Giessii Zutage 15 Maüm QU} * %**» l«Hd ic. 1 "«eatetiDiien t, te, ** md HGE W'NWoln mams LK- ss$fcs m Soutaritt, Wii osaikplattev ft em. itroae TM r Aomch. . •Artikel 1 reaommirtes Mk 0« und SMelrr,Z^ len, ^Mtralmci du btoi, «mMSd ückketk mHaggonladW if und sage! iidrMnmB reft keilsert Meinen. as- Oeftn Hllb-nrnU Ä#*“ rtugid® ich* ««nKWW cjuli 1887. Mifncic u t. ■£> äflf5 §LZÄ^ AL? Sl lOi t ciL uden-r Obi. ^ßÄ^Äbisoö^ g. St-“4 t 1900-^ frtrt - xeich becotitt» gevihM«, * e FrnemgsW r St^toor, neu P«“*1' HmaschiM Darmitadti^ M 172 Der ^Ugenet Anreiger erscheint täglich, Wit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Aaaririenölätier werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelcgt. Erstes Blatt Sonntag den 25. Juli_______________________ Gießener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. IS»f Vierteljähriger Kkonllementspreirr 2 Mark 20 Pfg. ett Bringerlohn. Durch die Post bezogere 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchukstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblntt für den Tireis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. Hratisöeitage: Hießener Aamilienötätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» t Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgeg«. 2(mtlid?er Theil. Bekanntmachung, >ie Abgabe der Einkommensteuer-Erklärungen behufs der Veranlagung für das Steuerjahr 1898/99 betreffend. Nach Art. 20 des Gesetzes, die allgemeine Einkommen- steuer betr., vom 25. Juni 1895 erfolgt die Heranziehung zu dieser Steuer auf Grund einer Erklärung, welche jeder Steuerpflichtige, welcher ein steuerbares Jahreseinkommen von 2600 Mk. oder mehr besitzt, über die Jahresbeträge seiner Linkommenöbezüge, sowie der etwa zum Abzug geeigneten Lasten bei der hierzu berufenen Veranlagungscommission schriftlich abgegeben hat. Zu diesen Erklärungen ist das von Großh. Ministerium der Finanzen festgesetzte Formular zu verwenden und sind dieselben, je nach der Wahl der Steuer- nichtigen offen oder verschloffen in den Gemeinden des Kreises Gießen, soweit sie gehören: 1. zum Steuercommissariat Gießen in den Landgemeinden bis zum 1. September d. I, in der Stadt Gießen bis zum 1. October d. I; 2. zum Steuercommissariat Gründerg in den Landgemeinden bis zum 15. August d. I., in der Stadt Grüuberg bis zum 1. October d. I.; 3. zum Steuercommissariat Hungen bis zum 1. September d. I.; 4. zum Steuercommissariat Nidda bis zum 1. September d. I. ohne daß der Pflichtige deßhalb eine besondere Aufforderung abzuwarten hat, bei der Bürgermeisterei des Wohnorts oder auch direct bei dem betreffenden Steuercommissariat abzuliefern. Den außerhalb des Großherzogthums wohnenden Steuerpflichtigen werden die Formularien zu den Steuererklärungen durch die betreffenden Steuercommissariate zugesendet, an welche die abzugebenden Erklärungen innerhalb vier Wochen direct einzusenden sind. Von der Verpflichtung zur Einkommensteuererklärung sind nach Art. 21 des Gesetzes, insofern nicht im einzelnen Fall besondere Aufforderung der Veranlagungs-Commission ergeht, diejenigen Steuerpflichtigen entbunden, welche im unmittelbar vorausgegangenen Steuerjahr bereits zur Einkommensteuer I. Abteilung (Einkommen von 2600 Mk. und mehr) gezogen waren, auch inzwischen ihren Wohnsitz nicht gewechselt und keme Einkommensverbesserung erfahren haben, welche ihre Versetzung in eine höhere Klasse bedingt. Nach Art. 22 des Gesetzes haben die Einkommensteuererklärung abzugeben: 1. für minderjährige, vermißte oder unter Vormundschaft gestellte Personen deren gesetzliche Vertreter; 2. für die Actiengesellschaften und Commanditgesell- schäften auf Actien deren Vorstände in seitheriger Weise (ohne Benützung des für die übrigen Pflichtigen allgemein vorgeschriebenen Formulars); 3. in allen anderen Fällen der Pflichtige selbst und zwar hinsichtlich des gesammten, ihm sowohl als seinen nicht selbstständig zur Einkommensteuer gezogenen. Angehörigen zustehenden Einkommens. Denjenigen Steuerpflichtigen, welche Einkommen aus Actien solcher Gesellschaften zu beziehen haben, welche als solche zur Hessischen Einkommensteuer gezogen sind, wird bekannt gegeben, daß die Einkommensbezüge aus Actien der nachverzeichneten Gesellschaften nicht mit dem vollen Betrag, mit welchem sie als Einkommen unter I Ord.-Nr. 9 der rbzugebenden Steuererklärung zu verzeichnen sind, sondern Hur mit den nach den nachoerzeichneten Procentsätzen zu berechnenden Beträgen unter II Ord.