ISO? Samstag deu 18. December Nr. 297 Erstes Blatt n 2lmund 2ln$eiaeblatt für den divers ^6iefzen. chralisöeitage: Hießener AamilienSlätter Mcker, Wieviel Geschwister Erzeugt am Leben | gestorben -e 8? 7. 6. 5. 4. 3. 2. 1. 1127! Unterrichtet -3 Bemerkungen- taub geworden 18. 17. 16 14. 10. »olff« telegraphische« »orresponöruz-Burraü. $ ÄÄÄÄSS rat SS. u«°, «g.bw. IM Nachdrücklich wüste der laut gewordenen Ansicht widersprochen werden, Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. St 1 Ungefähres Vermögen der Eltern Umfang der Taubheit der Vater ■ 2-5. e •••eee Veranlastung der Taubheit Religion wurde es wo? von wem? wird es wo? von wem? Namen der Eltern und ihre Beschäftigung Bet der Geburt war alt derratr »osi« Ge- burtS tag wodurch Mit was jetzt beschäftigt? stocktaub DaS wievielte Kind? rzanis 'n tsterne KrbSL Namen der Taubstummen taub geboren 11. und Arbeitgeber könne man nicht allein durch ein Reglement fest- setzm, ein gewisses Pietätsverhältniß müsse bestehen. (S-Hr richtig! rechts). Die Regierung werde demnächst über die Kostenverthetlung der socialpoltlischen Einrichtungen eine Vorlage machen. Aber die Regierung verwahre sich gegm den Vorwurf, daß sie einen Stillstand der Soctalgesetzgebung anstrebe. . . , . Abg. Rickert (frs. Vg.) erklärt, daß er auf ein Eingehen in die politischen Verhältnisse verzichte. n ni t Abg. CegielSki (Pole) dankt dem Abg. Dr. Lieber für sein Eintreten zu Gunsten der Polen. Aba Paasche (nl.) wendet sich gegen die gestrigen Aeußer- ungen des Abg. Bebel, den Abg. Paasche betreffend, worauf Abg. Bebel (Soc.) erwidert, er fei gegen Herrn Paasche n cht gehäsfig gewesen; wenn irgend ein Schmutzfink gegen die Social- demokratte ein Pamphlet schreibe, dann sei es die Partei deS Abg. Paasche, die dasselbe in Hunderttausenden und Millionen ""^Nachdem noch Abg. Förster (Antts.) die österreichische Angelegenheit nochmals erwähnt, wird die DiScussion geschlossen. Es erfolgt die Verweisung eines Thetles des Etats an die Hpecialttat: alle flrtra LeM. 15. ob in Ihren Gemeinden taubstumme Kinder vorhanden find, i wrlche daS zur Aufnahme in eine Taubstummen - Anstalt erforderliche Alter erreicht haben. Die Kinder müffen das 8. Lebensjahr erreicht, dürfen aber das 12. Lebensjahr noch nicht zurückgelegt haben. Sollten sich aufnahmefähige taubstumme Kinder in Ihren Gemeinden vorfindeu, dann wollen Sie stch über die Ver- hältnisie der Extern der Kinder ausführlich äußern und sich hierbei des nachfolgend abgedruckten Formulars, deffen einzelne Rubriken forgfältig auszufüllen find, bedienen. v. Gagern. al§ ^Reichskanzler Fürst Hohenlohe nimmt nochmals daS Wort, um zu erklären, daß im Bundesrathe, wo Meinungsverschiedenheiten darüber bestanden hätten, man die Frage des Reservatrechts offen gelassen. Die preußische Regierung wünsche lebhaft, diese MeinuogsL Verschiedenheiten in freundlicher Weise auszugletchen. Abg. v. Hertling (Centr.): In Bauern werde an der Vorlage vornehmlich die ungenügende Ausgestaltung der Oeffmtlichkeit und des VertheidtgungSwesens und die ungenügende Heranziehung des richterlichen Elements beklagt. Das Centrum halte an dem bayerischen Reservatrecht bezüglich des obersten Gerichtshofs fest und wolle, daß dies auch in diesem Gesetz zum Ausdruck komme. Das Haus vertagt sich hierauf auf morgen 12 Uhr. Tagesordnung: Fortsetzung der ersten Lesung der Militär- strafprozeßordnungsresorm, vorher Rechnungssachen. Schluß S8/« Uhr. vierteljährig« Jtfounemeidsprd»! 2 Mark 20 Pfg. eit vringerlohn. Durch die Post bezog«, 2 Mark 50 Pfg. Nedaction, Lppcditioa und Druckerei: Kchukstrahe "»t.V Fernsprecher bl. a 5 e « 1962- Alle Amronccn-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgege». —___HOU) •hm, (Ulli • L s 5 10266 2136 0466 1887 86*®° 1015 lliM hat noch etwas Gehör 13. die Mutter 8. S- 9. Berlin, 16. December. Die Geueralsynode nahm den Gesetzentwurf, betreffend daß Dienstetukommen der Geistlichen, mit allen gegen zwei Stimmen an. Mittag- wurde die Synode nach Verlesung einer Allerhöchsten Ordre durch den Oberktrchenraths.Präsidenten Barkhanseu mit einem vom Synodal.Präfideuten Grafen Schlieffeu-Schwertu ausgebrachten Hoch auf den Kaiser geschloffen. «leiwitz. 16. December. Der „Oberschl. Wanderer" bringt heute solgrude amtliche Mrlduug der königlichen Eisen- bahndtrrction Kattowitz: Heute Morgen gegen 5‘/8 Uhr fuhr der vonMorgeuroth kommende Güterzug 1814 durch das auf »Halt" stehende Abfchlußfigual des Bahnhöfe« Kattowitz und auf den Schluß des im Bahnhofe haltende» Güterzuges 1812 auf. Personen wurden nicht verletzt. 