üe^1 Kl ithungen. o v .MMHendeDme, hrm Haushalte nicht i kann, wirb ein ■ U‘*w, A-daiai LS". 'Wi«iq ^ittne - ■nbur4antltt ewohiiun«, 8 Zimmer ■ vom 15. mir) 1898 »»rb«r-nftr. 18. |t8 zu vermtelhm. tlaNiärl-ev 36. napp L"°ü",ch,7tles h, ’scbeBitbh anlage 5, i 2 Zimmern ibiget Pension vom 1. Januar an, »J in hiesiger Stadt Angebote nebst Be- a an b. @rp. b. Bl. nfion 1123t". t6 Zimmer, mit oder ■ 1. Januar (tfud)t tdW^ an die ir- tft£gT_113?HTbd{n. 3^^ i im Aau ve- «eichäftshauft ersten stelle erkaufen. tubtn |bh| dem ••**11884 HU, lOOOM en gesucht- fierten an <•' «diesesBla es 11385 erbeten. |ED,P-5t% rrtit $55*1 d- ßifie lch ,ÄUxS ‘,n bin»11* [1369 «»«>•■ w 1897. '■$l ii 18»» Sonntag den 19. December Nr. 29« Erstes Blatt Der #U|e*er **|dgtr rrfchemt täglich, mtt Ausnahme deS MontagS. Die Gießener W«*icu*er4tftr Werten dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelrgt. Gießener Anzeig er Keneml-Wnzeiger. vierteljähriger AvoauemeutsprelS» 2 Marl 20 Psg. mtt vringerlohn. Durch dir Post btgefW 2 Marl 50 Pf,. Rebadton, Lxpediti« und Druckerei: Fernsprecher 5L Amts- unb Anzeigel'lntt für bett Kreis Sieben. Hratisöeikage: Hießener Iamitienötätter Abonnements - Einladung. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und LllSlandeS nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" ent,ege». Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den fnlgenden Da, erscheinenden Nummer biß Bonn. 10 Uhr. Wolff» trlegrnvhtsche» Torresponbenz-Bure«. Berlin. 17. Drcember. Der Kaiser fuhr Nachmittags beim Retchskanzlerpalai» vor und verweilte dort etwa drei- viertel Stuudev. Berlin. 17. Deeember. Die „Verl. Lorresp." schreibt: Zar Beseitigung mehrfacher Zweifel hat der Minister de» Juoern bestimmt, daß den zur Entlassung kommenden mitte Hosen UutersuchungSgefangeueu und Strafgefangenen zweck» Zurückbeförderung in die Heiwaih der für die Bahnkosten erforderliche Betrag und eine angemessene Reiseuoterstützung gewährt wird. Dilhelmlhavm. 17. Drctmber. Die gesammte mit de» Deutscher Netchsta-. Sitzung vom Freitag den 17. Deeember 1897. Am Bund.srathStische: KriegSminister v. Goßler und Staats- ^Crel^a®r@rMtg5ng8etoiger Rrchnungssachen wird die erste Lesung der Vorlage, betr. das MtlttLrstrafverfabren, fortgesetzt. ’ Aba. Bassermann (nl.) erklärt, seine Partei erkenne an, daß die Vorlage in vielen Bez'ehungen große Fortschritte biete, und sie würde den Abschluß dieser Reform auch begrüßen alS einen werthvollen Schritt zur deutschen RechtSetnhrit. Gegen die Forml der Vorlage hätten seine Freunde allerdings Bedenken; ttdoch Hostien ste daß die verbeffernde Hand daran gelegt werde, und daß dann auch die verbündeten Regierungen ihre Zustimmmig nicht versagen würden. Die Vorlage trage den Character zu verschiedenen Anschau- ungm und zeige daS Bestrebm, an liebgewordenen Ardchauungm festMalten.8 Die Nattonalliberalen seien nicht geneigt, Vorschlägen Imusttmmen, welche die DiScipltn erschüttern kSunten. WaS die NeservatSfrage anlange, so gäben seine, Redners, Freunde die Hoffnung auf «in einheitliches Höchstgericht nicht auf wenn auch ein- be- sonderes bayerisches Höchstgericht kein Grund für dt-s-lbm fenwerbe das Gesetz abzuletznen. Bet dem Militärgericht wüste daS lmistifche Element verstärkt werden, auf mindesten» vier Juristm. Bet den Bestimmungen über die Oeffentltchkeit bzw. deren Ausschluß erscheine der Ausdruck milttä-.dienstliche Interessen sehr dehnbar, es sei allerdings schwierig, einen anderen Ausdruck zu finden. Am Besten würde hier wobl der bayerische ModuS fein. In Bezug aus die Zulassung von Civilverthetdtgern würde «S wobl richtiger Uta, das System der Vorlage geradezu umzuk-hren, die Rechtsanwälte im Allgemeinen zuzulassen, und zwar auch bet Dienstvergehen, und fie nur da auSzuschlteßen, wo besondere Umstände dies rechtfertigten. Die Berufung set willkommen zu heißen, sie söhne mtt manchen Mängeln de« Entwurfs aus. __ . „ , . _ Abg. Frohme (Soc): Wie der Militarismus überhaupt Alles in sein Bereich ziehen wolle, so werde hier auch der Compeienz- umfang viel zu wett ausgedehnt. Bürgerliche Vergehen geHärten doch etgmtltch überhaupt nicht vor die Militärgerichte. Der Milt- tartSmus wolle in der Armee einen Staat im Staate Herstellen, ^fn Wirklichkeit bestehe auch ein Gegensatz zwischen Armee und Volk. Während man auch für den Soldaten Freiheit bezüglich seiner bürgerlichen Anschauungen fordern muffe, werde auch nach der IKid)’ tung hin auf ihn im Heere ein unerhörter Druck und mengen« unmü^ige^3roang^uögeaM.