?*■ tt litt. lhie It Karte Esskarte Soll« ' «bevds 8 Uhr. -^I^vtstanb. °'S^" Fest bcn 23. iluguh 781« rf«U. >00000006 neige, en Mädchens zeigen n n. Fran geb. Speler, » 000000008 mähmng nach! fern von I »oxhlet I : Weise aue-1 ttelat des von tost erfundenen MM kv erschloss r. 57524 'er sich vor Missrill, weise alle Ab- ofener oder Nadi- ind verlange dea NW! g des Erfinders; e man darauf, -gen Namenszug .paraten ist eine ler des Systems ianweisungbei- >11 zeler 4 Co. aber: nidt In Wet* Ilnkeljr-; Ant°n tber‘LHS- in Schotte0- . H. Kegelmann, .ssrsrs er. re Nr. 196 Zweites Blatt. Sonntag den 22. August I8*>v Gießener Anzeig er Kenerak-Mnzeiger. Aints- und Anzeigeblatt für den Kreis Gieren. Äebaction, Txpeditio» und ©ruderet: Kchutstratze Ar.7. Fernsprecher 51. vierteljähriger Aöonuemeutspreisr 2 Mark 20 Pfg. utt vringerlohn. Durch die Post bezogeU 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener A«mtklenStätt«r werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Der #kte*et Anzeiger erscheint täglich, »tt Ausnahme bei Montags. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für de» folgenden Lag erscheinenden Nummer bi- Bonn. 10 Uhr. ] Gratisbeilage: Hießener^amitienötätter. Alle Lnnoncen-Bureaux deS In« und Auslandes nehme» < Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegw. Dcrmifdttes* ** Bilder auS der Schule. Seit dem Weckrufe Kaiser Wilhelms II. wird zwar an den Schulen allerorts reformirt «it vielem Eifer und gutem Willen: Instructionen und methodische Winke sollen alle Klagen verstummen wachen - dennoch bleiben aber noch viele Desideria bestehen, namentlich die überfüllten Klaffen, die schlechten Schulroume rc. Jndetz riue» wird fast nie betont: die Pädagogik des Hauses, viele Eltern find der irrigen Ansicht, dadurch, daß sie ihre Kinder in die Schule schicken, sei schon Alle- gethan. Einige Bilder 1 Der kleine Max ist in der Schule ein gewandter, frischer Bursche, der jede Frage beantwortet, fast fehlerlos. Unb seine schriftlichen Hausarbeiten sind gar oft recht lüder« ich verfertigt. Nach wiederholten Mahnungen und Drohungen schreibt der Lehrer 4 ins Heft, der Bater straft den „leichtsinnigen" Knaben — vergebens. Natürlich vergebens. Die .Bohnung ist klein- man heizt nur ein Zimmer im Winter- !^ter heißt'S nun für Max, die Aufgaben machen und lernen —- iöott schlägt das Brüderchen die Trommel, das Schwesterchen irläft die Trompete, das ganz kleine Nesthöckerl schreit in der Wiege — die Mutter hat keine Zeit, den Kindern zu wehren rund — Max muß unter all' dem Lärm seine Aufgaben .nachen und lernen. Können diese nun anders auSfallen als fehlerhaft?? — Hansens Vater ist furqtbar jähzornig und fftreng. Bei dem geringsten Vergehen schlägt er den Buben, daß es zum Erbarmen ist. Der Lehrer weiß natürlich dies TlleS nicht. ... Da arbeitet HanS wieder einmal in einer 'Schulaufgabe schlecht. „Du läßt daheim das Rotenheft «unterschreiben — aber vom Herrn Papa! Notabene!" lautet i)eS Lehrers Befehl. Hans weint, betet, fleht--er weiß, NaS ihm droht. Der Lehrer ist unerbittlich. Da schleicht er nach Hause und — denkt der künftigen Schläge. Da begegnet ihm Nachbars Moriz, dem klagt er sein Leid. Moriz Feuilleton. Vom russische» Militär. Gelegentlich des Besuches, den