• v V V V/ IF fj QW V ^TVWnfV Depeschen des Bureau „Herold." Berlin, 21. März. Die ganze Stadt prangt t» Fest sch muck! Fast kein Hau- ist zu sehen, daS nicht mit Fahnen und Guirlanden geschmückt ist. In allen Schaufenstern find Kaiserbüsteu aufgestellt, umgeben mit Blumen und Lorbeer. Ungeheure Menschenmengen säumen die Hauptstraßen seit der frühen Morgenstunde ein. ES ist ein Drängen und Schieben nicht zum Borwärtskommeu. Der Hauptstrom bewegt fich natürlich auf der Straße Unter den Linden bi- zum königlichen Schloß. Ungemein flortrt der Handel mit Kornblumen. Alles, jung und alt, groß und klein, trägt die Lieblingsblume de- Kaisers Wilhelm I. im Knopfloch. Einen recht hübschen Anblick bieten die Pferdebahnwagen und Omntbuffe, die gleichfalls decorirt find, erstere mit Guirlanden, letztere mit Fahnen. Nachdem gestern-Abend der König von Sachsen und der König von Württemberg hier eivgetroffen waren, erfolgte heute früh 8* 1/* Uhr die Ankunft hthweine I Gesuche. tagens M sehen weh n Cognac. « Weine br em- i 66 Preise. iweine limer Rothweh, r Weisswein) | ind Iweine. W gbein’s [‘Fabrik o"?d C«n. e. 8e. i, Krebse. L»» K,b.-8uPP«e "’sS S r M^etDe d :tel r° oQ u, |> ° * s k-stt H NikaSabrU Dirfenbet gegen ; nähme feine mk i solid vnd bantrtg , gebaute '■ I ! mit prachtvoll. Dk ton. 10 rasten, of ntt W-Vffi Men ui« oermfle s» „ * * .■ , 130 . . ' ' , 170 , .> .feoPsg.M's? : TÄÄ Ä» l Zither«, 55® Knnb po* junges Krtutei, iliung und Locher n> $6llt mW* eS Älteren Hem. I. fl. 18 Steten. ■ Person fuß 6Mh U, U. Nr. 69 Dienstag bett 23. März Erstes Blatt. 1897 Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Aamiklenvtätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. ießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Vierteljähriger Avonnemenlsprcis: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: SchnlfiraßeAr.7. Fernsprecher 51. Aints- und Anzeigeblatt für den Ureis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Gratisbeilage-. Gießener' Kamilienölätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Deutfct^er Reichstas. 196. Sitzung. SamStag den 20. Marz 1897. Am Mtnistertische: Chef des Martneamts, StaatLsecretär Holtmann. Die Berathung des Marineetats, Extraordinarium, wird fortgesetzt. Abg. Barth (srs. Vg.): Ich begreife nicht, weshalb man sich so, wie Herr v. Vollmar, über den Begriff Wellpalttik aufregen kann. Weltpolitik hat Deutschland ja schon längst getrieben. ES fragt sich nur. welche Art Wellpottttk Deutschland treiben soll, und da meinen wir, daß wir gerade bei der ganzen jetzigen politischen Lage in Europa keinesfalls eine abenteuerliche Politik treiben sollen. Leider scheint ja nun in einflußreichen Kreisen sehr viel Neigung zu einer schneidigen Weltpolittk zu bestehen, und dieser Neigung müssen wir allerdings entgegentreten. Eine weitere große Rolle haben in diesen Tagen die ZukunftSpläne für die Marine gespielt. Aber je mehr wir uns aus den Standpunkt der realen Thalsachert stellen, das Maß des Nothwendtgen feststellen, desto geringer wird die Gefahr uferloser Zukunstspläne sein. Wenn nicht der Versuch gemacht wäre, unS Zukunflspläne zu erläutern, so wäre auch wohl das Centrum geneigt gewesen, über das Maß der Bewilligungen in der Commission htnauszugehen. Um was dreht sich denn eigentlich der ganze Streit? Auf die Abstriche bei den Torpedoschiffen scheint ja die Marine- Verwaltung kein großes Gewicht zu legen. Was die Abstriche bei den zweiten und dritten Raten betrifft, so ist ja doch auch bet Privatleuten eine zu große Verlangsamung einer Arbeit gleichbedeutend mit Verschwendung. Weshalb man diese Abstriche gemacht hat, kann ich daher nicht recht begreifen. Und nun die Kreuzer! Es handelt sich doch nur darum, ob wir in diesem Jahre bewilligen oder im nächsten. Und darum Räuber und Mörder?! Und darum die Drohung mit dem Confltct, mit dem Mtntsterkladderadatsch, mit Regierungskrisis! Das kann doch dem Ansehen Deutschlands wahrlich nicht dienen. Herr o. Marschall hat nun die Nothwendig- keit neuer Kreuzer mit den Anforderungen des auswärtigen Dienstes begründet und der Nothwendtgkett neuer Exportquellen. Ader diese Aufgaoe der Kreuzer hat doch absolut nichts zu thun mit den Tabellen für die Vergleiche zwischen den verschiedenen Marinen. Mehr als 20 pCt. unserer Ausmhr geht nach England. Die Möglichkeit, durch Kanonen und Kriegsschiffe unsere Handelstnteressen zu schützen, wird von Jahr zu Jahr kleiner. Ein Confltct zwischen uns und einem amerikanischen Staat kann durch Kriegsschiffe gar nicht entschieden werden. Es giebt ja noch Länder, auf die wir mit Kanonen wirken könnten, aber die Handelstnteressen, die da in Frage kommen könnten, sind doch verschwindend gering. Man muß sich da also vor Uebcrlreibungen hüten. Bet China wird ja möglicherweise das Auftreten von Kriegsschiffen eventuell zweckdienlich sein können, aber auch dort nicht zum Zweck des Schutzes von Handelsschiffen. Ich sage nicht, unsere Finanzlage sei nicht derart, daß wir, wenn es nothwendig wäre, nicht noch große Lasten auf uns nehmen könnten. Aber eben nur, wenn es no thwendig ist. Und ich habe mich nicht überzeugt, daß jetzt schon beide Kreuzer nothwendig seien. Ich gebe sreUtch zu, daß das eine Frage ist, über die man auch im Kreise der engsten Freunde verschieden denken kann. Ich persönlich werde beide Kreuzer ablehnen. Staatssecretär Holl mann will noch aus einige Reden von gestern antworten. 10 pCt. des Werthes der Flotte müsse mindestens jährlich an Ersatz geschaffen werden. Dazu komme aber noch die Ausrüstung. Herr v. Vollmar habe freilich gestern von unerhörten Forderungen gesprochen. Aber von diesem Erstaunen müsse er da doch eine große Summe ausschalten. Denn von den 60 Millionen seien nicht weniger als 50 pCl. Folge-Raten; 10 Millionen seien allerdings neue Raten. Aber sei denn das so überraschend? In 1895/96 habe da der Reichstag 8—9 Millionen bewilligt und sich damit auf 33 Millionen verpflichtet, ebenso in 1896/97. Sei da die jetzige Forderung so hoch? Nur 7—8 Millionen erste Raten, durch die sich der Reichstag auf 31 Millionen verpflichten solle. Da sei doch eher er selber berechtigt, erstaunt zu sein. Weiter sage Vollmar: Wie könne man sich auf das Ptogramm von 1873 jetzt berufen, wo doch der Gesechtswerih der Schiffe der zwei- und dreifache sei. Das sei doch eine unverschämte Forderung (Heiterkeit). Ja, das wäre richtig, wenn nicht auch seit 1873 die anderen Staaten ihre Schiffe und Schiffswerth stark erhöht hätten! England verwende in diesem Jahre allein 140 Millionen Mark lediglich für Schiffsbauten. In diesem Jahre allein habe England 380 000 Tons auf Stapel liegen, die sich auf 108 Schiffe oertheilen. Seien Sie überzeugt, daß das, was Ihnen die Marineverwaltung hier vorschlägt, nicht über das hinauSgeht, was sie Ihnen Vorschlägen mußte. Herr v. Vollmar sprach auch vom Admiralstab. Aber es wäre doch Unrecht von mir, wenn ich auf besten Ansichten nicht Gewicht legen sollte, denn im Großen und Ganzen ist doch meine Arbeit an den grünen Tisch gefesselt. Ich weiß da wirklich nicht, was da für ein Werth noch auf die Ansichten des Herrn v. Vollmar gelegt werden soll, wenn er deshalb solche Angriffe gegen die Marine richtet. Und was soll es heißen, wenn die Flotte wirklich mal einen Tag auf Parade verwendet? Die Flotte hat thatsächltch nicht einmal so viel Ruhetage im Jahre, wie Sonntage. Solche Angriffe können da doch nur den Zweck haben, die Marine herabzusetzen, als ob wir uns nur amüfirten! Unsere Aufgaben sind sehr ernster Natur! Richter