-rr. 93 Erstes Blatt Donnerstag den 22. Aprü Liints- und Anzeigeblirtt für den Tkveis Gieren. Hratisöeikage: Gießener Kamitienökätter. «»lffr tLiegrap-Nche» Lorrefp»ndenr-B«rriui. ■en. marsch. commerS statt. Alle Annvncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme« Anzeigen fir den „Gießener Anzeiger" entgegen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de« folgenden Lar, erlklicinenden Nummer bis Borm. 10 Ubr. Wien, 20. der Ankunft Coccdei und protrtttsieüts Bietzen, den 21. April 1897. Bo« der Univerfilät. Se. Kgl. Hohett der Groß. Herzog haben Allergnädigst geruht, den außerordentlichen 1 Athen. 20. April. Die Ankunft Rtcotti Garibaldi» mit 500 Mann Freiwilligen wird figualtfirt. Lariffg, 20. April. Die Hauptmacht der Türken ist um Elassona vereinigt. Die hauptsächlichsten Uebergänge von Osten nach Westen find der Paß von Analipfis oder Negers. Koustauttnopel. 20. April. Der Geueral-Jnspecteur der Infanterie ist nach der Grenze abgegaugeu. Koustauttnopel,20. April. Drei griechische Dampfer wurden infolge der Kriegserklärung in den Dardanellen von der türkischen Behörde angehalteu. Koustautiuopel, 20. April. 13 griechische Kriegsschiffe hoben daS Feuer bet Prevesa wieder ausgenommen. Die FortS erwiderten das Feuer. Zwei griechische Schiffe wurden getroffen und zogen sich zurück. Koustauttnopel,20. April. Die Ottomauische Bank hat der Regierung angeboren, in Elaffona eine Filiale zu errichten und die Unterhaltungskosten zu bestreiten. Koustauttnopel, 20. April. Die Botschafter ver- sammelten sich gestern beim österreichischen Botschafter, um über die Lage zu berathen. Koustauttnopel, 20. April. Gestern hat die türkische Armee einen bedeutenden Steg gegen die befestigten Pofitionen bei Tyrnavos davongetrageu. Die Stadt selbst wurde mit großer Bravour genommen. Die Griechen flohen nach tapferem Widerstande aus dem befestigten Lager und ließen zahlreiche Gewehre und Munition zurück. Belitzka, welches von griechischen Freischärlern überfallen und genommen worden war, ist wieder in die Hände der Türken gefallen. Die Türken find im Bormarsch auf Lartffa begriffen und e» | wird heute jedenfalls zur entscheidenden Schlacht kommen. Berlin, 21. April. Der deutsche Gesandte und der I deutsche Consul in Lissabon hatten au den letzten Tagen I längere Besprechungen mit dem portugiefischen Ministerium. I ES handelt sich dabei um den deutsch-portugiesischen Handels- Vertrag, dessen endgültiger Abschluß nach den „Berl. N. I Nachr." nahe bevorsteht. verliu, 21. April. Fürst Ferdinand von Bulgarien wurde nach der Audienz beim Kaiser zur gestrigen kaiser- I Uchen FrüstückStafel zugezogen. Abends fand zu Ehren des Fürsten beim Gehetmrath Krupp, Essen, ein größere» I Diner statt. verliu, 21. April. DaS „Kl. Journal" läßt fich au» Sofia telegraphiren: Der Berliner Besuch deS Fürsten Ferdinand habe den Zweck, bet Kaiser Wilhelm über die rumänischen Rüstungen, die fich direct gegen Bulgarien richten, Beschwerde zu führen. Die rumänischen Rüstungen verfolgten die Tendenz, Bulgarien zu verhindern, fich au einer eventl. Action gegen Macedonien betheiligen zu können, weil Rumänien in einer solchen Betheiligung eine Gefahr für sich selbst erblicken würde. Fürst Ferdinand soll energisch darauf Hinweisen, daß er unter solchen Umständen ebenfalls mili- tärische Maßnahmen ergreifen müsse. Eine Mobtltfirung der | bulgarischen Armee stehe unmittelbar bevor. verliu, 21. April. Der „Loc.-Anz." meldet aus Paris: Reichskanzler Fürst Hohenlohe ist gestern nach Berlin a b g e r e t st. Karlsruhe, 21. April. Der Kaiser trifft am SamStag Bormittag */,10 Uhr von Dresden kommend hier ein, wird einige Stunden beim Großherzog verweilen und dann zur Auerhahnjagd nach Jagdschloß Kaltenbrunn reisen. Der Aufenthalt auf dem Jagdschloß richtet sich nach btm Ausfall der Jagd. WB. Athen, 21. April. Eine Auttsdepesche meldet, die Griechen marschirten in die Damafft-Ebene ein über Bughazi, sie eroberten den Revenpaß und verbrannten ein türkisches Dorf. In Damafft vernichteten die Griechen zwei türkische Batterien. In Nezero eroberten fie da» Kasernenfort Makazt. WB. Koustauttnopel, 21. April. DaS zweite Geschwader, bestehend aus sieben Schiffen und fünf Torpedobooten, lief nach den Dardanellen auS. — Der griechische Gesandte ist nach Athen abgereist. — ES verlautet, Edhem Pascha marschiere auf Larissa los, er hoffe, Lartffa heute zu erobern. — Die Londoner Morgenblätter melden, daß in Mythilene, Ehios und SamoS ein griechen- freundlicher Aufstand bevorftehe. aarctt terstoste er über zum Lus« Garantie ange- Feuerschaden ver- 3672 ieisf Wirr, Mti. 23. d. M. .9 W aus der ein-LindenerFeld. 0,21 fm = 0,97 fm M(DaMholz) Wn = 0,31 fm. chpel eit üppel, davon 22 M icke enreisig uppel, davon 12 rm icke itireifig. ch, IS. April 1897. Irgmneisier-Amt. I verliu, 20. April. Der Director de» RetchSpostamts, I Fritsch, ist nach Washington zur Theilnahme am Weltpost- I Congreß abgeretst. verliu, 20. April. Wie die „Post" meldet, werden die I °u» den Listen gestrichenen drei KrtegSfahrzeuge „Freya", I „Luise" und „Nautilus" demnächst öffentlich ver- I kauft werden. Königsberg, 20. April. Der Stadtrath Graf, Candidat der freisinnigen BolkSpartei bei der bevorstehenden Reichstags- I ersatzwahl, ist gestorben. Elbing, 20. April. Die „Elb. Ztg." meldet aus I Osterode in Ostpreußen: Am Sonntag schlugen auf dem Drewenz-See zwei VergnügungSboot e mit Soldaten um, I wobei sieben Soldaten ertranken. BreSlau, 20. April. Wie dem „Brest. Gen.