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Durch die Pafl bezog«, 2 Mark ßO Vlfl RcbacHon, »»pedltto« und Druckerei: >chusfl, atz, Mr.«. geru|p»echer bl. 2lnrts- und Anzeigeblatt fflr deir Itrek Mieszen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für bm folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr. Hratisöeilage; Kießener Aamikienbsüttl'r. AN, Annaueen-Vurrau» de» In- und Wullanb,« iul)inre Anzeigen für den ^Gießener Anzeiger" entgeh«. Spanien und die Vereinigten Staaten von Nordamerika. Al» vor einiger Zeit gemeldet wurde, der nord- amerikanische Botschafter in Berlin treffe mit seinem Kollegen au» Madrid in Pari» zusammen, um mit diesem die Maß« nahmen zu beratheu, welche in Sachen der cubantschen In« surgenten getroffen werden könnten und welche uvthig wären, um die Interessen der Union aus Cuba zu wahren, da wurde überall die Uederzeugung wachgerusen, daß die Washingtoner Regierung endlich die Schritte thun werde, welche man von ihr allgemein erwartet hatte. General Woodsord, der Gesandte in Madrid, soll nun thatsächlich ein Ultimatum seiner Regierung an Spanien überreicht haben. Und wenn auch von Madrider osficivser Seite dieser Vorgang abgeläugnet oder abgeschwächt wird, so entbehrt er doch nicht innerer Wahrscheinlichkeit und kann, wenn er wirklich noch nicht erfolgt sein sollte, jeden Augenblick in» Werk gesetzt werden. Denn seit dem Regierungsantritt Mc. Kinley» und seit der Uebernahwe der auswärtigen Angelegenheiten durch den Senator Shermann war eine kräftigere Initiative der Bereinigten Staaten in der cubantschen Angelegenheit wahrscheinlich geworden. Lediglich der Unentschloffenheit de» vorigen Präsidenten Lleveland ist e» zuzuschreiben, daß bisher die Bereinigten Staaten nicht offen Partei für die Cubaner ergriffen, da bekanntlich schon am Anfang vorigen Jahre» der Washingtoner Senat mit großer Mehrheit den Antrag angenommen hatte, die Aufständischen al» kriegführende Macht anzuerkennen. Gerade Shermann ließ e» damals an scharfen Ausfällen gegen Spanten nicht fehlen und drückte den Wunsch au», daß sein Land der Herrschaft der Spanier auf lLuba gewaltsam ein Ende bereiten möchte. Und wahrlich, wenn man die Berichte liest, welche von der früheren „Perle der Antillen" herüberkommcn, die ver- Wüstungen und Grausamkeiten verfolgt, die der j.tzige spanische Obercommandirende aus lLuba, General Wehler, ins Werk gesetzt hat, wenn man ferner in Erwägung zieht, daß da» Ende de» Aufstandes und damit auch da» Gude der Grausamkeiten noch lange nicht gekommen zu sein scheint, so kann man cS den Amerikanern nicht verdenken, wenn sie endlich die Geduld verlieren und auf Herbeiführung geordneter Zustände auf der Insel dringen, mit welcher sie früher in lebhaften Handel»- beztehungen standen. Daß die Geschäfte aus Euba vollständig darntederltegen, daß Handel und Verkehr unterbrochen sind und daß die Zustände auf der Insel in wirthschaftlicher Beziehung sich sür jetzt und die nähere Zukunst iu wahrhaft trostlosen gestalten, liegt aus der Hand. Und der Nord- vmertkaner wird ungemüthlich, wenn man ihm seine HandelS- deztehuugen abschnetdet, denn ihm geht ebenso wie dem Eng- läiider nichts über da» money, und er schlägt Denjenigen rücksichtslos nieder, welcher ihn verhindert, seine Dollars zu holen. Was helfen jetzt noch alle Reformen, welche man nun auf Euba einführen rolU; vor zwei oder drei Jahren wären dieselben noch am Platze gewesen, heute aber versagen sie ihre Wirkung. Wenn e» auch unwahrscheinlich ist, daß Mr. Woodford sitr die Beendigung des Aufstande» einen so kurzen Termin don 1'/, Monaten gestellt har, so ist doch, wie wir schon oben fihten, auzuuehmen, daß die Regierung der Bereinigten Staaten ernstliche Beschwerde in Madrid geführt hat Uber dir grausame Kriegführung der Spanier, und daß sie eventuell Naßuahmt» in Aussicht gestellt hat. Die Ideen der Nouroe-Doctrtn findet gerade jetzt wieder in der nord- smerikantschen Union warme Bertheidiger, und die Annexion Hawaii« hat gezeigt, daß man in Washington einer Gebiet», ttweiterung heute gar nicht mehr so abhold ist wie srüher. Deßhalb würden die gesetzgebenden Körperschaften auch kaum ihre Genehmigung versagen, wenn etwa Spanien bereit fein sollte, Euba freiwillig an Nordamerika abzutreten. Diese» »ine zweifellos der vernünftigste Schritt, den die Madrider -iegierung thun könnte. Aber ehe sie sich dazu entschließt, blir-fle noch geraume Zeit vergehen. Denn vorläufig Über- »iegt in Spanien die Entrüstung über da» angeblich un- ürechtigte Einmischen der Bereinigten Staaten in interne spanische Angelegenheiten, und man rasselt vernehmlich mit Mai Säbel, der aber gar nicht so scharf ist, da die inneren Zustände in Spanien zu trübe sind, als daß man sich in eine große kriegerische Action einlaffen könnte. Jedenfalls dürfte in nicht allzuferner Zeit die Euba- Iraflt zu einer ernstlichen Ausetnandersktzung zwischen Spanien vvd den Bereinigten Staaten sühren, und wenn ersteres klug ist, so bezähmt eS seinen Nattonaldünkel, der keinen positiven «i-th mehr hat, und gibt nach. (xx) Deutsches Reich. — Iu der 69. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte, die gegenwärtig in Braunschweig tagt, hielt Generalarzt 1. Klaffe I)r. Eilert-Altenburg u. A. einen Vortrag über die Aussichten sür die ärztliche Lhätigkeit im künstigen Kriege. Der Redner knüpfte an die scharfe Kritik an, welche der verstorbene berühmte Chirurg Billroth vor mehreren Jahren an dem Danitätscorp» der österreichischen Armee geübt hatte. Damals mußten sich auch die deutschen Militär-Aerzte die Frage vorlegen, ob unser Sanitätsdienst in einem künstigen Kriege den herantretenden nngehrneren Anforderungen gewachsen sein würde. Der letzte Krieg hat un», bet sonst vortrefflicher Function des ganzen Apparates, doch ans gewtffe Mängel, wie da« zu lange Liegenbletben der Verwundeten ohne ärztliche Hilfe, aufmerksam gemacht. Inzwischen sind die Heere coloffal angewachsen, daS Magazingewehr ist erfanden worden. Wa« den ersten Punkt anbe- trifft, so können wir in Deutschland beruhigt sein: daü SanitätScoip» ist in gleichem Mahstobe vermehrt. Bon dem neuen Gewehr mit seiner enormen Durchschlagskraft glaubt man aber allgemein, daß e« die Zahl der verwundeten unge- mein vergrößern werde. Da« ist nach Ansicht de» Redners ein Jrrthum: im Durchschnitt wird die Zahl der verwundeten höchst wahrscheinlich vermindert werden. Dann hört man auch viel von den sogenannten humaneren Verwttndungen de» neuen Gewehr» reden. Bor diesen Hoffnungen kann man nicht eindringlich genug warnen. ES ist die Bildung einer unabhängig von den einzelnen Eorp» gestellten Sanität«- resrrve zu erstreben, welche im Nothfall dort etngretfen soll, wo die Verlustziffer Über den vorgesehenen Durchschnitt hin- auSgeht, die vorhandenen Kräfte nicht auSrelchen. Die An- Wendung des electrischen Licht« auf dem Scblachtfelde dagegen hielt der Redner nicht sür Vortheilhast. — Die Sektionen für Hygiene und KniderHeilkunde hielten eine gemeinsame Sitzung ab, die l)r. W. Hesse- Dresden mit einem Bortrage über: „Ein neue« Ersatzmittel der Muttermilch" einleitete. Wenn man Rahm in der Weise verdünnt, daß er sich auö 1,2 pEt. Casein, 0,12 Albnmin, 8,8 Fett, 1,8 Milchzucker, 0,8 Asche und 92,8 Wasser zu- sammenfetzt, so kann man ihn in seiner chemischen Beschaffenheit der Muttermilch beinahe gleichmachen, wenn man 0,88 Albumin und 4,2 Milchzucker zusetzi. Da« neue Surrogat habe sich für Kinder sehr bewährt. Gehetmrath Heubner- Berlin meint, daß wir mit der ganzen KinderernährungS- frage wieder Abwegen zustruerten. Der klintiche versuch werde zu sehr vernachlässigt; am Menscheu nur könne man Uber Werth und Unwerth eine» solchen Mittel» entscheiden. Rach dec chemischen Zusammensetzttug könne ein Präparat tadellos und geradezu ideal erscheinen, da» nachher gar nicht von den Kindern vertragen werde und umgekehrt. Or. Schloßmann-Dresden rühmt die Erfahrungen, die er mit der Hesse'schen Milch gehabt habe. Die neueren Unter- suchungen hätten übrigen« die Richtvertragbarkeit von Milch- forten und Surrogaten ergeben, die im Wesentlichen auf die Phosphorkörper zurllckzusühren sei, und e» bestehe Aussicht, diese Störungen auSzuichalten. wolsf« telegraphische» Correspondenz-Bureau. Berlin. 28. September. Die „Rordd. Allgem. Ztg." schreibt: Die Großmächte waren vor Eintritt in die Friedensverhandlungen in den Besitz einer schriftlichen Erklärung de» Athener EabinetS gelangt, die von allen an dem Eoncert betheiligten Regierungen, namentlich denen, welchen Griechenland besonder» die sürsorgliche Wahrnehmung seiner Interessen zuzuschreiben geneigt war, als Ertheiluug einer unbeschränkten Vollmacht zur Bereinbarung der wesentlichen FriedeuSbedingungen aufgesaßt wurde. Die Möglichkeit eine» nachträglichen Ableugnen« dieser in formeller Weise abgegebenen Erklärung war namentlich dadurch auSgeschlosfeu, daß die griechische Regierung später nochmal« unzweideutig zu erkennen gab, sie habe nie daran gedacht, die Frieden«- bedi^gungen späterhin etwa nicht anzunehmen, nachdem sie sich einmal der Bermtttelung der Großmächte formell unter warfen. Die „Rordd. Allgem. Zig." bemerkt, daß lediglich diese wiederholten, der Pforte durch die Botschafter der Mächte mitgetheilten Versicherungen de« Athener Eabinet« die BorauSsetzung bildeten, auf Grund deren die Türket zur Annahme der Bermtttelung de« europäischen Eoncert» in dem Streitfälle mit Griechenland sich bereit finden ließe. Münchberg, 28. September. Die „Münchberg-Helm brechtfer Zeitung" meldet: Heute Rächt 1 Uhr wurde die Scheune und da» Wohnhaus de» Baumeister» Fester in Münchberg durch Feuer zerstört. Dabei sind eine 75jährige Wittwe und eine andere ebenfalls 75 Jahre alte Frau verbrannt. Vwinemünde. 28. September. Der Dampfer „Uuronla", auf der Reife von Libau nach Stettin begriffen, brachte heute hier die an» drei Mann bestehende Besatzung der holländischen Tjalk „Weina Kramer" ein, die aus der Reise von Memel nach Bremen in der Rächt znm 21. d». Mi», leck geworben war nnd von der „Cnronia" nördlich von Danzig sinkend angetroffen wurde. Kiel. 28. September. Die 17. Jahre»versammlnng de» Deutschen Verein» für öfsentliche Arme «pflege wurde von Seiffardt (Crefeld) eröffnet. Bürgermeister Loreh begrüßte sie Romen« der Stadt Kiel. Der Vorsitzende verbreitete sich in seiner dankenden Erwiderung über die Stellung und die Ziele de» Verein« nnd betonte, daß man an der Selbstverwaltung in der Armenpflege festhalten, aber auch ihre idealen Ausgaben Im Ange behalten müsse. Zu Vorsitzenden der Versammlung wurden gewählt Seiffardt, Stähle (Dtnttgart), Schmidt (Riel); zu Schriftführern Ludwig-Wolff (Leipzig) und Soetbeer (Kiel). Der Verein zählt 405 Mit glieder. Bürgermeister Brinkmami (Königsberg) sprach über die Armenpflege In ihren Beziehungen zu den Letftnngen der Soctalgesetzgebung. Hamburg, 28. September. Da» Schiff „Arve", Capi- tän Lldmann, ist unweit Bjerregaard (Jütland) gestrandet. Der Eapitäu und vier Mann sind ertrnnken Cuxhaven, 28. September. Die Herzoge Adolf, Friedrich und Heinrich zn Mecklenburg sind hier