine Zeit lang neben dem ländlichen Fuhrwerk entlang reitet und dabei die biederen Laudleute in ein Gespräch zieht: „Sie find wohl aus der Umgegend, Land- leute, nicht wahr?" — „Jawohl, ich sein aus Dortelweil unn met' Colleg do iS aus Nieder Erlebach." — „Nun, wie find Sie denn dieses Jahr mit der Fru1.t zufrieden, alles trocken nach Hause gebracht?" — „No jo, 's zieht jo so weit, freilich vorm Johr hottS weh' in Maß gewwe." — „So, so, nun und sonst, daS GraS und so weiter? Wie stehtS denn mit der ersten und zweiten Mäht?" — Hier folgte zunächst ein banges Schweigen, dann aber sah der Nteder-Erlebächer den Regenten so recht treuherzig von der Sette an und platzte heraus: „Jo no, di irscht Mahd die iS soweit verheurath, unn die zwatt', die iS stark verliebt!" * Geschwindigkeit ist keine Hexerei. DaS haben die belgischen Telegraphisten wiederum bewiesen. Gelegentlich des 50jährtgen Telegraphen-Jubiläums in Belgien hat daselbst ein Wettkampf zwischen Telegraphisten und Telephonisten stattgefuuden. Bet diesem wurden mit dem Morseapparat abtelegraphirt in einer Stunde 1500 Worte mit 7000 Buchstaben, die sich in der Morseschrift au- 6500 Strichen und 10 400 Punkten zufammensetzteu. Demnach entfallen ans eine Minute 20 bis 25 Worte. Bei Uebermittelung von Depeschen mittelst Fernsprechers (Telephon) wurden durch- Feuilleton. Die Isgd in der Urzeit. Von Ernst Vogel. (Nachdruck verboten.) Die Jagd ist aufgegangen! Wieder knallt die Büchse der fröhlichen Jägers, wieder sprudelt ihm so reich wie keinem anderen der Becher des Lebens, ruht er im Grünen beim Klange der Hörner und verfolgt das Wild durch Dick und Dünn Die Jagd ist nicht nur ein angenehmer, interessan- ter Sport, sie hat auch den Vorzug, der älteste zu sein, indem seine Ausübung die Grenzen menschlicher Geschichtsforschung weit überspringt und tief hineintaucht in die dunklen Perioden pner wunderbaren Zeit, wo noch der Höhlenbär durch die dichten Wälder trottete und das gigantische Mam- muth über Gesträuche und Bäume hinweg sein gewaltiges Haupt hob. So mühe und gefahrlos wie jetzt war das edle Waidwerk allerdings nicht, denn damals schwebte meist der Jager in Gefahr. Galt es doch ohne genügenden Schutz, -rit den primitivsten Waffen, den scharfen Zähnen des Bären ud den riesigen Hauern des Mammuch Widerstand zu leisten! Itab nicht nur das, die Bestien mußten überwunden und ge- lödtet werden, um den Urmenschen als Nahrung zu dienen. Es steht fest, daß der Jäger älter ist, als der Ackerbauer und der Viehzüchter. Die Bibel bezeichnet den sagenhaften Nimrod, der auch Ninive gegründet haben soll, als «men gewaltigen Jäger vor dem Herrn, weshalb man von einem eifrigen Jäger noch h-ut als von einem Nimrod spricht, ^iber hie Geschichte weiß nichts von diesem Helden, und die Forschung fühtt den Ursprung der Jagd zurück bis zu den Unsängen des Menschengeschlechts überhaupt. Zunächst lebte der Urmensch zweifelsohne von den mühelos zu erlangenden Naturproducten, Früchten, Wurzeln, Pflanzen und vielleicht auch — wofür uns manche wilde Völkerstämme noch jetzt Beispiele liefern — von Insekten, Amphibien und kleineren leicht zu überwältigenden Säugethieren. Die Nothwendigkeit, sich der ihm gefährlichen, größeren» Thiere zu erwehren, führte ihn auf die Erfindung der Waffen und Werkzeuge. Sobald er aber gelernt hat, seinen Feinden Widerstand zu leisten, ist er auch nicht mehr weit davon, sie anzugreifen. Der Erhaltungstrieb zwingt ihn, sich mit möglichst reichen Nahrungs- vorräthen zu versehen — wenn es