-Anz." aus I Prtmkenau gemeldet wird, gedenkt der Kaiser Anfang I Mat zur Btrkhahujagd dort eiuzutreffen. Wien, 20. April. Heute hat die Beeidigung vr. Luegers als Bürgermeister stattgefunden. Nach der- selben begab sich Lueger in die Hofburg, um dem Kaiser seinen. Dank für seine Bestätigung abzustatten. Auf der Fahrt zur Hofburg wurden Lueger von einer zahlreichen Menschen« menge stürmische Ovationen dargebracht. Rom, 20. April. Auf der Consulta bezeichnet mau die Lage als unsicher und sagt, daß die Mächte in den Streit nicht etngretfen werden, so lange dies die gebotene Mensch, lichkeit oder die europäischen Interessen nicht erfordern. Um | fich jedoch für die Eventualität zu rüsten, hat die Regierung । verfügt, daß zwei Kriegsschiffe unverzüglich nach Saloniki und zwei andere nach der Sudabey abgehen. Paris, 20. April. Präsident Faure ist gestern Abend 9*/, Uhr von Paris abgereist, um vier Departements zu besuchen. Paris, [20. April. Rußland und Frankreich sollen, so wird in hiefigeu diplomatischen Kreisen versichert, entschloffen sein, nach der ersten entscheidenden Waffenthat energisch zu interveniren. Belgrad, 20. April. Der Commandant der B a s ch t b o - I 8"kS in Altserbien organifirt seine Schaaren, die auf I 14 000 Mann geschätzt werden, um mit denselben an die griechische Grenze zu marschiren. Athen, 20. April. Die Kanonade im Golfe von I Aeta ist wegen heftigen Sturmes eingestellt worden, wird I jedoch fortgesetzt, sobald sich der Sturm gelegt hat. — DaS I Ostgeschwader geht heute Nacht nach einem noch geheim I gehaltenen Bestimmungsort ab. Athen, 20. April. Ein Erlaß deS Minister» de» I Innern fordert sämmtliche Bürger auf, die Waffen zu! ergreifen. I | und gingen nach der Grenze ab. Die Bürger übernahmen den Fretwtlligen-Wachtdienst in den Städten. Depeschen de» Bureau ,$erolb/ verliu, 20. April. Der Kaiser, welcher heute Abend die Reise nach Wien anzutreten gedenkt, wird, wie bereit» bekannt, auf der Rückreise von dort in Dresden abstetgeu und am 23. auf Schloß Strehlen bei Dresden der GeburtS- tagS.Feier des König» von Sachsen beiwohnen. An demselben Tage wird auch die Kaiserin in Strehlen eintreffen, um an der Geburtstagsfeier theilzunehmen. Hierauf macht die Kaiserin einen Besuch bet ihrer Mutter, der Herzogin Adelhaid zu Schleswig-Holstein und kehrt sodann wieder nach Berlin zurück. Der Kaiser begibt fich von Dresden direct nach Karlsruhe zur Auerhahn-Jagd. Berlin, 20. April. Dem Bernehmen nach sind der General der Infanterie Bogel von Falkenstetn zum Chef des Ingenieur- und Pionier-Corps und zum General- Jnfpecteur der Festungen, der General der Infanterie Erb- großherzog von Baden zum commandtrenden General des 8. Armeecorps, der Generallieutenant Freiherr v. Bül o w zum Commandeur der 29. Dtvifion und der Generalmajor v. Kessel zum Commandeur der ersten Garde-Jnfanterie« Brigade definitiv ernannt worden. Berlin, 20. April. Nach Telegrammen, welche auf der hiefigeu türkischen Botschaft eingetroffen sind, endete der Kampf bet Meluna mit einem vollständigen Siege der osmanischen Truppen. DaS befestigte Lager von TyrnaroS befindet fich nach heißem Kampfe in den Händen der Türken. Berlin, 20. April. Eine hochherzige Spende [hat die Kaiserin dem HoSpital der jüdischen Gemeinde in Berlin -«gewendet. Dem Vorstand ging auS dem Cabtnet I der Kaiserin ein huldvolles Schreiben zu, durch welches die hohe Frau dem HoSpital ein Geschenk von 10000 Mark überweist. Deutsches Reich. 19- April. Der General-Superintendent der Rheinprovinz, vr. Baur, ist gestern Abend um 11 Uhr •*** ®r 71 Jahre alt. — vr. Baur ist zu Lindenfels im Odenwald geboren, hat drei Jahre die Gießener Hochschule besucht und bekleidete, bevor er dte zu- letzt innegehabte Stellung im Rheinlande antrat, in Berlin das Amt eines Hof- und DompredtgerS. Er erfreute fich großer Beliebtheit bet Hofe und war ganz besonders tn der Famtlte des Kaisers Friedrich geschätzt und beliebt. Der verstorbene war vor Kurzem um feine Penfionirung ein- gekommen, doch noch ehe ihm diese bewilligt, wurde er durch den Tod aus diesem Leben zur ewigen Ruhe abberufen. April. Die „Wiener Abendpost" widmet des Deutschen Kaisers einen Be- grüßungSartikel, worin sie ausführt, daß Wien, dem Zuge «eines Herzens folgend, den Kaiser in ehrfurchtsvoller Huldigung und freudiger Sympathie willkommen heißt, und sagt: „Der Besuch deS Deutschen Kaisers am Wiener Hof ist mehr als ein Act herkömmlicher Courtoifie. Er besiegelt aufs Neue daS finnige freundschaftliche Berhältniß, welches zwischen den erhabenen Repräsentanten der beiden Centralmächte Mitteleuropas besteht. Er bezeugt aber auch in entfaie- ^nen Mißverständnissen, zugänglicher Art die unerschütterliche Festigkeit des Friedensbunde», welcher