• e v>kkb. L21' Octoi, Wäsche, gen, Verarbeitung 8894 hne, etteit, federdichtm Hirt 180 cm fang. W. 80/80 cm. K Co. ITOU tit 8680 108.« 22.46 M m l«l WW «d. DbL )L WLM icaeo M.®tmLb.l906 100.M A.W.mk.b.M 10TÄ ;.g.8tunLbl906 10050 Ärolb.1900 10100 le» e*i •* 80.16 16996 Ul'/. eg 8^ 14. 14»it 224." Süd»/ tthakb^: , ojjcrboft hainiÄb-1 ÄS S» 110.10 >1°. ■Öf ;L-°° iitai^5k9' rfisoo fift* ff» 144.65 151.35 113.50 131.1° 41.1° 135.80 125.60 129.55 92.30 36.10 144.6» 158." 131.80 4060 136.10 125.40 129.90 92.10 36.15 ,71° 101-8° 00 12.95 22." 23-" 23X 3925 22.9° 109." 21.15 12.95 22.-; 23JJ 23j Äachkl^' «Su'oo .Q 10 «Qi ste -?r. 246 Erstes Blatt MM»°« dni 20, Oktober 1897 Der Kietzener Anreiger erscheint täglich, eilt Ausnahme des Montags. Die Giehener ^^mitieuötälter werden dem Anzeiger «vSchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. vierteljährig» AOonnemeutspreiL^ 2 Mark 20 Pfg. mtt Bringerlohn. Durch die Post bezog«- 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Txpeditioe und Druckerei: Schotstratze Ar.7» Fernsprecher 51. Aints- und Anzeigeblntt für den Ureis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für de« /rflv,»4*x Ql*C**«*Ma*4*v Me Annoncen-Bureaux des In- und Auslande- nehm« folgenden Tag erscheinenden Nummer bi« Bonn. 10 Uhr. HMllSpeilllge. Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgehe. lieber Reservatrechte. Daß e» im Jahre 1871 vielen unserer deutschen Staaten recht schwer gefallen ist, einzelne ihrer bisherigen Rechte und Befugnisse an daS Reich abzutreten, ist sehr erklärlich, ebenso, daß einzelne derselben, tusdksondere die größeren, Anftreog- ungen machten, fich einzelne Rechte zu reserviren, welche von Heineren Bundesstaaten dem Reiche übertragen worden waren. In weiterem Maße hat hiervon daS Königreich Bayern Gebrauch gemacht, welches — ebenso wie Württemberg — sein eigenes Post- und Telegraphenwesen behielt und in dieser Beziehung nur die Regelung der Beziehungen zum AuSlande der Reichsverwaltung überließ, außerdem aber auch sein eigenes Militär. Der König von Bayern blieb oberster Kriegsherr seiner Armee, das Land behielt sein eigenes KriegSministerium, seinen Generalstab u. s. w., ohne daß dieses Contingent förmlich in daS RetchSheer einverleibt worden wäre. In jener großen Zeit, wo der Einzelne so viele Opfer gebracht hatte, legten auch die deutschen BundeSfürften ihren OboluS auf den Altar des gemeinsamen Vaterlandes, -indem fie einen Theil ihrer Hoheitsrechte aufgaben. Unter den damaligen Umständen hätten die Gründer des Reichs wohl noch mehr Opfer verlangen können und fie wären ge- 'bracht worden, etwa« anderes ist es aber, wenn heute noch dieses oder jenes Recht aufgegebeu werden soll. Dann verschanzt man fich hinter die Reservatrechte, und Volk und Regierung wachen eifersüchtig darüber, daß auch nicht eines der vermeintlichen Rechte angetastet werde. Schon oft ist der Versuch gemacht worden, Bayern und Württemberg zur Ausgabe ihrer eigenen Post- und Telegraphenverwaltung zu •Ibctoegcn, um dadurch die mancherlei Unbeqaemltchkeitea, welche der jetzige Zustand mit fich bringt, zu beheben. Aber beide Staaten haben fich allen Anzapfungen gegenüber ablehnend verhalten, und daß in absehbarer Zett gar nicht an eine Aeuderung der Gesinnung — wenigstens in Bayern — zu denken ist, haben die letzten Verhandlungen des Münchener Abgeordnetenhauses zur Genüge bewiesen. Wenn auch die Angriffe der Mitglieder desselben gegen die der Heeres- Verwaltung gemachten Borwürfe zurückgewiesen wurden, so ging doch aus den Verhandlungen hervor, daß Regierung und Volk einig sind in dem Bestreben, fich keines der dem -Lande gewährleisteten Rechte zu entäußern. Bekanntlich handelt es fich darum, ob Bayern auch -künftig in Betreff des Milttärstrasprozeffe- eine Ausnahmestellung einzunehmen verlangen kann. Es hat jetzt ungefähr ein solches Milttärstrafrecht, wie es im übrigen Deutschland vngeftrebt wird, besitzt aber anch seinen eigenen obersten MtlitärgerichtShof. Nun finden schon seit Wochen Erörterungen in der Preffe statt, ob Bayern seinen obersten Milt- 'LärgertchtShof abtreten wüffe, wenn für ganz Deutschland eia einziges Recht in Militärstrassachen herrsche. Der größte Theil der Stimmen war bekanntlich der Ansicht, daß Bayern zum Verzicht genöthigt sei, da Boyern dar Recht, seinen Militärstrafprozeß zu regeln, nur vorläufig gewährt worden sei, bis eine für das ganze Reichsgebiet giltige Strafprozeß- ordaung eingeführt sei. Bayern habe fich einem etwaigen BundeSrathSbeschluffe zu fügen, wenn auch vielleicht kein dtrecter Zwang auSgeÜbt werden würde, um die Beziehungen zwischen Nord und Süd nicht noch Wetter zu trüben. Jetzt erhebt fich mit einem Male die kompetenteste Stimme, welche es geben kann, und erklärt, daß Bayern in vollem Rechte set, wenn es auch in jener Frage eine Sonder- Stellung verlange. Fürst BiSmarck ist es, welcher in den „Hamburger Nachrichten" erklärt, daß die ReservatrechtS- frage Bayern» nicht als irrelevant zu behandeln sei. ES de- -stehe ein wirkliches und unbedingtes Reservatrecht Bayerns in dieser Sache und eS sollte auch nach Abficht der Unterzeichner des Versailler Vertrages bestehen. Dieses Recht extsttre und set als vollgiltig zu betrachten. Man darf gestehen, daß nach diesem Urthetle die Anficht, Bayern maße sich ein ihm nicht zukommendes Recht au, fallen gelaffeu werden muß, da Fürst BiSmvrck nicht nur den Wortlaut des Versailler Vertrages kennt, sondern auch genau weiß, wa» hinter den Zeilen zu lesen ist, welche Abficht die Unterzeichner deffelbeu geleitet hat. Und wenn noch am Sonntag ein Berliner Blatt zu melden wußte, daß in den ReichS- Lmtern und im preußischen StaatSministerium Einstimmigkeit darüber herrsche, daß auS den BuudeSverträgen ein Anrecht Bayerns auf ein besonderes oberstes Militärgericht nicht gezogen werden könne, so muß das Gutachten de» Schöpfers der deutschen RetchSverfaffung doch wohl als maßgebend bezeichnet werden. Im Uebrigeu soll ja nicht beabfichtigt sein, einen Druck ouf Bayern auSzuüben, wenngleich die Frage wohl berech- digt erscheint, ob die Reservatrechte nothwendig und von Nutzen find und nicht den EtuheitSgedauken schaden, (xx) w '-/vwvwv WolffS telegraphisches Correspondmz-Bureau. Wiesbaden, 18 Oktober. Wie der „Rhein. Cour." meldet, hat Kaiser Wilhelm heute die Kaiserin Friedrich zum Chef