1807 Dienstag den 21. December und für den Ureis Gieren. ÄS chratisöeitage: Hießener KamittenMLLer. Wolff« telegraphische» Correspoudmz-Bvr«». Depesche« M Stereo ^Herold." Insekt Bon «»zeigrN zv btr -iach-nNagZ für be* fatflenben Lag irfchrinenbrn SRumtner bis Bonn. 10 U&r. Hüt anxoemt-Bertau? beS In- und Huflanbtfl nehm« > La,eigen für bat .Gießener «a,ttgtr* mtget*. Petersburg, 19. December. Kaiser Nikolaus, die Katsertnoeu Alexandra uod Maria Feodorowna sowie dir ~wl,„ —,— >- - v taom übrigen Mitglieder deS kaiserlichen Hause» wohnten gestern Compagnie-Ches ernannt- v. Tolla», Portrpssayurm, vom in der Kirche de» WinterpalaiS einem Gottesdienste au« | i. Großh. Heff.Jnf.'(LeidGarde«)Regt.Nr. 115, zum Tecon läßlich des NameuSfeste» de» Kaiser» bei und nahmen später an der Ktrchenparade einiger Truppentheile Theil. Auch Prinz Franz Josef von Battenberg und Ge- mahliu waren zu der Parade erschienen. Deutsche» Reich. Vertin, 18. December. Wie der „Dtsch. TageSztg." von zuverlässiger Sette mitgetheilt wird, trägt Graf Herbert Bi»«arck lebhafte Bedenken, im Dresdener Wahlkreise die Candidatur anzuuehmeu. Fraukfurt a. 18. December. Der „Franks. Zrg." wird aus Samberg telegraphirt: Bor der Station Camberg stieß der Persouenzug Nr. 336, welcher von Limburg kam, mit dem Güierzug Nr. 75 zusammen. Beide Lokomotiven, Pack-, Post-, Personen« und Güterwagen wurden zertrümmert. Ein Zugführer, ein Postschaffner und ein Heizer find erheblich verletzt. Der Verkehr wird durch Umsteigen bewerkstelligt. BierttftMjtffl* Avoantmratspretek 2 Marl 20 Pfg. Btt Vringcrlohn. Durch bit Post bezöge» 2 Mart 50 Pfg. Rebadion, LxpEoL und Druckerei: -chntstr-SeVr.^ Fernsprecher bl. Der HSogeNsr Anzeiger ertcheiut täglich, ■et LnSnahme b«B Montags. DU Gfiefrmet A«»ttie«StS1Ur »erben bau Ln-äger wbchrnllich dreimal beigelegt. lieutenant besördert. •»H. Stadttheater. Die Stimmung, zu der gesten» mc AuMhrung von „Charlehs Taute" ^imirte, ließ die WeihnachtSnähe in den Hintergrund treten, denn sie bot einen Vorgeschmack von FaschtngSnarrethei. Die Clownspaffe dieser vou Brandon Thoma» auS England importirten ^moderuen Posse- unterhielten da» dazu sich etngefundene SouutagS- publikam ganz vortrefflich. Die Posse erlebte hier vor wenigen Jahren schon ein paar gute Aufführungen, «au- konnte sie deshalb als alte Bekannte begrüßen. Die Hauptrolle de» Lord Babberleh, der improvifirteu „Taute , Jattt Herr Albrecht inne, der sie in letzter Stunde an Stelle eine» dafür verschriebenen, aber verhinderten Gastes, de» Herrn Portz vom Kölner Stadttheater, übernehmen mußte. Wir können deshalb nicht allzu streng drüber richten, doch ei gesagt, daß er fie in übertrieben drastischer Weise durchführte. DaS Publikum aber kam nicht a^S dem Lachen heran» und er sowohl, als auch die übrigen Mitwirkeuden wurden mit Str. 29» Erstes Blatt lieutenant vom 1. Großh. Hess. Jnf..(Leib«Garde^Regt. Nr. 115, commandirt zur Dienstleistung bei dem 1. Großh. Heff. Drog.-Regt. (Garde-Drag.-Regt.) Nr. 23, in diese» Regiment versetzt: Großmann, Hauptmann vom Jus.- Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Heff.) Nr- 116, zum Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. zu bleteo.^ Kammermusik. Der Bereit! zur Förderuu, eines Saalbaues in Gießen trat am 19. d. Mls. in der große« «ula der Unioeefttät mit einem Ramme«mufit'6once«t sum ersten Wale an die Oessenilichkeie. Mit dem Arrangement derartiger Goocette hat Herr Uaiberfilätsmufikdirecior Trautmann, der feine Knast in uneigennützigster Weife der guten Sache zu. Verfügung stellte, nut einen längst ge- hegten Wnnlch der Verehre, guter Mufik erfüllt nnd fich lomlt nm das Mufifleden Gießen, ein neues hohes Verdienst e,Worten. Das gestrige erste Eanceriprogramm enthielt t.» Trio (opus 70 Nr. 1) von Beethoven, eine Bwlinlonate von Händel und ein Trio (opus 42) non Gäbe. Dazwischen waren gemischte a capella.Gqöte ton $etti, und Friderict, sämmtlich Tonsetze"» aus dem 16. und 17. Jahr hundert, eingelegt. AuSsührende waren die Trautm^un (Clavter), Herber (Violine) aus Frank urt und 0-8" (C llo) aus Zürich, sowie der hiesige akademische Gesangverein. Bezüglich der Wiedergabe der einzelnen Programmnummern können wir den anSführeud.n Künstlern ungethettte» Lob »ollen. Zu bedauern war nur, daß in dem Trio von Beethoven die Streicher zu tief saßen- die Folge dcvon war, daß der an und für sich hart und spröde klingende Bechstein- flügel zu sehr dominirte und namentlich die Violine u.x wenig zur Geltung kommen ließ. In allen Kammermussk« pivcen war daS Zusammenspiel tadellos, und in der Vtolin- souate vou Händel, sowie in dem Trio von Gäbe zeigte der Vortrag auch in Bezug auf Feinheit der Maucirung hohe Vollendung, Thatsacheu, die das Publikum durch lebh^te Betfallsäußerungen gern anerkannte. Der akademische Ge saugveretn zeigte sich in dem Vortrag der verschiedenen, tu.er« i effanteu Chöre auf einer außerordentlichen Höhe der Leistungsfähigkeit. Größte Präcifion der Einsätze, deutliche Textaus, spräche und bereitwilligstes Eingehen auf die von Herrn Mufikdirector Trautmauu angedeuteten Nüancen find die Hauptvorzüge, die wir den gestrigen Darbietungen kurz nach- rühmen wollen. Der Besuch deS Concertes warnicht so gut, wie man in Anbetracht der guten Sache, de^ diese Ver- anstaltuugen dienen wollen, hätte "warten sollen. Da b vorstehende WeihnachtSsest mag hier Manches entschuldigen. Jedenfalls steht so viel fest, daß der Verein zur Förderung eine» Saalbaue» mit diesem »sten Soneert einen großen Erfolg zu verzeichnen, hat und wir wünschen