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Lierteljährigne Abonuemenlspreisb 2 Mark 20 Pfg. ett vringerlohn. Durch die Post bezogeU 2 Mark 50 Pfg. Rebodion, Txpedttioi» und Druckerei: Zchatstraße Fernsprecher 51. 2lßnts- und Anzeigeblntt für den Ureis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden tag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr. Hralisöeitage; Hießener Aamilienötätter. — Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» j Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgeye. Wolff« telegrnphffche« Corr efvondm»-Bure««. Berlin, 18. November, lieber die Ermordung der Missionare ging dem Bischof Anzer, der „Germania" zufolge, ein wettere» Telegramm au» Tüd-Schantnug zu, wonach die Ermordung tn dem Dorfe Tschang-Kto Tschuang stattfand und wahrscheinlich vorher geplant war. Au» dem Telegramm erhellt anscheinend, daß die Christen fich gewehrt haben und daß e» auf beiden Seiten Verwundete gab. Die Mandarinen thaten nicht». Bisher wurde kein Uebelthäter gefangen genommen. Die Thür der bischöflichen Residenz Jentschufu sei erbrochen worden. Berlin, 18. November. Der Reich-tagSabgeorduete Stadthagen wurde wegen beleidigender Artikel gegen die preußischen BerwaltungSbeamten, Offiziere, Unteroffiziere, Richter, den LavdgerichtSdirector Brausewetter und Polizet- beamten vom Landgericht zu einer Gesängnißstrafe von fünf Monaten verurtheilt. Stadthagen war bereit» einmal deswegen zu einjähriger Gesängnißstrafe verurtheilt, da» Reichsgericht hatte aber da» Urtheil aufgehoben. Königsberg t. Pr., 18. November. Durch einen heute früh im MagtstratSgebäude auSgebrocheneu Brand wurde der Dachstuhl de» einen Flügels stark beschädigt. Wie die „Hartnngsche Zeitung" meldet, haben auch die darunter ge« legenen Räume durch Löschwaffer stark gelitten. Leipzig, 18. November. Das „Leipziger Tageblatt" meldet: Bruno Kltnkhardt, Chef der großen Verlags« buchhandlung und Druckerei Julius Kltnkhardt, ist gestorben. Plauen, 18. November. Die Erdstöße nehmen au Heftigkeit im oberen Vogtlande zu. Die Bevölkerung beginnt ängstlich zu werden. Gestern Vormittag wurden in Schönberg, Brambach, Asch und anderen Orten heftige Erdstöße mit donnerähnlichem unterirdischen Getöse verspürt, sodaß die Ein- wohnerschast ins Freie eilte. Die Stöße verursachten, wie dem „Vogtländischen Anzeiger" aus Asch gemeldet wird, eine schaukelnde Bewegung de» Erdboden-. Stuttgart, 18. November. Heute Vormittag ist hier nach kurzem Krankse n Major a. D. Hecker, Redacteur der Zeitschrift „Vom Fels zum Meer", im Alter von 51 Jahren gestorben. Hecker» Militärhumoresken wurden früher viel und gerne gelesen. Wien, 18. November. Baron v. Eich hoff, Mitglied de» Herrenhauses, ist in Graz gestorben. Prag, 18. November. In der Nacht vom Dienstag zum Mittwoch wurden in Asch, Falkenau und Karlsbad mehrere theil» heftige, theil» schwächere Erdstöße verspürt. Schaden wurde nicht angerichtet- an den Karlsbader Quellen ist keine Veränderung zu bemerken. Rom, 18. November. Der deutsche Militär-Attache Major v. Jacobi begibt fich heute nach Monza, um die zur Ueberreichung eine» Bilde» der Königin Margherita dort elatreffeabc Abordnung des Marburger Jäger- batatllon» „Königin von Italien" (Hessische» Nr. 11) dem König und der Königin vorzustellen. Petersburg, 18. November. Auf der Newa treibt Schlämmet». Es herrscht drei Grad Kälte bei geringem Schneefall. Au- Schlüffelburg wird gemeldet, daß ein ziemlich dichter Eisgang au- dem Ladogasee tn die Newa begann. Depesche« bti Bureau .Herold.* Berlin, 18. November. Bet der Unterredung, die der Kaiser im RetchSkanzlerpalaiS mit dem Fürsten Hohenlohe, dem commaodirenden Admiral von Kuorr, dem StaatSsecretär Ttrpitz und dem Chef de» Martnecabioet» Fretherrn von Senden-Btdran am Montag Nachmittag hatte, find, wie die „Post" erfährt, Fragen zur Sprache gekommen, die tn Verbindung mit den deutschen Jnrereffeu tu China und Haiti stehen. Daß ein euergtsche» Einschreiten In allen Punkten für nöthig erachte: wurde, kann al» That- fache gelten. Indessen ist, wie die „Post" weiter hört, eine endgilttge Entscheidung über da», wa» nun geschehen soll, noch nicht gefällt. @tne solche steht aber unmittelbar bevor. Die Verhandlungen zwischen den betheiligten Ressorts begraben fich vor bem Abschluß. Jebenfalls ist damit tn Der« bindung zu bringen, baß bte „Kaiserin Augusta" Befehl erhielt, da» tn Kanea an Land gesetzte Detachement wieder alv Bord zu nehmen. Wenn vorübergehend tn Aussicht ge- normen war, die „Kaiserin Augusta" durch ein andere» Tahiff abzulösen und sofort nach Haiti tn See gehen zu lafssen, so dürfte davon doch wieder Abstand genommen seiw. In Port au-Prtvce werden tn den nächsten Tagen die Schulschiffe „Charlotte" und „Gnetsenau" erwartet. Man indessen nicht annehmen dürfen, baß diese auf längere Zeit die deutschen Interessen dort vertreten sollen, vielmehr soll ein andere» deutsche» Krieg»schiff dorthin gehen. Besondere Schwierigkeiten in ber Vertretung ber beutschen In- tereffen im Au»lanbe scheint in biesem Augenblick aber vor Allem ber chinesische Zwischenfall zu machen. Sollte China bte beutschersett» verlangte Genugthuung verweigern, so wirb eine Verstärkung be» dortigen Geschwader» dringend noth- wendig werden. Berlin, 18. November. Der Bunde»rath hat den Ausschußantrag zu dem Entwurf eine» Gesetze» über die Ent- schädigung ber im Wieberaufnahmeverfahren Fretgesprocheneu bte Zustimmung erthetlt. Berlin, 18. November. Der bei bem Eisenbahn- Unfall auf dem Potsdamer Bahnhof verunglückte Hetzer ist gestern Abend seinen schweren Verletzungen erlegen. Köln, 18. November. Der „Köln. Ztg." wird au» Berlin gemeldet, daß die Ernennung des StaatSsecretär» Dr. v. Bö tticher zum Präsidenten ber Provinz Sachsen vom Kaiser nunmehr vollzogen sei. Berlin, 17. November. Bet bem Empfange be» Bischof» Anzen von Sübschantung durch da» Katserpaar im Neuen Palais war auch die Prinzessin Friedrich Leopold zugegen- desgleichen wurden die kaiserlichen Prinzen und die kleine Prinzessin dem Bischöfe vorgestellt. — Nach ber Früh- stückStafel hatte ber Kaiser eine längere Unterrebung mit dem Bischof über bte Verhältnisse bet Mission tn China, über bte Ermorbung der Missionare und über bte bereits eingeleiteten Schritte, von China Genugthuung zu erlangen. Bei ber Verabschiedung des Bischofs überreichte ber Kaiser bemselben feine Photographie mit eigenhändiger Widmung. — lieber die Ermordung ber Missionare tn China tst, ber „Germania" -ufolge, dem Bischof Anzer ein Telegramm zugegangen, in welchem eS u. A. heißt, baß bisher noch keiner von ben Uebelthätern gefangen sei. Berlin, 18. November. Wie ber „RetchSanzetger" melbet, trat heute unter dem Vorsitz bes Dtrectors ber Colonial- abtheilung, Frhr. v. Richthofen, ber Colontalrath zu- sammen. Der Vorsitzende sprach dem Herzog-Regenten von Mecklenburg-Schwerin ben Dank beS Colontalraths für fein Erscheinen an». Al- Vertreter beß ReichSschatzarnrS war ber Geh. RegierungSrath Twele anwesend. Nachdem ber Vorsitzende einen allgemeinen Ueberbltck über den derzeitigen Zustand des Schutzgebiete» und über die wichtigen Ereignisse im Bereich ber Colontalverwaltung seit ber letzten Tagung deS Colontalraths gegeben hatte, trat ber Colontalrath tn bte Tagesorbnung ein. Den ersten Gegenstand derselben bildete der Etat für daS ostafrikanische Schutzgebiet. Bel der Berathung diese» Etat» wurden besonders eingehender Erörterung unterzogen: der Forstschutz im Schutzgebiete, die Landvrrmessung, die Begründung einer tropischen Versicherung-- station, die Beschaffung eine» Dampfers für den Tanganjika- See, die Usambara Eisenbahn, die Heranbildung ber Hanb« werter, bte Vorbildung ber Beamten usw. Berlin, 18. November. Bet ber heutigen Rekrutenver- eidtgvng hielt ber Kaiser eine Ansprache, in welcher er dieselben barauf aufmerksam machte, baß ihre Pflicht nicht leicht sei. Sie verlange Selbstzucht unb Selbstverleugnung, unbedingten Gehorsam unb Unterorbnung unter ben Willen de» Vorgesetzten. Biele Beispiele ans ber HeereSgeschichte seien vorhanben, Tausenbe hätten ben Eib geschworen unb gehalten unb beShalb sei unser Vaterland unb unser Heer siegreich unb unüberwindlich. Sollte an ben Einen ober ben Anderen ber jungen Solbaten währenb seiner Dienstzeit die Versuchung herantreten, fei es in sittlicher Beziehung ober in seinem Berhältniß als Soldat, so müsse sie zurückgewiesen werden im Hinblick auf ben Fahneneib, im Hinblick auf die Vergangenheit bes Regiments, im Hinblick auf den Rock be» König». Wer gegen ben Rock de» König» etwas thue, dem stehen die schwersten Strafen tn Ausficht. Der Rock des König» müsse so gehalten werden, daß die Welt unb bie, welche ihn nicht tragen, mit Achtung auf bte Soldaten sehen wüßten, und die, welche gegen ihn stehen wollten, an dem । Soldaten zu Schanden würden. Der Kaiser schloß mit ben Worten: Stehet fest tn Euerem unerschütterlichen Glauben unb Vertrauen auf Gott, ber uns niemals verläßt, bann wirb meine Armee unb vor Allem meine Garbe zu jeder Zeit, Im Frieden wie im Kriege ihrer Aufgabe gewachsen sein. Euere Aufgabe ist eS nun, treu zu mir zu halten und unsere höchsten Güter zu vertheidigen, sei e- gegen einen Feind nach außen ober nach innen, zu gehorchen, wenn ich befehle unb nicht zu weichen von mir. Wien, 18. November. In der heutigen Sitzung de» Bubget-Au-schusse» würbe bas Gesetz über bas Aus« glelch-provisorium angenommen unb mit ber Berichterstattung im Abgeorbnetenhause ber Abgeorbnete Dr. Pteuta betraut. 