des Füfilier-RegimentS Nr. 80 ernannt. Köln, 18. Oktober. Das erzbischöfliche Generalvicariat har dem „Rhein. Merkur" zufolge, nachdem in den letzten Tagen in dem Gesundheitszustände de» Cardinal-Erzbischofs eine Verschlimmerung eingetreten, durch eine besondere Verfügung die Gläubigen ber Erzdiöcese zu eifrigen Gebeten für die Genesung deS Oberhirten aufgefordert. Hamburg, 18. Oktober. Dr. Raynaud, der Chefarzt des bürgerlichen Krankenhauses in Algier, traf auf Veraulaffung der franzöfischeu Gesandtschaft hier ein behufS Studiums der Hamburger und Cuxhavener Quarantäne- verhältniffe und der Vorsichtsmaßregeln zur Verhütung der Einschleppung ansteckender Krankheiten aus dem Seewege. Leipzig, 18. Oktober. Heute am Jahrestage der Völkerschlacht bei Leipzig wurde bei herrlichem Wetter ein ehernes Standbild des Fürsten BiSmarck feierlich enthüllt. Die Festrede hielt Commerzienrath Gruner, worauf Oberbürgermeister Dr. Georgi das Denkmal Namens der Stadt übernahm. Leipzig, 18. Oktober. Die Polizei verhaftete den muth- maßlichen Mörder der Frau Hoß in der Person de» Markthelfers Gustav Bäurich, der 1874 in Wermsdorf geboren ist. Florenz, 18. Oktober. Gestern Nachmittag kam eS hier nach dem Begräbniß eine» Socialisten, des Buchdruckers Vannucci, zu Unruhen, al» die Polizei eine socialtstische Fahne entfernen wollte. Mehrere Verhaftungen wurden vor- genommen. Während deS Tumults stürzte der Polizeibrigadier Manctvi zu Boden und verstarb kurze Zeit darauf infolge eine» inneren BluterguffeS. Konstantinopel, 18. Oktober. Heute fand die erste Sitzung der türkischen und griechischen Friedens- Unterhändler statt. Depeschen de» Bure« »Herold/ Berlin, 18. Oktober. Bei der gestrigen Galatafel im Schloß zu Berlin brachte der Kaiser folgenden Trinkspruch auS: DaS anbrechende Jahr hat am 22. März vor deS großen Kaisers historischem Eckfenster, unS Allen so theuer in der Erinnerung, die ruhmbedeckten und lorbeerbekränzten Fahnen seines Gardecorps und seiner Leibregimenter stehen sehen. DaS sinkende Jahr erblickt an derselben Stelle am Geburtstage seines heldenhaften Sohnes die neuen Fahnen der neuformirten jungen Regimenter. Möge der Segen Gottes auf diesen Fahnen ruhen und mögen diese in schweren wie in guten Zeiten ihren Regimentern stets voranwehen mit der Devise: Mit Gott für König und Vaterland. Alle Zeit treu bereit, für de» Reiches Herrlichkeit. Ein Hurrah den neuen Regimentern. Berlin, 18. Oktober. Gegenüber einer Zeitungsmeldung, wonach der dem BundeSrath vorliegende Gesetzentwurf wegen des Verfahrens bei der nicht streitigen Gerichtsbarkeit, bevor er im BundeSrath zur Verhand- lung kommt, noch daS preußische StaatSministerium beschäftigen werde, eine Verständigung zwischen der ReichSjustizverwaltuvg und dem preußischen Justizministerium aber mit Sicherheit vorauSzusehen fei, kann die „Post" festftellen, daß eine solche bereit» erzielt worden ist, bevor der Entwurf dem BundeSrath zugegangen ist. Seine Veröffentlichung im „Reichsanzeiger" steht unmittelbar bevor. Berlin, 18. Oktober. Wie verlautet, soll die im Reichspostamt angeregte Reform des Fernsprechwesens nicht vor dem Frühjahr in Angriff genommen werden können. Berlin, 18. Oktober. Auch die „Post" erklärt heute, daß an maßgebender Stelle mit dem Rücktritt des comman- direnden Admirals v. Knorr nicht gerechnet werde. Berlin, 18. Oktober. Die Aerzte-Kammer trat heute Nachmittag im Ständehause unter Vorsitz des Geh. SanitätSrathS Dr. Becher zu einer zahlreich besuchten Sitzung zusammen, die im Wesentlichen der Berathung über den Entwurf eines Gesetzes betr. die ärztlichen Ehrengerichte, das Umlagerecht und die Kaffen der Aerztekammern galt. Der Sitzung wohnte auch Oberpräfident v. Achenbach als Vertreter der Regierung bei. Berlin, 18. Oktober. Dem „Reichsanzeiger" zufolge hatte die Ansprache des Kaisers bet der gestrigen Fahnenweihe folgenden Wortlaut: Die vor dem Altar Gottes soeben mit seinem Segen geweihten Fahnen übergebe ich nunmehr den neuen Regimentern, welche unsere Armee fich stets wieder erneuern und verjüngen, aus den Reihen unserer altbewährten Regimenter hat neue erstehen sehen. Ich thue dies an geweihter Stätte vor dem Denkmal de» großen Königs und vor dem Fenster de» großen Kaisers. Nicht minder heilig wie die Stätte ist auch der Tag. E» ist der Jahrestag des großen Sieges, da das deutsche Volk zum ersten Male vorahnend erschauen durste da» Morgenroth kommender Bereinigung und dadurch bedingter zukünftiger Größe. Der Tag, an dem in ewiger Erinnerung die Oktober- feuer leuchten, ist der Geburtstag des heldenhaften ersten deutschen Kronprinzen und zweiten deutschen Kaisers. An» den altbewährten Regimentern, die er zum Kampf und Sieg geführt hat, find die Stämme für die neuen entnommen, denen nunmehr auch ihre Feldzeichen übergeben werden. Möge der allmächtige Gott, der es mit unserem Preußenland und unserem gesammten deutschen Vaterlande stets so treu und gut gemeint hat, ein gnädiger EideShelfer sein den Tausenden von deutschen Jünglingen, die au» des Volke» Kreisen zu diesen neuen Fahnen strömen werden, wenn fie vor ihnen ihren Fahneneid oblegen. Mögen in den Regimentern nach dem Vorbilde deS herrlichen Kaiser» seine Haupteigenschaften weiter leben: die völlige selbstlose Hingabe an da» Ganze, da» rückficht»lose Einsetzen der eigenen Fähigkeiten, körperlicher wie geistiger für den Ruhm der Armeen und die Sicherheit unseres geliebten Vaterlandes. Dann werden, deß bin ich Überzeugt, auch bet den neuen Regimentern die Grundsätze bestehen, auf denen unsere Heere»di»ciplin beruht: die Tapferkeit, daS Ehrgefühl und der absolute bedingungslose Gehorsam. Diese» sei mein Wunsch für die neuen Regimenter. Wiesbaden, 18. Oktober. DaS Kaiserpaar traf mit den drei ältesten Prinzen heute Vormittag 9 Uhr 10 Min. mittelst Sonderzuge» auf dem Taunusbahnhofe ein, wo zu« Empfang der General der Infanterie v. Mtschke, der Ober- Hofmeister der Kaiserin Graf Mirbach und Polizeipräsident Prinz Rattbor anwesend waren. Der Kaiser trug die Uniform deS Garde-Kürasfier-RegimentS. DaS Kaiserpaar und die Prinzen fuhren direkt nach dem Königlichen Schloß. Um 11 Uhr 60 Min. trifft die Kaiserin Friedrich ein. Wiesbaden, 18. Oktober. Die Kaiserin Friedrich, Prinz und Prinzesfin Heinrich, Prinz und Prinzessin von Schaum- burg-Lippe, Prinz und Erbprinzesfin von