von Herzen, daß fich die weiteren musikalischen Veranstaltungen eine» stetig zu- ’ nehmenden Besuches zu erfreuen haben. Austarsd. Budapest, 18. December. Die Blättermelduvg, Baron Banffh beabsichtige behufs Erleichterung der parlamentarischen Lösung der Au-gleichSfrage fich und da» Cabiuet zu opfern, I ist unbegründet. Die Regierung ist entschloffen, den status quo I event. durch Notverordnung zn verlängern. Budapest, 18. December. Im Szatmarer Eomitat entstand eine Arbeiter-Revolte. Bet den Kämpfen der [ Excedenten mit der Gendarmerie wurde ein Arbeiter erschoffen. I Hermannstadt, 18. December. Der Sretrausschuß hat I beschloffen, sämmtltche sächfischen Abgeordneten auf« zufordern, sofort aus der liberalen Partei au»zutreten, weil I die liberale Partei dem Gesetze betreffend die Magyari- | sirung der deutschen Ortsnamen zugestimmt habe. Triest, 18. December. Der au» Bombay eingetroffrue I Llohddampfer „Amphidrite" hatte einen verdächtigen Todesfall an Bord, weshalb der Dampfer nnter Quarantäne gestellt | wurde. Kem. 18. December. In Eitta di Castello bei Perugia I verursachte heute früh 8«/a Uhr ein heftige» 12 Tecunden andauernde» Erdbeben in den Wänden und Decken vieler | fiä«fCr erhebliche Riffe und Spalten und brachte zahlreiche Schornsteine in der Stadt und auf dem Laude znm Einsturz. Die Thurmglocken schlugen an und die Bevölkerung war tu aroße Bestürzung versetzt. Auch die Seismographen der Observatorien in Rom, Siena, Arezzo, Belletri und Casa« micctola auf Ischia haben Erdstöße verzeichnet. baaa, 18. December. Der Marineminister Janseni gab | seiueEntlassung infolge Ablehnung seine» Flottenbauplanes । durch die Kammer. t . ... »ariS, 18. December. Bor dem Schwurgericht beaaua heute Nachmittag unter großem Andrange des Publikums die Verhandlung iu der P auam a- An gelegen - h ei t. Arthur Boyer, Maret, Plauteau, Gaillard, Laisaut, Rigaut und Saint Martin befinden fich aus der Anklagebank. Naquet ist flüchtig. «ariS, 18. December. Panama-Proceß. Als erster -^euae wurde Artou vernommen. Derselbe theilte mit, wie „ fl9üf einer im Jahre 1887 unternommenen Reise in Central« Amerika LeffepS kennen gelernt habe. Charles LeffepS habe fein Bedauern über das Scheitern des Gesetzes über die Emission von Loosen im Jahre 1886 ausgesprochen. Artou gab obatm Aufklärungen Über feine «eit°hunren ,u Rei»ach, Barbs und Naquet und erklärte. Baron Reinach habe 1'/, « StancS hergegeben, um die Mitglieder beS Parlaments zu und fo die Vorlage Über die Emiffion von Loos, anweifungen znr Annahme zu bringen. Artou Vroiestirie aeaen die Befchnlbignng, Bestechungen oorgenommen zu Haben, nut für die ihm geleistete Hilfe Vergütungen gezahlt,' . dab kein Geld für fich b-hait-n, er habe 2 Millionen Francs beriheilt und insbesondere Naquet '00000 Francs gegeben. Die weitere Verhandlung wurde auf Montag °"'°Lonbon. 18. December. AnS Peking wirb »em „Bureau Dal,fei" gemeldet, baß China ble dauernde Besetzung oi„„.TfrbanS durch Deutschland anerkennen will. Inder Nünna des Tfungli'Vamen (Auswärtigen Amtes) habe bei Präsident Prinz Kung den ^°E^Bttsahren?e'i aeleaentlich besürwortet »nb betont, ein MtbeS Beifa^ten f Bwenbig, um bas übrige Reich bot Serst«--elnng ,u be wahren. Li-Hung-Tfchang hatte fich gegen die «nflcht bei Prinzen Kong ausgesprochen. fflthtn 118. December. Der Friedensvertrag st -eller^ in der Kammer iu dritter Lesung angenommen worden. in Marokko haben fich geeinigt, die Abgaben zu weigern. Berlin, 19. December. Wie dem „Local«Auzetger" aus 5b,iedrichSruh telegraphirt wird, istProseffor Schweninger gestern dort eingetroffen. Da» Befinden des Fürsten Bismarck ist im Allgemeinen befriedigend, doch klagt er neuerdings über vermehrte Schmerzen in den Füßen. Berlin, 19. December. Dem „Berl. Tagebl. wird au» Loudon telegraphirt: Da» Blatt ^Sunday Special will aus angeblich ausgezeichneter Quelle erfahren haben, daß es dem StaatSsecretär v. Bülow bet feiner letzten Au« Wesenheit in Italien gelungen sei, mit der italienischen Re« gierung einen Vertrag abzuschlteßen, wonach Italien Deutsch« S«»- “ «*■ i- »«■■■■ - 3-“ I ä auf ein nähere» Eingehen sowohl der Wiedergabe der eiuzelueu Rollen, als auch de» Zusammenspiels. - Stadttheater. Der Kgl. Württembergische Hosschau« spieler Herr Emil Richard au» Stuttgart ist von der Dtreciton Kruse & Helm für ein abermalige» Gastspiel ge« Wonnen worden, welches am Dienstag, den 21. d. Mt»., stattfiadet. Zur Aufführung gelangt .Hanne^Nüt^- , nach Reuters bekanntem Gedicht bearbeitet von Gmil Mchard. Herr Hof schauspieler Richard spielt den totimitb ®nut, nach uuS vorliegenden Berichten eine der vorzüglichsten Leistungen de» berühmten GasteS. Hoffentlich lohnt ein besetzte» Haus die Directiou für ihre Bemühungen, Gute» London, 19. December. Hier hat die Nachricht von der I Besetzung Port Arthur» durch ein russische»! Geschwader große Erregung hervorgerufeu. Der Som« I Mandant de» tu dea chtuefischeu Gewäfferu kreuzenden eng- I lsschen Geschwader» erhielt geheime Instructionen und hat I nach Empfang dieser mit seinen Schiffen ein unbekanntes I Fahrziel etngeschlageu. Berlin, 20. December. Der frühere und der jetzige .AnterstaatSsecretär im Auswärtigen Amte Freiherr v. Rothenhan und Freiherr v. Richthofen waren gestern zur Frühstücks« I täfel bei dem Katferpaare geladen. I Berlin, 20. December. Der älteste Freund Fritz Reuters, | der Königliche Oeconomtrrath Fritz Peter«, ist, wie der l Welt am Montag" privatim mitgetheilt worden ist, auf | fetnem Gute Siedenboüenthiu bei Treptow in Mecklenburg I 9 6 Berlin, 