Nr. 118 Zweites Blatt. Freitag den 2t. Mai IS»1* Der siebener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de- MontagS. Die Gießener Aamirtenvtälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeig er Kenerat-Mnzeiger. Vierteljähriger Avonnemcntsprekrr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchutftraße Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- rmd 2lnzeigeblcttt füv den Ttveis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den QUrtttt ft Olt filrtffor Alle Annoncen-Burcaux deS In- und Auslandes nehmen folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. y^Vv^vWvV 11-lUUUllv Anzeigen für dm „Gießener Anzeiger" entgegen. Deutf*er 224. Sitzung. Mittwoch, den 19. Mat 1897. Auf der Tagesordnung steht die Servistartf-Vorlage, in welcher die Commission den S 2 betr. die Klasseneintheilung der Orte gestrichen hat. Abgg. Dr. Lieber (Ctr.) und Hammacher (natl.) wiederholen ihren neulich vom Hause abgelehnten Antrag, die Vorlage bezw. S 2 nochmals an die Commission zurückzuverwetsen. Abg. Richter (frs. Vp.) bittet, den Antrag abzulehnen, da die Vorlage sonst in dieser Session überhaupt nicht zu Stande komme. Damit gebe man aber auch die Vortheile preis, welche den Betheiligten auS der anderwetten Festsetzung deS Servistarifs erwüchsen. Es handle sich ja auch bezüglich der Klasseneintheilung der Orte nur um eine Zurückstellung auf ein Jahr. Die Vorlage wird an die Budgetcommtssion zurückoerwiesen, da sich heute auch die Conseroattven hierfür enlscheiden. Sodann wird die dritte Berathung des Auswanderungsgesetzes fortgesetzt. Zur Berathung steht nur noch der Schlußparagraph. Inkrafttreten des Gesetzes am 1. April 1898. Nachdem Abg. Barth (frs. Vg.) für Ablehnung deS Gesetzes plädirt, wird der Paragraph und alsdann daS ganze Gesetz in der Schlußabstimmung angenommen. DebatteloS werden die von der Commission beantragten Resolutionen angenommen betr. Bestellung genügend zahlreicher Consuln an den Ausschtffungsbäfen und Beftedlungsgebieten und betr. Erleichterung der Wehrpflicht für die Deutschen im Auslande. Außerdem liegt noch eine Resolution Förster (Ref.-P.) vor betr. AuSkunftertheilung an Auswanderungslustige und betr. Vorlegung etneS Gesetzentwurfs über Besiedelung der Schutzgebiete. Dtrector Reichardt legt die gegenwärtige Handhabung der AuskunftSertheilung dar, stellt eine generelle Regelung derselben für nicht entfernte Zett in Aussicht und setzt voraus, daß der Reichstag die dafür etwa geforderten Mittel bereitwillig zur Verfügung stellen werde. Abg. Hammacher: Zu dem Verlangen nach einem Gesetzentwurf über die Besiedelung der Schutzgebiete seien die Dinge dort noch nicht reif; auch lägen die Dinge zu verschieden in den verschiedenen Schutzgebieten. Einzelne derselben, und leider müsse er sagen sogar der größere Theil, seien für eine deutsche Besiedelung für lange Zeit ungeeignet. Dem ersten Theil der Förfter'schen Resolution könne er dagegen zustimmen. Director v. Richt Hofen stimmt dem Vorredner darin zu, daß für eine Siedelung, auch von Kleinbauern, im gegenwärtigen Augenblicke nur Südwestafrika geeignet erscheine. Leider seien aber neuerdings seine Erwartungen auch da etwas abgeschwächt worden, denn vorgestern sei ein Telegramm eingegangen, wonach bei den Ost- Heraros eine gefährliche Viehseuche ausgebrochen sei, deren Folgen noch nicht übersehbar seien. Hierauf wird die Resolution Förster nur in ihrem ersten Theil angenommen, der zweite abgelehnt. ES folgt die noch ausstehende namentliche Gesammtabstimmung über den Margarine-Gesetzentwurf der Abg. Kardorff u. Gen. Die