Donnerstag den 21. Januar Ur. 17 Amt»- und Anzeigeblatt für den Tlreis Gießen chratisöeitage: Hießener Kamitienökätter ' —— ichteAnzeigen. Bgen 34. Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. Mn, MiM r Nachfolger. Abg. v. Bennigsen (nl.) hält es sehr wohl für möglich, sich mit dem Centrum bet der Behandlung der Sache schon in diesem Etat zu einigen. Auch seine Partei sei bereit, das, watz durch die Entwickelung der Berhältntsie an der Franckenstetn sehen Clausel fehlsam geworden sei, zu ändern die Clausel einzuschränken, mehr als bisher von dem Extraordtnarium zu nehmen. Ein solches Austreten deS Centrums in Bezug auf die Franckenstein'sche Clausel sei durchaus erwünscht und patriotisch. Abg. Graf Limburg-Sttrum entnimmt aus den Erklärungen deS Abg. Lieber, daß das Centrum eine Regelung der Ftnanz- verhältntsie nach festen Normen jetzt als nothwendtg anzuerkennen bereit W. @nnccce^u8 (nl) den von der Reichsregierung gewünschten Weg für den besseren, aber so lange dieser Weg nicht durchzusetzen sei, nehme er das vom Centtum Gebotene dankbar an. Abg. Lieber: Auf eine reinliche Scheidung sind wir gewillt, einzugehen, die staatsrechtliche Sette der Sache werden wir aber nach wie vor mit äußerster Vorsicht behandeln. Erfreulicherweise sei ja jetzt allseitig Aussicht aus Verständigung. Ein Antrag auf Vertagung wird angenommen. Morgen 1 Uhr: Interpellation Hahn betr. Wegerecht auf See; dann Fortsetzung der EtatSberathung. Schluß 5*/< Uhr. _______________________ Depeschen des Bureau „Herold." Darmstadt, 19. Januar. Der „Darmft. Ztg." zufolge tritt der hessische Landtag am 9. Februar zusammen. Berlin, 19. Jauuar. Beim Kaiserpaar wird am Donnerstag den 21. Januar das alljährliche Botschafter- dtuer stattfinden. Berlin, 19. Januar. Heute Abend um 7 Uhr gedachte der Kaiser einer Einladung deS Generals v. Arnim zum Diner zu entsprechen. Berlin, 19. Januar. In der Angelegenheit der vierten Bataillone sind nach den Informationen der „Post" die Borarbeiten zur Erledigung der Quartierfrage noch nicht abgefchlosfen. Berlin, 19. Januar. Der gegenwärtig in Südafrika weilende Professor Koch hat, wie über London gemeldet wird, der Capregterung mitgetheilt, daß alle Bemühungen, den Rinderpestbacillus aufzufinden, bisher erfolglos gewesen sind. Berlin, 19. Januar. Im preußischen Abgeordneten- Hause kam heute Ministerpräsident Fürst Hohenlohe auf die gestrige Bemerkung des Grafen Limburg-Stirum über den Proceß Leckert-v. Lützow zurück. In seinen dreß- bezüglichen Ausführungen bemerkte Fürst Hohenlohe auf die Aeußerungen des Abg. Ltmburg-Stirum, daß er erstaunt sei, daß untergeordnete Leute im auswärtigen Amt empfangen würden: „Ja, soll denn das auswärtige Amt für die Journalisten eine Art Hoffähigkeit einführen. (Heiterkeit im Een- trum und links). Ich meine, die Erfahrungen, die mit Herrn v. Lützow gemacht worden sind, können uns in dieser Beziehung als Lehre dienen. (Zustimmung im Centrum und links). Ich will vorweg bemerken, daß erst im Laufe der Untersuchung sich herausgestellt hat, daß durch eine Reihe falscher Auskünfte eines Crtminal CommiffarS über den Ur- I sprung von Zeitungsartikeln wiederholt Verdacht und Miß- i sttmmung unter hohen Beamten und gegen solche erzeugt worden war. Aus Achtung vor dem Gericht enthalte ich mich zur Zett eines weiteren UrtheilS über diesen Crtmtnal- Commissär, solange das gerichtliche Strafverfahren noch schwebt. Der Proceß Leckert-Lützow war nicht zu vermeiden. Ich war verpflichtet, den Strafantrag zu stellen. ES Han- beite sich um verleumderische Beleidigungen von Beamten deS Hofes und auswärtigen AmteS/ da wäre mit Verhandlungen zwischen den Ressorts nichts zu machen gewesen. ES mußte I anS Gericht und damit an die Oeffentlichkeit gegangen werden, I und ich stehe nicht an, zu erklären, daß ich die Hülfe der I Gerichte überall da in Anspruch nehmen werde, wo ich Beleidigungen von Beamten in der Preffe begegne. (Bravo). I Diesem Vorgehen widerspricht nicht die preußische Tradition, I sondern sie erfordert es. Ich bemerke noch, daß Freiherr v. Marschall nicht vorgegangen ist, ohne fortlaufend da» Staatsministerium in Kenntniß zu setzen. Er hat deffen Zustimmung erhalten. Wie man aus dieser Sache einen Mangel an Einheitlichkeit deS Mtoisteriums herleiten will, ist mir unverständlich. (Sehr richtig.) In allen politischen Gruvd- anschauungen besteht Uebereinstimmung. (Beifall im Centrum und links). Berlin, 19. Jauuar. Im weiteren Verlauf der heutigen Sitzung des preußischen Abgeordnetenhauses erklärte der Minister des Innern von der Recke, daß die Zusage des Reichskanzlers bezüglich des VeretnsgesetzeS selbst- verständlich erfüllt werde. Niemand bebaute mehr als er selbst die Erfahrungen mit der politischen Polizei und wünsche mehr Abhilfe der Schäden. Bezüglich der Crtminalpolizei sei das Erforderliche bereits eingeleitet. HandelSmintster Brefeld erklärt bezüglich des Börsengesetzes, daß er auf daS beiderseitige Jntereffe habe Rücksicht nehmen müssen. Er glaube dies auch gethan zu haben und müsse daher die Verantwortung für die Schritte, zu welchen fich an verschiedenen Orten die Mitglieder der Productenbörse hätte« hinreißen lassen, ablehnen. Die neuen Vereinigungen der Productenhändler könnten die Börse weder für die Kaufmannschaft noch für die Laudwtrthschaft ersetzen. Berlin, 19. Jauuar. Dem „Localanzetger" wird aus Bern gemeldet, daß auf eine vertrauliche Anfrage deS Schweizer BundesrathS die europäischen Industriestaaten geantwortet hätten, es bestehe für eine internationale > Regelung des Arbeiterschutzes keinerlei Aus- sicht. Die Regierungen der Industriestaaten verhielten fich , auch ablehnend gegen die Errichtung eines internationalen , Bureaus für Arbeiterschutz, welche der BundeSrath vor- i geschlagen hatte. Infolge dieser Sachlage wird der BundeS- morgen Unruhen seitens der Türken zu erwarten. — Die Botschafter hatten heute eine Besprechung. Vierteljähriger ^rbonnementspreir: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: -chukstraße Kr.7. Fernsprecher 51. 