W. * tt »ti§ ich '.ts Ulis A' die ••A’Ä, ' "’b »< l:,lln °! fc! i ? lat| "«<« mb,t> 8<»il4|tit ®* *' ein Mit, S;uiMtto: ‘•■"'«fitltabw 4 abtt »en Ron« Wit 6t »eiter. ' b‘i ®e °n«L wr mit Gas!" bor4ü9lld) « alle Acht meum raPrräe. reine oer Rothwein Weisswein. nischen ch Cognac, ungen »albleiveu i-amast, Ni(Jar.’ gepaßt und M 2M, eitn für MD NemE 7. Jlfll nttttn LO 1.60,1.80 N o,'150,1.60® ihorstraße^»-^ ht , lWW*' 1897. Mnvitt »-Rente fl Kirch» °°°18W entcnb. DbL 81J0 22.1J SIL 3375 10t» o.o.ct 4>W-9!'“Jb 1906 ’oi- äsöt*0 erttt JJ« - $ 310$ Nr. 196 Erstes Blatt Sonntag den 22. August Der Lietzener Anjeiger erscheint täglich, Mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Alamitierrvlätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegl. Gießener Anzeig er General-Anzeiger. Vierteljähriger Adonncmenlspreis r 2 Mark 20 Pfg. «ttt Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction. Expedition und Druckerei: -chutüraße Ar.7. Fernsprecher 5*c Anits- und Tlnzeigeblntt für den Äveis Giefzeir. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Kamilienötütter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegee. UmttidHr C^eiL Bekanntmachung. Die am 22. Juli l. I. angeoroncte Sperre der MäuS- »arg wird aufgehoben. Gießen, den 21. August 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. ___v. Bechtold.____________________ Gefunden: 2 Portemonnaies, 1 mit, 1 ohne Inhalt, 1 Spazierstock, 1 Handtuch, 1 Kinderschuh, 1 Pferdetepptch imb 11 BriefcouvertS. Gießen, den 21. August 1897. Großherzogliche» Polizeiamt Gießen, v. Bechtold. Deutsche» Reich. Darmstadt, 20. August. Aus Jagdschloß Wolfsgarten, 19. August, wird der „Darmst. Ztg." berichtet: Ihre König!. Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin be- ßaben Sich zu Wagen auf den Truppen-Uebungsplatz bet Griesheim, stiegen dort zu Pferde, wohnten der Besichtigung der 83. Infanterie-Brigade und 25. Cavallerie-Brigade durch Ke. Exz. den commandirenden General des 11. Armeecorps d. Wittich bet und begaben Sich zu Wagen wieder nach Wolfsgarten zurück. WolffS telegraphisches Csrrespondmz-Bureau. Berlin, 20. August. Die „Berl. Corr." schreibt: Durch Verfügung deS FinanzmintsterS ist die Aufmerksamkeit -er Behörden in den von den diesjährigen Hochwasser- schäden betroffenen Bezirken aus die Einziehung der direkten Staatssteuern gelenkt worden. Danach soll in der Anwendung -eS Zwangsverfahrens gegen Steuerschuldner, welche anläßlich der Wafferschäden in eine bedrängte Lage gerathen find, eine möglichst milde Praxis befolgt und jedenfalls rücksichtslosen Executivmaßregeln durch Ertheilung entsprechender Anweisungen an die betheiltgten Localbehörden im Voraus be- xeguet werden. Deshalb wird empfohlen für Restanten vorerst Stundung der Steuern zu bewilligen- außerdem Äonen in geeigneten Fällen zuläffige Steuererlasse eintreten. Wien, 20. August. Dem „Wiener K. K. Telegr.- Eorresp.-Büreau" wird aus Konstantinopel gemeldet: In Feuilleton. Kitty und Litty. Sine Manövergeschichte von Hermann Birkenseld. (Nachdruck verboten.) Tara — ta — tara — tata — raratata — tadom — Trompetergeschmetter und Trommelschall! Der Radetzkymarsch. Wie das packte, den Schuljungen in Fellenberg, die heute der großen Ereigniffe halber einen Vocanztag genoffen, in die nichtsnutzigen Beine fuhr und den Mädeln von fünfzehn bis fünfunddretßig Jahren in Kopf und Herz hinein. 