® tillOfA.-. «"•la* Il8"tbn »«ä iethü^n sss Schuhe, vctrrtt und Da- 322 »MJS^ *nfl iHwAm *?» S ®; Mtt block KW und Zubehör qi *en' sowie M.gel, Stmmcr nebst Keller ,u bet ch» Lrtzstrtiistrahe 46, zweiter Steck,H itmmtra mit Mm «U: «Mt 42 per nletytn. » 4 , LudwIgstraße A, m-WohnungeD u Logen weist ausführlich »tt Kobrmogi'StaL HU. MweiSAL. *»8# 45 iß btt nftt mtm unb 1 tummer, ir unb dartnumthril. tu vnrnirthrn tt, Tivck, r Zimmer mit u verrnirthen. Lomuvfkaüe 2, u. hchiller-u. SteWr. 85 m u. Werft-, ffioffetL, perl-Apr. MimE iber 3. M, SÄeSwng vom oermietben. Mtibofeta^ taem Neubau, »** ier Erbanlage, H 5 t 3 Ammern und zwn *Ö,hiW$^ ^ qnaenleur Lutz, per rrn dn8^ , Q.uj.Gj, mmn und«ic-.a»- iu oemietheu * S. ©»Otttlell. : I. April,u )t>t 1., Ludi lniage 11: 4,1 Freitag den 22. Januar Nr. 18 ISO? Gießener Anzeiger General-Anzeiger. ikrts- und ELnzsrgsdlatt für den lCä?ds Gieszen Redaction, Expedition und Druckerei: Kchutstraße Kr.7. Fernsprecher 51. Vierteljähriger Nbonncmentsprels r 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Marl 50 Pfg. Die Gießener Aamitienvlätter werden dem Anzeiger »wöchentlich dreimal beigelegt. Der Hießener Anzeiger erscheint täglich, xiit Ausnahme deS Montags. Erstes Blatt. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Dorm. 10 Uhr. , ~ || ............................ ....... Gratisbeilage: Gießener Iamitienötätter. Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Derrticher Reichstsg. 167. Plenarsitzung. Mittwoch den 20. Januar 1897. Auf der Tagesordnung steht zunächst die Interpellation Hahn lelr. Inkraftsetzung der Internationalen Vereinbarung über das Wegerecht zur See ohne den von der Ltchterführung der Fischersahrzeuge handelnden Artikel 9, aber mit dem die Ftschdampfer zum Ausweichen vor Seglern zwingenden Artikel 26. Staattzsecretär v. Bötticher erklärt sich zur sofortigen Beantwortung bereit. t Abg. Hahn (fractionslos) weist auf die große Bedeutung unterer Hochseefischerei hin. Die Schleppnetzschiffer könnten, was «an sich in Washington nicht genug klar gemacht habe, unmöglich den Segelschiffen ausweichen. Wenn die internationale Vereinbarung em 1. Juli d. I in Kraft trete,, fo müsse das daher ohne den Artikel 26 geschehen. Derselbe widerspreche auch durchaus dem geltenden Gewohnheitsrecht. Was Artikel 9 anlange, der die Lichter- führung gebiete, so richteten sich unsere Schiffer im Allgemeinen schon jetzt darnach. Trotzdem beabsichtige unsere Regierung, gerade diesen Artikel noch nichr in Kraft zu fetzen. W shalb nicht? Im Allgemeinen scheint es auf der internationalen Eonfirenz an Sach- k nntniß gefehlt zu haben, auch seitens des Vertreters unseres -leichsamts des Innern, des Geh. Rath Jonquiöres. Wenn auch England auf Artikel 26 bestehen sollte, so dürften wir doch solchen Unsinn nicht mitmacken. Dte Regierung möge hier einmal dem Auslande gegenüber Muth zeigen, was wir ja leider nicht in allen Fällen erwarten könnten. Staatssecretär v. Bötticher: Bis jetzt besteht allerdings die Hebung, daß alle Schiffe den Fischereifahrzeugen ausweichen. Aber «s ist das noch nicht geschriebenes Recht. Jetzt handelt es sich nur darum, entweder für Deutfchland an dieser Uebung festzuhalten, dann aber aus ein internationales einheitliches Rechl zu verzichten, c»der uns der internationalen Vereinbarung anzuschließen unh auf jene Uebung zu richten. In ersterem Falle aber würde unsere Fischerei sicher geschädigt, denn angesichts des Erkenntnisses des hianleaiischen Oberlandesgerichts, wonach unsere F.scher keinen Anspruch darauf haben, daß andere Schiffe ihnen ausweichen, würden die anderen Schiffe auch künftig darauf bestehen, daß die Fischer ihnen ausweichen. Deshalb ist es besser, daß wir wenigstens vorläufig dem Artikel 26 unS anschließen. Im Princip ist die englische Regierung mit unS einig, nur aus formellen und practtschen Gründen will fie noch den S 26. Angesichts der Bewegung hier unb in England selber gegen den Art. 26 wird ja die Zeit kommen, wo auch die englicke Regierung ihn fallen läßt. Ich hoffe, dte Verhandlungen darüber noch bis zum 1. Juli zu einem guten Ende zu bringen. Ava. Frese (fr. 93p.): Art. 26 rufe Collisionsgefahren hervor, da die Fischereidampfer fchon wegen der Netze weit weniger zum Ausweichen befähigt seien als alle anderen Schiffe, einschließlich der Segler. Wir könnten doch unmöglich eine Anordnung treffen, die wir selber für verkehrt halten. Abg. ».Langen (cons.) erklärt sich ebenfalls entschieden gegen Inkraftsetzung des Artikels 26. Wenn der Slaatösecretär hoffe, bis zum 1. Juli noch sich mit England anderweit zu einigen, fo habe derselbe ein Vertrauen zur deutschen Diplomatie, welches er selbst nicht theilen könne. t t Staatssekretär v. Bötticher erklärt nochmals, der Standpunkt der Reichsregierung sei ganz der des Interpellanten. Wenn sie trotzdem die internationale Vereinbarung mit Art. 26 tn Kraft fetzen wolle, so thue sie das nur, weil sie von der andernfalls entstehenden Rechtsoerschiedenheit Nachtheile für die deutsche Fischerei befürchte Insofern nämlich, als ein ausländischer Segler, der aus unseren Fischplätzen ein Fischereifahrzeug niedersegle, welches ihm nicht ausweiche, von uns gar nicht belangt werden könne, zumal die bisher bestehende Uebung ja eben nur Uebung, aber nicht ^Adg. Jebsen (nl.): Man kann Gesetze machen, so viel man will, die Fischer werden doch immer nach ihrem gesunden Menschenverstände handeln und bei ihrer Gewohnheit bleiben. Das Beste wäre also, wenn es gelänge — und die wohlwollenden Erklärungen des Siaatssecretärs hierüber lauten ja beruhigend — noch bis zum 1. Juli sich mit England über Art. 26 und gleich auch über Art. 9 zu einigen, so daß untere Fischer bei ihrem alten Gewohnheitsrecht verbleiben können. Redner nimmt außerdem die deutschen Commissare in Washington gegen den Vorwurf Hahns in Schutz, in diesem Punkte aus Sachunkenntniß die Fischereiinteressen nicht gewahrt zu haben. Staatssecretär v. Bötticher nahm dieselben tn Schutz; es seien die besten Kräfte, die nach Wafhington gefchickt worden seien. Geh. Rath Jonqutöres thetlt mit, daß in einer großen Reihe von Seestaaten die internationale Vereinbarung bereits in Kraft getreten sei. Damit ist die Besprechung beendet. Das Haus setzt sodann die Beratyung beS Etats des Reichsschatzamts sowie der dazu vorliegenden Anträge Ha mm ach er unb Lenzmann und Ullrich betr. Errichtung von Behörden zur Erledigung von Zollstreitigkeiten fort. Abg. v. Stumm (R P.) bedauert die Ablehnung des durch Reichstagsrefolutton geforderten Zolles auf Quebracho und andere Gerbstoffe fettens des Bundesralvs. Sckatzsecretär Graf Posadowsky: Es sei das geschehen wegen