1S97 Sonntag den 2V Juni Nr. 142 Erstes Blatt Gießener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger Amts- uni Anzeigeblatt für den Kreis Gieren Hratisöeitage: chießener Aamikienbtätter Amtlicher Tkeil Wolff» telegraphisches Correfpondenz-Bureau. das 8 Uhr Morgens bis Gießen. >0^11 31f» Berlin, 18. Juni. Gesetz über daS Nach Informationen der ^Rordd. die Blättermelduvgen betr. angeblich über Veränderungen in de« Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für de» folgenden Lag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr. fflUl* tu. Die Gießener A-amilienotLIter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. 9. Juni 1897. Berlin, 18. Juni. Allgem. Ztg." beruhen Der Lietzener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montag». Der „RetchSanzeiger" veröffentlicht Auswanderungswesen vom Bekanntmachung, betreffend: Schießübungen. 1897. 5UbtrTefltt Idente it« fct Alle Annoncen-Vureaux de» In- und Auslandes nehme» i Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- mtgcye. ' Vie jedenfalls tn engem Zusammenhänge hiermit flehen und Ereignisse von größter Bedeutung bilden. Der neue Staats« secretär der Marine ist noch verhältnißmäßig jung. Er ist am 19. März 1849 geboren, also erst 48 Jahre alt. Seine Carriöre in der Marine war ebenso schnell wie die seines Vorgängers. Am 22. September 1869 wurde er Unter- lieutenant, am 13. Mat 1895 Coutre-Admiral und war Jahre lang Chef des Stabes des ObercommandoS der Marine. Da alle Kenner unserer Martneverhältnisse über die hohen Qualitäten deS Herrn von Tirpitz einig find und er sür den fähigsten Offizier der Kriegsmarine gehalten wird, so ist deffen Ernennung zum Staatssekretär nur mit Freuden zu begrüßen. Die nächsten Verhandlungen müssen eS nun zeigen, ob er auch im parlamentarischen Kampfe seinen Mann stehen und im Stande sein wird, seine Gegner im Parlament von der mehrfach schon erörterten Vermeh« rung der deutschen Marine zu überzeugen. Vielleicht gelingt eS ihm, im Einvernehmen mit dem Staatssekretär des Reichsschatzamts unter Berückfichttgung der Steuerkraft des Reiches etn Programm vorzulegen, dem der Reichstag seine Zustimmung geben kann- daß eine weitere Flottenvermehrung gefordert werden wird, ist kaum zu bezweifeln, auf keinen Fall wird aber dem Reichstage schon in der diesjährigen Nachseffion, welche am 22. Juni ihren Anfang nimmt, eine diesbezügliche Nachforderung für maritime Zwecke zugehen. Die Friedens-Verhandlungen auf der Balkan- Halbinsel werden von Tag zu Tag schleppender- wahrend man Anfangs überzeugt war, daß solche, einmal begonnen, einen prompten Verlauf nehmen würden, ist man jetzt mehr und mehr zu der Ueberzeugung gelangt, daß der Sultan bei der Vereinbarung der Friedensbedingungen auf die öffentliche Stimmung seines Landes zu viel Rückficht uehmeu muß, dann aber auch immer noch nicht gewillt ist, Theffalten herzugeben. Die Botschafter halten immer noch Besprechungen über die Festsetzung der Friedens-Bedingungen ab. Die Verhandlungen betreffen die Berichtigung der thessalischen Grenze, die Kriegsentschädigung und die Frage der Captin- lationen. Vorerst gilt es, festzustellen, über welche Einnahmequellen Griechenland unter den gegenwärtigen Umständen verfügt, um danach die Summe der zu zahlenden Krtegsindemuität festzustellev. Dann handelt es fich um die Regelung der Frage für die neue Grenzbesttmmung zwischen Makedonien und Thesialien. Es wird hierzu auS Paris gemeldet, daß zwischen dem Standpunkt der Botschafter und demjenigen der Pforte sowohl in der Frage der Grenzregu- lirung wie bezüglich der Capitulationen eine wesentliche Annäherung fich vollzogen haben soll. Die Lösung all dieser Fragen dürste indeffen noch geraume Zett in Anspruch nehmen und das Datum, an welchem die Frtedensverhandlungen zu einem günstigen Ende gebracht