-tr. 22V Erstes Blatt Sonntag den 19. September ist» Drr Pietzeuer Auzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montag». Die Gießener A«mitiea5tSi1er werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal deigelegt. Weßener Anzeiger Keneral-Nnzeiger. Vierteljährig« Avonuementsprei« t 2 Mark 20 Psg. mit Bringerloh«. Durch die Post bezog«, 2 Mark 50 Pfg. Reboctwx, kxpeditioa und Druckerei: Zch«tstr«ße Hlr.7. Fernsprecher 51. Zlnrts- und Anzeigeblatt für den Ureis Giefzen. Annahme von Anzeigen zu der Nachm,ttagS für de« t&r/tftcfienfrtrtt» TtdttAlle «nnoncen-vureaux deS In- und Au»landeS nehme« 1 folgenden Lag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr. ^fUUHlunVlUUU. Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- mtgey*. Bekanntmachung. Betreffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Rüddings- Hausen. Am Mittwoch bett SS. September 1897 findet die Uebelwetsuug der neuen Grundstücke und die Versteigerung der Masiegrundstucke an Ort und Stelle statt. Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr am Bürgermeistereibüreau zu Rüd- dingshausen, wo auch die Versteigerungsbedingungen bekannt gegeben werden. Die Ueberweisung der neuen Grundstücke erfolgt unter dem Vorbehalt, daß 1) Meliorationen auf den überwiesenen Grundstücken auch fernerhin vorgenommen werden können, 2) da, wo sich die Nothwendigkeit kleinerer Eigenthums- Veränderungen infolge von Wege- und Grabenanlagen u. bergt ergibt, die neuen Eigenthümer solche zu dulden haben. Friedberg, den 17. September 1897. Der BereinigungScommiffür: 8667 Dr. Göttelmann, Großherzoglicher Kreisamtmann. Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Brille, 2 Uhrkelten, 2 Taschenmesser, 1 Glacehandschuh, 1 seidener Sonnenschirm, 3 Paar Strümpfe, 1 Strickftrumpf, 1 Kappe, 1 Kanne, 1 Haarpfeil und 1 Schlüsselbund. Gießen, den 18. September 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. v. Bechtold. Wolffs telegraphisches Eorrespondenz-Bure«u. Wien, 16. September. Die „Polit. Corresp." meldet aus Petersburg: Der Minister des Auswärtigen Graf Murawjew begiebt fich dieser Tage nach Spala zu dem Kaiser von Rußland und mit ihm nach Darmstadt. Nach mehr- tägigem Aufenthalte daselbst tritt Graf Murawjew einen mehrwöchigen Urlaub an, den er theilweise in Wiesbaden zu verbringen gedenkt. Gegen den 1. November wird der Minister nach Rußland zurückkehren. Während seiner Abwesenheit wird Graf LamSdorff die Geschäfte des Auswärtigen Amtes führen. Wien, 16. September. Die Nachricht von der in London vor Kurzem erfolgten geheimen Verehelichung eines hervorragenden Mitgliedes des österreichischen Kaiserhauses, die aus dem „Aachener Polit. Tagebl." in einzelne deutsche Zeitungen übergegangen ist, wird von dem „$L K. Teleg.-Correspondenz-Bureau" als unsinnige Erfindung bezeichnet. Wien, 17. September. Die „Polit. Corresp." meldet auS Rom: Der Stand der Kriegsmarine soll demnächst durch den Bau von vier größeren Kriegsschiffen und mehreren Torpedobooten vermehrt werden. Budapest, 16. September. Erzherzog Joseph wurde von Kaiser Wilhelm zum Inhaber des Hannover'schen Ulanen-RegimentS Nr. 14 ernannt. Paris, 17. September. Der König von Siam ist heute Früh nach Havre abgereift, wo er mit dem Präsidenten Faure frühstückt. Darnach reift der König nach London weiter. London, 16. September. In der heutigen Halbjahrs- Versammlung der Bank von England erklärte der Gouverneur der Bank: „Ihnen ist wahrscheinlich befanrt, daß der Regierung in diesem Sommer Vorschläge unterbreitet wurden, wonach dieses Land eine Steigerung der Verwendung des Silbers herbetsühren könnte als Beitrag zu einer internatio- nalen Verständigung, und wodurch, während unsere Goldwährung in keiner Weise berührt würde, die Münzen von Frankreich und Amerika in den Stand gesetzt werden könnten, die freie Silberprägung wieder aufzunehmen. Einer dieser Vorschläge ging dahin, daß die Bank einen Silbervorrath balle gemäß der Acte vom Jahre 1844 als Deckung gegen Noten." Hierauf verlas der Gouverneur ein Schreiben, welches er am 29 Juli an den Kanzler des Schatzamis gerichtet habe. In diesem Schreiben heißt eS: „Die Bank ist bereit, das auSzuführen, was nach der Bankacte v. I. 1844 gestattet ist, nämlich ein Fünftel des Bullion gegen Noten- Emission in Silber zu halten, vorausgesetzt, daß die franzö- fische Münze