itädter .Wit N^v iebt lutfixt b Oktober. ÄILL *• KL'» ÄX,,lw S&M8 >ieb btt Loose: ymM nunbartL Frintiftv-u.ivf. yrJMStiaitiel l v-rwu-s. - ger- ® roktg-a^MMuifU. «Upr, tatfabf. «.H Amöben, lOtjUXk^OL itfoli MMN! ktoleUl.-n.t,- mtft Stimme, ulti rwtielch. (o^uinefn-ajUlaky W. A. lejec, Lübeck. 1 Lersthuna 2. SW em Zubehör, zu vn- üaderger-k. 81. Logt- zu otanftM • Jtrofborfcrftr. S. stm«mposaav- pernMtn. Wetzffeinstr 41 t StocTm tntlnra litt. 88, B Wnt Är, Safittttttuno üsvN >u vrtckrthen ar. .23. Sott. iagk 41 tft dtu mn«Per LMM art 78,1 Le. ist oersetzungShM itntL früher zu oem arüfvrterftr. SS. hergerlchteteS sofort zu oermlether. ^Mhorftrjl zu onmiethen mdee-erve-tt^ o-fnii* SbHrte« Zimmer zu htift. Dotü -der neuen Sckn^ snwTiu 37.60 14(1.90 11450 102 70 110.20 137.30 39.70 136.20 126.80 128.30 39.10 23.25 108" 136." 126D 12850 92,50 37-50 144.55 158.65 115.40 27.75 13.50 22." 23.40 _ 27.6’ 13." 113.70 101.75 108.60 39.70 23.-0 108.45 144.50 158.- 115.20 137.50 Loorl, do: J11./9.118? 78.«/, 75.1/1 23." 23/5 b.(Lb>. ro.lÜ- dbahn. Zentral Kordost lelmeer ri(2jL) LlHl' ceiia >.100 ib-ioo M ■ roden, rpoo rj.'lix) 01860 eazlOO 6.400 lM‘ tn«t ArSo d.,10 g.sslb d? im'- i5l8° - 141.30 Rr. LS! Erstes Blatt MiMvol» i^n 22, September 18OT Der Seltner Anieiger erscheint täglich, mit Ausnahme bei Montags. Die Sietzener Aamtrienvrälter werben btm Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Bierteljähriger Avon« 7 «entsprelL ? 2 Mark 20 ^g. kU Bringer ls^ä. Durch die Poft bezog«, 2 Mark 50 Pfg. Redaction, S?peditioir und Dradttet: KchutfiroSeKr.^ Fernsprecher 51. Zlnrts- und Anzeigeblntt für den Ureis Gietzen. iolgenden Tag erscheinenden Nummer bis Lorm. w<^ | Hratisbeitage; Hießener Aamitienölätter. Alle Annoncen-Bnreaux d«S In- und Auslandes nehme« I Anzeige« für den „Gießener Anzeiger- tntgey*. 1 Reformen. De» armen Sultan setzt man seit Jahren zu, Reformen | in seinem Reiche einzuführen, welche den Wünschen eine- TheileS seiner Unterthanen Rechnung tragen sollen. Die Forderungen sind vielfach in Drohungen übergegangen, die freilich bekanntlich nur selten ausgeführt worden find. Mit Mühe uno Roth sucht er den Ansprüchen der Großmächte sich zu entziehen, und nur wenn eS gar nicht anders mehr geht, entspricht er dem Verlangen seiner Peiniger — wenn auch nur meistens auf dem Papiere. Tanz Europa ist empört darüber, daß der Sultan immer wieder Ausflüchte sucht, die Wünsche seiner christlichen Unterthanen zu befriedigen, j und viele Stimmen werden laut, welche fordern, daß dem Padischah gegenüber endlich einmal Ernst gemacht werde, daß man eventuell Gewalt anwende, um ihn zur Raisou zu bringen. Bei diesem allgemeinen Entrüftungssturm ist wohl die Frage berechtigt, ob denn bei uns in Deutschland Alles io wohl bestellt ist, daß wir Ursache haben, in die Vorwürfe gegenüber der Pforte mit eivzustimmen, oder ob wir beffer rhäten, an unsere Brust zu schlagen und zu gestehen, daß auch bet uns so viele berechtigte Wünsche unerfüllt bleiben. Blicken wir in dieser Beziehung zuerst einmal auf unser Verkehrswesen. Seit der erste Generalpostmeister des Deutschen Reiches das Zeitliche gesegnet hat und Herr v. PodbielSki zum Chef unseres PostwesenS ernannt worden ist, hört man viel von Umwälzungen, die der neue Post- geueral in der Organisation deS ihm unterstellten ReffortS vornehmen will. Wenngleich wir zu Denjenigen gehören, welche nicht glauben, daß jeder General das Zeug dazu hat, irgend eine beliebige Civilverwaltung zu letten, und wenn wir auch dafür halten, daß Herr v. PodbielSki erst längerer Zeit bedarf, um sich tu die einzelnen Zweige des PostwesenS rtnzuarbeiten und sich ein Bcrständntß für sein Resiort zu erwerben, so bringen wir ihm doch ein gewisses Vertrauen entgegen, wenn sich bestätigt, was über seine nächsten Ab« fichten in dis Oeffentlichkeit gedrungen ist. Daß er die so- genannten Kartenbriefe etnsühren will, kann al8 tm Zeichen dafür angesehen werden, daß er auf die Wünsche des Publikums möglichst etugehen will, woraus man die Hoffnung zu schöpfen berechtigt ist, daß er auch weitergehenden berechtigten Forderungen sein Ohr nicht verschließen wird. In diesen Tagen wurde eine Mittheilung verbreitet, wonach in den Dtenstverhältniffen der Postbeamten eine durchgreifende Aenderung eintreten soll. Bisher gab eS bekannt» lieh zwei Categorien von Postbeamten, diejenigen der mittleren und diejenigen der höheren Carr^re. Die ersteren schloffen mit dem Oberaififtenten bezw Postverwalter ab, während den als Posteleveu eingetrcrenen Beamten die höchsten Stellen zugänglich waren, wenn fie die erforderlichen Examina be standen hatten. Naturgemäß ist es nur ein geringer Beuch- theil, welcher in diese Stellen einrücken kann, während die übrigen Beamten der höheren Carriöre im praktischen Dienste dieselbe Verwendung finden mußten, wie die als Poftgehilsen in den Dienst eingetretenen Beamten. Das ist auch wohl der Grund, weßhalb immer dringender der Wunsch laut wurde, die im praktischen Dienste Beschäftigten im Gehalt und Rang einander näher zu rücken und bezüglich derselben die Scheidewand zwischen höheren und niederen Beamten zu entfernen. Der Reichstag hat bekanntlich dieser Forderung in einer Resolution Ausdruck gegeben, die aus der Gehilfen- carriäre hervorgegangenen Beamten zum Sccretärexamen zu- zulaffen, um ihnen ein Weiteraufrücken zu ermöglichen. Herr v. Strphan hat sich dieser Forderung gegenüber vollständig ablehnend verhalten. Wenn nun die Mittheilung fich bestätigt, welche dieser Tage ein Berliner Blatt brachte, so beabsichtigt Herr v. PodbielSk, den Wünschen der Volksvertretung in ausgiebigster Weise nachzukommen. Freilich stellt er die Forderung, daß auch die mittleren Beamten mit einer gegen jetzt etwas höheren Schulbildung in den Dienst treten, was uns aber ganz gerechtfertigt erscheint. Dafür stehen ihnen aber auch einzelne Stellen offen, welche bisher nur denjenigen Beamten zugänglich waren, welche da- höhere Postexamen bestanden hatten. Die Wünsche vieler Beamten dürften damit erfüllt werden, ihre Laufbahn ist künftig nicht deshalb an einer bestimmten Stelle abgeschlossen, weil fie beim Eintritt nicht die für die höhere Categorte erforderliche Schulbildung hatten, dem ehrlichen Streben wird also fürderhin Thür und Thor geöffnet sein. Das ist schon ein Erfolg, der hoffen läßt, daß nun auch den berechtigten Wünschen des Publikum- mehr al- bisher nachgekommen wird, daß