mehr 2C H*aft und seinen Beruf, ein Hort der europäischen Ordnung und ein Bollwerk wider ihre Störer zu sein, offenbart. Der Gedanke, welcher den Schöpfern dieses Bundes vorschwebte al» ein hohes, weltbeglückende» Ziel, wirkt fort, verkörpert in den beiden Friedensfürsten, die am morgigen Tage einander begegnen. Zwei mächtige Patrone der Ruhe Europas bieten einander brüderlichen Gruß, fühlen sich ein» im Bewußtsein dieser geschichtlichen Wendung, und d'e Völker, denen dte Vorsehung fie zu Lenkern gesetzt, blicken zu ihnen auf voll liebenden Vertrauens und fester, begeisterter Zuversicht. Sie wissen, daß über ihnen und ihren Geschicken zwei edle Häupter wachen." Wien, 20. April. Der Deutsche Kaiser wird morgen da» Frühstück bei dem deutschen Botschafter und der Gräfin । 8u Eulenburg etnnehmen und morgen Abend ebenfalls in der deutschen Botschaft verweilen. Der deutsche Botschafter und die zum Ehrendienst bei dem Deutschen Kaiser Befohlenen fahren dem Kaiser morgen früh bis Lundenburg entgegen. Petersburg, 20. April. Amtlich wird gemeldet: Der Kaiser übernahm daS Protectorat über den in Moskau zusammentretendeo Aerztecongreß. — Ein kaiserlicher UkaS verfügt die Aufhebung der 1863 eingeführten be- I sonderen Steuer auf Immobilien in den West- | gouvernements Rußlands, die fich im Besitze von Personen polnischer Herkunft befinden. Koustauttnopel, 20. April. Der Sultan sandte Dank und Gruß an Edhem Pascha und an die OperatiooSarmee. | — Wie türkische Blätter melden, ist daS 1. Geschwader auS I ben Dardanellen nach Lemnos abgegangen. Biele Kon- | stantinopeler Einwohner melden fich als Kriegsfreiwillige. Athen, 20. April. Reuterweldung. Die GenSdarmen I Polizeimannschaften wurden dem Kriegsherr zugetheilt ' Der Kietze«er Anzeiger erscheint täglich, Mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener MomikienStätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelcgt. Saarbrücken, 20. April. Auf der Grube „Göttelborn- sagender Wetter drei Bergleute getödtet, zwei leicht und einer schwer verletzt. ?prt1, Der 12. deutsche Geographen- & überraschend zahlreich besucht. Bisher haben fich 600 Thetlnehmer gemeldet. Am Nachmittag fand eine @ $««0 be« 1895 in Bremen gewählten ComiteS für Süd- polarforschung statt. Geheimrath Neumayer, Director der » Sil®0?! in H°®burg, berichtet morgen über die bisherige Thättgkrit de» ComitvS. München, 20. April. Heute Vormittag gegen 11 Uhr k°°End, -in Extrazug mit den auf einer Studienreise durch Deutschland begriffenen italienischen Studenten und Professoren ein. Zum Empfange waten auf dem Bahnhofe erschienen der Rector der Uni- verfität, die Decane, zahlreiche andere Professoren, der Legation-secretar der italienischen Gesandtschaft, der ita- Uenische Vicecousul, Deputationen der Studentenschaft und des akademischen Gesangvereins, sowie die Mitglieder der h efigen italienischen Colonie. Der Empfang war ein über- an» herzlicher. Die Mufik spielte den italienischen Königs- Heute Abend findet rin esficteller Begrüßung»- : I itt W'1” l mb. vo° A Ljjttiib ° A -j» N $ j Gießener Anzeiger Kenerat-Anzeiger. set’s 1 ix-Caramellenl M« M-S-- en i 25 te feis,Heinr.W*ch Vierteljähriger Avonnemeatsprei« r 2 Mark 20 Psg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Psg. Redaction, Gxpeditiorr und Druckerei« J -ch«tstr«tzeNr.7^ Fernsprecher 51. •N l.S In 6311® M ÜL 2901 gpecialitöt: [iederbetteiu Erstling»- § wilde. - „(^CMgraUfti M, wm” Ir.IwS®!* Professor vr. Albrecht Dieterich zu Marburg zum ordeut. ltchen Professor tu der philosophischen FacultLt der Landes- Universität für daS Fach der klassischen Philologie mir Wir- kung vom 1. April l. I. an zu ernennen und in der gedachten Eigenschaft zu berufen. •* Parlamentarische« Der Bericht deS Ersten Aus. schnsseS der Zweiten Kammer über die Vorlage Großherzog- itchea Ministerium» der Finanzen, Abtretung von Straßen- gelinde in der Gemarkung Inheiden betreffend, den der Abg. Dr. Schröder erstattete, kommt zu dem Anträge, die Kammer wolle ihre Zustimmung zu der unentgeldlichen Ab- rretnug vou in der Gemarkung Inheiden gelegenen überschüssigem Stratzeugeläude, bezeichnet mit Flur I Nr. 468y10, 1443 Quadratmeter groß, in der Voraussetzung ertheileu, daß die Gemeinde Inheiden sämmtliche Kosten des Besitz- wechsele übernimmt und anerkennt, daß dem Staate fernerhin ketnerllt UnterhaltungSpflicht an dem abzutretrndeu Gelände o6Iiegt. — Den Bericht des Ersten Ausschusses der Zweiten Kammer über den Antrag deS Abg. West er nach er, die Uebernahme der durch gesetzliche Maßnahmen zur Bekämpfung der Maul- uud Klauenseuche entstandenen Kosten auf die Staatskasse betreffend, erstattete der Abg. Köhler. Der genannte Ausschuß beantragt: 1. die Kammer wolle Großh. Regierung ersuchen, 1) zweimal im Jahre durch die Großh. KreiSämter die Großh. Bürgermeistereien aufzuforderu, auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen: a. wie sich die Bevölkerung beim AuSbruch von Viehseuchen zu verhalten hat, b. welche Lasten dabet der Diehbefitzer, welche der Staat zu tragen hat; 2) diese Bekanntmachung sofort nach AuSbruch irgend einer Viehseuche