'S war doch schön, einmal Einquartierung zu bekommen — war fast seit Menschengedeoken nicht mehr dagewesen war — und Fahnen wehten, Tücher wurden geschwenkt, alle Schornsteine rauchten, und manch Mütterlein ließ die Mittags- fiippc für ihren Musketier anbrennen, um Zeugin des großen Einzuges zu sein. Felleoberg — dies kleine münstrrländische Nest — liegt ein bischen abseits der großen Heerstraße- diesmal aber hatte mau das Manäverterrain erweitert und auch das Städtchen glorreich bedacht. „Der Ort wird stark belegt werden, meine Herren. Ich muß Sie drßhalb bitten, Ihre Ansprüche durchaus auf das Mindestmaß zu beschränken," hatte Oberst v. Blombeck msch heute Morgen beim Rendezvous zu seinen Offizieren gesagt. Jedenfalls aber fehlte es den Fellenbergern nicht an gutem Willen. Hauptmann v. Pollhammer von Seiner Majestät sechster Lompaguie hatte längst sein Quartierbillet in Händen, aber nach keine Zeit gehabt, einen Blick darauf zu werfen. ES war das erste Mal, daß er eine Compagnie inS Manöver Mhrte, sein Eifer deßhalb groß. Endlich, nach einer reichlichen öiertelftunbe, waren aimmtliche nothwendigsten Ermahnungen an die Lompagoie dem Kohlenbergwerke Herdikle am Schwarzen Meere fand eine große Schlägerei zwischen Kurden und Montenegrinern statt, der viele Personen zum Opfer fielen. Der Gouverneur ließ eine große Anzahl von Montenegrinern zu Schiff nach Konstantinopel bringen. Bern, 20. August. Das sehr rasche Schmelzen de» Schnees und die nachfolgenden außergewöhnlich starken zwei Tage dauernden Regengüffe haben in der Nacht zum Donnerstag ein äußerst gefährliches Anschwellen aller Ge- birgSflüffe bewirkt. In dem Berner Oberland war der Verkehr vielfach unterbrochen. In der vergangenen Nacht herrschte im ganzen schweizerischen Gebirge bis auf eine Höhe von 1000 Meter herab starker Schneefall. Heute hat sich das Wetter bei stark abgekühlter Temperatur aufgeheitert- die Gefahr ist beseitigt. San Sebastian, 20. August. Angiolillo, der Mörder des Ministerpräsidenten CanovaS, ist heute Bormittag 11 Uhr hingerichtet worden. Bergara, 20. August. Die hiesige Polizei hat einen italienischen Anarchisten Namens Giuseppe Roffi verhaftet. Derselbe wurde von den Polizeibehörden Frankreichs, Italiens und Spaniens gesucht. Stockholm, 20. August. Der internationale Steno« graphen'Congreß wurde heute geschlossen, nachdem eine Reihe weiterer fachmännischer Vorträge gehalten worden waren. Der nächste Congreß findet im Jahre 1900 in Paris statt. Depeschen de« Bureau „Herold." Berlin, 20. August. Die Verleihung des Alexander« Newsky Ordens an den Botschafter v. Bülow wird heute im „Reichsanzeiger" publicirt. Berlin, 20. August. Ein Berichterstatter meldet der „Kreuzzeitung": Durch die Blätter ist die Nachricht gegangen, daß der Kaiser einen Bericht über die durch daS Hochwasser angerichteten Schäden eiugefordert habe. Dem gegenüber wird uns verfichert, daß seitens der Staats» regierung fortwährend Berichte über den Stand der Angelegenheit erstattet worden find. In der gestrigen Staats« ministerialsttzung hat es fich nm die Stellungnahme zu den Hochwasserschäden gehandelt. Die drei nach Schlesien gereisten Minister haben ihre Erfahrungen dem Collegium vor- getrageu und ihre gefaßten Vorschläge unterbreitet, die fich in der schon früher angebeuteten