werden, noch als sehr unbestimmt erscheinen laffen. In Paris scheint wieder eine Art Attentats- und Bombenwuth heretngebrochen zu sein. Mit der am Eintrachtsplatz am Fuße des Bildes der Stadt Straßburg explodirten Bombe ist dies nunmehr die sechste, welche seit dem letzten Monate constatirt worden ist. Wenn man auch in Parts diese Sprenganschläge nicht für ernst nimmt, ihnen vielmehr jeden anarchistischen Charakter abspricht und der Anschlag vom Bois de Boulogne nur noch einen Gegenstand einer stark irontstrenden und spöttelnden Behandlung bildet, so constatirt man doch andererseits in Pariser Blättern mit einer gewtffen Genugrhuung die Namen von 18 gekrönten Häuptern und Fürstlichkeiten, die den Präfidenten dazu beglückwünscht haben, daß er am Sonntag dem Attentat mit heiler Haut entgangen ist. ES wäre nun trotzdem nachgerade an der Zett, wenn die Polizei diesem kindischen Schabernak etn Ziel setzte und eS ihr gelänge, die Verhaftung dieses eigenartigen Individuums zu bewirken. Denn sür die Dauer dürfte ein solcher Spaß doch nur ermüdend wirken. Der Marine-AuSschuß der franzöfischeo Deputirten- kammer ist bekanntlich über die Forderungen des Ministers Besnard hinausgegangen und hat fich den Flotteuplan Lockrvys angreignet, der einen außerordentlichen Credit von 260 Millionen erfordert. Davon sollen 200 Millionen auf Neubauten, 20 Millionen auf Umbauten und AuSbefferungen, die übrigen 40 Millionen zur Anlage und Verbefferung maritimer Stützpunkte verwandt werden. Zu solchen Stützpunkten hat der Ausschuß in den überseeischen Gebieten der Republik Tunesien, Algerien, Saigun, Madagaskar, Dakar, die Insel Gorea an der Küste SenegambienS und La Martinique auSersehen. Die 200 Millionen für Neubauten sollen nach der Anficht des AuSschvffes zum Bau von Kreuzern und leichten Fahrzeugen, aber nichts von dieser Summe soll für Panzerschiffe verwandt werden, und zwar find 120 Millionen für große Panzerkreuzer und 60 Millionen für Tor- Gießen, den 18. Juni 1897. Betr.: Wie oben. Ha» Grotzberzogliche Kreisamt Gießen e* Me Grstzd. ©ftraermetfkreW* M AtdM. Wir machen Sie auf die heute in rubricirtem Betreff «rlaffene Bekanntmachung aufmerksam. v. Gagern. Depeschen de» Bureau .Herold." Berlin, 18. Juni. Der Kaiser wird die Nordlau^- reise om 4. oder 5. Juli anireteo. Die Rückkehr erfolgt am 27. Juli. Nach dem Besuch am russischen Hofe wird der Kaiser den am 23. August stattfindenden großen Uebungen der Flotte beiwohuen. Berlin, 18. Juni. Der Kaiser genehmigte unter Bezeugung der besonderen Zufriedenheit mit seiner Dienstführung und unter Verleihung des Wilhelms Ordens daS EntlaffungS- gesuch des Präfidenten des Reichs«Versicherungsamtes, Dr. Bödiker. Berlin, 18. Juri. Staatssekretär Tirpitz tritt de« „Localanzeiger" zufolge morgen seinen Urlaub an und begibt sich zunächst nach Ems, wo er Heilung von einem HalSleideu zu finden hofft. Berlin, 18. Juni. Der „Socialist" wurde heute Morgen auf Gerichtsbeschluß confiScirt. ES soll sich um eine Besprechung: „AuS der Zeit" handeln. Berlin, 18. Juni. Die „Nationalzeitung" hält die Auficht der Blätter, daß die Entscheidung über die tn der Reichs- und preußischen Regierung schwebenden Personal- frag en erst im Herbst erfolgen werde, für irrthüwlich, glaubt vielmehr, daß die Entscheidung tn dem für Anfang Juli in Aussicht genommene» Antritt der Nordlandreise deS Kaisers stattfinden wird. Aus parlamentarischen Kreisen wird dem Blatte mitgetheilt, daß Finaozminister Miquel die Rück- kehr nach Wiesbaden aufgegeben hat. Die „Nationalzeituug" erfolgten bisher nicht. Berlin, 18. Jui. Dem Abgeordnetenhaus ging ein Gesetzentwurf zu betr. die Zwangsvollstreckung aus Forderungen landschaftlicher und ritterschaft- licher Cre dtt an st alt en. Darnach können mit landesherrlicher Genehmigung die Satzungen bestimmen, daß solchen