! ehe '«100. ‘Walt ~____200 fBe duften« schirre, agen und tt» Lager- re. 5078 ilbends8Uhr, r Uhr. 4935 Schuljugend itttagi 3 bis 7 U5r mehrltcha fitem in ■ Anstalt ju erfahren. ♦•♦•ft Le oolbad Orb •ag. 4610 jurich Freund. lech-Fabr/t a. M. J öröm ood Con" m^er Aaifahrnng. BepMftnren ade. _____ •rfaee.--- ehe Weine ****»> ioter » 1^-« pWBBfi ipwelW" jr Rothweine FeinM anischon wie ‘ldl ienM* ovä St. 121 Erstes Blatt Dienstag dm 25. Mai 1S!»7 Gießener A nzeig er Kenerat-Mnzeiger. Redaction, Txpcditto« und Druckerei: Schskstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Vierteljähriger Avonnemkntspreis r 2 Mark 20 Pfg. «it Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener Aamilien vlälter werden dem Anzeiger rvdchentlich dreimal beigelegt. Der Kteßener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de- Montags. Amts- und Anzeigeblutt für den Äreis Gietzear. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de, folgenden Lag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Hießener Aamikienötätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme« k Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgeg«. Umiüdfw THM. Bekanntmachung, betreffend: Maul- und Klaueoseuche. Nachdem tu der Heerde deS Georg Krieb in Lon- borf die Maul« und Klauenseuche amtlich festgestellr worden ist,, wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß dieselbe unter Sperre gestellt ist. Gießen, den 23. Mat 1897. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Bekanntmachung, betr.: Hauptversammlung des Oberhesfischen Obstbauvereins. Die Hauptversammlung des Oberhesfischen Obftbauvereius findet in diesem Jahre in Friedberg Montag den »L.Mai l. I., Nachmittags 2»/, Uhr, im „Pfälzer Hof" statt. Tagesordnung: 1. Bericht über das abgelaufene BereinSjahr. 2. Rechnungslage pro 1896/97. 8. Voranschlag pro 1897/98. 4. Bethetligung an den Obstausstellungen in Frankfurt a. M. und Hamburg. Referent: Der Director der Geschäftsstelle Dr. v. Peter. 5 BereinSauSstelluug in Büdingen. Referent: Herr Landwtrthschaftslehrer Andrä, Büdingen. 6. lieber die zur Zeit bestehenden staatlichen Verordnungen, den Ostbau betreffend. Referent: Der Secretär de« Verein« Herr C. Reichelt. 7. Anstellung von VrreinSbezirkSbaumwarten. 8. Geschäftliche Mittheilungin. Za zahlreicher Betheiligung beehrt sich einzuladen Der Präsident des Oberhessi'chen ObstbauoereinS: Dr. Braden. ■»MMaeeeB... ■ ----1 !.■- — - iBBBga— Deut-eh er NeichsLa-. 227. Sitzung. SamStag. den 22. Mai 1897. Bei anfänglich sehr schwacher Besetzung fährt da« HauS in der Berathung der Handwerkervorlage fort. Bei § 100a liegt ein Antrag Schneider (frs. 93p.) vor, wonach behuss Erklärung über die Zustimmung zur Bildung der Zwangs- tnnung eine besondere Mttthellung an die Betheiltgten erforderlich sein und ortsübliche Bekanntmachung nicht genügen soll. Für den Antrag treten die Abgg. Kopsch (frs. 93p.), Osann nat.-ltb.) und Richter (frs. 93p.) ein, betonend, das Ausschellen genüge nicht, um oie Masse der Betheiltgten zur Abgabe ihrer Wtllens- mctnung zu veranlassen. Bei einer so wichtigen Sache, wie btr BeitrittSzwang zu einer Innung sei, müsse es allen Betheiltgten nahe gelegt werden, sich zu erklären. Schon die unerläßliche Abgrenzung von den Großbetrieben mache eine directe Mittheilung an jeden Bethetligten nöthtg. Selbst die Bekanntmachung in der Ortspresse reiche nicht aus, zumal in den größeren Städten, wo eine einzelne Zeitungs-Annonce zu sehr in der Fülle der Inserate verschwinde und nicht überall gelegen werde. Mtkiister Brefeld sptcht sich gegen den Antrag aus. Es werde AlleS geschehen, um die wirkliche Mehrheit zu ermitteln. Aber der vorliegende Antrag belaste nur die Innung mit Kosten. Wer nicht mttsttmme, der müsse eben als der Zwangstnnung zustimmend ange- sehen werden. Abg. Hitze bemerkt, richtiger wäre eS denn doch, wenn der An- irag lautete: durch besondere Mttthellung und ortsübliche Bekanntmachung, denn letztere ist doch unbedingt nöthtg. Abg. Richter modificirt den Antrag dementsprechend. Dte Abstimmung ergibt 58 Stimmen für, 103 gegen den An- trag Schneider-Richter, das HauS ist also beschlußunfähig. Präsident v. Buol beraumt dte nächste Sitzung auf 1 Uhr 50 Mtnulen an. (Schluß 1 Ühr 20 Min.) Die neue Sitzung wird um 2 Uhr eröffnet. Die Abstimmung bber den Antrag Richter-Schneider, für den die Linke, dte Polen, Einzelne vom Centrum, Prinz Alexander Hohenlohe und Schultz- lapitz stimmen, bleibt wieder zweifelhaft. Dte Zählung ergibt 65 für, ■113 gegen den Antrag. Das HauS ist wieder beschlußunfähig. Präsident v. Buol beraumt dte nächste Sitzung auf 21/, Uhr tn, also wieder eine halbe Stunde Pause, mit der Tagesordnung Cervistalif. (Große Heiterkeit.) Schluß 2 Uhr 5 Min. Dte neue Sitzung beginnt nach 2Vs Uhr. Auf der Tages- mdnung steht die Seroistartf-Dorlage. Dte Beraihung beginnt bei her Klasseneintheilung der Orte. Die Commiffton hat hier eine Reihe von Amberungen beschloffen. Außerdem liegen zahlreiche Anträge aus dem Hause vor auf Versetzung von Orten in eine höhere Klasse. Die Beschlüsse der Commission werden durchweg an- fiarrdslos genehmigt, die darüber htnauSgehenden Anträge dagegen {oft durchweg abgelebnt, mit Ausnahme von Leobschütz, welches um ein* Servtsklasse erhöht wurde, desgleichen Marne in Holstein, Ohra Mi Danzig. t Nach Erledigung der Klasseneintheilung vertagt sich das Haus. Abg. v. Levetzow stellt mit Bedauern fest, daß einige Abge- irb-nete die Geschäfte