«r. 95 Erstes Blatt Samstag de» 24 Avril ISO» 5 11 U Uh,. Amts- und Anzeigeblntt für den TTveis Srefzen Hratisöeikage: Gießener Kamitienökätter, Amtliche» Thell UM “ftefr** 30 Alle Annoncen-Bureaux deS In« und Auslandes nehme« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" cntgtgen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Vierteljähriger Abonnementspreiir 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerloh«. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei-: -chutstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Loudon, stantiuop el Larissa von wurde. Bukarest, Berlin. rilligst durch des erhoff. 3974 auch keine Freiwilligen nach Griechenland entsenden. — In einer dem Gesandten aus Athen zugegangenen Depesche wird erklärt, daß kein türkischer Unterthan auS Griechenland aus- gewtesen werden würde, so lange sein Verhalten keinen Anlaß i» Klagen gebe. Athen, 22. April. Nach einer Depesche aus Art« von heute srüh 4 Uhr hat Major SoutzoS mit zwei EtcadronS Cavallerte drei Dörfer besetzt, die zwei türkische Bataillone inne hatten. Eine EScadron besetzte daS Fort Salagma, das von den Türken geräumt war. Die Griechen fanden drei Kanonen und Dynamit vor. — Gerüchtweise verlautet, das Panzergeschwader habe sich in Bewegung gesetzt, um der türkischen Flotte zu begegnen. Bombay, 22. April. Meldung deS Reuterschen Bureaus. Teit AuSbruch der Pest sind 11706 Erkrankungen und 10020 Todesfälle zu verzeichnen. Die gesammte Sterblich- keitSziffer beläuft sich durchschnittlich in einer Woche auf 836. Die Flüchtlinge kehren zum größten Thetl in ihre Wohnorte zurück. Wolstk Lorrtiyoirvekst-Brrrsa». Berlin, 22. April. Die „Statistische Correspondenz" beziffert den Saatenstand im Königreich Preußen um die Mitte des April: Winterweizen 2,5, Wtnterspelz 2,1, Wtuterroggen 2,5, Klee 2,5, Wiesen 2; und zwar bedeutet 1 sehr gut, 2 gut, 3 mittel, 4 gering, 5 sehr gering. Die Wetzen- und Roggensaaten sind fast durchweg gut durchwintert. Die übergroße Nässe und Nachtfröste bis in die letzte Zett hinein hemmten jedoch die gedeihliche Weiterentwickelung. Ebenso störend wirkte die Witterung auf die Bestellung der Sommerfrucht. Ein Umpflügen der Winterfrucht war nur ganz verschwindend selten erforderlich. Wien, 22. April. Se. Majestät der Kaiser Wilhelm verlieh dem Mtnifterpräfidenten Grafen Badeni das Großkreuz des Rothen Adlerordens, dessen Insignien der deutsche Botschafter Graf zu Eulenburg dem Grafen Badeni persönlich überreichte. Rom, 22. April. Heute Nachmittag 2% Uhr, als König Humbert auf der Fahrt nach dem Rennplätze von Capanuella begriffen war, führte ein arbeitslofer Schmied Namens Pietro Aeeiarito einen Dolchstoß nach ihm aus. Der König wurde nicht verletzt und fetzte die Fahrt nach dem Rennplätze fort; bei der Ankunft dafelbst wurde er vom Publikum aufs lebhafteste begrüßt. Der Verbrecher wurde verhaftet; er zeigt ein exal- tirtes Wefeu und erklärte, keine Mitschuldigen j zu haben. Et Razatre, 22. April. Die Polizei verhaftete vier Anarchisten und nahm in deren Wohnungen Haussuchungen vor, wobei wichtige Papiere beschlagnahmt wurden, insbesondere die Zeichnung einer Knallsilberbombe. Pari-, 22. April. Bor der griechischen Gesandt« I schäft herrschte heute eine gewisse Erregung. Etwa 50 Personen hatten sich vor der Gesandtschaft eingefunden, die verlangten, nach Griechenland abzugehen. Da der Gesandte indessen keine bezüglichen Befehle erhalten hat, so konnte er I stahl feite» Prämien /97. 8. >ddn Mn. L-rsiaod. MMS lll hHthiiuilld w4 tw Riillliii .23- April. Gestern Abend fand zu Ehren Kaiser Wilhelms in der Hofburg eine Galatafel statt, an welcher 162 Personen theilnahmen. Die Tafel hatte vorwiegend militärischen Character. Kaiser Wilhelm erschien in « A*"rikoollen Uniform eines ungarischen Generals der Kavallerie. Kaiser Franz Josef trug preußische Marschall», uniform. Toaste wurden nicht ausgebracht, was offenbar aus dem Grunde unterlassen wurde, um jede politische Deutung zu vermeiden. Nach Aufhebung der Tafel reiste Kaiser Wilhelm mit der Nordweftbahn nach Dresden ab. Rom, 23. April. Zu dem Attentat auf den König wird weiter gemeldet: Der Attentäter ist 24 Jahre alt und von kleiner Gestalt. Derselbe hat schon gestern in Osteria geäußert, morgen werde er Jemand umbrtngen, wovon die werde. Der Attentäter, ein arbeitsloser Schlosser, genoß bisher einen guten Leumund. Die Behörden nehmen deshalb an, daß er die Thar in einem Wahnsinns- anfall begangen hat. Als Motiv gibt der Thäter Hanger an. Das Attentat wurde dadurch vereitelt, daß der König den Dolchstoß mit dem rechten Arm abwehrte, so daß die Klinge in daS Wagcnkiffen fuhr und dieses völlig durchbohrte. Der König wohrne dem Rennen gleichmüthig bis zu Ende bet und äußerte zu seiner Umgebung: Wenn man König ist muß man solche Dinge mit in Kauf nehmen. Die