Richtung bewegen, theil» um dem augenblicklichen Schaden abzuhelfen, theils um künftigem vorzubeugen. Das StaatSministerium hat fich in dem« erledigt und der „Vater" dieser hundertundzwanzig Kriegsleute sah fich nach seinem Burschen um. DaS war nicht schwer, denn Fernand Schrattenholz, rundlich, wie fich'S für einen unverheiratheten Hauptmannsburschen gehört, rothwangig, blaßblöndlich-schnurrbärtig und mit ein biSchen was Pfiffigem im Gesicht, stand langst hinter ihm, an der Hand seine Karline. Karline war Herrn v. PollhammerS Lehmfuchs, eine lammfromme Stute, wie sie ein Hauptmann haben muß, dem daS Gepäffker der Salven immer nur so um die Ohren flattert. „Führe Karline inS Quartier, Fernand. Ich sehe, sie ist nicht bei mir untergebracht, aber hoffentlich nicht wett. Zeig mal das Btllet!" Fernand wies seinen ober vielmehr KarlinenS Schein vor. „. . . . Consul Stenglein — — ein Osfizierpferd zweiten Bataillons, hm! — Ist gut, Fernand. Sobald Du mit dem Pferde fertig bist, kommst Du zu mir." „Zu Befehl, Herr Hauptmann!" Fernand Schrattenholz und Karline trabten, der Herr Hauptmann schritt davon. So ift's in der Ordnung. Nun erst besah Pollhammer auch seinen Quartierschein. „Dachsgrube neunzehn — Fuhrherr GraSmück — —* ES klang nicht verlockend. Aber Erich v. Pollhammer war ein anspruchsloser Mensch, „einfach bis zur Ekligkeit", characterisirte ihn Flattrich, sein ältester Seconde in der Compagnie. Und die DachSgrube war nicht weit. In Fellenberg war Überhaupt nichts weit. Dazu war daS Nest zu klein. „Johannes GraSmück, Fuhrwerksbefitzer. Herrschaften können Equipagen bestehlen." Da staudS und darüber die Hausnummer 19. Sah nichts weniger als feudal auS und das unorthographische Schild zeugte nicht von hervorragender Bildung des Eigen- thümerS. „Ach was, Bildung! — Wenn- Bett nur Halbweg» ist," dachte Pollhammer. leiben Sinne entschieden. — Wie die „Post" vernimmt, hat da» StaatSministerium in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, für die Provinz Schlesien namhafte Unterstützungsbeträge zu bewilligen. Berlin, 20. August. Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge werden fich in nächster Zeit Commiffare der zunächst bethei- ligten Minister in die vom Hochwasser schwer betroffenen Theile der Provinz Brandenburg begeben, um einen Ueberblick über die angerichteten Verheerungen zu gewinnen und fich ein Bild darüber zu machen, wie die vorhandenen Schäden zu lindern und in welcher Weife ihrer Wiederkehr dauernd vorzubengen fein wird. ES dürften bei den Bereifungen namentlich die Kreise CottbuS, Goran und Guben, sowie die Stadt Forst in Betracht kommen. Berlin, 20. August. Nach einer Meldung au» Königsberg hat der Regierungspräsident die landespolizeiliche Verordnung vom 16. August, betreffend die dreitägige Quarantäne für das ans Rußland eingeführteHandelSgeflügel wieder aufgehoben. Berlin, 20. August. Dem „Berl. Tagebl." wird an» Madrid telegraphirt, daß die politische Lage sehr verwickelt ist. Niemand glaubt an eine lange Lebensdauer de» CabinetS unter der Leitung des Krieg-Minister». Der Hof wird wahrscheinlich schon Anfang September hierher zurück- kehren. Die Berufung SagastaS und die Auflösung der CorteS im Herbst gilt als sicher, zumal die conservative Partei, welche durch CanovaS' Autorität allein zusammen- gehalten wurde, bereit» Spuren