eingetroffen, um die Bergung der Leiche ihre» Bruder«, de» Herzog« Friedrich Wilhelm, abzuwarteu. Prinz Heinrich von Preußen trifft an Bord de» Aviso» „Greif" im Laufe de» heurigen Nachmittag« hier ein. Cuxhaven, 28. September. Prinz Heinrich Ist mit dem Aviso „Greif" heute Rachmittag 4 Uhr hier eingetroffen Der Herzog Heinrich von Mecklenburg begab sich all- bald an Bord. Die Stelle, an der da» Torpedoboot H 20 untergegangen ist, ist durch eine Bote bezeichnet. Schwerin (In Mecklenburg), 28. September. Der Hof- marschall der Großherzogin Marie, Herr von d e r S ch u l e n - bürg, hat sich nach Cuxhaven begeben. Die ganze Stadt hat Trauerschmuck angelegt. Da» Hofiheater wurde geschloffen. Alle PrlvatvergnUgurigen sind abgesagt. Wien, 28. September. Die Mitglieder de« intet' nationalen Congresse» der Gesellschaften vom Rothen Kreuz ivurden heute Nachmittag von der Gemeindevertretung Namen« der Stadt Wien empsaugen. Der Bürgermeister Dr, Lueger begrüßte die Gäste mit einer Ansprache, die mit dem Wunsche schloß, daß die Tendenz de» Rothen Kreuze» allgemeinen Boden fasse. Bundespräsident Falken- Hagen dankte sür die ausländischen Gäste für den ihnen bereiteten Empfang. Nach Besichtigung de» Festsaale» erfolgte die Einnahme eine« Imbisse». Budapest, 28. September. Die Stadt beraii|talttie gestern Abend ein Banket zu Ehren der den tscheu Journalisten, welche« einen sehr glänzeirden Verlauf uahm. Pari», 28. September. Die Exkaiserin Eugeuie, Prä- sident gaure, sowie der KriegSminlster sandten der Wittwr de« General» Bourbaki Beileidsdepeschen. Die Blätter widmen dem verstorbenen warme Nachrufe. Stockholm, 28. September. Da» KöuigSpaar empfing gestern Mittag im Schloßhose einen Aufzug von 1500 Studenten schwedischer Universitäten, deren Wortführer dem Könige die Huldigungen der akademischen Jugend darbrachte. Am Abend fand ein Galaball statt, zu dem dreitausend Einladungen ergangen waren. Brindisi, 28. September. Der durch den vorgestrigen Wirbelsturm im Bezirke von Brindisi angerichtete Schaden wird auf mehrere Millionen geschätzt. Depeschen bi» vurea» »Herold * Berlin, 28. September. Der Kaiser traf heute früh 8 Uhr 15 Mln. In Trakehnen ein und begab sich alsbald, von der Bevölkerung lebhaft begrüßt, mit dem Grafen Dohna in vierspännigem Wagen nach dem Jagdschloß Rvmlnten. Berlin, 28. September. Da« Staatsministerium trat heute Rahmittag 2 Uhr in seinem Dienstgebllude unter dem Vorsitz de» Flnanzminifter« Miguel zu einer Sitzung zusammen. Berlin, 28. September. Dem „Verl. Tagebl." zufolge verlautet au« Marinekreisen, daß trotz aller Dementi» die Erwerbung einer Flotten- und Kohlen st ation in OstasIen bevorsteht. Die Verhandlungen sollen dem Abschluß nahe sein. E« seien nur einige Formalitäten mit der chinesischen Negierung zu erledigen, bevor die Besitzergreifung und Besetzung der Station erfolgen könne. Betlhi, 23. September. Die „Norbb. Allgew. Ztg." bleibt, entgegen anderweitigen Blättermelduugen, bet ihren früheren Mittheilungen, daß für den deutschen Bot- schafterposten in Washington der preußische Gesandte in Stuttgart, v. Hol leb en, au Stelle des Freiherrn v. Lhielemann auSerseheu sei. Berit», 23. September. Wie nach dem „Berl. Tagebl." verlautet, soll auf Wunsch des Herrn v. Miquel die von dem früheren Minister des Innern, v. Köller, begründete Berliner Correspondevz ein geh en. Berlin, 23. September. Dem „Local-Anzeiger" zufolge ist der fett Jahren steckbrieflich verfolgte Rechtsanwalt Straube aus Mannheim in Erkner verhaftet worden. Durch eine Seitens des Gerichts angenommene Caution von 10 000 Mark wurde er jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt. Straube ist hauptsächlich wegen Beleidigung schuldig und hatte sich dem anhängigen Verfahren durch die Flucht entzogen. Berit», 23. September. Dem „Local-Anzeiger" wird aus Essen gemeldet: Der muthmaßliche Gatte der Marte HuSmann, Emil Behrendt, war hier bet der Firma Bertemann & Griesbach in Stellung. Er weilte uv- augemeldet seit acht Tagen in Lüttich. Behördlicherseits hält man an der Annahme fest, daß Emil Behrendt mit dem Plan umging, Fabrtkgeheimniffe des Krupp'scheo Werkes zu erforschen. Die Familie HuSmann gibt nunmehr die Möglichkeit einer Mystification zu, ist aber entrüstet über den Ton des Schreibender Marte HuSmann an das Aachener Tageblatt, da» unwahre Thatsachen enthalte. Inzwischen ist festgestellt, daß die Husaren-Estafetten 5 Mark pro Botengang, den fie für den angeblichen Erzherzog leisteten, erhielten. Die Uniform, in der dieser fich zeigte, war eine phantastische, nach Art einer SchützenkönigStracht. Die Erzherzogsgeschichte sei eine geschickt durchgesührte Erfindung gewesen, um dem HuSmann zu tmpontreu. Frankfnrt o. M, 23. September. Der „Franks. Ztg." wird au» Hamburg gemeldet: Der Rollkutscher Rudolf Müller iu der Sachsenstrahe wurde heute früh mit ge- spalteoem Schädel ermordet tm Bett ausgefondeu. Seine Ehefrau und deren Eltern, mit denen Möller Streit gehabt hatte, wurden al» der That verdächtig verhaftet. Köln, 23. September. Die Tagung der diesjährigen Generalversammlung des Vereins für sociale Politik ist heute hier unter überaus großer Theilnahme von Profefforen und Gelehrten aus allen deutschen Gauen eröffnet worden. Anwesend find u. A.: Geheimrath Thiel auS dem preußischen LaudwirthschaftSministerium, die Professoren Wagner-Berlin, Brentano-München, Dietzel-Bonn, Sombart- vreSlau, Hitze-Münster, der Generalanwalt der Hirsch- Dunker'scheu Gewerkvereine, Max Hirsch, Professor v. Mrver- Straßburg. Professor Schmoller-Berltn