if-Saat catnabiltt W 68 ? 1 1 3 6) 3 3 jWe? 71 1 H- ?. Nassauer. Pasteure dg-Essenz i Elb, Dresdei nblicklichen Selbstbere i besten Speise-Essif erlässigsten Einmach: empfohlen von den hoc! ücinißchen Autoritär ir gesündeste Essig, [etheilten Origlna mlOLiterfiaflohe. Essig I Mark. agon / Mk, 25 Pf a herbes (Mk. 50 F Lan hüte sich vor Naci mungen'. ass en ächt zu haben v rl Schwaab, HofL, lil Fischbach, L G. Wallenfels, . Herrmann. lischteAnzeigea 6 alte i°Hde sucht ’ . a hobt As-'M 139.80 101 161 161. 138. |Ü; 3! jg.81 24.2° ; 23^>> 103.50 101.10 92.10 35.30 » 2 1<4 do.SOdb.M 7J,J EL 1»»« 39.15 23.80 108.15 21.50 12.60 lottffl 1 J51J2 114,50!!! • 10! u‘ 21" lü 131» «! 1! f Schlvi.Mdosl PiHrimtÄd-) •SYS- Ba6, Th 100 Donau;w- 2Ä-'1* flSÄ Kn-bacherß- xSAr'so Etz.10 ^5 M. 168 Erstes Blatt Mittwoch de» 21. Juli XSQ9 Drr Oletzener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de« Montag«. Die Gießener A.milienvrätter werden dem Anzeiger «Wöchentlich dreimal beigelegt. GießenerAnzeiger Kenerat-Mnzeiger. vierteljähriger Avonnemenlspreisr 2 Mark 20 Pfg. eit Bringerlohn. Durch die Post bezogen; 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schntstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für de, folgenden Tag erscheinenden Nummer bi« Bonn. 10 Uhr. Gratisbeilage; Gießener Kamikienölätter. Alle Annoncen-Bureaux de« In« und Auslandes nehme, i Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegE. Amtlicher Theil. Nr. 31 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 16. d. M., enthält: (Nr. 2401.) Bekanntmachung, betreffend Aenderungen der Anlage B zur Verkehrs-Ordnung für die Eisenbahnen Deutschlands. Vom 7. Juli i897. (Nr 2402.) Bekanntmachung, betreffend die Gestattung des Feilbietens von Obstbäumen im Umherziehen. Vom 12. Juli 1897. (Nr. 2403.) Der obigen Nummer des Reichs-Gesetzblatts ist als besondere Beilage die Bekanntmachung, betreffend die Aichung von selbstthätigen Registrirungen, von chemischen Meßgeräthen und von Meßwerkzeugen zur Bestimmung des Procentgehalts von Zuckerlösungen, vom 2. Juli 1897, beigefügt. Gießen, den 19. Juli 1897. Großherzogliches KretSamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung, betreffend Vie Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst im Herbst 1897. Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen, sich der im Herbst 1897 stattfindenden rubr. Prüfung zu unterziehen, werden hierdurch aufgefordert, ihre deßfallsigen Gesuche um Zulassung bei Meldung des Ausschlusses von dieser Prüfung spätestens bis zum 1. August 1897 bei der unterzeichneten Commission einzureichen. Hinsichtlich der Anbringung der Gesuche wird im Speziellen das Folgende bemerkt: 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüflings > Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2. Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr erfolgen. 3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird. •4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburtszeugniß; b. Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über dessen Bereitwilligkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen und muß die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein - c. ein Uubescholtenheitszeugniß, welches von der Polizei- Obrigkeit oder der vorgesetzten Dienstbehörde auszustellen ift; d. ein selbstgeschriebener Lebenslauf. 5. In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen (von Französisch, Englisch, Lateinisch und Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will. 6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung eingereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholtonheitszeugniß beizulegen. Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, gibt die Prüfungs-Ordnung (Anlage 2 zur Wehr-Ordnung vom 22. Novbr. 1888 — Regierungs-Blatt Nr. 27 von 1894) Aufschluß. Bezüglich des Prüfungstermins, sowie des Locals, in welchem die Prüfung stattfindet, erfolgt eventuell weitere Bekanntmachung; auf specielle Ladung kann nicht gerechnet »erden. Darmstadt, den 6. Jali 1896. Großh. Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Dr Kayser. Wolff- telegraphisches Corrrspondenz-Bureau. Berlin, 19. Juli. Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt: Die vom Reichskanzler genehmigte Aufhebung des Vorzugs- Zinssätze» für Reichs- und Staatspapiere, womit dem Vernehmen nach auch die Ftnanzverwaltungen des Reiches und deS preußischen Staates einverstanden sind, sei von zwei verschiedenen Seiten bemängelt worden. Einerseits sei darin eine Coucession gegen das Agrarirrthum, andererseits das Bestreben, höhere Dividende zu erzielen, gefunden worden. ES handelt sich aber lediglich um die von dem Retchsbank- präfidenten wiederholt im Reichstage angekündigte Beseitigung einer Ausnahmebestimmung, welche früher günstig wirkte, in neuerer Zett aber eine ungesunde Ausdehnung der Lombarden der Centralnotenbank allzusehr förderte. Daß der Börsenverkehr am Schluffe der Monate und Quartale dadurch vielleicht einigermaßen, obschon nicht erheblich, erschwert wurde, habe von der alle Stände treffenden und Allen gleichmäßig zu Gute kommenden