zur freien Prägung von Silber wieder offen ist, und daß die Preise, zu welche« Silber anzuschaffen und zu verkaufen ist, befriedigende sind." In Beantwortung mehrerer Fragen sagte der Gouverneur ferner: „Die Bank hatte keine Verhandlungen mit den Commiffareu der Vereinigten Staaten. Wir haben kein Silber gekauft; wir haben nur eiugewtlligt, unter gewissen Umständen auszuführen, was nach der Acte v. I. 1844 gestattet ist." Stockholm, 16. September. Zur Theilnahme au den Feierlichkeiten des Regierungsjubiläums deS Königs Oskar trafen heute als Vertreter des deutschen Kaisers Prinz Friedrich Leopold von Preußen, ferner der Fürst und die Fürstin v. Waldeck-Pyrmont an Bord der „Hohenzollern" hier ein. Sie wurden von den Mitgliedern der königlichen Familie und den Spitzen der Behörden empfangen und von einer zahlreich erschienenen Volksmenge lebhaft begrüßt. In gleich herzlicher Weise wurden die übrigen hier eintreffenden Fürstlichkeiten empfangen, Prinz Ruprecht von Bayern, Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg-Schwerin, der Kronprinz und die Kronprinzessin von Däaemärk, Erzherzog Eugen von Oesterreich, der Herzog von Aosta und der Erbgroßherzog von Luxemburg. Petersburg, 16. September. Die Gratulations- Deputation der preußischen Kaiser NicolauS-Kürasfiere wurde bet ihrer gestrige« Ankunft vom deutschen Militär- Attachs Major Lauenstetn auf dem Warschauer Bahnhöfe begrüßt uod zur deutschen Botschaft geleitet, wo sie vom Fürsten Radolin zur FrühstückStafel zugezogen wurde. Heute, als am JubtläumStage, wurde die Abordnung vom Großfürsten Paul empfangen, welchem dieselbe im Auftrage Sr. Majestät des deutschen Kaisers das Dienstkreuz für 25jährige Dienstzeit und Allerhöchstdeffev Glückwünsche sowie auch diejenigen deS Regiments überbrachte. Großfürst Paul dankte in sehr herzlichen Worten, unterhielt fich lebhaft mit jedem einzelnen Mttgliede der Abordnung und überreichte denselben die ihnen verliehenen russischen OrdenSauSzeichnungeu. Sodann lud der Großfürst die Deputation und Major Lauenstein zum Frühstück ein. Heute Abend findet beim Botschafter Fürsten Radolin ein Diner zu Ehren der Abord- uuvg statt. _____________ Depeschen bei Bureau »Herold.* Berlin, 17. September. Die gestrige Sitzung des StaatSmintsteriumS dauerte über 5 Stunden, von 2 bis nach 7 Uhr. An der Sitzung nahm der Staatssecretär Graf v. PosadowSky, Freiherr v. Thtelemann, v. PodbielSkt und Nteberdtng Thetl. Berlin, 17. September. Frau Anna Schepeler- Lette, die erste Vorsitzende des Lette-DereinS, ist heute Vormittag 10 Uhr am Herzschlag gestorben. Berlin, 17. September. Der BundeSreth wird der „Post" zufolge voraussichtlich am ersten Donnerstag im October seine Sitzungen wieder ausnehmen. Vorläufig find noch keine bedeutende neue Vorlagen zur Erledigung bet ihm etngegangen. Berlin, 17. September. Wie die „Krenz-Ztg." vernimmt, handelt es sich bei der Sensationsnachricht, betreffend die Be^heirathung des Erzherzog- Franz Ferdinand von Oesterreich-Este mit Fräulein Hußmann aus Aachen um einen groben Schwindel. Der angebliche Erzherzog hatte sich thatsachlich unter dem Namen eine- Assistenzarztes Dr. Arend der jungen Dame genähert, fich mit ihr verlobt und fie zu überreden gewußt, nach London zur Trauung zu kommen. Die Dame hat noch am 8. September Abends in großem Familienkreise bei ihrem Bruder, einem katholischen Geistlichen, ihren Namenstag gefeiert, wobei der Bräutigam zugegen war, und ist dann seit dem 10. ds. M. spurlos verschwunden. Man befürchtet, daß der Bräutigam ein Mädchen-Agent sei, denn er har versucht, auch die jüngere Schwester mitzunehmen, was jedoch nicht gelungen ist. Die Familie ist in großer Sorge, da sie die „Braut" für verloren hält. Die Dame hatte 40,000 Mk. baare- Vermögen, was fie wahrscheinlich mitgenommen hat. Berlin, 17. September. Wie die „Kr.