Anstalten, auch prootnzialständischen und communalständische« Grundcredttanstalten, daS Zwangsvollstreckungsrecht in da» bewegliche oder unbewegliche Vermögen zustehe sür Forderungen au DarlehenScapitalien, Zinsen, TilgungSbeiträgen und sonstige« satzungsgemäßen Leistungen. AuS den Urkunden, welche zum Rtchteramt befähigte AnstaltSbeawte aufnahmen, findet die gerichtliche Zwangsvollstreckung statt. Köln, 18. Juni. Bisher sind hier eingetroffeu der Erbgroßherzog von Baden, der Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe, die Minister v. Bo etlicher, Brefeld, Thielen. Schoenstedt, v. d. Recke, Staatsminister v. Goßler und Fürst zu Wied. Paris, 18. Juni. Der Prinz von Neapel stattete dem Präsidenten F a u r e seinen Besuch in bürgerlicher Kleidung, von einem Ordonnanzoffizier begleitet, ab. Eine Compagnie Infanterie erwies dem Prinzen die militärischen Ehrenbezeugungen. Die sehr herzliche Unterredung des Prinzen mit dem Präfidenten währte etwa */» Stunde. Präsident Faure erwiderte alsbald den Besuch des Prinzen tu deffen Hotel. Loudon, 18. Juni. DaS Oberhaus beschloß, am Sonntag in corpore dem Dankgottesdienst anläßlich deS Jubiläums der Königin in der Westminster-Abtei beizuwohnen. pedoboote, Torpedojäger und Unterseeboote avzusetzeo. Der Ausschuß gibt endlich der Meinung Ausdruck, daß diese Credite n'cht tn da» JahreSbudget einzufügen seien, die Arbeiten für Umbauten, Neubauten, Aufbefferung oder Neuaulage vo« maritimen Stützpunkten sollen vielmehr ein Ganzes für fich bilden und find von den Capiteln deS Budget» zu trenne«. — Die gesammtrn Voranschläge deS KriegSbudgetS für 1897 belaufen fich auf 629 Millionen Francs, also fieben Millionen mehr als tm Vorjahre. Die Ausgabenerhöhung ist durch die Schaffung von 40 vierten Bataillonen außer den im Herbste formtrten gerechtfertigt. 12000 Rekruten u«d 150 Offiziere werden für diese neuen Truppentheile ver- wandt werden. — Die Landarmee wird tm nächsten Jahre 586000 Mann umfassen, von denen 25000 auf die Gen- darmeiie und die Sradtgardtsten entfallen. Im aktive« Cadre werden sich 29150 Offiziere, 742 der Gendarmerie miteinbegriffen, befinden. Dienstag den 22. d. M., von Mittwoch den 23. b. M., von 3 Uhr Nachmittag», ttattfinden. Gießen, den 19. Juni 1897. Großherzogliches Kreisamt v. Gagern. Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Taschen- Uhr, 1 Regenschirm, 1 Paar Handschuhe, 1 Handtuch, 1 weißes Taschentuch, 1 Taschenmesser, 1 Gehrock, 2 Stücke Besatzlitze, 1 Haarpfeil, 1 Metermaaß, 1 Korb mit Inhalt, 1 Pferdedecke (wasserdicht), 1 Griffelkasten und 2 Schubkarren (darunter einer mit Kasten). Zugeftogeu: 1 Brieftaube. Gießen, den 19. Juni 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. Bekanntmachung, betreffend: Maßregeln zur Abwehr und Unterdrückung der Maul- und Klauenseuche- hier Aufhebung de» allgemeinen Verbot- der Viehmärkte. Nachdem von Großh. Ministerium baß generelle Verbot »er Abhaltung von Viehmärkten im Großherzogrhum Heffen aufgehoben worden ist, bringen wir hiermit zur öffentlichen Äenntniß, daß im Kreise Gießen die kalendermäßig vor- gesehenen Märkte biß auf Weiteres unter folgenden Bedingungen abgehalten werden dürfen: 1. Für den Auf- und Abtrieb ist den Anordnungen des KreiSveteriyäramteS gemäß je eine bestimmte Stelle zu schaffen. 2. Auf den Markt dürfen nur Thiere au» unverseuchten Orten deS Großherzogthums Hessen, Thiere von Händlern aber nur dann, wenn fie mindestens sieben Tage tu unversruchten hessischen Orten tn seuchen- freiem Zustande zugebracht haben, aufgrtrieben werden. 3. Außer der Conirole der Ursprungszeugnisse hat selbstverständlich auch die thierärztliche Besichtigung der Thiere vor dem Auftrieb zu erfolgen. Gießen, den 18. Juni 1897. GroßherzoglicheS Kreisamt Gießen. v. Gagern. 