Maßregel nicht zurückhalten können. Lausanne, 19. Juli. Der große StaatSrath hat für den Simplondurchsttch einstimmig eine Subvention von 1 Million Francs bewilligt. Loudon, 19. Juli. Das „Reuter'sche Bureau" meldet aus Konstantinopel, der Minister des Aeußern Tewfik Pascha habe am SamStag den Vertretern der Mächte den Entwurf eines Fried enSv ertra g es vorgelegt. Dieser Entwurf halte nicht nur an der Grenzlinie Salambria- Teragis fest, sondern fordere auch eine Kriegsentschädigung von 4*/z Millionen Pfund, also eine halbe Million Pfund mehr als der von den Botschaftern festgesetzte Betrag, und komme auf die Forderung der Abschaffung der Capitulationen zurück. Bergen, 19. Juli. Die „Hohenzollern" geht heute Mittag N/z Uhr nach Stavanger in See, wo Herzog Karl Theodor in Bayern an Bord kommt. DaS Wetter ift andauernd vortrefflich. Christtauia, 19. Juli. Die Zollcommisston deS Storthing wird in den nächsten Tagen ihren Bericht erstatten, in welchem sie die Einführung eines Differential- zolltarifeS Vorschlägen wird; jedoch soll der Maximaltarif zur Zett gegen kein Land zur Anwendung gebracht werden. Die Commission wird auch einen Zoll auf einige laudwirthschast- liche Producte sowie einen erhöhten Zollschutz für die kleinen industriellen Betriebe in Vorschlag bringen. Petersburg, 19. Juli. Der Petersburger Stadthaupt- mann hat eine Verfügung erlassen, die für jugendliche Arbeiter und Arbeiterinnen von 12 bis 15 Jahren in den Confrctious-, Mode- und Schneider-Werkstätten den Arbeitstag aus acht Stunden sestsetzt, wobei eine ArbeitS- schicht vier Stunden nicht übersteigen darf. Nachtarbeit Ist gänzlich untersagt. Konstantinopel, 19. Juli. Die Mitglieder der „Mission des russischen Rothen Kreuzes" dintrten gestern im Ylliz KtoSk und erhielten Ordensauszeichnungen. Depeschen deS Bureau .Herold." Berlin, 19. Juli. Die „Kreuzzeitung" bringt wieder einige Bemerkungen zur Retchspo st «Reform und führt aus: Die Postverwaltung müsse sich mindesten- die Dienste, welche sie leistet, mit dem Selbstkostenpreis bezahlen lassen. Ernsthaft in Erwägung zu ziehen fei die Einführung von Kartenbrtefen, die Festsetzung des Höchst-GewichtS für einfache Briefe auf 20 Gramm und die Herabsetzung des PortoS für Stadtbriefe und der 5-Kilo-Tarif für Packete. Der PostzeitungS Tarif bedürfe aber einer anderweitigen Regelung und bezüglich des letzteren erleichtere die Post jetzt in bedenklichem Grade die Verbreitung einer auf das Volk ungünstig einwirkenden Presse. Ueber die unter Stephan entstandenen Postbauten sagt die „Kreuzzeitung": ES sei zweifelhaft, ob gerade die Postverwaltung berufen war, zur architektonischen Verschönerung der Städte beizutragen. Berlin, 19. Juli. Die Eisenbahn Direktion Berlin hat durch Anschlag sämmtlichen Angestellten und Arbeitern den Beitritt zu dem neugegründkten soctaltstischen Eisenbahn-Arbeiter-Verband, sowie die Unterstützung deS Blatte- „Weckruf" der Eisenbahner Deutschlands verboten. Berlin, 19. Juli. In militärischen Kreisen spricht man von besonders zahlreichen Verabschiedungen von Stabsoffizieren, die in allernächster Zeit etntreten und ein größeres Avancement der unteren Chargen zur Folge haben werden. Namentlich haben viele ältere Regiments« Commandeure, darunter auch solche, welche anscheinend eine noch große Zukauft hatten, durch höheren Bescheid den blauen Bries erhalten und infolge dessen nach etugereichtem Abschiedsgesuch einen Urlaub angetreten. Berlin, 19. Juli. Dem „Localanzeiger" wird aus Tromsoe gemeldet: Englische und russische Dampfer werden nach dem Jenissei gehen, um an der Küste von Nordfibirteu Nachforschungen darüber anzustellen, wann und wo der Ballon AndröeS dort könnte gelandet sein. Köln, 19. Juli. Die „Köln. Ztg." fordert an leitender Stelle angesichts der unfreundlichen Wendung, die die innere Politik genommen, alle liberalen Parten auf, sich vor den ReichStagSwahlen zusammenzuschließeu und den Kreis Derjenigen, welche gegen eine Vergewaltigung find, so wett zu ziehen, um da- Centrum in denselben mitnehwen zu können. Mit Au-nahme der Ostelbier herrsche in allen Kreisen eine starke Unzufriedenheit, selbst Männer, welche man al- recht maßvoll und geduldig kennzeichnet, wollten nicht mehr mitmachen und seien durchaus geneigt, sich der herrschenden Strömung entgegenzustellen. Zwischen der liberalen und freifinnigen Vereinigung sei eS nicht schwer, eine Vereinigung herzustellen. Dagegen verhalte fich die fretfinnige Volkspartei immer noch ablehnend, wobei weniger die Partei als Abgeordneter Richter persönlich das Hinderniß bilde. Bei einem grfammten Ansturm werde man eventuell auf die Richter'sche Gruppe verzichten müssen. Kattowih, 19. Juli. Die neue Zinkhütte Rodzin, welche gestern in Betrieb gesetzt wurde, ist heute durch Ein- stürz des 150 Fuß hohen Schornsteins theilweise zerstört worden. Eine Anzahl Personen wurde getödtet und verwundet. Bisher wurden drei Todte und zwei Schwerverwundete aus den Trümmern hervorgezogen. Rom, 19. Juli. Demnächst werden die Verhandlungen wegen eines Handelsvertrags zwischen Italien und Frankreich hier beginnen. Da auf beiden Setten großes Entgegenkommen herrscht, so