des HauseS dadurch verzögerten, daß sie vorhin bei den Zählungen sich absichtlich zurückgehalten hätten. Es sei dieS MfichtSios und schädige die Würde des HauseS. Abg. Singer begreift nicht, woher Abg. v. Levetzow daS Recht nehme, sich als Mahner und Warner und Wahrer der Würde des HauseS zu gertren. Seine (Singers) Freunde hätten übrigens an der Zählung Thetl genommen. Abg. Speiser (südd. 93p ) erklärt, er selbst und einige Freunde seien in Unkenntntß der staltfindenden Zählung durch eine falsche Thür in den Sitzungssaal gekommen. Jedenfalls absichtslos. Abg. v. Levetzow: Herr Singer hat mir in keiner Weise vor- zuschretben, was ich thun oder lassen soll. Die Herren Singer und seine Freunde habe ich nicht gemeint, ebensowenig die Herren Speiser und Genoffen. Jedenfalls könnte ich Namen nennen, will das aber nicht thun. Abg. Benoit erklärt, er und seine Freunde seien ebenfalls an dem Vorgänge unbetheiligt. Nächste Sitzung Montag 12 Uhr: Serotstarif, Handwerkervorlage, dann die neue Gewerbenovelle betr. ConfecttonS-Jndustrie. (Schluß 6»/, Uhr.) Anstand. Paris, 22. Mai. Der deutsche Botschafter Graf Münster hat sich nach Berlin begeben, um den Sitzungen des Herrenhauses betzuwohnen. Während seiner auf acht Tage berechneten Abwesenheit wird Botschaftsrath v. Müller dte Geschäfte führen. Loudon, 22. Mai. Der Prinz und dte Prinzessin von Wales eröffneten heute unter großer Feierlichkeit den Black- w a l l«T u u n e l unter der Themse. Der Tunnel, ein große« Werk der Jngenteurkunst, deffen Bau fünf Jahre in Anspruch nahm, ist für Fuhrwerke und Fußgänger eingerichtet,- seine Gesammtlänge beträgt 6200, dte Brette 16 Fuß mit zwei Fußsteigen. Washington, 20. Mat. China hat auf dem Posi- congreß dte Absicht erklärt, dem Weltpostverein bei- zutreten, dte Festsetzung des Zeitpunktes ist Vorbehalten. Auch Korea will den Weltpostvertrog unterzeichnen. Dte Anschlußrrklärurig des Oranje Freistaates ist in Vorbereitung. Wolff« telegraphisches Torrespondenr-Bnr««. Wirschkowitz, 23. Mai. Nach dem allgemeinen Kirchgang um 10 Uhr nahm Seine Majestät der Kaiser das Frühstück ein. Sodann war eine Spazierfahrt in den!Wald und ein Ausflug nach dem herrlichen HedwigSthal in Aussicht genommen. Zur Mittagstafel sind wiederum mehrere Gäste geladen, darunter der Oberpräfideut Fürst Hatzfeldt- Trachenberg. Hamburg, 23. Mai. Zum 50jährigen Jubiläum der Hamburg-Amertkantfchen Packetfahrt-Aktien« Gesellschaft (Hamburg Amerika Linie) trifft am Donnerstag den 27. Mat als Vertreter Seiner Majestät des Kaisers Seine Königliche Hoheit Prinz Heinrich von Preußen Mittags von Kiel hier ein und wird am Bahnhofe von einer Deputation des Senats und der Hamburg-Amerika-Ltnte empfangen. Athen, 23. Mai. Meldung der „Agence HavaS". Bet Zaverda hat zwischen den ttalieniichen Freiwilligen des Obersten Berthet und Bürgern ein blutiger Zusammenstoß stattgefunden. Zwei Personen wurden dabei getödtet und 10 verwundet. Dte italienische Truppe wird unter Begleitung zweier Kriegsschiffe nach Italien zurückgeschicke werden. Kauea, 23. Mai. Meldung der „Agence HavaS". Oberst StoikoS hat sich heute Vormittag mit den letzten griechischen Truppen eingeschifft. Depeschen deS Bureau »Herold/ Wien, 23. Mat. Authenltsche Athener Berichte lasten die Lage deS Königshauses in düsterstem Lichte erscheinen. Dte Volksstimmung macht den Kronprinzen für das National- Unglück verantwortlich. Gegen den König erhebt man den Vorwurf, daß er nicht zur Armee gegangen sei. Die Mächte sind unbedingt entschlosten, die bedrängte Köntgsfamilte, deren Situation seit 24 Stunden höchst bedenklich geworden ist, zu schützen. Dte Admirale im BlokadeRayon haben bereits Ordre erhalten, Schiffe nach Phaleron zu entsenden. Für den Schatz der königlichen Familie wird genügend gesorgt sein, ob es aber möglich sein wird, die Dynastie auch zu erhalten, ist zweifelhast. Zur Conferenz bezüglich deS Friedensschluffes, welche in Konstantinopel stattfindet, erhielt Griechenland dte Aufforderung, einen Diplomaten und einen militärischen Vertreter zu entsenden. Budapest, 23. Mai. Im südlichen Ungarn gingen starke Hagelwetter nieder. Der Schaden ist bedeutend. Dte gesammie Obsternte ist vernichtet. Sffegg, 23. Mai. In BoSntake fand eine fürchter- ltche Wahl sch lacht statt. Die Wähler griffen dte zweite Compagnie des 78. Jufanterie-Regiments an, worauf letztere feuerte. 14 Tobte und über 30 Verwundete blieben auf dem Schlachtfelde. Drei Jniantertsten wurden verwundet. Rom, 23. Mai. Dte Botschafter in Konstanttnopel erhielten Instruction, der Türket die Grenzberichtiguugen strategischen CharacterS mit dem Vorbehalt zuzugesteheu, daß dte abzutretenden Landstriche nicht bewohnt fein dürfen. Bi« zur völligen Kriegsentschädigung dürfen dte Türken nur Bola und Larissa besetzt halten. Berlin, 24. Mai. Ein erschütternd er Unglück«« fall ereignete fich gestern Abend während der Vorstellung in einem hiesigen Spectalttätentheater. Ein Kuustfchütze wollte eine Glatkugel von einem Stabe heruuterschießen, den eine ihm asfistirende Dame fich an die Wange hielt, so daß die Glaskugel auf Kopshöhe stand. Der Schütze hielt einen Spiegel vor sich, legte fich die Pistole auf dte Schulter und traf die Dame versehentlich, so daß sie tödtlich verwundet zusammenbrach. Pari«, 24. Mai. Die S oct alt st en legten gestern au den Gräbern der Commuuarden von 1871 Kränze nieder. Reden wurden nicht gehalten. Eine Verhaftung wurde vorgenommen. Oran, 24. Mai. Gestern entstand