^^ feem Redner, diesen Ausdruck ent- Abg^Frohme^sortfahrend) schildert, wie falsche Begriffe dem Soldaten von seinen Vorgesetzten über die Soctaldemokratie betge- bracht würden. Ein junger Mann, der nach seiner Einstellung einem ^ameradm gegenüber dessen Ansichten über Scbel, Liebknecht rc. berichtigt habe, sei dafür mit der ungeheuerlichen Strafe von drei Jahren Gefängniß verurtheilt worden. So blinder, unbedingter Eadaoergehorsam dürfe nicht gefordert werden. Redner rügt alsdann noch im Besonderen an der Vorlage, daß Unteroffiziere und Mannschaften foitan gar nicht mehr al» Richter Mitwirken sollen. Generalauditeur Ittenbach wendet sich gegen den Vorredner, dem er erwidert, unter Di-ciplin sei unbedingte Treue gegen den obersten Kriegsherrn und Gehorsam gegen den Vorgesetzten zu ver- stehen. Die Socialdemokraten dagegen verlangten für den Unter» gebenen das Recht, den Vorgesetzten niederzuschlagen, wenn er sich beleidigt glaube. (Rufe links: Wer hat da» gesagt? Nur das Recht der Nothwehr!) Auch dem müsse er widersprechen, daß unser ve- fiebendeS Melttärstrasrecht inhuman und barbarisch genannt werde. Kein Staat der Welt habe ein so humanes milttärisches Strafrecht wie Deutschland. Redner sucht dann noch verschiedene Einwände gegen Einzelheiten der Vorlage zu widerlegen und verttitt dann die EntwursSvorschristen über die Oeffenttichkeit und Vertheidigung. Die Oeffenttichkeit scheue man nicht, man wolle nur einem Mitz- 6raUdabg^@1i® e rnftorff1 fiauenburg (Np.) erkennt daS Bcdürf- niß für eine solche Vorlage an. Das bisherige schrtsttiche Verfahrm gewähre keine ausreichenden Garantien. Die Ditzcipttn dürfe natürlich nicht gelockert werden; würden Aenderungen, welche die Disciplta gefährden, an der Vorlage vorgeoommen, dann würde feine Zarter gegen dieselbe stimmen. Hoffentlich aber finde der Entwurf unver- 5nberabg.n$etf6‘(fretf. Vp.) meint, die Vorlage entspreche keinesfalls modernen Anschauungen, wie der Herr Reichskanzler behauptet, vielmehr habe der Reichskanzler sein Versprechen einer Vorlage mit modernen Rechtsanschauungen in ähnlicher Weise gehalten, wie sein anderes bezüglich des Vereinsgesetzes. Er habe die Vorlage bepackt mtt unannehmbaren Bestimmungen. Es sei mit d" Vorlage etae Sauce, aber kein Braten servirt. Das sei da» Urthal in Süd- deutschland über ben Entwurf. Vor Allem müsse der GerichlSherr aus der Vorlage hinaus, die antiquarische ReminiScenz aus alten Frudalzetten. ES dürfe nicht sein, daß ein GerichtSherr statt des Richters entscheide, ob eine Untersuchung etngcleitet werden solle ober nicht. Rebner geht bes Weiteren auf zahlreiche Punkte der Vorlage ein, bte er eingehenb kritisirt. . __ . . Abg. Werner (Antis.) erklärt, seine Freunde ständen dem Entwurf sympathisch gegenüber und polemistrt ferner heftig gegen bte ©octalbemotra Bejel$nef die Zustänbigkeit der Miltär- aerichte für die Leute, die bereits auS der Armee auSgefchiedm, den Gerichtsherrn, bte geringe Mitwirkung bes juristischen Element» unb bte übermäßige Verclausulirung der Orffentlichkttt für oer» befferungSbebüiftig bezw. vom süddeutschen Standpunkte au» für vollständig unannehmbar. . . ,, Abg. Manckel (fretf. Vp.) gibt die Erklärung ab, daß etae Freunde der Vorlage, ohne heiße Wünsche, aber auch ohne radicale Abneigung gegenüberständen. Wünsche in Bezug auf Etnzelhei en behalte sich seine Partei für die Commisfion vor. Anzuerrennen sei, daß die Grundlagen der Vorlage vielfach ^enFor"chritt-taha^ In jedem Falle würden seine Freunde die ZustLnbigkeit der MtlitSr- ftrasprocesse möglichst einzuengen versuchen unb ihre Erweiterung zu verhindern Bemerkung be» Abg. Kropatscheck (cons.) wirb die Vorlage «n eine Commiffion von21 ^‘^ern ■«»*£-»? Nächste Sitzung DtenStag den 11. Januar )b98, Nachmittags 2 Uhr. Tagesordnung: Novelle zum GerichtSverfassungsgesrtz, Straf- proceßordnung rc. Schluß 5»/, Uhr. Dampfer ^Darmstadt" abgehende Mannschaft für Lhrna trat heute Nachmittag 2 Uhr auf dem Exercirplatzc der Torpedoabtheiluag zur Musteruvg zusammen. Der In» specteur der Marine Infanterie, Oberst v. Höpfner, verabschiedete sich von bet Mannschaft, die von dem Ehef der