hofft man auf ein baldiges günstiges Resultat. Pari-, 19. Juli. Wie nunmehr feststeht, wird der Präsident Faure fich an Bord des Dampfers „Cothicau" ein- schiffen und von einer Flottlle begleitet sein, die unter dem Commando des Admirals Cocatille steht. Loudon, 19. Juli. Der „Standard- berichtet au« Athen, daß die Friedenspräliminarien noch in dieser Woche unterzeichnet werden. Der Sultan sei überzeugt, daß er nachgeben müsse, wenn auch nur zum Schein. ES stehe zu befürchten, daß die Türket am Tage nach der Unterzeichnung des Friedens Schwierigkeiten Hervorrufen wird, um Thessalien nicht räumen zu müssen. Loudon, 19. Juli. Die „Times- melden aus Sebasto - pol, die russische Flotte sei angewiesen worden, sich bereit zu machen, um den Hafen innerhalb zwei Stunden verlassen zu können. Loudon, 19. Juli. Wie die „Times" aus Konstantinopel meldet, hat Tewfik Pascha den Botschaftern mit- getheilt, der Sultan habe zwei Marschälle beauftragt, den Verhandlungen beizuwohnen und mit den Botschaftern zu verhandeln. Die letzteren haben tndeß einstimmig erklärt, daß sie nur mit Tewfik unterhandeln wollen. Warschau, 19. Juli. Ein furchtbarer Brand hat in der Stadt Monasthrschtschina gewüthet. 400 Wohnhäuser, das Schulgebäude, drei Kirchen und zwei Synagogen wurden eingeäschert. Sieben Personen, darunter ein achtzig- jähriger Greis, kamen in den Flammen um. Der angerichtete Schaden ist sehr groß. Konstantinopel, 19 Juli. Seit einigen Tagen sind hier wieder beunruhigende Gerüchte verbreitet. Gestern wurden die Geschäfte der Kaufleute in Stambul zeitig ge« schlossen, da man Unruhen befürchtete. Heute Morgen rückten starke Patrouillen aus. Sofia, 19. Juli. In Philtppopel fand gestern Vormittag gegen 10 Uhr ein ziemlich heftiges Erdbeben statt, welches jedoch keinen Schaden anrichtete. Berlin, 20. Juli. Der Kaiser ist, wie aus Bergen telegraphirt wird, gestern an Bord seiner Aacht „Hohenzollern" nach Stavomyar in See gegangen, um dem „Gefion", welcher den Herzog Karl Theodor von Bayern von Gothenburg abholt, entgegen zu fahren. Falls der Herzog als Arzt nicht- dagegen etnzuwenden und Zeit dazu übrig hat, die Reise mitzumachen, wird der Kaiser Sogenfjord besuchen. ES besteht die Absicht, Sognedal anzulaufeu, über Martfjaeden gehend, Joftahl hinauSzufahren und die Gletscher dort zu besichtigen. Der Kaiser ist in bester Laune. Berlin, 20. Juli. Die 150-jährige Jubelfeier der Berliner Schützengtlde beginnt heute, nachdem bereit- gestern Abend Empfang der auswärtigen Gäste und ein Commers stattgefunden hat. Berlin, 20. Juli. Die vom Bund der Landwirthe an den Reichskanzler gerichtete Forderung, die Einfuhr von ausländischem Brot-Getreide vorläufig auf 6 Monate zu verbieten, wird, wie die „Charlottenb. Ztg." auf Grund bester Informationen zu berichten weiß, vom Reichskanzler abgelehnt werden. Pari-, 20. Juli. Die Untersuchungscommisfion verhörte gestern den bekannten Panamtsten Georg Thiebaut- Derselbe verweigerte die Eidesleistung, dabei bemerkend, er müsse über die neue Panama-Gesellschaft, welche schlechter oll die erste sei, Enthüllungen machen. Darauf verzichtete die Commission ihn zu verhören. Paris. 20. Juli. Goluchowsky hatte gestern eine Unterredung mit Hanotaux. MouS, 20. Juli. Die Zahl der strikenden Arbeiter beläuft sich noch immer auf 15000. Große Pla- cate kündigen Geldunterstützungen für Belgien durch daS Ausland an. CocoUs und provinzrelles. Gießen, den 20. Juli 1897. ** OrdensBerleihuug. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben dem Hauptmann Freiherrn v. Dalwig, Compagniechef im Infanterie-Regiment Nr. 20, seither im Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (2.Großh. Hess.) Nr. 116, daS Ritterkreuz 1. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen geruht. *• Kirchliche Dienstnachrichten. Se. König!. Hoheit der Grobherzog haben Allergnädigst geruht, dem Pfarrer Heinrich Hahn zu Schornsheim die evangelische Pfarrstelle zu Biebelnheim, Decanat Alzey, und dem Pfarrer Georg Schöuewolf zu Geinsheim die evangelische Pfarrstelle zu Beuern, Decanat Gießen, zu übertragen. ** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Berfammluug Donnerstag den 22. Juli 1897, Nachmittags 3l/z Uhr pünktlich: 1. Gesuch des Ernst Hellmann um Erlaubntß zur Aufstellung einer Bretterhütte in seinem Garten am Nahrungsberg. 2. Gesuch deS M. Aber- mann um Erlaubniß zur Errichtung eines Backsteinmacher- Häuschens in seiner Ziegelei im Neustädterfeld. 3. DeSgl. der Firma Fabian & Fick in Marburg für zwei Hallen auf Gelände der Bahn am Seltersberg. 4. Die Anschaffung von Lehr- und Lesebüchern für die städtischen Schulen auf Grund des Art. 26 des Schulgesetzes. 5. Ueberficht über die wirklichen Einnahmen und Ausgaben deS Realgymnasiums und der Realschule pro 1896/97. 6. Erbauung einer Kühlanlage im hiesigen Schlachthause. 7. Gesuch des Balthasar Melior um Erlaubniß zum Berkaus von Branntwein über die Straße im Hause Marburgerstraße 29. 