1 Alle Abänderung-Anträge, welche bie Opposition gestellt hatte, würben abgelehnt. Brüssel, 18.November. Der Professor William Prinz von der hiesigen Universität melbet, daß er Mitte December eine wissenschaftliche Expedition einrichte zum Studium deS Nordlichts in der Nähe vom Nordcap. Loudon, 18. November. Der „Standard" meldet an» Athen, daß die Maßregel, die den am Kriege betheiligten Einwohnern von Thessalien die Rückkehr tn ihre Heimath untersagt, noch Immer intact ist. Simla, 18. November. Eine Abtheilung der Expeditton de» Generals Kemps tert ist auf bem Buschwege tn ba» Lager der Feinde von diesen angegriffen unb abgeschnitten worben. Ein Lieutenant unb neun Soldaten wurden ge« tödtet, Oberst Alhott, ein Hauptmann, ein Lieutenant unb 23 Solbaten würben verwundet. Berlin, 19. November. Der Kaiser ist gestern Abend zur Jagd tn Letzlingen eingetroffen. An derselben nehmen zahlreiche Gäste Theil. Unter diesen befinden sich Reichskanzler Fürst Hohenlohe, Landwirthschast-minister v. Hammer« stein unb Kriegsminister v Goßler, außerdem Fürst Radztwtll unb viele Andere. Abenbs fand große» Souper statt. Berlin, 19. November. Au» Kiel melbet da» „Berl. Tagebl.": Der Panzerkreuzer „König Wilhelm" soll in einigen Tagen eine AuSlandretse antreten, angeblich nach Haiti. Berlin, 17. November. Wie bie „Nationalzeitung" erfährt, soll ein anberes Schiff in die kretischen Gewässer gesandt werben, da bte „Kaiserin Augusta", welche jetzt bort stationirt ist, in anderen Gegenden nothwendtg sei. Man glaubt, sie sei vielleicht dazu bestimmt, da» ostafiattsche Geschwader zu verstärken. Berlin, 19. November. Der „Local-Anzetger" meldet an« Friebrtchsruh: Fürst BtSmarck hat neuerdings viel unter Beinschmerzen zu leiben, welche namentlich wegen ihrer schlaf- raubenden Eigenschaft störend wirken, ohne jedoch da» Ge« fammibefinden deS Fürsten ungünstig zu beeinflussen. Dresden, 19. November. Der Schriftsteller Ernst Eckstein liegt infolge eines Schlaganfalles krank darnieder. Paris, 19. November. Die Kaiserin von Oester- reich wird sich nächste Woche auf der Durchreise nach Biarritz tn Paris aufhalten unb bem ElysSe einen Besuch abstatten. Kanea, 19. November. Die beutsche Besatzung wird erst heute durch bie hier eingetroffene „Kaiserin Augusta" vollstänbig eingeschlfft unb bte beutsche Fahne von ben FestuogSwällen eingeholt werden. Gießen, 19. November 1897. •• Ernennungen. Seine Königliche Hoheit ber Groß- Herzog haben Allergnäbigst geruht, den Regierungsbaumeister Hermann Gombel aus Gonterskirchen zum Kreisbau- inspector des Kreises Groß-Gerau unb ben Regterungsdau- meister Johann Funk auS Wenbel-Heim zum KretS- bauinspector des Kreises Büdingen, ben Oberförster Carl Weber, dermalen zu Schotten, zum Oberförster der Ober« försteret Ortenberg mit dem Wohnsitz zu ConradSdorf und den Forstaffeffor Gustav Schneider aus Ober-Seemeu zum Oberförster der Oberförsteret Babenhausen, sowie den Steueraffeffor Heinrich Schwarz au» WormS zu« HauptsteueramtSasfistenten bei dem Hauptsteueramt Bingen zu ernennen. ♦* Eiseubahu-Uufall. Die Maschine beß gestern Abend 7 Uhr 53 Mtn. von Frankfurt eintreffeuden Person en- zugS stieß beim Abfahren nach der Wafferftation auf einen Rangirzug. Es fand eine theilweise Entgleisung statt. In- folge deffen erlitten die folgenden Personenzüge Verspätung, well den au» ber Werkstätte kommenben Maschinen ber Weg nach der Station versperrt war. ,VH. btadttheater. Da» Ballet-Ensemble „Excelsior" gab gestern seinen zweiten unb letzten Gaftsptelabend unb -war mit großem Erfolg. In bem zuerst aufgeführtea „Zigeuuertanz" glänzte als Solotänzertn Frl. Kunsch« mann. Die Leistung ber Prima-Ballerina war eine vorzügliche. AIS zweite Tanzpiöce folgte ein „CzarbaS", ber beliebte ungarische Nationaltanz, unb ben Beschluß machte eine „Große Pariser Quadrille". Letztere war der Glanzpunkt deS Abends unb entzückte durch die Originalität, mit welcher die graciöS'lebenbtge französische Tanzweise wieder- gegeben wurde. Vervollständigt wurden die feffelnden Darbietungen durch die prächtigen, dem jeweiligen Sharacter der Tänze entsprechenden Costüme. Das RssumL für da» künst- krisch tüchtige Ensemble an hiesige» Platze war durch, schlagender Erfolg und enthusiastischer Applaus an beiden Abenden. Als Zeit ausfüllend wurden zwei Einacter ge- gebe«, zuerst daß Scherzspiel von D. Schrutz, „Die Linden« wirt hin", dem das Genrebild „Kurmärker und Picar de" folgte. Ersteres ist eine originelle, dramatisch auSgearbeitete Variante über Rudolf BaumbachS herrliches allbekanntes Lied „Keinen Tropfen i« Becher mehr." Wenn auch die Verse jeglichen Schwung und poetisch tiefere Auf- faffung vermtffen lasten, so läßt da» Ganze doch nicht ohne sympathischen Eindruck,- der etwas