leitete die Verhandlungen. Er bezeichnete es al» eine Hauptaufgabe des Vereins, die Gifte zu beseitigen, die dadurch erwachsen, daß fich Arbeiter und Arbeitgeber nicht verstehen und gegenseitig al» Feinde betrachten. Der Rückschlag in den Jahren 1894/95 liege vielleicht an der Regierung, die eine Schwenkung gemacht habe, wodurch damals die Weiterentwicklung der socialen Frage gehemmt wurde. Redner hofft, im nächsten Jahrhundert werde die Verbreitung deS Wohlstandes den Maffen zu Gute kommen. — Oberbürgermeister Becker begrüßte die Versammlung Namens der Stadt Köln und wünschte dem Verein für die Zukunft weitere Erfolge und eine segensreiche Wirksamkeit und zu der diesjährigen Tagung besten Erfolg. Prag, 23. September. Im Stadtrath theilte der Bürgermeister eine Beschwerde tschechischer Arbeiter aus Dresden mit, wonach diese von den deutschen Unternehmern dort maffenhast entlaffen würden. Der Stadtrath beschloß, der Juugtschechenclub möge sich um Abhilfe ans Ministerium de» Aeußern wenden. Rom, 23. September. Ein C h c l o n zerstörte die zwischen Tarent und Brindisi gelegenen Dörfer Orta und Sava. Das Seminar in Oria, das berühmte mittelalterliche Schloß, da» Hospital und 30 Wohnhäuser wurden zertrümmert. Die Telegraphenleitung ist unterbrochen, die Felder find verwüstet. In Sava wurden 20 Häuser dem Erdboden gleich gemacht. Der Verlust von 30 Menschenleben ist zu beklagen. Rom, 23. September. Jo hiesigen politischen Kreisen erhalt sich das Gerücht, daß der aogeküvdtgte Besuch deS Prinzen von Wales mit einer Abmachung zwischen England und Italien betreffs den Schutz gemeinsamer amerikanischer und Mittelmeer-Jntereffen zusammeuhängt. Brüssel, 23. September. König Leopold von Belgien ist auf seiner Aacht Clementine aus La» Palmas auf der Insel Gran Canarias eingetroffen. Da» Ziel seiner Reise ist Marokko, wo der König ein Sanatorium für diejenigen Beamten des Congostaate» zu gründen gedenkt, welche durch heftige» Fieber zur Heimkehr genöthigt sind. Loudon, 23. September. „Daily Mail" meldet au» New York: Obgleich die amerikanische Regierung erklärte, Cuba nicht annectiren zu wollen, werde eine amerikanische Flotte unter dem Vorwande, Manöver abzuhaltev, nach den cnbaoischen Gewässern abgehen. Loudon, 23. September. Einem Central-NewS Telegramm auS Madrid zusolge bestätigt e» fich officiell, daß der dortige amerikanische Botschaster ein Ultimatum seiner Regierung präseotirte de» Inhalt», daß, fall» der cubanifche Aufstand nicht bi» Ende October beendet werde, die Bereinigten Staaten energisch vorgehen würden. Loudou, 23. September. „Daily Mail" meldet auS Konstantinopel, die Ottoman-Bauk habe der türkischen Regierung eine bedeutende Summe al» Abschlagszahlung auf die Kriegsentschädigung aogeboten. Loudon, 23. September. Wie „Daily Chronicle" ersährt, leidet Präsident Krüger an einer vorgeschrittenen Nieren- kraukheit. Die Aerzte sollen ihm nur noch eine Lebensdauer von I V, Jahren Voraussagen. Trotzdem will derselbe wieder caudidiren. Berlin, 24. September. Den „Berliner Pol. Nachrichten" zufolge werden dem Stapellauf des Kreuzers „Ersatz Leipzig" al» Vertreter de» Reich» und Preußens der vice- präfidenr de» StaatSwiuisterinm», Dr. v. Miquel, uud der Staat-secretär de» ReichSschatzamtS, Frhr. v. Thielemauu, beiwohnen. Nach Schluß der Feier wird sich der StaatS- secretär des ReichSmarineamt», Contre-Admiral Ttrpitz, nach Friedrichsruhe begeben, um dem Fürsten Bismarck über den Stapellauf Bericht zu erstatten. Berlin, 24. September. Der StaatSmiuister v. Bo et- ti cher befindet fich zur Zeit wegen einer leichten Operation am Daumen im hiesigen LazaruS-KrankenhauS. Herr v. Boetticher hatte sich auf der Jagd mit dem Gewehr am Daumen eine unerhebliche Rißwunde und leichte Quetschung zugezogen, die eine kleine Eiterung unter dem Nagel zur Folge hatte. Die Wunde wird voraussichtlich schon in den nächsten Tagen geheilt sein. Berlin, 24. September. Der Metallarbeiter- auSstand hat bis gestern an Umfang bedeutend zugenommeu. Iu einer gestern stattgehabten Versammlung wurde beschlossen, auch überall dort die Arbeit niederzulegen, wo Löwe'sche Arbeit angefertigt wird, weil die Former der genannten Fabrik entlassen wurden, da diese fich ebeufall» weigerten, Borfig'sche Arbeit anzufertigen. Ein in der Versammlung anwesender englischer Abgesandter erklärte, daß die Engländer bestrebt sein würden, die deutschen ArbeitSgenossen nach Kräften zu unterstützen._________________________________________ CoceU» unb prot>ht$Ulto» Gieße», den 24. September. • * Orden» Berleihnng. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung dem Major und BataillonScommandeur v. Er Hardt im König!, preußischen Infanterie-Regiment Friedrich Franz II, von Mecklenburg-Schwerin (4. Brandenburgischen) Nr. 24, seither aggregiert dem Jnfant.