ihm also gelänge, ein großes Thier zu überwältigen, wie viel Speise stünde ihm dann zu Gebote! Die Erfindung der Waffen aber lehrt ihn das Beispiel der Thiere selbst. Er sieht die Spinne ihr Netz weben und ahmt ihr nach, indem er hierzu Fasern von Pflanzen benutzt, um Fische und kleine Vögel auf diese Weise zu fangen. So wird er Fischer. Noch ein Schritt weiter. „Eine Keule, aus dem Stück eines Baumastes bestehend", berichtet Rau in seiner Geschichte der Entwickelung des menschlichen Geistes, „soll ihn gegen Raubthiere schützen. Sie genügt nicht; die Gewandtheit und Kraft des Thieres siegt. Auch zum Erlegen der flüchtigen Thiere taugt sie nichts. Er muß auf etwas sinnen, was in die Ferne wirkt. Es ist die Lanze — ein zu werfender Stab mit einer Spitze von Stein oder hartem Holz! Auch sie bewährt sich nur schlecht. Da gewahrt der Mensch spielend die elastische Schnellkraft mancher Holzarten — z. B. des purpurfarbenen Neterholzes —, Palmen blätter liefern starke Fäden, den Stab zu spannen — Holzstücke mit Spitzen von Jaspis oder hartem Holz werden aufgelegt, und der Jäger steht da mit Pfeil und Bogen". So tritt er kühn den Thieren des Waldes entgegen, dem Höhlenbär, dem Nashorn, dem Wildschwein, dem Wolf und vielleicht sogar dem Riesen der Wälder, dem an Größe und Kraft unserem Elephanten weit überlegenen Mammuch! Allerdings ist die Frage, ob der Mensch ein Zeitgenosse dieses Thieres gewesen ist, von der Wissenschaft noch nicht endgültig gelöst, wiewohl sie mit Rücksicht auf die zahlreichen Funde von menschlichen Sceletttheilen in Verbindung mit Knochen und Resten des Mammuths von mehreren Forschern unbedenk- lich bejahrt wird. Vorsichtigere Gelehrte, wie Steestrup u. A. bestreiten dagegen die Koexistenz des Menschen und des Mammuths. „Die Urmenschen", behauptet der Genannte, „waren wirklich Mammuthjäger, aber in demselben Sinne wie die Jakuten, Juraken und andere sibirische Völkerstämme es noch heutigen Tages sind und wahrscheinlich Jahrhunderte hindurch waren, insofern, als sie ihre einträgliche Jagd nach den in einem ganz oder halb gefrorenen Zustande befindlichen Cadaoern betreiben, um die erhaltenen Zähne, fossiles Elfenbein und Knochen dieser Thiere zu gewinnen". Doch mag das nun sich verhalten, wie es will, auch Steenstrup erachtet es als felbstverstündlich, daß der nach Mammuthcadaoern suchende Mensch auch seiner gewöhnlichen Beschäftigung, der Jagd auf Bären, Rennthiere, Moschusochsen, Pferde und anderes Jagdwild nachging. „Alles dies bestätigen die Vorgefundenen Bein- und Steingeräthe, die vielen Fcuerstein- splitter, die großen Mengen Holzkohle und Asche, die vielen verkohlten Knochensplitter und dar aufgehäufte Knochenmüll". Die Knochen der gefundenen Riesenbestien dienten dem Menschen zur Fabrikation seiner Werkzeuge und Waffen. Ueberhaupt gaben die Knochen das erste Material zu letzteren ab. Lange Röhrenknochen wurden zu Dolchen zugespitzt, der in der Mitte gespaltene Unterkiefer des Höhlenbären mit dem gewaltigen Eckzahn gab ein tüchtiges Beil, während der — ^ahr tmpfr und Sela ZM Dk cttinbe*3u^ wirb Tem de« $0: 1 Mr, 11 beraumt- Stchertlh- Sier fit te ü Für die 1897 bi» z solldieLiefer ftevh ©eW unb tDU koche« s ovh- W .den werd Mectar Angebot bemerken n Hui, Etro Futtermehl jtlnen obei werden kam ins Thierft sondern im nach Bedürf, daß ungefä 8-9000 k{ Heu, 7-8C Veizenschale Hundekuchen 2)N Zn her 1897 bi» fall der im wachsende S in verschied findet, an Qttoitfjie $.r Dünge, t eilig abjuf. piQung der ( Angebot 27. repb Uuterzeich