20. December. Wie aus G r a u d e u z gemeldet I i wird, wird der Kaiser nach neueren Bestimmungen morgen Nachmittag auf der Eisenbahnstrecke zwischen Mische und Graudenz | auf offener Strecke auSsteigen und fich nach Fort Szremozyn I begeben. Von dort fährt der Kaiser zur Besichtigung des un Bau begriffenen Fort Neuhof, welches, wie eS Heißt, nach den Entwürfen de» Kaisers angelegt wird. Nach dieser Be« sichtigung fährt der Kaiser zum Rathhaus, wo die Begrüßung durch die städtischen Körperschaften stattfiudet. Madrid, 20. December. Marschall Blancos Adjutant, I d„ Oberst Ruiz, soll von Aufständischen, die er überreden | wollte, fich zu übergeben und die Autonomie anzuuehmeu, I getödtet worden sein._____________________ Locales und provinzielle». Gießen, den 20. December 1897. Empfang. SeineKöuigl.Hoheit der Großherzog empfingen am 18. December u. A. den Förster Thomas, I btn Holzhauer Klein II von Walldorf, den ^'jJ^rficr Weber von Ortenberg, den Drcan und 1. Harrer Münch bau Schaiieu, die Oberlehrer Fuhr unb °US G''ße°, I ben KreiSrath Braun von Lauterbach, den Profeffor vr. Sauer von Gießen, den Baurath Groß von Frttdberg. I •* Anrzeichnnng. Seine Köuigl. Hoheit der Groß« Herzog haben Allergnädigst geruht, am 18. December dem I Rath bet der Provinzialdirection Rheinheffen, RegieruugSrath I vr. Carl Wolf, den Sharacter al» ^Geheimer RegierungS' I 1 $ ♦* Das Ehrenzeichen fftr Mitglieder freiwilliger Fener« wehren wurde verliehen durch Allerhöchste Eutschließung «Seiner Königlichen Hoheit des GroßherzogS vom 27. November den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr zu Friedberg, Friedrich Sn iß, Philipp Dö pp und Johanne» I MUitardienstnachrichten. Bon den zur Dienstleistung I bei dem KriegSministerium commandinen Osffzieren find in I da» KriegSministerium versetzt: Stumpf, Hauptmaun uud Compagnie. Chef vom Infanterieregiment Kaiser Wilhelm I (9 ®rofeü Hess.) Nr. 116, v. Grolman, Rittmeister de? 1. Großh. Heff. Drag.-Regt- (Garde-Drag« I Regi,.) Nr. 28, dieser al»Hauptmann, v. Besser, Secoud« • • Der gestrige kouutag zeigte in der Stadt einen leb« haften Verkehr, wie er dem „letzten Sonntag vor Weihnachten" allenthalben eigen. Der Verkauf schien, von einzelnen, von der Witterung beeinflußten Branchen abgesehen, ziemlich bc« friedigend. Wie man unS tndeß mittheilt, hatte die Verlängerung der Verkaufszeit bi- 9 Uhr so gut wie gar keinen Einfluß auf den Umsatz- eine Anzahl Geschäfte schloffen deß- halb schon kurz nach 7 bezw. 8 Uhr. — Der gestrige Sonntag war auch einer schon lauge Jahre gepflegten Grwohuheit gemäß der Christbescheeruug bedürftiger Kinder gewidmet. Die Bescheerung der Kleinkinder sch ule zerfiel in zwei Theile, deren ersterer mit dem Nachmittag»- Gottesdienste tu der JohanueSktrche verbunden war. Hier zeigten die Kleinen, von den Schwestern der Anstalt geleitet, wie ste, mit WeihnachtSliedern abwechselnd, recht hübsche Sprüche, BerSchen und selbst längere Erzählungen, mit erstaunlicher Sicherheit wiederzugeben vermögen, ein Beweis, was selbst bet so kleinen Kindern durch Geduld und AvS- dauer zu erreichen ist. Die eigentliche Bescheerung fand nach Schluß des Gottesdienste» in der Kleioklnder-Bewahranstalt statt, woselbst die Kleinen zunächst mit Aut» und Shocolade. Plätzchen beschenkt und dann, nach vorauSgegaugener Ansprache des Herrn Pfarrers Dr. Naumann die den Kindern bestimmten Gaben von den Eltern derselben in Empfang genommen wurden. TS war ein lieblicher Anblick, wie in langen Reihen, vom brennenden Christbaum bestrahlt, für 2l3 Kinder je ein verschnürte» Päck^en und daneben sorgfältig in ein Körbchen gelegt, Sternweck, Nüffe, Aepfel, Aut» und für die Knaben je ein Pferdchen, für die Mädchen ein Püppchen placirt waren. Helle Freude leuchtete au» den frischen Kinder- gefichtchen und hocherfreut traten fie den Heimweg an. — Die Bescheerung der Tante Rothe, welche schon Nachmittags 3 Uhr in der Turnhalle stattfand, verlief unter zahlreicher Thetlnahme von Angehörigen und Freunden der Kinder ebenfalls recht antmirt. Auch hier boten die Kleinen mit Frau Rothe durch Vorträge usw. eine schöne Feier, und einige von den Kindern recht hübsch ausgeführte Arbeiten, welche Frau Rothe ausgestellt hatte, belehrten unS, daß die Kleinen auch Anregung zu practischen Dingen bet der „Tante" finden. — Ueber die Bescheerung de» Herrn Lehrer» Curschmauu wird an anderer Stelle berichtet. — Auch der Verein Jugendfreund, der sich daS ganze Jahr hindurch der Sammlung von Cigarrenabschnitten, Stantolkapselu rc. unterzieht, um in der Hauptsache au» diesen Mitteln armen Kindern eine WeihnachtSfreude zu bereiten, hatte seine Bescheerung gestern abgehalten. E» wird hier immer wieder der Beweis erbracht, daß durch Sammlung selbst werthlo» scheinender Gegenstände mit der Zett eine ansehnitche Summe zu erreichen ist, denn auch dieseSmal standen dem Verein die Mittel zur Verfügung, 10 Mädchen und 9 Knaben vollständig von Kopf bis zu Fuß neu zu kleiden. Sämmtliche Kleidungsstücke find aus guten, dauerhaften Stoffen gearbeitet und für jedes Kind nach Maaß angefertigt. Möge das sich überall geltend machende löbliche Streben, Gute» zu stiften und Freude zu bereiten, auch fernerhin die nöthige Unterstützung finden. Eterdekaffe der Sastwirthe. Man schreibt un»: Seit der im October d. I. zu Frankfurt stattgehabten Generalversammlung de» Deutschen Gastwirthe-Verbande», bei welcher Gelegenheit die Sterbekasse der Gastwirthe einer scharfen Erörterung unterzogen wurde, rumort e» hier und da unter den Gastwirthen. Gastwirthe der