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hessischen) Nr. 116, das Ritterkreuz 1. Klosse des Verdienstorden» Philipps de» Großmüthigen zu verleihen geruht. * * Ernannt wurde der Gefangenwärter an der Zellenstrafanstalt Butzbach Heinrich Schön zum Gefaugenaufseher au dieser Anstalt, mit Wirkung vom 1. October 1897. * * Berzeichuiß der Sitzungen de» Schwurgericht» der Provinz Oberhesseu pro 3. Quartal 1897: Montag den 27. und Dien-tag den 28. September, Vormittag» 9 Uhr: Anklage gegen Georg EverS von Schwetzingen wegen Todtschlag», versuchten Todtschlag» und gefährlicher Körperverletzung. Die Anklage vertritt: Großh. Erster Staatsanwalt Dr. Güng erich. Vertheidiger: Rechtsanwalt Metz. Mittwoch den 29. September, Vormittags 9 Uhr: Anklage gegen Friedrich Schiffner von Groß-Schönau wegen Meineids. Die Anklage vertritt Großh. Staatsanwalt Koch. Vertheidiger: Justizrath Baist. Donnerstag den 30. September, Vormittags 9 Uhr: Anklage gegen Ludwig Menz Eheleute von Ltudenstruth wegen Meineids. Die Anklage vertritt Assessor Dr. Friedrich. Vertheidiger: Rechtsanwalt Dr. Gut fletsch. Freitag den 1. October, Vormittags 9 Uhr: Anklage gegen Elisabeth Horst von Ober-Ohmen und Konrad Römer II. von Hainbach wegen Meineid», Anstiftung zum Meineid und Unterschlagung. Die Anklage vertritt Großh. Staatsanwalt Zimmermann, vertheidiger: Rechtsanwälte Mendelssohn und Weidtg. SamStag den 2. October, Vormittags 81/, Uhr: Anklage gegen Ernst Thomas von Rudingshain wegen Meineids. Die Anklage vertritt Großh. Staatsanwalt Zimmermann. Vertheidiger: Rechtsanwalt Wetdig. Montag den 4., event. Dienstag den 5. October, Vormittags 9 Uhr: Anklage gegen Hch. Dörr von DammeS- mühle bei Arnshain wegen Mordversuchs. Die Anklage vertritt Großh. Staatsanwalt Koch. Vertheidiger: Rechtsanwalt Katz. * • Kuustverein. Wie tm Jnseratentheil ersichtlich, ist die Gemäldeausstellung im ThurmhanS am Brand vom kommenden Sonntag an wieder geöffnet. • * Bei der Postverwaltuog besteht, wie die „VolkSztg." mittheilt, die Absicht, den SonutagSschalter-Dienst zu verlegen. ES sollen die Postschalter Sonntags Nachmittags von 5 bis 6 Uhr nicht mehr geöffnet werden, dagegen außer der Stunde von 8 bis 9 Uhr noch eine Dienst- stunde von 12 bis 1 Uhr abgehalten werden. Auf die Offeuhaltung der Schalter für den Rohrpost- und Tele- grapheudieust hat die beabsichtigte Aenderung keinen Einfluß. Ob eine Beschränkung der Annahme- und Bestellung von Packeten an Sonntagen stattfinden soll, wird noch erwogen. • • Stadttheater. Zur Eröffnung der hiesigen Bühne geht am Dienstag den 28. ds. Mt»., die vieractige Schwank- Novität „Zwei Wappen" iu Scene. Al» zweite Vorstellung gelangt Gerhard Hauptmann» berühmtes Märchen- drama „Die versunkene Glocke" zur Aufführung. • * Der Turnverein Gießen hält am Sonntag den 26. ds. MtS. iu seiner Turnhalle daS diesjährige Abturnev, verbunden mir Concert, PreiSvertheiluog und Tanz ab und hat al» ferneren Punkt die Enthüllung der Hast-Tafel iu sein Programm ausgenommen. Diese Ehrentafel schmückt der Name Christian Gerhard Hast, welcher in hochherziger Weise den ersten Grundstein zur Erbauung der Turnhülle legte, indem er bereits einige Jahre nach der auf daS Jahr 1846 fallenden Gründung des Verein», demselben laut Testament den erheblichen Betrag von 3000 fl. vermachte. Ja ehrender Anerkennung dieser edelen Stiftung und zur ewigen dankbaren Erinnerung widmet der Turn-Verein die erwähnte Gedenktafel, auf welcher der Name eingezeichnet steht: Christian Gerhard Hast! Zusammenschluß. In einer gestern Abend abgehal- lenen gemeinschaftliche u Sitzung der Gesammtvor- stände des Krieger-, Veteranen- und Marine-Vereins wurde ein wohl von allen Mitgliedern der betreffenden Vereine längst gehegter Wunsch in Erfüllung gebracht, indem die Vorstände einstimmig beschloffeo, künftighin, unter Wahrung der Rechte eines jeden einzelnen Vereins, der Oeffentlichkeit gegenüber als ein geschloffenes Ganzes aufzutreten, Patriotismus und Kameradschaftlichkeit gemeinsam zu pflegen uud zu heben. Zu diesem Zweck wurde eine Commission gewählt, die oor- kommrvdev Falls alles Nöthige vorberetten soll. • • Stenographie. Der neue UoterrichtS-Cursu» des Gabelsberger Stenographen -vereisS wird erfreulicher Weise auch von einer größeren Anzahl älterer Herren au» allen Berufszweigen (u. A. von Juristen, Verwaltung»- beamten, Technikern) besucht. ES bietet fich sonach für Herrerr in reiferen Jahren eine paffende Gelegenheit zur Erlernung der Stenographie. Alle Diejenigen, welche unter diesen Umständen gesonnen find, fich an dem Cursu» zu betheiltgeu, werden gebeten, nächsten Donnerstag Abend V,9 Uhr tm Lehrsaal 3 deS Kaufmännischen BeretnShause» erscheinen zu wollen. • • Hessische» Obst. Auf der tm October dS. IS. zu Hamburg stattfindenden Obst-Ausstellung wird auch unser Großherzogthum iu hervorragender Weise vertreten sein. Die angemeldeten Obstsortimente werden unter „Großherzogthum Hessen" tu 1200 Körben zur Ausstellung gelangen. • • Wetterbericht. Nördlich der britischen Inseln liegt heute daS Ceutrum einer neuen Depression, deren Heran- nahen bereit- gestern angedeutet war. Das Barometer ist dabei über England und Nordfraukreich wieder gesunken uud find zahlreiche Thetlwtuima am Küstengebiet der Nord- und Ostsee der erwähnten Depresfion vorgelagert. Dagegen ist südlich der Alpen da» Barometer gestiegen und war dadurch für den Nordfuß des Gebirge» am Morgen eine leichte Höhenlage geschaffen. Der Himmel war tu Güddeutschlaud bedeckt. Die Temperaturen find gestiegen. — voraussichtliche Witterung: Fortdauer deS unbeständigen, zeitweise unruhigen, jedoch ziemlich milden Wetters. Loudorf, 22. September. Ein seit langen Jahren im hiesigen Steinbruch beschäftigter 72 jähriger Aufseher uud Vorarbeiter Namens Müller blieb gestern Abend, wie gewöhnlich, etwas hinter den anderen Arbeitern, worunter fich auch sein verheiratheter Sohn befand, zurück. Heute Morgen fand mau deu ollen Mann, der in der letzten Zett manchmal unwohl war, in der Nahe des Steinbruchs tobt liegen. Der Hinterkopf zeigte vom Hinstürzen eine blutende Wunde. Jedenfalls hat ein Herzschlag seinem Leben ein Ende gemacht. Obh. Ztg. s. Langsdorf, 22. September. Gegen die vor Kurzem dahier stattgefundene Bürgermeisterwahl wurde bei