Und bti|i «fit per ertheflt; chulhof. essen, M jjjffiagl I Füsse etteu seiner HW mit - : (TMett) tosen Wichse osen hftug wieder wijir [integer na Göppingen. eaEfim. Ki üagtr Mick. iS. iwes, gestrickte b Rockflaaeüe, iuiwch P beut- UU m, Tirßmyftu igst drsoch- »EM a> rn leiche beim 86® 105® 21® 93® 36® Herrak Aste >bl. qg60 ZS'°" jri«*«» MB1887 101® ^b. 0bl 1G0.® ipiiker [tinseife den." «61 id Hausputz Sonntag den 21. November 1897 Nr. 274 Erstes Blatt Der Otetzever Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de- Montag-. Die Gießener Mimikien V tälter werden dem Anzeiger Wöchentlich drei nial beigelegr. Siebener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. vierteljährig«e AvollnemrutsprelA» 2 Mark 20 Psg. mit Bringerloha. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Psg. Redaction, lkxpeditio» und Druckerei: -chntftratze Ar.7. Fernsprecher Mc Zlints- unb Anzeigeblntt für den Ureis Gicszcir. folgenden Tag erscheinenden! Nummer bis Borm. ,foub" | Oratisöeikage: Kießener Aamitienölätter. Alle Lnnoncen-Bureaux dcS In- und Lu-lande- nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" artyi*. - Bekanntmachung, Öle Nachsuchung der Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugnissen betreffend. Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, werden hierdurch auf die nachfolgenden, bet Anbringung der Gesuche zu beachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvollständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. 1) Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs- Commission nur dann einzureichen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum gestellungspflichtig ist, d. h. feinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2) Die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Jahres nachgesucht werden, in welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird. Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April desselben Jahre» zu erbringen. (Wenn z B. mit Rücksicht auf das Lebensalter die Einreichung des Gesuchs nicht weiter hinausgeschoben, das vorschriftsmäßige Schulzeugniß aber erst am Schluffe des Schuljahres ausgestellt werden kann.) In solchen Fällen ist in dem Gesuch anzugeben, daß das Schulzeugniß bis 1. April nachfolgen werde. 3) Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben fein und ist hierzu ein Bogen in Actenformat (nicht Briefpapier) zu verwenden. Auch ist die nähere Adresse anzugeben. 4) Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: ») Geburtszeugniß; d) Einwilligung- - Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu Übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen; «) ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realgymnasien, Ober-Realschulen, Progymnasien. Realschulen, Realprogymnasien, höheren Bürgerschulen und sonstigen militärberechtigten Anstalten) durch den Director der Anstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit ooer ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist; d) das Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b: daß in dem Einwilligungs-Attest die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein muß. Zu pos. d: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeugniffe für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reifezeugniffe für die Prima der Gymnasien, Realgymnasien und Ober-Realschulen, sämmtlich nach Muster 18 zur Wehr - Ordnung vom 22. November 1888 — Reg. - Bl. Nr. 27 von 1894 — ausgestellt sein müssen. Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der §§ 88, 99, 90, 93 und 94 der angeführten Wehr-Ordnung verwiesen. Großh. Prüfung« - Commission für Einjährig - Freiwillige zu Darmstadt. Der Vorsitzende: Dr. Kayser. Wolff» telegraphische» Eorrefpüudenz-Burr«r Berlin, 19. November. Die Stadtverordneten lehnten mir 64 gegen 38 Stimmen den Ausschußantrag ab, da» Grundgehalt der festangestellten Lehrer aus 1200 Mark festzusetzeu, nahmen dagegen den Antrag au, eS nach der Magistratsvorlage bei 1000 Mark zu belassen. Berlin, 19. November. Sollte die haitianische Regierung ihre Weigerung, den berechtigten Wünschen Deutschlands nachzugebev, fortsetzen, so wird die la serliche Regierung ihren Forderungen auf anderem Wege Nachdruck verleihen müffen. 6tefelb, 19. November. Amtlich wird gemeldet: Der Trajectbetrieb zwischen Spyck und Welle (Strecke Cleve- Zeveuaar) ist wegen niedrigen Wafferstande» eingestellt. Wiesbaden, 19. November. Die Stadtverordneten wählten einstimmig den Major v. Ebmeyer (Freiburg) zum Kurdirector mit zwei Jahren Probezeit. Dresden, 19. November. Die Dresdener Kun st - genosseuschäft hat die Profrfforen Anton v. Werner- Berlin und Johannes Schi Hin g-Dre«den zu Ehrenmitgliedern ernannt und den Bau eines KünftlerhauseS in Dresden beschloffeu. Bern, 19. November. Nachdem das Schweizervolk die Einführung des Zündhölzchenmonopols adgelehut hat, unterbreitet der BundeSrath der Bundesversammlung einen Gesetzentwurf, nach welchem die Fabrikation, Einfuhr, Ausfuhr und der Verkauf von Zündhölzchen mit gelbem Phosphor verboten werden soll. Basel, 19. November. Wie verlautet, ist der Schnellzug Nr. 3 Frankfurt-Basel heute Nachmittag nach 4^/z Uhr nach Pasfiren der Station Leopoldshöhe entgleist, glücklicherweise ohne den Bahndamm, der an der Stelle sehr hoch ist, zu verlaffen. Ein Hilfszug wurde abgelaffen, um die Verwundeten, die nach dem Gerücht zahlreich find, abzuholen. Der Materialschaden