Königin kam auf dem Rennplatz erst nach dem Könige an und hatte von dem Borgefalleuen keine Ahnung. Der König ging der sendung von zwei Bataillonen zurVerstärkung der Grenz« I wache in die Dobrudscha verfügt. Bukarest, 22. April. Die Erregung ist hier ungeheuer. Die letzte Altersklasse wurde jetzt etnberufen. Während des gestrigen Gottesdienstes waren alle Geschäfte geschlossen. Athen, 22. April. Einer neueren Meldung zufolge hat Edhem Pascha 40,000 Mann Verstärkung verlangt. Athen, 22. April. Die hiesige Garnison, 2500 Mann stark, ist nach Volo abgerückt. Athen, 22. April. Die Türken versuchten den Paß Prophet Elias, welcher auf dem Wege nach Turnaro liegt, zu nehmen, wurden aber zurückgeschlagen. DaS Lager von Jmaret, in welchem die Türken starke Batterien etablirt hatten, wurde von den Griechen besetzt. Oberst ManoS hat Sertdtna und Phillppiadha eingenommen und wird gegen den Abhang Pighadia vorrücken, wo sich die Türken eilig con- eentriren. — Der Kronprinz verließ gestern Abend Larissa und begab sich auf das Schlachtfeld, wo wahrscheinlich heute ein großer Zusammenstoß mit den Türken stattfinden wird. Athen, 22. April. Aus Larissa wird gemeldet, daß der gestrige Kampf bet Damasi unentschieden geblieben ist. Koustautiuopel, 22. April. Allen griechischen Schiffen wurde verboten, fich in den türkischen Gewässern aufzuhalten. Die Leuchtthürme im Golf von Salonicki wurden angewiesen, ihre Lichter zu löschen. Montevideo, 22. April. Gestern wurde auf den Präsidenten geschossen,- der Schuß ging fehl. Der Attentäter wurde verhaftet. »ch. ? 8v. Uhr; ung 22. April. Ein Telegramm aus Könau das hiesige auswärtige Amt meldet, daß den Türken nach heftigem Kampfe eingenommen 22. April. Der Kriegsminister hat die Ent- dre» Kaiser tn der Orteutfrage sei eine Bürgschaft für den Frieden. Re«, 22. April. AuS Athen wird gemeldet, daß mau dort, nachdem Larissa eingenommen ist, einen allgemeinen BolkSaufstand befürchtet. Paris, 22. April. Der englische Dampfer „Zuletka" ist im Lookmeerbusen untergegangen,- nur neun Personen wurden gerettet. Toulon, 22. April. Eine Abteilung von 3 0 0 M a r t n e - soldaten ist gestern zur Verstärkung der französischen Truppen auf Kreta abgegangeu. ÄauteS, 22. April. Bei seiner Ankunft wurde Präsident Faure hicrselbft von den Republikanern und Royalisten und den Senatoren begrüßt. Der socialtsttsche Gemeinde« rath betheiligte fich dagegen an keiner Festlichkeit zu Ehren de» Präsidenten. Loudon, 22. April. Au» Elassona wird telegraphirt, daß die entscheidende Schlacht vor Larissa allem Anscheine nach heute erfolgen werde. Angesicht» der numerischen Ueberlegenheit der Türken sollen die griechischen Führer beabsichtigen, im Innern Griechenlands jeden entscheidenden Kampf zu vermeiden und tn den Gebirgen einen Guerillakrieg zu führen. .en n. Bekanntmachung. Großherzogliches Ministerium des Innern hat dem Verband der oberbadischen Zuchtgenoffenschafien die Erlaubutß ertheilt, die Loose einer anläßlich des am 21. September l. IS. zu Radolfzell stattfindenden ZuchiviehmarktS zu veran- stattenden Verloosung von Zuchtkalbinnen innerhalb des Groß- herzogthumS zu vertreiben. Indem wir dies zur öffentlichen Kenntniß bringen, bemerken wir, daß nach dem von der zuständigen Behörde genehmigten VerloosungSplan 30,000 Loose ä 1 Mk. aus- gegeben werden dürfen und 19,000 Mk. zum Ankauf von Gewinnsten verwendet werden müssen. Gießen, den 22. April 1897. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Der Witter Anzeiger erscheint täglich, Mit Ausnahme deS Montag-. Die Gießener Aamitieuvtälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. »en. 39ii Gießener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. Depeschen deS Bureau „Herold." Berit«, 22. April. Wie au» Wien gemeldet wird, wurde heute Vormittag im Auftrage Kaiser Wilhelms auf dem Sarge des Kronprinzen Rudolf von Oesterreich ein prachtvoller Kranz niedergelegt mit der Inschrift: „Kaiser Wilhelm II. seinem treuen Freunde." Berlin, 22. April. Der türkische Botschafter hatte im Laufe deS heutigen Vormittags im auswärtigen Amte eine längere Unterredung mit dem StaatSsecretär Fret« I Herrn v. Marschall. Berlin, 22. April. Generalmajor von der Goltz (Pascha), welcher aus Frankfurt a. d. O. hier eingetroffen | ist, hatte heute mit dem türkischen Botschafter eine einstündige I Unterredung. Berlin, 22 April. Der mit der Stellvertretung de» StaatSsecretär» Hollmann beauftragte Sontreadmiral Tirpitz I hat von Nagasaki aus die Heimreise angetreten und wird I Mitte Mai hier etntreffen. Herr Hollmann wird eine längere I Seereise antreten. Berlin, 22. April- Dr. Peter», dessen Prozeß vor I dem DtScipltnar-Gertcht-hof für die Eolonten am Sams« I tag stattfindet, ist gestern Abend, von London kommend, hier eingetroffen. Berlin, 22. April. Fürst Ferdinand von Bul- garten