3» »r Whe, Motten, Mer bei ben»8 schon alr Vor, I 'en. Thurmelin»« 1 5 und 50 1 Wetzlar, r? Mr : Aug.' 7 3293 87.W 24 y 96») 1881 Wl» 10L6Ö 1C2.(O Politische Wochenschau. Persoualwechsel im Marineamt. — Friede«».Berhaudlungeu anf der BaUanhalbiusel. — Bomben - Attentate in Part». — Forderungen für Marine-wecke. Schon seit Wochen hatte mau in politischen Kreisen mehr und mehr die Ueberzeugung gewonnen, daß bi» zum Beginn der nächsten parlamentarischen Verhandlungen bedeutsame politische Zwischenfälle fich abspielen würden, die im Stande wären, Personalveräuderungrn in den leitenden Kreisen mach fich zu ziehen. Wenn man damals die herrschende Situation und die nächsten Ereignisse in Betracht zog, durfte man nicht außer Acht laffen, daß die Marinepläne den Kaiser mehr beschäftigen als irgend etwas anderes und daß er die fseinerzeit erfolgte Ablehnung der beiden Kreuzer keineswegs «Iß einen überwundenen Punkt zu betrachten scheint. Dies «eht aus offenkundigen Thatsachen genügend hervor und führt zu der Schlußfolgerung hin, daß dem Reichstage tn seinen nächsten Verhandlungen neue Kämpfe uw Vermehrung der Flotte bevorstehen. Das inzwischen erfolgte Ausscheiden ve» früheren Staatssekretärs de» ReichSmarineamtS, Admiral» Möllmann und die nunmehrige Ernennung des Contre- Admirals Tirpitz zu seinem Nachfolger find Thatsachen, lilie n werden; trfW ist unstreitig i rmtfchlanN» ) ist in srdn Nummer i iwW abvmtt aus dir o(M: •Otn äÄ*' ^MMtzbesttebmeit Vierteljährig« >6onnem stpaßl unb am Stück, ’.itu für MW ßMMttz V ■SptthlUnl: »r Aeseob. OK- $DbI' , l 101- schrot deS Weiteren: Fest steht da» Ausscheiden de- Staat-, seeretärs Bötticher, der zunächst in den Ruhestand treten, später aber ein Oberpräfidium übernehmen dürfte. Daß eS Nicht da- jetzt vacante von Schleswig-Holstein sein wird, liegt enf der Hand, da zu dem Bereiche desselben FrtedrtchSruh gehört. Fest steht ferner, daß Miquel Bicepräfideut de- preußtschen Staat-Ministerium- wird und bei den vorhandenen Schwierigkeiten scheint eS, daß die Waage sich zu Gunsten der Uebernahme auch der Stellvertretung de- Reichskanzler- darch Miquel, der alsdann da- preußische Finanzministerium »Ü de« Reichsamt de- Innern vertauschen würde, neigt. Mit Herrn v. Marschalls Rückkehr au die Spitze de- auswärtigen Amtes wird offenbar nicht wehr gerechnet. Mau hört bereit- mehrere diplomatische Vertreter deS Reiches im LuSlande nennen, welche für diesen StaatSsecretärpoften in Betracht kommen. Die Ernennung des SchatzsecretärS Posa- dowSkt zum Finauzmtnister ist höchst wahrscheinlich. Bielefeld, 18. Juni. Heute Vormittag 9 Uhr traf das Kaiserpaar auf dem Bahnhose Brackwede ein, wo der Regent deS FürsteuthumS Lippe, Prinz Adolf von Schaum« burg-Ltppe, deffeu Gemahlin und die Spitzen der Behörden zum Empfange anwesend waren. Der Kaiser begab sich «it dem Prinzen Adolf zu Wagen nach der Bodelschwingh'schen Arbeitercolouie Wilmersdorf, während die Kaiserin mit der Priozesfio die Anstalten tu Bethel aufsuchten, welche eingehend besichtigt wurden. Um 11 Uhr traf hier auch der Kaiser ein, worauf wehr al- 1500 Posaunenbläser und etwa 6000 Sänger Lieder vortrugen. Um IV/a Uhr zog sodann da- Katserpaar in Bielefeld ein, wo feiten- der Vertreter der Stadt die feierliche Begrüßung erfolgte. Der Kaiser nahm, nachdem ihn der Oberbürgermeister mit einem Hoch empfangen, den gebotenen Ehrentrunk an und wandte sich dann in einer markigen Ansprache an die Versammelten, sie zum Kampfe gegen alle Umsturzbestrebuugen auffordernd. Er gedachte sodann der Wirksamkeit de- Pastor- v. Bodelschwiugh und trank auf da- Wohl der Stadt Bielefeld und der Pro- vtnz Westphalen. Sodann erfolgte eine Rundfahrt durch die Stadt und ein Besuch bei Geheimerath Hinzpeter. Um 2 Uhr 30 Miu. fuhr da- Kaiserpaar nach Köln weiter. Frankfurt a. M, 18. Juni. Einem Telegramm der „Franks. Ztg." au- Mainz zufolge ist dort der