WZ? l&fi* sÄi Är.6lw- Jt Mm«; rrMtcha. felSSSjjH. öon Herrn ga= «H inuegehabteo °SC“ 3‘mmer in rudwigsplatz 14 Ehen nud von b z° beziehen. Heinr. Kiefer, UftNrÜ V Vo-anog VVI ^Dehör, dnAev eingkrichtrl, bolbigt 43'53 le Mansarde mit mhige Leute, hekraße 46. »Platz 6, Pariem, behör. per 1. Juli n fr. 17 Wohnung im oer mit Zubehir, neu 1. Juni zu vermiethttu erwohoung Im 3. Si«i Bricert, Neuenwegs na iu oermiethen bei „ neb.d.W »Brauerei. totWÖStÄÜB» Wtti W4 4MVK. Atztzck» Wwmg^r U Jogis Mr, Meckitungu-i toi, zu omnM« 4” ■SBBrfjK ■ r®Ä KahnM^ i Drt sagjf ugarttn y linset nach btrM \V zuverm^LMU ion, in best«A-M Ludwig?sil MW Mr. 117 Erstes Blatt______Donnerstag den 20, Mai IS97 Der Kietzener An»eiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Asamitie«5tä1ler werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeig er Kenerat-Mnzeiger. Vierteljähriger AbonnemerrtspreiSr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: -chatsiraße Ar.7. Fernsprecher bl. Aints- uitb 2lnzeigebltitt fuv den Tireis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Hratisöeitage: chießener Aamilienökätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Theil. Bekanntmachung, betreffend: Maul- und Klauenseuche zu Eberstadt. Die Maul" und Klauenseuche zu Eberstadt ist erloschen. Die verfügten Sperrmaßregeln werden hiermit aufgehoben. Gießen, den 19. Mai 1897. Großherzogliches KreiSamt Gießen. I. V.: Dr. Wagner. Wolff» telegraphtfche» Lorrespoadmz-Bsreo». Berlin, 18. Mai. Der Präsident deS Reichs» tag es, sowie der Reichstag selbst lehnte heute wegen der wiederholten Beschlußunfähigkeit die Urlaubsgesuche, welche nicht durch Krankheit motivirt waren, ab. Daffelbe Verfahren soll auch für die weiteren Urlaubsgesuche bis zur Beendigung der Arbeiten des Reichstage» eintreten. Berlin, 18. Mat. Dem Reichstage ging der dritte Nachtragsetat zu, worin der RemunerationSfondS deS Auswärtigen Amtes um 60,000 Mk. erhöht wird. Berlin, 18. Mai. Die Budget-Commission deS Abgeordnetenhauses bewilligte bei der Berathung des Tecundärbahngesetze» sämmtliche 19 neuen Secundärbahueo. Berlin, 18. Mai. Wie die „Nattonalzeitung" meldet, wäre im Retchrtage eine Ueberetnstimmung der Parteien bezüglich der Gewährung einer Dotation an die Wittwe deS StaatSsecretärS v. Stephan erzielt. Berlin, 18. Mai. Hier ist die amtliche Meldung ein- gelaufen, daß der Sultan den Befehl zur Einstellung der Feindseligkeiten auf dem griechisch-türkischen Kriegsschauplätze gegeben habe. Wiesbaden, 18. Mat. Der Kaiser überreichte gestern Abend Herrn v. Hülsen ein prächtig eingerahmtes Bild, das eine Vergrößerung der letzten Zeichnung deS Kaisers für daS Oncken'sche GeschichtSwerk darstellt. Wiesbaden, 18. Mai. Die heutige Parade verlief bei prachtvollem Wetter auf das Glänzendste. Der Kaiser tu GeneralSuntform nahm die Parade zu Pferde ab. Nach zweimaligem Vorbeimarsch der Truppen ritt der Kaiser an der Spitze der Fahuencompagnie in daß Schloß zurück. Potsdam, 18. Mai. Die Kaiserin ist mit den Prinzen heute früh 8 Uhr im Neuen Palais etngetroffen. Halle, 18. Mai. Der Cougreß der Gewerkschaften Deutschlands beschloß, eine aus sechs Personen bestehende Centralcommisfion mit dem Sitz in Berlin zu wählen, die die Aufgabe hat, die Agitation für die local- orgautfirten Gewerkschaften planmäßig zu leiten und die Ju- terrffen der Organisation nach außen durch die Preffe zu vertreten. Der Congreß proclamirte außerdem die unbedingte Solidarität der localorganifirten Arbeiter mit allen Arbeitern ohne Rückficht auf Organisation, sowie die politische Anschauung, soweit fie auf dem Boden des Klaffenkampfes stehen. DeS Wetteren wurde dte Herausgabe eines Preß- organS für die localorganifirten Gewerkschaften Deutschlands beschloffen. Leipzig, 18. Mai. Wie daS „Leipz. Tagebl." bestätigend meldet, wird der Entscheidungstermiu;des Schiedsgerichts in Sachen der Lippe'schen Thronfolgefrage unter dem Borfitz des Königs von Sachsen am 21. Juni stattfinden. Budapest, 18. Mat. Auf dem Bankett, welches gestern Abend Erzherzog Joseph zu Ehren der Mitglieder der deutschen LandwirthschaftS-Gesellschaft auf der Margarethen-Jasel veranstaltet hatte, gelangte ein Telegramm des Kaisers zur Verlesung, in welchem er seinen Dank für dte thm übersandte Huldigungsdepesche ausspricht. Der Acker- baumintster Dr. Daranyt brachte den Trtnkspruch auf die deutschen Landwirthe auS und erinnerte an die Mitwirkung der deutschen Fürsten und Heerführer an der Befreiung Ofens von den Türken und an dte Verdienste der Deutschen au dem Aufblühen der Stadt Budapest. Auch heute ständen die Deutschen und Ungarn Schulter an Schulter, und das Bündniß mit Deutschland sei nicht nur ein Bündniß der Herrscher, sondern auch ein Bündniß selbstbewußter Völker. Er rufe den Gästen ein dreifaches Elfen zu. Dte Rede fand lebhaften Beifall. Parts, 18. Mat. Der „Figaro" führt in einem mit „Whist" gezeichneten Artikel au», nur dte Erhaltung des Königs Georg auf dem Throne könne Griechenland den Beistand Englands, Rußlands und Frankreichs sichern und e» vor dem gänzlichen Ruin bewahren. Loudon, 18. Mai. „Daily News" führt aus, daß die Ereignisse den Blokadevorfchlag des Deutschen Kaiser» gerechtfertigt hätten und daß dessen Annahme den Krieg verhindert haben würde. Atheu, 18. Mai. Havasmeldung. Die Türken vor