Sachsen-Meiningen, sowie Prinz und Prinzesfin Friedrich Karl von Heffen trafen heute Vormittag 11 Uhr 50 Min. mittelst Sonderzuge» hier ein. Das Kaiserpaar und die Kaiserlichen Prinzen empfingen dieselben auf dem Bahnhofe, von wo direkt die gemeinschaftliche Fahrt nach dem DenkmalSplatze erfolgte. Al» die allerhöchsten Herrschaften bet der Paradeaufstellung der Krieger- und Mllttär-Bereine angelangt waren, verließe« dieselben die Wagen und schritten die Front ob. Hierbei führte der Kaiser die Kaiserin Friedrich und Prinz Heinrich die Kaiserin. Oberbürgermeister Dr. v. Jbell und Kammer- Herr v. Hülsen begrüßten die allerhöchsten Herrschaften und geleiteten fie zum Kaiserpavillon, wo fie mit Fanfaren und einer Hymne, gefangen von einem gemischten Chor der hiesigen Gesangvereine, empfangen wurden. Oberbürgermeister Dr. v. Jbell richtete eine Begrüßungsansprache an die Majestäten, Kammerherr v. Hülsen hielt die Enthüllungsrede. An dieselbe schloß sich ein Rundgang um da» Denkmal und ein Parademarsch der hiesigen Garnison, der Unteroffizierschule in Biebrich und eineß Bataillon» des Hessischen Infanterie-Regiments Nr. 81 au» Frankfurt a. M. Hierauf begaben fich die allerhöchsten Herrschaften in» Schloß, wo um i/32 Uhr Festtafel stattfand, zu der etwa 100 Einladungen ergangen waren. — Der Kaiser verlieh dem Intendanten v. Hülsen den Rothen Adlerorden dritter Klaffe mit der Krone und Schleife, dem Bildhauer Uphue», dem Schöpfer de» Denkmals, dem Schatzmeister de» DenkmalS-AuSschuffe» Dr. Serbe, und dem Schriftführer de» AuSschuffe», Canzlei- rath Flindt, den Ruthen Adlerorden 4. Klaffe. Karlsruhe, 18. Oktober. Die Enthüllung de» Katser-Wilhelm-Denkmal» wurde heute in feierlicher Weise begangen. Derselben wohnten der Großherzog, die Grobherzogliche Familie, viele Fürstlichkeiten, mehrere alte Generäle, die gesummte Garnison und die Spitzen der Militär- und Civilbehörden bet. Al» Vertreter deS Kaiser» war Graf Waldersee erschienen. Kränze legten nieder die Großherzog- liche Familie. Der Kaiser ließ einen Lorbeerkranz mit Kornblumen nieberlegen. Budapest, 18. Oktober. Der Wiener Arbeiterführer BorkoroSki wurde polizeilich aus Ungarn au»gewiesen. Brüssel, 18. Oktober. Eine Schaar Radfahrer über* fuhren auf der Chaussee Spaziergänger. Drei Personen wurden getbbtet und mehrere verwundet. Cocales rrnd ^rovinziell-O. Gießen, den 19. October 1897. •• BerkehrS-Berzögeruug. Eine Anzahl von Abgeordneten der Zweiten Kammer, darunter die Vertreter der Stadt Darmstadt, haben bei der Kammer eine Interpellation eingebracht wegen der seit einiger Zett eingetrrtenen Verspätungen und Verzögerungen bei Personen- und Frachtver- kehrS auf einem Theile der Linien der ehemaligen hessischen LndwtgSbahn. Die Interpellanten fragen an, ob und welche Schritte die Regierung gethan hat, um die Abhilfe dieser unerträglichen Zustände zu veranlaffen, welche weiteren Schritt» dieselbe zu diesem Zwecke und gegen die Wiederholungen ähnlicher Mißstände in künftigen Jahren zu thun gedenkt. Eine Anzahl hiesiger Stadtverordneter beantragte bet der Bürgermeisterei, daß dieselbe wegen Abhilfe der erwähnten Mißstände im Bahnbetriebe bet der Regierung vorstellig werde. ** Die Bank für Süddeutschland hat bis auf Weiteres ihren Dilcontsatz auf 5 pEt. festgesetzt. *• Theater Bereia. Die Mitglieder deS Vereines machen wir darauf aufmerksam, daß der Anfang um 8 Uhr, aber ganz pünktlich, stattfindet. '* Der hessische HaadelSkammertag, der im Laufe deS OctoberS avgehaltrn werden sollte, wurde mit Rücksicht auf die Feier tu Antwerpen, au der die Vertreter verschiedener hessischer Handelskammern theilnehmen, auf Donnerstag den 4. November verschoben. *eH. Stadttheater. Am gestrigen Abend kam daS Schauspiel zu Recht mit OhnetS „Hüttenb e sitz er", und erzielte gleich wie bet früheren Aufführungen wiederum einen Achtungserfolg. DaS Jntereffe für dieses Bühnenwerk, daS auf der Grundlage des gleichnamigen Romans entstanden, wird bei einer Wiederaufführung immer auf'S Neue angeregt- feine Schwächen find ebenso bekannt wie feine großen Vorzüge, es ist deshalb nicht nöthig, näher darauf etnzugehen und diese hervorzuheben. Der Erfolg dieses Schauspiels hängt noch mehr als bet vielen anderen Stücken von der Darstellung ab und es ist erfreulicherweise zu constatiren, daß in der Hauptsache gut gespielt wurde. Die Titelrolle vertrat Herr Fritzschler mit Wärme und sittlichem Ernst. Die Claire gab Frl. Würdig und löste ihre schwierige Aufgabe befriedigend. Mehr Zurückhaltung und Maßhalten in den großen ©eenen deS zweiten und dritten AeteS wäre entschieden von befferer Wirkung gewesen, denn sie that im Bann der Leidenschaften deS Guten zu viel. Ihr ernstes Bemühen soll trotzdem anerkannt werden. Die übrigen Rollen waren paffend vertreten und boten anerkennenSwerthe Leistungen. ** Eine „Postkarte" in Form eines natürlichen, getrockneten Lindenblattes wurde uns heute gezeigt. Das mittelst Tinte beschriebene Blatt, mit einer 5 Pfennig-Marke beklebt, wurde anstandslos von der Post an die Adresse befördert. — Sollte die ReichSpost sich wirklich auch für die Folge zur Beförderung derartiger Eorrespondenz verstehen, fo sei Allen, denen di- Benutzung von Pap'er oder Earton nicht „fin de sidcleld)" genug ist, verrathen, daß mau mit Tinte und Feder schreiben kann auf: Apfelsinenschalen (Messina- Rtesen-Apfelfinenschaleu werden die künftigen Kartendriefe ersetzen), Schuhsohlen, Speckschwarten, Schwetzerkäfe mit und ohne Löchern, Wursthaut (vorzüglich dicker Schweinedarm), Brod- und Weckkrufte, Laternenscheiben, Glacehandschuhe (Manschetten und Kragen von Mey & Edlich ersetzten bisher schon die Postkarten), Bierfilzdeckel, Stückchen von Hutkrempen, Mützenschilder (besonders Radfahrern empfohlen), zerbrochene Dachschiefer, Wichsschachteldeckel (ersetzen, wenn groß genug, die bisher benutzten Eigarrenkiftenbretter) u. s. w. • • lu8 Gießens Umgebung. Man schreibt unS: Die schönen Herbsttage der letztverfloffenen Woche lockten die Bewohner unserer Stadt wieder auf die beliebten AuSflugl- ziele in unserer an schönen Punkten nicht spärlich bedachten Umgegend. So erfreute sich auch der „Wtndhof- eine- zahl- reichen Besuches. Nicht allein dal schöne Wetter war es, welches die Menge nach hier zog, sondern vielfach die Neu- gierde, zu schauen, wie in den letzten Monaten und Wochen die Neubauten daselbst sich entfaltet hätten. Als man tm Frühjahr d. I. zum ersten Male seine Schritte dorthin lenkte, waren viele Besucher sehr enttäuscht über daS ihnen unbegreifliche Durcheinander von Mauern, Pfeilern und Säulen, die den späteren Bau darstellen sollten. El galt damals der Fundamentirung eines Baues, wie mau ihn nicht jeden Tag zu sehen bekam und beffen Baustil einer weit entlegenen Zeit angehörte. Heute, wo die Gebäude so weit vorgeschritten find, merkt man freilich, wozu diese und jene Ein- richtung dienen soll, deren Anlage in der ersten Zeit des Baue- noch unverständlich schien. Gießen hat ja das Der- dienst, daß aus seinen Bewohnern Männer hervorgegangen sind, die es verstanden, alte Burgen im ursprünglichen Stile zu restaurtren. Wir erinnern nur an die verstorbenen Herren v. Ritgen, den Wiederhersteller der Wartburg, und Dr. Hesse, Berlin. 