'°-h s?ßiel En oL b qu? bVkand? anitn (Si? "®en ec, cv mb ?8? * ** A „ lomlt M. S*1" 6-Hanl "lnb i" He W MJt 6on b(n ,"M bet Ie °bstplv!tetk °??ruDkn. Nun “*®'«Vt.UUyt,» ^rUIIUllCHVlUllCte Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen.. Deutsches Reich. Berlin, 17. April. Der Bruder der deutschen Kaiserin, Herzog Ernst Günther zu Schleswig-Holstein, hat sich auf Schloß Ebenthal mit der Prinzessin Marie Dorothea von Loburg verlobt. Ausland. Ro«, 17. April. Wie das Journal „Avanti" versichert, beschloß der Papst, im nächsten geheimen Confistortum eine Allocution über die Orient frage zu halten. Er werde erklären, die katholischen Kirchen beider Riten im Orient unter den vereinigten Schutz Englands, Frankreichs und Oestcrreich-UngarnS stellen zu wollen. Pari», 17. April. „Politique Colonial" meldet aus Athen: Ein Abgesandter des Sultans sei in Athen eingetroffen, und verhandle im Auftrage des Sultans mit dem Könige selbst, wobei folgende Vorschläge deS Sultan» gemacht worden seien: Kreta bleibt ein osficieller Theil deS türkischen Reiches. Die Insel werde durch griechische Truppen besetzt. Der König ernennt einen General Gouverneur, der als Vasall der Türkei von dieser seine Investitur erhält. Griechenland verpflichtet sich dabei, die Rechte der Türkei auf deren europäische Besitzungen anzuerkennen, während der Sultan verspricht, eineGrenz-Regulirung zwischen der Türkei und Griechenland vorzunehmen. König Georg ist geneigt, diese Bedingungen anzunehmen und beauftragt seinen Gesandten in Lon- stantinopel, Erkundigungen einzuzieheu, ob diese Vorschläge de» SulianS ernst zu nehmen find. Pari», 17. April. Dem „Petit Journal" zufolge ist in der Nähe von Lhamberh ein Deutscher unter dem Verdacht der Spionage verhaftet worden. Athen, 18. April. Die türkischen Truppen haben Anameluua genommen, dagegen konnten fie Katameluna nicht nehmen, sondern wurden auf die Straße von Elaffona zurück« gedrängt. Beim Paffe Reveni fand ein heftiger Kampf statt. Die Türken machten zwei griechische Geschütze gefechtßunsähig, die Griechen nahmen eine ganze türkische Batterie. Drei höhere griechische Offiziere find gefallen. Beträchtliche griechische Streitkräfte marschiren gegen Menexe. — Auf der ganzen Linie von Arta ist Geschützfeuer zu hören. Kauea, 17. April. Auf Anordnung der Geschwaderchefs werden die Anführer des Angriffes, welchen die Türken am 13. d. gegen die Aufständischen richteten, nach Rhodos übergeführt. Admiral Canevaro begibt fich nach Hiera« Petra, um die Mohamedaner, welche daselbst Unruhen hervorgerufen haben, einzuschiffen. In der Stadt werden Nachforschungen angestellt, um die den Griechen gestohlenen Werthsachen aufzufinden. $»lff$ telegraphische» Lorrospsvde«t«BVrviM. Loudon, 19. April. Meldung deS Reuter'schen BureauS. Eine Depesche vom Fuße deS Meluna-Pasies vom 18. d. M., 10 Uhr Vormittags, meldet: Seit der letzten Nacht wüthet ein verzweifelter Kampf im Meluna-Passe, an dem über 20 000 Mann theilnahmen. Die Türken haben beinahe den ganzen Paß genommen- da aber die Griechen ihre Stellungen auf den Höhen noch halten, ist der Kampf btS jetzt noch nicht entschieden. London, 19. April. Der „Times" wird aus dem türkischen Hauptquartier vom 18. d. M., 11 Uhr Vormittags gemeldet: Der verzweifelte Kampf dauert fort, '.die Türken find bis auf geringe Entfernung gegen die Grenze vorgedrungen- eine ungeheure Menge von Munition ist