11 • Mietern türk. JO cm lang. &e: 80/80 cm. t Co. irr 3 ' Nt, ack nb e-Fabrik. Ms WM n. W Mk. 18.-. V2 M- ML ickj ftdioit, on id Ztiefel'LM ie sehr I« empfehlen. ‘(5*8*' I,„ 0H"1- rhtplttU 138.40 27-2’ 144.35 157.95 113.60 137.- 10530 97 50 175.- Jlj zrj 158; 113^ 93- 56.25 109^ 98» 110> 137.50 126.40 Mtfl KB 12O./H.iyi 39-50 22.90 108-- 27*25 12.65 22.05 22.85 23^40. 137.X 137*50 126.; 120 92.84 30 >üdb-M- , hardbahn- o,.5ord°fi DWtelmeff )tnn(2$6' 5.100 ■ tt.rh'00 yyl'-Wk" fflj* K: ;xr *?. fächerst' 7 «20 fts Minder. 7 pP^a'sO 71.‘/2 70" 224.*/» Bf'1 it Nr. 276 Erstes Blatt Mittwoch de» 24. November 1897 Gießener Anzeig er Kenerat-Mnzeiger. Zimts« und Zlnzergeblatt fitr dsn Tlvers Gießen. Rebcction, Lxpediti«, und Druckerei: -chulstratze Ar.7. Fernsprecher 61c vierteljährig« Aöouuemeutspreisr 2 Mark 20 Pfg. *tt Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener A«mttten5täkter werden dem Anzeiger «vöchentlich dreimal beigelegt. Der -Ktzener Auzeiger erscheint täglich, Mit Ausnahme deS Montags. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Dorm. 10 Ubr. Kraiisöeikage: Hkeßener Kamilienölätter. l! "1 Ml------T-----"Tmr-TH llilBII ■!IIIHJJJWUMM—Ul—■ Alle Annoncen-Bureaux deS In« und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- mSge^i». Hmtlicbcr Theil. Bekanntmachung. Der vordere Theil des oberen Riegelpfads zwischen Frankfurter- und Ludwigstraße, sowie der von der Liebig- ftraße abzweigende Weg nach der Wilhelmstraße wird bis auf Weiteres für jeden Verkehr polizeilich gesperrt. Als Ersatzwege werden angewiesen: Der untere Riegel- Pfad für Fußgänger und die Wilhelmstraße für Fuhrwerke. Gießen, den 20. November 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen, v. Bechtold. Graf GoluchowSkt über die internationale Lage. Seitdem die Delegationen in Wien versammelt sind, concentrirt sich das hauptsächliche politische Jnteresie auf die Verhandlungen dieser Körperschaften, und selbst die inneren Zustände in Oesterreich nehmen nicht mehr die allgemeine Aufmerksamkeit in früherem Maße in Anspruch. Wir haben un- schon zweimal mit den Delegationen beschäftigt: einmal gelegentlich der Eröffnung derselben und später auS Anlaß der Thronrede Kaiser Franz JoiefS. Wenn wir heute zum dritten Male jene gesetzgebende Körperschaft in den Bereich unserer Besprechungen ziehen, so geschieht eS, weil wieder ein besonderer Grund vorltegt. Wie wir bereits früher aus- geführt haben, pflegt der gemeinsame Minister des Aeußeren in den Delegationen eine eingehende Darlegung der politischen Lage zu geben, woran sich dann längere Debatten knüpfen, in deren Verlaufe der Minister über einzelne Fragen der hohen Politik gründlich interpellirt wird. Graf GoluchowSkt hat am SawStag Nachmittag sein ExposL über die internationale Lage gegeben, welches diesmal insofern von den bisherigen Gepflogenheiten abwich, als eS auch die künftige Politik eingehender kennzeichnete. Besonder- bemerkenSwerth erscheint eS, daß sich die Ausführungen GoluchowSktS mehrmals zu einer Spitze gegen England gestalteten. Klipp und klar legte der Minister dar, daß bet der Behandlung der Kretafrage die Großmächte mit dem Vorschläge einer Blokade Kretas einverstanden gewesen waren, daß aber England der von Oesterreich Ungarn gegebenen Anregung widersprochen habe, da die Maßregel in türkenfreundlichem Stone hätte ausgelegt werden können. Zu jener Zett wußte dte Blokade fallen gelaffen werden, die erst in Anwendung kam, als sie nicht mehr so wirken konnte, wie eS zu einer früheren Zeit geschehen wäre. Und auch bet dem später von Deutschland ausgegangenen Vorschläge, die griechischen Häfen zu blokiren, um Griechenland zum Verzicht auf fein selbstmörderisches Unternehmen zu bringen, seien von England Bedenken vorgebracht worden, welche die Maßregel hinaus- zögerten, bis sie durch den Ausbruch deS Kriege- unmöglich gemacht wurde. Wir erhalten hier also vurch den Grafen GoluchowSkt dte erste authenttsche Darstellung über jene Vorgänge tm Orient, über welche bisher nur Gerüchte und un- controllirbare Nachrichten verbreitet waren. Freilich decken sich diese ungefähr mit den Ausführungen GoluchowSktS, aber immerhin bleibt es bemerkenSwerth, daß der Minister des Aeußeren einer Macht öffentlich zum Ausdruck bringt, wie die Regierung eines befreundeten Staates eS verhindert hat, Blutvergießen Hintauzuhalten. Graf GoluchowSkt sucht später diese Kritik der englischen Politik wieder gut zu machen, indem er bet Besprechung der Beziehungen Oesterreich-UngarnS zu den einzelnen Mächten ausführt, daß das Verhältniß zu England freundschaftlich verblieb, und daß die Meinung-- differeuzen einen nachhaltigen Emfluß auf die vortrefflichen Beziehungen beider Reiche umsoweniger auSgeübt hätten, als die englische Regierung unter dem Drucke der öffentlichen Meinung im eigenen Lande gehandelt habe, als sie dem europäischen Concerte Opposition machte. Dem letzteren läßt übrigens Graf GoluchowSkt, ebenso wie eS Kaiser Franz Jolef in seiner Thronrede gerhan hatte, volle Ehre wider- lahren. In allen öffentlichen Darlegungen der österreichisch- ungarischen Staatsmänner wird der Dreibund und die Er- Wartung auf deffeu Fortbestand in den Vordergrund gestellt. Selten aber find diesem Staatenbund so glänzende Worte Ler Anerkennung gewidmet worden, wie dies von Seiten des Grafen GoluchowSkt am SamStag geschah. Er erwähnte bet Lieser Gelegenheit auch seinen Besuch in Monza und constatirte, Saß er bet den italienischen Staatsmännern volle Ueberein- Kimmung mit der Auffaffuvg und Behandlung der politischen Aragen gefunden habe. Hiermit werden alle Meldungen widerlegt, daß Italien geneigt sei, eine Sonderpolitik zu verfolgen. Schon Kaiser Franz Josef hatte am vorigen Montage die guten Beziehungen erwähnt, welche jetzt zwischen Oesterreich- Ungarn und Rußland bestehen. Graf GoluchowSkt bestätigte die Worte seines Monarchen, indem er des Längeren au»- führte, daß keine Differenzen bestanden, welche sich bei einigem guten Willen nicht hätten ausgleichen laffen. Das Verhält- niß zu Rußland wird in so herzlichen Worten als ein gutes geschildert, daß selbst dem Mißtrauischsten jeder Zweifel schwinden mußte. Mit den kleinen Balkaustaaten fand sich der Minister diesmal schnell ab,- nur bet Rumänien verweilte er einige Zeit, dem er volle Anerkennung widerfahren ließ. Sehr bemerkenSwerth ist auch der Schluß der Rede GoluchowSktS, in welchem er auf den immer heftiger werdenden Concurrenzkawpf mit überseeischen Ländern auf wirthschaft- lichem Gebiete htowteS und za einem Zusammengehen der europäischen Länder aufforderic. Alles in Allem genommen, geben die Darstellungen deS Ministers keine ungünstige Perspective in die Zukunft, und wir können nur von ganzem Herzen wünschen, daß sich seine Hoffnungen und Erwartungen in vollem Maße erfüllen. (xx) AolffS telegraphisches Lorrefpondenz-Bnreau. Koblenz. 