iiimct Nr. 94 Freitag deu 23. April 1NS>? 2lnrts- und Anzeigeblatt für den Ttveis Gieren. Hratisöeikage: Kießmer Kamikienölätter. ach. Uhr, in Grüuberg, Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. 1. 1. 1. 8. S. 10. 511. 12. 13. H ff ff ff ff U // n H n tf ÄUe Ameoncen-Bureoux des In- und Auslandes nehmen Anzeige« für den „Gießener Anzeiger" entgegen. den Kunden je zufrieden dieser Fach nrg solidester btisehe, Wa^' en u. s. w. // // // // H // // // * // // ff ff ff ff ff u Mat, // // >f n n ff n ft n n f> n Die Stangenrod, WeiterShaio, Ettingshausen, Burkartsfeldeu, Steinberg, Lich, Eberstadt, Obechörgern, Langsdorf, Bellersheim, Inheiden, Langd. °°« 4009 m. Iftfl. mgegenb bitte ' 38 ein tliili ES ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß von Handlungsreisenden (insbesondere jenen der Confecttonöbranche) ms Muster mitgeführte und zu dem ermäßigten Gepäcks- tarife beförderte Erzeugnisse nicht mehr an ihren Urjprungs ort zurückgebracht, sondern unterwegs verkauft wurden. Nachdem eine solche Handlungsweise eine mißbräuchliche Ausnützung des ermäßigten Gepäckstarifs für Musterkoffer tnoolvirt, hat das Etienbahnmtntstertum Verfügung getroffen, daß die Organe der K. K. Staatsbahnen und der tu Frage kommenden österreichischen Eisenbahnen, welche deu Muster- koffer-Tartf auf ihren Linien erngesührt haben, jeden solchen ihnen zur Kenntntß kommenden Fall unverweilt der com- Petenten Gewerbebehörde zur wetteren Behandlung zur Anzeige bringen. Wien, am 19. Februar 1897. Der K. K. Eisenbahnminister. Sollten noch wettere Viehzüchter ihre Thtere kören laffen wollen, so werden dieselben ersucht, dieselben gleichfalls an den betreffenden Körterminen vorzuführeu, vorher aber dem Vorsitzenden dieser Tommisfion, Herrn Gutspachter Pfannstiel in Augenrod, oder dem Geschäftsführer, Herrn Landwirth- schaftslehrer R e i ch e l t in Alsfeld, directe Mitthetlung hiervon zu machen. Laubach, am 20. April 1897. Der Präsident des laudw. Vereins für die Provinz Oberheffeu. Friedrich Graf zu SolmS-Laubach. iten aller Art emevtröhreo h D.MK M Tchwei-ettöge. rhorpfeüer, nt> prvM- jelauhätie. hochwichtige politische Bedeutung bei. Der Besuch häoge ganz bestimmt mit der weiteren Stellungnahme Oesterreich- UngarnS und Rußlands zu deu Vorgängen im Orient zusammen. Wien. 21. April. Kaiser Wilhelm traf heute Vormittag 11 Uhr auf dem Nordbahnhofe hier ein. Zu« Empfang waren außer Kaiser Franz Josef eine größere Anzahl von Staat-Würdenträgern anwesend. Der deutsche Kaiser trug österreichische GeueralSuniform. Die Begrüßung der beiden Monarchen war äußerst herzlich. Sie fuhren, nachdem auf dem Bahnhofe die Vorstellung des beiderseitigen Gefolges stattgefunden hatte und die Ehren-Compagute ab- geschritten war, in offenem Wagen zur Hofburg. Die Begrüßung Seitens der Bevölkerung war ungemein enthufiastisch. Mittags 12 Uhr fuhr Kaiser Wilhelm zum Frühstück nach der deutschen Botschaft. Wien, 21. April. Die „Neue freie Presse" erklärt, man halte es, ohne daß bisher hierüber Besprechungen statt- gefunden hätten, für feststehend, daß keine der Großmächte früher gegen eine der kriegführenden Mächte vorgehen werde, bevor nicht von einer derselben die Hilfe der Großmächte gegen deu siegenden Theil nachgesucht wird. Rom, 21. April. Auf der Consulta wird erklärt, daß die Großmächte ein Bombardement von Salonickt nicht gestatten würden. Pari-, 21. April. Die französische Regierung ist ent- schloffen, nach der Einnahme von Lariffa durch die Türke« dem Vordringen Edhem Paschas gegen Athen Einhalt zu thun und die Mächte zu ersuchen, den beiden kriegführenden Parteien einen Frtedeusvertrag zu dictiren. Paris, 21. April. Dem „TempS" zufolge hat der Ausbruch des türkisch-griechischen Krieges einen dem europäischen Frieden günstigen Einfluß auf die Diplomatie auSgeübt. Die sechs Großmächte find mehr als je entschloflen, um jeden Preis den Frieden Europas aufrecht zu erhalten. Paris, 21. April. Die hiesige ottomauifche Botschaft erhielt gestern Abend aus Konstantinopel eine Depesche, worin mitgetheilt wird, daß das Fort Kriechora von türkischen Truppen besetzt ist. Neschat Pascha nahm sämmtliche Punkte, welche die Ebene von Lariffa beherrschen. Hierbei wurden mehrere Gefangene gemacht, auch Munition und Waffen erbeutet. Die beim Meluna-Paß geschlagenen Griechen find in westlicher Richtung und nach Larifia zu geflohen. ^Barcelona, 21. April. Im Anarchistenproceß beantragte der Staatsanwalt gegen 10 Angeklagte die Todes- strafe, gegen 48 Angeklagte Zwangsarbeit und gegen 30 Angeklagte die Freisprechung. Loudon, 21. April. Wie auS Rom gemeldet wird, beabsichtigt die italienische Regierung ihr Geschwader in den griechischen Gewäfferu zu verstärken. Loudon, 21. April. AuS Athen wird gemeldet, daß das griechische Oftgeschwader nach den Dardanellen abgegangen sei. Athen, 21. April. Prinz Georg verließ mit der West-Flottille einer geheimen Ordre zufolge SkiathoS. Man vermuthet das unmittelbare Bevorstehen eines Zusammentreffens mit der türkischen Seemacht. Bet Arta fanden heftige Artillerie-Kämpfe statt. 