verbraucht worden, doch find bis jetzt nur Wenige gefallen, vielleicht 150 Mann auf beiden Seiten. Wahrscheinlich wird der Kampf heute Abend auf kurze Zeit ausgesetzt werden, um den Soldaten Ruhe zu geben, da dieselben 30 Stunden ohne Nahrung und Schlaf fechtend zugebracht haben. London, 19. April. Der bei der türkischen Armee befindliche Specialcorrespondent de» Reuter'schen BureauS telegraphirt aus Elassona von Sonntag Abend 7 Uhr, daß der ganze Meluna-Paß sich im Besitze der Türken befindet, welche zwei griechische Blockhäuser durch einen Bajonettangriff erstürmten. Depeschen deS Bureau »Herold." Berlin, 19. April. Der Kaiser empfing gestern den StaatSsecrrtär Marschall zu längerem Vortrage. Berlin, 19. April. Die türkische Regierung hat die deutsche Regierung ersucht, die Jntereffen der türkischen Unterthanen in Griechenland durch ihren Gesandten in Athen wahrnehmen zu laffen, da sie ihren diplomatischen Vertreter auS Athen abberufen habe. Wien, 19. April. Die Kriegserklärung von Seiten der Türkei ist hier vollständig überraschend gekommen, da man bis zum letzten Augenblick immer noch der Ansicht war, daß es zu keinem Kriege kommen würde. Rom, 19. April. Die Kriegserklärung ruft hier große Ueberraschung hervor. Die Regierung beabsichtigt, ihre Truppen und Schiffe von Kreta zurückzuziehen, da eine Blokade nunmehr gegen da» Völkerrecht verstoße. Pari», 19. April. Der „Figaro" meldet auS Konstantinopel, Fuad Pascha temisstontrte als Marschall, ebenso seine drei Söhne. Fuad war der tüchtigste Marschall, auf welchen die Tütkei zählte. Loudon, 19. April. Die „Times" melden aus dem türkischen Hauptquartier, daß der Kampf an der thessalischen Grenze bereit» seit 30 Stunden währt. Athen, 19. April. Eine außerordentliche Sitzung der Deputirtenkammer wurde gestern Vormittag abgehalten. In derselben gab Ministerpräsident DelyanniS eine detaillirte Schilderung der Vorgänge der letzten Tage und führt au», daß die Türkei allein die Schuld daran trage, wenn Griechenland jetzt die Waffen ergreife. Unter dem Beifall der ganzen Kammer erklärte Delhannis, die Türkei habe Griechenland den Krieg erklärt und Griechenland habe denselben angenommen. In Athen herrscht eine ungeheure Begeisterung. Die letzten Truppen, welche sich noch hier befanden, ebenso die letzten Jahrgänge sind nach der Grenze abgegangen. Der türkische Gesandte hat seine Päffe erhalten und sich nach Konstantinopel begeben, Athen, 19. April. Die Kammer nahm alle von der Regierung vorgeschlagrnen Maßnahmen an und vertagte fich auf unbestimmte Zeit. — Nach Meldungen aus Larissa dauert der Kampf an der Grenze auf der ganzen Linie fort. Prevesa ist halb zerstört, B'glia wurde ebenfalls von griechischen Truppen besetzt. Mehrere türkische Batterien find von den Griechen genommen worden. Eine griechische Brigade cernirt Meluna. Athen, 19. April. Die griechische Regierung, welche Werth darauf legt, zu betonen, daß sie btS zum letzten Augenblick an ihren friedlichen Bestrebungen festzuhalten suchte, gibt auS diesem Grunde ihren Correspondenten ein Bild über die Vorgänge in den letzten Tagen. Die türkischen Truppen versuchten am Freitag Abend einen Angriff auf die auf einem Hügel gelegene Ortschaft AnalipoiS, wurden aber von Seiten der Griechen zurückgeworftn. AnalipoiS ist ein Oertchen, welches in der neutralen Zone gelegen ist und nur im Sommer von Hirten bewohnt wird, augenblicklich also sich