17 Güterwagen entgleisten, 10 Güterwagen wurden stark, eine Locomotive und sieben Güterwagen leicht beschädigr. Infolge der Entgleisung wurden beide Hauptgeleise gesperrt. Der Betrieb wird über das dritte Geleise geleitet. Die beiden Hanptgeleise werden voraussichtlich bi« morgen früh wieder frei sein. Der Unfall ist vermuthlich durch Glätte der Schienen und dadurch verminderte Bremsstärke hervor» gerufen. Inwieweit das Persoval eine Schuld trifft, wird lt 1897. am«- J m größt? || Auswahl. w 2- \ Baue 5. Weihnachtsgeschenk t in: lschenuhreu hl und Nickel, mit schr billigen Preis«. teure Mster, schon w« an. Zeäervhren, letten iu W* it prima Qualität, in Gang einer jebtx en llhr 2 Jahre Garantie. n werden in eigen« : und aufs @ewiffe» rantie au-geführt. luacher, Grund). Der Oietzener Anzeiger erscheint täglich, eilt Ausnahme deS Montag-. Die Gießener ^^miliendtätler werden dem Anzeiger »Lchentlich dreimal beigelrgt. Vemtscher Uerchsta-. Sitzung vom Donnerstag deu 16. December 1897. Am Bundesrathsttsche: Kriegsminister v. Goßler und Staats- ^^^Nach^dem Antrag? der Geschäftsordnungscornmisston wird das OTnnhrtt heR Aba. Dr. Paafche (nl.) als durch dessen Berufung Z etatsmäßigen Professor an die Technische Hochschule zu Berlin für rE ^lgt^Fortsttzung der ersten Lesung des Etats. Der Präsident Frhr. v. Buol bemerkt, daß dieser Gegenstand beute bereit am ^sechsten Tage das Haus beschäftige und noch e n wichtiger Gegenstand vor den Wethnachtsfertrn der Erledigung in "st" »ba^Erster (Antis.) spricht sein Bedauern darüber auS, daß der BunkeSrath so weni die Wünsch- des Hauses b^ückstchtige so der VtotsectionSfrage, der Dtätrnftage, betreffs Erhöhung der farmenmti»nnehälter auch bezüglich des Ouebrachozolles und des ^mn twanae^ Jn S-chen der österreichischen Deutschen hätten ihn dt^ Wmtt der Adgg. Zimmermann und Hasse mit großer Genugthuung -v E und er hoffe? daß die jetzige Regierung in kräftiger und wLrd S-r Weise d,m AuSlemde gegenüber die d-ulsch-n Interessen <»rtre?en werde. Infolge einiger wetteren, bet der Unruhe im fcaufe auf der Tribüne unverstanden gebliebenen Bemerkungen des 5 km«« Präsident Krbr. v. Buol, der Vorredner habe Redner , Abgeordneten, den Herrn v. KoSctelski, hochverräthe- rtfSer Sebe Md;ulbt6L Er bitte, gegen einen Abw-,enden an’4uSn««t8l«tX'ÄiUofen --lucht gleich dem St.-IS- . nh,a Oh.amnrtiaen Amts sich nicht tn die inneren Angelegen- lÄtn .IMS SÄMTV -erbünd-ien N-chb-rft--.-« |u mt'<6e5ba Lieber (Eentr.) wendet stch vor Allem gegen die Seitens . Jr®' und Bebel dem C-ntrum gemachten Vorwürfe, kLa^ihe das Flottengesetz einer wohlwollenden Prüfung unter- L^^LWsSÜdLS'SS.4 52. «rMt h« Mnber und bald werde eS noch einen Antrag ein- ta «Sn?auf bie Beruf«wretae. Redner führt weiter aus, SÄWÄ“Ä'*öäÄ‘- SS.: ^^s'ba^Gra?'Limburg (conf.) meint, die Deutschen in Oesterreich hätten vielfach die Sünden einer früheren Generation zu büßm. ®'e ®Äec"eil?eb.äbÄ gegen- Zurückgche/auf bnBahn^dn Äalglsitzgebmig ,ufpr?chm°Er Kik*Mibgriffen gewarnt. Das Vnhttltntb ,milchen Arbeiter Gießener Anzeiger Kmeral-Mnzeiger. Nunmehr beginnt die erste Lesung der Vorlage betreffend Reform des MtlttärstrafverfahrenS. Reichskanzler Fürst Hohenlohe führt aus: Dem vorjährigen Versprechen, daß dieses Gesetz auf der Grundlage des modernen Rechts beruhen foll, entspricht die Vorlage. Sie wündttches Verfahren, trennt den Ankläger, den Vertheidtger und den Richter, fie gibt dem Richter daS Recht der freien Beweiswürd gung und fie gibt daS Recht der Berufung und der Revision. Die Richter bestimmen selbstständig über die Thatfrage, die Stellung der Gerichte ist in hohem Maßegewährleistet. Die Verh-ndlun^n sind öffentliche. Ausschließung der Öffentlichkeit erfolgt nur aus Rücksichten des allgemeinen Wohls. Ein oberster Gerichtshof fichrrt die einheitliche Anwendung de« Gesetzes. Eine weitere Annäherung an die Formen der büraerlichen Rechtsprechung verbietet das Jntereffe der Armee der Disciplin. Die verbündeten Regierungen glauben, die richtige Losung getroffen zu haben. Ich bitte Sie um Ihr Wohlwollen gegenüber der Vorlage. Dieselbe hätte nicht zu Stande kommen können, ohne daß mit Rücksicht auf den großen Zweck die Contingentsherren auf große Rechte verzichten M eine Dmtt.gung der und da« Buüanbetommen ,u hindern. Die mehr fei ihm der ge- messenste Befehl geworden, die Vorlage fo schnell wie möglich zu fördern. Allerdings hätten dann die Verhandlungen mtt ben SBunbeS» staaten Schwierigkeiten verursacht. Mau habe namentlich auch verlangt, daß auch das Einführungsgesetz vorgelegt werde, ehe sich di- Einzelregierungen entschließen könnten. Bayern hätte darauf «ruf- merksam gemilcht, daß eS auf