22. November. Die Maschine deS Schnellzuges 95 Frankfurt—Köln entgleiste auf freier Strecke zwischen Salzig und Boppard. Beide Geleise sind gesperrt. Niemand wurde verletzt. Leipzig. 22. November. RetchSgerichtSrath St eng lein tritt, dem „Leipz. Tagebl." zufolge, zu Neujahr in den Ruhestand. Wien, 22. November. Der MarineauSschuß der ungariichen Delegation nahm im Fortgänge seiner Sitzung daS Marinebudget unverändert an. Im Laufe der Debatte hatte Admiral Freiherr v. Sterneck auf die Nothwendtgkeit einer Stärkung der Flotte hingewtesen, welche, abgesehen von den der Flotte vorgezeichneten militärischen Ausgaben, auch für den Schutz und die Wahrung deS Ansehens der Monarchie erforderlich sei. Gleichzeitig betonte der Minister die Wichtigkeit deS Schutzes der im AuSlande lebenden österreichisch- ungarischen Staatsangehörigen. Pari-, 22. November. Die „Agence HavaS" erfährt auS Konstantinopel, der endgiltige Friedensvertrag werde wahrscheinlich in nächster Zeit unterzeichnet werden/ in der Frage der Entschädigungszahlungen an Private sei ein Einverständntß erzielt worden,- dte Botschafter seien heute zusammengekommen, um über ein Vorgehen der Mächte in der Kretafrage zu berathrn. Paris, 22. November. Während der Abfahrt der für die afrikanischen Bataillone bestimmten Rekruten fanden Ruhestörungen statt. Mehrere Begleiter der Rekruten wurden verhaftet. Madrid, 22. November. Die Vertreter der catalonischen Industriellen, welche sich vorgestern nach Madrid begaben, haben heute ihren Protest gegen die Zollautonomie CubaS überreicht. Kauea, 22. November. Acht Compagnien englischer Truppen haben gestern Abend Kaudta verlassen- sechs davon gehen nach Malta, die beiden anderen kommen nach Kanea, um da- heute hier eingeschiffte Detachement zu ersetzen. Melbourne, 22. November. Ein mit ungeheuren Staub- muffen etvhergrhender Weststurm hat Freitag Nacht die nordöstlichen Theile der Colovie Victoria verheert. Biele Menschen find verunglück», mehrere Städte verwüstet. Im Bezirk Wimmer« find viele Kirchen und hervorragende Gebäude in Trümmer gelegt. In einer Stadt erreicht der Schaden die Höhe von 50,000 Pfund Sterling. Depesche« bet Bure« .Herold." Berlin. 22. November. Der „Reichsanzeiger" publicirt amtlich die Ernennung des bisherigen StaatSsecretärS v. Marschall zum Botschafter bei der Pforte. Berlin, 22. November. Wie die „Post" meldet, hat Contreadmiral v. DiederichS, Commandeur der Kreuzer- dtvifion, in den Tagen vor dem 20. October in Shanghai persönlich Unterredungen mit dem deutschen Gesandten Frhru. v. Heyktng gehabt, der dort bereits mehrere Tage auf seiner Rundreise weilte, als dte Kreuzerdivtfion eintraf. Berlin, 22. November. Wie die „Post" meldet, werden die nach der Kiaotschau-Bucht abgegangenen deutschen Schiffe wahrscheinlich längere Zett dort bleiben. Schon früher seien dort deutscherseits Vermessungen borgenommen worden. In unterrichteten Kreisen nimmt man an, daß möglicherweise noch weitere Verstärkungen in Oftasien nöthig werden dürften, als dte Entsendung deS Kreuzers „Kaisertu Augusta" fie unserer dort weilenden Kreuzerflotte zu bringen im Stande ist. Kiel, 22. November. In Martnekreisen verlautet, daß dte Bildung einer zweiten Kreuzer-Division für Oftasien befohlen sei, bestehend auS den Schiffen „Kaiserin Augusta", „Gefion" und „Deutschland". Die „Nordostsee- Zeitung" ist in der Lage, bestätigen zu können, daß Prinz Heinrich von Preußen fich erbeten habe, die Expedition nach China auf dem Panzer „Deutschland" mitzumachen und daß der Kaiser seine Genehmigung hierzu ertheilt habe. Kiel, 22. November. In Gegenwart der Kaisers fand heute Mittag die Vereidigung der Marinerekruteu statt. Nach der Vereidigung hielt der Kaiser eine kurze Ansprache, tu welcher er auch auf die treue Pflichterfüllung des Herzogs Friedrich Wilhelm von Mecklenburg und der mit dem Torpedoboote 8 26 umgekommenen Mannschaften hinwteS. Sodann brachte Admiral Knorr ein Hoch auf den Kaiser auS, worauf dieser nochmals das Wort ergriff und auf die Ehre der Anwesenheit der Offiziere und Mannschaften deS tot hiesigen Hafen liegenden russischen Kreuzers „Wladimir Monomach" bei der Vereidigung hinwteS und darin erinnerte, daß der Zar Admiral der deutschen Marine ist- erhob hierbei die Tüchtigkeit der russischen Matrosen hervor und schloß mit einem dreimaligen Hurrah auf Kaiser Nikolaus. Neunkirchen, 22. November. Wie dte „Saar- und BlieS- Ztg." meldet, ist eine VerleumdungSklage gegen da» S-öcker'sche „Volk" angestrengt wegen der von diesem Blatte aufgestellten Behauptung: einer der Schöffen, welche beide» UrthellSjpruch tu dem von Stöcker gegen den Freiherr« v. Stumm angestrengten Beletdigungsproceffes mttgewirkt habe, fei kurz vor dem Termin bet dem Stöcker'scheu Anwalt erschienen mit der dringenden Bitte, ihn abzulehnen. Ec sei ein rutnirter Mann, wenn er in die Lage käme, Stumm ver- urtheilen zu müffen. Bremen, 22. November. In den Neuenlander Schieß- ständen hat heute früh zwischen zwei Offizieren des hanseatischen Infanterie-Regiments Nr. 75 ein Pistolenduell ftattgefunden. Einer der Duellanten soll schwere Verletzungen davongetragen haben. Wien, 