-Ztg." mittheilt, soll, so viel bis jetzt bekannt ist, der nächste conservattve Parteitag gegen Ende Januar 1898 stattfinden. Als Tagungsort ist Dresden in Aussicht genommen. Berlin, 17. September. Ein Generalstrike der Berliner Metallarbeiter, deren Zahl etwa 40,000 beträgt, droht in den nächsten Tagen auSzubrechen. Berlin, 17. September. Dem „Vorwärts" zufolge haben gestern sämmtliche Former der Firma Rößemaun u. Kühnemann die Arbeit eingestellt und zwar deß- halb, weil von ihnen die Anfertigung von Arbeit aus der Borsig'schen Fabrik, in welcher gegenwärtig die Former strtken, verlangt wurde. Berlin, 17. September. Die „Post" bemerkt zu der Meldung, daß in der Reichsregierung eine starke Strömung für eine frühe Einberufung de -Reichstages herrsche und daß die Arbeiten möglichst beschleunigt werden sollen, damit die Neuwahlen Ende April stattfinden können: Soweit uns bekannt ist, wurde in Kreisen, die wir für gut unterrichtet halten, bisher damit gerechnet, daß die Neuwahlen zum preußischen Landtage bald nach Ostern, dagegen die zum Reichstage erst einige Monate später stattfinden würden. Eine Entscheidung in dem einen oder anderen Sinne ist selbstverständlich bisher noch nicht gefallen. Berlin, 17. September. Wie die „Poft" meldet, hat die Polizei in Gelsenkirchen bei dem bekannten Anarchisten Bergmann Voecker eine gründliche Haussuchung abge- halten, bei welcher viele Schriften beschlagnahmt wurden. Daran anschließend ist demerkenSwerth, daß im rheinischen Kohlenrevier an einem Tage, am Sonntag den 19. d. MtS., in Gelsenkirchen und anderen Orten, sowie in Magdeburg anarchistische Versammlungen angekündigt find, in welchen die bekannten Anarchisten Schlosser Pawlowitsch-Berlin und Gustav Landauer-Berlin über die Attentate in Spanien sprechen sollen. Berlin, 17. September. Heute früh explodirte in dem nahegelegenen RummelSburg der zur Erzeugung von Dampf für die Kühlanlage der Norddeutschen EiSwerke dienende Dampfkessel. Verletzt wurden durch die Explosion der Schlosser Ostheimer und der Maschinenwärter Schwarz. An den Baulichkeiten find bedeutende Beschädigungen durch den Luftdruck verursacht worden. Hannover, 17. September. Der Verein deutscher Irrenärzte trat heute unter dem Vorsitz des Geheimen Medicinalraths Jolly aus Berlin zu einer Sitzung im RathhauSsaale zusammen. Die Regierung wurde durch den Regierungspräsidenten, die Stadt durch ihren SyndicuS vertreten. Nach dem Referat des Vorsitzenden wurde ohne Debatte folgende Erklärung einstimmig angenommen: Der Verein deutscher Irrenärzte hat mit Bedauern davon Kenutniß genommen, daß in der Verhandlung des Reichstages vom 16. Januar eine den Thatsachen nicht entsprechende Kritik an den in deutschen Irrenanstalten bestehenden Zuständen geübt wurde und daß diese Kritik ohne Widerspruch von Seiten der Regierung geblieben ist. Der Verein ist mit dem in jener Sitzung angenommenen Anträge auf reich-gesetzliche Regelung der Grundzüge über die Aufsicht deS JrrenwesenS einverstanden, hält es aber für feine Pflicht, erneut darauf hinzuweisen, daß die wichtigste Reform in der Schaffung selbstständiger, direct dem Minister untergeordneten Aufsichtsbehörde bestehen würde, an deren Spitze ein diese Stellung im Hauptamt bekleidender Fachmann steht. Kiel, 17. September. Tin schwedischer, mit Holz befrachteter Schooner wurde von einem Flensburger Dampfer bei der Insel Gothlaud treibend angetroffen und hier etn- gebracht. Die Besatzung scheint ertrunken zu sein. Name und HeimathSort des Schiffes, welches anscheinend längere Zeit auf dem Meere getrieben hat, find noch nicht festgestellt. Wilhelmshaven, 17. September. Die gesummte Herbst- Übungsflotte ist unter dem Befehl des Admirals Knorr heute in Tee gegangen. Aachen, 17. September. Gegenüber dem Wiener Dementi versichert das „Aachener Pol. Tageblatt" die Richtig- kett seiner Angaben. Dieselben seien von Mitgliedern der Familie Haßmann bestätigt worden mit dem Htnzufügeu, daß die Krovprinzesfin-Wittwe Stefanie in Essen gewesen sei, um das Unternehmen ihres Verwandte» zu vereiteln. München, 17. September. Heute früh 6 Uhr 40 Miu. explodirte in der Papierfabrik Pasing der Dampfkessel, wodurch große Verheerungen angerichtet wurden. Die sofort am Platze erschienenen Rettungsmannschaften zogen bis jetzt 3 Todte und 3 Schwerverletzte unter den Trümmern hervor. Weitere Details fehlen noch. Wien, 17. September. Infolge andauernder Regengüsse ist die Donau und deren Nebenflüsse in rapide« Steigen begriffen. In Ober- und Nieder-Oesterreich herrscht Hochwassergefahr. Budapest, 17. September. Trotz des anhaltenden Regens pürschte Kaiser Wilhelm heute früh im Kara- panzsär.Revier und diuirte Mittags in Koerveserdoe in Gesellschaft des Erzherzogs Friedrich. Abends beabsichtigt Kaiser Wilhelm in demselben Revier zu pürschen. Budapest, 17. September. Kaiser Wilhelm