1056$ WWj9, Steüt" Ot)* festgesetzte »kP " ^'drvvevdn ^Vorstand. werth! ung 10332 I 3te20Pfg.) imar. le Verbraoob ist: t. 52.___ hsmtirt ! rtin fierte: t Postcolli v. 9V$ tto, verzollt u. ft«; gegen Nachnahme- Feist, ,cbei>ke u. Arte» mit _- gelt' II Bit. 18.- K«illetsn. Der ne»r Dfrn. Von Lina Fabian. (Nachdruck verboten.) Welch entsetzliche Wochen habe ich hinter mir! Daß der Ofen unseres Wohnzimmer- diesen Winter nicht mehr durchhalteu würde, hatte ich schon zu Beginn de- Frühjahrs gemerkt. Diese- Ungeheuer fraß riesige Mengen von Holz, Preßkohlen und Coakö, aber e- fiel ihm nicht ein, irgend welche Wärme auSzustrahlen. Da hatte ich'S denn jetzt beim HauSwirth durchgesetzt, daß er mir zusagte, einen neuen Ofeu setzen zu laffen, uud wirklich wurde ich auch am Montag in aller Frühe durch die Meldung aufgeschreckt: „Die Tepper find da!" Die „Tepper" kamen wirklich und haben in der Wohnung bi- heute so herumgewirthschaftet, daß e- aufhört, schön zu sein. Wie eS im Wohnzimmer auSgesehen hat, kann ich nicht schildern, — wir haben in dieser LetdenSzeit in unserem „Talon" campirr. Nur wenn ich mal hiuau-trat: der Corri- dor beschmutzt, die Küche unsauber, die Fußtapfeu der «Tepper" waren bi- zum Ende der Treppe zu verfolgen. Der Geruch de- naffeu Lehms vermischte sich mit dem de- unausstehlichen Tabaks, den die Leute aus kurzen Pseifeu rauchten, so daß die ganze Wohnung vou einem unerträg- l'chen Odeur durchzogen war. DaS Dienstmädchen und eine Reinmachefrau hatten drei geschlagene Tage zu wischen, zu scheuern und zu putzen, ehe der atatus quo wieder hergestellt war. Aber der neue Ofeu — o, eS war ein Staat, ihn zu sehen- vou den weißen Kacheln hoben fich große Ornamente wirkungsvoll ab, der von Brouce funkelnde Aufsatz reichte bis zur Zimmerdecke, die äußere Berschlußthür de- Feuerherde- leuchtete blitzblank dem Beschauer entgegen. Meiner Anordnung gemäß war da- Kunstwerk in die Ztmmerecke hineiugebaut worden, eS hatte so eine beinahe dreieckige Form euhalteo. Ein dreieckiger Ofeu — da- war doch mal etwas Modernes- die alten viereckigen Kachelöfen hatte ich längst latt gehabt. *DaS Ding fleht gauz nett auS," bestätigte wein Mann, „fragt fich nur, wie flch'S bewähren wird. Denn slhließlich läßt mau sich den Ofen nicht nur um de- schönen AwSsehen» willen ins Zimmer setzen." „Aber Männchen," entgegnete ich im Brustton der Nr. 272 Zweites Blatt. Freitag de« 19. November 1897 Der *U|e«eT erscheint täglich, »Ü Ausnahme btt Montags. Die Gießener Isamikiea-tälter werden dem Anzeiger wschentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Anzeiger. Vierteljährig« AVoanemeutrpretor 2 Mark 20 Pfg. mit Lringerloha. Durch die Post bezog« 2 Mark 60 Pfg. Redaction, Lxpeditio» und Druckerei: । -chutstratze Ar.7. Fernsprecher Mc Amts- und Anzeigeblatt füv den Tlveis Gieren. Hratisöeikage: chießener Kamittenötätter. Aaeahme Dox Anzeigen zu der Nachmittags für den felgcnboi Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux deck In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgeh«. Amtlichen Theil. Gießen, 17. November 1897. Betreffend: Die Unterhaltung der SretSstraßen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen die Sroßh. Bürgermeistereien Albach, Allendorf a. d. Lahn, Annerod, vttklar, Burkhardsfelden, Dorf-Sill, «berstadt, Garbenleich, Großen Linden, Srüningen, Hansen, Holzheim, Klein-Linden, LangSön», Leihgestern, Sich, Ober Hörgern, Oppenrod, Steinbach nnb Watzenborn. Sie wollen in ortsüblicher Weise bekannt machen, daß die für Montag den 22. November l. Js. in den Orten Gteiubach nnb Watzenborn sowie für Donnerstag den 25. November l. Js. in Grotzeuliuderr anberauwte ver- gebung der Deckftetulteferung zur Straßenunterhaltung wie folgt verlegt wird: 1) Steinbach: Dienstag den 83. November, Vormittags 9 Uhr. cbm 7 o Garbenteich—Steinbach 22 P In Steinbach 5 q Steinbach—Annerod 42 r In Annerod 21 s Annerod—Gießen 24 38 a Annerod—Grünberg (Staatsstraße) 17 39 a Lich—Albach 9 b In Albach 7 v Albach—Oppenrod 64 d In Oppenrod 15 v Oppenrod—Gießen 15 40 a Steinbach—Albach 17 b Albach—Burkhardsfelden 57 41 a Steinbach—Oppenrod 33 2) Watzenborn: Dienstag den 23. November, Mittags 12 Uhr. cbm 7 h Leihgestern—Steinberg 51 k Steinbprg—Watzenborn 50 1 In Watzenborn 10 m Watzenborn—Garbenteich 27 o Garbenteich—Steinbach 22 11 c Leihgestern—Lang-GöuS 25 13 a Gießen—Steinberg 60 14 a Watzenborn—Schiffenberg 13 15 a Gießen—Hausen 100 b In Hausen 7 c Hausen—Garbenteich 15 d In Garbenteich 20 e Garbenteich—Dorf-Gill 76 f In Dorf-Gtll 16 g Dorf-Gtll-Hof-Gill 54 43 b In Steinberg 20 c Steinberg—Grüningen 72 3) Großen-Ltndeu: Freitag den 26. November, Nachmittags 3 Uhr. cbm 7 a Klein-Linden—Allendors a. d. Lahn 28 b In Allendorf a. d. Lahn 8 c Allendorf a. d. Lahn—Lützellinden 8 d Lützellinden—Großen-Ltndeu 36 e In Großeu-Liudeu 21 f Großen-Ltndeu—Leihgestern 41 g In Leihgestern 18 h Leihgestern—Steinberg 51 8 a In Kletn-Ltuden 7 b Klein-Linden—Lützellinden 23 9 a Großen-Linden—Hörnsheim 42 11 a Gießen—Leihgestern 50 c Leihgestern—Lang-Göu- 25 v. Gageru. Gießen, den 15. November 1897. Betreffend: Den Wiesengang. Das Grotzherzogliche KreiSamt Gießen •* dir Arsgh. Bawrwdetr** des MH, Soweit Sie unserer Verfügung vom 2. v. Mt-. — Gießener Anzeiger Nr. 235 — noch nicht entsprochen haben, erinnern wir Sie an baldige Erledigung. v. Gag er«.___________________ Cocales rrirö provinjieao. Wahlen (Kreis Alsfeld), 16. November. In der Nacht vom 28. auf den 29. October d. I. wurde in unsere« friedlichen Orte in der an der Staatsstraße gelegenen Hofraithe der Wittwe Luckhardt dahier ein Etnbruch-diebstahl verübt, welcher damals uoaufgekärt blieb, deffeu Natur aber nunmehr zu Tage tritt. Die Diebe waren durch das Fenster über der HauSthüre eingestiegen, hatten unter Benutzung von Schwefelhölzern und Licht die Wohnung durchsucht uud au- einem Schrank zwei Anzüge, vier Paar Sttümpfe, eine fast neue Mtlttärmütze, ein grüne- Hütchen, eine Weste, und au- einem Schlafzimmer des Dienstmädchen- verschiedene Gegenstände mitgenommen. Am vergangenen Donnerstag Abend fand nun der Landwirth Köhler in der Nähe des OrteS auf feinem Äcker an der Straße nach Kirtorf etwas Verdächtige- verscharrt. Köhler