22. November. Das Abgeordnetenhaus wählte heute den Abgeordneten Dr. v. Fuchs zum zweite« Bicepräfidenten. Wie«, 22. November. Im Zusammenhang mit de« bevorstehenden Sprachendebatten veröffentlicht die Parteileitung de- Jungtschechenclubs eine Kundgebung, in welcher Vorschläge zur Lösung deS SprachenftreiteS gemacht werden. Dieselben find aber, da vollständige Parität beider Nationen als oberster Grundsatz ausgestellt wird, derartig, daß die Deutschen bereit- jetzt erklären, auf ihrem alten Standpunkte verharren zu müffen. Wie», 22. November. Von zuständiger Seite werde« die von Budapest verbreiteten Gerüchte von angeblichen Abmachungen zwischen Oesterreich-Ungarn und Rußland betreffs Bosniens und der Herzegowina als vollständig erfunden bezeichnet. Budapest,22. November. Aus Siebenbürgen komme« energische Proteste der Sachsen gegen die von der Regierung geplante Magyartfirung der Ortsnamen. Barcelona,22.November. Die Carltsten und Republikaner bereiten auS Anlaß der demnächstigen Ankunft des Generals Wehler große Kundgebungen vor. Gegen- demonstrationen werden ebenfalls orgauifirt. Barcelona,22. November. Mau befürchtet hier aufregende Vorfälle bet der Ankunft WeylerS. Von officleller Seite wird dem General gerathen, nicht hier zu landen. Konstantinopel, 22. November. Um den Forderungen Rußlands nachkommen zu können, hat die Pforte beschloffe«, vor der Hand auf den MariueorganisattouSplaa zu verzichten. Berlin, 23. November. Wie der „Vorwärts" berichtet, wurde auch die neueste Nummer der anarchistischen Wochenschrift „Neues" eben von der Polizei beschlagnahmt und zwar fielen 400 Exemplare in die Hände der Polizei. Ebenfalls wurde gestern früh die neueste Nummer de» „Socialist" coufiSctrt. Berlin, 23. November. Staatssekretär v. Bülow wird auf der Rückreise von Italien heute einige Stunden in Baden- Baden verweilen und dem Großherzog von Badea seine Aufwartung machen. Morgen wird Herr v. Bülow iu Berlin eintreffeu, um die Geschäfte de» Auswärtigen Amtes zu Übernehmen.! I,di Wien, 23. November. Im Abgeordneteuhaufe kam e» nach längerer Pause gestern wieder einmal zu einem Scan dal. Die Opposition brachte einen Antrag ein an Erhöhung des NothstandSbeitragS für Oesterreich. Die Clericalen aus diesem Lande stimmten dagegen, was großen Sturm auf der Linken hervorrtef. Um 5 Uhr wurde die Sitzung abgebrochen und um 71/, Uhr fortgesetzt. Madrid, 23. November. Die spanische Regierung wird den neuen Tortes ein Ausnahmegesetz zur Bekämpfung de» KarltSmuS vorlegen. Madrid, 23. November. Der unvorhergesehene Abmarsch einiger Tompagnten Infanterie auS Saragossa nach der Provinz Teruel wird mit etwaigen carlisttschen Unruhen in Verbindung gebracht. Athen, 23. November. König Georg kam gestern von Tatst nach Athen zur Minister'Tonferenz. Athen, 23. November. Der gefürchtetste Räuber von Attika wurde zwei Stunden vom königlichen Lustschloß Tatoi von einem Hirten erschossen. Dieser erhielt die ausgesetzte Belohnung von 3000 Drachmen. Athen, 23. November. Die Regierung hat ihre Vertreter in Konstantinopel angewiesen, die Ausgabe eine» Jrade, betreffend die Rückkehr der griechischen Consulu nach der Türket, zu erwirken und wegen der noch immer nicht gestatteten Au»fuhr der griechischen Flotte au» dem Golf von Arta vorstellig zu werden. Die Mtlitärcommisfion zur Untersuchung der Ereignisse de» Kriege» wird ihre Thätigkeit mit der Prüfung der vom Kronprinzen verfaßten Geschichte des Krieges beginnen, welche diese Woche beendet sein dürfte. - nu. Darmstadt, 23. November, 11 Uhr 24 Mtu. Borm. Unter Thetlnahme de» StaatSministerS, der staatlichen und städtischen Behörden hat soeben die feierliche Eröffnung der elektrischen Stadtbahn stattgefunden. Cocetes un6 proei*$ieO<#, Gießen, 23. November 1897. * • RuhestandSversehnng und Ehrung. Durch Allerhöchste Entschließung Seiner Köntgl. Hoheit de» Großherzog» vom 13. Oktober I. IS. wurde der Schullehrer an der Ge- meindeschule zu Wteseck, im Kreise Gießen, Heinrich Katzen« buch auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner mehr als 50 jährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 1. No« vember l. I». in den Ruhestand versetzt. In Gegenwart sämmtlicher Mitglieder der Großh. Kreisschul-Eommission wurde demselben im Sitzungssaale des KreiSamtSgebäudeS das betr. PmfionSdecret von Herrn Provinzialdirector Frhr. v. Gagern unter anerkennenden Worten überreicht und ihm zugleich eröffnet, daß Seine König!. Hoheit der Groß- Herzog Allergnadigst weiter geruht haben, seine Dienste für treue Arbeit in der Schule durch Verleihung der Krone zum Silbernen Kreuz öc6 Verdienstordens Philipp» de» Groß- müthigen zu würdigen. Deo Glückwünschen Großh. Mini- sterium» fügte Herr Provinzialdirector die der Kreisschul- commisfion an, die in dem Wunsche gipfelten, daß ihm noch ein langer und froher Lebensabend beschteden sein möge. Die AbschtedSfeier von der ersten Mädchenklasse in Wieseck be- ehrte Herr KreiSschulinspector LuciuS auf Wunsch und im Namen der KreiSschulcommission mit seiner Gegenwart, rief empfundene Worte an dieselbe richtend. * • Postalische». Am 25. November, dem Geburtstage Seiner Königlichen Hoheit de» GroßherzogS, wird der Schalterdienst sowie der Orts- und Landbestelldienst wie an Sonntagen verrichtet. • • Die Reich»bank ist am Donnerstag, dem Geburtstag Ihrer Köuigl. Hoheiten de» Großherzogs und der Großherzogin, Vormittags von 11»/, Uhr ab geschlossen. • • Parlamentarische». Das Großh. Ministerium der Finanzen hat den Ständen des Großherzoglhum» eine vorläufige Ueberficht sämmtlicher RechnungS'Einnahmeu und Ausgaben auS der Finanzperiode 1891/94 überreicht. — In dem Bericht des dritten Ausschusses der Zweiten Kammer über die Wahl des Abg. Ohl im 7. Wahlbezirk der Provinz Starkenburg wird beantragt, die Kammer wolle die Abgeordnetenwahl deS Herrn Ohl im 7. Wahlbezirk der Pro- vinz Starkenburg für ungültig erklären, ebenso die Wahlmänner- wählen in den Orten Schaafheim, Richen, Raibach, Kleestadt, als den von der bezeichneten