die deutschen Majestäten -dieser Tage dem russischen Kaiserpaar abstatteteu, erweckte die große Parade der russischen Truppen ein ganz besonderes Interesse, und zwar ebensowohl in Rußland selbst wie bet unS in Deutschland. Die russische Bevölkerung tnteresfirte dabet natürlich vor Allem die Persönlichkeit unseres Kaisers, der bekanntlich bet der großen Parade sein Wiborg'scheS Regiment dem Zaren Nicolaus persönlich vorsührte. Man ikann sich denken, mit welcher Spannung die Augen Aller auf unfern Kaiser gerichtet waren, als er sich plötzlich an die Spitze seines Regiments setzte, und zu großer Freude muß eS dabei hinwiederum uns gereichen, daß die russischen Blätter voll des Lobes über die Schuldigkeit und die aus- gezeichnete Reitkunst Kaiser Wilhelms sind. Um so mehr hat diese unter der russischen Bevölkerung Aufsehen erregt, «IS die russische Cavallerie eine etwas rohe Art zu galop- ytren hat: statt der wechselseitigen, je nach Bedarf einsetzenden Hülfen und Stützen arbeiten beim Rechtsgalopp fast nur der linke Zügel und der linke Schenkel unter gelegentlichem Anreißen des rechten Zügels. Bei dieser Gelegenheit wollen wir auch erwähnen, daß Kaiser Wilhelm auch in anderer Beziehung den Raffen gewaltig imponirt hat, nämlich durch seine coirecte Aussprache deS Russischen. Wenn man Herren auS der Hofgesellschaft befragt, wie Kaiser Wilhelm daß Russische ausspreche, antworten sie stets: „Für einen Ausländer ausgezeichnet!" Hierin liegt das größte Lob, das der Ruffe dem Angehörigen einer anderen Nation zollen Lann. Zunächst ist bekanntlich allen Slaven das harte, dramatische Zungen-R gemeinsam, während wir Deutschen mit alleiniger Ausnahme einzelner Anwohner der Oftgrenzen, tcheilweise auch der Mecklenburger und der Gebirgsbayern, da- gutturale R haben. Kaiser Wilhelm hat die Klippen der weichen und harten Consonnanten, der namentlich ruf« fischen Bocale glücklich umschifft, und wenn er einem seiner russischen LiebliagS • Regimenter sein „Sdorowo" ober „Sdradstwuitje molodzy!“ zuruft, so freuen die Soldaten sich nicht bloß über den vollen, kernigen Klang seiner Worte, s mdero noch mehr Über die ausgezeichnete Anrede „Molodzy“ («eine Braven!), denn gewöhnlich werden die Soldaten von beea hohen Herrschaften „Robjata“ (Kinder) angeredet. Im hsrausenden Chorus tönt es dann zurück: „Sdrawje shelajem Waschemu Imperatorskomu Welitschestwu* (Gesundheit i»Ünschen wir Ew. Kaiserlichen Majestät!) Sehr viel Be- »underung hat eS schließlich auch in russischen Militärkreisen tirregt, daß der Deutsche Kaiser bet der Fahrt durch batst ein burchtriebener Junge . . . unb weiß Abhülfe, daß der böse Bater nicht- erfährt. Am nächsten Tag wird die Unterschrift verlangt. HanS bringt da- Heft... der Lehrer schöpft Verdacht... „Hat der Papa unterschrieben?" „Ja!" stottert Hau- und die Röthe schießt ihm in da- fahle Gesicht. Untersuchung — Geständntß — strenge Strafe. So wurde Han- zum „Urkundenfälscher". . . . Karl kommt mit dem JahreSzeugniß. Er hat die 3. Klasse des Gymnasium- mit ziemlich gutem Erfolge bestanden. Kaum hat er 14 Tage der Ferien auSgeruht, da mahnt die sorgliche Mutter den lieben langen Tag: „Karl, nimm Deine Bücher! Paß auf, wa- Du für schlechte Noten im nächsten Jahre kriegst, wenn Du immer