zolllechnischer Schwierigkeiten, die noch dadurch erhöht würden, daß ja nach allgemeinem Einverständniß alle Gerbstoffe zollfrei bleiben sollen, insoweit sie wegen ihrer gleichzeitigen Eigenschaft als Färbstoffe in der chemischen Industrie Verwendung fänden. Auch in den Handelsverträgen beständen unüberwindliche Hindernisse, da alle wichtigeren Gerbstoffe als zollsrei gebunden seien. Dazu komme die wir hschastliche Seite der Sache. Die privaten deutschen Schäl- waldungen haben seit 10 Jahren nicht ab-, sondern zugenommen; trotzdem sei ausgeschlossen, daß sie jemals den Bedarf der Lederindustrie decken kann en. An Lobe werde in Deutschland etwa 920- bis 950000 Doppelcentner producirt, aber schon 1879 war der Bedarf der Lederindustrie vier Mal so groß und seitdem sei derselbe noch stark gewachsen. Die Regierungen seien auch Überzeugt, daß ein Quebrachozoll den Eichenschälwaldbesitzern nichts nützen würde, da die nach modernem Verfahren arbeitenden Gerbereien davon doch nicht abgehen würden. Das Jnteresie der Lederindustrie spreche jedenfalls entschieden gegen einen solchen Zoll. Nunmehr vertagt sich das Haus. Morgen 1 Ubr: Fortsetzung. Schluß 5Vz Uhr. Deutsches Reich. Darmstadt, 20. Januar. Ihre König!. Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin nebst der Prinzessin Elisabeth find heute Nachmittag 1 Uhr 56 Mtn. nach Gotha abgeretst. Im Allerhöchsten Gefolge befinden fich Hofdame Fretin v. RotSmann und Se. Exc. Oberhofmarschall General der Inf. z. D. v. Westerweller. Während Seine Königliche Hoheit der Großherzog am Sonntag hierher zurückkehren, werden Ihre Königliche Hoheit dte Großherzogin noch langer in Gotha verweilen. Nerreste WolffS telegraphisches Eorresvonderrz°B«rea». Berlin, 20. Januar. Heute Abend fand im Königs- schlöffe die große Deftlircour vor dem Kaiserpaare statt, in Gegenwart der Prinzen und Prinzesfinnen des Königshauses. Unter den dem Kaiserpaare vorgestellten Personen befanden fich viele Herren nnd Damen des Auslandes, namentlich Angehörige des diplomatischen Corps. Berlin, 20. Januar. Die Handelskammergesetz. Commission deS Abgeordnetenhauses beendete die erste Lesung der Vorlage nach Einsügung des neuen § 34b, wonach zur Auflösung der Handelskammer ein Beschluß deS Staats« Ministeriums erforderlich ist. Berlin, 20. Januar. In der Budget-Commission des Reichstages besprach Lieber die Zunahme der Pensionirungen der Offiziere. Der KliegSminister erwiderte, seit 10 Jahren sei tn Betreff deS Zuganges der pensionirten Offiziere keine Erhöhung erfolgt. Auf die Behauptung Bebels, die Penfionirungen erfolgten zu frühzeitig, erwiderte der Kriegsminister, zu frühe Pensionirungen fänden uichtstatt. Niemand, der beim Avancement übergangen sei, fei gezwungen, abzugehen. Swinemunde, 20. Januar. Der englische Dampfer „Turretcrown" sitzt seit acht Tagen bei der Greifswalder O>e im EiS fest. Heute früh hat derselbe Proviant und Hilfe verlangt. Der Eisbrecher „Langenberg" geht morgen früh zur Hilfeleistung ab. Lübeck, 20. Januar. Der Bürgerausschuß genehmigte einstimmig den Antrag des Senats, ein Denkmal für Kaiser Wilhelm den Großen zu errichten. Die Grund- steinlegung soll am 22. März erfolgen. Leipzig, 20. Januar. Wie die „Leipziger Zeitung" von zuverlässiger Seite erfährt, gedenkt der König von Sachsen, einer Einladung deS Kaisers folgend, an b m für den 22, März geplanten Feste zur Erinnerung an den hundertjährigen Geburtstag des Kaisers Wilhelm I. in Berlin theilzunebmen. Schwerin, 20. Januar. Nach hier vorliegenden Nachrichten aus Cannes schreitet die Wiedergenesung deS Großherzogs nur langsam fort, da die infolge einer phlegmonösen Entzündung entstandenen Wunden geringere Neigung zu heilen zeigen als erwünscht ist. DaS Allgemeinbefinden des Patienten ist befriedigend. Rom, 20. Januar. Auf der hiesigen deutschen Botschaft fand heute ein größeres Gastmahl statt, an welchem u. A. Ministerpräsident Rudini nebst Gemahlin, Unterstaats. Feuilleton. Eine Spazierfahrt nach Norwegen Reiseerlebnisse von Joseph Kahn, Ranstadt (Oberheffen). (10. Fortsetzung.) Auch mehrere prachtvoll angelegte Parks hat sie. In einem derselben steht daS Monument TordenskjoldS. Wir speisten zum ersten Male seit dem Beginn unserer Spazier- fahrt tn einem gemüthlichen deutschen Hotel und so viel als möglich nach ächier deutscher Weise. DaS ist daS Bictoria- Hotel, deffen Eigenthümer ein Herr A. F. von Guillfeld ist, der, aus Schlesien gebürtig, schon 40 Jahre in Norwegen Wohnt und mit einer norwegischen Dame verheiratet ist, dte auch linguistisch vortrefflich auSgestattet ist und neben ihrem heimathlicheu Idiom daS Englische, Französische und Deutsche vortrefflich beherrscht. , In wenigen Minuten waren wir dort wie zu Hause, einige schrieben Briese an ihre Lieben in der Ferne, andere saßen da und unterhielten fich rauchend und zechend, ein Herr spielte einige Walzer, auch deutsche Zeitungen wurden eifrig durchstudirt und erst am Nachmittag machten wir einen Spaziergang durch die Stadt. Im Mittelpunkte der« selben erhebt sich die berühmte Domkirche. Sie ragt hoch über die übrigen Gebäude hinweg und macht selbst in ihrem gegenwärtigen, halb zerstörten Zustande einen mächtigen Ein« druck auf den Beschauer. Im ansehnlichsten Kirchengebäude des Nordens verdient besondere Aufmerksamkeit die in mehreren Stücken eigeuthümliche Architectur des Chors, sowie auch der prächtige Königseingang auf der Südseite. Durch eine Seitenthür gelangen wir in den im Bau begriffenen glügel. Hier wird tüchtig drauf los gearbeitet. Dampfsägen durchschneiden große Stetnblöcke, alte Figuren »erben wieder eingesetzt und bald wird die Kirche wieder dastehen, wie fie in ihren guten Tagen auSgesehen haben mag. Ja, fie hat ihre Leidensgeschichte, denn sie brannte nicht weniger als fünfmal nieder. Au dem vorderen Theile deS Domes befindet fich die Aufschrift: „Zur Domrestauration". Ich machte Bodow, der stets hungrig war, darauf aufmerksam. Er suchte aber vergeblich nach dem Orte, wo er Nahrung zu erhalten glaubte. Später besann er sich, daß nicht nur der Magen, sondern auch Gebäude restaurirt werden können, und warf lächelnd eine Münze in die unter der Aufschrift hängende Büchse, die er in feinem Eifer nach Fütterung übersehen hatte. Neben dem Dome ist der Friedhof, angelegt wie ein Park mit schönen Spaziergängen und Bänken. Die meisten Grabsteine stehen nicht aufrecht, sondern find liegend angebracht. Der späte Nachmittag war zu einem Spaziergange nach dem berühmtesten Waffersalle, dem Store Lör-Boß, be« stimmt. Ein schöner Weg führt dahin. Der Wafferfall ist hinter Wäldern versteckt und nur daS Brausen und Zischen verrieth unS die Fährte. Wir besahen ihn erst