ohne Einwohner befindet. Dieses Vorgehen der Türken allein bedeutet schon einen Friedensbruch. Die griechischen Truppen, welche die Annäherung der Türken bemerkt hatten, besetzten AnalipoiS und konnten dem Ansturm der Türken erfolgreich Widerstand leisten. Am SamStag früh 5 Uhr wurde ein zweiter Angriff von Setten der Türken unternommen, aber ebenfalls zurückgeschlagen. Im Laufe deS Samstag fand alsdann der Ministerrath statt, in welchem beschlossen wurde, an Griechenland den Krieg zu erklären. Um 11 Uhr Abends wurde dem griechischen Gesandten in Konstantinopel die Kriegserklärung übergeben. In derselben wird nicht nur gesagt, daß der griechische Gesandte in Konstantinopel und der türkische Gesandte in Athen die Hauptstädte sofort zu verlaffen hätten und daß sämmtliche Consulate aufgehoben seien, sondern es wird vor allen Dingen festgesetzt, daß die gekämmten griechischen Unterthanen innerhalb 14 Tagen die Türkei zu verlaffen hätten. ES bedeutet diese» eine ungeheuere Schädigung einer großen Zahl griechischer Unterthanen, die ihre zweite Heimath in der Türkei gefunden haben. Ohne daß nur die türkijche Kriegserklärung allgemein bekannt war, feuerte am Sonntag das türkische Fort Prevesa auf den griechischen Dampfer „Macedonieu", der den Golf von Prevesa verließ und bohrte daS Schiff, welche» viele Passagiere und Fracht an Bord hatte, tu den Grund. ES bedeutet dies ebenfalls eine Verletzung deS Völkerrechts, wogegen Griechenland energisch protestiren müffe, denn erst im Laufe deS Sonntag überbrachte der türkische Gesandte in Athen der griechischen Regierung die Kriegserklärung seiner Regierung. Die Antwort Griechenlands, welche hierauf ertheilt wurde, betont in ziemlich energischer Weise den fried- lichen Standpunkt, welchen Griechenland von jeher eingenommen habe und stellt fest, daß die griechischen Truppen in den letzten Tagen wiederholt gezwungen waren, Angriffe der türkischen Truppenmacht zurückzuschlagen. Athen, 19. April. AIS der griechische Dampfer „Mace- donien" in den Hafen von Ambracia einlief, feuerten die Türken von Prevesa aus auf den Dampfer und bohrten ihn in den Grund. Die Mannschaft konnte bi» auf den Kapitän, welcher schwer verwundet wurde, gerettet werden. Al» die Nachricht von diesem Vorgänge in Athen eiulief, gab die griechische Regierung Befehl, daß die Flotte Prevesa zehn Stunden lang bombardiren solle, waö seit gestern Mittag geschah. Ein Theil von Prevesa ist vollständig zerstört. Die Einwohner hatten den Ort vorher verlaffen. Athen, 19. April. Die Regierung wird mittelst einer Note den Mächten mittheilen, daß, nachdem alleProvocationen und die Kriegserklärung seiterS der Türkei erfolgt, Griechenland jede Verantwortung ablehnen und sich nunmehr bloS von militärischen Rücksichten leiten lassen wird. Ueber weitere Kämpfe wird noch berichtet, daß die Griechen sich des Moner- Passes bemächtigt haben und auf der ganzen Linie siegreich geblieben sind. Zwischen Melema und Hegero haben die Griechen zehn türkische Posten erobert. Edhem Pascha versuchte einen Vorstoß gegen den Rovenui Paß mit 12000 Mann. Die griechischen Kanonenboote „Ambrakia" und „Athen" bombardirten erfolgreich das Fort Skafidaka. Gegen Prevesa marschirt ein größere» griechische» CorpS, so daß dasselbe dem vereinten Ansturm der Land- und Seemacht nicht Stand halten dürfte. Sobald der Ort gefallen, wird die griechische Flotte einen Handstreich gegen