ist bedeutend. Mau hofft bis heute Abend die Bahn dem Verkehr wieder übergeben zu können. (Nach weiteren Mittheilungen wurden bei der Zugentgleisung nahe der Leopoldshöhe drei Personen leicht verletzt.) London, 19. November. Die „Times" schreibt, da» britische Krieg Samt habe das Vertrauen deS Landes verloren. Die Lage des Heeres fei beklageuSwerth, die Kosten ungeheuer groß. Die Frage fei in keiner Weise eine Parteisrage. Die Nation erwarte mit Recht die Lösung der Frage von den Leuten, denen die höchste Macht anvertraut ist. Depeschen de» Bürener „Herold." Berlin, 19. November. Der Kaiser hat dem Major Leut wein das Ritterkreuz deS Hoheuzolleruschen Haus« ordenS mit Schwertern verliehen. Berlin, 19. November. Die Eröffnung de» Reichstage» wird, wie bekannt, am 30. November, Mittags, statt- finden und zwar durch den Kaiser persönlich im Weißen Saale de» Berliner SchloffeS. Berlin, 19. November. Wie die „Nationalzeitung" 'meldet, find die Postreform-Vorschläge de» Herrn v. PodbielSki der abschließenden Formulirung nahegerückt. WaS die Verbilligung des OrtSbriesverkchrS betrifft, so ist nicht bloS die Einführung de» 5-Pfenntg-SatzeS für Berlin beabsichtigt, sondern eS ist eine Auftheilung deS Reichspost- gebielS tn Or^sbezirke beabsichtigt, innerhalb deren allgemein das Briefporto 5 Psg. betragen soll. Hierbei kommen namentlich die dicht beieinander gelegenen Städte, wie Barmen- Elberfeld, Hamburg Altona rc, in Betracht, sodann namentlich die größeren Städte mit ihren Vororten. Berlin, 19. November. Der Colouialrath trat heute Vormittag in die Berathung des Etats für Süd West-Afrika ein. Landeshauptmann Major Leurwein äußerte fich hierbei zu verschiedenen in Betracht kommenden Fragen. Berlin, 19. November. Der „Post" zufolge wird weder die „Gefion", noch die „Kaiserin Augusta", sondern der Kreuzer 1. Klaffe, „Deutschland", zum Schutze der deutschen Jntereffen nach Port-au-Prince gehen. DaS Schiff, das zur Reserve gehört, wird sofort zu diesem Zwecke in Dienst gestellt werden Die Besatzung de« Panzers „Sachsen" wird auf den Kreuzer „Deutschland" übertreten. Da jedoch „Sachsen" nur 381 Mann Besatzung hat, für „Deutschland" aber 644 gebraucht werden, so werden noch weitere 255 Mann einzuschtffen sein. Weiter schreibt die „Post", daß die Ausrüstung de» Kreuzers „Deutschland" in zehn bis vierzehn Tagen beendet sein wird. Man werde an- nehmen dürfen, daß „Deutschland" in den ersten Tagen deS December den Heimathshasen Kiel verlaffen und etwa am 20. vor Port-au Prince eintreffen wird. Berlin, 19. November. Der „Post" wird aus Port- au-Prince geschrieben, daß dort jetzt die deutschen Briefe couftScirt werden. Die Haitianer fahren fort, die Deutschen in der Preffe und öffentlich zu beschimpfen. Biele Deutsche in Port-au-Prince sehen fich genöthigt, ihre deutschen Fahnen in ihren Häusern verborgen zu halten. Gegen den deutschen Geschäftsträger werden unerhörte Beleidigungen laut. Berlin, 19. November. Wie der „Poft" aus Konstantinopel gemeldet wird, will der bisherige türkische Botschafter in B-rltn, Ghalib Bey, gegen eine ganze Reihe deutscher Zeitungen, welche gemeldet haben, er habe eine große Schuldenlast in Berlin htnterlaffen, Beleidigungsklage austrengeu. Berlin, 19. November. Umfassende Haussuchungen haben in den letzten Tagen bei Anarchisten in Frankfurt a. M., Magdeburg und Görlitz stattgefunden. SS dürsten diese Haussuchungen im Zusammenhang mit den letztem Gedächtnißfeiern der Anarchisten zu Ehren ihrer tn Chicago Hingerichteten Genossen gestanden haben. Beschlagnahmt wurden unter Anderem eine ganze Anzahl Exemplare der Anarchisten- Zeitung „Neues Leben". Berlin, 19. November. Heute Nachmittag 3 Uhr hat fich der Theateragent und ehemalige Director verschiedener Berliner Specialitäten - Theater, Arthur Fränkel, in seiner Wohnung tn der Friedrichstraße eine Kugel tn den Kopf geschossen und sich dann au« dem dritten Stockwerk in den gepflasterten Hof htnabgestürzt. Der Tod trat auf der Stelle etn. Das Motiv hierzu soll der gestern erfolgte Tod feiner Gattin, welche tn einer Anstalt war, sein. Wien, 19. November. In der heutigen Sitzung de» Abgeordnetenhauses kam e» zwischen den Jungtschechen und den Deutsch-Liberalen zu stürmischen Sceuen, weil die ersteren durch die von dem radtcalen polnischen Abgeordneten Dr. Winkowttz aufgestellte und von den Deutsch Libe- taten bestätigte Behauptung, Jungtschechen hätten mit der Sprachenverordnuug einen politischen Schacher getrieben, fich beleidigt fühlten. London, 19. November. „Daily Chtonicle" meldet au» Berlin: Infolge de» Widerstandes Rußlands hätten die Großmächte auf die Caudidatur de» Obersten Schäffer Verzicht geleistet._____________________________________________________ Cocales unö provinzielles Gießen, den 20. November 1897. ** Kirchliche Dienstnachrichten. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, den von Seiner Durchlaucht dem Herrn Fürsten zu Stolberg-Wernigerode auf die evangelische Pfarrstelle zu Ltudheim, Decanat Büdingen, präsentirten Pfarrverwalter Ludwig Bär daselbst für diese Stelle zu bestätigen und dem Pfarrverwalter Wilhelm Jost zu Nteder-Flörsheiw, Decanat WormS, die evangelische Pfarrstelle daselbst zu übertragen. ** Braudverfichernugskammer. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, dem Oberlande»- gerichkSrath i. P. Wilhelm Maurer die Nebenstelle eine» Mitglieds und Raths bei der BraudverficherungSkammer auf Widerruf zu übertragen. ee Molkeretschule. In der Sitzung des Ausschusses deS landwirthschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen am 15. November wurde It. „L. A." bezüglich der Errichtung einer Moikeretschule in Oberheffen einem Anträge deS Großh. KreiSrarhS Dr. Fischer zu Lauter- bach entsprechend, beschlossen: Der Ausschuß hält eS für da» WünschenSwenheste, wenn Seitens der Großh. Regierung mit der Molkereigenossenschaft Fulda-Lauterbach ein Ueberetntommeu getroffen wird, nach welchem in Fulda männliche Personen und in Lauterbach weibliche Personen im Molkereiwesen die erforderliche AuSvtlduag unter der Voraussetzung erhalten, daß die hessischen und preußischen Staatsangehörige« tn Lauterbach und tn Fulda unter gleichen Bedingungen Ausnahme finden. **-g- Da» Oesterr.-Ungar. Orchester „Bakoczi" coucerttrte gestern Abend im Gießener Feftsaal vor einem deftinguirten, bin Saal bi« auf den letzten Platz füllenden Publikum. Schon bei der ersten Programmnummek, der Lustspiel-Ouvertüre von Küler-Bvla, erspielte fich die ungarische Künstlerschaar die Gunst de» Auditorium« im Fluge. Der eigenartige Reiz, der tn dieser mit Zuhilfenahme von Cymbal und Streich- zither, Tambouriu und Castagnetten liegenden Musik liegt, wurde noch erhöht durch den bekundeten mufikalischen Spür- finn tn der richtigen Auffassung der verschiedenen Compo- fttionen und daS vorzügliche Zusammenspiel. Eigenthümltche Instrumental-Effecte, besonders durch da« Cymbal, sowie eine Fülle von Klangfarben und feuriges VortragStaleut waren oorherrfchend und zeigten fich besonder» beim Charakter- stück „Ilona" von Bonfi, dem „CzardaS" von Merly und dem „Zigenner-Potpourrt" von Urbany. An SoliS wurden geboten tn der „Spanischen Serenade" von Metra ein virtuos gespielte« Lylophon-Solo, sowie eine auf der Tisch-Violine (Streichzither ?) feinfühlig vorgetragene Paraphrase über „Der liebe Gott geht durch den Wald" al« Solo im zweiten Thell. Sullivan« „Mckado-Walzer" erfreute gleichfalls als prächtige harmonisch-künstlerische Leistung. Virtuose Technik und wohl- beherrschte verständnißvolle Nuancirung zeigten fich bei Ausführung fast jeder Nummer. Für die lebhaften, auhatteuden Beifallsbezeugungen dankte die Capelle durch mehrere Zugaben, von welchen „Loin du Bal" und „La Czarina" be- sondere Erwähnung verdienen. Die im dritten Theil auf- tretende SerpenttntLazeriu entzückte durch die mannig. fach wechselnden Figuren, welche durch farbenprächtige Licht« effecte besonders wirkungsvoll erschienen. Wohl nur ganz Wenige werden den Toncertsaal unbefriedigt verlaffen haben. ♦♦ Verein für Bogel- und Geflügelzucht- Am Sonntag den 28. dss. Ml- , NichmlttagS 31/, Uhr, findet iw kleinen GefellschastSsaale deS (Safe Leib eine Hauptversammlung bei Vereins für Bogel und Geflügelzucht statt. Herr Lehrer Sch neid er «Heuchelheim wird in derselben einen Vortrag über Gefügelzucht halten, worauf Herr Södler- Rieder Gemünden einen Stamm ächten Raffeu-Geflügell vor« führen und deren Merkmale erläutern wird. Freunde der Geflügelzucht find zu dieser Versammlung herzlich willkommen. ** Wie el die unreellen tzaufirer auf de« Laude treibe«, bewies die Verhandlung gegen den Kaufmann Emil Wern, ia Elberfeld wohnhaft, welche gestern unsere Strafkammer beschäftigte. Das Schöffengericht hatte Wern wegen Betrugs za 3 Monaten Gefänguiß verurtheilt, »»gegen vom Ange« klagten sowohl, all auch vom Vertreter der Staatlbehöide Berufung eingelegt war. I« August d. I. hatte sich der Angeklagte in die Wetterau begeben, um seine mirgeführten Maaren an den Mann zu bringen. Er bot den Leuten Hand« tücher dal Stück zu 5 und 10 Pfg. und Bettkolter dal Stück zu 1 Mk. an. Der wie ein Großkaufmann aufiretende Wern schwindelte den Leuten vor, er betreibe mit seinem Vater, deffen Geschäft über 30 Jahre bestehe, den Handel. Sie ständen vor dem Concuri, den alten Manu bringe die! noch unter die Erde, er wolle seine Waare nun noch schien« ntgst zu jedem Preise losschlagen, Geld daraus lösen, um dann mit seiner ganzen Familie anSzuwandern. Die ttmber seien schon tu Hamburg. Zeigten ble Leute, denen der Angeklagte theils mit Thränen tu deu Augen die rührselige Geschichte vortrug, nur die mindeste Lust, von den unter reellem Werth angebotenen Handtüchern und Koltern kaufen zu wollen, so erklärte der Haufirer, diese Maaren allein könne er nicht abgeben. Er führte nämlich zweierlei Waaren sortimentlpackete auf seinem Wagen mit sich und zwar Anzugstoff, den er zu zwei Anzügen reichend angab, 6 Handtücher und 1 Bettkolter zu einem Packet vereinigt, und Bettkolter, Handtücher und Stoff, der zu drei Anzügen langen sollte, all anberel Sortiment. Redegewandt schilderte der Ange« klagte den Anzugstoff all dal feinste OsfizierStuch, die beste Waare der Welt, ein solches Packet habe er früher nie unter 120—180 Mk. verkauft, er brauche jedoch Geld und wolle el für die Hälfte geben, er suchte den Leuten förmlich ein Gebot auf die Waarensortimeute abzulocken, fand auch in vielen Fällen Leute, die darauf reinfielen, und schlug natürlich sofort zu und zwar selbst zum Preise von 20 Mk., meistens erzielte er jedoch mehr dafür. In zwölf Fällen weist dem Angeklagten die Anklage nach, daß er so verfahren. Der Kutscher, welcher diese Geschäftltour bei Angeklagten mitmachte, erklärte, baß derselbe feine schleunige Weiterfahrt betrieb, sobald er in einem Orte seine Geschäfte erledigt. Die mit der Waare beglückten Leute merkten zu spät, wie fie