hn *» i L k“ O/16 >898 S" »er t,, ” ; &" fatel Ä'Ä Ä Ub. "h rrhirlt M darrbach blosser,. e ^^rhett, ÄS 9,61 8“fa( (faule, im., 5__io « '« 7,20 h, 18 ° N *«W, 6-12 »■, 5-16 „V 8,40 fa. 8 fa‘ 3 ™btNm*,hl» ,ct 6,tb«™ Sotmiiteji 8en 22. g-ebtuar 1897 Weitab.' »erkauf Mritttijtifttrf. fa «.März d.J, tommen ui meinen! M ößeMchen meift. ^kaus aus dem lhiqtrk Bie^elietg: Witttlmlb) ca. 120 Stt, >e, iebmoalb) ca. 300 txx. \AW WM: Niederwald) ca. 300 tit. nbe. lälen der Rinde geschieh! der skorstvenoaltuag. Königliche Oberförster. Bllsold. isch n. Cabliai pfehlungen. frisch im »WMotf*. «pfannkuchev- lei-) Bäckerei gleich vorzüglich wir ische Kuhbutler iosi l Mannheimer 80 Pfg- das Pfund. aller fcWh— Geben«;«-“« «A festes ^gteSnd. Wieder- ssssss- 11, Sch*L- -- lasken-ßoslu^ und MÄ- I««* hmur, Kretzschf' flt. 47 Erstes Blatt Donnerstag den 25 Februar L8VV Aints- und Anzeigeblutt für den Areis Gietzen Hratisöeitage: Hießener Jamilienötätter. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für bcx folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux des In« und Auslandes nehmen j Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Redaction, Expedition und Druckerei: Schutgraßc Zlr.7. Fernsprecher 51. Vierteljähriger Aöonncmcntspreis: 2 Mark 20 Psg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Psg. Die Gießener Aamilieuvtätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Der ' Hießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags. ießener Anzeiger Kenerat-Anzeiger. C^eiL Betr.: Die Mathildenstiftung für die^Provinz Oberhesien. Bekanntmachung. Die diesjährige Hauptversammlung der Mathildeu- stiftuug für die Provinz Oberhesien findet Dienstag den 16. März d. I, Vormittags 11 Uhr, im Regierungsgebäude zu Gießen statt, wozu die verehrlichen Mitglieder der Stiftung ergebenst eingeladen werden. TageS-Ordnung: 1. Prüfung der Rechnung pro 1896, 2. Vertheilung des Ueberschusses aus 1896 zur Unterstützung gemeinnütziger Anstalten, 3. Feststellung des Voranschlags für 1897, 4. Ergänzungswahl des Vorstandes. Gießen, 22. Februar 1897. Der Vorstand der Mathildenstiftung für die Provinz Oberhesien. v. Gagern, Gr. Provinzialdirector. Bekanntmachung, betr.: die Schweizerische TranSportverficherungSgesellschaft „La Neuchäteloise“ in Reuchatel.^ ___ Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß Großh. Ministerium des Innern mit Entschließung vom 17. Februar d. Js. die der Schweizerischen Transportversicherungsgesellschaft „La Neuchäteloise“ in Neuchatel er» theilte Erlaubniß zum Geschäftsbetrieb im Großherzogthum zurückgenommen hat. ___ Gießen, den 20. Februar 1897. Großherzogliches KreiSamt Gießen. v. Gagern.kZZ Deutscher Aetchrtas» 183. Sitzung. Dienstag den 23. Februar 1897. Zur ersten Berathung steht der Gesetzentwurf betr. Verwendung der Hälfte des Ueberschusses der Ucberwetsungen über die Matricularbeiträge pro 1897/98 zur Schuldentilgung. 8 2 des Gesetzentwurfs setzt fest, daß der Beitrag, auf welchen die Einzelstaaten pro 1897/98 zu Gunsten der Reichtzschuldenttlgung verzichten sollen gemäß 8 L ihnen pro 1899/1900 zu Gute gerechnet werden, also unerhoben bleiben soll, wenn in diesem Jahre die UeberWeisungen hinter den Matricularbetträgen zurückbleiben. ' Schatzsecr. Graf Posadowsky: Die Schuldentilgung im Reiche liege sehr im Interesse einer geordneten Ftnanzverwaltung. Aber auch eine dauernde Reform der letzteren sei dringend geboten, »umal sich jetzt, bet Ueberweisungen, Matricularbetträgen, Aversen rc. die Steuerzahler kaum noch em klares Bild von der Finanzlage machen könnten. Die Ueberweisungspolilik könne tn der Weise wie bisher nicht festgesetzt werben, nachdem die Ausgaben für Heer und Marine, für die Colonien und für die Zwecke der socialen Ver- ficherungsgesetzgebung in den letzten zehn Jahren so gestiegen seien, daß die Etnnahmestetgerung damit nicht habe gleichen Schritt halten können. Wie sei zugleich die Reichsschuld gewachsen! Wenn aber die Bundesstaaten auf einen erheblichen Theil der Ueberweisungen verzichten sollen, so müsien ste auch eine Gewähr dafür haben, nicht ein andermal zu sehr durch Matricularbeiträge herangezogen zu werden. Diese Gewähr solle der 8 2 geben. Das sei keine automatische Regelung, denn wenn in 1899/1900 die MatrtcularbeitrLge sehr stark stiegen, so könnten die Einzelftaaten, trotz des ihnen dann anzurecdnenden Betrages gemäß 8 2, dennoch in die Lage kommen, mehr an Matricularbeiträgen zu zahlen, als sie an Ueberweisungen erhalten. Würde man außerhalb des Hauses die Verhältnisse klar durchschauen, so würde sich geradezu ein Sturm nach einer solchen Ftnanzreform erheben. Die Vorlage beruhe aus einstimmigem Beschluß der verbündeten Regierungen. Abg. Richter (srf. 93p.): Die Vorlage sei nur eine Variation auf das Thema, daß die Einzelftaaten nicht mehr an Matricular- beiträgen zahlen sollen, als sie an Ueberweisungen erhalten. Ebenso sei der erste Theil der Rede des SchatzsecretärS nur eine Umschreibung des automatischen Gedankens gewesen. Eine „reinliche Scheidung" sei beabsichtigt, nur tn einer anderen Form. Was der Schatz- secretär zur Begründung des Verlassens der UeberwetsungSpoltttk gesagt habe, laufe darauf hinaus: Zölle, Branntweinsteuer rc., das Alles soll verwendet werden für Militär und Marine. Das aber lehnen wir andrerseits rund ab. Indem 8 2 überdies zwei Jahre verkoppelt, enthält er auch eine Einschränkung der Rechte des Reichstages. Wenn der Schatzsecretär meint, wenn erst das Volk seine Retchsfinanzreform verstehe, so würde sich ein Sturm danach erheben, so denke ich doch, auch der blinde Hödur weiß längst, was es zu bedeuten haben würde, wenn das Reich nur noch auf neue in- dtrecte Steuern angewiesen bleibt, welche vorzugsweise den Minderbemittelten belasten Unsere Einzelftaaten sind gerade jetzt in Folge der Eonvertirungen in relativ guten Finanzverhältnissen, wie können wir uns da schon jetzt pro 1899/1900 die Hände in Bezug auf Bemessung der Matricularbeiträge binden und uns dadurch in die Gefahr neuer Steuern im Reiche bringen! Abg. v. Leipziger (c.) erklärt die Bereitwilligkeit der Confer- vativen, eine dauernde Regelung des Reichtzfinanzwesens zu schaffen. Seine Freunde hätten auch vor dem Automaten keine Angst und hofften auf Verständigung in der Commission. Abg. Dr. Lieber (Ctr.) begrüßt im Allgemeinen die Vorlage als die Fortsetzung unserer Reichsschuldentilgungspolitik vom Vorjahre. Mit einer völligen Beseitigung der Ueberwetsungspolttik in Gemäßheit