Wahlagitation vornehmlich beeinflußten Wahlgemrinden, und zugleich Großherzogliche Regierung er- suchen, die erforderlichen Neuwahlen baldmöglichst zu veranlassen. Drei Mitglieder des dritten Ausschusses (Eramer, Bär und Pennrich) beantragen, die Wahl für gültig zu erklären. — In dem Bericht de» ersten Ausschüsse» der Zweiten Kammer über die Vorlage Großh. Ministeriums des Innern, dringliche bauliche Herstellungen be- treffend, wird Bewilligung von 9600 Mk. beantragt. — Der Vorstand de» Katholischen Lehrerver ein» im Großherzogthum Hessen hat an die Zweite Kammer ein Gesuch, die Erhöhung der Witwenpenfionen und Waisengelder der Volksschullehrer, Erlaß der Beiträge zur Witwen- und Watsenkasse und Verleihung der definitiven Rechte an Schulverwalter und Schulverwalterinnen betreffend, gerichtet — In dem Bericht de» dritten Ausschusses der Zweiten Kammer über die Vorstellung der Schul di en er au den Gymnafien und Realschulen um Erhöhung ihrer Gehalte schließt fich der Ausschuß der Anficht der Regierung an und beantragt: die Kammer wolle da» Ersuchen der Schuldieaer für vorläufig erledigt erklären. — Die Amt» gerichtSdiener der Provinz Rheinhessen haben eia Gesuch an die Zweite Kammer um Gleichstellung ihrer GehaltSverhältaisse mit den Kanzlei- dienern des Landes gerichtet. — Ferner ist bei der Zweiten Kammer eine Vorstellung der HilfSgertchtSschreiber des Großherzogthum», ihre GehaltSverhältnisse betreffend, eingegangen. — In einer Interpellation des Abg. Haas (Offenbach), das Bahnprojeet Gernsheim —Pfungstadt betreffend, bittet derselbe die Großh. Regierung um baldgeneigte Auskunft, ob und welche Hindernisse der Vorlage deS obigen Projekt» entgegevstehen, sowie ob und bi» wann die betreffende Vorlage zu erwarten ist. • • Stadttheater. Für da», heute, Dienstag Abend zur Aufführung kommende Lustspiel „Die relegirten Studenten^ von Benedix, bedarf e» wohl keines besonderen Hinweise», da solche» stets eine» durchschlagenden Erfolge» sicher ist. — Mittwoch Abend gastirt, wie bereit» gemeldet, der gegenwärtig beste Reuter-Interpret, Herr Hofschauspieler Richard von Stuttgart als „Ontel Biäfig" im gleichnamigen Stück, auf dessen künstlerische Darbietung wir nochmal» aufmerksam machen. ♦•-g- Gnra-Coneerl. Ein genußreicher Abend war gestern den Concertbesuchern bescheert, welche so zahlreich fich eingefunden, um einen Metstersänger, Herrn Eugen Gura, fingen zu hören. Nicht weniger al» elf Lieder, ausgewählt aus Schubert-, Schumann« und C. Loewe-Compofitionen, waren es, mit welchen der vielgerühmte Sänger da» den Vorträgen mit großem Interesse lauschende Publikum entzückte. Am besten gefiel „Greisengesang" von Schubert, sowie „Die Sauer* und „HueSka" von Loewe. Ueber seinen Vortrag können wir mit dem besten Willen nicht» Bessere» schreiben, al» in vergangener Woche mehrmals auS den Be- richten angesehenster Mnfikschriftsteller u. A. bereit» mit- getheilt wurde. Trotz de» nach jeder Nummer kundgegebenen reichen Beifalls, konnte fich Herr Gura nicht zu einer Einlage oder Zugabe entschließen, wa» wohl Biele erhofften, umsomehr, als der Vortrag von Schumann» „Der Schatz gräber" vergeffener Noten halber ausfallen mußte. — Herr Eduard Behm, der da» Accompaguement der Lieder besorgte, erfreute noch mit dem Vortrag der Rhapsodie, op. 79, von Brahm», Händels „Passacaglia" und zwei Compositionen von Stojowski, welch letztere besonders beifälliger Aufnahme gewürdigt wurden. Rationalliberaler Verein. In der letzten Monats« Versammlung sprach Herr Generalsecretär Patzig-Berlin über die schwebenden politischen Tagesfragen. Er führte u. A. au»: Die glücklichen Zeiten der siebziger und achtziger Jahre, in denen wir eine Regierung hatten und wußten, wa» wir an der Regierung besaßen, find vorüber. Eine autoritative Führung von oben her existirt nicht mehr. Oben herrscht eine Un- ficherheit de» Wollen», ein Wechsel in den Personen, in den Grundsätzen, dem gegenüber die Parteien noch nicht die richtige Berhaltung»linie gefunden haben können. Wie könnten auch Parteien, die so lange mit einem großen Staatsmann zusammenarbeiteten, sich in so kurzer Zeit in ihrem Verhalten einer Regierung gegenüber einrichten, die nicht die Spur einer regierenden Kraft besitzt. Da die Gefahr besteht, daß diese Zerfahrenheit in den oberen Regionen auhält, so ist eS dringend nöthig, dem gebildeten Bürgerthum den gebührenden Einfluß auf die Gestaltung unserer Schicksale zu sichern. Zumal da die radtcalen Parteien neue Gelegenheiten suchen, sich in ihrer Eigensucht zur Geltung zu bringen. Wir stehen einem Bündniß der anderen Parteien gegen die Mittelpartei gegenüber, das nur den Rest von großen Traditionen au» den Anfängen unsere» deutschen Reiches zerstören will. Dazu die schwierigen wirthschaftlichen Probleme, der Niedergang unserer Landwirthschaft, der theilweise Zerfall des mittleren und kleinen Gewerbestandes, dieses köstlichen Trägers einer mittleren gemäßigten Politik. — Die Gestaltung unserer Flotte wird voraussichtlich die einzige Parole sein, die bei )er bevorstehenden RetchstagSwahlbewegung von oben gegeben werden wird. Soweit die Vertheidigung de« Reiche» zur See geschehen muß, find wir verpflichtet, die nöthigen Opfer । u bringen. Wie wett dies zu geschehen hat, läßt fich vieleicht überhaupt nicht mit Ziffern feststellen, darüber muß ein vernünftiger Compromiß mit Berücksichtigung der finanziellen Verhältnisse und der Leistungen für unsere Landes- vertheidigung auf dem Festland geschlossen werden. — Die ganze Wehrkraft zur See, soweit sie in einer Schlachtflotte »esteht, ist durch den FlottengründungSplan von 1867 und 1873 cstgelegt. Wenn über diesen nicht hinauSgegangen wird, so muß man den Regierungsforderungen zustimmen, die an Stelle der damals beschlossenen Panzerschiffe, die den damaligen technischen Voraussetzungen der SchtffSbaukunst ent- prachen, gefechtsbrauchbare Schiffe nach Maßgabe der heutigen Technik und der heutigen Seekrieg»erfahrung setzen wollen. Entweder haben wir 25 Jahre den Fehler gemacht, über- ;aupt