Martnestation der Nordsee, Btceadmiral Karcher, befichtigt wurde. Btceadmiral Karcher hielt eine Ansprache. Der Dampfer ^Darmstadf verließ Nachmittag» 5 Uhr den Hafen und ging sofort in See Loudon, 17. December. Die Morgenblätter besprechen die Rede Seiner Majestät de» Kaiser» Wilhelm im Kieler Schlöffe. Die „Morntng Post- sagt in Betreff de» AuSlausen» de» deutschen Geschwader» nach Ehioa, diese» Errigniß bedeute eine Epoche in der deutschen Geschichte, und tl scheine in der Entwickelung de» Reiche» den Abschluß einer großen Periode zu bezeichnen und bte Eiöffmmg einer neuen Aera avzuktindigen, in welcher die Stellung des Reiche» n der Welt größer al» je sein würde. Der ^Standard chreidt: Die Flotte und ihr tapferer Eommandeur, welchen der Kaiser in hochherziger Entsagung von seiner Seite taffe, würden voraussichtlich nicht viel zu thun bekommen, aber sie würden zeigen, daß Deutschland ebenso wie England uad Frankreich sich nicht durch irgend einen an die See reichenden Staat geringschätzig behandeln taffe. Depeschen de» Bure« »Herold/ Berlin, 17. Deckwber. Zum Besuch de» «alser» beim Fürsten Bismarck schreibt die „Nordd. Allg. Ztg. : Mit Dankbarkeit werden tl zahllose deutsche Herzen empfinden, daß der Monarch den großen Kanzler seine» Großvater» an dem Tage persönlich begrüßte, an welchem zu einem Werk gleichsam der Grundstein gelegt wurde, da» an bte herrlichen Traditionen jener Zeit onknüpft, die al» größte für Preußen und Deutschland von allen Patrioten gefeiert wird. Berlin, 17. December. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Verleihung des Kreuze» der Ritter be» Königlichen HauSordenS der Hohenzollern mit Schwertern an den Major Leutwein, Landeshauptmann von Südwestafrika. Berlin, 17. December. Die Disclplinarfoche gegen den Criminalcommisfar v. Tausch wird am ö. Januar verhandelt werden. Die entscheidende Discipltnarbrhörde erster Instanz ist im vorliegenden Falle da» Poltzeipräfidtum. Herr v. Tausch wird sich nicht vertreten lassen, sondern sich selbst vertheidigen. Die Verhandlungen, welche im Gebäude de» Polizeipräsidiums stattfiaden, find nicht öffentlich. Berlin, 17. Decemder. Die „Post" veröffentlicht hents eine Erklärung ihre» RedactionSmitgltedeS Fink, worin die im Reichstag von Bebel gegen ihn erhobenen Anschuldig, ungen Punkt für Punkt widerlegt und zurückgewiefen werden. Am Schluffe dieser Erklärungen heißt eS: Ich erwarte nun vom Abg. Bebel, daß er mir Gelegenheit gibt, an gericht- licher Stelle zu beweisen, daß er sich in diesem Falle wieder an einem Orte, wo ich ihm nicht sofort entgegentretea konnte und wo ihn bte Immunität vor Verfolgung schützt, geirrt hat. Berlin, 17. December. Ueber den Abschied be» Kaisers vom Prinzen Heinrich und von der Besatzung de» Panzer» ^Deutschland" meldet die ^Nordd. Allg. Zrg.": AIS daö Schiff tu die Nähe von Rendsburg gekommen war, wurde die ganze Mannschaft auf Deck versammelt. Der Kaiser richtete an sie eine Ansprache folgenden Inhalte«: Er sei überzeugt, daß die Besatzung immer eingedenk sein werde der hohen Ehre, auf dem Schiffe zu dienen, welches den Namen de» gemeinsamen Vaterlandes trage. Eines schöneren Namen» erfreue sich kein anderes Schiff. Sie feien au» allen deut- scheu Stämmen herbeigekommen, fie würden aber immer einig zusammensteheu und dem Namen ihres Schiffe- im Frieden und in ernsten Augenblicken Ehre machen. Er vertraue, daß fie immer gute Manneszucht halten und sich ihrer ehrenvolle« Aufgabe würdig zeigen werden. So wünsche er de« Prinz- Admiral und dem Schiff glückliche Fahrt. Prinz Heinrich dankte im Namen Aller und schloß mit dem Ruf: ,TS lebe der Kaiser!" Der Kaiser und Prinz Heinrich nahmen dann in längerer Umarmung von einander Abschied. Bevor der Kaiser an Land ging, drückte er sämmtlichen Osstztere« die Hand. r_ Kiel, 17. December. Der Kreuzer »Deutschland trifft erst heute Nachmittag 3 Uhr in Brunsbüttel ei«. Während der Nacht lag daS Schiff im Kaiser-Wilhelm-Tcmal fest, da die Passage bei Nacht für diese» Schiff gefährlich bezw. schwierig ist. Die nicht große Tiefe und die altmodische Schiffsform de» Kreuzers bedingen eine langfame Fahrt. — Die Prinzeflin Heinrich ist in Brun»büttel-Koog ei«, getroffen, um sich dort von ihrem Gemahl zu verabschiede«. Kol«, 17. December. Die »Köln. BolkS-Ztg." schreibt Zum Bezug des „Gietzener Anreige^^ für das 1. Vierteljahr 1898 laden wir hiermit ergebenst ein. Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisie in kurzer den Thatsachen entsprechender Weise zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten zuverlässiger telegraphischer Nachrichten- Bureaus sowie zahlreiche Mitthellungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorkommnisse in demselben auf dem Laufenden. Unterstützt durch umsichüge Berichterstatter in allen Orten Oberhessens und in den bedeutenden Städten der anderen hessischen Provinzen, ist der „Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Vorgänge innerhalb unseres engeren Vaterlandes und der Nachbargebiete so frühzeittg wie möglich zur Kenntniß seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des An Zigers zu Theil werden. Der in der Provinz Oberhesien betriebenen Landwirthschaft wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wiffens- werthen aus dem Gebiete derselben besondere Berück- sichttgung zu Thell werden lassen, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahrungen in Kunst und Wissenschaft, Litteratur, Hauswirthschaft, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis feiner Besprechungen ziehen. Ein gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Artikeln ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten Unterhaltungsstoff bieten. Außerdem werden die „Gietzener Familien- blätter", welche dem Anzeiger wöchentlich 3 mal beigelegt werden, und neben den Erzählungen, Romanen und Novellen beliebter Schriftsteller anziehenden Unterhaltungsstoff aus dem Gebiete des Familienlebens und der Hauswirthschaft bringen, namentlich im Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswärüge Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu wollen. Neuhinzutretende erhalten vom Tage der Bestellung bis 1. Januar den Anzeiger kostenftei zugestellt, wie wir auch gerne bereit sind, Probe- Nummern nach auswärts postftei zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, den Anzeiger weitersenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen, falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. Hochachtungsvoll Verlag des „Gießener Anzeiger" Brühl'sche Univ.-Buch- u. Steindruckerei (Pietsch & Scheyda). zu der Abfahrt de» Geschwaders nach China: Die Besitz» ergreisuug Ktao-TschauS sei der Anfang einer nicht zu übersehende« Entwickelung. DaS Blatt befürchtet, daß wir im Begriff stehen, mehr zu greifen, als wir halte« können. Die Ermordung der Missionare sei nur der äußere Anstoß gewesen, die längst gehegte« Pläne in Bewegung zu setzen. Jedenfalls fahren wir jetzt mit vollen Segel« in die Welt- Politik hinein. Budapest. 17. December. Ein ComitL hauptstädtischer Bürger veröffentlicht einen geharnischten Aufruf au die Bürger in der Provinz und fordert dieselben auf, zu einer am zweite« Weihnachtsfeiertag festgesetzten Versammlung sich etnzu- staden, in welcher gegen daS neue AuSgleichS-Provtsorium und für die Personalunion Stellung genommen werdru soll. Neapel, 17. December. In der Fabrik von Feuerwerk»« körpern von Salvatore D'amio explodirte eine Bombe. DaS Han» stürzte et« und begrub die Familie de» Besitzer» Diamto. Dieser und feine Fran wurden lebensgefährlich verletzt unter den Trümmern hervorgeholt. Die beide« Töchter kamen mit leichten Verwundungen davon. Bremen, 18.December. Zum Bürgermeister wurde Senator Schulz gewählt, vtcebürgermetster für die nächsten zwei Jahre ist Senator Dr. Pauli. Kiel, 18. December. Die Durchfahrt der,Deutschland^ nahm 29 Stunden io Anspruch. Da» Schiff fuhr nur 5 Knote« die Stunde. Während der Durchfahrt war der Canal für andere Schiffe theilweise gesperrt, um möglichst allen Zwischenfällen, welche zu einer Verzögerung der Ao»retse hätten führen können, vorzubeugen. Die Mittag» nach Wilhelmshaven abgegangeue Panzerdivision wird die „Deutschland" und die „Gefion" vielleicht noch etnholen und dem Prinzen Heinrich den Abschiedssalut geben. Win». 18. December. Kaiserin Elisabeth geht nach Pari», um sich bei Dr. Metzger dorten einer Massage- kur zu unterziehen. Die Kaiserin leidet seit vielen Jahren au Ischia. Jetzt hat fich au einem Fuße auch eine Venen« eotzündung gebildet. Localer unb provinzieller. Gießer», den 18. December 1897. ** Bon der Universität. Der juristischen FakultätS« Prüfung im Wintersemester 1897/98 haben fich 36 Candi- baten unterzogen. 