faullenzest." — Karl möchte auch lieber mit den NachbarSbuben Ballschlagen, Reifetreibev, sich herumtummeln — aber da muß er — die Mutter will'« — ein paar Stunden bei den Büchern fitzen — freudlos- Geigenstunden müffen auch fortgenommen werden - die schöne „Bacanz" verstreicht, ohne Rast, ohne Genuß! — Fritz in der Tertia erhielt im Griechischen einen „Vermerk", ein Wort, da- dem Laien ganz ungefährlich erscheint, für Eingeweihte den Inbegriff einer Fluth von Sorgen bildet. Bekommt nämlich Fritz in der Secunda wieder ungenügend im Griechischen, so fällt er un« nachfichtlich durch und da- Einjährige ist verloren. Fritz war da- ganze Jahr hindurch fleißig, aber es gelang ihm nicht, der Geheimnisse de- griechischen Verbum- Herr zu werden. Dos Resultat? Der strenge Vater bictirt: „Weil Du so schlechte Noten erhieltest, darfst Du nicht znm Onkel auf- Land, sondern holst während der Ferien da- Versäumte nach!" — Statt der verdienten Erholung erscheint zweimal täglich der Jnstructor, paukt mit dem Jungen nach allen Regeln der Nachhilfe die griechischen Berbalformeln durch, die Accent- regeln, den TempuScharakter — lauter trockene, nüchterne Abstracto — — unb draußen scheint die Sonne so herrlich, und bei Onkels ist der Kahn unbenützt, und die Angel, und —— Lager von Kraßnoje Selo die Mannschaften seine- Wiborg- scheu Infanterie-Regiment- in russischer Sprache unb genau nach dem neuesten russischen Exercier - Reglement „Griffe klopfen" ließ. Da- ist eS jedenfalls, was die russische Bevölkerung bei der großen Parade vor den deutschen Majestäten am meisten interesfirt haben wird. Für unS Deutsche hingegen dürfte, abgesehen von der allgemeinen Aufnahme des Besuche- unsere- KaiserpaareS am russischen Hofe, die rusfische Armee oder besser da- russische Militär al- solche- besonder- interessant sein. Und darüber bringt die „Deutsche TageSztg." einen längeren Bericht. Der Mitarbeiter dieses Blatte-, der der Parad- als Augenzeuge beigewohnt hat, schreibt über da- russische Militär Folgendes: Der russische Soldat gefällt mir bedeutend besser im freien, ungezwungenen Lagerleben, al- in den geometrisch abgemessenen Zwangsformationen der Parade. Seit Alexander dem Dritten ist der Paradedienst zu Gunsten be- Felddienftes vollständig in den Hintergrund getreten. Im Uebrigen ist der rusfische „Zeremonialjuyi-Marsch" (Cere- monialmarsch) zu keiner Zeit dem deutschen Parademarsch gleichwenhig gewesen, schon weil der russische Soldat den deutschen Paradeschritt gar nicht kennt. Von einem einheitlichen Typus läßt sich beim russischen Soldaten gar nicht reden, dazu ist das Nationalitätengernisch ein viel zu buntes und mannigfaltige-. Gerade das Kern- russenthum um Moskau herum, ist vielfach schon mit mongolischen Bestandtheilen durchsetzt und erinnert in Körperbau unb GefichtSschuitt an Asiaten, währenb anbererseitS Stämme von unzweifelhaft mongolischer Abstammung, wie bie Esten unb Finnen, unter bem Einfluß germanisch-protestantischer Cultur etwas burchauS AbenbläabischeS angenommen haben. Schöne schlanke Leute kommen überhaupt auS den Küsten- gegenben ber Ostseeprovinzen, ferner auS bem äußersten Norden, den Gouvernements des Weißen Meere- unb au- bem äußersten Süden, dem Land ber ehemaligen saporogischen