will „bm Feind nicht reizen", der es Übernahme, wenn wir irgendwo mit einem Kreuzer erscheinen. Aber die Handelswelt kann bezeugen, daß schon sehr oft das Erscheinen auch nur eines Kreuzers unS großen Nutzen gebracht hat. Zum Schluß dankt Redner Herrn v. Leipziger für die klare Darlegung der Verhältnisse. Abg. o. Stumm (Rp.) erinnert an die Zeit, wo durch Hannibal Fischer die deutsche Flotte unter den Hammer kam. Heute will ein großer Theil des Hauses die Flotte verkümmern lasten. (Lachen.) Mit der sog-n. „Denkschrift" hat man hier im Hause seltsam hcrum- gespielt. Gerade die Gegner uferloser Pläne sollten ihrem Schöpfer danken, wenn die Regierung heute auf das Programm von 1873 zurückkommt. Ich begreife nicht, wie Richter, der doch jetzt den leider nicht mehr im Amte befindlichen Fürsten Bismarck (Bravo!) so oft für fich beansprucht, so gegen den 1873er von BiSmarck herruhren- drn Plan Front macht. Wer Fühlung mit den leitenden Kreisen hat, wird wissen, daß wir bet einem eventuellen Kriege mit zwei Fronten kaum einen Mann des LandheereS zum Küstenschutz frei haben würden. Daher die Nothwendtgkett einer stärkeren Marine. Gerade der Nordostseecanal macht das nothwendig, denn dieser müsse auf beiden Setten geschützt werden, damit die Flotte nicht etwa im Canal eingeschlossen werde. (Lachen.) Ein unglücklicher Seekrieg muß unseren Handel dauernd vernichten. Wir müssen unbedingt über See für unsere Interessen nöthigenfallS auch mit Gewalt eintreten können. Wenn Richter sagt, die Deutschen gingen nur im Interesse ihres Geldbeutels nach dem Auslande und bedürften deshalb keines Schutzes, so erwidere ich: wenn Niemand, der etwas des Geldbeutels halber thue, Schutz verdiene, dann gelte das schließlich von Jedermann, auch von den Zeitungsschreibern. In Kreta haben wir allerdings ein Interesse. Jetzt hätten wir glücklicher Weise ein Schiff hinschicken können. Wenn wir aber ein ander Mal das nicht mehr können, weil unsere Schiffe veraltet sind, welche Blamage für uns und welche Rolle würden wir im europäischen Concert spielen! Auch im Interesse unserer Versorgung mit Getreide im Kriegsfälle bedürfen wir der Sicherung unserer Häfen gegen Blokade. Unsere Finanzlage gestattet sehr wohl diese Ausgabe. Abg. Ba chem (Ctr.): Die Darlegungen des Vorredners könnten seine Freunde in ihrem Entschlüsse höchstens bestärken. (Beifall.) Müller-Fulda habe Herrn o. Eynern viel sachlicher erwidert, als dieser selbst vorher im preußischen Abgeordnetenhause gegen den Reichstag und seine Marine Commission gesprochen habe. Alle, welche die gegenwärtigen EiatSforderungen unverkürzt bewilligten, thäten damit den ersten Schritt auf dem in der Denkschrift des Herrn Hollmann vorgezeichneten Wege. ES sei Zeit, den hochfliegenden Martnepiänen Halt zu gebieten. Mit der Steigerung der indtrecten Steuern seien wir am Ende; die oberen Zehntausend könnten vielleicht noch herangezogen werden, aber nicht mehr die große Menge. Und wie klagt nicht die Landwirthschaft. Ziehen Sie (nach rechts) doch davon die Consequenz! (Lebhafter Beifall links und im Centrum.) Und wenn wir Alles auf Anleihen nehmen — ist das nicht ein Frevel an unseren Söhnen und Enkeln! Werden diese nicht auch noch für sich zu sorgen haben? Und wollen Sie durchaus, dann appellire ich an die Cartellparteim und sage ihnen: dann greifen Sie doch zu dm directen Steuern! Immer wenn es sich um solche neue Ausgaben handelt, wird die Finanzlage als glänzend geschildert und hinterher kommt man mit neuen Steuern! Und da sprechen Sie von einer Finanzdemagogie des Cmtrums. Gibt eS etwa, wenn uns jetzt di- Finanzlage als so außerordentlich günstig geschildert wird, auch eine Finanzdemagogie deS Schatz- secretärs? (Heiterkeit.) Nichts liegt uns ferner, als Handelsgeschäfte mit der Politik zu treiben. Womit sollten wir denn Handel treiben? Etwa mit den Missionaren? Wir haben es immer dankbar anerkannt, daß auf diesem Gebiete das Auswärtige Amt stets klüger war, als andere Restarts, namentlich Restorts in Preußen. Aber wegen der Missionare werden wir dock nicht hier Schiffe bewilligen. Wie oft haben nicht französische Mistionare erklärt, wie unbequem es ihnen sei, daß die französische Regierung bei ihrer Förderung der Missionen politische Geschäfte im Hintergründe habe. Und dann muß ich die Frage wiederholen: Weshalb läßt man dmn nicht die Jesuiten nach Deutschland hinein? Seien Sie versichert, daß wir diese Forderung aufrecht erhalten, daß wir aber keinen Pfennig dafür bezahlen! (Lebhafter Beifall im Ceutrum.) Man soll uns nicht nachsagen, daß wir Handelsgeschäfte treiben, gerade als ob wir die Handelsjuden des Reichstages wären. (Stürmische Heiterkeit.) Unser Antheil an der Aufgabe, den Weltfrieden zu erhalten helfen, muß sich nach unseren Kräften richten. Diese gehören erst dem Vaterland?, erst dann der Welt! Unsere Friedensmission dürfe nicht auf eine einschlägige Hegemonie gerichtet sein. Unsere erste Aufgabe sei die sociale Frage, der Frieden unter den Ständen. Und weil wir fürchten, daß wir zu weit gehen könnten in btr Auslegung bes Begriffs unserer Weltmistton, beshalb gerade halten wir so fest an unseren Beschlüssen in ber Commission. Wir finb hierzu fest entschlossen. (Lebhafter Beifall links unb im Centrum.) Schatzfecretär Graf Posadowsky bestreitet, daß er in feinen jetzigen unb früheren Darlegungen ber Finanzlage tnconsequent gewesen sei. Abg. v. Kar borff weist auf den gestrigen Vorgang im Abgeordnetenhause hin, die Erklärung bes dortigen Präsidenten v. Köller, unb stellt bann fest, baß Bachem vorhin bas Abgeorbnetenhaus als von dem allgemeinen directen Wahlrecht „ausgemustert" erklärt habe. Es sei das für das wünschmswerthe Einvernehmen zwischen den Parlamenten nicht förderlich. Präsident Schmidt: Herr Bachem habe nur von denjenigen Abgeordneten gesprochen, die zum Reichstag candidirt hätten, aber nicht gewählt worden seien. Der militärische Ausdruck „ausgemustert" sei jedenfalls nicht beschimpfend, wenn auch nicht freundlich. Aber dem Gedanken an sich müste jedenfalls Ausdruck gegeben werden dürfen, das erfordere die Redefreiheit, die er zu wahren habe (Beifall), wenn er auch gewünscht hätte, daß der Ausdruck vorsichtiger gewählt worden wäre. Abg. v. Kardorff: Ob durch solche Ausdrücke daS Verhältniß zwischen preußischem Landtag und Reichstag gefördert wird, bleibt mir doch zweifelhaft. Jedenfalls ist es auch unrichtig, daß der preußische Landtag fich um die Dinge im Reichstage gar nicht zu kümmern habe, wie Herr Bachem behauptete. Der Landtag hat Acht zu geben, wie die preußischen Stimmen im Bundesrathe abgegeben werden. Abgestimmt wird zunächst über den Panzer König Wilhelm. Derselbe wird bewilligt mit 245 gegen 91 Stimmen. Dagegen stimmen Socialisten, beide Volksparteien, Polen, die wenigen anwesenden Elsässer, ferner Johannsen, die Antisemiten Hirsche! und Köhler und die bayerschen Bauernbündler. Bet Titel 15, erste Rate für den Kreuzer 0, bittet Staatssecretär Hollmann nochmals um Bewilligung des Kreuzers unb bemerkt, am Schluffe bes laufenben Etatsjahres werde von den bisher bewilligten Bausummen auch nicht der geringste Rest übrig sein. Auch wenn Sie jetzt Alles bewilligen, wird am Ende des Jahres Alles verbaut sein. (Lebhafte Heiterkeit.) Die Abstimmung ergibt Ablehnung des Kreuzers mit 204 gegen 143 Stimmen. Dafür nur die Conservativen, Reichspartet, National- liberale, die Antisemiten mit Ausnahme von Hirsche! und Köhler, und von der freisinnigen Vereinigung Schneider, Thomsen, Rickert, ' Benoit, Frese, Görtz, Langerfeldt, Lorenzen, sowie