19. Oktober. Die Berliner Aerztekammer hat in ihrer gestrigen Sitzung die neue Aerzte Ehrengerichts- Ordnung für unannehmbar erklärt, da fie den Wünschen der Aerzte nicht entspreche. Berlin. 19. Octooer. Dem „Local-Anzeiger" zufolge steht in Rumänien ein stellenwetser Minister- Wechsel bevor. Mehrere Minister wollen sich zurückziehen. Berlin, 14. Oktober. Das „Berl. Tagebl." berichtet aus Rom: An Bord deS nach Amerika abgehenden Dampfers Agordat erkrankten 200 Auswanderer an Ber- giftung durch nicht gereinigte Kochgeschirre. 60 Kranke wurden in daS HoSpital gebracht. Penta, 19. October. Die Admirale haben gestern 28 Türken, die vor einigen Monaten wegen politischer Verbrechen verbannt waren, die Rückkehr gestattet. EL Darmstadt. 19. October. DaS Zarenpaar und dal Großherzogspaar find heute Vormittag aus Loburg zurückqkkrhrt. den Restaurateur der Burg Gleiberg. Denn el möglich ge wesen ist, jene Bauten mit feinem verständniß für die Bauart früherer Jahrhunderte im ursprünglichen Stile wieder- herzuftelleu, warum sollte el einem Architecten nicht möglich sein, einen derartigen Burgbau in der Neuzeit von Grund auS zu erbauen! Was die äußere Form der neuen Burg „Windhof" betrifft, so läßt sich eben schon erkennen, daß Herr Architect Kockerbeck seine Aufgabe glücklich gelöst hat. Die unteren Localitäten, welche wohl nur zu Wohnräumen oder für gewöhnliche Restauration berechnet find, kommen hier weniger in Betracht. Der Hauptpunkt scheint uni der zu fein, Säle zu schaffen, welche dem Bedürfniß der Gegenwart entsprechen. Und hier ist wirklich ein Saal geschaffen, der diesem Bedürfniß Rechnung trägt. Im nordwestlichen Flügel ist ein Raum tm Ausbau begriffen, dessen hohe Decke tu den Dachstuhl des Baues hineinragt, wie wir diese Einrichtung im Feftiaal der Wartburg finden und dessen Ventilation für das Wohlbefinden der darin weilenden Gäste nur vortheilhaft sein kann. Ein im Spitzbogen an der Giebel- front ausgeführtes Fenster von ungewöhnlichen Aimenfionen läßt eine wahre Hochfluth von Licht in den Saal etnfallen, der überdies von rechts und links von kleineren Fenstern erhellt wird. Bet schönem Wetter bietet der geräumige, in, Quadrat angelegte Burghof, welcher von den Gebäuden der Burg mit ihren hübschen Renatssanccgiebeln eingefaßt wird im Schatten der Bäume einen günstigen Raum zum Restaurtren. Auch für die Fernsicht, namentlich in der Richtung nach Gießen, ist in mehrfacher Hinsicht gesorgt. Nicht nur daß ein massiv angelegter AuSfichtSthurm (als Bergfried der modernen Burg) von feinen Zinnen eine wettragende Ueberficht über die Umgebung gewährt, find tn seiner Nähe noch zwei niedriger gelegene geräumige Säle angelegt für Diejenigen, welchen daS Treppensteigen tm Hauptthurm zu schwer fallen sollte. Wie wir vernehmen, soll auch noch daS gegenwärtig zum Wtrth- schastSbetrieb dienende alte Gebäude niedergelegt und an seiner Stelle der Hof burgartig abgeschlossen werden. „Um dal alte Hau! ist eS gerade nicht schade," meinte beim letzten Besuch einer unserer Tischgenoffen, „aber man sollte eS doch erhalten zum Vergleich, wie man ja in den Läden der Schirm- fabrikanteu antedtluvianische Schirme neben den modernen stehen ficht mit der Bezeichnung „Sonst und Jetzt"." „Hast Du sonst keine kritischen Bemerkungen noch zu machen, lege doch einmal los," wurde dem Sprecher entgegnet. „Ach freilich," sagte der Angeredete, „so ist eS mir fortan immer ein Räthsel, wie man einen solchen soliden Bau, dessen Mauern auf der Außenseite auch noch durch Strebepfeiler verstärkt find, „Windhof" nennen kann, bet Name ist mir viel zu windig. Aber daS Umtaufen von Wirthschaften ist eine heikle Sache, da fällt mir immer die Anecdote vom Wirth „Zum grünen Esel" ein, der, nachdem er unter der alten, freilich wenig vornehm klingenden Firma reich geworden, seinen Schild „Zur Krone" bezeichnete, während ein Nachbar von ihm dessen abgelegten Titel übernahm und glänzende Geschäfte machte, indessen es in der „Krone" immer stiller wurde. Um sich zu helfen, griff der sich Betrogene zum AulkunftS- mittel und ließ an seinem Eingang die Worte anbringen: „Hier wohnt der wahre Esel". „Du hast Recht," rief die Tischgesellschaft, „wir laffenS beim Alten." Trotzdem daß daS Wetter so warm gewesen, rückte schnell der Abend heran, wo man et ft merkte, daß wir schon October haben. Allmählich lichteten sich die Reihen der Gäste im Freien und die übrigen suchten die schützenden Zimmer auf. Ein wolkenloser H'mmrl, wie heute, sei dem Tage beschteden, wenn zum ersten Male die stattlichen Räume des Neubaues ihrer Bestimmung übergeben werden, wenn von den Zinnen des HlluptthurmeS die deutsche Fahne weht und festlicher, lautet Trompetenschall von den Zinnen dem Besitzer daS Nahen der ersten Gäste in feiner schön geschmückten Burg verkündet. * * Orgel CurfnS. Am SamStag Morgen um 11 Uhr wurde der am 27. September im Beisein der Herren Ober» consistortalrath Superintendent Waal, Oberschulrath Dr. Eisen' Huth und Kirchenmufikmeistet Mendelssohn, sowie der Lehrer Lind-Rohrdach (Kreis Büdingen), Will-Erbach, HensingBoben- Hausen, Storck-Schönberg, Vogel-Brensbach, Stephan-WillosS, Lautenschläger WormS, Gerhardt-Geilshausen, Weidmann- Büdingen, Becker. Dreietchenhain, Vonderhett - Eckartshausen, Kröcker-Wallerstädten,Eller-Beedenkirchen,Ferchet-Höchfta.d.N. Köhler-Nierstein, Blum-Niedernhausen, Fetck-Queck und Keitzer- JlbeShausen eröffnete CursuS für Organisten und (Sanieren in der Stadtkirche zu Darmstadt