Großh. KretSamt Gießen Reklamation erhoben. General Bourbaki. Ueber deu am 22. d». MtS. in Bayonne verstorbenen General Bourbaki, dessen Name uns Deutschen aus den letzten Episoden de» großen Kriege» 1870/71 bekannt ist, theilen wir folgendes auS feinem militärischen Leben mit: General Charles Dent» Sauter Bourbaki stammte au» einer Familie griechischen Ursprung» und war am 22. April 1816 in Pau geboren - sein Vater sand als Oberst im griechischen UnabhängigkeitSkampfe 1827 seinen Tod. Bourbaki kam in die Militärschule von St. Cyr und trat 1836 al» Unter« Lieutenant in die Armee ein. Im Jahr 1842 war er schon Hauptmann tm Zuaveocorp», dann wurde er Ordonnanzoffizier deS Königs Ludwig Philipp, 1847 BataillonScom- mandant bet den Turko» in Constantine (Algier), 1850Oberst- lientenant, 1851 Oberst de» 1. Zuavenregiment». Im Jahre 1854 wurde er Brtgadegeneral und als solcher zog er mit in den Krtmkrteg. Er zeichnete fich in den Schlachten an der Alma und bei Jnkermann, sowie beim Sturm auf den Malakoff au». Rach dem Kriege wurde er Commaudant in der Gironde, dann in Algier,- 1857 wurde er Divifioo»« geueral. Im Kriege von 1859 befehligte er die Division von Lyon, mit der er fich in der Schlacht von Solfertno auSzetchuete. Nach dem Kriege befehligte er die 1. Garde- Infanteriedivision in Paris und 1869 wurde er Flügeladjutant de» Kaisers und Commandant de» Lager» von Cha- Ion». Im Juli 1870, al» der Krieg auSbrach, wurde et an Stelle BazaineS Commandant der kaiserlichen Garde und betheiligte sich mit dieser in hervorragender Weise an den Schlachten deS 16. und 31. August. In Metz eingeschloffen, entwich er am 25. September in Verkleidung und ging in geheimer Sendung nach Chiselhurft zur Kaiserin Eugenik, kehrte aber bald nach Frankreich zurück. Die in Tour» befindliche Delegation der Regierung der Nationalvertheidigung übertrug ihm den Befehl der Nordarmee, die er aber in einem so kläglichen Zustand antraf, daß er fie zuerst reorganifirm mußte, weßhalb er vorerst auf größere Operationen verzichtete. Damit gerieth er aber in Conflict mit dem Kriegs- Minister Gambetta und fchließlich wurde er abberufen, worauf er nach Tour» ging, um fich gegen die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen zu vertheidigen. Er erhielt dann den Beseh! über den rechten Flügel der Loire-Armee, doch erreichte er sein Corp» erst am 2. December, nach der Niederlage bet Loire-Armee bei Orleau». Am 8. December wurde Bourbaki beauftragt, die Ostarmee zu bilden, der von Gambetta die Aufgabe zugewiesen war, zunächst die Festung Belfort zu entsetzen, bann da» Elsaß wteber zu nehmen, bte deutsche Verbindung zwischen Paris und dem Rheine zu unterbrechen und so bte Deutschen zum Rückzug zu zwingen. Für seine Aufgabe erhielt Bourbaki da- 15., 18., 20. und 24. Corps und bte Division. Cremer; ferner zog er Verstärkungen au» Lyon heran und endlich erhielt er auch bte Unterstützung Garibaldi». E» waren im Ganzen 150,000 Mann, übet bte Bourbaki verfügte. Der Plan war kühn, und um fo gefährlicher, al» bte Franzosen an bteser Stelle be» Kampfplätze» ben Deutschen an Zahl weit Überlegen waren. General Werber, btt bte bentschen Streitkräfte befehligte, stand bei Dijon- er gab ovo v >twl gffiCli. 61 I 6«‘* , 16. lllld 1,1 ffäf Ä> a(WD/ eertW* * s&W itttftn fl«11 jlt Mtllag! De*n be“ htr 6 0 tändelt ttrenl foanbttta, bi mit 8ouibat ten ©entral ZMmotbv iah- Sinn lüften an D a« 1. Ftbr gedrängt m gebracht, b-ffererPfiei ein FtldM de» deutsch-f und nicht »n; trm ©ourbal gebracht hall er In Juli Lyon. Im $ Rammet ang labil, ba& v Ntagn bt bte Ältetlgi actiben Die hatte, aber brauch von t m actio» eine Ehren«! flirte. Er Mehrere M- Landidat btl die nötigt t baranf. •D. W ßaxamant lagen §tau! begeb» unb znznzleh». sind und in daß el eine Wir ma &W des tarnen» unb Vorsitzenden < tobet - j « Lehrsaal k Die E btt 4. C( Mu» auj Wtyt un >er Schule * zu nel ,n «urnahm . ..Das 1 'M einf 9 ««Weh i K" dopp |,lr tftan AB. Der Cl i ’■ 8ut Sam , Schufet ^^ischtn H W Nifi8'!« " “• 3«. iu »’l M »ch imtitta Wtt uni* "d» M gul, Mu ^ulUng ,,Mk **?«• )Q, ' vor- «ft1"*« " Hrnill ^»altungi. * fcfrL M (hlemung ]ttt Mtltn Um*! M/Ä1^ /»« uhr t« lfel et[d)tinen 1 Josrlo Hegt 1 ^ren Heran« Barowerer ift !t gesunken und ber Nord- und li Dagegen ist tnb war dadurch gen eine leichte : Tüddeutschland - Loraur« । unbeständigen, )etters. gen Jahren im Ausseher und Abend, wie ge« a, worunter fitz • heute Morgen teu Zett manch« HS lobt liegen, blutende Wunde. Leben ein Ende Obh. Zig. die vor Kurzem ahl wurde btt rhobeu. nt verstorbenen utschen aoS -en 71 bekannt ist, i Lrbru mit . iti stammte wl st im grirchtscheu Bvurbakt kam in 1836 als Unter« 842 war er schon : er Ordonnanz« 7 BatatllonSconi' er), 1850 Oberst« nenis. JwJ°h« sicher zog er mit len Schlachten an ©turnt auf den ■ Eommandant in de er DtvtfiooS» er die Dioiston t von Solferino er die 1. ourdr rr Flügel' arbrach, “ erliche« S°lbr und aber Keile °° den Metz dWl*”' düng und ging Kaiserin ®U0cn*e' Dle tn T°nlS bf yT"«-*w M bl«»111 «* * c« d-> entsetz^ ^ischea and so d'l Aoul' i nnd D,Lfln B O- jrt* sofort diese Stellung auf und versammelte feine Truppen bet Vesoul, von wo auS er am 9. Januar 1871 die Franzosen bet Btllersexel in der Flanke angriff und sie einige Tage aufhielt. Er erhielt dadurch Zeit, feine verschanzte und theil- weise durch Belagerungsgeschütz verstärkte Stellung Delle- Moutbeliard.Hericout'Lure zu erreichen, in der er am 15., 16. nnd 17, Januar die heftigen Angriffe der Franzosen erfolgreich zurückwieS. Bourbakl