rps, ♦ len. L "> ▼ *♦♦♦♦ Sil >ds 8 Uhr: r. Heuser eit (1796). roietand. en-taljr Januar e., Uhr: titiM AilatUn zu habn n Herren Gerhards }; Stier, Schulstrch, rsig, Selterrmg. >ei den Herrm Berger kiplatz und Haai 5H rrenkarten Mk- 1-2® larten 20 M. VorstancL __ unich. BkteramBerelxS Abends 8 :ib: ihrung jjd Lhawbord. ja, O-t-7f ,fJ" gsfr - n«r [eo eron**- -tabenatt Hau» ^^joSenvll« w , lu‘ Zi dl**"** *£, «ötte. L8VV Dienstag den 26 Januar GMes BtalL. 2t Zlnrts- und Anzeigeblntt für den Tiveis Gieren Redaction, Expedltüm und Druckerei: SchukstraßeAr.7. Fernsprecher 51. Vierteljähriger ^XKonnementspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener Aamitienb kälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Der Hlcßener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des MontagS. Gießener Anzeig er Keneral-Mnzeiger. chratisöeitage; Gießener Aamitienötätter. Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehmen > Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. WolffS teltgraphischeS Lorresponde»r.»«re«». P.sen, 24. Januar. Se. Majestät der Kaiser hat durch Allerhöchste Cabinetsordre vom 23. d. MtS. das Abschiedsgesuch des commaudtrenden Generals des 5. ArmeecorpS Generals der Infanterie v. Geeckt »«ter Stellung zur DtSpofition und L la suite des Infanterie- Amtliche* TheU. Bekanntmachung, betreffend: AlterSrenteuanfprüche. Bet Erhebung von Ansprüchen auf Bewilligung von Altersrenten wird von den Verficherten häufig Übersehen, »ah außer dem Nachweis, daß sie während der Jabre 1888, 1889 und 1890 tnsgesammt mindestens 141 Wochen hindurch thatfächlich in einem nach dem Jnvalidttäts- und AiteröverficherungSgesetz die VerficherungSpfltcht begründenden Arbeit-- und Dienstverhältniß gestanden haben, auch die Lurücklegung einer Wartezeit erforderlich ist. Diese Wartezeit beträgt bet der Altersrente 1410 Beitragswochen, ver- mindert sich aber gemäß § 157 I - u. A.-B.-G. für Versicherte, welche am 1. Januar 1891 das 40. Lebensjahr Dollendet hatten, um soviel Beitragswochen, als ihr Lebensalter am 1. Januar 1891 das vollendete 40. Lebensjahr -überstiegen hat. Für die übrige Wartezeit muß der Versicherte thatsächlich in verficherungspflichtigem ArbeitS- oder Dienst- verhältniß gestanden haben und für ihn Beitrag geleistet worden sein. Die Mindestzahl der hiernach anzurechneuden Beitragswochen bet Festsetzung von Altersrenten für Personen auS dem GeburtSjahrgange 1827 ergibt sich auS der nachstehenden auf Beranlaffung des RetchS-VersicherungSamt» aufgestellten Tabelle. Die Leistung von Beiträgen hat nicht zu erfolgen für die Zett der Arbeitsunterbrechung in Folge einer mit Erwerbsunfähigkeit verbundenen Krankheit von mindestens siebentägiger Dauer. Diese Zeit wird regelmäßig als BritragSzeit in Ansatz gebracht. Der Nachweis hierfür wird geführt durch eine Bescheinigung der Krankenkasse, welcher der Versicherte angehört, oder der Bürgermeisterei. Diese Bescheinigung ist von den Versicherten der örtlichen Jnvalidttäts- und AlterS- verficherungsstelle behufs Berücksichtigung bei Aufrechnung der QutttungSkarte zu übergeben. Die Verficherten, welche diese Vergünstigung vielfach unbeachtet laffen, werden besonders hierauf aufmerksam gemacht. Gießen, den 21. Januar 1897. GroßherzogltcheS Kreis amt Gießen. v. Gageru. Deutscher Reiche verlt«, 23. Januar. Der Kaiser begab fich heute Vormittag 10 Uhr in daS Reichskanzler PalatS, woselbst Fürst Hohenlohe etvea Jmmedtat-Bortrag hielt. Die Anwesenheit deS Kaisers währte etwa anderthalb Stunden. Berlin, 23. Januar. Die winhschaftliche Vereinigung des Herrenhauses hat heute beschloffen, im Plenum einen Antrag einzubrtngen, durch welchen die StaatSregieruvg er- sucht werden soll, im BundeSrath für Annahme eines Mar- Tabelle über die Mindestzahl der in Betracht kommenden BeitragS- wochen bei Festsetzung von Altersrenten für gesetzlich versicherte Personen auS dem Geburtsjahrgauge 1827. gartcke- Gesetze- einzutreten, wie eS im vorigen Jahre vom Reichstage beschloffen ist. Berlin, 23. Januar. Das Abgeordnetenhaus überwies heute den Gesetzentwurf, betreffend die Forstschutz- beamten der Gemeinden und öffentlichen Anstalten im Regierungsbezirk Wiesbaden, der Commission für die Hessen- naffauische Gemeinde Ordnung, und den Antrag LangerhanS, betreffend Aufhebung der brandenburgischen Confistorial- Ordnung vom Jahre 1573, an eine Commission von vierzehn Mitgliedern. Außerdem wurden Petitionen erledigt. — Nächste Sitzung Freitag den 29. Januar. Tagesordnung: Interpellation des Abgeordneten CzarlinSk» (Pole), betreffend Auflösung von Versammlungen in Oberfchlefien, und Antrag Ring, betreffend Vtihetufuhr. Berlin, 23. Januar. Wie die „Nordd. Allgem. Ztg. erfährt, haben die Beratbungen deS Entwurfs einer Milt- tär-StrafgerichtS-Ordnung und des dazu gehörigen EtnführungSgesetzeS in den bethetligten BundeSraths Aus- schüsien nunmehr begonnen. Berlin, 23. Januar. Die Ortsgruppe Berlin deS „Alldeutschen VerbandeS" hat in Bezug auf die Flottenfrage folgende Resolution gefaßt und Seiner Durchlaucht dem Reichskanzler