der olausula Franckenstein würden wir uns nicht einverstanden erklären können. Ater in der Vorlage ist ja vor Allem jede Regelung von längerer oder kürzerer Dauer vermieden. Ich werde in der Commission beantragen, die für das Reich einzubehaltende Quote der Mehr^ Ueberweisungen pro 1897/98 noch über die hier vorgeschlagene Hälfte hinaus zu erhöhen. Außerdem sollte auch für 1896/97 eine entsprechende Bestimmung noch tn dieses Gesetz ausgenommen werden. Was 8 2 anlangt, so erkennen wir an, daß, wenn das Reich auf einen Theil der Mehrüberweisungen Beschlag legen darf, zu Gunsten der Schuldentilgung, auch die Einzelftaaten gegen eine zu große Inanspruchnahme gesichert werden sollen. Für den Sinn des 8 2, wie ibn heute der Schatzsecretär dargelegt hat, bedarf es aber einer klaren Form. ES wird auch dem Reichstage die Entschließung Vorbehalten werden müsien, ob er 1899/1900 erforderlichenfalls auf höhere Matricularbeiträge oder auf höhere Steuern oder auf Anleihcn zurückgreifen will. Sehr zu prüfen wird daher auch die Commifsion haben, ob eS in 8 2 bei dem Etatssoll der Matri- cularbciträge verbleiben foll. Auch uns ist die Verkoppelung zweier Etatszahre nicht unbedenklich. Im Gegensätze zu Herrn Richter meine ich, daß ein Uebergreifen mit neuen Steuern auf das Reich keineswegs stets eine Betastung der Minderbemittelten bedeute, weil dem Reiche nur die inbirecten Steuern verbleiben. Wenn z. B. in Bayern die Steuern erhöht werden müßten, dann handelt eS fich dort vor Allem um die Grundsteuer, den Schaden würden dort als» die Landwirthe haben. Abg. Paasche (nl.) plaidirt für eine Reichsfinanzreform von Dauer und stimmt der Vorlage durchaus zu. Die Vorlage wird der Budgetcommisston überwiesen. Es folgt die zweite Berathung der Gesetznovelle betr. Beschlagnahme des Arbeits- oder Dtenftlohnes. Die Beschlagnahme soll fortan auch zu Gunsten unehelicher Kinder stattfinden dürfen, wobei aber den ehelichen Anfpruchsberechttgten gewiße Privilegien gewahrt bleiben sollen. Ein Antrag Bassermann hierzu bezweckt eine Abschwächung dieser Privilegien, um zwischen den Anspruchsrechten der ehelichen und der unehelichen Kinder eine mittlere Linie zu finden. Der Antrag Bassermann wird angenommen und damit die ganze Vorlage. Es folgt der Etat des Jnvalidensonds. Die Commission hat den Dispositicnsfonds des Kaisers um 960 000 Mk. erhöht behufS Erhöhung der Pensionen von Kriegstheilnehmern. Ein Antrag v. Leipziger (cons.) will statt dessen die Regierung auf dem Wege der Resolution auffordern, einen Nachtragsetat zu demselben Zwecke vorzulegen. Referent Abg. v. Gültling en (R.-P.) berichtet, daß in der Commission die Verfassungsmäßigkeit des von ihr gefaßten Beschlusses regierungsseitig bestritten worden sei. Abg. Müller-Fulda (Ctr.) rechtfertigt den Beschluß der Commission. Es herrsche in den Kreisen der Anspruchsberechtigten dringende Noth, während man die Zinsen des Jnvalidensonds nicht einmal aufbrauche. Abg. o. Leipziger (cons.) empfiehlt seine Resolution, hauptsächlich aus etatsrechtlichen Bedenken gegen den Commissionsbeschlutz. Schatzsecretär Gras Posadowsky verwahrt die Regierungen dagegen, an den Zinsen des Jnvalidensonds Ersparnisse machen zu wollen. Eine Thesaurirung erfolge nur im Jntercsie derer, die am Kriege nicht nur theilgenomrnen, sondern auch in demselben zu Schaben gekommen seien. Das Interesse Dieser stehe bemjenigen Derer voran, bie am Kriege nur theilgenomrnen, ohne dabei gesundheitlich geschädigt zu sein. Das Haus möge sich auf die Resolution Leipziger beschränken, ein Nachtragsetat im Sinne derselben, also für die Invaliden überhaupt, nicht zu ©unften der bloßen KriegStheil- nehmer, würde dem Hause zugehen. Abg. Graf Oriola (nl.) spricht für den Beschluß der Commission, bei dem von einer Nichtachtung der Rechte der Executive nicht die Rede sei. Hierin stimme seine Partei durchaus mit Müller- Fulda überein. Generallieutenant o. Viebahn widerspricht lebhaft der Angabe eines Zeitungsartikels, daß in Frankreich die Pensionen von „Kriegs- roittroen* höher seien, als bet uns. Abg. v. Vollmar (Soc.): Das Geld fei da, die Noth fei groß, und wenn das Schatzamt die Gelder des JnoalidenfondS aufspeichere, so habe man im Lande den Eindruck, als solle der Fonds zu ganz anderen Zwecken aufgespart werden. Abg. Lieder (Ctr.): Nach ben Erklärungen des SchatzsecretärS bestehe doch Uebereinstimrnung zwischen Regierung und Haus. Weshalb solle man da nicht den Beschluß der Commission annehmen? Seine Freunde wollten aber den Gegenstand nicht zum Conflictstoff machen und beantragten daher eine Resolution, welche die Regierung Fenilleton. Emilia GaloNi. Man ist neuerdings mehr und mehr von dem verächtlichen Urtheil zurückgekommen, das die Stürmer und Dränger und später die Romantiker über den Dramatiker Lessing fällten, und räumt ihm eine Stelle in der vordersten Reihe unserer großen Dramatiker, neben Schiller und Kleist, ein. An Schmelz tn der Wiedergabe zärtlicher Empfindungen und an Wucht deS tragischen Schmerzen-ausdruckes ist er oft übertroffen worden, wenige kommen ihm gleich in der durch und durch dramatischen Art der Characterzetchnung und der Behandlung der Sprache und des Dialogs. Der dramatische Dichter, dem ja in der Geste und dem Ton ganz andere Mittel der Characteristik zu Gebote stehen als dem Epiker und der ste daher auch braucht, enthüllt uns seine Charactere weit weniger durch den Inhalt ihrer Worte und Handlungen, als durch die Art und Welse, wie sie sprechen und handeln, und oft ist sogar eine dem innersten Wesen einer Person widerstrebende Handlung daS beste Mittel in der Hand eines großen Dramatikers, um uns deren Character darzustellen. Coriolan bei Shakespeare offenbart fich nie so sehr als der hochmüthige Aristokrat als da, wo er um die Stimmen der Plebejer bettelt, und Lesfing genügt im „Nathan" die eine I Scene, wo der Bruder BonafideS den Tempelherrn zu einem Schurkenstreich verleiten soll, um jenen als eine völlig arglose und wohlmeinende Natur erkennen zu laffen. Gerade tu dieser indtrecten und unfreiwilligen Selbstdarstellung der Charactere, die recht eigentlich dramatisch ist, steht Lesfing unter unseren deutschen Dramatikern beinahe unerreicht da, und wir wüßten nicht, wer außer dem jugendlichen Schiller ihm nahe käme. Lessings Sprache aber dünkt uns deshalb eminent dramatisch, weil sie, im Gegensatz zu der der Goethe- scheu Dramen, nicht bloS gesprochen, sondern gespielt sein will und die Action des Schauspielers