hat heute Vormittag abermals einen Besuch in der türkischen Botschaft obgeftattet. Berlin, 22. April. Eine gestern Abend abgehaltene, von etwa 800 Personen besuchte Versammlung nahm eine Resolution an, welche fich gegen die Verurtheilung I KoschemannS aussprach. Die Versammlung war von | Anarchisten etnberufen. Königsberg, 22. April. Die freisinnige VolkSpartei wird den Gutsbesitzer Papendteck-Dahleheim als Reichstags« Eandidaten für den Wahlkreis Königsberg aufstellen. Wien, 22. April. In Anwesenheit Kaiser' Wilhelms und Kaiser Franz Josefs, sowie der Erzherzöge, der Minister, deS diplomatischen CorpS und anderer j Würdenträger fand heute bet schönem Wetter die Parade statt. Gegen 8*/< Uhr erschien Kaiser Franz Josef. Derselbe ritt die Front ab und übernahm daS Commando. Bald darauf traf Kaiser Wilhelm tn der Oberstenuniform seines Husaren-Regiments auf dem Paradefelde ein. Kaiser Franz Josef ritt Kaiser Wilhelm entgegen und erstattete de« Rapport. Beide Kaiser ritten darauf die Fronten ab, I »oeauf Kaiser Wilhelm Aufstellung nahm, während fich Kaiser Franz Josef an die Spitze der Truppen setzte und diese an dem Gaste vorbeiführte. Als das 7. Husaren-Regiment in \ Sicht kam, ritt Kaiser Wilhelm demselben entgegen und führte I i es dem Kaiser Franz Josef vor, an dessen Seite er Platz nahm, bis der Vorbeimarsch beendet war. Unter begeisterten Kundgebungen des Publikums verließen die beiden Monarchen das Paradefeld. | Wien, 22. April. Bei dem Frühstück, welche» das Husarenregtment Nr. 7 zu Ehren Kaiser Wilhelms gab, beantwortete letzterer den Toast des Obersten Stoehv, indem er die Haltung und den Geist des OsfiziercorpS lobte und seine Freude darüber ausdrückte, das Regiment nochmals gesehen zu haben. Schließlich erhob Kaiser Wilhelm sein GlaS und leerte eS auf da» Wohl des Kaisers Franz Josef, seines erlauchten Verbündeten, auf welchen er ein dreimaliges I Hoch autbrachte. — Der Kaiser überreichte dem Obersten I Stochn sein Portrait mit eigenhändiger Unterschrift. Rom, 22. April. Gestern fand vor der griechischen Gesandtschaft eine Demonstration, welche von! Studenten tnsceniit wurde, statt. Der Gesandre, welcher mit der griechischen Fahne auf dem Balcon erschien, wurde | nütmif($ begrüßt. Sodann zog die Menge vor daS türkische Consulat, woselbst gezischt und gepfiffen wurde. Rom, 22. April. Die „Oppinione" erklärt, der Besuch I des Deutschen Kaisers in Wien, sowie die Einheit der ' i ! dir Po». rmstadtS gute Christ- !inpfoMj£ Gieße«, den 21. April 1897. Betr.: Die Ausführung des RetchSgrsetzeS vom 22. Juni 1889, betr.: Die Jnvaltditäts« und AlterSverficherung. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Grosth. Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche unserer Auflage vom 12. März l. I. noch nicht nachgekommen find, werden an deren Erledigung binnen 5 Tagen erinnert. __v. Gagern. Gießen, den 17. April 1897. Detr.: Die Vertilgung der Raupennester. Hch» Großherzogliche Kreisamt Gießen Mi die Graßh. Bürgermeistereien de» Kreises. Diejenigen, welche unserer Auflage vom 15. Februar 1897 »Gießener Anzeiger" Nr. 41 — noch nicht nachgekommen sind, werden an deren Erledigung erinnert. v. Gagern. Geschäfts •g a. B'i J Königin entgegen, faßte fie bei der Hand nab berichtete kurz daS Geschehene. Die Königin wurde zuerst leichenblaß, faßte sich aber bald und umarmte den Gemahl stürmisch. Der Rück- weg deS KönigSpaareS glich einem Triumphzuge. Abends fanden vor dem Quirinal stürmische Ovationen einer ungc* heueren Menschenmenge für das Köntgspaar statt, welches sich wiederholt auf dem Balkon zeigte und dankte. Bon Kaiser Wilhelm, Kaiser Franz Josef, der Königin Victoria, dem Zaren, der Königin von Spanien, dem Präsidenten Faure trafen bereits herzliche Glückwunschtelegramme ein. Athen, 23. April. Die „Akropolis" versichert, im Schloß wird die Vorbereitung zur Abreise deS König« an die Grenze getroffen, welche höchstwahrscheinlich am Montag erfolgt. Gestern traf im PiräuS die „Thessalia" mit 91 Verwundeten ein, um sofort nach Velo zurückzukehren und neue Verwundete zu holen. Innerhalb Prevesa kam es zu Feindseligkeiten zwischen der griechischen und türkischen Bevölkerung der Stadt. Konstantinopel, 23. April. GH asi OSman Pascha, der Löwe von Plewna, reist heute an die Grenze ab, um daS Ober-Commanbo über die Armee zu übernehmen. Locales und ptooinsitUe* Gießen, den 23. April 1897. • • Parlamentarisches. Die Zweite Kammer der Stände wird am Freitag den 30. April zu einer eintägigen Tagung zusammentreten. • • vieberthal vahn. Die Regierung hat der Allgemeinen Deutschen Kleinbahn-Gesellschaft, Actiengesellschaft in Berlin, den Bau und den Betrieb einer schmalspurigen Eisen- bahn von Gießen über Heuchelheim und Rodheim nach Bieber übertragen. Gesteigerter Güterverkehr. Seit Eintritt der Ober- hessischen Bahn in die