grnö nach und fiehe da, er sörderte zwei vollständige Sträfling-anzüge bis auf eine Weste zu Tage, welche die Nummern der am 28. October d. I. aus der Strafanstalt Ziegenhain entwichenen beiden Sträflinge trugen. ES unterliegt wohl keinem Zweifel, daß die beiden Gauner an demselben Abend ihren Weg von Ziegenhain nach hier genommen, den Diebstahl z. Z. der Mitternacht ausgeführt, fich darauf umgekleidet, die Sträf- lingSkleider an dem Fundorte vergraben, und dann das Wette gesucht haben. Für die Polizei wird es, nachdem fich die Verbrecher mit Eivilkleidern versehen haben, schwer werden, derselben habhaft zu werden. Ueberzeugung, „da kannst Du vollkommen beruhigt sein. So 'n feiner Ofen, nach meinen Anweisnngen und allen Regeln der Töpferkuust aufgerichtet, der sollte seinen Zweck nicht erfüllen? Pah, Du Nörgler und Schwarzseher, mach Dich doch nicht lächerlich." Der Herbst war ins Land gezogen, draußen raschelten die welken Blätter nieder und drinnen zeigte da- Thermometer nur noch 13 Grad. In früheren Jahren hatte ich immer gewartet, bis mein Manu den ersten „Heiztag" bestimmte, die-mal konnte ich die Zeit nicht erwarten, den neuen Ofen in seiner behaglichen Thätigkeit zu sehen. Ich hatte auch uuterlaffen, wie sonst die üblichen Borräthe an Holz und Kohlen aufahren zu laffen, der neue Ofen würde so wenig Brennmaterial verbrauchen, daß ein Maffenankauf wirklich nicht erst lohnte. Und wenn ich diesmal meinem Manne keine Kohlenrechnung zu präsentireu brauche — wie wird der schmunzeln — wahrscheinlich wird er mir die sechzig Mark zum Ankauf eines neuen Herbst-Lape- schenken. „Für heute Abend lade ich Dich zur Erstvorführung des neuen Ofens ein," sagte ich meinem Manne, „also eine Premiäre in Deiner Häuslichkeit. Die wird beffer ausfallen wie manche Theaterprem Are." Und schon Nachmittags 2 Uhr ließ ich von Minna „Nahrung" für deu^Ofen heranschleppen: ein ganzer kleingehackter Holz» und Preßkohlenkeller thürmte fich vor der Ofenthür auf. Um 5 Uhr wurde der Wärmespender kunstgerecht „geladen" - ganz schwache Spähncheu — die loderten hell auf, etwa- stärkere Holzstücke — die glimmten an, dann einige Scheite Harzholz und am Ende die Preßkohlen. Minna wollte acht Stücke auflegen, ich erklärte aber, vier würden auch genug sein, — weßhalb soll man denn das schwer verdiente Geld seines Manne- zur Effe hinauSdampfeu laffen ... So brannte und glimmte eS herrlich in dem neuen Ofeu! Um sieben Uhr kam wein Mann. „Aber Kind," rief er, „hier drinnen ist ja eine Hundekälte, ich denke, Du wolltest Heizen laffen?" „Hab ich ja auch," antwortete ich, „im neuen Ofeu brenuts geradezn himmlisch." »Hm," machte mein Manu und rieb fich die Hände. Dann ging er zum Thermometer. „Der fällt ja wie eine Lawine, jetzt find nur uoch elf Grad." Schließlich befühlte er den Ofen rechts und links, oben und unten. „Eiskalt wie*n Gletscher," ^constatirte er. Da- war doch merkwürdig, — sollten die vier Preßkohlen wirklich nicht genügen? Ich ließ noch weitere acht auf die verglimmende Asche legen. Als die verbrannt waren, zeigte da- Thermometer 10 Grad, und die Kacheln