bald gründliche Reformen auf dem Gebiete dcS Tarifwesens folgen -werden. „Gut Ding will W:il' haben", sagt ein altes Sprichwort- deshalb wollen wir nicht drängen, sondern nur wünschen, daß wir in unseren Hoffnungen nicht getäuscht werden. (xx). Wolff- telegraphische« Eorrrspovdmz-Bmeau. Berlin, 20. September. Bon dem Raume, den man für die deutsche Abtheilung der Pariser Ausstellung gefordert hatte, ist in Parts so erheblich abge- strichen worden, daß das Bemühen deS deutschen ComwiffarS jetzt darauf gerichtet sein wird, daß die deutsche Abtheilung mindestens nicht weniger erhalte, als andere Abtbeilungen. Breslau, 20. September. Die Kaiserin empfing Nach' mittags tm Schlöffe den Oberpräfidemen Hatzfeldt, die Fürstin Hatzfeld, den RegierungSpräfideuten Hehdebrandt von der Lass, Dr. v. Hrher-Liegnitz, die Gräfin Salm- Klttzschdorf, die Priozesfin Hohenlohe-Koschentin, die Generalin Lewinski, mehrere Landräthe und andere Vertreter uuS dem UeberschwemmungSgediet. Der Vorstand des Provinzial- verbände- der Vaterländischen Frauenveretne Schlesiens und der Schriftführer der Utzreren, RegierungSrath Eveler, berichteten über die bisherige UnterstützavgS-Action. Im Ganzen find 426,000 Mk. eingegangen, wovon 125,000 Mk. vertheilt find. Anläßlich der Anwesenheit der Kaiserin sollten weitere 180,000 Mk. zur Bertheilung gelangen, waS die Kaiserin genehmigte unter Anerkennung der segensreichen Thätigkeit — Um 41/a Uhr begab fich die Kaiserin in da- DtakoviffenhauS Bethanien, das fie eingehend besichtigte, sodanv in die Lutherkirche, ferner in das Augusta-HoSpital. Zur Abendtasel waren außer dem Gefolge Fürst Hatzfeld und die Prinzessin Hohenlohe geladen. Breslau, 20. September. Nach einer Festsitzung deS schlesischen Vereins für Fluß- und Canalschifffahrt wurde heute Mittag der neue BreSlauer GroßschifffahrtS- Canal unter Theilnahme der staatlichen und städtischen Behörden, sowie zahlreicher Ehrengäste feierlich eröffnet. Za Beginn der Feter wurde ein begeistert aufgenommenes Hoch auf Seine Majestät den Kaiser auSgebracht. Sodann erfolgte auf fünfzehn festlich geschmückten Dampfern die Fahrt durch den Canal, welcher mit dem Durchschneiden einer quer über den Canal gespannten Gutrlande durch den ersten Dampfer, an deffen Bord fich der Oberpräsident Fürst v. Hatzfeldt befand, offiziell eröffnet wurde. Ein Festdtner beschloß heute Nachmittag die Feier. Wiesbaden, 20. September. Zur Einweihung des hie- figen Kaiser Friedrich-Denkmal- wird dem „Rhein. Cour." zufolge die ganze Familie des verstorbeuen Kaiser- Friedrich nach Wiesbaden kommen, mit Ausnahme der Kron- prtnzesfin von Griechenland. Bei der Feier wird Kammerherr v. Hülsen die Festrede halten und ein Säogerchor, unterstützt von Posaunen und Trompeten, einen Händel'schen Chor vortrugen. Der musikalische Theil der Feier wird von Cap^llmrtster Schlar zusammengesetzt. Abends findet eine Frstvorst/llang im Tyeater starr, bei welcher der „Buregras" uno ein n uer Prolog von Lauff zur Aufführung kommen. Die Kaiserin Auguste Victoria kommt nicht nach Wiesbaden. Dresden, 20. September. Der Landschaftsmaler Pro- feffor Gurlitt ist gestern Abend in Naundorf bei Schmiede- berg im Erzgebirge im 86. Lebensjahre gestorben. Wien, 20. September. Kaiserin Elisabeth wird am Vormittag des 1. October in Budapest eintreffen, wo fie bis Ende des MonatS zu verweilen gedenkt. Kats er Franz Joseph wird am Abend drS 1. October Budapest verlass.?, um den am 3. October zur Hochwildjagd ein- treffenden König von Sachsen zu begrüßen. Budapest, 20. September. Der Verein der hiefigen Reichsdeutschen veranstaltete Abends zu Ehren der An- Wesenheit deS Deutschen Kaisers ein Festbanket, dem eine Abordnung Deutscher aus Siebenbürgen beiwohnte. Nach der Festrede de- BaronS Schlteffen, der dir Eintracht der Deutschen und Ungarn feierte, wurden an den König von Ungarn und den Kaiser Wilhelm HuldtgungSdepeschen abgesendet. Der Generalconsul Prinz Ratibor ließ sein Fernbleiben entschuldigen. Innsbruck, 20. September. Nach dem gestrigen Südsturm trat Regen em und später Schneefall. Es schneite noch heute früh hier. Ringsum bis zur Thalsohle herab ist alles weiß. Heute früh hatten wir P/20 Zurich, 20. September. Im Gebirge und auf den Bordergen bis auf 800 Meter herunter ist gestern ziemlich starker Schneefall eingttreten. In Appenzell mußte man theilweise mit dem Schneesäiff fahren. Lima, 20. September. E-n heftiges Erdbeben beschädigte zahlreiche Gebäude. Mehrere Frauen wurden auf den von einer erregten Bevölkerung gefüllten Straßen ohnmächtig. Depeia-cr, oe« Bureau „verolv." Berlin, 20. September. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine größere Anzahl von Orden-Verleihungen an Offiziere, u. A. eth clt Generallieutenant Wernher, General-Adjutant des GrohherzogS von Heffen, den Rothen Adlerorden 1. Klaffe mit Eichenlaub. Berlin, 16. September. Dem „Local-Anzeiger" wird aus Dü s s e l d 0 r f gemeldet, daß da- dortige Husaren-Regiment auf Anfrage erklärte, daß ihm von einem Verkehr deS angeblichen Erzherzog- Franz Ferdinand mit Offizieren de- Regiment- nichts bekannt sei. Die Familie Hu-manu wird morgen eine Erklärung veröffentlichen, daß fie von der Vermählung der Marie HuSmann mit dem Erzherzog positive Beweise habe, deren Veröffentlichung fie jedoch nicht beab- sichtige. Auch verzichte sie auf Widerlegung deS österreichischen Dementis. Sie werde in Zukunft jede Auskunft stricte verweigern. Berlin, 20. September. Wie dem „Berl. Tagebl." aus Moh ac- telegraphirt wird, unterhielt sich der Kaiser gestern Nachmittag während des Diners mit dem Erzherzog Friedrich viel über Mufik und Literatur. Er bemerkte, daß er nächsten- etwas componireu werde. Berlin, 20. September. König Menelik hat de» Fürsten Bismarck daS Großkreuz des Ordens des Sterne- von Etiopien verliehen. Breslan, 20. September. Die Kaiserin traf heute Nachmittag 2 Uhr 4 Min. auf dem Centralbahnhofe ein, wo fich zum Empfang die Fürstin Hatzfeld, Generallieutenant v. AlvenSleben und Polizeipräsident Dr. Bienko eingefunden hatten. Oberpräsident Fürst Hatzfeld war der Kaiserin bi- Armadebrunn entgegengefahren. Posen, 20. September. Das „Posener Tageblatt" erfahrt aus Osterode, daß in Jablonowo in einem Coup- erster Klaffe des Schnellzuges Nr. 51 gegen eine aus Berlin kommende Dame ein Attentat verübt wurde. Die Dame wurde narkotifirt und mit gebundenen Händen aufgefunden. Die Kleider waren zerfetzt. Geld und