Arta hissten die weiße Flagge. — Der Waffenstillstand wird als angenommen angesehen. Eetioje, 18. Mai. Heute Vormittag fand die Trauung deS Prinzen Franz Joseph von Battenberg mit der Prinzessin Anna von Montenegro in der Metropolitan- kirche nach orthodoxem und im englischen Gesandtschaftsgebäude nach evangelischem RttuS statt. Konstantinopel, 18. Mai. Der Sultan hat dem Prinzen Joseph von Battenberg den Großkordou deS OSmanie- ordenS mit Brillanten verliehen- denselben Orden erhielt der Commandeur in der epirotischen Armee, Osman Pascha, während SaadEddtn Pascha den Großkordon deS Medjidjeh- Ordens erhielt. — Wie verlautet, hat der Sultan über die Angliederung Thessaliens ein Fetwa des Scheich uE Islam eingeholt. — Nach vertrauenswürdigen Berichten von verschiedenen Setten sollen die türkischen Truppen mehrere thessalische Ortschaften geplündert und etngeaschert haben. Depeschen de« Bnre«u „Herold." verli«, 18. Mai. Das Abgeordnetenhaus hat heute dte BeretnSgesetz-Novelle nach etwa vierstündiger äußerst lebhafter Debatte an eine Commission von 28 Mitglieder« verwiesen. Morgen: Kleine Vorlagen. Berlin, 18. Mai. Wie der „Localavzeiger" auS FrtedrtchSruh meldet, ist der frühere LandwirthfchaftS- miutsterFreiherr v. Lucius bei dem Fürsten Bismarck zum Besuch eingetroffen. Der Fürst unternimmt jetzt täglich ausgedehnte Spazierfahrten. Berlin, 18. Mai. Der deutsche Botschafter in Konstantinopel ist angewiesen worden, bet HerbetsÜhrung einer Waffenruhe mitzuwirken. Elberfeld, 18. Mat. Gestern Abend entstand tn einer hiesigen Kartenfabrik durch Explosion mehrerer mit Säure gefüllter Ballons ein größeres Feuer. Sieben Feuerwehrmänner wurden durch Etnathmung von Gasen schwer betäubt, einer ist heute gestorben. Wien, 18. Mai. Kaiser Franz Josef hat der „Neuen freien Preffe" zufolge den Generalstabschef der russischen Armee, General Obrutschew, zu den großen Herbstmanövern der österreichisch-ungarischen Armee bei Tati» tn Ungarn etngeladen, denen bekanntlich auch der deutsche Kaiser beiwohnen wird. Aussig, 18. Mat. Infolge von Wolkenbrüchen fand ein starke» Steigen der Elbe statt. Lüttich, 18. Mat. In der hiesigen Kathedrale brach während der Firmung Feuer aus. Eine furchtbare Panik bemächtigte sich der Kinder, von denen 18 verwundet wurden. DaS Feuer konnte rasch gelöscht werden. Athen. 19. Mai. In der Stadt herrscht fieberhafte Aufregung. Wagen fahren tn rasender Eile durch dte Straßen. Die Menge belagert das Telegraphenbureau. Dte sämmtltchen vorhandenen Truppen find unter dem Befehl de» Obersten VaffoS nach dem Kriegsschauplätze abgerückt. Atheu, 19. Mai. Aus dem Kampfe bei DamokoS ist alles Kriegsmaterial und sämmtliche Verwundete gerettet. Die beiderseitigen Verluste find sehr groß. Oberst SmoleuSki hat den Befehl erhalten, sich zum Centrum deS Heeres zurück- zuztehen. _____________ WB. Köln, 19. Mai. Amtlich. Ein von Westfalen nach Metz gehender Militärzug mit Reservisten entgleiste heute Nacht zwischen Hillerheim und Gerolstein.— Feuilleton. Aus Wiesbadens Kunst- und Bsdeleden vor fünfzig Jahren. (Nachdruck verboten.) M. Auf amerikanischem Boden bedeuten fünfzig Jahre für die Geschichte der Städte eine halbe Ewigkeit- in Europa genügen fie jedenfalls, um dte Phyfiognomie eines Ortes gründlich zu verändern. Diese Veränderung wird nun tn all den Fällen, wo dte localen Einflüffe, die durch die natür- ltche Lage gegebenen Bedingungen die stärksten Factoren find, mehr auf eine Entwickelung und Erweiterung al» auf totale Neubildung hinauslaufen, und so erkennen wir denn auch in dem Wiesbaden der 40er Jahre dte wesentlichen Züge der Kurstadt von heute, die sich schon damals mächtig zu recken und auSzudehnen begann und der Quantität und Qualität ihrer Gäste durch immer wachsenden materiellen, sowie geistigen Comfort zu genügen suchte. Mit kleinen Mitteln arbeitete in jenen Tagen noch daS Wiesbadener Theater, und doch tritt uns au» den kurzen Notizen und längeren Berichten ein im Großen und Ganzen erfreuliches Bild entgegen. DaS Streben, auch von der Bühne aus eine gewisse Fühlung mit den fortschreitenden Mächten der Zett zu gewinnen, ist unverkennbar. DaS Drama des „jungen Deutschland" kam diesen Bedürfnissen -am kräftigsten entgegen, und so sehen wir denn u. a. die Werke Karl Gutzkows am häufigsten im Wiesbadener Schau- ßptelrepertoire von dazumal auftauchen. Anläßlich der Aufführung von „Zopf und Schwert" heißt eß in einer Kritik LJuni 1844): „Wenn auch nur ein kleines Stück Geschichte »or uns abgespielt wird, dte uns als Deutschen uäherliegt, wenn die Schlagworte so klingen, daß fie wie Funken das Herz der Gegenwart entzünden, wenn die Reden dort oben die Pulsadern unserer wirklichen bürgerlichen Existenz schwellen machen, wenn man uns den Zopf von ehedem weist und dabet witzig und geißelnd auf den Zopf von heutzutage hindeutet, — da bleibt uns, wenn wir aus dem Theater gehen, am Ende noch etwas zu denken und solches zu denken, wa» mit unserer Gesinnung, mit unserer Lebenserfahrung tu Rapport steht. Leben, Zeit und Wissen ist jetzt so bewegt, so reich, so geschäftig, daß keine Stunden übrig find, dte man an die geistlose Zerstreuung gewisser Komödien verschwenden könnte." Ein halbes Jahrhundert später scheinen diese Worte noch genau so am Platze und zur Sache gesprochen. Es ist