Grund des Versailler Vertrages das Recht für sich beanspruche, ein besonderes Oberlandesgericht einzu- setzm und man habe stch deshalb dazu entsch>offen, die Frage nach der Einrichtung eineS obersten RetchsmMLrgertchtS »MM bwi Ar Sv M 2965 JO als solle die Vorlage jetzt als Vorspann für die Flottenvorlage b«- nutzk werden. Das sei eine völlig unberechtigte Auffassung. Desgleichen sei unrichtig, was man von einem angeblichen Zwielpul über die Vorlage in leitenden Kreisen gesagt habe »llerdinaS> habe sein Amtsoorgänger Bedenken gegen die Einzelheiten der Vorlage gehabt. Die Vorlage sei durchaus logisch gearbeitet und »etchne sich durch Klarheit und Einfachheit aus. Sollten die Grundlagen der Vorlage verschoben werden, dann werde man dieselbe der Armee nicht octroiren können; die Regierung würde sie in-diesem Fall-; ablehnen müffen. Die Verantwortung des.HauseS s« eine flW. Durch Erledigung deS vorliegenden Entwurfs würde stch der Reichs, tag ein dauerndes Denkmal setzen. m Abg. Gröber (Ctr.) betont, die Freude seiner Partei über die Vorlage s-t bei deren näheren Prüfung sehr getrübt worden, weil fie schwerwiegende Abweichungen von dem bürgerlichen Verfahren enthalte. Wenn, was Redner nicht erwarte, der Entwurf in dieser Form Gesetz werde, dann würde daS z. B. für Bayern ein starker Rückschritt sein. Wichtige Amderungm an der Vorlage seien vor- zunehmen. Ohne solche könne das Eentrum da« Gesetz nicht an- nebtren. Redner geht nunmehr in längerer.Ausführung auf die Einzelheiten der Vorlage ein, wobei er wiederholt bemerkt, daß einige Punkte derselben viel zu weitgehend seien. Das bayerische Reservatrecht bezüglich des obersten Gerichtshofes erkenne daS Eentrum an; eS werde in der Commission einen entsprechenden Antrag einbringen. Die Frage der Vertheidigung bezeichnet Redner alS für seine Partei ungemein wichtig; desgleichen fei die Berufung ein Fortschritt, der noch nicht einmal im bürgerlichen Verfahren zu sind« sei, aber auch sie enthalte leider Mängel. Unter -Um Umständen brauche man Garantien nicht gegen dm ungerechten Richter, sondmc gegm ben irrenden Richter, beim Militä.strafverfahren eben so gut, wt^e beim bürgerlichen. Die Vorlage müsse gründlich' umgrarbeiM werden; zu diesem Zwecke beantrage das Cmrrum Verweisung au eine Commission. (Beifall.) Abg. v. Puttkamer-Plauth (conf.) gibt der Hoffnung Ausdruck, daß sich die verbündetm Regierungen weder durch eine Majorität des Reichstages, noch durch die fog. öffenlliche Meinung von ihrem Standpunkt abbringen lassen werden. Die Armee sei für seine, Redners, Partei ein noli me tangere, auf ihr beruhe die rzukunft des Vaterlandes. Den Conservativen wäre eS üdrigmS viel lieber gewefm, wenn die Vorlage üverhaupt nicht gemacht worden wäre. (Hört, hört! und Gelächter links.) Die Vorlage gehe mehrfach zu weit. Aus dm Kreisen der Armee fei auch die Anregung zur Vorlage nicht gekommen. Im Gegmtheil, maßgebende mUitärische Stimmen, auch Fürst Bismarck, hätten gewarnt. Abg. Schröder (freis. Vg.) bezeichnet die Vorlage alS einen wesmtltchen Fortschritt, und deshalb wünsche seine Partei, daß «B zu einer Verständigung kommen möge. Ein Vorwurf sei^der Vorlage nicht zu ersparen; fie schaffe geradezu einen Gegensatz »wischen miltiärtscher Disciplin und guter Justizpflege. Die Vorlage bekunde auch ein gewiffes Mißtrauen gegen die Juristen, welche« stch nicht rechtfertigen lasse. Durchaus zu verwerfen seien die Bestimmungen über die bedingte Zulassung von Ciotlvertheidigern. Redner drückt schließlich nochmals den Wunsch aus, daß eine Verständigrmg gelinge. Bayerischer Bevollmächtigter Graf Lerchenfeld führt au«, daS bayerische Reservatrecht sei im Bundesrathe weder bestrittm, noch anerkannt worden. Daher fei der AuSweg des § 33 gewählt worden. In der Commission werde stch besser darüber redm laffen, wann? । 12. Amtlicher Theil. Gießen, den 15. December 1897. Betreffend: Die Aufnahme der taubstummen Kinder in die Taubstummen-Anstalten deS Landes. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen an die Schulvorstände de- Kreises. Unter Bezugnahme auf unser AuSschretben vom 7. September 1857 sehen wir Ihren Berichten darüber entgegen, Frirdrichlrrth, 16. December. Um 78/4 Uhr Abenb» ist Seine Majestät eer Kaiser in Begleitung Sr. Kgl. Hoheit deS Prinzen Adalbert mittels Sonderzuge» hier eingetroffen. Graf Rantzau begrüßte Se. Majestät den Kaiser RaweuS de» Fürsten BtSmarck, da diesem sein Gesundheitszustand nicht erlaubte, persönlich -um Empfange Seiner Majestät am Bahnhose zu erscheinen. Unter den Hurrahrufeu de» Publi- kum» begaben sich sodann Seine Majestät der Kaiser und Seine Königliche Hoheit Prinz Adalbert, beide in Marine» uniform, in Begleitung de» Gefolges nach dem Schlöffe. Fackeltragende Bahnbedienstete und Feuerwehrmänner bildeten läng- des Weges Spalier. Die Abfahrt Sr. Majestät de» Kaiser» wird voraußfichtlich um 8 Uhr 30 Min. erfolgen. Kiel, 16. Deeember. Die 1. Panzerdivision unter dem Tommando deS Viceadmirals Thomsen ist heute Nach» mittag durch den Kaiser-Wilhelm Laual nach Wilhelmshaven in Tee gegangen. Rendsburg, 16. Dcbr. Generaloberst Gras W all der» fee ist hier eingetroffen. Die Landungsstelle und die große Canalbrücke find mit Fahnen und Guirlauden geschmückt. Da» Wetter ist herrlich. Eine große Menschenmenge ist versammelt. Rendsburg, 15. Drcember. Gegen 5 Uhr verließ Seine Majestät der Kaiser den Kreuzer „Deutschland" nach Herz» lichster Verabschiedung von Seiner Königlichen Hoheit dem Prinzen Heinrich. Zum Empfange Sr. Majestät war auch Oberpräfident v. Köller anwesend. Die Garnison hatte nahe der Landungsbrücke Parade »Aufstellung genommen. Um 5 Uhr pasfirte der Kreuzer „Deutschland" die Stadt. Bald darauf setzte fich der kaiserliche Sonderzug in Bewegung. Konstantinopel, 16. December. Die Verhandlungen mit der Ottomanbank wegen eines Vorschuffe» find bisher ergebnislos gewesen. Um dem dringenden GeldbedÜrsniß abzuhelfen, find gestern 100,000 Pfund aus dem in der Ottomanbank deponirten, durch Subscription für die Armee gebildeten Kriegsfond» entnommen worden. Depefch« M Bure« .Herold." Berlin, 16. December. Der Kaiser wird auf der Rückreise von Rendsburg dem Fürsten Bismarck einen Besuch abstatten. Wie der „Localanzeiger" an» Friedrichs» ruhe meldet, wurde der Kaiser heute Abend um 6% Uhr dort erwartet. Berlin, 16. December. Die Kaiserin, welche seit mehreren Tagen stark erkältet war, befindet fich auf dem Wege der Befferung. Berlin, 16. December. Wie an» Kiel gemeldet wird, erfolgte die Dnrchschlensung der Kreuzer „Gefion" und „Deutschland" in Holtenau ohne Zwischenfall. Die drei ältesten Prinzen beobachteten den Vorgang von der Commando» brücke der „Deutschland" au». Prinz Heinrich stand mit dem SchtffSstab auf der großen LommandobrÜcke. Der Kaiser blieb unter Deck. Berlin, 23. December. Wie die „Nordd. Allgem. Ztg." erfährt, ist von einer Belästigung deutscher Offiziere in Porte»au»Prinee, welche von einem Ball zu ihren Schiffen zurückkehrten, an maßgebender Stelle nicht» bekannt. Berlin, 16. December. Der „Nordd. Allgem. Ztg." zufolge begibt fich der ReichSbankpräfident Dr. Koch morgen nach Düsseldorf, um dort da» neu errichtete Geschäftsgebäude der Reichsbankstelle zu eröffnen. Am 20. d. Mt». wird auch in Ruhrort und Mülheim an der Ruhr die Befichtignng der Reichsbanknebenstellen stattfinden. Bei dieser Gelegenheit wird fich der ReichSbankpräfident über die Finanzverhältniffe de» Ruhrgebiet» eingehend iuformiren. Berlin, 16. December. Da» Gerücht, Prinz Adolf von Schaumburg-Lippe sei für den Gouverneurposteu von Kreta auSersehen, ist unbegründet. Frankfurt a. M-, 16. December. Der „Franks. Ztg." wird an» Konstantinopel telegraphirt: Der König von Griechenland beschloß, da die Pforte und die Mächte fich in Bezug auf die Verschiebung der Ratification de» Friedens» vertrage» ablehnend verhalten, nachzugeben. Saarbrücken, 16. Drcember. Die Nationalliberalen und Freifinnigen im Kreise Saarbrücken stellten gemeinsam al» Gegoer de» Stumm'schen Kandidaten den Landgericht»rath Rulemann aus Braunschweig zum Reich»tag»candidaten auf. Kiel, 16. Decrmber. Der Kaiser erhielt gestern vom kardinal Dr. Kopp ein Telegramm, in welchem derselbe anläßlich der Abreise de» Prinzen Heinrich nach China zum Schutze des Kreuzes die innigsten Segenswünsche sendet. Auch vom Erzbischof von StablewSki traf ein ähnliche» Telegramm ein. Der Kaiser hat an beide geistlichen Würdenträger Aut» wort-Telegramme gesandt. Kiel, 16. Decrmber. Gestern Abend um 6 Uhr fand im Schlöffe ein Diner zu etwa 60 Gedecken statt, an welchem außer dem Kaiser noch Prinz und Prinzesfin Heinrich, Prinz Adalbert, der Eomrnandant der „Gefion", die Stäbe der „Gefion", der „Deutschland" und der Corn- Mandanten der Übrigen Schiffe, da- kaiserliche Gefolge und die Spitzen der Marinebehörden beiwohnten. Gestern Abend 10 Uhr begab fich der Kaiser auf die „Gefion", um dort zu Übernachten. Rom, 16. December. Officielle Nachrichten besagen, daß da» Parlament zum 20. December zusammenberufen werden wird. Barna. 