Schmucksachen fehlten. Zwei der That verdächtige Männer waren in Schönesee in das Abthsil gestiegen und in Jablonowo auSgestiegen. Hamburg, 20 September. Nach einer Berliner Drahtmeldung des „Hamb, Corresp." tritt der Reichstag jedenfalls in der zweiten Hälfte des November zusammen. Zur Vorlage gelangt sofort ein Entwurf betreffend die Entschädigung unschuldig Verurtheilter. Ätzern, 20. September. In der Centralschweiz herrscht starker Schneefall. Wien, 20. September. Nach einem Budapester Privat- Telegramm der „Neuen Freien Preffe" und der „Reichswehr" durchbrach die Volksmenge bei der Fahrt des Kaisers zum Bahnhof sowie bei der Rückfahrt der beiden Kaiser den Militär-Cordon, sodaß sich Kaiser Franz Josef im Wagen aufrichten mußte und der Menge in ungarischer Sprache zurief: „Niemand wage e-, meinem Wagen näher zu kommen." Am Bahnhof entstand durch Rauchentwickelung vorübergehend eine Panik, wobei eine Anzahl Frauen Ohnmachtsanfälle bekamen. Budapest, 20. September. Die Ankunft de- deutschen Kaisers ist programmgemäß heute Vormittag 10 Uhr erfolgt. Auf dem Bahnhof erwartete denselben Kaiser Franz Josef, sämmtliche hier anwesenden Erzherzöge, die hohen Würdenträger und Spitzen der Behörden. Nachdem Kaiser Wilhelm den Waggon verlaffeu hatte, begrüßten fich beide Kaiser durch zweimalige- Umarmen und Küffen. Sodann begrüßte Kaiser Wilhelm die Erzherzöge Franz Ferdinand und Otto, worauf nach dem Abschreiten der Ehren-Compagnie die Vorstellung Banffys und anderer hervorragenden Persönlichkeiten stattfand. Sodann bestiegen beide Kaiser einen bereit- stehenden Wagen, welcher fie nach der Hofburg führte. Auf dem Wege dorthin wurden den Majestäten von der zahlreichen Menschenmenge stürmische Ovationen dargebracht. Nachmittags wird Kaiser Wilhelm die Sehenswürdigkeiten der Stadt brfichtigen. Um 5 Uhr findet Galadiner in der Hofburg statt. Budapest, 20. September. Außer Pernerstorffer wollte auch der Führer der Arbeiterpartei Dr. Adler fich gestern nach Budapest begehen. Auch er wurde auf einer Station vor Pest von Geheimpolizisten angehalten und sofort wieder zurückspedirt. Budapest, 20. September. Der deutsche General-Consnl Prinz Ratibor erschien bald nach der Ankunft Kaiser Wilhelms in der Wohnung des Geheimraths und Reichsraths- Abgeordneten Grafen Theodor Andrassy, des ättefUn Sohnes des verstorbenen Grafen Julius Andraffy. Prinz Ratibor sagte dem Grafen, er habe von seinem Souverän den Auftrag, in dankbarer Erinnerung an den Mitschöpfer de« Bunde- zwischen Oesterreich-Ungarn und Deutschland ihm, dem Grafen, die Jnfigoten des Großkreuze» zum Rotheu Adlerorden erster Klaffe zu überreichen. Budapest, 20. September. Nachmittags 2 Uhr erschienen beide Kaiser bei derUntergruodbahn, in deren Gedenkbuch Kaiser Wilhelm seinen Namen einschrieb. Bet der Station Thiergarten verließen beide Kaiser die Bahn und fuhren nach der historischen Hauptgruppe der MilenniumS-AuSstellung. Fiume, 20. September. Bei KapoSvar fand ein Zusammenstoß zwischen einem Militärzug uod eine« Eil- zuge statt. Die Maschine sowie mehrere Wagen wurden zer- rrümmert. Der Zugführer, drei Bremser und sechs Soldaten getödtet, 30 Soldaten schwer verletzt. Pari», 20. September. General Bourbaki liegt im Sterben. Paris, 20. September. Der König von Siam hat dem Präsidenten Faure aus England folgendes Telegramm in französischer Sprache gesandt: Ich beeile mich, Ihnen meine glückliche Ankunft hierselbst anzuzeigen uod bitte Sie, dem französischen Volke meinen besten Dank für den herzlichen Empfang auszusprechen, den mir die französische Regierung bereitet hat. Stockholm, 20. September. „Astoubladet" meldet aus Hammerfest über den Inhalt der Brteftaubeu- Dep esche, welche die „Alken" mitführre: 13. Juli 12 Uhr Mittags Brette 82° 2 Minuten Länge 16" 5 Minuten östlich: Gute Fahrt nach Osten- Alles wohl. Das ist meine dritte Taubenpost. Andree. Athen, 20. September. Der Ministerpräsident hat dem Könige seine Entlassung bereit» ein gereicht. Derselbe äußerte sich dahin, daß die Großmächte Griechenland mit äußerster Strenge behandelten. Berlin, 21. September. Der verband deutscher KriegSveterauen plant am diesjährigen Geburtstage Kaiser Friedrichs eine allgemeine Lavd eSfeter. Im ganzen Reiche rüsten sich die deutschen KriegSveteraneu bereits hierzu. Berlin, 21. September. Die Metallarbeiter nahmen gestern Abend in zwei öffentlichen Versammlungen Stellung zum Formerausstand. Die Arbeiter sind bereit, eine Einigung zu versuchen, wenn ihnen hierzu von Seiten der Arbeitgeber Anlaß gegeben würde. Bis gestern Abend befanden sich 324 Former im Ausstand. Die Versammelten erklärten sich mit den Formern für solidarisch und verpflichteten sich, 10% ihre» Wochenlohne» zum Strikefond» zu zahlen. Berlin, 21. September. Wie die Blätter melden, soll die Ursache des Escheder Eisenbahn-Unglücks jetzt ermittelt worden sein. Ein mit Langholz beladener Waggon des Güterzuges, welcher die Strecke einige Zeit vorher durchfuhr, habe die Schiene verbogen und die Schwelle verschoben. DaS Zugpersonal habe versäumt, die an der Stelle wohl gemerkte heftige Erschütterung sofort zu melden. In Folge deffen sollen mehrere Personen de» Zugpersonals jenes Güter- zuges verhaftet worden sein. Pari», 21. September. Die Temperatur in Süd- frankreich ist auf 2 Grad gesunken. In Havre und Umgegend herrscht Schneefall. Die Kartoffelernte ist ge- fährdet. Coceles «nO Gießen, den 21. September. • • Petition der KreiSamtSgehülfeu. Wir erhalten fol- gende Zuschrift: Es liegt mir die Nr. 217 Ihres geschätzten Blattes vor, worin ein Thetl eines „Eingesandt" der Finanz- aspiranten, welche» dem „Darmstädter Tägl. Anzeiger" entnommen, enthalten ist. Damit da» lesende Publikum sich ein klares Bild von der Sachlage machen kann, bitte ich Sie, nachfolgenden Zeilen tu Ihrem Blatte ebenfalls einen Raum zu gönnen. Die noch nicht angestellten älteren KreiSamtS- gehülfen hatten im Jahre 1893 die Großh. Regierung um Befferung ihrer GehaltS- und AnstellungSverhältniffe, sowie um Einführung eines besonderen FachexamenS und Vermehrung der decretmäßig zu besetzenden Gehülfenstellen gebeten. Die zweite Kammer der Laodftände hat hierauf den Aus- fchußantrag: die Großh. Regierung zu ersuchen, eine Vor- läge des Inhalts an die Kammer gelangen zu lasten, daß jedem KreiSamt ein KreiSsecretär von ähnlicher Vorbildung wie die eines GerichtSschreiberS beigegeben und außerdem Gehalte für eine Anzahl