Abstimmung ergibt Annahme deS Gesetzes mit 186 gegen 101 Stimmen bet 3 Enthaltungen. Abg. Dr Hahn begründet hierauf seine Interpellation: 1) ob die mit dem 1. Juli in Kraft tretende Kaiserliche Verordnung betr. Lichter- und Signalsührung der Fischer- und der Lootsendampffahr- zeuge bezüglich des Wegerechts der Fischdampfer völlige Gleichheit der Rechtsgrundlagen mit England schaffen soll? 2) Ob die Vorschriften dieser Verordnung über die Lichter- und Signalführung der Fischerfahrzeuge im Allgemeinen dieselbe wegerechtliche Bedeutung wie die entsprechenden englischen Vorschriften haben sollen? 3) £>& die in der Verordnung den Ftschdampfern zugewiesenen besonderen, sie kenntlich machenden Lichter und Signale, ebenso wie in England, anzeigen sollen, daß die Ftschdampfer in den Fällen, wo sie diese Lichter und Signale zu führen haben, durch ihre Arbeit in ihrer Manövrirfähigkeit behindert bezw. beschränkt sind? Staatssecretär v. Bötticher: Ich glaube mir den Dank deS HauseS zu verdienen, wenn ich die Interpellation kurz mit einem lauten und vernehmlichen „Ja" beantworte. (Heiterkeit.) Eine Besprechung der Interpellation wird nicht beantragt. Es folgt die zweite Lesung der Handwerker-Organisations-Vorlage. Abgg. v. Viereck und o. Werbeck beantragen für eine lange Reihe von Handwerksbetrieben obligatorische Innungen. Abg. v. Viereck (cons.) begründet den Antrag unter Hinweis auf die gestrige Aeußerung o. Kardorffs über die Abnahme des monarchischen Gefühls. Wie könne auch dieses Gefühl Stand halten, wenn fort und fort die berechtigten Wünsche des Handwerks un» erfüllt blieben. Abg. Gamp (Rp.) betont jenen weitgehenden Forderungen gegenüber, es sei das Beste, das Erreichbare zu nehmen, den Ansatz zum Besseren, den die Vorlage biete. Zumal mit den Verbesie- rungen, welche die Commission beim S 100 beschlossen und welche die Bildung von Zwangsinnungen wesentlich erleichterten, könnte man stcü wohl einstweilen begnügen. Er und seine Freunde würden im Wesentlichen bei den Commisfionsbeschlüssen stehen bleiben. Handelsminister Brefeld: Noch kein Gesetz ist den Handwerkern so entgegengekommen wie dieses. Die Grundlage des Corn- promtsses zwischen den verbündeten Regierungen ist der Wille der Majorität der betheiligten Handwerker, ob sie eine Innung haben wollen oder nicht. Ich glaube nicht, daß die Regierungen von dieser Grundlage abgehen werden. Keinesfalls werden sie dem Anträge Viereck zusttmmm. Abg. Euler (Ctr.): Principiell bleiben wir bei den Forderungen des Befähigungsnachweises und der obligatorischen Innung. Aber angesichts der Erklärung des Ministers find wir in einer Noth- lage und werden die Commissionsbeschlüsse annehmen. Ich möchte nicht, daß die Session endet ohne ein Resultat. Abg. Vielhaben (Ref.-P.) lehnt die Vorlage ab, wenn sie nicht durch Annahme des Antrags Viereck verbessert werde. Abg. Dr. Kropaischek (cons.) erklärt, sich für unbedingte Zwangsinnungen nur unter der Voraussetzung gleichzeitiger Anordnung des Befähigungsnachweises aussprechen zu können. So lange dieser nicht zu erreichen sei, halte er den unbedingten JnnungSzwang nicht für richtig, sondern die Vorlage nach den Beschlüsien der Commission für den besseren Weg. Abgg. Schneider (frs.Vp.), Schmidt-Berlin (Soc.), Reiß- hauS (Soc.) und Bassermann (nl.) bekämpfen das Verlangen nach obligatorischen Innungen, während Abg. v. Plötz (cons.) für den Antrag Viereck eintritt. Abg. Stadthagen (Soc.) befürwortet einen Zusatz zu 8 8 dahin, daß die Gastwirthe an einem und demselben Orte in Bezug auf Polizeistunde und Erlaubntß zur Veranstaltung