Mere» d Thierarzt h Gießen, Die DirecI _____Pri Bemerkungen. Unter dem Einfluß der raffen Witterung der letzter Wochen ist die Fäule der Kartoffeln in vieler Erhrbungs- beztrken ausgetreten. Auch den Weinberger ist die Witterung schädlich, namentlich tritt die Peronoapora nticola fehr stark auf; zur Rette der Trauben fehlt es auherdem an Wärme und Sonnenschein Der Ertrag deS Roggens, namentlich an Körnern, bleitt hinter den gehegten Erwartungen zurück; in einzelnen Erhebung- bezirken ist das geringe Drufchergrbnitz zum Theil auf Lager ,u>ück- zuführen. schuittlich 18 bi- 20 Worte pro Minute abgegeben bezw. aufgeuommeu und bei der Uebermitteluog gewöhnlicher Zeitung-arttkel von einzelnen Beamten gar 38 bi- 40 Worte innerhalb einer Minute telephonirt, withiu io einer Stunde 2400 Worte. Wenn man nun berücksichtigt, daß die ganze erste Seite de- bekanuteo Frankfurter Generalanzeiger- durchschnittlich nur 2400 Worte enthält, dann kann man nicht umhin, zu sagen: Wahrlich eine Schoellsprecherei ersten Range-, ein Mundwerk comme il faut. • Wieder eine neue praktische Anwendung der Röntgen- schen X-Strahlen hat ein amerikanischer Farmer und Geflügel« züqter gemacht, die allerdings an amerikanischer Originalität Nicht- zu wünschen übrig läßt. Der Betreffende fand nämlich, wie da- Internationale Patevtbureau Earl Fr. Reichelt, Berlin NW. 6, schreibt, daß die Zahl der Eier, welche seine Hühnerzucht ergab, durchaus gegen jene seiner Hennen zarückblieb, mithin sich weniger fleißige oder unfruchtbare Thtere unter denselben befinden mußten- der Röntgen-Apparat schaffte hier schnell Rath, indem der Hiuterkörper der Thiere auf die Vermehrungsfähigkeit derselben hin durchleuchtet wurde. — Hennen, die danach keinen Zweifel au ihrem guten Willen zuließen, wurden »unbehelligt* gelaffeo, wogegen bei eine« negativen Resultat der wundersamen Strahlen die betreffenden Hühner separirt, nach einigen Tagen nochmals untersucht und bet konstanter Pasfivität al- Schlochthükner verkauft wurden. Auf diese Weise soll der fin do sidcle- Hühuerzüchrer alle unnützen Freffer au- seinem Bestände auS- g merzt und die Eierproduction relativ vermehrt haben, e» jedoch nicht unterlaßen, von Zeit zu Zeit wieder einmal eine Ocnlar Inspektion mittel- der CrookeS'schen Röhre vor- zunehmeu. * Die brutsche Petroleumeinfuhr. Das amerikanische. Petroleumsyndicat beherrscht vollständig den deutschen Markt. Die letzten deutschen Häuser, die sich der Uebermacht der Standard Oil-Company nicht unterworfen hatten, waren bekanntlich Firmen in Mannheim und Bremen, aber auch diese sind in den letzten Jahren unterlegen. Der amerikanische Petroleumring beherrscht die Preise, und die Consumenten sind gezwungen, zu bezahlen, was er verlangt — außer in solchen Fällen, wo ein kleiner Händler vielleicht noch tobt gemacht werden soll, da geht man mit niedrigen Preisen vor. Es ist bezeichnend für das Vorgehen der Amerikaner, daß inzwischen auch die russischen Filialen in Deutschland eingegangen sind und daß trotz mannigfacher Begünstigungen die russische Einfuhr im Rückstände begriffen ist; es läßt dies darauf schließen, daß man amerikanischerseits auch mit Rußland Verhandlungen angeknüpft hat, um Rußland gewiße Märkte freizugeben, damit Amerika um so sicherer den deutschen Markt beherrscht. Umsomehr wird es in Deutschland begrüßt, daß die Einfuhr von galizischem Petroleum immer größere Fortschritte macht. Das galizische Mineralöl ist berufen, eine maßgebende Rolle in Mitteleuropa zu spielen, und da es