diese Schlachtflotte zu besitzen, oder wir müssen sie o erneuern, daß sie auf der hohen See etwa» taugt. Darüber wird der Streit mit den Radicalen entbrennen, die iberhaupt keine Schlachtflotte wollen. Die sech» Panzerschiffe, die noch in der Schlachtflotte stehen, ohne vollen GesechtS- werth zu haben, verfallen zu lassen, ist unfinnig; freilich find olche Schiffe heutzutage theurer geworden. — Der andere Theil unserer Flotte, die Kreuzerflotte, soll unseren Handel chützen, dem auswärtigen Dienst Nachdruck verleihen und unseren Colonieen einigermaßen dienstbar sein. Um die kreuzerflotte drehte fich der Streit im Frühjahr, wo daS Centrum mit Unterstützung auch unseres Abgeordneten Köhler, die beiden Kreuzer ablehnte. Nach dem FlottengründungSplan hatten wir 23 Kreuzerschiffe, heute haben wir 14 oder 15, die modernen Ansprüchen genügen. Die übrigen find auSrangirte Panzerschiffe oder ungedeckte Corvetten. Die eichteren Kreuzer wollen wir eingehen laffen und nur Kreuzer erster und zweiter Klaffe bauen, und an Stelle der alten Schiffe, die in den nächsten Jahren verfallen, wollen wir iieffere Kreuzer in untere Kreuzerflotte einstellen. Dies Be- ckrfntß scheint doch jetzt, wo eine Kreuzerdivifiou in China estgehalten ist und wir ein Schiff vor Kreta nicht entbehren önnen, als dringlich erkannt zu werden. Allein der Gefion aon unsere Interessen in Haiti vertreten. Dabei hat fich unsere Handelsflotte zur zweiten der Wett entwickelt; unser Handel geht einer Krise entgegen, die ebenfalls auf einen Ausbau unserer Kriegsflotte hindrängt: Ueberall entwickeln fich eigene Jodustrieen. Die amerikanischen Zölle find nicht Fnanz- sondern Schutzzölle; die amerikanischen Absatzmä'kte gehen allmählich, aber dauernd verloren. Die Märk-e in den jüngeren Staaten müssen un» die verlorenen ersetzen. Je mehr unter Großkapital infolge einer energischen Pol t.k tm Ausland (Ostafieo) inhastirt wird, desto sicherer wird der Verlust an Absatzgebieten dort wieder elngebrocht werden. — In der Militärstrafprozeßreform ist vielleicht in der letzten Zeit ein annehmbare» Compromiß zwischen Boyern und Preußen geschlossen worden. Zwar werden der militärischen DiSz'plin gern sse Opfer gebracht werden müssen; aber überall, wo e» fich um Vergehen handelt, die auch 'm bürgerlichen Strafgesetzbuch vorgesehen find, wird auch bte Oeffcntlichkeit gewährt werden. Ebenso werden ständige Ge- richte gebildet werden, so daß unsere Söhne unter allen Umständen vor unbefangene und unparteiische R chter kommen. Die Entscheidungen de» obersten Gerichtshöfe» tollen endgültig fein; der Bestätigung de» ContingentSherrn fällt weg. Der DualiSmuS in den obersten Gerichtshöfen bleibt zu beklagen. — Die schlimme Lage der Landwirthschaft, in der durch den Urbertchuß der Weltprodnction über den Weir- bedarf die Preise so gedrückt wurden, daß von einer Deckung der Produktionskosten nicht mehr die Rede fein konnte, gab zu pessimistischen Prophezeiungen Anlaß, die sich nachweislich nicht erfüllten. ES ist erwiesen, daß die Handelsverträge nur zum kleinsten Theil Schuld an dem Sturz der Getreidepreise trugen, ferner bewegen fich die Getreidepreise beständig aufwärts. Die Entwicklung Nordamerikas zum Industriestaat, der Bankrott Argentiniens, die Entwicklung Indien» lassen erwarten, baß diese Kornkammern der Welt un» nicht mehr oder wenigstens nicht mehr in hohem Maße mit Getreide versehen werden. Der Landwirthschaft soll auf jede mögliche Weise geholfen werden, aber den Ausgleich zwischen guten und schlechten Jahren wird fie selbst finden müssen. — Die Frage der absoluten Kündigung der Meist- begünstiguugSv-rträge wird im Wahlkampf eine Rolle spielen. Ein Zollkrieg mit den Verein. Staaten würde un» N cht» nutzen und den Amerikanern Nicht» schaden. Wohl aber hätte unsere Industrie von einem Zollkrieg großen Schaden. Die europäischen Festlandmächte werden fich gegen Amerika wehren müssen, die gemeinschaftlichen wirthschaftlichen Interessen Mitteleuropawerden zur richtigen Geltung gebracht werden müssen. Man kann Nordamerika nur dann schaden, wenn ein so große» Absatzgebiet wie das mitteleuropäische zu gemeinsamen Ab wehrmaßregeln schreitet. Geradezu Aergerntß erregend ist die schwächliche Calculation der Regierung auf die Haltung des CentrumS; provokatorische Enchkliken zeigen den ultramontanen Uebermuth. Man muß schon bi» in» 16. Jahrhundert zurückgehen, um eine solche Höhe der Verwirrung in bürgerlichen Kreisen zu finden. Ein Zeichen hiervon ist da» Buch von O. Mtttelstätt, da» nur in einem Krieg den Ausweg aus der verfahrenen Lage findet. Liegt diese Unzufriedenheit vielleicht mit an Aeußerungen und Reden, die gelegentlich gehalten und besser nicht gehalten worden wären? Wo sehr viel gesprochen wird, muß auch Widerspruch ertragen werden, da» deutsche Bürgerthum muß den Mund aufmachen. Wenn zwischen Regierung und gebildetem Bürgerthum eine gesunde Uebereinstimmung herrschte, anstatt da» Zentrum spekulativ eine verworrene politische Situation anSnutzen zu lassen, wenn in Rede und Regierungshandlungen auf diele bürgerlichen Kreise Rückficht genommen würbe, wenn die Regierung den Entschluß und die Courage hätte, um nach der rechten Stelle einmal da» richtige Wort zu reden, statt Schmeichler und Byzantiner zu dulden, so würde hier öanM geschafft werden. — In der anregenden Erörterung, die fich an die mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Ausführungen des Redner» anschloß, wurde besonder» betont, daß He Zerfahrenheit der Regierung nur die Zerfahrenheit der Parteien wiederspiegele; die Regierung handle unter einem traurigen Muß, an dem die Selbstzerfleischung de» deutschen BürgerthumS die Schuld trage, wenn fie mit dem Centrum bei Erledigung der nothwendigen, unaufschiebbaren Gesetzes- Vorlagen rechne und feilsche. *• Die Bahnstetgschaffner werden vom 1. April n. I. ab eine besondere Unterbeamten-Kategorie bilden und ähnlich wie die Bahnportier» gekleidet gehen. Da» Anfang»gehalt betrügt 800 Mk. und steigt in 15 