in der Gemarkung zu wiederholen- 2. den hier vorliegenden Antrag des Abg. Westeruacher damit für erledigt zu erklären. •» WohnuugSgeldzuschuß. Die Offiziere, Aerzte und Beamte deS Reichsheeres uud der Kaiserlichen Marine sowie die etatSmäßtg angestellten Reichsbeamten und Unterbeamten ausschließlich der Beamten der Reichseisenbahnen in Elsaß- Lothringen beziehen, wenn sie ihren Wohnsitz im deutschen Reiche haben, auf Grund des Gesetzes vom 30. Juni 1873 „Wohnungsgeldzuschuß", der zu denselben Zeitpunkten zahlbar ist wie daS Gehalt. Die Höhe diese» Zuschusses ist verschieden und richtet sich nach dem Range deS Beamten sowie der Einwohnerzahl und den TheuerungSverhältnissen des dienstlichen Wohnorts. Demgemäß beziehen die Beamten au Orten, wo Lebensmittel und Wohnungen verhältnißmäßig billig find, weniger WohuungSgeld wie an Orten mit>heuerem Lebensunterhalt. Bezüglich des WohnungSgeldeS sind daher etngetheilt: „Die Beamten nach ihrem Range in 6 Kate- gorten, und die Orte nach den TheuerungSverhältnissen resp. tn die 6 Klassen A, 1., 2., 3., 4., 5., welche man Servt». klaffen nennt. Die Kategorien 1 bis 4 umfassen die höheren Beamten, zur Kategorie 5 gehören die mittleren Beamten und zur Kategorie 6 die Unterbeamten. Der Zuschuß be- trägt jährlich tn den ServtSklaffen: A. 1. 2. 3. 4. 5. für die Kategorie 5: Mk. 540, 432, 360, 300, 216,180, (mittl. Beamte) für die Kategorie 6: Mk. 240, 180, 144, 108, 72, 60. (Unterbeamte) In Klasse A find nur einzelne Großstädte, tu den Klassen 1 und 2 Badeorte, größere und mittlere Städte, 3., 4. kleinere Orte, 5. Landorte. Gießen gehört beispielsweise zu Klasse 2, Friedberg zu 3 und Frankfurt a. M. zur Klaffe A. Diese Klasseneintheilung der Orte erfolgt durch RetchSgesetz und unterliegt von zehn zu zehn Jahren einer allgemeinen Revision, welche auch in diesem Jahre stattfindet. Der Kaiser ist ermächtigt, unter Zustimmung deS BundrsratheS bet hervortretendem Bedürfntß die Versetzung einzelner Orte aus einer niederen Klasse tn eine höhere anzuordnen. Bet der diesjährigen Revision handelt es sich nun nicht nur darum, einzelne Orte tn höhere Klassen zu versetzen, sondern es bleibt auch zu prüfen, ob eS erforderlich, die Sätze der einzelnen Klaffen der Jetztzeit entsprechend zu erhöhen, weil die heutigen Verhältnisse doch wesentlich verschieden find von den Verhältnissen der Jahre vor 1873, die s. Z. maßgebknd waren, für die Klasseneintheilung der Orte uud die Festsetzung der Höhe des WohnungSgeldeS tn den einzelnen Klaffen. Namentlich für die wirthschaftltchen Verhältniffe der Unterbeamten uud mittleren Beamten mit niederem Einkommen trifft dies in erster Linie zu- denn je geringer daS Einkommen, um so weniger verbleibt zur Bestreitung der Woh- uungSmierhe. Nun herrscht aber infolge des vertheuerten Baugrundes, der hohen Baukosten und deS Zuzuges von Familien mit geringem Einkommen tn den meisten Städten ein fühlbarer Mangel an kleinen und mittleren Wohnungen. (£ln Thetl der mittleren Beamten bezieht daher Wohnungen, die im Vergleich zum Einkommen zu theuer find. Biele andere dagegen begnügen fich mit kleinen Wohnungen, deren Mirthpreis den bewilligten WohnungSgeldzufchuß gar nicht, oder nur wenig übersteigt, und trägt so mittelbar, durch die vermehrte Nachfrage, zur Bertheuerung der kleinen Wohnungen bei. Die Folge davon ist, daß einfache kleine Wohnungen verhältnißmäßig theurer find wie die mit allen Annehmlichkeiten auSgestatteten größeren und ganz großen Wohnungen. Eine Erhöhung des WohnungSgeldzuschuffeS der Unterbeamtrn wäre daher in erster Linie am Platze. Eine Erhöhung deS Zuschusses der mittleren Beamten nicht nur erwünscht, sondern auch gerechtfertigt insofern, als ein beträchtlicher Theil der mittleren Beamten, sobald er sich durch den erhöhten Zuschuß in die Lage versetzt sieht, mehr für seine Wohnung aufwenden zu können, voraussichtlich auf kleine Wohnungen Verzicht leistet und durch diesen Verzicht eine nicht unerhebliche Zahl kleiner Wohnungen frei werden würde, waS wiederum ganz besonder» im Interesse so Vieler liegt, die durch ihr Einkommen auf kleine Wohn- ungen angewiesen sind. Aufgabe deS Staates aber ist eS, das Interesse der wirthfchaftlich schlecht Gestellten in jeder Beziehung zu wahren. — vnerkenutmg treuer Mitarbeit. Die General-Brr- sammlung deS Papier-Judustrte-VereinS beschloß am I 15. Mai 1896, einer Anzahl in der „Papterzeitung" benannten Firmen für ihre mitgenannten Beamten und Arbeiter ein \ Diplom für treue Mitarbeit zu verleihen. Die Diplome tnb nunmehr den Betreffenden unter GlaS und Rahmen zugesandt worden. In Gießen wurde die Firma I. Barnaß ür den seit 19. März 1883 beschäftigten Arbeiter Ludwig Zuh ausgezeichnet. * • vieberthalbahu. Um fich klar zu machen, welcher bedeutende Nutzen durch die zu erbauende Bieberthalbahn und die dadurch bedingte Entlastung unserer Straßen herbei- geführt wird, dürften nachstehende Zahlen über die Eisen- und Kalkstein-TranSporte pro 1896 von allgemeinem Interesse sein. ES gingen von Bieber—Rodheim, theilS auf ireußischen, theilS auf hessischen Straßen, bis Abendstern ca. 15 000 Fuhrwerke, bis Gießen ca. 