Kosaken unb ben jetzigen Don- und Kaukasus Kosaken. Der Leib Convoi des Kaisers, ber sich bekanntlich auS Kuban- Kosaken zusammensetzt, besteht auS lauter herkulisch gebauten Männern, die in ihren langen rothen Kaftans nach tscherkessischem Schnitt mit ben Patronenreihen auf beiben Seiten ber Brust noch gigantischer erscheinen. Rußlanb hat für seine Gardetruppen unter seinen 120 Millionen Einwohnern natürlich eine ganz andere AuS- Wahl als irgend ein anderer Staat. Abgesehen von den besonders stattlichen Leuten der ja wenig zahlreichen englischen Garde hat Rußland entschieden die größten unb kräftigsten Garbe-Mannschaften, benen Deutschlanb nur in ben beiben preußischen Kürasfier-Regimentern unb den beiben die Flinte--wundert - Dich, kurzsichtiger Vater, daß Fritz da- nächste Jahr durchfällt, mißrnuthig, störrisch, gleich« giltig geworden ist? Ist daran die Schule schuld? Wäre Fritz wie sonst auf dem Land gewesen, hätte er mit frischen Kräften einsetzen und da- Klassenziel erreichen können.... Es ist ein Jrrthum, zu glauben, daß währenb der Ferien Alle- vergessen werde: das richtig unb methobisch Gelernte mag wohl nach acht Wochen sich etwas verwischen, aber bei einmaliger Wieberholung ist der ganze Stoff innerhalb ber ersten Wochen wieber vollauf aufgefrischt unb parat — nach richtig genoßenen Tagen der Freiheit. Wie oft müffen aber die Kinder da« Gefängniß der Schule mit bem bes Hauses vertauschen i Es gibt auch eine Päbagogik beS Hause«. (M. N. N.) ——■■■—— ■ fanbmirttfdjaftlidje Winke nni> Rathschläge. «Barum ««d wie solle« deS LandwirthS Tratten tmh Töchter melke« ? Unlängst ging durch die landwirthschaftliche Presse die Mittheilung, daß ein Landwirth Amerikas festgestellt habe, wie allein schon die Person des Melkers den Milchertrag der Kühe bei gleicher Fütterung fast verdoppeln könne. Diese Mittheilung, welche auf den ersten Blick allerdings etwas wunderlich erscheinen mag und deren Wahrheit daher auch vielfach bezweifelt wurde, ist leicht erklärlich und entspricht gewiß der Wirklichkeit. Wir haben selbst diesbezüglich schon bittere Erfahrungen machen müssen und wissen daher den Werth eines tüchtigen Melkers oder einer tüchtigen Melkerin wohl zu würdigen. Leider geschieht dies nickt überall; sonst müßten die Bauerntöchter und ihre Eltern viel mehr Gewicht darauf legen und eS sich zur Ehre rechnen, selbst melken zu können. Vielleicht würde dann das Vieh auch nicht so im Kothe stehen, wie jetzt das vielfach der Fall ist. Leider überläßt man die Arbeit des Melkens aber immer mehr den Dienstboten, und je mehr diese in ihrer Genußsucht und naturgemäß denn auch in ihrer Unzufriedenheit vorschreiten, desto mehr wird auch der ungünstige Einfluß auf den Milchertrag nicht ausbleiben. Die Kuh muß freundlich behandelt werden, wenn sie Milch willig hergeben soll. Was thun aber die Dienstboten bielfad)? Ein Schlag mit dem Melkstuhl, begleitet mit groben Schimpfwörtern, mit rohen Flüchen ist der Morgengruß; ein Tritt mit dem Fuß oder ein Schlag mit der Mistgabel die leider nur zu ersten Regimentern ber Garbe-Infanterie- unb ber Garbe- Grenabier-Division (1. Garbe-Regiment z. F. unb Alexanber- Regiment) Aehnliches entgegenzustellen vermag. Währenb ein russisches Linienregiment in ber