geschloffen. Herr Superintendent WaaS hielt, wie der „Darmst. Tägl. Anz." mittheilt, eine warme Ansprache, in welcher er zum Abschiede seinem Danke und seiner Anerkennung für den Leiter sowohl als auch für die CurSthetlnehmer Ausdruck verlieh und den Wunsch aussprach, daß jeder EurSthetlnehmer mit neuen Anregungen wieder in sein Amt trete. Herr Lehrer Gerhardt-GeilShausen dankte nun im Auftrage der Curl- theilnehmer dafür, daß diesen durch Großh. Ooer-Consistorium die Möglichkeit geboten worden sei, sich in der Kunst deS OrgelsptelS weiter auSzubilden, nahm aber auch Anlaß zur Bitte, Großh. Ober Confistorium wolle auch bei billigen Wünschen der Organisten sein Wohlwollen nicht versagen. Redner wandte sich dann noch dankend an den vorzüglichen Leiter deS (Surfefl und überreichte demselben als Andenken eine Photographie sämmtlicher CurSthetlnehmer. * • 3m Oberpostdirectiout bezirk Darmstadt gingen an Wechselstempelsteuer tm September 1897 14,396 Mk. ein; zusammen mit den Vormonaten befl laufenden Etats- jahrefl ergibt sich eine Einnahme von 82,961.70 Mk. oder 5847.30 Mk. mehr all tm corresponbtrenden Zeiträume von 1896/97.| • • Lehrer-Berfammlnog. In der „Rosenau" zu F r a n t • furt a. M. tagten am Sonntag 175 akademisch gebildete Lehrer des Großherzogthumfl Heffen behuffl Stellungnahme zum neuen v eamtengesetz. ES wurde beschlossen, tn einer Petition die Regierung um Gleichstellung mit den Amtsrichtern zu ersuchen. Weitere Studenten. Im vorgeschrittenen Alter haben sich, wie der „Mainz. Anz." schreibt, die Mainzer Volks- schullehrer Bender, Herbert und Kraul, der Volks- schullehrer Neeb von Bingen und ein Postbeamter in der Mainzer Realschule dem MaturitatS-Examen unterzogen. Den Vorsitz der Prüfung» Commission führte der Director der Realschule, Herr Schön. Der schriftliche Thetl befl Examenl dauerte fünf Tage. Dafl mündliche Examen wird im Laufe dieser Woche statlfi «den. Die fünf Herren, die zum Thetl schon fünfzehn und mehrere Jahre tn ihrem Fache thättg waren, werben nach bestandenem Examen fo» fort die Universität beziehen. Die meisten von ihnen find verheirathet. •* Was ein deutscher Rennfahrer verdient, davon haben nur die Wenigsten eine Ahnung. Willy Arend, unstreitig unser bester Fahrer, bezieht neben einem festen Gehalt von 12 000 Mk., welches ihm die Opel Fahrradwerke zahlen, noch für jeden Sieg 600—1000 Mk. je nach Gröhe und Bedeutung des Rennenl. Außerdem fährt Arend die Hannoverschen Exelfiorretfen; auch von dieser großen Fabrik be- zieht er ca. 6000 Mk. fest und außerdem noch Sonderpreise für jeden Steg. Arend gewann außerdem noch etwa 23000 Mk. an Preisen. Hierzu kommen bann noch die festen Bezüge, die leiber noch viele Rennbahnleitungen zahlen, damit der Fahrer überhaupt nur erscheint. Arend hat im Ganzen m diesem Jahre trotz zahlreicher Niederlagen etwa 60000 Mk. verdient. Biel ungünstiger gestalten sich die Einnadmen bei unseren besten Dauerfahrern Gerger und Fischer; fie haben etwa 20 dezw. 15000 Mk. verdient, hatten hiervon aber ihre zahlreichen Schrittmacher selbst zu bezahlen. Dal pe- cuntär erfolgreichste Tandempaar waren Büchner-Seidl, die ihre Einnahmen ihetlen und sich auf etwa 18000 Mk. pro Mann beziffern. ** Die diesjährige ordentliche Hauptversammlung bei Thierschutzveretus für das Großherzogthum Hessen findet Mitt- woch den 3. November, Nachmittags 2 Uhr, tm Deutschen Hans in Alsfeld statt. Alle Mitglieder und Freunde des Thierschutzveretns werden hierzu freundlichst eingeladen. Genannter Verein hat den Zweck, durch alle ihm zu Gebot stehenden und geeigneten Mittel nutzlose, boshafte, leichtsinnige und grausame Mißhandlungen und Quälereien der Thtere zu verhindern ober boch möglichst zu mindern und durch Gewöhnung an gute Behandlung derselben die Menschlichkeit zu befördern. Alfl die hauptsächlichsten Mittel zur Erreichung diese! edlen Zweckes find von dem Verein anerkannt: Belehrung und gutes Beispiel, um im Innern der Familie unb im öffentlichen Leben Mitgefühl für die Thierwelt zu erregen; öffentliche Bekanntmachung von besonders schweren Fällen von Thierquälerei und gerichtliche Verfolgung von solchen, die zugleich Gesetzes Uebertretungen enthalten; Anrufung unb Unterstützung Derer, welche durch ihren Beruf E.nfluß auf die Erziehung unb Bilbung der Menschen auflzuüben vermögen; Heraulgabe einer eigenen Zeitschrift, Verbreitung geeigneter Schriften, sowie Aufsätze in den öffentlichen Blättern, um fortgesetzt auf daS Volk im Sinne der Ber- einlbeftrebungen zu wirken. — Bei dem regen Interesse, daS in den verschiedenen Ständen unserer Bevölkerung unb ganz besonders in der Lehrerwelt ber Sache befl Thierschutz- verein! entgegengebracht wirb, darf auf eine recht zahlreiche Betheiligung an ber diesjährigen Generalversammlung gerechnet werden. Herr Dr. Eisenhnth, Großherzoglicher Oberschulrath in Darmstadt, bekannt als überaus gewandter unb hervorragend begabter Redner, wird das Thema behandeln: „Geschichte und Aufgabe befl Thierschutzefl." Nichtmit- glieter befl Verein! haben ebenfallfl freien Eintritt. ** lieber die Entwicklung ber Arbeiteroersicheruug, d. t. ber Lebensversicherung mit wöchentlicher Beitragszahlung, hat die Gesellschaft „Friedrich Wilhelm" in Berlin, welche alfl erste deutsche Anstalt vor 15 Jahren diese Verficherungflart in Deutschland einsührte und vor Kurzem die millionste Police ausfertigte, eine graphisch bargestellte Ueberficht herauSgegeben, die im Hinblick auf den wirthschaftlichen Werth der Bestrebungen der Gesellschaft allgemeines Interesse beanspruchen darf. Schon die enorme Zahl einer vollen Million auflgegebener und größtentheils auch wirklich in Kraft befindlicher Policen liefert den Beweis, wie anerkennenSwerth unb erfolgreich die Gesellschaft ihre selbftgewählte Aufgabe, bte Lebensversicherung auch den MinberbegÜierten zu erschließen, zu lösen verstanden hat. Zwar im Vergleich zu England, wo die Arbeiterversicherung ber einzigen Gesellschaft „Prudential" mehr alfl 12 Millionen versicherte zählt, «ft die Verbreitung der deutschen Arbeiterverficherung verhältniß- mäßig wenig vorgeschritten, aber dasür ist tm Allgemeinen daS Verständniß für die Lebensversicherung in Deutschland noch nicht weit genug entwickelt; zählen doch sämmtliche 43 deutschen Lebens - verficherungS - Gesellschaften nur etwa 2i/i Millionen versicherte Personen. WaS