-Nr. 1 der gesetzlichen Abzüge in Ansatz zu kommen haben: Procent Allgemeine Elsässiische Bankgesellschaft 1,1 ötinf für Handel und Industrie zu Darmstadt 21,7 Bonner Bergwerks- und Hüttenverein zu Obercassel 3,74 emische Werke zu Amöneburg 69,5 Fabrik feuer- und säurefester Products zu Bad-Nauheim 50,0 Manksurt-Offenbacher Trambahngesellschaft 30,8 Äasellschaft für Handel und Schifffahrt H. A. Disch 77,9 Zmmobiliengesellschaft, die Süddeutsche 88,0 Mannheimer Portlandcementfabrik 49,9 Maschinenbau Actiengesellschaft Nürnberg 42,6 Mlzische Bank 4,16 Biierbrauerei Schöfferhof-Dreikönigshof, vormals Konr. Rösch 74,2 Cttettiner Chamottenfabrik, vormals Didier zu Stettin 0,52 Süddeutsche Eisenbahngesellschaft 27,8 Procent Verein chemischer Fabriken zu Mannheim 10,0 Verein für chemische Industrie zu Mainz 32,6 Vereinigte Strohstofffabriken in Dresden 36,7 Außerdem werden die Steuerpflichtigen benachrichtigt, daß die Steuercommissariate über etwaige Zweifel bezüglich der abzugebenden Steuererklärungen jederzeit bereitwillig Auskunft ertheilen werden. Unter Bezugnahme auf die obigen Mittheilungen richten wir an die hiernach zur Einreichung von Einkommensteuererklärungen verpflichteten Bewohner unserer Bezirke (unseres Bezirks) hiermit die Aufforderung, ihre Erklärungen unfehlbar bis zu den angegebenen Terminen an die betreffenden Bürgermeistereien oder direct an uns gelangen zu lassen. Die bei den Bürgermeistereien einlaufenden Steuererklärungen werden, und zwar insoweit verschlossen, uneröffnet, an die Vorsitzenden der betreffenden VeranlagungScommissionen abgegeben werden. Das Formular zu den Steuererklärungen, welchem ein Auszug aus dem Gesetz und eine bezügliche nähere Anweisung beigefügt ist, hat der Steuerpflichtige von der Bürgermeisterei des Wohnorts zu beziehen. Nach Artikel 49 des Einkommensteuergesetzes sind auch die Steuerpflichtigen, deren Einkommen weniger als 2600 Mk. beträgt, zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet, sobald eine besondere Aufforderung des Vorsitzenden der Veranlagungscommission an sie ergeht. Gießen, Grünberg, Hungen, Nidda, den 24. Juli 1897. Für die Großherzoglichen Steuercommissariate: I. V.: Abrie. Kritzler. Snell. Schmitt. Bekanntmachung, die Abgabe der Capitalrentensteuererklärungen behufs der Veranlagung für das Steuerjahr 1898/99 betr. Nach Artikel 14 des Gesetzes, die Capitalrentensteuer betreffend, vom 10. Juli 1895, erfolgt die Heranziehung zu dieser Steuer auf Grund einer Erklärung, welche jeder nach den einschlägigen Bestimmungen Steuerpflichtige über den Jahresbetrag seiner Zinsen, sowie der etwa zum Abzug geeigneten Lasten bei der hierzu berufenen Veranlagungscommission schriftlich abzugeben hat. Zu diesen Erklärungen ist das von Großh. Ministerium der Finanzen festgesetzte Formular zu verwenden und sind dieselben, je nach Wahl der Steuerpflichtigen, offen oder verschlossen in den Gemeinden des Kreises Gießen, soweit sie gehören: 1. zum Steuercommissariat Gieße« in den Landgemeinden bis zum 1. September d. Js., in der Stadt Gieße« bis zum 1. October d. Js.; 2. zum Steuercommissariat Grüuberg in den Landgemeinden bis zum 15. August d. Js., in der Stadt Grüuberg bis zum 1. October d. Js.; 3. zum Steuercommissariat Huugeu bis zum 1. September d. Js.; 4. zum Steuercommissariat Nidda bis zum 1. September d. Js., ohne daß der Pflichtige deshalb eine besondere Aufforderung abzuwarten hat, bei der Bürgermeisterei des Wohnorts oder auch direct bei dem betreffenden Steuercommissariat abzuliefern. Von der Verpflichtung zur Steuererklärung sind nach Art. 15 des Gesetzes, insofern nicht im einzelnen Fall besondere Aufforderung der Veranlagungscommission ergeht, diejenigen Steuerpflichtigen entbunden, welche im unmittelbar vorausgegangenen Steuerjahr bereits zur Capitalrentensteuer zugezogen waren, auch inzwischen ihren Wohnsitz nicht gewechselt und keine den Betrag von 100 Mk. jährlich erreichende Einkommensverbesserung aus Capitalzinsen erlangt haben. Inhaltlich des Art. 16 des genannten Gesetzes haben die Capitalrentensteuererklärung abzugeben: 1. für minderjährige, vermißte oder unter Vormundschaft gestellte Personen deren gesetzliche Vertreter; 2. für moralische Personen (Gemeinden, Körperschaften, Stiftungen, Anstalten), ferner für Gesellschaften, Genossenschaften, Gantmassen, Erbmassen, soweit eine Steuerpflicht hier überhaupt in Betracht kommt, die bestellten Vorstände oder Verwalter; 3. in allen anderen Fällen der Steuerpflichtige selbst und zwar hinsichtlich des gejammten Zinsenbezugs, welcher, sei es aus eigenem Vermögen oder aus dem Vermögen seiner nicht selbstständig zur Capital- rentensteuer gezogenen Angehörigen, ihm in Steuer- ansatz zu kommen hat. Unter Bezugnahme auf die obigen Bestimmungen richten wir an die hiernach zur Einreichung von Capitalrentensteuererklärungen verpflichteten Bewohner unserer Bezirke hiermit die Aufforderung, ihre Erklärungen unfehlbar bis zu den angegebenen Terminen an die betreffenden Bürgermeistereien oder direct an uns gelangen zu lassen. Die bei den Bürgermeistereien einlaufenden Steuererklärungen werden, und zwar insoweit verschlossen, uneröffnet, an die Vorsitzenden der betreffenden Veranlagungscommissionen übersendet werden. Das Formular zu den Capitalrentensteuererklärungen, welchem ein Auszug aus dem Gesetz und eine bezügliche nähere Anweisung beigefügt ist, hat der Steuerpflichtige von der Bürgermeisterei des Wohnorts zu beziehen. Gießen, Grünberg, Hungen, Nidda, den 24. Juli 1897. Für die Großherzoglichen Steuercommissariate: I. V.: Abrie. Kritzler. Snell. Schmitt. Bekanntmachung, betreffend Die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst im Herbst 1897. Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen, sich der tat Herbst 1897 stattfind enden rubr. Prüfung zu unterziehen, werden hierdurch aufgefordert, ihre deßfallsigen Gesuche um Zulassung bei Meidung des Ausschluffes von dieser Prüfung spätestens bis zum 1. August 1897 bei der unterzeichneten Commission einzureichen. Hinsichtlich der Anbringung der Gesuche wird im Spe- ciellen das Folgende bemerkt: 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüflings - Com- misfiou nur dann auzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2. Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr erfolgen. 3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird. 4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Gebnrtszengniß; b. Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über dessen Bereitwilligkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen und muß die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglanbigt fein; c. ein Unbescholtenheitszengniß, welches von der Polizei- Obrigkeit oder der vorgesetzten Dienstbehörde auszustellen ist; d. ein selbstgeschriebener Lebenslauf. 5. In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen (von Französisch, Englisch, Lateinisch und Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will. 6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung eingereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholtenheitszengniß beizulegen. Uefcer die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, gibt die Prüfungs-Ordnung (Anlage 2 zur Wehr-Ordnung vom 22. Novbr. 1888 — Regierungs-Blatt Nr. 27 von 1894) Aufschluß. Bezüglich des Prüfungstermins, sowie des Locals, in welchem die Prüfung stattsindet, erfolgt eventuell weitere Bekanntmachung; auf specielle Ladung kann nicht gerechnet werden. Darmstadt, den 6. Juli 1896. Großh. Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Dr. Kayser. Gefunden: 2 Corallenohrringe, 3 Schirme, 1 Taschentuch , 1 kleines Tischdeckchen, 1 Spazierstock, 1 Messer, 1 Brille, 1 Horn-Mundstück, 6 Cocarden und ein Pferdehufeisen. Gießen, den 24. Juli 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. v. Bechtold. Steuefte NsnhßHchtE» Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 23. Juli. Der „Reichsauzeiger" meldet: Der Saatenstand im Reiche Mitte Juli war folgender: Wlnterweizen 2,3, Sommerweizen 2,7, Wiuterspelz 2,2, Somwerspelz 1,3, Winterroggen 2,4, Sommerroggen 2,7, Sommergerste 2,7, Hafer 3,0, Kartoffeln 2,7, Klee unb Luzerne 2,6, Wiesen 2,4, wobei 1 sehr gut, 2 gut und 3 mittel bedeutet. Hierzu wird bemerkt, von Mitte Juni bi» Mitte Juli herrschte in Deutschland, namentlich in Norddeutschland , einheitliche Trockenheit, worunter Feld- und Wtesenwach-thum gelitten hat. Befriedigend berichtet nur Sildbahern. Schwerere Unwetterschäden werden au» mehreren Theilen des Reiche» gemeldet. Berlin, 23. Juli. Die „9?orbb. Allg. Ztg." bestätigt im Wesentlichen die Meldung der „Germania" über die Ermordung von Otto Ehlers und drffen Begleiter» Biering durch Bakuleute. Da» Verbrechen wurde durch die unermüdliche Nachforschung de» Richter» de» Bismarckarchipels, Dr. Hahl, entdeckt. Die Miffethäter befinden sich noch tm Dienste der Neu-Guinea-Compagnie auf der Pflanzung StephauSort und dürften bald festgenommen werden. Hamburg, 23. Juli. Der koreanische Lonsul in Hamburg hat die Nachricht au» London erhalten, daß die zu den Jubiläumsfestlichkeiten nach London entsandte außerordentliche koreanische Gesandtschaft auf die beabsichtigte Bereisung de» Continent» und auf den Besuch von Berlin, Wien und Petersburg verzichtet und am vergangenen Samstag die Rückreise dtrect von London nach Korea angetreten hat. Paris, 23. Juli. Nach hier au» Konstantinopel etngegaugeneu Nachrichten ist zwischen den Botschaftern und Tewfik Pascha über den Wortlaut der Klausel der Friedenspräliminarien, bitt, die Grenzregulirung, ein Einvernehmen erzielt worden. Die Türket nimmt die von den Militärattaches der Mächte vorgeschlagene Grenzlinie mit einigen unbedeutenden Aenderuugen technischer Natur an, welch' letztere die Zustimmung der Mächte gefunden baben. Pari», 23. Juli. Nach dem „Journal officiell" ist der Saaten st and des Winterweizeu» in 27 Departement» gut, in 37 ziemlich gut, in 12 genügend, in 8 mittelmäßig- des Sommerweizen» in 2 Departement» sehr gut, in 16 gut, in 24 ziemlich gut, in 7 genügend und in einem mittelmäßig. Boß (Gudwaugen), 23. Juli. Der Kaiser machte gestern Vormittag mit einigen Herren einen zweistündigen Spaziergang und verblieb den übrigen Theil des Tage» an Bord, während ein anderer Theil der Herren eine Partie nach Stahlheim unb zurück ausführte. Da» Wetter ist unverändert schön. Petersburg, 23. Juli. Soweit bis jetzt bekannt, ist ba» uachsolgenbe Programm sür ben Besuch be» Deutschen Kaiser» unb ber Kaiserin in Peterhof aufgestellt worben: Am 7. August Vormittag» wirb baS Deutsche Kaiserpaar ans der Rhede von Kronstadt eintreffen, wohin da» russische Kaiserpaar auf der kaiserlichen Macht „Alexandra" zur Begrüßung entgegenfährt. Der große Empfang findet an der Landungsbrücke in Nen-Peterhof statt. Am Vormittag dieses Tage» macht daS Deutsche Kaiserpaar Besuche'- Abeud» findet Galafestmahl tm Peterhof statt. Am 8. August Vormittags trifft da» Deutsche Kaiferpaar auf der kaiserlichen Macht in St. Petersburg ein und begibt fich von der Landungsstelle an der NikolaibrÜcke zur Peter PaulS-Kathe- drale und von dort zum deutschen Alexaudra-HoSpital, wo die mit