geradezu fordert. — Zu den eigentlich dramatisch-theatralischen Vorzügen LesfingS kommt nun noch ein anderer, höherer hinzu, der, daß Lesfing seine Probleme so tief wie außer ihm im socialen Drama nur noch Moltöre faßt. — Bekanntlich ist Lesfing zu seiner „Emilia Galottt" durch die römische Virginia angeregt worden, deren Geschick er schon früh auf die Bühne zu bringen plant. Wir wiffen auS seinen Briefen, daß er nach seiner Beschäftigung mit der dramatischen Theorie DiderotS eine völlige Umgestaltung des Stoffes vorntmmt, der zunächst von allem politischen Beiwerk befreit wird. Die zeitgenössischen Kritiker der Emilia, die daS Werk zu sehr unter dem Gesichtspunkt einer „bürgerlichen Virginia" betrachteten, haben diese Loslösung von dem politischen Hintergründe und diese Ueber- tragung in eine andere Sphäre getadelt — wie unS bedünken will, mit Unrecht. Denn einmal ist der Mord der Tochter durch ihren Vater, dem ihre Unschuld lieber ist als ihr Leben, in dem Stoff, wie ihn unS LiviuS überliefert, nur ein einzelnes Moment einer wichtigen historischen Umwälzung, die also vor Allem unser Jntereffe in Anspruch genommen hätte, und dann erschöpft auch die That des heroischen BaterS den Inhalt des Lessing'schen Stückes keineswegs. .Denn in dessen Mittelpunkt steht doch recht eigentlich der blendende, verführerische, hochgestellte Mann, der seiner Selbstsucht und Begier ein Weib zum Opfer gebracht hat und ein weiteres ihr zu bringen im Begriffe steht. DaS Stück scheint uns weit weniger ein Drama der geretteten Unschuld als das Drama der Frauenwürde oder genauer der im Weibe beleidigten Menschenwürde. Die Orfina ist nicht die verlassene unglückliche Liebhaberin gewöhnlichen Schlages: ihr Pathos ist überhaupt ^nicht daS unglücklicher Liebe — was sie erfüllt, ist vielmehr daS Gefühl, daß sie erniedrigt wurde zu einem Spielzeug für die Laune eines Mannes, der sie bald achtlos wegwirft und mit einem neuen Spielzeug vertauscht,- waö uns Lessing hier zum Bewußtsein bringt, ist, daß in ihr nicht daS Weib, sondern im Weibe der Mensch herabgewürdigt wurde.*) Auch in der Emilia selber ist ein verwandter Zug: sie empfindet die Bewerbung des Prinzen als eine frevelhafte Antastung, als eine Besudelung ihrer selbst, und daS ist eS, was sie im Bunde mit Anderem in den Tod treibt. Wir wüßten nicht, daß in der Behandlung dieses Problemes Lesfing im Drama einen Vorgänger gehabt hätte, nur im Roman wäre ein solcher zu nennen. ES ist Samuel Richardson, den die ersten Dichter und Kritiker des vorigen Jahrhunderts als einen der größten Menschendarsteller bewunderten und weit über Fielding stellten, während man ihn heutzutage mit etlichen ironischen Bemerkungen abzuthun liebt. Diese Ironie scheint unS wenig am Platze und ist weder durch die historische noch die dichterische Bedeutung deS Mannes gerechtfertigt, denn in seiner Pamela giebt er daS erste Muster einer naiven Liebenden, die, eine ältere Schwester der Marianne in Goethe's „Geschwistern" und des Kletstt^hen KäthchenS, durch eine gewisse Zartheit undAnmuth an dieselpäteren Meisterschöpfungen unserer großen deutschen Dichter erinnert, und in der Clarissa zeichnet er unS in Lovelace eine der gewaltigsten Don-Juan-Figuren, die die Weltlitteratur kennt, und entwickelt zugleich mit einem nicht genug zu bewundernden psychologischen Tiefblick die Nemesis des Don-Juan-Cha- *) Verwandter Art ist auch der Grundgedanke von Schnitzlers „Liebelet", der ersten Vorstellung dieses WtnterS. Man hat den so ernsten Grundgedanken dieses Stückes so ganz verkennen können, daß ihm von einzelnen Seiten der Borwurf der Frivolität gemacht wurde. um Vorlegung eine- NachtraqSetats ersuche, der allen hilfsbedürftigen Ariegsthetlnehmern je 120 Mark gewähre. Die Resolution Leipziger wird darauf zurückgezogen und die Lteber'sche Resolution einstimmig angenommen, womit der Commis sionsantrag gefallen ist. Morgen 1 Uhr: Etat der ReichSeisenbahn und des Retchs- versicherungS-AmteS. Schluß 6>/s Uhr. »alffß telegraphisches «orrespouday-Birrea». Berlin, 23. Februar. Wie die Abendblätter melden, tritt heute im Reichsschatzamte auf Einladung deS Staats» fecretärs Grafen Pofadowskh eine Conferenz der Mühlenbefitzer zusammen, um eine Beschränkung der mißbräuchlichen Ausnutzung der Exportbonifikation für Getreide zu berathen. Durch Gutachten hervorragender Fachmänner soll festgestellt werden, ob eS gelingen kann, ein Rendement für Mehl überhaupt feftzusetzeo. Berlin, 23. Februar. Der deutsche nautische Verein sprach fich heute gegen die Entfernung der treibenden Wracks durch ein Zusammenwirken der Seeschifffahrt treibenden Völker aus und befürwortete die Errichtung einer Central» stelle für Meldungen über treibende Wracks. Ferner erklärte der Verein mit 19 gegen 7 Stimmen die proportionelle Schadenvertheilung bei beiderseits verschuldeten Schiffs» colllfionen gemäß den Grundsätzen des bürgerlichen Rechts als die allein richtige. Straßburg, 23. Februar. Ja der heutigen Sitzung des LjandeSauSschusseS für Elsaß-Lothringeu stellte StaatS- secretär v. Puttkamer die Vorlage eines Gesetzentwurfes in Aussicht, durch den an Stelle der alten französischen Bestimmungen ein dem deutschen ReichSpreßgesetze analoges Preßgesetz als Landesgesetz zur Einführung gelangen werde, das aber der Regierung gewiffe Befugnisse gegen die auswärtige Preffe verleihen soll. Pest, 23. Februar. Das Abgeordnetenhaus nahm das Budget deS AckerbaumiuisteriumS im Ganzen an. In der Schlußrede erklärte der Ackerbaumintster Dr. Darangt, daß er die Frage der Canalverbindung Donau-Oder nicht aus dem Auge verlieren werde und daß er die Frage der Waag Oder-Verbindung studiren laffe. Venedig, 23. Februar. Pestcouferenz. Der Unterausschuß für Maßnahmen außerhalb Europas begann die Berathung über die im Bereiche deS Rothen Meeres zu treffenden Vorkehrungen gegen die Pest. Der Unterausschuß für Maßnahmen in Europa prüfte die Convention von Dresden und macht Abänderungsvorschläge dazu zu dem Zwecke, daß die Convention auch im Falle der Einschleppung der Pest wirksame Bestimmungen enthalte. Athen, 23. Februar. Nach einer Depesche aus Certgo halten englische Schiffe diese Insel eng umschloßen. Auch haben englische Schiffe gestern vor Plarania, woselbst fich das Hauptquartier des Obersten BaffoS befindet, demonstrtrt. Ferner wird berichtet, daß Kastelt tn Brand stehe. Kalkutta, 23. Februar. (Reutermeldung.) Unter den Personen, dte auf den Nothbauten tm Rewastante beschäfttgt find, ist