bleiben kalt wie eine Hundenase. Jetzt wurde der ganze Hrizraum vollgestopft, fünfzehn Stück verschlang er. Nach einer Stunde lagen die in Asche, der Thermometer war auf 9 Grad gesunken, der Ofen fühlte fich eisig an, mein Manu hatte seinen Wtuterpaletot angezogen und ich fror gar jämmerlich. „Der Ofen muß einen Eoustrnction-fehler haben," erklärte ich endlich resignirt. „Da- scheint mir auch so," stimmte mein Manu zu, „und damit ich mir nicht auch einen zuziehe, werde ich in meiner Stammkneipe durch ein paar Gla- Grog meine eingefrorenen Lebensgeister wieder aufthauen." Am nächsten Tage ließ ich den Töpfermeister kommen und klagte ihm mein Leid. Der klopfte an dem Ofen herum, leuchtete mit breuueudem Licht hinein, untersuchte die Dichtigkeit de- Rohre- und — kratzte fich hinter dem Ohr. „Et iS so 'ne Sache mit die dreieckigen Dinger," meinte er daun, „es scheint mich, als ob die Feierung 'n bisken zn weit hinten anjelegt iS. Ick werde Sie meine Lette nochmal 'ran schicken." Und wiederum kamen di? „Tepper", die riffen den Ofen wieder ein und wir mnßteu weitere acht Tage im Salon zubringen. Aber da war» doch wenigstens schön warm, obgleich der Ofen keiner der modernsten war. Als das Reinemachen des Wohnzimmers zum zweiten Male überstanden war, stand der neue Ofen wieder in jungfräulicher Reinheit da. „Diesmal werde ich mit dem Heizen warten, bis Du zu Hause bist", erklärte ich meinem Mann, „damit Du stehst, wie ein rationelles Feuer augezündet wird." Al» ich den Scheiterhaufen kunstgerecht errichtet hatte, steckte ich ihn in Brand. DaS Streichholz entflammte ein Späulein, das sofort wieder erlosch. Mit dem zweiten, dritten nnb vierten hatte ich ebenso wenig Glück. AlS ich bie Schachtel bis zur Halste geleert hatte, ließ ich einige der pateuttrteu Kohlenanzünder holen. Die praffelteu benn auch sofort auf. „Na ja," meinte ich befriebigt, „nun geht die^Sache los. Man muß nur zur rechten Zeit unb am rechten Ort nachhelfeu", damit schloß ich die Thür des „Dreieckigen". Mein Mann warf besorgte Blicke auf das Thermometer. „Sapperlot," sagt er bann, „auf ein paar Glas Brog kommt Ulta Töpfermeister hat eine Klage angestrengt, weil wie uni Zitherlehrer Adolf Arnold Für den Gentner ab Verkaufsstelle: Stück-Cokes . c 1,10 Mk. . 1,20 Mk. Mk. 1,25 7d 250 cbm «iss «Allthorstr. 8. Gießen, den 16. November 1897. Der Vorstand deS Allgemeinen Vereins für Armen- und Krankenpflege. Schlosser. Für Anfuhr au das Haus werden 5 Pfennig für den Ceutuer berechnet. Joh. Fifcher, Alicestraße 19, Jakob Kahl, Frankfurterstraße 151. Cd. Klinket, Bahnhofstraße 10, Emil Piftor Nachfolger, Marttstraße Gustav Nuppel, Schillerstraße 5, Georg Schäfer, Licherstraße 2, Georg Unverzagt, Kaplansgaffe 5. Diese Firmen berechnen die gleichen Preife sammt Anfuhr wie das Gaswerk und schicken dieselben unter 5 Gentner zu. Gießen, am 29. October 1897. DWpsMtt'Sreuuttti gegr. 1857 ■■■ zu 75, 80, 85, 90 und 95 Pfg. das % Pfund. Verkaufsstelle: Gießen, H. Wallach, Marktplatz 8. 