701 V Chemikalien 1 Farben. Wodenanliriche warben aller Art taifct, KirMe ’taWpifat •(iltqei las-a.Z»orirlk*'M otzertract taswtt -Hmr-rttemtn hie re. re. Schaaf. Wslff» telegraphisches Corresyoadevr-BMemn Berlin, 19. Januar. Der Vorstand deS Reichstages I hat sich veranlaßt gesehen, dem derzeitigen Restaurateur deS Hauses eine Subvention zu bewilligen behufs besserer Remuuerirung der Kellner, sowie guter Verköstigung dieser und zahlreicher Diener, die sich durch Umstände ver- anlaßt sahen, solche im Hause zu suchen. UebrigenS kündigte die ReichStagSverwalrung den bestehenden Restauration» Ver- trag auf Grund beiderseitiger Erklärungen sofort. Berlin, 19. Januar. Geheimerath Stander, vor- I tragender Rath im CultuSminiftkrium, ist heute Mittag gestorben. I Berlin, 19. Januar. Der „Reichsanzeiger" schreibt: Fürst Wilhelm zu Wied ist auf seinen Wunsch von der I Stellung als kaiserlicher Commissär und Militärinspecteur der freiwilligen Krankenpflege entbunden worden. Graf SolmS-Baruth auf Klitschdorf ist zu seinem Nachfolger ernannt worden. Gleichzeitig ist Geheimer OberregierungS- rath Graf Seherr-Thoß dem neu ernannten Militär- inspecteur zur Unterstützung in den laufenden Geschäften । beigegeben. London, 19. Januar. Wie dem Reuter'schen Bureau I auS Malta von Leute gemeldet wird, ist wegen der in I Indien herrschenden Seuche ein Befehl ergangen, durch den den auS Indien kommenden Schiffen verboten wird, I Passagiere, Mannschaften oder Güter zu landen, dagegen den Schaffen gestattet ist, unter voller Beobachtung der Quaran- I tänevorschriften Kohlen eiuzunehmen. Loudon, 19. Jauuar. Die zum Studium der tech- I nischen Ausbildung nach Deutschland entsandte Commission veröffentlicht einen Bericht, tu dem eS heißt: ES bestehe kein Zweifel, daß in gewissen Industrien die I britische Ueberlegenheit ernstlich gefährdet sei, indem Deutsch- I sand gewaltige Fortschritte mache, besonders in den Industrie- I zweigen, in denen es eines größeren chemischen oder tech- I nischen Wissens bedürfe. Petersburg, 19. Januar. Da bisher die den Arbeitern I gelegentlich des Ausstandes im vergangenen Sommer gegebenen Zusicherungen über die Festsetzung der Arbeitszeit nicht verwirklicht worden find, traten mit Eintritt des Winters in mehreren FabrikSbezirken neue Gährungen unter der Arbeiterbevölkerung auf und eß wurden Aufrufe zur Arbeit»- einstellung vertheilt. An verschiedene Fabrikinspectoreu und I höhere Polizeibeamte gelangten Zuschriften, in denen an die I Erfüllung der gegebenen Versprechungen erinnert wird. Nach- I dem nunmehr in mehreren Fabriken in Petersburg und im Innern des Landes wieder Arbeitseinstellungen begonnen haben, hat, wie verlautet, die RegierungScommission ein Statut auSgearbritet, daß die Arbeitszeit am Tage auf IOV2. IP/, und 121/2 Stunden und für die Nacht auf 9 Stunden I in ganz Rußland festsetzt. Belgrad, 19. Januar. Die Nachricht eineß auswärtigen Blattes, daß der König bei geschloffenen Thüren eine patriotssche Rede mit dem Hinweis auf Macedouien ge- halten habe, ist völlig erfunden. Konstantinopel, 19. Januar. Eine officielle Mttiheilung verkündet, daß am morgigen Geburtstage des Sultan» um Mittag eine Geschützsalve abgegeben wird. Daß Ab- I brennen von Feuerwerk bei der Abends ftattfinbenben Illumination ist verboten. Al» Zweck dieser Verfügungen wird - angegeben, daß dem Publikum kein Anlaß zur Beunruhigung ' I gegeben werden soll. Einige Botschafter haben die zur Be- : wachung der Botschaftsgebäude verwendeten Matrosen- I Detachements verdoppelt, da gerüchtweise verlautet, es seien tzrSes Blatt. Der Hietzener -nzeiger krscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener yamttl Herrenbause am 27. März 1896 gegen die Pol"» deS Reichstages den Landtag zu den Waffen gerufen habe. Wir sind geneigt, eine Ver- ständigung mit den verbündeten Regierungen zu suchen, aber ohne Schädigung unseres Grundgedankens, des staatsrechtlichen Gedankens nl»-“ »on ÄÄÄ Ö,R6etlÄn "oTÄ'S' ÄS ,°b der Matrikularbeiträge, bleibe noch dabingestellt. Auf vme ^onnr der Sfbn[bentUQUUfl wird bad Centrum unter keinen Umständen verzichten. Ebensowenig kann das Centrum die Bewilligung neuer Sl'l“sMf«retä?l@raI PosabawSlp staubt, baS Jble im ®or= Mrs» r,1''st-'bur» bi- M°truul.rbülr°»- über ben Betrag der Ueder- Weisungen hinaus in Anspruch örvommen würden. Ein dahin gehender Gesetzentwurf liege dem Bundesrath gegenwärtig vsr. Äpector . Oschluk DOn 66i »di- ,en ßnd i« gtvtlll btflll ,Il8^noöük Verrtschee Rerchstag. 156. Plenarsitzung. Dienstag den 19. Januar 1897. Aus der Tagesordnung steht zunächst der Etat des Reichs- I ' Schatzamts. Hierzu liegt eine von dem Abg. Hammacher (nl) beantragte Resolution vor, welche behufs Ertheilung von Auskünften ibet Zolltartfangetegenhetten die Einsetzung von /in, Istaatltchen vehörden wünscht und zweitens verlangt, daß unter Abänderung beB S 12 des Vereinszollgtsetzes von 1869 die Entscheidung über Velchwerden wegen unrichtiger Anwendung des Zolltarifs durch ver- I wattunksgerichtltche Behörden (in denen Sachverständige sitzen) ober > bmch Schiedsgerichte zu ersetzen habe. _ . .,. Abg. Lenzmann (frf. Vp.) verlangt ReichSbehorden, nicht einzelstaatltche. LandesauskunftSbehörden genügten- nicht, denn in Preußen würden dieselben jedenfalls stets von fiscaltschen Miquel schen | »uffassungen ausgehen. Redner beantragt demgemäß eine Resolution, welche eine ReichsauSkunfttzbehörde und einen Zollgerichts- ^Abg.