Rösicke. In einfacher Abstimmung wird sodann auch der zweite Kreuzer P abgelehnt, ebenso der Aviso Falke. Ebenso abgelehnt werden die ersten Raten für ein Torpedo- Divifionsboot unb eine Torpedo-Divifion. In ben vier zweiten Raten, wo die Commiffion je eine Million gestrichen hat, bittet Marinechef Hollmann bringenb um unverkürzte Bewilligung Ohne weitere Debatte tritt bas Haus bem Befchluß ber Commiffion bei. nx . , Nach Erledigung ber einmaligen Ausgaben vertagt fich da- Haus. Mittwoch 1 Uhr: Fortdauernde Ausgaben des Marine-Etats und sonstige Etatsreste. Schluß 5 Uhr. Deutsche» Reich. Berlin, 20. März. Der Kaiser hielt heute Nach- mittag 2V2 Uhr mit den Fahnen- unb Standartenträger» am Nationaldenkmal eine Probe ab und gedachte um 4 Uhr der Generalprobe in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnißkirche beizuwohnen. Berlin, 20. Marz. Der Gro ßherzog und die Großherzogin von Baden trafen heute Vormittag in Berlin ein. — Der Kronprinz von Schweden traf um 69/4 Uhr in Berlin ein. Berlin, 20. März. Die sämmtlichen Hochschulen und Akademien Berlins sandten am heutigen Vormittage Deputationen nach dem Mausoleum in Charlottenburz, um dort Blumenspenden an der Grust Kaiser Wilhelms L niederznlegen. Berlin,20.März. Im Abgeorduetenhanse wurde heute der Etat der directen und indirecten Steuern erledigt. Nächste Sitzung Mittwoch. (Kleine Vorlagen.) — Im Herrenhause wurden Petitionen erledigt. Nächste Sitzung unbestimmt. Arr-lair-. Wien, 20. März. Der „Neuen freien Presse" zufolge soll, wenn die Blokade Kreta- keinen Erfolg hat, nach zwei Wochen die Blokade über den Piräus sowie die Häfen von Volo und Korinth verhängt werden. Die Mächte verhandeln gegenwärtig Über den Plan, die Truppen des Oberste« VassoS anzugreifen, um fie von der Insel zu entfernen. London, 20. März. „Daily News" melden au» Larissa, die ganze Stadt gleicht einem Lager. Alle Kasernen find überfüllt, sodaß die Unterbringung der Soldaten in öffentlichen Gebäuden erfolgen mußte. Athen, 20. März. Die griechische Regierung prostirte entschieden gegen das Vorgehen der Türken, de» Golf von Ambracia entgegen dem Berliner Vertrage za befestigen. Athen, 20. März. Die Abberufung der griechischen Schiffe aus Kreta ist durch RegierungSbeschluß erfolgt. Der Marine-Minister brachte durch öffentliche Bekanntmachung den Capitänen der Kriegsfahrzeuge genau die Theile Kretas zur Kenntniß, auf welche fich die Blokade erstreckt. Infolge deffen ist die Kriegsflotte von Kanea nach Cerigo gedampft. Kandia, 20. März. Die Plünderung dauert fort. Auch die Weiber fangen an, die Magazine aufzubrechen. Konstantinopel, 20. März. Hier wird die angebliche Aeußerung de- österreichischen Militärattaches GieSl colportirt, wonach derselbe mindesten- 80000 reguläre europäische Soldaten zur Niederwerfung der Jusurreetion aus Kreta für erforderlich hält. Newyork, 20. März. Der Missisippi fist stark angeschwollen. 50 Neger ertranken. beß Prinzregenten von Bayern, vom Kaiser ebenso wie der König von Sachsen am Bahnhofe empfaagen. Um 10V» Uhr begab fich dal Katserpaar, die kaiserlichen Kinder, die Kaiserin Friedrich, sämmtltche Prinzen und Prinzessinnen del königlichen Hauses und die hier anwesenden Fürstlichkeiten zur Kaiser-WilhelM'Gedächtuißkirche, woselbst Gedenkfeier für Kaiser Wilhelm I. stattfand. Die glänzenden Galawagen der allerhöchsten und höchsten Herrschaften boten wie immer rin farbenprächtige» Bild. Laute Hochrufe ertönten, so oft eine Fürstlichkeit vorbeisuhr. Der Wagen der Kaisern wurde ganz besonder» laut begrüßt. Nach Schluß de» Gotte»« dienste» in der Kaiser-Wilhelm.Gedächtnißkirche bot fich auf der Rückfahrt zum Schlöffe daffelbe Schauspiel dem Auge. Der Kaiser begab fich nach der kirchlichen Feier nach dem Potsdamer Bahnhof, um die dort eingetroffeuen Fahnen und Standarten derjenigen Regimenter, deren Chef Kaiser Wilhelm I. war, nach dem Palai» de» verstorbeuen Kaiser» zu überführen. Dem Kaiser, der große GeueralSuniform an» gelegt hatte, ritt die LeibgenSdarmerte voran, ihm folgte da» Mufikcorp», eine Compagnie vom Alexander-Regiment mir den historischen Blechmützen und eine Schwadron Garde- Ulanen. Direct hinter dem Kaiser wurden die Fahnen und Standarten getragen. Der glänzende Zug bewegte fich vom Potsdamer Bahnhof die Königgrätzerstraße entlang durch da» herrlich decorirte Brandenburger Thor über die Mittel- Promenade Unter den Linden zum Kaiser-Wilhelm Palai», in welchem die Fahnen untergebracht wurden und bi» morgen dort verbleiben. Lauter Jubel brach au», al» der Kaiser fichtbar wurde. Gegen Uhr löste fich der Menschenknäuel unter den Linden auf. Die meisten strebten dem Schlöffe zu, die wenigeren suchten die Nebenstraßen zu gewinnen. Biel Aufsehen erregten besonder» auch die rusfischen Soldaten, lauter kernige Gestalten mit tief gebräunten Gesichtern. Jeder von ihnen wurde von einem hiesigen Soldaten begleitet. In der Mittagszeit wurde e» etwa» ruhiger auf den Feststraßen. Im Schlöffe fand FrÜhftückStafel statt^ an der fämmtliche hier weilenden Fürstlichkeiten theilnahmen. Erst gegen 4 Uhr stellte fich die Menschenmenge wieder ein, um die Fahrt des Kaiserpaares und seiner hohen Gäste zum Opernhause, wo um 5 Uhr Theater pare stattfand, zu erwarten. Dieselbe Vorstellung wie im Opernhause, das Schauspiel „1812", wurde zu gleicher Zett auch im kgl. Schauspielhause und im Neuen kgl. Opernrheater (Kroll) gegeben. Den drei Vor- ftMungen wohnten auf Befehl des Kaiser» die Schüler der Berliner Lehranstalten bei. Um 8 Uhr fand in der Bilder- gallerie de» kgl. Schlöffe» Festtafel statt. Da» war der erste Festtag öer 100jährigen Feier de» Geburtstag» Kaiser Wilhelm» I. Der Himmel hatte wenigsten» theilweise ein Einsehen. War e» auch ziemlich kühl und trüb und ging auch ein etwa» heftiger Wind, der die Fahnen lustig flattern ließ, so blieb man doch von Regen verschont, und da» war schon etwa» werth angesichts de» schlechten Wetters der letzten Tage. Berlin, 21. März. Anläßlich der Centenarfeier fanden im Kunstgewerbe-Museum, in der Aula der Universität und in der Heiligkreuzkirche Festaete statt. Der Festact der Stadt Berlin wurde im großen Saale de» RathhauseS abgehalten. Berlin, 22. März. Zur UeberfÜhrung der Standarten in das Palais Kaiser Wilhelms I. gestern Mittag ist noch nachzutragen, daß der Kaiser im Fahnen-Zimmer des Schlöffe» in einer markigen Ansprache auf die Bedeutung der Feier htnwie» und fich dann die Commandeure der auswärtigen Regimenter vorstellen ließ. Darauf begab fich der Kaiser nach dem Sterbezimmer seine» Großvater», um hier in stiller Andacht einige Minuten zu verweilen. Nach der Vorstellung im Opernhause fand beim Kaiserpaar Festtafel zu etwa 220 Gedecken statt, an welcher fämmtliche hier anwesenden deutsche und ausländische Fürstlichkeiten theilnahmen. Berlin, 22. März. In zahlreichen Städten des Jn- und Auslandes fanden schon gestern Festlichkeiten anläßlich der Centenarfeier statt. ZREWÄ Berlin, 22. März. In der Wandelhalle des Reichs- tage» fand gestern Nachmittag ein Banket statt, an welchem fich etwa 110 Abgeordnete fast aller Parteien betheiligten. Präfident Freiherr von Buol hielt die Festrede. Berlin, 22. März. Etwa 2300 alte Krieger feierten gestern Abend in der Kaiser Wilhelm-Gedächtnißkirche da» Andenken Kaiser Wilhelms I. Antwerpen, 22. März. Einer Meldung aus Hongkong zufolge ist der Dampfer „Sanct Marco" infolge einer Exploflon untergegangen. 