9962 Dir ® A'imilit rndni bf ,Mcathi Mit ich hätte Heizung. Der Sctmsfer« l JAVA- I \KATFEf/ OchMchk Aufforderung. Durch Liquidatton des Confum« Vereins I Rödgm werden alle Gläubiger aufgefordert, ihre etwaigen Forderungen bei den gerichtlich bedeuten Liquidatoren Wilhelm Juderthal IV. und Lehrer Michael Wöruer geltend zu (preisgekrönt) 10251 in Vi, Vs und '/« Flaschen in empfehlende Erinnerung. wirs auch heute nicht an. Mir scheint, als ob hier tm Zimmer die Quecksilbersäule schon wieder inl Htnunter- rutschen tommt." „Ach Unsinn," warf ich ärgerlich' ein, „etn Streichholz in den Ofen stecken und erwarten, daß das Thermometer in den nächsten fünf Minuten 5 Grad steigt, dal giebt'l doch nicht! Warte el doch ab, in einer Stunde wird'! hier drin so mollig sein, daß Du dal Fenster wirst öffnen müffen, um der überflüsstgen Hitze Abzug zu verschaffen." „’ne Stunde hab' ich allerdings noch Zeit," gähnte mein Mann und holte fich vorfichttgerweise seinen Paletot herein. Ich machte mir von zehn zu zehn Minuten in unmittelbarster Nähe des Ofens zu schaffen, aber eS war nicht zu spüren, daß derselbe auch nur die geringste Wärme aul- strahlte. Man soll das Feuer eigentlich in feiner Gluth nicht stören," sagte ich etwas unsicher, »oder meinst Du nicht, daß ich . . „Natürlich," antwortete er, „steh' doch nach, wie's in Deinem fin de siöole Ofen auSfieht." Ich drehte etwa! zaghaft die Thür auf- der Heizraum gähnte mir in völliger Dunkelheit entgegen. Mein Mann kam mit der Lampe herbei; der Scheiterhaufen lag noch genau fo da, wie er aufgebaut worden war- das Holz war kaum an den Ecken angekohlt, die Kohlenanzünder waren erloschen, ehe fie noch richtig in Brand gerathen waren. „Dal ist nicht schlecht", spottete mein Mann und zog den Paletot an, „ich wußte schon, daß man mich heute in der Stammkneipe nicht vergeblich erwarten würde." In Heller Verzweiflung schickte ich wieder zum Töpfermeister. All ich ihm den zweiten Mißerfolg erzählt hatte, legte er sein Gesicht in ernste Falten. Dann nahm er noch- mall eine eingehende Untersuchung bei Osenl vor. „Aul diese dreieckigen Beefter soll der Deibel draul klug werden", lamentirte er, „de Feirung il wohl'n bitten zu weit vorn, da hat die Sache nich'n richtjen Zuch. Morsen schicke ich Sie meine Leite her." Die „Tepper" kamen zum drittenmal . . . t' tziet"" «schält Mt Surr f?on Eine Preisermäßigung bei Entnahme von Wagenladungen erfolgt nicht mehr. von M. Schuster iu Der Abbruch der im Wiener Hof Hierselbst stehenden Gebäulichkeiten — früher Holzschneiderei und Werkstatträume — nebst hohem Rauchkamin soll vergeben werden. Reflectanten können die Bedingungen bei den Ar- chitecten Herren Stein & Meyer einsehen, woselbst auch Abschriften hiervon gegen Erstattung der Copialgebühren erhältlich find. Angebote find dem Unterzeichneten bis zum LL. d. Mts., Mittags 12 Uhr einzureichen. Strickwolle und Rockwolle, nicht einlaufend in der Wäsche, in allen Farben und Qualitäten, zu den billigsten Preisen. 