im Hafenstadtviertel ein neuer Aufruhr. DaS Material und dte Bücher eine« ttaltenischen Schiffsagenten wurden tnS Meer geworfen. CotaUs «nd protHnstelleSo vießeu, den 24. Mai. **P.A. Sport« und Volksfest in Gießen. Bet der Auswahl der Platzkarten zum taternattonalen Wettfahren am nächsten Sonntag auf der neuen Rennbahn an der Hardt möge für das Publikum Folgendes zur Ortentirung dienen: Alle Sitzplätze find amphtrheatralisch angelegt und gewähren einen völligen Rundblick auf dte Rennbahn. Die Tribüne ist dabet noch gedeckt. Dte Sperrsitze find Stuhlplätze, in Logen ä 4 Plätze etngetheilt. Da diese Sitzplätze trotz bedeutenden Kostenaufwandes nur in beschränkter Zahl angelegt werden konnten, so empfiehlt es fich, Karren für dieselben frühzeitig fich zu verschaffen. Der Sattelplatz ist der Raum innerhalb der Rennbahn, er bietet keine Sitzplätze, gestattet daher aber freie Bewegung und gibt vorzügliche Gelegenheit, jedes Fahren in nächster Nähe verfolgen zu können. Karten für diesen Platz find gewissermaßen Pasae-partouts, da sie zum Eintritt in den eigentlichen Sportplatz berechtigen. Sie gelten auch, ebenso wie die Tribünen« und Sperrsitzkarten zum Eintritt zum Commers von SamStag Abend sowohl, als auch zur PreiSvertheilung und zum Ball am Sonntag Abend in SteinS Garten. Der Vorverkauf dieser Karten zu ermäßigten Preisen dauert nur vom Dienstag bis zum SamStag Abend. — Dte Steh- und Terraffenkarteu berechtigen nur zum Zutritt zur Umgebung der Rennbahn und zu der mit ausreichenden Sitzplätzen versehenen Terraffe, von der man einen freien Blick auf dte Rennbahn hat, und ferner zmu besonders oberhalb der Terraffe angelegten Juxplatz. '* Sommerfest de8 WohlthatigkeitSvereiuS Conteutia. Da« Sommer fest des Veretns war recht gut besucht. Biele Hundert Personen aus Gießen und Umgegend waren zusammeu- geströmt, um zu dem wohlthätigen Zwecke, den der Verein verfolgt, ihr Scherflein beizutragen. Nachdem dte Kinderspiele beendet, sollte der Riesenluftballon steigen. Durch den herrschenden Wind jedoch gerieth der Luftballon in Brand und nur Ueberreste desselben flogen in der Luft herum. Nack Abrechnung sämmtlicher Unkosten wird ein hübsche« Sümmchen für den WohlthätigkeitSzweck verbleiben. * ” MoutagS-Concert auf der „Schönen Aussicht". Da« Bierconcert, das heute Montag stattfinden sollte, findet heute nicht statt. Dagegen wird daS nächste Bierconcert infolge Verhinderung der Capelle ausnahmsweise vom Montag den 31. Mai auf Dienstag den 1. Juni verlegt. * * Silberne Hochzeit feierte im Kreise seiner Familie, Verwandten und Freunde Herr August Kaiser, Beamter der Main «Weser-Bahn, vergangenen SamStag auf dem „Lenz'schen Felsenkeller". * * Befitzvechsel. Herr Andreas Euler verkaufte sei» Steinftraße 15/17 belegeneS Doppelhaus für den Preis von 62,000 Mk. an Herrn Wiih. Gerhardt, Cigarren-Engro«- Geschäft. — DaS HauS Steinftraße 14, ebenfalls Herrn Andreas Euler gehörig, ging für 19,200Mk. in den Besitz deS Herrn Locomotivführer Max SadowSky über. * * Gauturufahrt des Gaue« Hessin nach Krofdorf. Bo« schönsten Wetter begünstigt, war der turnerische Besuch der gestern nach Krofdorf veranstalteten Gauturufahrt ein über Erwarten guter. ES waren besonder« stark vertrete« dte Vereine aus Marburg, Wetzlar sowie dte Gießener Turuer- schäft, ferner die Vereine von Bad-Nauheim, LaunSbach, . Ufingeu, Rauschenberg, LaSphe, Lollar, Wteseck, Lich, Anspach, Heuchelheim, Daubringen, Biedenkopf, Rodheim a. d. Bieber, Friedberg, Hungen, Nidda, Butzbach, Wölfersheim, Srüuberg, Lauterbach, Alsfeld mit im Ganzen 29 Vereinen. Preise erhielten: 1. Adolph Schäfer, M.-T. B. Gießen, 31 Punkte. 2. Karl Kreiling, Wteseck und Otto Beckel, Marburg, 29 P. 3. A. Eger, T.-B. Gießen, 28'/, P. 4. Wtlh. Weigel, Biedenkopf und Karl Schweighöfer, Usingen, 28 P. 5. Hrch. Staut, Wetzlar, 27 P. 6. Frtedr. Kltukel, M.'T.'B. Gießen, Hrch. Leib, Krofdorf und Hrch. Erle, Ufingen 26'/2 P. 7. Hrch. Pieper, T.-V. Gießen, 26 P. 8. Hrch. Schmidt, T.-B. Gießen und Gerhard Groh, Wetzlar, 25'/, P. 9. Moritz Oppenheimer, Anspach, 24'/, P. 10. Th. Ernst, Anspach, Hrch. Peter, T.-V. Marburg, Karl Hörr, LaunSbach, Wilh. Löbe, T.-V. Marburg, und Karl Wagner, Nidda, 24 P. 11. Gustav Mühl, M. T.-V. Gießen, 23'/, P. 12. W. Brühl, T.-V. Gießen, Rudolf Hahn, M.-T.-B. Gießen, Max Engelbrecht, T.-V. Marburg, und Heinrich Schmidt, Grüuberg, 23 P. 13. Fritz Kolb, T.-V. Marburg, 22'/, P. 14. Ferdinand Hein, Friedberg, Just. Bromm, Rauschenberg, Joh. Müller, Wetzlar, und Karl Erb, T.-B. Gießen, 22 P. 15. Emil Wahl, Butzbach, atud. Gchnedter, A. T.-B. Marburg, und Ehr. Livsenmeyer, Wetzlar, 21'/, P. 16. Gottlieb Kujus, T.-V. Marburg, und Wtlh. Hörr, LaunSbach, 21 P. 17. Hch. Brauer, T.