Pfalz, sowie der Verein der Mannheimer Wirthe haben in Versammlungen erklärt, daß ihnen die Verwaltung der Verbandskasse zu theuer arbeite. Man hat in der Pfalz sowohl al» auch anderöwo begonnen, neue Sterbekaffen zu gründen und alle bestehenden kleinen Kaffen zu organisiren. Auch die Gastwirthe von Gießen und Umgegend find mit der Verwaltung der Verbandskaffe nicht einverstanden. Die Vorschläge, welche die Gießener Dele- girten in Frankfurt der Generalversammlung machten, an den BerwaltungSkosten zu sparen, wurden abgelehnt. Die Franksurter Beschlüffe wurden von den Gießener Wirthen mißbilligt, und so trat hier eine 15 gliedrige Commission zusammen, um wzgen der Grü ud uu g einer Wirt He-S ter belasse für die ganze Provinz Oberhessen die ersten vorbereitenden Schritte zu thun. Das Resultat dieser Commtsfioosberathungen wurde in der vergangenen Woche einer Generalversammlung unterbreitet und allgemein gebilligt. E» sollen vorerst bis 1. April 1898 von jedem Collegen, welcher die Mitgliedschaft erwerben will, Mk. 6.— erhoben werden, welche in monatlichen Raten ä 2 Mk. bezahlt werden können. Hat fich bis 1. April L I. die zu bildende Sterbekaffe nicht constttuirt, so werden die Einlagen zurückgegeben. Im andern Fall wird von den 6 Mk. das von einer noch zu bestimmenden Commission festgesetzte Eintrittsgeld in Abzug gebracht, der Rest aber gutgeschrieben, bis da» betreffende Mitglied freiwillig auStritt oder durch den Tod abgeht. ES sollen pro Monat 3 Mk. Beitrag erhoben werden, dagegen ein Sterbegeld von 1000 Mk. zur Auszahlung gelangen. In einer im Februar k. I». einzuberufenden General - Versammlung soll von Mathematikern Ausschluß gegeben werden über die Lebensfähigkeit einer solchen Kaffe. ** Auszeichnung Auf der Bogel- und GeflügelauSstellung zu Fnlda hat Herr Konrad Rübsamen von hier für ausgestellte Enten vier Erste Preise, für Hühner einen Ersten und zwei Zweite Preise erhalten. • • Sachbeschädigung. In der Steinstraße wurde vor einigen Tagen NachtS an verschiedenen hölzernen Einfriedigungen die Latten abge.rissen und zerbrochen. Die Thäter wurden durch einen Schutzmann ermittelt und werden fich demnächst wegen Sachbeschädigung zu verantworten haben. • • Weckdiebstahl. Gestern Morgen ertappte ein Schutzmann ein junge» Frauenzimmer beim Entwenden von Weck- deuteln mit Inhalt. ______ t V-« 8tnbe, 19. Deeember. Jetzt, kurz jvor dem Jahreswechsel, wird der Haufirhandelmit Neujahrskarten wieder seine Blüthen treiben. Wenn man herzliche und höfliche Glückwünsche mit Freuden begrüßt, so werden doch durch spöttische und unfiäthige Witzkarten überall Beleidigungen und Gehässigkeiten hervorgerufen. Gerade durch den Haufirhandel werden eine Menge solcher Karten aufs flache Land gebracht und dadurch leichte Gelegenheiten zum Kaufen geboten. Könnte nicht der Haufirhandel mit solchen Witzkarten verboten und dadurch deffen schädliche Folgen vermieden werden? Q Reiskirchen, 19. December. Beim Rangiren de» hier Abend» gegen f/i7 Uhr verkehrenden Güterzuges entgleisten auf der Weiche vier Pack- und Personenwagen. Nach ungefähr zweistündiger Arbeit waren die Wagen wieder auf da» richtiger Geleise gebracht und konnte der Zug seine Fahrt fortsetzen. f Nidda, 19. December. Nächsten Mittwoch begeht der hiesige Kriegerverein die Feier seine» 25jährigen Bestehens. Dieselbe wird eingeleitet Abend» */,8 Uhr durch einen großen LampionSzug mit darauf folgenden CommerS im Gasthaus „Zur Traube". △ Mainz, 19. December. Wie da» „Mainzer Journal" vernimmt, wird zum diamantenen Priesterjubiläum des Papstes ein gemeinsamer Hirtenbrief des preußischen Episcopats, rnttunterzeichnet von dem Bischof von Mainz und dem Capitularverweser von Freiburg, erscheinen. Der Hirtenbrief soll am Stephanstag in allen Kirchen von der Kanzel verkündigt werden. Am Neujahrstag ist kirchliche Feier und wird die an diesem Tage abzuhaltende Kircheucollecte al» besonderer PeterSpfennig dem Papste von den Bischöfen ein- gesandt werden. △ Mainz, 19. December. Anläßlich eine» ErweiterungS- baue» der Kellerräume fand gestern in der bekannten Champagnerfabrik von Chr. Ad. Kupferberg & Cie. hier ein Keller fest statt, an welchem die Spitzen der staatlichen, städtischen und Militärbehörden, zahlreiche Stadtverordneten, Mitglieder der Handelskammer, hohe Gerichtsherren, sowie 600—700 sonstige geladene Gäste theilnahmen. Da» Fest, welches in einer solchen Gestalt überhaupt nur in einer ächten rheinischen Stadt denkbar ist, begann mit einer Besichtigung der riesigen, in fünf Etagen übereinander gebauten Keller- räume, durch welche sich die zahlreiche Gästeschaar im Gänsemarsch, treppauf, treppab, an einigen Millionen Flaschen Champagner und Fässern von ungeheurer Größe vorbei, mühsam nach dem Oberbau schlängelte. Hier war dann in einer 800—900 Personen fassenden, reich decorirten Festhalle ein opulentes Frühstück servirt, zu welchem den Gästen nur die feinsten Marken der Firma, „Kupferberg-Gold" credenzt wurden. Nach den üblichen Begrüßungsreden, Lobspenden auf die Fabrikleituug und da» Emporblühen der rheinischen Champagneriudustrie, sowie einem Begrüßungstelegramm an den Fürsten Bismarck, der im Jahre 1870 in dem Hanse Kupferberg Quartier hatte, trat alsbald die allgemeine rheinische Freudigkeit ein, der sich der größte Theil bis zum Andruck d>-r Abend» hinoab. Verinischtes. * Marburg, 20. December. Der Kaiser schickte dem OffiziercorpS der 11. Jäger seine B-onccbÜste mit Regulator Und jeder Compagnie lein Bild.