Salonickt unternehmen. Konstanttuopel, 19. April. Dem griechischen Gesandten sind die Päffe zugestellt. Derselbe hat Konstantinopel verlaffen. Die griechischen Hoheitszeichen an der griechischen Gesandtschaft wurden entfernt. Die Pforte richtete eine Circular Note an die Mächte, in welcher fie Griechenland für alle Folgen, die deffrn provokatorische» Borgehen nach sich ziehen werde, die Verantwortung zuschiebt. Sie verfolge, indem sie zur Offensive dort vorgehe, keine GroberungSschritte, was fie damit beweisen wolle, daß fie bereit fei, ihre Truppen zurückzuziehen, wenn vaffelbe auch von Griechenland sowohl an der thessalischen Grenze wie in Kreta geschehe. Konstanttuopel, 19. April. In der Nacht von SamStag auf Sonntag beschloß der Miuisterrath, an Griechenland den Krieg zu erklären, wovon dem griechischen Gesandten Hierselbst Mittheilung gemacht wurde. Berlin, 20. April. Major v. Krosigk, der persönliche Adjutant deS Prinzen Friedrich Leopold, wurde am SamStag an das Sterbebett seiner Mutter nach Halle a. d. S. gerufen. Als seine Mutter eben verschieden war, sank auch er an ihrem Bette leblo» nieder, ein Herzschlag hatte seinem Leben ein Ende gemacht. Leipzig, 20. April. Die italienischen Studenten trafen gestern Bormittag auß Berlin hier ein und wurden am Bahnhose von Vertretern der hiesigen Studentenschaft empfangen. Wie», 20. April. Nach Informationen deS „Fremdenblattes" stehen an der Grenze 93,000 Griechen und 90,000 Türken. Pari», 20. April. Infolge deS Ersuchens deS griechischen Gesandten in Konstantinopel hat der französische Botschafter Cambor die katholischen Griechen im türkischen Reich unter seinen Schutz genommen. Atheu, 20. April. DaS Bombardement von Prevesa durch die griechischen Schiffe hat gestern Früh lOVa Uhr begonnen. Die türkische Besatzung ergab fich. Die Regierung notificirte den Mächten den türkischen Angriff und ersuchte dieselben, ihre Streitkräfte von Kreta zurückzuziehen, damit Griechenland auf der Insel, al» einer türkischen Besitzung, nicht in seiner ActionS-Freiheit behindert werde. WB. Koustautiuopel, 20. April. Da» Wiener Corre- spondenzbureau bezeichnet baß Gerücht von einer Schlacht bei Larissa und die Einnahme Lariflaß für officiell unbestätigt. WB. Athen, 20. April. Havaß-Meldung. Die Türken wurden bei Repeni Nezero geschlagen, sie hatten starke Verluste. Zwei griechische Brigaden gehen auf verschiedenen Wegen auf Damassi vor. Wie verlautet, hatten dieselben bereit» mehrere strategische Punkte bei Damassi besetzt. WB. Larista, 20. April. Havaßmeldung. Die Griechen eroberten Grittovawi zurück. Cocales unb provinjiefle# Gietzeu, den 20. April 1897. ♦♦ Die verstossenen Osterseiertage haben in Bezug auf die Witterung nicht daS gebracht, was allgemein erwartet wurde: Heiteres, zu Ausflügen einladendes Wetter. Der erste Feiertag war ein kritischer Tag allererster Ord- nung, Regen mit Schnee vermischt, dabet heftiger Sturm zeichneten ihn besonder- ungünstig aus. Der zweite Feiertag war etwas beffer, denn es stellte sich erst gegen Abend ein schwacher Regen ein, nachdem ein frischer Wind am Tage unter Mitwirkung von spärlichem Sonnenschein die Wege etwas abgetrocknet hatte. Der heutige dritte Feiertag begann wieder mit Regen. Die üblichen festlichen Veranstaltungen, Concerte u. s. w., die selbstverständlich io gedeckten Räumen stattfanden, gingen programmmäßig von Statten. * * Körperverletzung. Am