70 Geschütze find dabei engagirt. Athen, 21. April. Trotz der wenig befriedigenden Meldungen vom Kriegsschauplatz ist die Stimmung allgemein gehoben. AuS vielen Städten wird gemeldet, daß Alles, was waffenfähig ist, zu den Fahnen eilt, um an die Grenze abzugehen. Bon reichen griechischen Egyptern langten hier 100000 Pfund ein. Wettere große Geldsendungen sind noch augesagt. Athen, 21. April. Das Feuer der türkischen Batterien gegen Arta wurde zum Schweigen gebracht. Die Batterien wurden zerstört. Konstantinopel, 21. April. AuS Larissa wird tele- graphtrt, die Türken seien im Besitz von allen wichtigen Höhepunkten. Es bliebe ihnen weiter nichts zu thun übrig, als Lariffa etnzunehmen. Koustautiuopel, 21. April. Nach aus Prevesa hierher gelaugten Nachrichten hat das Bombardement mit de« Rückzüge der griechischen Flotte geendet. Konstantinopel, 21. April. Edhem Pascha ist vor Zartssa angekommen. Der Angriff auf die Befestigungen mrch die mittlere Eolonne wird stündlich erwartet. In EpiruS bleiben die Türken rein defensiv. Kandia, 21. April. Die Plünderungen dauern fort. In Hirapetra herrscht große Verzweiflung. Die Sterbefälle nehmen z«. 3-, r.ktiik , 3721 merfavten) für a||| ir*ti des Renielih 3. 4. 6. 6. telegraphisches Sorrssvondenr-B«re«e. Berlin, 21. April. Der 26. Chirurgen-Cougreß ist heute hier im Langenbeckhause eröffnet worden. Der Vorsitzende, Professor Dr. DrunS aus Tübingen, begrüßte die zahlreich erschienene Versammlung. Daran schloß sich die Berichterstattung über daS letzte Jahr. In warm empfundenen Worten gedachte Professor Dr. BrunS dann der Tobten des Jahres, vor allem des englischen Chirurgen Spencer Wells. Hierauf begannen die Vorträge. Bis jetzt find 62 Borträge mit Demonstrationen angekündigt. Mit dem Congreß ist eine Ausstellung verbunden, auf der u. a. auf Befehl der Medicinalabtheilung des Kriegsministeriums eine Sammlung von Röntgenphotographien ausgestellt ist. Jena, 21. April. Als Tagungsort des deutschen Geographentages für 1899 wurde BreSla» in AuS- sicht genommen. Coburg, 21. April. In der heutigen Sitzung des ComitSs für Errichtung eines Herzog Ernst-Denkmals, die unter Borsitz des Herzogs Alfred abgehalteu wurde, wurde der erste Preis auf den Denkmalseotwurf dem Pro- feflor Eberlein Berlin, der zweite Preis dem Professor Sommer Rom und eine lobende Anerkennung dem Bildhauer Lepki-Coburg zuerkannt. Ludwigslust, 21. April. Zu den Beifetzungsfeier- lich keiren heute Vormittag waren Taufende von Fremden eingetroffen. Die Stadr trug Trauerschmuck, namentlich die Straße von der Kirche bis zum Mausoleum. Der Trauer- gottesdienst in der Kirche, wo der Sarg aufgebahrt war, begann um 1 Uhr. Nachdem die Kaiserin, Prinz Friedrich Leopold, der Großherzog, Prinz Christian von Dänemark, der Großfürst und die Großfürstin Wladimir und die übrigen Fürstlichkeiten eiugetreten waren, hielt Hofpredtger Wolf die Trauerrede. Nach Beendigung des Gottesdienste- bewegte sich der Leicheozug unter Glockeugelaute und Kanonendonner nach dem Mausoleum. Hier wurde die Leiche unter Gebeten in die Grust gesenkt. Die Kaiserin reiste um 4 Uhr 50 Min. nach Berlin zurück. Wien, 21. April. Kaiser Wilhelm stattete im Lause des heutigen TageS den hier weilenden Erzherzöaen Besuche ab. Wien, 21. April. Heute Abend 6 Uhr fand im Ceremoniensaale der Hofburg eine Tafel statt, an der Kaiser Franz Joseph, Kaiser Wilhelm mit seiner gesammten Begleitung und den Ehreucavalieren, die Erzherzöge Otto, Ludwig Victor, Joseph Ferdinand, Peter Ferdinand, Leopold Salvator, Franz Salvator, Friedrich, Eugen und Rainer, die Erzherzöginnen Blanka und Maria Valerie, der deutsche Botschafter Graf zu Eulenburg und die Mitglieder der Bot- schafr, Oberhofmetster Fürst LichnowSkh, der Minister des Aeußeren Graf GoluchowSkh, Botschafter v. Szögtenhi-Marich und andere Würdenträger theilnahmen. Paris, 21. April. Die vom „GauloiS" gebrachte Meldung, die beurlaubten Offiziere des 6. Armeecorps feien zu ihren Regimentern einberufen, wird officiös für unbe- gründet erklärt. Depeschen deS Bureau „Herold." Berlin, 21. April. Der deutsche Gesandte und der deutsche Cousul in Lissabon hatten an den letzten Tagen längere Besprechungen mit dem portugiefischeu Ministerium. SS handelt fich dabei um den deutsch-portugiesischen Handelsvertrag, dessen endgültiger Abschluß nach den „Verl. N. Nachr." nahe bevorsteht. Berlin, 21. April. Der Minister deS Innern hat die ReichStagS-Ersatzwahl für das durch Tod erledigte Mandat des Abgeordneten Schulze-Königsberg nunmehr angeordnet. Der Termin für die Wahl ist noch nicht bekannt gegeben, doch steht die Ersatzwahl frühestens Mitte Juni zu erwarten. Wien, 21. April. Die „Neue freie Presse" »ißt dem gegenwärtigen Besuch des deutschen Kaisers eine 29. 29. 29. 29. 30. 30. 30. 30. Vierteljähriger Abonncmentspreis? 