reingefallen, die Schneider, welche den Anzugstoff zur Verarbeitung erhielten, erklärten, el lohne nicht, die Aullagen für Futter und Knöpfe daran zu hängen, die Waare sei wehr wie schlecht, davon gefertigte Garderobe wurde schon nach ein- bis zweimaltgem Tragen schäbig und konnte nicht mehr angezogen werden. Der größere Theil bei Anzugstoffel blieb in Folge seiner schlechten Qualität unverarbeitet, in mehreren Fällen langte ber für zwei Anzüge angepriesene Stoff nicht zum zweiten Anzuge. — Der Angeklagte gestand zu, daß sein Handel, den er in ber Wetterau getrieben, kein reeller gewesen, trotzdem habe er die Meinung, sich nicht strafbar gemacht zu haben. Er habe eben nicht! andere! gethan, all wa! die anderen Haufirer, die auf dem Lande Waare veräußern, auch thun. Man müffe, wenn man auf dem Lande überhaupt Geschäfte machen wolle, unverhältnißmäßig viel fordern, denn die Kundschaft sei daran gewöhnt, kräftig abzubieten. Der Sachverständige hatte erklärt, diese! Offiziertuch sei ein au! ordinärster Kratzwolle, Ziegenhaaren und Baumwolle gefertigte! Gewebe, welche! einen Verkauflwerth von höchsten! Mk. 2.25 per Meter habe und mit Recht die Bezeichnung größter Schund verdiene. Staatlanwalt Zimmermann plai- bitte für Aufhebung del schöffengerichtlichen Urtheill; der Angeklagte fei wegen Betrugl zu bestrafen und zwar nicht mit drei wie da! Schöffengericht e! gethan, sondern mit sech! Monaten Gefänguiß. Der Gerichtshof wachte fich bei der Urtheillbegründung die Aulführungen de! Staatlanwalt! zu eigen und erkannte nach deffen Antrag. • Wetterbericht. Während fich da! (Sentrum der Depression vor der norwegischen Küste noch mehr vertieft hat, find die Temperaturen über dem Südwesten Europa! erheblich gestiegen. Infolgedessen bestehen heute über dem nötd- lichen Theile der Nordsee sowie über Skandinavien bedeutende Luftdruck-Unterschiede. In Frankreich und Deutschland ist da! Wetter unter der Herrschaft de! hohen Drucke!, abgesehen von Morgeuuebeln, fortdauernd heiter.— Voraussichtliche Witterung: Im Allgemeinen ziemlich mild und heiter. Morgen! und Abend! Nebel. * • Mit den langen Abenden hat auch die Zeit der Weihuachtlarbeiteu wieder langsam begonnen. Im Allgemeinen muß man ja leider sagen, daß in den Städten die gute alte Sitte, eigenhändig gefertigte Geschenke unter den Tannenbaum zu legen, im Schwinden begriffen ist. Zeitmangel, nicht Unluft ist der Hauptgrund, denn namentlich für die untern Stände und die Geschäftswelt will gerade jetzt jede dem Schlaf abgerungene Minute für den Erwerb aulgenutzt sein. Man möchte so gern Andere mit der eigenen Kunstfertigkeit beglücken und nicht mit bloßem (Selbe glänzen, aber es geht eben nicht. Doch deshalb sind die geheimnißvollen, weihnachtlichen Verrichtungen hinter verschloffeneu Thüren noch nicht erstorben- mal die Großen und vor allem die erwerbenden Männer fich im Drange der Geschäfte versagen müffen, das lebt in unterer Jugend uab in den Frauen fort. In verschwiegene Kästen und Fächer fliegen hurtig alle die zukünftigen Sophakiffen und Schlummerrollen, Par^dehandtücher und Pavtoffeln, Bilderrahmen und Laubsägearbeiten, wenn ber Herr bei Hansel naht, und förmlich aufgezwungen wird ihm zum abendlichen Schoppen der sonst sorgsam gehütete Hausschlüffel, mag er auch noch so müde sein. Und da Papa weiß, wal eS zu bedeuten hat, wird er seinen Lieben die Freude niernall verderben. Sn „dritten Männern" ist ja von jetzt an sechs lange Wochen kein Mangel und schlimmstenfalls darf der geplagte Familienvater sich allabendlich den Kopf zerbrechen Über Weihnachtsgeschenke für Vater und Mutter, Gattin und Kinder, Schwestern und Cousinen, Datei und Tanten, Freunde und Gesinde, — neben der leidigen Geldfrage der wundeste Punkt der fröhlichen, seligen Weihnachtszeit! Lauterbach, 19. November. Der am vorigen Freitag in der hiefigen Freiherrlich Rledcselschen'Brauerei in den acht Meter tiefen Bierschacht abgestürzte Manu au! Maar ist Donnerstag früh, ohne wieder zum Bewußtsein gelangt zu sein, gestorben. Der Verunglückte, ein fleißiger, tüchtiger Maurer, kam hierher, um noch Maar, wo Kirchweih war, Bier holen zu helfen, da daffelbe aulgegangen war und stürzte bei dieser Gelegenheit in den Keller. Der bedauernlwerthe Mann hinterläßt eine Frau mit zwei unmündigen Kindern, die an der Bahre ihre! so jäh und zu früh au! dem Leben geschiedenen Ernährer! trauern. -ö- Friedberg, 19. November. Der Verkehr auf den neuen Bahnlinien von hier nach Hungen bezw. Nidda erweist fich immer mehr in jeder Hinsicht al! eia über alle! Erwarten so reger, daß der gleichbleibend starke Personen- anbrang jetzt — nach anberthaldwonatlichem Bestehen ber Bahn — wohl nicht mehr gut ber blanken Neugierbe bei Publikum!, wie solche! Anfaqgl von mancher Seite geschah, zuzuschreiben sein bürste. Die verschiebensten Stationen sind bei ber Ankunft fast sämmtlicher Züge so belebt, baß fich bie mangelhafte ober vielfach noch ganz fehlenbe Beleuchtung ber Berdinbunglwege zwischen ben Stationlgebäuben und den betrefftnben Orten bei Dunkelheit schon in recht unangenehmer Weise fühlbar gemacht hat. Mehrere der in Betracht kommenden Gemeinden sahen fich daher genöthigt, die Beleuchtungsfrage für derartige Strecken auf die Tagesordnung zu fetzen. In Wölfersheim und Södel ist man sogar dem Gedanken näher getreten, ob fich nicht auch mit geringen Mitteln eine elektrische Beleuchtung der vom Bahnhof bis vor Wölfersheim und von da nach Södel