hessisch-preußische Eisenbahn- gemeinschast ist der Güterverkehr auf der Linie Gießen— Gelnhausen lebhafter, indem die nach letzterer Station bestimmten Güter, die von anderen Bahnen kommen, ihren Weg statt über Friedberg—Hanau—Gclnhaufen nunmehr über die Oberhesfischen Linien nehmen. * ♦ LehrerinuenBersammlnng. Unter reger Betheiligung fand am Mittwoch, 21. April, im Rathhaussaal zu Darm« stabt die Generalversammlung deS Vereins hessischer Lehrerinnen zur Gründung eines HeimS statt. Die Vorsitzende, Frau Lili WolfSkehl, hieß die zahlreich Erschienenen willkommen und gedachte zunächst dankend der großen Güte S. K. H. des Großherzogs, der dem Verein im verfloffenen Jahr das Ferienheim zu Auerbach zur Verfügung gestellt hatte und dasselbe auch für diese« Jahr wieder bewilligt hat. I. K. H. die Großherzogin hatte gnädigst einen Theil des bedeutenden Ertrags deS von ihr veranstalteten großen Bazars dem Verein zugesagt, und wenn auch die Summe noch nicht genannt werden kann, so bedeutet sie doch eine höchst erfreuliche Vermehrung deS Vereinsvermögens. Mit tiefempfundenen Dankesworten für die Fürsorge der hohen Herrschaften schloß Frau WolfSkehl die Begrüßung. Aus dem von der Schriftführerin, Frl. Müller, erstatteten Jahresbericht entnahm die Versammlung, daß an elf Mitglieder 564 Mk. Beihilfe in Krankheitsfällen geleistet und daß das Sommerheim in Auerbach von 13 Lehrerinnen besucht wurde, die dankbar deffen Wohlthat empfanden. Frl. v. SczcepanSki hatte die Güte, einen Theilertrag ihres Vortrags: „lieber die Bildung des Charakters durch den Willen" der vereinskaffe zuzuwenden. AuS dem von Frl. Wider verlesenen Rechenschaftsbericht ergab sich die erfreuliche That- fache, daß daS Vereinsvermögen nunmehr auf 68 950 Mk. gestiegen ist. Nachdem Frl. Scheid und Frl. Kißner dem Vorstand im Namen der Lehrerinnen besten Dank für feine Mühewaltung ausgesprochen, entwickelte sich eine rege Debatte bei Erörterung der Frage, ob nunmehr zur Erwerbung eines HeimS geschritten werden solle. Es ergab sich, daß bis jetzt etwa vier bis fünf Lehrerinnen auf eine Aufnahme im Heim reflectlrrn und daß Darmstadt der zur Errichtung eines Feierabendhauses geeignete Ort sei. An der DiScuffion be- theiligteu sich die Damen Frl. MitzeniuS, Frl. Din^eldein- Gießen und Frl. Dieckmann-WormS, sowie die Herren Oberbürgermeister Morneweg und Oberfinanzrath Braun. Der von Herrn Oberbürgermeister Morneweg gemachte Vorschlag, den Vorstand zu ermächtigen, flch bei paffender Gelegenheit nach einem Kaufobject umzusehen und darauf bezügliche Anträge einer einzuberufenden Versammlung zu unterbreiten, wurde zum Beschluß erhoben. Der erste Offen- bacher Antrag, daß die jährliche Generalversammlung nicht in die Osterferien fallen möge, wurde abgelehnt, dagegen wurde der zweite Antrag, daß nach Erwerbung eines HeimS eine Beihilfe in Krankheitsfällen auch ferner gewährt werde, angenommen. Eine Statutenänderung des Vereins wird nicht nur durch die Einführung de« neuen bürgerlichen Gesetzbuches, sondern auch durch die Erwerbung eines HeimS bedingt werden. ** Der deutsche Werkmeisterverbaud trat am 17. d. M. in Nürnberg zu seiner zehnten Delegirteuversammlung zusammen. Erschienen waren 126 Delegirte und 14 Mitglieder deS Centralvorstandes. Der umfangreiche Geschäftsbericht weist für Ende des JahreS 1896 29,871 Mitglieder auf. Davon entfallen auf Bayern 2430, Württemberg 1182, Baden 1301, Sachsen 4318, Preußen 17,863. Die Zahl der Bezirksvereine beträgt 585, davon 40 in Bayern. Die Zahl der Wlttwen beläuft fich auf 1962, die Zahl der Invaliden auf 174. Geleitet wurden die Verhandlungen von dem Vorsitzenden des CentralvorstandeS, Zander (Düffeldorf.) ** Verband deutscher Post- und Telegrapheu-Asfisteute». Rach dem jetzt erschienenen Geschäftsbericht der Verband«- Verwaltungsstelle für 1896 haben im Jahre 1896 die Roheinnahmen 636000 Mk. gegen 359000 Mk. 1895, die Roh- auSgaben 624000 Mk. gegen 360000 Mk. 1895 betragen. Von den Einnahmen entfallen auf den Verband 51000 Mk., auf daS Waarenhau« 585000 Mk., von den Ausgaben entfallen 40000 Mk. auf den verband und 595000 Mk. auf da« Waarenhau«. Für gelieferte Maaren find im Jahre 1896 an die Lieferanten 430000 Mk. baar gezahlt worden. Die Steigerung gegenüber dem Jahre 1895 von 195,000 Mk. erklärt flch durch die Aufnahme einer Anleihe, auf welche 231000 Mk. baar eingezahlt worden find. DaS Gefammt- verwögen deS Verbandes belief fich Ende 1896 auf 120000 Mk. gegen 101000 Mk. 1895, wovon 89 000 Mk. auf den Der- band und 31000 Mk. auf daS Waarenhau« entfallen. Seit der Gründung des Verbandes find 1556 000 Mk. vereinnahmt und 1551000 Mk. verausgabt worden- daS Waarenhau« in Berlin mit feinen Zweiggeschäften in Frankfurt a. M., Düffeldorf, Hamburg, Hannover und Leipzig erzielte seither einen Umsatz von 1330000 Mk. Die Zahl der Mitglieder