von oben — ein furchtbar gewaltiger Anblick! DaS Aufbrausen und Stemmen des Bettes gegen die fich wild herunterstürzenden Waffermaffen, ein ewig wüthender Kampf bildete dieses grandiöse Schauspiel, demgegenüber wir unS fast zwerghast und ohnmächtig vorkamen. Meine Feder ist zu schwach, dem Leser diese« wunder' bare Bild vorzuzaubern. Da gabS viele Ach'S und OH'S der Verwunderung, nur unser Freund aus Sachsen verhielt fich höchst zurückhaltend, ja apathisch. Ich dachte an jenen Irländer, der, als er vor dem Niagara stand, sich dahin aussprach, daß er sich nicht darüber verwundern könne, denn daS Waffrr müsse ja herunterstürzen. Wenn eß ober hinanf- stürze, daß wäre etwas. Wir wollten auch den Fall von der Tiefe aus be« trachten, wo man erst einen vollständigen Ueberblick bekommt. Der Weg dahin ist steil, der Boden weich und naß. Auf beiden Seiten befindet fich dichtes Gebüsch. Lange stand ich da: „Unb rote er tritt an deS Felsen Hang Unb blickt in ben Schlunb hinab", da geschah auf einmal etwas, daS zur Entscheidung führen mußte. Ich bekam nämlich von hinten einen Stoß: „Unb bebenb hört man von Munb zu Munb: „Hochherziger Jüngling, fahre wohl!"" Aber dies ist bloß Phantasie. Thatsache bleibt, daß ich die reinste Rutschparthie machte. Ich nicht allein, hinter mir rauschte eß so dicht, als kamen ganze Colonnen- ober das dauerte alles nur so lange, als ich dieses niederschreibe, denn im Nu waren wir alle wieder auf unseren Beinen, unversehrt, aber furchtbar schmutzig. Doch der Anblick des rauschenden Wasserfalles, als ob alle Furien entfesselt wären, daß Gewaltige, Erhabene und Großartige, wie das Wasser wieder in Millionen Tropfen hoch in die Luft getrieben wird, um in den Strahlen der Sonne in allen Farben eines RegenbogenS zu glänzen, — entschädigte uns vollkommen für baß körperliche Mißgeschick. Lange Zeit fich in der Umgebung des Waffrrfalleß aufzuhalten, ist nicht gut möglich, denn in wenigen Minuten wird man so naß wie ein Pudel. Das Aufsteigen war noch beschwerlicher, — eine wahre SisYPhuS-Arbeit. Nach langem Auf- und Abgleiten spürten wir wieder terra firma unter unß. Auf unserem Heimwege wurden in einem Bauernhause wieder die Kleider gereinigt und gewaschen. Auch begegnete* unß drei deutsche Marinesoldaten. Daß Wort „Reichsadler" stand auf ihren Mützen. Sie gehörten zum Gefolge deS Kaiserß und waren von Bodoe nach Trondhjem gtfommea, um die Post zu holen. (Fortsetzung folgt.) fecretär Graf Bonin, Palastpräfident Graf Gianotti mit Gemahlin, die Senatoren Fürst Camporeale, Fürst Caracciolo, 5er österreichisch ungarische Botschafter, sowie der belgische und niederländische Gesandte theilnahmen. Paris, 20. Januar. In der HeereScomwission erörterte der Kriegsminister das Project betreffend die progressive Errichtung von vierten Bataillonen in den Infanterie-Regimentern. Die Commission zeigte sich dem Project geneigt. Barcelona, 20. Januar. Sechs Dynawitbomben mnrden in einer Höhlung auf dem Terrain der Gemeinde Garcia gefunden. London, 20. Januar. Unterhaus. Chamberlain beantragte eine neue Ernennung des Ausschusses über den Einfall JamesonS in Transvaal. Nachdem Mac Lean gegen den Antrag sich ausgesprochen hatte, wurde die »eitere Berathung auf morgen vertagt. Depeschen des Bureau „Herold." Berlin, 20. Januar. DaS Kaiserpaar unternahm heute Vormittag den gewohnten gemeinsamen Spaziergang durch den Thiergarten. JnS königliche Schloß zurückgikehrt, hörte der Kaiser den Vortrag des Chefs des CwilcabinetS, Dr. v. LucanuS, und begab sich darauf um halb 12 Uhr mit dem Grafen v. Perponcher und Herrn v. LucanuS nach dem Neuen Museum, um dort die Ausstellung der Entwürfe zur tanzenden Mänade, von denen einige dreißig eingegangen stnd, zu besichtigen. Die Entscheidung der Concurrenz erfolgt bekanntlich am Geburtstage des Kaisers. Der Kaiser verweilte bis gegen 1 Uhr im Museum. Berlin, 20. Januar. Die Mitglieder de» Reichstages veranstalten anläßlich des Geburtstages des Kaisers am 27. Januar, Abends 6 Uhr, im ReichStagSgebäude ein Festmahl. ' Berlin, 20. Januar. Die Budget-Commission des Reichstages berieth heute den Etat der Reichs Eisen- bahnen und lehnte die Forderung eines Bahnbaues Busendorf—Dillingen ab. Berlin, 20. Januar. DaS Diner, welches morgen beim Reichskanzler Fürsten Hohenlohe stattfinden sollte und wozu viele Parlamentarier Einladungen erhalten haben, ist wegen eines Todesfalles in der Familie des Erbprinzen Philipp Hohenlohe auf Freitag verschoben worden. Berlin, 20. Januar. Heute Nachmittag 2 Uhr trat das Staatsministerium unter besonderer Einladung deS Kriegsministers zu einer Sitzung zusammen. Berlin, 20. Januar. Wie die „Post" berichtet, hat Graf GoluchowSkh Berlin mit dem angenehmsten Eindruck verlaffen, hervorgerufen durch den so ehrenvollen Empfang, der ihm hier zu Theil geworden ist, als auch durch die völlige Uebereinstimmung in den politischen Fragen, die er im Verkehr mit den hiesigen leitenden Kreisen gefunden hat. Berlin, 20. Januar. Auch die „Nordd. Allgem. Ztg." bezeichnet die ungünstigen Nachrichten über den Gesundheitszustand des Zaren als in jeder Beziehung für völlig unbegründet. Nach den neuesten und zuverläffigften Informationen ließe das Befinden des Zaren Nikolaus nichts zu wünschen übrig. Frankfurt a. M., 20. Januar. Die „Franks. Ztg." meldet aus Lahr in Baden: In der letzten Nacht um 11 Uhr 5 Minuten wurde hier ein kurzer heftiger Erdstoß verspürt. Köln, 20. Januar. Die „Köln. Ztg." meldet aus Petersburg: „ES verlautete schon in voriger Woche, daß auf einigen Petersburger Fabriken die Arbeiter unzufrieden wären und zum abermaligen Aus ft and fest entschlossen feien. Auch sollen schon Ende voriger Woche die betreffenden Fabrikleitcr zum Finanzminister zur Besprechung darüber berufen sein, wie man einem Ausstande Vorbeugen sollte. Als recht unzufrieden werden, wie schon im Jahre 1896, die Arbeiter in der kaiserlichen Gewehrsabrik zu SestrorSezk genannt. Breslau, 10. Januar. DaS Gerücht, wonach auch die Frau des Fabrikbesitzers Rocksch unter dem Verdacht der Mitwisserschaft an dem an der Modistin Rodewald verübten Giftmorde verhaftet worden sei, bestätigt sich nach einer Meldung des „BreSl. Gen.-Anz." nicht. Hamburg. 20. Januar. Die an Bord des Dampfers „Pirrte" herrschende Krankheit wurde durch ärztliche Untersuchung als Berri Berri, Scorbut und leichtes Darmleiden erkannt. Ein epidemischer Character der Erkrankung ist Ausgeschlossen. Der verstorbene Steuermann erlag einem Lungenleiden. Innsbruck. 20.Januar. Die Conferenz deutscher, österreichischer und italienischer Eisenbahndirectoren ist heute hier zusammengetreten, um über die Einführung eine- LuxuSzugeS Hamburg—Neapel zu berathen. Dieser Zug soll wöchentlich einmal verkehren. Triest. 