öffentlicher Lustbarkeiten durchweg gleichmäßig zu behandeln seien. Staatssecretär v. Bötticher bittet um Ablehnung des Antrages, der gar nicht in diese Materie gehöre. SS 81 und 81 a, betr. facultative Innungen, werden unter Ablehnung der Anträge Viereck und Stadthagen unverändert angenommen. Morgen 2 Uhr: Dritter Nacktragsetat, dritte Lesung des VereinS-Nothgesetzes, Handelskammer-Vorlage. Permi^tef. ♦ Der städtische Haushalt von vreSlau für 1896/97 hat einen Ueberfchuß von fast 1 Million ergeben. * An der Auhaltifcheu Bauschule zu Zerbst fanden am 5. und 6. d. MtS. Abgangsprüfungen vor der dazu bestellten PrüfungScommifsion unter dem Vorsitz deS Herrn Oberbaurath JanuSkowSkh aus Deffau statt. DaS Prüfungsresultat war auch im Allgemeinen diesmal ein günstiges, da vou 31 Candidaten, welche zur mündlichen Reifeprüfung gelaugten, 28 mit gutem Erfolg bestanden. * Siu poetischer Bürgermeister. In dem Weimarischen Orte Großneuhausen führten kürzlich mehrere Bürger Klage darüber, daß in den jüngsten Nächten die Straßenlaternen fortgesetzt nicht angezündet worden seien. Der Bürgermeister wteS indeffen die Beschwerde als unbegründet zurück und zwar mit der Berufung auf — Goethes Faust: „— ein guter Mensch in seinem dunklen Drange ist sich deS rechten Weges stets bewußt!" Ob sich freilich die Groß- neuhausener Bürger hierbei beruhigen werden, erscheint zweifelhaft. * Ein drolliger Inserat mit nachstehendem Wortlaut findet fich in einem Hannoverschen Blatte: Laut Sontraer habe ich bet meinem Wohnungswechsel mein Logis im selben Zustande zu übergeben, in dem ich er vor drei Jahren über- nommeu habe. Um diese Bestimmung erfüllen zu können, suche ich 50 Mäuse, 200 Motten und 500 Wanzen lebend zu kaufen. * In Zürich betreibt ein junge- wohlhabender Ehepaar vollständig gemeinsam daS mediciNische Studium. * Die Pariser Polizei schloß daS Porte St. Martiu- theater, weil der Leiter den AmtSbefehl, Vorkehrungen ?zur Sicherheit der Besucher gegen FeuerSgesahr zu treffen, unberücksichtigt gelassen hatte. Die Schließung vou sechs anderen Theatern steht bevor. Citaratnr un» Sanft — Das letzte Werk deS verstorbene« «taatsfeeretärr deS RetchSpostamtS, Dr. Stephan, die Kabelverbtndung von Emden nach Vigo in Spanien, ist um so etnschnr'.dender in das Wesen der Reichstelegraphie, als hierbei nicht die gewöhnlichen Apparate, sondern der von William Thomson erfundene Heber- Schreibapparat, der Siphon-Rekorder zur Anwendung kommt, welcher von den allgemeinen gebräuchlichen Systemen vollständig abweicht. Eine genaue Beschreibung desselben aus der Feder eines höheren Telegraphen-Beamten, begleitet von eingehenden Zeichnungen, finden wir in dem soeben ausgegebenen Heft 23 der besonders in technischen Dingen maßgebenden illustrirten Familienzeitschrift „Für Alle Welt" (Deutsches Verlagshaus Bong u. Co., Berlin W., Preis des Vierzehntagheftes 40 Pfg.), das auch über eine neue Art der oberen Stromzusührung bei electrischen Straßenbahnen berichtet, bei welcher die Leitungsdrähte fortfallen. Verkehr, Ctmb* und PMfswiKiä? 