-B. Marburg, 20'/, P. 18. Friedrich Roth, Lasphe, und Wilh. HeneS, Bad-Nauheim, 20 P. Bet Ueberreichung der Diplome bemerkte Gauturnwart Schneider-Marburg, daß man bei der hohen Anforderung der deutschen Werthung und ungünstigen Terratnverhältnisse deS Krosdorfer Turnplatzes bei der PreiSvertheilung um fünf Punkte habe heruntergehen müsse»- er forderte die PreiSturner auf, fleißig zu üben, damit in Biedenkopf und Homburg der Gau zeigen könne, daß Tüchtiges geleistet werde. • • Aerzte Berfammlung. Am Dienstag den 8. Juni d. I. findet in Marburg die diesjährige Versammlung mittel- rheinischer Aerzre statt. * * Gesellschaft für Volksbildung. In der letzten, in Berlin stattgehabten Sitzung des CentralauSschusseS der Gesellschaft für Volksbildung unter Vorsitz deS Abg. Rickert wurde der Jahresbericht festgeftellt. Danach zählt die Gesellschaft zur Zeit 1115 körperschaftliche und 2963 persönliche, zusammen 4078 Mitglieder. Das Vermögen der Gesellschaft beläuft sich auf rund 300,000 Mk. Im Berichtsjahre sind 120 Vorträge auf Kosten der Centralstelle gehalten und 206 Bibliotheken durch unentgeltliche Zuwendung von 8088 Bänden begründet und unterstützt worden. Außerdem hat die Gesellschaft in der bisherigen Weise durch ihre Zeitschrift und Broschüren die freiwillige Btldungsarbett gefördert. Die Hauptversammlung der Gesellschaft findet am 8. und 9. Juni in Halle a. S. statt. Auf der Tagesordnung stehen folgende Gegenstände: 1) Volkshochschulen, Berichterstatter: Dr. Max Hirsch Berlin, UnioersitätSprofesior Dr. Uphues-Halle a. S. 2) Elternabende, Berichterstatter: Schulinspector Trebst-Halle a. S. 3) Der Lehrplan der Volksschule und seine Reform, Berichterstatter: Lehrer I. TewS-Berltn. 4) Dichter- und Tondichter-Abende, Berichterstatter: Dr. Raph. Loewenfeld- Berlin. Der Ausschuß beschloß, der Hauptversammlung ein Preisausschreiben zur Reform des Volksschullehrplans vorzuschlagen. Der Gesellschaft find im Laufe deS Jahres 1896 6561 und feit Januar 1897 bis jetzt 3216 Bände und Hefte unentgeltlich zugewandt worden. Da ein Theil dieser Bücher für Volks- btbliotheken nicht geeigvet ist, so wird beschloffen, diese Bücher strebsamen Volksschülern der oberen Klaffen und Fortbildungsschülern durch ihre Lehrer zuzuwenden. Schullesebücher, Lehrbücher und Leitfäden für den Schul- und Selbstunterricht sind der Gesellschaft für diesen Zweck hoch willkommen. * * Man schreibt uns: Der Cougreß für innere Medici» wird in diesem Jahre unter dem Präsidium deS Geheimrath v. Leyden nach langer Pause wieder in Berlin abgehalten, wo er zum letzten Male vor 13 Jahren zusammengetreten ist. Die Verhandlungen werden sich über eine große Zahl von Thematen erstrecken, denen die höchste wiffenschaftliche und praclische Bedeutung zukommt- ganz besonderes Jntereffe werden die beiden, auf Aufforderung deS Vorstandes gehaltenen Vorträge des Geheimrath Liebreich über die Ziele der modernen medtcamrntöfen Therapie und des Geheimrath Behring über experimentelle Therapie finden. Auch die Referate über aktuelle und wichtige Fragen, wie fie auf jedem Congreffe für innere Mission erstattet werden, erfordern Beachtung: so über den chronischen GelenkrheumatiS- muS, über Epilepsie, über Basedow'sche Krankheit- und unter den mehr als fünfzig betragenden angemeldeten Vorträgen ragen viele durch die Wahl des Stoffes und die Persönlichkeit der Vortragenden hervor. Die diesmalige Tagung des Son- greffeS wird fich von früheren dadurch unterscheiden, daß eine eigene „Demonstrations-Sitzung" stattfindet, in welcher ausschließlich seltene Krankheitsfälle und besondere experimentelle Demonstrationen oder wiffenschaftliche Präparate vorgeführt werden- so wird Herr Profeffor Ewald (Straßburg) dieselben Thiere sowohl vor als nach Großhirnoperationen demonstriren. Des wetteren wird mit dem Congreffe im Archttectenhaufc eine Ausstellung von wiffenschaftliche» In- strumenten, Krankenpflegeapparaten, Arzneipräparaten und Krankennahrungsmitteln verbunden sein, welche unter Leitung der Herren Geh. Obermedtctnalralh Schaper und Privat- docent Mend elf ohn gerade die Berliner Leistungen auf diesen Gebieten vorzuführen sich bestrebt. Auch hat das Berliner Localcomitä durch Herrn Privatdocenken Pagel, den bekannten medtctnischen Historiker, eine Festschrift: „Die Entwicklung der Medictn in Berlin" abfaffen lassen, welche, mit authentischen, zeitgenössischen Porträt- der Hauptvertreter der medtcinischen Vergangenheit Berlins geschmückt, eine ' bisher noch nicht vorhandene Darstellung des Entwicklung-- I gange-, welchen die Medictn in Berlin genommen hat, gibt, und den Cougreßtheiluehmeru al- Festgabe überreicht werden ' soll. So bietet dieser Congreß, für welchen Einladungen au eine Reihe hochgestellter Persönlichkeiten ergangen find, deren Theilnahme zu erwarten steht, vieles BemerkenSwerthe darund besonderer Dank gebührt auch noch der Generalinteudanz der Königlichen Schauspiele, welche in einer eigenen Festvorstellung im Neuen Königlichen Operuhause (Kroll) die auswärtigen Gäste begrüßen wird. • * Die Sillfuhruag ermäßigter Tarife für frische- Obst ist in den letzten Jahren wiederholt gefordert worden. Wir erwähnen nur den vorjährigen Beschluß deS Bezirks-Eisen- bahurathS Frankfurt, den Antrag Knebel uud Genossen im preußischen Landtage, den s,f8jat)rigen Beschluß deS Landes- Oeconomte Collegiums. Die Forderungen richteten fich aber zumeist auf Erleichterung des Obst-Versandtes innerhalb Norddeutschlar ds nach den großen Städten und Jnduftriebeztrken. Die Handelskammer Wiesbaden hat in ihrer letzten Sitzung auf Antrag des Hrrrn Cowmerzienraths Koch tu St. Goarshausen nunmehr beschlossen, beim Minister der öffentlichen Arbeiten die Einführung von Ausnahmetarifen für frisches Obst nach Württemberg zu befürworte». Württemberg bezieht wohl von allen deutschen Gebieten verhältniß- mäßig am meisten frisches Obst. Der Empfang von deutschem frischen Obst und Gemüse belief fich 1894 in Württemberg auf 40013 Tonnen, 1895: 35231 Tonnen, von ausländischem frischen Obst und Gemüse 1894: 29 758 Tonnen und 1895: 29 347 Tonne». Eine Frachtermäßigung würde den Versandt von mittel- und norddeutschem frischen Obst nach Württemberg sicherlich bedeutend