Fürsten zu Hohenlohe-SchillingSfürft unterbreitet: „Die Ortsgruppe Berlin des „Alldeutschen Verbandes hält die Annahme der Flotteuvorlage und der Dampfer- Subvention-Vorlage für unbedingt nothwendig, g bt aber außerdem der festen Ueberzeugung Ausdruck, daß demnächst von der Regierung ein der Weltstellung Deutschlands entsprechender Flottevplan vorgelegt werde." Berlin, 23.Januar. Der Vorstand des Verein- der Berliner Getreide- und Productenhändler macht bekannt: Von Mittwoch den 27. d. M. ab ist der Besuch der Versammlungen nur Mitgliedern des Vereins und de« bei diesen aagestellten jungen Leuten gestattet. Den Letzteren werden auf Antrag ihres ChesS Karten verabfolgt, welche nur zum Eintritt berechtigen. Breilau, 23. Januar. Der „Schl. Ztg." wird auS Lteguitz gemeldet: In dem Wettbewerb für daS Kaiser Wilhelm-Denkmal wurde heute von den ein- gegangenen Entwürfen derjenige des Bildhauers Profeffor Johannes Bo es e Berlin zur Ausführung angenommen. Hamburg, 23. Januar. Heute Vormittag fanden elf Versammlungen von ftrtkendeu Hafenarbeitern statt, in welchen eine bedingungslose Unterwerfung abgelehot wurde. Der Strike dauert also fort. Die Erregung unter den Arbeitern ist groß. Ausland. Wien, 23. Januar. Die amtliche „Wiener Zeitung" publicirt das kaiserliche Decret, nach welchem der Reichs- rath aufgelöst und Neuwahlen angeordnet werden. Der neue Reichsrath wird noch vor dem 27. März zusammenberufen. Lemberg, 23. Januar. Der hiesige Gemeinderath be- schloß die Gründung einer allgemeinen Arbeiterbörse. Rom, 23. Januar. Die Regierung hat den Hafen von Mass au ah sür alle auS Indien kommenden Gch'ffe gesperrt. Die Hauptstädte SictlienS verlangen, daß die Jndiensahrer nicht in ihre Häfen einlaufen dürfen. Paris, 23. Januar. Der muselmännische Deputirte Dr. Grenier zeigte fich bet seiner Befragung durch Mitglieder der Cowmtsfiou zur Prüfung seiner Wahl vollkommen unzugänglich bezüglich Ablegung deS Burnus und seiner religiösen Gebräuche. Paris, 23. Januar. DaS Zuchtpolizeigericht verurtheilte den ehemaligen Capitän Guillot, welcher sich im Jahre 1889 nach der Schweiz und dann nach Belgien geflüchtet hatte, zu 5 Jahren Gefängniß und 3000 Franc- Geldstrafe, weil er einer auswärtigen Macht geheime Pläne und Schriftstücke auSgeltefert habe. Loudon, 23. Januar. Ein heftiger Schueesturm wüthete gestern in London und vielen Gegenden Englands. Auch int Canal wüthete der Sturm heftig. Der Dampfer „Salisbury" stieß mit einem noch unbekannten Zweimaster zusammen. Dem „Salisbury" wurde der Bug etugestoßen. Der Zweimaster ist anscheinend uutergegangeu. Deutsches Reichstag. 160. Pleuarfitznng. SamStag den 23. Januar 1897. Hingegangen: Entwürfe zum Handelsgesetzbuch und zur Grundbuchordnung. _ „ . _ . Bet Beginn der Sitzung finden fich nach «nd nach ein Dutzend Abgeordnete ein. Auf der Tagesordnung sieht zunächst der Etat der Reichsschuld. । Abg. Dr. Lieber (Ctr.): Mil der Begebung von 3 procent. < Anleihen sei offenbar zu f.üh vorgegangen worden. Wir bätten dieselbe nur begeben mit 86 Vr, pCt. und dadurch 123461537 Mk. weniger an Capital erhalten, als wir an Schulden zugenommen haben. Wir müsstn also auch einmal 123 Mill. Mark mehr tilgen, al« wir erhalten haben. In Preußen liege die Sache ähnlich, hier berechne sich der Capitaloerlust auf 98 Mill. Dem Schöpfer des Reichsfinanzreformgedankens. Miquel, können wir somit tnsgesammt weit über 200 Mill, aufs Conto schreiben. Das sei der Dieb bewunderte Reformer im Reich und in Preußen. Wir hätten, wenn wir 3Vj pCt. begeben hätten, weniger Zinsen bezahlt und viel weniger an Capitalschuld auf uns geladen. Schatzs.cretär Graf Posadowsky: Der Markt war mit Zi/z procent. Papieren übersättigt. Hätten wir diese gewählt, so wäre daher voraussichtlich der Kurs stark gedrückt roorben. Zu Gunsten des 3piocent. Typus sprach außerdem'die Erwägung, datz wir wünschen mußten, ein Paprer zu wählen, welches möglichst im Jnlande bleiben werde. Mathemattsch ist die Berechnung Liebers richtig, aber eine genaue Berechnung vergleichender Natur ließe sich doch nur dann aufstellen, wenn wir zu gleicher Zett 3 und 31/z procent. Papiere begeben hätten. So aber kann man gegen die Berechnung des Borredners den Einwand erheben, daß man aus dem Durchschnitisbegebungkcours der 31/2 procent. Anleihen gar keinen Schluß ziehen, vielmehr gar nicht wissen kann, welchen Cours wir erzielt haben würden, wenn wir die 3Vs procent. zu derselben Zett begeben hätten, zu der die Begebung der 3procent. .erfolgte. Ich kann es daher nicht für unrichtig erkennen, daß wir den 3procent. Typus gewählt haben. t . «n er » Abg. Enneccerus (nl.): Ein Schaden durch die Wabl des 3procent. Typus sei nicht entstanden; wäre er aber wirklich entstanden, — wie könne dann Herr Lieber jetzt der kluge Mann sein, der darauf aufmerksam mache, jetzt, post festem l Abg. v. Kardorfi: Herr Miquel hat lange geschwankt, und er hat sich auch nur zur Wahl der 3procent. Form bestimmen lasten durch die großen Bankhäuser, die ja ihre guten Gründe dazu gehabt haben mögen. Ich selbst habe stets die Begebung