einer gottesdienstlichen Feier verbundene Einweihung des neuerbauten Flügel» diese» Hospitals stattfinden wird. Bon hier geht'» nach der deutschen Botschaft, in der Deputationen der reichsdeutschen Colonieen empfangen werden. Danach Frühstück beim deutschen Botschafter Fürsten Radolin. Nachmittags Empfang der auswärtigen Botschafter und diplomatischen Missionen im WinterpalaiS. Um 6 Uhr Abend» begibt fich da» rusfische Kaiserpaar mit seinen Gästen zu einem Umritt in da» Lager von KraSnoje Selo. Nach dem großen Zapfenstreich findet im Lager Festvorstellung statt. Am 9. August Vormittags ist große Parade im Lager von KraSnoje Selo, nach derselben Festfrühstück im Lager. Abend» Gala-Festvorftellung auf der Olgainsel im Parke von Neu-Peterhof. Der Vormittag de» 10. August ist zur Verfügung de» Deutschen Kaiserpaare» freigehalten. Abend» wird der Park von Peterhof festlich beleuchtet und der Thee wird in dem am Meere gelegenen Lnstschloffe Peters deS Großen, „Monplaifir", eingenommen. Am 11. August Vormittag» tritt da» Deutsche Kaiserpaar die Rückreise nach Deutschland an, wobei ihm da» rusfische Kaiserpaar da» Geleite gibt. Liban, 23. Juli. Der Commandant de» hier eingetroffenen deutschen Schulschiffes „Charlotte" machte den Behörden Besuche. Die Osfiziere und Kadetten besichtigten den neuen Libauer Krieg-Hafen, wobei sie der Erbauer desselben , Generalmajor Macdonald, führte. Die hiesigen deutschen Reich-angehörigen gaben zu Ehren der Landsleute Frühstück und am Abend fand ein Ballfeft statt. Depeschen de» Bureau »Herold." Berlin, 23. Juli. Au» Gudvangen wird gemeldet, daß der Kaiser gestern beschloß, NachtS 3 Uhr nach Molde in See zu gehen. Berlin, 23. Juli. Da- Staat-mintsterium hat in seiner gestrigen Sitzung sich mit der Novelle zum Vereins- gesetz and mit dem eventuellen Schluß der Tagung de» Land- tage» beschäftigt. Es ist, wie ein parlamentarischer Berichterstatter mittheilt, die Entscheidung dahin getroffen worden, daß, falls die Novelle zum Verein-gesetz in der Sitzung de» Herrenhauses nicht die Mehrheit des Hause» auf fich vereinigen sollte, der Schluß der gemeinschaftlichen Schlußsitzung am SamStag den 24. b. M. um 5 Uhr AbenbS erfolgen soll. Berlin, 23. Juli. Der .,StaatSbürgerztg." zufolge ver- lautete gestern tu HerrenhauSkreisen, innerhalb de» preußischen StaatSministeriumS herrsche bte Neigung vor, das Ab- geordnetenhau» sofort aufzulösen, sobald am SamStag die BereinSgesetz-Novrlle abgelehnt werden sollte. Berlin, 23.Juli. Im Abgeordnetenhause wurde heute die Handelskammer-Vorlage nach längerer Debatte in der Sitzung des Herreuhause» in allen Punkten angenommen. ES folgte der Gesetzentwurf betreffend die Verpflichtung der hessisch nassauischen und schlesischen Gemeinden zur Bullenhaltung. Die Vorlage wird nach den Beschlüffeu deS Herreuhause» in erster und zweiter Lesung angenommen. Hierauf wurden Petitionen erledigt. Nächste Sitzung heute Abend 8 Uhr: Rest der Tagesordnung (Petitionen). Morgen 11 Uhr folgt die dritte Lesung deS BullenhaltuogsgefetzeS unb bte VereinSgesetz-Novelle ist in Aussicht genommen. Schluß 4V< Uhr. Berlin, 23. Juli. Die „Kreuzzeitung" weiß au» zuverlässiger Quelle, daß der neue CabiuetSminifter von Lippe, Herrvr. Miesits check von Wtschkau, seiner politischen Gesinnung nach nicht fretconservativ, sondern ein conservativer Mann ist. Berlin, 23. Juli. Zu 'ber gestrigen Erklärung im „Reichsanzeiger" über bas Getreideeinfuhr-Verbot meint bte „Deutsche Tageszeitung-, wenn der ernste Wille vorhanden wäre, fich ein diplomatischer Weg finden ließe, um da» Verbot unter Zustimmung der Handelsvertragestaaten durchzu- führen. Weife die Regierung den Antrag de» Bundes der Landwirthe rundweg ab, so habe fie die Pflicht, mit allen Mitteln dafür zu sorgen, daß daS Ziel des Antrages auf anderem Wege erreicht werde. Posen, 23. Juli. Ein Gewitter hat in vielen Theilen der Provinz ungeheuren Schaden angerichtet. Besonder- stark wurde der Kreis Neutomichel mitgenommen. Die Feldfrüchte wurden vernichtet, eine große Anzahl Bauernhäuser, Ställe und Scheunen find niedergebrannt. Wilhelmshaven, 23. Juli. Prinz Heinrich von Preußen ist mit dem ersten Geschwader aus Helgoland hier angekommen. Da» Wetter ist regnerisch. Hamburg, 23. Juli. Heute Morgen collidirte im hiesigen Hafen ein Fährdampfer mit einer Barkasse. Die Barkasse kenterte. 6 Arbeiter ertranken. Wien, 23. Juli. Der „Neuen freien Presse" zufolge ließ der Zar der serbischen Armeeverwaltung 40000 Vertan- gewehre au- dem Arsenal zu Toula und 25 Millionen Patronen au» dem Arsenal zu Moskau al» Geschenk zugehen. Wien, 23. Juli. Der „Neuen Pr. Presse" geht aus Konstantinopel folgende Meldung zu: Auf der Pforte ist ein Telegramm der Christen eingegangen, worin die Befriedigung über die Ernennung Djevad Paschas zum Generalgouverneur ausgedrückt und hinzugefügt wird, daß es ihnen besser erscheine, int ottomannischen Staat-verbande zu bleiben, als in englische oder rusfische Hände zu fallen. Ferner wird der Sultan gebeten, die richtigen Maßregeln zur Ordnung der Dinge zu ergreifen. Rom, 23. Juli. Zu dem Besuche deS König»- paareS beim deutschen Kaiser in Homburg bemerkt die „Italia", daß der Besuch nicht» weiter bedeute, al» daß