6 Candidaten sind wegen des ungmügen- den Ergebniffes der schriftlichen Prüfung zurückgetreten. Von den übrigen 30 Candidaten haben 26 die Prüfung bestanden, darunter 2 sehr gut, 7 gut. Kirchliche Dienstnachrichten. Ernannt wurden: Pfarr- Verwalter Dr. Hentzel zu Holzheim zum Pfarrasfistenten in Gietzeu, Decauat Gießen- Pfarrasfiftent Freitag zu Schotten zum Pfarrverwalter in Holzheim, Decanat Hungen- Pfarramtßcandidat Dr. Greiner zu WormS zum Pfarr- asstfteuten in Schotten, Decanat Schotten- Pfarrasfiftent Schäfer zu Schwanheim, Decanat Zwingenberg, zum Pfarrvikar daselbst- Pfarramt-candidat Weber zu Darmstadt zum Pfarrvikar in Bischofsheim, Decanat Groß-Gerau. • • Diejenigen Mitglieder bei Vereins zur Kördernng des Saalbauei, welche bisher noch keine Mitgliedskarten erhalten haben, werden ersucht, dieselben bei Herrn Lhallier in Empfang zu nehmen. • * Etadttheater. Sonntag, den 19. dS. Mt». g langt Brandon Thomas' dreiactiger Schwank „CHarleys Tante", der vorauSfichtltch auch bielmol wieder seine Zagkraft bewähren wird, zur Aufführung. — An» dem Theaterbureau meldet man uu», daß der Kgl. Württemberg. Hof- schauspieler, Herr Richard, welcher bekanntlich als „Onkel Brästg" kürzlich hier mit durchschlagendem Erfolg gastirte, für ein nochmalige», im Laufe der kommenden Woch- stattfindendes Gastspiel gewonnen ist. * * Arbeitsnachweis In der Zeit vom 1. November 1896 bis 31. October 1897 waren beim Arbeitsnachweis der Stadt Gießen an Arbeitsstellen gemeldet: 457 für männliche und 444 für weibliche Arbeiter von hiesigen, 142 für männliche und 80 für weibliche Arbeiter von auswärtigen Arbeitgebern. Diese Aufträge wurden erledigt durch Zuweisung von 67 männlichen und 89 weiblichen hiesigen Arbeitern und 127 männlichen und 25 weiblichen zugereisten Arbeitern. Gelöscht wurden nach Ablauf der Vormerkungöfrist 64 Aufträge auf männliche, 63 auf weibliche Arbeiter, zurückgezogen -2 bezw. 95; noch im Sauf blieben 268 bezw. 183. — Um Arbeit fragten an: 352 männliche und 215 weibliche hiesige, 362 männliche und 66 weibliche zugereiste Arbeiter. Ein- gestellt wurden 67 männliche und 89 weibliche hiesige, 127 männliche und 25 weibliche zugereiste Arbeiter. Gelöscht «ach Ablauf der Vormerkungsfrist wurden 182 Anfragen nach männlichen, 68 weiblichen Arbeitern, zurückgezogen 66 bezw. 49, noch im Sauf befindlich blieben 209 bezw. 113 Nach- fragen nach Arbeitern •* Einjährig-Freiwillige stellen zum 1. April 1898 folgende Truppentheile ein: Beim Garde-Lorp»: 4. Garde- Regiment z. F. in Berlin (nur Studireude der Berliner Hochschulen), 5. Garde-Regiment z. F. in Spandau. — 1. Armee Lorp»: Grenadier-Regiment Rr. 4 in Allenstein, Infanterie«Regt. Nr. 43 nod 146 in Königsberg i. Pr. — 2. Armee-Corps: Juf.-Regt. Nr. 42 (3. Bat.) in Greif»« wald, Jnf.-Regt. Nr. 129 (1. Bat.) in Bromberg. — 8. Armee-CorpS: Jnf.-Regt. Nr. 20 in Wittenberg, Inf.» Regt. Nr. 52 in Sottbn» und Lroffeo. — 4. Armee Corps: Füfilier-Regt. Nr. 36 (1. und 3. Bat.) in Halle a. S., Jnf.-Regt. Nr. 72 (1. Bat.) in Torgau. — 5. Armee- Sorp»: Jnf.-Regt. Nr. 47 in Posen, Jnf.-Regt. Nr. 154 in Janer, Jnf.-Regt. Nr. 155 in Oftrowo. — 6. Armee« CorpS: Jnf.-Regt Nr. 51 in BreSlau. — 7. Armee-Lorp»: Jnf.-Regt. Nr. 53 in Köln, Jnf.«Regt. Nr. 158 in Paderborn. — 8. Armee-Corp»: Jnf.-Regt. Rr. 29 in Trier, Füfilier-Regt. Nr. 40 in Aachen, Jnfanterie-Regt. Nr. 160 (2. Bat.) in Bonn (nur Studireude an der Universität Sonn). — V. Armeceorp»: Jnf.-Regt. Rr. 76 in Hamburg, Jnf.-Regt. Rr. 85 (3. Bat.) in Kiel, Füsilier Regiment Nr. 90 in Rostock (die letzter« beiden nur iür Stusirende der Ulliverft Lteu Kiel bezw. Rostock). — 10. ArmeecoipS: Jnf.-Regt. Nr. 74 tn Hannover, Jnf.-Regt. Nr. 72 i« Hi.deS- heim, Inf. R gt. Rr. 82 in Göttingen. — 11. ArmercorpS: Inf. Regt. Nr. 81 in Frankfurt a. M, Jnf.-Regt. Nr. 94 (3. Bat.) in Jena, Jnf.-Regt. Nr. 167 tn Laffel, Inf.- (Letbg.-) Regt. Nr. 115 tn Darmstadt, Jnf.-R e gt. Nr. 116 in Gießen. — 14. ArmercorpS: Grenadier-Regiment Rr. 110 (2. Bat.) in Heidelberg, Jnf.-Regt. Nr. 113 in Freiburg, Inf. Regt. Nr. 142 (1. Bat.) in Mühlhausen i. E. — 15. Armeceorp»: Jnf.-Regt. Nr. 105 und Nr. 172 in Straßburg i. E. — 16. ArmercorpS: Jnf.