ihrer Zersplitterung zeigt. Frankfurt a. d. O., 20. August. Gestern wurden auf der Grube „Bach" bei Ziebingen sieben Personen verschüttet, von denen vier tobt find. BreSlan, 20. August. In dem UeberfchwemmungSgebiet tritt infolge deS HochwafferS der Typhu» auf. In Ohlau sind 12 Mann de» Husarenregiment» v. Schill vom Typhus befallen. Königsberg, 20. August. Die Socialdemokraten nahmen eine Entschließung für die Betheiligung an den Laub« tagswahlen an. Wilhelmshaven, 20. August. Nach Schluß der Herbst- manöoer werden verschiedene Veränderungen in den Commandostellen der Marine statifinden. Unter Andern wird Prinz Heinrich Jnspector der ersten Marine- Jnspection werden. Kaffel, 20. August. Der Botschafter v. Bülow und der Chef des Civilcabinets, v. LucanuS, find nach Berlin zurückgereist. „Herein!" Er batte an die erste beste Stubenthür geklopft. „Jeff' Mar' Joffep! — Jan-Bernd, willste her!" kreischte eine Frauensperson. Sie war eben daran gewesen, einem Jungen, so um sechs herum, die Rückwand zu flicken, und Jan-Bernd harrte währenddem als Sansculotte. Nun war sie aufgesprungen, schob Jan-Bernd hinter fich, geb dem nächstfolgenden Rangen, einem drallen FlachSkopf, der mit dem Finger in irgend etwa» Flüssigem auf dem Tisck wischte, einen Klapps, schnäuzte da» zweijährige Nesthäkchen, anscheinend ein Mädel, das ihr an der Schürze herumkrabbelte, und fragte: „’n Wagen, Herr Offizier? — Je — mein Mann ist nun nicht da und ich weiß nicht —41 Erich Pollhammer schüttelte lächelnd den Kopf. Er war eine überaus gutherzige Seele. „Für den ist sogar der Vagabund auf der Landstraße ein Mensch," pflegte Flattrich von ihm zu sagen. Jetzt wies er sein Quartierbillet vor. Frau GraSmück schlug die Hände zusammen. „Je — nee--so'n hangen Offsehr! US hett se man van en Pird wat seggt. Aewer dat's een Dohn*)j niehmen mot'k Sä, un bat dauh'k aut gtrne, blo» mit bat Acten —“ Der „Herr Offizier" machte ihr klar, daß er auf Verpflegung keinen Anspruch habe. „Ein Zimmer und ein saubere» Bett, liebe Frau." „I Du min Seel', Sä fallt jo gtrn in de Bestestuwen, wenn Sä ment en ganz birken warten willt." Drei Ecken der „besten Stube" waren nämlich vollgepackt: die eine mit Pferdegeschirr, die andere mit reifen Erbsen zum Trocknen, die dritte mit einem Häufchen reines Wäsche. In der vierten stand der eiserne Ofen. •) Anm.: een Dohn — ein Thun — einerlei. (Fortsetzung folgt.) annehmen, daß alle Beamten froh fein werden, wenn tk Wie der, einen durchaus vor- Länge mit seiner eleganten Wölbung, den Hauptpunkt der Bord zwei Cholerafälle con» Der aus Bombay in Brindisfi unter hierherkommende Quarantäne Nom, 21. August. Dampfer „Britania" ist gestellt worden, weil an statirt wurden. Rom, 21. August. Paris, 21. August. Die Gerichtsverhandlung über den Bazar brand wurde gestern fortgeführt, ohne daß dieselbe etwa- besonders BemerkenswertheS zu Tage förderte. DaS Urtheil wird voraussichtlich heute gesprochen. genehmen Aufenthalt. Den Treppenaufgang zum Atelier ziert ein Fenster in prachtvoller Glasmalerei, die allegorische Darstellung der Kunst, insbesondere die Photographie und verwandte Zweige versinnbildlichen. DaS ganze Geschäft», gebäude, durch GaS beleuchtet und während des Winters durch Dampfheizung stets gleichmäßig erwärmt, verdient durch seine vollkommene Anlage als Mufteranstalt bezeichnet zu