die Cholera auSgebrochen. In zwei Tagen find 160 Todesfälle vorgekommen. Die Behörden ergreifen energische Maßregeln, um dte Verbreitung der Epidemie nach Allahabad sowie nach den Centralproviuzen zu verhindern. Depeschen deS Bureau „Herolds Berlin, 23. Februar. Die Heilung des kleinen Furunkel, welcher fich am rechten Knie des Kaisers gebildet hatte, nimmt einen durchaus normalen Verlauf. Der Kaiser kann mit dem rechten Bein bereits wieder auftreten. — Die Kaiserin wird, wie verlautet, heute Nachmittag von Hubertusstock in Berlin wieder eintreffen. Berlin, 23. Februar. Das Abgeordnetenhaus erledigte heute den Etat der Bauverwaltung. Nächste Sitzung Freitag. Tagesordnung: Kleine Vorlagen und Landwirth« fchastS'Etat. racterS, der, wenn er auch einmal ein mit allen Vorzügen geschmücktes Weib trifft, das er heftig liebt, doch mit ihr nicht mehr glücklich werden kann. In beiden Werken, wo weibliche Tugend fich siegreich gegen männliche Verführung behauptet, glauben wir zuerst jene Auffaffuug von Frauenwürde zu finden, die uns tn dem Lesfing'schen Werke begegnet. Und wett mehr als dte „Miß Sara Sampson", die ja von Richardson Einiges für ihre Fabel borgte, scheint uns die „Emilia Galotti" von Richardson, wenn auch nicht in ihrem Stoff, so doch in ihren Grundgedanken beeinflußt worden zu sein. Und in diesem Grundgedanken erkennen totr so recht die große, stolze und männliche Seele unseres Lesfing wieder. Aus seiner tiefen sittlichen Empörung über den an Menschenwürde verübten Frevel heraus hat er sein gewaltiges Zeitbild geschaffen von dem Hof von Guaftalla, der ja so viele damalige deutsche Höfe wiederspiegelte, ein Zeitbild, das ebensosehr durch seine Wahrheit, wie seine Voll» ständigkeit unsere Bewunderung erweckt, und auf der einen Seite den künstlerisch beanlagten und von Natur gutmüthigen, aber durch den Mißbrauch der Macht entarteten Fürsten zeigt, auf der andern dte willfährtgen Diener seiner Lüste und die Opfer seiner Sultanslaune. Man hat gegen die Katastrophe Einwendungen erhoben, und wenn sie auch begründet sind, so treffen sie doch den Kern des Werkes nicht. Daß der Hauptschuldige leer ausgeht — was verschlägt das viel? Das Schauspiel ist nicht dazu da, zu belohnen und zu bestrafen, eS soll vielmehr nach den Worten Goethes „ba6 Verderbliche der That, das Gefährliche der Gesinnung an den Folgen nachzuweisen suchen", und eS muß darum auch meist durch Schuld, Sünde, Unrecht und Verbrechen führen, und alle Consequenzen aufzeigen, gleichgültig, ob am Schluffe Schuldige fich behaupten und Unschuldige zum Opfer fallen. Bertil, 23. Februar. Prinz Heinrich trifft heute Abend, von BreSlau kommend, tn Berlin ein und setzt nach zweistündigem Aufenthalt Hierselbst seine Reise nach Kiel fort. Zum Costümball wird der Prinz wieder nach Berlin kommen. Berlin, 28. Februar. Am 8. Mai wird in Braunschweig daS 50jährige militärische Dienstjubi- läum deS Prinzen Albrecht von Preußen gefeiert. Berlin, 23. Februar. Der Vorstand deS Reichstages hat den Antrag gestellt, in den Etat deS Reichstages al- einmalige Ausgabe für Grunderwerb und Projectbearbeitung für den Bau eines PräfidialgebäudeS de- Reichstages, sowie als erste Baurate 300,000 Mk. einzustellen. Berlin, 23. Februar. Die CentrumSfraction hat den Antrag auf Aufhebung deS Jesuitengesetzes im Reichstage wieder eingebracht. Frankfurt a. M., 23. Februar. Die „Franks. Ztg." erfährt aus Berlin: Der Sultan hat dem DivifionS- general von der Goltz in Frankfurt a. M. einen gläa« zenden Antrag gemacht, um ihn zum Wiedereintritt in die türkische Armee zu bewegen. Der General hat jedoch den Antrag abgelehnt. Köln, 23. Februar. Die „Köln. Ztg." meldet auS Konstantinopel: Die türkischen Truppen an der griechischen Grenze von Macedonien betragen 6 Divisionen in einer Stärke von 32,000 Mann mit 12 Regimentern Cavallerie und 24 Batterien. Die Truppen stehen unter dem Befehle deS bisherigen Gouverneurs von Aleppo, Edhem Pascha. Nach zuverlässigen Angaben aus Athen stehen den türkischen Truppen an der griechischen Grenze bisher viertausend Mann griechische Soldaten gegenüber, ferner die an« gekündigte Verstärkung von 5000 Mann, so daß in vierzehn Tagen höchstens 9000 griechische Soldaten an der makedonischen Grenze sich befinden, denen sech-türkische Divisionen gegenüberstehev. BreSlau, 23. Februar. Gestern fanden hier, wie der „Breslauer Gen.-Auz." meldet, in dem Restaurant „Feld- schlößchen" elf Mensuren statt, die von 11 Uhr Morgens bis 4 Uhr Nachmittag- dauerten. Bei der letzten Schläger- Mensur rutschten die Bandagen des Studenten Opitz aus Schweidnitz und sein Gegner, der Student Thiel, verwundete ihn tödtlich durch einen Stich in- Herz. Opitz, welcher 19 Jahre alt war, wurde in eine Droschke gehoben. Er starb auf dem Transport nach 10 Minuten. In den be» theiligten Kreisen herrscht dieserhalb große Aufregung. Wim, 23. Februar. Heute Vormittag trafen au- Athen und Konstantinopel im Auswärtigen Amte wichtige Depeschen ein. Graf Goluchow-ky erstattete hierüber dem Kaiser sofort in besonderer Audienz Bericht. Wie verlautet, soll heute von den Vertretern der Großmächte dem König Georg ein Ultimatum überreicht worden sein, in welchem derselbe aufgefordert wird, binnen 24 Stunden seine Truppen von Kreta zurückzuziehen. Der König soll geantwortet haben, er könne diesem Verlangen nur dann nachkommen, wenn Kreta sofort die Autonomie erhalte. Rom, 23. Februar. Auf Grund authentischer Informationen wird bestätigt, daß da- Uebereinkommen der Mächte betreffs Kretas auf die Autonomie der Insel mit Wahrung der Integrität der Türkei hivauS- laufe. Die Mächte stimmten vollständig überein. Im Roth» falle solle das Programm gegen Griechenland und die Türkei mit Gewalt durchgeführt werden. Die Türkei habe fich bereit erklärt, sich fügen zu wollen. Pari-, 23. Februar. Nach einer langen Rede Hanotaux in der Kammer über die orientalischen Verhältnisse wurde der Regierung ein Vertrauensvotum mit 413 gegen 83 Stimmen ertheilt. Athen, 23. Februar. Die Nachricht, die Großmächte hätten der griechischen Regierung ein Ultimatum gestellt, hat hier große Erbitterung hervorgerufen. Die Volksmenge stößt Drohungen gegen die Fremden, besonders gegen die Deutschen, aus. Athen, 23. Februar. Die griechischen Truppen auf Kreta befinden fich in hoffnungsloser Lage. Die Schiffe der Mächte gestatten kein Landen von Lebensrnitteln und Munition und haben die Verbindung zwischen dem griechischen Admiral und dem Obersten VaffoS