merkwürdig, wie wenig sich doch tu manchen Dingen tn der Welt ändert. Heute find'» nicht mehr die seichten französischen Vaudevilles, sondern alberne Schwänke und gequälte Operetten, die dem Besseren den Platz versperren. Ein Blick in den Spielplan des Wiesbadener Theaters sagt uu», daß die clasfischeu und romantischen Zugopern In buntem Wechsel und mit tüchtigen SangeSkräften gegeben wurden und daß sich daneben vor allem die italienische Oper, dte Sachen eines Rosfint, Bellini und Donizetti eifrigster Pflege erfreuten. Von Rossini gab man de» Oefteren den nunmehr in Vergessenheit geratenen „Sancteb" und „Othello", von Donizetti den gleichfalls verschollenen „Belisar". — Im Schauspielreprrtoire finden sich neben solchen Werken, die noch heute dte Stützpfeiler jedes einigermaßen angesehenen Kunstinstituts bilden, Stücke von ephemerer Gestalt. Bei Dramen wie „Moritz von Sachsen", „Treue Liebe" fallen uns wenigstens noch die Autoren Prutz und Devrient ein, aber bet Titeln wie „Christoph und Renata", „Die Flitterwochen", „Die StiftSfräulein von St. Chr" rc. rc., verlasse« uns selbst diese Anhaltspunkte. An berühmten Gästen scheint kein Mangel gewesen zu sein. Neben einer Jenny Lind, die in einem Wohlthätig- keitSconcert zum Besten der Kleinkinderbewahraustalt fingt und für diese eine Einnahme von 1700 Gulden erzielt, para- direu ein Alexander Boucher, der sich nicht nur durch sein wundervolles Biolinsptel, sondern auch durch eine an Abenteuern reiche Militärcarrisre und eine frappante Aehn- lichkeit mit Napoleon ausgezeichnet haben soll, ferner ein Signor Pergerti, Kammersänger deS Herzogs von Modena, der auf jene Weise zum Sopranisten wurde, welche man durch das Verbot des Papstes Clemens XIV. auch tu Italien unterdrückt glaubte. DaS Wiesbadener Concertpublikum fühlte sich durch Pergettis leichte Tonbildung, sein schöne» Portamento, das weiche mezza voce, den Reichthum irr (Koloraturen außerordentlich sympathisch berührt und verglich seine Kunst mit der deS berühmten Catalani. Durch ein Talent ganz eigener Art überraschte die Wiesbadener in der nämlichen Saison ein Ritter Dell'Or o, Professor der Gesangskunst und Mitglied de» musikalischen PrüfungStnstitutS in Rom, der sich im Besitz eines trefflichen Baritons und zugleich einer angenehmen Frauenstimme befand. Wenn man den Künstler nicht sah, so war dte Täuschung vollkommen, beim man glaubte eine italienische Prirnabonna zu hören. Von heimischen Kräften zählten zu ben Lieblingen deS Publikums eine Mabame Fischer, ein Fräulein Rummel, ein Ehepaar Grabowsky, baß nach sechsjähriger Thätigkeit in WieSbaben daS Züricher Actten- theater übernahm. (Schluß folgt.) Nach vorläufiger Feststellung wurden 28 Manu getödtet, eine größere Anzahl verletzt. WB. Solu. 19. Mai. Amtlich. Bet dem Militärzüge von Barmen über Köln, Trier nach Metz erfolgte bet Gerol- stein eine Zugtreuuuug. Der zweite Theil de« ZageS fuhr auf den ersten. Eine Anzahl Wagen wurde beschädigt - neun Soldaten find tobt (nicht 28, wie zuerst gemeldet), 35 Soldaten verletzt, theilwetse schwer. WB. Berlin, 19. Mat. HavaSmelduug. Aus Athen wird gemeldet: Die Regierung ermächtigte den Commaudanteu in EptruS, die Feindseligkeiten einzustelleo, um die Bedingungen de- Waffeostillstande- zu berathen. _ CoceUs «n- vießen, den 19. Mat. • * Erhebung in len Freiherrustand. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 31. März und 10. April die Nachkommen erster Geueratiou les Seh. LommerzienrathS Freiherrn WtlhelmLorueltus v. Hehl zu Herrnsheim in WormS und des jeweiligen FtdeicommißinhaberS, sowie deu Major ä la suite der Cavallerie Maximilian v. Heyl und deffen Ehefrau Dort-, geb. Stein, letztere beide für ihre Personen, in deu Freiherrustand des GroßherzogthumS zu erheben. • * Parlamentarische». Der Abgeordnete Erk hat bet der Zweiten Kammer beantragt: Großherzogliche Regierung zu ersuchen, dahingehende Bestimmungen zu treffen, daß auch in solchen unverseuchten Orten, in welchen sich Thierärzte befinden, durch die Großh. Bürgermeister oder OrtSvieh- beschauer UrsprungSzeugniffe erthetlt werden können, und daß diese UrsprungSzeugniffe auch zum Auftrieb auf deu Diehmärkten Gültigkeit haben — insofern eS sich um Land- wirthe handelt, welche ihre eigenen Thtere verkaufen wollen, nicht um Händler — ohne daß jedes einzelne Thier nochmals gegen Zahlung von Gebühren durch den Thierarzt besichtigt wird. — In der Begründung heißt es: Bet der gegenwärtigen dienstlichen Arbeitslast der Groß« herzoglichen KreiSthierärzte sind dieselben bet Tage nur selten zu Hause anzutreffen. Viehverkäufe werden dagegen zu jeder Tageszeit abgeschloffen- da aber verkauftes Vieh nicht eher abgetrieben werden darf, bis die Ausstellung der UrsprungSzeugniffe stattgefunden hat, so müffen die Käufer oft den ganzen Tag warten, bis der Kreisthierarzt nach Hause kommt. Häufig geht der Käufer dann wieder nach Hause, weil er zum Warten keine Zett hat. Dieses hat aber zur Folge, daß dadurch mancher Handel überhaupt nicht zu Staude kommt. WaS den Auftrieb von Vieh auf Märkte avbelaugt, so werden durch die Ausstellung von Ursprungs- zeugniffen den Diehbefitzern — besonders wenn eS sich um eine größere Anzahl von Ferkeln handelt — dem Verkäufer bedeutende Kosten verursacht. So kommt eS vor, daß ein Landwtrth, ohne etwas verkauft zu haben, 4 bis 5 Mk. für Zeugnisse auSgeben muß, um unverrichteter Sache wieder abzuziehen. Es ist daher höchst wünschenSwerth, daß in oben ausgesprochenem Sinne Aeuderung geschaffen wird. * * Erledigte Lehrerstellen. Erledigt sind: Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemetndeschule zu Dorheim, Kreis Friedberg, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Die mit einem katholischen Lehrer zu besetzende 2. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rockenberg, Kreis Friedberg, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Eine mit einem kathol. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemetndeschule zu Lengfeld, Kreis Dieburg, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. • ♦P.A. Sport- und Volksfest in Gießen. Immer näher rückt das Fest heran, nur wenige Tage noch, und die Feier, eingeleitet durch einen Festcommers in „Steins Garten", nimmt ihren Anfang. Der Umstand, daß neben dem eigent- lichen Sportfest den herbeiftrömenden Besuchern auch die verschiedenartigsten Genüffe, dte ein Volksfest mit sich bringt, geboten werden sollen, läßt mit Recht eine rege Betheiligung ans allen Kreisen voraussetzen. Wie aus Nachstehendem ersichtlich, macht das für das Fest vorgesehene Programm seinen Veranstaltern alle Ehre. Zur Eröffnung der Feier findet, wie bereit« oben erwähnt, ein großer Fest-CommerS in „SleinS Garten" statt. Ist auch nicht vorauSzusetzen, daß bei demselben schon sämmtliche der zu erwartenden Gäste zu sehen sein werden, so unterliegt eS trotzdem keinem Zweifel, daß schon ein Theil der auswärtigen Radfahrer bei demselben anwesend und der Commers in würdiger Weise und unter großer Betheiligung vor sich gehen wird. Der erste Festtag wird alSdanu durch eine um 6*/a Uhr früh erfolgende Tages« reveille eiugeleitet, welcher sich um 8 Uhr der Empfang der auswärtigen Sportskameraden anschließt. Eine Vertreter- sitzung ist auf 9 Uhr im Hotel Restaurant „Kaiserhof" an- beraumt, während um 11 Uhr die feierliche Bannerweihe der „Wanderer, G. R.-G." in SteinS Saalbau vor sich gehen wird. Ein solenner Frühschoppen mit Concert nebst der darauffolgenden gemeinsamen Festtafel in SteinS Saalbau beschließt alsdann die Feier des Vormittags. Als einer der Hauptglanzpunkte des Feste« ist wohl die um 21/» Uhr vor- gesehene Corsofahrt sämmlicher Radfahrer zum Sportplatz zu be« zeichnen, womit da« eigentliche Sportfest seinen Anfang nimmt. Um 3>/,Uhr werden alsdann die vorgesehenen Rennen vor sich gehen, denen fich um 8 Uhr ein Kunstfahren, sowie PreiSver- theilung anschließen. In SteinS Saalbau findet alsdann die Vereinigung der Festtheilnehmer mit einem schönen Dawenflor zu einem Ballfest statt. Für den zweiten Festtag ist Bor- mittag ein Frühschoppenconcert in Aussicht genommen, während der Nachmittag dem großen Volksfest gewidmet ist, da« nicht verfehlen wird, eine bedeutende Anziehungskraft auSzuüben. Au« Vorstehendem ist wohl ersichtlich, daß dieses schöne Fest einen, jeden Theilnehmer befriedigenden Verlauf nehmen wird. All Heil * * Der vom „Gießener Radfahrer«Verein 1885" am vorigen Sonntag nach Garbenheim (Götheruhe) arran- girte Ausflug verlief bei einer Anwesenheit von ca. 150 Personen in schönster Weise. Besonderes Aufsehen erregte der bei Rückkunft um die Anlagen ausgeführte LampionScorso- für die kommenden Pfingstfeiertage plant der Verein eine größere fünftägige Rheintonr und wünschen wir demselben auch hierzu bestes Gelingen und vor Allem gutes Wetter. All Heil! * • Rückfahrkarten für Pfingsten. Die Giltigkeits- dauer der zu Pfingsten gelösten Fahrkarten erstreckt fich nur auf sieben Tage und zwar auf die Zeit vom 4. bis incl. 10. Juni. Die Rückfahrt muß spätestens am letzten Giltigkeitstage bis 12 Uhr Mitternachts einschließlich angetreten werden. * * Der dienstälteste scttve Volttfchnllehrer im Grobherzog- thum ist zur Zeit Herr Overlrhrer Fr. Kübel in Matnz. Derselbe hat mit dem neuen Schuljahr sein 60. Dienftjohr angetreten. * • Organisation de» Bauernstände». Unter den Anträgen, welche dem Landtage wieder zugegavgen find, befindet fich auch ein solcher deS Abg. Köhler, bett, die genossenschaftliche Organisation des Bauernstandes im Großherzogthum Hessen. Derselbe bezweckt die Einführung einer Art ZwangSinnung für den hesfischen Bauernstand. Die gesammte selbstständige, Landwirthschaft treibende Bevölkerung soll gezwungen sein, einem Landesverband beizutreten, der den Titel führt: „Die hessische Bauernschaft". Derselbe soll insbesondere Ein- und Verkäufe sowie die Verwendung landwirthschaft- licher Erzeugnisse besorgen, Lagerhäuser errichten, Verkehrsmittel und Verkehrsgelegenheiten schaffen, auch ein bäuerliches Schiedsgericht ist vorgesehen. Der Landesverband gliedert sich in Gauverbände und Bauerngemeinden. An der Spitze des Landesverbandes soll die Anwaltschaft, bestehend aus dem Anwalt und zwei Landräthen, stehen, diese Behörde soll den Character einer staatlichen haben und dem Vorsteher der landwirthschafilichen Ministerialabtheilung betgeordnet sein. Die Gauoerbände sind die eigentlichen Träger der geschäft- lichen Tätigkeit. Zur Entfaltung derselben werden geeignete Beamte berufen und angestellt. ** Fleischbeschau. DreiundsechSzig Gemeindemitglieder der Orte Uetzhausen, Nieder-Stoll, BernShausen, Pfort, Uellershausen, Hemmen