^Hammach er (nl.) bittet um Annahme seiner Resolution, denn er sei besorgt, daß der Bundesrath auS reichsoerfassungs- mößtgen Gründen der Resolution Lenzmann doch nicht entsprechen würbe. Materiell sei das ganze Haus darin einig, daß der jetzige «uttanb nicht fortdauern könne. ES sei unerträglich für den Geschäftsmann, daß er nachträglich zu Zollnachzahlungen gezwungen werden könne, wenn die oberste Landeszollbehorde die Verzollung einer Maare nach einem anderen Tarifsätze anordne. Der Importeur müsse von vornherein darüber zuverlässige Auskunft erlangen können, I nach welchem Satze er zu verzollen habe. .. Abg. Frhr. v. Stumm (R.-P.): Meine Freund, sind bereit, für den ersten Theil des Antrages Hammacher zu stimmen, aber ieaen den zweiten Theil haben wir Bedenken, denn dadurch erhalte der eine Reclamant, der bet dem Zollgerichtshofe seines Landes Er- joln erziele, ein Privileg vor dem Coneurrenten, der entweder nicht teclamire oder dies bei seinem Verwaltungsgerichtshofe ohne Erfolg thae. Hier fehle also die Einheitlichkeit, die ja allerdings bei dem r-tt»chsgerichtshofe Lenzmanns vorhanden sein würde. I Abg. Heyl v. Herrnsheim (nl.) erklärt sich für den Antrag | Üenzmanns, wenn kein Widerspruch vom Bundesrathstische erfolge, I vvdernsalls möge man sich auf den Antrag Hammacher zurückziehen. Schatzseer. Graf Pos ad 0 wsky: Die verbündeten Regierungen iahen eine srühere Resolution betr. Einsetzung einer Reichsdehörde tn-gehend geprüft, sich aber etnsttmmig ablehnend entschieden. Dte Mine Frage ist sehr eomplicirter Natur aus verfassungsrechtlichen ünben. Differenzirungen werden niemals, ausbletben. Der L-belstand, daß eine Landesbehörde anders entscheidet al8 die andere, | tarn mit Bezug auf die Vergangenheit dadurch eorrtgirt werden, in"# bie oberste Landesbehörde dte Zollnachforderung ^^rschlagt und in Bezug auf die Zukunft dadurch, daß der Dundesrath an bte Ttnzelstaaten Anweisung ergehen läßt darüber, wie künftig der betr. Tarifsatz ausgelegt werden soll. Was Punkt 1 des Antrag» Harn- »acher anlangt, fo ließe es sich vielleicht so machen, daß die Landes- directivstellen zu Auskünften ermächtigt werden und daß alsdann Zollnachforderungen nicht mehr stattfinden dürfen,^ aus die Gefahr HM, daß die Behörde hinterher einsieht, sich getauscht zu haben. Vas wäre ernster Erwägung werth. Durch den Theil dieses An- irageS würde aber offenbar ber Bundesrath ausgeschaltet werben, and das wäre eine Aendervng ber Reichsverfassung. P^^nttch meine ich übrigens, wenn man schon einmal einen Zollgerichtshof will, bann lieber einen für das Reich, wie ihn Lenzmann empfiehlt, als eine ganze Menge in ben verschiedenen Staaten. Jedenfalls wird der Bundesrath sorgsam prüfen, inwieweit es möglich ist, be- rcchtigien Beschwerden abzuhelfen. . , Abg. Lenzmann modificirt seine Resolution dahin, daß die Auskünfte der zu errichtenden Retchsauskunftsbehorde die Folse h.ben sollen, daß Nachforderungen «uf eine Waare, derenthalben eine Auskunft ertheilt worden ist, nicht mehr zulässig sein sollen. Adg. Ullrich (Soc.) wünscht ein internationales Schlebsgertcht über Zolldifferenzcn, sowie daß darauf hlngewtrkt werde, daß kein Staat bet ber Rubricirung von Maaren Aenberungen vornehmen dürfe, zu denen nicht die Vertragsstaaten ihr Einverstandniß erklärt .^tyltUtt 't ftnf e vitl bitfem Ah ? fett ft** -ÄS r«8« iaflet btajlt "« tat Reffet I, l„ au<^ gkSllhktt habt- DRenbat^bltl! •«Itelung btt Sttttlti- ooch tm beftei ichts-ftnzBige. .nractischerCar® ller ienu. doppelte" chhaltung »siidter Fächer imen und Herren, „orar. Sicheret Erfolg, olgreicbe XW , Buchbalterpo«» 574 rath die ioteruakionale Arbeiterschutz-Frage auf sich beruhen lassen. Wiesbaden, 19. Januar. Bet der heutigen Landtagsersatzwahl erhielt Admiral Werner (conf.) 66, RechtS- anwalt Siebert (natl.) 44 und Landwirth und Stadtverordneter Louis Hintermeher (frs. Bp.) 192 Stimmen. Letzterer ist somit gewählt. 46 Wahlmäauer fehlten. Kola, 19. Januar. Die „Köln. Ztg." beschäftigt sich «itder in Hamburg erfolgten Gründung einer Genossenschaft der Ei seubahnarbeiter und meint, man habe es hier mit einer Gefahr für den Staat zu thun, die ernstliche Beachtung verdiene. Breslau, 19. Januar. Dem Vernehmen des „Breöl. Gen.-Anz." nach ist in der Giftm o r daff aire, welcher die Modistin Rodewald zum Opfer fiel, gestern Nachmittag auch die Frau des muthmaßlichen Mörders, Fabrikbesitzers Rocksch, wegen Verdacht» der Mttwifferschast verhaftet worden. Der Srctionsbefund der Leiche der Rodewald soll daS gleiche Gist ergeben haben wie daS in der Tasche deS Rocksch vorgefundene. Ein Selbstmord der Rodewald scheint vollständig ausgeschlossen. München, 19. Januar. Die „Münchener Neuesten Nachrichten" schreiben: Nach unseren Informationen hat die Mittheiluug gemeinsamer Manöver der beiden bayerischen ArmeecorpS mit preußischen Truppen thatsächliche Grundlage. Die Manöver wird der Kaiser in seiner Eigenschaft als Bundesfeldherr leiten. Die Angelegenheit befindet sich jedoch zur Zett noch im vorbereitenden Stadium der zu treffenden Vereinbarungen, so daß bestimmte Angaben über Einzelheiten, insbesondere über die Gegend, wo die Manöver abgehalten werden sollen, zur Zeit noch nicht gemacht werden können. Wien, 19. Januar. Nach einer Pariser Zuschrift der „Pol. Corresp." wurde dort der Gedanke angeregt, einen ähnlichen SchiedSgerichtSvertrag mit den Vereinigten Staaten abzuschließen, wie ihn England neuerdings mit denselben abgeschlossen habe. Die Aussichten hierfür sollen nicht ungünstig sein. Pari», 19. Januar. Die russische Botschaft dementirt die über daS Befinden des Zaren verbreiteten pessimistischen Nachrichten. Der von Petersburg etngetroffene Flügeladjutant, General Fredericks, versichert, daß der Zar sich einer ausgezeichneten Gesundheit erfreut und die gegen- rhetligeu Nachrichten lediglich zu Börseumanöver-Zwecken verbreitet worden find. Paris, 19.Januar. Im Befinden der Frau Carnot ist eine Besserung eingetreteu. Paris, 19. Januar. Der „Gaulots" verzeichnet das Gerücht, daß die Expedition des Prinzen Heinrich