von angestellteu Gehülfen für die größeren Kreisämter vorgesehen werden, angenommen. Die Großh. Regierung glaubte diesem Ersuchen dadurch zu entsprechen, daß sie, in dem Staatsbudget für 1897/1900, 18 KreiSamtSbureauS-Vorsteherstellev, welchen die Leitung und Ueberwachung de» gesammten Bureaudieoste» zu übertragen ist, mit der Erläuterung vorsieht, tu diese Stellen die jetzt schon angestellten ersten KreiSamtSgehülfen, soweit sie zur Bersehung dieses Dienste- befähigt find, etnrücken zu lasten, dann aber diese Stellen den Ftnauzasptranteu erster Categorie vorzubehalten Außerdem sollen sechs Stellen für zweite angestkllte Gehülfen (wovon jetzt schon drei bestehens geschaffen werden. Die Großh. Regierung mag wohl durch die fortgesetzten Petitionen der Finauzaspiranten und deren persönliche Vorstellungen zu dieser Bestimmung veranlaßt worden knn; aber die nicht angestellteu KreiSamtSgehülfen, welche 12 bis 25 Jahre hindurch ihre ganze Kraft dem Staatsdienste bei einem KreiSamte gewidmet, welche durch aufopfernden Fleiß sich die Zufriedenheit ihrer vorgesetzten erworben und alle Kenntniffe für die neu zu schaffenden »ureauvorsteherstelleu angeeignet haben, finden fich durch die Regierungsvorlage (und mit Recht) benachtheiligr. Hierauf gründet fich ihre erneute Eingabe an die Herren Abgeord- ncten der Ständekawmer dahingehend, daß man zunächst ihnen, als UebergaugSbestimmungen, das Recht zum Ein- rücken in gedachte Stellen einräumt, daun aber von den weiter anzustellenden Beamten ein Fachexamen fordert, zu deffen Ablegung die nicht angestellteu Gehülfen auch heute I gerne bereit find. Ein Fiuanzexameu können dieselben deshalb als Fachexameu nicht ansehen, weil dasselbe zum mindesten zu dretviertel für die Beschäftigung eines KreiSamtS- bureauvorsteherS ungeeignet, bezw. unverwendbar ist. Wer die umfangreiche Beschäftigungsart eines ersten KreiSamtSgehülfeu nur einigermaßen kennt, der fragt fich, ob ein Fiuanzaspirant überhaupt in der Lage ist, nur annähernd hier etozugreifeu. Und einsichtsvolle Finauzaspiranten sagen sich selbst, daß die Befähigung hierzu nur durch längere practische Thätigkeit bei eine« KreiSamt erworben werden kann. (Weßhalb also Fiuanz- und nicht Fachexamev?) Ob aber eine Anzahl der Finauzaspiranten, namentlich die, welche im zweiten oder brüten Gang mit Mühe ihr Examen bestanden haben, zu einem so selbstständigen Beruf wie der der erstes KreiSamtSgehülfen auch mit der Zeit reif werden, das bezweifelt Einsender. Die nicht angestellten KreiSamtSgehülfen vertrauen nun auf die kommende Beschlußfaffuug der Zweiten Kammer der Lavdstände und auf das Wohl- wollen der hohen Regierung um so mehr, als auch diese eS für eine Härte empfinden wird, wenn man die älteren Gehülfen, nachdem fie jahrelang ihre Kräfte dem Staatsdienste gewidmet haben, jetzt einfach bei Sette schieben wollte. Seither war ein Examen für die KreiSamtSgehülfeu nicht vorgeschriebeu. ES lag deßhalb auch zur Ableguug irgend eines solchen auch kein Grund vor. — Die» mag als Schluß zur Aufklärung dienen. — D. Namen» der nicht angestellten KreiSamtSgehülfeu E. • • Die Kriegerkaweradschaft Gießen feierte am Sonntag in „SteinS Saalbau" einen großen Familievabend, au dem die Spenden der Frauen, Jungfrauen und Jünglinge überreicht wurden. Das reichhaltige Programm der schön arrangirten Feier ging in lebhaftem Tempo von Statten. Besonder» gedacht sei der geschmackvoll von Herrn Louis Becker auSgeführten Dekoration. Der Saal war bi» auf den letzten Platz gefüllt- gegen 600 Personen mögen anwesend gewesen sein. Der erste Vorsitzende, Herr Traber, b?qrüßte die Festversammlung und gedachte sodann unsere» Kaisers und unserer Fürsten, die un» ein Vorbild seien in treuester Pflichterfüllung und edelster Menschenliebe, unter deren Fürsorge Wohlfahrt und Gedeihen herrsche, und die uns geführt hätten in schweren Zeiten und jederzeit gut führen würden. Da» von dem Redner auf Kaiser und Großherzog aus- gebrachte Hurrah fand begeisterten Widerhallin derDersammlung. Darauf toastete Herr Bruchhäuser auf den Ehrenvorfitzenden, Herrn Geheimerath Proviuzialdirector Freiherrn v. Gagern und die Ehrenmitglieder, die Herren Pfarrer Dr. Naumann, Comwerzienrath Heichelheim und Commerzien- rath Heyligenstaedt, worauf der Herr Ehrenvorsitzende das Wort ergriff und seiner Freude Ausdruck verlieh, Mitglied der Kriegerkaweradschaft sein zu können- er habe von der Gründung an für den Verein Sympathie gehabt und freue fich umsomehr, als ihm daS Mitgliedwerden durch Antragung des Ehrenpräsidiums so erleichtert worden sei. Sein Hoch galt der Kriegerkaweradschaft. Der Gesangverein Liederkranz trug sodann, geleitet von seinem bewährten Dirigenten, Herrn Bauer, zwei zarte Lieder in meisterhafter Durch« führung vor, worauf in ergreifenden Worten Frau CaSper die Fahne als Frauenspende, Fräulein Gümblein eine prachtvolle Fahnenschleife und Herr Wolf jun. einen schweren silbernen Fahnennagel, auSgeführt nach dem Entwürfe des Herrn Noll jun., überreichte. Der erste Vorsitzende dankte für die Spenden im Namen de» Verein» und betonte hierbei, e» solle der Dank dadurch bewiesen werden, daß da» Banner der Kriegerkaweradschaft ein Sammelpunkt sei für monarchisch-patriotische Bestrebungen und für kameradschaftliche Gefinvung. Nachdem im Anschluß daran der Gesangverein Liederkranz zwei weitere Lieder vorgetragen hatte, die ebenfalls lebhaften Beifall fanden, erfolgte durch Herrn Casper ein Hoch auf die Frauen, die in so bereitwilliger Weise heute eine so reiche Spende Überreicht hätten, worauf Herr Pfarrer Dr. Naumann in markigen, zündenden Worten auf Jungdeutschland, auf die Töchter und Söhne der Krieger toastete, die fich hier in diesem Augenblicke um daS Banner ihrer Väter schaarten und die eS tu Zukunft hochzuhalten witberufen seien. Die Erziehung der Jugend zum patriotischen Denken und Handeln sei die Hauptaufgabe der älteren Generation und diese Aufgabe werde in derKrtegeikameradschaft in trefflicher Weise gelöst. Im Namen der Jugend dankte hierauf Herr Traber jun. für das auf dieselbe auSgebrachte Hurrah. Dem Gefühle der Dankbarkeit für daS, was in großer Zeit durch unsere Väter erstellten, durch unsere Mütter erlitten sei, stehe Kader Verantwortung für die Erhaltung de» Geschaffenen zur Seite, und Jungdeutschland werde jederzeit bereit sein, dafür einzustehen. Sein Hoch galt dem deutschen Kaiserreich. Zum Schluß erfolgte noch ein kräftiges Hurrah