und Hartershausen im Schützer Gebiet haben bei der Zweiten Kammer gegen die Handhabung der Fleischbeschau im städtischen Schlachthause zu Gießen Beschwerde geführt und dringend Abänderung verlangt, da die jetzige Uebung für die Viehbefitzer nicht zu ertragen sei. Die Petenten führen mehrere zu ihren Un- gunftcn verlaufene Fälle von Viehlieferung an. Das Schlachtvieh könne in Gießen zwar gegen Verluste dieser Art versichert werden, jedoch seien die Prämien zu hoch und werde dasselbe auch öfters zur Verficherung nicht ausgenommen. Auch baß Betreten der SchlachthauSräume seitens der Schlachtvieh liefernden Landwirthe sei verboten worden. Ein solches Verbot erscheine ungerechtfertigt. DaS hohe Präfidium der Zweiten Kammer wird gebeten, bei Großh. Regierung ge- neigteft dahin wirken zu wollen, daß die Schlachthausordnung in Gießen mehr zu Gunsten der Viehverkäufer abgeändert werde. Bei den niedrigen Körnerpreisen müßten die Land- wirthe ihren ohnehin immer geringer werdenden Verdienst an der Viehhaltung suchen und vermögen solche Verluste wie seither auf die Dauer nicht zu ertragen. Besonder- wichtig für sie wäre eine allgemein eingeführte und billige Verficherung gegen Schlachtverluste bei gut gemästetem und anscheinend gesundem Fettvieh. • • Turnerische». Der Mittelrheinkreis deutscher Turnerschaft, dessen Gebiet baß Großherzogthum Hessen, da- ehemalige Herzogthum Nassau, die südliche Hälfte von Kurhessen, die preußischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier und das Fürftenthum Birkenfeld umfaßt (wobei die politischen Grenzen mit der Kreisbegrenzung sich nicht ganz genau decken), zählt nach der dieser Tage feftgestellten Statistik vom 1. Januar 1897 in 17 Gauen und 511 Ver- einSorten 587 Vereine mit einer Gesammtmitgliederzahl von 56,848, wovon 22,730 Turnende, 8413 Zöglinge, 653 Mitglieder der Frauenabtheilung (in 14 Vereinen), 46,969 Beitrag zahlende, 2430 Vortuner. An 50,796 Turnabenden während des Berichtsjahre- 1896 haben inSgesammt 1,08,685 geturnt. Mangels eine« geeigneten Turnraums müssen 91 Vereine tm Winter den Turnbetrieb einstellen- 40 Vereine benutzen Schulturnhallen, 178 haben eigene Turnplätze, 86 elgene Turnhallen. Der größte Verein ist der Turnverein Offenbach a. M. mit 830, die kleinsten der Akademische Turnverein „Philippina" in Marburg und der Verein Aren- berg bei Coblenz mit je 12 Mitgliedern. Auf die vier Darmstädter Turnvereine entfallen 1365 Mitglieder, davon 313 Turnende, 110 Zöglinge, 1255 Steuerzahler, 43 Vorturner, 315 Turnabende mit 12,730 Turnplatz - Besuchern. Im Kreisgebiet find 166 sogenannte „wilde" Turnvereine bekannt, die, nur aus Landvereinen bestehend, fich zu „ländlichen Turnverbänden" zusammengethan haben und ihre Hauptaufgabe in der Abhaltung von Fahnenweihen und Wettturnen erblicken. Eine erzieherische Seite des deutschen VereinSturnenS ist ihnen unbekannt. * * Wetterbericht. Die Unterschiede int Luftdruck find zwar über unserem Gebiete noch allgemein gering, doch bleibt seine Vertheilung unregelmäßig und bestehen namentlich im Süden und Südosten Europas ein allerdings flaches Depres- fionSgebiet fort. Bei dieser Druckverthetlung wird die Witte- rung zunächst einen wechselnden Character beibehalten und zeigt sich die ganze Wetterlage zur Bildung von Gewittern geneigt. — Voraussichtliche Witterung. TheilS heiteres, theilS wolkige-, zu Gewittern geneigtes Wetter. □ «o» dem Bogettberg 17. Mai. Die Zeit der. kalten Maitage mit ihren Frostnächten scheint nun endlich vorüber -u sein, denn seit gestern find „die linden Lüste erwacht" Als meteorologisch bemerken-werthe Erscheinung muß wohl der Temperaturwechsel bei derselben gebliebenen Windrichtung, Nordost, angesehen werden. AuS derselben Luftrichtung, aus der da- eisige Mailüsterl geweht, kommt nun auch ba« erheblich wärmere Wrtter. Bet dessen Eintritt unterzieht man wohl die Vegetation einer Controle bezüglich der Frostschäden. Sie find glücklicher Weise nicht so schlimm, als man zu fürchten wirklich Veranlassung hatte. Nur an besonder« exponirten Stellen sind die zarten Fruchtknoten vom Froste gedrückt worden, im Allgemeinen aber ist da- Obst, vorweg das Steinobst, erhalten geblieben. Die Aepsel- bäume beginnen hier erst jetzt ihre Blüthen zu erschließen. Der GraS- und Kleewuchs stand allerdings seither still, ja die GraSspitzen begannen sich gelb zu färben, doch dürfte daß wärmere Wetter im Verein mit der reichlich vorhandenen Feuchtigkeit da« Versäumte rasch wieder nachholen. Mit. der Grünfütterung hat man bereits begonnen, da aber daS Grünfutter noch sehr kurz ist, so wird eS mit Stroh auf den Futterschneidmaschinen verschnitten. Prachtvoll blüht der Wintersamen, RapS, den Bienen, die lange genug eingesessen, zuguterletzt immer noch reiche Tracht bietend. Au« dem Walde erschallt die Stimme deS KuckukS, der Regel nach ein Zeichen, da« den Eintritt der wärmeren JahreSzett verkündet. Offenbach, 17. Mai. Der 21 jährige Fabrikarbeiter Hauk gab gestern Mittag auf feine Geliebte, die 19 Jahre alte Tochter seiner LogiSleute, fünf Schüsse ans einem Revolver ab. Die Thal geschah in der Wohnung deS Mädchen«. Als die Eltern hinzueilten, flüchtete Hauk in sem Z mmer und brachte fich einen Schnß in die Brust und einen solchen in den Kopf bei, welche den sofortigen Tod zur Folge