2 Mark 20 Pfg. mtt Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. j Redaction, Expedition und Druckerei^. ; KchntstraßeAr.7^ Fernsprecher 51. Bekanntmachung, betreffend: die Beförderung der Mufterkoffer von Handlungs- reisenden auf österreichischen Eisenbahnen zu ermäßigten Preisen. Den nachstehenden Erlaß des K. K. österreichischen EssenbahnmintsteriumS bringen wir mit dem Bemerken zur allgemeinen Kenntnih, daß in den im Erlaß erwähnten Fällen die in Gemäßheit der Normativ-Bestimmungen an jeden Mißbrauch der Begünstigung für Musterkoffer geknüpfte dauernde Entziehung der Legitimationskarte unnachfichtlich gehandhabt werden wird. Gießen, den 20. April 1897. GroßherzoglicheS KreiSamt Gießen. v. Gagern. Der Kießeuer Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme bei Montags. Die Gießener Mamlttenvtsiler werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Bekanntmachung, betreffend: die Abhaltung von Körterminen zwecks Aufnahme der Zuchtthiere in das Provtnzialherdbuch im 2. Körbezirk. Die Körcommisfion des 2. Körbezirks (Simmenthaler Vieh) wird nachfolgende Körtermine abhalten: jt bewährt. einer ^efnzelne sieb vor »o hntJ-Sieb .auf packten le 6caru 3656 Züchter von Simmenthaler Vieh, welche ihre Thiere in das Herdbuch eintragen laffen wollen und bez. Anmeld- «rzen schon bei mir gemacht haben, werden ersucht, ihre betreffenden Thtere an einen von betreffender Grohherzogltcher viingermeisteret hierzu bezeichneten Ort aufzustellen, damit tie Arbeiten der Commisfion ahne Aufschub erledigt werden Hirnen.; lack Gießener Anzeiger Kmeras-Anzeiger. a. orsthau». Amtlicher Theil. Nr. 18. des Reichs-Gesetzblattes, ausgegeben am 15. d.«., enthält: ' (Nr. 2381.) Freundschaft--, Handel-., Schifffahrt-» und Cousular-Vertrag zwischen Seiner Majestät dem Deutschen Kaiser, König von Preußen usw., im Namen des Deutschen Reichs und der Republik Nicaragua. Vom 4. Februar 1896. Gießen, deu 21. April 1897. GroßherzoglicheS KreiSamt Gießen. _________________v. Gagern. Gießen, den 17. April 1897. Betr.: Die Vertilgung der Maikäfer. Dar Großherzogliche KreiSamt Gießen E die WrsLH. »üraermeifterebe« M AtdfN» Diejenigen von Ihnen, welche unserer Auflage vom 15. Februar lfd. Js. — „Gießener Anzeiger" Nr. 41 — noch nicht nachgekommen find, werden an deren Erledigung erinnert. v. Gagern. Vormittag- 9 ff U Nachmittags 1 3lH ff 4 ff 5 Vormittag- 9 Nachmittags 1% , 5 ,/ 6 Vormittags 8 „ io Nachmittags 2 ,/ 5 1. den 29. April, 2. gttonftft, 21. April, «ach hier eingetroffenen Meld- vnqen sollen die Türken Larissa besetzt haben. Eine Bestätigung von anderer Seite liegt noch nicht vor. Berlin, 22. April. Ein Zengniß-Zwangßver- fahren ist gegen den Herausgeber der „RetchShauptstädti- scheu Correspoudeuz", Schriftsteller Dr. Hörn, eingeleitet worden. Es handelt fich darum, feftzustelleu, ob eine den Abschluß der Boruntersuchung gegen den Criminalcommiffar von Tausch betreffende Nachricht durch Bruch deS Amts- geheimniffeS tu die Tageßpreffe gelangt ist. Die Beröffeut- lichung der betreffenden Nachricht erfolgte bereits vor sieben Wochen. Berlin, 22. April. Fürst Ferdinand von Bulgarien wird heute Abend die Rückreise nach Sofia antreten. Nom, 22. April. Heute gingen von Neapel nach Ereta 600 Mann Bersaglierie, 173 Mann Infanterie und 120 Mann GedirgS-Artillerie auf Transportschiffen ab. London, 22. April. Nach Telegrammen anS Larissa wurden die Einwohner von Btgla durch die Griechen bisher nicht belästigt. Cavdia, 22. April. BaschibozukS bestürmten ein in der Nähe von 6anbia belegeneS, 10,000 Seelen(?) zählendes Dorf. ES wurde ein äußer st erbitterter, blutiger Kampf geführt. Auf beiden Seiten waren starke Verluste zn verzeichnen. Sloffona, 22. April. Die Griechen behaupten fich noch auf dem Berge SoSfacki nördlich von Turnavo; sie beginnen jedoch, von Infanterie und Artillerie angegriffen, fich zurückzuziehen. Grumkow Pascha nimmt an der Leitung des Gefechts theil. Bei Kozkoi kämpft eine Division. Bom Blockhause bei Karadere laufen günstige Nachrichten ein. Cocale» ttitö ptooitijieat» Gießen, den 22. April 1897. • • Militärdienstnachrichtea. Seitz, Hauptm. und Comp.- Chef im Juf.-Regt. Nr. 168, zum BeztrkSoff. in St. Wendel, Peytsch, Hauptm. und Eomp.-Chef im Juf.-Regt. Nr. 117, zum BezirkSoff. in Friedberg ernannt; v. Kurnatowski, Major und Bat..Eommaudeur vom Juf.-Regt. Nr. 116, unter Beförd. zum Oberftlieutenant als etatSmäß. StabSoff. in das Jnf.-Regt. Nr. 71, v. Blankenburg, Major und Bat. Commandeur vom Füf.-Regt. Nr. 34, in das Juf.- Regt. Nr. 116 versetzt. • • Radfahren. Für die in letzter Zeit fich mehrenden Unfälle, welche' durch Radfahrer veraulaßt werden, ist ein wiederholtes Verwarnen und Hinweis auf so oft ertheilte Lehren sehr am Platze; sehr eindringlich gehalten ist eine vom Großh. Polizeiamt Darmstadt veröffentlichte Bekanntmachung, die wir besonderer Beachtung empfehlen und nachstehend zum Abdruck bringen: „Die Radfahrer werden wiederholt an langsames und vorsichtigeS Fahren innerhalb der Straßen der Stadt erinnert. ES darf innerhalb der Straßen niemals rascher als in der Geschwindigkeit eines kurz trabenden Pferdes gefahren werden; an Straßeuwend- ungen und Kreuzungen ist die höchste zulässige Geschwindigkeit die einer rasch gehenden Fußgängers. Bon einer Anzahl Radfahrer, namentlich von solchen, die noch in jugendlichem Alter stehen, wird oft in einer, dem Publikum gegenüber rücksichtslosen Weise Rad gefahren, eö werden insbesondere, trotz vieler Ermahnungen und zahlreicher Strafanzeigen Seitens der Schutzmannschaft, die Vorschriften über das langsame Fahren in den Straßen und an den Straßenübergängen, sowie auch über das rechtzeitige Signalgebeo außer Acht