10588 bene 1197 I ® L w i : s lieh 5 11098 5 Briefpapiere g Isohaftsspiele Lg antiqaarisobe kg idschriften. g Weihnachtsgeld^ ager in '- Taschenuhren SSI1»* ■"'S»6 ** * U6t »3«»,e »re» ^,m»lher> en dru^. Nr. 303 Erstes Matt Samstag de» 25. December 189V Der Gießever Anzeiger erscheint täglich, «rit Ausnahme btl Montag». Die Gießener A«»itte«ßtä1ler werden dem Anzeiger Mächentlich dreimal beigelegk. Gießener Anzeiger Kenerat-Anzeiger. viertelt ihrig« Avonnemeutspretsr 2 SRart 20 Pfg. «N vringerlohu. Durch die Post bezogt 2 Mark 50 Pf^ «edaction, ExpediN« und Druckerei: -chntSr«!- Ar.r. Fernsprecher 6U Asnts- unÖ 2ln3^i^^blatt für den Tireis tßiefzen. Hratisöeilage: Hießener Aamilienökälter. Rnnahmc von Anzergen zu der Nachmittag» für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Borm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux de» In- und «uslaude» ne^m* Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" <*t*e®,et' Abonnements - Einladung Lausenden. Unterstützt durch umsichtige Berichterstatter in allen Orten Oberhessens und in den bedeutenden Städten der anderen hessischen Provinzen, ist der interessanten Vorgänge innerhalb unseres engeren Vaterlandes und der Nachbargebiete so frühzeitig wie Nr. 53 de» Reichs-Gesetzblatt, au-gegeben am 18. d. M., enthält: (Nr. 2435.) Bekanntmachung, betreffend die Beschäftigung von Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeitern in Ziegeleien. Vom 16. December 1897. Gießen, den 22. December 1897. Großherzogliches KreiSamt Gießen. v. Gagern. Zum Bezug des „Gietzener Anzeiger" für das 1. Vierteljahr 1898 laden wir hiermit ergebenst ein. Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer den Thatsachen entsprechender Weise zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten zuverlässiger telegraphischer Nachrichten- Bureaus sowie zahlreiche Mittheilungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorkommnisse in demselben auf dem ort hat. 2. Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr erfolgen. 3. Das Gesuch mutz von dem Betreffenden selbst geschrieben fein. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird. 4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburtszeugniß; b. Sinwilligungs Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über dessen Bereitwilligkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen und muß die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein- c. ein Uubescholteuheitszeuguiß, welches von der Polizei- Obrigkeit oder der vorgesetzten Dienstbehörde auszustellen ist- d. ein selbstgeschriebener Lebenslauf. 5. In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen (von Französisch, Englisch, Lateinisch und Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will. 6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung eingereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Ünbescholtonheitszeugniß beizulegeu. Heber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, gibt die Prüfungs-Ordnung (Anlage 2 zur Wehr-Ordnung vom 22. Novbr. 1888 — Regierungs-Blatt Nr. 27 von 1894) Aufschluß. Bezüglich des Prüfuugstermins, sowie des Locals, in welchem die Prüfung stattfindet, erfolgt eventuell weitere Bekanntmachung; auf specielle Ladung kann nicht gerechnet "^Darmstadt, den 10. Dec-mber 1897. Großh. Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Dr. Kayser. Möglich zur Kenntniß seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des An Zigers zu Theil werden. Der in der Provinz Oberhessen betriebenen Landwirthschaft wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wissens- rverthen aus dem Gebiete derselben besondere Berücksichtigung zu Theil werden lassen, daneben aber auch Äie Beobachtungen und Erfahrungen in Kunst und Wissenschaft, Litteratur, Hausrnrthschaft, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Ein gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Artikeln ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten Unterhaltungsstoff I bieten. Inhaltlich werden wir den „Gießener Anzeiger" vom 1. Januar 1898 ab in der Weise erweitern, daß derselbe einschließlich der „Gießener Familienblätter" täglich mindestens 8 Seiten (2 Bogen) umfaßt. Die „Gießener Familienblätter" werden vom gleichen Tage ab wöcheutlich 4mal (Dienstags, Donnerstags, Samstags und Sonntags) erscheinen und neben den Erzählungen, Romanen und Novellen beliebter Schriftsteller anziehenden Unterhaltungsstoff aus dem Gebiete des Familienlebens und der Hauswirthschast bringen, und somit namentlich int Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswärtige Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu wollen Neuhinzutretende erhalten vom Tage der Bestellung bis 1. Januar den Anzeiger kostenfrei zu- gestellt , wie wir auch gerne bereit sind, Probe- Nummern nach auswärts postfrei zu versenden Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, tote seither, bett Anzeiger weitersenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen, falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. dieser Prüfung ..... , spätestens bis zum L Februar 1898 Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die der unterzeichneten Commission einzureichen. Hinsichtlich der Anbringung der Gesuche wird im Spe-> ciellen das Folgende bemerkt: 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfung« - Com- Mission nur dann einzureicheu, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen seinen dauernden Aufenthalts- Hochachtungsvoll Verlag des „Gießener Anzeiger" Brübl'sche Univ.-Buch- u. Stemdruckerei (Pietsch & Scheyda). Bekanntmachung, betreffend ote Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst im Frühjahr 1898. Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen, sich der im Frühjahr 1898 stattfindenden rubr. Prüfung zu unterziehen, werden hierdurch aufgefordert, ihre deßfallsigen Gesuche um Zulassung bei Meldung des Ausschlusses von Bekanntmachung. Nach Beschluß der Generalversammlung des laudwirth- schastlichen Bezirk-Vereins Gießen soll der Dezug von Thomas- phoSphatmehl und Kainit durch den aadwirthschaftlichen Bezirk-Verein, jedoch ohne jegliche Garantieleistung durch den Verein, vermittelt werden. ES wird dies unter dem Anfügeu int öffentlichen Kenntniß gebracht: 1. Daß bei Bestellungen von Mitgliedern de- laudwirth- ' schastlichen Bezirk-Verein-, die den Betrag von 40 Mk. nicht übersteigen, die Kosten des Transports der künstlichen Dünger per Bahn bis Gießen, Grünberg, Hungen, Lollar, Lang-Gön- aus die BezirkSverein-kaffe über« 2) Daß*Bestellungen von Laudwirtheu, welche nicht Mit- Glieder des landwirthschaft'.icheu BeztrkSveretuS sind, ebenfalls au-geführt werden. Dieselben haben aber, wenn sie nicht vorher noch Mitglieder des laudwirth. schastlichen Bezirk-vereivS werden und sich zu diesem Brhufe bei dem Unterzeichneten anmelden sollten, den vollen Kostenbetrag für Au-sührnvg ihrer Bestellungen zu vergüten. Amtlicher- Theil. Bekanntmachung. hiermit zur Kenntniß gebracht, daß für die SS Stellvertretern ernannt worden find. Gieße«, den 22. December 1897. Großherzogliche- KreiSamt Gießen. v. Gageru. 3. Daß zur Au-sührung der Bestellaugen rc. eine Commission gebildet werden wird. 4. Daß Bestellungen bei dem Unterzeichneten bi» längsten» 15. Januar 1898 einzureicheu sind. m 5. Daß die Zahlung deS Dünger» bei Empfang der Maare alsbald zu erfolgen hat. 6. Daß bet Bestellung eines Waggon- (200 Ctr. — 10 000 Kgr.) angeboten find : a. Thoma-schlackeumehl in 300 Mk. für 15pCt. Gesammtpho-phorsäure mit 75pCt. SittatlöS- lichkeit und 75pCt. Frtnmehl, „ 320 w , ISpCt. dto. , 840 , , 17pCt. dto. pro Waggon von 10000 Kilo iucl. Sack. Die Fracht kostet von Oberhausen bi- Gießen 46 Mk. pro Waggon. Rabattvergütuug von 10 Mk. pro Waggon ist zugrstchert. b. «ainit pro 100 Kgr. 1.50 Mk. bet Bestellung eine- Waggons. Die Fracht kostet von Staßfurt bt- Gießen pro Waggon 62 Mk. Für den Sack L 100 Kgr. find 40 Psg., für den Sack ä 50 «gr. 25 Pfg. zu vergüten. Die Herren Bürgermeister werden ergebenst ersuch», vorstehende Bekanntmachung tu ihren Gemeinden zu veröffentlichen, Anmeldungen entgegeuzunehmeu und längsten« bi- zum 15. Januar an den Unterzeichneten einzuseuden. Gießen, den 22. December 1897. _______C. Jost, Reairrunfl-rath i. P., Rechtsanwalt. ~ Mechnachten^ Fröhliche Weihnachten l Da« sei heute unser Gruß an unsere Leser. Das Kirchenfest, das von allen am meisten zum Volksfest fich gestaltet hat, daS Fest der christlichen Gemeinde, da« ein rechte- Fest des deutschen Hause- geworden ist, bringt Fröhlichkeit und Glücksgefühl mit, und löst bei Jung und Alt, bet Reich und Arm so manchen Baun der Sorge in heiterer FeiertagSfreude aus. Es ist etwa- Großes, wenn jede- Jahr einem ganzen Volke eine solche Festzeit bringt, in der da» uuabläsfige Getriebe de- täglichen Geschäftes und der harten Berufsarbeit vergrffen ist und den Herzen Raum bleibt, ihrem reinsten Empfinden, ihrem schönsten Triebe nachzugeben, Liebe zu üben, fich Liebe erweisen zu lassen, Freude zu bt- reiten und in der Mitfreude an der Freude der Andern fich selbst wahrhaft froh zu fühlen. Und eS ist etwas Große-, daß dieser mächtige Strom der Festfreude, der zu Weihnachten durch unser Volk htndurchwallt, eine Gemeinsamkeit und Einig- keit des SiuneS erzeugt, die wir sonst ost so schmerzlich vermissen. Nicht in den trauten vier Wänden deS eigenen Hause» schließt die Liebe sich ein, nicht au der Freude, die den Hausgeooffen aus den Augen strahlt, läßt sie fich genügen, sie ruft unter den glänzenden Lichterbaum die Heimathloser» und die Einsamen, sie führt au den sorgsam beretteteo Gaben- tisch die Armen und Bedrängten- die himmlische Kunde: Friede auf Erden", in diesen Tagen de» Feste» findet sie trotz allen Unfriedens, der die Menschheit spaltet, eine sichtbare Bestätigung. Woher aber stammt die Gewalt, mit der dieses Fest die Gemüther der Menschen umfängt? Bon der alten und ewig neuen Geschichte, die einst auS EngelSmuude den Hirten ist erzählt worden, vou der frohen Botschaft, daß das Herz de» himmlischen BaterS in seinem eingeborenen Sohne fich de« | sterblichen Geschlechte zugenetgt und mit der Welt, die ta Argen lag, Frieden gewacht hat. Zu diesem Quell aller WethnachtSfreude müssen wir uo» hin wenden, wenn wir recht fröhliche Weihnachten erleben wollen. Da» Herz, da» mit der Gewißheit von der ewigen Liebe, die unS hält und trägt, durchdrungen, da» Herz, da» dankbar fich an des Heiland» Krippletn gestellt, und dort das kostbare Unterpfand der ver- söhouog Gotte» und der Welt, der Vermählung vou Himmel und Erde, der Erlösung auS den Banden der Sterblichkett und au» der Knechtschaft der Sünde erkannt hat, da» ist recht bereitet, da» hohe Fest der himmlischen Liebe S» feier«. Gott aber schenke uo» allen zu Weihnachten solch fröhliche» und aläubiae» Herz!---------- -- Politische Wochenschau. Die Lage tu Ostasten hat fich im Lause dieser Woche insofern weiter entwickelt, al» Rußland nun auch Beran affuug genommen hat, tu die Actiou etozutreteu, indem e» ein Ge- i schwader tu den Hafen von Port Arthur riulaufen ließ. Wir wollen mr- nicht darum kümmern, ob dies mit oder ohne die Zustimmung Chinas geschehen ist, sondern uuS au die ein- fache Thaisache halten. Bon englischer Seile war versucht worden, die Besetzung Port Arthurs durch die Russen all eine Demonstration gegen Deutschland hivzustellev, aber dal scheint doch nicht richtig zu sein. Es müssen in letzter Zeit ganz gewichtige Abmachungen zwischen unserer und der russischen Regierung erfolgt fein, welche an eine gemeinsame Operation in Ostafien denken lassen, wenigstens an eine in gemeinsamem Verstäuduiß geplante. Der Besuch del Kaisers auf der russischen Botschaft in Berlin, die Worte, welche er in Graudeoz gesprochen hat über unser Berhältniß zu Rutz« land und endlich die Petersburger Meldung, daß den dortigen Blättern jede sarkastische Aeußerung über den deutsch