von 3‘/s procent. mit Herrn Lieber für richtiger gehalten. Schatzsecretär Graf Posadowsky verliest einen alteren Bericht des Finanzrntntsters an den Kaiser, in welchem für die Wahl der 3procent. geltend gemacht wird, daß der Markt für 3Vaprocent. überfüllt sei, auch nach Ansicht des Retchsbankpräsidenten uno daß das Bankenconsorttum erklärt habe, einen weiteren größeren Betrag 3V, pEt. nicht mehr zu übernehmen. Der Etar der Reichtzschuld wird genehmigt, ebenso der Etat des Rechnungshofes. t „ c „ „, „ n Es folgt erste Berathung der Unfallverstcherungsnovelle. Abg. Rösicke (b. k. Fr.): Bei den Berufsgenostenschasten ständen Lssten und Rtsico in wichtigem Berhällniß zu einan'er. Bei einer territorialen Gltederung der Unfallversicherung würde das schwerlich in gleichem Maße der Fall sein. Auch die Unfall-Ver- Hütungs-Votschrtften würden nicht so zweckmäßig und wirksam sein können bet einer anderen, als der berufsgenostenschaftltchen Gliederung. Die Höhe der Verwaltungskosten laste nach, und wenn erst der Bebarrungvzustand eingetreten sein werbe, würden die Verwaltungskosten sicher den Betrag von 10 pCt. der Entschädtgungsbeträge nicht mehr übersteigen. Ein besonderer Vorzug der Berussgerossen- schaften sei ihre Selbstverwaltung. Redner befürwortet die Erhebung des Reichsverstcherungsamts zu einem selbstständigen Reichsamt. Er bemängelt, daß in den Spruchsitzungen des Reichsvelsicherungs- amts Bundesrathsmttglieder mitwirkten und an Zahl sogar noch vermehrt werden sollten, denn diese seien doch nicht unbedingt unparteiisch (Widerspruch am Bundesrathstische.) In der Novelle werde leider die Selbstständigkeit des Retchsoerstcherungtzamts noch abgeschwächt. Zu wünschen sei, daß die Handwerker in weiterem Umfange in die Versicherung einbezogen würden. Redner platdirt sodann für Herabsetzung der Karenzzeit, da, wenn diese erfolge, die Berussgenostenschaften noch mehr als schon bisher die Pflege Verunglückter den Krankenkassen gleich vom Tage des Unfalls cn abnehmen würden. Die Vorlage bilde eine geeignete Unterlage für dne ^bg.^nßefi (R.-P.) erkennt an, daß die Novelle eine Reihe von Derbesterungen bringe, so namentlich die Ausdehnung der De^ sicherung auf einige Klassen von Handwerkern. Nicht unbedenklich erscheine ihm aber die Einbezt.hung von Passanten in die Verfiche- rung, es werde das zur Folge haben, daß die Arbeitgeber die Fabriken für Passanten sperren. Große Bedenken erwecke seinen Freunden auch die Beschränkung des RecurseS sowie die Einschränkung der Thätigkett bezw. Befugnisse des Reichsverstcherungsamts. Abg. v. Langen (c.) bedauert, daß nicht dieser Vorlage die Reform deS Jnvaliditätsgesktzes vorangegangen fei. Seine Partei finde in der Vorlage im Allgemeinen eine Verbesserung und werde ihr, von einzelnen Bestimmungen abgesehen, zustimmen. Namentlich einverstanden sei sie mit der geplanten Ausdehnung der Un all- Versicherung. Er bebaute nur, daß nicht auch -die Binnenschiffer einbezogen seien. m r, . Hierauf tritt Vertagung ein. Persönlich bemerkt noch Abg. v. Langen, durch einen Zwischenruf des Abg. Stadthagen prooocirt, er habe niemals einen politischen Gegner gebeten, auf die gegen ihn gerichtete Broschüre seines früheren Freundes Paasch nicht einzugehen. Er versichere dies und erwarte den Gegenbeweis. Montag 1 Uhr: Fortsetzung und Wahlprusungen. Fällt der Geburtstag des Rentenberechtigten i« die Zeit vom e so müssen minvavev» Beilragöwochen nachgewielen sein 1 Fällt der Geburtstag des Rentenberechtigten in die Zeit vom 10 müssen sninnenen« 1 Beitragswochen nachgewiesen sein | 1. Jan. bis 6. Febr. 7. Febr. „ 13. „ 14. „ „ 20. „ 21. „ „ 27. 28. „ „ 6. März 7. März „ 13. „ 14. „ „ 20. „ 21. „ „ 27. „ 28. „ „ 3. April 4. April „ 10. „ 11. „ „ 17. „ 18. „ „ 24. 25. „ „ 1. Mai 2. Mai „ 8. „ 9- „ „ 15. „ 16. „ „ 22. „ 23. „ if 29. „ 30. „ „ 5. Juni 6. Juni „ 12. „ 13. n 11 IO- „ 20. „ „ 26. „ 27. „ „ 3. Juli 4. Juli „ 10. „ 11. „ „ 17. „ 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 300 301 302 303 304 305 18. Juli bis 24. Juli 25. „ „ 31. „ 1. Aug. „ 7. Aug. 8. „ „ 14. „ 15. „ „ 21. „ 22. „ „ 28. 19. „ „ 4. Sept. 5. Sept. „ 11. „ 12. „ „ 18. „ 19. „ „ 25. ,, 26. „ „ 2. Oct. 3. Oct. „ 9 „ W. „ „ 16. „ 17. „ „ 23. „ 24. „ „ 30. „ 31. „ „ 6 Noo. 7. Noo. „ 13. „ 14. „ „ 20. „ 21. „ „ 27. „ 28. „ „ 4. Dec. 5 Dec. „ 11. „ 12. „ „ 18. „ 29. „ „ 25. „ 26. „ w 31. „ 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 323 324 325 326 327 328 329 'Regiment- Graf Bülow von Dennewitz (6. Westfalisches) Nr. 55 genehmigt. Braunschweig. 