Durch- schuittSgröße ber Mannschaften ein deutsche- nicht übertrifft, oft sogar bahinter zurückfteht, scheinen viele Regimenter, selbst auS ber „Jungen Garbe" Rußlanb-, faßt au-fchließlich aus „Flügelmännern" im Sinne unserer brüten unb vierten Garbe-Regimenter zusammengesetzt zu sein. Dabei stößt man in Rußlanb nur ausnahmsweise auf ein Product moderner Großstadtcultur: die abfallenden Schultern. Die Leute find fast durchweg „Vierkant" gebaut. Im äußeren Auftreten, in Strammheit, Schneibigkeit unb in ber frischen, blühenben Männlichkeit ber Erscheinung sinb ihnen freilich die beutschen Solbaten unenblich überlegen. Das eigentlich „Martialische" ist etwa- bem russischen Charakter Frembe-, ein Mangel, ber besonbers im Kreise ber eleganten unb weltmännischen Petersburger Garbe-Offiziere bem deutschen Auge sofort ausfällt. Militärischer Glanz ist heute fast nur noch in ben Uniformen der Garde-Cavallerie vertreten. Unter ber Garbe- Infanterie ist fast bie einzige Paradetruppe das Pawlow'sche Regiment mit seinen hohen Blechmünzen, nach deren Muster Czar Nicolau- da« erste preußische Garde-Regiment z. F. mit ähnlichen Mützen beschenkt, bis dieses durch Kaiser Wilhelm LL neuerdings historisch-preußische Blechmützen tat Style der Friebericianischen Zeit bekam unb seine bisherigen Kopfbedeckungen an das Alexander-Regiment abgab. Da« Pawlow'sche Regiment defilirt stets mit gefälltem Bajonett, eine Auszeichnung, die ihr für einen heroischen Bajonett- Angriff gegen die alte Garde Napoleons be« Ersten zu Theil geworben ist. Leider find die Mannschaften gerade diese- so glänzenden Regiment- die unschönsten in der ganzen Garbe, da zum Gedächtuiß Kaiser Paul- de« Ersten fast ausschließlich Rekruten mit Stumpfnasen, rölhiichem Haar und Pockeo- narben in dasselbe eingestellt werden. In anderen Regimentern, deren Mannschaften vorwiegend schwarzhaarig find, müffen fich die Blonden zur Parade Haar unb Schnurbart schwarz wichsen. Solche Schablonifirungen an Menschen wirken lächerlich, am Pferbematerial aber haben fie etwa« Imposante-. Währenb nur wenige beutsche Garbe-Cavallerie- Regimenter mit Pferben von burchweg gleichem Haar au«* gestattet finb, haben in Rußlanb sogar bie meisten Cavallerie- Regimenter ber Linie Pferbe von einer ganz bestimmten Farbe, wobei sogar schwarzbraun unb hellbrau unterschieben werben. Solch einen Luxus kann fich freilich nur ein Laub erlauben, baS über einen Bestaub von 18 Millionen Pferben verfügt. r* BehördlicheAnzeigen zu 7818 Seit Pianinos, Flügel a. von Mk. 950.— an. von Mk. 380 an. Harmoniums b. 3. Bei 4. Täglich: 4225 5 6. 1283 or 7. r s Germania Junges PferdeßcW Cacao. 8561 zu haben. Robert Berger, Pössneck L TSl Genei und z statt. - iuge 7798 Neuenweg 33. es der Bezeichnung mit Wiepen nicht. Das unterschiedlose Bestecken aller Felder mit Warnungszeichen würde den Truppen nur das Erkennen der werthvolleren Felder erschweren. Besonders sei hervorgehoben daß eine Vergütung für etwa ent stehende Flurschäden auch bei solchen Feldern gewährt wird, welche nicht abgewiept waren. Nach einer Verfügung der Kriegsministeriums v^m 30. Juli 1895 darf das Einebnen der etwa während der Herbstübungen ausgebo- benen Schützengräben durch die Truppen selbst nicht mehr stattfinde,'. Die betr. Gelände