von Orleans fich nicht nur nach Abeffynten begeben, sondern bis in das Herz Afrikas Vordringen werde. Madrid, 19. Januar. Einer Meldung aus Havannah zufolge überfielen die Insurgenten einen Personenzug und raubten ihn aus. Die Insurgenten haben auch ein spanisches Kanonenboot in die Luft gesprengt. Bonbon, 19. Januar. Der Lordmahor erhielt einen Brief, worin er mit dem Tode bedroht wird, weil er in der letzten GemeinderathSfitzung einen Redner nicht zu Worte kommen ließ. Die Untersuchung ist eingeleitet. Bonbon, 19. Januar. „Daily News" machen den Solo- nialmi ntster auf die Thätigkeir der französischen Gesellschaften auf den Hebriden aufmerksam, welche bereits 50 Plantagen angelegt hätten, während die Engländer nur zwei besäßen. London, 19. Januar. Londoner Blättern wird aus Petersburg gemeldet, daß ein Lieutenant von den Garde- Husaren in der nächsten Zeit nach Abessynien reist, um dort, wie es heißt, die Lage von Kaffa zu studieren. Bonbon, 19. Januar. Wie aus New-Port gemeldet wird, ist daselbst eine Schiffsbarke mit 15 Personen gestrandet. Sieben Insassen find ertrunken. Newyork, 19. Januar. Mac Kinley hat die Abficht geäußert, zum Schatzsecretär Coullon zu ernennen. Warschau, 19. Januar. Der neu ernannte General- Gouverneur Fürst Jmeretynski trifft nach amtlichen Nachrichten au- Petersburg Anfangs Februar in Warschau ein. Zu seinem Empfang werden bereits große Vorbereitungen getroffen. Berlin, 20. Januar. Einige Morgenblätter knüpfen Erörterungen an die gestrige Erklärung des Fürsten Hohenlohe im preußischen Abgeordnetenhause. Die „Nordd. Allg. Ztg." constatirt refertrend, der Ministerpräsident sei den Ausführungen des Grafen Limburg in klarer, sich durchaus nur an daS Thatsächliche haltenden Weise, welche den Darlegungen des Fürsten eigen zu sein pflegen, entgegen getreten. Die „Kreuz-Ztg." ist von der Erklärung nicht befriedigt. ES bleibe beklagenSwerth, daß die Verleumdungen und Quertreibereien zwischen den einzelnen RessortS lange Zeit hindurch fortgesetzt werden konnten, und zwar unter Theilnahme eine» Staatsbeamten, ohne daß auf dem Verwaltungswege dagegen eingeschrttten wurde. ES werde schwer sein, die Behauptung zu widerlegen, daß die vom Ministerpräsidenten betheuerte Einheit nach Außen hin nicht immer deutlich genug in die Erscheinung getreten ist. Die „Deutsche Tage» Ztg." unterzieht die Rede Hohenlohes einer scharfen Kritik und schließt mit den Worten: „Wir haben die Empfindung, daß die Ueberzeugung des Ministerpräsidenten betreffs der Uebereinstimmung im Ministerium vielleicht doch nur auf einer Vergleichung der Grundanschauungen beruht." Die „Voss. Ztg". hält für besonders bedeutend in der Erklärung die Abweisung deS von conservativer Seite erhobenen Vorwurf», daß daS Vorgehen der Regierung nicht den preußischen Traditionen entsprochen habe. Hamburg, 20. Januar. DaS von Ostindien etngetroffene Viermastschiff „Pirrie", unter dessen Besatzung mehrere Erkrankte find und dessen Steuermann heute Nacht gestorben ist, wurde unter Quarantäne gelegt, bis der Character der Erkrankungen erkannt worden ist. ES verlautet, die Untersuchung habe keine ansteckende Krankheit ergeben. Ro», 20. Januar. Dec Ministerrath beschloß die Auflösung der Sammer. Ein diesbezügliches Decret, wodurch die Session geschlossen wird, soll morgen im AmtS- blatte erscheinen. Die Auflösung soll uocy in diesem Monat, die Neuwahlen Ende Februar oder Anfang März erfolgen. Turin, 20. Januar. Oberstlieutenant Adami erschoß seine Gattin im GertchtSgebäude, wo die Ehescheidung stattfindeu sollte. Belgrad, 20. Januar. Zwischen den bulgarischen und serbischen Wafferweih-Procefsionen fand in UeSkueb eine blutige Prügelei statt, wobei 14 Personen schwer verletzt wurden. _ CocaUs tmb proohtsUlUs» Gießen, den 20. Januar 1897. AnS de« GerichtSdienst. Durch Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern wurden die Gerichts- aecesfiften: Heinrich G e n n e S in Gießen, Dr. HanS Siegfried Schneider aus Neckar-Steinach, Dr. Eugen Kranzbühler in Worms und Dr. Hermann Stammler in Darmstadt zu RegterungSassefforen, die GertchtSaccesstften: Georg Balzer von Gießen, Philipp Buxbaum von Trebur, Hermann Engel von Friedberg, Friedrich Engisch von Darmstadt, Gustav Hörtsch von Mainz, Wilhelm Kilian von Reinheim, Jakob Ernst Mann von MonSheim, Karl Neuschäffer von Darmstadt, Josef Rau von Mainz, Hermann Reuß von Seligenstadt, Ludwig Röm Held von Darmstadt, Dr. Otto Stallmann von Wald-UclverSheim und Dr. phil. Theodor Stein von Darmstadt zu Gerichts- aflessoren ernannt. • • Perfonaluachrichteu. Die „N. H. Volksbl." berichten aus Mainz: Geheimrath Ltchthammer von der Matn- Neckar-Bahn wird in nächster Zett in den Ruhestand und an seine Stelle als Vorsitzender der Main Neckar-Bahn-Direction Herr Alt Vater, Direktor der Oberhesstschen Eisenbahnen, treten. Finanzrath Burger erhält ein Deceruat in der Frankfurter Directton. — Nächsten Mittwoch soll eine feierliche Abschiedssitzung des VerwaltungSrathes und der Specialdirection der Hessischen Ludwigsbaha stattfinden, darauf photographische Aufnahme der Mitglieder und Tafel, gemeinschaftlich mit den im Februar in Function tretenden ho- mines novi, in dem neuen Heim des Gutenberg Kasino. An demselben Tage wollen die momentan noch leitenden Körperschaften einen feierlichen Erlaß an die Beamtenschaft ergehen laffen. • * Vorträge über Obstbau und Rosencultnr. Nächsten Freitag den 22. l. MtS., Abends 8 Uhr, findet in der „Bavaria", Gastwirth Fei del, ein Vortrag de» Herrn Reichelt, Lehrer für Obstbau und Naturwiffenschaften an der Großh. Obstbauschule in Friedberg über Schnitt der Zwergobst bäume und ein Vortrag des Obstbautechnikers Metz über Rosencultur statt. Wir machen hierbei noch besonders darauf aufmerksam, daß nicht nur die Mitglieder des Obstbauvereins Zutritt haben, sondern auch insbesondere Freunde