abgeschnitteu. Berlin, 24. Februar. Entgegen anderen Meldungen berichtet der „Localanzeiger", daß der Schachmeister St eint tz noch am Leben ist. Sein Zustand sei nicht lebensgefährlich. Berlin, 24. Februar. Der „Staatsbürgerzeituvg" zufolge würde fich Deutschland an einem Ultimatum, worin von Griechenland die Räumung Kreta- binnen vierundzwanzig Stunden verlangt wird, nicht betheiligen, weil es in Athen durch seinen Vertreter vorher bereits erklären ließ, in. der kreteufischen Angelegenheit zunächst von dem diplomatischen Verkehr mit der Regierung in Athen Abstand zu nehmen. Wien, 24. Februar. Nach Depeschen au- Berigo haben die englischen Schiffe diese Insel umschloffen- auch bemonftrtrten englische Schiffe vor .Platania, wo fich da- Hauptquartier des Obersten VafioS befindet. Ferner wird berichtet, Kastelt stehe in Brand. Athen, 24. ^Februar. In einem Interview erklärte Ministerpräsident DelyanniS, die Regierung werde die griechischen Truppen von Kreta nicht zurückziehen, auch die Blokade des PhräuS werde an der Haltung Griechenlaad- nicht- ändern. WB. Athen, 24. Februar. Die Kammer bereitet eine Protestresolution gegen das Bombardement vor, die Regierung zur Fortsetzung der Politik de- Handeln- auf» munternd. DelyanniS stellte die Vertrauensfrage, die Oppositionellen erklärten, fich der Abstimmung zu enthalten. Der Vertrauensantrag wurde mit 115 gegen eine Stimme, bei sechs weißen Zetteln angenommen. Cocele» nnt preoiitjkltef. ' Gieße«, den 24. Februar 1897. •* Antrag auf andere Festsetzung der Fernsprechgebühren Bekanntlich ist am 1. Jaruar d. IS. die Gebühr für ein Drei»Minuten'Gespräch zwischen Orten, welche nicht wehr als 50 Kilometer in der Luftlinie von einander entfernt liegen, auf 25 Pfennige ermäßigt worden. Für Gespräche nach Orten in einer Entfernung von über 50 Kilometer beträgt diese Gebühr 1 Mark. Die Handelskammer in Duisburg ist nunmehr beim Reichspostamt dahin vorstellig geworden, behufs Herabsetzung der Gebühren für Einzelngespräche im Verkehr zwischen Orten von über 50 Kilometer Entfernung eine Mittelzone mit einer Gebühr von 50 Pfg. einzurichten. Die Handelskammer in Cöln hat sich gleichfalls diesem Anträge angeschloffeu. *• „Hasfia". Sonntag, 7. März, Vormittags 11 Uhr, hält das Gesammtpräsidium der „Hassia" in Darmstadt eine Sitzung mit folgender Tagesordnung ab: 1. Providentia- Vertrag, 2. Delegirtentag, 3. Kaffenabschluß für 1896, 4. Jahrbuchvertrieb, 5. Lotterie, 6. Rechenschaftsbericht für 1896, 7. BezirkSangelegenheiten, 8. Beschwerdesachen, 9. Ehrentafel-Verleihnngen, 10. Kyffhäufer - Versammlung, 11. Bictoria-Melita-Stiftung, 12. Verschiedene-. — Bezüglich der Zentenarfeier erläßt das Präsidium u. A. folgende Bekanntmachung: Kameraden! Laffet uns überall im Lande unsere Kräfte aufbieten, daß der 22. März, der 100 jährige Geburtstag Kaiser Wilhelms des Großen, so feierlich begangen werde, wie es der dankbaren Erinnerung an seine Verdienste um- Vaterland gebührt, dieser unermeßlichen Verdienste, die im deutschen Heere, wie im ganzen Volke alle Zeit fortleben werden, ebenso wie seine verklärte Heldengestalt. ** Jubiläum. Der Verband der hessischen landwirth- schaftlichen Genoffenschasten, welcher zur Zeit nahezu 500 Vereine mit 40,000 Mitgliedern umfaßt, feiert im Juni zu Mainz, dem GrÜndnngSorte deS Verbände-, da- Fest seine- 25jährigen Bestehen-. Der Berband-director, Kreis» rath HaaS-Offenbach, hat bereits ein Rundschreiben an die Genoffenschasten erlaßen, worin er um Beiträge zur Bildung eines JudiläumSfondS bittet. Für die Feier find zwei Tage in Aussicht genommen. Am ersten Tage soll ein festlicher VerbandStag mit Festmahl, am Abend Concert in der Stadthalle oder der städtischen Anlage stattfinden. Für den zweiten Tag ist eine Rheinfahrt geplant. Vielleicht wird auch eine Festvorstellung im Theater oder eine ähnliche Nummer dem Festprogramm eingeflochten. Auch soll den Festtheilnehmern ein kleines Andenken behändigt werden. ** Zu Amerika verstorbene Hessen. Findlay, £)., Peter Kurtz, 70 Jahre alt, au- Retgenbach. New Aork, Ludw. Sättiger. Ebenda. Frau Catharina Weig geb. Knapp, 29 Jahre alt, auS Heppenheim a. d. B. Ebenda. Frau Elite Sänger geb. Nachmann, 60 Jahre alt, au0 Oppenheim a. Rh. Portsmouth, O., Carl Best fen., auf Osthofen. St. Joseph, Mo., Jacob F. Seipp el, 71 Jahre alt, au- Gießen. Milwaukee, WiS., Dr. Henry P. Wenzel, auS Darmstadt. Columbus, O., Edmund Unrath, 35 Jahre alt, auS Fürth i. O. •• Wetterbericht. DaS Minimum, welches gestern im Norden des ErdtheileS lag, ist ostwärts abgezogen- ein neuere» ist jedoch nachgefolgt und befindet sich deffen Zentrum heute Morgen vor der nördlichen norwegischen Küste. Ueber Central-Europa hat der Luftdruck noch weiter zugenommen und hat fich das Gebiet hohen Barometerstandes vom westlichen Maximum wieder ostwärts bis zum schwarzen Meer auSgebreitet. Die Luftdruck Vertheilung über Süddeutschland und dem Alpengebiet zeigt kleine Unregelmäßigkeiten, sodaß vielfach trübe- Wetter besteht. Die Morgentemperaturen lagen heute höher als gestern. — Vorau-sichtliche Witterung: Bei wechselnder Bewölkung milde- Wetter. -ö- Friedberg i. b. W, 22. Februar. Eine bestialische Roheit ist zu Ende der verfloßenen Woche auf der nach Fauerbach führenden Straße verübt worden. Der Milch» kutscher deS Herrn Breidenbach von Melbach wurde auf der Heimfahrt zwischen hier und genanntem Orte von vier Unbekannten angegangen, sie mitfahren zu laßen. Diese- Ansinnen wies er mit dem Bemerken, daß ihm solche- strengsten- verboten sei, zurück. Ohne weitere- bestiegen hierauf die also Abgewiesenen den Wagen und mißhandelten ben Fuhrmann in einer so furchtbaren Weise, daß derselbe fich in völlig bewußtlosem Zustande befand, al- die Kutsche Fauerbach pasfirte. Erst nach genauerem Zusehen bemerkten dir dem Fuhrwerk begegnenden Bewohner diese- Ortes, welche den bewegungslos Daliegenden für schlafend hielten, roa^ vorgefallen sein mußte. Nach längeren Wiederbelebungsversuchen gelang eS, den armen Menschen zu Bewußtsein zn bringen, worauf er denn auch die an ihm begangene That schilderte. Nachdem man ihn notdürftig verbunden hatte, wurde er nach Melbach zurückgebracht. Der Arzt confiatirte außer anderen schweren Verwundungen am Kopfe einen Schädelbruch, und mußte der Mißhandelte am folgenden Tage dem Krankenhaus in Friedberg überliefert werben. Hoffentlich gelingt eS den sofort eingeleiteten Nachforschungen, jene Strolche bald hinter Schloß und Riegel zu bringen. + Echzell i. d. W.. 22. Februar. Hinsichtlich der kürzlich gemeldeten Ze rstörung von 18Zwetschenbäumen fand auf Antrag des Geschädigten am letzten SamStag unter Zuziehung von Sachverständigen zwecks Feststellung der einzuklagenden Schadenshöhe eine gerichtliche Besichtigung de- BaumstÜckeS rc. statt- hierbei einigten fich kluger Weise die Parteien, sodaß der Grundbesitzer eine angemessene Geld« entschädigung erhält und ein in Aussicht gestandener Proceß erspart bleibt. Bübingen, 22. Februar. Heute in der Früh wurde Heinrich Gerhardt erhängt aufgefunden. Der Verstorbene ist 60 Jahre alt. Ueber den Tobten soll man nicht urtheilen! In einer Rauferei mit dem Bäckergesellen Karl Berg an- Gießev, die gestern Abend stattfand, hat Gerhardt dem letzteren mehrere Messerstiche beigebracht und benfelben leben-- Keller. 