16. December. Nach au» besonderer Konstan» tinopcler Quelle stammenden Meldungen bestätigt e» fich, daß auf den Sultan ein von den Jungtürken angeftiftete» Attentat versucht wurde. Der Attentäter, Oberst Mehmed Bey, ist mir noch drei höheren Palastbramten verhaftet worden. Athen, 16. December. Die Kammer trat heute zusammen, um den FriedeuSvertrag zu bestätigen. Revyork, 16. Deeember. Boa der Insel Atlanta kommt die Nachricht, Präfident Mac Kinley habe da» Kanonenboot „Demokrat" und ein andere» Schiff dorthin gesandt, um fich Über die Lage auf der Insel zu orientiren. tzavannah, 16. December. Ein Führer der Aufständischen wurde in dem Augenblick, al» er mit einem Dampfer Havauuah verlaffen wollte, verhaftet. Berlin, 17. December. Der zweite Bundesstaat, deffeu Zustimmung der Militär - Strafproceß » Entwurf nicht gefunden hat, soll Renß ä. L. sein. Berlin, 17. December. Theodor Mommsen hat, wie da» „Berl. Tagebl." erfährt, den ihm zum 80. Geburt»- tage angebotenen Excellenztitel abgelehnt. Kiel, 17. December. Die Prinzessin Heinrich, welche am Lanalufer den Panzerkreuzer „Deutschland" in der Equipage biß LevenSau begleitete, reiste Abends 9 Uhr ab, um ihren Gemahl Abend» in Brunnsbüttel zu Überraschen. Kiel, 17. December. Mit dem Bau deS der «rupp'schen Germaniawerft in Auftrag gegebenen Panzerschiffe» erster Klaffe „Ersatz König Wilhelm", eine» Schwesterschiffes der in WilhelmSbaven im Bau befindlichen Panzerschiffe „Kaiser Friedrich HI." und „Kaiser WilhelmII." ist begonnen worden. Da» Schiff soll in 34 Monaten fertiggestellt werden und wird mit vollem Panzer vom Stapel laufen. Rendsburg, 17. December. Der Kreuzer „Deutschland" kam 4 Uhr Nachmittags in Sicht und hielt 4>/, Uhr vor der Brücke. Auf der CommandobrÜcke stand Prinz Heinrich. Nachdem der Kaiser gelandet, setzte'die „Deutschland" ihre Fahrt fort. Der Kaiser bestieg nach Begrüßung der anwesenden Herren, unter denen fich Oberpräfident v. Köller und Generaloberst Graf Waldersee befanden, den zur Fahrt nach FriedrichSrnh bereitstehenden Sonderzug. Konstantinopel, 17. December. Der Sultan hat gestern den FriedeuSvertrag unterzeichnet. WB. Paris, 17. December. Der Dichter Alphonse Daudet ist gestern Abend 8 Uhr beim Diner im Familienkreise plötzlich gestorben. lec*U* ä*6 pMohiifeUtf. Gießen, den 17. December. • * Ans dem BerwaltnugSdienst. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben AllergnSdigst geruht, das juristische Mitglied und Vortragenden Rath bei dem Ministerium der Finanzen und deffeo Abteilungen, Oberfinanzrath Ernst Braun zum Kreisrath de» Kreise» Lauterbach, mit Wirkung vom 1. Januar 1898 an, zu ernennen. • • Wechfelstempelsteuer. Im OberpostdirectiouH- bezirke Darmstadt gingen an Wechselstempelsteuer im November d. I. 13975.50 Mk. ein, mit den Vormonaten de» laufenden Etatjahres zusammen 112456.60 Mk. oder 6899.10 Mk. mehr al» im entsprechenden Zeiträume von 1896/97. • • 3h bet Sitzung der medicinischen Gesellschaft am 14. d. Mt». berichteten die Herren Geh. Med.-Rath Professor Dr. Gaffkh und Privatdocent Dr. Sticker über ihre Reise nach Indien, sowie über den Stand der Pest- und Lepra- Forschung. • • Für Weihnachtsreifende. Auf die Bekanntmachung in vorliegender Nummer, bett. Abfertigung von Personen- SonderzÜgen an den Weihnachtsfeiertagen, machen wir hiermit aufmerksam. Stadttheater. Samstag den 18. December wird al» Klassiker Vorstellung „Othello" von Shakespeare auf« geführt, zu welcher für Schüler BilletS zu ermäßigten Preisen auSgegeben werden. Sonntag den 19. December gaftirt der erste Komiker de» Kölner Stadttheaters, Herr Hans Partz, al» „Babs" in „CharleyS Tante". • • Knnstalllftellnng. Don den gegenwärtig in der Kunst» auSstellung im Thurmhaus am Brand zur Ansicht gebrachten Gemälden, welche in ihrer Mehrheit wieder viel SehrnS- werthe» und für den Kunstfreund Jntereffante» bieten, fei in Nachfolgendem ein kurzer Auszug gestattet. Unter zahlreichen werthvollen Landschaftsbildern, welche alle anzuführen die Leser ermüden würde, bietet die Ausstellung u. A. eine „Mondlandschaft" von Donzetti Barth a. Ostsee, welche sicher jeden Kuustsrennd entzücken wird, ferner ein prachtvolles Ge» mälde von Gebhardt-München: „Parthie auSjdem Borderriß", eine „Regenstimmung" von Hoffmann-Frankfurt a. M., „Motiv au» den römischen Bädern bei Trier" von v. Ernst» Düffeldorf und viele Andere.— Auch drei von dem verstorbenen Gießener Künstler Achenbach auSgesührte Gemälde verdienen besonder» hervorgehoben zu werden: „Schloßhof in Oberlahnstein", eines der schönsten Bilder der gegenwärtigen Serie, „Motiv au» der Schweiz", „Winterlandschast". — Al» ein Kunstwerk darf da» von Marie Laux Prag ausgestellte Gemälde: „An der Quelle" bezeichnet werden. Die vor» trefflich gelungene Ausführung, welche schon viel bewundert wurde, zeigt sich namentlich in der naturgetreuen Wiedergabe de» Gefieder» der beiden Vögel, während auch die Übrigen Detail» die hohe Begabung der Künstlerin nicht ver- miffen lassen.