erkannte schließlich, daß er nicht durchbrechen könne, und als er durch die unter Man« teuffel herbeieileude deutsche Südarmee in der Flanke und -um Theil schon im Rücken bedroht wurde, trat er den Rück« zug nach Besan-ou an. Doch schon war eS den Deutschen gelungen, ihm den Rückweg zu verlegen und die Eisenbahn- Verbindung mit Lyon abzuschuetden. Bourbaki entschloß sich daher, auf daS linke Ufer des DoubS zu ziehen und der Schwetzergrenze entlang den Süden zu gewinnen. Seine Truppen gertethen indeß in einen trostlosen Zustand- durch vte Niederlage entmuthigt, ohne Verpflegung, stets von den Deutschen beunruhigt und gehetzt, in den rauhen Gebirgen der Lote d'Or und des Jura im Schnee, Eis und Unweg- famkeit irrend, waren sie nach 14tägigeu Märschen völlig demoralifirt. Bourbaki selbst war wieder tu Couflict mit Gambetta, der beständig in die Führung eingriff und schießlich mit Bourbakis Absetzung drohte. Die- alle- stürmte so auf den General Bourbaki ein, daß er am 26. Januar einen Selbstmordversuch machte. Die Führung der Armee über« nahm General Eliuchant, der zunächst unter großen Verlusten an Mannschaft und Material nach Poutarlier und dann nm 1. Februar mit noch 80,000 Manu nach der Schweiz «edräugt wurde. Auch Bourbaki wurde nach der Schweiz gebracht, wo er bald so weit hergestellt wurde, daß er behufs besserer Pflege nach Frankreich zurückkehren konnte. So endete ein Feldzug, der, wenn er gelungen wäre, auf das Schicksal des deutsch.franzöfischen Krieges einen entscheidenden Einfluß, und nicht zum Bortheile Deutschland-, gehabt hätte. Nachte« Bourbaki von der Verwundung, die er sich selbst bei- gebracht hatte, vollständig wieder hergestellt war, übernahm er im Juli 1871 das Commando deS 6. Armeecorps iu Lyon. Im Jahre 1875 wurde ihm eine Candidatur für die Kammer angeboren, er lehnte sie aber ab, und bekannte dabei, daß er trotz des Sturzes des Kaiserreichs ein treuer Anhänger desselben geblieben sei. Im Jahre 1881 hatte er die Altersgrenze erreicht. Die Regierung konnte ihn im acttven Dienst belassen, da er vor dem Feind commandirt hatte, aber sie machte aus politischen Gründen keinen Gebrauch von ihrer Befugniß und entließ den General aus d m activeu Dienst. Seine Freunde wollten ihm darauf tine Ehreu-Subscription eröffnen, wogegen er jedoch prote- flute. Er zog sich in die Stille nach Bayonne zurück. Mehrere Male ließ er sich noch bereden, al- monarchistischer Kandidat bei SeoatSwahlen aufzutreten, aber er erhielt nie t»»e nöthige Stimmenzahl, und schließlich verzichtete er auch la rauf. •D. Frankfurt a. M., 24. September. Die Kalmücken- Karawane im Zoologischen Garten wird in wenigen Tagen Franksurt verlassen, um fich zunächst nach Basel zu begeben und batui langsam ostwärts ihrer ruffischen Heimath zuzuziehen. Betrachten wir die Leute noch einmal, wie fie find und in dem, was fie uns zeigen, fo müssen wir sagen, daß eS eine hochinteressante Truppe in jeder Beziehung ist. Ihr ganzes Aussehen und^AlleS, was fie thun, zeigt uns daS Nomadenvolk, von dessen Leben und Treiben wir uns sonst kaum einen richtigen Begriff machen können- fällt doch für daS ewig herumziehevde Volk Alles daS fort, waS sich bet seßhaften Menschen an gesellschaftlichen Gebräuchen in weiterem Sinn, an GewerbS- und ErwerbSthätigkeit heraus- gebildet hat. Die Vorführungen, wie fie sich bet jeder Vorstellung wiederholen, geben uns ein vollständiges uud vollkommen abgerundetes Bild davon, wie daS Leben des eigen» thümlichen Volkes sich abspielt. Wir müssen uns zu Anfang der Aufführung vorstellen, daß die Leute in der Zusammensetzung wie in ihrer hrimathlicheu Steppe sich vor einer Weile niedergelassen haben, da, wo fie guten Weideplatz für ihre Thiere fanden. Die Hütten, deren 3 bis 5 mit ihren Bewohnern immer eine Art von Gemeinde bilden, find aufgeschlagen, der Altar ist errichtet, die Thiere weiden, die Weiber fitzen Kleider flickend oder Speisen zubereitend umher und die Männer besorgen in gemächlicher Langsamkeit, waS sonst sür diesen sogenannten Haushalt nöthig ist- eS ist der Zustand der Ruhe, der nicht leicht eine Störung erleidet. Da erheben sich die Priester, deren immer zwei zu einer solchen Gemeinschaft gehören, von ihren Sitzen und der Oberste ruft durch langgezogene Töne, die er einer Muschel entlockt, die Gemeinde zusammen, eS erfolgt ein Umzug, der von reltgiöfen Ceremonien begleitet ist. Alle ziehen an dem Priester vorbei, der Jedem aus einem broncenen Weih- gefäß ein mit Zucker versüßtes, mit Safran gefärbte- Wasser in die hohle Hand gießt, da- Männer und Weiber ein- schlürseu. Nach Beendigung dieser und anderer Ceremonien entwickelt sich ein lebhaftes Treiben, Pferde und Kameele werden bestiegen und wir sehen das Volk in seiner sehr ausgebildeten Reitkunst. Dabet wird auch das Etnfangen von Kameelen mit dem Lasso sehr anschaulich gezeigt. Ein anderes Bild führt uns die Nationaltänze vor, die von einem der Mädchen auf einem Saiteninstrument begleitet, den Leuten augenscheinlich viel Vergnügen machen. Den Schluß bildet dann immer eine Steppenwanderung, es wird ein Zelt abgebrochen — im Ernstfall zu Hause natürlich alle — die ganze Habe wird den Kameelen aufgeladen, die Frauen besteigen einen Wagen und so geht- zu Pferd, Kameel oder Fuß weiter in- Land, die Heerde Schafe hinten drein, zu einem anderen Weideplatz, wo von Neuem die N eder- laffung errichtet wird. Nun muß man sich natürlich die Vorgänge zeitlich und räumlich weiter au-einanderliegend vorstellen und dazwischen immer eine ganze Weile daS Dolce far niente, daS wir etwa mit „stumpfsinnige Un- thätigkeit" in diesem Fall übersetzen können, worin fich die Tage abspielen. — Sonntag gibt die Truppe hier ihre Abschiedsvorstellungen, deren an dem anerkennenswerth'.r Weise eingeschobenen 20 Pfennig-Bormittag drein, um 8»/„ 10 und 11 Uhr und am Nachmittag, bet 1 Mark Entree für den Garren, viere, um 3, 4, 5 und 6 Uhr, stattfinden. 