Jahren auf 1200 Mk. Die bisherigen Bahnsteigschaffner, die bet Eröffnung der Bahnsteigsperre au» dem Zugpersonal und zwar von den alteren Beamten entnommen worden, werden am 1. April wieder in da» Zugpersonal für Personen« unö Güterzüge einrangirt. Sie hatten al» Entschädigung für die rüheren all Zugbeamte erhaltenen Kilometergelder außer ihrem Gehalt jährlich 200 Mk. vergütet bekommen. ** $n Amerika verstorbene Hesse». Syrakufe, N. U., Frau Anna Catharina Gil cher» geb. Weinerth, 44 Jahre alt, au« Guntersblum. New York, Dr. med. Carl Roth, 70 Jahre alt, au» Gießen. Brooklyn, N. U., Cha». St euer- nagel, 49 Jahre alt, au» Darmstadt. Elgin, Jll, Frau Marie Schmidt, 59 Jahre alt, au» Sieben. Wetterbericht. Ganz Central- und SÜd-Europa gehört einem intenfiven barometrischen Maximum an. Der Kem desselben hat im Allgemeinen seine Lage beibehalten, zugleich aber feinen Bereich nach ostwärts über Böhmen und Oesterreich ausgedehnt. Im hohen Norden ist ein neues Minimum erschienen, da« jedoch wieder in östlicher Richtung abziehen durfte. In Süddentfchlavd find die Temperaturen etwa» gesunken und herrscht daselbst, von Nebelbildung am Morgen und Abend abgesehen, vorwiegend heitere» Wetter. — Voraussichtliche Witterung: Fortdauer de» herrschenden WttterungScharacter». O Saasen, 22. November. Die Masern, welche bisher tm Rückgang begriffen zu fein schienen, find fett einigen Tagen wieder mit erneuter Heftigkeit ausgetreten. Auch haben fie schon ein Opfer au» der Kinderwelt gefordert. Die Schule wird wohl »och längere Zett gefchloffeu bleiben müssen. A Aus dem Ohmthal, 22. November. Die außergewöhnlich hohen Preise für die fetten Schweine, welche r ,n »eli( Dl- »CM »Ä......' °ttntn 1"tn deg nnJ^m । J.. 0 *•««!? *Ä it u. ” b" * ««ta " ■*•; ,.w- M i« »kl «.* ! Rä-il..9„ y**“ bum«,, loden enh. N»rv szllt vkg. * bleibt in b , c°ulntt^8 be W# lonntt, gab J« ßch nadnotüH* ^nbdibtihäpt vtur, bet ®ttxeibt> «nibepretfe beftänbig 5a,Ju« Jlldustrie- «Jtolilnng Jnbiev« 1 Welt uns nicht ’bt» Matze «it ®(: IW soll auf jete in Ausgleich zwtschea Ibft staben Düften. - ut>8 bet Meift. Wahlkamps eine Rolli >ateu wüibennrNchiii Wohl aber hätte nmm den. Die eutopaischeo !a mehren müfttn,iit llksten Mitteieu,^' werben wüsten. 9a wenn ein so piyi za geweinsorc üb etgetnih em,rot ist ling auf die Münz !eu jeigen i« ultxa- n bis tnl 16. Jahr- )< der 8rt®inung in Heu hiervon ist bai Ineof Stieg den 8u8- Liegt bhfi Nu- uni iibta, die gt- iii uiorbin wüten ? iidetspmch ertrage« Mund auf wacher, a Mzechv« rlve ^att bal Zentrum lation aulnuqtn iu Münzen auf bitie n würbe, wenn blt . tage Hütte, uw not Wort zu reden, W- so würde hier M l n Trörtetung, die ■ menen WW etS betont, btf': e Zerfahrenheii handle unter tim« lischnng M * te mit dem Zentrum ifschiebbareo Sesetzft- TatcZ * i für $trionta- !®n 14511««’« (•' J 5S*«**" «i. S' i. «rt«u ffers 8 8l;t«ii,Sur«P» lf . uni &> $if gRafimu« “ «!«< -°-L° - litt« ab, (ft ein ««"' N-'l'° «14* st^ bL((bilbun841 «o« Le S»«' fett^er bezahlt würben, find, wie vorauSzusehen, nur von kurzer Dauer gewesen. Nachdem man bis zu 50 Pfg. für da» Pfunb Lebendgewicht bezahlt, find die Preise wieder aus 44 und 43 Pfg. gesunken. Es ist keinesfalls außgeschloflen, datz dieser Preis noch auf 40 Pfg. zurückgeht, eine Preis« stufe, die immer noch als eine gute bezeichnet werden muß. Infolge des Rückgangs der hohen AokaufSpreife sind auch bte Fletschpreise, die hoch emporgeschnellr waren, wieder auf ein«n normalen Stand zurückgekehrt. In vielen O'tschaften schlachten die Landwtrthe ihre Schweine und verkaufen einen Thetl des Fleisches, das Pfund zu 60 Pfg. Daß baS Fletsch um btese Zett, wo baS Schlachten für baS HauS erst anzufangen beginnt, raschen Absatz finbet, ist leicht erklärlich. Schotten, 21. November. Wegen eines Defektes an der Loco mottve mußte der 431 Nachm. hier eiutreffen sollende Zug am letzten SamStag in Ratnrod liegen bleiben. Sine Reservrmaschtne war weder in Schotten, noch in Nidda, sondern mußte erst von Gießen requirirt werden- der Zug kann e daher erst Abends um 8 Uhr hierher befördert werden. Die P ssagiere legten den 5 Kilometer betragenden Weg von Matnrod nach Schotten zu Fuß zurück. Der 5>o Nachm. hier fällige Zug mußte auSfalleu. Lauterbach, 19. November. Ein Maurer aus Maar, der vergangenen Sonntag nach der hiesigen Riedesel'schen Brauerei gegangen war, um Bier zu holen, und der bet dieser G'legenheit durch Absturz in einen acht Meter tiefen Bierfchacht verunglückte, ist gestern gestorben. Er hinterläßt eine Frau mit zwei unmündigen Kindern. Darmstadt, 22. November. Vom Ausschuß der Stu- birend'n der hiesigen Hochschule erhalten die „N. H. V." eine Miith ilung, der wir Folgendes entnehmen: Am Donnerstag Abend fand in dem großen Saale der Turngesellschaft eine zahlreich besuchte Studenten-Bersammlung statt. Beim zweiten Punkte: Commers zur Feier des Geburtstages unseres Fürstenpaares, kam eS zu stürmischer Debatte. Sämmtliche Corporartouen erklären, dem Commerse nur daun beiwohnen zu wollen, wenn bte katholische Studenten- Verbindung „Naffovia" demselben fernbletbe. „Naffovia" erklärt jedoch aufs Bestimmteste dem Commerse beiwohnen zu wollen. Es wird nun derselben wiederholt nahegelegt, sich nicht der Studentenschaft bet ihren Festlichkeiten auf- zudrängen, da sie doch derselben tm höchsten Grade unlieb wäre. Da „Naffovia" bei ihrem ersten Beschlüsse beharrt, kommt es zur Abstimmung über den Antrag: „Soll rin Commer» zur Feier des Geburtstages Ihrer König!. Hoheiten abgehalten werden, unter den Umständen, daß „Naffovia" theilnimmt". Der Antrag wird mit Begeisterung einstimmig abgelehnt. — Sämmtliche Corporationen find jedoch schon miteinander in Unterhandlung getreten, einen Commers unter sich zu veranstalten, an dem auch jeder Nicht-Corporirte theilnehmen kann. Offenbach, 21. November. Bon einem schweren Ge- schick wurde eine hiesige Familie betroffen. Der in der Hartmann'schen Maschinenfabrik beschäftigte Monteur Deutzer war im Auftrag seiner Firma nach HoSberg