8. DeSgl. des Wilhelm Bastian zum WtrthschastSbetrieb im Hause Brand- gaffe 8. ** Sonntags-Rückfahrkarten betreffend. Auf Antrag der Großh. Handelskammer hat dte Köntgl. Eisenbahn-Dtrection Frankfurt a. M. verfügt, daß dte Sonntags-Rückfahrkarten von Gießen nach Wetzlar ausnahmsweise und vorbehaltlich jederzeitigen Widerrufs zur Rückfahrt noch zum Zuge 216, Abfahrt von Wetzlar Nacht» 12 Uhr 10 Minuten, und diejenigen nach Braunfels noch zum Zuge 233, Abfahrt daselbst 11 Uhr 34 Min. Abends, benutzt werden dürfen. • * Geistliche Mufikanfführung. Wie alljährlich, so wird auch in diesem Jahre der Eoang. Ktrchengesangverein zum Abschluß des Sommersemesters eine geistliche Musik- aufführuug veranstalten und zwar Samstag den 31. Juli in der JohanneSktrche. Dabei werden Chöre für gemischten Chor von Joh. Frank, Seb. Bach, Haydn, Mendelssohn und (Saget und Frauenchöre von Lux und Mendelssohn zum Vortrag kommen. Als Solistin wird neben geschätzten hiesigen Kräften eine noch jugendliche Concertsängertn aus Hanau, Fräulein Coquot, eine Schülerin des Raff'schen Conserva- toriums in Frankfurt a. M., Mitwirken. Der Eintritt zu der Aufführung wird, wie gewöhnlich, unentgeltlich fein, doch werden für die inacttven Mitglieder Plätze reservirt werden. * • Selbstmord-Bersuch. Gestern gegen 6 Uhr Abends erschoß sich ein Student. Derselbe hatte Nachmittags seinem Bater telegraphirt, er sei gefährlich erkrankt und bäte um dessen schleunigen Besuch. Als der hierher geeilte Vater vor dem Hause in der Bismarckftraße, in welchem sein Sohn wohnte, mit der Droschke vorgefahren kam, gab der Sohn zwei Schüffe auf sich ab. Die Verletzungen sollen nicht tödtlich sein. * * Einbrüche. In der Nacht vom SamStag zum Sonntag wurde das Wafferhäuschen am OSwaldSgarten erbrochen und daraus Zuckerwaaren, Cigarren rc., sowie zwei Kanarienvögel gestohlen- ebenso wurde an einer Baustelle in der Goethe- straße ein Arbeiterhäuschen gewaltsam geöffnet und Werkzeuge und Kleider daraus entwendet. • * Diebstähle. Gestern Nachmittag entwendete ein fremder Arbeiter in einem Hause am Neuenweg eine Hose. Der Bestohlene setzte dem Dieb nach und erwischte ihn in dem Moment, als derselbe die Hose beim Trödler versilbern wollte. Der Dieb wurde verhaftet. — Einem hiesigen Geflügelzüchter wurden in vergangener Nacht aus seiner im Garten befindlichen Züchterei zwei werthvolle Tauben gestohlen. Bor einigen Tagen erst hatten Diebe demselben eine Anzahl Kanarienvögel geholt. * * Zu Gunsten der Hagelbeschädigten in Württemberg erhielten wir heute 40 Mark, gespendet von einigen Mitgliedern deS San gerkranzeS, gelegentlich der so schön verlaufenen diesjährigen Sängerfahrt. ** Wetterbericht. Der Luftdruck hat noch weiter langsam abgenommen und haben sich heute nur mehr über Süddeutsch, land und im äußersten Nordwesten deS ErdtheilS schwache Reste hohen Drucks erhalten. Im übrigen Europa dagegen liegt der Luftdruck allenthalben unter dem Normalwerth. Die Druckunterschiede sind dabei gering, während die Ber- theilung der Barometerstände sehr unregelmäßig geworden find. Die Witterung war in Süddeutschland unter dem Einfluß deS secundären Maximalkernes an vielen Orten heiter und warm. — Voraussichtliche Witterung: Bet veränderlicher Bewölkung fortgesetzt Neigung zu Gewittern und einzelnen Strichregen. • Londorf. 20. Juli. Nächsten Sonntag, den 25. Juli, Nachmittags, findet ein Missionsfest statt, zu welchem dte Herren Hofprediger Stöcker-Berlin und Misfionar Autenrieth aus Kamerun als Festprediger gewonnen find. §§ Aus dem Ohmthal, 19. Juli. Die ersten Korn- Haufen stehen im Felde. Mit dem Heutigen hat hier die Kornernte ihren Anfang genommen. DaS Ergebniß muß als ein recht gutes bezeichnet werden: dichter Stand, kräftiger, hochgewachseuer Halm und volle Aehren. Einzelne schlecht bestellte Aecker bilden die Ausnahmen. Nach reichem Futtersegen nun auch neben guter Brotfrucht voller Strohertrag, daS läßt den Landwirth wieder einmal hoffnungsfreudiger feinem landwirthschaftlichen Hauptzweig, der Viehzucht, entgegenblicken. Wie die Kornernte, so entspricht auch der Weizen, der fich bereits zu bräunen beginnt, einen guten Ertrag zu liefern. DaS Erntewetter läßt fich sehr gut an und hält hoffentlich Bestand, damit die Qualität der Ernte- Production nicht Noth leidet. -n- Gettenau, 19. Juli. Die Bahnverwaltung läßt gegenwärtig einen neuen Brunnen bohren, der bis zu 40 Meter Tiefe gebracht ist und auf ein Braunkohlenlager stieß. Man vermuthete schon längst, daß auch bei uns Braunkohlen vorhanden wären, doch der bestimmte Beweis dafür ist doch jetzt erst erbracht worden. — Mit dem Legen deS SchienengeleiseS ist man jetzt auch bei unserer Station fertig geworden, baß Stationsgebäude wird inwendig vollendet und in den betreffenden Räumlichkeiten tapeziert. Da man uns von WeckeSheim über Reichelsheim entgegenbaut, ist daS ganze Geleise noch vor Ende des Juli vollständig fahrbar. Schotten, 19. Juli. XSine sehr zahlreich besuchte Lehrer- familten-Versammluug fand am SamStag, 17. Juli, hier im Lehrerheim statt. Der ziemlich geräumige Saal konnte die Erschienenen nicht fassen. Der Obmann des Be- ztrksvereins Schotten, Herr Lehrer Link-RüdingShain, begrüßte die Versammlung mit herzlichen Worten. Obmann BackeS-Darmstadt hielt hierauf eine längere Ansprache über die Frage: „Was thut uns noth?" Er schilderte die Zustände des