______________________________ Eingesandt. Gieße«, 20. December 1897. Es ist eine schöne Sitte, alljährlich zu Weihnachten auch bedürftigen Kindern durch eine Ehrtstdescheerung eine Freude zu machen. So war Herr Cur sch mann wieder in der angenehmen Lage, bei seiner diesjährigen Bescheerung 300 Kinder, 245 Mädchen und 55 Knaben, vollständig kleiden zu können. Seiner freundlichen Einladung Folge leistend, besichtigten wir am Sonntag Nachmittag in der Turnhalle der Stadtmädchensch^e mit großem Interesse die in so reichlichem Maße gespendeten Geschenke, defteheud in neuen Kleidern aus nur gediegenen Stoffen für Mädchen und Knaben. Durch Verwendung der 3Ulfen seiner und der Schmidt'schen Stiftung, sowie durch die von edelbenkenden Damen und Herren unserer Stadt gespendeten Gaben war es Herrn Curschmann möglich, eine so großartige Bescheerung wieder veranstalten zu können. Außer den Kleidern erhielt jedes Kind eine bis zwei Bretzeln, Nüsse und Anis. Man sah es den freudestrahlenden Augen der Kinder an, daß auch für fie heute ein besonderer Festtag war. Ader auch dem edlen Spender der Gaben war dieser Tag ein Festtag. Ihm ist etz ein wahres Brdürsniß, alljährlich die Bedürftigen unserer Stadt am Weibnachtsseste durch Geschenke zu erfreuen. Ist es doch das 49. Mal, daß Herr Curichmann diesen humanen Zweck zur Ausführung gebracht hat. Es ist erstaunlich, wie er in seinem Alter noch eine solche Riesenarbeit in wenigen Wochen überwältigen konnte. Nur der Gedanke, Anderen zu helfen, Anderen eine Freude zu bereite«, hat ihm die Arbeit erleichtert und feine Arbeitskraft gestählt, und dieS verdient volle Anerkennung und innigen Dank, den wir im Namen der B-lcheerien hiermit auLsprechen. Um 4 Uhr nahm die Feier ihren Anfang. Der fchön geschmückte Wethnachisbaum ward: angezündet, und freudestrahlend nahm die jugendliche Schaar ihre Plätze ein. Die Schülerinnen der oberen Klaffen der Stadtmädchenschule sangen unter Leitung des Herrn Trautmann mehrere dreistimmig« W-ihnachtslteder und gestalteten die Feier zu einer wahrhaft erhebend«. Zuerst wurde gelungen: .Hosianna dem Sohne Davids." Tiefergriffen hiell hierauf Herr Curschmann folgende Ansprache: .Hochgeeehrte Anwesende, liebe Kinder! Ich habe durchaus nicht die Absicht, eine lange Rede zu hallen und Eure Geduld lange in Anspruch zu nehmen. Vorerst danke ich dem lieben Gott, daß er mir die große Gnade erwiesen und mir die Kraft gegeben hat, zum 49. Mal wieder vor einer so großen Schaar Kinder stehen und ihnen eine Freude bereiten zu können. Dor etwa zwei Monaten ist daS Christkindchen zu mir gekommen und hat mich gefragt, ob ich wieder brave Kinder hätte, denen ich beschirm wollte. Da habe ich „ja' gesagt. Ich habe alsdann viele Gaden erhalten, die hernach unter Euch verlheiU werden. Ich freue wich, daß Ihr alle fo aute Zeugnisse erhalten habt, weil Ihr brav und fleißig gewesen seid. Fahrt so fort, Euren Lehrern, Lehrerinnen und Eltern Freude zu machen, so wird eS Euch an Gottes Beistand nicht fehlen. Hoffentlich kann ich die meisten von Euch im nächsten Jahre bei meinem 50jährigen BescheerungS-Jubiläum noch reichlicher mit Gaben bedenken. Unmöglich wäre es mir gewesen, eine so umfangreiche Bescheerung veranstalten zu können, wenn ich nicht unterstützt worden wäre. Ich spreche daher allen edlen Menschen, die mtr so viele Gaben haben zukommen lasten, nochmals meinen herzlichsten Dank auS. Auch danke ich Herrn Oberlehrer Fuhr, der die Freundlichkeit hatte, mir diesen geräumigen Saal und ein Zimmer zur Ausführung meiner Befcheerung zu Überreifen, fowie auch Herrn Trautmann für die Einübung und Leitung der febenen Gelänge, die mich tief gerührt und wahrhaft erbaut haben. Ferner danke ich allen Lehrern und Lehrerinnen, die mir fo bereitwilltgst Auskunft übet ihre Kinder ertheilt und mich unterstützt haben. Ebenso danke ich Herrn und Frau Becker für die viele Mühe und Arbeit, die fie mit der Ausgabe der Kleiderstoffe, fowie mit der Empfangnahme und Aufbewahrung bet Kleider gehabt haben. Schließlich wünfche ich allen verehrten Anwefenden recht vergnügte Weihnachten und hoffe, daß daS Chrtstktndchen auch bet ihnen Eingang halten möge!" Hierauf fangen die Schülerinnen »Ehre fei Gott in der Höhe!'- nach zwei verschiedenen Melodien. Sämmtliche Lieder wurden rein, sehr präciS, mit schönet, deutlicher Aussprache und allen Schatttt- ungen meisterhaft vorgetragen. Keine Schülerin hatte ein Buch In der Hand, die Augen sämmtttcher Mädchen waren mit großer Aufmerksamkeit auf ihren Dirigenten gerichtet. Nur fo ist eS bei gründlicher EUiüdung der. Einzelstimmen denkbar, baß fo Vorzügliche» geleistet werben kann. Hochbeglückt und freubestrahlend nahmen die Jtinber ihr« Geschenke in Empfang, bankten Herrn Curschmann herzlichst und wanderten wohlbepackt und in fröhlichster Stimmung nach Haufe. Möge es Herrn Curschmann nicht allein im kommenden Jahre bet feinem 50jährtgen BescheerungS-Jubiläum, sondern noch viele Jahre vergönnt fein, bas edle Werk zur Freude der Bedürftigen unferer Stadt in voller Manneskrast fortzufetzen. 