gelaffen. Bei einer Fortsetzung dieses GebahrenS find wir genöthigt, für den Rad- fahrerverkehr in der inneren Stadt auzuordueu, daß nicht rascher als ein Fußg äuger geht, gefahren werden darf. Im Jntereffe aller, auf die polizeilichen Vorschriften achtenden Radfahrer liegt es, die Schutzmannschaft bei ihrem Vorgehen gegen solche, die Vorschriften ntcht achtende Personen zu unterstützen und diese nöthigenfallS den Polizeiorganen namhaft zu machen, damit nicht die Mehrzahl der besonnenen und ruhigen Radfahrer unter den Ausschreitungen der anderen leiden muß. Aber auch an daS Fußgänger- Publikum richten wir die Mahnung, bei dem Überschreiten der Strahenübergänge besondere Achtsamkeit auf da- Vorbeifahren von Radfahrern und die von denselben abgegebenen Signale zu richten. Namentlich ist eine solche Vorficht an Sonntagen, an denen ein sehr starker Verkehr auswärtiger Radfahrer hier stattfindet, geboten. Darmstadt, den 20. April 1897. Großherzogliche» Polizeiamt Darmstadt, gez. Fey. * * Bieberthalbahn. Man schreibt uns aus Heuchelheim: Am 26. d. MtS. steht Termin bet der Großh. Bürgermeisterei Gießen wegen der Bieberthalbahn an. Unsere Gemeinde hat s. Zt. fich bereit erklärt, baß Gelände zum Bahnbau, soweit Gemeinbeeigeuthum dabei in Frage kommt, unentgeltlich herzugeben, wenn unser Dors eine Station bekommt. Nun ergibt aber der jetzt ausliegende Plan der Bieberthalbahn, daß wir zwar eine Haltestelle bekommen, die für uns auch bequem liegt, bereu Anlage aber aus Gießener Gebiet geplant ist, wodurch der Gemeinde Heuchelheim die communalen Zuschläge der Einkommensteuer, zu der die Bahn heranzuziehen ist, entgehen würden, denn diese würden fraglos der Stadt Gießen zufallen, auf deren Gebiet die Station errichtet werden soll. Dieser Grund ist eS aber nicht allein, der unsere Einwohner und, wie wir wohl annehmen, auch unseren Gemeinderath gegen den Bahnbau, so wie er geplant, einntmmt. Vielfach ist nämlich bei den Ju- tcreffenten die Befürchtung verbreitet, daß nach Fertigstellung der Bahn diese Schwierigkeiten haben werden, um auf ihre Lecker zu gelangen. Wir verkennen ja keines Falle» die mannigfachen Vortheile dieser Bahnverbindung für unseren Ort, find aber der Ansicht, daß wegen der beiden angeführten nachtheiltgen Punkte Vereinbarungen getroffen werden müßten, schon im Jntereffe der Gerechtigkeit und um unsere OrtS- bewohner nicht zu benachteiligen und diese so für baß Unternehmen freundlich zu stimmen. — (Air find betreffs der Besteueruugßfrage der Ansicht, daß die Stadt Gießen aus dem Umstand, daß ihr Gebiet, welches bis vor die Thore Heuchelheims reicht und daher seiner Lage wegen und viel- leicht auch auß technischen Gründen fich zur Anlage der Station besonders gut eignet, fich keinen Sondervortheil schaffen wird. Unsere städtische Behörde wird in diesem Punkte gewiß der Gemeinde Heuchelheim in liberalster Weise eutgegenkommen, wenn sie darum angegangen wird. Aehn- lich liegende Fälle kommen bei Bahnbauten sehr oft vor und werden immer durch Vereinbarung zwischen den betreffenden Gemeinden geregelt. Was nun den zweiten Beschwerdepnukt betreffs der Ueberwandlung betrifft, so können die betreffenden Interessenten ganz außer Sorge sein. Nach unserer Information ist an eine Belästigung ober Erschwerung beß Verkehrs durch das Bähuchen — denn um ein solches handelt eS sich ja nur — gar nicht zu denken. Die Praxis wird lehren, daß man fich nach dieser Richtung in den betreffenden Kreisen ganz falschen Vorstellungen hingibt.) • ♦F. Vortrag. Auf Veranlassung der Gießener Ruder-Gesellschaft wird im Laufe der nächsten Woche im „Hotel Einhorn" der in Sportkreisen wohlbekannte Arzt Herr Dr. Kolb einen Vortrag über „Daß Training" halten. Auf Grund seiner Untersuchungen, die er au den Trainiugß- Mannschaften beß Berliner Ruberclubs anstellte, war Herr Dr. Kolb bereits im Jahre 1887 in der Lage, als Quelle der Mutkelleiftungeu einzig und allein die Kohlehydrate, (also Knochen und Fett) zu bezeichnen. Damit fiel endlich die alte Lehre vom Elweißverbrauch bei Muskelarbeit und mit ihr die sinnlose Nachäfferei des englischen Trainings burch. Dr. Kolb dehnte bereits damals in seinem Werke „Physiologie maximaler Muskelarbeit-, erschienen bei Braun u. Co., Berlin, feine Beobachtungen auf alle athletischen SportSarten aus, sodaß der zu erwartende Vortrag auch für Radfahrer, Turner, Touristen u. s. w. von großem Jntereffe sein dürfte. Neuerdings find seine Ansichten auch den Untersuchungen zu Grunde gelegt worden, welche die Oberstabsärzte Villaret und LeitenSdorfer über „das Training deS Militärs" angestellt haben. ES zeigen diese Forschungen unwiderleglich, wie gerade beim Militär auß Unkenntniß oft an den Mannschaften entsetzlich gesündigt werden kann, sie zeigen aber auch auf der anderen Seite, auf welche Weise dies in Zukunft zu vermeiden ist. Dr. Kolb gedenkt in diesem Vortrage eingehend Über die Fortschritte der mebicinischen Forschung während der letzten 10 Jahre zu berichten. • • DaS LehrlingSheim in Dillenburg, von dem in diesem Blatte schon mehrfach berichtet wurde, will einem auch von unserer städtischen Armenverwaltung schon lange als sehr dringend empfundenen Bedürsniffe