****** 1'0(80 * X aer. x x****5 iroaaren Wen, Stuten * 108« itita, Neustadt 11, wolle, Qualitäten, zu bett 10488 traheu^— la irbraeob ist: I tu werth’. ite2OPfg.) Imar. 1b bar»" k-te w 10332 86.6 106.6 8L* Sb« 1881 96* Hl 1B jgTJ '168* 10 B. illtu Klchll, ub 'Melder, 10436 -pen M' ri4®8W’ leib. O9L ? 8t *45'1906 10°! ;rLiS" 52. oter .WZröks 189?. Sir. 271 Erstes Blatt Donnerstag dm IS. November 1897 Gi eßener Anzeiger Kenerat-Anzeiger. Zimts» und Anzeigeblatt für den Ureis Gieren. Rebaction, Expedition und Druckerei: Kchutsiratze Ar.r. Fernsprecher 51. vierteljähriger Avounementsprewr 2 Mark 20 Pfg. «it vringerlohn. Durch die Post bezog«« 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener A^mtttensttätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für de» folgenden Lag erscheinenden Nummer bi- Bonn. 10 Uhr. Hratisöeikage: Hießener Kamilienbtätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslände- nehme» । Anzeigen für den „Gießener Anzeiger«' entgeh». 'Steuer Wolff« teiegr»phtsche- Eorrespondmz-Vur«m. Berlin, 16. November. In der heutigen Sitzung der Baucommisston deS Abgeordnetenhauses wurde beschlossen, die Ueberst edelung in das neue Gebäude zunächst aus zwei Monate nach Wiedereröffnung der Sitzung auSzusetzen. verltu, 16. November. Die „Nordd. Allgew. Ztg." meldet: An hiesiger AmtSftelle ist die Bestätigung aus Rio oe Janeiro eiogegangen, daß der RetchSangehörtge Lehrer Roth in Palhoca in Brasilien von Eingeborenen schwer mißhandelt wurde. Der kaiserliche Consul in DesterroS führte sofort Beschwerde bet dem Gouverneur deS Staate- Santa Catharina und verlangte eine Untersuchung und Be- strafung der Schuldigen. Dom Gouverneur wurde Beide- zugefichert. Berlin, 16. November. Den Abendblättern zufolge richtete der Verein Berliner Journalisten an den StaatS- secretär v. PodbtelSkt die Bitte, Drucksachen und Waarenproben von der Befö rderung mit Schnellzügen nicht auSzuschl eßen. Die Retchspostverwaltung antwortete, daß eine Aenderung in der Beförderung-weise von Drucksachen und Waaren nicht in Aussicht genommen sei. Eisenach, 16. November. Die Gewerkschaft Winter-Hall erreichte gestern Abend in 4S4 Meter Tiefe ein Kalilager. Die Muthung deS Feldes wurde Setten- de- Königlichen Revierbeamten angenommen. Bremen, 16. November. BöSmannS Bureau meldet: Die von mehreren Zeitungen gebrachte Nachricht, wonach von den mit dem Norddeutschen Lloyddampfer „Crefeld" nach Galveston beförderten Paffagieren etwa 100 Personen von den Einwanderungsbehörden als Contract-Arbeiter zurück- gewiesen seien, bestätigt sich nicht. Nach telegraphisch ein- gezogenen Erkundigungen find sämwtliche Paffagiere dort gelandet und nach dem Bestimmungsort wettergereist. Leipzig, 16. November. Im Vogtlande find, wie dem „Leipziger Tageblatt" aus Plauen gemeldet wird, heute früh wiederum Erdstöße verspürt worden. Dieselben waren so heftig, daß die Fußböden erschüttert wurden und die Fenster klirrten. In den Orten Brambach, Schönberg, Klingenthal, Untersachseuberg, Adorf, LängenfelS, Falkenstetu und Reichenbach wurden Erberschütterungen bemerkt. Mannheim, 16. November. Die am Petroleum- Monopol bethetltgten Firmen Süddeutschlands berufen laut „Neuer Badischer Lande-zettung" auf morgen 5 Uhr nach hier eine Versammlung ein, um Stellung zu den gegen den freien Handel gerichteten Bestrebungen der Deutsch- amerikanischen und der Mannheim Bremer Petroleum-Gesellschaften zu nehmen. Die Großhandlungsfirmen Süddeutsch- land- lehnen deshalb die von den genannten Gesellschaften zugemutheten Contracte ab und suchen Anschluß an die von der Standard Oll Company unabhängige Pure-Oil Company in Hamburg, die in Mannheim und anderen Plätzen Tanks errichten wird. Wie«, 16. November. (Wiener Corr.