24. Januar. Infolge deS heftigen Schneefalles ist der Bahnverkehr gestört. Dämmt- ltche Züge von Magdeburg, vom Harz sowie von Holzminden nnd Hannover erleiden mehr oder weniger erhebliche Verspätungen. Bochum, 24. Januar. Auf allen drei von Bochum ausgehenden Strecken der electrischen Straßenbahn hat heute früh daS Fahrpersonal wegen Nichterfüllung seiner Forderungen den Dienst verweigert. Erst am Mittag wurde durch Hilfspersonal ein theilweiser Betrieb auf allen electrischen Bahnen eröffnet. Depeschen des Bureau „Herold." Bozen, 24. Januar. Am 1. Februar wird hier Graf Schuwalow eintrefftti, um eine Cur in Gries zu brauchen. Budapest, 24. Januar. Die Majlath-Affaire nimmt für das Cabinet Banffy eine bedrohliche Form an. Der Nuntius Fabtani soll erklärt haben, er werde, falls die Regierung auf ihrem bisherigen Standpunkt beharre, gezwungen sein, feinen Posten zu verlassen. v.;/'- \ Rom, 24. Januar. Selbst die officiösen Blätter greisen General Baldissera heftig an, weil er angeblich seine Urlaubsreise unternommen hat, ohne davon Kenntniß zu haben, daß die Derwische sich concentriren und vorrücken. Baldtssera soll bereits vom KrtegSminister aufgefordert worden fein, sich zu rechtfertigen. Parts, 24 Januar. ES liegen hier höchst alarmirende Nachrichten vor Überdas Vorrücken der Derwische. Der ganze Sudan soll sich in Aufregung befinden. Die Priester predigen den heiligen Krieg gegen die Europäer. Ein combinirter Angriff gegen Erithrea, Ober-Egypten und den Congostaat soll bevorsteheu. Marseille, 24. Januar. In der Rue de la Republique find 9 Personen an verdächtiger Krankheit gestorben. Da Cholera befürchtet wird, find energische Maßregeln getroffen worden. Cherbourg, 24. Januar. Ein norwegischer Dreimaster wurde an daS Ufer geschleudert und arg beschädigt, die Rettuugsarbeiteu dauern fort. Brüssel, 24. Januar. Infolge andauernden Schneefalles erleiden die Expreßzüge Ostende-Wien-Petersburg große Verspätungen. Rom, 25. Januar. Nach einer Meldung auS Massaua wurde in einer Schlacht zwischen RaS Alula und Ras AgoS der Letztere gerödtet, und seine Truppen zersprengt. Ras Agos war der Häuptling einer Truppe von Eingeborenen, die zu den Italienern übergegangen waren, jedoch bei Adua auf eigene Faust gegen die Italiener gekämpft hatte. Trotzdem hatten die Abessynter AgoS den Verrath nicht verziehen. Paris, 25. Januar. Baron Mohrenhetm theilte dem Minister Hanotaux mit, daß der neu ernannte russische Minister des Aeußern, Murawjew, aus Befehl des Zaren am Donnerstag früh in Paris eintrifft, um sich dem Präsidenten Faure vorzustellen. Sein Aufenthalt in Paris dauert zwei Tage. London, 25. Januar. Cecil RhodeS ist gestern Nacht auf Ersuchen der Regierung von Tiiburh mit einem Sprcal- zug hier eingetroffen, um Kundgebungen zu vermeiden. Die in der südafrikanischen Politik compromit- tirteu Personen werden in einer Versammlung Mittel und Wege berarhen, um eine parlamentarische Untersuchung gegen RhodeS zu durchkreuzen. Konstantinopel, 25. Januar. Gerüchten zufolge ist der Exsultan Murad Bey völlig genesen und bet klarem Verstände. DaS jungtürkische Comite lanzirt solche Gerüchte, um gegen den Sultan zu Hetzen und Mißstimmung zu erzeugen und so die Revolution vorzubcreiten. Cmk» tmfc prevhjkllef, Gießen, den 25. Januar 1897. •* Bon der Universität. Regierungsaffessor Dr. jur. et phil. E. Jung von Mainz hat sich an unserer Hochschule als Privatdocent für deutsches bürgerliches R.cht, Handelsrecht und Rechtsphilosophie habilitirt. — Ja der Gynägo- logischen Klinik find im Jahre 1896 407 Geburten, bei einer Tätigkeit von etwa 20 Praktikanten, zu verzeichnen, gegen 340 Entbindungen im Vorjahre. ES stebt dieses Institut in Bezug auf die Frrquenz und in Rücksicht auf die Zahl der dabei thätigen angehenden Aerzte an erster Stelle unter dergleichen Anstalten aller deutschen Hochschulen. ** Zur Parade des Infanterie Regiments Kaiser Wilhelm, welche, wie bereits mitgethetlt am Mittwoch Vormittag 111/2 Uhr im Hofe der neuen Kaserne stattfindet, hat das Publikum bereits von 11 Uhr ab Zutritt, nicht von 10 Uhr ab, wie irrthümlich in Nr. 19 d. Bl. mitgetheilt wurde. ** Die Sektion Gießen des Deutschen und Oesterreichi- schen Alpen-Vereios erläßt am schwarzen Brett der Unwerfität folgende Bekanntmachung: „Der Vorstand der Sektion Gießen des ^Deutschen und Oesterreichischen Alpen Vereins erlaubt fich, die Herren Studierenden auf die Bestrebungen des Vereins aufmerksam zu machen. Derselbe will die Liebe zur herrlichen Alpenwelt wecken, ihre Kenntniß nach jeder Richtung hin fördern, die Bereisung erleichtern und hierdurch Gelegenheit zu naturwissenschaftlicher, sprachlicher und ethno- graphischer Forschung bieten, er g.ebt ferner Anregung zu Muth und Thatkraft stählenden HochgebirgStouren. Die durch den Verein geschaffene Einrichtung der Studcntenherbergen hilft diele Ziele für die Herren Studirenden leicht erreichen. Der Vorstand der Section Gießen hat fich mit einigen Herren Professoren in Verbindung gesetzt behufs Ausarbeitung von Reiseplänen zu bestimmten Forschungszwecken. Im Laufe des Jahres veranstaltet die Section eine größere Reihe von Vorträgen, theilS wissenschaftlichen theilS touristischen Inhalts und giebt durch monatlich stattfindende Ausflüge Gelegenheit I zur Kenntniß der näheren und weiteren Umgebung Gießens - durch die Thättgkeit der Section ist dieselbe theilweise mit Wegmarkierung versehen. Die Vorträge finden am ersten Donnerstag jeden MonatS im Vereinölocal Cafe Ebel statt, jeden anderen Donnerstag ist außerdem von 9—11 Uhr Abends zwanglose Zusammenkunft, wobei die