hesfischeu Schul- und LehrerlebenS in den einzelnen Zeitabschnitten des nun bald zu Ende gehenden Jahrhunderts und wie in den verschiedenen Zetten stets die Frage: „WaS thut der Schule, dem Lehrerstande noth?" aus den Kreisen der Lehrer und warmen Schul- und Volksfreunde aufgestellt und beantwortet worden sei. Wenn auch zu keiner Zeit und bis zur Stunde noch die Lösung dieser Frage keineswegs vollständig geschehen sei, so wäre eine stetige Wetterentwickelung doch unverkennbar. Redner gedachte der Verhältniffe der Zett vor Errichtung der Dolksschulsemtnare zu Friedberg und Bensheim, der Zeit des SchulratheS Heffe, dec Bewegung, des Strebens und der Hoffnungen der Lehrer in den Jahren 1848 und 1849 und der schlimmen Verhält- uiffe in der darauffolgenden ReactionSperiode, — und dann der neueren Zeit, wie durch das SchullehrerpenfionSgesetz, das Gesetz deS Sterbequartals, vor Allem durch das Schul- und Besoldungsgesetz ein gewaltiger Schritt zur Lösung der Frage: „WaS thut unS noth?" zu verzeichnen sei. Mit warmen Worten schilderte Redner dann die Thätigkeit der eifrigen Förderer deS Schul- und Lehrerlebens Dr. A. Metz, Gretm und anderer edlen Männer. Ein Anspruch auf Mit- thätigkeit zur Lösung der aufgestellten Frage seitens der Lehrer selbst datire hauptsächlich erst von der Zeit, da diese fich zu einem Ganzen zusammengeschloffen hätten, und besonders seien die Bestrebungen des LehrerveretnS von Erfolg gekrönt gewesen, als zwischen Schulleitung und VereinS- leitung, die ja in ihren Principien fich näher gekommen seien, ein Zustand gegenseitigen Vertrauens eingetreten wäre. Auch jetzt habe die Frage noch ihre Berechtigung. Schon seit Jahrzehnten und besonders in letzter Zett wäre die Frage der „Lehrerausbildung" wiederholt auf der Tagesordnung der Lehrerveretne und Lehrerversammlungen erschienen. Auch unser Verein habe beschloffen, diese Frage einmal durch eine Commission ventiliren zu taffen, und habe diese Commission, bestehend aus Mitgliedern des Vorstandes, aus Seminar- und Präparandenlehrern, in ihrer ersten Sitzung einstimmig den Ausspruch gethan: „Die gegenwärtige Ausbildung der Volksschullehrer genügt weder hinfichtlich der allgemeinen, noch der beruflichen Ausbildung nicht den Forderungen der Jetztzeit." Auch die amtliche und gesellschaftliche Stellung lasse noch zu wünschen übrig, und, wenn auch durch daS neue Gehaltsgesetz von 1896 der Haupttheil obiger Frage in dieser Beziehung befriedigend gelöst sei, so hätten doch sicher noch die Wittwen- und Waisenpenfionen und Stellung und Gehalt der Schulverwalter Verbefferungen und Erhöhung zu erfahren. Am Abschluß der Thätigkeit sei also wohl der Lehrerverein noch nicht angekommen, darum Einmüthigkeit in Ziel und Streben unsere erste Pflicht. Schließlich gedachte der Redner noch der Aufgabe der Lehrerfamilie, als eines wesentlichen FactorS zur Verbreitung des Ordnungssinnes und Sittlichkeit bei unserer Bevölkerung. Er faßte seine Ausführungen in vier Sätze zusammen: „Noth thut unS: 1. Ein enger Zusammenschluß aller Glieder deS Standes, Einigkeit in Ziel und Streben- 2. Weiterbildung in allgemeiner und beruflicher Hinsicht- 3. Strenge, gewiffenhaste Berufstreue, untadelhaften Wandel eines jeden Gliedes- 4. Ein musterhaftes, achtunggebietendes Familienleben." Reicher Beifall wurde dem Referenten zu Theil. Der Vorsitzende, Herr Link, brachte hierauf dem treuen Lehrer und DereinSmitgliede Otto von Schotten, der nach 40jähriger Wirksamkeit in den Ruhestand getreten ist, den Dank und die herzlichsten Glückwünsche der Versammlung zum Ausdruck. Eine angeregte Sammlung sollte zur Anschaffung eines Barometers und Thermometers für das Lehrerheim dienen. Nachdem noch verschiedene kürzere Ansprachen die Thätigkeit des LandeSlehrervereinS geschildert und der officielle Theil der Berhandlungen geschloffen war, brachte Herr Theaterdirector O ppm ar au- Hanau, der mit seiner Familie im Lehrerheim zur Cur weilt, mehrere humoristische Gedichte meisterhaft zum Vortrag. ES herrschte eine sehr animirte Stimmung, gehoben durch den herrlichen Verlauf der ganzen Verhandlungen. Ein flotteS Tänzchen der jüngeren Welt folgte noq zum Schluffe. Spät erst trennten fich Freunde und Be. kannte, und von allen Seiten sprach man sich befriedigt über den Verlauf des Lehrerfamilienfestes aus. Drmst. Tgl. Anz. § Flenfnngen, 19. Juli. Der hiesige Kirchengesang^ verein hielt amz gestrigen Sonntag Nachmittag im Verein mit dem eingeladenen Kirchengesangverein Grünberg ein Wald fest ab auf dem Flensungerkopf, einem inmitten eines benachbarten Waldes schön gelegenen Platze. Wenn auch dies Fest nicht den Character eines größeren Festes mit Musik und Tanz trug, was man nicht beabsichtigt hatte, sondern mehr in kleinerem Rahmen einer gemüthltchen Zusammenkunft in herrlichem WaldeSdome seinen Verlauf nahm, so war doch letzterer nichtsdestoweniger ein recht schöner. Herr Pfarrer Franck von Merlau, der im Verein mit Herrn Lehrer Becker hier den hiesigen Kirchenchor leitet, begrüßte in herzlichen Worten Sängerinnen und Sänger und Gäste. Durch anderwärtige Ausflüge war nur ein kleiner Theil des Grünberger Kirchengesangvereins