20. Januar. Nach hier auS Bombay ein- getroffenen Consulardepeschen ist die Pest in der Abnahme begriffen. Rom, 20. Januar. Der König hat dem Minister- rathSbeschluffe, betreffend die Kammerauflösung, zugestimmt. Rom, 20. Januar. Die Kriegsentschädigung, welche dem König Menelik zu bewilligen ist, wird aller Wahrscheinlichkeit nach 6 Millionen Lire übersteigen, also daS Doppelte der von Rudtni geschätzten Summe betragen. Brüffel, 20. Januar. Die Congoregierung bestreitet entschieden die Richtigkeit der Blättermelduvg über die Rirdermetzelung der Expedition Dhanis. Brüssel, 20. Januar. In der Kammer fand heute die Berhandlung über daS neue Fremdengesetz statt, daS von den Socialisten lebhaft bekämpft wurde. Der Justiz- Minister betonte die Nothwendigkeit, mit der ein strenges Ffremdengesetz zu handhaben sei, da die Regierung nicht Salden könne, daß Belgien der Sammelpunkt der Anarchisten I werde, die gegen ihre Regierungen conspirirten. Der Minister ' machte Anspielungen auf den Verkauf gefälschter Butter durch die socialistischen Consumvereine tu Gent. Da indeffen die Untersuchung noch im Gange ist, wurde der Justizminister von den socialistischen Abgeordneten zur Ordnung gerufen, worauf der Minister die Worte theilweise zurücknahm und von den Socialisten unter ungeheurem Lärm feige und ehrlos geschimpft wurde. Paris, 20. Januar. Frau Car not, die Mutter des ermordeten Präfidenten der Republik, ist gestorben. Paris, 20. Januar. Es verlautet bestimmt, daß die aus ter „Petite Republlque" ausgetretenen RedactionS- Mit glie d er in die Redaction eines neuen Organs eintreten werden. Paris, 20. Januar. Die gestern in Marseille eivge- troffenen Blätter anS Tongktng bringen über die derzeitige Lage beruhigende Nachrichten. London, 20. Januar. Die Königin erhielt die Nachricht, daß zum Jubiläum Prinz und Prinzessin Friedrich Leopold, also nicht Kaiser Wilhelm selbst, erscheinen werden. Konstantinopel, 20. Januar. Der gestrige Geburtstag des SultanS ist ruhig verlaufen. Die Ordnung wurde nirgends gestört. Die Illumination ist glänzend, aber ruhig verlaufen. Berlin, 21. Januar. Das „Beil. Tagebl." meldet aus Bukarest: Es verlautet, der gegenwärtig in Berlin weilende Stourdza habe den vertraulichen Auftrag, wegen des Besuchs des deutschen Kaisers in Rumänien zu sondiren. Berlin, 21. Januar. In der Untersuchungssache gegen den Criminal-Commiffar v. Tausch wird mitgetheilt, daß auf Veraulaflung des OberftMtSanwaltS Drescher der frühere Minister des Innern, v. Köller, der fich augenblicklich auf feinem Rittergute befinden soll, durch daS zuständige Amtsgericht vernommen wird. Die Vernehmung hängt mit den anonymen Briefen zusammen, welche im vorigen Jahre an daS Ministerium des Innern gelangt find und Verunglimpfungen des Auswärtigen Amts enthielten. AuS dem Umstande, daß in letzter Zeit der Vertheidiger des Lützow, Rechtsanwalt Dr. LubSzinSki, wiederholt im Ministerium deS Jnnern gesehen wurde, wird gefolgert, daß Lützow, den v. Lausch erwiesenermaßen zu allerhand Agitationen benutzt hat, um jene anonymen Briefe wußte. Unter den in letzter Zeit vernommenen Zeugen befindet fich auch der jetzige Vorsteher der politischen Executive, Polizeirath Graf Stillfried Kattowitz, den Herr v. Tausch von jeher als seinen Rivalen betrachtet haben soll. Hamburg, 21. Januar. Heute findet eine entscheidende Versammlung des Arbeitgeber-Verbandes statt. ES wird allgemein angenommen, daß eine Ablehnung des Vorschlages seitens der Arbeitnehmer erfolgen werde. Rom, 21. Januar. Die Gemeinderäthe von Palermo und Messina verlangten von der Regierung Quarantäne gegen indische Provenienzen. Rom, 21. Januar. Dem General Baldissera ist nach Suez der Befehl zugegangen, nach Massaua zurückzukehren, da die Befürchtung besteht, daß die Tigrener die Bedrohung der Italiener durch die Derwische zu Einfällen auSbeuten werden. ___________ W.B. Berlin, 21. Januar. Die Morgenblätter melden auS Budapest: Die Bergarbeiter der der Staatsbahn gehörenden Kohlengrube in Anima, erregt über die von der Direction angeordnete Erhöhung der Beiträge zur Bruderlade, zogen in Schaaren mit Frauen lärmend vor daS Directionsgebäude. Die Gendarmerie schritt ein. Ein Gendarmerielieutenant wurde durch einen Steinwurf schwer verwundet - Gendarmen gaben Salven ab, acht Arbeiter und zwei Frauen wurden getödtet, zwölf schwer verwundet, darunter vier Frauen. Darauf flohen die Arbeiter. ES wurde Militär requixirt, da eine Ausdehnung der Unruhen befürchtet wird. _ CocäUs rrnd ptotHtijklk«, Gießen, den 21. Januar 1897. ♦ * Personalien. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädigft geruht, den Vorstand des Erbschaftssteueramts Geheimen RegierungSrath Dr. Karl Muhl unter Anerkennung seiner treugeleisteten Dienste auf sein Nachsuchen, sowie mit Wirkung vom 1. Februar d. I. an den DistrictSeinnehmer der DlstrictSeinnehmeret Butzbach Fridolin Bonn auf sein Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen und letzterem auS diesem Anlaß den Character als „Rendant" zu verleihen. * * Kirchliche Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigft geruht, den von sämmtlichen Riedesel Freiherrn zu Eisenbach auf die erste evangelische Pfarrstelle zu Schotten, Decanat Scholten, prä- sentirten Pfarrer und Decan Emil Münch zu Ulfa für diese Stelle zu bestätigen, dem Pfarrvrrwalter Otto GroS zu Burkhards, Decanat Schotten, die evangelische Pfarrftelle daselbst zu übertragen. Handelskammer. Am 24. Februar d. I. find es 25 Jahre, seitdem daS Ministerium verfügte, daß für den Bezirk der Stadt Gießen eine Handelskammer, bestehend aus 7 Mitgliedern, errichtet werden solle. Die Mitgliederzahl ist inzwischen auf neun erhöht worden, während die Handelskammer zu Darmstadt, refp. deren Mitgliederzahl ebenfalls bereits vor 25 Jahren gegründet, von 7 auf 15 Mitglieder erhöht wurde. Auch bei und in Gießen hegt man in den Kreisen der Handeltreibenden den Wunsch, daß die Mitgliederzahl unserer Handelskammer vermehrt werde und wurden dahingehende Wünsche jüngst in einer Versammlung von Interessenten laut. * *nn Parlamentarisches. Soweit jetzt feststeht, soll der neue hessische Landtag am Dienstag den 9. Februar d. I. zusammentreten. Bei diesem Zusammentritt handelt eß sich nicht um die Berathung des Staats Budgets pro 1897/99, sondern um die Wahl der beiden Präsidenten und um die B.ldung der AuSschüffe. Was die Wahl des 1. Präsidenten anbelangt, so ist eß sicher, daß ein der nationalltberalen Partei angehöriger Abgeordneter hierzu gewählt werden wird^ da auch die socialdemokratische Fraction hierfür stimmt. Nur in der Personenfrage