zweiten Osterfeiertag fand zwischen jungen Leuten am Neuenwegerrhor eine Schlägerei statt, wobei einer der Bethetltgten derartig mit Stöcken bearbeitet wurde, daß er ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. Die beiden Thäter sind erkannt und zur Anzeige gebracht worden. • • Diebstahl. Am ersten Feiertag Nachmittag wurden au- einem Zimmer de- dritten Stocks eine- hiesigen Restaurateur- 150 Mark entwendet. Der Dieb hatte insofern leichte Arbeit, al- der Schlüssel zur Commode, tu welcher das Geld sich befand, offen da lag, sowie auch der Schlüssel zur Stubeuthüre stak. Don dem Thäter fehlt noch jede Spur. — Am 17. d. Mts. wurde einer hier wohnenden Frau ein größerer Geldbetrag entwendet. Der Diebin ist man auf der Spur. * * Sachbeschädigungen. In der Nacht zum ersten Feiertag wurde da- Wohnhaus de- Postschaffner- i. P. Johann Trapp von ruchloser Hand mit einer menuigartigen Farbe beschmiert und dadurch die Oelfarbe de- Hauses beschädigt. Diese- Bubenstück wurde bereit- zum dritten Male auS- geführt, ohne daß eS gelungen, den Thäter zu ermitteln. — Am 15, ds. Mts. wurde au dem Wetterhäuschen in der Südanlage eine Scheibe entzwei geworfen. Der Thäter ist in der Person eine- 8 Jahre alten Schüler- von hier ermittelt worden. — In der Nacht zum zweiten Feiertag zeigten einige verrohte Jungen ihre ZerstöruugSlust dadurch, daß sie au einem Hause de- Neuenweg- zwei Fensterläden aushingen und zerschlugen, an der Kleinkinderschule in der Dtezstraße einen Theil der EingangSthüre aushingen und auf die Straße warfen, wobei die Thüre beschädigt wurde, in der Moltkestraße eine Straßenlaterne zertrümmerten und die an beiden Eingängen dieser Straße angebrachten Warnungstafeln abrtffen und entfernten. * * Siu drollige» Stückchen pasfirte jüngst in einem Dörfchen de- Kreise- Gießen. Ein Steueraufseher erhielt von dritter Sette Mittheilung davon, daß ein gewiffer Einwohner sich einen Hund angeschafft, denselben aber wegen beabsichtigter Hinterziehung der Steuer nicht angemeldet habe und ihn jedenfalls im Keller versteckt halte. Der betreffende Beamte, ein älterer^ erfahrener Mann, begab sich an Ort und Stelle, vermochte aber bet genauer Durchsicht der Gebäulichketten einen Hund nicht zu finden. Er gab die Sache damit nicht auf, sondern steckte den Kopf von außen in ein offene- Kellerloch und ahmte täuschend da- Bellen etneS Hunde- nach. WüthendeS Gekläff de- im Keller versteckten Köter- war die prompte Antwort, und schmunzelnd soll der pfiffige Steuerbeamte den Thatbestand notirt haben. * • 3» Amerika verstorbene Hessen. In New-Uork: Valentin Hattemer, 65 Jahre alt, au-Gau-Alge-heim. Zu Nauvoo, Jll.: George W. Schmitt, 75 Jahre alt, aus Hessen-Darmstadt. In Antioch, Cal.: Anna Maria Jost, geb. Berthold, 77 Jahre alt, aus Neuhof bet WentngS. Jn Allegheny, Pa.: Philipp Schweizer aus König t.O., John Ttfchert, 71 Jahre alt, aus Hessen-Darmstadt. A Von der Ohm, 15. April. Ein sehr begehrenSwerther Artikel sind in diesem Frühjahr die Streumittel Sägemehl und Laub. Während ersteres im Preise gegen früher auf das Doppelte gestiegen ist, aber so begehrt wird, daß die Holzschnetdereien nicht alle Aufträge zu erledigen vermögen, hat fich letzteres auf der gewohnten Preislage erhalten. Durch den Mangel an Heu und Grummet nebst Futterstroh mußte der Verbrauch au Streustroh sehr eingeschränkt werden, man brauchte eben da- Stroh zum Füttern, sodaß zur