abhelfen, indem eß Gelegenheit bietet, Knaben, die in Rettungshäusern und Erziehungß- anftalten unterbracht waren, auch während ihrer Lehrzeit unter sorgfältige Aufsicht und gute erzieherische Einflüsse zu stellen. Biß jetzt find darin elf Zöglinge aufgenommen, mit denen durchaus günstige Erfahrungen gemacht worden find. Von diesen elf Zöglingen find sieben aus Heffen. Einerder ersten war aus Gießen. Natürlich kann eine solche Anstalt nicht ohne Unterstützung bestehen. Die Regierung hat daher eine HauScollecte zu ihrem Besten bewilligt, die in diesen Tagen durch Collecteur Münz auch hier in Gießen eingesammelt wird. Diese Collecte wöge um beß wichtigen Zweckes willen den Bewohnern unserer Stadt recht dringend empfohlen sein. • • Der «eueralsuperinieudeut der Rheinprovinz, Herr D. Baur, über dessen in Codlenz erfolgten Tod wir in voriger Nummer berichtet, war zu Lindenfels im Odenwald geboren, woselbst heute Nachmittag auch die Beisetzung in der Familiengruft erfolgt. Er entstammte einer berühmten Theologenfamilie; von seinen zehn Geschwistern, deren männliche Mitglieder sich alle in hervorragenden Stellungen befanden, sind ihm neun tn den Tod vorausgcgangen. Der einzige überlebende Bruder ist der practischc Arzt und Privat- bocent Dr. H. Baur hier in Gießen. Nicht unerwartet kam Baur» Ende; er litt an einem Herzübel, baß zu jeher Zeit seinen Tob herbeisühren konnte. Grade vor einem Jahre trat sein Selben plötzlich auf, so baß er zu seinem großen Bedauern darauf verzichten mußte, nach seiner Gewohnheit am Charfreitag und Ostertag zu predigen. Zwar brachte die Kur in Nauheim und ein längerer Aufenthalt in seinem Geburtsorte Lindenselß im Odenwald ihm Erleichterung und Stärkung, doch konnte er auch nach der Rückkehr nach Cobleuz im Herbst 1896 seine amtliche Thätig- kett nicht wieder aufnehmen. Mit schwerem Herzen entschloß er fich vor einigen Wochen, sein ihm so theureß Amt niederzulegen und zunächst vom 1. Mai ab um Urlaub und vom 1. Juli ab um Entlassung auß seinem Amt einzukommen. Schon hatte er die Vorbereitungen getroffen, um wieder nach Nauheim zu gehen und dann nach Lindenfels Überzufiedeln. Noch einmal durfte er zu seiner großen Freude in dm Festtagen des Amtes als Prediger des Evangeliums und als Seelsorger walken, indem er der fürstlichen Familie von Wied auf Segenhauß das heilige Abendmahl spendete. Mit großer Frische verkündete er dort daß Evangelium von Christo dem Gekreuzigten. Zwar kehrte er am Abend beß stillen SamStagß sehr, ermübet nach Coblenz zurück, boch ahnte Niemand einen schlimmen AuSgang. Noch am Abend des ersten OstertageS war er fröhlich und wohl. Kaum ober hatte er sich zur Ruhe gelegt, so hörte seine Gattin ihn auffallend athmen und fand ihn, alß sie hinzueilte, in den letzten Zügen. Ohne jeden Schmerz hauchte er seine Seele auß. Dr. Baur ist am 16. März 1826 geboren. Nach Beendigung seiner Studien in Gießen und Friedberg war er Pfarrer In Ettingshausen, Ruppertsburg, Hamburg, Hof- und Domprediger tn Berlin (von 1872 ab), Dber- Confistorialrath, Probst beß Stift» zum Heiligen Grabe und seit 1883 General-Superintendent der Rheinprovinz. Baur war ein glänzend begabter Mann, ein leutseliger Charakter und ein Überau» wirk amer volk»redner, wovon vor Allem seine Hamburger und Berliner Erfolge tn der Inneren Mission zeugen. Al» Theologe gehörte er zu der Richtung bet positiven Union. Außer mit ben Predigtsammlungen „Christus und die Gemeinde" und „Predigten über freie Texte" be- thätigte er fich litterarisch in zahlreichen Werken, u. A. in „Geschieht»- und Lebensbilder aus der Erneuerung des religiösen Leben» in den Befreiungskriegen", „Da» d utsche en. Pfarrhaus", „Daß Leben des Frhrn. v. Stein", „Friedrich Christoph Pertheß", „Ernst Moritz Arndt» Leben", „Leben»- bilder auß der Geschichte der Kirche und de» Vaterlandes", „Prinzeß Wilhelm v. Preußen", „Bon der Liebe, ein Zeug- niß für lebendige» Cbristenthum". Mit Kögel und Frommei, welche ihm beide im Tode vorausgegangen sind, gab er die „Neue Chrlstoterpe" heran». In Wilhelm Baur verliert die evangelische Kirche einen ihrer treuesten Bekenner, da» Vaterland einen thatkräftigen Patrioten, das Kirchenregiment einen seiner liebenswürdigsten Beamten und die christliche LlebeSthLtigkeit einen unermüdlichen Heiser, dessen reiche Erfahrung und intime Keuntniß unsere» Volksleben» jederzeit zu Gebote stand. Seine sympathische Gestalt, fein anfeuern- beß Wort wird man auf vielen Congreffen und Conferenzeu schmerzlich vermissen. Er ruhe in Frieden! • • Kündigung resp. Convertirnug der Sproceut. Hessische« LubwigSbahn-Prioritäten von 1874. Die Großh. Heffische StaatSschuldenoerwaltung offeiirt den Obligatlonen-Jnhabein statt der Baarauszahlung den Umtausch in 3procenlige Staatsschuldenverschreibungen und zwar mit einer baaren Auszahlung von 5 pCt. auf den Nennwerth der eingereichten Obligationen. Da die Zinsen der 3proc. Heffischen Obligationen vom 1. Juli er. laufen, so entfallen auf je 600 Mk. dieser 4proc. Heffischen Ludwigsbahn-Prloritäten außer den 600 Mk. neuen 3proc. Hess. Staatsobligationen noch 30 Mk. Conversionsprämie und zwei Monate 3 pCt. Zinsen mit 5.50 Mk., zusammen also noch eine Baarvergütung von 