hebe» können. Vor Allem könnten das Großherzogthum Hrffen und die Provinz Heffrn- Naffau, auch die Rheinprovinz daraus Nutzen ziehen, geht doch die Hauptmasse des aus Heffeo-Naffau versandten Obstes schon jetzt nach Württemberg (1893 von 11 693 Tonnen allein 4448 Tonnen, 1894 von 14039 Tonnen allein 7924 Tonnen, 1895 von 7253 allein 2300 Tonnen). * • Hessische Jäger. Alle ehemaligen Jäger, welche im 1. Gr. Hess. Jäger-Bataillon gedient haben, werden ersucht, ihre Adreffen umgehend dem Vorstand des Veteranen- und Militärvereins in Friedberg mittheileu zu wollen. Die alte Garntsonstadt Friedberg rüstet sich, um mit ihren Jägern ein Wiedersehen zu feiern. Eine große Zahl ehemaliger Jäger hat bereits ihr Kommen zugesagt, um mit den Waffen- brüderu nach langer Trennung die Erinnerung an gemeinsam verlebte ernste und frohe Stunden wach zu rufen, und die treue Kameradschaft, welche in der Garnison oder auf den Schlachtfelder» geschlossen wurde, zu erneuern. Der Veteranen- und Militärverein hat die Vorbereitungen in die Hand genommen, und in Verbindung mit seinem füuund- zwanzigjährigen Stiftungsfest, und dem Bezirksfest wird die Feier am 18. und 19. Juli lfd. IS. mit der Vorfeier am 17. Juli Abends stattfinden. Als Festplatz ist der ehemalige Exerzierplatz, die Seewiese in Aussicht genommen. DaS große Fest-Comitö hat vor einigen Tagen feine erste Sitzung im Hotel Trapp abgehalten, in welcher die Vorfitzenden der einzelnen Commiffionen Berichte über ihre seitherige Thätig- keit erstatteten, au- denen hervorgtng, daß man wacker an der Arbeit ist, um den Gästen einen herzlichen Empfang und frohe Stunden zu bereiten. DaS Ehrenpräfidium haben die Herren Geh. Reg.-Rath Dr. Braden, Bürgermeister Stein- häußer und Major Laukhard übernommen. * • Wetterbericht. Das Barometer ist über Europa noch weiter ziemlich rasch gefallen und weist die Luftdruck- Bertheilung bei im allgemeinen geringen Druckunterschieden zahlreiche kleinere Unregelmäßigkeiten auf. Unter dem Einfluß solcher kleiner Theil-Depresfionen hat sich der Himmel bet uns stark bewölkt und treten namentlich i» den Westalpen Niederschläge auf. Die Temperaturen haben fich in Centraleuropa gegen gestern wenig geändert. — Voraussichtliche Witterung: Bei wechselnder Bewölkung mildes Wetter mit stellenweise» Niederschläge» und einzelnen Gewittern. 4- Nidda, 23. Mai. Am 9. Juni, Mittwoch, findet in den Räumen des Gasthauses „zum GambrtnuS" dahier, von 11 Uhr Vormittags ab, die diesjährige Hauptversammlung des Vogelsberger HöhencubS statt- nach derselben werden fich die Mitglieder zu einem gemeinsamen Mittagsmahl in der „Traube" versammeln. Don 6 Uhr ab findet im Garten der Kraft'schen Brauerei Concert statt, zu welchem auch Nichtmitglieder willkommen sind. -§- AuS dem Vogelsberg, 21. Mai. In viele» Orte» treten in diesem Frühjahre öfter- Erkrankungen des Rindviehes, besonders der Kühe, auf, die aber nicht mit der Maul- und Klauenseuche Bezug haben. Diese Erkrankungen bestehen zur Hauptsache in Verdauungsstörungen, Blähungen, die das sogenannte Dickwerden im Gefolge haben. So mußten mehrfach Kühe gestochen werde», um das Zerplatzen derselbe» hintan zu halten. Jedenfalls sind diese Erkrankungen auf den Wechsel in der Fütterung zurückzuführen. Die schlechte Beschaffenheit deS DörrfutterS im Winter im Verein mit der nun begonnenen Grünfütterung, sowie die extremen WitterungSverhältuiffe mögen hier die Ursache sein. — Unter den Leuten grasfirt in dem jetzigen Mai die Influenza in einer Ausdehnung, wie fie wirklich als auffallend bezeichnet werden muh. Dabei ist der Character der Krankheit ein entschieden bösartigerer, als wie in den vorauSgegangenen Jahren mit Ausnahme des Jahrgangs, in dem fie zum ersten Mal auftrat. Die Dauer der Erkrankung ist meist eine längere- wochenlang währt es, bis die Erschlaffung des gesummten Organismus wieder behoben erscheint. Auch find der Seuche schon Personen zum Opfer gefallen. Unter de» Kindern tritt die Krankheit gleichfalls auf, nur find hier ihre Folgen keiueSfollS fo nachhaltig und angreifend, anders würde auch der zartere Organismus der Kinder weniger sich standhaft erweisen. D Darmstadt, 21. Mai. In großem Leichenzuge, vor allem durch die Mitglieder der Freimaurerloge gebildet, trug man heute de» ehemalige» Hostheaterdirector, Geh. Hofrath Wü»zer zur letzte» Ruhestätte auf dem alten Friedhöfe. Logetmngehörige trüge» auch den Sarg zur überaus reich mit Blume» und Kränzen geschmückten Gruft. Die Grabrede hielt »ach Choralmufik und Chorvortrag durch den Hoftheaterchor Licentiat Dr. Diehl über daS Wort deS Propheten JeremiaS „Ein Weiser rühme fich nicht seiner Weisheit usw.", dessen Wahrheit fich jetzt wieder tn erschütternder Weise erwiesen habe und schilderte Wünzer als einen allezett hohen, ideale» Zielen gehuldigt habenden trefflichen Künstler, als tüchtigen Character und gläubigen Christen. Nach Beendigung der religiösen Feier begann unter entsprechenden Ansprachen die Niederlegung von prächtigen, mit Inschrift versehenen Kränzen NamenS des Großh. HoftheaterS, der Hofmufik, deS HoftheaterchorS, der hiesigen Loge Johanne- der Evangelist zur Eintracht, der Großloge zur Eintracht, des MufikvereinS, in welch letzterem Wünzer am 16. d. M. zum letzten Male mit Vortrag eines Prologs öffentlich aufgetreten war. Hostheaterdirector Werner meinte, daß als Künstler von dem Dahingegangenen da» Wort gelte: „Er war ein Man», nehmt Alles nur in Allem . . .