10486 Wolle zu Steppdecken und Matratzen. Verkaufszeit, Neustadt 11: >» 10 Ahr Morze» biß 4 Ahr Aach-tittiri. Der Verkauf uuferer Gaseokes unter und bis ein* schließlich 5 Ceutuer findet bis auf Weiteres im Gaswerk nicht mehr statt, und werden daselbst nur Quantitäten von über 5 Ceutuer verabfolgt. — Dagegen ist bei folgenden hiesigen Firmen ein Kleinverkaus unserer Gascokes eingerichtet worden, nämlich bei den Herren: »Öt WUHtttl Eingerichteter Laden mit Wurstküche, Wohnung und Zubehör in ettUi Lage zu vermiethen. Nähere! Bahnhofstr. 43. Giessen, Neuen-Bäue 16. Vertretung der vorzüglichen Zithern- und Saiten - Erzeugnisse von Joh. Jobst in Graz. ■s Lager ■ in Zithern, Saiten, Requisiten und Musikalien. Gas-Cokes. Durch Stadtverordneten-Beschluß vom 30. September bezw. 28. Oc- tober d. I. wurden die Preife uuferer Gaseokes bis auf Weiteres festgesetzt, sowie die Berkaufsweife eingerichtet, wie folgt: Feirung zu weit vorn, bald zu weit hinten, bald is der Zug zu fiten, bald za jroß, — ba soll sich een Meester noch auSkrnnen .... Wclhalö besteh'n benn die Herrschaften nff ihrem Koppe, — muß el denn een dreieckiger Plunder- liften firm? Die ham'n Deibel in' Leibe, — aber für solide viereckige Oefen ba steh ick für ein bil zum letzten Oogtnblicke .... Morjen wer ick Ihnen «eine Leite schicken . . . ." Die „Tepper" traten wiederum an; ich wünschte sie zu allen T . . . l „Vorsicht Kinder," ermahnte ber Anführer ber Lehm« fritzen, „diese Klamottenburg is in ihre Jrunbfesten erschüttert," — er klopfte mit seinem Hammer auf die unteren Kacheln, bereu Glasur sofort abbröckette. Gr klopfte an bie Kacheln, in welche bat Ofenrohr eingelassen war. El gab einen kicksenden Ton, und ber obere Aufsatz neigte sich zur Sette. „Den Sims abtragen," commanbirte ber Anführer, „ber Plunder muß sofort runter." „Wollen Sie benn ben Ofen wieber abreißen?" wagte ich schüchtern zu fragen. „Natürlich," erklärte ber Anführer, „wir werben etwa sechs Tage zu thun haben, ehe wir mit dem Neubau fertig find, denn schon dal Abbrechen ....," — er faßte plötzlich meine Hand und riß mich zur Seite. Der eine Lehrling fuhr blitzschnell von seiner Leiter herunter, — ein Stück Siml krachte auf den Fußboden, ein Knistern, ein Poltern, ein entsetzliche! Getöse, Krachen, Klirren dicht vor meinen FÜßtn, — — ber Ofen war eingestürzt .... 10265] Re« hergerichtete Wohnuetg ist r. Stock |tt Perm. Bt4tft»U| n. 10328] Ein neu hergertchtete! freundliches FamilienlogiS per sofort zu oer- Ieden Donnerstag trifft große Sendung lebend frische, große, mittel und kleine Schellfische, «a»lUn, sbottz- z««ge«, Hlutzdecht ic. ein. VorauSbeftellungen werden prompt besorgt. 10396 E. Dort, Wallthorstraße 45. : HERREN ch welche sich einen eleganten und ch soliden Anzug oder Paletot auch fertigen lassen wollen, empfehlen ch wir, sich unsere geschmackvolle ch Ausmusterung in Buckskin anzu- ch sehen und sich von der grossen ch Leistungsfähigkeit zu überzeugen, ch Anfertigung wird prompt und ♦ sorgfältige! ausgeführt. 