19. Mai. Fruchtmarkt. Rother Weiß« X 13,95, weißer Weizen X 137.0, Korn X 9.60, Gerste X 7.15, Hafer X 6.30. — Nach den statistischen Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller belief sich die Rvheisenprodirettoir des Deutschen Reiches (einschließlich Luxemburgs) im Manat April 1897 auf 560343 Tonnen, darunter Puddelrohetsen und Spiegeleisen 140 823 Tonnen, Bessemerroheisen 44 992 Tonnen, Thomasroheisen 285 541 Tonnen und Gießereiroheisen 88 987 Tonnen. Die Production im März 1897 betrug 575233 Tonnen, hn Avril 1896 523 001 Tonnen. Vom 1. Januar bis 30. April 1897 wurden producirt 2 219 899 Tonnen gegen 2 036.482 Tonnen im gleichen Zeiträume des Vorjahres. Feuilleton. Aus Wiesbadens Kunst- und Dadeteden vor fündig Jahren. (Schluß.) Otto Weddigen, der vor einem Jahre eine „Ge- schichte des Theaters in Wiesbaden" erscheinen ließ, welche auf die ältesten Anfänge der Schauspielkunst in Wiesbaden zurückgeht, um mit der Beschreibung von Entstehung und Archttectonik des neuen Hauses am warmen Damm den Beschluß zu machen, berichtet, daß die ersten ständigen Theaterkritiken zuerst die „Freie Zeitung", spätere „Mittelrheinische" („Rheinischer Courier") gebracht habe. Durch diesen kleinen Jrrthum hat der Autor fich eine Menge intereffanter Daten entgehen laffen. Denn fortlaufende Theaterkritiken finden fich schon in dem vou Dräxler-Manfred redigtrteu ConversationSblatt für die Taunusbäder, dem „Kursaal", der eS auf einige Jahrgänge gebracht und e» mit der Pflicht der Berichterstattung recht ernst nahm. Dräxler-Manfred, der später seine Thätigkeit nach Darmstadt verlegte, wo er auch gestorben ist, kam es in erster Linie darauf an, fich zu den Dingen auf der Bühne sowohl in ein ästhetisches wie auch fittlicheS Berhältniß zu setzen, und deß- halb können seine kurzen Besprechungen, die fich auch vielfach mit Reformvorschlägen befassen, ohne dabei taetloS in die internen Angelegenheiten des Instituts einzugreifeu, als annehmbare Führer und Wegweiser gelten, Unter der Intendanz v. Breidbach-BürreSheim (1844 bis 1845) muß an verfehlten Experimenten kein Mangel | gewesen fein, denn der „Kursaal" erlaubt fich die Bemerkung: „ES gibt nämlich beim Theater eine doppelte Art der Ersparung : die eine, indem mau weniger Geld als bisher aus- gibt, die andere, indem man mehr als bisher einzuuehmeu bemüht ist. Bis jetzt wurde in Wiesbaden nur auf die erste operirt. Auch im Uebrigen ist Dräxler-MaufredS „Kursaal", der von Mitte Mai bis Ende September zweimal wöchentlich, am Mittwoch und SamStag, erschien, ein getreues Spiegelbild aller der Zustände und Berhältniffe, die Wiesbadens Existenz als Weltkurort bedingen. Wir erfahren von den Bemühungen der Badeverwaltung, durch Landpartien, Bälle, Concerte, Borträge für Abwechselung nach verschiedenen Richtungen zu sorgen. Vorschläge zu Berbefferuugeu oder Beseitigung vou Mäugelu wissen sich in der Presse Gehör zu schaffen. So plaidtrt man für die centrale Stellung des MufikzelteS im Kurpark und verweist als Vorbild auf die Einrichtung in den Mainzer Anlagen. Ein anderer, ebenfalls berechtigter Wunsch zielt dahin, daß man von den Endpunkten der beiden Eolonaden in der Richtung nach dem Säulengauge des Kurhauses ein geeignetes Pflaster lege, damit der Ueber- gang dahin mit Halbwegs reinem und trockenem Fuße bewerkstelligt werden könne. Um die „Trinkhalle" scheint Wiesbaden mit demselben Feuereifer petitionirt zu haben, wie Baden-Baden um die Seitenbahn nach Oos, denn während andere Kurorte fich bereits zweckmäßiger und zum Theil großartigster Trinkhallen rühmten, besaß Wiesbaden vor seiner Hauptquelle ziemlich lange nichts als ein armseliges Zelt, das nicht geeignet «ar, die Klagen der Kurfremdeu verstummen zu laffen. Komische Intermezzi stellten fich wohl auch gelegentlich ein. So führte einmal die Bezeichnung bal parti, die man den Sonntagsbällen im Kursaale gegeben, um die Unerläß- lichkeit des Fracks anzudeuten, zu folgendem Mißverständniß: Der General v. Hallberg, bekannter unter dem Namen „Der Eremit vou Gauting", weltberühmter Orientreisender, der fich im August des Jahres 1845 vorübergehend in