verlieh dem CorpScommandanten Fürsten Lobkowitz den schwarzen Adlerorden. Mohacz, 17. September. Kaiser Franz Josef nur Kaiser Wilhelm lagen gestern Bormittag der Hirschjagd ob, wobei jeder von ihnen ein prächtiges Exemplar erlegte- der Nachmittag wurde zu Ausflügen benutzt und Abends mit uu- WB. Panbschora, 17. September. (Reutermeldung). ®,n« Brigade unter General Jeffreys zog sich nach dem gest. rlgen heftigen Kampfe mit Mohmandö in ihr Lager zu- rück,- fie verlor neun englische Osfiziere und 129 Mann todt und verwundet. Jeffrey« wurde leicht verwundet. | Wohnung errichten will, wird ausnahmsweise und widerruflich | befürwortet. Desgleichen wird befürwortet da« Gesuch des Herrn I H. Winn um Trlaubniß zum Bauen an derselben Straße. Die Hochbauteo, welche zum Betrieb der im Bau begriffenen Bteberthal-Bahu oöthig find: Wagenschuppen, I Locomotivschuppen mit Werkstatt, Güterschuppen in Gießen, I bedürfen, da ihre Coustructiou tu Holzfachwerk gedacht ist, I deS Dispenses von den Massivbau vorschretbendrn Beding- I ungen der Bauordnung. Die Versammlung sprach sich für I Ertheiluog deS DtSpenseS aus. Der Wagenschuppen soll tu I Nähe deS zum Stationsgebäude eiuzurichtendeu südlichen Thor- Hauses io der Reustadt parallel zur Rodhetmerstraße, der I Locomotivschuppen senkrecht zu derselben errichtet werden. Auch für die Erbauung eines Station-hauseS in Heuchelheim, I welches auf die Gemarkung Gießen zu stehen kommt, wird I nach § 5 deS OrtSbauftatutS ausnahmsweise Besürwortung I beschlossen. — Mit dem Vorschläge de« StadtbauamtS, der I KletobahN'Gesellschast das auf dem bisherigen Vtehmarktplatze I befindliche Steinpflaster zum Preise von 10 Psg. pro Quadrat- I Meter zu überlassen, erklärt sich die Versammlung etuver- I standen. Gegen daS Gesuch der Levi Löwenstein Ehefrau um Trlaubniß zur Versetzung ihrer Verkaufsbude nach dem nördlich der Rodhetmerstraße befindlichen Thetle deS Bieh- marktplatzeS hat die Versammlung nichts etnzuwenden. Großh. Polizetamt hat den Entwurf eines Polizei- Reglements vorgelegt, nach welchem die Bestimmungen über das Anbringen von Schneefang-Vorrichtungen an den Wohnhäusern auf alle Gebäude ausgedehnt wird, welche an öffentlichen Straßen und Plätzen stehen, bezw. deren Dachtraufen in die Straßen münden. Ausgenommen von dieser Bestimmung sollen diejenigen Häuser sein, deren Dächer eine I Steigung von weniger als 1:3 haben. Die Versammlung erklärte sich bis auf die von Herrn Heyligenstaedt für Wünschenswerth erachtete präctsere Fassung des Entwurfs mit demselben einverstanden. Nach den Bestimmungen der Wilson-Stiftung ist es in das Ermessen des Stadtvorstander gestellt, die Zinsen dieser 20,000 Mk. betragenden Stiftung im Betrage von 800 Mk. jährlich und zwar am 11. November für Zwecke der Wohlthätigkeit an einzelne Personen oder Wohlthätig- keitSeinrichtungen zu vergeben. ES wurde für dieses Jahr beschlossen, diese Zinsen so zu Vertheilen, daß je 250 Mk. dem Knaben- und Mädchenhort überwiesen, je 150 Mk. aber -ur Beschaffung von Frühstück für schwächliche Kinder der Stadtknaben- und Stadtmädchenschule verwendet werden. Bekanntlich erhalten auch in den beiden Kinderhorten die Kinder Nachmittags ein aus Milch und Weck bestehendes Vesper, wogegen in den Stadtschulen während der Wintermonate Vormittags den bedürftigen Kindern ein ebenfalls aus Milch und Weck bestehendes Frühstück gereicht wird. Die vorliegenden acht Gesuche um Ertheilung der Wirth- schaftScovcession werden bis auf dasjenige des Herrn Carl Orbtg in der Bahnhofstraße, zu welchem die Commission Verneinung der Bedürfnißfrage beantragt hatte, dem Anträge der Commission entsprechend behandelt. ES wurde demnach die Bedürfnißfrage zum AuSschank von Branntwein bejaht bezüglich der Geiuche von Joseph Kranawetter für da« Hau« Frankfurterstraße 23 (Russischer Hof)/ Max J a S- kows kh für das Hau« SelterSweg 79 (Busch)-'Karl Orbig für daS HauS Bahnhofstraße 30; Johann Thoma für das HauS Bahnhofstraße 43; Wilhelm Busch sür daS HauS Riegelpfad 38; Georg Bichl er für daS HauS An den Bahnhöfen 40; Friedrich Felfing für da« HauS Marktstraße 22; Jean Luther für daS HauS Klinikstraße 2, (siehe Heggemüller). totales rrird ^provinzielles. Gieße», 18. September 1897. * • Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog Haven Allergnädigft geruht, dem Bürgermeister Kaspar