reichhaltige Bibliothek zur Benutzung offen steht. Die Herren Studirenden find als Gäste jederzeit herzlich willkommen." — In der nächsten Wochenversammlung, Donnerstag den 28. d. Mts., Abends 9 Uhr pünktlich, wird Herr Rralphmnafiallehrer Hedderich im oberen Saale deS „Cafe Balzer" den zweiten Theil seines Vortrags „Reise in den Centralkarpathen und in Ungarn" halten. •* Reichlicher Schnee, den ein scharfer Nordwind am Samstag unserer Gegend zugeführt, bedeckt nunmehr weithin die Fluren. ES gab stellenweise tüchtig zu räumen, um wenigsteus den Fußverkehr offen zu halten. Am gestrigen Sonntag wurden denn auch allenthalben Schlittenparrhien riscirt und scheint es, daß dieses Vergnügen den glücklichen Schlittenbesitzern für längere Zeit erhalten bleibt. Der Schnee bietet aber nicht nur Vergnügen, sondern bereitet auch Unbehagen, in erster Linie den Vögeln- deshalb fei hier der Bitte Ausdruck gegeben, durch Streuen von Futter an schneefreien Plätzen die Noth der Vögel nach Kräften lindern zu helfen. ** Preußisch Hessische Bahnen. Der „Darmst. Tgl. Anz." schreibt: „Zunächst ist es für die volle Uebersührung der Verwaltung in den Staatsbetrieb, d. h. für die Stellung der seitherigen und künftigen Beamten in der gemeinschaftlichen Bahnverwaltung, nothwendig, daß die gesetzlichen Bestimmungen über die Pensionirung der im Dienste der Gemeinschaft verwendeten hesfischen Beamten und über die Versorgung ihrer Hinterbliebenen mit den bezüglichen Bestimmungen der preußischen Gesetze in Einklang gebracht werden, mit der Maßgabe, daß das Recht der Hessischen Regierung, Pensionirungen ohne vorgängiges DiSciplinar- vrrfahren eintreten zu laffen, unberührt bleibt. Zu diesem Zweck muß, entsprechend dem Artikel 15 Absatz 7 des StaatS- vertrages zwischen Hessen und Preußen, daS preußische Pen- fionSrecht für alle hesfischen Bahnbeamten demnächst gesetzlich : eingeführt werden, soweit nicht besondere gesetzliche Abände- | ruvgen daran noch erfolgen. DaS Gleiche gilt hinsichtlich der Fürsorge für Beamten infolge von Betriebsunfällen, sodaß das einschlägige hessische Gesetz vom 18. Juni 1887 dann außer Kraft treten wird. Der Erlaß beider Gesetze setzt aber die Zustimmung der Stände voraus, und beide | neuen Gesetze sollen mit 1. April 1897 in Wirksamkeit treten. Der neue hessische Landtag ist^deShalb zum 9. Februar einberufen worden. ** Bevölkerungs-Zunahme. Nach dem üblichen Verfahren der Schätzung des Bevölkerungszuwachses muß für daS I laufende Jahr, und zwar in der Berechnung auf die Jahres- I mitte, die Einwohnerzahl der Stadt Mainz zu 78,500, in I Darmstadt zu 66,100, in Offenbach zu 40,800, in WormS I zu 29,600 und in Gießen zu 23,700 angenommen werden. I ES wird dabei lt. „Darmst. Ztg." vorausgesetzt, daß die I Zahl der hierunter einbegriffenen activen Mtlitärpersonen neuerdings erhebliche Veränderungen nicht erfahren habe. x Langd, 21. Januar. Bei den am 18. und 19. d. MtS. in den hiesigen fiskalischen Waldungen abgehaltencn Brenn- holzversteigerungen wurden für die Forstverwaltung recht annehmbare Preise erzielt. Es wurde im Durchschnitt bezahlt: Der Raummeter Buchen Scheitholz 1. Klasse mit 6*/z Mk., Buchen-Scheitholz 2. Klasse 5 Mk., Buchen-Stock- Holz 1. Klasse pro Raummeter etwas über 3 Mk., Stockholz 2. Klasse mit 2 Mk., Buchen-Reisig pro Meter 60 Pfg. — Auch bei Bau- und Nutzholz-Versteigerungen wurden gute Preise erzielt. Im Feldheimer Wald wurden beispielsweise für den Festmeter Eichen Stammholz bis zu 70 Mk. bezahlt. Auch bei den anderen Holzverfteigerungen in unserer Gegend konnte man, namentlich beim Brennholze, ähnliche Preise wahrnehmen. -h- Södel i. d. Wetterau, 23. Januar. Am 16. d. Mts. hatte ein hiesiger OrtSbürger das seltene Glück, sein neunzigstes Lebensjahr in körperlicher Rüstigkeit und geistiger Frische zu vollenden. Dem Jubilar, Lamorte mit Namen, wurden denn auch an diesem Tage von allen Seiten, von Verwandten und Freunden, sowie auch von unserem OrtS- geistlichen Ehrenbezeigungen in Form von Gratulationen und Geschenken in großer Anzahl zu Theil. MW. Aus der mittleren Wetterau, 24. Januar. Wiederholt ist in dieser Zeitung darauf hiugewiesen worden, welche n ter ess anten Funde bei dem neuen Bahnbau in un- erer Gegend gemacht worden sind. Den Freunden der AlterthumSkunde und der Raritäten dürfte folgende Notiz über diejenigen Sachen nicht unwillkommen sein, die dis jetzt Aufnahme im Darmstädter Museum gefunden haben: 1 Ring von Bronze, 3 römische Münzen, 2 Bruchstücke von Altären mit Inschriften, 1 Thonlämpchen, 9 Thongefäße, 1 Bruchstück eines solchen mit Stempel, 2 Steingerälhe. Unter diesen Sachen befinden fich die Stücke nicht, welche von Privatleuten an anderen Orten, die nicht in der Baultnie liegen, gemacht worden sind. Die Funde beweisen, daß die Römer vor 1500—1800 Jahren einen lebhaften Verkehr in unserer Gegend unterhalten haben müssen, viel lebhafter, als sich die Leute gewöhnlich vorzuftellen pflegen. — Den Arbeitern, welche die Funde gemacht haben, wird ein kleines Fundgeld ausgezahlt werden. H. Hungen, 24. Januar. Unserer höheren Bürgerschule, oder wie sie auch richtiger bezeichnet wird: erweiterten Volkschule, die schön empor blüht, ist (in Zuschuß von 400 Mk. auS der Hauptstaatskasse bewilligt worden, welcher demnächst zur Auszahlung gelangt. Daß dieser Beweis von Wohlwollen der obersten Schulbehörde am hiesigen Orte sehr ge- würdigt und dankbar angenommen wird, bedarf keiner besonderen Versicherung. 