auf die Sänger und ihren bewährten Dirigenten, Herrn Bauer. Die animirte Stimmung hielt die Theilnehmer noch lange Zeit zusammen, während sich die Jugend des Tanzes erfreute. • * Hessischer Handwerkertag. Im „Frankfurter Hof" zu Mainz hatten fich am SonntagNachmiitag etwa 200HandwerkS- meister aus den drei Provinzen zusawwengefundev, um wichtige Fragen betreffs der Handwerkerorgantsation zu besprechen. Eine officielle Einladung an die Regierung war nicht ergangen und der privatim eingeladene RegternugSbaumeister Noack von der Centralstelle sür die Gewerbe hatte fich mit anderweitigen Dienstgeschäften entschuldigt. Den vorfitz führte Obermeister Lantz-Darmstadt. Nachdem der Bericht über da» erste Geschäftsjahr des im Februar 1896 gegründeten Verbandes hessischer Innungen erstattet war, referirte Herr Redakteur Fischer-WormS über „DaS neue Handwerkergesetz und Stellungnahme zu demselben". Redner beleuchtete' die ZwangSbesttmmungen dcS Gesetzes, wie die Ueberwachung der Lehrlinge, die GesellenauSschÜffe rc., die Führung des Meistertitels und die Errichtung der Hand- werkerkommern. Auf letztere müffe ein dauernder Einfluß geltend gemacht werden, damit für das Handwerk günstigere Arbeitsbedingungen geschaffen würden. Als Mittel hierzu empfehlt fich die Erweiterung und Reorganisation de» bestehenden JnnuogSverbandeS durch Heranziehung de» Gast» wtrtheverbaudeS und der handwerksmäßigen Fabrikbetriebe. Ob sich später die stärkeren Gewerbe tu diesen allgemeinen Handwerkervereinen zu Innungen ordnen würden, müffe man der Zett überlaffen. Herr Re in em er-Darmstadt al» Vertreter deS Mato-Rhein-GastwirtheverbaudeS erklärte, daß dieser verband den Bestrebungen der Handwerker sympathisch gegenüberstehe und gab der Hoffnung auf einen Anschluß Raum. I« Laufe der fich anschließenden Debatten, an welchen fich die Herren Obermeister Falk-Mainz, Janson- Mainz, Jckst ad t-Mainz, P irr -Gießen, La uz-Darmstadt, Mülfeld-Darmstadt und KrauS «Mainz betheiligten, wurde geäußert, daß fich die Centralstelle für die Gewerbe in Verbindung mit den Gewerbevereinen alle erdenkliche Mühe durch Au»sendung von Wanderlehrern und Bildung von Localvereinen selbst auf kleinen Plätzen gebe, um da» Heft bet Errichtung der Handwerkerkammeru in der Hand zu behalten, von dieser Seite wurde nur eine solche Kammer für daS ganze Großherzogthu« mit dem Sitze in Darmstadt vorgeschlagen, welche man möglichst der Centralstelle unterordnen wolle. Die Versammlung beschloß bei der Regierung zu beantragen, daß für eine Provinz eine Handwerkerkammer mit dem Sitze in den betreffenden Provtnzial- hauptstädten Darmstadt, Mainz und Gießen errichtet werde und eine energische Agitation gegen die von der Centralstelle au»gehende Strömung in» Leben zu rufen. Die Frage, ob die Handwerker au» den Gewerbevereinen auStreten und fich nur dem neu zu constituireudeu Landesverbände hessischer Handwerker und Gewerbetreibender anschließen sollen, wurde verneinend beantwortet, da man den Gewerbevereinen viel Dank schuldig und eine Vernachlässigung der Gewerbevereine gegenüber dem Handwerk absolut nicht vorhanden sei. I« Gegentheil wurde gewünscht, daß die Handwerker die Versammlungen der Gewerbevereine recht fleißig besuchen, damit fie dort einen gewissen Einfluß gewinnen und so der Sache des Handwerks dienen könnten. Der folgende Punkt der Tagesordnung betraf die Berathung eines Statutenentwurf» für den in einen Landesverband hesfischer Handwerker uod Gewerbetreibender umgewandelten verband hesfischer Innungen, welcher mit kleinen redaktionellen Abänderungen angenommen wurde. Es wurde dann folgende Resolution einstimmig angenommen: „Der Landesverband hesfischer Handwerker und Gewerbetreibender weist die Unterstellung des deutschen GewerbegerichtStageS, daß der gewerbliche Rechtsschutz durch die Einrichtung von JnnungSschiebSgerichteu durchbrochen würde und daß man die JnnungSschiedSgerichte nur als rückständige Form des gewerblichen Rechtes aaseheu könnte, die so bald als möglich zu den Institutionen der Gewerbegerichte auSgebant werden müffe, als eine Beleidigung des gesummten Handwerkerstandes entschieden zurück." * • Ludwig- und Alice-Ctiflung. Der Vorstand der hefft- scheu Ludwig»- und Alice-Stiftnng bat im Anschluß an die am 1. Juli in Vilbel stattgehabte Hauptversammlung der Stiftung Herrn Reallehrer Kaßlick in Darmstadt für die nächsten drei Jahre zum Vorsitzenden gewählt. Stellvertreter ist Herr Oberlehrer Backe». * * Mit bei Heizung bet Etsenbahnzüge soll bereit» am 20. September begonnen werden, da vielfach Beschwerden über mangelnde Heizung besonder» der Nachtzüge vor dem October eingegangen find. * * AuS dem Staatsbudget. Wie in anderen Staaten, so sollen auch in Heffen für die Me dtci nalbe amten FortbildungScurse in der Hygiene und gerichtlichen Medtcin an der LandeSuniverfität abgehalten werden und find im Staatsbudget für diesen Zweck pro Jahr 2000 Mk. vorgesehen- ebenso sollen, nach dem „Darmft. Tgl. Anz.", für beamtete Beterinär-Aerzte bacteriologifche Curse tn Darmstadt abgehalten werden, in welchen denselben Gelegenheit geboten wird, fich die neueren Untersuchungsmethoden für die Erkennung und Feststellung von JnfectionSkcankheiten, insbesondere des Milzbrandes und Rauschbrandes, anzueignen und darin fortzubilden, wofür pro Jahr 1000 Mk. vorgesehen find. — Weiter ist int Staatsbudget die Einrichtung einer Molkeretschule tn Aussicht genommen. Für dte erste Einrichtung der Schule find 3000 Mk. und sür persönliche und sachliche Ausgaben 5000 Mk. jährliche Ausgabe vorgesehen. • • GeweinderechnerBerband. Bor Kurzem wurde von den Gemeiuderechnerv tn den Landgemeinden des Groß- herzogthums ein Landesverband gegründet, der in erster Reihe die Einführung einer gesetzlichen Alters- und Rrlicienver- sorgung für seine Mitglieder erstrebt, wie solche tn Württemberg und Baden besteht und tn Preußen vorberetret wird. Zn diesem Zwecke ist, wie dte „Darmst. Ztg." meldet, vom Verband eine dahin gehende Eingabe bei Großh. Ministerium deS Innern eiugereicht worden. Der Verband, der bei seiner Gründung 76 Mitglieder zählte und in SreiSverbände zerfällt, hat neuerdings durch den Beitritt von 28 Gemeinde- rechuern aus dem Kreise Alzey einen neonenSwertheu Zuwachs erhalten. In dem BerbandSauSschuß ist jede Provinz durch zwei Mitglieder vertreten- er besteht jetzt aus den Herren Ehrhardt in Viernheim, LooS in Lampertheim, Reu- ntng in Nidda, Wolsfchmitt