langjährige Mitinhaber der bekannten katholischen BerlagSfirma Franz Kirchheim infolge eine- Schlaganfalles gestorben. Graz. 18. Juni. Der Hauptschacht de- Kohlenbergwerk- Polfiogbrunn der Graz-Vöölauer Bahn ist ein gestürzt. Eta Arbeiter wird vermißt, die andern beiden, die sich in dem Schacht befanden, find gerettet. Barcelona, 18. Juni. Gestern wurden in Valencia und Gellra drei Bomben, jede 21/, Kilo schwer, auf- gefunden. Die Nachricht rief in Barcelona die größte Aufregung hervor. Pari-, 19. Juni. Ein Wirbelsturm hat in der Nähe von Paris großen Schaden angertchtet. Soweit bi- jetzt festgestellt ist, find fünf Personen gerödtet und eine große Anzahl mehr oder weniger verletzt worden. Gerüchtweise spricht man sogar von fünfzig und mehr Opfern deS CyklonS. Der Wirbelsturm dauerte nur 20 Secunben, er richtete aber tu ASniere, BotS-ColombeS und anderen Orten der Pariser Umgebung enormen Schaden an. Zwei Männer, welche mit Gartenarbeit beschäftigt waren, wurden 20 Meter weit weg- geschleudert. In ASniere, wo gerade Jahrmarkt war, wurden lärnrntliche Verkaufs- und Schaubuden wie weggeblasen und fünf Personen getödtet, zwanzig verwundet. Wett beträchtlicher ist die Zahl drr Opfer tn BoiS-ColombeS. Dort wird die Zahl der Tobten auf 50 angegeben. Kauea. 19. Juni. Laut Nachrichten aus dem Innern ist eine Meinungsverschiedenheit unter den Anführern der Insurgenten au-gebrochen. Die einen wollen die Autonomie Kretas unter der Bedingung annehmen, daß die türkischen Truppen zurückgezogen werden, die andern ver- langen entschieden die Annexion Kreta- durch Griechenland. W.B. Berlin, 19. Juni. Den Morgenblättern zufolge gedachte der Kaiser im „Gürzenichsaale" zu Köln auf den Trinkspruch deS Kölner Oberbürgermeister- der Zeit, wo sein Großvater und Vater unter den Bürgern Köln- geweilt, er dankre der patriotischen Bürgerschaft und rühmte Köln- Aufschwung. Der Kaiser versicherte, er wolle die Bahnen seine- Großvater- wandeln, den Frieden erhalten, der existirt, seit ein deutscher Kaiser da ist, die deutschen Rechte vertreten, die deutschen Absatzgebiete erhalten. CocoXes rrnd provinzielle». Gießen, den 19. Juni 1897. * • Gießener BolkSbad. Die auf gestern anberaumte General-Versammlung mußte in letzter Stunde auf Montag den 12. Juli vertagt werden und wird alsdann im Sitzungssaal deS BürgermetstereigebäudeS Vormittags 11 Uhr beginnen. • • Brandwache. Von morgen ab wird regelmäßig Sonntag-, und zwar tn der Zett von Nachmittags 3 b>S Abend» 8 Uhr, eine au» einem Obmann, 2 Steigern und 4 Sprttzenleuten bestehenden Abtheilung der freiwilligen Feuerwehr im Thurmhaus am Brand anwesend sein, um im Fall eines Brande» während der Zett, in welcher dte Einwohnerschaft Ausflüge unternimmt, sofort eingreifen zu können. • * A»f OSwaldS Garten find Sonntag und über die Markttage lebende Photographien tm Edison-Theater za sehen. Die Eintrittspreise sind so gestellt, daß e» auch dem Wentgbemittelten möglich ist, diese wunderbaren Vorstellungen in Augenschein zu nehmen. (S. Inserat.) * ’ Uneivgelöße Banknoten. Bon den auf Gulden- Währung lautenden Noten der Bank für Süddeutfchland find Noten im Betrage von 90,947 Mk. 16 Pfg. noch nicht zur Rückzahlung präsentirt. * • Ueber den Obst- «ad Weiadan im Großherzogthum Hefseu und seine Erträgniffe tm Erntejahr 1896 geben dte »Mittheilungen für Lande» statistik" folgende Ausschlüffe: In 1896 war die Zahl der tragbaren Obstbäume (in rundea Zahlen) 2,133,500 (Starkenburg 860,000, Oberheffen 770,100, Rheinheffen 503,300),und derWerth derObsterote2,322,000Mk, wovon auf Starkenburg 962,300 Mk., auf Oberheffen 537,200 Mk. und auf Rheinheffen 822,400 Mk. entfallen. Rechnet man hierzu den Werth der Tafeltrauben mit 90,700 Mk. und daS auf 13,384,300 Mk. geschätzte Srträgotß der Weinberge, so ergiebt fich für das Großherzogthum ein