8. AoS dem Kreise AlSfeld, 24. Januar. Der Winter macht endlich Ernst, seit drei Tagen schneit es ununter' krochen. Schneeverwehungen haben heute Nacht die Wege streckenweise unpasfirbar gemacht, auf den Kreisstraßen wurde heute deßhalb „geschippt". Die Schlitten werden jetzt zrr ihrem Recht kommen. Ein scharfer „Nordost" verleidet eben den Aufenthalt im Freien ganz und gar. s. Romrod, 24. Januar. Die von Seiten der Gemeinde veranstaltete Feier des Geburtstags Sr. Majestät des Kaisers wird Mittwoch Abend von 8 Uhr ab in „Spaniers Saale" stattfinden. Auch von Auswärts wird auf etliche Betheiligung zu rechnen sein, mehrere Herren von Nteder- I Breidenbach haben chr Erscheinen schon zugefichert. Eta schöner, der Bedeutung der Feier würdiger Abend steht in Aussicht. F. Bon der Feldkrücker Hohe, 22. Januar. Das ausgezeichnete Winterwetter hat die Arbeiten in unseren Waldungen außerordentlich gefördert. Die gefällten Stämme können sehr rasch aufgearb-itet und nach den verschiedenen Sortimenten geordnet werden. Wir haben daher auch bereits einige Ho lzv er st ei gerungen gehabt, bei denen nicht bloß sämmtliche Brennholzarten, sondern auch Bau-, Werk« und Nutzstücke zum AuSgebote gekommen find. Die Holzpreise sind recht befriedigend: daS Bau-, Werk- und Nutzholz erzielte 60—70 Procenl mehr, als im Tarife vor- gesehen find. DaS Brennholz: Buche, Kiefer, Fichte und Aspe brachte es auf 25—30 Procent über den Tarif. — Aehnliche Preise für Derbftangen und Stämme, d. h. 50 biß 60 Procenr mehr für den Durchschnittspreis ergaben fich in der benachbarten Oberförsterei Ortenberg. — Der Gebrauch von Schneeschuhen bürgert fich immer mehr bet uns ein, besonders, da man sie jetzt auch in unserer Gegend um den halben Preis anfertigt, also jetzt kein Heidengeld mehr nach Berlin schicken muh. — Im hohen Vogelsberge regt es sich endlich wegen des neuen BahnbaueS. Die Leute an mehreren Orten standen der Sache sehr wenig sympathisch gegenüber, oder erhoben für mäßig werthvolleS Gelände so enorme Ansprüche, daß man den besten Wetterauer Boden dafür erwerben könnte. DaS brachte Stockung in die Sache. Jetzt scheint den Leuten eine bessere Einsicht zu kommen und es geht wieder vorwärts. Wallerstädten, 21. Januar. Eine hiesige arme Fabrikarbeitersfrau wurde am 13. dö. MtS. mit einem jungen Erdenbürger beglückt. Die Frau war leidend und wurde das Kind in den ersten sieben Tagen blos von der Hebamme besorgt- dasselbe war, nach Aussage der Hebamme, ein Knabe, wurde als solcher auf dem Standesamt angemeldet, und der Vater bestellte einen Pathen. Am fiebenten Tage versuchte die Frau aufzustehen und ihr Kind selbst zu besorgen, da, 0 Himmel, war auS dem Knaben ein Mädchen geworden. Die herbeigerufene Hebamme war starr vor Ueberraschung. Man ist gespannt, welche Folgen dieser Fall noch hat. Eingesandt. Gietze-l, den 24, Januar 1897. Der ReituAterricht auf de« UniverfitLten. Da soll Alle« besser geworden sein und immer spricht man von den großen Fortschritten unserer Zeit. Aber mit dem Rett unterricht auf den Universitäten ist es stark rückwärts gegangen. Im vorigen Jahrhundert, da gab es Reitprosessoren, die gleichen Rang hatten mit denen der Facultätsprofessoren und Unterricht er- theilten in der niederen und der hohen Schule. Mit dem Elend, welches die Revolutionskriege über Deutschland brachten, gingen zunächst starke Reductionen der Reitschulen an den Höfen und aus den Unimrsitäten Hand in Hand. Aber nach den Befreiungskriegen gab es doch n>- überall Universttälsstallmeister, welche 6 bis 12 Pferde hielten u . wenigstens in der Campagneschule Unterricht ertheilten Cu war es noch bis vor wenigen Jahren hier in Gießen, biS leider der Tod des letzten Universttätsstallmeisters, Herrn Balser, dem hessischen Landtage Veranlassung gab, den ganzen Posten auS dem Etat zu stretchen. Das war nicht gerade ein schöner Anfang in Neuerungen, den da Hessen machte. Aber es fand sich doch ein Mann, der den Reitunterricht in Gießen aus eigenes Rrsico noch ferner ertheiten wollte in Herrn Max Creutzburg, und mäßige Zuschüsse aus dem Dispositionsfonds der Universität und Stadt Gießen setzten ihn in den Stand, bis fitzt seine gute Absicht zu erfüllen. Leider scheint es nun, als ob da« Bedürsniß. diese schöne erste aller ritterlichen Künste, welche ja von ihr ihren Namen tragen, zu zu erlernen in der Studentenschaft stark abgenommen hätte. Während vor 50 Jahren, als Schreiber dieses studtrte, wenigsten 25 bis 30 pCt. aller farbentragenden Studenten einige Rettcurs- nahmen, kommen jetzt nicht einmal 10 pCt. von solchen zusammen, und das halbe Dutzend gut gerittener Pferde, die sich Herr Stallmeister Creutzburg hält, stehen