sentimental gehaltene Schluß ist von feiner Wirkung. Frl. Marlo ff al» Linden» wirthin und Herr Janson als „fahrender Geselle" ernteten für ihr gefälliges Spiel wohlverdienten Beifall, desgleichen Herr Dir. Helm als Landwehrmann Schulze und Frl. von Winter stein als Picarde im zweiten Einakter. Noch wirkungsvoller wären beide Stücke gewesen, wenn das Zu« sammensptel nicht so schleppend, sondern flotter gewesen wäre. Doch verwundern wir unS darüber nicht,- ist doch Zuhören und Gehen beinahe jeden Abend schon anstrengend, wie viel mehr die geistige und mimische Arbeit der activirenden Personen. • • DetaillistenBerein. Am Mittwoch Abend fand im Hotel Etnhorn der erste Vortrag besagten Verein» durch Herrn LandgerichtSrath Müller statt. Nach Begrüßung der Erschienenen, unter denen sich auch der Vorsitzende der Handelskammer, Herr Eommerzieurath Koch und mehrere Mitglieder der Kammer, sowie eine Anzahl jüngere Juristen befanden, durch den Vorsitzenden, bemerkte derselbe, daß neben den Bestrebungen, den Kleinhandel zu schützen, der Detaillisten-Vereiu sich die Aufgabe gestellt hätte, Borträge zu veranstalten, die für den Handelsstand von allgemeinem Interesse seien und den Zweck hätten, den Laien mit den neuen Handelsgesetzen vertraut zu machen. I« vorigen Jahre sei schon der erste Versuch gemacht worden und sei geglückt. Durch die Bereitwilligkeit des Herrn Landgericht«, rath Müller wäre der Vorstand heute schon in der Lage, den ersten Vortrag sür diesen Winter zu veranstalten uno hoffe er, daß demselben bet dem erforderlichen Jntereffe Seitens des Handelsstandes weitere folgen werden. So« dann ertheilte er Herrn Landgerichtsrath Müller das Wort. Der Vortragende bemühte sich, die vielfachen Abweichungen des neuen Handelsgesetzbuch» vom seitherigen, jetzt noch geltenden Handelsrecht, darzuftellen, und selbstverständlich kann die» nicht im engen Rahmen eines einmaligen DortragS geschehen, vielmehr wurden nur die bezüglichen Abschnitte deS Ersten Buchs, Personenrecht, und einige allgemeine Verkehrs. rechtSgrundsätze besprochen. Dabet war die Darstellung deS geltenden Rechts vergleichsweise unerläßlich, um bie Verschiedenheiten deutlich zur Geltung zu bringen. — Der Vortrag gab zunächst eine rechtsgeschichtliche Einleitung, und verbreitete sich dann über baß Verhältuiß de» Handels. gesetzbuchS zum Bürgerlichen Gesetzbuch, über daS Handels- gewohnheitsrecht, die Veränderungen in Begriff und Umfang der Kaufmannsqualität, Handelsregister, Ftrmeurecht, Handelsbücher, Procura, Handlungsbevollmächtigte, HandlungSgehülfen, Lehrlingswesen, Eoncurrenzclausel, da» neue KündtgungSrecht mit Handelsagenten. Das vorstehende Verzetchntß läßt er» kennen, daß ganz verschiedene Dinge zur Erörterung standen, so daß ein durchgehender innerer Zusammenhang nicht gegeben war. In Betracht dieser Umstände ist eS dem Vortragenden, der anscheinend daS Material in zulänglicher Weise beherrscht, im Allgemeinen gelungen, die theilweise spröden Gegenstände der Besprechung, die in der gesetzlichen knappen Fassung dem Jutereffe und Verständuiß der Nichtjuriften vielfach wenig zugänglich erscheinen würden, in einer allgemein faßlichen und verständlichen, theilweise geradezu Jntereffe bietenden Weise zur Darstellung zu bringen, und wurde eS ihm mög« lich, die Aufmerksamkeit der Hörer zwei volle Stunden zu feffeln. Nach Beendigung deS Vortrages dankte Herr Balser Namens der Anwesenden Herrn LandgerichtSrath Müller für seine Ausführungen, welche in so klarer und faßlicher Vortragsweise viel Mühe und Arbeit in der Zusammen» stellung deS Materials verriethen und knüpfte den Wunsch daran, bald zu dem zweiten Theil seines Bortrage» einladen zu können. Nachdem Herr Commerzienrath Koch und Fabrikant Georgi noch eine kleine Ditcussion veranlaßten, schloß der Vortragsabend. Ob eine Fortsetzung dieses Vor« tragSgegenstande», insbesondere über allgemeine Verkehrs» rechtSgrundsätze, Handelsgesellschaften, Actienrecht, Handelskauf, Spedition, Frachtgeschäft, Eisenbahntransportgeschäft statt» finden wird, bleibt demnächsttger Bekanntmachung Vorbehalten. * * Am preußischen Bußtage war, wie alljährlich, unsere Stadt besonder» von Wetzlar au» zahlreich besucht. So sollen am Mittwoch in Wetzlar gegen 500 Fahrkarten nach Gießen gelöst worden sein. Außerdem hatte das schöne Wetter viele Fußgänger und Radfahrer veranlaßt, Gießen und seiner Umgebung einen Besuch abzustatten. • • Liederkranz Jubiläum. Sonntag den 28. November. Die Vorbereitungen zu dem 60. Stiftungsfest des Liederkranzes nahen sich ihrer Vollendung. Die Proben des MassenchoreS, zu denen Bürqergesellschaft, Harmonie, Heiterkeit, Kronbauer»Ouartett, Liederkranz und Sänger» kranz ihre Mannen stellt, find im vollen Gange und loffen auf eine