hatten. Der Verlebte, der auf seine Braut sehr eifersüchtig gewesen sein soll, wurde in daS Leichenhaus, daS schwer verletzte Mädchen in da« städtische Krankenhaus verbracht. Wald-Michelbach, 17. Mai. Sein 70jähriges Dienst- jubiläum beging heute hier der Förster Herr Simon Hahn. Der jetzt noch rüstige 88jährtge Greis wurde schon mit seinem 18. Jahre Forstwart. Während der langen Reihe von 70 Dienstjahren hat er fich das Vertrauen der Forst- behörde und der Gemeinde in hohem Grade zu erhalten ge- wußt. Simon, der von der Vorbereitung zu einer festlichen Begehung dieses Tages nichts wußte, wurde vor versammeltem Gemeinderath auf« Rathhau« beschieden, wo auch bte Beamten der Großh. Obersörsteret zugegen waren. Der Herr Oberförster gab den Verdiensten des alten Mannes Ausdruck und überreichte als Zeichen der Anerkennung ein Staats- geschenk von 200 Mk. Der Herr Bürgermeister drückte den Dank der Gemeinde ans und übergab dem Jubilar einen Ruheskssel, ein um so practtschereS Geschenk, indem Herr Hahn demnächst in den gewiß verdienten Ruhestand tritt. Darmst. Ztg. * Die Pariser Familie Greffulhe schenkte dem zwanzigjährigen Diener, der die Gräfin in seinen Armen ouS den Flammen des BazarbrandeS trug, zur Belohnung hunderttausend Francs. • Die „Wacht am Rhein" all Huldigung für eine Kindergärtnerin. In St. Louis fand am 21. April der zweite Congreß der internationalen Kindergarten Union statt, der auch von Deutschland und England beschickt war. Die hervorragendste Gestalt deS CongresseS war d.e Baronesse Bertha v. Bülow-Wendhausen au« Dresden, die Hauptleiterin der Kindergarten.Bewegung in Deutschland, die von ihren amerikanischen Mitstreiterinnen förmlich auf den Händen getragen wurde. Gelegentlich eines Empfanges im Unionclub wurde der noch jungen Dame eine begeisterte Ovation dar- gebracht. Man überreichte ihr eine deutsche Fahne und fang, in einer fast rein anglo-amerikanischen Gesellschaft, die „Wacht am R^ein" * Jubiläum» Hammelfleisch. Die australischen Exporteure gefrorenen Fleisches haben den Armen London« zur Feier deS Jubiläum- der Königin eine Gratissendung von 20,000 eingefrorenen Hämmeln zugesagt. Die Der- theilung wird das (Eomiie übernehmen, daS den Vorschlag der Prinzessin von Wales einer Jubiläumsspeisung der Bettler und Elenden London« ausführen soll Die Sendung wird den Australiern über 400,000 Mk. kosten, ist aber eine wohlberechnete Reclame. Denn es ist wohlbekannt, daß gerade die ärmeren und ärmsten Klassen baß stärkste Dorurtheil gegen gefrorene« Fleisch haben- und die Exporteure rechnen auf eine große Ausdehnung ihre« Handels, wenn sie einmal erst diese Klaffe von der Thatsache überzeugen können, daß sie ihnen in London guttß, gesunde- Hammelfleisch zu 24 bis 32 Pfennig fürs Pfund (gleich 0,457 Kilogramm) liefern können. Cfteratiir rind Kunft. — Ei« falsche« LiebeSlied. Novelle von Rudolph Golm. Dresden, E. Pierson« Verlag. Rudolph Golm wagt fich In seiner neuesten interessanten Arbeit, einer humoristische» Novelle, an ein gefährliches Problem heran. Er zeigt einen Mann, der in wechselnder Liebe zu zwei Schwestern bin: und herschwankt, sich zuerst mit der filtern verlobt, diese« Verlöbniß löst und ein neue« mit der jünger» eingeht, zu spfit aber zu er fernen glaubt, daß denn doch die aeitere die Richtige war und in seine Ehe mit dem Bewußtsein schreitet, eine große Dummbeit zu begehen. Xaver von Flüellen, der Held der amüsanten geistsprühendcn Geschichte, heiraihet Blanche, sehnt sich aber dabei nach Loni zurück. .Lieber Freund", sagte ihm Jemand, der ibn genau kennt .Du wirst immer die Andere wollen, wie Du auch wählst, immer die, die Du nicht hast.' Da« Ganze ist durch seine Grazie und seinen feinen Humor ein überaus reizvolle- Werk, dessen Lectüre Niemand gereuen wird. Im Verlage von Schall L Grund, Berlin W. 62, erschien soeben: Nach dem Toda, Mittheilunaen aus dem Jenseits von Wilhelm von Lichtenow. Mit 23 ganzseitigen Bildern von HanS Looschen. Prei« geheftet in künstlerisch in Gravüre berae- stelltem Umschlag 2 Mk., elegant gebunden 3 Mk. „Slacb dem Tode, Mittheilungen au« dem Jenseits", ist ein Phantasiestück, eine Dichtung in Prosa, allein etz wirtt wie eine Eingebung, ja wir lagen vielleicht nicht zu viel, wie eine Offenbarung. So wie der Verfasser die Vorgänge nach dem Tode an dem ferneren Schicksal eine« Ver- Gießener Volksbad Die für das Volksbad eingereichten Entwürfe, nebst Erläuterungs- Martha geb. Lohoff sind binnen Schmidt. 4989 Stellen-Gesuche R/ ^k X* c ^UIUUÜU.“S t.Mni.-roereqngung) sucht ttipplowrieS, ®/4 cbm Inh, 60 cm fiepen mäßige Vergütung schriftliche •AtP?r' f£a* ® Waggons Schienen, i Beschäftigung in oder außer dem Lause u«d Gefl. Offert, unt. ^.0. an die Expedition All-« sehr g«t erhalt. dieses Blattes erbeten. ° Anfragen unter K. 5481 an---- ----------------------- Rudolf Moffe, Frankfurt a. M. 498, <961 Vereinsnachrichten. v. «agern. 