mehr müßig, als Herrn Creutzburg und den Pferden selbst lieb ist. Woher kommt bad? Die Preise sind nicht hoch. Denn, wenn vor 50 Jahren eine Reitstunde im Abonnement 15 Silbergroschen (Mk. 1.50) kostete, so kann heute, wo die Preise für die Pferde das 3 bis 4fache, die für das Futter das 2- bis 3fache von damals betrugen, ein Abonnementsprets von 2 Mk. pro Stunde nur billig erscheinen. Billiger ist Reitunterricht nirgends zu haben. Und ein Cursus ist gar nur auf 20 Stunden bemessen — wie e8 scheint, eine Concession «n die größere Lernfähigkeit der heutigen Zett — während er in älteren Zeilen immer 30 S'unden umfaßte. Sollte der Frühschoppen so viel mehr die Börse der Herren Studiosen in An pruch nehmen ? oder ist das Radeln dem Reiten in Concurrenz über? oder endlich sind die hohen Vv'züge der Reitkunst in Vergessenheit gerathen? Wir vermuthen daS letztere. Denn gegen den Frühschoppen haben berühmteste alte Häuser schon so viel gesprochen und geschrieben, daß das unmöglich unwirksam geblieben sein kann. Das Radeln aber steht der edlen Reitkunst doch sehr nach, es ist doch nur bei gutem Welter und auf guten Straßen zu treiben, ist zwar für gewisse Zwecke sehr practtsch, nimmt aber, wenn es irgend welchen Nutzen haben soll, viel mehr Zeit in Anspruch und thatsächlich sieht mau auch nicht, daß eB gerade bet den Musenföhnen groß in Ansehen stünde und geübt werde. Wenn es auch gewisse Bein- und Bauchmuskeln übt, mit der Reitkunst kann es sich nicht messen weder an Nutzen im praktischen Leben, noch an Ausblildung des Körper und GersteB für dm ausübenden SportSrnann. In allen Ländern giebt es Reitthiere, für deren Benutzung die Reilkunst die Grundlage bildet, und mit ihnen kommt man fort auf allen Wegen, durch Wald und Feld, durch den Dreck, über Aecker weg, in der Ebene und im G drrge. Und, welch' ein Hochgefühl, ein fo intelligentes und gelehriges Thier, wie das edle Pferd, zu beherrschen, durch seine starken und geschwinden vier Beine die eigmen beiden in ihren Leistungen zu vervierfachml Dabei tzuar. is, 8,1 W k>ta. -7^'. ?*£<» Sr" lhr ab J* b« 3onuQx, D», "L'L i 8* T®'“ Huh. £ ®m>, ®»I. * L‘lB Me t» fi? N-»'- <- * tarff. _ T:ÄUOto >« mehr bei uns eii Gegend u« bv vewevgeld mehr geUberge regt es fij e9. Die Stute t W >vrch shvpM "Zolles Gelände |t £n Wetternner $obc tockung in die Sch “fify zu tommen ml hirfige arme Fabril mit einem junge' i war leidend m! lagen bloS von btt Auslage der Htbanrni dem Standesamt tv Paihen. Am fiebevktt ab ihr Rinb selbst ji Knaben ein Madch» ume mar starr w. ije Folgen dieser Fall m 24 Jnwar 1891. inivetftUten. mb immer spricht mir. it Aber mit dem M tat! rückwäns gegwijm ilproseffortn, die gleich« iorcn unö Unterricht «- schule. Mit dem Eleni, and brachten, gingen z» dm Hdim und aus bc u Beileiunzbkriegm gai welche 6 dis 12 PserK iule Unterricht erthM )ien hier in Gteßm, dir .meistere, Henn BM ben ganjen Posten -Ä ade ein itoner Snsao? er eS fand st» ® «ui et!«* ■W“ X tiburg.uDbnM > mfitat und Stadt Mw ute AWt zu ertüllm. ür'fniß. diese sM erste 'ML ;j«KLS s^sr is billig zends zu 2 eS iwrwt, 3dt" ANdw«. $ttren ’ »JÄ dem MN da« SÄ6e bei Seit* hoben B°'zuö w luth-nd 9 letzt efte «lt uFunBHtf»» s un^S^ Aeitkuo» f ouf ;«5 Wetter un;.,i4 ntntm "ä%S5lw '-K.'S ?saä i ft wird bet ganze Körper geübt, Brust-, Bein- vnd Bauchmuskeln nicht minder, wie die der Arme. Selbst d«e AufbänrcbLnder der inneren Organe werden gestärkt, Herz, Lungen, fieber, Nieren, Magen u. s. w. festigen sich und erstarken in ihren Lagen — die Wandernieren- und die M-generweiterung sind keine Krankheiten von Reitervölkern. Vor Allem aber erstarkt das Rückgrat, ein großer Vor- theil Uhr: Mllitär- gottesdienst zur Feier des Geburtstages Gr. Majestät deS NaiserS. Pfarrer Dinaeldey Montag, den 25. Januar, Abends 8 Uhr: Bibelstunde im Confirmandensaal der Johanneskirche. 2 Johannesbrief. Mahnung zu Wahrheit und Liebe. Pfarrer Dr. Naumann. Sonntag den 31. Januar Beichte und keil. Abendmahl für die Lucasgemeinde im Abendgottesdienst Anmeldungen bet dem Pfarrer erbeten. Verkehr, Land- und Grllrrberg, 23. Januar. Fruchtpreise. Weizen X 16,00, Korn X 14,00, Gerste X 00.00, Hafer X 00,00, Erbsen X 00,00, Linsen X 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 0.00, Samen X 00,00. ««gebot der Arbeitnehmer 443 1 3C Buchen-Scheilholz, fehl' auf. D L :ro nx in CD O N CD 902 und / P fand bei: ^906 , Emil Fischbach, Giessen Henkel’ Henkel & Co., Düsseldorf. 730 2.20 1.10 907 Baue 10. 2 1 2 1 1 2 1 1 1 Buchbinder, Schneider. Kellner. 1 1 1 1 1 1 // M M Prügelholz, Reisig, Stöcke, 1 Lacktrer, 1 Schuhmacher. 3 Packer. 2 Dienstmädchen. 1 Buchhalter und Korrespondent. rm // // u u u // u Empfehlungen. ÄL SchlllththMS. Äsheim (Rheingau) Berlin Preise: Vi FL von 1.80 bis 4.— Mk. Freibank. Heute und morgen: Stierfleisch Stück Fichtenstangen, zu Sparren und Leiterbäumen paffend, ----- 25,13 fm, Stück Aspen-Stamm von 29 cm Durcdm. — 0,81 fm, 5 4 fiauffrauen. 2 Hausburschen. 1 Kutscher. 