Gefammt- ertrag aus Obst« und Weinbau von 15,787,170 Mk. — Im einzelnen partizipieren an der Obsternte 792,200 Aepfel- bäumemit l,363,000Mk.,302,200Birnbäumemtt 210,000Mk., 825,600 Pflaumen- und Zwetschenbäume mit 297,600 Mk., 117,500 Kirschbäume mit 147,000 Mk., 28,700 Aprikosen- und Pfirfichbäume mit 93,200 Mk., 892 Kastauienbäume mit 3100 Mk., 66,300 Nußbäume mit 207,752 Mk. — Steht man, so bemerkt hierzu der ^Darmst. Tgl. Anz.", diese trotz der vorjährigen nur mittelmäßigen Obsternte noch immer stattlichen Z ffern an, und bedenkt dabei 1. wie wenig Mühe und wte viel Freude jeder Obstbaum seinem Besitzer bereitet, 2. daß bet keinem anderen laudw. Betriebszweig das angelegte Capital auf Menschenalter hinaus eine so nachhaltige, stet- steigende Rente bringt, wte beim Obstbau, 3. endlich aus dem Obstverkauf der Bauer baareS Geld tn dte Hand bekommt, zu einer Zeit, tn der er eS am nöthtgsteu braucht, 4. aber an eine Uederproduction tm Obstbau gar nicht zu denken ist, so muß immer wieder der Mahnruf laut werden: „Ihr Landwtrthe Pflanzt Obstbäume!" * • Bom Hagelschlag find im vergangenen Jahre in Hessen in 50 Gemarkungen etwa 8747 Hektar Gelände getroffen, davon etwa 1829 Hektar beschädigt worden. Der entstandene Schaden wurde auf 92,574 Mk. veranschlagt. Von den durch Hagelschläge beschädigten Flächen waren 255 Hektar mit 112,350 Mk. versichert, wogegen von den VerficherungSgesellschafren im Ganzen 14,284 Mk. Entschädigungen bezahlt wurden. • * Mit Zuckerrüben waren laut „Darmst. Tägl. Anz." im Jahre 1896 in Hessen 5849 Hektar Gelände bestellt, von denen 1,848,143 Doppelcentner Zuckerrüben geerntet wurden. Am intensivsten wurde der Zuckerrübenbau tu den Kreisen Friedberg, Worms, Groß-Gerau und Dieburg betrieben. _____________ Offenbach, 17. Juni. Ein hiesiger älterer Mann stürzte im Keller kopfüber in einen Zuber Wasser, konnte sich nicht mehr heraushelfen und ertrank. * Nürnberg, 18. Juni. Nach dem „Fr. Kurier" beläuft sich das Deficit der vorjährigen bayerischen Landes- Ausstellung nach der Schlußabrechnung auf Mk. 130,000. Damit find 12% pCt. des Garanttefonds zu zahlen. * Selb (Overfranken), 18. Juni. Heute früh 3 Uhr ist die große Porzellanfabrik von Rosenthal u. Comp. vollständig ntedergebrannt. Gegen hundert Arbeiter find brotlos. * Nordpol-Expedition. Das Marine-Ministerium der Bereinigten Staaten har dem bekannten Polarforscher Lieutenant Peary einen fünsjährigen Urlaub ertheilt. Peary gedenki einen neuen Vorstoß nach dem Nordpol zu unternehmen und will die ersten drei Jahre zur Vorbereitung der tm vierten Jahre geplanten Expedition benutzen. Er will, von sechs Eskimos und einer Anzahl guter Hunde begleitet, zunächst eine Reihe von Proviantstationen errichten und dabet soweit wte möglich gen Norden Vordringen, um dort eine feste Wohnstätte zu gründen. Von diesem nördlichsten Punkte au- hofft er im vierten Jahre, von nur einem Eskimo und den besten Hunden begleitet, tn schnellem Marsche den Pol erreichen zu können. Sollte der Vorstoß mißlingen, so würde er nach der Station zurückkehren und, sobald dte Berhält- niffe günstig find, den Versuch, den Pol zu erreichen, nochmals unternehmen. * Schilda, berühmt durch seine tollen Streiche, hat tn dem württembergischcn Orte Ofterdingen einen Nebenbuhler gefunden. Dieser Tage ließ, dem „Beob." zufolge, der Ortögewaltige durch die Ortsschelle den 1600 Einwohnern kund und zu wissen thun, daß allen ledigen Frauenzimmern künftig bet 1 Mk. Strafe untersagt sein soll, fich nach ein- getretener Dunkelheit noch auf der Straße ohne Laterne blicken zu laflen. So fieht man denn an allen Ecken und Enden des Orts aufgeregte weibliche Gestalten, die eifrig die „Laternenfrage" erörtern. Bet Nacht aber huschen sie schüchtern über die Straße, gleich einem JohanneSwürrnchen, ihren Pfad mit einer Laterne beleuchtend. Die