4978 4876 1887 4 dto. Brief Franz. Banknotm Oesterr. dto. 49; L. Kalkhof Heller 4892 Darmst. B^Actie» 308. Vt 4 4 3 3 104.00 98.10 102.70 000.00 000.00 t dem zwanzig« Armen aui den inung hundert- einer Woche bei uns anzumelden. Gießen, den 19. Mai 1897. Großherzogliches Amtsgericht. ro kb- C5 Stadt Darmstadt v. 1891 Stadt Worms unk. b. 1901 (1) (1) (1) 86.75 104.05 22.85 95 60 26.80 101.50 1C2.8O 101.00 101.00 101.00 102.50 1 1 1 1 iw Geld I 81.15 '170.40 | 4.16 Der Branddirector: Schmandt. Torbenen schildert, — so kann es in der That sein, so wird e8 vtel- letcht sein, und es wäre nicht das Schlimmste, wenn es so wäre. Der Dichter stellt eine Reihe von Phasen unseres Daseins nach dem Tode bar. Hierbei hält er sich fern von aller Phantasterei und von allen sogenannten idealen Vorstellungen und gibt dafür — man ist versucht, eS zu sagen: Reales, d. h. er gibt höchst wahrscheinliche Möglichkeiten. Ein Gefühl milder Versöhnung mit dem Sterben überkommt unS bei der LrctÜre, eine beruhigende Gewißheit, wie . i der Lösung eines RäthselS. Das Ganze ist zwar kurz — aber irdes Wort ist von Gewicht, nichts Ueberflüssiges darin, Handlung und Sprache fesselnd und trotz deS Ernstes des Vorwurfs anmuthend. Und zu dieser Dichtung hat Hans Looschen Bilder geschaffen: Bilder, Sie im eifrigen Ideenaustausch mit dem Verfasser entstanden sind, die, bald sich enger an den Text anschmiegend, bald eigene Wege gehend, das Ganze in hervorragender Weise veranschaulichen und ergänzen. Mußte der Maler auch bisweilen konventioneller ver- jaorerb als der Dichter die« that und wollte, man wird die bild- liche Darstellung doch als eine sich anpasiende und sehr erwünschte Zugabe ansehen dürfen, so wunderbar es auch zunächst erscheinen urag, daß etwas „Jenseitiges" überhaupt in Bildern wiedergegeben Lungenödem Lungenschwindsucht Gebtrnschlagfluß Nierenentzündung Altersschwäche Lebensschwäche Verbrennung ____ ^954] Ein junger Mann mit guter Schulbildung (Eins.-Berechtigung) sucht 49571 Unterzeichneter empfiehlt sich im Hnftrtigtn von Herren-und «nabe« Anzügen in und außer dem Hause bet billigen Preisen. Hochachtungsvoll H «ahn, Schneider, Rittergasse 11, I. \ fax üutRMtt' ÄM btt Mitt Union statt, drr cor. Die brrvor- Baronlsse Bertha die Havptilitttin , die von ihren den Händen xe- t6 lm UnloncM ;ttt Doallon iOT* t Fahne onb laofli w, 61t 5‘/2 cm hohe Schienen auf breite Stahl- chwellen, 60 cm Spur, ca. 50 Stück Abendeoneser 155.90 | Oesterr. Credtt-Actten 20 Franken-St. Engl. Sovereigns Dollars in Gold Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeßen am 19. Mai, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags Master 14>, Luft 20°. Rübsam en'sche Badeansialt. Grassamen-Submission der Gemeinde Lich. Die Grassamen^nte in 1897 in den Waldungen be- Gemeinde Lich soll im Submissioiswege vergeben werden. Die Offerten müssen bis zum 30. Mai auf hiesiger Bürger- meisterei eingereicht sein, die Eröffnung erfolgt am 31. Mai, Nach- mittags 2 Uhr. Wegin näherer Aus- krinftsertheilung wenttz man sich an sie Großh. Oberförstrei Lich. Lich, den 13. Mai 1897. Großherzogliche Büyermeisterei. 'Brocatt 3'/s Deutsche ReichSanl. 3 Preuß. ConsolS 31/« Gr. Hessische Obi. Ae. sastreiche Orangen und Citronen fri eingetroffen bei Selbftgekelterter, prima Aepfelwein KnnRt-AlIRCtpllnnfl tmThurmhaus am Brand, IkUllpl AllOOlüllUliy, geöffnet täglich, mit Ausnahme des Samstags, von 11 biß 1 Uhr, am Mittwoch auch noch von 3 bis 5 Uhr. Sonntags ununterbrochen von 11 bis 3 Uhr. — Eintrittspreis für Nichtmitglteder an Werktagen 50 Pfg., an Sonntagen 20 Pfg. Procmt 4Vi Oesterr. Silberrente 4 Ung. Gold-Rente 3 Portugiesen 6 Mexicaner 4 Monopol-Griechen von Bekanntmachung. Betreffend: Die land- und forstwirthschaftliche Berufsgenossenschaft für das Großherzogthum Hessen. Die von Großh. Kreisamt Gießen in Nr. 105 des Gießener An- ze gers erlassene Bekanntmachung in obigem Betreff bringen wir nachstehend zur Kenntniß der Grundbesitzer hiesiger Gemarkung. Gießen, den 18. Mai 1897. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Bekanntmachung. •c welche ihren Grundbesitz entweder ganz oder theil- wetfe nicht selbst b'wirthfchaften, werden hierdurch aufgefordert, bei der Bürgermeisterei derxnigen Gemeinde, in deren Gemarkung die Grundstücke liegen, bis zum 1 Juni l. Js. schriftlich oder mündlich zu Protokoll den Antrag zu stellen daß der auf die Steuerkapitalien ihrer Grundstücke oder einzelner derselben entfallende Beitrag zur Berufsgenossenschaft von einem Anderen, als ^triebsunternehmer zur Zahlung Verpflichteten, er- hoben werden. Die Shträge müssen auch die nöthigen Angaben über die Pachtertragntsse der etnelnen Loose enthalten. Sodann wird -ur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß nach § 10 der Verordnung vom 11. 1888 von nachverzeichneten Objecten ein Beitrag zur Berufsgenossenscyft nicht erhoben wird: 1) von Grundstücken, velche zu einem land- oder forstwirthschaftlichen Betriebe überhaupt ncht gehören; 2) von allen Gebäuden r-bst zugehörigen Hofräumen, Haus- und Ziergarten ; 3) von Grundstücken von betrieben, deren Sitz außerhalb des Landes gelegen ist; 4) von steuerpflichtigen Grundstücken, deren land- und forstwirthschaft- liche Benutzung dauernd ^gestellt ist, sei es, daß jede Nutzung auf. gehört hat, fei es, daß a Stelle der land- oder forstwirthschaftlichen eine gewerbliche Benutze getreten ist (z. B. Verwandlung eines Ackers in einen Steinbru,). Diejenigen Grundbesitzer, welche derartige Befreiungsgründe, die sich oer amtlichen Kenntniß entzieher geltend machen können, werden aufge- forbert, die Befreiung bei der Brgermeifterei derjenigen Gemarkung, in welcher das Grundstück gelegen t| bis zum 