-Regt. Rr. 174 in Metz. — 17. ArmeecorpS: Grenadier Regiment Nr. 5 (2. Bat.) in Danzig, Inf. Regt. Nr. 141 (1. Bat.) tn Graudenz. Speisewagen in D-Zugu». Mit Beginn bei kommenben Jahre» werbe« tn den Betrieb ber D Züge auf bcr Linie Berlin-Halle-Franksurt bret Speisewagen eingestellt, bereu Bewirthschasmug dem Bahuhofrestaurateur Gustav Riffelmann Halle übertragen ist unb deren Herstellung gegen« wä'tig auf dessen Kosten durch die Görlitzer Wagenban- Actien-Gesellschast erfolgt. Die Neuerung, die eigentlich eine Rückkehr zu früheren versuchen bedeutet, liegt im Jutereffe de» Publikum». Da» Aufträgen der Speisen tn den einzelnen Wage« Abtheilnngen selber war tn mehreren Beziehungen lästig- t t ** Wetterbericht. Neber Centraleuropa hat da» barometrische Maximum an Intensität noch zugenommen und liegt der Kern deffelben mit über 775 mm im Süden und Osten der Alpen. Die nordwestliche Depression besteht dagegen noch fort, hat aber an Tiefe verloren. Die Witterung ist in Deutschland theil» Heller, theils nebelig und nicht kühler al» gestern. Voraussichtliche Witterung: theils heiteres, theils nebelige» Wetter. Vermischte». • Breslau, 17. December. Heute Abend entstand Groß« feuer auf dem Christmarkt am Ring. Die Ursache war die Explosion einer Petroleumlampe. Zerstört wurden drei Budenreihen. Der Schaden ist empfindlich, weil die Buden- inhaber meist unbemittelt und unversichert find. Die Zeitungen eröffneten sofort eine Sammlung. Die Erregung gegen die Marktverwaltung ist groß, da sie Unterlasten hatte, eine ständige Feuerwache auf dem Markte einzurichten. ♦ Der Kaiser schenkte dem Corp» „Borussia" tn Bonn sein in Del gemalte» Bild, auf dem er al» Corp» ftubent mit der weißen Mütze der Bornffeu und dem schwarz- weißen Corp»bande bargestellt ist. * Welchen Umfang ber Absatz an Karteubriefen an genommen hat, ist daraus zu ersehen, daß von ber Reichß- brutferet tn ber kurzen Zeit seit bem 1. November, also tu anberthalb Monaten, bereit» 13 Millionen Stück ben Post« anstalten auf bereu Bestellung geliefert wurden. Zum Ber gleich fei erwähnt, baß nach ber letzten Statistik ber eng- l'fchen Postverwaltung während de» ganzen Jahre» 1896 nur 11 Vs Millionen Kartenbriefe im vereinigten Königreich abgesetzt worden find. * Während nach der letzten Volkszählung da» Deutsche Reich eine Million weiblicher Einwohner mehr besitzt, al» männliche, ist doch die Zahl ber männlichen Geburten eine bebeutenb größere al» bie ber weiblichen, denn auf hundert Mädchen entfallen 106 Knaben. Der Ueberschuß an weiblichen Einwohnern entspringt demnach nur ber größeren Sterblichkeit unter ben männlichen Einwohnern, von benen jc 108 sterben, wenn unter ber weiblichen Einwohnerschaft 100 Todesfälle eintreten. Der Umschwung in ber Bevöike- rungSzahl zu Gunsten ber Frauen tritt aber erst im Alter von 85—40 Jahren ein, so baß im eigentlichen heiraths- fähigen Alter (wen« all solche» bie Zeit vom 20. bis 40. Lebensjahre betrachtet wird) burchschnittlich noch 600,000 Männer mehr vorhanben find als Frauen. * Zur Frage bet SountagSheiligung veröffentlicht bie „Deutsche Jurtstenztg." eine Entschetbun g be» Karn wer« ge richt», in welcher FolgenbeS auSgeführt wirb: Eine Polizeivorschrift, welche ben Schluß ber Tanzlustbarkeiten geschloffener Gesellschaften an ben SarnStagen schlechthin auf 12 Uhr Nacht» festsetzt, entbehrt ber gesetzlichen Gültigkeit. Gesetzlich zulässig find nur solche Polizeivorschrifteu, welche bie äußere Heilighaltung ber Sonn- uab Feiertage betreffen unb gegen die Störung ber Feier ber Sonn« unb Feiertage gerichtet sind. Die Wahl dieser Ausdrücke läßt erkennen, daß nur solche Handlungen getroffen werden sollen, welche nach außen hin wirken oder unmittelbar in die äußere Erscheinung treten unb geeignet finb, da» religiöse Gefühl zu verletzen, bie innere Sammlung und Erhebung nicht etwa bloß de» Einzelnen, sondern allgemein zu stören unb zu beeinträchtigen, da» heißt nämlich mit aabern Worten bie allgemeine Feier ber Sonn- unb Festtage soll eben nicht gestört werben. Die allgemeine Feier beginnt aber nicht mit dem Anfänge des Ralenbertage» beS betreffenden Sonntags, beon bie den Sonntag eivleitevben Nachtstunden unterscheiden fich in Nicht- von denen werktäglicher Nächte. Die allgemeine Feier beginnt vielmehr erst mit den Morgenstunden des Sonntag». Ander» verhält e» fich mit den drei großen Festen (Ostern, Pfingsten und