die Beziehungen Italien» zu Deutschland unwandelbar die alten bleiben, ferner hat der König den Besuch de» Kaiserpaares in Venedig erwidern müssen. Brüssel, 23. Juli. Der CabinetSchef erklärte in der Kammer, daß die Regierung ihren militärischen Principien getreu bleibe, sie werde nämlich die persönliche Wehrpflicht Vorschlägen. Die Reorganisation der Bürgerwehr fei keineswegs ein Schritt zum preußischen System. Mon8, 23. Juli. Die Zahl der Strikenden ist heute auf 12600 herabgesunken. In verschiedenen Gruben find gestern infolge des langen Ausstandes die Gallerten ein* gestürzt. Pari», 23. Juli. Der in den preußischen Jahrbüchern unter der Bezeichnung Via Pacificus gemachte Vorschlag, eine Versöhnung Frankreichs unb Deutschlands dadurch herbeizuführen, daß Metz an Frankreich zurückgegeben und Luxemburg einverleibt werden soll, ist in hiesigen politischen Kreisen keiner ernsten Erwägung unterzogen worden. Die Ansicht geht dahin, daß nut eine internationale Conferenz der Großmächte über diesen Tausch entscheiden könne, da Luxemburg von ben Großmächten al» unabhängig unb neutral proklamirt worden. Madrid, 23. Juli. Der kubanische Insurgenten- sührer Gomez brachte nach hier eingelaufenen Privat- meldungen ben spanischen Truppen in ber Provinz Santiago eine empfinbliche Schlappe bei. Kopenhagen, 23. Juli. Bei Transö wurde gestern eine Brieftaube gefangen mit dem Vermerk: „Nordpol pasfirt." Wahrscheinlich liegt auch hier eine Mhftification vor, denn die Brieftauben Andrees tragen einen besonderen Stempel, der bei den bisher eingefangenen Tauben fehlte. Athen, 23. Juli. Unter den griechischen Truppen ist der Typhu» ausgebrochen. Der Kriegsminister verfügte bte Beurlaubung von 10pCt. dieser Truppen. Elbing, 24. Juli. Der Hofmann Rose auf dem dem Grafen zu Dornap Rockwitz gehörigen Hofgut schlug nach einem Wortwechsel ben Arbeiter Bremadtzki, ließ sobann einen Revolver holen unb erschoß ben Arbeiter burch zwei Schüsse. Posen, 24. Juli. Nach bis jetzt eingelaufenen Meldungen wurden bet dem letzten Unwetter in der Provinz Posen 11 Menschen vom Blitz erschlagen, darunter ein Ehepaar, welche- fich unter einen Baum gestellt hatte. Auf dem Felde wurden sieben Grntearbeiter vom Blitz getroffen, einer war sofort tobt, bte übrigen finb schwer verletzt. Gießen, den 24. Juli. ** Aenderuug de» OmuibuS-VerkehrS. Währenb ber Sperrung der MäuSbutg für den Führverkehr, vom 26. Juli an, wird die Omnibus-Gesellschaft die Wagen der Linie A, ab Marktplatz, durch Marktstraße, Bahnhofstraße diejenigen der Linie B, ab Haltestelle „Kaiserhof*, durt Sonnenstraße, Kreuzplatz, SelterSweg verkehren lassen. — Umsteigefahrscheine können während dieser Zeit nicht bi, nutzt werden. ** Die Montags Eoncerte auf ber „Schönen Aussicht«' fallen wegen Abwesenheit ber Militärcapelle bis aus Weiteres aus. ••F. Gießener Regatta. Die fremben Mannschaften flut fast vollzählig hier ein getroffen, um sich schon hrmr mit bem hiesigen Fahrwasser bekannt zu machen, bamit tfl ihnen bei ben Wettkämpfen am morgigen Sonntag möglich sein wirb, ihr Beste» zu zeigen. Die Vorbereitungen aut dem Regattaplatz finb nun zu Enbe geführt, sobaß berselbe wieberum baS gleiche frohbewegte, farbenprächtige Bild wie in früheren Jahren bietet. Mit einem musikalischen Aderst am BoothauS wirb heute ba» Fest eröffnet werden. Morgen früh 8f/s Uhr beginnen dann die Borrennen, welchen fi 1 Dlllä nod) stl Leuttal'iiulop hei aber die L inbei die Lüft tnng erfahr» relativ nltbtl lintma ihre! Vitteruog mit Neigung B. M mall tvurdc $ tinkimch V-S-K» hat beschlossen, hälmisstli auf fein soll, auf i rlectriciiä theilizen. Dn eint electrische gelegenen Dor X. Dann niicheo hvchit Geh. Naurath jug, woran tncorporirien binbung) beth der 116er, w, «Dl W nnng fei hier stlheoder Mot longinltM, kannteS liebel i blasenartige Ge lot einen Arzt der Patient eir die Leber tief 1 kiiirlichen Rran1 blase wurde a titnt War schoi gnettet werde, M von feinen ' »°ö bin l'tzien Landtng- $!|«arer nnb '"sprctor eit Wbto unb bie Wdttt äffuu •^IwoBenben ( Heute nj MiBßi * '«tartin,, ^chse 1,141 1 N * "ch z 5 tyotot i- r :< 8,fhr S'Ä **S"M annt J/ ^0D hl . •w .2'“' b* »- rtE*** -. ' f’'bl«Mä » V* '- Ä*h «’taS w“ «°> i- ttj* ■* i auf h,_, 5 welche,, ft S3® ät:.s,,> lto| *< tat borigen J 1 bi‘l« !**> »«t ««läent h £lta8,nhi;' • 8‘Mfttt. Dietas, ” •?* >° MO, « , »°!«»°»iit mb ”“») I« 150, 80 D| Jra erjMt ujitim , ®« Nmim albQi/ hat ftint rnhrtlt, zu irtlti. W halt fein dieWr August auf dn„tz^ verauftalttt feit einer lw f ein solcher Fch unb ft! ncheu für die armen Si mm» gelungen Ist, lieg! rhren bet der Seranfiali. e Wenig machen ein l den Eintrittspreis ans dafür den Besuchern Inein guten Besuch unt r bl. werden io den promote SuftballonU Klaffen. Der Ktader m oeteorologischr LavdeSdik RI BüvMv-, vm ,n taüfwn g^ k a Lauderdleuft in Sich. usfinden des LallonS A 8 btt Mitglieder M V t tun Sonntag, 8.8c- nmg einer BetheiligvG hoendeu Mitglieder, wirt - Il,eh ein Sonderzug sahm Tagesordnung ist wie M Zeichnungen undSchM zu Mainz, der erweitm iBol«“1«*1"' 2„ In .«H WM/.»«* t anntta«“"' • > m d„ w >6. Ulf* •)** **«■ VÄ: 11 y |B «A eie «Oll* *’ IB litilnal» s‘blt i ceiltawrt* bil V* ®«*”' ih,tI Ol«» Äs 894 -b ”895:1» ss stf?