chine- fischen Zwischenfall untersagt worden ist, lassen darauf schließen, Laß wir wieder einmal am Zarenhofe obenauf find und daß unser Borgehen gegen China die Beziehungen zwischen Petersburg und Berlin nicht zu trüben vermocht hat. Der Empfang, den die nach Ostafien abgegangeueu deutschen Kriegsschiffe in England erfahren haben, entspricht eigentlich nicht der Haltung der dortigen Presse. Man darf deshalb wohl leise Zweifel hegen, ob die unS erwiesene Freundlichkeit auch so recht vom Herzen kam. Reichskanzler Fürst Hohenlohe sollte einem rheinischen Blatte zufolge ernstlich mit der Abficht umgehen, die Bürde deS Amts von fich zu werfen, sobald diese Session des Reichstages zu Ende sei. Man sprach bereits wieder von dem muthmaßlichen Nachfolger, als welcher Herr v. Bülow, unser StaatSsecretär des Aeußeren, bezeichnet wurde. Die Bermuthuugen Derjenigen, welche den Fürsten Hohenlohe schon binnen kurzer Zeit aufs Altentheil gesetzt sahen, erhielten gewissermaßen eine Stärkung durch den Tod der Gemahlin des Fürsten. Und man könnte es demselben wahr- l ch nicht verdenken, wenn er Platz machen würde, obgleich sein Rücktritt keineswegs erwünscht wäre. Im Uebrigeu waren unsere Ganz- und Halbofficiösen flink mit einem Dementi zur Hand. Danach denkt der Reichskanzler jetzt weniger als je an eine Demission - im Gegentheil, er wird dadurch, daß er fich in die Geschäfte stürzt, Vergessenheit suchen für den Verlust, der ihn betroffen hat. Nun braucht man aber nicht etwa fest daran zu glauben, daß Fürst Hohenlohe noch lange seines Amtes walten wird, man darf viel eher mit der Möglichkeit rechnen, daß er ruhebedürftig ist, da er ja reichlich seine Lebensaufgabe erfüllt hat. Das glauben auch wir, daß er den Verlauf dieser Parlaments- tagung abwarten wird, ehe er daran geht, seinen Abschied zu nehmen, aber darüber hinaus dürfte er kaum Neigung haben, die Geschäfte weiterzuführeo. Die Delegationen in Wien haben ihre Tagung beendet. Die Verhandlungen verliefen nicht glatt, ganz im Gegentheil zu denen der Einzelparlamente. Im ungarischen Abgeordnetenhause find die vom Präfidenteu v. Szilagyi geführten Compromißverhavdlungen mit der äußersten Linken gescheitert. Es ist nunmehr sicher, daß die Regierungsvorlage wegen der Sicherstellung der wirthschaftlichen Gemeinschaft bis zum 1. Januar nicht zu Stande komme, und daß auch hier eine königliche Verordnung aushelfen muß. In den letzten Tagen war davon die Rede, daß die Sprachenfrage in Böhmen durch eine Dreitheilung des Landes in fprachlicher Beziehung geplant sei, und wir können nur cou« statiren, daß dies unseren Beifall finden würde, wenn wir uns auch die Schwierigkeiten einer solchen Maßregel nicht verhehlen. Aber die maßgebenden Kreise Oesterreichs scheinen den Versuch nicht wachen zu wollen- und doch muß etwas geschehen! Daß die Regierung den Deutschen in irgend einer Weise entgegenkommen muß, ist sicher, ebenso daß sie die Czecheu nicht allzusehr vor den Kopf stoßen darf. Die Lage in unser« Nachbarlande bleibt also nach wie vor schwierig. Auf sehr unsicherem Boden steht auch das Halte« nische Cabinet Rudini. Seine Erwartungen, durch den Eintritt ZanardelliS in das Ministerium fich eine größere Mehrheit in der Kammer zu verschaffen, habe Rudini bitter enttäuscht, und schon die erste Sitzung zeigte, daß die Depu« rirtrn das neue Cabinet nicht mit allzu milden Augen an» sehen. Jedenfalls ist seine Lage sehr precär. Aus dem Orient find im Laufe dieser Woche keine besonders bemerkenSwerthen Meldungen eingetroffen. Der Friede zwischen Griechenland und der Türkei ist nunmehr unterzeichnet worden, sodaß daS für beide Theile ungemein lästige Provisorium beendet ist. In einzelnen Gebieten der Türkei find wieder einmal Gährungen unter der Bevölkerung bemerkbar, doch hat dies anscheinend nicht viel auf fich. Von der Lösung der Kretafrage hat man weiter nichts, als daß bald Dieser bald Jener als Caudtdat für den Gouverneur- Posten genannt wird. (xx) Deutsche» Reich. Berlin, 22. December. Mit der Politik Kaiser Wilhelms II. beschäftigt fich der Londoner „Daily Chronicle", die er malerisch nennt. Dal Blatt schreibt u. A.: Wilhelm II. hat ganz Europa thatsächlich wahrend der griechischen Krtfis geleitet und Lord Salisbury eine Nase gedreht, wie kein englischer Minister fie in unserer Zeit empfangen hat. Auch an weiteren Belegen feiner großen Kraft fehlte es nicht. Ogleich er manchmal den Anschein erweckte, als ob er Macht in Europa liebte, hat Kaiser Wilhelm fich das große Verdienst erworben, Deutschland zur compaktesten und leitbarsten Einheit deS festländischen Systems zu erheben. Obgleich er fich von BiSmarck wegkehrte und die Dienste vieler großer Soldaten von der Zeit seines Großvater» verloren hat, ist die KriegStÜchtigkett der deutschen Armee die« selbe geblieben . . . Und fürchten thuu ihn Viele. Frank« reich, von dem aller Character und alle Stetigkeit der StaatSkunst schnell verschwindet, beobachtet den Kaiser mit unbehaglicher Beugsamkeit. Rußland ist nicht im Stande gewesen oder hat es nicht für weise gehalten, seinem Eingriff io die erworbenen Rechte in der orientalischen Frage Hindernisse zu bereiten. Und das war der Felsen, wo fich Alexander und Napoleon von einander schieden. ES muß hervorgehoben werden, daß der Kaiser niemals einen bedeutenden Fehlschlag erlitten hat und das Deutsche Reich stets vorwärts geschritten ist. Wolffs telegraphisches Correfpondenz-BUreaN. Berlin, 23. Deccmber. Heute Abend 6 Uhr fand im Reichskanzlerpalais die feierliche Einsegnung der Leiche der Fürstin Hohenlohe durch den Probst Neuber statt. Anwesend waren außer den Familienmitgliedern der Kaiser, die StaatSsecretäre und die Minister. Die Kaiserin lieh fich durch die Gräfin Brockdorff vertreten Berlin, 23. December. Der ForschungSreisende Professor Wilhelm Joest ist am 25. November auf der Insel Santa Cruz in Australien am Herzschlage gestorben. Bremen, 23. Dectrnber. Der Schnelldampfer bei Norddeutschen