Streu kein- übrig blieb. Der gegenwärtige Stand der Winterfrucht und de- Grase- läßt für diese- Jahr ganz andere Erwartungen aufkommen al- im vorigen Jahre. Dazu ist der Verlauf de- Wetter- so, wie er diese Erwartungen nur rechtfertigt. vad-Nauhet«, 13. April. Gestern Abend hielt der hiesige Kur- und Verschönerung--Verein im ^Hotel Langsdorf" seine 29. Generalversammlung ab. Der Vorsitzende, Lehrer Wagner, eröffnete dieselbe mit einer längeren Ansprache. AuS dem von demselben mitgethrilten Rechenschaftsbericht entnehmen wir, daß die Mitgliederzahl de- Vereins 323 beträgt. In drei inländtscheu und zwölf ausländischen Blättern wurden Annoncen erlaffen. Eine größere Anzahl Naturbänke wurde wieder an geeigneten Plätzen angebracht. Die Bogelfütterung im Park wurde auch tu diesem Winter von dem Verein besorgt. Die sehr umfangreiche Correspon- denz mit den Militär- und Staatsbehörden, sowie Privaten wurde von dem Vorsitzenden geführt. Bet der von dem CorpSgeneralarzt Dr. Jarosch stattgefundenen Besichtigung sprachen sämnnltche Militär-Personen wieder ihre größte Zufriedenheit und ihren Dank über die ihnen überwiesenen Quartiere und Verpflegung auS. Von sonstigen Mitthetluogen sei noch erwähnt, daß der Vorstand gelegentlich der dahier statt- gefundenen Generalversammlung des hessischen Landeslehrer- Vereins eine von dem Vorsitzenden auSgearbeitete Festschrift au die Thetluehmer überreichen ließ. Auch bei dem zu Ehren der Naturforscher-Versammlung in Frankfurt dahier gegebenen Fest war der Verein durch den Vorsitzenden vertrete». Ferner wurde erwähnt, daß die von dem Vorsitzenden bewirkte Einführung vou SonntagS-Rückfahrkarten zu einfachem Fahrpreise fich sehr bewährt habe. Schließlich wurde noch der 50jährigen Jubelfeier deS großen Sprudels gedacht. Die hierauf von Stadtkämmerer Grünewald vorgelegte JahreSrechnung schloß ab mit einer Einnahme von 966,80 Mk. und einer Ausgabe von 793,49 Mk., es bleibt sonach eiu Kaffebestand von 173,31 Mk. Hierzu der bei dem Spar- uud Vorschußveretn angelegte Betrag vou 427,30 Mk. gtebt eiu Kapitalvermögen von 600,61 Mk. Bet der sodann stattgefundenen Neuwahl von acht auSscheideuden Vorstand--Mitgliedern gingen auS der Wahlurne hervor: Villeubefitzer Körfgen, Fabrikant Abrie, Hotelbesitzer Meisioger, Tapezier Baumann, Villeubefitzer H. Langsdorf, Kurhaus-Restaurateur Ttelemann, Restaurateur Burk und Sparkaffe-Controleur Stoll. Herr Stoll sprach noch dem Vorstände den Dank der VereiuSmttglieder aus. Mit dem Wunsche, daß der Verein immer mehr äufblühe, schloß der Vorsitzende die Versammlung. 4- Nidda, 19. April. Der hiesige Stadtvorstand bewilligte in seiner letzter Sitzung für den an unsrer höheren Bürgerschule weiter auzustellenden akademischen Lehrer ein Aufangsgehalt von 1700 Mk. — Gestern Vormittag zog eiu arges Regen- und Hagelwetter über unsere Gegend- auch am SamStag herrschte starker Sturm mit beträchtlichen Niederschlägen. Falbs prophetischer Geist hat sich sonach wieder glänzend bewährt. — In Dauerheim findet am 26. April mit Genehmigung Großh. Ministeriums ausnahmsweise unter besonderen Bedingungen ein Viehmarkt statt, wozu aus allen unverseuchteu Orten Hessens Thiere aufgetrieben werden können. Offenbach, 16. April. Ueber einen tragischen Vorgang wird aus Bieber berichtet: Der au-Groß-Welzheim stammende Gerberetarbeiter Adam Kümmel lebte feit einiger Zeit mit seiner Familie in Unfrieden. Seine