Lommel in Froschhausen daS Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste" zu verleihen. • • Knustverein. Wie wir vernehmen, trifft im Laufe der nächsten Woche eine größere Sendung Gemälde im ThurmhauS am Brand wieder ein, woraufhin die Eröffnung der Ausstellung in aller Kürze bevorsteht. * * Gestorben. Der im Duell am Donnerstag schwer verwundere Einjährige Gefreite Jacobi ist gestern Mittag in der Klinik gestorben. Hebet die Veranlassung zu dem folgenschweren Zweikampf, dem möglicherweise auch der ebenfalls schwer verwundete Einjährige Gefreite Schmitz zum Opfer fallen wird, curfiren verschiedene Vermuthungen. Wie ziemlich allgemein verlautet, schwebte zwischen Beiden eine schwere Säbelforderuag, die nach Beendigung der Dienstzeit zum AuStrag kommen sollte. DaS feindliche Verhältniß Beider blieb mit Rücksicht auf ihre derzeitige militärische Stellung al« Kameraden äußerlich verdeckt. Im gemeinschaftlichen Biwak oder Nothquartier deS letzten Manövers fühlte sich der eine durch den anderen in seiner Nachtruhe gestört, der darüber entstehende Wortwechsel führte zu thät- ltcher Beleidigung, wegen der der Geschlagene eine Pistolen- sorderung stellte. Nachdem insbesondere mit Rücksicht auf die schwebende Sabelforderung eine gütliche Beilegung der Umwandlung der Pistolenforderung in eine solche auf Säbel sich als unmöglich erwiesen hatte, kam daS Duell auf CorpS- waffeu zum AuStrag. ES wurde auf 10 Sprungschritt- Distanz (16 Meter) geschossen. Im ersten Gang erhielt Schmitz einen Streifschuß an der rechten Hüfte. Ein erneuter Versöhnnngsversuch scheiterte und im zweiten Gang trafen sich beide Duellanten gegenseitig in den Unterleib. — Die Beerdigung Jacobi -, der elternlos ist, findet in Rod- Heim v. d. H. statt. • • Angeschossen. Zwei hiesige Einwohner (ein Schorn- steinseger und ein Metzgermeister) begaben sich gestern in Sitzung der Stadtverordneten am 17. September 1897. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren Beigeordneten Georgi, Grüneberg und Wolff, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Adami, Brück, Faber, Flett, Heichelheim, Heyligenstaedt, Jughardt, Kirch, LooS, Orbig, Petri, l)r. Ploch, Scheel, Schiele, Schwall und Wallenfels. - u.&er heutigen Sitzung, der ersten nach beinahe siebenwöchentlicher Ferienpause, wurden zunächst folgende cn Obligationen deS 1893er, 1894er und 1995er AnlehenS auSgeloost. 1893er An- V-t C5r: 2000 E- Nr. 12, 132, 265, 224, 86, 14. Lit. M A 1000 Mk. Nr. 374, 265, 119 292 139 55 ^0- 76. Lit. N A 500 Mk. Nr. 658, 597, 738, 384^ 8T\42n'?onn601' 771' 789' 439' 669, 424, 120, ? , 200 Mk- Nr. 38, 246, 170, 141, 108, 2ß' Lit. P A 100 Mk. Nr. 268, 136, 342, 247, 190 336 17, 202. __ 1 894er Anlehen: Lit. L A 2000 WL ^ 629, 364. Lit. M A 1000 Mk. Nr. 477, 475. Lit. N a 500 Mk. Nr. 1033, 910, 934, 1041, 970 814 Lit. O A 200 Mk. Nr. 410, 379, 359. Lit. P a 100 Mk «r- 687, 421, 478, 553. - 1895er Anlehen: Lit L a 2000 Mk. Nr. 407. Lit. M A 1000 Mk Nr 503 Lit. N A 500 Mk. Nr. 1127, Uli. von den nach dem generellen Voranschlag auf 10200 Mk normirten Kosten de« Ausbaues der M olt kestraße zwischen vrünbergerstraße und Wieseck werden zunächst diejenigen für den fertigen Ausbau der Theilstrecke zwischen GrÜnberger- ürahe und den Wiesen, sowie für die Auffüllung der über diese bi« zur Wieseck führenden Theilstrecke bewilligt. DaS Gesuch deS Gärtner- Bernhardt, welcher bei feiner Gärtnerei an der Süßeren Frankfurterstraße eine Berlin, 18. September. Reichskanzler Fürst Hohenlohe wird im Laufe der nächsten Woche in Berlin zurückerwartet. X^orn, 18. September. Die hiesige Strafkammer verhandelte gestern gegen den Reichstagsabgeordneten Carl L e g i e n aus Hamburg wegen Beleidigung des Gendarmen Bartel. Demselben soll der Angeklagte in einer öffentlichen Versammlung, welcher der Gendarm als beaufsichtigen- der Beamter beiwohnte, Gesetzes-Unkenntniß und wesentliche GesetzeS-Uebertretungen vorgeworfen haben. Die Straf- karnmer billigte dem Angeklagten den Schutz des § 193 des Strafgesetzbuches zu und erkannte auf Freisprechung. Hamburg, 18. September. Dem „Hamb. Corresp." meldet man aus Berlin: Von einem demnächstigen Besuch de« Kaisers in London sei dort nichts bekannt, ebensowenig von der Meldung der „Tribuna", daß gelegentlich der Anwesenheit deS Königs von Italien in Hornburg zwischen diesem und dem Großsürften Nikolai die Modalitäten über einen Zarenbesuch in Rom verabredet worden seien. bedeutendem Erfolge gepirscht. Heute findet in Koeroeserdol große- gemeinsames Diner statt. vrzen, 17. September. Der bekannte Maler Pro- feffor Schön ist iu Gruudeudorf am Wörther See gestorben. Hermauustabt, 17. September. Der Director de« EleetrtcitätSwerke« in Zoost kam zufällig dem Drahte einer elektrischen Maschine zu nahe und wurde von dem electrischen Strom sofort getödtet. Brüssel. 