ist im Jahre 1896 von 7703 aus 9710 gestiegen. ♦ * Hasst«. DaS Präsidium der Hassia gibt auf die große Anzahl von Gesuchen um Verleihung von Fahnen - nageln und Fahnenschleifen anläßlich de« 25jährigen SttftungSjubiläums von Kriegervereinen die Generalantwort, daß fich die AuSsührung deS dahingehenden, auf dem Dele- girtentage in Mainz (1894) gefaßten Beschlusses nachträglich als unthunlich und besonder« der hohen Kosten wegen als unausführbar erwiesen habe. * • Altersrente. Nach einer bemerkenSwerthen Entscheidung be« RetchsoersicherungSamteS tritt eine Verjährung des Anspruches auf Invaliden- oder Altersrente nicht ein, weil eine reichsgesetzliche Bestimmung hierüber überhaupt nicht vorhanden ist. Landes-Biehverficheruug. Die Großh. Hessische Regierung bereitet, wie von verschiedenen Seiten gemeldet wird, den Erlaß eines LandeS-ViehversicherungSgesetzeS vor, der auch die Schlachtviehversicherung einschließen soll. • • AuS tzaudwerketkreifen find während der letzten Monate dem Reichstage eine ganze Anzahl Petitionen eingegangen, welche die Ausdehnung der Unfallversicherung auf bestimmte Theile des Handwerks bezwecken, insbesondere auf daS Schmiede-, Tischler- und Glasergewerbe. Die unterschiedslose Einbeziehung des Handwerks in die Unfallversicherung ist unter den heutigen Zeitverhältniffen außerordentlich schwierig und bedenklich, und die Regierung hat demgemäß ihren darauf bezüglichen Gesetzentwurf vorläufig fallen lassen. Ebenso ist die überwiegende Mehrheit der Handwerker selbst gegen die Versicherung. Ob für einzelne Theile deS Handwerk« die Petitionen Aussicht auf Erfolg haben, läßt sich gegenwärtig, wo überhaupt die ganze Un- fallverficherungsvorlage leicht scheitern kann, nicht beurteilen. * • Auf dem deutschen Haudwerkertage, der am 27. und 28. April in Berlin abgehalten wird, soll dahin gewirkt werden, daß der Reichstag thunlichst Verbesserungen der Vorlage im Sinne der corporirten Handwerker herbeisührt. Ist die Regierung für solche Aenderungen jedoch nicht zu haben, so soll daS jetzt Erreichbare als Abschlagszahlung angenommen werden, um darauf später Besseres aufzubauen. — Der Vorstand des CentralauSfchusseS der Vereinigten JnnungSverbände Deutschlands hat eine Allgemeine Hand- werkerversammlung auf den 26. April nach Berlin einberufen, um den Mitgliedern Gelegenheit zu geben, fich noch vor dem Zusammentritt deS Allgemeinen Handwerkertages Über bestimmte Anttäge zu diesem Congreß schlüssig zu machen. • • Die Briefpostseuduugeu nach dem Großherzog, thum Luxemburg werden von den deutschen Absendern häufig unrichtig nur nach den deutschen Briessätzen, statt nach den Weltpoftsätzen, freigemacht und unterliegen dann in Luxemburg einem erhöhten, vom Empfänger zu zahlenden Nachfchußsatz. ES folgen daraus für die Beteiligten noch wettere Uebelftänbe, als Beschwerden, Annahmeverweige- rungen u. dgl. ES wird empfohlen, auf die richtige Freimachung der Briefsendungen nach Luxemburg zu achten, die zu bewirken ist für Briefe mit 20 Pfg. für je 15 Gramm, für Postkarten mit 10 Pfg., für Drucksachen, Waarenproben und Geschäft-Papiere mit 5 Pfg. für je 50 Gramm, jedoch mit dem Mindestsätze von 10 Pfg. für Waarenproben und 20 Pfg. für Geschäftspapiere. • • Neue Hundertmarkscheine find seit Kurzem in Verkehr gekommen. Sie zeigen gegen die älteren Scheine verschiedene Veränderungen. Während bisher die vordere Seite nur einen Stempel de« ReichSbankdirectoriumS trug, find jetzt zwei Stempel vorhanden. Die Nummer deS Scheines ist in roten Zahlen auch auf der Rückseite und zwar in der Mitte oben und unten, angebracht. Die NameuSunterschriften deS ReichS- bantblrectorium« enthalten mehrfach andere Namen al« bisher - auch beträgt die Zahl acht, während die alten Scheine nur sieben Unterschriften hatten. Farbe und Größe der Scheine find jedoch unverändert geblieben. * * Wetterbericht. Ueb.r dem Nvrdwesten hat fich ein barometrisches Maximum auflgebilbet, von welchem ein breiter Rücken hohen Druckes in südöstlicher Richtung gegen den Continent verläuft. Derselbe drängt die beiden Depressionen über den Osten und Westen des ErdtheilS. Da« Centrum deS letzteren ist dis zum BiSkaya-See vorgerückt und breitet fich von dort der niedere Druck über Frankreich langsam in den Continent herein aus. — Voraussichtliche Witterung: Besserung des Wetters nicht von Dauer. Neuerdings wolkiges und unbeständiges Wetter. □ A«S Oberheffen, 22. April. Die Hundesteuer ist eine Abgabe, welche auch den Gemeinden zu Gute kommen kann, die ganz geeignet ist, eine zweckmäßige Einnahmequelle zu bilden, aber nicht richtig auSgenutzt wird. AIS Beispiel bringen wir die drei Erhebungsbezirke Büdingen, Nidda und Schotten. Im Bezirke Büdingen gtebt eS 524 Hunde, eß wurden aber nur 232 Mk. Gemeindehundesteuer erhoben. Im Erhebungsbezirke Nidda giebt eß 427 Hunde, aber