Frau war zu ihrem Vater, dem früheren Milchhändler Burckhardt zurückgekehrt und hatte auch ihre Kinder mit in das Elternhaus genommen. Am Donnerstag hat Burckhardt, ein 66 jähriger Mann mit dem ältesten Kinde einen AuSgang machen wollen, kehrte aber an der Hausthüre nochmals zurück, um etwas auS dem Hause zu holen. Indessen war der wartende Knabe von seinem Vater, Adam Kümmel gefunden und mit nach Hause genommen worden. Dort holte ihn daun der Großvater, diesmal in Abwesenheit Kümmel- ab. Als Kümmel bei seiner Rückkehr den Knaben nicht mehr vorfand, eilte er zu dem Hause seines Schwiegervater- und traf diesen vor der HauSthüre stehend. Was nun geschah, scheint noch der Aufklärung zu bedürfen. Wie der „Offenbacher Ztg." berichtet wird, hat Kümmel sich an dem alten Mann vergriffen, und Zeugen wollen gesehen haben, daß Burckhardt am Boden lag, während Kümmel auf ihm kniete. Als dann ein zweiter Schwiegersohn und die Töchter Burckhardt- hinzueilten, fanden fie den alten Mann in fast bewußtlosem Zustand und nach einigen Minuten trat der Tod ein, ohne daß der Sterbende noch Mittheilungen hätte machen können. Kümmel, der anscheinend von dem tragischen Verlauf der Dinge nicht- wußte, war zunächst tu eine Wirthschaft uud dann nach Groh-Welzheim gegangen. Dort ist er daun auf Requisition der Orts- Polizeibehörde verhaftet uud in- Gefäuguiß geliefert, inzwischen aber wieder eutlaffeu wordeu. Die Leiche de- Burckhardt wurde gestern gericht-ärztlich untersucht, ohne daß — wenn ander- mau den verschiedenen Berichten glauben darf — die Todesursache mit absoluter Sicherheit festgestellt worden wäre. Nur soviel gilt als feststehend, daß die Mißhandlung durch Kümmel nicht die unmittelbare Todesursache gewesen ist. Mau vermuthet, daß Burckhardt einem Herzschlage erlegen ist. Die gerichtliche Untersuchung ist im Gange. Schiffsnachskichte«. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl Loo- und I. M. Schulhof. Bremen, 17. April. lPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Spree, Capitän A. Meier, vom Norddeutschen Lloyd tn Bremen, ist am 15. April, 11 Uhr V,rm. wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen!, 17. April. sPer transatlantischen Telegraph.1 Der Postdampfrr Friedrich der Große, Capitän M. Eichel, vom Storbb. Lloyb in Bremen, tft heute 6 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Itr Bmdüßtal jnakfBrtn Opernha«-. Mittwoch ben 21. April: Der Bajazzo. Cavalleria rueticana. Wetterhäuschen. Donnerstag ben 22 AprU: Der Pfeifer von Harbt. Freitag ben 23. April geschlossen. Samstag ben 24. April: Mignon. Sonntag ben 25. April: Meistersinger. Schauspielhaus. Mittwoch ben 21. April: Job» Gabriel Borkmann. Donnerstag ben 22. AprU: 1812. Freitag ben 23. April: Der Roman e’iner Soubrette. SamStag ben 24. April: Marcelle. Sonntag ben 25. AprU: Marcelle. Montag ben 26. April: Don Carlos. Brodpreisc vom 18. April bis 2. Mai 1897. Der hiesige« Bäcker. 1 «%. (2 Pfd.) Tafeldrod......27 Pfg 2 Kg. (4 Psb.) Tafelbrob......54 , 1 Kg. (2 Psb.) Weißbrot, ...... 25 , bei Emil Noll........24 M 2 Kg. (4 Pfb.) Weißbrot,......50 . bei Emil Noll........46 , 1 Kg. (2 Pfb.) Schwarzbrot,......23 , bei Emil Noll .....22 , 2 Kg. (4 Pfb.) Schwarzbrot,.....46 „ bei Emil Noll .....44 „ 8 Kg. (6 Pfb.) Schwarzbrob......69 , Der arr-wLrti-ea -Bäcker 2 Kg. (4 Pfb.) Weißbrob bei L. Schmtbt, Gr. Linden 42 „ W. Stetnmüller, Gr.