131 166 562 69 17 80 16 228 Man verlange nur die ärztlich empfohlene u. v. Keichsgesund- heitsamt als sehr gut be- urtheilte Marke Jwpert-fbmpagnie weisflihrung über den Salomonschen Röslprodukke Niederlagen in Giessen: Gust.Walter, Mäusburg 18, Ludw. Loth, Wallthor- strasse 23, Chr. Bieker, Neustadt 55, Georg Kinckel, Kreuzplatz 9, Fritz Lony Nachf., Dammstrasse 34, Emil Orbig, Bahnhofstrasse 30, Otto Schaaf, Seltersweg 39, W. Schomber, Neuen seit 20 Jahren bewährt aU bestes und billigstes Wasch- und Bleichmittel. Wir warne« vor «achabmvngen- die meist aus ealc. 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Stock, stattfindenden Ergänzungswahl empfehlen wir Herrn A. Katz Auf vielseitigen Wunsch. Zum Besten der Urtterftützuugskasse des Veterauen-VereinS Montag, den 25. Januar er., Abends 8 Uhr, im Feftsaal des Caf6 Leib: nochmalige Aufführung des Programms vom WinterM des hics. VeterMu-Nttms A Anläßlich des Allerhöchsten Geburtstages 4SH Tr. Majestät des Kaisers findet Mittwoch den 27. I. MtS Abends 8 Uhr, ein Familien-Abend. Programm: „Guten Morgen, Herr Fischer!" Prolog. Bild: Weihnachten im Felde. „ Erstürmung des Schlöffe» Chambord. Handelskammer-Wahl. Bei der heute von 2—6 Uhr Nachmittags stattfindenden Ergänzungswahl schlagen wir Herrn A. Katz zur Wiederwahl vor. Gießen, 26. Januar 1897. L Mehrere Kaufleute. Wir empfehlen für die bevorstehende Bauzeit unsere vorzüglichen Schlackensteine sowie Schlackensand und SchlackenmehL von Margaretheuhütte, Sophienhütte und GeorgsyüLte zur ge- fälligen Abnahme. Anfragen und Bestellungen bitten wir an uns nach hier zu richten. Wetzlar, im Januar 1897. 811 Buderus'fche Eileuwerke. des Grossh. Universitäts - Musikdireotors Herrn Gustav Trautmann. Mitwirkende : Herr Anton Sistermans (Bariton), der Frauenchor des akad. Gesang-Vereins und das durch auswärtige Künstler verstärkte Vereins-Orchester. 4. ,, „ Die Friedensglocke. Preise der Plätze: 1. Platz (numerirt) 1 Mk., Estrade 75 Pfg. 2. Platz 50 Pfg., Gallerte 30 Pfg. Eintrittskarten sind im Vorverkauf zu haben bei den Herren Ernst Challier, Neuenweg; G. Gerhardt und D. Heil, Lmde» platz; Conrad, Mäusburg, und Buch acker, Neuenbäue. Kaffen-Oeffnung 6ya Uhr Abends mit denselben Preisen. »tf Programme sind von heute ab in den Vorverkaufsstellen, sowit Ter -S- "S, Dir *> 94 r5' afluMtn Ä Etiaiietten L W fertigt zu billigen Preisen die Brühl’sche Univ.-Druckerei (Pietsch & Scheydik ßehulitraiee 7.___ Zur >uielsb«»emgl! Um Anftagen zu begegnen und etwaigen Mißverftändniffen vorzubeugen, sieht sich der Vorstand des Detaillisten Vereins veranlaßt, folgenden Beschluß zur Kenntniß unserer Mitglieder zu bringen: „Nachdem der Verein der Detaillisten zu Gießen durch ein Mitglied in der Großherzogl. Handelskammer vertreten ist, erachtet es der Vorstand außerhalb der Jntereffen des Vereins liegend zu der morgen stattfindenden Ergänmngswahl irgend welche neue Vorschläge zu machen, beziehungsweise als Verein für bestimmte Persönlichkeiten einzutreten, überläßt es vielmehr seinen Mitgliedern, nach eigenem und bestem Ermess n abzustimmen". Wir wünschen, daß die Betheiliaung an den Handelskammerwahlen 898 Restauration Lahnstein, «seitens unserer Mitglieder im Interesse des allgemeinen Handelsstandes "925] "Ein braves, ordentliches Dienst- nach wie vor eine rege bleibe. 929 Frau ^Lo«ise^Vecker,^Tte^enweg 1.1 Der UorßM der DttaiWen 923 j Ein braoeS Müdche«, nicht unter! 16 Jahren, zu Kindern und etwas HauS-1 l|l arbeit bet gutem Lohne für bald gesucht 1 Frau Ädlturtnfpector Wtßmann, Bahnhofstraße 37 916J Jung Mädcken, w. i Jahr als Kinder-1 fräuletn in fein. Fam. war, sucht, um den I Haush.gründ!.zuerl.,Stellg.in gut.Hause Näh. Els« Seibel,Darmstadt,Neckarstr.17. Giessener Concertverein.' Zum Andenken an Franz Schubert geb. am 31. Januar 1797. Drittes Concert Sonntag, 31. Januar 1897, Abends 5 Uhr, im grossen Saale des Gesellschafts- 2. Lebendes 3. „ L Mark 1,70, 1,80, 1,90, S,— per Kilo. Zu haben in Giessen bei J. M. Schulhof, Marktetraase. Ph.’Herrmann,;,Seiterireeg 33, I Kalkhof, West- anlage, C. G. Kleinhenn, Bahnhofstrasse und Bud. Schlabach Nachf., Ludwigsplatz In Lieh bei A. Bing u. H. Zimmer VII. In Steinbach bei H. Kraemer I In Lollar bei A-Z,™™e™a”T; In Londorf bei G. Brann. In Krofdorf bei Ad. Schmidt Wtwe. und H. Rinn. In Hohennolin* bei Joh. Ferre* 891] Ein tüchtiges LaufmLdchen in Beamteniamilie auf Vormittags vier und । Nachmittags drei Stunden bei hoh. Lohn; gesucht. Eintritt am 1. Februar. Näheres in der Exped. dieses Blattes. r^teUerHJesuche"^ 807J Ein Mädchen 15 Jahre alt, sucht Stelle bei Kindern in besserem Hause. Offerten unter Nr. 807 an die Expedition d Bl- 839] Ein zuverlässiges Mädcheu des Mittags zu Kindern gesucht. ______________Villa Pietsch. 822] Junges Mädchen von auswärts gesucht. Neuen BLue 8, Hinterhaus Dienstmädchen gesucht. 919 933] Sohn braver Eltern findet sofort oder Ostern gute Lehrstelle. Buchdruckerei Mar Müller, _________Weidenau sSieg). Ein flerpi es, tüchtiges Mädchen aus guter Familie zur Hilfe in der Haushaltung und Wirtschaft gesucht. Offerten mit Gehaltsansprüchen an Gustav Neuhoff, Restauration, Dillenburg. 908