nur 183 Mk. lassen die Gemeinden an Steuer darauf legen. Am meisten weiß der Bezirk Schotten die S'.euerquelle au«- zunützen, denn auf 138 Hunde kommen 277 Mk. Gemeindesteuer. Nidda, 17. April. Ein schöne« Berhältniß zwischen Arbeitgeber und Arbeitern, sowie zwischen Arbeitern untereinander beweist die Ehrung, die Herrn Fr. Luft, Arbeiter in der RmgShansenschen Möbelfabrik hier zu Theil wurde. Vorgestern waren es nämlich 25 Jahre, fett der Genannte in dieser Fabrik thätig war. Herr RingSdausea überreichte ihm zum Zeichen seiner Anerkennung ei» Sopha, die Mitarbeiter einen Regulator. Nidda, 22. April. Gestern Abend fand im Gasthaus „8ur Traube" die diesjährige Generalversammlung der Actionäre be« Vorschuß- und CreditvereinS Nidda, unter Leitung des AuffichtSrathSvorfitzenden Herrn Srk statt. Nach dem zur Kenntniß gebrachten Rechenschaftsberichte betrug am Jahresschlüsse der verfügbare Geldvorrath 11,256 Mk. 55 Pfg., der Reservefonds 28,550 Mk. 7 Pfg. und fetzte die Kasse in 1896 die Summe von 1,808,701 Mk. 45 Pfg. um. Don dem erwähnten Ueberschuß kommen 2750 Mk. als 5% tge Dividende zur Dertheilung an die Actionäre und 4000 Mk. zu dem Reservefonds. nn. Bensheim, 22. April. Die Vertreter- und Haupt- Versammlurrg deS hessischen Laubes-Lehrer- Vereins und des Unterstützung-Vereins provisorisch angestellter Lehrer in Erkrankungsfällen fand heute Vormittag in der Restauration Hutmacher statt und hatten fich aus allen Theilen deS GroßherzogthumS die Vertreter de« Lehrer- ftandeS so zahlreich eingefunden, daß der mächtige und prachtvoll becorirte öetfammlungßfaal nicht außreidjte, bie Teilnehmer alle zu fassen. Der Obmann be« Vereins, Oberlehrer Backes, begrüßte in herzlichen Worten bie Festverfammlung, inflbefonbere bie Vertreter ber Großherzog- lieben Regierung, bie Herren KreiSrath Groß unb die Schulinfpectoren Karg, Müller und Scheer er-Worms. KreiSrath Groß sprach Namens der Regierung der Versammlung die wärmsten Sympathien aus, dabei der Versicherung Ausdruck gebend, daß die Regierung steis bemüht sein werde, den an sie herautretenden gerechten Wünschen deS hessischen LehrerstandeS jederzeit Rechnung zu tragen. Nach Bekanntgabe der von der Hauptversammlung gefaßten Beschlüsse hielt Herr Taubstummenlehrer Mink-BenSheim einen vortrefflichen unb von pädagogischem Geist durchdrungenen Vortrag über „Lessing als Pädagoge." Ec schilderte Lessing alS denjenigen Menschen, der sein ganzes Leben unb Denken ber Heranbilbung unb ber Erziehung unserer beutschen Jugenb gewibmet hat, ber fich eS zum Grundsatz gemacht hatte, baß baS Kinb in feiner frühesten Jugenb, burch Erziehung unb gute Schule geläutert, für feinen späteren Beruf vorzubereiten fei, einerlei wo e« her- stamme. Mit unerschütterlicher Festigkeit sei er eingetreten burch Wort unb Schrift, um bie geistige Entwickelung unb bas ganze Seelenleben unserer Jugenb zu förbern unb ba- burch sie zu einem von pebantischem Geiste befreite« Glied unseres Volkes heranzubilben. Mit Eitaten au« „Lessing- Nathan ber Weise" schloß Rebner seinen Vortrag, ber von reichern Beifall begleitet würbe. Einen weiteren Hochtäler- effanten Vortrag hielt Herr Lehrer Hartleb-Mainz über „Die Forderungen der Gegenwart an den Geschichtßunterria t der Volksschule." In trefflicher Rede beleuchtete der Referent den Nutzen des Geschichtsunterrichts überhaupt, insbesondere aber desjenigen des eigenen Volkes in ber Schule. Oerabe aber bie Volksschule fei dasjenige Gebiet für die Thätigkeit eine« Lehrer«, um NationalzefÜhl unb Vaterlanb-liebe durch den Geschichtsunterricht zu fördern unb fchäbliche Einflüsse von ber Jugenb fern zu halten. Auch diefem'Rebner wurde reicher Beifall zu Theil. Nach ber Hauptversammlung fand ein gemeinsames Mittagessen im „Deutschen Hau«" statt, wobei Herr Bürgermeister van GrieS bie Vertreter de« LehrerstanbeS Namens ber Stabt BenSheim begrüßte. In ber vorauSgegangenen Vertreter-Versammlung erfolgte bie Erstattung deS Jahresberichts sowie ber Rechnung-ablage pro 1896 unb bie Berathung beS Voranschlag« pro 1897 sowie bie Wahl ber VorstanbSmitglieber. Nach Schluß beS Essens fand noch ein gemüthlicheS Zusammensein statt. AtS Anlaß ber Hauptversammlung hatte die Einwohnerschaft Bensheims ihre Häuser geflaggt. W. 0. AuS dem westlichen Obeuwalde, 22. April. Die Sonne bracht' eß an den Tag! nämlich da« folgende hübsche Stücklein. Fiel es da einem frechen Diebe ein, in bie prächtige Sommerwohnung eineß reichen Manne« zu steigen, um fich bie leeren Taschen zu füllen. Vorforglich hatte ber Villenbesitzer jeboch bie Vorsicht gebraucht, alle« Angriffliche im Herbste vor feinem Wegzüge in bie Stabt zu beseitigen unb konnte baher ber Einbrecher nichts rauben, ja er ließ sogar feine zerrissenen Stiefel- zurück. Die Polizei erhielt alßbalb Nachricht von dem Einbrüche, stellte den Thatbestaob fest und