mächtige Wirkung am Coucerttage schließen. Ebenfalls find Unterhandlungen mit einer jungen, beliebten Sängeiin so gur wie perfect, sodaß jrdenfalls in den allernächsten Tagen da» Programm veröffentlicht werden kann. Der Liederkranz hat auf Anregung die Einrichtung getroffen, daß auch dem Verein ferner Stehende, die nicht geladen werden können, gegen ein mäßige» EntrSe dem Eoncrrte beiwohnen können. • * Die Zahl der tu Frankfurt wohnenden Hessen wurde nach dem soeben ausgeqebenen städtischen DerwaltungSbericht für das Jahr 1895/96 am 2. December 1895 mit 30 232 Personen ermittelt. ’• Die VolkSschullehrer unsere» Laude» erstreben gegenwärtig bei den gesetzgebenden Faktoren eine Erhöhung der Wittwenpenfion von 450 auf 600 Mk.,- ferner den Erlaß | der Beiträge zur Wittwen- und Waiseukaffe — 104 Mk. Eintrittsgeld und 42 Mk. Jahresbeitrag — und endlich die Verleihung der destnttiven Rechte an solche Schulverwalter und Schulverwalterinnen, welche nach fünf Jahren gewiffeu- Hafter Dlenstführung noch nicht zur definitiven Anstellung ge- langen konnten. • • Wetterbericht. Die Depression, welche gestern nördlich von Schottland lag, ist weiter nordostwärts bis zur norwegischen Küste gezogen und hat sich zugleich vertieft. An der Nord« und Ostseeküste find derselben zahlreiche Theilmintma vorgelagert, wodurch die Witterung bi» in die continentaleren Lagen hinein beeinflußt wird. Ueber Süd» und Südost. Europa besteht der hohe fort. In Süddeutschland ist die Bewölkung vielfach wechselnd- im Alpengebiet war der Himmel am Morgen meist heiter und find dortselbst auch die Temperaturen weiter gestiegen. — voraussichtliche Witterung: Bei veränderlicher Bewölkung im Allgemeinen noch kühles Wetter. n. Nutterihausen, 18. November. E» dürste selten vor- kommen, daß eine Gemeinde in ihrem Bauterrain so eingeengt ist, wie die unsrige. Man beabsichtigt deshalb einen Thurm, den die Gemeinde zum Trocknen der Spritzenschläuche nöthig hat, in dem HauSgarten deS hiesigen Schulhauses zu erbauen. Wollen wir hoffen, daß unS in unserer bedrängten Lage von Großh. Schulbehörde wegen deS Bauplatzes keine Schwierigkeiten gemacht werden. ES dürfte unser Vorgehen umsomehr zu rechtfertigen sein, da gedachter Garten ja einen Flächeninhalt von 200 bis 300 Quadratmeter hat. T. Altenstadt, 18. November. Ein in hiesiger Gegend viel besprochener RechtSfall kam in der letzten Schöffen» gerichtSfitzung deS Großh. Amtsgerich'S dahier zur Ber» Handlung. Der zu Grunde liegende Thatbestaud ist kurz folgender: Einem bet der Wittwe Koch zu Langenbergheim bediensteten Knechte von AltwiedermuS im Alter von etwa 50 Jahren wurde im verflossenen Sommer angeblich wegen seine» ungebührlichen Betragen» eines Tages eine wahrschein- Uch nicht sehr gelinde Tracht Prügel von seinem jungen Herrn, dem Sohne der Wittwe Koch, und einem Mitknechte verabfolgt. Sofort verließ der Betreffende seine Herrschaft und erstattete der Bürgermeisterei Anzeige über den Vorfall. Am nächsten Morgen wurde der Knecht durch im Felde arbeitende Leute unter einem Fruchthaufen aufgefunden, wo er die Nacht verbracht hatte. Da er infolge der empfangenen Schläge den einen Arm nicht recht gebrauchen konnte, waren ihm die Leute beim Anziehen seines Rockes, der ihm in dem luftigen Nachtquartier als Decke gedient hatte, noch behilflich, worauf er fich in der Richtung nach dem Walde entfernte. Eine Woche darnach fand man den Verschwundenen im Walde an einem Baume hängend und bereits stark in Verwesung übergegangen. — Bei der alsbald in Gegenwart eines Vertreters der Staatsanwaltschaft durch den Kreisarzt des Kreises Büdingen und den praetischen Arzt von hier vor- genommenen Scction der Leiche konnte weder festgestellt werden, daß ein Verbrechen von anderer Sette vorltege, noch daß der Selbstmord in einer durch vorliegende Mißhandlung verursachten Geistesstörung begründet sei. Die beiden An« geklagten, Herr und Knecht, wurden daher nur wegen Körper« Verletzung zu je zwei Monaten Gefängniß verurtheilt. Die Zeugenaussagen früherer Dienstherrschaften deS Erhängten fielen nicht günstig für denselben auS; er wurde als ein jäh. zorniger Mensch von roher Gesinnung geschildert. □ Darmstadt, 18. November. In gestriger geheimer Sitzung deschloffeu die Stadtverordneten die Eröffnung der Strecke der electrischeu Straßenbahn Böllenfallthor (südliches Waldende, nach Niederramstadt zu)—Westbahn. Höfe am 23. ds. MtS. unter entsprechenden Feierlichkeiten. Anregungen auf Vermehrung der Zahl der Haltestellen, deren im Ganzen 29 auf den beiden Limen vorgesehen find, in der heutigen öffentlichen Stadtverordneten Sitzung wurde nicht stattgegeben, ebenso nicht solchen, die für den Fahrtbeginn Morgen» 7 Uhr (statt 8 Uhr, wie bestimmt) fich aussprachen, da bann der 14 