Eigenthümer sind daher anzuweisen, das Einebncn dieser Gräben selbst zu veranlassen, wofür ihnen alsdann eine Ent- schädigung auf Grund des Naturalleistungsgesetzes seitens der Flur abschätzungS Commissionen zuerkannt werden wird. Das Einebnen der Koch- rc. Löcher in den Biwaks wird durch diese Bestimmung nicht berührt, sondern ist nach rote vor Sache der Truppen. Die Polizeidiener, Flurschützen, Feldhüter rc. sind anzuroeisen, im Verein mit den Gensdarmeriepatrouillen dahin zu wirken, daß durch Zuschauer keinerlei Flurschaden auf den Uebungsfeldern und namentlich in der Nähe der Biwaksplätze entsteht und daß die Schuldigen festgestellt und zur Anzeige gebracht werden. Um Unglücksfälle zu verhüten, sind die Ränder von Steinbrüchen, Lehm-, Kies- und Sandgruben, Hohlwegen und Steilabfällen, außer- dem sumpfige Stellen im Gelände durch Aufstellen schwarzer flaggen zu kennzeichnen, auch durch Holzeinzäunungen oder Strohseile abzusperren. Für eine möglichst strenge Durchführung dieser Maßregel ist zu sorgen. Die Brückendecken sind in Stand zu setzen, so daß ein Ein brechen von Fahrzeugen und Durchtreten von Pferden verhütet wird. Sensen, Pflüge, Eggen sind von dem Manöoerfelde zu entfernen. Schließlich wollen Sie die Bewohner aufiordern, bei allen Durchmärschen von Truppen durch Ortschaften von selbst möglichst viele Eimer und Gefäße mit gutem Trinkwasser längs der Marschstraße auftustellen, so daß die Truppen an möglichst vielen Stellen gleich« zeitig Wasser schöpfen können. Gärten, Parkanlagen, Holzschonungen, Pflanzgärten rc., sowie die Versuchsanstalten land« und forstwirthschaftlicher Lehranstalten und Versuchsstationen, sowkit dieselben nicht als solche abgezäunt oder von weither für Jedermann deutlich erkennbar sind — vermittelst hochstehender Tafel« mit Aufschrift; die vorzugsweise zu schonenden Felder (Zuckerrüben, Erbsen, Raps, Flachs, Samenklee, Samenrüben u. dgl.) mittelst etwa zwei Meter hohen Stangen mit Ttrohwiepeu. Kartoffeln, minderwerthigen Rüben, Dickwurz u. s. w. bedarf bringen. Gießen, den 19. August 1897. Großh. Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Georgi. Eisenconstructionen jeglicher Art und Grösse Solide prompte Bedienung. Reil* i i.Plab, Kein« Trlbfi Abstell i! 1. Die reifen Feldfrüchte find, soweit ohne Schaden möglich, vor den Uebungen abzuernteu und nach der Aberntung möglichst bald eiuzufahren, bezw. auf Schober zu setzen. 2. Die zu schonenden Grundstücke sind zu bezeichnen und Frankfurter Rollladen- und Wellblech-Fabrik E. 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Um sicher zu sein, unsern echten Peru-Guano zu erhalten, achte man genau auf unsere hierneben abgebildete Schutzmarke, welcher wir neuerdings bei Eintrag durch das Patentamt das Schlagwort „Füllhornmarke“ angefügt haben. Ein jeder Sack unserer Lieferungen ist mit dieser Schutzmarke und unserer Firma versehen. Seit mehr als 30 Jahren findet unser aufgeschlossener Peru-Guano (Füllhornmarke) in grossen Mengen in der Landwirtschaft Anwendung, und darin liegt der beste Beweis für die grosse Ueberlegenheit dieses Düngemittels gegenüber den von Concurrenzseite angepriesenen angeblichen Ersatzdüngern. Für den Landmann kommt nicht so sehr die Billigkeit eines Düngers in Betracht, als vielmehr die zuverlässige Wirkung und Rentabilität desselben, und diese ist bei der Anwendung des aufgeschlossenen Peru-Guano (Füllhornmarke) stets gesichert. 