ließ bie Stiefel stehen, um weitere Schritte zu thun. Das erfuhr der schlaue Dieb, er stieg wieder in die Villa und holte die gefährlichen Stiefel ab. Als die Polizei wieder kam, waren die corpora delicti verschwunden. • Frankfurt a. M, 22. April. Der Zoologische Garten hat Sonntag seinen ersten diesjährigen 50-Pf ennig-Tag, zu welchem alle Sommer-Einrichtungen so weit vorbereitet sind, daß bei gutem Wetter ter Winh- schaftSbetlieb im Freien eröffnet werden kann. Die Thiere find auch bereits zum größten Theil in den Sommerquar- tieren und überall herrscht frische«, bunteß Leben- nur bie empfindlichsten von den Bewohnern beß Gartens werden noch in geheizten Räumen gehalten, wo fie indessen für Jedermann sichtbar find. Das Nilpferd, gegenwärtig bet befonbere Liebling beß Pudlikumß, fühlt fich sichtlich am wohlsten in feinem immer gleichmäßig auf 16 Grab erwärmten Schwimmbab, in bem eß oft in fo lebhafter Weise mit seinem Birkenholz spielenb herumplätschert, daß baß Wasser an ben Wänben in bie Höhe spritzt. • Eppstein, 19. April. Zwei Frankfurter Hanblungs- gehilfen, denen unser Burgverwalter, Herr Loui« Mauer, K 1,11 blt Hem r ' *** b-K, r"äu*i» ‘ VIO- unb i-fa., ’01 ®1.45 $ »« 275OWt a?i 1 8ctll«8ii wb ”b tiaupt. "der.Lth,^. W WWtt ^rwltlag In ber 1 stch aus allen «» drt Lehrer. 'N mad]ti8t unb 11 Mrelchie, die 5® Vereine, Worteu die x der Trvßherzog. 1 Trotz unb bie cheerrr-Mnis. iegittung der Der. > dabei der Ler> -rulis stets bemüh! gerechten Wünschen ^u°8 zu träger, ammlung grsatzteo Mtnk-BenShelv hem Geist bunt Pädagoge? $t 11 der sein ganzes und der Sr^ung . der ti jam n ftltin frührstcn ie geläutert, sür «riet Bo es Herei er riugrtruru Tnttvickrimtg und ftrbrru und da- e befreites Glied en au» -Leifing» öottrag, der von Eiteren hochioter- leb «Mainz über KeMitMinriat tchttir btt Nelrrevi pupt, iuSbeloudere er Schule. Gerade für bie Lhatigkei! aterlaudsliede binti schädliche Sinfiüste iesemMner würbe ^Versammlung fand scheu hau»" die Vertreter btl ,rim begrA 3« mlimg erfolgt« die er AechvuugSablatze Ml-,' Nach Tchlatz bei Mtairiu statt. W blt SiuBohaerscha!! *»«»* » R* * ,n Diebe ein, to w ’ MauueS zu W Sorsarglich h°"k bt alles Angriffs ®‘«M '-‘‘Ä ß rauben, j® oundeu. San""" • ßiiib -° (‘n !? Ml« ** M ’416 @ra> ’ da flBf ? (ter 8‘" 1° f «*% - „plili1"1' , spritzt- c,gndla^ ’<•***,J»""" I * ♦ in bekannter Liebenswürdigkeit seine mühsam gesammelten Alterthümer: Lanzenspitzeu, Streitäxte unb dergleichen aus früheren Jahrhunderten, zeigte, belohnten ihn in der Weise, daß sie die werthvollsten Gegenstände entwendeten. Frühzeitig genug entdeckte Herr Mauer seine Verluste und die sofort angeftellte Verfolgung der Diebe ergab als günstiges Resultat die Verhaftung der beiden auf dem Bahnhofe, als sie eben im Begriff standen, abzudampfen. * Ihre eigene Polizei wollen die Berliner Bäckermeister sein. In der letzten Sitzung der Bäcker MoabitS wurde lebhaft darüber debattirt, ob die Meister mit den Gesellen zur Besprechung von Fachangelegenheiten gemeinschaftliche Versammlungen abhalten sollen. Beschlossen wurde, daß der Moabiter BeztrkSveretn demnächst mit den Gesellen tagen soll. Alle von den Gesellen gegen die Meister vorgebrachten Beschwerden sollen einer gemilchten, unparteiischen Commission überwiesen werden. Dieselbe soll die Sache untersuchen und dann auf Abstellung der vorhandenen Mißstände dringen. * Betreff« bet Zulassung von Krauen -um Apothekerberuf wird dem preußischen Apothekerrath, der über diese Frage sein Gutachten abzugeben hat, der Berichterstatter nachstehende Resolution zur Beschlußsaffung unterbreiten: „Frauen sind im pharmaceutischen Betriebe allgemein und mit Erfolg nicht zu verwenden, dagegen ist gegen ihre Zulaffung alS Elevinnen und Pharmaceutinnen an den Dispenfiranstalten der Kranken- Häuser und ähnlicher Institute nichts einzuwenden." • Ans Farbenblindheit wurden im Deutschen Reiche im letzten Jahre 903 Seeleute untersucht. Es fanden sich vier grünblinde und zehn vollständig farbenblinde Seeleute. • Klansenbnrg, 21. April. Von einem bei der Ortschaft Dank liegenden Berge löste sich ein etwa 30 Hectar 6*oßeS Stück des Abhanges und riß einen großen Thetl der Ortschaft mit sich fort. Alles, was im Wege lag, Häuser, Menschen und Thiere, wurde unter den Erd« massen begraben. * Brüssel, 17. April. Einem ingeniösen Verfahren, nm ein und dieselbe Briefmarke mehrere Male zu ver- wenden, ist man Hierselbst auf die Spur gekommen. Dasselbe besteht darin, daß der Absender eines Briefes auf die von ihm benutzte Briefmarke ein ganz dünnes und durchsichtiges Stückchen Papier klebt, und dieses Papier, auf welches der Poststempel gedrückt wurde, hat der Empfänger nur zu entfernen, um wiederum eine völlig intacte Marke fa Händen zu haben. Dieses Verfahren soll besonders bet den werthvolleren Marken von i/2 bis 5 