gereist, um in einer dortigen Brauerei eine ca. 70 Centner schwere Dampfpfanne aufzustellen. Bet dieser Arbeit gerieth Deutzer auS unbekannter Ursache unter die Pfanne und wurde von derselben geradezu erdrückt. Die Leiche deS Unglücklichen, welcher Frau und Kinder hinterläßt, wird hierher verbracht werden. Mainz, 22. November. Sämmtliche hiesigen katholischen Pfarrer haben heute der Bürgermeisterei eine Eingabe unterbreitet, in der sie gegen den Beschluß der Armendeputation, die Waisenwädchen für die Folge in Prtvatpflege zu geben und nicht mehr zu kaserniren, Protest erheben. * Berlin, 22. November. Als die Arbeiterfrau Neumann, JaSmundstraße wohnhaft, gestern Abend von der Arbeit heimkehrre, fand sie ihren Mann anscheinend betrunken auf dem Sopha, während ihre kleine Tochter mit Blut besudelt, nackt und tobt unter seinen Füßen lag. Die Frau, für ihr Leben fürchtend, entfernte sich leise, nachdem sie die Leiche deS Kindes hervorgezogen hatte, und veranlaßte die Berhaftung deS ManneS, der das Kmd gehaßt habe. Neu- »Tann war blutbefleckt und das Bettgestell des Kindes zer- fchlagen. Neumann hatte das Kind anscheinend an den Beinen gefaßt und mit dem Kopfe gegen das Bettgestell gestoßen. Neumann, der erst 21 Jahre alt und wiederholt bestraft ist, gab an, er sei sinnlos betrunken gewesen und wisse nicht, waS mit dem Kinde vorgegangen sei. • Goßlar a. H., 20. November. Die Stadt Goßlar wird iür den Fall der Wahl GoßlarS zum Ort der Nationalfestspiele den Platz dazu dem CentralauSschuß kostenlos zur Verfügung stellen. • Effen a. d. R., 22. November. Gestern Abend kurz nach 8 Uhr stieß, wie die „Rhein.-Weftsäl. Ztg." meldet, ein von der Zeche „Zollverein" kommender Güterzug hinter der Station Katernberg mit einem von Alteneffen kommenden Mterzuge zusammen. 18 Wagen wurden schwer beschä- brgt, eine Anzahl anderer von den Geleisen geworfen. Menschenleben find nicht zu beklagen. Ein Rangirmeister wurde leicht verletzt. Der um 8 Uhr 6 Minuten fällige Schnellzug Köln—Berlin konnte noch kurz vor der Unfall- stelle angehalten werden. * Zwickau, 20. November. Eine furchtbare That vollbrachte Hierselbst der Arbeiter Georgy. Er mißhandelte fefa 13 Wochen altes Kind auf das Brutalste und schleuderte ts dann an den Ofen, so daß eS sofort todt war. Georgy seine That nach vorheriger Verabredung mit seiner Ehe- stiou begangen. Beide Eheleute find bereit- verhaftet Aoorden. * Aus Bayer», 22. November. Großes Aufsehen er- te.zte eS unter den Geistlichen, daß Ordinariate ihnen die Btnützung des Fahrrades verboten. Nun ist tm Erz- bisthnw Bamberg diese- Verbot für die Seelsorge aufgehoben worden. Zu ihrem Vergnügen dürfen die Geistlichen aber doch nicht fahren. • Würzburg, 22. November. Der Urheber deS Buben- stücke- vom 14. ds., den Ostende-Wiener Expreßzug durch Schienenaufreißen bei Lohr zur Entgleisung zu bringen, ist in der Person deS ISjährtgen Bahnwärtersohnes Scbald ermittelt worden. Er ist geständig. * kluS Bade», 22. November. Nach einem noch unbestätigt gebliebenen Gerücht soll der Groß Herzog daS bekannte Palais Hamilton in Baden-Baden um 2 Millionen Mark angekauft haben. — DaS große LooS der Metzer Dombau-Lotterie (50,000 Mk.) gewann ein unbemittelter Landwirth in HarmerSbach, Vater von 14 Kindern. * Mannheim, 20. November. Nach einer Mittheilung der Lagerhausverwaltung der Großh. badischen StaatSeisen- bahnen ist ihre neuerbaute Getreidelagerhalle heute in Betrieb genommen worden- dadurch wird dem Mannheimer Getreidehandel rc. weiterer Lagerraum für ca. 50,000 Sack gesackte Maaren geboten. * Ludwigshafen a. Rh., 21. November. Eine Tochter des CommerzienrathS Siegle in Stuttgart, die bet hiesigen Verwandten zu Besuch weilte, ist in ihrem Schlafzimmer in- folge von GaSauSftrömung erstickt. * Hingerichtet. Zu OelS wurde am 19. d. M. der 69jährige OrtSarme Mtttmann, der wegen Ermordung des 91jährigen OrtSarmen Weyrauch zum Tode verurtheilt worden war, hingerichtet. * ®ttB Marbach wird berichtet: Zur diesmaligen Geburtstagsfeier Schillers in feiner Heimatstadt kam neben einer Reihe von Andenken und Spenden eine besonders werth- volle Reliquie an, indem der Enkel und der Urenkel des Dichter-, die Freiherren v. Gletchen-Rußwurm, in Gemein- schäft mit der Freifrau v. Schiller, in großem, goldenen Medaillon die Haare Schillers dem Morbacher und Schwäbischen Schillerverein znkommen ließen. Auch die Taschenubr Schillers mit Schlüffe! und Petschaft, bisher im Besitz des Kaufmanns Krieger in Möckmühl, auch eines Urenkels von Schiller, ging als neueste Stiftung ein. * Der Selbstmord des Berliner Speclalitäten-Theater- Directors Fränkel hat nicht verfehlt, in Berlin das giögtc Aussehen zu erregen, denn Fränkel war in artist scheu und theatralischen Kreisen eine sehr bekannte und beliebte Prrsön« llchkcit und ferner dem größeren Publikum auS seiner Thätig- kett an den verschiedensten Specialitäten der Hauptstadt bekannt. Fränkel war gemeinsam mit dem viel genannten Paul Blumenreich Begründer des Scala-TheaterS in der Elsässer« straße, später war er als Director der Specialitätenabtheilung der Friedrich-Wilhelmstädtischen Theater-, sowie al- Leiter de- Theater- der Reich-Hallen thätig. Darauf war er mit F- v. Schirp zusammen Director des Hippodroms am Kur- fürftendamm. Fränkel besaß ein derb-komische- Talent und trat mit großem Erfolge auf verschiedenen Bühnen als Komiker in Localpoffrn auf. Seit drei Jahren betrieb er eine Agentur für Specialitätenbühnen, die recht gut ging. Nach Uebereinstimmung Aller, die den Verstorbenen kannten, war demnach die Veranlaffung zu dem Selbstmord lediglich, wie von uns bereits gemeldet, der am Donnerstag erfolgte Tod seiner Frau, mit der er in ungemein glücklicher Ehe lebte. Die Frau, Clara, geborene Hörmann, welche lange Jahre hindurch eine beliebte Schauspielerin in Berlin ge- wesen war, verfiel vor Kurzem in Geisteskrankheit und machte in einer Anstalt in Steglitz, in welche fie verbracht worden war, kurz nach erfolgter Uebecführung ihrem Leben selbst em