führenden Straße, deren Ge- fammtlänge kaum einen Kilometer beträgt, anlegen ließe, da vielleicht eine dynamo-electrifche Maschine ohne bedeutende Schwierigkeiten mit dem Getriebe des Wölfersheimer Bergwerk! in Verbindung gebracht und der Strom herunter« geleitet werden könnte. Möchte diese! schöne Projrct auch bald zur Thatsache werden! W. Krofdorf, 20. November. Gestern Abend gegen 5 Uhr tarnen drei Reiter durch unser Dorf geritten. Einer derselben ritt auf ihm begegnende Personen zu und verfolgte sogar Leute bi! an ihr eigene! Gehöft. Der alsbald einschreitenden OrtSpolizei verweigerte der Reiter seinen Namen mit der Drohung bei Rieberreitenl. Al! die Polizei zur Verhaftung schreiten wollte, jagte der Reiter auf dieselbe los, verfolgte auch einen Kaufmann, ber die Straße herunter kam und nach Gießen wollte. Gen. Kaufmann ging zur Genl- barmetie, um Anzeige zu machen. * Wiesbaden, 19 November. Bei ber Station Oestrich- Winkel wurde ein Hilfsbahnwärter von einem Zuge erfaßt und getöbref. * Meiningen, 18. November. Unter den diesjährigen Rekruten für das 32. Regiment beftnben fich neun aus ben Reichslanben Elsaß unb Lothringen, bie der deutschen Sprache nicht mächtig find. Sie mußten den Fahneneid in französischer Sprache ablegen. * Lemberg, 19. November. Seit 3 Uhr heute früh wüthet in der Stadt Sombo r ein große! Schadenfeuer. Da! ganze Judenviertel steht in Flammen- 100 Wohn- Häuser find bereit! niedergebrannt. E! herrscht ein heftiger Sturm, wodurch die Rettuugßarbeiten sehr erschwert werden. * Petersburg, 12. November. Wem gehört da! Kind? da! ist die Frage, mit der fich dal Civiidepartement bei Senat! unlängst zu beschäftigen hatte. Unb zwar ein Kind, deffen beide Eltern noch am Leben find. Die kleine Dmtrijew war ein wohlgestaltete!, saubere! und aufgeweckte! Kind armer, ordentlicher Leute, al! bie Fürstin Trubezkoi sie erblickte, — liebte unb mit Genehmigung ber Eltern zu ich nahm. Seitdem find fünf Jahre vergangen, unb bie Heine nun in sorgsamer Pflege ber Fürstin zu einem hübschen vornehmen Fräulein von zwölf Jahren heran- gewachsen. Papa unb Mama Dmitrijew erschienen eine! Tage!, um ihr verliehene! Kinb zurückzuerbitten. Umsonst- )ie Fürstin menbete alle Ueberrebungltünfte an, sogar bie Philosophie, unb will ben Eltern beweisen, baß die Kleine an Bequemlichkeit unb Pracht gewöhnt, jetzt in dem elterlichen Hanse unglücklich werben würbe- auch ein Haufe Gold fruchtete nicht!. Da! Kind! Unser Kind! In Bulgarien besteht die Bolklfittte, in solchem Falle da! Kind zu wiegen, unb ben Unterschied im Gewicht ben Pflegeeltern n Getreide und al! einen Entgelt für die Auslagen und He Mühen der Erziehung, zu erstatten. Ist diel geschehen, o muß da! Kind unfehlbar zu seinen Eltern zurück. Ein uralte Sitte de! Naturmenschen, die nicht eine! liebenlwürdigenHumorl entbehrt. Hier schrien die Eltern Dmitrijew also umsonst nach ihrem Töchterlein, dal, al! junger Spatz in ein Edel- inkenneft gelegt, dort Federn unb Gesang der neuen Eltern angenommen hatte unb nun höchst verwundert war ob diese! Streite! der Spatzeneltern und Finkeneltern um seine eigene kleine Person. Dal Bezirklgericht entschied auf Heraulgabe des Kinde! an die Eltern - dal Gericht höherer Instanz ließ fich von dem Grundsätze leiten, daß nicht btqmtfltn ein Anrecht auf ein Kind hätten, die ihm ohne onber« H4e Mühe und Kosten da! nackte Leden gegeben, sondern vielmehr diejenigen, die e! erzogen und zum Calturmknicden gemacht haben. Die demokratt'ch denkenden Spatzen ko ntm sich aber nicht beruhigen, sondern wandten fich an dal Civrl- Departement del Senat!, indem fie aulführten, daß ihr arme! Spatzenkind in der vornehmen Behausung der Finke« doch nur äußerlich mit bunten Farben bekleckst sei und im späteren Kampfe um dal Dasein die Federn verlieren, den angelernten thörichten Gesang vergessen werde, ohne doch wieder zu der einfachen, arbeitiamen Lebensweise ber Spatzen zurückkehren zu können. Der Senat fällte kein salomonische! Urtheil: er half sich burdj Feststellung mehrerer Formfehler und Über- wie! den Frll zu neuerlicher Berathung dem Gericht zweiter Instanz. Inzwischen zetern Spatzen und Finken eifrig weiter, und ein jeder freut sich bei für ihn erwarteten Siegel. * Budapest, 19. November. Die Nachricht, baß Papst Leo XIII. bie seit etwa hunbert Jahren in Kraft definbliche ungarische Liturgie, resp. bat Messelesen in ungarischer Sprache in ber griechisch-katholischen Kirche verboten habe, hat hier nicht geringe Aufregung hervorgerufen, desgleichen auch die Aufforderung, die ungarischen Meßdüche zu vernichten. Mehrere Bischöfe erhielter Rügen vom Papste • Die Frage bet Zulassung von Fronen zur AuSubung bei AnwaltSberuseS wird gegenwärtig in den maßqeb-oben Kreisen Rußland! lebhaft erörtert. Die zweite Abtheilung der Cowmisfioo, die vom Jnstizminister zur Revision der Bestimmungen über dal Gerichtlverfahren eingesetzt wurde, hat fich neuerding! eingehend mit der „Advokatur der Frauen^ beschäftigt. Da die existirenden Gesetze den Fall nicht vor- sehen, ist eine Entscheidung au! den zu Recht bestehenden Bestimmungen nicht leicht zu treffen. Ein Paragraph dieser Bestimmungen verbietet sogar auldrücklich die Zulaffung von Frauen zur Anwaltschaft vor dem Friedenlgericht. Ein großer Theil der Commisfioolmitglieder war jedoch für die AuSmerzung diese! Paragraphen und will, baß eine princi- pielle Stellungnahme gegen weibliche Advokaten fallen gelassen werde. Da aber