Stunden-Dienft überschritten werde und eine neue Garnitur Personal nothwendig würde. Ein wohl« gemeinter Antrag eines Stadtverordneten, der für den Mittag de» Eröffnungstage» freie Fahrt für da» Publikum auf der Bahn wünschte, fand keine Gegenliebe,- mit Recht wurde auf mit ziemlicher Sicherheit bei einer solchen Fret-Benutzung auf» tretende Unglückssälle hingewiesen, deren Wahrscheinlichkeit schon bei den Probefahrten in hohem Maße vorlag. Auch von einem intensiveren als vorläufig Ernviertelstundeu. Verkehr wollte man am Bürgermelftereitische nicht» wissen, da zunächst Erfahrungen bezügl. Frequenz usw. abgewartrt werden müßten. — Auch mit der neuen Electrischeu im Zusammenhang steht eine an die Stadtverordneten gelangte um» fangretche (64 Paragraphen vmsaffende) neue Straßen- Verkehrsordnung für die Stabt, deren Berathung noch ausstehl. — Don weiteren auSwärt» interesfirenden Der- Handlungsgegenständen möchte zu erwähnen sein, daß die Kasse unseres Electricität»werke» (da», letzthin wesentlich vergrößert, auch den Strom für die elektrische Bahn liefert) im Betriebsjahr 1896/97 einen in die Stadtkaffe fließenden reinen BettiebSüberschuß von rd. 52 640 Mk. ergeben hat. — Die Realschulkass.e erforderte im gleichen Zeitraum einen städtischen Zuschuß von rd. 27 830 Mk. Darmstadt, 18. November. Zwei Handwerks- burschen, welche seit einigen Tagen arbeitsuchend zusammen- reisten und gestern Vormittag auch die hiesige Stadt pasfirten, setzten fich in der Nähe von Dieburg zum AuSruheu nieder. H erbet zog der eine seine silberne Taschenuhr, welche er an einem Bande bei fich trug, heraus, um nach der Zeit zu sehen. Sein College erbot fich hierbei, ihm ein schöneres Band an die Uhr zu machen und lieh sich dieselbe geben. Da da» alte Band schwer abzubringen war, erbat er fich auch noch daS Messer. Im Besitz dieser beiden Gegenstände ging nun der Bursche flüchtig, seinem Collegen ein spöttisches Adieu zurufend. Der Bestohlene nun hinterher in der Richtung nach Darmstadt. Unterwegs verlor jedoch der Geschädigte den Dieb außer Gesicht. Auf dem Polizeiamt Darmstadt meldete fich gestern Abend ein Handwerksbursche obdachlos und gab ein Taschenmesser ab, etwa eine Stunde später meldete fich noch ein Handwerksbursche obdachlos und mürbe zu dem anderen in die Zelle untergebracht, woselbst Beide die Nacht zubrachten. Heute früh bet TageSltcht gab eS nun ein gegenseitiges Erkennen: e» sahen sich der Dieb und der Bestohlene erstaunt wieder zusammen. Dem bald darnach In der Zelle erschienenen Polizeibeamten wurde von dem Diebstahl Kennmiß gegeben und fand fich auch die Uhr, trotzdem der Dieb zuerst leugnete, in einem Strumpfe vor. Der Barsche, welcher wegen Diebstahls bereits wiederholt vorbestraft ist, wird feiner Bestrafung nicht entgehen. »DaS war kein freudig Wiedersehen!"Dst. Tal. Anz. • Wiesbaden, 18. November. Der wegen Unterschlagung von 10000 Mark steckbrieflich verfolgte Posta'fistent Heinrich Hedrich wurde heute früh hier verhaftet. In seinem Besitze fanden fich noch 1150 Mk. in Baar und für 116 Mk. Lotterieloose und Briefmarken. ♦ Bonn, 18. November. Mehreren C orpSstud enten, die wegen Zweikampfes zu drei Monaten Festungshaft verurtheilt worden waren, ist durch Gnadenerlaß diese Strafe auf drei Tage Festungshaft ermäßigt worden. * München, 17. November Der bereits erwähnte im MaximtltauSkeller heute früh 8 Uhr vorgekommene entsetz« liche Bau Unfall ist auf ganz ungeheuerliche Nachlässig- leiten zurückzuführen. Mit 45 Arbeitern wurden Auswechslungen in den Kelleranlagen vorgenommen. Dazu hatte man keine baupolizeiliche Genehmigung. Die Baupolizei hatte überhaupt keine Kenntniß von den Arbeiten. Der über den Kellern liegende Saalraum war nicht oder nicht genügend gestützt worden. Infolgedessen brachen die Pfeiler deS Saale». Die über dem Saal liegenden Lagerfässer drückten die Saal» decke durch, stürzten auf da» Kellergewölbe und durchschlugen e». Die sechs mit in den Keller gestürzten oder dort verschütteten Arbeiter konnten den Tag über nicht heran»- gebracht werden, obwohl Feuerwehr, (©antiätecolonne und eine Abtheilung Pioniere eingriffen. Die Bergungsarbeiten wurden durch die Gefahr weiterer Einstürze sehr erschwert. Man glaubt nicht, daß einer der im Keller Verschütteten noch am Leben ist. Die im Saale und an der Oberfläche de» Gewölbe» Verschütteten wurden al»bald geborgen. Eine Mörtelträgerin wurde sterbend herau»gebracht. Zwei Arbeiter waren furchtbar zugerichtet. Acht weitere hatten Knochenbrüche, Kopf- und innere Verletzungen, Leudenbeschädig- ungen rc. ES war eine furchtbare Arbeit, welche die Aerzte im nahegelegenen Haidhauser Krankenhau» zu bewältigen hatten. Der Unwille in der um die Unglücksstätte sich drängenden Menschenmenge war