bei dem vervollkommneten Reinigungsverfahren in der Beschaffenheit schon heute mit dem amerikanischen Leuchtöl wetteifern kann, dem kaukasischen aber bereits mindestens gleichkommt, so stehen seiner Verbreitung nur mehr Zoll- und Frachtverhältnisse im Wege. Im vergangenen Jahre wurden rund 165000 Melercentner raffinirtes Petroleum aus Galizien in Deutschland eingeführt, gegen 53 000 Meter- centner im Jahre vorher- und einen ähnlichen Umfang hat die Einfuhr von galizischem Rohöl erlangt, das in Deutschland zu Raffinirung bestimmt ist. An Rohöl zum Raffiniren oder Destilliren sind in dem angegebenem Zeitraum 1897 ungefähr 52000 Metercentner aus Galizien eingegangen gegen 14000 Metercentner gleichzeitig 1895. Wenn das auch geringe Zahlen sind im Vergleich zum gesammten Petroleumbedarf Deutschlands, so zeigt doch die rapide Zunahme derselben, daß die galizische Petroleumeinfuhr außerordentlich entwickelungsfähig und geeignet ist, die Vorherrschaft des amerikanischen Petroleums auf dem deutschen Markte zu brechen. lEittvatitr MttO A»»nft — Die Jllustrirten Octavhefte von »liebet Land und Wcet* (Stuttgart, Deutsche VerlagS-Anstait) treten mit dem soeben zur da- heißt hat die Stoffe an ben früheren Stamm abgegeben, deren der neue jum fröhlichen WachSthum dringend bedarf. Kaufe tadel- loieS, gut bewurzeltes Pflanzmaterial: au» einem schwächlichen, schlecht entwickelten, jungen Baume mit schlechter, unregelmäßiger Kroce und schlechten Wurzeln wird itemelB ein guter Odstbaum. Piüfe sorgfältig, welche Sorte Du pflanzen sollst. Sieh Dich in der Umgegend um, welche edlen Sorten dort gut gedeihen, und die pflanze. Laffe Dich nicht auf Versuche ein, die viel kosten und meistens mißlstigen. Pflanze möglichst wenige Sorten! Das ist der Krebsschaden der deutschen Obstoe.werlhung, daß jeder zu viel Sorten Hal, und eS den großen ObstoerwerthungSsabriken, Obstkelter,icn unmöglich gemacht ist, an einer Stelle größere Masten derselben Obstsorte zu taufen. Das ist aber nöthig zur Erzielung eines gleich, mäßigen Products. Pflanze also wenige, in Deiner Gegend verbreitete gute Sorten. Bearbeite vor der Pflanzung Deinen Boden gut! Grabe ihn tief um, führe in Dungstoffen dem jungen Baume Nahrung zu und bedenke, daß die Saug- und Faserwurzeln, welche den Baum nähren und kräftigen sollen, nicht nur unmittelbar am Stamme liegen! Pflanze nicht an Stellen, wo der Boden zu naß ist, das Grundwaster zu stach steht, Lette ober undurchdringliche Schichten den Wurzeln Widerstand leisten. In solchen Lagen gedeiht kein Obstbaum gut. Prüfe Deinen Boden auf Kalk, und roern er kalkarm ist, führe ihm Kalk zu. Ohne Kalk kein freud-geS WackS- thum der ObstbSume! Jede einzelne dieser Regeln will beobachtet sein! Verstößt Du gegen eine, nutzt Dir Dein Pflanz, n nichts — Du kannst niemals Ertrag von Deinen Obstbäurnen erzielen! Nachrichten über den Daatenstand im Großherzogthum Heffen um die Mitte deS Monat« September 1897. Zusammengestellt bei der Großherzoglichen Oberen landwirthschaft- lichcn Behörde. xxxxxxxxxxxxxxxxxxxx Mit Beginn des neuen Quartals gelangt der hochinteressante und äußerst spannende Roman Der Majoratsherr von Nataly von Sschstrulh in unserem Blatte zur Veröffentlichung, worauf wir unsere verehrten Leser besonders aufmerksam machen. xxxxxxxxxxxxxxxxxxxx randwirthsHaMichc Sinkt unö Kathschlügk. △ «us ©betbrflet». Auf Herbstanfang. Die vs«wsriha«g der 1897c Äartoffeln. Dieses Mal werden wir die Aufmerksamkeit des ,reundlrchen Lesers nur sehr kurz, aber für einen ungemein