tn Schotten, Windschmitt tn Kastel und Müller in Gan-Odernhetm. • • Verbesserung bet Hutweide». Nachdem der Land- wtrthschaftltche Verein für die Provinz Oberheffen im vergangenen Jahre mit der verbeffernng der Hutweiden tn fieben Gemeinden de» BogelSbergeS (Hercheuhaiu, Crainfeld, Ulrichstein, Feldkrücken, BreungeSham und Lanzenhaiu) begonnen hat und die hiermit erzielten Trgebniffe allgemein sehr günstig ausgefallen find, soll auch in diesem Jahre mit den Meliorationen in einer Anzahl anderer Gemeinden fortgefahren werden. Die Grohb. Regierung, welche die meliorierten Flächen durch Herrn LaudeSculturraih Dr. KlaaS vor Kurzem einer Befichtigung hat unterziehen laffen, hat infolge des sehr günstigen Ergebntffe» dieser Befichtigung auch diese» Jahr zunächst wieder einen Betrag von 2500 Mk. zur Fortsetzung der Meliorationen zur Verfügung gestellt. Vom Der- foU btttfol «n IWN vor bw , onbtitn Staaltn, llcinalbeamten e unb gtti6llld)in Balten »erben unb io ^ühr 2000 d!l )armst, Tgl. 8dV'i ütologWLllrse i° Benfeiben Gklkgtt" nsuchlwffsmkthob!!! >ftctionskkankheitll, ranbrl, anguetgnen t 1000 Mk. vor- «t die SiartchtooS .nommtn- 3^ M । Mi. Mb |th ?tt' d-» B1#. £**•«*. «nfab M !S-r 6 ‘ . «‘««He «ob »Ui««. 9‘ie, um t„ ™ *” btt • W Ltl™w iu M b« Zentral. 9 WM bei btt eine Havb. [«nben ^cblt^al. :n errichtet werde ’°fn der Central, ufen. Die Frage, (n anölreten unb '«bände hessischer sollen, wurde »ttbebereinen viel er Tewerbevereine rhanden sei. F« ndwerker die 8er° ifi besuchen, dawil >nd so bet Sache gende Punkt der Ttatutenentwurst Handwerker und >d hessischer In» en Abanberungen igrnbe Resolution verbanb hessischer bie UntexfteUung 3 der gewerbliche ingöschiebSgerichteo rnngSschied-gerichle en Rechtes anseheii Institutionen der als eine Wb entschieden zurück." Vorstand der Hess!« n Anschluß an die Versammlung der amstadt für blt wählt. Stellver- Karze« wurde v«° i,inden deS ®t0B‘ ,t in erster M und M'enven ie solche'n n vorbereitet - meldet, v°> »“■■Ä ■Ä*» .«-SA ÄS -rs*' ktv Land ”a4b,?nl D6='H|! MW* 6t«i= in diesem f foI1 * •gffjf urra'h v\.t ivstlb i IS««® 8.»® t ein selbst waren 1000 Mk. in den Voranschlag eingesetzt. Da der Präsident deS Vereins, S. Erl. der Gras zu Laubach, die Sache sehr energisch fördert, so ist zu hoffen, daß sich die ärmeren Gemeinden dk» höheren BogelSbergeS bald eine neue Einnahmequelle durch die Berbefferung des Futterbaues aus ihren z. Zt. fast ertraglosen Hutweiden erschließen »erden. Die Bestrebungen deS Vereins werden daher von den Bewohnern des Vogelsbergs dankbarst anerkannt. *• Ansichtssendungen Immer mehr scheint die Unsitte einzureißen, daß auswärtige Versandtgeschäfte den Privaten sogen. Ansichtssendungen machen. Dem gegenüber ist wohl am Platze, die mit solchen Sendungen belästigten Privat« leute darauf aufmerksam zu machen, daß nach vorliegenden gerichtlichen Erkenntniffen der Empfänger von unbestellten Saaten für dieselben in keiner Weise haftbar gewacht werden kann. Er ist weder zu einer Zurücksendung verpflichtet, noch liegt ihm die Pflicht ob, die unverlangt erhaltenen Gegen« stände aufzubewahren. Er kann dieselben an irgend einem Orte liegen taffen und braucht sich um deren weiterer Schick- sal nicht zu kümmern. Abgesehen von diesem rein rechtlichen Standpunkte der Privatleute den aufgedrungenen Maaren gegenüber darf wohl auch hervorgehoben werden, daß der« artige Gegenstände am Platze bei den Geschäftsleuten in der Regel mindestens ebenso gut und billig zu haben find. 3n Amerika verstorbene Hefsen. Belleville, Jll., John B. Weilmeister, 25 Jayre alt, und Katharina Künster, 20 Jahre alt, beide auS Darmstadt. — Mil« waukeee, Wir., John Capito, 38 Jahre alt, au» Guntersblum. ** Wetterbericht. Eine umfangreiche Depression erstreckt fich von Süd-Skandinavien und der Nordsee südwärts durch Central-Europa bis nach dem Mittelmeer. Außer dem Hauptcentrum vor der Elbemündung sind innerhalb desselben noch mehrere Theilminima vorhanden. Ein solches lag gestern Morgen über der Riviera und gab für feine nähere Um« gebung zu Niederschlägen veranlaffung. Auch in Süddeutschland ist neuerdings unbeständiges Wetter eingetreten und find Nachts und am Morgen leichte Niederschläge gefallen. Der hohe Druck beschränkt fich auf den äußersten Südosten und Westen des Erdtheils. Für die Witterungsverhältniffe in Central «Europa wird wohl zunächst noch der Einfluß niederen Druckes maßgebend sein und dementsprechend die Witterung den meist trüben und regnerischen Character beibehalten. — vor aussichtliche Witterung: Zunächst noch im Allgemeinen wolkiges, kühles Wetter mit zeitweisen Niederschlagen- vorübergehendes Aufklären im Süden nicht ganz ausgeschloffen. • Preisausschreiben für ein farbiges ReclamebUd (Znuen- Plakats Die Firma I. G. Houden Sohn Carl in Aachen erläßt ein Preisausschreiben für einen Plakat- Entwurf. Derselbe soll außer der Firma die Stichworte: „Aachener Badeöfen", „Original Houben'S Gasöfen" und „Heber 50000 im Gebrauch" enthalten. Die Bedingungen find bet der Firma zu erfahren und werden sofort übersandt. Für die drei besten Entwürfe werden als Preise cmSgeietzk: 400 Mk., 100 Mk., 60 Mk. Das EigenthumSrecht und daS Recht der ausschließlichen Vervielfältigung der drei preis« gekrönteo Entwürfe geht an die Firma über. Ankauf weiterer Entwürfe behält fich die Firma vor. Die Entwürfe find biß zum 1. December 1897 bei der unterzeichneten Firma ohne Nennung deS Namens, mit Kennwort versehen, einzuliefern. Ein mit dem Kennwort versehener, verschloffener Umschlag, Namen und Adreffe der Bewerbers enthaltend, ist beizufügen. Die eingereichten Entwürfe werden öffentlich ausgestellt. Die Entscheidung des Preis-Gerichts erfolgt am 15. December 1897. Die nicht preisgekrönten oder angekaufteu Entwürfe werden auf Wunsch postfrei zurückgesandt. Aachen, den 1. September 1897. I. G. Houben Sohn Carl. ßteratu» wwfc taft. — München. . . . Von Jnter-sse für jeden Baubeflissenen dürfte die Nachricht fein, daß am 1. October 1897 im Verlage von Franz Mondrion in München-Dachau ein Äaletibee fftr de« Süddeutsche« Baumeister erscheint. Letzterer wird bearbeitet unter Mitwirkung von hervorragenden Fachgenossen von der Redaction der „Süddeutschen Bauzettung" und wird thatsächlich, in practtscher und übersichtlicher Weise zusammengestellt, Alles das enthalten, was der Baumeister auf dem Bau, unterwegs, über Land rc. roiffen muß. Der elegant und dauerhaft gebundene, mit