Lloyd, „Kaiser Wilhelm der Große", ist nach einer schweren Winterreise gestern Vormittag 10 Uhr in Newyork ang-kommen. Der Dampfer ging am 15. December, 7 Uhr 50 Min. Abends, vvn Cherbourg ab und erreichte Sandy Hook am 22. December, 11 Uhr 20 Min. Vormittags. Die täglich durchlaufene Entfernung betrug 447 Meilen bet Südweststurm und hoher See, 542 Meilen bet mäßiger See, 400 Meilen bei grober Nordwestsee (die Backbordmaschine war wegen einer Reparatur acht Stunden gestoppt), 401 Meilen bei Westschneesturm und hoher See, 894 Meilen in Nordschneesturm und sehr hoher See, 528 Meilen bei gutem Wetter. Die Gesammtdistanz betrug 3050 Meilen, die UeberfahrtSdauer 6 Tage 20 Stunden, die mittlere Geschwindigkeit 18,56 Meilen per Stunde. Agra«, 23. December. In dem Prozesse wegen Ermordung von Beamten in SjenicSka wurde heute Nachmittag daS Unheil gefällt. Don 36 Angeklagten wurden elf zum Tode verurtheilt, zwei zu drei refp. zwei Jahren schweren Kerkers mit Fasten und Einzelarrest am Jahrestage der That, zwei Rädelsführer zu zehn Jahren schweren Kerker». Vier wurden wegen Diebstahl» zu zwei Jahren bis herab zu zehn Monaten Kerker» verurtheilt. Gegen einen Angeklagten wurde da» Verfahren eingestellt, 16 Angeklagte wurden frei- gesprochen. Pari», 23. December. Dem „Echo de Paris" zufolge soll der au» der Auflassung eine» Theile» der Pariser Ringmauer erzielte Erlös zur vollständigen Umgestaltung der Feldartillerie verwendet werden. Loudon, 23. December. Bor dem Bowstreet Polizei- geeicht fand gestern die Verhandlung gegen den Russen Wladimir Burtzew und einen Mann Namen» Clemens Wir deckt statt. Beide stehen unter der Anklage, durch Flugblätter zur Ermordung de» Zaren Nikolaus aufgereizt zu haben. Wie eß heißt, ist Burtzew dieselbe Person, welche die rusfische Polizei in Konstantinopel an Bord eine» englischen Schiffe» verhaften wollten. Depeschen des 8nretn »Herold.' Berlin, 23. December. Der Kaiser hörte heute Vormittag den Vortrag des KriegSministerS v. Goßler und später den des Chef» de» Militär-Cabinet» o. Hahnke. Abends gedenkt der Kaiser der EinsegnungSfeier für die Fürstin Hohenlohe beizuwohnen. Die Kaiserin wird fich bei der Trauerfeier vertreten lassen, da ihr Befinden zwar befriedigend ist, fie jedoch da» Zimmer nicht verlassen darf. Berlin, 23. December. Der Kaiser hat anläßlich de» Stapellaufs des Panzerkreuzers N („vincta") an den StaatSsecretär deS RetchSmarineamteS aus Bromberg folgendes Telegramm gerichtet: Ich danke Ihnen für Ihr Telegramm und gratullre der Marine zu dem neuen Kreuzer. Vivant sequent! Wilhelm, I. R. Berlin, 23. December. Die Kaiserin Friedrich empfing heute Vormittag den Botschaster der Bereinigten Staaten nebst Gemahlin und später den türkischen Botschafter Berlin, 23. December. Das St aatSministerium trat heute Nachmittag 2 Uhr in seinem Dienstgebände zu einer Sitzung zusammen. Berlin, 23. December. Der BundeSrath und das preußische StaatSministerium haben heute prächtige Kranzspenden am Sarge der Fürstin Hohenlohe nieder« legen lassen. Der Präfident des Reichstages, Freiherr v. Buol hat Namen» der Körperschaft heute ein Condolenz« schreiben an den Reichskanzler gerichtet. Berlin, 23. December. Der bisherige erste Secretär bet der Botschaft in Paris, LegatiouSrath o. Müller, ist, wie amtlich publicirt wird, zum General«Consul für Aegypten ernannt worden. Berlin, 23. December. Anläßlich des Vorgehens der deutschen Retchsregternng gegen Haiti ist der „Post" auS Newyork ein Drohbrief zugegangen, aus welchem daS genannte Blatt zur Characterifirung der Stimmung in Amerika einige Stellen mittheilt. Es heißt in dem Brief: Die Vereinigten Staaten würden keinen Augenblick dulden, daß Deutschland fich tu die Angelegenheiten Haiti» einmischt oder eindrängt oder eine Entschädigung von Haiti oder irgend einer anderen südamerikauischen Republik verlangt. Wenn Deutschland e» wagt, zu versuchen, bei Haiti eine unbberech- tigte Forderung durchzusetzen, wird e» dies bedauern, denn die Amerikaner werden dann vor ganz Europa ein solches Exempel statuirev, daß die Deutschen von der amerikanischen Armee, die au» den besten und tapfersten Soldaten der ganzen Welt zusammengesetzt ist, in» Meer getrieben werden. Es folgen dann Angriffe auf die Tüchtigkeit der deutschen Armee, wozu die „Post" bemerkt, daß man fich der Thatsache nicht ohne Weitere- verschließen dürfe, daß Deutschlands Sym- pathien in Amerika nicht besonder» gute sind. Berlin, 23. December. Zu den au» englischen Blättern stammenden Nachrichten über angeblich in Japan infolge de» Vorgehen» Deutsch land» und Rußland» herrschende große Erregung und kriegerische Stimmung schreibt die „Post", wie e» scheint osfic'öS, daß, wie die deutsche Action eingcleitct und begonnen ist, schwerlich dazu angethau erscheint, ftnfattonclc Ereignisse hervorzurufen,- trotz der erregbaren Katar der japanischen Bevölkerung liege kein Grvud vor, zu schließen, daß fich die japanische Regierung zu irgend welchen Agresfiv« maßregeln könnte hiureißen lassen. Köln, 23. December. Gegeoüber den verschiedenen, die Stellungnahme de» Ceutrum» zur Marine- Vorlage betreffenden Zeitung»meldnngen schreibt die „Köln. BolkSztg.": Daß da» Ceutrum die Marine-Borlage nicht schlechtweg verwerfe, wie die Socialdemokratie und die frei- finnige Volkspartei, fei genügend zum Ausdruck gebracht. Es frage fich nur, ob überhaupt ein Modus zur Verständigung vorhanden fei, was verneint werden müsse, wenn die Meldung richtig fei, daß die verbündeten Regierungen da» Septenuat al» Kernpunkt der Vorlage betrachten. Die Ansicht, daß Alles verworfen werden müsse, werde von der Mehrheit de» Zentrum» nicht geteilt; eß stehe auch zu erwarten, daß die süddeutschen Reichstagsmitglieder fich nicht auf ein bloße» „Nein" beschränken. Prag, 23. December. Eine Rotte junger Leute griff in letzter Nacht da» Schulgebäude in Bischowitz an, wobei drei Personen verwundet wurden. Pari», 23. December. Zwischen dem Bankier