bestehen noch Meinungsverschiedenheiten, die jedoch kaum in Betracht kommen werden. Ueber die Person des 2. Präsidenten verlautet noch nichts Bestimmtes, doch dürfte die Wiederwahl deS seitherigen 2. Präsidenten WolfSkehl außer Zweifel stehen. In den verschiedenen AuS« schüffen, für die die Candidaten schon bestimmt find, wird von jetzt an auch die socialdemokratische Fraction vertreten sein. Die Berathung deS Staats-Budgets, deffen Ausstellung und Drucklegung noch eine geraume Zeit in Anspruch nehmen wird, soll, soweit bekannt, in diesem Frühjahr nicht mehr et« folgen. Dagegen wird die Großh. Regierung eine Pronloo- gation deS Finanzgesetzes auf ein Jahr beantragen und, falls dies in der Zweiten Kammer Genehmigung findet, was nach dem Stand der Verstaatlichung der Hessischen LudwigSbaha außer Zweifel steht, soll die Berathung deö Staatsbudgets bis in den Herbst d. I. verschoben werden. Demgemäß wird die erste Tagung des neuen Landtages voraussichtlich nur von kurzer Dauer sein. Der Verein der vierbraner und Küfer beschloß in feiner am SamStag abgehaltenen Versammlung, am 23. Januar in SteinS Saalbau eine Abendunterhaltung zu veranstalten und den Sonntag Nachmittag zu einem Ausflug in daS Schützenhaus zu benutzen. * * Wie aus dem Jnseratenthril ersichtlich, beabsichtigt der hiesige Veteranen Verein am Montag den 25. d. MtS. eine Wiederholung der Aufführungen seines Winterfestes zum Besten der Unterstützung Skafse für alte Veteranen zu veranstalten. Es wird dieser Entschluß gewiß von unseren gesummten Einwohnern nur mit Freude begrüßt werden, find doch einmal unsere Veteranen dafür bekannt, daß sie neben ihrer kriegerischen Tüchtigkeit, die sie in dem letzten Feldzug erwiesen haben, auch der Geselligkeit und der Kunst einen großen Tribut zollen, und zweitens sollen nach den uns gewordenen Mittheilungen die diesjährigen Darbietungen Alles übertreffen, was bisher in Dilettanten-Aufführungen und lebenden Bildern geleistet wurde, und last not least soll doch der Unterstützungskaffe ein Schexflein zugefügt werden. Gewiß drei Punkte, die für die geplante Wiederholung schwer inS Gewicht fallen. Bon einem Freunde unseres BlatteS geht uns über die erste Aufführung noch folgender Bericht zu: Nach dem in früheren Jahren Gebotenen des Veteranen Vereins war ich gespannt, ob fich die diesjährigen Aufführungen würdig anschließen würden, und ich muß gestehen, daß meine Erwartungen bei Weitem übertroffen wurden. DaS aufgeführte Theaterstück: „Guten Morgen, Herr Fischer" wurde so trefflich und sicher gespielt, daß man zeitweilig vergaß, Dilettanten zu sehen. Der Dialog perlte nur so dahin, und die richtig markirten Witze übten ihre Wirkung auf daS Zwerchfell der Zuhörer. Wahre Lachsalven dröhnten durch den dichtgefüllren Saal. Außerdem waren die Gesänge gut einstudirt, wie ich erfahren durch Herrn Musikdirector Krauße, und wurden rein und schön zu Gehör gebracht. Die Ausstattung der Bühne war „stylvoll" und man merkte an der ganzen Aufführung die geschulte Regie deS Leiters. War schon die Theateraufführung geeignet, die Zuhörer in die befriedigendste Stimmung zu versetzen, so boten die jetzt folgenden lebenden Bilder dem Auge herrliche Eindrücke dar. DaS erste Bild „Weihnachten im Felde" mit eigen« dazu verfaßtem Prolog, wunderschön vorgetragen von einem Mädchen, führt uns zuerst in die blutige Schlacht, w« unsere braven Krieger gegen den Franzmann tapfer kämpften und so Manchem war am Weihnachtsabend nur „das kühle Bett im Feindesland" bescheert. PieS Bild träumt auf Vorposten ein 116er und gleich darauf zeigt ihm der Traumgott in feiner Vaterstadt um den brennenden Weihnacktsbaum seine Familie, Vater, Mutter, Geschwister rc., wie sie seiner im Gebet gedenken. DaS zweite Bild zeigte unS die Erstürmung deS Schlosses Chambord durch das 4. hessische Regiment. Prachtvoll find die Decorationen, lebenstreu und wahr die Gestalten, die wir sehen. Da ist der tapfere Hauptmann Kattrein, der seine braven 118er zum Sturm anfeuert und muthig, den Tod im Auge, bringen die Soldaten vor, den grimmigen Feind siegreich bekämpfend. Zum Schluß daS Bild: „Die FriedenSglocke". Majestätisch zwischen zwei Pfeilern ruht sie, die gewaltige Glocke, die mit ihrem metallenen Munde der Welt verkündet, daß nun schon über 25 Jahre tiefer Frieden in Deutschland ruht. Zum ewigen Gelöbniß reichen fich die verschiedenen Bundesstaaten die Hand, Freudenfeuer brennen, die Germania hütet die deutschen Fluren vor fremdem Ueberfall, und Handel und Gewerbe, Handwerk und Landwirthschaft geben kund, daß die Friedensjahre auch allen Ständen nur Gutes gebracht und daß unter dem herrlichen Frieden fich Alles nur entwickeln kann. Würdig, ernst und hoheitsvoll schloß hiermit die Aufführung. Wir gehen wohl nicht fehl, wenn wir annehmen, daß unser kunstsinniges hiesiges Publikum sich die Gelegenheit nicht wird entgehen laffen, durch recht zahlreichen Besuch dcr Aufführung am Montag, die verdiente Anerkennung zu zollen, waS auch im Jutereffe des guten Zwecks dem Veteranenverein zu wünschen wäre. * * Deutscher Sastwirthstag. Nach nunmehriger Be- stimmung wird der diesjährige Deutsche GastwtrthStag, für den eine thüringische Stadt, Gotha, ausersehen ist, vom 14. bis 16. Juni statlfinden. * * Von der Hauptstaatskaffe wurde laut „Darmstädter lägt. Anz." am Mittwoch durch die Herren RegierungSrath Kalbfleisch und Jnspector Mayer die eiste Serie von 36 Millionen Mark 3 prozentige Großh. Heffische Schuldverschreibungen an die Königliche Eisenbahndirection Frankfurt a. M. abgeliefert, woselbst die Einlösung der auf den 1. Februar einberufenen Selten der Hessischen LudwigSeisen- ' bahn ftattfindet. ne H-'"° „ getie»• ,,e- •’*«*■* je«»'®»« S'°" WH* MitteSini Mt C’wtb, ‘•erbt# &SÄ; !? hiöBtt fihk9tn Men L"° le» In ffiS«« *Ä •** 81-4; fM Snbet 6,.«1,11 Lta *“S« v-nuftAf 5 Mf« M« l *’C3* 111 ''•'»’lwjajl M*11* Mw ? “« d-° 25. b M tr‘l"®"et«ne, S1?16’” «In» * ‘Mt, 1,6 f, .! ln de« Irrtet Dl«,elt Mb »et M llttni ("len n,t btt Wgenfotbtanin Uettanten-HuffüStunaen ■i Utid last not leasi J Sche'fletn zvgrfügi dir (Miaute Wieder DD einem Freunde ud> erste Ausführung nod sMnen Jahren Er d gespannt, ob sich die "schliehen würden, uni logen bei Weitem über Theaterstück: M und flcher gtfpith, Mn ;u ftfa. Dn bit rlditig madittti ßvirdtfiU btr ßn< rch bto t ÄchMtt, »1t ttox ft taufet, Ulli gebracht. Die flußab nd man merkte an bei jle des Leiters. ®or die Zuhörer in die 6t- ’o boten die jetzt folgte errliche Eindrücke dm. Ibd mit eigen« dazu ^getragen von eine» ige Schlacht, v^, unsere i tapset kampsleu uni ib nur „ba8 kühle Ben ,b träumt aus Vorposten hm der Troumgotl in ] Weihnackttbavm seine rc., vir fie seiner m ejgie uns die Erstürmung ; 4. heWe Regimenl. tzenstreu und wahr die ^ereHaupimannSaMew, i anseuerl und °»n °°'- ii",re$ hchlufe daS 8>ld. n »ei PI-II-"- " ' ” 1 »etck---° ®“"1' ... 