35.50 Mk. Den beim Umtausch zu entrichtenden Schlnßschein- stempel trägt die Staatskaffe. Der Umtausch kann nach Wahl in Darmstadt, Frankfurt a. M. ober Berlin geschehen und beginnt am 26. April. Die Frist zur Convertirung erstreckt fich vom 20. April bis 15. Mai er., doch gesteht die Großh. Staatsschuldenverwaltung die baare Auszahlung von 5 pCt. nur „biß auf Weitere»" zu. Dieser Vorbehalt ist anscheinend in der Erwartung gemacht, baß Aufgeld von 5 pCt. bald verringern zu können, da der Abschluß der LudwigSbahn-Verstaatlichung von ben beiden Finanzministerien wohl kaum mit einer Converfionßprämie von 5 pCt. für die Prioritäten gerechnet wurde. Damals notlrten 3pcoc. Heffen ungefähr 99 pCt., ihren Tiefstand hatten sie inzwischen mit 95.90 und vergangenen SamSlag befestigten sie sich wieder mit 96.10. Für ©rlefmatfenfam»ler dürfte die Meldung von Jvtereffe fein, daß die Königin von Holland ... die Kinderschuhe auSgezogen hat. Wie Amsterdamer Blätter nämlich melden, hat die junge Königin sich darüber mißfällig geäußert, daß sie auf den Briefmarken immer noch al» Kmd bargestellt ist. Auf ihren Wunsch wird daher eine Ausgabe neuer holländischer Briefmarken vorbereitet. Wetterbericht. Ein ausgedehnte» DepressionSgebiet mit einem Centrum zwischen Stockholm und Riga bedeckt den ganzen Osten deS Erbtheil». Ein neue» Minimum ragt vom Dccan her gegen die britischen Inseln herein. Von Süd- westen her versucht zwar hoher Druck keilsörmig Über Central- Frankreich und baß Alpengebiet vorzubringen, boch wird dessen Herrschaft nicht zur Geltung gelangen. Die Witterung wird daher ihren dißherigen unbeständigen Character vorerst noch beibehalten. — B oraußslchtliche Witterung: Fortdauer der unbeständigen Witterung. -1- AnS der Rabenau, 21. April. (Verspätet.) Arn Charfreitag-Nachmittag sand in der Mutterkirche zu Londorf eine von der Muttergemeinde und ben umliegenden Orten zahlreich besuchte liturgische Passionsseier statt, bie alß eine wohlgelungene und erhebende bezeichnet werden darf. Die Liturgie umfaßte 23 Nummern und bestand lu Berlesvng bezüglicher Bldelstellen, Gesang der Gemeinde, Vortrag mehrerer Chöre deS Kirchengesangvereinß und der Schulkinder. AlS Liturg funghte Herr Geh. Kirchenrath Prof. Köstlia auß Gießen. Derselbe hielt auch die Ansprache. DaS do» dem ersten OrtSgeiftlichen Herrn Pfarrer Weber gesprochene Gebet mit dem daran sich anschließenden Lied der Gemeinden „Erscheine mir zum Schilde" und der Segen bildeten den Schluß der würdigen Feier. -f- Nidda, 21. April. Die am 14. und 20. dß. Mts. dahier stattgefundene Pferdemusterung hatte daß erfreu- liehe Resultat, daß eine Anzahl Arbeitß. und Reitpserde aus dem sür ausgezeichnet befunbenen Pferbeschlag unsrer Gebirgsgegend seitens der Commission vorgemerkt wurden. 6i waren im Ganzen über 1600 Thiere, darunter die prächtigsten Ackerpserde, zur Beschau vorgesührt. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch bU Agenten Carl Loo» und I. M. Schulhof. Bremen. 21. April. (Per transatlantischen Idcgrepb-J Da Postdampfer Dresden, Capitän O. Groß, vom Nordd. Aoyd tn Bremen, ist gestern 6 Uhr Abends wohlbehalten in Baltimore angekommen. Gottesdienst tn der Synagoge Freitag, den 23. Avril und Samstag, den 24. April: Vaffahfest-Gnde. 7. Tack. Vorabend 7 Uhr. Morgen« 8* Uhr. 8. Da«. Vorabend 7 Uhr. Morgen« 8* Uhr. Nachmittag« 4 Uhr. FefteSauSgang 8" Uhr Während btt Sommermonate beginnt >et «arge»' «otteSdienft am Sadbattz n« 8'/, Uhr. «otteSdimst der israelitische« ReligiouSgesellschast. Freitag, den 28. April und SamStag, den 24. April: Vittsa-fast. 1. Tag. Borabend 7“ Lhr. Vormittag» 8 Uhr. W- >«8 bei a> * »debrnß, rO L®>bM et n blt chnftlichr '/kssei, «iche Ei. Sch u' i‘‘* ,nk/ ,tn anfeuern. (n!UD ’So“Je«“i« ;*** hin« LS* w* Wonen^^eu iai in 8procrut1gl mlt rinn baatti [ll> der tingertiditti lcni hessischen Ob«. 1Dtn avf je 600 Mi. tiotititeu außer bei ntlontn voch 30 M b pCt. Linsen wh Baarvergütullg voi iitnbtn SchWchriii, Umtausch kann n°j der Berlin gescheh, snr Convertirung er., doch gesteht I* rare Auszahlung btt Dieser Vorbehalt t, daS Aufgeld hu >a der Abschluß btt den FinanzurWen.-- vie von 5 pSt. für tttt nackten Spree- hatten sie inzvifch« befestigten str sich die Meldung von nd . . . dir Kinder' er Blätter näntlifl trüber «ihfäüig gr> «er noch al< Sind daher eine AuSgab! et. A DryMvnbvdir! und Wga drM bn z Miwuw ragt los herein. Bon Tü! nlfSrvig über Crntra! Dringen, doch W lugen. Dir Wilternk! gku Lharacter homt ltchr Witterung il, (M^) ®* WM«»L°°d°li tu Mliegenden Or»n ionrstitt bezeichnet «erben [b bestand ia BeMi Trweinde, 8°M ar und der Schui '° lenrath N- J0* ! Aosprach'- ®“L ,„Weber Lied btt ®emem r Tegen bildet^ 14. und 20. dk tung Wbo$ !l fZferdefchlaS UIJ z \tW- dte«. . 6| KM " 5?«* t.«w" ' ,1111' 2. Tag. Vorabend 7 Uhr. Vormittags 8 Uhr- Nachmittags 4 Uhr. FefteSauSgang 815 Uhr. Wochengottesdienst Morgens 6«- Uhr, Abends 8" Uhr. Verkehr, Canfc» «nd V-lkswirth-chaft. •ittm, 22. April. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 1,00—1,20, Hühner ehr ut. 6t. 0 4, 2 St. 10-11 A. Enteneier 2 St 11-12 H, Gänse der pr. St. 00-11 A, Käse pr. 6t. 5-8 H, Käsematte pr. 6t. 3 * Erbsen pr. Liter 18 A. Linsen pr. Liter 27 H, Tauben pr. Pa». 