werden. gleich elegante und practische Einrichtung deS Geschäfts- gebäudeS schließen läßt, so bestätigt ein Rundgang durch da», selbe unsere Erwartungen vollauf. Bereits im Borjahre hat Herr Uhl sein Ateliergebäude durch einen Neubau derart vergrößert, daß wohl im ganzen Großherzogthum Heffen eine so ausgedehnte und vollkommene derartige Anlage zur Zeit nicht vorhanden sein dürfte. Außer einer stattlichen Anzahl Räume für den Inhaber des Geschäft» und da» Personal, den Lager» und Rahmenräumen rc., bildet da» Atelier selbst in seiner Ausdehnung von ca. acht Meter Brette und 15 Meter • Berlin, 17. August. In neuerer Zeit hat das Tragen von Abzeichen und Auszeichnungen der Turn-, Schützen- und Radfahrvereine rc. rc. sehr überhand genommen. Wichtig für Alle, die glauben, mit einem derartigen äußeren Kennzeichen in der Oeffentlichkeit erscheinen zu müssen, ist eine Verfügung de» Ministers des Innern vom 7. Juli, d,e besagt, daß gegen Anlegung der von privatrechtlichen Ber- bänden und Vereinen verliehenen Auszeichnungen und Ab- zeichen nichts zu erinnern ist, wenn sie ihrer Form nach in Verbindung mit dem zugehörigen Bande zu Verwechslungen mit staatlichen und zwar inländischen oder ausländischen Orden und Ehrenzeichen keinen Anlaß bieten. Dagegen soll in den Fällen, in denen diese Voraussetzung nicht zutrifft, gegen die Anlegung solcher Auszeichnungen auf Grund de» § 36C Nr. 8 de» Reichsstrafgesetzbuches strafrechtlich oder auf Grund des Allgemeinen Landrechts im Wege polizeilicher Verfügung eingeschritten werden. zeigt die verschiedensten photographischen Verfahren, wie Platiuothpie, Pigmentdruck, Albumin- und Celloidinbilder, sowie Vergrößerungen auf Eaistwanpapier, bis in die feinste Retouche durchgearbeitet, inSgesammt eine Arbeit strenger Feinheit und Eleganz. Junen geschmackvoll mit Stoff tra- pirt, ist für die Wintermonate die Beleuchtung deS Erkers mit electrischem Licht, welches mittelst Sccuwulatoreu zuim Westen der britischen Inseln erschienen. — Voraus- sichtliche Witterung: Allgemein noch unbeständige», kühles Wetter mit zeitweisen Niederschlägen. Dazwischen vorübergehende Aufklärung nicht ausgeschlossen. * Beilin, 19. August. Da» Taubenschieben in dem mecklenburgischen Seebade Heiligendamm hat nun ein definitive» Ende gefunden. DaS Ministerium hat am 14. dS. MtS. jede weitere Fortsetzung dieses Sport» unter Androhung unmittelbaren Zwange» auch insoweit verboten, al» da» Schießen nicht um ausgesetzte Preise, Gewinne oder Einsätze, sondern lediglich zur Hebung oder Unterhaltung stattfindet. Die „VolkSztg." fügt hinzu, daß diese Maßregel auf das directe Eingreifen deS Herzog» - Regenten Johann Albrecht hin erfolgt ist. Petersburg, 20. August. Der Großhandel von Peter»- bürg hat beschlossen, jedem französischen Schiffe eine * Dorsch, 19. August. Nach dem „Els." ist hier ein Kind ohne Hände und Füße zur Welt gekommen- e» erfreue sich der besten Gesundheit. „ ________. Schließ- sich nahm die Versammlung eine Resolution an, wodurch sie daS Vorgehen des Brau- und Kellermeister», orgauifirte Arbeiter wegen einer geringfügigen Ursache zu entlassen, verurtheilt und die Behandlungsweise der Arbeiter und gan- besonders die Anrede mit „Du" als ungehörig und unwürdig bezeichnet. Bei eventuellen weiteren Maßregelungen organi- sirter Arbeiter sollen andere Schritte