95 Jahre tiefer emtflen Gelöbniß reichen Ä « ; -1 Gewerbe, vaa . »,n daß unter , unh * ”$'«* * ^ entgehen nicht wird ßj tfl8 Xsss* ** Reueiutheiluug der AuShebuvgsbezirke. Bom 1. April ab wird für das Frievensverhättniß versuchsweise daS Groh- herzogthum in drei Mtlitär-AuShebungsbezirke, entsprechend den Provinzen, eivgetheilt. Der 49. Infanterie- Brigade ist Oberheffen zugetheilt. Rheinheffen bildet den 1. Bezirk der 50. Infanterie-Brigade und ist dem Comman- beut der 50. Jnfanterie-Brigade unterstellt, während Starkenburg als 2. Bezirk dem Commandeur der 25. Cavallerie- Brigade zufällt. Bisher gab es nur zwei AuShebungSbezirke, bezw. Ober-Erfatz-Commisfionen, und war Starkenburg zwischen die 49. und 50. Jnfanterie-Brigade getheilt. Schotten, 19 Januar. Das Lehrerheim, dessen Wtrthfchaft jetzt wieder in Betrieb ist, war am verflossenen Sonntag trotz des unfreundlichen nebligen Wetter- äußerst zahlreich besucht. Viele mußten sogar, ohne sich in den ge- mllthlichen Räumen niederlasien zu können, — umkehren. — In ca. 14 Tagen wird den Saal des Lehrerheims auch ein Manino zieren. Zur Anschaffung eines Instrumentes wurden bekanntlich 400 Mk. aus Amerika gestiftet. DaS für daS Lehrerheim erworbene Piantno in Nußbaumgehäuse wird einen Werth von 700 Mk. repräsentiren und ist auS dem Pianoforte Lager des Herrn Wilh. Rudolph in Gießen. Herr Rudolph hatte die Güte, die Differenz von 300 Mk. dem Lehrerheim in dankenSwrrther Weife zu schenken. B. Allg. Anz. ~h Lindheim, 20. Januar. Die durch ihren Wohl- tqätigkeitssinn bekannte Wittwe des verstorbenen, weithin in gutem Andenken stehenden, vormaligen Schriftstellers Leopold von Sacher-Mafoch hat dahier kürzlich eine Geflügelzüchterei nebst Brut- und Mastanstalt mit der Bezeichnung Geflügelhof Haffia, unter der Firma „H. von Sacher-Mafoch" begründet. § Ruppertenrod, 21. Januar. Kürzlich erschien in unserem Ort etn hochbetagtes Frauchen- es bettelte und blieb schließlich auf einem Trepp:nstein fitzen. Alle guten Worte, die man der Person gab, bewegten sie nicht, aufzust-hen und sich zu entfernen. Ebenso brachte man aber auch nicht auS ihr heraus, woher fie käme und wer fie sei. Da bei der herrschenden Kälte das KaSpar Hauser-Mütterlein doch unmöglich auf dem Treppenstein längere Zeit kampiren konnte, fo veranlaßte unsere Bürgermeisterei, der man den Fall mitgetheilt, ihre vorläufige Unterkunft. Nach vielen vergeb- lichen Versuchen, auS der Fremden zu erfahren, woher sie käme, brachte man schließlich heraus, daß sie aus Bernshaufen bei Suhl (Sachfen-Meiningen) wäre, wo sie — wie fie sagte — bet ihrer Mutter geweilt hätte. Die hiefige Bürgermeisterei wandte fich nun an das dortige Gemeindeamt, welches zurück berichtet, daß die betreffende Person schon fett zwanzig Jahren abwesend und ihre Mutter längst verstorben sei. Der hiesigen Ortsbehörde blieb nun nichts anderes übrig, als die altersschwache, geistig nicht normale Person in dauernde Kost und Pflege zu geben, die ihr in Hinficht der erforderlichen Mühe, da die wohl 70jährige Gretfin bettlägerig ist, für 1,50 Mk. pro Tag nun zu Theil wird. Zweifellos ist die alte Person von irgend einer anderen Gemeinde in ungesetzlicher Weise abgeschabt worden. Dieser gewiß eigenartige Fall ist ein Beweis dafür, daß daS Fehlen eines Siechenhauses in der Provinz ein Mangel ist. Wäre eine solche Anstalt vorhanden, so könnten derartige Personen eenmal gute Unterkunft finden, das anderemal würde der LretS- oder Provinzialarmenvkrband nicht solche bemerkenS- werthe Opfer zu leisten haben. □ Darmstadt, 20. Januar. Im heutigen Hoch schul Bortrage (der, wie alle folgenden, eine halbe Woche später wegen des zu starken Andranges wiederholt wird) stand das in letzter Zeit vielgenannte Aeetyleu im Vordergründe der Besprechung; Herr Geh. Hofrath Professor Ur. Staedel sprach im chemischen^Jnstttut der Hochschule über das chemische Licht. Der Vortragende führte zunächst, und zwar dies und fast alles Folgende in sehr schönen Versuchen, phosphoresetrende Stoffe vor, dann viele Licht- eischeinnngen in den sogen. Geißler'schen Röhren usw., und kam dann etngehender auf daS jetzt vielverbreitete Auer'sche GaSglühlicht zu sprechen. Bei der Auer-Lampe wird eine auS Thorerde und Ceroxyd gemischte Substanz durch eine leuchtende Gasflamme zu intensivem Glühen gebracht und zwar find die Glühstrümpfchen, die man über die Leuchtgas- brenner stülpt, mit falpeterfauren Salzen der beiden ebengenannten Stoffe getränkt- die Asche ist eS, die nach Verbrennen des auS Baumwollgewebe bestehenden Strumpfs glüht. Die früher sehr seltene und kostbare Thorerde wird jetzt auS dem (in Nordamerika in mächtigen Lagern von Sand vorkommenden) Monazit — mit 1—7 pCt. reine Thorerde — fabrikmäßig dargestellt. DaS Acetylen ist ein chemisches Licht- auch bei ihm wie bei den andern Leucht- Mitteln verbrennt Kohlenstoff zu Kohlensäure und Wasserstoff zu Waffer, aber dieser Verbrennung geht der Prozeß deS Verfalls der Moleküle in festen, staubförmigen Kohlenstoff und WafferstoffgaS, die sogen. Aufspaltung der Moleküle voraus und diese Zersetzung ist von einer intensiven Licht- entwicklung begleitet- die Wärmeentwicklung ist wesentlich geringer als beim Leuchtgas. Nun ist eS auch gelungen, flüssiges Acetylen herzustellen und dieser Körper ist unter Umständen bet höherer Temperatur ein gefährlicher Explosivstoff. Zur Herstellung von Acetylen braucht man nur Kohle mit Kalk zusammcnzubringen und zu glühen- eS bildet sich dann Calciumkarbtd, das man im Großen jetzt zu wenig mehr als 20 Pfg. pro Kilo herstellt- 64 Gewichtstheile Calciumkarbtd geben bann, mit Waffer zusammengebracht, unter anderem 26 Gewichtstheile Acetylen. An Schönheit und Helligkeit übertrifft dieses weiße Licht alle bis jetzt bekannten, dann ist es bequem und billig herstellbar und kann noch berufen fein, daS Licht der Zukunft zu werden, an Stelle de- Petroleums, wodurch wir tu Deutschland unabhängig von den amerikanischen und russischen Petroleum-Ringen würden. Explosive Gemische beim Zusammenbringen von Acetylen mit blanken Metallen entstehen nicht- betreffs der Giftigkeit kommt sein intensiver Geruch schützend zur Hilfe. Unglücksfälle mit flüssigem Acetylen in Paris und Berlin haben den Handel damit ver- bieten lasten- der Redner versichert aber, daß dieser Stoff bei den nöthigen Vorsichtsmaßregeln nicht gefährlicher sei wie viele andere und läßt zum Schluffe seines hochintereffanten Experimentalvortrages, nachdem er etwaige