Martin und dem Advocaten Numed, die fich während der gestrigen Sitzung des Panama-ProcesseS heftig stritten und schließlich prügelten, wird ein Duell stattfinden. London, 23. December. „Time»" melden aus Peking: Der rusfische Geschäftsträger verlangte die Ersetzung aller englischen Bahn-Ingenieurs durch rusfische. China zögert noch. Es verproviantirt jedoch Port Arthur. Berlin, 24. December. An der Pariser Weltausstellung vom Jahre 1900 wird fich die preußische StaatSbahn nicht beteiligen- Es liegt in der Abficht der deutschen Locomotiv und Waggon Erbauer, sobald ihnen ausreichender Platz eingeräumt wird, auf dieser AuSst'.lluug ein vollständige» Bild diese» Zweige» der deutschen Industrie zu geben. Berlin, 24. December. Zur Vorbereitung einer gemeinsamen Betheiligung der deutschen Städte an der im Jahre 1900 in Paris ftattfindevden Weltausstellung war bekanntlich auf Anregung deS Oberbürgermeister» von Stuttgart, Rümelin, eine Commisfion unter Leitung bei Oberbürgermeister» Zeile-Berlin eingesetzt worden. Der größte Theil der Städte hat fich nun zu diesem Project kühl ablehnend verhalten. Da überdies der dentsche Ausstellung»- commtffar erklärte, er fei außer Stande, den deutschen Städten ausreichenden Raum zur Verfügung stellen zu können, hat der Magistrat Berlin beschlossen, von einer Beteiligung an der Ausstellung Abstand zu nehmen und den Obei- bürgermeifter Zelle zu ersuchen, den Borfitz niederzulegen. Madrid, 24. December. Aus Havannah wird gemeldet, daß die Aufständischen die Zuckerrohr-Plantag, n in der Provinz Havannah in Brand gesteckt haben. Caen, 24 December. In dem Bahnhöfe von Adrien fand ein Zusammenstoß zwischen einem Güterzvgc und einem Personenzuge statt, wobei sechs Personen verletzt wurden.__________________________________________________ send provinzielles- Bitten. her 24. December * ♦ Parlamentarische». Bei der am 20. ds». Mts vor- genommenen Ersatzwahl eine» Abgeordneten de» im Groß« herzogthurn Hessen genügend mit Grundeigrnthum angesessenen Adel» zur Ersten Kammer ist Moritz Freiherr Riedesel zu Eisenbach, Oberstallmeister in Darmstadl, mit 10 von 13 abgegebenen Stimmen gewählt worden. * * Cauifius Vortrag. Wir machen an dieser Stelle darauf aufmerksam, daß der Bortrag, den Herr Professor Krüger kürzlich im Evangelischen Bund über „Petrus Canifiu» in Geschichte und Legende" gehalten hat, im Verlage der Ricker'schen Buchhandlung erschienen ist. Im An- hange ist der deutsche Text des päpstlichen Rundschreiben» vom 1. August 1897, der bisher nur in den TageSbiäitern zu finden war, abgedruckt. — Die preußische und hessische Eifeubahu-BetrteblgemeLN. schäft hat für die ersten acht Monate de» laufenden Etats- jahreS eine Einnahme von 805 Millionen Mark ober 38,5 Millionen Mark mehr wie im gleichen Zeitraum be» Vorjahre» ergeben. Abänderung bei SubmiffionSwefenl. Der Borstand beS Vereins selbstständig er Gewerbetreibender in Mainz hat lt. „M. Anz." im Verein mit den Borstands- Mitgliedern Dortiger Innungen und Handwerker-Bereinigungen eine Reihe von Grundsätzen übet die Abänderungen des Sub- misfionSverfahrenS aufgestellt, welche demnächst dem städtischen BauauSschusse bezw. der Stadtverordneten Versammlung zur Prüfung und Begutachtung unterbreitet werden sollen. Nach den Vorschlägen soll für die Folge von dem seitherigen Snb misfiouSverfahreo im öffentlichen Ausschreiben insoweit abgesehen werden, al» die verschiedenen Meister-Vereinigungen in dem Vereine mit unparteiischen Sachverständigen nnd dem Stadtbauamte ein PreiS-Verzeichuiß über alle städtischen Arbeiten aufstellen, nach dem die städtischen Arbeiten vergeben werden sollen. Außerdem soll ein Verzeichuiß von all den- jenigen Meistern alljährlich festgestellt werden, welche fich an der Vergebung der städtischen Arbeiten beteiligen wollen - abwechselnd werden die Arbeiten an einen oder an einige bei als leistungsfähig anerkannten Meister auf Grund der festgestellten Preisbedingungen vergeben. Aehnliche Vereinbarungen find z. B. bereits in einer Reihe anderer Städte getroffen worden und sollen fich sowohl die Städte, al» auch die Meister dabei gut stehen. Aehnliche Uebereintommen sollen mit der Hospitienverwaltung in Sachen der Lieferung von Fleisch und Backwaaren getroffen werden. • • bolbateubriefe find nach neuerer Verfügung be» Reichs« w inn 71'1 Ntl, M b»N* d,! "»»>««», hi »I, 41 ’“f HB Ulin 11 >° eiftewi «1, b® 8“'l« Rudi " ”"b blt 6«M|« W| fhitttn nti löttfinben. «üben am Atting: Ersetzung,llkr durch russtlchk. jedoch Poti Aethnr, :r Portser Welt, d ßch bic preußtsLr It in brr Absicht brr 11 / sobald ihae« an«> A btrsrr Ansstrlllug er bentschrn Jabustrir neilung einer grartn- blr an brr Im Jchr auSstrlluvz mar irbürgrmrtstrr- Don n unter Leitung bei gesetzt worben. Der u diesem Projekt Ml deutsche AMklluugr- staube, den deutschen guug stellen zu kSuueu, on einer Betheiligung »en und bei Odei- Vorfitz ntebrrzulrgrv. lamnal) v>rb gt> •loljt^lantagiu .eftedt hader. chuaose Don Ibxltu einem Merzte und chi Personen verletzt wiklUi» bin 24. Deckender B 20. W. W 600 öneten de» im M* rigenthum angelefienen Moritz Freiherr ■„elfter In Damstade, gewählt worben, hui an dieser * । ten Herr Prosessor Vl w- .d""' Lii 3” 11 MM fRui»!*11111”1 TÄÄ; srü- D,r S«'ß»»b """„»eieta1«* inb®(,[{ her Sud- emnex^ iön0 zur u"e° . ^aen. «ad) " iÄ***?'