die definitive Entscheidung vom Reichlrath abhängt, wird es wohl noch einige Zeit dauern, bi! unsere östlichen Nachbarn in der Lage find — eit venio verbo — Rechtsanwälte ihre Processe führen zu lassen. e Eine archäologische Entdeckung von großer Wichtigkett wurde in Griechenland gemacht. Die archäologische Gesellschaft in Athen ließ feit einiger Zeit in Italien Ausgrabungen vornehmen, um Ueberreste der alten Stadt Thermo! zu entdecken, in welcher jede! Jahr der panätolische Longreß zusammentrat. Diese Aulgrabungen haben interessante Ergebnisse geliefert. Die Arbeiter förderten eine gut erhaltene Platte mit einer Inschrift zu Tage. Die Inschrift gibt genaue Aufschlüsse über die Lage ber Stadt Thermo!. Und ber Leiter ber Ausgrabungen fand thatsächlich bald darauf eine 130 Mtr. lange Galerie, die er für den Versammlungsraum der Congreßmitglieder hält. In der Galerie fand man eine zweite Inschrift, die den von den griechischen Schrift- stellem oft clitrten Namen bei ätolischen Heerführer! Agelaß erwähnt. • Aus dem schwarzen Sibirien. Haarsträubende Dinge über da! Leben der Strafgefangenen werden neuerding! wieder aus Georgia berichtet. Georgia besitzt keine Gefängnisse und Zuchthäuser wie die übrigen Staaten der Union, sondern die Sträflinge werden hier Privatunternedmern gegen einen bestimmten Betrag überantwortet, die dann meisten! au! den Verurtheilten soviel wie irgend möglich herauSza- pressen suchen. Georgia hat fich dadurch ben Namen tel schwarzen Sibirien! ber Bereinigten Staaten verdient- wo! die Gefangenen in den dortigen Kohlengruben zu erdulden Haden, ist ein blutiger Hohn auf die Civilisation unb Huma nität bei Landes. Erft in diesen Tagen wurde ein Sträfling au! dieser irdischen Hölle befreit, nachdem er dort volle zwanzig Jahre zugebracht hatte, ohne während dieser Zeit jemall da! Sonnenlicht gesehen zu haben. Nur einem Gnaden- acte! Gouverneur! Atkinson! verdankt der Unglückliche seine Befreiung, denn er war auf Ledenlzeit verurtheilt wegen einer Brandstiftung, die er al! neunjähriger Knabe begangen hatte. Er und drei andere wegen desselben Verbrechen! verurtheilte Jungen wanderten in die Dade-Kohlengrube in den Lookout- Gebirgen, um dort bi! an ihr Lebenlende die schwerste Arbeit bei der brutalsten Behandlung zu verrichten. Trotz schwerer Arbeit entwickelte fich Ryder Dillard — da! ist ber Name bei Unglücklichen — körperlich schnell und wurde im Laufe der Jahre ein ungewöhnlich kräftiger Mensch, blieb aber IntettectueH auf der denkbar niedrigsten Stufe. Al! er nach seiner Begnadigung nach Atlanta zurückkehrte, waren seine drei Kameraden längst dem furchtbaren Leben in den Kohlengruben erlegen und er selbst erschien wie ein Wesen aul einer anderen Welt. Seine Augen bedurften längerer Zeit, um fich an dal Tagellicht zu gewöhnen, die Namen der gewöhnlichsten Dinge auf ber Erboberfläche hatte er längst vergessen und seine Sprache wurde nicht verstanden, da er fich unter der Erde da! Idiom ber Sträflinge vollständig angeeignet hatte. Er erhielt Beschäftigung auf einem Kohlenhofe und zeigte fich dort all fleißiger Arbeiter, aber trotzdem er vom frühen Morgen bi! zum späten Abend sehr schwere Arbeit zu verrichten hat, hätt er sein jetzige! Leben für paradiesisch im Vergleich zu der fürchterlichen Existenz in ben Kohlengruben. Seinen Mittheilungen zufolge wurde ihm am ersten Tage in der Grube eröffnet, daß er täglich zwölf Tonnen Kohlen zu fördern oder die Peitsche zu kosten habe. Zuerst war er außer Stande, da! Quantum zu liefern, al! er aber sah, wie die Aufseher seine Unglücklgefährten in der brutalsten Weise aulpeitschten, arbeitete er mit der Kraft der Verzweiflung und konnte da! Verlangte liefern. Um 4 Uhr Morgen! erhielten die Straf' inge ihr Frühstück, um sofort an die Arbeit getrieben zu werden, und nach Vollendung bei Tagewerk! wurden fie mit Ketten aneinander gefesselt, worauf sie nach ihrem Lager- * ’to fr •£* *5 UH11'5* ,! b1«ir atm« £-S?S , ? ««ihn, '^let uni 16([. S*** i».h« '"""'Mimittr, "««61,1,1. Ä b«6 r°O V'«i> titeid), tittbottn ^rvorgeillsen, btt, Wtn MihbLchr ‘Wn bottt Vapftr tten iBl luiubDig °tn Nqebfnbtn i#dte Abthrflullz ihren zu lassiL 1 grohtr Siiiijltit e archSalogiiti Te> t la Zlsiini Aul« dten Stobt ibetmoi lauätoWk Lvngrth >en inttrtfiantt Lt« n eine gut erhaltene - frförift gibt gebt T-erms. Unb Mitt ball baraos en Berlaomtlungl» Valerie sand man tWchm Pchrift- itfit&ubtnbe Dingt werden ntuetblngi gia defitzi keine 9t' n Staaten der Union, ltunternehmern gegen die dann «eiP b möglich W -ch den Namen ’■» laten verdient, gruben zu erbnlt» iKIlatlon unbW wurde ein W' itbbea er dort volle nährend dieser Zeit Nur einem Gnaden' lt, Ui|liW!"»' wrtlÄi Wt W«“ 'a, ,b,,ditnl Mi«*" niü tu b=« 6* «•ess h Wjj .,n |ti« tW**' bngol)lt«' *** SA»' ntjten ■7*Ä5 Wz „i, W»“1 1 Li» f» ilitht« m Lu» »f*1«1 "Li* i*11* ul'- w l,iBl Hl "‘Lttli* ß»°I «”* l, 6* sie na« ’ vlatz neben dem Schachte geführt wurden. Ein Verschnaufen bet der Arbeit gab eS nicht, denn wer die Spitzhaue auch nur einen Augenblick ruhen ließ, bekam sofort die Peitsche Ob auf der Erdoberfläche Regen fiel oder die Sonne schien, muhten die lebendig Begrabenen nicht, nur eine Glocke der« kündete da» Hereinbrechen der Nacht, wenn da« Tagewerk vollbracht war. Citaratur uttfc Kunft. Soeben übermittelt uns die Aerber'fche Uriiverfitätö» Buchhandlung (E. Koch) Kirchenplatz 11 dabier ibien äußerst elegant auSgestattelen und reich illoyririen «eihnachi-eatalog. Mit der peinlichsten Sorgfalt zusammrnq«stellt und verleben mit sämmtltchen Neuerscheinungen aus jeglich,m Gebiete der Literatur, insbesondere der eeschenkliteratur pbichvicl für welches Alter, verdient derselbe wohl beachte, ,u werden . nd wird als Sammelwerk ersten Ranges einen Jeden, der betreffs seiner Wechnachts- eintäufe unschlüssig ist, leicht auf eine paffende und hübsche Gabe aufmeiHam machen. Wie man uns minheilt, ist besagtes umfangreiches Nachfchlagewetk in großer Auflage erschienen und wird im Kundenkreis obengenannter Firma demnächst verabreicht werden. All Heil! Radfahrer-Caricaturen von C. St rat h- m a n n n, 26 farbige Blätter. Preis 3 Mark. Verlag von Schall LGrund, Königlich Preußische und Herzoglich Bayerische Hofbuchtändler, Berlin W 62. 