17. September. Der von Brüffel nach Gent fahrende Schnellzug fuhr gestern bei der Einfahrt in den Genter Bahnhof mit solcher Vehemenz über den Haltepunkt hinaus, daß er die Bahnhofsmauer durchbrach. Jusaffen des ZngeS wurden nicht verletzt, dagegen ein Kutscher getödtet, welcher mit seinem Gefährt in der Nähe der BahnhofSmauer hielt. Rach anderen Meldungen find zwei Personen getödtet und mehrere verletzt worden. Brüssel. 17. September. Zuverlässigen Mittheilungen zufolge hatte die Kaiserin Charlotte von Mexiko in letzter Zeit mehrfach TobsuchtSanfSlle, deren Wieder- holung die Aerzte für lebensgefährlich halten. Brüssel, 17. September. Louife Michel aus Paris wurde mit zwei Begleitern gestern hier verhaftet. Auf der Polizeidirectiou wurde ihr ein Ausweisungsbefehl zu- gestellt. Madrid, 17. September. Die Nachrichten von den VH Hipp in en lauten wieder sehr pessimistisch. Zwei (Kolonnen von 4000 und 3000 Mann verheeren erneut Städte und Dörfer. Loudon, 17. September. Aus Simla wird gemeldet, daß die britischen Truppen da« Fort Cavacnarh in Helden- «üthiger Weise verthetdigteu. Ein Unteroffizier unternahm i mit 16 Mann einen Ausfall gegen 300 Rebellen und erbeutete drei Fahnen. Loudon, 17. September. Aus Konstantinopel wird aus angeblich amtlicher Quelle gemeldet, daß die Botschafter gestern alle Artikel de« Friedensvertrages anerkannt haben. Der Vertrag werde morgen unterzeichnet werden. Mexiko, 17. September. Die Gerüchte von einem an- ! geblichen Mordanfchlag auf den Präsidenten Diaz stellen sich als stark übertrieben heran«. Der Präsident wurde I gestern Vormittag, als er sich zur Jahresfeier der Un- abhängigkeitSerklärung Mexikos begeben wollte, von einem vollständig unbewaffneten Strolch angefallen und erhielt von I diesem einen Faustschlag in den Nacken. Der Präsident blieb unverletzt. Es ist anzunehmeu, daß der Angreifer, welcher fengenommen wurde, geistesgestört ist. Er heißt Jvaqutu Arroyo und ist 32 Jahre alt. der Nähe von Marburg auf die Jagd. Hierbei wurde der Metzgermeister von dem Schornsteinfeger durch einen Schuß tn den Leib nicht unerheblich verletzt und mußte nach Marburg in die Klinik gebracht werden. Ob den Schützen ein verschulden trifft, ober ob ein UnglückSfall vorliegt, ist bi« jetzt nicht aufgeklärt. •• Mißhandlung. Ein hier beschäftigter Monteur, welcher gestern Abend anschein« etwas über den Durst getrunken hatte, wurde angeblich von drei jungen Leuten mißhandelt und ihm eine blutende Wunde am Kopf beigebracht. ** Stenographie und Post. Al« neuer Beweis für die Findigkeit der Post dürfte die Thalsache gelten, daß eine mit Adresse in stenographischer Schrift aufgegebene Postkarte richtig und prompt in die Hände de« Adressaten gelangt ist. ** GeuosseuschastSweseu iu Hessen. Dem soeben erschienenen Jahresberichte über die Entwickelung de« Genossen- schastswesen« im deutschen Reiche eutnehmen wir, daß da« Großherzogthum Hessen unter allen deutschen Staaten bezüglich des landwirthschaftlichen Genossenschaftswesen« eine der ersten Stellen elnnimmt. Darnach bestehen zur Zeit in Hessen 306 Creditgenossenschaften (Reiffeisen'sche Darlehn«- kaffen), 164 Bezug«geuossenschaften, 26 Molkereien. Am dichtesten ist die Verbreitung der Genossenschaften auf die BevölkerungSzahl bezogen in Waldeck. E« folgt sodann die Rheinpfalz, Großherzogthum Hessen, Würtlemberg und Hessen- Nassau :c. Auf die landwlrthschaftlich benutzte Fläche bezogen, ergibt sich folgende Reihenfolge der Dichtigkeit der Genossenschaften: 1) Rheinpfalz, 2) Großherzogthum Hessen, 3) Hessen-Nassau, 4) Württemberg rc. Sämrntliche deutschen landwirthschaftlichen Genossenschaften sind zu einem verbände bereinigt, der nun 26 Specialverbände zählt. ** Li» fit Gastwtrthe bedeutsamer Urtheil ist von dem Schöffengericht in Fürth gefällt worden. Ein Schankwirth war, wie die „Post" schreibt, wegen