rvlchtigs« ©eflew stand in Anspruch nehmen, denn die Zeit drängt wegen der Herbst- atbetien, sie drängt aber auch, weil der 1. October vor der Thur steht und bis zu diesem Tage bleibt, da wir heute Herbstanfang haben, nnr noch eine Dekade Übrig. ., , Seit drei Wochen bablöffeln am schnellsten zu rdter. Welcher S.gen es für einen Vtehstand ist, wenn er in der fübUren Herbfizeit, oder i« ds« falls« Wi«tsrmo«atsn war««» Gst»»«ts. wenn auch nur für einige 3-it, erhält, das brauchen wir gar nicht exfr eingehend zu schildern- Bringt der Bauer nur dies-ö Futter »us den angestoßenen Kartoffeln rein heraus, so hat er ein.n sehr schön,n Gtwinn gemacht. Wir ralhen deßhald den kleinen Bauern, für die wir in erster Linie die F-der führen schleunigst ihre Apparate zu prüfen, sie in Stand zu i-tzen und sich beim Hauptsteueramte in Gießen anzumelden — sie werben es nicht zu bereuen baden. Verkehr, £anO» rrnd — Recht zeitgemäß viröffenilicht ber practlftbe Rathgeber im Obst- unb Gartenbau an ber Spttze seiner neuesten Nummer folgenbe Pflanz Regeln, bie auch unseren Lesern vielfach von Nutz-n sein können: Pflanze niemals einen Obstbaum an eine Stelle, an ber eben noch Obstbäume gestanden haben. Der Boben ist dort „müde", I Ausgabe gelangten ersten Heft in einen neuen Jahrgang. Litterartsch wie künstlerisch betrachtet stehen die Jlluftrirlen Octav-Hefte von .lieber Land unb Meer" an der Spitze der illustrtrien deutschen MonatSreouen. Der Bilderschmuck ist ein außerordentlich retdier in Holzschnitt sowohl wie in bisher unerreichtem Farbendruck. Daneben stellt der Verlag den Abonnenten der Jllustrttten Delao: hefte von „Heber Land und Meer-zwei Kunstblätter (Heliogravüren): .NeujahrSdrtese in der Pension' und .In der Staatsbibliothek nach Gemälden von Emanuel Spitzer, bi? dem vornehmsten ^Immet zur Zierde gereichen können, zum Preise von nur 3 Mark pro Blatt, beide zusammen für nur 5 Mark zur Verfügung. In Berücksichtigung all besten, waS hier für ben billigen AbonnementSpreiS (nur 1 Mark für jebes vierroöchentltche ca. 120 Seiten starke Heft) geboten ist, müssen die Jllustrirten Octav,Hefte von .Hefter Land und Meer" die billigste deutsche illustrirte Monatsschrift in Cftaoformat genannt werden. Wir empfehlen unfern verehrlichen Lesern, sich das erste Heft von ber nächsten Sortiments, oder Eolportage-Buch- handlung zur Ansicht kommen zu lasten. '^5-qrQ Provinzen und Erhebungsbezirke Saatenstand. Note 1 — fehr guter, 2 — guter, 3 — mittlerer, 4—geringer,5— fehr geringer Stand Ernteausfall in 100 Kilo per Hectar bet Winterroggen Kartoffeln Klee (auch Luzerne) Wiefen Weinberge Prov. Starkenburg 1 Kreis Bensheim.... 2,5 3 2 16 2 „ Darmstadt . . . 2 3 2 — 16 3 „ Dieburg .... 2,5 । 2 2 18 4 „ Erbach..... — — — 18 5 „ Groß-Gerau. . . 3 2 3 — 21 6 „ Heppenheim . . . 2 2 1 2,5 16 7 „ Offenbach.... 3 2 — 16 Durchjchn. f. Starkenburg 25 | 2,3 2 2 3 17 Prov. Oberhessen. 8 Kreis Alsfeld..... 3 3 3,5 — 15 9 „ Büdingen.... 2 3 3 — 18 10 „ Friedberg.... 3,5 3 4 — 20 11 „ Gießen..... 2,5 2 3,5 — 16 12 „ Lauterbach . . . 2,5 2 3 — 14 13 „ Schotten .... 25 2,6 3.5 — 17 Durchfchn. f. Oberhefsin 2,7 i 2 8 i 3.4 — 17 Prov. Rheinhessen. 14 Landro.Ver.Bcz. Alzey 3 2 2 3 26 15 „ „ Bingen . . . 4 2 3 3,5 18 16 „ „ Flonheim . . 3 25 1 — 3 17 17 , »Ingelheim . . 3 3 i 3 3 23* 18 „ „ Mainz . . . 1,5 2.5 1 2 1,5 19 19 „ „ Rieder-Olm. . 3 3 ! 3,5 3 22 5 20 „ „ Oppenheim . . 2,5 3 — 4 26 21 , „ Osthofen . . . — — — 21 22 „ „ Pfeddersheim . 2,5 2 2 3,5 22 23 „ „ Wöllstein . . 