der Sache sehr willkommen find. * • Eissport. Die Eisbahn des Eisvereins ist wieder eröffnet worden. * * Befitzwechfel. Heute wurde das Grundstück Bleichstraße 5 (Wirtschaft), Herrn L. Kinkel gehörig, von dem Metzger Heinrich Nikolai käuflich erworben. Letzterer wird neben der Wirthschaft auch eine Ochsen- und Schweinemetzgerei betreiben. Die Uebernahme erfolgt am 1. März. * * Thierquälerei. Gestern Nachmittag gegen 4 Uhr fuhr ein mit zwei Damen besetzter Wagen von der West- Anlage nach der Rodheimerftraße in raschem Trab. Hinten am Wagen war ein junger Hund angebunden, welcher von der Lahnbrücke ab förmlich mitgeschleift wurde. Nach lauten Zurufen der Paffanten blieb endlich der Wagen an der Ecke der Krofdorferstraße stehen. DaS beinahe zu Tode geschleifte Thier wurde in den Wagen gehoben, welcher in der Richtung nach Rodheim weiterfuhr. Man sollte doch das Aukordeln der Hunde an Wagen Unterlasten, zumal wenn in raschem Tempo gefahren wird. * • Der Segen der D-Züge. Die Einnahmen der preußischen Etsenbahnverwaltung aus dem Verkauf der Platzkarten zu den D.Zügen betrugen im Jahre 1895/96 2217582 Ml. oder 386 469 Mk. mehr als im Jahre 1894/95. Die zur Verausgabung gelaugte Zahl von Platzkarten ist von 1 178 028 Stück auf 1663412 Stück, somit um 485384 Stück gestiegen. * * Invalidität^- und Altersverfichrrungsanstalt Groß- herzogthnm Hessen. Der § 12 des JnvalidträtS- und Alters- verficherungSgesetzeS gestattet, daß die Versicherungsanstalten unter gewissen Voraussetzungen daS Heilverfahren für erkrankte Versicherte übernehmen, um ein Eingreifen da zu ermöglichen, wo eine Krankenunterstützung entweder überhaupt nicht eiutritt oder die Hilfe der Krankenkassen im Allgemeinen nicht auSreicht. ES wird dadurch ermöglicht, auch mit größerem Kostenaufwand verbundene Kuren bei minderbemittelten Personen anzuwenden. Der Gedanke und Zweck der Bestimmung ist somit ein hervorragend socialer und bildet die Grundlage für segensreiches Wirken. Der Vortheil liegt in erster Linie auf Seiten des erkrankten Versickerten, insofern ihm mit einer durchgreifenden Kur, die ihm die Erwerbsfähigkeit wiedergibt, mehr geholfen ist, als eventuell mit einer vielleicht geringen Invalidenrente. • * Die vureau-Augestellten in Hessen. Wegen mehrfacher Beschwerden der Bureau-Angestellten bei Rechtsanwälten, Notaren, Genossenschaften rc. über den Mangel einer gesetzlichen Regelung ihrer wirthschaftlichen Lage hat der Reichskanzler umfassende Erhebungen eingeleitet. DaS Großh. Ministerium der Justiz hat fich deshalb veranlaßt gesehen, einen Fragebogen zu entwerfen, in welchem, außer den persönlichen und den Dienstverhältnissen auch der jährliche Lohn der Schretbgehilfen eiuzutragen ist. Den Rechtsanwälten ging jetzt diese Statistik zu und bittet der Vorstand der Aawaltskawmer tu Darmstadt um baldige Ausfüllung und Rücksendung des Fragebogens. Hoffentlich wird bei dieser Gelegenheit auch daS Ministerium der Justiz die eigenen Schretbgehilfen auf den Land- und Amtsgerichts- schreibereieu bei der Aufstellung dieser Lohntabelle nicht vergessen, denn hier wird eS Verhältnisse finden, die geradezu unglaublich erscheinen. Ja den meisten Fällen erreicht der Lohn noch nicht einmal die gesetzlich anerkannte durchschnitt, ltche TageShöhe; diese Leute beziehen meist ein monat- liches Gehalt von 30 bis zum Höchftbetrag von 65 Mk.!!! Natürlich soll damit nicht gesagt sein, daß die Verhältnisse in Hessen besonders schlimme seien. Die Schreibarbeit wird leider nirgends besser bezahlt. * * 3« Amerika verstorbene Hessen. In New-Aork Philipp Sturm aus Mainz, 33 I. alt. In Newark, N. I., Jacob Müller aus Bingen, 45 I. alt. In Brooklyn, N Y., Elisabeth Wiegand, 28 I. alt. I- Royalron, Jacob Sander aus Dexheim, 75 I. alt. In Hamilton, O, Heinrich Heddrtck aus Hessen- Darmstadt, 76 I. alt. In Allegheny, Pa., Gertrud Ehrhardt aus Brensbach, 49 I. alt. In Portland, Jnd., Friedrich Ries aus Steinau, 76 I. alt. In New-Aork, Louis Unger aus Rheinhessen. In Springfield, O., Wilhelm Wolf aus Olfen, 62 I. alt. In Albany, N. A., Conrad Hamman au» Semd, 73 I. alt. In HolliuS Grove, Jll., Peter Keil aus Erzbach, 77 I. alt. In Ozark, O., Jacob Bott aus Rheinhessen, 88 I. alt. In North Sprtugfie.c, O., Anna Maria Wagner aus Hessen-Darmstadt, 75 I. alt. In Sank City, Wts., Georg Würth aus Rheinhessen, 60 I. alt. In Towu Sheboygan Fall«, Wis., Christ. F. Sckmidt aus Oberhessen, 75 I. alt. In Brooklyn, N. A., Anna Maria Eichhorn au» Sprendlingen, 64 I. alt. In New-York, Elisabeth Reis aus Bickenbach, 88 I. alt. In Waterloo, Jll., Christian Hergenröther aufl Oberhessen, 78 I. alt. * * Der 15. Kongreß für innere Medicin findet vom 9. bis 12. Juni 1897 zu Berlin statt. Die Abhaltung des CongreffeS geschieht nur in diesem Jahre auSnahmS- weise zu Pfingsten. Die Sitzungen finden im Architrctcn- hause (Wilhelmstraße 92/93) statt, woselbst fich auch da» Bureau befindet. DaS Präsidium übernimmt Herr v. Leyden (Berlin). Folgende Themata sollen zur Verhandlung kommen: Am ersten SitzungStage, Mittwoch den 9. Juni: Die Behandlung des chronischen Gelenkrheumatismus. Referenten: Herr Bäumler (Freiburg) und Herr Ott (Marieubad). Am zweiten SitzungStage, Donnerstag den 10. Juni: Epilepsie. Referent Herr Unverricht (Magdeburg). Am dritten Sitzungstage, Freitag den 11. Juni: Morbus BasedowiL Referent Herr Eulenburg (Berlin). Folgende Vorträge sind bereits angemeldet: Herr A. Fränkel (Berlin) und Herr C. Benda (Berlin): Klinische und anatomische Mittheilungen über akute Leukämie. — Herr v. Jaksck (Prag): Klinische Beiträge zur Kenntniß deS Kohlehydratstoffwcchsels. — Herr O. Liebreich (Berlin): Die Ziele der modernen medicamentösen Therapie. — Herr E. v. Leyden (Berlin): Ueber die Prognose der Rückenwarkskravkhetten. — Herr Marlin Mendelsohn (Berlin): Die klinische Bedeutung der Diurese und die Hilfsmittel ihrer therapeutischen Beein- flassung. — Herr A. BaginSky (Berlin): Zur Pathologie und Pathogenese der kindlichen Sommerdiarrhöen - mit Demonstration. — Herr Emil Pfeiser (Wiesbaden): Zur Aetiologie deS chronischen Gelenkrheumatismus. — Herr Rumpf (Hamburg): Neue Gesichtspunkte in der Behandlung chronischer Herzerkrankungen. — Herr Fürbringer (Berlin): Zur Klinik der Lumbalpunction. — Herr JacqueS Mayer (Karlsbad): Diabetes mellitus im jugendlichen Alter. Weitere Anmeldungen von Vorträgen nimmt der ständige Secretär des CongresseS, Herr Emil Pfeiffer, Wiesbaden, Friedrichstr. 