geschehen. PeterSbnrg, 20. August. In KraSnoje Selo be- reitet man sich auf den Empfang des Präsidenten der französischen Republik vor. Alle RegimeutScapelleu üben die Marseillaise. Am Eingänge deS ^Lagers ist ein Triumphbogen errichtet worden. Unter dem Bogen wird ein zweiköpfiger Adler schweben mit den Buchstaben R. F. Frankfurt a. M., 20. August. Die „Fraokf. Ztg." schreibt: Die Führer der drei Fractionen, Demokraten, Fort- fchrittler und Nationalliberalen, beantragten bei der Stadtverordneten - Versammlung die Bewilligung von 50,000 Mark au» städtischen Mitteln für die Opfer der Wasser- und Hagel-Katastrophe in Nord- und Süddeutschland. Der Magistrat, der au» principiellen Gründen in dieser Angelegenheit nicht die Initiative ergreifen wollte, hat de« Vernehmen nach sich bereit erklärt, dem Anträge znzustimmeu. Hamdorg, 20. August. Die „Hamb. Rachr." de wen- tireu die Meldung, Fürst Bismarck habe der Wittwe .......... ennoba»’ ein Beileidsschreiben gesandt- Bismarck habe für gebracht wird, vorgesehen. v ' tiatH vutu,uue ®.a^°bt, aber weder mit ihm nehmen Eindruck hervorrufende AuSstellungSerker auf eine noch seiner Wittwe in Correspondenz gestanden. 1 -*-*■* -r-----•- - «- - ° - Turin, 20. August. „Gazetta Piemontese" hält trotz de» Dementis ihre Meldung von einer Erkrankung des Papstes aufrecht. t Langsdorf, 20. August. Bei der heute hier statt- gefundenen Stichwahl der Bürgermeisterwahl erhielt Herr Reichstags- und Landtags-Abgeordneter Köhler 106, Herr Beigeordneter Schiel 98 Stimmen- Ersterer ist so- mit als Bürgermeister gewählt. Laubach, 19. August. Mit dem 1. November wird in Besetzung der hiesigen Postverwalterftelle ein Wechsel eintreten, indem der jetzige Postverwalter, Herr Kurz, gesonnen ist, eine gleiche Stellung in Echzell i. d. Werterau anzunehmen. Darmstadt, 20. August. Gestern starb unerwartet zu Erbach i. O. der dortige Kreisrath Frhr. Gustav von Gemmingen-Hornberg, Großherzoglicher Kammerherr. —k. Au8 Starkenburg, 20. August. Nach dem Jahre 1866, als das Thurn und Taxis'sche Postregal aus Deutschland verschwand, wurde das Postporto für die staat- licheu Sendungen aversionirt und die Dienstsachen bekamen einen Stempel aufgedrückt mit dem Vermerk.- „Frei laut Aversum Nr. 5". Mehrere Jahre geschah dieses, dann wurde da» Aversum beseitigt und sämmtliche portopflichtigen Be- Hörden mußten ihre Sendungen bezahlen, also mit Marken bekleben, wie die Privatpersonen. Am Schluß eine» jeden Monats werden' die Conti der Behörden abgeschlossen und von den Kassestellen (Rentämtern, DistrictS-Einnehmereieu u. s. w.) die erwachsenen Beträge bezahlt. Nun hat unsere StaatSregierung gefunden, daß diese Art, das Porto u. dgl. zu reguliren, eine für die Behörden recht unpraktische und zeitraubende Arbeit ist und deßhalb will die Regierung wieder eine Vereinbarung mit dem Reichspostamt dahin treffen, daß wieder eine Pauschsumme gezahlt werden soll, wodurch alle lästigen Einträge und Abrechnungen wegfallen würden. Um diese Pauschsumme möglichst genau zu treffen, sollen in den .. . Offiziös wird dementirt, daß Eng» land sich vom europäischen Coucert zurückgezogen habe. Alle europäischen Botschafter in Konstantinopel seien über die orientalische Angelegenheit vollständig übereinstimmender Ansicht. Der Friedensvertrag werde ohne Zweifel nächstens abgeschloffen werden. b°b,°.7 '°° I «"Inge. Geschützt durch s°nn-ns-g-l'über nnd unter I U. * * I"' Br« r."8 für d-m Doch- wurde hier Bo-sorg- getroffen" dnß selbst groh.e solchen Borg-H-N, d.ffen Z-eischn "diokeü b« nend Srik*. Ita« BSÄ ftch7?