2 2 2 2 21 24 „ „ Wörrstadt . . 4 2 — 3 17 25 „ „ Warm» . — — — — 205 Durchschn. f. Rheinhesten 2,9 2.4 25 1 3 21 Durchschnitt f. b. Grogy. 2,7 1 2,5 1 2,6 1 2,7 18 Feuerstein das Material zur Anfertigung von Messern, Pfeil- und Lanzenspitzen, Aexten und Sägen lieferte. Unsere Museen liefern uns in den zahlreichen darin enthaltenen Ausgrabungen nicht nur ben Beweis für die R'chtigkeit des hier Gesagten, sondern auch ein Bild der Production der betreffenden Funde überhaupt, die allgemach immer kunstreicher und zweckentsprechender aus der Hand des Menschen hervorgingen. Es erscheint ganz sicher, daß der Urmensch mit diesen uns so primitiv vorkommenden Waffen den Löwen, Bären, Rhinozerossen u. s. w. kühn zu Leibe gegangen ist. Heben doch heute noch, nicht viel besser bewehrt, wilde Völkerstämme dieselbe gefährliche Jagd aus. So kannten bie Hottentotten zur Zeit der ersten Besiedelung des Kaps noch keine anderen Waffen und griffen trotzdem Löwen unb Elephanten erfolgreich an. Natürlich bediente sich der Urmensch ebensosehr der List zur Ueberwältigung seiner Beute, wie der Jäger noch heutzutage, sei efi nun, baß er die Thiere Nachts überfiel oder in Menge angriff oder sie auch in Gruben fing oder durch Feuer unb Rauch überwand. Jedenfalls bildete aber bie Jagd den Hauptnahrungszweig des Diluvialmenschen. Nicht nur genoß er das Fleisch des Wildes (vor allen Dingen das Mark der Knochen, das eins seiner Hauptleckerbissen gewesen zu sein scheint), sondern er benutzte auch die Knochen zur Erzeugung von Waffen und Werkzeugen und das Fell zur Bekleidung. Die Thiere, die er jagte, wechseln natürlich je nach den Gegenden und den Perwden, in denen er lebte. In einzelnen Fundstätten (z. B. im Departement Eotes du Nord in Frankreich) fand man Unmassen von Knochen und Zähnen des Bären, Nashorns, Rennthiers und Elephanten, die anderen unglaubliche Mengen Pferdckvochen. Außerdem stellte man Wildschweinen, Wölfen, Füchsen, Hasen, Steinböcken, wilden Hühnern, Wildenten, Fischen, Weich- thieren u. s. w. nach. Wenigstens deuten die massenhaften Weichthierschalen auf starken Verbrauch in diesem Artikel hin, und die Benutzung primitiver Angeln zum Fischfang durch die diluvialen Bewohner Südfrankreichs kann nach de Na- daillac keinem Zweifel unterliegen. Auch die Pfahlbautenfunde in der Schweiz weisen darauf hin, daß die Bewohner dieser Ansiedelungen hauptsächlich von ben Erträgen der Jagd gelebt haben. Unter den Vorgefundenen Knochen sind nach Alsberg besonders die des Edelhirsches zahlreich vertreten, daneben finden sich Reste vom Biber, Reh, Jgcl, Dachs, Bär, Wolf, Urstier und Elch. Unsere Vorfahren, die alten Deutschen, scheinen noch unter ganz ähnlichen Verhältnissen gchaust und gejagt zu haben. Selbst den Jägern des Mittelalters standen nur Pfeil und Bogen, Armbrust, Spieß und Lanze zu Gebote, und was sie damit ausrichteten, davon giebt uns die Schilderung einer Jagd in den „Nibelungen" ein anschauliches Bild, wo vom starken Siegfried u. a. erzählt wird: „Das erste Thier des WaldeS, das er zu Tode schlug, DaS war ein starkes Halbschwein; er traf'S mit feiner Hand! Danach er nicht viel später der grimmen Löwen einen fand. Als den der Bracke scheuchte, schoß er ihn mit dem Bogen, Mit einem scharfen Pfecle, den er daraufgezogen .... Danach schlug er zu Tode einen Wisend, emen Elch, Der starken Auer viere und einen grimmen Schelch . . . ." Da sich der UN verwundbare Recke eines Hundes zur Unterstützung bei der Jagd erfreute, so entsteht die Frage, zu welcher Zeit der Mensch