ängstliche Gemüther beruhigt, den Saal in wundervoll Hellem Acetylen-Lichte erstrahlen. A Mainz, 20. Januar. Die unentgeltiche Lieferung von Lehrmitteln für dteKinder der Volksschulen gab heute in der hiesigen Stadtverordneten-Ver- sammlung Anlaß zu langen, thetlweise erregten Debatten. Es lagen drei Anträge vor: Ein von socialdemokrattfcher Seite gestellter Antrag verlangte die vollständig freie Lieferung aller Lehrmittel an die VolkSfchulktnder, etn zweiter von demokratischer Seite eingebrachtrr Antrag wünschte nur die freie Lieferung von Schreibheften und Zeichenmaterialten und ein dritter Antrag, von einem deutsch freisinnigen Stadtverordneten gestellt, befürwortet die Lieferung freier Lehr- X mittel für die Kinder solcher Ellern, welche nur etn Einkommen von unter 900 Mk. haben. Der erste Antrag erfordert aber einen jährlichen Kostenaufwand für die Stadt von 30000 M., der zweite Antrag einen solchen von 12000 M. und der letzte 10000 M. Sämmtltche drei Anträge wurden mit großer Majorität abgelehnt, wogegen ein Antrag der Bürgermeisterei Annahme fand, dahingehend, den Bedürftigen alle Lehr- und Lernmittel frei zu liefern, dabet aber Alles nur an das Beschämende grenzende zu vermeiden. Mainz, 18. Januar. Die älteste Frau in weitem Umkreise dürfte wohl Frau Christina Codint geb. Stilger in Bodenheim sein. Dieselbe feierte gestern ihren 102. Geburtstag, ist also 101 Jahre alt. Sie ist geboren und war verheirathet in Lorsch und lebt schon seit Jahren als Wittwe bet ihrem nach Bodenheim verzogenen Sohne. Das Allgemeinbefinden der alten Frau ist jetzt noch verhältnißmäßig gut. Sie hat Appetit und trinkt täglich fast eine Flasche Wein. Auch die geistigen Kräfte find noch ziemlich rege- nur find Geficht und Gehör sehr schwach geworden. Vermischte». ♦ Die Gesammlzahl der jährlich verausgabten Zeitungen ist nach einer neueren Statistik auf ca. 12,000 Mill. Exemplare zu schätzen, mit welchem man eine Fläche von nahezu 30,000 Quadratkilometer bedecken könnte. DaS Papiergewicht beträgt 781,240 Tonnen. Sollte diese Auf- läge von einer einzigen Maschine gedruckt werden, so würde die Gesammtauflage, wenn pro Secunde eine Zeitung gedruckt würde, nach 333 Jahren endlich erscheinen können- Aufeinandergeschichtet würden dieselben die respectable Höhe von rund 80,000 Meter erreichen. Angenommen, der einzelne Mensch widme dem Lesen seiner Zeitung nur 5 Minuten pro Tag, so würde die Zeit, welche von der Gesammtbevölke- rung der Erde zum Lesen ihrer Zeitung pro Jahr verbraucht wird, gleich sein 100,000 Jabren. Citeratur unb Kmh# - ,3>tt «hin btt Weisen*. In mannigfaltiger Weise anregend erweist fich wieder da« soeben erschienene 7. Hest der unseren Lesern wohlbekannten Revue, die aus dem Gebiete wiss-n- schastlicher Popularisirung sich so manches Verdienst erworben dar. Das vorliegende Heft enthält eine längere sachliche Abhandlung Über Krankheiten, sodann einen ebenso sachlichen als gegenständlich belehrenden Artikel über Tiefbobrungen, eine eingehende Characieristik des Seemanns und Mittheilungen aus der Steuermann?runde, Alles dies mit vielen instruciiven Abbildungen. Dasselbe gilt von den naturwissenschaftlichen Abhandlungen: Wie die Thiere riechen, Pilze im Getreide und Ueber Fermente. Kurze illustrirte Mtttheil- ungen über rotirenbe Hängegerüste, die Phahlbauten der Pav'io, die Höllenthalbabn und arabische Küstenfahrer beschließen den rerch- haltigen Inhalt des vorliegenden Heftes. „Der Stein der Weisen (A. Hartlebens Verlag, Wien) erscheint halbmonatlich im umfange von 32 Großquartseiten mit mindestens 30 Abbildungen und ist das Heft zum Preise von 30 kr. (50 Pfg.) in jeder Buchhandlung erhältlich. Briefkasten. J. M., Lollar. Wir hatten nur die Firma Marx Söhne in Darmstadt genannt. «lrchttche Anzeige« de» Stadt «Sietzen. Evangelische »emeinbe. Donnerstag den 21. Januar, Abends 8 Uhr: Bibelvund- im Confirmandensaal (Neustadt 61). 1. Brief an die Corinther, Capitel 1, Vers 17 bis 31). Pfarrer Schlosser. Sottksdimft in der Synagoge. Samstag den 23. Januar. ~ , Vorabend 4* Uhr, Morgens 9 Uhr. Eelebriernng de» GeburtSiageS St. Majestät deS Deutsche« Kaiser-, Nach mittags 3 Uhr, Sabbathausgang 5“ Uhr. Verkehr, €cmb* unb Volkswirthschaft LtUtbatO, 20. Januar. Fruchtmarkt. Roth er SBchen X 13.90, weißer Weizen X 00.00, Korn X 9.85, Gerste X 7.25, Hafer X 5.60. Die Rentabilität jeder maschinellen Unlage witd bedeutend ethSht durch Aufstellung eines ökonomisch arbeitenden Betriebsmotors. Als sparsamste Betriebsmaschinen sind die Locomobilen mit ausziehbaren Röhrenkesseln von SU Wolf in Magdebutg-Bucka« oekannt u. zu Tausenden in allen Zweigen der Industrie und Landwirthschast verbreitet. GeringerBrennmaterial- verbrauch, große Leistungsfähigkeit u. Dauerhaftigkeit sind dteHaupt- vorzüge dieser Maschinen, vermöge deren sie nicht nur aus allen deutschen Locomobil-Concurrenzen stets den Sieg davongetragen haben, sondern auch auf zahlreichen Ausstellungen (u. a. in Chicago) mit den höchsten Preisen ausgezeichnet find. [411 Spezialität: Lieferung von Werken aller Art gegen Teilzahlungen. Gegen Ausgabe uon 10 Pfennig täglich in Teilzahlungen von monatlich 8 Mark oder vierteljährlich S Mark liefere ich an solide Leute ohne Aufschlag zu dem von der Verlagshandlung festgesetzten Preis franko perPost die neueste,mit ca. 10,000 Abbildungen im Text und auf ungefähr lOOOTafeln, darunter 158Farbendrucktafeln . und 290 Kartenbeilagen, geschmückte neueste, fünfte Auflage von j Meyers Konversations - Lexikon I 17 Prachtbände zu je 10 Mark. Die vorliegenden Bände 1 — 8 lie- ' H fere ich sofort, die übrigen nach Erscheinen. Eine vorteilhaftere B Erwerbung dieses das gesamte menschliche Wissen umfassenden K Oniversalwerks gibt es nicht. Glaubt jemand Ausstellungen machen fl zu können, so nehme ich es innerhalb 8 Tagen nach Empfang zurück. H. 0. Sperling, Buchhandlung, Stuttgart, /. Ausführliche Prospekte und Kataloge gratis und franko. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Gartenftraße 2. Angebot der Arbeitnehmer «achstage det Utbeitgeber. nKathreiner’s Malzkaffee nimmt unter der ziemlich bedeutenden Zahl der mir bekannten Kaffee-Surrogate weitaus die erste Stelle ein." Aua einem Gutachten von Dr. Robert Henriques, chem. Laboratorium für Handel und Industrie, Berlin. 1 Lackirer, 1 Schneider 1 Lchreiner. 2 Kotscher. 7 Laufsrauen. 3 HauS bezw- Laufburschen. 4 Pferdeknechte. 1 Kellner 1 Waschfrau für jeden Tag. 1 Packer. 1 Aufseher. 2 Taglöhner. 2 Kindermädchen. 1 Stühe der Hausfrau oder als Laden- 1 Buchbinder, 1 Packer. 1 Einleger (Druckerei), 1 jüngerer Hausbursche, 1 jüngeres Laufmädchen, 1 Lauffrau. 