! ” b,”L „ W111 eb' “fcs scheu J1 J Jon all de°' Ser^° «eiche W an , werdeu, ® „ollen, £ «*<* I tiueu odt @IflOb er **** *111 n «i»11*"" «Postamts portofrei uachzusenben an Persone«, die vorüber« gehend beurlaubt oder brreitS aus dem Mtlitärverhältniß entlassen find. Bisher wurde für solche Sendungen stets Strafporto tu Ansatz gebracht. — Postpackete nach Spanten müfieo von jetzt ab von 5 (anstatt wie bisher von 4) Zollinhaltserklärungen begleitet fein, da die spanische Zollbehörde für ihre Zwecke fortan eine Inhaltserklärung mehr beansprucht^ it» - H;*0 ReichSgertchtseutfcheibuug. (Nachdruck verboten.) Der Gänsehirt Johann Knitz III. wurde am 22. October diese- Jahres vom Landgericht Gießen wegen Beleidigung des Lehrers Becker von Büdingen zu einer Gesängnißstrafe von zwei Monaten verurihetlt. Ein Stiefsohn des Angeklagten ging zu dem Lehrer Becker in die Schule- der An- geklagte glaubte nun, daß seinem Stiefsohne Unrecht geschehe und beschwerte fich bet der Großh. Schulbehörde über ungerechte Behandlung de» Knaben durch den Lehrer Becker. Der Brief wich tu Form und Inhalt so bedeutend von dem sonst dafür üblichen Stile ab, daß der erste Richter unschwer daraus den Thatbeftand einer strafbaren Beleidigung feststellen tonnte. So wurde der Lehrer Becker kurzweg als Söffer und Hauptwirthshausbruder bezeichnet, der von Rechtswegen nach dem dicksten BogelSberg in Strafstellung gehöre- oft sei er gezwungen, seinen Schülern Katzenjammer- f-rten zu geben. Der Brief schloß mit der Versicherung, für den Stempel der Wahrheit dieser Angaben bürge da- versoffene Gesicht de» Becker. Der erste Richter st llte ohne Wettere» fest, daßder Angeklagte, wenn er auch glauben mochte, daß seinem Stiefsohne Unrecht geschehen sei, doch wett über da» zulässige Maaß hinauSgegangeu sei. Der Angeklagte focht da» Ur- thc.il mit dem Rechtsmittel der Revifion an und rügte zur Rechtfertigung derselben Verletzung formeller und materieller Rechtsnormen- tu erster H nficht beschwerte er fich darüber, daß seinem Anträge auf Voruntersuchung nicht ftattgegeben worden sei- watertell rügte er Versagung de» Rechtsschutzes des § 193 St. G.-B. Der erste Strafsenat erkannte jedoch auf kostenpflichtige Verwerfung der Revifion de» Angeklagten. ** Wetterbericht. Das nördliche Minimum dringt in da» Innere von Rußland vor und hat dabei seinen Wirkuug»- krei» noch etwa» westwärts ausgedehnt, sodaß heute auch Nordost-Deutschlaud unter seinem Einflüsse steht. DaS übrige Europa bedeckt noch hoher Druck, doch hat das Gebiet bis 775 M llimeter Barometerstand erheblich an Umsang verloren. Die Wetterverhältnisse waren in Süddeutschland am Morgen noch die gleichen wie an den Vortagen und bestand daselbst bet thetlS heiterem, theils bedecktem Himmel mäßiger Frost. — Voraussichtliche Witterung: Zunächst noch wenig Aruderung. 4- Ridda, 24. December. Dem hiesigen Krieger- veretu und dessen drei noch lebenden Mitbegründern Bechtold, Walter, Merz wurden anläßlich der vorgestrigen Feier des 25jährigeu Bestehens des Verein- seitens des Herrn Dr. Bogt in Butzbach Namen» des Vorstände» de- Haffia-VerbaudeS hübsche Ehrendiplome dedtztrt. — Das einzige Söhnchen eine» hiesigen Schmieds hatte fich infolge eines leichten Falles bezw. Stoßes vor einigen Tagen Blutvergiftung zugezogen, der e»° bereit- erlegen tft- uvter zahlreicher Betheiligung der Schuljugend wurde der äußerst brave und fleißige neunjährige Knabe heute beerdigt. B Hungen. 24. December. Die bekannte Holzfchnridrret von A. Schäfer wurde heute Morgen ein Raub der Flammen. Da» Feuer wurde gegen 3 Uhr bemerkt und find viele Holzvorräthe, sowie sämmtltche Maschinen total verbrannt. E. Echzell, 23. December. „Ein theurer Hund und ein seltenes Weihnachtsgeschenk!" sagte gestern Nachmittag ein hiesiger Mitbürger, als er die Nachricht erhielt, er habe jetzt seinen Hundsprozeß, .der schon etwa ein Jahr laug tu unserer Gegend spielt, auch in letzter Instanz verloren. Die Sache «ar eine sehr einfache. Gin größerer Hund biß einen kleinen todt- der Eigeuthümer des letzteren verlangte Schadenersatz, der verweigert wurde, und so entstand der Prozeß. Von weither wurden Sachverständige herbeigeholt, Vergleich-Versuche scheiterten, also mußte prozessier werdeu. Die Gertcht-kosten betragen ca. 1360 Mk., der Schadenersatz sür den todtgebissenen Hund beträgt 84 Mk. Bei diesen Kosten sind aber die Gebühren der Anwälte noch nicht in Ansatz gebracht. Sie mögen wohl ebenso hoch kommen, wie die beiden vorhin genannten Ansätze zusammen. Unsere biederen Oberheffen find, wenn fie einmal angefangeu haben zu prozesfireu, halsstarrig bi» aus» Aeußerste. Kurze Prozesse — aber lange Bratwstrste, ist ein sehr vernünftiges Sprichwort und ein anderes, da» man auch beherzigen sollte, lautet: Wer Prozessen will um eine Kuh, der gebe lieber noch eine dazu.__________________________________________________ Vermischte». * Der Herzog Karl Theodor hat am 1. December in München die 3000. Staaroperation seit dem Bestehen seiner Münchener Auaenhetlanstalt vorgeuommeu. * Bei der Viehzählung in Berlin am 1. December d. I. wurden nach einer Aufstellung in einer Souderbetlage zum ,Gem.-Bl." aus 8735 von 24,416 Berliner Grundstücken 14,065 Haushaltungen mit 159,870 Thieren gezählt. Im Einzelnen wurden diesmal 65,219 Hühner, 6345 Enten, 13,579 Gänse gezählt. Die Zahl der Pferde in Berlin ist seit 1892 von 43,916 auf 50,363, des Rindviehes von 7293 auf 9397 gestiegen, Schafe wurden 1392 4120, diesmal nur 2958 gezählt, Schweine 10,722, (1892 4651), Ziegen 1237 (1892 1054). Die Esel scheinen nicht gezählt worden zu sein. ♦ Einen Hundertmarkschein all FidibuS benutzt hat ein Gast in einem Restaurant zu Oldenburg. Ein fideler Zecher will nach einer ordentlichen Kneipe seine Zeche bezahlen. Er zieht seine gut gefüllte Geldbörse, beltebäugelt, öffnet und schließt fie — bis der ganze Inhalt unterm Tisch liegt. Schnell will er seine Goldfüchse wieder einsammeln und zündet deßhalb ein rasch aus der Tasche hervorgeholtes Stück Papier an; doch o Schrecken! E» war ein Hundertmarkschein, der vollständig verbrannte. rlr-OMg ans frc* Statt* cMMtaNgfftam btt Dtadt tti**. ttafgedott. December: 18. Jnnocenz Krack, Fabrikarbeiter dahier, mit Gertrude Reroltne Lipp Hierselbst. 20. Michael Schöffmann, Bierbrauer dahier, mit Margarethe Kreiling von Wieseck. 22. Ludwig Pfeiffer, Streckenarbeiter dahier, mit Christine Wentzel hterselbst. December: 22. Heinrich Joseph Stmmer. Schneider dahier, mit Wilhelmine Katharine Seth hterselbst. 23. Peter Kuhn, Fabrikarbeiter dahier, mit Henriette Katharine Heldmann hterselbst. 