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Psd X 1,00—1,10, Hübnereier pr. St. 7-9 4,2 St. 00-00 4, Enteneier 1 St. 0—00 4, eie pr. St OO-Oi' 4, Käse vr 6t.4-9 4. Käsematte pr. St. 3 4 6'bfen pr. Liter 20 4, Linsen pr. Liter 30 4, Tauben pr. Paai A 0^ bitz 0,65, Hühner pr. Stück 0.90 bis 1,00, Hahnen pr. Stüö X 0,60-1,00, Enten pr. Stück X 1,60—2.00. Gänse pr. Pfunl X 0,46-0,66, Ochsenfleisch pr. Psd. 66-74 4, Kub und Rindfldsä pr. Psd. 60—66 4, Schweinefleisch pr. Ptd. 64 bt« 72 4. Schweine fleisch, gesalzen, vr. Pid. 67 4, Kalbfleisch pr Nfd. 60-64 4 Hammelfleisch pr. Psd. 50-66 4. Kartoffeln p' 100 Kilo 4 50 bi' ■ 5,00 X. Weißkraut pr. Stück 0. 00 4, Zwiebeln vr. Zentner I 6,00-0.00 X, Milch pr. Liter 16 4- Fröhliche Weihnachten Fröhliche Weihnachten OUIS Feinst spanischen wie auch deutschen Cognac. 10619 Nr. 1 Moselweine sollen vergeben werden. 10696 rohnhäuser Mk. 1,40 Nr. 1 Biessener Concertverein u Deutschen w£2EK2 Versteigerungen Vermiethungen. 3. 'Hans Hermann. (flef. geschützt) Mdt. Mlachthoos 6. ^b?w^8tr’S®runde”n®™^I$in Hllllsbllkschchen ntfuthl irke „Sanltas“ nur bei 10700 10694 Ali test r. 20. Marke ,,Sanltas“ nur bei Carl Retter 9 Lindenplatz 10676 2 3 4 a) Das Mutterherz (Ballade), Scene aus der 2 3 4 1,50 2,— 2,40 Kinderwelt b) Legende c) Kindlicher Trost d) Herzenstausch 4. a) Fahrt hin, ihr Cornelia . . . . Auto Barillas . ,neuester Ernte" Haushaltungsthee per Pfd. Mk 2,— (fein Souchong, sehr schön in Geschmack und Farbe), fst. Souchong pr. Psd. Mk.3, Kaiser-Melangepr.Pfd.Mk.4, feinsten Souchong mit Pecco- Blüthen per Pfd. Mk. 5,—, Cacao, Haler-Mal z-Cacoa, C'hocoladc. Hafer-Chocolade Marke „Sanlta»“ nur zu haben bei [10701 Carl Retter, Lindenplatz. d) Zwischen uns ist nichts geschehen . A. Zarzycki. Eintrittskarten zum Concert für Nichtmitglieder zu 31k. 2.50 (Sperrsitz Mk. 3.50) sind in der Musikalienhandlung von Herrn Ernst Challler (Rudolphs Nachfolger) , für Studirende auch bei Herrn Hausverwalter Stork zu ermässigtem Preise zu haben. 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Ausführende: Fräulein Lilllan Saoderson (Sopran), Herr Arthur Speed (Pianoforte). P r o gr a m m: 1. a) Der arme Peter 1 r> a u b) Die Soldatenbraut / K Schnmann- c) Immer leiser wird mein Schlummer . J. Brahms. d) Litaney .... Fr. Schubert. 2. a) Novelette . . . . R. Schumann. b) Impromptu As-dur 1 v . c) Ballade A,-dur j Fr Chopin. Sprrinlnwrhrn: Perle von Euba Nr. laß Pfg., do Nr. 2 a 6 Pfg., Unser Kronprinz. . . a 6 Pfg., ~ a 7 Pfg., Bandnudeln, Eierfadennudeln, Maccaroni Marke „Sanltas“ [10699 vorzügliche Qualität, alleinige Niederlage bei Carl Retter, Lindenpl. 0 Erprobte Recepte mit genauen Back<^ Vorschriften liegen jedem Päckchens g ■ gBackpuloer bei. 102410 | 8l6ll6N /tNg6ll0t6. ooGoooaDooooooooooa t—mm—J (luppentafeln Braver Junge 1 (als Gränkern, Bei*, Sago, fann in die Lehre treten. 10722 11 Erbsen, Bohnen, Linsen, ________H Gack, Schreinermeister. Näheres Baubüreau Steinstr. 19. 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Gr Beetee Etablieeement. wttbtn de' beize Moltkestraße, zwischen Ostanlage und Wieseck und von Grünbergetftraße bis zu den Wiesen, Landmannstraße, zwischen Grünberger- und Licherstraße, Bruchstraße, zwischen Bleich« und Stephanstraße, Riegelpfad, längs den Oberhessischen Eisenbahnen von Ludwigstraße bis zum Aulweg, Wetzsteinstraße, zwischen Wetzsteingasse und Nordanlage, Schanzenstraße, zwischen Bahnhofstraße und Westanlage, Grabenstraße, nordwestlich der Bahnhofstraße, Hofmannstraße, zwischen Franksurterstraße und Hollergaffe, Bessere Soun- und Regriiscbirni«', Damentaschen, Pompadour», Gürtel. Eintrittskarten ä Mk 1,00 sind in der Musikalienhandlung Ernst Challier (Rudolph’s Nachf.) zu haben. F G F 10712 Montag Abend: Lenz [Neustadt). D- gtd^1 tddjtu'l l MÜ Iu»n jRoni unter Leitung des Herrn Franz Bauer und gefälliger Mitwirkung dos Fräulein Vetzberger aus Frankfurt a. M., des Herrn Th. Haubach aus Giessen, der Gesangvereine Bürger- gesellwchaft, Harmonie, Heiterkeit, Kron- bauer’acher Quartett verein und Sän gerkranx, sowie eines Theiles der Kapelle des Regiments „Kaiser Wilhelm“, unter Leitung des Herrn Musikd-rectore Kransse. bei Geilfus, Dammstraße, a. östlich der Nordanlage, b. westlich der Stemstraße, Schillerstraße, westlich der Stemstraße, Weserstraße, zwischen Nordanlage und Stemstraße, Stemstraße, a. zwischen Nordanlage und Ederstraße, b. zwischen Schott- und Marburgerftraße, Gartenstraße (durch Stein's Garten) bis zum Schtffenbergerweg, Ebelftraße, zwisch n den Oberhessischen Bahncn und dem Leih- gesternerweg, Wilhelmstraße, zwischen Ludwig- und Ebelstraße, 18. Diezstraße, zwischen Neuenbäue und Ostanlage. Gießen, den 19. November 1897. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Sie staunen wirklich! wenn Sie jetzt in einem Tage mit „eehter Luhn'»“ Salmtak- Terpenitn-K-rnsei^e mebr fertig waschen, als nach alter Methode in zwei — Die Wäsche leidet absolut nicht, und Sie sparen Kletd-r, folglich auch Geld! — Ueberzeugcn Sie sich davon, und bolen Sie ein Packet » mit dem rothen Kreuz" beim Drogisten oder Eolonialwaaren-Händler. — Städtischer Arbeitsnachweis Gießen. Garteustraße 2. «ngebot der vrdeitnedmer r 1 Bäcker, 1 Schriftsetzer, 1 Spengler, 1 Tap zier, 1 Bauschlofler, 1 Schneider, 1 Echubmackrer, 4 Hausburschen, 1 Bureau- diener, 3 Lauffrauen, » Einkaisirer, 1 Krankenpflegerin, 1 Kindermädchen für feinere Herrschaft, 1 Köchin, 3 Dienstmädchen, 1 Bureau- u. 2 Schreibgehülfen, 1 Commis, 1 Näherin Äo*froet der rtrbeitaeber r 5 Keffelichmtede, 6 Stemmer, 6 Schlaffer, 6 Nieter, 4 Monteure, 3 Vorzetchner, simmtlich für dauernde und lohnende Accord- arbeit in ein grobes Werk, 1 Drechsler, 1 Buchbinder, 1 Spengler, 1 Installateur, 2 tücht. Bauschlofler, 6 Taglöbner, 2 tücht landwtrlhsch. Dienstboten bei hobcm Lohne auf Weihnachten nach Gieß'N, 1 tücht. Mädchen für Küche und Hausarbeit bei hohem Lohne nach Bad-Naubrim, 2 Mädchen für dcSgl nach Gießen. 1 iüng. Kindermädchen nach Gießen. Lehrlinge: 3 Bäcker, 2 Buchbinder 2 Drechsler, 1 Gärtner, 1 Kupferschmied, 1 Maschinenbauer, 1 Sattler, 3 Schlaffer, 2 Schmied 3 Schneider, 2 Schreiner, 4 Schuhmacher, 1 Setzer, 1 Wagner. Stbacfioa: I. Scheyd a. — Druck unb Verlag brr Br üblichen Nnivrrtt1ät-»Buch. und Eteindruckkrei [Pietsch & Echryba) In Gießen. Aie heutige Mummer umfaßt 16 Seiten. Bekanntmachung. In Ausführung des § 2 des Ort-baustatuts vom 6. Juli 1888 bringen wir hierdurch zur allgemeinen Kenntniß, daß die Stadtverordneten- Versammlung die nachstehenden Straßen und Straßenstrecken förmlich alt R3 3. 4. 5. ^zum Bebauen eröffnet" erklärt hat, nämlich: Hammftraße, zwischen dem Neustädterthor und der Unterführung Liederkranz. Sonntag den 28. November 1897, Nachmittags 5 Uhr Ar Bekanntmachung. Beide Ablbeilungen des Umlag ckatastcr« der land- und forst- wirthschaftlichen Verufsgenossenschaft fortgeführt für 1897, liegen zwei Wochen lang, nämlich vom 21 November bis zum 4. De- cember d. Js., auf der Bürgermeisterei zur Einsicht der Betheiligten offen. Etwaige Einsprüche gegen den Inhalt dieser Kataster sind innerhalb einer Frist von vier Wochen nach Offenlegung bei dem Vorstande der land« und forstwirthschaftlichen Berufsgenoffenschaft in Darmstadt bei Meidung späterer Nichtberücksichtigung vorzubringen. Gießen, 19. November 1897. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. CONCERT zur Feier seines GOjähr. Bestehens besehe sich die 8 Schaufenster des 77#. Brück’sehen Aus Stellung s » Locales Schloßgafie 16 und Kanzleiberg-Ecke. Reichhaltige Auswahl in Möbeln, Spiegeln, Teppichen, Vorhängen. MjIBals Nauch-, Salon-, Blumen-, Erker-, Luther-, - Kinder-Tische, Corridor- und Schirmständer in Holz und Eisen, Triumpfklappstühle, Kinderstühle, Bambus- und Rohrmöbel. Teppiche Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme während der Krankheit und bei dem Hinscheiden unseres lieben Gatten, Vaters und Schwiegervaters des Gemeindeeinnehmers und Kirchenrechners Philipp Bast, insbesondere auch für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden sagen wir unseren herzlichsten Dank. Ferner sprechen wir den Schwestern für ihre treue, liebevolle Pflege sowie Herrn Decan Hainer für die trostreiche Grabrede, dem Kriegerverein und dem Gesangverein Eintracht für die erwiesene Ehrenbezeugung und den erhebenden Grabgesang, sowie Allen, welche den Verewigten zu seiner letzten Ruhestätte begleiteten, unseren tiefgefühlten Dank aus. Hangen, den 19. November 1897. Akademischer Gesangverein. Die für Dienstag den 23. November angesetzte Probe muß eingetretener Hindernisse wegen ausfallen. Die nächste Probe für den Gesammtchor findet 10729 Montag den 29. November, Abends 8 Uhr, statt. Der Vorstand. Giessener Stadttheater Sonntag de« 2t. November 1897$ Die Schule des gebens ober Königstochter und Bettlerin. Schauspiel in 5 Acten von Ernst R iupaoh. Montag den 22. November 1897: Sesteb Auftreten von Henriette «Atze vom Nefldenz Lheater in Wiesbaden r Alt berühmte Frau. Lustspiel in 3 Acten con Schflnthan und Kadelburg. Einem verehrlichen Publikum hiermit die ergebene Mittheilung, dass ich unterm 22. dieses Monats am hiesigen Platze Heuen Baue Nr. 7 eine Buchbinderei und Papierhandlung eröffne. Es wird mein eifrigstes Bestreben sein, durch reelle Bedienung das Vertrauen meiner geschätzten Kundschaft zu erwerben und bitte um geneigten Zusprach. Hochachtungsvoll Max Müller Durch langjährige Thätigkeit an verschiedenen grösseren Plätzen mit allen in das Fach einsohlagenden Arbeiten vertraut, glaube ich in der Lage zu sein, allen an mich gestellten Anforderungen gerecht XXXXXXXXXXXX OXXXXXXXXXXXX 5 Die General Agentur Keiner älteren angesehenen deutschen LetzenS- u. Unfall verstchernngS« Gesellschaft ist für 10690 J * Metzen und Bezirk Oberhessen 2 unter günstiger» vedtngarrger» neu zu besetzen. CautionSfähige quält- fizirle Bewerber beleben sich unter D. 367 an Hiasentteln & Vogler. Ä X *■-G., Darmstadt, zu melden- M xxxxxxxxxxxxe xxxxxxxxxxxx Im In- und Ausland immer mit goldenen Medaillen, Ehrenpreisen, Jnstgläenkreuzen rc. prämitrtl 1599 's