7643 Emmerich a. Rh. Anglo-Continentale (vorm. OhlendorfTsche) Guano-Werke, alleinige Importation von Chinchas Peru-Guano. b. WGio-coNT.VORM. A Am 4. September 1897, früh 10 Uhr, findet bei Homburg v. d. H. die grosse Kaiser-Parade 50,000 Mann statt. — Das Paradefeld ist etwa 41/* Kilomtr. von Homburg bezw.Bonames entfernt. Betr. Extra- enge zum Paradefeld vgl.Bekanntmachung der Kgl. Eisenbahndirection in unserer heutigen Ausgabe. Zuschauer - Tribüne und zwar unmittelbar an der Aufstellung Sr. Majestät, errichtet. Tribüne-Bidets nebst Parade-Plan gelangen jetzt zur Ausgabe durch das Reisebureau J. Schottenfels & Co., Frankfurt a. M., Frankfurter Hof, Telephon Nr. 3385. Die Tribüne enthält: 1. Platz, mit Segeltuch überdeckt, nummerirter Sitzplatz mit Rücklehne Mk. 15.—, 2. Platz, numm. Sitzplatz Mk. 9 —, 3. Platz, numm. Sitzplatz Mk. 5.—, Reservirter Stehplatz an der Tribüne Mk. 1.—. Keine Equipagenplätze. — Keine Kinderbillets zu ermässigten Preisen. — Versandt von Trlbfinebillets nebst Paradeplan gegen Nachnahme. — Radfahrer können, wenn sie Tribünebillets und Abstellmarken (Mk. 1.50) genommen haben, ihre Räder in einem reservirten Raume abstellen. Für Dreiräder und mehrsitzige Zweiräder besonderer Abstellraum, dazu sind 2 Marken zu lösen. 6606 Lager in 'Werkzeugen,Eiseowaaren und — Haushaltungsgegenständen Emil Pistor Nachfolger, Inhaber: H. Selbst und L. Schiiasler, 10 Marktstrasse 10. lIUVTiV imunnm EtSschrLuke, Gaftpreffru, SartenmSvel. Revolver, Flobert, AagdmnRittsn, vohnenschneidmaschtne«. 149 K Gasmotoreh-Fabrik Deutz K Verkaufstelle Darmstadt; Louisenstrasse 14. Otto’s neuer Motor für Gas, Benzin und Petroleum. — Heber 42000 Motoren in Betrieb. — 200 Medaillen und Diplome. Original-Otto-Motoren sind mit obiger Schutzmarke versehen. 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Hyp.«. Bk. unk. b. 1905 Grummelgras- Bersteigmmg. Dienstag, den 24. August d. I. wird das Grummetgras von den si-calischen Wiesen in den Gemarkungen Leihgestern, Schiffenberg und Watzenborn, sowie da» Gras von den Schneisen in der Forstwartei Baumgarten auf dem Rathhause zu Watzenborn versteigert. Hierbei kommen 8 rm Kiefern Rundscheitholz zum Ausgebot. Die Versteigerung beginnt Vormittags 9 Uhr. Nähere Auskunft ertheilen Forstwart Schlag zu Baumgarten und Güteraufseher Mack zu Hausen. Gießen, den 16. August 1897. Großh. Oberförsterei Schiffenberg. GrummctgraS- Bersteigernug. Da» diesjährige Grummetgra« von den Domanialwiesen wird versteigert: Donnerstag den 26. Angust, Vormittags 9 Uhr, bei Wirth Rabeuau zu Alten Buseck au» der Gemarkung Alt« v»seck; Freitag den 27. August, Vor. mittags 9 Uhr, bei Wirth Dorfeld in der Post zu Wieseck aus der Gemarkung Wieseck; Freitag den 27. August, Nach- mittags 3 Uhr, bei Wirth Leib im Philosophenwald aus der Gemarkung Gießen. Gießen, am 19. August 1897. Großherzogl. Oberförstern Gießen. Daunen-Deckbetten, Stück für 17,50 Mk., mit 4 Pfund grauen Daunen gefüllt, aus federdichtem türk, rothen Daunencöper; Größe: 13Ö cm breit, 180 cm lang. Paffendes Kiffen, Stück 5,25 Mk., Größe: 80/80 cm. Luhn’e Salmiak Terpentin Kernsetse. Das Bestie! i für Wolle, Seide, Spitzen, bunte Stickereien re- — Farben halten Stoff bleibt weich! Machen Sie de« versuch! a. Hinfahrt. Gieße»—vouameß (Frankfurt a.M ) <3u oernmlhen ein zweistöckige- Wohnhaus mit Stallung und Garten per 1. Oktober. Nähere« in KieiaiindsN, Frank- Jacob Stern-Simon, ________grtOHtt (Heften).