1, Juni l. Js. zu beantragen. Gießen, den 4. Mai 189. Großherzoglicht Kreisamt Gießen. -R m SRlt ttt d" Gitin. auf btn M blüht bft e.Db' «u« be« tlen ^chttzni ^abrikardetier 19 Nie ‘He aus e|nem ®»l)nung des WtU Hank in n ^t Brust und Jofottigen Tod Ww Braut sehr la6 Ltlchevhaus, llrarikrnhaus Dltnst. t Herr Simon reis wurde schon der langen Reihe lauen der Forst. ! ZU tlfaltin gt» u tlmr ftfNdjtn or örrfammeltem o auch die Bt. en. Dtt Hm annti Ausdruck ng tln Staats. Isttt drückte bin Jubilar einen i!, indem Herr thtstand tritt. Darmst. Ztg. Men ttjpoxttuxt ndon» zur Feier Iseudung von gesagt. Dir Der» iaibtn Vorschlag aumsspetluvg » i°a ® m ) Mk. kosten. Ist z Ist rnohlbekannr, ifitn das stärkste JbbleWrteure oanbelß, wenn ste ibtrjtufltn hommelstuich - )/457 Kilosr^^ Städtischer Arbetsnachweis Gießen. Gartestraße 2. ««gebot dtt «rbeitnehmttt l Bäcker. 2 Buchbinder, 1 Installateur, 1 Spenfller, 1 Krankenwärter, 1 Metzge 1 Maschinenschlosser bezw. Heizer, 1 Bau! Schlosser, 1 Bauschreiner, 2 Lauffrauen 3 Tagl?hner. 2 Erdarbeite^ 1 Aufseher 3 Gartenarbeiter, 2 Gärtner, 2 Fabrarbeiter, 1 Fuhrmann, 2 Hausburschen, 1 landwirthschaftl. Arbeiter, 3 Dienstmäden, 1 Kindermädchen, 1 Büglerin, 1 Commis m gut Zeugn. Nachfrage de- «rb-itgebttr 1 Bäcker, 4 Drechsler, 3 Spengler, ^Kr?nkenMrter für eine hiesige Ansia 2 Glaser (Rahmenmacher), 1 Tapezter- Lebülf/' l Geschirrschmied, 1 Schmied, Schneider, 1 Schuhmacher, 2 Bau- und £ 1 $^5’ 1 rglöhner, 2 Hausburschen, 2 Lauffrauen, ^0,.^enftmädchen, 1 Köchin, 1 älteres .ndermädchen oder Kinderfrau, 2 Kinder. Mädchen.______________________ werden konnte. Das Buch, für das sich alle Kreise interessiren werden, ist für christliche Familien ein reizvolles, überall passendes Geschenk.__ Univerfitäts - Nachrichten. — Der Großh. LandeSculturinspcctor Dr. Karl Enedicke in Mainz hat einen Ruf als Professor an die Universität in Breslau erhalten und angenommen. ortent Brief Selb Summa: 8 (4) 6 (2) 1 (1) 1 (1) . Äu IN. Die in Klammern gesetzten Ziffern gebe» an, wie viele der Todesfälle In der betreffenden Krankheit auf von auSwärt» nach Gießen gebrachte Kranke kommen. 16.23 | 16.20 f 20.37 20.33 4.20 4.16 Amertc. Forderungen an den Nachlaß des Oeconomen Rudolf Güngerich auf dem Hofgut Heibertshausen und r^uer ^hbfrau,bericht, sind zu Jedermanns Ansicht im Schulhaüs ÄstHwea 2S, Martba aeb. SnBnfr sind b.nnen Zimmer Nr. 2, ausgestellt; an Werktagen von 10 bis 5 Uhr, mi? einer Mittagspause von 12 bis 1 Uhr und an den Sonntagen von 1 bis 5 Uhr und zwar vom 21. bis 31. ^Nai. 4977 । Stellen-Angebote. | Mcht. Glaser •«?. °us RmfterraSmen 0'fibt, findet dauernde Beschäftigung bei .Q[u. Mech. Glaserei »959_______________in Wetzlar._________ 4949] Tüchtige Schuhmacher her sofort gesucht. Mäusborg 4. Ooursbericlit wo J. Kurz & Co., Giessen, §llh»z,fßrijk 88. Frankfurter Börse vom 18. Mai 1897. Pflichtfelerwehr. Die Mitglieder der Wehr wevn hierdurch gemäß § 16 der Orts- feuerlösch-Ordnung geladen, sich Donnerstag, 30. Maid. I., Abends 8'/- Uhr pünktlich, auf Oswalds Gartewinzufinden zwecks Ausscheidung des Jahrgangs 1869 und Einstellung d Jahrgangs 1871. Die zur Entlassung Kommenden haben Armbinde ib Abdruck der Ortsfeuerlösch-Ordnuna abzuliefern. Gießen^ den 14. Mai 189*5 ^??^r.HyP.Bk.unk.b.l906 101.00 3'/. H-mbrgr.Hyp.Bk. unk.b.1905 Frkf. Hyp. Cred. V. unk. b. 1906 100.50 3% Preuß. Hyp. A. Bk. unk. b. 1905 qi/ '^«unk.b.1905 103 60 3V> Pomm.Hyp.A.Bk.unk.b.1906 3«/, DeutscheGrdsch.B. unk.b. 1906 101.00 4 Frkf. Ldw.Cred.Bk. unk. b. 1900 Wegen Baubeendigung geben in ea. 14 Tagen sehr billig ab: ca. 4000 m Gleis, Londorf, den 19. Mai 1897. Der Rentmeister. Schmidt. 4960 oon ^iiSmit d-r FlüelltN. freund, w flOi, •Jta M-u« rt"' std- -9° “SÄS ii a«? £* 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahn ^(1) Z z 1 — — • 1 — — 1 (1) - - 1 (1) -- 1 (1) Rr. 900 4953 bat die Bettdecke gewönne«, UnsaU-Vers.-Gesellschaft mit allen Rebenbranchen, äußerst coulant und concurrenzfähig, sucht Btt- rettt und Mitarbeiter gegen hohe Irovifione« und sonstige Nebenbezüge. Offerten unter K. W. 615 an Haasen- ftein & Vogler, 21.»®., in Frankfurt a. M. erbeten.___|4964 49621 Bet der guten Bäckerkundschaft eingeführte Persönlichkeit wird für hiesigen Bezirk zum Berikauf von Margarine fl/se« hohe Vrovifio« oon leistungsfähigem Hause gesucht. Offerten mit näheren Angaben unter E. R. 289 an Rudolf Mosse, Magdeburg, erbeten. ^^^^ikthunggn^^ 4967] Ein kl ines Mansardenlogis sofort zu vermiethen. 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Texte 10 Pfg. 4906 Die wesentlich veränderte Platzordnung des Festsaales liegt bei Herrn Ernst Challler zur Kenntnisnahme aus. WirMchasts-Aeöernahme. Meinen werthen Freunden und Gönnern hiermit die ergebene Mitt Heilung, daß ich unterm Heutigen die Mestauration zum Aieöertöat, Wodheimerstraße 36, übernommen habe. . Für das mir seither geschenkte Vertrauen bestens dankend, bitte ich, dasselbe mir auch zu meinem neuen Unternehmen zukommen zu lasten. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Zum Ausschank bringe ein vorzügliches Glas Export-Bier aus der Brauerei Samstag den 22. Mai, Abends 8 llhr: Abend-Unterhaltung* mit Theater und Tanz im Caf£ Leib. 4972 Der Vorstand. Montag den 24. Mai, Abends 8'/, Uhr Uebung. _____H G. Wallenfels. Etiketten, r