24. Ludwig Joseph David van Engelen, Schlosser dahier, mit Dorothea Neufel von Ntederwetter. Motetu. December: 12. Dem Arbeiter Gilbert Neun ein Sohn. 13. Dem Hoboist Franz Theodor Backhaus eine Tochter. 16. Dem Htlfshetzer Heinrich Ltnkmann ein Sohn. 19. Dem Kaufmann Albert Neubürger Zwillinge zwei Töchter, Nanny und Thekla. 20 Dem Taglöhner Johannes Gilbert eine Tochter, Marte. 20. Dem Posthilfsboten Hermann Jlgner etn Sohn. 22. Dem Schuhmacher Karl Anton Lehr eine Tochter, Emtlte Wilhelmine Pauline. December: 19. Wilhelm Keiner, 56 Jahre alt, Bremser dahier. 19. Eltse Bültmann, geb. Hagemann, 60 Jahre alt, Wtttwe von Fabrikbesitzer Wilhelm Bültmann dahier. 19. Anna Maria Sack, geb. Schmidt, 79 Iah e alt, Witiwe von Briefträger i. P. Ballhaser Sack dahier. 20. Johann Peter Arenz, 72 Jahre alt, Zugführer von Betzdorf. 20 Anna Katharine Elisabeths Engelback, 10 Monate alt, Tochter von Eisenbahnfchaffner Heinrich Engelbach dahier. A«OMg au- den Atrcheirbücherir der Stadt Vietze«. Erau-elische Gemeinde. Setfootf- Den 23. December. Peter Kuhn, Fabrikarbeiter, und HearMte Katharine Heldmann, Tochter deS Johannes Heldmann i* Witte«. MatthäuSgemetnde. Den IS. December. Dem Fabrikant Adolf Kltngfpor ein Sohn, Walter Karl Georg Hugo, geboren den 5 October. MarkuSgemetnde. Den 19. December Dem Briefträger Peter Gauß ein Dohm, Georg, geboren den 28. November. LukaSgemetndc. Den 19. December. Dem Kaufmann Robert WSrner eine Tochter, Anna Elisabeth Johanna, geboren den 25. October. JobanneSgemeinde. Den 21. December. Elife Bültmann, geb. Hagemann, Wittme des Fabrtkbefihers Wilhelm Bültmann in Hameln, 60 Jahre alt, starb den 19. December.____ Gottesdienst der israelitischen ReltgümSsetelychaft Samstag, den 26. December. Vorabend 4 Ubr. SomStag Morgen 8" Uhr Predigt, Nachmittag 3;Uhr, SchristerklLruug, SabbathauSgang b'° Uhr. Wockengottesdienst Morgens 7" Ubr, Abends 680 Uhr.! Citaata tt«d Atattßtc. — Der im October d. I. begonnene 12. Jahrgang der weitverbreiteten und beliebten Wochenschrift: »Die» Blatt gehört der Aatl»fr«tx l* ist nun bis zum Schluß des 1. Quartals gedtehm und mit Januar 1898 beginnt das 2. Vierteljahr. Wenn man die 13 stattlichen Nummern de« 1. Quartals durchfieht, muß man sowohl der Reichhaltigkeit als auch dem Inhalte dieser Zettschrift uneingeschränkte Anerkennung zollen. Auf jeder Sette steht man daS Bestreben der Redactton, das Beste zu bieten, set es auf dem Gebiete bauswirtbsckaftltcher RathschlSge oder allgemein btlbtnbet und belehrender Artikel, sei es im Dienst bet wechselnben Mobe ober btt Darreichung bes Stoffe» für Unterhaltung burch spannende Romane. Dazu vier GrattS-Beilagen geben der Zeitschrift „Dies Blatt gehört der Hausfrau!" eine Vielseitigkeit, welche in Anbetracht deS geringen Abonnementspreises (nur 1 Mark 40 Pfg. pro Quartal) wa^lich erstaunlich genannt werden muß. — Zu beziehen ist -DteS Blatt gehört der Hausfrau!" durch jede Buchhandlung und Postanttalt Schrffsnachrichten^ — Der Postdampfer „Kensington" der „Red Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 23. December wohlbehalten in Newyork angekommen._________ _ — Die in Mainz seit 38 Jahren erscheinende Zeitschrift „Der Israelit" hat es von jeher als ihre vo'nebmste Aufgabe betrachtet, das Vorurthetl gegen die Juden zu bekämpfen. An der Hand der Geschichte und der Wissenschaft sucht dieselbe nachzuwetsen, wie unberechtigt die Angriffe gegen das Judenthum sind. In gediegenen Leitartikeln sucht „Der Israelit" seine Leser über ben Walt der jüdischen Religion zu belehren und durch religionsphllosophische Abhandlungen zu erbauen. Der Nachrichtenbienst deS „Israelit M ein überaus rascher und zuverlässiger; einige Tage früher, wie andere jüdische Blätter unterrichtet „Der JSraelit" seinen Leserkreis über Eretgnisie in allen Welttheilen, an welchen Juden bethetttgt find. Et erreicht dies besonders dadurch, daß er das einzige jüdische Blatt in Deutschland ist, daS zwei Mal wöchentlich erscheint. In anziehender Form erzählt „Der Israelit" wahrheitsgetreue Begebenheiten, in denen Juden ihren Edelmuth und ihre Treue zum angestammten Glauben glänzend bewährt haben. Daß es heute noch nothwendtg ist, fich über Juden und Judenthum zu unterrichten und mit der Kenntntß des erhabenen Inhalts der jüdischen Ledre ausgerüstet zu sein, daS haben die jüngsten Vorgänge in Frankreich, Oesterreich und Rumänien mit erschreckender Deutlichkeit gezeigt. Man abonnirt auf ben „Israelit" bei allen Vostanstalten für Mk. 3.— baß Vierteljahr, birect bei der Geschäftsstelle des „Israelit" in Mainz für Mk. 3.50. „Der Israelit" hat die höchste Auflage von allen in Deutschland erscheinenden jüdischen Blättern. Ameigen haben in demselben den größten Erfolg. Probenummern unentgeltltck. 1155» öerfcbr, £anO. «ntz Oolkrwirthschaft. gtaHntft, 22. December. Frachtmarkt. Rother Wetz« JL 16,77, weißer Weizen X 00.00, Korn X 11.15, Gerste X 10.77, Hafer X 6.87. Holzversteigerung in der Fürstlich Solmfischen Oberförsterei Lich. Dienstag, den 4. Januar 1898, von Bormittags IO Uhr an, sollen versteigert werden: a.) im District Häuserberg 9330 FichleN-StaNgLN = 41,23 Fstm., 600 Wellen Kiefern-Reisig und 500 Wellen Eichen-Reisig, b) im District Hard 5297 FichttN - SliMgeN = 25,90 Fftm. Die Stangen eignen fich besonders zu Bohnenstangen, zum Mamachen, zu Spundftaugen, Baumpfählen und Hopfeu- ttanaeu: stärkere Sortimente kommen nur ganz veremzelt vor. Die Zusammenkunft ist im District Häuserberg, auf dem Weg von Lich nach Nonnenroth beim Pflanzgärtchen. 