Uebertretung der Polizeistunde angeklagt, weil er bereit« um 5 Uhr Morgen« an Gäste Bier verabreicht hatte. Die Verhandlung ergab, daß der Wirth sein Local de« Abend« zur polizeilich festgesetzten Zeit schloß, es aber in früher Morgenstunde wieder öffnete. DaS Gericht sprach ihn frei, weil kein Gesetz bestimme, wann ein Tchanklocal geöffnet werden dürse. •• Welche Bemerkungen find aus der Außenseite eine! Brieses zulässig? Die Außenseite der Postsendungen ist für die auf die Beförderung bezüglichen Angaben bestimmt. Außerdem kann der Absender nach den Bcstimmungen bei § 3 der Postordnung vom 11. Juli 1892 noch seinen Namen und Stand, feine Firma, sowie seine Wohnung ver- merken. Bet Briefen können weitere Angaben und Abbildungen, die sich auf den Stand, die Firma ober ba« Geschäft be« Absenders beziehen, unter der Bedingung hin- zugesügt werden, daß die sämmtlichen, nicht die Besörderung betreffenden Vermerke u. s. w. in ihrer Ausdehnung etwa den sechsten Theil de« Briefumschläge« nicht überschreiten und daß sie am oberen Rande be« Briefumschläge« auf bet Vorher- oder der Rückseite sich hinziehen. Auf der Rückseite der Briefumschläge, und zwar auf der Verschlußkappe könne» außerdem solche Zeichnungen und Abbildungen angebracht werden, welche im Allgemeinen al« Ersatz für einen Siegeloder Stempelabdruck anzuseheu sind. Die Angaben auf der Außenseite der Briefumschläge können handschristlich gemacht werden. Dcrttriföte». • Die Massage ist ba« Streichen, Kneten, Klopfen u. f. w. von Körperteilen zu Heilzwecken und zur Kräftigung. Die Bewegungen werden einzeln ober verbunden ausgeführt, je nach dem Zweck und Körpertheil in angepaßter Form und Art. Die Richtung der Bewegungen soll immer dem Herzen zustrebend sein, also an Kopf und Hal« nach unten, an Armen und Beinen nach oben u. f. w. Die weitere Ausführung und Wirkung der Maffage behandelt in populärer Form, die auch den Laien zu Handhabung der Massage sowie zur Con- trole be« Masseurs anleitet, ein fachmännischer, reich mit Illustrationen versehener Aufsatz im neuesten Hefte ber allbekannten iöufhirten Farnilienzeitschrist „Zur Guten Stunde" (Berlin W. 57, Deutsches Verlagshaus Bong & Co., Preis be« VierzehntagShefte« 40 Psg.) • Da« letzte Kuraffterpferd von Mars-la-Tour. In bleien Tagen ist baS letzte Pferd, da« in der blutigen Schlacht von MarS-la Tour einen der Kämpfer deS Halber- ftädter 7. Kürassier-Regiments getragen hat, infolge von Altersschwäche in einem Alter von 35 Jahren verendet. Der alte Braune war s. Zt. von dem OffizlercorpS der 7. Kürassiere erworben und hat seit langen Jahren beim Oberamtmann Walter-Weißbeck Hierselbst treue Pflege und daS Gnadenbrot genossen. * Einen neuen «lühkirper bringt die Deutsche GaS- glühlicht-Actien-Glsellschast in Berlin auf den Markt. Hier- bei ist daS Gewebe de« Glühkörper« durch ineinander gefügte Ringe ober Retten ersetzt, wodurch der Glühkörper elastischer wird. Diese Neuerung ist der Gesellschaft unter Nr. 92423 patentirt worden. ' Folgeube hübsche Bekanntmachung fiabet sich im „Neu- »attter Anzeiger": „Hierdurch gebe ich bekannt, daß ich sür überflüssig gemachte Schulden meine« Weibes Katharina unter keinen Umständen mehr auftomme. Fünf Maß Bier in ein paar Stunden und pro Tag ein Loth Schnupstabak, da« braucht« nicht für ein Häuselweib. Niederbergkirchen, Anfang September 1897. I. Hofstetter." • Ein heiterer B-rsall trug sich nach der „Leine-Ztg." jüngst in einer Schule bei Neustadt a. R. zu. Der Lehrer hatte für den Naturgeschichtsunterricht mehrere Pflanzen mit- bringen lassen, die unter den Kindern vertheilt wurden. Ein Knabe hatte noch keine Pflanze, sein Nachbar aber mehrere, weshalb der Lehrer zu ihm sagte: „Gitb ihm eine." Der also beorderte Knabe war einen Augenblick stutzig, aber gleich daraus verabfolgte er seinem Mitschüler eine wohlgezielte . . . Ohrfeige. Vrodpreise vom 19. September bis 3. October 1897. Der hiestge« »Met. 1 Äfl. (2 Pfd.) Tafelbrod......29 o n (2 \ „ bei I. Kumpf ... 28 2 Kg. (4 Psd.) Tafelbrod......58 2 „ (4 „ ) „ bei I. Kumpf 56 1 Kg. (2 Pfd.) Weitzbrod .^ ... 27 1 w (2 , ) „ bei Karl Spamer und Aug. Deibel ... 26 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod......54 2 „ (4 „ ) „ bet Karl Spamer und Aug. Deibel ... 52 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot»......25 1 „ (2 „ ) „ bei Karl S.pamer und Aug. Deibel ... 