-B.) Aus Kanea wird gemeldet: Der htefige griechische Bischof Nikisoro erhielt durch den rusfischen Consul die Mitihetlung, daß der Kaiser von Rußland daS abgebrannte christliche Stadtviertel von Kanea auf seine Kosten wieder auf bauen und die Kirche vergrößern laffen werde, sowie eine bedeutende Summe für die Armen von Kandia, Rethymo und Kanea zur Verfügung gestellt habe. Cadiz, 16. November. Der Proceß gegen die Mörder des deutschen Bankiers Haeßner wurde heute zu Ende geführt. Der Hauptangeschuldtgte PerezGallego wurde für schuldig befunden und zum Tode verurtheilt, während der Mit- angeklagte Galindo freigesprochen wurde. Bombay, 15. November. Die Pest in Poona hält an. Während der letzten 48 Stunden find 134 Erkrankungen und 94 Todesfälle vorgekommen. Auch aus den benachbarten Districten werden Pestfälle gemeldet. In den Hospitälern der Stadt Poona liegen etwa 60 an der Pest erkrankte Personen. Die Stadt ist völlig verlaffen. Bombay, 16. November. Alle Eisendahnpaffagiere zweiter und dritter Klaffe, die ans Gebieten eintreffen, wo die Pest herrscht, werden einer mindesten- sech-tägigen Quarantäne unterworfen. Bier weitere pesterkraokte Europäer find gestern in da- HoSpital in Poona ausgenommen worden. Depesche« bei Bure«« „Herold.* Berlin, 16. November. Heute Bormittag 10 Uhr fand la Potsdam die Vereidigung der Rekruten der PotS- «er Garnison in Gegenwart des KaiserpaareS, anderer ssllrstlichkeiten, der Generalität und fremdherrlicher Osfiziere statt. Nach der Vereidigung hielt der Kaiser eine An- spräche an die Rikruten, worin er diese daraus hiuwteS, daß fie wrtstliche Soldaten sein sollten und daß sie den Vorzug hätten, der Garde anzugehören. Sie sollten dem Rocke Ehre machen und die heiligste Pflicht erfüllen, das Vaterland zu vertheidigen, es aber auch nach innen zn schirmen und auf Ordnung und gute Sitte zu halten. Alsdann brachte Generalmajor v. Reffet das Hoch auf den Kaiser aus. Nachdem der Kaiser in der Garnisonikirche die neuen Baupläne der Kirche befichtigt hatte, nahm er im Kreise deS Offi-iercorp- deS 1. Garderegiments z. F. da- Frühstück ein. Berlin, 16. November. Bet dem gestrigen Diner beim Staatssekretär Grafen PosadowSky hatte der Kaiser namentlich mit den Parlamentariern, u. a. auch mtt dem Abgeordneten v. Plötz, Unterredungen. Nach Aushebung der Tafel zog fich der Kaiser in daS Herrenzimmer zurück. Hier wurden die verschiedensten Thematas berührt. Der Kaiser sprach von unseren kommerziellen Beziehungen zum AuSlande und schilderte seine Jagderlebniffe. Berlin, 16. November. Zu derselben Zeit, zu der gestern der Kaiser dem Reichskanzler Fürsten Hohenlohe einen Besuch abstattete, hatten sich auch der commandirende Admiral v. Knorr, der Staatssekretär deS RetchSmartneamrS Contreadmiral Tirpitz und der Chef des MarinecabinetS Contreadmiral v. SendenBibran im Reichskanzlerpalais eingefunden. Berlin, 16. November. Von den vom Wirthschaftlichen Ausschuß gestern gebildeten sechs Commissionen haben heute bereits die Commissionen für Landwirthschast, für Textilindustrie, für chemische Industrie und Metallindustrie getagt, um Über die Grundzüge zu einer PtoductionSstatiftik zu berathen. Berlin, 16. November. Heute Nachmittag zwischen 2 und 3 Uhr hat fich auf dem hiesigen Ringbahvhofe am Potsdamer Bahnhof ein schwerer Unfall ereignet, indem ein von Charlottenburg kommender Zug auf den Pufferblock auffuhr. ES ist anzunehmen, daß die Ursache in dem Versagen der sonst sicher functionirenben Bakuumbremse lag. Der erste Wagen 3. Klaffe wurde zum Theil zertrümmert und beim Anprall auf die Lokomotive hinaufgeschoben. Der Lokomotivführer ist tobt, der Heizer schwer verwundet. Die Feuerwehr wurde alarmirt, um die Verunglückten au- ihrer Lage zu befreien. Fünfzehn Personen haben mehr oder minder schwere Verletzungen davongetragen. Auch der zweite Wagen ist auS den Schienen