Ende. Sofort, nachdem er die Mittheilnng vom Tode seiner Frau erhielt, erklärte Fränkel, nicht weiterleben zu wollen. Gestern Morgen wir er auf dem Friedhof und bestellte zwei Grabstätten, eine für seine Frau und eine für sich. AIS er Nachmittag- nach Hause kam, bat er seine Schwiegermutter, die ihm die Wirthschaft führte, ihn eine Weile allein zu laffen, da er etwa- schlafen wolle. ES währte aber nicht lange, da hörte man in seinem Zimmer unmittelbar hinter einander drei Schüsse fallen. Fränkel hatte den Revolver gegen sich gerichtet. Zwei Schüsse waren fehl gegangen, die dritte Kugel aber war ihm in den Kopf eingedrungen. Während die Schwiegermutter, als fie sah, was vorgefallen war, die Treppe hinuntereilte, um die Psört- nerfrau zu einem Arzte zu schicken, muß Fränkel die lieber- zeugung gewonnen haben, daß er fich nicht gut getroffen habe, und nun öffnete er ein Fenster seine- nach hinten gelegenen Zimmers und stürzte fich auf den Hof hinab. Eben wollte fich seine Schwiegermutter wieder in die Wohnung hinaufbegeben, als fie noch den dumpfen Aufschlag de- herabfallenden Körpers hörte. Aerzte, die sofort he, betkamen, bemühten fich umsonst, das Leben deS ManneS zu retten. Schon nach fünf Minuten war Fränkel tobt. Gegen 6 Uhr wurde seine Leiche nach dem Schauhaufe abgeholt. Er war in Hamburg geboren und hatte ein Alter von 44 Jahren erreicht. ♦ Ermittelung von Verbrechern durch Fußspuren. Auf Anlaß der Großherzoglichen LandeSpolizeibehörde waren in jüngster Zeit in Jena Gendarmen zusammengezogen, um darüber Belehrung zu empfangen, wie man von Fußspuren durch AuSgießen mit Gips Abdrücke gewinnen könne. Die angestellten versuche lieferten allen Theilnehmern ben Beweis, boß jeder Polizeibeomte fich verhältnißmäßig leicht die erforderliche Utbung verschaffen konnte, daß auch die dazu und zu ihrer Anwendung nöthigen Mittel mit nur mäßigen Ausgaben verknüpft find. ES leuchtet aber ein, von wie großer Wichtigkeit im Allgemeinen eine rasche und sichere Festlegung von Fußspuren als des oft einzigen Bewei-mittel- im Strafverfahren ist, sodaß eine Nachahmung dieser Versuche zum Nutzen der Strafverfolgung anderwärts nicht unterbleiben sollte. * Die Milliarde voll. Mit der diesjährigen Sylvester- nacht ist eine Milliarde Minuten seit der Geburt Christi abgelaufen. Zwar geben erst 1903 Jahre, das Jahr zu 365 Tagen ober 525 600 Minuten gerechnet, eine M lliarde Minuten, ba man aber bei ber Berechnung fieben Jah-e zu wenig berücksichtigt bot, so werden am 13. December 1897, uicht erst 1903, eine M lliorde Minuten in das Rech der Ewigkeit verschwunden sein. Gfl nackrechnen! * Briefporto-Ermäßigung in Frankreich. Der Abgeordnete Chassaing bat ber französischen D-puttrtenkammer einen Antrag vorgelegt, welcher verlangt, baß im inneren Verkehr Frankreichs ba« Briefproto ermäßigt werde, und zwar: für Briefe von 15 auf 10 Cts. für je 15 Gramm, „ Postkarten von 10 auf 5 EtS., w Drucksachen von 2 auf 1 Ct. Die Budget Commission der Kammer hat diesen Antrag abgelehnt, weil nach den Ausführungen deS Berichterstatter- diese Porto Ermäßigung zur Folge hätte, daß die Einnahmen der Post jährlich um 34—40 Millionen Franc- zurückgehen würden, eine Summe, pie Frankreich bet der heutigen Finanzlage nicht entbehren kann. Hoffentlich geht es den deutschen Postreformen nicht ebenso. * Schreckliche Fahrt. Auf dem von Laval in Versailles eintreffenden Zuge wurden zwei Rekruten, welche fich während der Fahrt zum Fenster hinauSgelehnt hatten, von einem vorbeisausenden anderen Zuge erfaßt und enthauptet. Die blutüberströmten Leichen sanken zum Entsetzen der Mitreisenden in d>e Wagen zurück und wurden bei der Ankunft in Versailles zum Spital gebracht. * Von Andrees Verbleib, lieber daS muthmaßliche Schicksal A n b r 6 e« hat der bekannte Meteorologe Dr. NielS Ekholm, ber im vorigen Jahre mit Anbröe bte Fahrt nach bem Norbpol hatte unternehmen wollen, in ber Stockholmer Geographischen Gesellschaft einen interessanten Vortrag gehalten. Nach ben für Juli angestellten meteorologischen Beobachtungen könne man jetzt eine begründete Berechnung über die R chtung ber Ballonretse anstellen. Der Ballon sei erst nach Nordwest, dann nach Nordost getrieben worden. Hieraus könne man schließen, daß erstens Andree dem Nordpol ganz nahe gekommen, und daß er zweiten- in Franz- Josefsland herabgeftiegen ist, um dort zu überwintern. Ekholm meint, daß die dortigen Verhältnisse für eine Ueberwinterung sehr günstig seien. Citeraiu* * -rnö - SDie „Deutsche Romanbiblioihek^ (Deutsche VerlagS- Anstalt in Stuttgart) beginnt ihren neuen, 26. Jahrgang mit der Veröffentlichung zweier Romane, die stofflich im wirksamsten Gegensatz zu einander stehen. Feodor von Zobeltitz, dessen Bauernstücke einen so starken Erfolg hatten, daß man ihn den märkischen Anzengruber nannte, schildert in seinem großen Roman „2)er gemordete Wald" die ländliche Scholle und Arbeit und Plage, Freuden und Leiden ihrer Bewohner, während die gefeierte Erzählerin Sophie Junghans in ihrem neuesten Werke „Ein Kaufmann" ungewöhnlich fesselnde Bilder aus dem Leben der Großstadt entwirft und namentlich den Bau- und GründungSschwindel scharf characteristrt. Daneben stellt der Verlag den Abonnenten der „Deutschen Romanbibliothek" zwei Kunstblätter (Heliogravüren) „Neujahrsbriese in der Pension" und „In der Staatsbibliothek" zum Preise von 3 Mk. pro Blatt, beide zusammen für nur 5 Mk. zur Verfügung. Angesichts dessen, was die „Deutsche Nomanbibliothek" für ihren Abonne- mentSpreis (vierteljährlich [13 Nummern) 2 Mk., das oterzehntägige Heft 35 Pfg.) bietet, kann sie ohne Ucbertreibung die billigste deutsche Romanzeitung genannt werden. Das erste Heft sendet jede Sortiments- und Colportage Buchhandlung auf Verlangen zur Ansicht Ws Haus. r?ik!xla In nrriiiftn jnakfirin totoljtitn. Opernhaus. Mittwoch ben 24. November: Mignon. Donnerstag ben 25. November: Fidelio. Freitag den 26. November geschlossen. Samstag den 27. November: Götterdämmerung. Sonntag den 28. November, Nachmittags 3