— Nicht minder ausdrucksvoll und in der Ausführung von gleich hoher Vollendung find mehrere von Rieper- München ausgestellte Gemälde, wovon namentlich ein „Studienkopf" und „Bei der Toilette" hervorzuheden find, ebenso ein Gemälde von Stammel-Düsseldorf: „Rheinwein". — Ein historische» Interesse beanspruchende» werthvolle» Gemälde hat Delf Hamburg ausgestellt: „Episode au» der Schlacht bei MarS-la Tour". Wem wäre der in den Annalen der Geschichte unerreicht dastehende TodeSriU der Brigade Bredow (Halberstädter Kürassiere und 16. Ulanen) nicht bekannt, wo die wackeren Altmärker der Uebermacht der herandrängenden Franzosen nicht mehr zu widerstehen vermochten, und tn Ermangelung weiterer HülsStruppen bft Reiterei durch eine Attacke den Feind zum Weichen zu bringen beordert wurden. Welche imense Opfer dieser TodeSritt gefordert, aber auch welche Entscheidung durch denselben herbeigeführt wurde, dürfte bekannt genug fein. Selbst die verbissensten Franzosen, welche Augenzeugen dieses Ritte» waren, konnten nur mit ungeschminkter Bewunderung hiervon erzählen. Da» Gemälde wurde nach einer demselben schriftlich beigefügten persönlichen Mittheilnng de» franzöfischen General» Henry an Oderstlieutenaut Graf von Schmettow bearbeitet: „Ich rettete mich", erzählte er, „mit genauer Noth, al» die Re'termaffe dicht an meinem Adjutanten vorübersauste und meine Batterie» Mannschaft zertrat, aber e» war ein so große» militärische» Schauspiel, daß ich wich trotz der Gefahr nicht enthalten konnte, meine Bewunderung anS»u/z stündiger Berathung zarück. Der Obmann, Bürgermeister Roth, verkündete den Wahrspruch, er lautet auf Schuldig wegen des Hauptange- klagten Schmitz und auf Nichtschuldig wegen aller übrigen Angeklagten, selbst für den Cartellrräger Stammler, der ein Geständniß abgelegt hatte. Da- Urtheil gegen Schmitz lautet auf 2 Jahre ■6 Monate Festungshaft. Der Staatsanwalt hatte 8 Jahre beantragt. Vermischtes. * Hoch versichert. Vor seiner Abreise um die Welt hat der New-Uorker Millionär George Bauder bi lt sein Leben für 4,000,000 Mk. versichert, fall- ihm auf der Reise ein Unglück zustoßeu sollte. Früher Pflegte selbst eine einzelne amerikanische Lebeneverficherung-gesellschaft kein Leben über die Summe von 20,000 Pfund Sterl. zu versichern. In England geht noch jetzt keine LebensverficherungS-Police über 10,000 Pfund Sterl. Lord Rothschild- Leben ist für 250,000 Pfund Sterl. versichert. Auch die Königin, der Prinz von Wale- und der Herzog von Edinburgh sind hoch versichert. * Tine Musterkarte der sonderbarsten Beschäftigungen und Erwerb-zweige, wie fie nur auf dem Boden der Großstadt gedeihen können, bietet das Berliner Adreßbuch. Da giebt eS: Frackoerlether, Teppichklopfer, Korkkunstschnttzer, Thterausstopfer, Blutegelhänd'er, Billardfltcker, Roulrauxmaler und SaalauSschmücker, Motteuvertilger, Hundescheerer, Marionettenspteler, Fabrradlehrer, Abfallpächter, Fmgerpfleger, Lorbeerhändler, Kammerjäger, Kunstfeuerwerker, Letchenbttter, Schuldeinzteher, Glasverkitter, Liebig,BUderhändler, Zimmerfrotteure, HoroSkopsteller und Maffeure, Letermänner, Schachprosessoren, Ausrufer und Schaubudendtrectoren, Schneeschuhmacher, Tafeldecker, Handtuchverlether, Pastetenbäcker, Fahrradreintger, Buchlinttrer, Pecheinsteder und Plattirer, Desttllenmakler, Slrohstuhlflechter, Kartenleger, Theater Wächter, Letchenwäscher, Meldereiter, Gardlnenstopser, Zettelverbreiter, Pferdeschlächter, Ehampionzüchter, Puppenfchnetder und Gelegenhettsdichter. • fürstlich gekleidet" zu sein ist der Wunsch mancher schönen Frau, aber was fürstliche Damen für ihre Toiletten bezahlen, ist meist unbekannt. Neulich erschoß fich eine „Königin der Bühne". Sie hatte sich „königlich" kleiden wollen und in drei Jahren ü er 80000 Mark Schulden gemacht. Hören wir nun, wie fich die wirklichen Fürstinnen kleiden! Die reizende, junge Königin von Holland trägt Toiletten, die in Pari- he,g«stellt werben, u'emals aber den P et- von 250 bi- 275 Mark überschreiten. Erzherzogin Marte Valerie und Erzherzog'« Gisela vou Oesterreich, die freilich tu der Lige find, thre Kleider mit den kostbaren Sp'tzen zu garutreo, welche die Kaiserin ihren Kindern zum Geschenk macht, tragen Kleider, die durchschnittlich 200 bi- 300 Gulden kosten. AIS unsere Kaiserin in Wien ihre große EmpsangStoilette bestellte, zahlte sie dafür 600 Gulden. In ehern Wiener Atelier hat vor einigen Tagen Kaiserin Elisabeth da- neueste Kleid bestellt. ES ist ein