* •wüftni Pt h'.'Ljält»1^5^- I«» 1 „ 281? i wurden _,raüSgadt- zahl des Vereins ist — eine unerfreuliche, aber auch anderwärts zum Nachtheile der älteren Vereine in der heutigen Loncurrenz mit allen möglichen Vereinen modernen Eharacter» beobachtete Erscheinung — von 1669 im Jahre 1893 auf 1562 im Jahre 1894 und 1506 im Jahre 1895 herunter- gegaugen. Die Borstaude bei hesfifchen LaudeSlehrervereinS und der Ludwigs« und der Alicestiftung für das Großherzogthum Hessen haben, wie die „Offenb. Ztg." meldet, an die Regle- ruvg eine Eingabe gerichtet, wonach die zeitgemäße Erhöhung der Pension von Lehrerwittwen und -Waifen gefordert wird. Auch der katholische Lehrervereiu in Hessen hat eine ähnliche Eingabe beschlossen. Die bisherige Pension der Lehrerwittwen beträgt 450 Mk. ** Dem allgemeinen Verband der deutschen landwirth« fchaftlicheu Genossenschaften mit dem Sitze in Offenbach hat sich neuerdings der Verband der pfälzischen landwirth- ichaftlichen Genossenschaften mit 250 Spar- und DarlehnS- kaffen und 125 landwirthschaftlichen Cousumvereinen an- gefchloffeu. ** Wetterbericht. Ueber Frankreich hat heute der hohe Druck noch sehr an Intensität gewonnen und ist auch in üentral-Europa das Barometer gestiegen. Dessen ungeachtet tjet aber die Witterung ihren bisherigen Eharacter beibehalten, indem die Luftdruck Vertheilung im Wesentlichen wenig Aende- ruug erfahren hat. So lagert namentlich über Osteuropa relativ niedriger Druck und machen andauernde kleine Thetl- winimo ihren Einfluß geltend. — Voraussichtliche Witterung: Bei veränderlicher Bewölkung etwas wärmer mir Neigung zur Gewitterbildung. R. Wiefeck, 24. Juli. Bei der gestrigen Beigeordneten- vahl wurde Herr Steindruckereibefitzer Heinrich Rau III. tiinstimmig gewählt. Bad Nauheim, 22. Juli. Der hiesige Gemeinderath hot beschlossen, ein Schlachthaus, das in den Raumver- holmiffen auf eine Bevölkerung von 10000 Seelen bemessen sein soll, auf eigene Rechnung zu erbauen, und sich an einem ElectricitätSwerk mit einem größeren Capital zu be- tdeiligeu. Der Unternehmer des Werkes soll sich verpflichten, eine elektrische Bahn von Bad-Nauheim nach dem reizend gelegenen Dorfe Ziegenberg zu erbauen. X. Darmstadt, 23. Juli. Die Studentenschaft der Tech- niischen Hochschule brachte heute dem wiedergewählten Rector, Geh. Baurath Prof. Berndt, einen glänzenden Fackel- z>ug, woran sich sämmtliche Corporationen und die Nicht- in corporirteu (mit Ausnahme der neuen katholischen Verbindung) beteiligten. Fünf Mufikcorps, darunter auch das der 116er, waren in dem stattlichen Zuge vertheilt. Aus Rheinhessen, 20. Juli. Zur wiederholten W ar- nm ug sei hier Folgendes erzählt: Ein in den besten Jahren stehender Mann kränkelte längere Zeit, er war offenbar lungenleidend, aber es schien stets noch ein anderes unbekanntes Nebel mit dabei zu sein. Der Patient hatte eine blasenartige Geschwulst über der Brust. Endlich zog man n»ch einen Arzt zu Rathe und da stellte sich heraus, daß brr Patient einen Hundebandwurm hatte, der sich in Mr Leber tief eingebohrt und die verschiedenen seither uncr« Mrlichen Krankheitserscheinungen hervorqerufen hatte. Die Blase wurde aufgestochen und entleerte sich; allein der Patient war schon zu entkräftet, als daß er vom Tode hätte gerettet werden können. Er hatte die Gewohnheit gehabt, stch von seinem Hunde öfter lecken zu laffen. (!) * Anö dem Großherzogthum Weimar, 22. Juli. In der letzten Landtagstagung hatte der Landtag eine Petition der Mimarer und Apoldaer Gewerk,chaften, „dem Fabrik« inspector eine weibliche Kraft als Assistenz bet- zugeben und die Sprechstunden des Fabrikinspectors sür die Arbeiter öffentlich bekannt zu machen", der Regierung zur »ohlwollenden Erwägung überwiesen. Jetzt hat der Fabrik- inspector v. Nostiz die verw. Frau Rönsch als Begleiterin bei der Jnspectiou in Apolda zur Seite gehabt. * Wien, 22. Juli. Die Verkäuferin Marie Zeuchling hat ein junges, armes Mädchen, die zwanzigjährige Fabrik- arbeiterin Sophie Emayer, mit welcher ihr Sohn eine Bekanntschaft angeknüpft hatte, aus Aerger über dieses Der- haltniß aus dem Fenster des zweiten Stockwerkes eines Hauses in den Hofraum hinabgeschleudert. * Berviers, 22. Juli. Gestern Morgen um 9 Uhr 40 Min. traf am Westbahnhof ein Wagen mit 1500 jungen Hühnern aus Aachen ein, die für hiesige Abnehmer bestimmt waren. Wegen der Zollabfertigung blieb der Wagen bis gegen 11 Uhr geschlossen, und als man ihn darauf öffnete, waren 889 der Thiere wegen Luftmangels verendet. Die Hühner-Hekatombe wurde verscharrt. ttittoerfiiäis - Nachrichten. Zürich 23. Juli. An Stelle des nach Würzburg berufenen Anatomen Stöhr wurde Professor Georg Runge in Amsterdam -um ordentlichen Professor der Anatomie an der Universität ernannt. — In Bern ist Professor Dr. jar. Lotmar, ein geborener Frankfurter, zum Rector der Untversttät für das Studienjahr 1897/98 gewählt worden. Brodpreise vom 25. Juli bis 8. August 1897. Der hiesige« Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod......27 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod......54 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrot)..... 