** und rühmte dessen hohe Verdienste um daS Hoftheater, namentlich auch sein großes Organisationstalent. Kaufmann Egenolf widmete NamenS der hiesigen Loge dem Heimgegangenen, treuen Bruder, einst Meister vom Stuhl, herzliche Abschiedsworte und warf ihm, nach Spendung eines Kranzes, nach maurerischem Brauche drei Rosen (Glaube, Liebe, Hoffnung) in die Gruft nach. Seiten- der Großloge zur Eintracht sprach Justizrath Dr. Weber von Offenbach, da- Wirken des Verstorbenen um ihre Sache in hohem Maße anerkennende Worte. Die würdig-ernste Feier war mit einer Ansprache seitens des Präsidenten des Musikvereins Otto WolsSkehl, der die allezeit gern durch Wüozer gewährte künstlerische Bethätignng im Verein dankend anerkannte, zu Ende. Worms, 20. Mai. Die hiesigen Großh. Directione» der höheren Schulen machen bekannt, daß ihrem Anträge auf Einführung der früheren Ferienorbnug stattgegedeo ist. Die Schulen haben Ferien vom 6. bi- 9. Juni, vom 4. Juli bis 1. August und vom 26. September bis 10. October. Damit ist auch der Wunsch vieler Eltern erfüllt. Klein Bieberau, 21. Mai. Wenn es seither den Anschein hatte, als ob die Seelenzahl des benachbarten kleinen Ortes Webern im Rückgang begriffen sei, so ist diese Befürchtung jetzt gegenstandslos geworden, indem innerhalb eines Vierteljahres in dem nur neun bewohnbare Gebäude besitzende» Orte der Storch in drei Familie» Zwillinge gebracht hat. X. A»8 dem Odenwald, 23. Mai. Die Generalver- sammlung des Odenwald-SlubS fand heute in Michelstadt unter einer Betheiliguug von an 370 Club- Mitgliedern statt. Michelstadt war in einen Birken- und Fichtenhain mit wehenden Fahnen verwandelt. Der Club zählt jetzt 50 Sektionen mit Über 3500 Mitglieder»- seine Sache ist in stetigem Wachse» begriffen. 17. Hessischer Feuerwehrtag. nn. Heppenheim, 22. Mai 1897. In dem an der Bergstraße so herrlich gelegenen Heppenheim fand heute der 17. Hessische Feuerwehrtag statt. AuS diesem Anlaß hat die Stadt ihr schönste- Fest- gewand angelegt. Sämmtliche Straßen prangen tn Fahnenschmuck und Tannengrün und auf dem prächtig inmitten ber Stadt gelegenen Festplatz, der Raum für mehr al- 3000 Festgäste umfaßt, find eine Reihe von Ehrenpforten für den würdigen Empfang der Feuerwehrmänner Heffens, die jederzeit bereit find, mit ihrem Leben für den Schutz unsere- materiellen E'genthum- einzutreten, errichtet. In der Nähe des Fest- platze-, in dem Hof des'Realschulgebäude-, ist eine Au-- Rettung von Feuerwehr-Requisiten veranstaltet, die durch ihre Reichhaltigkeit und Solidität der Ausführung daS Auge bt« Fachmannes und deS Laie» in reichstem Maß: fesselt. Um 12 Uhr begannen im Gasthof zum H'rsch die ver- Handlungen des LandeS-AuSschusseS unter dem Vorsitz de- BranddirectorS Pricken-Mainz, wobei Organisationsfragen u. f. w. die Tagesordnung bildeten. DaS Hauptinteresse des heutigen Tage- bildete die Delegirten-Dersamwlung, die Nachmittags um '/,3 Uhr unter dem Vorsitz deS BranddirectorS Pr icken-Matnz tm Gasthaus zum Hirsch stattfand. Erschiene» waren die Vertreter von 48 Feuerwehren auS Starkenburg, auS Oberhessen 13 und auS Rheinhkffen 21. Außerdem waren noch anwesend Herr KreiSrath v. Grancy, Geh. Rath Hechler, Bürgermeister Höhn und KreiSamtmann v. Wer »her. Vor Eintritt in die umfangreiche Tagesordnung brachte der Vorsitzende et» dreifaches Hoch auf Se. König!. Hoheit den Großherzog au», das begeisterten Widerhall fand. KreiSrath v. Granctz begrüßte die Versammlung NamenS der Großh. Regierung mit trefflichen Worten, dabet den Wunsch ausdrückend, daß die heutigen Verhandlungen zum Segen der hessischen Feuer- wehren dienen möchten. Bürgermeister Höhn begrüßte die Delegirten im Namen der Stadt Heppenheim und hieß dieselben von ganzem Herztn willkommen. Nach Mittheilung des Vorsitzenden wird der nächste deutsche Feuerwehrtag im Jahre 1898 zu Charlottenburg abgehalten. Ferner habe die BrandverficherungSkammer zur Deckung der Kosten für die Herausgabe einer Statistik über die hessischen Feuerwehren den Betrag von 800 Mk. bewilligt, wofür derselben Dank ausgesprochen wurde. Ein Antrag der rheinhessische» Feuerwehren betr. die Thättgkeit der KreiSfeuerwehr-Jnspectoren in Bezug auf Förderung deS freiwilligen LöschwesenS rief eine lebhafte Debatte zwtsche» den Feuerwehr Jnfpectoren Schmuck- Oppenheim und Keller- Mainz hervor, weil Ersterer die Pflichtfeuerwehren den frei- willigen Wehren vorzog und mit dieser Ansicht daß Mißfalle» der Versammlung erregte. Beschlossen wurde, öfter al» seither KretSfeuerwehrtage abzuhalten. Eme Anfrage über die Erfahrungen beim Umbau von Druckspritzen zu Saug- und Druckspritzen wurde dahin beantwortet, daß hiervon wegen der Unsicherheit de- Erfolge- und der verhältnißmäßig hohen Kosten möglichst abzusehen sei. Ein Antrag der Feuerwehr Michelstadt, bei Großh. Regierung dahin zu wirke», daß auch die Lehrer zur Pflicht- Keneraloer« anb heute ta an 370 Klub- i Birken« mb ilt. Der LIlld tfllttbtrn; seivr ’ hm 6.fr '«ver Wei«, i'tzk jöfS 16. b. S' • «Hu 7°'^ d°b tu « neue A ■ «nbiiljett deutlich audl S ®8tno[f * Abschiebr! ,7°"zes, nach 'kve, Hoffnung) iai Eintrachl 4- da« 8httn ‘Btatteiltnniube elntt Äviprachr 0 Wolsekehi, ?nt künstlerische zu Ende. - Direclionen der em Anträge auf stattgegebm ist. uui, von, 4. Juli M 10. Oktober. Mt. her den Anschein Abarten kleinen sei, so iß Liese inbev innerhalb -nbaee Sebaube 1 Mtnge ge. rtag. !. Mat 1897, r/ich gelegenen e Feverwehrtog ; Zöchet Fest, nyn In tz^nen- ,tig inmitten btt ihr aU3M