-i -m »eut. be' •“ "nhm d^B-rsn^m-Lg -L- Re Üu.ion °n° ° Z i I . . i (l ^r* ausgenommen werden können. Reich au-ge- daß Vorgehen des Brau- und Kellermeisters findender die Nationalfarben trägt, erhalten. | stattete Empfangszimmer und Toiletteräume bieten einen an- .u." 1 i "’®t ist. ^"derr Ut,b dik 8„ti ,ttl tit 0 !»««*’ bl‘ ei “»'?XUrW'' fr.ÄJS „" Wurden dir? •’M ft* 7 ««eben«" °L « b“‘W, linir^n ,®'5 ott i8 6,tlla* ,®!|l)lt entlaßen « «M Ä"" tlo: "»» t ,nb' Slli'!' L0*"», w°d»,ch , Ä8' •* wjaii jn (ntlQ[( ‘«totta OTb L W -»» Utlteto q> ■ geschrhra. wr Zkit hat das Trager °u°gev der Tum-, 'hr überhand genommen. ntm derartigen Lutzrrer weinen zu müßen, jfi anern vom 7. Juli, H( ° privatreWchen fyv luszrlchvungen und», ste ihrer Form nach in wde zu Benvechrlmz! oder EndischenOl!!: n. Dagegen soll ia}« I nicht zutrifft, M ms Grund der ZU rechtlich oder auf te t Polizeilicher verfligo-z Taudeosch/eßeu hr igtnbamm bat nun Ministerium hat tun g diese- TMl unter auch insoweit verboier, le Preise. Gewinne oder Mg oder Unterhallw: inzu, dah diese Mahres erzöge-Regenten 3o^r ebsame Srfahmp- den 94er in btn&w chen. Zwei 8Mim rfiiftn der 166« w wurden/ da ihnen te er aaiquartfort unb bei einer nächtlichen Keoi' von Mich sand der- n Betten, in «eichen sie r konnten. Der Lorp dir Autquartierung tei Novation der Kasernen^ Mm X • * zur Welt gekommen! <■ i«, s WW. **■£& «* U« i« "*• m« ,,,r mit Sus«n 12. Dem uiai.g A, !®säB*4 0^?>* Fr«, Ttpprl dahier. 16. Marie Pfaff, geb. Winter, 31 Jahre alt, Ehefrau von Schreinermeister Georg Pfaff dahier. 16. Ludwig 56 Jahre alt, Steiger von Bonbaden, Kreis Wetzlar. 17. Richard Schulze, 22 Jahre alt, Buchbinder von Deffau. 18. Karl ?oac™' . Monate alt, Sohn von Bierbrauer Gabriel Jacobi dahier, ^.o, Marie Kreicker, geb. Bär, 46 Jahre alt, Ehefrau von Gärtner Heinrich Kreicker zu Laubach, Oberheffen. 18. Ida Stern, geb. Stern, 7? N" aIt- Ehefrau von Kaufmann Salomon Stern zu Alsfeld. 18. Georg Welter, 5 Monate alt, Sohn des Schneiders Johannes Welter dahier. 18. Friedrich Groh, 1 Jahr alt, Sohn von Taglöhner Heinrich Groh dahier. Auszug aus den Xircbenbftc^erti der Stadt Gietzen. Eraogelifche Gemeinde. WUraute. MatthäuSgemeinde. Den 14. August. Konrad Boß, Schneider zu Gießen, und Susanne Henriette Koob, Tochter von Johannes Koob zu Bechlingen. Den 19. August. Karl Theodor Julius Lachmann, Conducteur zu Köln «. Rh., und Anna Luise Beil, Tochter des verstorbenen Schuldieners Friedrich Wilhelm Beil zu Gießen. Markusgemein'oe. _ Den 16. August. Friedrich Heinrich Naffauer, Kaufmann zu Metzen, ein Wittwer, und Marie Dorothea Kurz, Tochter des verstorbenen Kaufmanns Johann Wilhelm Kurz zu Gießen. Den 18. August. Heinrich Karl Schmitt, Sergeant zu Butzbach, und «aroline Margarethe Wilhelmine Volk, Tochter deS Lademeisters Johannes Volk zu Gießen. •ttaof*'. Matth Lusgemeinde. Den 15. August. Dem Heizer Karl Becker eine Tochter, Lina, geboren den 13. Juli. Markusgemeinde. Den 15. August. Dem Schreiner Otto Harig ein Sohn, Ludwig, geboren den 30. Juni. Denselben. Dem Maurer Heinrich Nickolai ein Sohn, Adolf, geboren den 17. Juni. Den 17. August. Dem