4, entgegen. Für Krankenvorstellungen und Demonstrationen ist eine ganze Nachmittagssitzung Vorbehalten- dieselben bedürfen vorheriger Anmeldung. Mit dem Congresse ist eine Ausstellung von neueren ärztlichen Apparaten, Instrumenten, Präparaten rc. verbunden. Auskunft über diese Ausstellung ertheilt der Vorsitzende deS AusftellungScomiteS, Herr Generalarzt Schaper in Berlin, König!. Charite, oder der Schriftführer des Berliner Localcomitss, Herr Priv.-Doc. Martin Mendelsohn, Berlin NW., Neustädtische Ktrchftr. 9, an welche auch die Anmeldungen der Demonstrationen re. zu richten sind. Die Ausstellung wird gleichfalls im Aichitecten- hause (Wilhelmftr. 92/93) stattfinden. DaS Festessen des CongresseS wird im Zoologischen Garten abgrhalten werden. * * Ueber die Zulässigkeit von Berfchlnßmarken auf der Rückseite von Briefen hat die Ober-Postdirection von Lieg- nttz eine weite Kreise interessirende Auskunft ertheilt. Einigen Kaufleuten waren Briefe, auf welchen Verschluß- marken mit einer Städteanficht aufgeklebt waren, von Seiten ihres Postamts wieder zurückgesandt worden. Auf eine Beschwerde entschied die genannte Ober-Postdirection, daß nach § 3 der Postordnung aus der Außenseite einer Postsendung außer den auf die Beförderung bezüglichen Angaben nock Namen, Stand, Firma und Wohnung de« Absenders angegeben sein dürfen. Ferner können bei Briefen noch Angaben und Abbildungen, welche sich auf den Stand, die Firma oder das Geschäft des Absenders beziehen, unter der Bedingung hinzugefügt werden, daß die sämmtltchen, nicht die Beförderung betreffenden Vermerke u. s. w. in ihrer Ausdehnung etwa den sechsten Theil deS Briefumschlag» nicht überschreiten und am oberen Rande deS Briefumschlag» auf der Vorderseite oder Rückseite sich hinziehen. Hiernach sind Briefsendungen, welche Abbildungen nach Art der auf den vorgelegten Briefumschlägen befindlichen und nicht auf den Stand deS Absenders fich beziehenden Siegelmarken tragen, zur Beförderung nicht zulässig. Allenfalls kann nachgegeben werden, daß die auf den Siegelmarken befindlichen Bildchen ohne die Reclamezusätze als Ersatz für eine» Siegel- und Stempelabdruck verwendet werden- doch dürsrn ”»U Lllii!i »1 n Uvd Sufttl hi btt, ’ »elft J** *•*485 en, 45^^?°rl lanb, 28 A $ .^hri«, 75 3' 9l obrfrf . v* oll •kÄl«*» t. V?""" 76 3. alt. 7« vis«, 62 3 'S? 9,11 ’Afet8"'' ^bohgaii §qU( ^erhkffro, 75 I. Q' J7 ^h°rn au 'M Elisabu, J? Waterloo, U DbtNtn, 78 I. D|t' q diedicii, fiobel ton Die Abhaliu-i *e® 3ahrr auSnahinr> haben nn Srchittcttil- °°srlbst sich auch der >"M Heu v. Lehd-c r dtrhaubluog lotnciiti « 9. 3unt: Die $e atikmuS. Resereot-n Ott (Marienbad). N» ° 10. Jmi: MG. tburg). Nm bdttti Morbus Basedowii. • Folgeube Bontag! Fränkel (Berlin) nnl unb anatotnifit Mil- err ö. fäii (Prag): ^hlehhbralstoffwkch/r/F. Mr bti motowa l. U. LvM UMtyiltn. - Hin Hmiföt Btbtutung t;t thnapmtifchm ®«ir< rltn): Zur Patholvgi'. irbianhöeo- mit Dernau Sbadev): Zur Setiolozi: - Herr Rumpf (N1 Sehanüluog chronisch« Inger (Brrsiv): Z-u IacqarS Mayer (W sichen Alter. Weiten er ständige Secreiar d-k -Sbabea, Friedrichftr. 4, 3 unb Demonfttoiiontn tbtiaüta; «M° »" t Ira Smzrch ift ein: ippnatin, J°st'»m°t-'. ft M« Hilf «toflMn ifltauniicomltel, $«■ nigl. 46* »d» d» w«ef, Hn- JtegHMM< R*8' rDra-°*°°-°" r$«i M* ‘ 8«^*’" “ f ' |fl“iLT1a«fö* 911 6lfSJ ®«”h' 7 M °° unter 1« ii»6 ‘‘Ätn, i1*1 i »i- M heil de» KL^i» sich W gtt der vageo Dfl4 b nicht iefinHÜen &\t6tWx^ 2W& 5 tobet »{t6t alSdauu die Bildchen nur in der etwa die Mitte deS Brief- Umschlags treffenden Spitze der Verschlußklappe angebracht werden und über die Verschlußklappe selbst nicht hinausgehen. *• Ehemalige Soldaten wird folgende Nachricht tvteres- streu: „Für den Festzug der Berliner Bürgerschaft am 23. März gedenkt da« Comits für die Hundertjahrfeier zum Gedächtniß Kaiser Wilhelms I. eine besondere Gruppe zu bilden für die Inhaber des Militär Ehrenzeichens erster Klaffe und des goldenen Verdienstkreuzes aus den Jahren 1864 und 1866, sowie der Ritter deS Eisernen Kreuzes erster Klaffe vom Feldwebel abwärts. Diese Corn- battanten sollen auS allen Provinzen eingeladen werden, um auf Kosten des CornitörS zwei Tage in Berlin zu verweilen und an dem Festzuge tyeilzunehmen. Auch soll für dieselben freie Eisenbahnfahrt bei dem zuständigen Herrn Minister beantragt werden. An alle Inhaber der genannten Auszeichnungen, vom Feldwebel abwärts, ergeht hiermit die Aufforderung, falls fie der Einladung folgen wollen, möglichst umgehend, spätestens aber bis zum 1. März d. I., sich unter Angabe ihres ehemaligen Militärstandes zu melden bei der Geschäftsstelle für die Hundertjahrfeier am 22. März 1897, Berlin W., Leipziger Straße 4. 4- Nidda, 19. Januar. In unserem Städtchen beabsichtigt eine Gesellschaft die Errichtung eines EleetricitätS- werkeS und hat daS Project bet den Jnduftrietreibenden u. s. w. schon guten Anklang gefunden. — Die neu er r chtete Molkerei in dem nahen Ulfa liefert eine aus- gezeichnete Butter, welche in J/r und i/z Pfund-Packeten zum Preise von 1 Mk. 12 Pfg., bezw. 56 Pfg., dahier erhältlich ist und sich eines guten Abganges erfreut. 