erschienen, aber gerade diese Minderheit zeigte, auf welch hoher Stufe der gesanglichen Leistungen dieser Chor unter der Leitung seines Dirigenten, Herrn Lehrer Mohr, steht. Rückhaltloses Lob verdienten auch die Vorträge des Flensunger Ktrchengesang» Vereins, die in Anbetracht des nur halbjährigen Bestehens deS Vereins von tüchtiger Schulung zeugten. Mit einem dankenden Hoch auf die Grünberger „Nachtigallen" und ihre Begleiter schloß Herr Pfarrer Franck baß Waldeßfeft. Friedberg, 19. Juli. Die 25jährige Jubelfeier beß Veteranen- unb Mtlitärvereinß Friedberg, mit der auch eine Zusammenkunft der in der ehemaligen Garnison gedienten hessischen Gardejäger verbunden war, verlief am heutigen Sonntag in geradezu großartiger Weise. Die Stadt war in allen Theilen auf daß Prächtigste geschmückt und Überall wurden die auß allen Theilen unsereß Hessen- lanbeß zum Appell herbetetlenden Jäger aufß Herzlichste begrüßt. Punkt 11 Uhr fand der Appell in Steinhäuser» Biergarten (Gardejäger Hertel) statt und haben an demselben ca. 300 Jäger theilgenommen. Compagniewetse wurde angetreten und das Bataillon fermirt und jetzt erst fanden sich die alten Kameraden, die Freud unb Leib im Feldzuge unb in ben Gefechten von 1870/71 getheilt, toteber. Eß war ein Wiebersehen, baß zu beschreiben meine Feder zu schwach ist. Alß einziger alter Offizier beß Jägerbataillons wohnte Oberftlieutenant Cramolini dem Appell bei, was allgemeine Freube erregte. Namenß ber Stabt Friedberg begrüßte der Stadtverordnete Hieronymus die erschienenen Jäger und dankte denselben für ihre treue Anhänglichkeit- an ihre frühere Garnisonsstadt, worauf Kamerad Zimmer- Darmstadt in trefflicher Weise dankte und auf dte Stadt Friedberg ein Hoch außbrachte. Hierauf ergriff Oberst- lieutenant Cramolini daß Wort, um auf die Wehrtüchtig- feit unsereß Deutschen Reiches hinzuweisen, mit der Mahnung schließend, daß auch dte alten Gardejäger jederzeit fest und treu zu Kaiser und Reich stehen möchten. Sein Hoch galt dem Kaiser und Reich, daß freudigen Widerhall fand. Förster Hofmann widm te den früheren Offizieren be» Bataillons, befonberß ben Commanbeuren beßfelben, Dankes- Worte für bie treffliche Ausbilbung. Nach dem Appell fand eine Besichtigung ber Stabt statt. Nachmittags um 2 Uhr formirte fich ber Feftzug am Mainzer Thor und mögen wohl 2000 Krieger aus bem Bezirk Friedberg daran Theil genommen haben. Den Jägern war b" “I« HnMi i, M in Steinhauses IDÖ haben an dewselbrr '°S°ielveise kvurdr an. u°d iktzt «ft tanbte uab Lrid im Feldz^ , Ktthrilt, wieder, tz« iben meine Feder ic u des Jägerbataillonl i dem Appell bei, wai $ der Stadt Frieds >ymus die rrschienM e treue Aohänglichkeii llls Kamerad Zimmer^ tu und auf dir Sial: herauf ergriff Obech m auf die Wehrtüchii- lltveisen, mit der M Jardejager jederzeit sie in möchten. Sein Het illdigen Widerhall faul rüheren Offizieren d» Aren desselben, Dallkei- Nach dem Appell faul Nachmittag- um 21 izer Thor und mögc tziMny batan Thit >ax btt Lhrenplah In vgstaurn geleitet, noi- immen Schritt bint die on den Einwohnern ml*, frühere Exereierplatz, iit Zefiplatz und nach Eiv elbe als zu klein. Da! ingstigend und besonder« zukommen. BezirkScon* rüßte auf dem FrfiPlaf ager auf dai hrrM' iestüt bin Kaffer an«, ! die mit großem Beis°l MSvortröge der Fried- ulld Illumination m vom herrlichsten Wetre. N, H. Blköbl. di» b 29 us*. den neuen St"rüfeue s-r-»» ®ll6tl; S-i.» ■*# mm «!»!“11 i verschied- , U i0OltÄ «r*i®»* unmel an, *'”* * 1|llB In 81“»* ffsi ib"f"gw”'',r "fä-ä*. ’t diese- diesn Ä» .S,tzL •IT«*** ^amtnern" P»spM '-'S.'-' l mar, schtedene Geschäftsleute zu dem G'auben, die Zeltuug sei ein weitverbreitetes Blatt und zu Insertionen besonders geeignet. Thatsächlich sind eine Reihe von Firmen darauf hinein» gefallen, indem sie ivserirten und der Höhe der angeblichen Auflage entsprechende Preise zahlten. Das Landgericht Stettin hat den angeklagten Verleger wegen Betrugs verurtheilt, und daS Reichsgericht hat dies bestätigt. * De» in das Ausland gehenden deutschen Kriegsschiffen wird für die Folge mit der Tropenausrüstung zugleich ein Farbstoff zum Dunkelfärben je eines ArbettS- anzugeS der Mannschaften des LandungScorpS mitgegeben werden. Der Zweck des Färbens ist, bei Landungsexpedi» tionen in den Tropen, besonders im Buschkriege, dem Arbeite- anzug eine den Träger möglichst verbergende Farbe zu geben. Der Farbstoff wird in der Weife hergestellt, daß Ctchorie mit Geewaffer gekocht und dann der erkaltenden Flüssigkeit reines Chlorophyll zugesetzt wird. Betreffs der Wiederentfernung des Farbstoffes aus den Anzügen ist folgende Instruction erlassen worden: Nach dem Gebrauch werden die Anzüge erst in Wasser gründlich gespült, um den im Wasser löslichen Theil der Farbe zu entfernen. Erst hiernach findet daS Waschen mit Marineseife und kaltem Wasser statt. * Der König der Restaurateure. Der höchstbesteuerte Restaurantbefitzer Deutschlands ist zur Zett der Traiteur Rudolf Dressel in Berlin. Ec ist in diesem Jahre mit riuem Jahreseinkommen von 170000 Mark eingeschätzt worben, welche Summe dem Besitz eines Vermögens von fünf Millionen Mark entsprechen würde. Da Herr Dressel