einem fchönen Prisma und Winkel, ferner einer Beilage versehene Kalender, dürfte bald ein beliebter Rathgeber jeden süddeutschen Fachmannes werden. SchiffsnerehrLchten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Earl LooS und I. M. Schulhof. Bremen, 20. Septbr. sPer transatlantischen Telegraph.! Der Schnelldampfer Havel, Eapitän H. Christoffers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 9 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen. Universitäts - Nachrichten. — Nachdem Professor Litzmann in Bonn einen Ruf an die Universität Bern als ordentlicher Professor für deutsche Sprache und Literatur als Nachfolger des verstorbenen Professors Hirzel ■■■■■■■■■■■■■■—' wa—— abgelehnt hat, ist Privatbocent Walze! in Wim auf dm erledigten Lehrstuhl berufen worden. t — Amsterdam. Der Profiffor der Mineralogie an der Universität, Dr. G. A. F Molengraaf, hat die Ernennung zum Slaaisgeologkn der südafrikanischen Republik angenommen und kehrt nicht mehr nach Holland zurück. Liebesgaben. Für die durch Wetter- und Wasserschäden beimgesuchten Be- oölkerungskreise der Provinz Schlesien, sowie der Königreiche Sachsen und Württemberg sind bei den Annahmestellen des Kaiserlichen Postamts in Gießen eingegangen: Born Stammtisch im Einhorn 6 Mr., Ungenannt 5 Mk., von Herrn G. W. Gail aus Baltimore 100 Mk., von Herrn Oberst a. D. Spohr 30 Mk., Ungenannt 1 Mk., Ungenannt 1 Mk., Ungenannt 1 Mk., Ungenannt 1 Mk., jufammen 145 Mk. Weitere Gaben werden bet der Hauptkaffe und bei der Annahmestelle des Kaiserliben Postamts entgegen genommen. verkehr, €an6. und volk,«>irtÄ;chaft. •ieftm, 21. September. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochmmarkt kostete: Butter pr. Pfd X 1,05—1,15. Hühnereier pr. St. 6—7 4, 2 St. CO Enteneier 1 St. I—00 A, ®fctf<> eier pr. St. 00-00 H, Käse pr. St. 5-8 X Käsematte pr. St. 3 2 Erbsen pr. Liter 18 Linsen pr. Liter 27 H, Tauben pr. P«»r X 0,55 bis 0,70, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,10, Hahnen Pr.Stütt X 0,b0—0,80, Enten pr. Stück X 1,40—1,60, Gänse pr. Pfund X 0,00-0,00, Ochfmfleifch pr. Pfd. 66-74 H, Kuh-und Rindfleisch pr. Pfd. 60-66 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 64 bis 72 A, Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 76 i, Kalbfleflch Pt. Wb. 56-60 * Hammelfleisch pr. Pfd. 50—66 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 6,00 Hl 7,00 X, Weißkraut pr. Stück 0—00 H, Zwiebeln pr. Centner X 6,60—0,00, Milch pr. Liter 16 H. MESSMER" Beliebte TheemiRchnngen höchster Kreise. Mk. 2.80 n. 3.50 pr. Pfd. vorziigl. Qual. Probepack. 60 u. 80 Pt 8234 Welches ist die bekannteste unb beliebteste Dam-m und Kinder feife? Doering’» Seite mit der Eule. Was soll bei jeder Dame am Waschtische zu finden sein? Doering’» Seite mit der Eule._ Was macht die Haut zart unb dm Teint schon/ Doering’» Seite mit der Eule. Was ist neuerdings durch Zusatz v»n werthvollen Ingredienzen verfeinert und verbesirrt worden? Doering’» Seite mit der Eule. Deshalb kaufe Jedermann, der Tottettesetle nölh g dat,Doeri«g ♦ Seife mit -er «ule. Mit dieser vortrefflichen Seife wird er die schönsten Erfolge erzielen. Preis nur 40 Pfg per Stück. Erhältlich überall. Bekanntmachung. Bei der in der Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung vom 16. d. Ms. vorgenommenen planmäßigen Verloosung der Ende dieses Jahres zur Rückzahlung kommenden B1/^ %tgen Obligationen der Anlehen der Stadt Gießen von den Jahren 1893, 1894 und 1895 sind folgende Stücke gezogen worden: a. vom 1893er Auleheu: von Lit. L. Nr. 12, 14, 86, 132, 224 und 265 ä. 2000 Mk. „ „ M. „ 50, 55, 76, 119, 139, 265, 292 und 374 ä 1000 Mk. „ N. „ 30, 120, 384, 420, 424, 439, 468, 501, 521, 597, 658, 669, 698, 738, 771 und 789 ä 500 Mk. „ „ 0. „ 26, 38, 108, 141, 170 und 246 ä 200 Mk. , „ P. „ 17, 136, 190, 202, 247, 268, 336 u. 342 ä 100 Mk b vom 1894 er Anlehen: von Lit. L. Nr. 329 und 364 L 2000 Mk. „ „ M. ,, 475 und 477 a 1000 Mk. „ N. „ 814, 910, 934, 970, 1033 und 1041 ä 500 Mk. „ „ 0. „ 359, 379 und 410 L 200 Mk, „ „ P. „ 421, 478, 553 und 587 ä 100 Mk. c. vom 1895 er Anlehen: von Lit. L. Nr. 407 über 2000 Mk. „ „ M. „ 503 über 1000 Mk. " ,, N. „ 1111 und 1127 ä 500 Mk. Es wird dies mit dem Anfügen zur Kenntniß der Besitzer der vorbemerkten Schuldverschreibungen gebracht, daß die Einlösung derselben bei der Stadtkasse Gietzeu, „ dem Bankhanse A. Heichelheim in Gießen und ,, der Mitteldentschen Crediibank in Frankfurt a. M. erfolgen kann, sowie, daß die Verzinsung mit dem 1. Januar 1898 aufhört. Gleichzeitig wird bemerkt, daß die nachfolgenden in den vorhergehenden Jahren auögeloosten Obligationen: Lit. N. Nr. 273 über 500 Mk. und „ P. ,, 15 ,, 100 bis jetzt zur Rückzahlung noch nicht präsentirt worden sind. Gießen, den 20. September 1897. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 8777 Alice-Schule für Franenbildnng u. Erwerb. Beginn des Winterhalbjahres Montag den 11. Oktober. Auf. nähme Morgens 10 Uhr. 8766 Vorherige Anmeldungen, sowie nähere Auskunft bei _______Frl. 8. Moeser, Oberlehrerin, Gartenstraße 30. Holz-Lieferung. Die Lieferung des Holzbedarfs unserer Gruben in den Revieren Wetzlar, Weilburg, Dillenburg und Oberheffen für das Jahr 1898 soll vergeben werden. Reflectanten können das Nähere auf unserem Centralbureau Wetzlar, Hauserthorstraße C. 119 a, erfahren, woselbst die Bedingungen, Bedarfsliften und Angebotbogen abgegeben werden. Wetzlar, den 18. September 1897. 8764 Buderus'fche Eisenwerke. [Behördliche Anzeigen | Verdingung Die Pflasterung von rund 900 qm Fläche des nördlichen Zufuhrweges auf Bahnhof Wetzlar soll am 1. Oktober d. IS., Vormittags 10 Uh», öffentlich verdungen werden. Die Verdingungsunterlagen können bei der unterzeichneten Jnspection ein- gesehen, auch gezen postfreie Einsendung von 50 Pfg. in Baar von derselben bezogen werden. Wetzlar, den 18. September 1897. Königliche 8792 Eisenbahn-Betriebs-Jnspettion. Bekanntmachung. In den nächsten Tagen gelangt der am 1. October d. I. in Kraft tretende Winterfadrplan des diesseitigen Direc« tionsbezirkS zur Ausgabe. Derselbe liegt in der Zeit vom 18. d- Mts. bis 1 October d I. in den Bureaus der Stationen zur Einsichtnahme offen- Die wichtigeren Abweichungen gegen den seitherigen Fahrplan find darauf in einer Zusammenstellung angegeben. Frankfurt a- M-, den 17. Sept. 1897. Königliche Eisenbahndirection. 