24 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot».....50 2 „ (4 „ ) „ bei Karl Spamer und Aug. Deibel ... 48 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod......75 Der Artig en »Met. 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod bet W. Weitzel von Lang-Göns 25 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bet L. Steinmüller, Gr.-Linden 45 Job- Kd. Veite v. Kirch-Göns 46 L. Schmidt, Gr.-Linden 46 W. Fabel von Wieseck 50 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot» bei L. Stetnmüller, Gr.-Linden 42 Joh. Kd. Veite v. Kirch-Göns 42 W. Stetnmüller v. L.-Göns, 44 B. Schmidt (Großen-Linden) 44 G. Jacoby o. Alten-Bufeck 46 W. Weitzel von Lang-GönS 46 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod bei Ernst Christ von Wieseck 70 W!lh. Fabel von Wieseck 70 G. Jacoby v. Alten-Buseck 69 Der vrodverkLnfer. Dieselben Preise wie bet den hiesigen Bäckern. Gießen, den 18. September 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen, v. Bechtold. Pfg. itth?chaft •Mm, 18. September. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostet«: Butter pr. Pfd. X 1,00-1,15, Hühnerei«r pr. St. 6—7 A, 2 St. 00 A. Enteneier 1 St. 0—00 4, ®6nf< der pr. St. 00-00 A, Käse pr. 6t. 5-8 A. Käsematte pr. St.3 A, Erbsen pr. Liter 18 A. Linsen pr. Liter 27 ^ Tauben pr. Pa«r X 0.55 bi« 0,70, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,10, Hahnen pr.Stück X 0,00-0,80, Enten pr. Stück X 1,40-1.60, Gänse pr. Pfrmh X 0,00-0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 A. Kuh- und Rindfleise- pr. Pfd. 60-66 A. Schweinefleisch pr. Pfd. 64 bis 72 4, Schwein«, fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 76 A. Kalbfleisch Pr. Sfb. 56-60 A Hammelfleisch pr. Pfd. 50-66 A. Kartoffeln pr. 100 Kilo 7,00 X, Weißkraut pr. Stück 0-00 A. Zwiebeln pr. Gentner X 7,00—0,00, Milch pr. Liter 16 A* - ES ist ein Bedürfnitz geworden, neben der Zeitung seines OrteS oder feines Landes eine große weltstädtische Tageszeitung zu lesen. Der nunmehr im 9. Jahrgang stehenden »Dentsche« öarte* ist es infolge der Eigenartigkeit, Reichhaltigkeit und Gediegenheit ihres Inhaltes gelungen, in kurzer Zeit über 60 000 Abonnenten zu erringen. Der ungemein billige Abonnementspreis von vierteljährlich 1.75 X (Kleine Ausgabe 1 X) ladet von selbst zu einem Probeabonnement ein. 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SlaSfrage der Arbeitgeber r 2 Krankenpfleger, 2 Bauschloffer, 8 Ma- schinenschloffer, 1 Schmied, 1 Wagmr, 1 Schneider für Hosen und Westen, 1 Rock- arbetter, 1 Uniformarbeiter, 2 Schneider, 5 Schuhmacher, 5 Bauschreiner, 1 Ochsen- knecht, 3 Pferdeknechte, 1 Taglöhner, 2 Hausburschen, 1 Lauffrau, 1 Putzfrau, 16 Dienstmädchen für Küche und Hausarbeit, 1 Sattler-, 1 Kupferschmied-, 1 Ma- schinenbauer-, 1 Gärtner, 2 Drechsler-, 2 Schneider-, 4 Schuhmacher-, 2 Bäcker-, 1 Schloffer^ Lehrling.__ oooooDODöODoaooaaoDöoaoöQoaoöoaöooBa 8 Die Neuheiten B 9 für die 8704 a 8 Herbst- und Winter-Saison | 80 sind von den billigsten bis zu den feinsten Qualitäten in be- q sonders reicher Auswah eingetroffen. Ö □ Louis Treff & Cie., ° O Tuchhandlung. Wallthorstraste 17. O Gladbacher Waareniager MetzSeillür.45. E. Senling Metzstcm-k.45. 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Die Beerdigung findet Sonntag den 19. d. M., Nachmittags 3 Uhr, in Nodheim v. d H. statt. in Loden- und Regenmänteln, Golf-Capes, JaiiutiiM. linliiW (Orbcntl. Mädchen gesucht. 8699_________«elterSHSHe, jfitniffh. Mehrere tüchtige Mädchen mit fluten Zeugnissen finden Stellen durch 9867 Frau Hehler, Sonnenfir. 24, 8693) Ti« braves Mädchen gesucht. ______________Babnbofftraße 48, 2 Tr. Glessen September 1897. 8662| Ein reinliches Mädchen zur Beauffichtigung eines kleinen Kindes für die Nachmtttagsstunden sucht Fr. Amtsrichter wiener, Moltkefir. 26 ^^teNen^Gesuche^l 8637] «Mn junges Kinderfräulei« sucht baldige Stellung durch Frau Hülteuberger, SclterSweg 67. Ein Mädchen, welches gut bürger- lich kochen kann, sucht Stelle Anfang October. Näheres in der Expedition dieses. Blattes.__[8659 8708] Mädchen erhalten sofort und später gute Stellen bei hohem Lohn durch Frau värr«, Wallthorstraße 13. Silberstahl - Rasirmesser Mr. 58 (nur eigenes Fabrikat) Garantie Stempel. 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