Wirkung deS so weislich auSgeheckteu Erlasse» ist insofern eine günstige, alS durch diese Art von Straßenbeleuchtung die Dunkelheit auf den Gaffen erhellt wird und dte auf den Brunnenstöcken befestigten Laternen, denen da» ganze Jahr, mit Ausnahme deS Sylvefterabend», entweder Oel ober Docht ober betbeS, meist auch die Scheiben fehlen, nun ganz überflüssig geworden find, der Gemeinde hieraus also ein ökonomischer Vortheil erwächst, sofern sie künftig nicht mehr für zerschlagene Scheiben und da- Oel am Sylvesterabend aufzukommen hat. Der eigentliche Grund zu diesem Vorgehen wurde verschwiegen, doch ist fast als sicher anzunehmen, daß die Hebung der Sittlichkeit dem Dorfgesetzgeber als Endziel vorgeschwebt hat. Schiff-nachrichten. Norddeutscher Lloyd, tn Gießen Der treten durch btt Agenten Earl Loo» und I. M. Schulhof. Bremen, 18. Juni. fPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Roland, Eapitän I. Janßen vom Norddeutschen Lloyd tn Bremen, ist gestern 6 Uhr Nachmtitag» wohlbehalten tn Baltt- nwre angekommen. Bremen., 18 Juni. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Topptlschraubenpostdampfer Bremen, 6-tp. W. Reimkasten, oomRsrdb. Lloyd in Bremen, ist gestern 8 Uhr Morgen» wohlbehalten in Newyork angekommen. an» de« ftan&oamtmftiftam der Stadt Siehe». flofllHtt. Juni: 12. Bruno Felix Karl Büttner, Kaufmann dahier, mit Helene Schröder zu Neuwied. 14. Ernst Albert R-Hneseld, Wirth dahier, mit Katharine Dieter von Fauerbach v. d. Höhe. 14. Karl Philipp Enz. Etlendreher dahier, mit Katharine Eltsabethe Wetnbardt bierselbst. 15. Carl Martin Allgeter, Schneider dahier, mit Anna Margarethe Bebling Hierselbst. 16. Karl Wilhelm B'ühl, Kaufmann dahier, mit Phtltppine Leonore Margarethe Eltsabethe KaroltneBob Hierselbst. 17. JustuS Becker, Taglöhner dahier, mit Eltsabethe Wtnnecker, geb. Theiß, Wtttwe deS Weißbinders Earl Wtnnecker hierselbst. 17. Ludwig Mehl, Bergmann zu Dutenhofen, mit Luise Köppchm hierselbst. Juni: 12. Seibert Möhl, Schneider dahier, mit Henriette Schäfer hierselbst. 12. Christian Ludwig Pfeil, Schretnermetster dahier, mit Sophie Wilhelmine Mohr hierselbst. 12 Friedrich Feldmann, Kaufmann zu Wiesbaden, mit Katharine Maroarethe Elise Sophie Philippi hierselbst. 12. Anton Karl Wilhelm Hehner. Restaurateur dahier, mit Pauline Schultheis hierselbst. Juni: 6. Dem Glaser Johann WUHelm Räuber eine Tochter 7. Dem Bahnarbeiter August Fourier eine Tochter 7. Dem Instrumentenmacher Ernst Robert Hopf eine Tochter, Amalia Anna Lina. 8. Dem Taglöhner Konrad Röhrig ein Sohn. 9. Dem Taglöhner Ludwig Baumann ein Sohn, Friedrich. 12. Dem Schlosser Max Hugo Nttzsche ein Sohn. 12. Dem Chemiker Dr. Adolf Winther ein Sohn. 13. Dem Lacktrer Georg Bellos eine Tochter. 14. Dem Schretnermetster Karl Wacker eine Tochter. 15. Dem Cisenbahn- fecretSr Wilhelm Kesting ein Sohn, Carl Maria. 18. Dem Fuhrmann Philipp Diehl eine Tochter. timt Juni: 12. Marie Keßler, geb. Sturm, 74 Jahre alt, Wittwe von Kammmacher Friedrich Keßler dahier. 13. Sophie Balser, geb. WallmselS, 79 Jahre alt, Wtttwe von Buchbtndermetster August Balser dabter. 13. Henriette Kurz, 33 Jahre alt, Ehefrau deS Schuhmachers Wilhelm Kurz zu Laimbach. 14. Anna Schnabel, geb. Frey, 21 Jahre alt, Ehefrau deS Arbeiters Wilhelm Schnabel dahier. 14. Johannes Mole«, 72 Jahre alt, Landwirth von Heinzenberg. 14. Anna Maria Weller, geb. Döring, 58 Jahre alt, Wtttwe von Taglöhner Earl Weller zu Burkhardsfelden. 15 Anna Margarethe Bender, geb. Dörr, 64 Jahre alt, dahier, Ehefrau von Taglöhner Christian Bender. 15. Christian Friedrich Focken, 63 Jahre alt, Landwirth von LükmShof. 