63 Personen find ertrunken, neun wurden gerettet. Pari», 22. März. Der Martneminister befahl, daß zwei weitere Kriegsschiffe als Verstärkung der französischen Flotte vor Kreta nach den kretenfischen Gewässern abdampfen sollen. • Athen, 22. März. Wie hiesige Blätter melden, hat der König fich neuerdings dahin geäußert, daß keine Macht den Krieg und Ausstand der Armenier zurückhalten könne, wenn die Wünsche Griechenland» betreff» Kreta» seitens der Großmächte nicht erfüllt würden. In Makedonien kam e» bereit» an mehreren Punkten zu Kämpfen. WB. Berlin, 22. März. Den heutigen Festtag leitete das Kaiserpaar durch den Besuch de» Mausoleums in Charlottenburg ein; Tausende erwarteten längs der Feststraße die Anfahrt und begrüßten mit rauschendem Jubel daß Kaiserpaar, welches um 8 Uhr 50Min. am Mausoleum ein- traf und dort eine Viertelstunde in stillem Gebet verweilte. Sodann kehrte daS Kaiserpaar nach Berlin zurück. DaS Wetter ist bewölkt, aber regenlol. Locale» and provinzielles Gießen, den 22. März 1897. lieber die Festlichkeiten, welche aus Anlaß der Centenarfeier in Vereinen rc. gehalten wurden, können wir wegen Raummangel heute nur theilweise berichten; mehrere Berichte mußten deshalb für die nächste Nummer zurückgestellt werden. * * Kirchliche Dienstnachrichten. Se. Königl. Hoheit ber Großherzog haben Allergnädigst geruht, den von Sr. Durchlaucht dem Herrn Fürsten zu Jsenburg-Birstein auf die evangelische Pfarrstelle zu Hitzkirchen, Decanal Büdingen, prasentirten Pfarrverwalter August Frey daselbst für diese Stelle zu bestätigen. * • Empfang. Se. Kgl. Hoheit ber Grobherzog empfingen am 20. März u. A. den Eisenbahn-Derkehr»- Jnspector Nord mann von Gießen. • • MUitardienstnachrichten. Gahl, Port.-Fähnr. vom Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Heff.) Nr. 116, zur Reserve entlüften. *♦ Die Hundertjahrfeier de8 Geburtstages Kaiser Wilhelm» I. nahm am gestrigen Sonntag durch Festgottesdienst in allen Kirchen ihren Anfang. Die Kriegsrvereiue, deren Gießen zur Zeit fünf besitzt, betheiligten fich geschlossen an dem Gottesdienste, fie marschirten mit ihren Fahnen, die am Altar Ausstellung sanden, in die Kirche. Zu dem daraus folgenden MilitärgotteSdienste trat die ganze Garnison nebst den Offizieren des Beurlaubtenstandes an, nachdem vorher die Fahnen unter klingendem Spiel nach dem Kasernenhofe und von da nach der Kirche gebracht worden waren. Die Stadt prangte bereits gestern in vollem Fahnenschmuck biß in die entlegensten Stadttheile, und wa» diesmal die Inhaber der offenen Geschäfte, Wirtschaften u. a. m. an Schmuck aufgewendet, übertrifft wohl alle» bisher dagewesene. Einige Fensterauslagen sind ebenso originell wie prachtvoll und zogen mit Recht die Aufmerksamkeit de» gestern bis zum Ladenschluß die Straßen durchfluthendeu Publikums an. Am Abend fand der übliche militärische Zapfenstreich statt. Auf den entlang dem Lahnthal liegenden Höhen brannten mächtige Freudenfeuer und Böllerschüffe verkündeten weithin, daß man überall beß großen Kaisers gedenkt. — Heute Morgen begann die Feier des Tages mit dem Weckruf der Musik und Spielleute beß Regiments. — Begünstigt von schönstem Wetter fand um 11 Uhr auf dem Trieb die Parade de» hiesigen Infanterie-Regiment» statt. Herr Oberst v. Mad at hielt eine begeisterte markige Ansprache, welche mit einem Hoch ausklang. Hierauf wurde die Parade abgenommen. Dem Vorbeimarsch schloffen fich der hiesige Veteranen- und Krieger-Verein, sowie Krieger-Kameradschast Gießen und Marine-Verein an. Dem militärischen Schauspiel wohnte eine nach Tausenden zählende Menge bei. Mit klingendem Spiel wurden alßdann die Fahnen in die Wohnung de» Regimentscommandeur» zurück gebracht. ♦♦P. Centenarfeier in der BolkSschule. Die zu Ehren des heutige« Tages in der hiesigen Volksschule veranstaltete Festsei er darf sowohl in ihrer Gesammtwirkung wie auch in den einzelnen Abteilungen als eine packende und von nachhaltiger Wirkung begleitete genannt werden. Eingeleitet durch einen Choral mit darauffolgendem Prolog setzte fie fich fort mit einer zu Herzen gehenden Ansprache, die fich unter Verzicht auf eine breitere Darstellung und Behandlung de» so reichen Stoffes nur auf ein kurzes Lebensbild Kaiser Wilhelms des Großen beschränkte, die eigentliche eben so lehrreiche als ergreifende Schilderung diese» so inhaltsvollen Leben» dem darauffolgenden Festspiele überlastend. In naturwahrer Weise stellt dieses prachtvolle und an mancher Stelle geradezu hinreißende Erzähl-Gedicht daß Leben beß herrlichen Mannes in kurzgefaßten, ober die jedesmalige Quintessenz scharf beleuchtenden Zeiträumen (Jahrzehnten) dar, besonderes Gewicht auf die wichtigsten — achter und neunter Zeitraum — legend, daß Leben wie auch das Streben des greifen Helden in wahrster und erhebendster Weise schildernd, durchflochten von Perlen beß deutschen Volksliedes. Wir sprechen eß nach dem Gehörten heute mit Vergnügen auß, daß wir unsere Verwunderung und Anerkennung nicht nur den Vortragenden Schülern, sondern auch Demjenigen zollen, der mit Geschick und Eifer eß verstanden hat, in verhältnißmäßig kurzer Zeit den reichhaltigen Stoff zu bewältigen und gehörig abzuklären. Mögen die Schlußworte Eingang finden in die Herzen ber Schüler und bereinst Früchte reifen zu Gottes unb der Menschen Wohlgefallen! ** Ceutenar-Feier. Zum gestrigen GedächtnißgotteSdienste für Kaiser Wilhelm I. in deS JohanueSkirche hielt die Kriegerkameradschaft Gießen mit ihrer neuen Fahne den ersten gemeinschaftlichen Kirchgang. Am Schluffe beß Gotteßdienfte» weihte bann Herr Pfarrer Dingeldey mit markigen unb herzlichen Worten die Fahne unb ertheilte ihr den kirchlichen Segen. ** Der Veteranen Verein veranstaltete gestern Abend im Saale beß Hotel Einhorn im Verein mit dem Artillerie- Verein eine kameradschaftliche Vereinigung, die in schönster Weise verlief. Der erste Vorfitzende, Herr L. Petri, begrüßte die Anwesenden und brachte in schwungvollen Worten ein Hoch aus auf Se. Kgl. Hoheit den Großherzog. — Der zweite Vorsitzende, Herr Emil Fischbach, hielt hierauf die Festrede, in welcher er der Zeit gedachte, in der der 73 jährige König Wilhelm mit seinen Kriegern auszog zu dem großen Kampf, als beffen Preis er dem Volke den laug ersehnten Kaiser heimbrachte; er gedachte der Tage, an denen im Felde den Kameraden diese frohe Botschaft verkündet wurde; er betonte weiter, daß wohl Keiner würdiger, die deutsche Kaiserkrone zu tragen, al» dieser Heldengreis, ber seine» Volke» erster Solbat gewesen von Kindesbeinen an biß zum Thron, wie er sein Heer außgebilbet zu btm besten der Welt. Redner beleuchtete ferner faßlich baß Leben beß großen Kaiserß alß Jüngling und Mann, rühmte seine allzeit betätigte Unerschrockenheit gegenüber allen Lebenßlagen, seine große Treue gegen bte beutschen Fürsten unb Völker ließ manche Gegensätze fich außgleichen, alten Hader vergeffen. Möge dieser versöhnende Geist fortleben in den Nachfolgern beß großen Kaiserß und der deutsche Kaiserthron stets bleiben eine Stütze des Frieden», ein Ort, zu dem ein großes Volk mit Liebe und Vertrauen hinschauen soll. Herr Fischbach schloß mit den Worten: „In diesem Sinne bringe ich den Manen de» großen Kaiser» unsere Huldigung unb bem Nachfolger, Sr. Majestät Kaiser Wilhelm II., ein bretfache» donnernde» Hoch!" — Herr C. Köhler gedachte in trefflichen Worten beß Führer» der hessischen Division, beß unvergeßlichen Groß- herzogß Ludwig TV. — Herr W. Hammel brachte ein Hoch au» auf ben Altreichskanzler Fürst Bismarck, Herr Petri auf die Kamerabfchast. — Herr Nau gedachte der verewigten Kaiserin Augusta unb der Großherzogin Alice, al» Förderinnen der