8795 Vergebung von Weißbinderarbeit. Die bei verschiedenen Herstellungen im Rentamtsgebäude zu Gießen vorkommende Weißbinderarbeit soll öffentlich verdungen werden. Die Ausführungsbedingungen und Arbeitsbeschreibungen liegen in unserem Amtszimmer zur Einsicht offen, und können letztere daselbst, mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebotsvermerk versehen, zum Selbstkostenpreis bezogen werden. Für die Bewerbung um diese Arbeiten, sowie für die Ausführung derselben sind die Bestimmungen des Mmisterial- Erlaffes vom 16. Juni 1893 maßgebend. Angebote sind bis zum 27. September 1897, Vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit der nöthigen Aufschrift versehen, portofrei an uns abzugeben. 'Zuschlagsfrist drei Tage. Gießen, 21. September 1897. Großh. Hochbauamt Gießen. Neuling. 8793 Versteigerungen 8761 E. & J. Mayer, Wildhündlir, Frankfurt a. M. Rehwild, Nilsen K‘ re in nur tadelloser, tyUflll frischer Waare kaufe« jeden Posten zu jeweilig diesigen Tagespreisen C3OOO000000000 Prim Prim N msschinen ältester, größter und renommtrtester i Fabriken, z. B. Frisier & Rossmann, Dürkopp & Co. eto., deren jede schon längst weit »ehr als eine Million Nähmaschinen hergestellt haben, empfiehlt zu allerbilligsten Preisen und vollster Garantie 8408 Joh. Ar. Schaaf, Wetzsteinsir. 44. N. B. Sogenante Berliner Versandt- Maschinen schon ä 50 Mark. Sonneretag, den 23.Sept. lI, Nachmittags 3 Uhr, versteigere ich an Ort und Stelle öffentlich gegen baar die Kartoffel-, Meerretttg- und Gemüseernte von dem Trieboiertel Flur 29 Nr. 16 hinter dem Lutherberg, Gemarkung Gießen- ~ . Zusammenkunft oben beim Friedhöfe. 8774_______«ugek, Gerichtsvollzieher- Heute Mittwoch, deu 22. September, Vormittags 10 Uhr, versteigere ich zu Wies eck zwei Acker Kartoffelu gegen Baarzahlung. 8791 Wuldau. Vollziehungsbeamter. r^ermiethungen”'| 8776) Ein Logis mit allem Zubehör zu vermieihen.__________Sicherste. 8. 8775] 3,Zimmerwohnung mit allem Zubehör per 1 October zu vermieihen. ___________SaplauSgaste 14. 87601 Ein LogiS mit Wasserleitung zu vermiethen-______Re«e«we- 58. 8784) L«dwigst»aß« 10 versetzungs- halber Wohnung, 6 bis 7 große Zimmer rc., per 1. April 1898 eventuell bald zu vermiethen._____________________ 8600] Eine 3-Zimmer- unb eine 2-Zimmerwohnung mit Zubehör zu ver- miethen. Miuikste. 2, SelterShöhe. 8522] Ed erste. 1, Ecke Nordanlage, hübsche Mansardenwohnung aus 1. October unb ebendaselbst im Anbau Wohnung von 5 coli. 3 Zimmern mit Zubehör, sowie 2 Parterresirnrner mit separatem Eingang per 15. October zu vermiethen. Näheres Wallthorstr. 18.________ 8331] Wegen Versetzung 2. Stock 3 Zimmer nebst allem Zubehör, zu ver- miethew__Grüubergeestr. 81. 7754) Westaulage 41 ist eine freundliche Wohuuug Per 1. Vctobee zu vermiethen. 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K «■_______ Laden mit Contor per sofort ober später billig zu ver- miethen. Carl Aetter, 6409 Cigarrenhandlung, Lindenplatz. Feiuüe Margarme, per Pfd. 70 Pfg., Ersatz für Butter, empfiehlt 7971 Hrch. Arnold II., Marktstr. Zwiebeln, la. Wtnterwaare, 50 Kilo mit Sack 8,50 Mk. ab Friedberg versenden gegen Nachnahme, Knoblauch h'lligst, 8772 Gebrüder Oppenheimer, Friedberg, Hessen. ff ?! M 3i .< Giessen, den 21. September 1897. Die Beerdigung findet Mittwoch den 22. d. Mts. in Friedberg statt. lud*1001 I. N. u. A. des Giessener Wingolf Kalbhenn, stud. jur. (XXX) X. D» El »U^a6r ®tr#5nf SLli* >rrl jdjrfcjt Unterzeichneter erfüllt hiermit die traurige Pflicht, alle 1. Br. und 1. Ph. von dem Montag früh erfolgten Hinscheiden ihres Inactiven Ernst Weckerling, cand. med. in Kenntniss zu setzen. 6871 I Boeck, Wallthorftraße 18. Perfect, engl. Unterricht wird von einer Dame ertheilt, welche längere Zeit in England war. 8759 Näheres Neuenweg S, HI._____ Das von dem verstorbenen Wilhelm Noll IV., Ederstraße 1, seither mit gu ern Erfolg betriebene Colonialwaaren- und Flaschenbier-Geschäft ist alsbald zu verpachten eventuell dasselbe mit Haus zu verkaufen. Nähere Auskunft ertheilt 8768] Wäsche zum Waschen und Bügeln wird angenommen G. Müller, KaplanSgasse 2, II. 8771] Zum Verkauf von Fabrik, dedaif-arttkeln gegen hohe Prosiston wird ein tüchtiger Platzagent gesucht. Offerten unter I. X. 7867 an Rudolf Moffe. Berlin 8HV., erbeten. Nach Amsrika mit den vorzüglichen Dampfern des Norddeutschen Floyd in Bremen 2361 befördert Passagiere der concess. Agent Carl Itoos in Gießen. Ö'UÖJ Wohne nunmehr Marktftratz- 32. ______Leichenfrau Wacker. Kür ^rrcaffo, Acqutsttton re. sucht stadt und rechtskundiger G-schästS- mann sofort Engagement gegen festen «ehalt. Anfragen unt. 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Theilnehrnerkarten, ä 6 Mk., sind in der Ferber'schen und in der Ricker'schen Buchhandlung zu haben. 8458 Der Vorstand des Gabelsberger StenograPheu-VereinS: Ehr. Alb ach, Realgymnasiallehrer, Nenn stiel, cand. math,7 1. Vorsitzender. 1. Schriftführer. Am Mi dir Utto Mil" M «chp« hrnft Bormitti dingshausen, « gegeben werde. Die Hebt dm Vorbehalt 1) Meli auch 2) da, i Der! ende Elektrische £3eleuchtungs- und 'Kraftübertragungsanlagen C. Buchner, Wiesbaden Geer. 188«. (lUuflrmi der Mittelrholn. ElektrlcltiUwerke. G. m. b. H.) Anlagen iQr Villen, Schlosser, t abriken, Brauereien. Geschäftsräume. Bau von Bildt. _Centralen_nr_Block»tatlon., auch fnr eig. Rechnung. Kostenanschläge bereltw. u. gratis. so» Friedl Mi,. Pr itgirbut licht: ,$ii i Wttttttm, bi Soctalbrvo mibe. Dai i BaNii hat sich aus bin Vodi wiitenben Pa etllirt, unb die 8ntlnt \ zu befaffeu I «Müder t(: ktlckplo Landet an . ruagtjubilSn«, — Die Feier Stibttn der P ®äüe unb Qi ®tftern 8ben' biiesenseue wi “ttbienb tzn "psigev «oll °"Sezelchnet. htm« btT sttsden Wer Wrdei ’^l^nnlgen w°b' bei b„! ®!n0' jubelnd «natlon fttit. „n. ^krzeichnrie I lautet h Nach !1 Nrung Station fr der $ :**!"».* «'S rrK »»D»« «ne * hä 8 Wein Reichhaltiger Journallesezirkel Ton Mk. 1.— ab. Journale nach eigener Auswahl. Nur grnt erhaltene Hefte. — Pronpecte grell*. 324 Ferber’sche Univ.-Buch-, Kunst-, Musikalien- Giessen.Handlung (C. Koch). Kirchenplatz II. ©tembrurfern (Vtetf4 & Echcyda) in Gtrtzrn Nie heutige ^trnnnret umfaßt 6 Seite« ÜOHMkllfch-WIl. Unser diesjähriger Laubhüttenfestball sindet ,.. _ aer am 18. October 'SB® bei Herrn Robert Ziegler im Gasthof „Zur Ltadt Oießeu" In Londorf statt, und sind unsere Freunde und Gönner hierzu freundlichst eingeladen. 8773 Das Comi,6. 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