diese, seiner Erklärung nach völlig unbegründete Einschätzung lediglich auf die Gerüchte über seine Einnahmen bei der letzten Gewerbe-Ausstellung zurücksührt, hat er gegen die Einschätzung Widerspruch erhoben. * Ein großmuthiger Räuber. Reisender (der ausge- plündert wird, wehmüthig): „Die silberne Tabakbose ist noch ein Andenken von meinem seligen Vater." — Straßenräuber (gerührt): „So? Na, dann schnupfen Sie nochmal d'raus." * Das ist etwa» Anderes. Student (im Bette liegend): „Zum Donnerwetter, welcher unverschämte Kerl will schon so früh zu mir?" — (Stimme von außen): „Der Geldbriefträger." — Student: „O bitte, mein Herr, kommen Sie nur herein!" Universität- - Nachrichten. Berlin, 17. Juli. Der bekannte Handelsrechtslehrer an der hiesigen Untversttät, Professor Goldschmidt, ist gestern in Wtl- helmshöhe gestorben. Der wissenschaftliche HülfSarbeiter an der Landwirthschafts- kammer für die Provinz Schlesien Dr. Otto Anhagen ist der «Kreuzztg." zufolge zum außerordentlichen Professor der Staats- wissenschaftm an der Universität BreSlau ernannt. Dr. Anhagen 'st vor einigen Jahren von der rechts- und staatswisstnschasiltchen Facultät in Straßburg zum Doclor promovirt und hat sich durch eine Reihe wissenschaftlicher Deiöffentltchungen, unter denen vor allem seine kürzlich erschienene Schrift „Zur Kenntniß brr Marsch- wtrthfchaft" hervor,uheben ist, bekannt gemacht. Nach seinen bisherigen Arbeiten ist anzunehmen, daß er seine Lehrthättgkeit vorzugsweise den agrar - wissenschaftlichen Aufgaben zuwenden wird. Der Landwirthschaflskammer wird rr auch weiterhin als Hülfs- arbeiter angehören. _ München, 19. Juli. Der Laryugologe Unioersttätsprofessor Dr. Max Joseph Oertel ist gestorben. Literatur uud Uunst. — Unter dem Titel »ttnfttte Bögl-i« Roth" hat die bekannte Münchener Schriftstellerin Anna Mayer-Bergwald eine Frage, die in den weitesten Kreisen Besorgniß erregt, die Vertilgung unserer Vögel, in einem CycluS von Gedichten behandelt, in welchen die frische Naturanschauung und Gemüthstiefe dieser Dichterin so recht zum Ausdruck kommen. DaS Büchlein kann vom Berliner Thierschutzverein (Berlin, Königgrätzerstr. 108) bezogen werden: 1 Stück 30 Pfg., 10 Stück 2 Mk. — DaS Jllastrirte GonntagSblatt, redigirt von Rudolf Elcho, bringt spannende Romane, Novellen, Humoresken, populärwissenschaftliche Abhandlungen, technische Mittheilungen, Hausfrauen- Album, Rebus, Räthsel rc., durchweg Original-Beiträge namhafter Schriftsteller. Mit zahlreichen künstlerischen Illustrationen versehen, bietet das beliebte Jllustrtrte Sonntagsblatt auf 20 Seiten pro Nummer eine Fülle interessanter Lectüre zur Unterhaltung und Belehrung. Jede Woche erscheint eine Nummer. Preis pro Quartal Mk. 1.25 oder ä Nummer 10 Pfg. Probenummern gratis und franco durch alle Buchhandlungen, sowie dtrect vom Verlag des Jllustrirten Sonntagsblatt, Berlin W., Lützowstr. 105. Verkehr, Larrd- rrnd Volkswirthschaft^ •Uten, 20. Juli. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochmmarkt kostete: Butter pr. Pfd. 0,95—1,15, Hühnereier pr. St. 6 4, 2 St. 13—00 H, Enteneier 2 St. 11—12 4, Gänse der pr. St. 00-11 4, Käse pr. St. 5-8 4, Käsematte pr. St. 3 4 Erbsen pr. Liter 18 4, Linsen pr. Liter 27 4, Tauben pr. Paai X 0,70 bis 0,90, Hühner pr. Stück 1,10 bis 1,30, Hahnen pr. Stüö X 1,20—1,50, Enten pr. Stück X 1,60—1,80, Gänse pr. Pfurfl X 0,00-0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 4, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60-66 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 60 bis 70 4, Schweine« fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 74 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 56-60 4. Hammelfleisch pr. Pfd. 50-66 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 6,CO bi« 7,00 vH., Weißkraut pr. Stück Ü--00 4, Zwiebeln pr. Centner X 8.00—9,00. Milch vr. Liter 16 4, Kirschen pr. Pfd. 12—15 4, Gurken per 100 Stück 3—5 X Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 20. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittag»: Wasser 17>aeben. ^Vsrkinsnächrich^^ Haupt-Agentur einer deutschen Aeue -rverfich.-iretten- »efellfchaft mit Jncaflo zu vergeben. Herren, welche gewillt stnv, das bestehende Geschäft entsprechend zu beben, werden gebeten. Offerten unter F V. in der Exped d. Bl. gefl niederzulegen. 6915 Giessener Ruder-Gesellschaft. IM VII. Ruder-Regatta MZ mit Achter-Renueu um den Ehrenpreis Sr. Konigl. Hoheit des Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein, ^3° Sonntag*, den 25. Jnli, auf der Lahn, unter Betheiligung folgender Vereine: Ruder-Verein Cassel. Emser Ruder Verein. Frankfurter Ruder Club. Frankfurter Ruder Gesellschaft ,, Sachsenhausen". Frankfurter Ruder-Verein. Ruder-Club „Weser", Hameln. Hanauer Ruder-Gesellschaft v. 1879. Kreuznacher Ruder-Verein. Limburger Ruder-Verein. Mainzer Ruder-Verein. Oberroder Ruder-Gesellschaft. Offenbacher Ruder-Gesellschaft „Unbine". Ruder-Club Witten. Gießener Ruder Gesellschaft. tet Montag*- DK 4 ◄ Während, der Regatta: c£<* - GROSSES CONOERT. Programm: Samstag, de« 24 Juli, Abends 8 Uhr: Gesellige Bereinigung im Boothaus der Gießener Ruder-Gesellschaft. Sonntag, den 25. Juli, Vormittags 8^ Uhr: Borrennen (gegen Vorzeigen der Regatta-Eintrittskarten freier Zutritt). , „ „ „ Nachmittags 4 Uhr: Regatta, hierauf Preisvertheiluog. „ „ „ „ Abends 8*/a Uhr, am Boothaus (Festplatz): Coueert. — Illumination. Gegen Vorzeigen der Regatta-Eintrittskarten freier Zutritt, sonst 50 Pfg. PfßjnA Ja* D|n|7ß e Nummerirter Sitzplatz Mk. 2.50, im Vorverkauf Mk. 2.