2Kird^lid?e Anzeigers öet Stafec Mietzen. «vangelifche Gemeinde. Da die Stadtkirche zu Weihnachten noch nicht benutzt werden kann, so sollen an den beiden Feiertagen in der JohanneSkitche Vormittags zwei Gottesdienste, um 91/, Uhr und um 11*/« Uhr, und Nachmittags 5 Uhr ein Gottesdienst gehalten werden. In der FriebhofScapelle findet während der Weihnachtsfeier» tage kein Gottesdienst statt. Am 1. Weihnachtsfeiertage wird eine Collecte für die Klein- kinder-Bewahranstalt, am 2. Feiertage «ine solche für die Armen erhoben. Abendmahl wird während der Feiertage nickt gehalten werden. UNIvr Jür Herren! Jedes junge Mädchen, jede Dame, jede Frau wird angenehm überrascht fein, wenn ste am Be- fcheerungsabend u. A. auch einen wirklich nützlichen Artikel für ihre Toilette findet Wir machen daher die Herrenwelt auf die herrlichen Weihnachtscartone aufmerksam, die die Firma Doering & Cie. unter GratiSdeigabe eilteS Sachet» mm Parfümiren der Wüsche für chr? Kunden »um diesjährigen Weihnachtsfeste unfertigen ließ. Ein jeder olefer wunderhübschen seinen Sartons enthält 3 Stück der renommtrten echten Doering» Seife mit der Enke und eignet sich dieser Artikel bei der prächtigen Ausstattung und Eleganz der CartonS zu einem felfr hübschen und repräsen- tationSfähigen Betgeschenke ganz besonders für Damen. Diese farbenprächtigen Cartons find', so lange der Vorrath reicht, ohne Preiserhöhung in allen hiesigen Verkaufsstellen zu haben. Man benutze diese Gelegenheit und kaufe zeitig. 11120 ist c6» daß die meisten der als Schön- ZGMMjVWJvw* heitSmittel angepriesenen Präparate fast wirkungslos, sehr häufig sogar gesundheitsschädlich sind. DaS Gegen- theil ist bei dem „Myrrholin' und der damit hergestellten Patent« Myrrholin-Seise der Fall. Dieser ölige AuSzug des Myrrhenharze» enthält all die conservirenden und neuMlbenten Eigenschaften, welche schon fett Jahrtaufenden bei ber Myrrhe bekannt find und fie zu dem hervorragendsten CoSmeticum des AlterthumS machten. 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Haftrfl cht zu Großen- Buseck" Folgendes eingetragen: An Stelle des ausgeschiedenen Rechner» Konrad Gengnagel von Großen Buseck ist durch Beschluß der Generalversammlung vom 3. November 1897 der Rentner Balthasar Stephan erster zu Großen-Buseck zum Rechner gewählt worden. Gießen, den 17. December 1897. Großherzogliches Amtsgericht. Neuenhagen. 11463 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Nieder-Bessiugeu für 1898/99 liegt auf dem Bürgermeistereibureau vo^r 22. December l. Js. zur Einsicht der Jntereffenten 8 Tage offen. Nieder-Bessingen, den 18. December 1897. Großh. Bürgermeisterei Nieder-Bessingen. Horst. 11465 Zuchtviehmärkte in Darmstadt. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß die Darm- im Jahre 1898 auf nachverzeichnete ftädter Zuchtviehmärkte Tage fallen: 4. 18. Januar, 1 15. Februar, 1. 15. 29 März, 12. 26. April, 10. 24. Mai, 7. 21. Juni. 5. 19. Juli, 2. 16. SO. August, IS 27. September, 11. 25. October, 8. 22. November, 6. 20. December. Darmstadt, den 14. December 1897. Großh. Bürgermeisterei Darmstadt. M orneweg. 11460 Bekanntmachung. 11473 S. Heichelheim. O ®tatt jeder besonderen Anzeige. empfiehlt 11476 Behufs einer Ergäuzungswahl des Vorstandes unserer Gemeinde für das nach dem Dienstalter austreteude Mitglied Herrn Nathan Rosenthal liegt die Liste oller Stimmberechtigten drei Tage lang zur Einsicht der Betheiligten auf dem Bitreau deS unterzeichneten ersten Vorstehers offen, und können Einwendungen gegen den Inhalt der Liste nur während dieser Frist zugelaffen werden. Gießen, ven 21. December 1897. Der Vorstand der israel. Religions-Gemeinde Gießen. Am 1. Weihnachtsfeiertag, Nachmittags 4 Uhr, in Steins Garten: Fleischhack- und Reibmaschinen, Waschmaschinen, Wringmaschinen, Waffeleisen, Bügeleisen und Bolzen, Kochgeschirre, verzt., emaillt. w. eisenoxydirt, Löffel, Messer und Gabeln aller Art, Schlittschuhe und Eissporen, Alle Colonialwaaren, Kaffee re. Friedr. Müller jr., Neustadt Nr. 41. Die glückliche Geburt zweier Töchter zeigen hoch- d erfreut an 11468 Albert Neuburger und Frau. Gießen, den IS. December 1897. J Weiknachts-Hratorium von H. F. Müller. Eintrittskarten (Sperrsitz 2 Mk., 1. Pl. 1 Mk., 2. Pl. 50 Psg., 3. Pl. 25 Psg.) zu haben bei Holterhoff, SelterSweg 20 und Teipel, Marktplatz 16.11482 Meiste, reinleinene Psrtik-Täschentncher empfehlen wir zu erstaunlich billige» Preise». . . ES ist UNS in diesem Jahre gelungen, einen Posteki Tilcher in einer vereinzelt Vorkommen. Wir versehlen daher nicht, unsere wertben Kunden aus diese wirklich günstige Gelegenheit, einen vortherlbasten Em- kaus zu machen, ganz besonder, hinzuweisen. 10838 C. Mohr & Go. f Die anerkannt feinsten j Um/ Punsch-Essenzen M —[ aller Art, der renommirten Z—— -—-/ Funsch-Liq.ueur-Fabrik von Z= -—-7 Ang. Kramer & Co. Nachf. in Köln / .....— I—-/ empfiehlt 11459 / 7 Carl Schwaab, Hofl., Giessen. / —~ Gastspiel -es Keuter-arflellers EfflÜ Richard im Stadttheater am 21. December 1897. MklttlMr Wallllüffk, Sijiliflncr ßaftluöffe, in bester Waare, empfiehlt billigst Gg. Kinkel, 11434 vrreuzvlatz 9. 10958 BehdrdlicheAnzeigen 11429 Gau-Odernheim, Rhh Astra 13 185,5 gesucht. l I gesucht. 11472 V diese« Blattes. 10669 273 729 Emil Fischbach, A. Ä <4. Wallenfels, Ph. Herrmann, L. Kalkhot, H. F. Nassauer, Eberh. Metzger, Otto Schaaf. rm Nadel-Scheitholz, Nadel, Knüppelholz (darunter 129 rm .Rundholz von 4 m Länge), Nadel-Stockholz, Kiefern- und Fichtenstämme mit 5,41 fm, r^rsteigpBrung^*3 Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. Dienstag, den 28. December, Vormittags 91/» Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald in den Districten Haingesboden und Waldshute meistbietend ver- st.igert werden: marke und Firma Haarmann & Reimer in Holzminden. Zu haben in Gießen bei Carl Schwaab, Hofl., Emil Fischbach, Gg. Herbordf, A. G. Wallensels, Otto Schaas, Drog., Ph. Herrmann, W. Kilbiuger, Löwen-Drog., Wilh. Haas. G. Walter. Chr. Wallensels. General-Däpöt: Max Elb in Dresden. 