groß. Und mit Recht! Da gehen die Leute am Morgen an ihre Arbeit und die Nacd? läsfigkeit de» Arbeitgeber» bereitet ihnen und ihren Angehörigen die Katastrophe. Die Armen, BedauernSwerthen! Abends wurde der verantwortliche Baumeister Klinger und Parlier Henke verhaftet. * Brussel, 18. November. Während der gestrigen Vorstellung tm hiesigen CireuS Wulff wurde eine Thter» bändigerin, als sie den Löwenkäfig betrat, von der Löwin angegriffen und zerfleischt. Schwer verletzt wurde sie weg- getragen. Im Zuschauerraum entstand eine Panik, mobe1 mehrere Personen verwundet wurden. * Einen Einjahrig-Freiwilligen hat gegenwärtig die R egi« mentsmusik deS Kaiser Franz'Regiments. Er heißt Willy Lehmann und ist der Sohn eines Steuerbeamten an» der Wafferihorftraße, der ebenfalls bet der Musik bei Franz-Regiments gedient hat, und zwar unter Saro. * Wa» die Beresina birgt. Im Anfänge dieses Jahres hatte die Russische Regierung für Lieferung von besonders leistungsfähigen Dampfbaggern einen Internationalen Wettstreit eröffnet, au» dem mit den besten Entwürfen die Schiffs- und Majchinenbau-Acttengesellschaft Dorrn. Gebrüder Schultz in Mannheim aU Siegerin hervorging. Bet der kürzlich stattgefnndeaen Prüfung und Abnahme von zunächst drei Baggern durch eine kaiserl. russ. Commission erzählte der Chefingenieur des Wasserbaues der Beresina, daß aus diesem Flusse unausgesetzt eine große Menge von Menschenschädeln und Knochen, Waffen und Rüstungen her- auSgebaggert werden — Ueberbleibsel jener großen Armee Napoleon- I., von der auf ihrem Rückzüge aus Rußlack tm Jahre 1812 gegen 50,000 Mann den Tod in ber Beresina fanden. • Eine niedliche Geschichte, die fich gestern auf den Hhpothekenamt in Frankfurt zugetragen hat, erzählt dal dortige „Jnt..Bl.": Ein hiesiger Obsthändler war auf dal Hypothekenamt geladen. An seiner Stelle erschien die Fror und theilte dem Vorfitzenden mit, ihr Manu befinde fich au' einer Geschäftsreise und könne nicht zum Termine kommen Es wurde ihr bedeutet, daß diese Art der Eutschuldigunj nicht angehe und wenn keine Bestrafung erfolgen solle, eint moitoirte Entschuldigung schriftlich eingereicht werden müsse. Man reichte ihr einen Bogen Papier und verwies sie zuv Gebrauch von T ute und Feder. Die Fran stand wie oei fteinert da und wußte mit dem Papier und der Feder nichtl anzufangen. Ein dasitzender Anwalt und Notar begriff btt Verlegenheit und faßte ihr rasch ein EntschuldigungS-Gesuä für ihren Mann ab und wie» sie an, solches alsbald den Vorsitzenden einzureichen, was auch'geschah. Die Entschuldigov; wurde alS genügend erkannt. Hierauf drehte sich die alt: Frau herum und sagte: „Sie, junger Herr, ich danke Ihr'- aach. Jetzt solle Sie aach ’n Schoppe Bier vor met Rcct nuug trinke." Sie griff in ihie Tasche und legte ih» lO Pseumg hin. Der Scene folgte allg meine Heiterkeit. Dtt Frau griff hierauf nochmal» ta ihre Schürztasche und (egte noch 10 Pfennig hin und fügte bei: „Noch ein auf w" Gesundhe t." Nun brach ein homerisches Gelächter Io#- Ein neb.n ihr stehender Manu raunte ihr zu: „Der Tiani ist ja der Notar Dr. . . „EiS wa»", rief sie, „bi- tiit $* °d»°chi°r 'MÄ ,’5t« '«111)1 „b^-dle ffZ Äi“-t6=l«rl< 1 JJ’’“1 3« W«(. 8«« m n,u6Mfi '$ltW«butu, S'kM. h'«''l«6 bitff «aßigt worden. i erwähnte in I vorgekommenr enchtz. MxW NachlLjflz, ;tIn wurden AuSwecht. mtD- Dazu hatte wai Die Banpoltzel halt, bMen. Der über dea ’1 odrr nicht genitgevi die Mer des Saale». W drückten die Saal- Er und dnrchschln^n iiürzlen oder dort ver- g über nicht heran-. / Santlat-eolvunr unb Die BergullMbrilr ivstürze srhl rrichwei! ieller verichüttrtrn ir. in der Oderfläche bald geborgen, tat at gebracht. Zwei lv Acht weitere hotten tzungen/ LendenbesihLdlg. irbeit, welche die Serzte i. lenhani zu -mältige?. btt UaglÜckSstälie flch j Hab mit 9Mt! Da i fabelt Itob bit Ms ttttt unb ihren flogt* , BedMln»ivertheli i Meister Siinger und rnb brr Mgrn Dvr« \ «mbr mr Wx* rtrai, von der 8'öwio I arrirtzt wmdr str n>«lp mb eine Panik, »obr d gegenwärtig dirRezi ^Regiment». Er hi! |n eines Sieuerbeao | all- bei der Muflk rar unter Saro. Anfänge dieses Ick ieferung von Mo”1" n internationalt- t den besten meskWast vorm- ® i Siegerin hnvorgiog- w*«*S .toleeti dn Viann den * M ifcä“ M --S «W*' ,*'ier undc < ^terr N- 8'^5 g!l« «** Ä’tfS?*' eraus d^ . ^ke A E fl * $ ?='$!* < be>" L Kelächiil om-ri'ch^. -D nntt 'hl/'rief^" SiS ®a<' toerb doch kaa Beleid ig ung tklag Wege bene zwaa Schoppe anfange?" Tie Frau wurde darüber getröstet, die 20 Pfennig jedoch eingestrichen und in die Sammelbüchse für arme Kmder geworfen. Kirc^lic^e Anzeige« öo? Stab» tvietzen. Evangelische •emeinbt Sonntag, den 21. November. 23. Sonntag nach Trinitatis. Todtenfey. Gottesdienst. 