9916 z Aug. Montanus Nacbfl. ch Inhaber: * R. & M. Imheuser. [ß^ördlicheAnzeigen| Deckstein-Lieferung. Die Lieferung der auf den nach- benannten Strecken einzuwalzenden Decksteine soll für die einzelnen Strecken im Ganzen bezw. in Loosen vergeben werden und sind schrifttiche Angebote bis Dienstsg, den 23. NovdrlA, Nachmittags 4 Uhr, im Amtszimmer des Unterzeichneten, woselbst die Lieferungsbedingungen zur Einsicht offen liegen, einzureichen. Stiebeis Geld Zähl-Cassetten empfehlen 10127 zu Orlginalprel*en Moritz Greaori & Fohu. Acht Tage später ließ ich btn „Dreieckigen" wieber Heizen, nachdem mir bie Leute auf bal Bestimmteste versichert hatten, daß sie jetzt uach allen Regeln der Töpferkunst verfahren wären. Und wirklich schien el dielmal zu klappen. Der Scheiterhaufen stand in kürzester Zeit in Hellen Flammen, bal Holz knisterte, bie Preßkohlen begannen zu glimmen unb zu glühen. Schnell brehte ich bie erste Thür zu - ein Herr- lichel Feuer praffelte hinter ben Zuglöchern. El schien mir allerbingl, all ob fich ganz hinten starke Rauchwolken zu- sammenballten, aber bie würben sicher ben Weg in bie Esse finden. Beruhigt klinkte ich auch bie äußere Verschluß- thür ein. .... „Ohhh," wachte mein Mann im Ton ber Befriedigung, „jetzt scheinst Du ja bal Richtige getroffen zu haben- Dein Ofen strahlt eine ganz enorme Hitze aul. In einer halben Stunde drei Grad gestiegen . . . ." Gr wandte fich vom Thermometer nach dem Ofen und legte bie Handfläche an die Kacheln. „Sapperlot," rief er und zog die Hand schnellstens zurück, „das Ding ist ja glühend, — das ist ja unheimlich, — es wird doch nicht etwa .... —* „Krrrach, klirrte bie Ofenthür ins Zimmtr, aul ber Oeffnung wälzte sich eine Wolke bickeu schwarzen Qualms unb buml, — mit dumpfem Krach Platzte bal Ofenrohr unb entfanbte nun auch seinerseits, einem Fabrik,chlot gleich, Rauch und Ruß inl Zimmer. Mein Mann war entsetzt zur Seite gesprungen, ich flüchtete laut aufschreiend in die Küche. Dal Dienstmädchen kam herbei unb schüttete einen Eimer Wasser in bie Gluth, — Zischen, Qualmen, Knistern entfhömtt dem Ofen- ber „Dreieckige" hatte sich in einen Miniatur-Vesuv verwanbelt l Es bauerte geraume Zeit, ehe wir uns von bem Schreck erholt hatten .... bann aber kamen die dummen Redensarten meines Mannelf Ich war schließlich so ärgerlich, daß ich mit in seine Stammkneipe ging. Sieben Glas Grog hat mein Mann an diesem Abend bezahlen müffen .... „Vertrackte Racker find diese Dreieckigen," versicherte mir am nächsten Morgen der Töpfermeister. „Bald is de . Berlin, M ?W'- gaffe 5 an ruhige Leute sofort zu oer- miethen___________________M. fertt. 10216] Wegen Wegzug der Frau Bärrn ist deren Logis zu vermiethen. Näheres _______________Wollthorstratze 18« 10018] Schöne 4 • Ztmmerwohnung per sofort zu oermtetben. -tzranksurterstrotze 48, pari. 10CU3] Mansardenlogis zum 1. Decbr. eventuell früher zu vermiethen. «rünbergerstr. Ist, Neubau. 7419) Der mittlere Stock mrtntl Hauses, 5 Zimmer nebst Zubehör, per sofort zu vermiethen. «»erd. Metzger, Neustadt 8. 7759] Badndofst«. 51 n 2 Zimmer eventl. 1 Zimmer und Küche zu verm, 10079] Wegzugshalber ist die seither von mir inncgehabte Wohnung Nord« »«tage 85, pari., anderweitig zu oer' miethen »attder Weiß, Apotheker. 6432] Zwei metnanvergehende, freund' liche Zimmer, möblirt oder uomöblirt. zu vermiethen. 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