6000 Fuhrwerke, bi» Lollar 1500 Fuhrwerke, zusammen also 22 500 Wagen beladen, welche dieselben Strecken geleert zurückzufahren hatten. Die Belastung dieser Wagen schwankt zwischen je 40 bis 80 Centner. Alle diese Lasten werden nach Fertigstellung der Schmalspurbahn mittels dieser ihren Weg nehmen. Welcher große Vortheil daraus den WegeunterhalrungS-Ber- pflichteten erwächst, dürfte selbst für den Laien nicht schwer ein, einzusehen. Am 26. d. M. find die Interessenten der Bieberthalbahn zu einem Termin nach der Bürgermeisterei Gießen geladen. ES wäre sehr zu wünschen, wenn dem Unternehmen von keiner Seite Schwierigkeiten gemacht würde, damit mit dem Bau der Bahn schleunigst begonnen und vorangegangen werden kann. Preissteigerung der vaumaterialieu. Vor Beginn der Bausaison berichteten wir bereits über einen PreiSaufsch'.ag für Kalk. Dem Steigen der Kalkpreise find nun die Preise für Backsteine nachgefolgt. Diese» Baumaterial ist um 2—2y, Mk. pro Tausend theurer geworden als im Vor- ahre. Dabet find Backsteine ungeheuer knapp, so daß ein weiteres in die Höhe gehen hierfür nicht ausgeschlossen ist. Die Backsteinmacher nehmen selbstverständlich die für sie überaus günstige Conjunktur wahr und find mit ihren Accord- forderungen für die bevorstehende Arbeitsperiode, um 1 bis 2 Mk. pro Mille Steine zu formen, ebenfalls tn die Höhe gegangen. Dieser Mehrerlös der Ziegelarbeiter ist diesen auch von Herzen zu gönnen, da nicht zu verkennen ist, daß bet den früheren gedrückten Löhnen diese schwer arbeitenden Leute knapp ihr Durchkommen hatten. • • Aufruf au alle deutsche» Buchhalter! Behufs Begründung eines „Vereins Deutscher Buchhalter", der neben der materiellen vornehmlich auch die geistige Hebung dieses für die Geschäftswelt nützlichsten Standes bezweckt, werden in allen Handels- und Jndustrteplätzen die Berufsgenossen aufgefordert, ihre Adresse an Director Reil, Berlin-Friedenau, zur weiteren Veranlassung einzusenden. • • Für die junge» Leute, welche zu Ostern die Schule verlassen, um einen Lebensberuf zu ergreifen, ist eS eine Pflicht, fich der Schäden bewußt zu bleiben, welche der Aufenthalt in dumpfer Stuben- und Werkstattluft, sitzende Lebensweise, geistige Anstrengung und zu wenig Bewegung in frischer Luft an ihrer Gesundheit Hervorrufen können. Um hier ein genügendes Gegengewicht bieten zu können, ist der Besuch der Turnstätten dringend erforderlich. Nur in einem gesunden Körper können sich Frohsinn, Lebensmuth und Schaffensfreudigkeit in dem Maße entwickeln, wie es zu dem Kampfe ums Dase.n erforderlich ist. Die vielfach auSge sprochene Ansicht, die Arbett in einem schweren Berufe gebe genug Gelegenheit, die Kräfte zu stählen, ist nicht richtig, denn die BerufSthätigkeit ist nur einseitig und biwirkt keine harmonische Ausbildung der gesummten Muskulatur. Das aber wird erreicht durch fleißiges Turnen mit seinen mannigfachen Bewegungsformen, Turnspielen und Turnsahrten. DaS Turnen b etet dem Heranwachsenden Jüngling eine Quelle so vieler, reiner Freuden, innerer Befriedigung uno körperlichen Wohlbefindens, daß er stets gern und regelmäßig an den Hebungen auf dem Turnplätze theilnehmen wird. *• eine Aendernng in der Ferien Ordnung in den Volksschulen soll nach der „Darmst. Ztg." vom nächsten Jahre ab eintreten. Die seitherigen Schluhferien (letzte Aprilwoche) kommen nämlich in Wegfall, und das neue Schuljahr soll, wie an höheren Schulen, om Montag nach Ostern beginnen; eS endigt dann mit den Osterferien. Seither begann das Schuljahr der Volksschulen am ersten Sonntag im Mat. Infolge dieser Aendernng soll die an vielen Orten noch zu Pfingsten stattfindende Konfirmation auf Sonntag nach Ostern verlegt werden. ** Wetterbericht. Ganz Europa, mit Ausnahme des äußersten Südens, steht unter der Herrschaft niederen Druckes. Das gestern bereits über der Ostsee lagernde Minimum behauptet auch heute noch mit unveränderter Tiefe seine Lage. Dasjenige, welches fich im Westen deS Canals ankündete, ist ostwärts über Westdeutschland hereingerückt, wobei in ganz Central Europa der Luftdruck erheblich abgenommen hat. Die Witterung ist neuerdings unbeständig geworden und haben sich vielenorts Niederschläge eingestellt. Am Nordsuße der Alpen machte fich Morgens leichter FöhmEinfiuß geltend und waren daselbst Morgens die Temperaturen bedeutend höher als gestern. — Voraussichtliche Witterung: Un- beständiges, unruhiges Wetter mit Niederschlägen. Lollar. 