Krankenpflege im Kriege. — Zum Schluß führten die Veteranen unter dem Beifall ber Gäste einen wohlgelungenen Parademarsch au». ♦ *D. Centenarfeier. Gestern Abend sand im Lenz'schen Felsenkeller die Feier de» 100jährigen Geburtstages Sr. Maj» de» hochseligen Kaisers Wilhelm I. statt. Die Werkstätten- arbeitet, Beamten und Vorgesetzten hatten fich hier zusammengefunden unb begingen die Feier in würdigster Weise. Besonder» verdienen die Vorträge de» Herrn Schufft unb dessen Töchter hervorgehoben zu werden. Der gestern (Sonntag) ftattgehabte Gottesdienst zu Ehren beß hundertsten Geburtltageß Sr. Majestät weiland Kaiser Wilheml» I. in ber hiesigen Synagoge brachte allen Anwesenden die hohe Freude, noch einmal den in ben wohlverdienten Ruhestand versetzten Provinzialrabbiner, Herrn Dr. Levi, an gewohnter Stelle zu sehen. Eß verdient Bewunderung und Hochachtung, daß c» der greife Herr trotz deß hohen Altcrß fich nicht nehmen ließ, in eigener Person Worte beß Lobe» unb ber Anerkennung, ber Liebe unb Verehrung außzusprechcn unb die Hörer zur ®aterlanbßüebe und zum Opfermut zu ermahnen. Möge eß unß vergönnt fein, ben alten, lieben Herrn noch lange Jahre in ungetrübter Gesunbheit und geistiger Frische unter un» weilen zu sehen. • • Während der heute Abend ftattftnbenben Illumination wird seitens ber Gießener Freiwilligen Feuerwehr im Thurm- haus am Brand eine Feuerwache bezogen. Die deutsche Kokarde. Eine Extra-Ausgabe de» Armee- VerordnungSblatteß bringt einen Aufruf de» Kaisers anläßlich ber Centenarfeier, worin e» heißt: Eine befonbere Weihe will ich tiefem Jubeltage dadurch geben, daß nein Heer von nun an auch die Farben beß gemeinsamen Vaterlandes anlegt; da» Wahrzeichen der errungenen Einheit, die deutsche Kokarde, die nach einmütigem Beschluß meiner hohen Bundesgenossen in dieser Stunde ihren Truppen ebenfalls verliehen wird, soll ihnen für alle Zeiten eine sichtbare Mahnung sein, einzuftehen für Deutschlands Ruhm und Größe, es zu schirmen mit Muth und Leben. — Daß Armee-Ver- ordnungSblatt veröffentlicht ferner eine Urkunde, betreffend Stiftung einer Medaille zur Erinnerung an Wilhelm den Großen auß Bronze von eroberten Geschützen an orangefarbenem Bande. Die Medaille wird nur zum Andenken an den 22. März 1897 verliehen. • • Parlamentarische». Die Zweite Kammer der Land stände hält am Donnerstag den 26. März 1897, Vormittags 9 Uhr, eine Sitzung mit folgender TogeSord- nung: I. Eröffnung der Sitzung, II. neue Einläufe, III. Be- richtßanzeigen, TV. Beantwortung eventuell Besprechung 1. der dringlichen Interpellation des Abgeordneten Reinhart, betreffend die Ableitung der Fäkalien unb Schmutzwasser der Stadt Mannheim, vermittelst der Canäle tu den Rhein, V. Wahlprüfungen, VI. Berathung über: 1. die Vorlage Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, den Verkauf de» Braunkohlenbergwerks Ludwigshoffnung in ber Gemarkung Melbach betreftenb, und die Eingabe beß Gemeinberath» zu Wölfersheim, ben Verkauf de» Bergwerks zu Melbach betreffend, vom Abgeordneten Köhler alß Antrag übergeben; 2. die Vorlage Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, betreffend ben Uebergang ber Großherzoglich hessischen Saline Karl'Theodorßhalle an bie Stadt Kreuznach; 3. die Vorlage Großherzoglichen Ministeriums ber Finanzen, bte Organisation ber Verwaltung ber StaatSschulb betreffend; VII. Rückäußerungen erster Kammer: die Vorlage Großherzoglichen Ministerium» ber Finanzen, bie Regultrung ber Preußisch- Hessischen bezw. Bayrisch-Hessischen Mainstrecke betreftenb. • •H. Stadttheater. Daß auch im Gießener Kunsttempel ber Centenarfeier in patriotischer Weise gedacht würde, durfte man wohl bet unserer immer das Richtige treffenden Theater- Direction sicher sein, und so wurde denn die gestrige dafür inscenirte Festvorstellung durch einen Prolog eingeleitet, der, von Frl. Leno in weißem, fließendem Gewand mit Begeisterung vorgetragen, bie Thaten be» hochseligen Kaisers Wilhelm des Großen in inhaltsreichen Worten feierte. Leider konnte die vorgesehene, zur erhebenden Feier die Weihe gebende Nationalhymne durch da» Fehlen der dienstlich verpflichteten Regimentscapelle nicht geboten werden. Sodann folgte die Aufführung de» historischen Schauspiel» (der Zettel vermerkte wohl irrthümlich „Lust"spiel) »Zopf unb Schwert" von Carl Gutzkow, daS, verwöge bei auf historischen Thatsachen begrünbeten Inhalt», in wechselvollen ©eenen bie öerlobungßcontbinationen König Frtebrich Wilhelm» I. von Preußen und seiner Gemahlin über ihre Tochter Prinzessin Wilhelmine schildert und am Schluß den die Prinzessin liebenden Erbprinzen von Bayreuth zur Verlobung durch ben König gelangen laßt. — Um bk Wiedergabe machte sich in erster Linie Herr Fritzschler bertient, ber bte anftrengenbe, schwierige Rolle beß Königß in voll« enbeter Weise zur Darstellung brachte. In MaSke und Spiel bot er ein getreue» Spiegelbild beß Soldatenkönigs, so daß wir rückhaltlos unsere Anerkennung barüber aul- sprechen. Die Königin wurde von Frl. Fritzschler gewinnend, jedoch nicht hoheitsvoll genug gegeben. Frl. Leus al» Erbprinzessin Wilhelmine war etwas stiefmütterlich sowohl in ihrer Rolle alß auch in prinzeßlichen Costümen bedacht. Herr Schröder al» englischer Gesandter Hotham war würdevoll und erfreute durch ansprechende» Spiel. Der Erbprinz von Bayreuth kam nur ungenügend zur Geltung. Ihm fehlte sowohl baß solbatische alß auch baß hofmäonische, etiquettemäßige eavoir-vivre. Herr Fellner, ber biese Rolle verkörperte, muß außer seiner Befangenheit auch die Behördlit Concmi Das Goncui Vermögen der rich Reiusch Buseck wird n bei Schlüßlern hoben. Gießen, d Da» Großher geb Mn Drtb, G »tTtwW'jJ LMM' rollen al» roie taatt floßt de» $ unb gatt«1 stellet fiad fein für die ein fallt-H die besseren «atriotiWn ali sich * „ Die ßfgtirifriü’n fcwWW Der in \» fit neu consttt Seit vtrtheilt ju0 Strllvtrm Wern Herr Sollt i“® Aas Äeinif der Cefen Anstalt pro 1 Wenigßnehmendl Angebote find bei der Direction abzugeben. Verdi Ditzum ßrwei Vollgrundstück z, IM Hchba, fchlagt zu rund zwar sowohl fii lammen, als c einzelnen Anfchl rm Wege des vergeben werben Zeichnungen, Anbietung-, uni Tagungen unb ? «m im Amtszirm Nmntfi in E> können bafel Zeichnungen J*1 gegen Ein; im 1 U m IV, v verden. ft ■Ä $oggoi| ÄT' Nnben t Innstadt, 20 Renner Ob iNeige ^iae (S*1 schei cretfr flohen s« 4=5 Art ^st^rung Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 2858 2862 M Frau H J. Kaan jun., Kreuz 10 1634 Jakob Becker I. Herrn Aurkins und Waarenreste Kann, Kirchenplatz. 