-Ltnben 42 „ W. Weitzel von Lana-Gön- 46 „ Wtlh. Fabel von Wteseck 50 , 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot, betJoh. RC Belte o. Ktrch-Gön- L. Steinmüller, Gr.-Lintzen L. Schmidt, Gr.-Ltnben O „ W. Weitzel o. Lang-GönS 42 Pfg. 8 Kg. (6 Mb.) Schwarzbrob beiErnst Christ von Wteseck 66 „ W. Fabel von Wteseck 66 „ Der «rodverräuser. Dieselben Preise wie bet ben hiesigen Bäckern. Gießen, ben 17. April 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen, v. Bechtold. Vorkehr, und Grürrherg, 17. April. Fruchtpreise. Weizen .AiOOOO- Korn X 00,00, Gerste 00,00, Hafer X 13,94, Erbsen X 18,00. Linsen X 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln .* 4 24- Samen X 00,00. Wie läßt fich eine wohlschmeckende geformte Speise aus Milch bereiten? Sehr leicht und schnell durch einfaches Kochen derselben mit Mondamin, bann in eine Form gestürzt und erkaltet, mit Fruchtsaft ober Compot, auch mit gekochten Früchten, Aepfeln rc beigegeben. Der Vorzug einer solchen Speise liegt in dem großen Nährwerth, wie auch in der leichten Verdaulichkeit und ist außerdem besonders gern willkommen unfern lieben Kleinen, wie auch den Großen. Zusatz von Citrone, Vanille, Mandeln rc. erhöht, je nach Wunsch ben Geschmack. Für die gute Qualität deS Mondamin birgt am beste» das mehr denn 50jährige Bestehen der weltbekannten schottischen Firma. ES ist überall tn Packeten ä 60, 30 u. 15 Pf. zu haben. Engro« bei Türk u. Pabst, Frankfurt a. M. 3134 Grasiheyagtiches Gymnasium zu Gieße«. Anmeldung neuer Schüler: Montag, 26. April, 9—11 Uhr, im Conferenzzimmer. Aufnahmeprüfungen: Montag, 26. April, von 11 Uhr ab, Nachprüfungen von 8 Uhr ab in den Klassenzimmern. Beginn des Unterrichts: Dienstag, 27. April, 8 Uhr. 3885__Die Direktion. Grossherzogliches Realgymnasium, Realschule u. Vorschule zu Giessen. Die Anmeldungen von Schülern für das neue Schuljahr werden Samstag, den 24. April, Vormittags 9 bis 12 Uhr, in dem Schulgebäude, Ludwigstrasse 11, entgegengenommen Vorzulegen sind Geburtsschein, Impfschein und eventl. ein Abgangszeugnis« der zuletzt besuchten Schule. Der Unterricht beginnt wieder Dienstag, den 27. April, Vormittags 8 Uhr. G-roaah. Direction. 3899 Dr. Rausch. Kindergarten. Wiederbeginn: Donnerstag, den 22 April. Neue Zöglinge werden zu jeder Zeit angenommen. Hochachtungsvoll 3900 Wittwe Rothe, Kindergärtnerin. Grossh. Gymnasium Fridericianum zu Laubach. Anmeldungen neuer Schüler werden Montag, den 26. April, Vormittags von 9—12 Uhr , im Amtszimmer des Directors entgegengenommen. Geburtsschein, Impfschein und Abgangszeugniss der zuletzt besuchten Schule sind hierbei vorzulegen. Grossherzogi Direction des Gymnasiums. Hen seil. 3884 An Stelle des ausgefallenen Petrimarktes findet Dienstag den 27. und Mittwoch den 28. April l. I. in Büdingen Großer Vieh- und Krämermarkt statt, verbunden mit Mmiiruus, Ankauf vou Vieh uud Verloofung. Es gelangen 150 Gewinne im Werthe von Mk. 1500 zur Ausgabe, die Verloofung wird Mittwoch den 28. April, Nachmittags 3 Uhr, im Rathhaussaale abgehallen. Es sind noch einige wenige Loose erhältlich und wolle man sich dieserhalb an Herrn Hofbuchhändler Hch. Eberling wenden, dem der Generalverttieb übertragen ist. Grostherzogliche Bürgermeisterei Büdingen. Knaf. 3600 Versteigerungen. Mittwoch den 21. April L I., Nachmittag- 2 Ubr, werden im Btekee'schen Saale versteigert: SophaS. 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