Fest« ipsorten für ben seos, die MM nsereS mareriellen ■ Nähe bet Fest' i, ist eine M- er, dir durch th,e m baS W M atze M n M» die «n* ita So,st» W lganisativntfragen WS bildete die ni '/,3 Uhr unter bi! «ttN«« " * aotve eud heu 8W'«* "got Sta«1“? „ 8o*t(" , gwW'1»”’,; nth v SI»°" ,12.3" «ÄS »irb der * rh°-i-"A * ««*; «**! * -s'»> °'W- mvrv'e. ', Über Sine Uni* 8 r,j> Keohh' Hl MW ffl CD 04 00 Feuerwehr herangezogen werden, fand eive eingehende Besprechung, an der sich auch Herr Geh. Rath Hechler be- rheiligte. Derselbe erklärte, daß eS außer Zweifel fei, daß gesetzlich auch die Lehrer verpflichtet find, der Pfltchtfeuerwehr auzugehören. Eine DtSpenfirung hiervon Seitens der KreiS- amter könne seines ErmeffenS nicht zugelaffen werden. ES müsse eine Ehre für die Lehrer sein, einer Pflichtfeuerwehr auzugehören. Eine Antrag der Wehren zu Michelstadt und Friedberg auf Gewährung von Fahrpreis-Ermäßigungen bei Bahnfahrten nach oder von Brandorten wurde nach eingehender Besprechung dem Landesausschuß zur Durchführung überwiesen. AlS Ort für den nächsten hesfischen Feuerwehrtag 1899 wurde einstimmig Mainz gewählt. Dem Vorsitzenden Pricken dankte die Versammlung für die ersprießliche Thärigkeit in seinem Amt als Borfitzeuder des Landesverbandes mit einem dreifachen Hoch. Nachdem noch Brauddirector Fischer-Darmstadt über den Stand der Sterbekasse-Angelegenheit berichtet hatte, wurde der Delegirtentag um 5 Uhr geschlossen. Kochtz neues Tubercultn betreffend hat das französische Blatt „Matin" die Pariser Doctoren Roux und Corntl, die bekannteuen Bacteriologen Frankreichs interviewen lassen. Brider Utthell lautet zurückhaltend und weigern dieselben sich ebenso wie die Doctoren Potatn, Bouchard und Dieulafoy, das ihnen von Koch geschickte Tuberculin an Menschen zu erproben. Man verspricht fick von dem Präparat keine große Heilwirkung, weil es nicht auf die Eitererreger bei der Tuberculose, die Streptococcen, einwirkt. Von den neueren chemischen Präparaten, welche bei Lungenerkrankungen, wie Lungen- catarrh, Spitzentnfiltratton und Lungenschwindsucht, angewendet werden, findet wegen seiner günstigen Wirkungen und weil ihm jede schädliche Nebenwirkung fehlt, da8 bereits durch die Apothekm erhältliche Guajacettn immer mehr Aufnahme.O1UO denselben die neuesten Erzeugnisse vor Augen zu führen, wie gerade durch die geplante Fach-Ausstellung zum Verbanbstag deS Landesverbands der Wirthe Württembergs, wo nicht nur die Wirthe des aus ca. 6000 Mitgliedern bestehenden württ. WirthSverbandeS mit ihren treuen Gehülfianeu, ihren Gattinnen, erscheinen werden, sondern wo auch durch die gleichzeitige Abhaltung deS Bundestages, des aus über 20,000 Mitgliedern bestehenden Bundes Deutscher Gastwirthe und der General- Versammlung, der aus ca. 8000 Mitgliedern bestehenden BundeS-Sterbekasse eine überaus große Anzahl von Vertretern des deutschen Hoteliers- und Gastwirthftandes in den Räumen der Ausstellung sich einfiuden werden. Wahrlich eine äußerst günstige Gelegenheit, und sollte dies einen Ge- schäftsvortheil für die Herren Aussteller noch nicht gewährleisten, so bietet die AuSstelluvgslotterie, für welche in der Ausstellung um 21,600 Ml. Gewinne augekouft werden, die sichere Garantie für die Herren Aussteller, wenigstens auf die Kosten zu kommen. Da demnächst ein SituationSplan deS Arrangements angefertigt werden soll, so ist mit der Anmeldung trotz deS noch nicht abgelausenen Anmeldung-- Termins nicht mehr zu zögern, um dem Comits zu ermöglichen, bei Zeiten ein harmonisches Bild in das Ganze zu bringen. Große Freude erregte der Beschluß der vereinigten Herren Bierbrauer, welche auf dem freien Platz vor dem AuSstellungSgebäude einen großartigen Pavillon errichten lassen, in welchem dieselben gemeinsam einen CollectivauS- schank ihres Products veranstalten werden. Auch sonst find schon mancherlei Veranstaltungen spruchreif geworden, welche die sichere Gewähr leisten, daß die Ausstellung ebenso interessant wie auch originell werden und während ihrer 18 tägigen Dauer (vom 14.—31. August) immer wieder Neues und SehenSwerthes bieten und ein reges Ausstellungsleben veranlassen wird. Die Hauptsache für den jetzigen Zeitpunkt aber ist, daß die Herren Aussteller, welche ihre Betheiligung geplant, in ihrem eigenen Interesse mit der Anmeldung nicht mehr zögern, sondern dieselbe umgehend an das Ausstellungsbureau gelangen lassen. Vermehr, CoMb* unb Gründers - 22. Mai. Frachtpreise. Weizen X 1488, Korn X 14,00, Gerste X 14.00, Hafer X 13,72, Erbsen X 00,00, Linsen X 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 6.08, Samen X 00,00. Meyers Konversations- Lexi/^B V; ' _____.................!■- • Katzhütte (Schwarzburg-Rudolstadt), 20. Mai. Gestern Abend 7 Uhr 45 Minuten fiel dicht oberhalb Meuselbach (10 Kilometer südlich von Königssee) ein Meteorstein unter explosionsartigem Knalle nieder. Er flog über dem Kopfe eine» auf dem Felde beschäftigten Mädchens noch 18 Meter in genau westlicher Richtung, schlug in die Erde und wurde ganz heiß ausgegraben. DaS Gewicht beträgt 1,380 Kilogramm. Der Stein wird vom Magnet angezogen. Der Bruch ist hellgrau. * Stuttgart. (Deutsche Fach-Ausstellung für das Hotel- xnb WirthschaftSwesen, Kochkunst und verwandte Gewerbe, 14.