Weihnachten) sowie ben bem Bußtage, bem evangelischen Tobtenfest unb bem katholischen Allerseelentage vorauSgehenben Nächten. Denn diese vor- abenbe bienen nach religiösem Brauch schon ber Vorbereitung der folgenden Feiertage unb werben auch im bürgerliche« Leben als einleitenbe Thcile derselben betrachtet, wie fich au» ihrer Bezeichnung mit dem Namen „Heiligabend" ergiebt. * Die Geschichte eines Trauringes erzählen Kreuzuacher Blätter wie folgt: Ein arg -erschundener und zerhackter Trauring wurde vor Kurzem von einem Soldarbeiter, Anheißer in Kreuznach auSgebeffert unb wieder eit einem manierlichen Aeußeren versehen. Dabei erf»hr er, daß biefit Ring vor sieben Jahren von einem inzwischen nach Ämertfa verzogenen La«bw»rthe au» He desheim verloren worben unb banal» trotz be» angtftnngttn Suchen», an bem fich namentlich auch bie durch den Verlust sehr schmerzlich berührte junge Frau beteiligte, nicht mehr gefunden werde« toi eie. vor Kurzem nun bei taufte der Vater be» RiagverliererS eine Kuh nach Wallhausen, bie dort geschlachtet wurde. Ja ihrem Magen fand fich, im Gewebe verkapselt, der Lauring in ber Verfassung, in ber er za bem ©oltQibeher gelangte, doch war die in bie innere Fläche etngrabhrte Schrift noch zu leien nod fühlte zur Entdeckung bei Eigenthümerl. Der Ring wird nun in erneuertem (5ctoar.be dem Verlierer nach Amerika geschickt und jedenfalls von ihm und feiner Gatt,« freudig willkommen geheißen werde«. • Eine Wette «e 9000 Mark gewann dieser Tage ei« Offizier au» Potsdam, der in ber Recht zam Montag mit verbundenen luge» von der Mlaetu • Refemc nach dem „Deutschen Hau»" daselbst lief. Der glückliche Gewinner ist der Graf v. Pückler vom ersten Garba-Ulanc«- Regiment. * «altfißeig der Besatz««» von Kiao-Tscho«. Unter bem von Spanbau nach Wilhelmshaven tn mehreren Zügen abge- aangenen Kriegsmaterial für den nach ber Bucht von Kiao-T'cha« bestimmten TranSportdampser? „Krefeld" vom Norbdeutlchen Lloyd befinden fich auch neun Militärbaracken, bie zur Unterbringung ber BesatzungSmatmschaften und für ärztliche sowie wirthschasiliche Zwecke biene« sollen. ES sind die» tragbare Militärbaracken, bie nach einer M'ttheiluvg ber „Korb Ostsee-Zeilung" Typen bei v. Döcker'schen Mobell»' find, baS 1885 auf ber Antwerpener Ausstellung ben Preis bavontrug bei einem von ber Kaiser n Augusta veranstaltete« Wettbewerb für möglichst leichte, dauerhafte unb praktische Militärbarackm. Fünf btefer tragbaren Häuser sollen all Lazarethe, vier al» Oeconomteräume eingerichtet werden. Ihre Dächer und Seitenwände besteh« au» festen, aber leichten Holzrahmen, die mit ein« ober boppelftiiigtr Filzpappe betleibet unb mit Oelfarbe gestrichen fi«i». Die einzelnen Tafeln zur Ausfüllung ber Rahmen werde« mit bicht schließenden Nuten unb Falze« zu beliebiger Länge bereinigt unb durch eiserne Riegel zusammengehalten. DaS Dach ruht auf einem leichten, sehr tragfähigen Balken gerflft, da» Ganze auf gehobeltem, gefalztem Fußboden, verglaste Fensterrahmen, Firstklappen für die Lüftung im Dach, Kippenluftklappen für die Wände, Thüren an den Stirn- und Längsseiten, Abort und Ausseberranm vervollständigen bie praktische Einrichtung ber leichten Bauten, bereu jebe sür zwölf Mann zu 14 Cubikmeter Luft reichlich Raum bietet. Da» Gewicht einer solchen Baracke mit ihren Zudehörtheile« beträgt 3500 Kgr., der ganze Transport hat also ein Ge« sammtgewicht von 630 Centner. Bei der Besetzung der Bucht von Kiautschau sollen diese eigentlich al» Lazarethräume gedachten Baracken zunächst natürlich auch zur Unterkunft ber bauernb auSgeschifften unb an Land commanbirten Mannschaften bienen, so lange kein Bedürfaiß vorliegt, fie ihrer ursprünglichen ärztlichen Bestimmung nach zu verwenden. Bei der gesunden Lage Schantung» wirb e» hoffentlich noch lange Wege haben, bi» ber erste Kranke fich zur Ausnahme im tragbaren Lazareth meldet. * Sein KunstnrlheU. Jeekel, ein völlig unmusikalischer' alter Herr, bat fich von einem künstlerisch veranlagte« Freuobe überreden lasten, ein Sywphoaie-Corcert zu besuchen. Bei einem ihm völlig unverständlichen Stücke von ungeheurer Ausdehnung fragt er den Freund: „Du, i» e» nicht bald alle? Da« halt ich nicht aus." — „Aber da» ist ja e himmlische Compofition, die kann gar nicht sein lang genug." — „WaS iS denn daS vor e Stück?" — „DaS iS e Fug'." — „E Fug'? E