Wiesbaden aufhielt, erschien eines Sonntags in einem Hofkleide, mit allen seinen Orden auf der Brust, eine Dame am Arme, an der Thüre des Ballsaales — und wurde dort abgewiesen, weil sein gesticktes Hofkleid nach den Modebegriffen des Thür- officianten das Ideal eines Frackes nicht erreichte!! Ueber eine große HauptanziehungSkraft des damaligen Wiesbaden: die grünen Tische, gleitet das ConversationSblatt discret hinweg. Nur einmal ist von diesem Gegenstände die Rede, als das Organ fich mit einem Torrespoudenten, der Homburg auf Kosten Wiesbadens herausgestrichen hat, auSetnandersetzen will. Da heißt eS dann u. a.: „DaS wird indirect zum Vortheil eines Ortes gesagt, der jahraus, jahrein allenthalben Emissäre unterhielt, welche zu seiner Bank locken und zugleich geschickte EmployeS kapern, welche Zeitungsartikel zu seinem Lobe abfafleu und accreditirte Bäder herab- setzeo. Gegen daS Gewerbe, wie es dort getrieben wird, ist das, was ich in Wiesbaden sehe, ein honette» Geschäft. ." Nun, die Erfahrung hat gelehrt, daß beide Bäder in fich genug natürliche Lebenskraft besaßen, um daS ungesunde Lockmittel der Spielhölle entbehren und die durch Fortbleiben der AvanturierS momentan geschaffene Krise glücklich überwinden zu können. jBehördHcheAnzeigerJ Forderungen an den Nachlaß des Oeconomen Rudolf Güngerich auf dem Hofgvt Heibertshaufen und das Vermögen seiner Ehefrau Martha geb. Lohoff sind binnen einer Woche bei uns anzumelden. Gießen, den 19. Mai 1897. Großherzogliches Amtsgericht. Schmidt. 4989 Holzgelderhebung. Nächsten Montag, den 24. Mai d. I., von VormittagS 9 bis 12 Uhr, soll die zweite diesjährige auswärtige Erhebung von Freiherrlich von Rabeuau'- fchen Holzgelderu in der Wirth schäft des Herrn Karl Ranft in Beuern stattfinden. Londorf, den 19. Mai 1897. Der Rentmeister. __Schmidt.______4960 Vergebung von Bauarbeiten. Die für den Bau einer Kiuder- bewahranstalt zu Alteu-Buseck erforderlichen Arbeüen und zwar: veranschlagt zu Mk. Erd« und Maurerarbeiten. 3928.67 Steinhauerarbeiten . . . 349.71 Zimmerarbeiten .... 953.02 Dachdeckerarbeiten . . . 396.— Spenglerarbeiten . . . 97.60 Schlosserarbeiten.... 53.20 Schreinerarbeiten . . . 126.— Weißbinderarbeiten . . . 62.13 Eisen« u. Rühren«Lieferung 629.89 sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden und find die Angebote bis Dienstag den 25. Mai, Nachmittags 3% Uhr, bei Großh. Bürgermeisterei Alten« Buseck, bei welcher Pläne, Voranschlag und Bedingungen zur Einficht offen liegen, einzureichen. Gießen, den 19. Mai 1897. Der Großh. Kreisbauinspector. __________Stahl._______4994 f^ersteigenmgenTj Wegen Aufgabe der Ziegel« fabrikatiou soll Montag den 31. Mai, von Morgens 9 Uhr an, in dem städtischen Ziegeleigebäude sämmtliches Inventar, bestehend aus einer Lettmahlmaschine, einer Drainagerohr - Formmaschine, ca. 20,000 Stück Ziegelbrettern, 2 Ziegelformtischen u. sonstigem öffentlich an die Meistbietenden versteigert werden. Lich, den 19. Mai 1897. Großh. Bürgermeisterei Lich. 4995 Heller. mpfehlungen. Der einzigste, vernünftige Herren- Liqueur ist Faust! Bestes Mittel bei Mageu- beschwerdeu u. Katzenjammer. Niederlagen: 1155 Hoflieferant Carl Schwaab und C. G. Kleinhenn. Offerire 4668 96 er Wein „Natnrweiu", zu Mai-Bowlen besonders geeignet, zu 60 Pfg. per Liter. Rrflanrifien Bauer, ___________Bahnhofstraße 57. Künstliche Dünger: Chilisalpeter. Universal Garten-Dünger. Knochenmehl. Hornmehl. Pflanzeuuahruug für Topfgewächse. 4784 Otto Schaaf, Drogen- und Cöemikaltengeschäft, •ititn. miethen. aOerteeg 44. 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