030 bis 1,00 Hühner pi. Stück 1,10 bis 1,30, Hahnen pr. Stüä JL 1,20-1,50, Enten pr. Stück X 1,60—1,80, Gänse pr. Pfunt X 0,00-0,00. Ochsenfleisch pr. Pfd. 66- 74 A. Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60-66 H, Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bttz 66 A. Schweine- fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70 a Kalbfleifch pr. Pfd. 60-00 A Hammelfleisch pr. Pfd. 50-65 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4 00 bii 5,00 X, Weißkraut pr. Stück U--00 A, Zwiebeln pr. Eentner X 7,09-8.00, MUck pr. Liter 16 A 22. April, Frachtmarkt. Rotder Wei»-n X 13,95, weißer Weizen X 00 00, Korn X 9.50, Gerste X 7.20, Hafer X 5 90, Saathafer X 0 00. Verfälschte schwarze Seide. SS des Stoffes, von dem man kaufen will, und die etwaige Verfälschung trttt sofort zu Tage: Aechte, rein gefärbte Seide kräuselt sofort zusammen, verlöscht bald und hinterläßt wenig Asche von ganz heWräunlicher Farbe. — Verfälschte Seide (die leicht speckig wird und bricht) brennt langsam fort (namentlich glimmen die -Schußfäden" weiter, wenn sehr mit Farbstoff erschwert), und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, die sich im Gegenscch zur ächten Seide nicht kräuselt, sondern krümmt. Zerdrückt man die Asche der ächten Seide, so zerstäubt sie, die der verfälschten nicht. Die Seide«- f«teiltet G. Henneberg (f. u. k. Hoflieferant) Zürich versenden aern Muster von ihren echten Seidenstoffen an Jedermann und liefern einzelne Roben und ganze Stücke porto- und steuerfrei Ins Haus.8694 Was ist Thure Brandt -Maffage? ES ist dteS eine eigenartige Form der Massage, erfunden von einem genialen Laien, dem schwedischen Major Thure Brandt, die bei der Behandlung von Frauenleiden mit außerordentlichem Erfolg angewendet wird. Viele langwierige Leiden sind schon durch die Thure Brandt-Massage beseitigt, viele Operationen verhütet worden, so daß man mit Recht Thure Brandt als einen Woblthäter der leidenden Frauenwelt bezeichnen kann. So bericht, t u. A. auch die Soßmarm'sche -ratnrheilavfialt (Aerzte Dr. med. Mißmahl, Dr. med. Walser, Dr. med. Sophie Gomberg) WilhetmShühe bet Eassel von den hervorragenden Erfolgen, die durch die Thure Brandt-Massage (auSgeführt durch Frl. Dr. med. Gomberg) bet Frauenleiden erzielt worden find. Die Thure Brandt-Massage hat tn ärztlichen Kreisen berechtigtes Aussehen erregt und schließlich auch wtffenschaftltche Anerkennung gefunden. Für Interessenten find von der Direction der genannten Anstalt Prospekte nebst belehrender Broschüre kostenfrei erhältlich. Weiter sei zur Belehrung empfohlen: „Handbuch der Naturhetlkunde" von Dr. med. Walser, Verlag von Enßlin, Reutlingen.3039 — Wohl nur selten dürfte ein hauSwtrthschaftltcher Artikel sich fester tn die Gunst der Hausfrauen aller Stände eingebürgert haben, als die von Max Elb tn Dresden fabrtctrte Eh. A. Pafierrrs EfitgEfienr. Die Ortgtnalfla?onS, welche diese Essenz enthalten, sind durch einen Maßstab abgethetlt, der die zur Bereitung einer Weinflasche Tafel-Essig oder zuverlässigen Früchte Etnmacke- Efftg erforderliche Menge Essenz aufs Genaueste anzeigt. Dieser telbstbereitete Essig bat den Wohlgeschmack und das Aroma guten Wein-Essigs, bleirt spteg lblank und wird von ärztlichen Autoritäten wegen seiner Reinheit als der gesündeste Essig empfohlen. Ganz besonders eignet er sich zum Etnmachen und Conservtren, weil durch ——— die Mahtheilung der dazu unbedingt erforderliche Stärkegrad genau und gleichmäßig getroffen wird und weil er gänzlich frei von Fäulniß- Keimen und Gährungsfioffen ist, die den Grund zur Verderbniß der Früchte bilden. Hier liegt eine tn practtscher und gesundheitlicher Beziehung gleich gediegene Neuerung vor; nur wolle man beim Einkauf der seit über 20 Jahren rühmlich bekannten OrtginaIfla?onS von Max Elb, Dresden, darauf achten, daß man die echte, auf Etikette, Halsstreifen und Kapsel mit besten Firma bezeichnete Waare und nicht etwa eine in ähnliches Gewand gekleidete Nachahmung erhält. verfichernngSwese«. Es dürfte in der heutigen Zett,in der man alle Tage von Einbrüchen hört, von Werth sein, daraus hinzuweisen, daß sich Private, Geschäftsleute jeder Branche, Banken ufro. gegen die wirthschasiltchen Nachihetl infolge eines Etnbruch»-Diebftahls, sowie g^gen die Beschädigung bezw. Vernichtung von Gegenständen aller Art bet einem Einbruch aus einfache und billige Wetse schadlos halten können- Die Versicherungsgesellschaft „Fides" tn Berlin — unter Aussicht der Kgl. Preuß. Staatßregierung — bat als erste deutsche Gesellschaft die Versicherung gegen EtnbruchSdtebstabl ausgenommen und damit solchen Anklang gesunden, daß sie bereits im ersten Jahre ca. 32 Millionen Mark Versicherungssumme in Deckung bekommen hat Die Aufnahme von Anträgen erfolgt auf Grund der Feuerversicherungsvolice und erfordert daher die geringsten Umstände. Die allgemeinen Verstcherungsbedingungen sind analog den allbekannten Feu-rvet sicherungobedtngungen abgesaht, wie auch die Prämie« denen der Feuerversicherung gleichkommen. Im Uebrigen fd auf das betr. Jnse'at Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald in den Districten Waldshute, Unterhag, Philosophenwald, am Exerzierplatz, Hegholz und Hain versteigert werden: 121 Kiefern- und Fichten-Stämme mit 61,98 fm (darunter sehr schönes Schnittholz) 60 liefern- und Fichten-Stangen mit 7,82 fm 64 rm Radel-Scheitholz 58 „ „ Knüppelholz 78,5 „ „ Stockholz 1220 Wellen Radel-Reisig. Die Zusammenkunft ist auf der Licherstraße am Waldeingang. Gießen, den 17. April 1897. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 3809 ML Schlachthaus. Freibank. 3925 Heute und morgen: Ochsenfleisch nicht ladenrein, per Pfd. 48 Pfg. Hchwemejleisch nicht ladenrein, per Pfd. 42 Pfg. Maschiueastrickkrei. Für bevorstehende Saison empfehle mein reichhaltiges Lager in Damen-, Herren- u. Kiuderstrümpfeu, anerkannt guter Qualität, in schwarz und braun. 3994 Mache besonders auf einen sehr starken Schulstrumpf sowie prima Schweißsocken aufmerksam. Stricken, anstricken, sowie anweben wird rasch und billig ausgeführt. Fh. Schlatter. Strohhute werden gewaschen, gefärbt md fa^onnirt. 2246 C. I «all, Sfltttwg 22. Das Fayonniren u. Waschen der Strohhüte nach neuester Mode, sowie Waschen und Färben von Federn besorgt billigst 2537 A. Fangmann, Bahuhofftrahe 28. Pelzwaaren «tth wollene Sache« werden conseroirt und gegen Feuer versichert in der Kürschnerei von 3758 A. KretzMChmar, Marktplatz 22. Biscuil Frühstück j pe Wittekind | Pfand Columbus ; KA Marie OV Mixed 1 Pfg. Nordostsee 1 Orangen-Drops) ßn Gewürzbrod | ®v ' Pfg- Vorzügliches Gebäck für Kinder, Kranke, zu Thee und Wein empfiehlt Emil Orblg, Bahnhofstrasse 30. NB. Die verschied. Sorten sind in meinem Schaufenster ausgestellt. 3669 ■ Mrtsche Schellfische und Labtta« O eincietroffen bei 1913 ________E» Dort, Walltborstraße 45. Schellfisch n. Cablian 334 frisch im -Nebfiock*. Frische Schellfische empfiehlt 990 J, M, Schulhof. Prim Aepsrimii empfiehlt 3372 __________o. Roth II- Der einzigste, vernünftige Herren- Liqueur ist Faust I Bestes Mittel bei Magen- befchwerden u. Katzenjammer. Niederlagen: 1155 Hoflieferant Carl Schwaab und C. G. Kleinhenn. Somatose, ein fast geschmackloses Pulver, allein die Nährstoffe des Fleisches in leicht assimilirbarer Form enthaltend, erprobt als ein ganz hervorragendes Kräftigungsmittel, empfiehlt 3176 Emil Fischbach. Ureißeföeeren wieder eingetroffen bei 3001 A. & G. Wallenfels, M-rlt 21. — Tel-,hon 46. Mr Haarpflege. 722 Von unübertroffener Wirkung ist daS staatl. gepr., genehmigte, sowie von Au. toritäten begutachtete Haarwafie« von Retter, München, welches statt Oel oder Pomade täglich gebraucht, daS Haar bis ins höchste Alter glänzend, geschmei, big und scheitelbaltend macht, dte Kopfhaut von allen Schuppen re. befreit und dadurch dte Thätigkett der Haarwurzeln erhöht. Zu haben ä 40 Pf. und Mk. 1,10 bei A. ch. fifnhe, Sonnenstr. 25. UnbMßuffe in den gebräuchlichsten und gangbarsten Arten, aus einer her ältesten und besten Fabriken, empfiehlt 3175 Emil Fischbach. Corsetts Größte Auswahl vorzüglich fitzender Fa^ons Brüssler Corsetts, Marke P. D. empfiehlt in allen Preislagen Robert Haas, 2920__________«etteiSwea 18. Strickbaumwolle! in allen Qualitäten; Diamant und ächt schwarz, „Marke D.M.C.", sowie die waschechte ledersarbeneBaumwolle Beiuläugen, Strümpfe und Socken empfiehlt billigst 3315 J. H. Fuhr, Souueustraße 25. NB Stricken von Strümps n und Beinlängen wird billigst besorgt. per Vi Kilo HauShaltungs'Thee M. 2,50 Familien Thee „ 3,— Gcsellschafts Thee „ 4,— Nektar-Thee „ 5,— 9!ie)>eeiage »II (lrigmal=Iloffii mit Zchlltzmarke ä t Pft., Vr pfd. «d V« |)fb. bei Eduard Lind, Hofconditorei, 1797 Gießen, Kirchenplatz 10. Frührosakartoffeln wieder frisch eingetroffen bei 3921 I Hanke», Echloßgaffe 6. Frühe Rosevkartoffeln, ä Centn er 2,50 Mk., verkauft 3820 Friedrich Ru(b. und Musik - Schule für The^-ie der Musik, Elementar- und höheres Clavierspiel von Minna Körner, Giessen. Beginn des Sommer-Semesters: Montag, den 26. April. Dio Festsetzung des Stundenplanes erfolgt Morgens 11 Uhr. 3768 In Uniform. 3974 Gießen. den 22. April 1897. Versicherung gegen 2. Rechenschaftsbericht 1896/97. 3. Voranschlag pro 1897/98. 4. Wahl des Vorstandes und der Führer. ________________Der Vorstand. Einbruchsdiebstahl für Private und Geschäfte etc zu billigsten festen Prämien durch die Versich.-Gesellschaft Fides in Berlin. Ich habe mich hier als practischer Arzt niedergelaffen und wohne Schulstratze Nr. 11. Sprechstunden täglich von 8—9 Vormittag», 1 Nachmittags, Sonntags 9—10 Vormittags. Dr. J. Meyerhoff. Gießener freiw. Feuerwehr. Montag, den 26. April, Abends 81/, Uhr Hauptversammlung* bei Peter Berg (Stadt Marburg). Tagesordnung: 1. Jahresbericht. Prospecte und nähere Auskunft gratis und bereitwilligst durch den Vertreter: Heinrich Wallach in Giessen. 397» UnQbertrotren Toilette-Cream echt mit aart^PfellrlOK' ?ln den Apotheken und Drogerien. Marti Plillrlng> i Nur Schinhiiiiailtil k und tur K«aulilli|i. k Du eröffnet! Darmstadt, jlru eröffnet! Restaurant Kailerlaal Grafenstratze 18 nahe den Bahnhöfen, in nächster Nähe brr Post. Sehenswürdigkeit Darmstadts, la. Bayerisches. Pilsner nnd Rummelbräu. Reine Weine. Reichhaltige, gute Rüche. Mittagstisch in jeder Preislage. 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