19. April. Heute Nachmittag wurde hterseldst die Leiche eines etwa 30 Jahre alten Mannes aus der Lahn gezogen. Es wird vermuthet, daß man es mit einem seit einiger Zelt vermißten Einwohner von Wißmar zu thun hat. Butzbach, 20. »April. Dem „Drmstr. Tagebl." wird von hier geschrieben: AuS dem benachbarten Marienschloß wird nnS gemeldet, daß der zur Zeit daselbst inhastirte berüchtigte Ein- und Ausbrecher Klotzbach mit noch drei Gefangenen einen Fluchtversuch unternehmen wollte. Die Thüre seiner Zelle war schon so weit auSgesägt, daß ein schwacher Druck genügt hätte, durch dieselbe aus den Korridor zu gelangen. Nach Aussage deS Klotzbach beabsichtigten die Verbrecher die im Hose aufgestellte Wache zu überrumpeln, dieselbe unschädlich zu machen uud fich de» Gewehr» zu bemächtigen. Die Reisegelüste der vier Verbrecher dürsten durch eine schwere Schließung für immer vereitelt worden fein. -r Oberbreidenbach b. Romrod, 20. April. Durch rin größeres Schadenfeuer sanken heute Nacht drei Hos- ratthen tn Asche. Der Brand kam bei Wirth Johs. Wenzel, wo gerade Tauzunterhaltung war, zwischen 1 uud 2 Uhr in einem Nebengebäude zum AuSbruch und griff bald auf die Gebäude von Konr. Hofmann 2. uud Hrch. Rahn 3. über. Alle benachbarten Wehren waren zur HÜlfeleistung herbei- geeilt. ES bedurfte großer Anstrengungen, um daS Feuer zu bewältigen bezw. etu weitere» Umsichgreifen zu verhüten. Zum Glück war Windstille und hatte der fett mehreren Tagen herrschende starke Sturm etliche Stunden vor AuSbruch deS Brandes fich gelegt, sonst wäre ein große» Unglück die Folge gewesen. Uebtr die Entstehung des Feuer» finden eben Erhebungen durch die Gendarmerie statt; die Abgebrannten sind versichert. Darmstadt, 19. April. Am Lindenberg hat fich gestern der GerichtSaffeffor Lin deck, ein Sohn de» verst. Geheimen Finanzrath» und HauptstaatSkaffendirectorS, erschossen. Bow Odenwald. 20. April. In Affolterbach liegt der Fall vor, daß Vater und Sohn wegen eines Küchen- Heerde», bezw. wegen der zu benutzenden Kochlöcher einen Proceß miteinander haben. Der Vater, der die Bewirth- schaftung seinem Sohne übergeben hat, verlangt als Auszügler, daß ihm das vordere Kochloch gehöre, während der Sohn sich mit dem hintersten zu begnügen habe. Der Sohn aber sagt, ihm gehöre da» vorderste Kochloch, weil doch er jetzt Haushaltungsvorstand fei u. f. w. Kurz, der Vater hat die Sache bei Gericht anhängig gemacht und find bereit» vom Gerichte Experten ernannt, die den Sachverhalt einzusehen und zu begutachten haben. Mainz. 18. April. Heute Nachmittag unternahmen drei junge Leute eine Vergnügungsfahrt mit einem Segelboot rheinaufwärts. Das Boot kenterte infolge deS Sturme» oberhalb der Eisenbahnbrücke. Die Jnsaffen stürzten in den Strom. Zwei davon ertranken, der dritte rettete sich an» Ufer. Mainz. 18. April. Ueber die wahlweise Benutzung ter Rücksahrkarten auf der recht»- und linksrheinischen Strecke herrschte bisher beim reisenden Publikum vielfach Un klarheit. Die Linien Mainz—Bingerbrück und Kastel— Rüdesheim waren auch von dieser Vergünstigung au-geschloss'n. Eine von der hiesigen Eisenbahndirection herauSgegebeue Verfügung hebt diese Ungleichheit auf und beseitigt auch d,e bisher bestandenen Zweifel. DaS Schriftstück besagt: „Sämmtliche Fahrkarten ohne Ausnahme, als einfache Fahrkarten, Rückfahrkarten, Fahrscheine usw., die zur Fahrt auf der rechten oder linken Rheinseite berechtigen, können für die Folge nach Belieben der Reisenden zu rechtsrheinischen oder linksrheinischen Zügen benutzt werden, gleichviel, ob die Fahr- karten rc. einen entsprechenden Ausdruck tragen oder nicht. Für den Fall, daß vor Beendigung der Fahrt in Kastel ober Mainz ober anderen rheinabwärtS gelegenen Wechsel- ftattonen als RüdeSheim, Bingerbrück, St. Goarshausen, St. Goar uf®. ein Wechsel in den beiden Rheinufern statt- findet, so ist stete auf derjentgeu Station, von welcher der Wechsel nach der anderen Rheinseite vorgenommen werden soll, die Fahmuterbrechung auf den Fahrkarten von den GtationSbeamten bescheinigen zu lassen." W • !Wilhelm8haven. 20. April. Der 83jährige kranke Bauer Michels ist bei einem in Egels bei Aurich aul* gebrochenen Brande um» Leben gekommen. SdHffsnad?rid?ten* Norddeutscher Lloyd, tn Gießen vertreten durch die Agenten Kerl Loo» und I. M. Schulhof. Bremen, 20. April. (Per transatlantischen Telegraph.) Da Postdampser Dresden, Kapitän O. Groß, vom Nordd. Lloyd tn Bremen, ist am 17. April, 12 Uhr Mittags, wohlbehalten tn Philadelphia angekommen. Bremen, 20 April. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Roland, Kapitän Zurbonsen, vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist gestern 3 Uhr Nachmittag« wohlbehalten in Galveston angekommen. SrankfntUt «tedttheater. Der berühmte italienische Sänger Tamagno, welcher eine kurze Gaftspiel-Tourns unternommen hat und soeben mit außerordentlichem Erfolge an der großen Oper in Paris ausgetreten ist, wird nach einer Vereinbarung mit der hiesigen Intendanz »nfong« Mai an zwei Abenden im hiesigen Opernhause gastiren. Wöchentliche Ueberstcht der TodeSMe tu Gieße». 16. Woche. Vorn 11. April bis 17. April 1897. Einwohner zahl, angenommen zu 23 700 (tnci. 1600 Mann MilitS ). SterblichkeitSziffer: 26,32, nach Abzug der Ortsfremden 10,970/». Kinder »e ft erben an: Zusammen: Erwachsene: ta vom * n ° 1. LedenSj.hr: 2.-15.Jab: Bösartiger Neubild. 