17. Wilhelm Schröder, 27 Jahre alt, Ziegler von Wilmenrod, Bezirk Wiesbaden 17. Nicolai von Essen, 38 Jahre alt, Gutsbesitzer von Cabbil in Rußland. Auszug aus de« Airchenbücheim Ver Stadt (Bitfcetu Evangelische Gemeinde. Getraute« MarkuSgemeinde. Den 12. Juni. Seibert Möhl, Schneider zu Gießen, und Henriette Schäfer, Tochter de» Ackermanns Hermann Schäfer zu Rüdingshain. Denselben. Anton Karl Wilhelm Hehner, Restaurateur zu Gießen, und Pauline Schultheis, Tochter deS verstorbenen Lehrer- Wilhelm Schultheis zu Rudingshain. Denselben. Christian Ludwig Psetl, Schreinermeister zu Gießen, und Sophie Wilhelmine Mobr, Tochter de» verstorbenen ©teuer= einnehmerS Peter Bernhard Mohr zu Frankfurt a. M. Jobannesaemeinde. Den 12. Juni. Friedrich Feldmann, Kaufmann zu Wiesbaden, und Katharine Margareshe Elise Sophie Philippi, Tochter de» verstorbenen Bierbrauers Heinrich Philippi zu Friedberg. Gaiaafva. MattbäuSgemeinde. Den 13. Juni. Dem Schuhmacher Friedrich Weisenbach et» Sohn, Georg Ludwig, aeboren den 24. März. Den 14. Juni. Uneheliche Zwillinge, eine Tochter, Marie, und ein Sohn, Friedrich, geboren den 14. Juni. MarkuSgemeinde. Den 13. Juni. Dem KretSkassenrechner Adam Kauß ein Sohn, Johann Peter Reinhard, geboren den 15. Mai. Denselben. Dem Kaufmann Georg Wallenfel» ein Sohn, Georg Wilhelm Max, geboren den 14. April. Den 15. Juni. Dem Taglöhner Peter Schneider ein Sohn, Reinhard Christian, geboren den 31. October. LukaSgemetnde. Den 13. Juni. Dem Oeconom Georg Simon eine Tochter, Johanna Mathilde Henriette Auguste, geboren den 9. Mai. Denselben. Dem Kaufmann Heinrich Boller ein Sohn, Karl Anton Heinrich, geboren den 13. April. Den 14. Juni. Dem Lokomotivheizer Georg Beltng eine Tochte', Elisabeth Käthchen Emilie Jobannetle, geboren den 11. April. Den 15. Juni. Dem Restaurateur Philipp Kleiß ein Sohn, Jean Jakob, geboren den 10. Mai. JohanneSgemeinde. Den 12. Juni. Dem Material-Verwalter Carl Bix ein Sohn, Carl Ludwig Christian, geboren den 23. Mai. Den 13 Juni. Dem Kaufmann Fritz Roth eine Tochter, Gertrud Elisabeth Helene Agne», geboren den 7. Mai. MattbäuSgemeinde. Den 16. Juni. Anna Christine Schnabel, geb. Frey, Ehefrau des Fuhrmanns Wilhelm Schnabel, 21 Jahre alt, starb den 14. Juni. MarkuSgemeindt. Den 10. Juni. Elifabethe Lerch, Tochter des SteinhauerS Heinrich Lerch, 16 Jahre alt, starb den 17. Juni. LukaSgemetnde. Dm 15. Juni. Sophie Balser, geb. Wallenfels, Wtttwe bet Buchbindermeisters August Balser, 79 Jahre alt, starb dm 13. Juni. Den 16 Juni. Anna Margarethe Bender, geb. Dörr, Wtttwe de» Taglöbner« Christian Bender von Grüningen, 64 Jahre alt, starb dm 15. Juni. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeßen am 19. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittag»: Wasser 13°, Lust 6°. Rübsamen'sche Badeanstalt. CanN nn5 Dottwiribfä^aft Gieße«, 19. Juni. Marktbericht. Huf dem heutigen Wochenmarst kostete: Butter pr. Pfd. X 0,80—0.95, Hühnereier pr. 6L 6 4, 2 ©t 11-00 X Enteneier 2 St 11-12 X Gänse eier pr. St. 00-11 H, Käse pr. 6t. 5-8 X Käsematte pr. Gt. 3 4s. Erdsm pr. Liier 18 H, Linsen pr. Liter 27 X Taub« pr. Paar X 0,70 M8 0,90, Hühner pr. Stück 1,10 bi» 1,30, Hahnen pr. Stück X 1,20-1,50, Enten pr. Stück X 1,60-1,80. Gänse pr. Pfund X 0,00—0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 X Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60—66 X Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bi« 66 X Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70 A, Kalbfleisch pr. Pfd. 56- 60 X Hammelfleisch pr. Pfd. 50—66 X Kartoffeln pr. 100 Kilo 5,60 Mi 6,50 X, Weißkraut pr. Stück 0- 00 4, Zwiebeln vr. Centner X 8,00—9,00, Milch pr. Liter 16 X Kirschen pr. Pfd. 30 u. 85 X Spargel pr. Pfd. 40 u. 50 Psg. treten. — Anmeldung Morgens 8—12 Uhr im Schullocal. 5833 5969 In Krofdorf ist die Rothlauf- »büchern zu vermietben Linbenplatz 7. Kleine. 5971 5972 unberücksichtigt bleiben. (tz Schneider, Taxator. S. Elsoffer. 5966 Versteigerungen 5956 Körber. 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