11458 Spuck, Hessiicher Hof. 11291J Ein möblirtes Zimmer vom 1. Januar ab zu vermiethen- U. -üitenberger, SelterSweg 67. Will - Gkfilch. Eine Köchin per 1. Januar WWMWWWWWWWWWMIWW, Empfehlungen, g Für die Feiertage empfehle 11479 lebende Karpfen, Hechte, Zander, Schollen, Schellfische etc. Gest Vorausbestellungen erbeten. J. M. Schulhof. Der Gesammtauflage der heutigen Nummer liegt eine Extrabeilage der Firma Carl Nowack dahier bei, die für Weihnachtseinkäufe besonderer Beachtung empfohlen sei. 10968 Sofortige Hilfe durch leichte Schleimig sung bei Asthmaanfällen, Athemnoth, Luftröhrenkatarrh, Brustverschleimung bei Lungenerweiterung etc.etc. Proben mit Gebrauchsanweisung werden an wirklich Leidende auf Wunsch gratis und franco zugesandt vom Haupt-Depot: Apotheker Oscar SenflT, Berlin C.. Ross-Strasse 26. Für die Weihnachts-Bäckerei ist das beste and billigste Backtett MannheimerPalmin ein reines Naturprodukt, kein Kunstprodukt wie Margarine, 7. ausgiebiger wie alle anderen Fette. Das mit Palmin zubereitete Gebäck ist von vorzüglichem Geschmack und hält sich sehr lange. — Ein Versuch überzeugt. — Das Pfund zu haben zu 65 Pfg. bei: In dem Großh. Landeshospitale ist am 2. Januar 1898 die Stelle der Weißzeuggehülfin zu besetzen. Im Weißzeugnähen, Waschen und Bügeln erfahrene Mädchen wollen sich unter Vorlage ihrer Zeugniffe bei unterzeichneter Behörde melden. Bei freier Station kann ein Anfangs« gehalt von 250 Mk. gezahlt werden. Hofheim, den 18. December 1897. Großh. Direction des Landeshospitals. Dr. Mayer. 11464 ^Schnapp^ wer ein lustiges Spiel wünsch,, da» 4rv ■ Gesellschaften bei AI, and Zang ■ H — stürmische Heitrrkeit — ■ Hervorruf«, versehe sich mit „SchaaPP"^ Preis M. 1.80) bn:^^ J. Ricker’sche Bachb.'^^^ , £ 5 Südanlage 5. lots 43. Seltersweg 43. Stabt Machthllllö. Z?retb auk. 11480 Heute uud morgen: Rindfleisch, nicht ladenrein, per Pfd. 54 Pfg. Weiß- nnb Mwine, eig. Gewächs aus bess. Jahrg., nur 60 und 60 Pfg. d. L Faß leihweise. Nachn. oder Reser. Racky, Lehrer a. D., Altlkll-Krauerki Gieße«. Gewandte Verkäuferin für ein Wäsche- und AusstattungSgeschäft per Januar oder später gesucht. Offerten mit Gehaltsansprüchen unter C. R. 10669 befördert die Expedition 11100] Mansarde, 2 Zimmer, zu oer- miethen._____________Gouueuft». 8. 11467] LogiS zu vermiethen. Th. Vogt, Löwengasse 16. Zum Backen und Kochen mit Zucker fertig verrieben und sofort löslich. Köstliche Würze der Speisen. Feiner, ausgiebiger und bequemer wie Vanille, frei von deren aufregenden Bestandtheilen. Kochrecepte gratis. 5 Originalpäckchen 76 Pfg., einzelne Päckchen 20 Pf.; ferner 10295 Vamlllrter Stgreuzucktt in Streubüchsen ä 50 Pfg. Lehrling gesucht. Ein junger Mann auf ein hiesiges kaufmännisches Bureau als Lehrling zum sofortigen Eintritt gesucht. 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Christbäumchen Frisch gehauene ChristbSume heu e eivgetroffen bei Herrn LampuS im SelterSweg. [114t.71 Lügele. Huuruhrketten, zu Weihnachtsgeschenken geeignet, fertigt billigst an 3270 Wellen-Nadel-R'isig Die Zusammenkunft ist auf dem alten Anneröder Weg an der dritten Schneise. Gießen, 20. December 1897. Großh. Bürgermeisterei Gießen. ________I. V: Wolf. 11478 Mittwoch den 22.Derdr.LI , Nachmittag? 2 Uhr, werden im Bteker'schen Saale versteigert: Sophas, Commoden, KleiderschrLnke, 1 Plüschsopha mit 2 Seffeln, ein Panzerkassgschrank, 1 Verticow, ein Trumeau mit Spiegel, 1 Näh» maschine, Tische, 1 Schreibtisch, ein Bücherregal, 1 Ausziehtisch, 1 vollst. Bett, 1 Regulator, 1 Eisschrank, 1 Waschmaschine, 1 Waschmangel, 2 Hobelbänke, verschiedenes Werkholz, 2 Jagdgewehre u A. m- 11462 Aeitzler. Gerichtsvollzieher. Mittwoch den22.Derbr.1897, Nachmittags 2 Uhr, im Adler zu (Sieben werden öffentlich gegen Baarzahlung versteigert: 4 Kühe, 1 Sopha, eine Partie Cigarren und Tabak. 11477 «ngel Gerichtsvollzieher. M .ü leeel* bmiffend d« r pflichttge R cmlgefetzt s StLdtk'Ort laomlllng vcheriumS 20444, ffl tote folgt: Jahabk! Rinbtt zum Bitoibi Mt M z «trh «achd des Lavdk ju Dollar, Öffnet wor fort bei ft bau auf mittag-10 vtttcht zu Ullttrfuchol flüchtig tr!(i bil Drckai Darr Ml ÄtW Itotti i^2b ’ 8m ni luf/ btnn t «am hatte ih't" Naue »AchM, »Tag •vtoi ttenn öab »tun ti al< e machst, H pack q| 8ber g »8chwr Unb ßt Mfödt'lo »it (i Mi. •8t», 0.4:"" Vir Ji vorstehendes besouder- ai tritt. Tirh Die Beerdigung findet Dienstag den 21. d. M., Mittags 12 Uhr, vom Sterbehause, Göthestrasse 32, aus statt. 11474 11471 dem Ableben unseres Kameraden geziemend in Kenntnih zu setzen. Gießen, 20. December 1897. zubolen eotel «ebne. nehmen. 11456 11475 Um stille Theilnahme bitten Die Beerdigung findet Dienstag den 21. December, Vormittags 11 Uhr, von den neuen Kliniken aus statt. 1146Ö। Ein graues €ap6» mit Plüsch, besaß gefunden. Ab,uholen gegen In- seratgebühr bet tVau Etohr, Neustadt 55. Wilhelm Keiner. Die Beerdigung findet Dienstag Vormittag 11 Uhr von den neuen Kliniken aus statt. Zusammenkunft im Rheinischen Hof, Frankfurterstrabe. Orden und Ehrenzeichen sind anzulegen. Der Vorstand. Freunden und Bekannten hiermit die traurige Mittheilung, daß heute Nacht unser geliebter Vater, Großvater und Schwiegervater 11470 Die trauernden Hinterbliebenen. Heinrich Sack. Karl Sack. Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag s/t4 Uhr von Große Mühlgasse 5 aus statt. Der Borstand. 11469 Fahrbeamten Verein. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem gestern erfolgten Adleben des Bremsers Herrn Wilhelm Keiner Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß gestern Abend 6 Uhr unsere liebe Mutier, Schwiegermutter und Großmutter Marie Sack, geb. Schmidt, im 79. Lebensjahre nach turrem L.rden sanft entschlafen ist Bürgerliches Brauhaus in Pilsen, gegründet im Jahre 1842 Giessener Stadttheater Dienstag, den 21. December 1897 t Nochmaliges Gastspiel des Kgl. Württemb. Hofschauspielers Herrn Emil Richard. Hanne Nüte. Ernste und heitere Lebensbilder, nach F. Heutet in 7 Bildern bearbeitet von Emil Richard. Marie Bornemann, geb. Bültmann. Georg Bültmann. Giessen, den 19. December 1897. Vertreter. Eine erste Rollladen- und Wellblech- und Jaloufiefabrik sucht für den hiefigen Platz einen tüchtigen, energischen und sachkundigen Vertreter. Offerten an die Expedition d. Bl. unter 8. G. 11461. Artillerie-Verein Giessen. Wir benachrichtigen hiermit unsere werthen Mitglieder von Heute erlöste der Tod unsere liebe, gute Mutter, Frau Elise Bültmann geb. Hagemann, von ihrem längeren, schweren Leiden. Wilhelm Keiner, Bremser, nach kurzem Kranksein sanft verschieden ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hiuterbliebenen. Gießen, den 19. December 1897. Die Beerdigung findet Dienstag Vormittag 11 Uhr von den neuen Kliniken aus statt. Privat-Kapitalisten § bestellt Probe-Nummern der „Neuen Börsen-Zeitung”, Berlin, Zimmer- Str. K)O. Versandt gratis und franco. Hafenfelle, Marder, Altts- Kaninchen- und Aifchotternfelle WO _ kauft zu hohen Preisen 11060 A. Kretzschmar, Kürschner, Marktplatz 22. in Pilsen. Der Inhalt verschiedener Zeitungsartikel letzter Zeit, die I in der gehässigen Art und Weise bemüht sind, über den Cha- I racter und das Wesen unseres Etablissements durchaus un- I zutreffende Berichte zu verbreiten, veranlasst uns heute — I ohne die Quelle und das Motiv dieser tendenziös entstellten I Machenschaften mit dem gebührenden Titel abzufertigen — I zu der Erklärung, dass wir seit dem 55jährigen Bestände I unserer Firma zu keiner Zeit uns um Politik gekümmert, I vielmehr die Wahrung der Gleichberechtigung jeder I Nationalität ohne Unterschied hochgehalten haben, I was wir bei Veranstaltungen zahlloser Vereine und Corpo- I rationen durch hervorragende Spenden jederzeit bewiesen haben. I Was die Behauptung betrifft, dass unser Verwaltungs- I ausschuss und die Beamtenschaft unserer Etablissements sich I zur tschechischen Nationalität bekennt, müssen wir zur Steuer I der Wahrheit energisch betonen, dass sowohl Verwaltungs- I als auch Beamtenkörper eine grosse Anzahl VOD Deut- I sehen enthält, die wir zum Beweise unserer Behauptung im Nachstehenden namentlich anführen. Von den dermaligenamtirenden Verwaltungsräthengehören über die Hälfte der deutschen Nationalität an und zwar die Herren: Ignaz Fomann, Franz Hruby, Anton Jwan, Emanuel Klotz, Dr. Josef Pleyer, Franz Richter, Leopold Anger, von welchen Herr Ignaz Fomann lange Jahre Obmann des Deutschen Gewerbe- u. Arbeiter- I Vereins, Pilsen, war und derzeit Ehren - Obmann dieses Vereins ist, und von 7 Ersatzmännern sind sechs Deutsche und zwar die Herren: Karl Gallistl, Johann Metzner, Franz Reim, Anton Miksch, Johann Komarek, Josef Kautezky Unter den an der Spitze des Unternehmens stehenden i Beamten sind die Herren: Oberbräuer Josef Binder, Unter- bräuer Adolf Bayer, Chef des Maschinenwesens Franz Spalek, Magazin-Chef Josef Wirth, Obergährführer Georg Sperner, Oberkellermeister Franz Hable und ein grosser Theil der Gährführer und Biersieder — Deutsche. Von den zweihundertfünfzig brauberechtigten Bürgern, welche Eigenthümer des Bräuhauses sind, ist fast die Hälfte deutscher Nationalität und entstammt zum grossen Theile alten deutschen Pilsener Patricier-Famihen, so unter Anderen: Herr J. U. Dr. Starck, Führer der Deutschen in Pilsen und Westböhmen, ferner Herr Carl Gallistl, Obmann der deutschen Liedertafel in Pilsen, und viele andere hervorragende Persönlichkeiten der deutschen Einwohnerschaft Pilsens. Das Bürgerliche Bräuhaus in Pilsen ist ein wirthschaft- I liebes Unternehmen, welches sich strenge an seine Aufgabe, I die Förderung der Production und des Absatzes seines welt- I bekannten Bieres hält, dasselbe nach Deutschland ausführt, I aber auch von dort einen grossen Theil seines I Bedarfes deckt, den Kämpfen der Parteien in I Böhmen aber ganz fern steht, und der gegen das- I selbe vorgeschlagene, der Concurrenz sehr erwünschte, Boy- I kott wäre deshalb um so ungerechter, als die Hälfte der I brauberechtigten Bürger Pilsens Deutsche sind, welche I dadurch in ihrem Vermögen unverschuldeter I Weise den grössten Schaden erleiden und den- I selben unter den herrschenden Verhältnissen I doppelt schmerzlich empfinden müssten. Wir geben uns der Hoffnung hin, dass diese Aufklärung I genügen wird, den durchsichtigen Intriguen feindseliger I Neider und Streber die gegen uns gerichtete Spitze zu Patentschutz Patente, Gebrauchsmuster, Musterschutz, Waarenzeichen etc. für In- und Ausland besorgt u. verwerthet 9691 Louis Dill, Inh.: L. Dill & A. P arnicke. Frankfurt a. M Zell 67. Erklärung des Bürgerlichen Bräu ha uses |verlorern^enjnderL] 11461] Ein Kleidchen fltfunben. Ab- | Zu verkaufen. ; Kme Kaute Mist in verkaufen. 11393 Westanlage 30. 11348] Ein gut erhaltener schwarzer OsnzierSmantel, für eine große Person passend, wird zu kaufen gesucht. L. Rothenberger, Neuenweg ....... I Leder-Waaren Albums in jeder Preislage Reise-Necessaires. Cigarren Etuis, Brieftaschen Portemonnaie» grösste Auswahl Schreibmappen Postkarten-Album*. Gegrlndet 1866. Giessen »rswec-Plockstr. ÄÜactiwM N. S chctzbM. — Druck imt B erlag btt Br üblichen UnilxrNtäte^uch. und St^nbnidrrri (Pietsch A Echryda) In •ufcra. Die heutige Nummer umfaßt 8 Seite«. *