2 2 — — Lungenschwindsucht 4 (1) 3 — 1 (1) Lungencatarrh 2 — 2 —■ Lungenentzündung 2 1 1 — Lungen erweiterung 1 1 — — Herzleiden 2 1 — 1 Krämpfen 3 — 2 1 Liphtheritis 1 (1) — 1 (1) Croup 1 — 1 — Wochenbettfieber 1 1 — Summa: 19 (2) 9 6 4 (2) . «nm. Die in Klammern gesetzten Ziffern gebe» an, wtc viele der Todesfälle tn der betreffenden Krankheit aut von auSwärt« nacy Gieße» gebrachte Kranke kommen SÄns,offe“. Wifi Jin B M Mau schreib« um SJlufitt ui« J W ■ W w ■ B Angabe des tSewünschtrr». <5 von Elten & Keussen, Fabrik und Handlung, Crefeld- Ä*- * Ä t ein »1 «•»Zf’ «4 6«a * * >'«■ R-h» 8*’?f **lH ' b,< 8m. Mat«. , . tagen ' «’t »U6wi| 1« , tb,n ®" ,e «wannte# 7 d-T ®iitiTOn rrschossev. ^°lterbach liegt «gen eines Rüden, dru «ochiScher einen !T- dn bte Bewmh. betlangt als SnS. Wxt> während der ltn habe. Der Sohn -°>hloch, well doch er kurz, der Vater Hal hl und find bereits den Sachverhalt ein« l°g unternahmen drei »it einem Segelboot infolge des Sturmi lafftn stürzten in den >er dritte rettete fich hltveise Benutzung itt und llntitylnlfdien tyffltar tWlhr Md unb ßafitl- chllü-auSgeschlofiin. Ion herausgegebene ,8 beseitigt auch die Schriftstück befagt: als einfache Fahr- blt zur Fahri auf gen, können für die rechtsrheinischen oder letchviel, ob die Fahr- nagen oder nicht, der Fahrt in Rastel ,6 gelegenen Wechsel- ,i( St. SoarShanfev, -tben Rheinnsern statt- irion, von welcher der ootgenommen werten Fahrkarten von den 1 2 1 1 1 KD ver SSMrtge hantt gtU bet InrW •=*’ men. _____ iteti« buii die »Vvlev Lttl Ä-äSA* üK IM6* n7 MW" ld Han11 _ aik j M SS?” täg* * Doa ■: l»,.,.#.-15.3'1 ’i.Btifl*1 - Bilanz am 31. Dccember 1896. Activa JL $ An Kaffa-Conto 7485.74 „ Waarenbestand 11046.55 „ Inventar 242.18 „ Debitoren 638.13 „ rückständigen Mt« gliederantheilen 10.— Passiva. JL H An Darlehen 2963.- „ Creditoren 6326.64 „ Mitgliederantheilen 1890.— „ Reservefond 1470.87 „ Betriebsrücklage 2727.45 „ noch zu zahlenden Kosten 1897.99 „ Kapital Conto 2146.65 Summa 19422.60 Summa 1942260 Mtgliederftand Ende 1895 . . . 185 Zugang in 1896 ......7 Abgang in 1896 ...... 7_______ Mitgliederstand Ende 1896 . . . lv5 Watzenborn-Steinberg, am 31. December 1896. FimdnnrUchaftliihtt Soasum-Nerm, 8. G. mit imdeschr. Haltpg., zu Watzenborn-Steinberg. Hirz. Schaefer. Leicht. 3911 §ohrinden-Vttfttigkrmlg in der VberfSrsterei Brandoberndorf Dienstag, 27. April 1897, Nach- tnitiofli 1 Uhr, auf dem Rathhaus zu Brandoberndorf: 1. AuS dem Staatswald: Distr. 22, Spechtisckheck: 540 Centner Lohrinde, 21 jährig. 2. AuS dem Gemeindewald. Distr. 8, Langeberg: 1800 Lentner Lohrinde, 20 jährig. Dlstr. 9 b, Wehrholz: 250 «ettintt ___________Lohrinde, 25 jährig. 3909 Freitag den 23. April l. I., Nachmittags 2 Uhr, im r«biet' zu Gießen versteigere ich öffentlich gegen Baarzahlung: dto Mobilien und 1 Partie Cigarren. 3918_______Engel, Gerichtsvollzieher. Abbruch-MüteriMkll. Alte Treppen, Brennholz rc. sollen Donnerstag den 22. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, bei der Stadtkirche meistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden. Gießen, den 21. April 1897. 3950______Die Bauleitung. Heule, Donnerstag den 22.6., Vormittags 10 Uhr, wird in der Huhn'schen Hofraithe, Löwengaffe, eene große Parthie Brennholz 3956 versteigert.H. Carl6. Stöbt. Schlachthaus. Freibank. 3887 Heute und morgen Ochfensieifcd nicht ladenrein, per Pfd. 48 Pfg. 8chwemMM nicht ladenrein, per Pfd. 35 Pfg. eeeeee®©»®®® Sämmtiiche in hiesigen Schulen eingeführten Schulbücher sind in neuen und auch meist in guten antiquarischen Exemplaren zu billigsten Preisen auf Lager. Sommerspiele aller Art empfiehlt in großer Auswahl zu billigsten Preisen all: Croqnets, Criquets, Boccias, Faum-Teuuis-Zchliiger uud -Siivk sowie vollständige Lawn-T ennis-Spiele, Futzbälle, Turnnpparate, Schaukeln, Hängematten, Reis- und FederdaUspiele Gummibälle, Schmetterling-Netze uud -Kasten Gartengeräthe in Holz und Eisen, Botauisir- und Brod-Büchseu und -Körbchen. 3942 J. H. Fahr, 25. Sonnenstraße 25 Baumwachs, bester Qualität, empfiehlt 3949 August Noll, Bahnbofstr. 51. N Der 3. Stock, bestehend auS 6 Zimmern nebst allem Zubehör, ist sofort zu vermiethen. 3930__Hofmaonstr. 5. Schöne Wohnung von 3 auch 4 Zimmern, Küche und Zubehör auf 1. Juli zu vermiethen. Zu erfragen in der Conditorei Krämer, Neuen Bäue.___________________3928 3952) Dret-Zimmerwohnung, Wasserleitung und Zubehör zu vermiethen. __Frankfurter vratze 98« Der sofort 4-Zimmer-Wohnung an ruhige Leute zu verm. H. Hittler Südanlage. 3902 3917] LogiS im Hinterhaus zu vermiethen TV. Bogt, Löwengasse 15. 3919] Mödlirtes Zimmer (mit oder ohne Kaffee) zu vermiethen _______________Dammstraßre 41, I. 3953] Möbltrte Zimmer zu vermiethen _____Bibmarckstratze 10, in 3927] Zwei schön möbltrte Zimmer m t oder ohne Cabinet, zusammen oder auch einzeln zu vermiethen. ____F.Kühne, Seltersweg 28. 3926] Möblirtes Zimmer zu vermiethen. Neuenweg 17, II. Fehsenfeids l Universitäts- Bnchhandlg. August Frees, Giessen, Seltersweg Nr. 53. DH«OG»SOGS«O Lehr schöne und billige Mir für Confirmandmueu bei Fra« S. Schepers, 3841________________Grabenstr. IO. Frührosakartoffeln -wieder frisch eingetroffen bei 3924 _________I. Hankel. Sckloßgasse 8. Frühe Rosenkarioffkln, 1 Gentner 2,50 Mk., verkauft *3820 Friedrich Cost, Neustadt 10. 3981] Morgen Donnerstag WF grüne Bohnen 'M »er Pfund 12 Pfg. und sonstige Gemüse. Marktlauben Nr. 1, Frau Kerber. Mieth-Gesuche. 3957] Student, vor dem Examen stehend, sucht für das Sommersemester 1897 eine gutmöblirte, kühle und ruhige Wohnung von 1—2 Zimmern. 