Unfug iS es!" Citaratar unb Aunft. — Prinzeß Ilse. Erzählung für erwachsene Mädchen vo« Bertha CIS ment. 279 Setten mit £4 Vollbildern von A. Wald. Verlag von Gustav Weise in Stuttgart. Lieg. geb. 4 50 Mark. „Prinzeß Ilse" ist ein liebenSwertheS Geschöpf, daS allerdings gleich ihrer tobenden und tosenden Schwester im schönen H«z leicht über« schäumt, aber Dank ihrem guten Herzen auch sehr bald mietet zur Vernunft kommt und so die Freude und das Glück ihrer Umgebung bildet. Reizend ist die Gemeinschaft, in der die beiden Familien o. Roden und Wendorf in nachbarlicher Treue miteinander verkehren. Der glückliche, nie aufdringliche Humor, der bie hübsche Erzählung von Anfang bis Ende durchweht, die bi» zum jSchluß anhaltende Spannung, die liebenswürdige Lösung aller SchickialSoerknotung«, lasten uns daS Buch am Ende hochbefriedigt au» der Hand legen. — 3e* UrHiitwbmeit 1 Bäcker, 1 Vauschloffer, 2 Schuhmacher, I J Schreiner, 12 Taglöhner, 1 Fuhrknecht, 3 HauSburschev, 1 Näherin. 1 Somptorist, 1 Schreibgehülfe bei ttabeUötbti t 5 Keffelichmirde, 5 Stemmer, 6 Schlaffer, • Monteure, 6 Nieter 3 Vorzeichner, sämmtitch für dauernde u. lohnende Accord- arbeit in ein große« Werk, 1 Drechsler für eine Dampfdrechslerei, 1 Schriftsetzer, L tüchtiger Spengler, 3 tücht. Glaser, 1 tücht. Küfer, 2 tücht. Sattler, 1 tücht Schreiner, 2 Acker knechte, 1 HauSbursche, 2—3 Taglöhner, 10 Dienstmädchen für Küche und Hausarbeit, 1 Köchin, 2 Dienstmädchen für landw. Arbeiten, 1 Bei, vchtn, 1 Schreibgehülfe, 1 dto. (Anfänger) Lehrlinge: 3 Böcker, 2 Buchbinder, 2 Drechsler, 2 Gärtner, 1 Kupferschmied, 1 Maschinenbauer, 1 Sattler, 3 Schlosser, 1 Schmied, 3 Schneider, 3 Schreiner, 3 Schuhmacher, 1 Setzer, 1 Wagner. Bekarmmmchrmg. Degen Ausführung von Chaussirungsarbeiten im Neustädterfrld werbe« folgende Feldwege: 1) der Leimkauterweg vom Mittelweg bis zum Wißmarerweg, 2) der Wißmarerweg vom Leimkauterweg bis zum Querweg III, 3) der Querweg III zwischen Mittelweg und Wißmarerweg, 4) der Mittelweg zwischen Querweg II und III, A» auf Weitere» gesperrt. Gießen, den 17. December 1897. Großherzogliche Bürgermeisterei Gieße«. Gnauth. 11432 Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch zur Kenntniß der Interessenten, daß uns auch in diesem Jahre eine Summe zur Prämiiruug von Dienstboten deS SparkaffeubezirkS zur Verfügung gestellt wurde. Prämien können von 5 zu 5 Jahren nur solche Dienstboten im engeren Sinne erhalten, welche bet der Herrschaft Kost und Logis haben und sich über gute Führung durch Zeugnisse ausweisen können. Von Vollendung der 5 Jahre kann nur dann im letzten Dienstjahre abgesehen werden, wenn der Dienstaustritt durch Einberufung zum Militär, durch Auflösung des Haushaltes oder durch Gründung eines eigenen Hausstandes erfolgt. Os werden hiernach alle diejenigen Dienstboten, welche nach den vorstehenden Bedingungen auf eine Prämie glauben Anspruch erheben zu können, aufgefordert, sich unter Vorlage der Dienstbücher, eines Zeugnisses der Herrschaft über gute Führung sowie eines etwaigen Sparkassenbuchs bei unserer Kasse, oder der Großh. Bürgermeisterei des Wohnorts bis HNM 584. L Mts. zu melden. Gießen, den 7. December 1897. Direction des Spar- und Leihkasseveretns Gießen. I. E.: Wiener. 11333 Zu der mit unserer am 27. December im Cafe Leib stattfinden, den Weihnachtsfeier verbundenen Berloofung werden die Gaben am nächsten Sonntag, den 19. December, Nachmittags zwischen 3 und 6 Uhr, im Vorftandszimmer der Herberge zur Heimath ent- getzengenommen. Dieselben können entweder im Baarbetrage von 50 Pfg. oder in einem gleichwerthigen Gegenstand bestehen, der unverpackt überreicht werden muß. 11360 Der Vorstand. Bud. Schlabach Nacht. Eignet fich als practifcheS Weihnachtsgeschenk ganz besonders! MAGGI bestes Suppeuverbefseruugsmittel, zu haben bei 10993 Gladbacher Waarenlager WrWmstr.45. E. Senling Wetzsteinstr.45. empfiehlt für Weihnachtsgeschenke besonders geeignet: _____ Waffelbettdecken und Betteolter von Mk. 1,60 an. Dameu-Unterröcke von 65 Pfg. an, gestrickte Herren-Weste« von Mk. 1,85 an. Besonders billig: Blaue Waschgaruitureu (4-th.) Mk. 1,80. g Küchenlampen von 25 Pfg. an, Chliuder, 6 Pfg. per Stück. Sämmtliche Küchen- «. Haushaltuugsgeräthe in Blech, Steingut und Emaille enorm billig. 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