2cr*chttche Anzeige-- tet? Stad* Metzen. Svangelifche Hem ein de. Sonnt|ag, den 26. September. 15. Sonntag nach Xrinttaii?. Gottesdienst. der Joharme»ri*ch«. Vormittags 73/< Ubr: Pfarrer Dingeldey. Letzter Frühgottesdbnst mit Christenlehre für die Neuconfirmtrten aus der Lucasgemeinde. Vormittags 97e Uhr: Pfarrer vr. Naumann. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. PfarrerDingeldey. Nachmittags 2 Uhr: Kindergottesdienst für die Johanne-- gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. I« der stfriedhofßeapelle. Vormittags 9'/r Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Am Sonntag, den 3. October, findet Beichte.und' heiliges Abendmahl für alle vier Gemeinden im Hauptgottesdienst in der JohanneSkirche statt. Anmeldungen vorher b i den Pfarrern erdeten. Katholische »emeirnde. -SamStag den 25. September. _ , Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur 6onntafl$bcnt26. September. 16. Sonntag nach Pfingsten Vormittags von 67e Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; „ um 6*/i Uhr erste hl. Messe; , „ um 771 Uhr Ausheilung der hl. Communton, „ um 8 Uhr zweite hl. Meffe; „ um 97t Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 2 Uhr: Andacht für die Abgestorbenen. Freitag, den 1. October, Abends 67i Uhr: Rosenkranz- andacht- 6»o Uhr: Predigt, ■n 6 6 6 6 6 Valerie Damentuch in 15 Farben Veloutine Flanell solid. Qual. Vormittag 8 Uhr, Steinstr. 35. den 28. September: ----- Volr-wiethschaft- S. Hungen, 20. September. Vieh- und Krämermarkt. Der heute dahter stattgefundene Markt war durch die regnerische Witterung sehr beeinflußt. Der Rindviehmarkt, sowie der Schweinemarkt waren in Folge dessen schwach besucht. Die Prämiirung von Zuchtvieh wurde zwar trotz des fortgesetzten Rrgenwet'erS vorgenommen, doch hatten die Herren Preisrichter nur geringe Auswahl. Mancher Viehbesitzer, der bei dem schlechten Wetter doch Vieh gebracht Hatte konnte Prämien erhalten, die er unter anderen Verhältnissen wohl nicht erlangt hätte. Sicher wäre dann der Markt wie immer gut besucht gewesen. Auf dem Rindviehmarkt war wenig Handel zu bemerken, ebenso auch auf dem Schweinemarkt. Da, Paar acht Wochen alte Ferkel wurde hier im Durchschnitt mit 30 Mk. bezahlt. Nachmittags fand die Verloosung statt. Nachmittags 4 Uhr. 2. Tag. Vorabend 6M Uhr, Morgend 6» Uhr, Nachmittags 4 Uhr, Festesausgang 6« Uhr. Wochengottesdienst Morgens 5 Uhr, Abends 6°° Uhr- 3.30, 3.90, 4.50, 4.50 Freitag Abend 6 Uhr, SamStag Nachmittag 4 Uhr, Sabbathausgang 7 Uhr. Nachmittag 3« Uhr SchrifterNLrung Montag, den 27., und Dienstag, Neujahrsfest. 1. Tag. Vorabend 6 Uhr, Morgens Gottesdienst in der Synaaoo' Montag, den 27., und Dienstag, den 28. September: Neujahr-fest» 1. Tag. Vorabend 6 Uhr, Morgens Uhr, Predigt um Ubr, M°r,.n- 73« Uhr. ‘ «»Htb erkläruug um 9 Uhr, Nachmittags 4 Uhr, Festesausgang 7 Uhr. KotttSdimst der israelitisch eu ReligionSgelellichast „ Tuch und Alpaca guter „ „ » » " versenden in einzelnen Metern franoo Ins Haus Grösste Auswahl modernster Herbst- and Winterstoffe. Muster auf Verlangen franco. Modebilder gratis. Versandthaus: Oettinger & Co.. 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Anmeldungen nach Beginn des Unterrichts können nur in Ausnahmefällen Berücksichtigung finden. Das Schulgeld beträgt: 1. Für einfache Buchführung, Correspondenz, Rechnen und Wechsellehre zusammen............10 Mk. 2. Für doppelte Buchführung...........10 „ 3. Für Französisch und Englisch je.........10 ,, NB. Wer jedoch Wechsellehre, Correspondenz oder Rechnen in El. I. besucht, hat für dopp. Buchführung nur 5 Mk. zu zahlen. 4. Für Vortrags-Cursus je ...........10 „ 5. Für Damencursus: a) Für Besuch von 3—4 Fächer . . 15 „ b) „ „ „ 1-2 „ . . 10 „ Schüler, deren Prinzipäle oder Väter nicht Mitglieder des Kaufmännischen Vereins sind, zahlen von pos. 1—3 das doppelte Schulgeld. Durch Beschluß der Schulcommission können auf Nachsuchen ganze oder halbe Freistellen bewilligt werden. Weitere Mittheilungen, sowie Stundenpläne sind vom 25. September an im Lehrlingsheim angeschlagen und können daselbst von Interessenten eingesehen werden. Wir ersuchen nun die Herrn Prinzipäle und Geschäftsführer unsere Schule nach Kräften zu unterstützen, bezw. ihre Lehrlinge und Handlungsgehilfen darauf aufmerksam zu machen und fie zu regelmäßigem Besuche t»er belegten Unterrichtsstunden anzuhalten. Der Besuch der Fachschule befreit vom Besuche der obligatorischen Fortbildungsschule. 8890 Die Schulcommilßlm des Kaufmänuischen Nemos. SjM. MiMhMS. Freibank. 8822 Von heute an: Ottrfensteiftb Bekanntmachung. Forderungen an den Nachlaß der Jacob Wehrums Wittwe, geb. Happel, von Garbenteich, sind binnen 14 Tagen bei dem dortigen Ortsgericht oder bei uns anzumelden, als sonst sie bei der Erbschaftsregulirung nicht berücksichtigt werden könnten. Gießen, am 22. September 1897. Großh. Amtsgericht. L angermann. 8881 Bekanntmachung. Zum Verkauf des hiesigen Gemeinde-Zuchtbullen zum Schlachten wird Termin auf Donnerstag, den 30. d. Mts., Mittags 1 Uhr, in meiner Wohnung anberaumt. 8869 Sichert-Hanseu, am 22. Sept. 1897. Bierau, Bürgermeister. 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