8. Nonneuroth, 17. Januar. In brutaler Weise wurden an der KretSstraße von hter nach Hungen 2 5 Drück junge Obstbäume und etwa 10 Wildlinge durch „Handwerks- durschen" beschädigt. DeS Weges kommende Korbmacher sahen, daß die Handwerksburschen mit auSgerissenen Baurn- stützen die Bäume bearbeiteten und machten dahier Anzeige. Die Frau des dahier wohnenden Straßenwärters machte sofort ihrem Manne, der bei Hungen mit Steinklopfen beschäftigt war, Mittheilung, und konnten die Burschen, drei Mann, mit Hülse der Gensdarmerie alsbald ermittelt und auf der Herberge zu Hungen verhaftet werden. Zwei der- stlben, welche in angetrunkenem Zustande waren, haben die 2 hat etngestanden, der dritte will nichts gemacht haben. Eine Frau, die den Handwerksburschen auf dem Wege begegnete, xiebt an, daß sie von denselben sicherlich in unangenehmer Weise belästigt worden wäre, wenn nicht einer von den Dreien die Anderen abgewehrt und gesagt hätte: „Laßt doch die Frau gehen." △ Aus dem Großherzoglhum Hessen, 19. Januar. Einen Präceoenzsall von weitgehendem Jntereffe bildet nach dem „91. M. Anz." gegenwärtig die Besetzung der katholischen Pfarrstelle zu Ilbenstadt in Oberheffen. Nach dem Tode des seitherigen Pfarrers ist die Stelle neu zu besetzen unb steht dem Grafen Leininoen-Westerburg, einem Prote- s! inten, daS Präsentationsrecht zu. Nach kirchlichen und staatsrechtlichen Gesetzen steht aber dem Bischof von Mainz tnc Befvgniß der Besetzung sämmtlicher Pfarrstellen in seiner DHkefe zu. Der Präsentator schlug dem Bischof einen fremden Priester vor, der aus dem Verbände der Diöcese Limburg entlaffen, aber von der bischöflichen Behörde in Mainz aus unbekannten Gründen nicht angenommen wurde. Trotzdem beharrt der Graf auf feinem Präsentationsrecht. Der Graf wies den derzeitigen Pfarrverwalter an, das Pfarrhaus sofort zu räumen, da der von ihm ernannte Pfarrer elnziehen werde. Auf den diesbezüglichen Bericht deS Pfarr- vicarS an die bischöfl'che Behörde in Mainz kam die Antwort, zu bleiben, und erst der Gewalt zu weichen. In diesem Falle ski der von dem Bischof n-.cht angenommene Priester, falls er von der Pfarrei Besitz ergreife, öffentlich zu ex e.immuniciren. Trotz dieser Maßregel beharren die Be- cheiligten auf ihrem angeblichen Rechte. WormS, 19. Januar Die hiesige Metzger-Innung, welche sich schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken trug, i.re sämmilichen Mitglieder bei einer soliden Haftpflichtversicherungs-Gesellschaft zu versichern, hat diesen Entschluß in ihrer gestrigen, zahlreich besuchten Versammlung zur Ausführung gebracht. A Mainz, 19. Januar. Aus den KciegSjahren 1870/71 ruhen auf dem hiestgen Friedhof in verschiedenen Gräbern die Gebeine von 982 französischen Soldaten, die hier als Kriegsgefangene verstorben sind. Seitens der städtischen Verwaltung ist nun die Beisetzung der Gebeine in zwei Maffengräber beschloffen worden. Die Ueberführuug soll mit einer Feier verbunden werden, zu welcher man die französische Regierung einladen will. A Vom Rhein, 19. Januar. Ein auf verschiedenen Rheinschiffen systematisch betriebener Zollsckmuggel ift von der Zollbehörde in Emmerich ausqespürt worden. Nachdem vor Kurzem aus dem Dampfer „Mathilde" unter Asche sorgsältig verborgen, eine Anzahl geschmuggelter Maaren entdeckt wurde, ist gestern wieder aus einem zur Bergfahrt bestimmten Schiffe eine große Quantität Tabak, welcher unversteuert über die Grenze gegangen war, vorgefunden worden. ♦ Marburg. 18. Januar. Auf unserer neuen Haltestelle hat sich bereits ein ganz bedeutender Verkehr entwickelt. Am Samstag sah man, daß ganze Schaaren von Bewohnern der Umgegend den Zug benutzten. Am gestrigen Sonntag, trotzdem gerade nicht so einladendes Wetter herrschte, wanderten viele hiesige Elnwohner nach dem Haltepunkt, manche fuhren auch wohl mal zum Vergnügen bis an den Hauptbahnhof. ES ist eben jetzt noch was Neues. * Dortmund, 18 Januar. Beim Schlittschuhlaufen find hier zwei Knaben ertrunken. * Die Stellenvermittlung des Allgemeinen Deutschen Lehreriuneuvereins ift in stetem Wachsen begriffen. Im Jahre 1896 vermittelte sie 567 Stellen gegen 508 im Vorjahre. Besonders erfreulich ist die Thatsache, daß selbst die Behörden verschiedener großer und kleiner Städte sich immer häufiger an dieselbe wenden. Bewährte Schulvorsteherinnen und Lehrerinnen haben die Stellenvermittlung als Ehrenamt übernommen. Sie erhalten täglich zahlreiche Gesuche um Stellen, sowie um Lehrerinnen und Erzieherinnen. Daher sind sie auch im Stande, den Suchenden geeignete Vorschläge zu machen. Die Stellenvermittlung ift über ganz Deutschland verbreitet und hat zahlreiche Verbindungen mit dem Auslande. Die Centrallitung befindet sich in Leipzig, Pfaffendorferstraße 17. * liebet den Werth und die Zuverlässigkeit der Milch- zeicheu bet Kühen. Prof. Dr. Löwe in L eipzig hat nach der „Thierbörje" neuerdings eingehende Untersuchungen an- gestellt. Demnach kann die Beschaffenheit von Haut, Behaarung, Hörnern und Klauen bei Beurthcilung der Milchergiebigkeit wohl mit zu Rathe gezogen werden- eine unbedingte Verläsfigung ist ihr allein aber nicht zu schenken. Der Milchspiegel ift in vielen Fällen kein zuverlässiges Kenn- zrichen, indem gerade einzelne Kühe mit sehr schönem Milchspiegel sich alß schlechte Milchnerinnen erwiesen, und andrerseits eine vorzügliche Kuh, welche in den letzten Monaten 17 Liter Milch gegeben, einen Milchspiegel besaß, der nur unter die schlechteste Klasse hätte gebracht werden können. Als ebenso unzuverlässige Kennzeichen erwiesen sich die Milch« adern. Die Untersuchungen ergaben ferner, daß, wenn ein Euter, wie durch Befühlen leicht zu bestätigen ist, neben großem Umfange zugleich massenhaft entwickeltes Drüsen« gewebc — kein überflüssiges Fett- und Bindegewebe — eben so wenig krankhafte Entartungen aufweist, solches stets einem milchreichcn Thiere angehört. Es können aber gute Milch- thiere eine nur mittelgroße ober gar eine kleine Milchdrüse besitzen. Dann wird aber sicher