13 Dienstmädchen für Küche und Hausarbeit (Mädchen oom Lande bevorzugt), 1 irichtiger Dienstknecht nach Auswärts. 1 Schuhmacher-, 1 Bäcker-, 2 Schlosser-, 2 Buchbinder-, t Schmied-, 1 Glaser-, 1 Schneider-, l Schreiner, 1 Lackirer-, 1 Bürstenbinder-, 1 Setzer-, 1 Drucker- Lehrling. BehördlicheAnzeigen Iagkwerpachlimg Samstag den 6. Februar l. I , Nachmittags 4 Uhr, wird die der hiesigen Gemeinde zustehende Jagd, bestehend in 145 ha Wald und 637 ha Feld, im Rath- hause auf die Dauer von 6 Jahren öffentlich verpachtet. 823 Großen-Linden, 20. Januar 1897. Gr. Bürgermeisterei Großen-Linden. Leun. Empfehlungen. Morgen Freitag: MkhklsWk wozu höflichst einladet Ludwig Jochem, 818 Puloermühle. Heute Freitag Abend: MktzelsiiMk im 819 „Viergrund". |^ermiethungen^J 820] Mittlerer Stock, 6—7 Zimmer mit Zubehör, per 1. April zu vermiethen. ________L. vtamm, Ostanlage 31. Ludwigsplatz 15: Mittlerer Stock, bestehend in 5 Zimmern und allem Zubehör, Bleichplatz und Grrtenantheil, per ersten event. 15. April zu vermiethen. 801 Näheres daselbst im ersten Stock. 8^8] Drei kleine Zimmer mit Küche an sehr ruhige Leute zu vermiethen. _____________ Schtvervtafte 27. 410] Eine Wohnung mit 3 Zimmern zu vermiethen. Klinikgtatze 2. Nähere Auskunft in der Wirthichaft das. 813] Zwei schön möblirte Parterrezimmer an einen ruhigen H-rrn baldigst zu vermiethen. Bahnhofsttaße 45, Ecke Westanlage. 829] Kleines Logis zu vermiethen. Neuenweg 40. Mieth-Gesuche 800] Ein Herr sucht zwei gut möbl. Zimmet bei ruhigen Leuten- Offerten mit Preisangabe unter A.K. an die Expedition d. 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Um weiteren Mißverständnissen vorzubeugen, machen wir hierdurch bekannt, daß die Vereinsproben wöchentlich nur einmal und zwar Montag, Abends um 7 Uhr, für die Damen, um 8 Uhr für den Gesammtchor in der kleinen Aula der Universität stattfinden. Anmeldungen neuer Mitglieder nimmt der akademische Musikdirector am Probeabend entgegen. Zur Aufführung wird gelangen: Das deutsche Requiem von Joh. Brahms. 828 Der Vorstand. 1. Theater: 2. Lebendes Erstürmung des Schlöffe» Chambord. 6 ^Miu| (zwischen Bleich- und Goetheftraße). 262 Oesterr. Staatsbahn o. 1885 92.25 4 Stal, staatsgar. Etsenb. 55.35 5 37« Hambrgr.Hyp.Bk.unk.b 1905 101.00 4 3Vi DeutscheGrdsch.B. unk. o. 1906 101.00 rang. Banknoten Americ. Lärmst. Bk. Actie» Stadt Darmstadt v. 1891 Stadt Worms unk. b. 1901 103.65 98 70 102 65 00.00 103.00 4 4 3 3 20 Frankm-St. Enal. Sovereigns Dollars in Gold Etsenb. Rentenb. Obl. Buderus Obl. «beudeouese r 161.40 | Oesterr. Kredit-Sctien ömtsgniAz dlüobag Susanne Homann, Hkdamme, bisher Oberhebamme der hiesigen Universitäts-Frauenklinik SMF Ludwlgstrasse 4« *£< 371 Pomm.Hyp.A Bk.unk.b.1906 101.00 4 Frkf. Ldw.Cred.Bk. unk. b. 1900 102.50 oesterr. dto. Procau 37, Deutsche Reichsanl. 3 Preuh. Consols 37, Gr. Hessische Obl. Brief Geld S.'nniWikteia *ßifHan J Kurz & Co., Giessen, Kahohafstrajt 63 Frankfurter Börse vom 20. Januar 1896. Brief Odb | 86 80 170.00 1 4.1« 87.26 104.06 26.06 94 95 1887 31 36 10150 103 99 3. „ 4. „ Der Vorstand Sie n zeigen l§ 5 Um 8ttuc fttfltn. 5« Untersuchung 5. ä»oi 1886; rechtzeitig ein der Untofud dehändtgm. Sängerkranz. Samstag den 23. Januar er., Abends 8V2 Uhr, im Giessener Festsaal (Cafe Leib): Abendunterhaltung mit Tanz. findet am Nur Mitglieder haben Zutritt. Der Vorstand. Turn-V er ein. Das diesjährige Samstag den 23. Januar d. I. Abends 8 Uhr, in unserer Turnhalle statt. Wir machen ganz besonders auf ein gewähltes, reichhaltiges Programm aufmerksam. vrtrrsir DasE an tzasd aeister Wir männer de schaff, sowi pereinsnachrichterL Gießen, den 21. Januar 1897. Sieilen-Angebote. £ Marktplatz Nr. 21 Telephon Nr. 46. £ Auf vielseitigen Wunsch und wegen starken Besuchs noch einige Tage geöffnet 880 Die Beerdigung findet Samstag den 23. Januar, Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Wallthorstraße 43, aus statt. Zu kaufen gesucht: Billa »um Allcinbcwohnen, Desgleichen, Kl. Wohnhaus, welch'S sich gut rentirt, durch C. Stiasny, Agent, 82ä K ola-SanUe 14, II. Dmei-Turmrein. Die Turnstunde Freitags fällt aus. . Nächste Turnstunde: 825 Mittwoch, 27. Januar. Todes-Anzeige. Heute Nacht V23 Uhr verschied nach kurzem, schweren Krankenlager unser unvergeßlicher Gatte und Vater Herr Georg Zeitz im Alter von 49 Jahren, was wir allen Verwandten, Bekannten und Freunden anzeigen mit der Bitte um stille Theilnahme. Dir trauernden Hinterbliebenen. Todes-Anzeige. Heute Morgen 10 Uhr entschlief sanft nach langem, schweren Leiden unsere liebe, unvergeßliche Tochter, Schwester und Schwägerin Elisabeth Bott im Alter von 19 Jahren, was Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille Theilnahme mittheilen Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 20. Januar 1897. so» Die Beerdigung findet statt: Freitag den 22. Januar, Nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehause, Bahnhofstraße 26. Zweitausend Mark -« leihen gesucht Offerten umer F. Z. 001 an die Expedition d- Bl__791 806] Tarlehn von 150-200 Mark gegen Hobe Zinsen und monatl Ab.ah langen gesucht Offerten unter R. W 500 an die Expedition b. Bl Belr: tiiessener Zitherclub (Wohlthättgketts-Verein). Wegen der Art und Weise, wie seitens des Herrn Ehr. Stiehl und Gen. gegen meine Person angeblich wegen Vertragsbruch in Betreff der Ablieferung des Inventars vorgegongen wurde, was ich nach Lage der Sache als eine Chikane halte und zwar ein>stheils w-aen meinem Entgegenkommen und andererseits wegen der unbefugten Handlungsweise ihrerseits selbst, trotz der amtsgertchtlichen Vereinbarung, nach welcher dieselben aus meinen Vorschlag die Berechtigung erhielten, im Monat Januar allein eine Generalversammlung zwecks Wahl eines erforderlichen Vereinsvorstandes einberusen zu können, da der sogenannte neue Vorstand nicht statutengemäß gewählt und nicht giltig sein konnte; damit waren auch meine drei übrigen treuen Mitarbeiter einverstanden, ebenso mit dem freiwilligen Rücktritt, welcher aus persönlichen Gründen erfolgte. Ferner auch damit, daß die betr. Herren ebenfalls 10 Kindern bescheren sollten Es sei daher hervorgkhoben, daß die Betreffenden nicht berechtigt waren: 1) mehr als 10 Kindern im Namen des Vorstandes zu bescheren; 2) wie gescheh'«, in dessin Namen einen Familten-Abend einzuberufen; 3) in dessen Namen einen Aufruf an die bereits aukgeschiedenen Mitglieder zwecks Anmeldung zur Wiederaufnahme in den Verein zu erlassen- Sollten etwa solche Aufgenomm ne bd der letzten Vorstandswahl mitgewiikt haben, so wäre dieselbe obne Zweifel ungiltig, waS wegen der unmittelbar vorausgegangcnen gerichtlichen Vereinbarung unverzeihlich wäre, denn eine solche Handlungsweise konnten wir 1hn