25 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrot)......50 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot)......23 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot) ..... 46 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod......69 Der auswärtige« »Ücker. 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrot) bet L. Steinmüller, Gr.-Linden 42 L. Schmidt, Gr. Linden 42 W. Steinmüller v. L.-Göns, 42 G. Jacoby v. Alten-Buseck 44 n Ä Mlh. Fabel von Wieseck 50 2 Kg., (4 Pfd.) Schwarzbrot) bei L. Steinmüller, Gr.-Linden 40 L. Schmidt, Gr.-Linden 40 „ Ä „ Joh. Kd. Belte 0. Ktrch-GönS 40 3 Kg. (6 Md.) Schwarzbrod bei Ernst Christ von Wieseck 66 G. Jacoby v. Alten-Buseck 66 W. Fabel von Wieseck 66 Der »rodverküufer. Dieselben Preise wie bei den hiesigen Bäckern. Gießen, den 24. Juli 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen, v. Bechtold. Pfg. AttKMg aus den SiantesamisseaHte** bet Stadt »ietze«. Alufgshoke. Juli: 17. Konrad Hübner, Monteur zu Gießen, mit Margarethe Karoline Roos zu Giünverg. 19. Georg Ludwig Schneider, Schuhmacher zu Gardentetch, mit Luise Scheld zu Gladenbach. 19. Friedrich Görtel, Schneider zu Wetzlar, mit Wilhelmine Karoline Katharine Wenz dahier. 22. Heinrich Großbaus, Bahnarbeiter dahier, mit Elisabethe Leinweber Hierselbst 22. Friedrich Heinrich Nassauer, Kaufmann dahier, mit Dorothea Marie Kurz Hierselbst. 22. Dr. Gustav Emil Karl Schäffer, pract. Arzt zu Freiensteinau, mit Marie Anna Elisabeth Stuhl zu Wetzlar. Juli: 17. Johannes Ludwig Mantel, Schneider dahier, mit Karoline Elise Helene Roth htertelbst. 20. Johann Rühl Bambey, Vicefeldwebel dahier, mit Helene Elisabeth Jakobine Noll bierselbst. 23. Johann Georg Waldschmidt, Arbeiter dahier, mit Katharine Btrk Hierselbst. ©eitötiM Juli: 13. Dem Gärtner Johannes Kuba eine Tochter, Christine. 16. Dem Lehrer an der höheren Mädchenschule Karl Wilhelm Mulch eine Tochter. 16. Dem Kutscher Heinrich Volpcl eine Tochter. 17. Dem Metalldreher Christian Herlkorn ein Sohn, Otto Eberhard. 17. Dem Bergmann Martin He-nrich Müller eine Tochter, Marie. 17. Dem Bäckermeister Johann Pe'er Pfeiffer ein Sohn, Friedrich. 17. Dem Viehhändler Heinrich Klein ein Sohn. 18. Dem Schlosser Theodor Tschan ein Sohn. 19 Dem Locomottvhetzer Theodor Hebstreit eine Tochter, Käthchen Sophie Karoline. 22. Dem Tag- lshner Heinrich Hartmann eine Tochter, Emma Katharine. Juli: 16. Marie Mohr, 23 Jahre alt, Dienstmagd von Offenbach a. M. 16. Philipp Kling, 22 Jahre alt, Schlosser von Wieseck. 17. Friedrich Heinrich Ludwig Schuchhardt, 4 Monate alt, Sohn von Photograph Daniel Schuchhardt dahier. 18. Heinrich Waldschmidt, 16 Tage alt, Sohn von Schmied Jacob Waldschmidt dahier. 19. Friedrich Kühne, 52 Jahre alt, Sattlermeister dahier. 19 Theodore Flick, geb. Gravelius, 59 J-hre alt, Ehefrau von Heilgehülsen Carl Flick dahier. 21. Ludwig Hosch, 83 Jahre alt, Decateur dahier. 22. Katharine Röhrig, geb. Jossoy, 50 Jahre alt, Wtttwe des pract. Arztes Dr. Theobald Röhrig von Ehringshausen, Kreis Wetzlar. Auszug aus den Airchenbücherir Ver Stavt Giesse«. Evangelische Gemeinde. MarkuSgemeinde. Den 17. Juli. Johannes Ludwig Mankel, Schneider zu Gießen, und Karoline Elise Helene Roth, Tochter des Arbeiters Konrad Roth zu Gießen. Militärgemeinde. Den 20. Juli. Johann Rühl Bambey, Vicefeldwebel, und Helene Noll, Tochter des Gärtners Georg Noll zu Gießen. UttaeUe* Matth äusgemeindt. Den 22 Juli. „Dem Hausburfchen August Kersten ein Sohn, Friedrich Wilhelm Hermann, geboren dm 25. Mat. MarkuSgemeinde. Dm 18. Juli. Dem Schreinermeister Karl Ludwig Wacker eine Tochter, Anna Karoline, geboren den 14. Juni. Denselben. Dem Agent Albin Gretscher ein Sohn, Georg Karl Albin, geboren den 7. Juli. Denselben. Dem Fuhrmann Philipp Diehl eine Tochter, Marie Theodore, geboren den 18. Juni. Denselben. Dem Uhrmacher Wilhelm Hause eine Tochter, Meta Anna Emma, geboren den 20. Mat. LukaSgemetnde. Den 18. Juli. Dem Posthilssboten Ludwig Biedenkapp eine Tochter, Ottilie Anna Emma Käthchen, geboren den 25. Mai. JohanneSgemeinde. Den 18. Juli. Dem Glaser Johann Wilhelm Räuber eine Tochter, Susanne Frieda Anna, geboren den 6. Juni. Denselben. Ein unehelicher Sohn, Johann Heinrich, geborm den 26. März. Den 22. Jul^. Dem Küfer Christian Gustav Carl Schmidt ein Sohn, Carl Georg, geboren den 18. Juni. Beerdige«. MarkuSgemeinde. Den 17. Juli. Karl Wilhelm Brühl, Kaufmann, verheirathet, 23 Jahre alt, starb den 16. Juli. Den 23. Juli. Ludwig Hosch, Decateur, ein Wittwer, 83 Jahre alt, starb den 21. Juli. Johannesgemetnde. Den 20. Juli. Friedrich Kühne, Sattlermeister, 52 Jahre alt, starb den 19. Juli. Den 21. Juli. Theodore Flick, geb. Gravelius, Ehefrau des Heilgehilfen Carl Flick, 59 Jahre alt, starb den 19. Juli. Für die Hagelbefchädigteu in Heilbronn re. sind ferner bei uns eingegangen: Von Johs. Thörner, Arnsburg 3 vN., M. Jost, SolmS-Lich 10 Jt, V. B. 1 M., Sängerkranz Gießen 40 JL Zulammen 54 Jnsgesammt 114 JL Wettere Gaben nimmt gerne entgegen Die Expedition des „Gießener Anzeiger". Verkehr, €aub* rrnd V-lk-rvirthschaft. »ietzm, 24. Juli. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochmmartt kostete: Butter pn Pfd. X 0,90—1,05, Hühnereier pr. St. 6 4, 2 St. 13-00 A. Enteneier 2 St. 11-12 4b, Gäris" eter pr. St. 00-11 Käse pr. St. 5-8 4b, Käsematte pr. St. 3 4b, Erbsen pr. Liter 18 4b, Linsen pr. Liter 27 4b, Tauben pr. Paar 0,70 btS 0,90, Hühner pr. Stück 1,10 bis 1,30, Hahnen pr. Stück v* 1,20-1,50, Enten pr. Stück JL 1,60—1,80, Gänse pr. Pfur^ A 0,00-0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 A. Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60-66 4b, Schweinefleisch pr. Pfd. 60 bis 70 4b, Schwein- fleisch, gesalzm, pr. Pfd. 74 4b, Kalbfleisch pr. Pfd. 56-60 A. Hammelfleisch pr. Pfd. 50-66 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 6,(0 b I 7,00 JL, Weißkraut pr. Stück 0--00 4b, Zwiebeln pr. 6entr,.r * 8,00—9.00, Milch vr. Liter 16 4b, Kirschen pr. Pfd. 12-15 4b, Gurken per 100 Stück 1,50—3 Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 24. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: Wasser 16«/,°, Luft 17°. Rübsamen'sche Badeanstalt. ^mpfßbttmgen^^ ML Schlachthaus. Freibank. 7079 Heute und Montag: Schweinefleisch nicht ladenrein, per Pfd. 45 Pfg. Ochsensteisch nicht ladenrein, per Pfd. 50 Pfg. Die Freibank bleibt bis Bends 10 Uhr geöffnet. Anzeigen nach Ausmätts werden stels zu Originalpreifen besorgt durch die Erpedition dcs Gieße«« Anjtigers. Zwiebelkuchen jeden Montag, Donnerstag und Samstag, Morgens von Uhr an. 7053 __________E. Brühl. Neuenweg 38. Buchbindern und Händlern empfehle als SpeeialilLt gestickte Ha«S- sege«, mit und ohne Rahmen, sowie verschiedene Neuheite« z« billige« Preise«. Preisli''en franco. 7u45 B. Schadrack, Kunst-Anstalt, Ara«kf«rt a» M.» Schopenhauerstr. 13. Verlag von Emil Roth in Gießen. Kührer V Lahnthak. Die Lahn mit ihren Seitenthälern von der Quelle bis rum Rhei« mit besonderer Berücksichtigung der Städte Sikßty, Marburg, Aad-Nauheim, Mehlar. Weilburg, Fimbura, Nassau, Aier anb Sa« von Prof. Dr. Otto Bttchner. Mit 8 Karten und 2 Stadtplänen. 2. verbesserte und vermehrte Auflage. In Baedekerband Preis JL 2. “BI Jührer^Iogetsöerg. Im Auftrage des Vogelsberger HöhenclubS herauSgegeben von Prof. Dr. Otto Buchner. 8. gänzlich umgearbeitete Auflage. Mt 4 Specialkarten. BT In Baedekerband JL 1.60. m Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, sowie bired gegen Einsendung deS Betrages von: «mil SiothS »erlag, «ietzen. Apparate. Trockenplatten, Photogr. Papiere in allen Formaten, Entwickler, Bäder etc. empfiehlt Ernst Balser, 6181 MSuSburg 11. 7014s «andgaffs 46 ein Logis zu oermiethen.__________Schützenllr. 11. 7039] Ein kleines Familienlogis im Hinterhaus zu oermiethen- ___P. Schlatter, Neuenweg 7057s Große Wohnung, 8 Zimmer, Badeeinrichtung. Veranda, ist per 1. September wegen Versetzung zu oermiethen. Bug. Montan«» 1-, Bahnhofstr. 54 7058] Wohnung, 8 Zimmer, Küche nebst Zubehör, im 3. Stock sür 650 Mk. an ruhige Familie zu oermiethen Näheres in der Expedition d. Bl. 7066] Wohnung von 2 bis 3 Zimmern nebst Zubehör, sowie eine Werkstätte daselbst zu oermiethen. ________________Löwengaffe 34. 7062] Schön möbl. Zimmer zu oer- miethen._________Grabenstr. 8, pari. 7067s Einfach oder gut möbl. Zimmer im 2. Stock vor dem Co^ridor zu ver- vermietben Näh, tkirchstr. 2, Hl. 7041] Schön möbltrtrs Zimmer zu oermiethen Grünbergerflr. 48, II. 7056) Schön möblirtes Zimmer zu oermiethen.__________Liudenplatz 7. 7051] Zimmer mit Bett zu vermieth. ________»eustadt 11, I. 7063] Stübchen mit Bett zu vermieth. ________________Wallthorftr. 18. 7055] Ein Stübchen mit Bett zu oers miethen. «leine Mühlgaffe 7. Mr Metzger! Mitte« im Marktverkehr! «ühler Laden, ohne Sonne, mit Wohnung zu oermiethen 7031 W. Aerber, Kirchenplatz 11, II. Laden mit Contor per August oder später billig zu ver- miethen. Carl Retter, «io» Cigarrenhandlung, Lindenplatz. 7007] 4-Zimmerwohnung per l.Octbr. gesucht. Offerten mit Preisangabe unter M. M. an die Exped. b- Bl- erbeten. 7037] Zum October zwei rnöblirte, ungenirte Zimmer mit separatem Eingang gesucht. Offerten unter A. M. 63 an die Eqped. d. Bl- ^^SteHen^n^bod^*^|| Hausbursche | gesucht. Bahnhofstrasse 30. 7076] Selbstständige, gute Maurer gesucht. (Stundenlohn 30 Pfg.) Wo? sagt die Expedition d. Blattes. 7072] Ein tüchtiger Han»b«rsche gesucht.______________Gteinllr 33. 7074] Ein im Packen geübter Arbeiter und ein jüngerer Taglöhner gesucht. Wilh. Reiber, Möbelfabrik. Einen Ktzrting sucht 7061__________PeSschold, Schlosser. 7078] Müdche« können gute Stelle erhalten bei hohem Lohn durch Frau Seybicke, Bahnhofstr. 43. 7050] Tüchtiges Laufmädchen gesucht. _____________Ludwigllr. rro, pari. 7°L^LÄäeiei PinO0nnQr Darllahr ßooöll onhüf f käuflich erworben habe. Bei Versicherung der Verabreichung nur guter, bluuuullBI ndu I dlll " Üuuvll ublldl 1. schmackhafter Waare und zuvorkommender Bedienung halte ich mich bestens empfohlen und zeichne Hierdurch laden wir unsere Mitglieder zu recht zahlreichem Besuche der morgen stattfindenden Regatta der Gießener Ruder-Gesellschaft ein. Gießen, den 24. Juli 1897. Cartons A k»tä. Verkauf Mk. 1.— das Pfund. of.l)rL Redaction: 8L Echeudc. — Druck und Berlaß der Brühl'schev Univerfitäks-Buch- und Sterndruckern 'Btttf* * ^ Tage v- ^ittelchen tröf P«n Felix F uiche hae tt W Mhs etr »anzen (§Q lvrigj . 8« 4" 5' •* te ,?"11 besten SJ° °»I s^ch.,' Meu» Mit, Z“8 ö’rftei '""i A. i- M'Mei 8)9t 8,r»ei(tr