11591 Lich, am 21. December 1897. e Dr. Dieffenbach. Tanz-Unterricht. «mein neuer Sutfus beginnt ™J591 Dienstag, Heu 11. Januar 1898. Gest. Anmeldungen erbitte möglichst vorher in meiner Wohnung Sonnenstraße 5 zu machen. Unterricht für Einzelne und Extrapartteen »erden zu jeder T<.gei,e.t ertheilt. Mühl. Eisbahn auf dm Sportplatz an Ser DarSt eröffnet. Eintritt 10 Pfg. SMOT V" günstiger Witterung wird die Kisöahn Abends etectrifch öeleuchtet^____________________— Versteigerungen -Samstag den 5,/rbtuat 1898, Nachmittags 2*/® Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgerichts die den Marti« Müller «helente« in Gießen gehörigen JmmobUien: Flur 17 Nr. 146»/<0o - 144 qm Hofraithe in der Scheppeneck, Flur 17 Nr. 146re/100 - 188 qm Grab, garten daselbst öffenttich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 24. December 1897. Großh. Ortsgericht Gießm. I. A: »ogt. 11887 yglT“ Soeben ist in unserem Verlage erschienen: 11576 Petrus Canisius (•^ 21. December 1597) in Geschichte und Legende von Gustav Krüger, Professor der Theologie In Glessen. Mit einem Anhang: DaepäpstlicheBundechreiben vom 1. August 1897. Preis 30 Pfg. J. Ricker’8Che Bnchhdlg. Giessei, Sudanlage 5. CONTEKTIA (Wohlthätigkeitsvereiu, Gießen), Am 1. Feiertag findet auf der Schönen Aussicht die diesjährige Weihnachtsbefcheerung TB® statt. Anfang 8 Uhr. 11580 Der Vorstand. Verloren u. Gefunden. Hund verlausen. Kleiner Lerchenpiuscher, gelbbraun und schwarz (Lederhalsbändchen) gegen Belohnung abzugeben 11562 Milhelmilrahe 22. An- und Berkaus von getragene« Kleidern, Weißzeug, Möbeln, «etten, Soid« und Silber» fache«, Bücher«, Zeitungen, Alcten. Papier, Kupfer, Messing, Zinn, Blei und «isev. 3905 Ebenso werden Lumpe« und Knochen auf Verlangen jederzeit abgeholt durch Louis Rothenberger Wwe. Wohnungsgesuch. 5 bis 6 Zimmer mit Zubehör von kleiner Familie zum 1. April gesucht. 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Echte Granaten und Corallen. ergebenst anzuzeigen. 11571 baden Zutritt. 11556 Bürgergesellschaft Montag den 27. December, Abends 8 Uhr: Die Beerdigung findet am 25. December, am ersten Weihnachtsfeiertage, Mittags l1/, Uhr statt. Giessen irsweg-Plockstr. im Hotel Einhorn. Die Loose, ä 50 Pfg., find bis zum 27. December, Mittags 12 Uhr, a »gründet 1866. GrSeetee KtablUsement. Tüchtige Cigarrenmacher und Wickelmacher Bessere Sonn- und Regenschirme, Damentaschen, Pompadours, Gürtel. Zum Schipkapass. Am 3. Feiertag: Grosses Früh^Concert Hochachtungsvoll Heinr. Leib Mitglieder freundlichst einladen. 11560 Philosophenwald. Die Eröffnung W meiner neu erbauten Reftaurations - Halle erlaube dem hiesigen wie auswärtigen Publikum Statt besonderer Anzeige. Als Verlobte empfehlen sich Else Erdmann Carl Weissmüller 11588] Ich beabsichtige meinen an der Straße gelegenen Basaltpstaster- Steiubrnch vet 11524 Eflly & Bindewald, riaarcenfabrik. Giessener Stadttheater Sonntag den 26. D-cember 1897 (2. Weihnad Sfeiertaa), Nachmittag» 4 Uhr r Kindervorstellung Das verwullslhknk Schloß ober Im Reiche der Nixen. ÄtnbercomSbie in 3 Acten von Walther Gommer. Abend» 8 Uhrr Auf oUflemctnai Wunsch zum 2. Male! Großer Lacherfolg! DieLogenbrüder Schwank in 3 Actcn von Earl Sans» unb Tnrt Kraatz. Restauration Busch M. Jaskowsky. Am dritten Feiertag: ■ ■ « ' Gesangverein Harmonie. Unsere diesjährige Weihnachtsfeier findet am 2. Feiertag, den 26. December, präcis Abends 8 Uhr, im Saale der Restauration Busch (früher Felfing), Grünbergerstraße statt, wozu wir unsere Die Wiedereröffnung des Concerthauses Lahnstein findet am zweiten Weihnachtsfeiertag durch die „Carneval-GeseUschaft Victoria" statt, verbunden mit der diesjährigen Weihnachtsvertoosung mit Hanz. Wir machen das Publikum auf den vergrößerten und verschönerten Saal aufmerksam. Anfang 4 Uhr. — Eutrse: Herren 20 Pfg. Damen IO Pfg. Zu zahlreichem Besuch ladet ein 11561 Der Vorstand. Srboctioa; A. Gchcyda. — Druck imt Bede# der MtfvkrfitStS'Buch. und Cteindruckerei (Pietsch * Schedta) ta Gie»eu- Pie nächste Yummer erscheint Montag Nachmittag. Are heutige Kummer umfaßt 10 Seiten. Philosophen trahl. Am 3. Weihuachtsfeiertag: Honcert- und Matkhaus Lonys Bierkeller Schauzeustrahe 18. Schanzeustrahe 18. Am zweiten Weihnachtsfeiertag: Hanzunterhattung u. GhrWescheerung des Fahrdesmttn-Vereins. 11573 Am dritten Weihnachtsfeiertag: Hanzunterhattung u. Ghristbescheerung des Hkssi^chk» Fechtverrins „Wsisrnschuh". Concordia Am 2. Weihuachtsfeiertag: Wiener Hof. Am dritte« Weihuachtsfeiertag:____ Stadt Cassel. Am dritte« Weihuachtsfeiertag: ______ Früh - Concert. Frühstück: Jederklös mit Sauerkraut (Verband Gießen.) Am 3. Weihuachtsfeiertage, Abends 8 Uhr, Lonys Bierkeller: WchNihtchikl mit Ueckchi- (auf Wunsch unserer Mitglieder auch Tausch Verloosung). Gäste durch Mitglieder eingeführt zahlen 50 Pfg. Emtritt. 11527 r« verkaufen. Näheres zu fragen in der Expcd. d. Bl. Biblioirifcken und einzelne gute Bücher werden stets za guten Preisen angekauft. 3729 J. Ricker’ache Bnchhdlg., Südanlage 5. Hm Sonntag den 2. Januar, Adend» pküet» 8 U6t 11 «in., HS« die Gießener Noresei (Earttevalveretn) im festlich becorirten Saale beS Caf« Leib ihre erste diesjährige »roße Gala-Damenllhung mit daraoffol»ende« Ball ab. DaS reichhaltige Programm wirb unter freunblichstrr Mitwirkung ber hies. Regi« ment»eap«lle, sowie höchst närrischer Beiheiligung ber berühmten Kölner, Mainzer u. Gießener Karnevalisten auSgeführt- Insbesondere wirb auf Verlesung beS hochittttreffotttttt Loealprotoeo»» aufmerksam gemacht. Ä , ,, «tntrittSkartett zur Sitzung im Vorverkauf b 80 Psg. bei Sastwbth Arnold (Schipkapaß), Friseur Rottwatt«, Handschuhfabrikant «test», Friseur Müller, Sonnenstraße, Friseur Aff, Ncuenbaue. Eintrittspreis an der Kaff« 40 Pf». — Kappen arati». — Gallerte 20 Pf». —__Ub9O 11589] Ein gut empfohlener Commis für das Comptoir einer hiesigen Cigarrenfabrik gesucht. 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Nur Mitglieder und ihre Angehörigen Zum neurn Schühenyos, — Gründergerstraße 81. — 11594 Am zweiten und dritten Weihuachtsfeiertag: MM" Hahnenkegeln. Im Ausschank: vorzügliches Bock-Ale aus ber Brauerei Henninger, Frankfurt a. M- ES labet ergebenstein Gg. Schaler. Georg Schmitt Verlobte. 11557 Biedenkopf Giessen Weihnachten 1897. Glessen Weihnachten 1897. bei Herrn G. Gerhardt iu haben. 11579_________________________ Cafe Leib. • o