stets fast nur Drüsengewebe deren ganzes Innere ausfüllen, welch letztere Erscheinung aber nie zu beobachten :ft beim großen Euter einer milch- armen Kuh. Auch die Anforderung, daß ein milchreiches Euter nur mit feinen flaumartigen Haaren besetzt sein soll, erwies sich nicht in allen Fällen als zutreffend, indem sechs milchergiebige Kühe kleines Euter mit starker Behaarung zeigten. Auch die Bedeutung des Brustumfanges für die Milchcrgiebigkrit wird überschätzt. Demnach kann man auf die angeführten Milchzeichen sich nicht unbedingt verlaffen, wenngleich sie ein hohe- MilcherzeugungSvermögeu vermuthen laffen. Nur durch vorheriges, möglichst langes Probemrlken, durch zuverlässige Auskunft über die Eltern und Voreltern des Thieres, durch Lesen der Milchregister, wenn solche ge- sührt wurden, kann man sich möglichst sichern, beim Handel nicht betrogen zu werden. £tta?aiur tmfc Kanft — Berlin. Die Verwaltung seines liiterarischen Bureaus hat der Deutsche «cheiflsteller Derbanv, wie dessen Vorsitzender, Herr Jul,us Wolff, soev-n tn einem Rundschreiben ametyt, der Verlagsbuchhandlung und Buchdruckerei I. Harrwitz Nachfolger (E. Th. Kebibach) in Berlin SW., Lindenstr. 43, übertragen. Ss wird beabsichtigt, das Institut, das auch fernerhin unter der Leitung seines Mitbegründers Dr. W. Wendlandt stehen wird, erheblich zu erweitern. Zu den Aufgaben des Bureaus gehören insbesondere die Entgegennahme schriftstellerischer Arbeiten jeder Art zur Vorprüfung und Veröffentlichung derselben in den Zeitschriften, Zeitungen und im Buchverlag; ferner die Vermittelung von Ausfütrungen dramatischer Werke, die Vermittelung von Redacteurstellen, sowie die Ueberwachung unbefugten Nachdrucks und unbefugter Aufführungen. Die obengenannte Firma theilt übrigens in einem Circulare mit, daß sie eingelieferte Arbeiten rc. käuflich gegen Baarzahlung zu erwerben bereit ist, sofern dieselben nach Prüfung des litterarische» Bureaus sich für den ZeitungSabdruck bezw. Buchverlag als besonders geeignet erweisen. Zum Ankauf werden auch Manuscripte von Schriftstellern, die nicht dem Verbände angehören, entgegengenommen. Die Begründung einer größeren Familien-Correspondenz ist ebenfalls beabsichtigt. — Unsere Pelzlieserante«. Auf dem Gebiete der Wintermode ist in den letzten Jahren der Pelz unumschränkter Herrscher geworden, nicht nur als wärmende Hülle, als Mantel und Umhang, sondern auch als Verbrämung des Kleides, als Hut, ja sogar als Verzierung des Fächers ist Pelz außerordentlich beliebt, und nicht allein die elegante Damenwelt, auch die Herren der Schöpfung tragen ihn mit Vorliebe. Aber so bekannt auch die Pelze selbst sind, so wenig wissen die meisten ihrer Besitzer, woher fie stammen und welchem Thiere sie die weiche, wärmende Hülle zu danken Hal en. Alles Wissenswerthe auf diesem Gebiete bringt das neueste Heft der erfolgreichen illustrirten Familienzeitschrift „Zur guten Stunde" (Berlin W. 57, Deutsches Verlagshaus Bong u. Co., Preis deS Vierzehntagheftes 40 Pfg.) in einem hochinteressanten Aufsatze, dem sich eine Fülle anderer glänzend illustrirter Aufsätze anschließt. Unter Anderem wird der werthvolle Artikel „Wie ich Doctor wurde" aus der Feder eines weiblichen Doctors beendet, der in leichter, praclöser Form die Mittel und Wege zum weiblichen Universitätsstudium angibt; ebenso der Aufsatz über „Fleischconservirung", der unsere Hausfrauen gleicherweise wie die Producenten durch neue Winke inter- esfiren dürfte. Die Abtheilung „Für unsere Frauen" erweist sich durch practische Winke zum Sparen sm Haushalt, wie durch gehaltvolle Belehrungen auf dem Gebiete der Gesundbeitspflege, Haus- und Zimmergärtnerei, Hausthierzucht, Frauenarbeit usw. wiederum als eine zuverlässige Rarhgeberin und macht in Verbindung mit den geradezu sensationellen Romanen „Die Sandgräfin" von G. Frensse^ und „Ein Meteor" von Hanna Brandensels auch dieses Heft der gefeierten Zeitschrift zu einer Perle der deutschen Journallitteratur, welches außerdem noch durch seine Gratisbeilage „Jllustrirte Klassiker- Bibliothek", die Shakespeares „Romeo und Julia" zu Ende führt, die Familienbücherei um ein Week von dauerndem Werthe bereichert. Nicht vergessen wollen wir zu erwähnen, daß dieses Heft dem Character der Zeit entsprechend ein weihnachtliches Gepräge trägt und durch seinen besonderen illustrativen Schmuck in der ersten Reihe der Festgaben steht. WöchmMche Neberfichi der Todesfälle i« Gießen 3. Woche. Vom 10. bis 16. Januar 1897. Einwohnerzahl: «ngenormnen zu 23 000 (tnd. 1600 Mmm Militär). Sterblichkettsziffer: 11,30, nach Abzug der Ortsfremden 9,040/»,. Kinder ES stardrn an: Zmsrmrren: Erwachsme: im vorn 1. Lebensjahr: 2.-15.3*br Gehirnicklagfluß 2 2 — — Lungenentzündung 1 (1) 1 (1) — — Tuberkulose der Gehirnhäute 1 — — 1 Asthma 1 - 1 — Summ-r: 5 (1) 3 (1) 1 1 A nm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle tn der betreffenden Krankheit «us van auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. feder Art. fofote Smnmlc,-Plüsche il. Beweis U-fcra an yriuate. im Muster unter flnqaDe deS Orivii: • »!e«. von Eiten & Keussen, Fabrik und Handlung, Crofcid- Versteigerungen. Holzversteigerung in der krrihttrl. Vberförsterei Knbftiiiu. Montag den 25. I. Mts., nach Zusammenkunft in der Eichwald- wtese am Canal, Vormittags 10 Uhr, aus District Eichwald: Scheiter: 526 rm Buchen 1. Kl., 2 rm 2. Kl.; 2 rm Eichen 1. Kl., 2 rm 2. Kl.; Knüppel: 77 rm Buchen, 4 rm Eichen; Reiser: 762 rm Buchen, 14 rm Elchen; Stöcke: 178 rm Buchen, 2 rm Eichen. Papiermühle, 19. Januar 1897. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau. Schwörer. 790 Empfehlungen Sauerkraut, nrzügllches, empfehlen 572 A. & G. Wallenfels, Markt 21. — Telephon 46. ML FchlachthM. Freibank. 792 Heute und morgen: Faselochsenfleisch nicht ladenrein, pr. 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