—. 11 vl jv Uvl 1 lulLv • Festplatz am Boothaus „ 1.—, „ „ „ 0.80. Kinderkarten 50 Pfg- 6821 Eintrittskarten im Vorverkauf bis Samstag den 24. Juli, Abends, bei Herrn Ernft Balser, Mäusburg, Daniel Heil, Lindenplatz, Adolf Gciffe, Selterswea, Heinrich Hettler, Südanlage. Beikarten zu Mitglieder-Karten für den Feftplatz sind zum ermäßigten Preise von Mk 0.50 bei Herrn G. Ph. Fillmanu, Marktstraße 17, u Empfang zu nehmen. Der Zutritt ohne Karte ist Niemand gestattet. Näheres durch die Tagesprogramme. W 1 E s e C R. Die Beleidigung gegen Ara« Kreiling ix. Wwe. nehme ich zurück. 6924_____________Karl Schäfer I» Sticht zu übersehen! Sofort gesucht sol. Herren, auch an den kleinsten Ort. zum Eigarreuvertauf an Wirthe, Restaurateure und Private. Vergüt. Mk. 120 pr. Monat oder Jjofce Vrov. Offerten unt Z. 1074 des. G. L. Daube & Co., Hamburg.___________6935 6948) Zur Ausführung eines Neubaues wird ein tüchtiger MMrermeister gesucht. Off. unter „Maurermeister" an die Exped. d. 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Wagner, Bisrnarckstraße 26. Tüchtige Dreher für Werkzeugmaschinenbau finden bei gutem Lohn sofort dauernd Arbeit. Nähere Auskunft erthsilt die Exped. d. Bl.6921 Männer-Turnverein. Den Mitgliedern hierdurch die traurige Mittheilung, daß gestern Morgen yal Uhr unser langjähriges Mitglied Herr Friedrich Kühne verschi.-den ist. Gießen, 20. Juli 1897. 6923 Der Borstand. Die Beerdigung findet heute, Dienstag den 20. Juli, Nachmittags 6 Uhr, vom Sterbehause, Seltersweg 26, aus statt. Statt jeder besonderen Anzeige rheilen wir Freunden und Bekannten mit, daß unsere liebe, gute Gattin, Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Theodore ^litf geb. Gravelius Montag V212 Uhr sanft dem Herrn entschlafen ist. Um stille Theilnahme bittet im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Carl $$ü(f, Heilgehülfe. Gießen, den 20. Juli 1897. Die Beerdigung findet Mittwoch Vormittag 9 Uhr von der neuen Klinik aus statt. 6940 (6 ■■ ■ ■ j ■ in jeder beliebigen Schriftart und Kartensorte werdet fl B 0 i 1 « Q la ß Fl EQ m*u'KeD Preisen angefertigt in der W lullRuI lull Brühl’schenUniv -Druckerei(Pietsch AScheyda Sr-hul«traue 7 Ludwig Hofmann II. in Alten-Buseck 6794 sucht «ine« Wagnergefellen. Tüchtiger Schreinergefelle sowie braver Lehrjunge gesucht 6862 ____________E. Pfeil, Löwengaffe 9 6829] Tüchtige Erdarbeiter für Abräumungsarbeiteu am GießenerBraunsteiubergwerk gegen hohen Lohn sofort gesucht. Anmeldungen beiAdam B uschung, Gießen, Rhein.Hof. Ein junger 6670 Hausbursche sofort gesucht, Seil, Neuen-Bäuen 6. 6926) Junge für eine studenffsche Verbindung gesucht, der zweimal in der Woche auf Kneipen bedienen und noch sonstige Besorgungen für dieselbe machen kann. Offerten unter F. L. 15 an die Expedition dieses Blattes._______________ Ein Hausbursche gesucht. 6925 ___ «d. Roll, Neustadt 49. Pferdeknecht £Ui; _______H. Wtuther. Pferdeknecht i kann eintreten________Licherüratze 5. 6903] Tüchtiger unverheiratheter Pferdeknecht gesucht.__Marktplatz 17. 6823] Mädchen für Hausarbeit auf sofort gesucht. Bahnhofftrafre 66, II. Junge kräftige Arbeiter werden sofort für dauernd bei hohem Lohn gesucht. 6886 Herman« Thiele, Liebigstr. 35. Tüchtige Arbeiterinnen finden dauernde Stellung bei 6831 Gcbr. Homberger & Söhne. KarCltrhi werden Mädchen nach trflimi hier und auswärts, auch zwei Kindermädchen, von Vermieths- frau Müller, Teuselßlustgärtchen 26. vrzr Ein töchtigeg üienüniädchen für Küche und Haus zum 1. September gesucht. 6920 Wo? sag' die Expedition d Bl- 6937) Ein tüchtiges Mädchen für Küche und Hausarbeit, sowie ein Haus- bursche sofort gesucht. _______________Stein- «arten. 6944) Ein Mädchen aus besserer Familie wird gesucht als Stütze der Hausfrau. Näheres durch Frau Setzler, Sonnenstr. 24. 6917] Jung., geb Mädchen, mit sch Handschrift, a. g. Familie, w. sch. längere Zeit im eitert Geschäft thät. war, möchte gern in einem Geschäft als Verkäuferin etntreten. Gest. Offerten unter Z. 18 an die Exped. d. Bl- erbeten._____________ 6936t Fräulein, w. im Weißzeugnähen bewandert ist, sucht paffende Stelle in ein. Wäschegesch. Zu erir. in d Exp d. Bl. Keschästseröffnung. Einem Tit. Publikum, sowie meiner verehrt. Kundschaft die ergebet t Mittheilung, daß ich nunmehr im Laden Renen Bane 15 ein 68)0 Lager fertiger Schuhwaaren in nur tadellofer, solider Waare i» jeder Preislage eröffnet i habe. Mein seitheriges Maßgeschäft führe in unveränderter Weise roeiter. Mich bei Bedarf bestens empfehlend, zeichne Hochachtungsvoll Louis Bernhardt, Schuhmachermeister. linde’s Malz-Kaffee enthält Ceylonkaffee unbedingt feinstes Fabrikat, j ««•••••••••• •• •©•••••••• Geschäfts - Empfehlung. 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