________ Zwiebeln. Prima sächsische, haltbare vdaaro (Zittauer), 50 ÄUe mit Sack ad jtzriod- dera 8,70 Mark versendet geg« Nachnahme 7841 Jacob Stern-Simon, Krirdderg (Heften). Sonderzüge, welche aus Anlaß der Kaiserparade am 4. September d. I. verkehren. e«» 80.90 170.06 4.15 Empfehlungen. Kartoffeln-Abschlag Nene Prima-Waare 50 Kilo mit Sack ab stfriidberg 8 Mark versendet b. Rückfahrt. Fruukfurt a. M—vouame«— Gießen. 3*/i Deutsche ReichSanl. 3 Preutz. EonsolS 3Vi Gr. Hessische Obl. 4 Stadt Darmstadt o. 1891 4 Stadt WormS unk. b. 1901 Knill Fischbach, Seltersweg A. & ti. Wallenfeie, Marktplatz? 1. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen. iGarteustraste 2. Vluasdot der «rdeitnehmer r 2 Bäcker, 1 Buchbinder, 1 Schreiner, 2 AuSlauier bezw. Lolporteurr, 1 Kochfrau, 1 Nähfrav, 1 Einkasfirer, 8 Hau«- burschen, 3 Dienstmädchen, 1 Köchin. Sachsrage der «rdeitgederr 2 Glaser (Rahmenmacher), 1 Weißbinder, 6 Bauschlofser, 14 Maschinenschlosser, 1 Schmied, t Wagenbauer für Luxuswagen, 2 Schuhmacher, 1 Hosen- und Wcstenschneider, 1 Rockarbefter, 3 Bau- und Möbel, schreiner, ItKubschweizer, 2 Pferdeknechte, 1 Acker knecht, 2 Handlanger, 2-3 Fabrikarbeiter im Alter von 15—16 Jahren, 2 HauSburschen, 1 Laufmädchen für den ranzen Tag, 3 Bäcker-, 2 Buchbinder-, 1 Gärtner«, 2 Drechsler-, 1 Drucker, 8 Schuhmacher, 2 Schneider», 3 Schreiner«, 2 Schlosser-, 1 Installation«- und 1 Kupferschmied-Lehrling, 8 Dienstmädchen für Küche und Hausarbeit, 1 Nestau- rationSköchin. Oesterr. Staat«bahn o. 1885 94.35 4 Jtal. staatsgar. Eisend. 58.00 5 6656] Selter»weg 81, 11., eine Wohnung von 5 Zimmern und eine solche von 4 -simmern mit Zubehör und Garten vom 1. October an zu oermtethen. 6817] Aranksnrterstraße lö, l., 8 Zimmer, Borgarten, mit allem Zu- behör re. zu oermiethen. 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August, vormittag» präct» 8 Uhr, von den Fürstlichen Wiesen in den Gemarkungen Mühlsachsen, Ober« und Niederbesstngen, im Ganzen 130 Mrg. Zusammenkunft in Mühlsachs«. Montag, den 80. tstugast, Vormittag» präctö 8 Uhr, von der Fürstlichen Mänch und Strauch' waldwiese, Gemarkung vurkhard»« seiden, zusammen 70 Morgen. Zusammenkunft in oer Mönchwiese Die AuSgebote geschehen in AbtheU- unaen von 1 bis 2 Morgen- Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini o I. gestattet. Lich, am 16. August 1897. Fürstlich Solmsische Rentei. __________Kreiling._________7718 Montag, den 23. August l.I., Nachmittags 2 Uhr, tm ,Vidier* zu Gießen versteigere ich »oran»stchUtch bestimmt: 1 Pferd, 1 Wagen, diverse Mobilien und eine große Partie Cigarren und Tabak. 7852 Engel, Gerichtsvollzieher. Herrenstarktnd. Blutbildend. Gießen ab «09 Großen-Ltndm 620 Lang-GönS 628 Butzbach 6*o Ostheim 6*6 Bad-Nauheim 666 Friedbergs Bruchenbrücken 703 710 Nieder. Wöllstadt 716 Okarbm 722 Groß-Karbm 727 Dortelweil 733 «ilbel 739 Berkersheim 7*6 BonameS an 761