Kaufmann Georg Schneider ein Sohn, Erich August Heinrich, geboren den 30. Juli. LukaSgemrinde. Den 15. August. Dem Bremser Konrad Karl Gorr ein Sohn, August, geboren den 11. Juli. Johannesgemeinde. Den 15. August. Dem Metalldreher Christian Gottlieb Hertkorn ein Sohn, Otto Eberhard, geboren den 17. Juli. Den 18. August. Dem Metzger Jakob Arnold eine Tochter, Wilhelmine Margaretha, geboren den 28. Juli. MatthäuSgemeinde. „ _ Den 17. August. Johannes Carle, Taglöhner, ein Wiitwer, 63 Jahre alt, starv den 15. August. Johannesgemeinde. D-n 17. August. Marie Pfaff, geb. Winter, Ehefrau des Schreinermeisters Georg Pfaff, alt 31 Jahre, starb den 16. August. Auswärtige aus den Kliniken. Den 15. August. Katharine Elisabeth Brähler, geb. Merz, Ehefrau des Gefangenwärters Georg Brähler zu Hombergs, d. Ohm, 52 Jahre alt, starb den 13. August. Den 18. August. Heinrich Hopp, Schlaffer zu NeuhoffnungS- hütte bei Sinn. 21 Jahre alt, start' den 15 August. Brodpretse vom 22. August bis 5. September 1897. Der hiesigen Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod......28 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod......56 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod......26 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod......52 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot)......24 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod.....48 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod......72 Der auswärtigen Bäcker. 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bei L. Steinmüller, Gr.-Lindm 42 W. Steinmüller v. L.-Gön8, 42 G. Jacoby v. Alken-Buseck 44 Joh« Kd. Ve'te v. Kirch-Göns 44 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod bei L. Steinmüller, Gr.-Linden 40 Joh. Kd. Belte v. Kirch-Göns 40 3 Kg. (6 Md.) Schwarzbrod bei Ernst Christ von Wieseck 66 G. Jacoby v. Alten-Buseck 66 Der Brodvertäufer. Dieselben Preise wie bei den hiesigen Bäckern. Gießen, den 21. August 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. v. Bechtold. Ms- Für die Ueberfchwemmten in Schlesien gingen ferner bei uns ein: Von K. H. 2 JL, von einer Familie im Neuenweg 1.50 JL, K. D. 20 Jt, Pfarrer D. Grein gelegentlich einer Trauung 5 Jt, Ungenannt 5 Jt, Frl. S. 2 JL, Frau L. S). 1 Jt, Frau K. ®. 2 JL, L S. 8 JL, Rentner L. Bücking 25 vN., D. 10 JL. S. B. 1 J£, Veteranen-Virein Beuern 3.20 »*, Frl. Auguste Görtz 10 JL, Dr. 58. 3 L. V. 2 Scatgeiellschaft Ho Ho Ro 4 85 JL Zusammen 105 55 JL Jnsgesammt 199.55 X Weitere Gaden nimmt gerne entgegen Die Expedition des „Gießener Anzeiger". verkehr, €an$» und VoUrwirthschafi- Worte an junge Mäd- chru. Von dem Werth des Büchleins zeugt die Thatsache, daß in 2 Jahren ftinfzig Tausend Exemplare davon mi tauft wurden. Die aus dem Büch- Lein zu lernenden Kenntnisse sind eine Zierde an jedem jungen Mädchen, deshalb sollte man, so lange noch d«rr Vorrath reicht, sich ein Exemplar vivn der Verfafferin §srau Erna Grauenhorst, Vorsteherin d«er Hausmädchenschule zu Verliu, Wilhelmftraße 10, senden laffen. Der Preis ist mur 65 Ps. Gegen Einsendung bas kleinen Betrages in Briefmarken fwlgt sofortige Zusendung franeo. Ihre Majestät die deutsche Kaiserin hat der Verfasserin in einem huldvollen Dauk- sahreiben Anerkennung gezollt. Ät. Machthm. 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