schwarzes, einfache- Wollkleid mit schmaler Borde, da- Joquet wie ein Männerhemd in die Taille herabfallend, der Kragen leicht aufgestellt und einfarbig geputzt. Diese Toilette kostet gegen 180 Gulden und da» ist da- Theuerste. Literatur ««d Xttnft — Der Töchterschule eutwachse«. Wie bildet fich die Tochter des HauseS nach Oem Austritt aus der Schule für HauS und Leben weiter? Von Elise Roth, vorm. JnstitutSvorsteherin. (Sieg, gebunden 4 Mk. Schwabachers Verlag in Stuttgart. Es ist seither in keiner Elscheinung dieser Art Rücksicht darauf genommen, was für Kenntnisse unsere jungen Damen auS der Schule schon mit- brtngen, und es ist demgemäß meist entweder unnöthig viel oder nur allzu oberflächlich davon die Rede. In vorliegendem Buche wird nun erstmals an die in der Schule erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten unmittelbar angeknüpft und daraus weitergebaut. Wir begegnen folgerten Abtheilungen: L Pflege des Geiste». (Motto Lernend ohn' Unterlaß schreit' ich im Alter voran. Solon.) — II. Wichtigkeit der häuslichen Geschäfte. (Leitsatz: Auf dem Fleiß der Frau und ihrer Geschicklichkeit in der Ausübung der häuslichen Arbeiten beruht das häusliche Wohlbehagen.) — III. Handarbeiten fürs Haus in ausführlicher Darstellung auf Grund der in der Schule erworbenen Fertigkeiten. — IV. Allgemeine Regeln für Haushälterinnen. Aufzeichnungen einer Wirthschaftertn aus dem letzten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts mit Bemerkungen einer Hausfrau aus dem letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts. — V. Handarbeiten in ausführlicher Darstellung. — VI. Beschäftigung und Unterhaltung kleiner und größerer Kinder.— VII Jugendsptele im Freien. Eingehendere Belehrung über Körperpflege in gesunden und kranken Tagen, die Sorge für die Dienstboten, Waarenkenntniß für Küche und Haushaltung, das Leben in der Gesellschaft, der Dienst der Frau in der Gemeinde sowie im öffentlichen Leben werden sich dem anschließen. Das Ganze ist dargestellt in der Form von anziehend gehaltenen Briesen, worin gebildete Frauen und Mädchen verschiedener Lebensstellung einander thre Erfahrungen mitthetlen. Fräulein Roth hat in dem Buche die reichen practtschen Erfahrungen vieler Jahre nteder- gelegt, die sie als Vorsteherin eines rühmlich bekannten Töchter- Instituts mit außerordentlichem Geschick und Erfolg in den Dienst der weiblichen Jugend gestellt hatte. erschliche Anzeiger* des Stafc* Gietzen. -Svaogelische •emtiebt. Sonntag, den 19. December. 4. Advent. Gottesdienst. 3tt der AohauursNrchs. Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrasfistent Dr. Heußel. Der Gemeinde wird die Mttthetlung gemacht, daß Großherzog, liches Oberconfistorium den seitherigen Pfarroerwalter in Holzheim, Herrn Dr. Adam Heußel, zum Pfarrassistenten in Gießen ernannt hat- Demselben ist hauptsächlich die Seelsorge in einem Theil der akademischen Kliniken übertragen worden; er hat aber auch in der Gemeinde am Halten von Gottesdiensten, Kasualien und Religtons- stunden in festgesetzter Ordnung theilzunehmen. Vormittags 11 Uhr: KinbergotteSbienst für die Johanne-» gemeinde. Pfarrer Dr. Raumann. Nachmittags 2 Uhr: Kinderkirche für die LucaSgemeinde. Pfarrer Dingeldey. ~ , Nachmittags 4 Uhr: Gottesdienst und kirchliche Feier zur «hrifldescheeruug der Kleinkinder.»ewahrauftalt. Pfarrer Dr. Naumann. Btbelstunde am Montag fällt auS. I« der «iriedhofSeapelle. Vormittags 9* 1 */« Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Im «ouflrmaudeusaal, Aenstadt 61. Vormittags 11 Uhr: Ktnderkirche für die MatthäuSgemctnde. Pfarrer Schlosser. Nachmittags 2 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Dr. Gretn. Am Donnerstag, den 23. Decemder, Nachmittags 3‘/* Uhr, in der Joha nesktrch,: «hriflb/s Uhr Ausiheilung der hl. Communton; „ um 8 Uhr zweit! hl. Meffe; „ um 9«/s U6r Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 57» Uhr facramentalische Bruderschaftsandacht. Der Postdampser .Friesland" der „Red Star Line" in AM- werpen ist laut Telegramm am 15. December wohlbehalten tn New-York an gekommen. my Die für den "Weihnachtstisch viel begehrten Port-, Sherry- Flaschenweine der The Continental Bodega Company werden zu Weihnachten — bei Einkauf von «/t Flaschen unter Gratis-Zugabe eines hübsch decorirten Weinkörbchens — bei Carl Schwaab, Giessen, Seltersweg 23. abgegeben. 11327 —— Zurückgesetzte Stoffe im Ausverkauf.------ 6 Meter soliden Stoff zum Kleid für Mk. 1.80 6 „ „ Frühjahrs- und Sommerstoff » „ „1.68 6 „ solides Damentuch n » „ 3-30 6 w Veloutine-Flanell guter Qualität „ „ » 4.20 6 „ Ball- und Gesellschaftsstoff, reine Wolle „ „ „ 4.50 verwenden in einzelnen Metern franoo Ins Haas. Geieseshkitsdäusl in Winter, Fröhsahr- und Sommerstoffen zu reducirten billigsten Preisen. 