die Arbeiterversicherung der „Friedrich Wilhelm" durch zweckmäßige Einrichtungen leisten wollte, dal hat fie bil jetzt schon reichlich geleistet. ES muß jeden VolkSsreund mit Befriedigung erfüllen, wenn er sieht, wie hier mit den Zehnpfennig Millionen angefammelt werden, durch welche zahlreiche Wittwen unb Waisen ber ärmeren Stände beim Tode bei Ernährer! vor Noth bewahrt werden. Wenn von ber „Friedrich Wilhelm" bilher auf über 46000 Todesfälle mehr als 5000000 Mk. — im Durchschnitt mehr als dal Dreifache der von den verstorbenen Versicherten geleisteten Einzahlungen — auS- gezahlt worden find, fo ist nur zu wünschen, bah eine Einrichtung von so eminentem Nutzen wirklich zum Gemeingut Aller werde. •• Zur hessische« Steuerreform schreibt Dr. F. in L. dem „Darmst. Tägl. Anz." : In der vortrefflichen, von Ministertal- rath v. Krug verfaßten Denkschrift zur Steuerreform im Grohherzogthum Hessen ist mit Recht hervorgehoben, daß „in Wirklichkeit nicht bte Einnahmen der Menschen, sondern die nothwendigen Aulgaben den Maßstab für die Leistungsfähigkeit abgeben und für die Feststellung dieses Maßstabes bisher dal Einkommensteuergesetz eine ausreichende Grundlage nicht geschaffen hat und in der Folge auch nicht wird schaffe« Mo L hu 4 n*(* *«, ®'86= un ‘»“V" $««■ Fabrik bc- W Sonbtrprelfe ^rr8000Mk. ’« !chrv tzezitg, damit brr Bal im Tav^v tQ । rilva 60000 U J EinnaKmtll bti "W; fie hab«, ltlen hittvan abtr bez-hleo. Das pr- Achver-tzkibl, bit 18000 Mk. pro Wersaamlimg bei &«ffen findet Mitt» 2 Uhr, im Drm« glieber und greunbe üblichst etngelaben, aUe ihm zu Gebot oShaste, lettlfiiimgk älexeten der Thinr ibern unb durch @t> i die Menschlichkeit Mittel zue Sreelchnnz in annfannt: Seern der Familie unb wieweit zu enegtn; tl ichmeien Fallen ilgung von solchen, lten/ Anrufung unb Beruf Anflug ans io anlznüben Der- chrkft, Btibreitung i bin öfftDtlliia 1 ginne der Ser- regen Jnterefie, StbMtxung md fct M WM* eint xtty Mxtiche laluexiammlung ge- h, Grotzhexz°slicher \ überaus gewanbler b baS Thema behav« ischutzeS." Nichmil' len Sintritt. iterverficheting. b.L Beitragszahlung, h« Berlin, teilte oll iele BerficherungSarl M die miHi°°lle )0rgefteflie Ueberfichl mimi« ltln« Miiu moto eW I" W 7 ult »ni-Mnto 1» » ü etoito»0* tl Ll j jo leüi^^b »W, wtlW N Ti°' rch * Äl«'" । ulii v! qnjQioneii Ä'S,S srJ** t-°°-«^°2-'° * «ultf* «iilfN111 ?3nnen*. Bei einer Einkommensteuer mühte, wenn bei der» selben die wirkliche Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen in gerechter Weise berücksichtigt werden sollte, nicht daS reine Einkommen, sondern der die nothwendigen Ausgaben überschreitende Betrag derselben al» Grundlage der Steuerfähigkeit angenommen werden. Daß die Ermittelung eines solchen Betrags in der Praxis sich nicht durchführen läßt, bedarf wohl nicht der näheren Ausführung. Sollten jedoch nicht gewiffe Anhaltspunkte gefunden werden können, ans welchen die wirkliche Leistungsfähigkeit des Steuer- pflichtigen zu entnehmen ist? Bet näherer Ueberlegung wird man finden, daß im Allgemeinen der Thetl de» jährlichen Einkommens, welchen Jemand nicht zur Bestreitung seiner Ausgaben verwendet, sondern seinem Verwögen zuführt, einen wenigstens relativ richtigen Gradmesier für seine steuerliche Leistungsfähigkeit abgiebt. Würde von diesem nicht verbrauchten Theil des Einkommens, insoweit derselbe eine ge- wtffe Summe überschreitet, eine Steuer als Erg änzungS- steuer zur Einkommensteuer mit progressiver Veranlagung erhoben, so könnte dieselbe nicht nur dazu dienen, die bet der Einkommensteuer nicht zu vermeidenden Ungleichheiten zu der- ebenen, sondern auch dem Staate einen Theil des für die aufzuhebenden Steuern erforderlichen Ersatzes zu verschaffen. E» könnte vielleicht die Befürchtung ausgesprochen werden, daß durch eine solche Steuer der Spaxsinn der Bevölkerung . rschwächt werde. Meines Erachtens dürfte jedoch eine solche Einwendung nicht als stichhaltig erscheinen, weil kleinere Er- fparntffe von derselben nicht getroffen werden sollen und Jemand, der jährlich größere Summen zurückzulegen hat, sicherlich sich nicht veranlaßt sehen wird, dieselben zu vergeuden, weil er von den zurückzulegenden Capitalten einen gewiffen Procentsatz an den Staat abgeben muß. Im Gegen- theil würde eine solche Steuer, wenn dieselbe in zweck- lnäßtger Weise progressiv veranlagt ist, eine wohltätige Wirkung auf die allgemeine Vermögevsvertheilung auSüben, indem dieselbe der allzu raschen Ansammlung großer Vermögen in einer Hand, wie solche in der Neuzeit öfters her- -Vortritt, ein klein wenig entgegenwirkt. Sollte nicht eine solche Steuer, deren finanzielle Tragweite annähernd durch b>e Steuerbehörden ermittelt werden könnte, der projectirten Vermögenssteuer vorzuziehen sein? •* Wetterbericht. Das barometrische Maximum hat an Intensität noch etwas gewonnen und umfaßt mit Ausnahme de» Nordwesten ganz Europa. Ueber den britischen Inseln sind die Lufdruckunterschiede wieder geringer geworden und ' egt da» DepresstonS-Centrum beute im Norden Schottlands. Die Witterung ist im Flachlande vielfach neblig, in den höheren Lagen heiter und mild. — Voraussichtliche Witterung: Thetl» heitere», theil» nebliges, mildes Wetter. §§ «ei dem Ohmthal, 18. October. Wie die ungewöhnlich warme Temperatur — 20° R. Mittags im Schatten — um diese Jahreszeit zu den meteorologischen seltenen Erscheinungen gehört, so kann man auch daS jetzt noch erfolgte fleißige Einträgen von Blumcnftaub durch die Bienen zu den seltenen Vorkommnissen bet der Bienenzucht gewiß rechnen. Gerade an diesem hat eS den Völkern im Nachsommer sehr gemangelt, wie ein Blick in ihre Wohnungen beweist. Bet der Einwinterung der Völker haben die Imker meist die angenehme Entdeckung gemacht, daß der Honig- vorrath für den Winter durchschnittlich viel größer war, als man erwartet hatte. Jedenfalls kommt diese überraschende Thatfache daher, daß die Völker meist an Volkszahl sehr schwach sind. Sicherlich ist der Brutansatz während deS Sommers sehr schwach gewesen. Da ein starkes Volk viel leichter und beffer überwintert, als ein schwaches, so ist für den Imker die Bereinigung schwacher Völker zu starken gegen- wärttg ganz besondere geboren. + Fauerbach bei Nidda, 17. October. Die seit mehreren Wochen geistesgestörte, ledige Karoltne Schwab, welche mit ihrem unvexhetratheten Bruder das