sich zuerst ber Hilfe des intelli- qenten Hausthieres bedient habe. Die ersten Spuren des Hundes treten uns in den bereits erwähntet'. Pfahlbauten der Schweizer Seen entgegen, sowie in den berühmten Kjökken- Möddings (Küchenabfallhaufen) in Dänemark. Aus ber Art, wie die daselbst ausgegrabenen uralten Knochen benagt und dezimirt sind, schließt man, daß der Hund damals bereit» ein ständiger Gesellschafter de» Menschen war. Wie der innige Anschluß dieses Tbieres an den Menschen erfolgt ist, darüber haben wir nur Vermuthungen, bie allerdings den Nagel auf den Kopf treffen dürften. Der Hund (ober doch das Thier, von welchem unser Haushund abstammt) wird zuerst, führt Bölsche in feiner EntwickelungSgeschtchte d r Natur aus, „des eigenen Gewinns wegen sich gewöhnt haben, regelmäßig den Jägern zu folgen unb ihre Speisiplätze, bie ihm reichen Abfall boten, zu umschleichen. Von da ist der Schritt nicht weit, daß der Mensch da» kleine, harmlose Thier für seine Zwecke direkt heranzog, zum Aufspüren de» Wilde» auf der Jagd, als nächtlichen Wachtposten vor ber Hütte, als willkommenen Abdecker im Kehricht der Wohnstätten, schließlich auch gewiß schon früh als possierlichen Gesellschafter schlechtweg, ben die Frauen verhät'chelten, mit dem die Kinder ihr Spiel trieben*. Mit der Zeit hörte die Jagd auf, die ausschließlichste ober doch hauptsächlichste Erwerbsquelle des Menschen zu bilden, da er sich gewöhnte, die wichtigsten Nährpflanzen zu bauen und die hierzu geeigneten Thiere in seinem Hause zu züchten. Die Bewohner der Pfahlbauten besaßen schon sowohl Hausthiere als auch Kulturen der wichtigsten Pflanzen wie Weizen, Gerste und Hirse. So gestaltete sich die Jagd allmählich zu dem, was sie jetzt ist: einem edlen Vergnügen, bei dessen Ausübung unsere Nimrode wohl kaum noch an die Art denken, wie es entstanden ist. ioivie A 3.5 garant - i aus eti 5 in der *t sffiJJb bif m«ni & “«b ledn zu M? der "'n OM>m ! 3DenL?THn M Wni*8“,®' -fe ÄS "°°°n gt- und wern J.y^'pe? Wachtz- mj“'ü b,0bfl4,{* vlwyn nldiis _ ^Eenstand 'effen der 1897. Ttn landwirthschi,,- hnb. c § 2 ? !! 23 2 14 3,4 - , 3 3 2 3 2 2 15 18 20 16 3 1 3 3,b 3 Meuter, -gnivgn.s-- ’ Stand F 4 3,5 z 1.5 3 5 2 3 23 13 17 23 19 I 225 26 21 22 21 17 205 2 3,5 a^a ?L° hl 5^9 *8- II 2,6 || I 1U h(r ntfitn 6kffiltteröngfW stark auf; i“r iR("< ib Sonnmfchem an Körnern, Mi Sielneu Lager ÄÄ5- ”«51 S5S5 d- -SÄ’ tte«» ' t*1 !&■* •-sri ^mhipfTani1"1 inften «.(jufe !ö - i« "V >»'! bauten,/^ PflM 3 ? - 1» 3.5 j - I 17 16 16 18 18 21 16 _16 17 jBehördlicheÄnzeigen Bekanntmachung. Zum Verkauf des hiesigen Ge- meinde-Zuchtbullen zum Schlachten wird Termin auf Donnerstag, den 30. d. Mts., Mittags 1 Uhr, in meiner Wohnung anberaumt. 8869 Sichertshausen, am 22. Sept. 1897. Bierau, Bürgermeister. 1) FuttttlikferuW für das Wechital in Gießen. Für die Zeit vom 1. November 1897 bis zum 81. October 1898 soll die Lieferung von Heu, Roggen- stroh (Handdrusch), Hafer, Weizenfchaleu, Futtermehl und Metzdorf'fchen Hundekuchen für das Thierspital der Goßh. Veterinäranstalt dahier vergeben werden. Reflectanten werden ersucht, ihre Angebote an uns einzuschicken und bemerken wir, daß die Lieferung von Heu, Stroh, Hafer, Weizenschalen, Futtermehl und Hunde k chen im Einzelnen oder im Ganzen vergeben werden kann, daß die Lieferung frei ins Thierspital, nicht auf einmal, sondern im Verlauf des Jahres je nach Bedürfniß zu erfolgen hat, und baß ungefähr verbraucht werden: 8—9000 kg Hafer, 10—12000 kg Heu, 7—8000 kg Stroh, 400 kg Weizenschalen und Futtermehl, 50 0 kg Hundekuchen. 