7695 Muster auf Verlangen franco. Modebilder gratis. Versandthaus Oettinger &. Co., Frankfurt a. M. 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Welz, Parfümerie, Seltersweg.__11407 Der „Mainzer Anzeiger" (Mainzer General-Anzeiger) mit der Beilage „Der Hausfreund" ist das beste und reichhaltigste Blatt von Mainz und der wetteren Umgebung und erfreut sich infolge seines sorgfältig gewählten Lesestoffes, der fortgesetzten Erweiterung des textlichen Inhalts, iowie seiner nach jeder Sette hm vollständig unab» hängigen Haltung, allgemeiner Beliebtheit. Der Mainzer Anzeiger" ist demnach auch ein vorzügliche- J«fertioas-vr-a«. Der In». sertionAeis"btträgt p„ Annoncenzeile 20 Pfg, pro Reclamez-ile 40 Pfg ; bet Wiederholungen wird entsprechender Rabatt gewährt. , _ Der AbonnementSpreiS beträgt durch die Post bezogen excl. Bestellgeld für das 1. Quartal 1898 Mk. 2 25. Probenummern werde« 8 Tage lang stets -er« gratis «nd f-a«-o übermittelt. Die Expedition des Mainzer Anzeigers (Mainzer General-Anzeiger). Bekanntmachung. Neureguliruug bezw. Ermäßigung deS WafferpreifeS für größere Abnehmer betreffend. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß in der Stadtverordneten Versammlung vom 18. November d. I. eine Aeuregultrung der Wafferpreise für gröfiere Abnehmer beschloffen wurde. Die seitherigen Wasserpreise, nämlich: von 1—500 cbm 25 Pfg. für 1 cbm „ 500—1000 „ 22 , , 1 r n 1000—10000 „ 20 „ , 1 , bleiben noch bis 31. März 1898 in Anwendung. - Vom 1. «pro 1898 ab kommen dagegen die Preise der folgenden Scala bet «e- rechuung des Jahresverbrauchs auf einem zusammenhängend«^ und demselben Wafferverbramhenden in» auf dieselben wie vorher, nämlich: -ai*..*.,. Für Häuser mit kleineren Wohnungen bis zu drei Zimmer einschließlich: , , . R für ein Gebäude von einer Familie bewohnt . . • ° _ , „ „ zwei Familien „ • • • 10 " n „ drei u. mehr Familien bewohnt 24 „ Für Häuser mit gröhereu Wohnungen — mit mehr als für ein Gebäude von einer Familie bewohnt ... 15 Mk. „ zwei Familien ,, • • • 25 „ „ „ „ drei u. mehr Familien bewohnt 35 „ Familien, welche kein Waffer beziehen, werden dabei nicht gerechnet. Georg Koch Uhrmacher Ntlltu yäur 5. 102.76 97.45 160.70 000.00 101.10 Gießener Kuder - Gesellschaft Neuen Bäue 5 11099 4 Stadt Worm» unL b. 1901 Frkf. Ldw.LredEk. mLb. 1900 W1X) 17*/, 296.87 000.00 lOfOerr Lredli OrnnH St- Ädiep* Der Gesammtauflage dieser Nummer liegt ein Weihnacht-- dahier, bei. 3 3 20 FrAnkm-Gt. ®naL Sovereign» Dollor« ta Sold Wir gestatten uns hierdurch, unsere verehrlichen activen und passiven Mitglieder zu einem am Samstag, den 18. December IS., Abends 9 Uhr, im neuen Saale des Caf6 Ebel statt- indenden 11350 X* musikalischen Bier-Abend TBC zu Ehren unserer beiden zurücktretenden Vorsitzenden ergebenst einruladen. Der Vorstand. Pwr« 3Vt Deutfch« RetchSanl. 3 Prcutz. Lonsol-i 86.40 10256 21116 94 90 36.90 101.60 ICO.« 99 60 106.-0 10000 Pro««M 4*/, Oesterr. Sllberrentt 4 Ung. Gold-Ratte 3 Portugiele» 6 Mexikaner 4 Monopol-Griechen am 1887 | Zu verkaufen. | Eine Kaute Mist zu verkaufen. 11393 Westanlage 30. jVerlorenTGefunden.| C Black and tan Terrier entlaufen, hört auf den Namen „Bobi". Bor Ankauf wird gewarnt. Abzugeben [11415 ,3ue Post^, Steinbach. Neuen Bäue 5. Empfehle als paffende Weihnachtsgeschenke mein reichhaltiges Lager in: Schweizer Taschenuhren in Gold, Silber, Stahl und Nickel, mit prima Werken und zu sehr billigen Preisen. Regulateure mit Schlagwerk, schöne Muster, schon von 11 Mark an. Wand- und Weckeruhren, sowie alle Arten Uhrketten zu bekannt billigen Preisen in nur prima Qualität. 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Bantaoten — 20 J6 20J1 Oesterr. dto. —-— 4.20 4.16 Lmeric. — D fielet erfchnnl BüSurr 9?on Wimikit prtben * dtchaluw tttgt' fl Vir hioguogtt ei sah !« bildnng, l llberzad [ heflen Pa habe» schr Minister ff Prinetti, bereit- er Schopf er$ der Marqe wohl za o| Zgnardelltl gemessene । daß er bi Rrieglmini feine Dewi habe, die lasten, stel fein vnttl im Minifti bezweckte, I er wollte 9 bei Innen dem der 8 Handlungen 64 w steile Trep pebrachtes Afrikaner g ßthülltes n nach oben einem festen verlierenden ^"fgangsgr durch tlnt stch auch nl d» »Gestol winterliche trab und v Unten k'ller, fptel th Vollbl! »ultuiw, wildrvllend ^reizte 8 Wijen; f E'h'opischer Uoße und vufou, st, *9”b/ ab« ®t,beuben i «5* htterft, w Sin t tot Urntni . »Den M hin, deinem tzj 6inf !"'«»i, hlt "lrt‘ elth» * w v°°hhier- >C; S*‘ »I«, al.