3» der Aodan«e»kt»ch«. Vormittag- 9Vr Ubr: Pfarrer Dr. Nau mann. Vormittags 11 Uhr: KindergotteSdtenst für die Johannes, gemeinde. Plärrer Dr. Naumann. Nachmittags 5 Uhr: Liturgische Andacht. Pfarrer Schlosser. Montag den 22. November, Abends 8 Uhr: Bibelstuude im Confirmandensaal der Johanneskirche. Psalm 126. Pfarrer Dingeldey. In der Friedhof-eapelle. Vormittags 9‘/e Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Im «onstrmaudeusaal, Neustadt 61. Vormittags 11 Uhr: Ktnderkirche für die MatthäuSgemeinde. Pfarrer Schlosser. Donnerstag den 25. November, Abends 8 Uhr,: videl stnnde. 1. Cor. 4, 14 bis 21. Pfarrer Schlosser. Sonntag, den 28. November, 1. Advent, findet Beichte und heiliges Abendmahl für alle vier Gemeinden im VormittagsgotteS- dienst in der Johanneskirche statt- Anmeldungen vorher bet den Pfarrern erbeten. Am Sonntag, den 5. December, 2. Advent, robb im Abend« gotteSdienst das heilige Abendmahl für die Johannes- und Lucas- gemeinde, am Sonntag, den 12. December, 3. Advent, ebenso für die Matthäus« und Marcusgemeinde gehalten werden. -katholische Gemeinde. Samstag den 20. November Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl Beichte; Sonntag den 21. November. 24. und letzter Sonntag nach Pfingsten. Vormittags von 61/« Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; , um 7 Uhr erste hl. Messe; vor und in derselben Aus- theilung der heil Communion; , um 8 Uhr zweite hl. Mesie; Mtlitirgottesdienst mit Predigt; Vormittags um 9Ve Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 5'/, Ubr Cbr stenlehre; darauf saeramentalische Bruderschastsandacht. Abends um 8 Ubr ln Steins Saal: QtamHittiabenb# wozu die ganze katholische Gemeinde eingeladen ist Donnerstag, den 25. November, am Geburtstag Seiner NSuigUche« Hoheit deS «rotzherzogs, Vormittags um 9'/, Uhr Hochamt mit Te Deum. An diesem Tage fallen die beiden hl. Messen auS. ------- Illröckgeskhtk Stoffe für zvklhllachtsgkschkllkk. ------ 6 Meter soliden Stoff zum Kleid für Mk. 1.80, 6 e „ Frühjahr- u. 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November 1897. 10653 Großh. Bürgermeisterei Steinbach. _______________________Krämer._______________________ Ortskrankenkasse Gießen. Sonntag den 28. November 1897, Nachmittags 3 Uhr: Generalversammlung im Saale des Leuz'scheu Felfenkeller. Tagesordnung: 1) Wahl eines Ausschusses für Prüfung der Rechnung des laufenden Jahres. 2) Wahl des erforderlichen Vorstandes und der Ersatzmänner. 3) Statutenänderung, und zwar: a) zu § 42. Hinter baare Auslagen, Zeitverlust für jede angefangene Stunde sind 50 Pfg. den Vorstandsmitgliedern aus der Kasse zu ersetzen. b) § 43, Abs. 3 soll gestrichen werden. c) § 31, sollen die Kassenbeiträge, Antheil der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, getrennt ausgeführt werden. d) § 14 Ziffer 3, oll das Krankengeld vom Tage der Erkrankung und für jeden Sonn- und gesetzlichen Feiertag auch die Kranken. Unterstützung für 26 Wochen ausgedehnt werden und zwar für die letzten 13 Wochen pro Tag die Hälfte des seither bezogenen Krankengeldes. e) zu den Vorschriften über das Verhalten der Kranken soll zugefügt werden, daß die vom Arzte ausgestellten Krankenscheine bei Mei- düng von Strafe von 50 Pfg. bis 5 Mk. auf der Kasse sofort vorgezeigt werden sollen. Nur die Vertreter der Kasse sind berechtigt, an der Generalversammlung theilzunehmen. 10479 Der Vorstand. SMF Da in der Annonce im Anzeiger Nr. 268, vierte? Blatt, ein Druckfehler unterlaufen ist, so kann deshalb die Generalversammlung Sonntag den 21. November nicht stattfinden. Oberhesfischer Geschichtsverein. V ersammlung am 24. November, Abends 8Va Uhr pünktlich, im oberen Saal des Cafö Ebel. Rechenschaftsbericht. Dortrag von Herrn Privatdocenten Dr. J. EL Dieterich. Die Mitglieder des Vereins, die nach dem Vortrag wissenschaftliche Mtttheilungen zu machen wünschen, werden ersucht, unter Angabe des Gegenstandes ihre Absicht drei Tage vorher dem Vorsitzenden anzuzeigen. Während des Vortrags und der Verhandlungen sind Rauchen und Speisen nicht gestattet. Gießen, im November 1897. 10668 Der Vorstand. Daunen-Dcckbctten, I Stück für 17,50 Mk., mit 4 Pfund grauen Daunen gefüllt, aus federdichtem türk, s rothen Daunencöper; Größe: 130 cm breit, 180 cm lang Paffendes Kiffen, Stück 5,25 Mk., Größe: 80/-0 cm. S 10539 . M. Nr. 47463 aeschüyk. Ich versende Mark! Fantasie-Artikel. Wollene Kinder-Mäntel und Cape*, » „ Jäckchen und Kleidchen, , „ Häubchen und Mützen. Seidene und Plü*ch-Kinder-Häubchen. Strickwolle ß?" in nur guten Qualitäten MK das Pfund za 1,55 «£, 2,15 JL, 2,75 JL, 3,55 JL, 4,5t1 JL etc. Jedes Pfund enthält, wie bekannt, 50 Gebinde L 1 Doth. Sämmtliche Strickgarne werden der Kundschaft vorgewogen. 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