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'I. 3946 |vermischteAnzeigeir| Ein Student erhält freie Wohnung gegen Unterrichts- ertheilung für einen Terttaner. Philologe bevorzugt. ' ^^<3944 Nähere« in der Exped. d. Bl. Buchführungß und Comptoirarbeiten lehrt mündlich und brieflich gegen Monatsraten Handels - Lehrinstitut Morgenstern, Magdeburg, Jacobsstr- 87. Prospecte und Lehrbriefe 1 gratis und franco. dass tetr.: Lchtl' i° 3920 3. Der Vorstand. 8fr nbjuflebtn. 3948 3935 PH. Lemp. 0 0 Krofdorf, den 21. April 1897. 3934 Sirbnrtion: 1. Ftfeybtr. Iie Heutige Kummer umfaßt L Seite« f 0 0 i. 2. 81 ist bei W Lehker grsehl tter btn Termin tu Schnlvoeställbi Ben allen unfetcn za geben. 2. Mitti im Ho Srzuk 3. Tonn, Im Hotel für den Die Herren verstehenden 6 Inn«»»'*’0‘ felynW &8 n GEGR: 1846 Meine Wohnung befindet sich von heute ab Alicestratze Nr. 11. 'M Da* Gnh emtl Siehrn 28. April t grnehmigt: 1- Mr 8 in scha persona genau; 2. Auf bei Orten werben, fie minbi iniNc trieb be habende g Prof. Dr. Winckler, O 38rtG Kreisveteriuärarzt. aoQOQocxxjaooaooaoa ooooqoocoqooooc Tages-^Ordnung: Bericht. Errichtung einer Gedenktafel für das verstorbene Mitglied Hast. Verschiedenes. bittet Statt besonderer Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mittheilung unsere liehe Schwester, Schwägerin und Tante K # au di Wir brau benachrichtigte, stmfioden wer 1. Mo« Um zahlreiches Erscheinen 3916 Turnverein. Generalversammlung am Mittwoch den 28. April, Abends 8Vi Uhr, in der Reftauratten «iihleise» (früher Schnell). TtT gkte-tt VM'Nttägl' gnt «urnahv" Montag- —-— Di« Girßk"' xettW drw 8n möchatli-hbr' hngtltK' Konrad Etzbach gestern Nachmittag 3]/2 Uhr von seinem langen und schweren Leiden durch einen sanften Tod erlöst wurde. Die trauernden Hinterbliebenen Giessen und Mannheim, den 21. April 1897. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 22. April, Nachmittags 4V2 Uhr von den neuen Kliniken aus statt. ,r .Für die Dielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die zahlreichen Blumenspenden bei dem schweren Verluste meiner mnigstgelrebten unvergeßlichen Gattin, Mutter, Tochter undSchwester Frau Marie Lemp, geb. Malkomesius, sage Allen im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen, insbesondere Herrn Pfarrer Dr. Grein, sowie den evangel. Schwestern und Allen, die mir hilfreich bei der schweren Krankheit meiner lieben Frau zur Seite standen, meinen tiefgefühlten Dank. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme an dem schweren Verluste, welcher uns durch das Hinscheiden unserer geliebten Tochter und Schwester betroffen, sowie Herrn Pfarrer Hepding zu Großen-Linden für die trostreichen Worte sagen wir Allen unseren aufrichtigen und herzlichen Dank. 3914 Siebener Braunstein-Bergwerk, den 21. April 1897. Job. Menges und Familie. Danksagung. Allen Denjenigen, welche sich bei dem Begräbnisse unseres lieben Vaters Herrn Job. Heini*. Kreuder theilnehmend bewiesen haben, sowie Herrn Pfarrer Geibel für seine trostreichen Worte am Grabe und für die vielen Blumenspenden sagt innigsten Dank Familie Kreuder. zu streng reellen Preisen in empfehlende Erinnerung. Mehrjährige Garantie! 254i Statt besonderer Mittheilung1 Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, dass unser lieber Gatte, Vater Schwiegervater und Grossvater ’ ’ 6 hJ ; Moi lvai KV6" * J* «lut vber ah tJ8 1 > W, » ^algabt La, lh«. t«• ( M# bai i|,l, ' 16 1 lid) ‘afttOan «°i? butt, «4? 'i- Achtung! Unserem lieben Collegen Wilhelm Gernandt zu srinem 28jLhr »ebnrtstag« ein dreifach donnernde- Hoch, daß daS ganze BrauiauS wackelt. Die durstigen Eollegen 3937 H. R. W. R. K. K. Georg Koch, Umchkl dem Satserhof s Neuenbauen s bringt zur Coufirmatiou sein großes Lager i* Privatunterricht in Stenographie (Gabelsb) wird erth. Off, u. Stenogr. a d. Exped- d. Bl. 3904 An- und Verkauf von getragenen «leider«, Weißzeug, MSdel«, Bette«, «oid und Silber- fache«, Bücher«, Zeitungen, Acten Papier, Kupfer, Messing, Zinn, Blei und Visen. 3905 Ebenso werden Lnmpen und ch«oche« auf Verlangen jederzeit abgeholt durch Louis ^tothenberger Wwe. AushiilssstrUe Arbeiten wird angenommen. 3951 Näheres in der Expedition d. Blattes. Die verlorene Broche, die am SamStag Morgen gefunden wurde, bitte gegen 50 Mark Kklohuung in der Expedition ds. Blattes 20 Mk. Belohnung Demjenigen, der mir über den Thäter des an meinem Hause verübten Un» sugü Auskunft ober einen Anhaltspunkt zu geben im Stande ist, daß ich denselben gerichtlich belangen kann. Job«. Trapp, Postschaffner i. P. DOOOooooooooo 0 ____MM o werde« prompt o«d gewiffenhafi e«Ut ------«arautic antzgesühnlt — Druck und Verlag der vrühllchen UniverfitStS'Buch. uud Steindruckerei ,Pie UL A Scheyda) tu Gießen. Fräulein Johannette Zimmermann heute sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Giessen, den 21, April 1897. Die^Beerdigung findet Freitag, den 23. d. Mts. Nachmittags 3 ühr, vom Sterbehaus, Schillerstrasse 14 aus statt. Wohne von heute ab: Löberftraße Rr. 3. -MdE Heinr. Herzberger, Juhrunternehmer, seither Rodheimerftraße 6. oooooooooooooooaoo o o 0000000000000000