1897 «Ws 1Un8 6on ?1 Für ?L?sr Gebühr bnn^n01'1" SöIMat i ? W A-rr Ä*' WdnN “T""«- Sfafi „ lttat T *«iyi4mi8tt. ™ m« »tut aBl " Wta l*kth i"> 8iit Mjeia 5« W Wm le IM., h » 8ul1' ™ Ruodlchrchtll Qn «Wgt M UbM §llet find zwei Tüt! Ta«e soll eio io Coocert In btrgtah- W» Särbtn Eliten W M aoch eint ' Wt Kummet dm ff ff» Fefttheslvehwttri Nvdky, O., Peter !• New Dark, Ludv. harlna Leig gti. rt» q. d. B. @6tnba. n, 60 Jahre alt, aut Earl Best seo., rat f.Setppel, 71 Jahn , Henry P. Wenzel, munb Unraty, 35 m, totlfyl gestern ii 8 abgezogen rin neueret ich besten Centrum heute ivegischen Küste, lieber ivch weiter zugeoommeo ometerstandeS vom west- iS zu» schwarzen Meer ung über ZMuMand arrgrlmaßizkesten, fidch )ie Morgentemperameo — Lorauislchtllihe völkung mildrS WM Zebruar. ®ine bestl»' nslostenen Woche aus bn ^übt worden. DerM' Melbach wurde aus der ntem Orte von vier Uff , zu lasten. Dieses Äff raß ihm solcher streng' leitereö bestiegen hlrraui unb **«» ° b«6 b«'ll6‘ w gnjtjm 6ietrft« li mC, W« HW«1» *"S S?ÄÄ lcht- ü AOv)ie tiff düngen i® P i0(flenip aSäw** ir- H ^.nbanlorl (thten Sams'»» eckS Frstst'llE re» s® s.rs- ». »Ä; S?ä'S; ergesest^ , dew W ^SS-’ gefährlich verwundet. Die Furcht vor der Strafe hat ihn onscheinlich in den Tod getrieben. Bitt'. Allg. Anz. Eingesandt. -e. Siegen, den 24. Februar 1897. Nachdem der Vorstand de8 Theatervereins gegenüber dm Anschuldigungen, welche in der „Hessischen LandeSzeitung" gegen ihn erhoben waren, in einem Eingesandt im „Gießener Anzeiger" Stellung Benommen hat, seien auch einem Mitgltede des Vereins einige Worte gestattet Die Kritik in der LandeSzeitung war wohl in etwas derber Form gehalten, besaß aber wenigstens den Vorzug der Deutlichkeit, welchen man einer anderen, in dieser Zeitung erschienenen, orakelhaft abgefaßtm Kritik nicht zubilligen konnte. Ferner war dort auch der Tadel, welcher in der Kritik der Landeszeitung gegen den Theater- oerein ausgesprochen wurde, nicht unberechtigt, ähnliche Vorwürfe find mündlich schon oft erhoben worden und, man sollte meinen, auch dem Vorstande zu Obren gekommen. Zwar hat sich dieser, wie wir aus seinem Eingesandt erfahren, alle erdenkliche Mühe gegeben, um die Aufführung eines gediegenen Theaterstückes zu ermöglichen — das wird wohl auch der Kritiker der Landeszettung anerkennen müssen — aber damit ist eben das System, nach welchem der Theater- verein arbeitet, ein ganz verkehrtes. Der Verein wurde vor sechs Jahren begründet, um unsere Theaterverhältnisse zu heben. Dieser Zweck ist in keiner Weise erfüllt worden. Wir haben zwar eine Anzahl Vorstellungen von guten Schauspielern gesehen, aber die Auswahl der Stücke, oft freilich durch unsere beschränkten Bühnenverhältnisfe beeinflußt, ist ost genug und mit Recht bemängelt worden. Unb waS haben diese fünf oder sechs Vorstellungen pro Jahr, häufig mit enormen Summen «rauft, zur Hebung unserer Theaterverhältntsse beigetragen? Nichts, sogar noch weniger als nichts. Denn der theatralische Genuß, welchen die wenigen Vorstellungen einem kleinen Theile unserer Bevölkerung bereiten, und welche sich dieser Theil mit wenig mehr Müde und Kosten, aber dafür auch herrlicher, durch eine Theater- fabrt nach Frankfurt bereiten kann, der wiegt doch wahrhaftig den Schaden nicht auf, welcher unserem Theaterleben durch die seit dem Bestehen des Theatervereins ganz ungenügenbe Unterstützung des hiesigen Stadttheaters droht. Früher sollte deffen Director das Hinderniß für einen guten Besuch desselben bilden, jetzt aber haben wir eine neue Direction, welche sich offenbar die erdenklichste Mühe gibt, daS Publikum zufrieden zu stellen, welche unS reichlich Novitäten unb Gäste vorführt unb trotzdem ist der Besuch ihrer Vorstellungen schlecht. Tas Ende wird schließlich sein, daß es kein Theaterdirector mehr wagt, nach Gießen zu kommen. Dann mögen die Tausende Gießener Einwohner, denen es die Beschränktheit der verfügbaren Plätze ober ihre Zeit ober, was bei der Mehrzahl der Bevölkerung zutrifft, ihr Geldbeutel nicht gestattet, die paar Vorstellungen des Theatervereins zu besuchen, zusehm, woher sie sich theatralische Genüffe holen. Gegen diese Persp ctive kann man nicht einwenden, daß, nachdem daS Stadttheater entschlafen, der Weizen deS Theatervereins blühm werde, daß dieser dann statt 5 Vorstellungen im Jahre deren 10 oder 50 geben könne. Denn das „Einoesandt" deS Vorstandes zeigt uns ja aufs Deutlichste, mit welchen Schwierigkeiten er schon beim Zustandebringen der jetzt üblichen wenigen Vorstellungen zu kämpfen hat. Will der Theaterverein seiner eigentlichen Aufgabe gerecht werden, so muß er mit seinem jetzigen Princip brechen, er muß es ausgeben, nur mit auswärtigen Kräften zu arbeiten. Er suche einen tüchtigen Theaterdirector hierher zu ziehen — vielleicht probirt man es zunächst mit der Direction Kruse-Helm — und treffe mit demselben ein Abkommen, welches ihm gegen das Aequivalent einer pecuniären Unterstützung, eine wesentliche Antheil- nahme an der Leitung des Stadttheaters garantirt Die Zahl seiner Mitglieder wird bann auf eine viel größere Hohe steigen, und auch der Vorstand wird seine Mühe viel mehr als biser belohnt finden. Schiffsnachvichten. Der Postdampfer „Switzerland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 21. Februar wohlbehalten in Philadelphia angekommen. Mrchttche Anzeigen der evnng.Gemeinde. Donnerstag den 25. Februar, Abends 8 Ubr: Btbclff««be im Confirmandensaal (Neustadt 61). Eo. Marc. Cap. 7, Vers 14 und folgende. Pfarrer Dr. Grein. WScheutNch« iteßerW der XodeSWe fa Metzelt 8. Woche. Vom 14. Februar bis 20. Februar 1897. Einwohnerzahl: enga-ommen zu 23 700 find. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 19,75<>/oo. Kinder wB starben en: Zusammen: Erwachsene. im oo« 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr: Lungenschwindsucht 11— — Lungenentzündung 2 11 — fiungenerroeiterunfl 11 — — Gehirnhautiuberkulose 1 — 1 — Krämpfen 2 — 1 1 Gallensteinen 11 — Nierenentzündung 11 — — Summa: 9 5 3 1 W Bringt in diesem Monat geeignete RNNLstchen für etaart, Meisen und Rolhschwünzchen an! Schone alle Hecken an Rainen, Böschungen und ZLnnen für. die nützlichen Heckenbrüter! Seidans,offe5s@ B SS H ■ Man schreibe um Muster unter g ■ WH ■ ■ Angabe des Gewünschten. m von Elten & Keussen, Fabrik und Handlung, Crefeld- Magdeburger Lebeub-Verstcherungb-Gesellschast. Das Geschäft hat sich tm Jahre 1896 wiederum in erfreulicher Weise weiter entwickelt, indem die beantragten Versicherungssummen sowohl, als auch der neue Zugang unb ber reine Zuwachs bes versicherten Capitals größer waren, als in allen früheren Geschäftsjahren. Es waren im Jahre 1896 zu erlebigen 7706 Anträge über Mk. 25,194 848 Capital unb Mk. 33,181 Rente Ausgefertigt wurden 5861 Policen über Mk. 18,730,373 Capital unb Mk. 31,196 Rente unb der reine Zuwachs des Verstcherungsbestandes betrug 2705 Policen über Mk. 11,062,348 Capital und Mk. 22,180 Rente gegen 2722 Policen über Mk. 10,139,851 Capital unb Mk. 7619 Rente im Vorjahre. In der Unfallversicherung wurden 4138 Policen mit einer Prämie von Mk. 161,936 abgeschlossen. 1858 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Langd für 1897/98 liegt vom 25. b. Mts. an acht Tage lang zur Einsicht der Jnteresienten auf unterzeichneter Stelle offen. Langd, den 23. Februar 1897. Großherzogliche Bürgermeisterei Langd. Ronthaler. 1861 Bilanz pro 31. December 1896. Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1895 . 67 1869 Abgegangen in 1896 ........— Activa. 1. Kassenbestand . . . 630.89 2. Waarenvorrath. . . 3702.26 3. Inventar . . . . 191 33 4. Ausstände bei Genossen 4084.75 Passiva. H 1. Geschäflsguthaben dec Genossen .... 469.— 2. Waarenschulden . . 3666.53 3. Noch zu deckende Unkosten 1715.18 4. Reservefond .... 2442.29 5. Reingewinn .... 316.23 Summa 8609.23 Summa 8609.23 67 Zugegangen in 1896 ....... 7 Bestand Ende 1896 ........ 74 Treis a. L., den 2. Februar 1897. Landwirthschaftlicher Confumverein Treis a. L. Eingetr. Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. Der Vorstand: Director Heinrich Alheit, Adam Kehr, Stellvertreter des Directors Adam Schick I. Rendant. Die Frankfurter Bank (Reue» vantgebäude r Reue Mainzerstrabe 69) übernimmt Werth-Papiere zur Verwahrung und Verwaltung (offene Depots) auch Testamente, Hypotheken und dergl. Documente, ebenso: BormundschastS, Pflegschaft» und gesperrte Depot», sowie solche, wovon die -rutznietzuua dritten Personen zusteht, unter den im Reglement festgesetzten Bedingungen, sie besorgt hiernach: die Abtrennung und Einziehung ber Zins- unb Dividenden-Coupons, die Entgegennahme von Hypothekenzinsen, die Controle über Verlovsungen und den Jncasso oerlooster resp. zurückzahlbarer l Papiere, sowie auf Antrag die Versicherung gegen Coursoerlust bei Ausloosungen, den Bezug neuer Couponsbogen ober definitiver Stücke, die Besorgung ausgeschriebener Einzahlungen, Convertirungen unb Ausübung von BemgsrechNn nach vorher erhaltenem Auftrage unb Einzahlung ber erforderlichen Geldbeträge; ferner : de« An uud Berkaus von Werthpapiere«, sowie alle mit der Anlage und Berwerthung von «apitalten verbundenen Manipulationen. DaS Reglement, sowie die zur Deponirung erforderlichen Formulare sind von der Bank unentgeltlich zu beziehen. 1398 Aranksurt a M., Februar 1897. Direction der Aranksnrter Bank. Unanfechtbare Police«. Magdeburger Unversallbare Policen. Iebens-Verftcherungs-Gtsellschast Hegründet Vertreter für Gießen: H. Krieb, General'Agent. 1855. Versicherung auf Tode»« und E lebc«»fall, Rente unb Aussteuer Mit und ohne Hewinnantheif, 50 pCt ZSonification, Anvaliditätsversichernng. Auch Versicherung für nicht normale Aeben (Äbgeleynten-Versicherung). Nach Wahi steigende ober annäbernb gleichbleibende Dividende nach 3 Jahren. Unfall-Versicherung mit und ohne Prämien-Rückgewähr. äMT Seereise - Unfall - Versicherung auch mit Anschluß des außereuropäischen Landaufenthalts. 1858 Cautione« an Beamte. Kürzeste liberale VerstcherungSbeoirrgungen. Billigste feste Prämien ohne Nachschnssverbindlichkeit. Denkbar größte Sicherheit hei einem Wermögen von 40 Millionen Mark, ^rospecte und Auskunft gratis bei sämmtlichcn Vertretern. Tüchtige Agenten unb Acquistteure erhalten lohnende Beschäftigung. ■U'JUWM Iulll« Hl itll IIMi UH» ■ ■ ■ • ■ | ■ in jeder beliebigen Schriftart und Kartonierte werde, 1 • i 0 8 T « Q 8*T fl H eQ mäßigen Preisen angefertigt in der Vlullnul lull BrührschenUniv.-Drackerei(Pietsch&Scheyda) Sch'ulitraeee 7. Maurerarbeit. Die Verlegung von 120 lfd. Mir. Steinzeugröhren, einschl. Grab- und Dichtungsarbeit, nebst kleineren Ar- beiten zur Berieselungsanlage für das städtische Obstbaumstück an der neuen Caserne sollen Donnerstag, 4. März d. I., Vorm. 11 Uhr, verdungen werden. Plan, Arbeits« beschreibung und Bedingungen liegen für Interessenten zur Einsicht bei uns offen. Angebote auf Vordruck sind bis zum genannten Termin einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 23. Februar 1897. Das Stadtbauamt. ____ Schmandt. 1879 Kr.ObethksMTfkubahoeo Vorn Sonntag, den 11. April b- I ab, werden in dietzse tigern Bezirk Sonntagsfahrkarten nach den tm Tarif genannten Stationen außer an Sonntagen am Oster - Moutag» Him«elsahrt»tag, Pfiugst Montag, Krohttleichnam»- tag, Peter und Paul, am erste« «nd zweiten Weih«acht»sci«rtag und am Re«iahr»tage ausgegeben Arn Charfreitag, Allerheiligen, sowie an Buß- und Bettagen findet die Ausgabe von Sonntagskarten nicht statt. Die Ausgabe derselben geschieht zu allen Personenzügen, jedoch nur insoweit als nach Lage des Fahrplans die Rückfahrt nach der Ausgabestation an demselben Tage stattfinden kann. Gießen, den 22. Februar 1897. 1885 Gr. Direction. | Versteigerungen/ | Holzversteigerung. Mittwoch den 3. März l. J. soll im Muschenheimer Markwald nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 60 rm Buchen-Scheiter, 6 „ Eichen- „ 136 „ Buchen-, Eichen- u. Nadel- Knüppelholz, 250 „ Buchen-, Eichen- u. Nadel- Reisig, 133 „ Buchen-, Eichen- u. Nadel- Stockholz. Anfang Vormittags 10 Uhr im Hinterwald am Wetterbergskopf bei Reiserholz Nr. 1. Muscheuheim, den 22. Febr. 1897. Großh. Bürgermeisterei Muschenheim. ___________Roth.