Francs in sehr ausgedehntem Maße zum Schaden des FtScuS zur Anwendung gelaugt sein. * Die größten französischen Stabte nach ihrer Einwohnerzahl werden im „Journal officiel“ nach der letzten Volkszählung zusammengestellt,- eS werden 61 Städte mit einer Einwohnerzahl von über 30000 aufgeführt. (Wir fügen den Zuwachs seit der letzten Volkszählung im Jahre 1891 in Klammern hinzu.) An der Spitze steht Paris mit 2 536 834 (+ 88 877), dann folgt Lyon mit 466 028 (+ 49 999), bann Marseille, da- Lyon sehr nahe kommt, mit 442 239 (+ 39 490), ferner Bordeaux 256 906 (+ 4491), Lille 216 276 (-s- 15 065), also fünf Städte mit über 200000 Einwohnern- weiter Toulouse 149 963 (-s- 171), St. Etienne 136 030 (+ 2587), Roubaix 124 661 (+ 9744), Nantes 123 902 (-s- 1152), Havre 119 470 (-s- 3107), Rouen 113219 (+ 867), Reims 107 963 (-j- 3772), also zwölf Städte mit mehr als 100 000 Einwohnern. Mehr als 50 000 Einwohner haben noch folgende 22 Städte: Nancy, Toulon, Nizza, Amtens, Limoges, Angers, NimeS, Brest, Montpellier, Tourcotng, Rennes, Dijon, Orleans, Grenoble, TvurS, Le Mans, Besanyon, Calais, Versailles, St. DentS, TroyrS, Clermont-Ferrand. SchiffsirachrLchterr. Der Postdampfer „Westernland" ,der „Red Star Line" tn Antwerpen ist laut Telegramm am 21. April wohlbehalten in New-Aork angekommen. 2Cird?lid?e Anzeiger* der Stadt Gietzen. Svangelifche 6eeetubt. Sonntag den 25. April. Quastmodogeniti. GotteSdieuk. I« der Ariedhofseapeve. Vormittags 9Vr Uhr: Pfarrer Dr. Grein. I« Eonstrmavdenfaal, Neustadt 6t. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die MarcuS gemeinde. Pfarrer Dr. Grein. I« der Johauaesktrch«. Samstag den 24. Avril. Nachmittags 2 Uhr: Beichte. Pfarrer Dingeldey. Sonntag den 25. April. Quastmodogeniti. Vormittags 91/? Uhr: Pfarrer Dingeldey. Konfirmation der Kinder aus der Lucas, und der Militär- gemeinde. Feier des heil. Abendmahls. Nachmittags 2 Uhr: Kinbergottesbienst für bie Johanne«- gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Abends 6 Uhr: Pfarrer Schlosser. Collecte für die Armen. Sonntag den 2. Mai, Nachmittags 2 Uhr: Vorstellung unb Prüfung der Eonfirmanden aus der Johannetzgemetnde. Katholische Semeinbe. Samstag, den 24. April: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenhett zur hl. Beichte; Sonntag den 25. April. 1. Sonntag nach Ostern. Weitzer Sonntag. Vormittags von 6*/s Uhr an Gelegenhett zur hl. Beichte; , um 6Va Uhr erste hl. Meffe; „ um 7i/g Uhr Austheilung der hl. Communton; „ um 8 Uhr zweite hl. Meffe; „ um 9«/2 Uhr Hochamt mit Predigt; Aster der ersten heil. Eommuuio« der Kinder; Nachmittags um 3 Uhr Andacht mit Segen; Montag den 26. April, um 8 Uhr: Amt für die Erst- communtkanten. Hagelversicherung. Die Zeit ist gekommen, wo an jeben Landwirt«, bie Frage w 16.21 20.33 4.16 Franz, ©anfnotat Oesterr. dto. Ätncric. QRfiM. 38216 Ung. Gold-Rente Portugiesen Mexicaner Monopol-Griechen von Eisend. Remenb. Obl. Buderus Obl. ®rocaU 4on Gießen und Umgegend werden zu einer Besprechung zwecks Bildung eines Vereins zur „Hebung und Förderung der Geflügelzucht" Samstag, den 24. April er., Abends 8'/, Uhr, im Restaurant „Zum Aquarium", Wallthorstr. 5, hiermit freundlichst eingeladen. 4030 Wenige Bürsten striche erzeugen ttefvunklen und haltbaren Glanz Man achte auf Schutzmarke: Kaminfeger und die Firma: Carl Gentner in Göppingen. 3« hader» in den meiste« Geschäfte«. 631 Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Theilnahme und die zahlreichen Blumenspendeu bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres unvergeßlichen Gatten, Vaters, Schwiegervaters und Großvaters Konrad Atzbach sagen auf diesem Wege Allen, insbesondere auch Herrn Pfarrer Dingeldey für seine tröstenden Worte herzlichen Dank. Familien Atzbach und Weiß. Gießen, den 22. April 1897. 4015 Darmstadt, im April 1897. 4014 E. Bekker’sche Hofbuchdruckerei. 4 >22) Tüchtiger Buchhalter mit I la- Zeugnisikn sucht sofort Stelle, eoent. 1*®F ^uShülfe. Gest Offerten unter K. Z. an die Grvedttir>" d Bl- Wollen Sie sich nicht mehr ärgern??? über schlecht gewichste Stiefeln, dann kaufen Sie nur Gentners Wichse ♦ Tüll-Vorhänge ♦ abgepasst und meterweise, sind in neuem, grossem Sortiment eingetroffen, hierunter besondere Gelegenheltskäafe. Fritz Howack, 4019 Ausstattungs-Geschäft und Wäsche-Fabrik. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme, sowie für die zahlreichen Blumenspenden bei dem schweren Verluste unseres guten, unvergeßlichen Gatt n, Bruders, Schwagers und Onkels Wilhelm Klee sagen Allen, insbesondere Herrn Pfarrer Dr. Grein für die trostreichen Worte om Grabe unfern tiefgefühlten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. früher: letzt auf Kronrad- I Werke werden in Qualität, Ausführung und Eleganz von keiner anderen Marke übertroffen. 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