1810 Aufgabe des Artikels 5 Kaufmann Anton Konrad Müller. Christian Köhler IV. Hermann Klippstein. Nathan Sttefe I. wurden. Außerdem wurde Herr Justizrath Baist als juristischer Berather, Herr Stadtverordneter H. Vogt als Vertreter des MiethspatronatS cooptirt. Sodann wurden vier Abthetlungen gebildet, eine für Armenpflege, eine für Krankenpflege, eine für das Mieth-Patronat, eine für die Nähabende. Mit der Leitung der Helferabthrilung wurde Herr Pfarrer Dr. Grein betraut, dem die Herren Director Bansa und R. Stuhl als Bezirksvorsteher zur Seite stehen werden- xben Vorfitz in den beiden Abtheilungen für Krankenpflege und für das Miethspatrouat wird Herr Pfarrer Schlosser führen, den Vorfitz für die Nähabende hat Frau Provinzialdtrector v. Gagern übernommen. Die Armenpflege wird künftig nicht mehr in drei Bezirke, wie bisher, sondern nur noch in zwei Bezirke getheilt. Bei der Bedeutung, die die nach den Gemeinden abgegrenzte Thätig* kett unserer Schwestern auch für die Armenpflege gewonnen hat, erschien es geboten, die Eintheilung unserer Bezirke damit in Einklang zu bringen. Der erste Bezirk — Bezirks- Vorsteher: Herr Director Bansa — umfaßt die MathäuS- und Johannesgemeinde, der zweite Bezirk — BezirkSvorsteher: Herr R. Stuhl — die Marku-- und LucaSgemeinde. Alle Gesuche um Armenhtlfe seitens unseres Vereins aus den beiden ersten Gemeinden find demnach an Herrn Bansa, aus den beiden letzteren an Herrn Stuhl zu richten. Johann Seibel, Frankfurterstraße 62. Wilhelm Haas, Bletchstraße. Frau Lehrmund Wtttwe, Neuenweg. Gastwirth Wagner. Anton Dillmann. Moses Engel. Philipp Lenz. Georg Allendörfer III. Wilhelm Balser. Ludwig Schwarz. Johannes Otto II. Theodor Hahn, Kaufmann. Theodor Hofmann, Bürgermeister. Jacob Bender. Johannes Schmidt, Kaufmann. A. Jung, Gastwirth. Kammer bei 5. März 1897, iber Tagr-orb- Mr, ffl. Br> ü VchrräMtz: bnttm MuiM, ib SchmutzvHr ilt In bin Rhm, , 1. dir Boüa)! jtn, den LrrkM in bei Gemarkullz GrmrinbrrathS zu $ zu Melbach bl> Intrag fibtrgM Vetzberg „ Steinbach (Hessen) „ Albach Steinberg Kr. Gießen b.Frau Theorie der Theaterschule mit einer brauchbaren Praxi- zu vertauschen suchen und das in Allem: in Empfindung und Leidenschaft der Sprache, die nicht immer in gleichmäßig pathetischem Tone sich äußern darf, in Natürlichkeit und feurigem Temperament, das einem Vertreter von Liebhaber- rollen als Hauptsache zu gelten hat. Auf seinem Platze wie immer war Herr Kun er t, der die an fich unbedeutende Rolle des Kammerdieners Eversmann durch wirksame Mimik und gutes Spiel zur Geltung brachte. Die übrigen Darsteller find lobend zu erwähnen. — Wir glaubten sicher zu fein für diese Festvorstellung, die ein so passendes Stück bot, ein volles HauS zu finden, jedoch zeigten unbegreiflicherweise die besseren Plätze bedeutende Lücken. Oder sollte man die patriotischen Gefühle einem patriotischen Stücke gegenüber als fich abstoßende Pole anzusehen haben? ** Die in der Generalversammlung beschlossene neue Organisation de» Allgemeinen Vereins für Armen- und Krankenpflege ist nun vollzogen und in Wirksamkeit getreten. Der in seinem Personalbestand unveränderte Vorstand hat fich neu constituirt, wobei die Aemter wieder in der gleichen We.se vertheilt und zum Vorsitzenden Herr Pfarrer Schlosser, zum Stellvertreter Herr Rentner D. Schwan, zu Schriftführern Herr E. Kauffmann und Herr Beigeordneter Wolff, zum Rechner Herr Revisor Wilk er gewählt „Kaiserlack“ (Bernstein-Fussbodenlack mit Farbe) hervorragendes Fabrikat, von grösster Dauerhaftigkeit, in circa 8—10 Stunden trocknend und prachtvoll glänzend empfiehlt als Specialität die 2879 in Allendorf (Lahn) „ Alten-Buseck „ Grüningen „ Klein-Linden „ Lützellinden „ Rödgen „ Trohe „ Beuern (Hessen) „ Großen-Buseck „ Burkhardsfelden „ Leihgestern „ Hörnsheim „ Hochelheim „ Oppenrod „ Heuchelheim „ Krofdorf „ Gleiberg „ Launsbach „ Wißmar „ Langgöns „ Langsdorf " Birklar „ Muschenheim „ Bettenhausen „ Reiskirchen „ Bersrod „ Winnerod „ Bollenbach „ Saasen „ Ltndenstruth , „ Hattenrod „ Rodheim a.Bieber, „ Bieber „ Crumbach „ Fellingshausm „ Frankenbach , „ Königsberg Mein Lager in Spitzen aller Art, Klöppel-, sowie Maschinenspitzen, Stickereien, auch Festons, wegen Ersparung der Ladenmiethe billigst bei Frau Schmitt, 2770 Wolkengaffe Nr. 26. |BehördlicheÄnwjgenj Concursversahren. Das Concursversahren über das Vermögen des Schuhmachers Heinrich Reinschmidt in Großen- Buseck wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufge- hoben. Gießen, den 16. März 1897. Das Großherzogliche Amtsgericht. gez. Schmidt. 2868 Bekannt gemacht: Orth, Gerichtsschreiber. Bürgermeister B ö cher. Heinrich Schmidt. Wilhelm Wagner n. Wilhelm Schepp. Ludwig Menz. Heinrich Seipp VII. Kaufmann Wilhelm S trackbein. Gottlieb Jung, Gastwirth. Jacob Waldschmidt V. Philipp Weber, Gastwirth. Theodor Geller, Gastwirth. Bürgermeister Scherer. Kaufmann Isaak Michel. Heinrich Krämer I. Daniel Schmidt, Gastwirth. Heuser Wittwe. Löwen - Drogerie TO. TOCöinger Seltersweg 52. Seltersweg 52 „ Konrad Petri, Gastwirth. „ Kaufmann Karl Kreiling I. F^«u Philipp Rinn Wittwe, Krämer. Herrn Philipp Feuser, Gastwirth. „ Friedrich Pfaff, Gastwirth. „ Philipp Bechtold, Krämer. Gießen, 15. März 1897. Kaiserliches Postamt. Ritsert. BekanutwüHrrng. Die Listen über die während der Zeit vom 1. April 1897 bis ©nbe März 1898 für die Pflichtfenerwehr heranzuziehenden Personen Liegen vom Erscheinen dieser Bekanntmachung ab während acht Tagen auf unserem Bureau — Zimmer Nr. 15 — zu Jedermanns Ansicht offen. Es wird dies unter dem Ansügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Dffenlegungsfrist Einwendungen gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Listen sowie Befreiungsansprüche auf Grund der Feuerlöschordnung vom 12. Juli 1892, auch Wünsche hinsichtlich der Eintheilung in eine bestimmte Eintheilung der Pflichtfeuerwehr mündlich oder schriftlich bei uns vorgebracht werden können. Gießen, den 15. März 1897. rnS der Finanz^ h hessischen Salb» 3. dir Dorlag! tun, die Org-ck effenb; VHW ! Grohherzoglichtc ing der Preuhtsch rtrft betreffend, ebener Kllvsttewpl' gd)t M* Ile «-p'l- ,l*|t ■«lej ->"M° Ibent »ti« wtn«. ää 0 "0. ia\ histv' Mirich Mi k&i •s* «r; czn Maske * z Svldat-nkö^ ■! 311« »I ® w i di das y i t\aW* Lebende Photographien. Neue Baue 1. Neues Programm: 1* Infanterie. 2. Cavallerie. 3. Kinderball in London. 4. Verschwinden einer Dame (Sensationell großartig). 5. Ein Schnellmaler (Thiers malend). 6. Serpentintänzerin. 7. Eisenbahnzug in Frankreich. 8. Place de l’Opera Paris. 9. Odette, die schöne Pariserin. Freitag, dea 26. März, unwiderruflich letzte Vorsühruug. 2881_______________________________Die Direction. Mein reich sortirtes Lager in ächten Schweizer Stickereien ohne Appret halte ich in Stücken von 4,20 Metern zu Aaörikpreisen bestens empfohlen. t^as Reinigen und Putzen ~ der Oeseu in der Veterinär- Anstalt pro 1897/98 soll an den Wenigstnehmenden vergeben werden. Angebote find bis zum 30. März bei der Direction der Veterinäranstalt abzugeben. 2867 ___________Prof. Dr Pflug. Verdingung. Die zum Erweiterungsbau auf dem Postgrundstück zu Gießen erforderlichen Rohbauarbeiteu, veran- schlagt zu rund 70000 Mark, und zwar sowohl sämmtliche Arbeiten zu- sammen, als auch die Arbeiten der einzelnen AnschlagStitel für fich, sollen im Wege des öffentlichen Angebots vergeben werden. Zeichnungen, Massenberechnung, Anbietungs- und Ausführungs-Be« dingungen und Preisverzeichnisse liegen im Amtszimmer des Kaiserlichen Postamts in Gießen zur Einsicht aus und können daselbst mit Ausnahme der Zeichnungen und Massenberechnungen gegen Einzahlung von 3 Mk. für Loos I und für sämmtliche Arbeiten und von 1 Mk. für die Loose II, III, IV, V und VI bezogen werden. Die Angebote sind verschlossen und mit einer den Inhalt kennzeichnenden Aufschrift versehen bis zum 3. April 1897, Mittags 12 Uhr, an das Kaiserliche Postamt in Gießen fran- cirt einzusenden, in dessen Amtszimmer zur bezeichneten Stunde die Eröffnung der eingegangenen Angebote in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter stattfinden wird. Darmstadt, 20. März 1897. Der Kaiserliche Ober- Postdirector, Geheimer Ober-Postrath. Clavel. 