________1862 Frritsg den 26. Februar I.I., Nachmittags 2 Ubr, im -Adler" zu Gießen (Marttplatz) versteigere ich öffentlich gegen Baar- zahlung: 1 kl. Tafelclavier, 1 EiSschrank, zwei vollständ. Betten, 2 Kleiberschränke, 1 Commobe, 1 Sopha, 1 Sopbattfch, 1 Näh-, 3 Nacht-, 1 Nipp-, 1 Rauchtischchen, 1 Waschcommode, 1 Waschtisch, Rohrsefiel unb Rohrstühle, zwei Spiegel, 2 Oelgemälde unb sonstige Bilder, Tischdecken, Vorhänge, Gardinen u. s w ; sodann: 1 Marmor- platte, 2 Rasirsessel, 1 Fußbank. Lauter gute Sachen. Versteigerung bestimmt. 1876 Engel, Gerichtsvollzieher. Damen-Zuschneide-Schule, Weideugasse 1, Gießen. Caf6 Krämer. Der Anfang meines nächsten Cursus beginnt am 15. März. Zugleich empfehle ich mich im Anfertigeu von Costümen aller Art. 1883 HochacbtungSvoll J?ran E. Bernhardt. Neuester Ernte 60 Kilo Alleinverkauf für Giessen bei Qualität, hulhof. 660 Empfehlungen^J S'tüüt. FlhIachthllllS. Freibank. 1891 Bon heute ab: Ocksenfleisch nicht ladenrein, pr. Pfd. S4Pfg. ^chweillefleisch nicht ladenrein, pr. Pfd. 50 Psg. FftBlAhenmehl 1 Pfd. 5 Pfd. 10 Pfd. L 20 Ä 95 j!U 1.80 S la. «oeo»«utzbutter . . 60 Süßrahm Margarine . . 70 „ la. RübSl .... 8tr. 70 „ sst. Obstmarmelade ... 35 „ Gustav Walter, Mäusburq 13- Frische Schellfische empfiehlt 980 J. M. Schulhof. Frau Dr. Scriba acht eine Wohnung von 5—6 Zimmern mit Zubehör auf 13. event. 1. Mai. Offerten mit Preisangabe bittet man abzugeben «oethestratze 85, H 1870 Ein Herd (Röder) ß billigst abzugebm SÜdanlage 20, I. Zur Seltershöhe. Heute Donnerstag: । Metzklsuppk Morgess: Wellfleisch «.frische Bratwürste mit Kraut, wozu freundlichst einladet 1860 Jean Brunner. 18b5j Schönes, möblirteS Zimmer so- ort zu vermiethen. Ederstratze 6, pari. Hausverkauf. 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Hochachtungsvoll 1801 SM Rasche and schöne Äiislöhrnng gesucht 1873 r---L 50 Pfg., Galleriekarten 20 Psg. Ma Stereotypie, Galvanoplastik, Buchbinderei Compensatiolls-Comse für Ultimo Fedruar 1897. Expedition d. Bl. 1623 nnb ein 1889 Der Vorstand. 1887 3Vi Vreuß. Hyp. A. Bk. unk. b. 1905 4 dlo. 3V» DeutscheGrdsch.B. unk. b. 1906 101.00 tfrid Brief S-ld Exprdltion d. Bl. 1864 4.16 1884 k 50 Pfg. Der Vorstand Darmst. Bk.-ActKn 305. V, MAGGI5 ft« 92.80 4 54.70 5 4 4 3 3 20 Franken-St. Engl. SovereignS Dollar- In Gold 4 3 6 4 86.00 103.50 24.10 94.20 27.60 101.5c 104.00 101.(0 101.00 101.0c 102.50 Konah solzen^ Stadt Darmstadt v. 1891 Stadt WormS unk. b. 1901 Oesterr. StaatSbahn v. 1885 Jtal. staat-gar. Etsmb. 16i 3) Aunger. tüchtiger Mann. militSrfrei, sucht sofort Beschäftigung auf einem Bureau oder Comptoir. Näheres in der Cxveditton d Bl Ung. Gold-Rente Portugiesen Mexikaner Monopol-Griechen von Eisenb. Rentenb. Obl. BuderuS Obl. dai Dii brt Srei benannte Procent 4Ve Oesterr. 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Die Beerdigung findet statt: Freitag den 26. Februar, Vor- mittags 10 Uhr, vom Sterbehause, Sonnenstraße 28. 1890 Coursbericht m J. Kurz & Co., Giessen, Kippffnjt 63 Frankfurter Börse vom 23. Februar 1897. Cebr. Itöhrle. Kräftiger Bursche mit guten Zeugnissen aus sofort gesucht- Näheres in der Exped. d. Bl- 1881 lfr»*WineÄ” unter günstigen Bedingungen in die Lehre treten. 1852 Georg Koch, Uhrmacher. 1462s Ein ordenNtcher, braver Junge kann in die Lehre treten bet Wtlh. Euler, Schuhmachermeister, Dammstraße 5. Brühl’sche üniversitäts-ßMh- und Steindruekerei (Pietsch & Scheyda) Verlag des Giessener Anzeigers 7 Schulotrasse 7 empfiehlt sich sur Anfertigung aller Buchdruck-Arbeiten in elegantem Schwarz- und Farbendruck. unk. b. 1905 103.80 3'/, Pomm.Hyv.A Bk. unk. b. 1906 -----------4 Frks. Ldw.Cred.Bk. unk. b. 1900 1863s (Situ perfekte Schneiderin empfiehlt sich im Anfertigen vonCostümen itt und außer dem Haufe. Näheres in der CroeditMn d. Blattes- ^^^aprtaher^"^ /Lin Kapital von IO- bis ^2/ 16,000 Mk. und ein weiteres Kapital von 7000 Mk. auf gute Liegenschaften zu leihen gesucht. Schriftliche Offerten unter D. D. durch hie Expedition d. Bl. 1685 600 Mark gegen 5 fache Sicherheit und bohe Zinsen aus einige Zeit sofort dtSeret u IHb^n gesucht Gtfl Adr'ff. unt. A. B. 400 postlagernd Gieße« erbeten. 1866 ^^tH^ngebote^ Gin tüchtiger Schneider für Maaßarbeit alsbald gesucht. 1672 ^larkus Bauer, SelterSweg 9. Ein Schreinergeselle Z gesucht. Emil veil, Hammstraße 8. Im Verkehr mit der Kundschaft gewandter FlaschkcherdLlstzer bei hohem Lohn sofort Lehrmädchen oder öolonlätin gesucht. Hermann Katz, Manufactur Modewaareu und Damen Consection. 1694s Anständige-, junges «Ldcheu für eine Wirthschaft sofort gesucht. ______Hammstraße 14, I. Einige Mädchen können bei mir das Kleider* machen erlernen. Frau E. Bernhardt, 1882 Weidengasse 1. 18781 Lauffrau oder Mädchen auf sofort gesucht. LSberstraße 4, II». Ein Sohn achtbarer Eltern kann bei mir in die Lehre treten. 1688 Aug. Schwab, _______Uhrmacher, Seltersweg 89. Lehrling für ein Tuchgeschäst gesucht. Offerten unter BL 5 an die Giessener Floresei. Sonntag den 28. Aeöruar, Abends 8,11 Aßr, findet in fLmmtltcheu feenhaft erleuchteten «Lumen des Steins Saalbau unser zweiter großeMasirenball MT ohne Demaskirungszwang und mit vielen Ucberraschungeu statt. Im Vorverkauf sind Herrenkarten k 75 Pfq., Damenkarten k 30 Pfg. zu haben bei den Herren A. Kretzschmar, Markt, W. Wirsig, SelterSweg, Frisrur Stier, Schulstr., Friseur Tichy, SelttrSweg, Cigarrenhändler Schäfer, Marktstr., Friseur Wahl, Neustadt, I. Arnold, Schipkapaß, Friseur Rottmann, Kaplanügaffe, Schneidermeister Becht, Brandgaffe. — Au der Kasse: Herrenkarten k 1 Mk., Damenkarte» Mitgetheilt von J. Kurz & Co., Giessen, Bahnhofstraße 63. 3% Deutsche ReichSanl. 97.50 6 /0 Mexicaner 94.- 3% Preußische Consols 97.5i 475% Oesterr. Silberrente 86.- 4% Egyptiiche unlfic. 105.- 30/o Portugiesen 24.- 4o/o Griechen von 1887 27.50 4% Rumänier 88.- 5o/o „ „ 1890 26.50 37,"/o Russen 99.60 3% Italiener Rente 54.- 50/o Zoll-Türken 90.- 5 /• W H 89.- 4% Spanische Rente 62.- 3 /o Mextcaner 26.- 5% Chinesen 101.- Berliner Handelsges. 162.- Oesterr. Ung. Bank 805.- Darmst. Bank 157.- Rattonalbank f. D. 143- Deutsche Bank 194.- Oesterr. Credtl 305- Dtsconto Comm. 205 - Wiener Bankverein 216.- Dresdner Bank 156.- Banque Ottomane 103.- Oester. Länderbank 199 — Ungar. Credttbank —.— Hess. Ludwigsbahn 119.- Prtnce Henri 94.— Lüveck-Büchen 160.— Italien. Mittelmeer 94.- Gotthard 165.- Jtal. Mertdional 126.— Nordd. Lloyd HO.- Veloce 117.- Hamb. Amer. Packs. 124.— Türk. Tabak —.—