2) Kerkaus von Dünger. In der Zeit vom 1. November 1897 bis zum 31. October 1898 soll der im Thierspital dahier erwachsende Dünger, so wie er sich in verschiedenen Zeiten in der Grube findet, an den Meistbietenden dem Gewichte nach verkauft werden. Dir Dünger ist immer so rechtzeitig abzufahren, daß keine lieber» füllung der Grube eintritt. Angebote sind bis zum 27. September d. I. au Unterzeichneten abzugebeu. Näheres bei dem Assinenten Herrn Thierarzt Hollerbach. Gießen, den 18. Septbr. 1897. Die Direktion des Thierspitals. Prof. Dr. Pflug. 8743 XKeimiihHsfX — Bahnhofstraße 33 — empfiehlt alle Sorten Kohle», Briketts und Brennholz zu billigsten Preisen und bester Qualität. 8260 ♦♦♦♦♦♦♦♦ rjlMch garantirt reines Weindestillat, — ärztlich empfohlen — -J- aus einer der ersten deutschen Cognac-Brennereien a jiter-aschezuM 1.80».M.2 sowie bessere Qualitäten bis zu M. 3.50 p. Flasche iucl. Glas. ♦ Cognac, ächt französischen, in verschie- denen Preislagen, empfiehlt ? Carl Retter, ________Lindeuplatz. 6i49 500 Mark be^m Gebrauch von Kothes Zahn wasser, | * Flacon 60 H, jemals wieder Zahnschmerzen bekommt oder aus dem Munde r lecht. Joh.Seoroe »othe »chf, Berlin Zu haben bei H. Tichy, Teltersweg43. Erweiterte Handwerkerschule Nidda. Unter staatlicher Oberaufsicht stehende gewerbliche Fachschule für Handwerker aller Berufszweige, insbesondere sür Bau- haudwerker. Beginn de» Winterhalbjahres 1897/98 am 2. November, Bormittags SV» Uhr; Schluß Mitte März. Das Schulgeld beträgt für Schüler, deren Väter oder Lehrmeister Mitglieder des hief. Ortsgewerbevereins find, 12 Mk., für andere 16 Mk. Unterrichtet wird an allen Wochentagen von Vorm. 8!/2 bis Nachm. 5*/, Uhr von zwei Fach- und vier Hilfslehrern in folgenden Lehrfächern: Frethand- und geometrisches Zeichnen, darstellende Geometrie, Fach- und Ornamentenzeichnen, Bauconstructions-, Materialien-, Schatten- und Bauformenlehre, Steinschnitt und Perspective; ferner in Deutsch, GeschSftsauf- sähe, Buchführuna, Geschäftsrechnen, Geometrie. Algebra, Physik, Mechanik, FesttgkeitSlebre, Veranschlagen, Baurecht, Rundschrift und Modelltren. Anmeldungen sind spätestens bis 15. October d. I. an den unterzeichneten Hauptlehrer zu richten, von welchem auch ausführliche Programme bezogen werden können. Nidda, den 10. September 1897^H " W 8448 Der Aufsichtsrath: Die Auftaltsleitung?"' C. Rings hau» en, Vorsitzender. I. Meyer, Großh. Hauptlebrer. Alice-Schale für Fraueubildung u. Erwerb. Beginn des Winterhalbjahres Montag deu 11. Oktober. Auf- nähme Morgens 10 Uhr. 8766 Vorherige Anmeldungen, sowie nähere Auskunft bei _______________Frl. L. Moeser, Oberlehrerin, Gartenftraße 30. Institut von Dr. Hübel. Planmässige und gründliche Vorbildung für alle Klassen höherer Lehranstalten, für das Maturitäts-, Fähnrichs- und Einjährig-Frei- willigen-Examen, für Vorprüfungen des Finanz- und Geometerfachs und andere Schul-Examina. Für junge Leute, welche Tags über verhindert sind, ist eine Abendschule eingerichtet, in welcher sie sich in verschiedenen Abteilungen für Examina oder den kaufmännischen Beruf ausbilden können. 8649 Beginn des Winter-Semesters am 1. October. Prospecte durch den Vorsteher: ______________________Or. K Damen Coufeetions-Dchule Grüubergerstr. 16, Mittelbau. Lehr-Austalt für theor. und pract. Unterricht in Costümeu, Mänteln und Kiuderkleidern. Schnittmuster-Verkauf nach Maaß. — Eintritt jederzeit. — Beginn am 15. 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