Elternhaus dahier allein bewohnte, erhängte sich gestern Abend in dem letzteren, als ihr Bruder auf dem Felde sich befand. Dir Verlebte stand im 4S. Lebensjahre und soll in ihrer Jugend schon einmal Spuren von Geistesgestörtheit gezeigt haben. Maulbach, 14. October. Heute wurde unter sehr zahlreicher Betheiligung da» fünfjährige Söhnchen des hiesigen LandwirtheS A. Srroh beerdigt. Dasselbe harte sich am letzten Sonntag Morgen, nur theilweise bekleidet, an den Ofen gesetzt, in welchem ein Topf Milch stand. Als diese zu sieden anfing, wollte sie der im Zimmer anwesende Großvater au» dem Ofen nehmen, glitt aber au» und der ganze Inhalt ergoß sich über den Knaben, wodurch dieser arg verbrannt wurde und namentlich an der Brust. MontagS Abend wurde er von seinen Schmerzen durch einen sanften Tod erlöst. V. Aus dem Vogellberge, 16 October. Auch in diesem Herbste sind 40 Vogelsberger Gemeinden wieder namhaste Geldzuschüsse von der obersten Staatsbehörde zugewiesen worden, damit die Gemeinden ihre Oedländereten, die fast Nichts eintragen, in Wald anlegen können. Natürlich haben nur solche Gemeinden Zuschüffe erhalten, die unbemittelt sind und im rauhesten, unfruchtbarsten Theile des Gebirges liegen. A Bom Vogelsberg, 18. October. Die Preise für fette Schweine find ganz rapid in die Höhe gegangen, jedenfalls infolge der geringen Anfuhr im Schlnchthof zu Frankfurt a. M. Von 42 und 43 Pfg. für daS Pfund Lebendgewicht find dieselben auf 45 und jetzt auf 48 und sogar 50 Pfg. hinaufgegangen. Trotz dieser selten hohen Preise sind die Angebote in hiesiger Gegend keinesfalls schwächer als sonst, aber die fetten Schweine sind eben zur Zett von den Händlern fehr gesucht. Der Rückschlag dieser hohen Ankaufspreise aus das Schweinefleisch ist seldstverständ- ltch nicht auSgeblieben. Das Pfund von demselben, welches seither 65 Pfg. gekostet, wird jetzt mit 68 Pfg. bezahlt und man spricht sogar von einem weiteren Ausschlag bis zu 70 Pfg. Da d-.e Schweinezucht Seitens der Landleute stark betrieben wird, so erzielen dieselben bei diesen hohen Preisen eine bemexkenswerthe Mehretnnahme. X. Darmstadt, 18. October. Für da» Großherzog Ludwig IV.-Denkmal hatte man bis jetzt den südlichen Theil des Paradeplatzes als Standort in Aussicht genommen. In einer öffentlich ausgestellten Skizze schlägt Prof. Hermann Müller nun vor, da» Denkmal auf eine eigene Ausmauerung in dem Schloßgraben, nordwestlich vom Schlöffe, direkt an die hier eine scharfe Curve machende Straße zu stellen. □ Darmstadt, 18. October. Durch den großen Erfolg des letzten Winters ermuthtgt, begann heute Herr Privatdoccnt Dr. F. Noack wiederum einen sechsgliedrigen Vortrags- cyclus mit jedesmaligen Parallelvorlesungen aus der griechischen Kunstgeschichte, unb zwar mit dem Thema: „Von Olympia zum Parthenon. Myron von Eleu- therae." Er zetgre einleitend, wie sowohl die Auffassung, daß die Antike da- einzig Wahre sei, als auch diejenige, daß sie in die Rumpelkammer gehöre, falsch find, wie jedes Kunst- werk au» seiner Zeit heraus verstanden und beurtheilt werden soll. Dann wies er auf die ersten Anfänge der griechischen Kunst hin, die eine Jnsel-Kunft war (NoxoS), deren Technik dann nur die attische Kunst annaM, während sie von der Raffinirtheit ihrer Formen wenig wiffen wollte. Durch die Werke an der Aeginetengruppe (jetzt in München) hindurch werden die Zuhörer zu denen der Schule von AgeladaS geführt, die fdaon eine großartige Charakteristik der betreffenden Schöpfungen zeigt und daS Hauptgewicht auf die formale Seite legt- ferner berührte die Darstellung die (nur noch in Bruchstücken erhaltenen) Werke der Bildgießer Kallon und OnataS (Tempeliculptureu in Olympia), dann die Bildsäulen der Thrannenmörder Harmodtor und Aristogeiton. Ein weiterer Vorläufer von PhidiaS, KalamiS, ze'gr in vielen Gestaltungen neben der körperlichen Schönheit die der reinen Seele- an den Werken des Pythagoras von Unteritaleen rühmte man Symmetrie und Rhythmus, bis dann Myron von Eleutherae den Kampf der individuellen Künstlerschaft gegen die alte Tradition erfolgreichst durchführte und aus freier Wahl schuf. Er schöpft aus der frischen und lebendigen Natur und stellt der Kunst neue Aufgaben- nur auf da» Lebe« kommt eö ihm in seinen Schöpfungen (duc Athene, die Flöte ergreifend, insbesondere aber sein vollendeter Diskuswerfer u. s. w.) on. Die Zartheit und Weichheit der Ober- flächentbeile des menschlichen Körpers zu erlichen, blieb erst der Kunst k-eS PhidiaS ^nd Polyk^t vo-b halten. Ueber diese wird sich der zweste Vorrrog, in W-rckenfrist, verbreiten. Die Boriräge find weder zahlreich non Erwachsen.u und Schülern besucht und durch prächtige große Skiopt koobilder erläutert. Schrstsnachrichten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl Loos und I. M- Schulhof. Bremen, 18. Octbr. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Havel, Capttän H. Christoffers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 11 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 18. Ortober. [Ber transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Elisabeth Rickmers, Capitön C. Werner, vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist gestern 6 Uhr Abends wohlbehalten in Galoeston angekommen. Bei der Redaction eiugegaugeue Bücher re. Krieg «nd Vernunst von Graf Leo Tolstoi. Autortsirte deutsche Ausgabe von Dr. Alexis Markow. Preis 60 Ptg. Berlin 1897, Stuhr'sche Buchhandlung, Unter den Linden 61. DeS großen Menschenfreundes Tolstoi Meinungsäußerungen haben stets Anspruch auf Beachtung und respictoolle Prüfung. Die vorliegende Arbeit behandelt ihr Thema in so schlichter und dabei eindrucksvollster Art, daß sie kaum verfehlen wird, di- Leser von einer allzu scepltschen und spöttischen Denkungswetse über die Bestrebungen der Friedms- freunbe zu wohlwollender unb achtungsvoller Beurthetlung bekehren. Katalog Sir. 25 t Neuere Philologie ««d Germanistik, Sprache unb Literatur der germanischen, romanischen und slaoischen Völker. Karl Krebs' Antiquariat, Gießen, Schmstraße 10. Der Katalog verzeichnet über 500 ältere unb neuere Werke, welche zu e'h'blich herabgesetzten Preisen von obengenannter Firma zu beziehen frnb. __________ Airchliche Anzeigers Ser StaSu wiegen. «vaugelische Gemeinde. Die Versammlung der confirmirten weiblichen Jugend der Matthäusgemetnde im Schwesternhause soll jetzt wieder ihren Anfang nehmen, und zwar diese Woche ausnahmsweise am Mittwoch. den 20. October, Abends 8 Uhr, gehalten werden. Außer den bisherigen Mitgliedern, auf deren Theilnabme besonders gerechnet wird, werden die in diesem Jahre confirmirten Mädchen herzlich dazu eingeladen. Pfarrer Schlosser. Verkehr, Can»* nn» Vott-wirrhsehafk Gieß re», 19. October. Marktbericht. Auf brat heutigen Wochenmsrlt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,80-0,95, Hühnereier pr. St. 7-8 4, 2 St. CO A. Enteneier 1 St. 1-004, Gänse- «er pr. St. 00-00 A. Käse pr. St. 5-8 A. Käsematte pr. St. 3 A. Erbsen pr. Liter 18 A. Linsen pr. Liter 27 A, Tauben pr. Paar X 0,50 btS 0,70, Hühner pr. Stück 1,00 bis 1,20, Hahnen pr. Stürt X 0,£;0—0,90, Enten pr. Stück X 1,60—1,70, Gänse pr. Pfund X 0,46-0,58, Ochsenfletsch pr. Pfd. 66-74 A. Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60-66 A, Schweinefleisch pr. Pfd. 64 bis 72 A. Schweine- fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 76 A, Kalbfleisch pr. Pfd. 60—64 Ai Hammelfleisch pr. Psb. 50— 66 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,i 0 bil 4,50 X, Weißkraut pr. Stück 00 A. Zwiebeln pr. Centmr X 4,00—5,00, Milch pr. Lite? 16 A- ffW-WESSHEr laees Beliebte Theemischungen höchster Kreise. Mk. 2.80 a. 3.50 pr. Pfd. vorzügl. Qual. Probepaok. 60 u. 80 Pt 8234 Kunst-Ansstellang, 3^7»» nähme des Samstags, von 11 bis 1 Uhr, am Mittwoch auch noch von 3 bis 5 Uhr. Sonntags unnnterbrochen von 11 diS 8 Uhr. — Eintrittspreis für Nichtmitglieder an Werktagen 50 Pfg., an Sonntagen 20 Pfg. OberhkMer Obfibaullereill, Ueremsbesilk Gießen Am Samstag den 23. October d. Js., Abends 8 Uhr, fiudet im Gasthause zum Wilden Mann in Grünberg eine Versammlung statt, in welcher der Geschäftsführer des Vereins, Herr K. Reichelt, Lehrer für Naturwissenschaften und Obstbau an der Großh. Obstbauschule unb landw. Winterschule in Friedberg, sprechen wird über: 1. Auswahl werthvoller Obstsorten, 2. Obstverwerthung im Haushalt. Mit den Vorträgen sind Demonstrationen verbunden. Die Mitglieder des Oberhessischen Obstbauvereins, sowie sonstige Jntereffenten werden hierzu fteundlichst eingeladen. Gießen, den 19. October 1897. Der Vorsitzende des Vereinsbezirks Gießen des Oberhessischen Obftbauvereins. Dr. Wallau, Regierungsrath. Einladung. Die diesjährige Generalversammlung der Tpar- und Leih- kafse zu Nidda soll Mittwoch den 10. November stattfinden. Es werden hierzu sämmtliche Mtglieder derselben unter dem An- fugen eingeladen, daß sie sich Vormittags um 10 Uhr im Rathhaussaal versammeln wollen, von wo dann ein Zug zum neu erbauten Sparkassen- g.ebäude ftattfinden soll, das dem Dienstgebrauch übergeben und in dem die Generalversammlung abgehalten werden wird. Nidda, den 18. October 1897. 9715 Die Directiou der Spar- und Leihkasse Nidda. Hofmeyer. WWO Verdienst ohne Rifieo! Personen, welche im Verkehr mit dem Publikum stehen, bietet sich Gelegenheit zu gutem Nebenverdienst. Anmeldungen unt. J. A. 8233 xn Rudolf Mosse, Berlin SW., erbeten. 9716 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Groheu-Liudeu pro 1898/99 liegt vom 21. d. Mts. einschließlich an während acht Tagen zur Einsicht und Entgegennahme etwaiger Einwendungen bei der unterfertigten Stelle offen Groß en-Lind en, am 19. October 1897. Großherzogliche Bürgermeisterei Großen-Linden. I Versteigerungen^ Mittwoch den I Decemberl Z.- Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Marti« Müller in Gießen an nachbenannten Immobilien gehörigen ideellen Hälften Flur 17 Nr. 146"/,oo - 144 gm Hofraithe in der Scheppeneck, Flur 17 Nr. 146’8/100 — 183 qm Grab, garten daselbst, öffentlich meistbietend versteigert werden- Gießen, den 19. October 1897. Großh. Ortsgericht Gießen- ________I. A : Bogt.9727 mpfehlungen Herren-Kleiber (gearbeitet wie nach Maaß) 6iötß zu verkaufen. Specialität: schwarze Anzüge. Fracks von 20 Mark an bis zu den feinsten bei _ o ?359 W. »arnbach, Kirchstr. 2, II. HM. HWlythMS. Freibank. 9705 Heute uud morgen Dchsensieisep uicht ladenrein, per Pfd. 54 Psg. ^chwemesleisch nicht ladenrein, per Pfd. 52 Psg. 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October, Abends 8 Uhr, Wallthorstrasse 28, ausgeführt von Mitgliedern des Giessener Stadttheaters (Direction Kruse-Helm) unter Mitwirkung des Herrn Karl Hermann vom Frankfurter Stadttheater. Molidre: Der eingebildete Kranke. Krüger: Der Präsident. üillftloi in der Musikalienhandlung Ernst Challier (Rudolphs Naohf.), soll IIIvlus w*6 an der Abendkange: Erstes Parquet Mk. 3.50; Zweit« Parquet und Balcon erste Reihe Mk. 2.25. — Studentenkarten Mk. 1 —. Gallerie Mk. 1.—. Für Mitglieder nur im Vorverkauf [bei weiterem Bedarf]: Erst« Parquet Mk. 3.—; Zweites Parquet Mk. 2.—. 9557 Nach Schluss des Theaters Omsibnsverbiodunfl nach verschied. Rlohtusge*. Turnverein. Generalversammlung 21 Qctober, Abends 8Vg Uhr, in der Restauration Mühleisen, Brandgasse. Tagesordnung: 1) Berichterstattung. 2) Rechnungsablage. 3) Vorstandswahl. 4) Verschiedene». 9683_________________________________Der Vorstand. eeeeeeee •• •• •• •• hwhh • Meine Special Artitel $ • Herren- und Knaben-Garderobe • Z sowie • Schuhwaaren • ä vom billigsten bis zum feinsten Genre empfehle in größter Ans' A Z Wahl zu staunend billigen Preisen. 9582 , • S. Elsoffer, Marktstr. 27. • •••••••••••••••••••••••• xxl* «r Garant. Bürstenwaaren, ■ ilvliyj „ Frinir kämme, “ Seltersweg 43. Seifen u. Parfamerle. ' OOOOO o ooo Börse vom 18 October 1897. 1887 Oesterr. StaatSbaho v. 1885 93 57J Jtal. staatSgar. Eifenb. 4 4 3 3 86 96 108.45 22 40 93 70 3610 101.50 IC 0.60 102 70 97.40 101.85 000.0 101.50 4 3 6 4 Stadt Darmstadt v. 1891 Stadt WormS unt b. 1901 llng. Gold-Rente Portugiese« Mexicaner Monopol-Grieche« von Eisend. Rentenb. D6L BuderuS Obl. «roceuJ 4 16.18 1ö.i4 Franz. Banknoten 2036 20.32 Oesterr. bto. 4.20 4.16 Americ. Brtft e»v 80 70 169 96 €17*/, «deudeoaas s t 000.00 s Oesterr. Eredil-sicH« 299 60 Gegründet 1866. Ständerlampen. Ampeln. K Giessen Seltersweg-Plockstr. Tisch- n. Hängelampen in jeder Preislage. m Reich assortirtea Lager in completten Glas- und Porzellan- Servicen. Waschgarnituren. Wedackion: A. Scdeytza. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univerfitäts-Vuch- und Steindruckerei (Pietsch A 8chryda) ta Uictze«. Die Smttge Kummer umfaßt 6 Kette« Der *ul!