2863 folger tzr Groß- -**8 < ^rzusouuvey. tr Nrisr. Br, " unb tu * totlionb °8°ge brachte naI den in ben °bbl°er, betblcut hrrr trotz Person Liebe unb B«, "lavdSliebe unb 8 Vergönnt sein, tn ungetrübter »eilen zu sehen. ®en Züninination vehr im Thum. >S°be der Armee- des Kaisert Eine besoa-ere >eben, -aß mein leiosamen Later« m Einheit, bie meiner hop ippen t.W ■ Wbare M unb )a6 Armee-Ln inbi, betreffeoi in Wilhelm itn tzen an orange« zum Andenken Die amtlichen Verkäufer find vertragsmäßig verpflichtet, stets einen angemessenen gebe solche zu jedem annehmbaren Breis c ab Lorrath an Postwerthzeichen zu führen und die einzelnen Marken zu keinem v höheren, als dem Betrage ihres Werthes an das Publikum abzulassen. Im Allgemeinen hat der Verkauf während der ganzen Zeit, in welcher das Geschäftslocal des Verkäufers geöffnet ist, stattzufinden, jedenfalls aber innerhalb der für den Verkehr mit dem Publikum festgesetzten Dienststunden der Pofianstalt. Mce-Kochschule. Der Kochcursus beginnt am 26. April. Auch ist eine Freistelle an ein junges Mädchen zu vergeben. Anmeldungen bei Fräulein Renner in der Kochschule. 2865 Versteigerungen.^ I Mittwoch den 24 Mär) 1.I, Nachmittags 2 Ubr, werden im »ieker'schen Saale versteigert: Sophas, Commoden, Schränke, 1 Se- cretär, 1 Pianino, 1 Cassaschrank, 1 Buffet, 1 Regulator, 1 Nähmaschine, Tische, Spteael, Bilder, 1 vollst. Bett, 1 Parthie Regenschirme, woll. Garn, Cigarren, Tabackspfeifen, 1 Bierdrvck- Apparat u. a. m- 2871 Geißler, Gerichtsvollzieher. nliefert schnell zu billigen Preisen die BJallluUuVüS b JBrähFsche Univ.-Drnckerei I I (Piateeh & Scheyda), n Firmendruck Schulstrasse 7. Garbenteich lei Herrn Wirth Schmidt. Hausen „ „ Kaufmann Fink. Watzenborn „ „ Kaufmann Dreyfu ß. „ Bürge rmeist er Roth. Frau Joh. Gg. Müller, Wittwe. Schiffsnachvrchten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten (Kerl Loo8 und I. M. Schulhof. Bremen, 20. März. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Spree, Capitän A. Meier, oom Nordd. Lloyd in Bremen, ist gestern 7 Uhr Vormittags wohlbehalten ta Newyork angekommen. Der Postdampser „Westernland" der „Red Star ßint* in Antwerpen ist laut Telegramm am 19. März wohlbehalten in New-Aork angckommen. Verkehr, £onö* «nd •tfttiteM, 20. März. Frachtpreise. Weizen X 16,00, Korn X 13,82, Gerste X 14,00, Hafer X 13,10, Erbsen X 18,00, Linsen X 00,00, Wickm X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 0,00, Semen X 00,00. Fay’s ächte Sodener Mineral-Pastillen, mit durchschlagendem Erfolge bei Grippe und Husten-Epidemie in allen Apotheken und Drogerien h 85 Pfg. verabreicht. 496 Empfindliche Haut wird am meisten den wohltör nden Einfluß die Milde und absolute Reiz- losigkett der PatrNt Mylrhotlnfeife, welche überall auch in den Apotheken zu 50 Pfg. erhältlich, beim Gebrauch als tägliche Toilettese'te empfinden. 209 ____und Montag, den 13. Deeember. Bekanntmachung. Amtliche Verkaufsstellen für Postwerthzeiche« bestehen: in Gießen bei Frau L. Kalkhof Wtttwe, Westanlage 2. „ Herrn Christoph Bieker, Neustadt 55. „ Frau ©iril Harms Wwe., Wolfstraße 9. „ Hecrn Conrad Roth, Wallthorstraße. „ „ Philipp Stier, Schulsttaße. „ „ Jacob Hengst, Licherstraße 20. „ „ Heinr. Becker, Löwengasse. „ „ Gustav Sonntag, Neuen Bäuc. ______________________Gnauth.______________________ Mvich, StfimcitiC’ unb KrammarkI Battenberg 1897. Dienstag, den 6. April, Dienstag, den Ä5. Mai, Dienstag, den 31. August. Schweine- und Krammarkt Dienstag, den 2. Februar, 27. Juli, 9. November, Unübertroffen V« Marioth’s Malzkaffee. m Bester «ud billigster Kaffee Ersatz. Vorzügliches aaff-eznsatzmitte». — I« allen befferen Hand- „ mit hübschen Zugaben kLnflich. 2864 C. Marioth & Co., Malzkaffeefabrik, Düsseldorf. Empfehlungen. sagen's 175 Danksagung Krebs-Fett ist die beste Schuh-Schmiere 2861 2875 1823. 360 und in der Eogelapotheke. Kröll. 2874 Vermiethungen. fctn Anlauf Boi □uDooQDaaoQGaoonoa a o oooaoooooooooacx Neuheiten 2646 für die Doaocxx3oaoaaoaDqaaoooooooooootxxx3oac Coursbericht von Conrad Dietz, Bankgeschäft, Gießen, Schulstraße 10 i 22. Aie keutige Kummer umfaßt 8 Seite». MAG Gil G O O C G O □ □ B □ Suppe», würze □ O a o a □ D a fctgctibcn Freund). Off snb 3878 an «aasen- 8tein L Vogler, A.-G., Frankfurt a. M. M Die 136.1» 125- 129.71 93 25 29.6t 147.61 156.— Zum Änka aMahmtlveisk täuml Hkssea ft am 11.1 18. 19. 20. von Nachstehend Sriegtmiuisteriw hiermit zur äfft: ©TI Pferde tijixbtt Onittung baar Pferde m Sesehm den Ko zegen Trstattuch r>»°thmko, ebenso »U aaigkprägtei drzw. achtundzwo I°lche trvri 2« erßhövUi gut Su^nal Skonto Giessen und Höchst am Main, 22. März 1897. IRebactwn: L. E chevda. — Druck nnb 8erlag btr Brübl'schev llniversitätS-Buch- und ©teuibrudetn Betreffend: ras Stof a »i' »"! Öir mache der Siefen nac Hießen vom 1. tzchafrr Hittau ftttngfttnl ans bringen. Die Zamiderh-ndlllr Laufmädchen, Tochter braver Eltern, für mehrere Stunden des Tages gesucht. Fräulein CmmeUus, 2762 Marburgerstraße 15, II. Theater-Verein. Außerordentliche General-Versammlung Mittwoch, den 24. März, Abends 8 Uhr, im Taale des Hotel Einhorn. 2760 Tagesordnung: Verbindung mit der Direction Kruse-Helm. Z« verkaufen § ein gut erhaltener, schwarzer Siock und Weste. Darmnstratze 41, II. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerz liche Nachricht, daß unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Iran Babette Formhals gestern Abend 10 Uhr nach kurzem Leiden sanft entschlafen ist. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Familie Böhm. Gießen, den 22. März 1897. Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag 4 Uhr vom Sterbehause Neustadt 48 aus statt. 2876 Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme und für die zahlreichen Blumenspenden bei dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen innigsten Dank Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Katharine Weller geb. Lotz, Hermann Weller und Fran Helene geb. Loos. ebenso Maggi'« Bouillon Sapfel« find frifcb eing troffen bei 2130 Adolf Geiste, oorm. E C. Windecker, SelterSweg 2. Original-Fläschchen No. 0 = 85 Gramm werden zu 25 No. 1 — 70 Gramm zu 45 No. 2 — 120 Gramm zu 70 H mit Maggi'S Suppenwürze nachgefüllt- jVermischteÄnzeigenJ Wnhnmlgsvcränbkrung Wohne von heute ab Seltersweg 12, im Hause des Herrn Kaufmann Dir H'kf Wftbtn vcm - 6; brigdfgt Emser Pastillen mit Plombe, dargestellt aus den echten Salzen der König Wilhelm s-Felsenquellen, sind ein bewährtes Mittel gegen Husten, Heiserkeit, Verschleimung, Magenschwäche und Verdauungsstörung. Um keine Nachahmungen zu erhalten, beachte man, dass jede Schachtel mit einer Plombe verschlossen ist und verlange ausdrücklich Emser Pastillen mit Plombe. 41 — 28.9* । 105 9* 28.5t 13.31 21.95 VorrätbigJJin Glessen bei: Hob. Wallach, M. Krause, Hirschapotheke Frühjahr- uub Sommet-Saifon in reichhaltiger Auswahl. Louis Treff & Co. Tuchhandluog. Wallthorstr. 17. Oberhess. Vieh-Dersicherungs-Anstalt Samstag, den 27. März 1897, Nachmittags 3 Uhr: General-VersiiMUlllllg und Aussdiuß-Iitzuus im Gasthaus zum Äolmser Hof, Hungen. Tagesordnung: Rechnungsablage, Vorstandswahl, Berathungovon Vereinsangelegenheiten. Der Director: L. Hoffmann. Mt Da Jler |flfa ., ElhNvv h,l,t lächle ate e| 7 tobt 111 °°d>« J nier GottrSwel b,!Mt noch" _ «nkL**«!*' *'Wet i, ■btS’« ÄÄ* betw e do® 13/®. 77.— 224.»/| 165.— 138.1t 131 K 93.80 95.30 44) Der zweite Stock in meinen zwei Neubauten «rofdorfe-straste 7 «nd 9 ist mit allem Zubehör sofort zu vermieden. H. Rinn V., Heuchelheim. 2866] Kleines Logis für 2 Leute zum Alleinbewohnen zu oermiethen. __Licherstraße S. 1834) Wohnung mit 6 Zimmern, Bade- zimmer, Gartenantheil rc. per 1. Juli zu oermiethen.________Löberstraße II« " 2814] Eine Wobnung, zweiter Stock, 3 Zimmer mit all. Zubeh. u. Gartenanth., per 1. Mai zu verm. Grabenstr. 19. 