—31. August 1897.) Ja erfreulichster Weise mehren sich die Anmeldungen zur Ausstellung und ist schon ein großer Theil deS verfügbaren Raumes von den bedeutendsten Firmen, welche für die fortschreitenden und immer größeren Anforderungen entsprechenden Bedürfnisse der Hotel- und Restaura- tionSbranche sorgen, belegt. DieS ist nicht zu verwundern, dürfte fich doch für die mit dem WirthSgewerbe arbeitenden Branchen nicht leicht eine bessere und vortheilhaftere Gelegenheit bieten, mit einer so überaus großen Zahl von Interessenten und Fachgenossen in Verbindung zu treten und Unsere Lieblinge essen es gern. Ein nahrhaftes und liebliches Gericht läßt sich leicht durch einfaches Kochen der Milch mit Mondamin bereiten. Eine solche Nahrung ist leicht verdaulich und reizt durch den eigenen Wohlgeschmack des Mondamin Kinder und Kranke zu öfterem Genuß. Es ist so ergiebig, daß nur wenig Mondamin zu nehmen ist und stellt sich daher nicht theurer als gewöhnliches Mehl. Bet Nahrung für Kinder und Kranke ist dieser Vortheil besonders gut angebracht. Mondamin ist überall zu haben in Packeten & 60, 30 u. 15 Pi- Engros bei Türk u. Pabst, Franksurt a. M. ö!34 Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch bi< Agenten Earl Loos und I. M. Schulhof.' Bremen, 22. Mai. (Per transatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer Erefeld, Eapttän H. Bruns, vom Norddeutsch« Lloyd in Bremen, ist gestern 9 Uhr Vormittags wohlbehalten ta Newyork angekommen. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 24. Mai, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: Master 14', Loft 17°. Rübsamen'sche Badeanstalt. THEE-MESSMER BERÜHMTE M!SCHONGEN M.~ 2.80 & o.ro PR. PFUND. PBOBEP*CKETE 60 » — | (auch in Umtausch gegen altere werKe; sowie uue \ äST liefert gegen Teilzahlungen von monatl. 3 M. an H. 0. Sperling, Buchhandlung, Stuttgart Yil. 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Sappen- würze 4332 Nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'schen Saale versteigert: Sophas, Commoden, Kleider- und Glatzschränke, 1 Regulator, 1 Divan, 1 Buffet, 1 Kassaschrank, 1 Sopha mit 6 Stühlen, 1 Verticow, 1 Nähmaschine, 1 Schreibtisch, 1 Ausziehtisch, 1 Lirwleumteppick, 1 vollst. Bett, 4 Bilder, 2 Hobelbänke, eine Partie Werkholz, ei« fast neue» Zweirad (Pneumatik) u. v. A- 5118 Geitzler, Gerichtsvollzieher. Wohnung, 4 Zimmer nebst Zubehör, zu vermiethen Bekanntmachung. Das Hebregister pro 1897 liegt zur Einsicht der Betheiligten acht Tage lang auf dem Bureau des unterzeichneten Vorstandes auf. Gießen, den 24. Mai 1897. Der Vorstand der israelitischen Religionsgesellschaft. A. & G. Wallenfels, Markt 21. Telephon 46. Ät. Schlachthaus. Freibank. 4971 Heute und Montag: CWeitfkifd» nicht ladenrein, per Pfd. 54 Psg. 8chMLimfleM nicht ladenrein, per Pfd. 45 Psg. 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ES wollen sich nur unbestrafte Leute melden ." 5117_______Dommerich.__________ Verdingung Die Arbeiten zur laufenden Unterhaltung nachstehender städtischer Gebäude sollen Dienstag den 1. Juni d. I., Vormittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden: 1) Bürgermeistereigebäude. Schreiner- u. Weißbinderarbeit. 2) Realgymnasium und Realschule: Weißbinderarbeit. 3) Stadtkuabeuschule: Schreiner- und Weißbtnderarbeit. 4) Rathhaus: Schreiner- und Weißbinderarbeit. Arbeitsbeschreibung und Beding- ogen liegen während der Dienst- ftanden zur Einsicht auf Zimmer d ir. 6 bei uns offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin einzu- rsichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 22. Mai 1897. Das Stadtbauamt: Schmandt. 5131 A. Koch Nachf. St. Bernhards-Hunde edelster, hüchstpräm. Abstammung, kurzhaarig- (Rüden Hüudiuue«) abzugeben im 5107 Zwinger ,.Taunus", Carl Hopf, WoerSdorf t. Taunus, b Idstein. 4597] 3 Zim., Küche m Wasserl. u. Cad., per 1- August beziehbar. Liebigstr. 55. 6061] Grleugaste 15 Logis an kleine, ruhige Familie zu vermiethen. _______________H g. Nassauer. 5120] Mansarbenw., 3 Zimmer nebst Zubehör zu verm. Liebigstraße 55. 6135] Ein kleines Logis an ruvige Leute zu vermiethen bei 8. Hellmold, _________________________Steinstraße. 4909) Der Seilenbau meines Hauses, vier Zimmer mit allem Zubehör, ist zum 1. August l. I. an ruhige Leute zu oer- miethen. Dr. Ploch, Asterweg 9. 3576] MöblirteS Zimmer zu vermiethen. H. Gröninger, Steinstraße 59. SchS« möblirteS zimmer zu vermiethen 4144 «chulste. 11, Mansarde links. 1900] «ut möblirteS Zimmer zu vermiethen. Bahnhofstraße 4, in. 3172] Wohnung im ersten Stock, vier Zimmer mit Zubehör, per sofort oder später zu vermiethen. H. Bourgeois. Neuen Bäue 16. Schöne Wohnung von 4 auch 5 Zimmern, Küche und Zubehör auf 1. Juli zu vermiethen. Zu erfragen in der Conditorei Krämer, 5127] Schön möbl. Zimmer sofort zu vermiethen. (Separater Eingang). 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Kinde ast Dammstr. 32, pari. Für die wohlthuenden Beweise herzlichster Theilnahme an dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen innigsten Dank sm C. 1. Faber und Familie. Brief M I 81.15 170^0 4.16 : Tüll -V or hänge r abgepasst und meterweise. 5137 > ♦ Heue grosse Auswahl. $ : FRITZ NOWACK : ♦ Ausstattungs-Geschäft und Wäsche-Fabrik. j Sechstes Concert Mittwoch den 26. Mai 1897, Abends 6 Uhr, im Festsaale (Wallthorstrasse) . unter Leitung des Gros»h. Universität» - Musikdirector» Herrn Gustav Trautmann. Mitwirkende : Fräulein Emma Hiller. Kammersängerin aus Stuttgart (Sopran), Herr Adolf Müller au» Frankfurt (Bas»), Academischer Gesangverein und das durch auswärtige Künstler verstärkte Vereins-Orchester. Programm: Sämmtliche Compositionen von Johanne» Brahms. TO