2713) k Ein mSblirteS Zimmer zu oer- mietben. Herman« Vogt, SelterSweg 2588) Schön möbl. Zimmer zu ver- miethen- Dammstrake 24, Ul. 2873] Zwei mödlirre Zimmer, mit oder ohne Penfion, zu oermiethen. ____________Lndwtgsplatz 15. U. ^"zi^erkauftn^l Der Anfangs-Unterrioht beginnt Donnerstag, den 25. Marz, Va^ ^hr Abends, im Vereinslocal (Cafe Ebel). ElnzeichnungSliste und Unterrichtsmittel in der I. Nicker'schen Buchhandlung oder am Eröffnungsabend im Vereinslocal. Honorar 6 Mk. Zu recht zahlreicher Betheiligung ladet ergebenst ein 2726 Der Vorstand. Lamilie des Herrn Eifenbahndireetors Querner wird die auf Dienstag, den 23. d. Mts., anberaumte Abschiedsfeier bis auf Weiteres verschoben. 2880 Der Ausschuß. 1 Gutes Zweirad billig zu verkaufen Ostanlage 80, HL Zn kaufen gesucht! Thndichnm, Geschichte des Gymnasiums zu Büdingen. Büdingen 1832. 8°. Cellariue, Friedrich "Wilhelm, genealogische Nachrichten von der Familie Cellariue von 1649 bis 1823. Wetzlar O. Sperber, Hnrellschllcider. j^Stellei^Angebote^J Zum baldigen Eintritt sucht eine Kuustmühle (Dillkreis) einen tüchtigen 2869 jungen Mann (Christ) für Reise und Contor. Offerten mit Angabe des Alters und der Gehaltsansprüche an die Expedition ds. Bl.__________________ Tüchtige Metalldreher sucht bei hohem Verdienst für dauernde Beschäftigung 2870 Wtlh. Ritter, Bielefeld, Fabrik von Armaturen sür Dampf- und Gasleitungen. | Auf meine Ziegelei suche ich 8 tüchtige Backsteinmacher. Wilh. Aradtn, Ulm, Kreis Wetzlar. 2815) Mehrere Schuhmachergesellen auf dauernde Arbeit gesucht von PH. Kiefer, Butzbach (Heffen). e -B e ■ _ in j»der beliebigen Bohriftart und Kartonierte word* llaAltl/CFTAn tu mässigen Preisen angofertigt in der S IS 81 KdllÖ II Brabl'scheo Univ.-Druckerei (Pietsch & Scheyda) Acht. Spenglergehülfe indet dauernde Beschäftigung. 2680 ______«hr. «ofeuberg, SelterSweg. Laufbursche gesucht. Ein braver Junge von 16 bis 17 Jahren als Laufbursche per sofort cesucht. 2878 Actieubrauerei Giesten. Lehrlingsstelle. Mit Ostern d. I. ist in der Verlagsbuchhandlung von Emil Roth hier unter günstigen Bedingungen eine Lehr- lingSstelle zu besetzen. Bewerber mit genügendem Ausweis über den Besttz höherer Schulbildung belieben eine selbstgeschriebene Meldung unter Anlage von Zeugnissen alsbald einzureichem 2020 Lehrling gesucht in eine hiesige Liqueurfabrik. Zu erfragen in der Expedition dieses Blattes.___________________276,1 In em evavg. Pfarrhaus bet Frankfurt a. M. wird ein ordentliches Dienstmädchen gesucht. Off. m. Gehaltsanspr. nimmt entgegen Annoncenexped. v Kadolf Masse, Frankfurt a. M. sub K. Z. 649. 28o« 2872) Vrde«ll.MLdchen tagsüber sofort gesucht. »rünbergerstr. 1«, Hof. Ein braves Mädchen vom Lande, 16—17 Jahre alt, am liebsten welches noch nicht gedient hat, auf Mort oder später gesucht. 2860 __________Gießen Licherstraße 1, I- Ein ordentliches 2877 Dienstmädchen, welches gute Zeugnisse aufzuweisen hat, für Küche und Hausarbeit per sofort gesucht. Näheres zu erfahren Bahnhofstr. «4, 1. Etage. Eourfe vom 1 20./3.113./3 X Lonrf« vom *5" 2O./3.113./3. £ | Lourfe vom 20./3.13./3. 8 Covrfe vom 1 20./3/13./3. 1 - Gourfe vom 20./3J13./3. s 20/3.1 4 »7, B 4 87, B 4 4 8V, 87, 87, 4 87, 6 4 5 9 4 *7. 8 4»/ B Siaeiepofiftt. Deutfd)«- D. Reichs-Aul. 103.90 103.70 97.65 103.85 103.75 97.65 101.75 102 60 102.75 101.60 101.80 102.45 102.40 22.80 24.IC 89.- 53.4( 104.2c 86.1t 85.91 36.7 24.0 103.90 103.90 97.75 103.90 103.90 97.75 101.95 102.50 102.30 101.60 101.50 102.50 103.60 23.- 24.85 88.96 53.9C 103.9k 85.9( 86- 36.2 23.3 5 4 3 87, 5 5 4 5 1 1 4 4 47, 5 47» 87, 4 6 5 3 37, 37, 37 3'/ 4 37 4 > 31/ Rum. am. Rte. Rufs.Obl. v.80 Schwed.Obl. . do....... 99.50 102.60 102.50 100.40 59*50 88.— 19.30 18.70 103.80 99.80 104.25 61.95 52.— 104.40 106.20 94.— 86.50 25.50 101.40 101.60 102.10 100.5C 101.51 102.81 1 102.2t 98.80 4 102.80 4 102.50 47 100.40 59*10 87 90 ® / 18.90 ;/ 18.5t, 3 108.80 99.90 4 104.50 63.- 4 52.50 4 100.55 31 105.60 41 95 - 4 87.50 25.70 4 4 —.— 4 101.— 3 102.10 5 —.- 4 -.-3 101.50 3 102.80 3 102.25 3 Lissabon. . . . Rom II—VIII Buenos - Aires v. 1888. . . Lt«dt»hrl.Aul. do.S.-Braunf. do. Solms-Lich , do.Jsnb.-Birst. , Grfl. S.-Laub. riftub.-Priorit. Deutsch«. Hess. Ludw. v. 1868/69 . . bo.0.1874 . . bo. 0.1875/78 89.20 73.50 100.20 100.— 88.90 100.— 100.30 100.30 100.- 102.10 103.50 101.40 101.75 74.50 117.— 104.70 95.9t 93.31 94 5( 67.50 88.50 72.— 100.30 100.— 89.65 100.- 100.30 100 — 102.— 103.60 101.70 74.90 116.50 104.45 96.20 93.60 92.5t 94.5t 4 3 4 3 3 4 5 4 4 5 47, 3 3 4 4 37, 4 37, 4 4 37, 47, 4 4 »7. 4 4 37, 31/ Prag-Duxl891 Raab-Oed.v.91 Rudolfb. Gold Jtal. gar.E.B. Livorneser. . . Sicil. v. 1891 Toscanische. . Rufs. Südwest Rjäsan - Urals! Anatolische B. Portug. v. 89 . do. v. 1886 . . Salon.-Mon. . ilfaabbritfr. D. Grndschuld- bank V-VI do. I—II do....... Fks.Hyp-Bk.IN do....... do. Hyp.-Cred. d.l905unkS27 6 29 ... Ldw.Cred.-Bk. Hamburg. Hyp. do.unk. b.1900 do....... 89.10 80.95 103.20 55.50 58.25 90.— 91.90 102.20 102.50 83.55 63.20 51’— 104.— 101.— 101.— 102.20 101.— 99.90 103.60 99.80 102.50 100.35 101.86 101.— 99.51 101.81 100.51 100.61 89.20 81.10 102.70 55.30 58.— 90- 91.95 102.— 102.50 82.50 63.40 35.70 50.60 104.- 101.— 101.- 101.90 101.— 99.90 103.60 99.80 102.50 100.35 101.80 101.— 100.— 102.- 100.80 101.- 4 4 57, 4 5 4 Pr.H.-Act.alte Pr.H.°Act.neue do....... Gothunk. 1903 -werft •bl. Buderus E.W. Eisenb. Rtenbk. DtscheReichsbk. Frankftr. Bank Berl.Hdlsges.. Darmst. Bank. Deutsche Bank Disci. - Comm. Dresdner Bank Mitteld. Er.Bk. Oest.Crd.^Anst. Nordd. Lloyd . HöchsterFarbw. Bochumer Guß Dortm. Union. Gelsenk. Brgw. Harpen. Brgw. Der. Königs- u. Laura . . . -iftab^)ltit«. Heff.Ludwigsb. Csac. Agram . | Oest. Staatsb. 101.— 102.70 101.— 103.— 103.40 101.50 158.20 177.50 160.80 155.60 196.50 202.70 152.50 115.50 303.— 108.50 431.50 152.80 47.30 163.50 174.— 157.- 118.30 296.— 101.— 102.70 101.— 103.— 103.50 101.50 157.25 177.50 160.90 155.20 196.80 203.30 156.- 116.70 3O4‘/t 106.50 428.50 153.50 47.- 161.80 172.20 156.50 118.50 297.7, 4 \ 37, 3 3 27, 3 do.Südb.(Lb). Oest. Rdw. Ut.». Gotthardbahn. Schwz. Central Schwz. Nordost Jll.Mttelmeer Pr.Henri(Lxb.) -—ft in Procnurn. Bad. Th. 100 . Bayer. Th 100 Donau Reg. . Cüln-Minden. Th. 100 Madrid ... Mem. Th. 100 Oesterr v.1860 Oldenb. Th. 40 Raab-Graz 100 Türk. frs. 400 ifiaqiifl. fiele Pt: Ctiltf in Mk. Ansbacher fl. 7 Augsburg. „ 7 Brschw.Thlr20 Finnlönd. „ 10 Freiburg. fS.15 Mailänder, 10 Meininger fl. 7 Pappenh. „ 7 Leidiger L. 30 74.— 164.40 137.60 130.50 93 70 94.— 147.10 156.— 138.05 39.35 136.90 125.75 129.— do..... . Preuh.Consols do....... do....... Bad. Si.-Obl. v. 1886. . . Bayr.St. Obl. do. Eisb. Äbl. Brem.St.-Anl. v.1892. . . Hamb.St.-Rle. d. 1893 . . . Hess. Sl.-Obl do. ..... Serb.Gld.-Rte. do. Tab.-Rte. Spanische Rte. Türk.Zoll-Obl. bo.coiro.Lit.C. bo. Lit.D. Ung. Glb.-Rte. do.Kron.-Rte. do.E.B.Gold v. 1889 . . . Arg. inn. Anl. do. äuß.v.1888 ChinesischeAnl. Egyptischeunif. Mexic. v. 1890 do. Eisend. . do. Silber. . Franks, v. 1898 Darmst. 88/94 Gießen . . . . L, Homburger I. . Pfälzer Rordb. «u4l»udtsch«. Elisab.-B. stfr. Kaschau-Oberb. v. 1891 . . . Lombardische . Lombardische . Oest. Staatsb. «uflftnfttfd)«. Griech.E.B.v. 1890 bo. Mon.-Anl. Jtal. Rte. St. 1000—4000 do....... 29.50 41.— 23.60 105.50 56.20 28.40 12.60 21.40 22.80 22.65 Oest.Gold Rte. O-st.Silb.-Rte. Oesterr.Localb vcrstaatl. Port. St. Anl do...... Offenb. v.1892 WieSb. , 1887 Worms. . . . WormS. . . . do.I.-VIII.Em. do. IX. Em. . do. v. 1885 . . Mein. Hyp. alte do. neue do......