geworfen und zeigt deutlich die Spuren des furchtbaren Stoße-. Wien, 16. November. An der Univerfität kam eS heute Mittag zu einem Rencontre zwischen deutschen Burschenschaftern und slawischen Studenten, in dessen Verlauf zwei deutsche Burschenschafter von den Slawen die vibliothrktreppe hinabgeworfen wurden und Verletzungen davontrugen. Budapest, 16. November. Die parlamentarische Durch« führung de- Au-gleichs-ProvisoriumS in Oesterreich soll an ein Ultimatum geknüpft sein. Badeni soll verpfltchtet sein, da- Provisorium bis zum 20 ds. MtS. durchzusühren, widrigenfalls die ungarische Regierung im Reichstage Vorlagen, betreffend daS Seidst-Bestimmung-recht Ungarns, einbringen würde. Brüssel, 16. November. Die nicht militärischen Gesellschaften von Belgien werden fich am 12. December hier versammeln, um eine Propaganda für Einführung der persönlichen Dienstpflicht zu Stande zu bringen. Grenoble, 16. November. Jn Livet et Gavet herrscht große Aufregung unter der Bevölkerung infolge der Freisprechung der italienischen und französischen Arbeiter, die an den Wirren im Monat Oktober thetlgenommen haben. Die italienischen Arbeiter versammelten fich nun gestern, um eine Straßen-Demonstration zu organifiren. Sie wurden aber von den französischen Arbeitern angegriffen und eS kam zwischen beiden Parteien zu einem argen Zusammenstoß, wobei mehrere Personen schwer verletzt wurden. Die Polizei mußte mit blanker Waffe einschreiten, um die Ruhe wieder herzustellen. Auch wurden mehrere Verhaftungen vorgenommen. Konstantinopel, 16. November. Die Pforte sandte neuerlich eine Note an die Großmächte, in welcher dieselbe auch gegen die provisorische Ernennung deS Obersten Schäffer zum Gouverneur von Kreta energisch protestirt und darin hervorhebt, daß derselbe wegen seiner agitatorischen Thätig- teil bei dem armenischen Ausstand f. 3 aus der Türkei aus- gewiesen sei und daß auch dessen Verhalten in Egypten ihn bei den Muhamedaneru unmöglich gemocht habe. Berlin, 17. November. Bischof Anzer, der apostolische Bicar von Süb-Schantung, ist zu heute Mittag vom Kaiser zum Dejeuner im Neuen Palais geladen worden. Gestern statteten außer dem bayerischen Gesandten Grafen Lerchenfeld und dem Prinzen Arenberg der commandirende Admiral v. Knorr dem Bischof einen mehr al» einstündigen Besuch ab. Berlin, 17. November. Eine zweite Berfammlung der Anarchisten zur Erinnerung an die in Chicago vor zehn Jahren Hingerichteten Anarchisten fand gestern Abend hier statt. Frau AgveS Reinhold, sowie E. Landauer feierten in ihren Reben die amerikanischen Genossen. Auf der Straße, sowie tu einem Raume neben dem Versammlungslokale waren zahlreiche Polizetbeamte tu Civtl und Uniform statiouirt. Die Versammlung nahm einen ruhigen Verlauf. Berlin, 17. November. Aus Monte Carlo wird dem „Berl. Tagebl." gemeldet: Im Spielsaale beging ein Italiener Selbstmord mittelst einer Dynamitpatrone. Ferner fand zwischen zwei beim Spiel aneinander gerathenen Engländern rin Pistolenduell statt. Einer der Duellanten, ein Gut-befitzer, wurde von seinem Gegner, einem Marine- Offizier, schwer verwundet. Stargard i. P., 17. November. Gestern Nachmittag fand auf dem Militär-Scheibenstand ein Duell zwischen dem Hauptmann von Haine vom Colberger Grenadier- Regiment und dem Brigade-Adjutanten Hauptmann von Ostrowski aus Hannover statt. Ostrowski wurde durch einen Schuß in den Kopf schwer verletzt. _ CoceUs »nH preohQklkfo Gießen, 17. November 1897. • * Tanzmusik am zweiten Pfiugstfeiertag. Nach einem AuSschretben Großh. Ministeriums des Innern an die Großh. Kreisämter ist in Landgemeinden mit überwiegend evangelischer Bevölkerung am Pfingstmontag, sofern au diesem Tag die Confirmatton mit der Feier deS heiligen Abendmahles stattfindet und herkömmlich an diesem Tag öffentliche Tanzbelustigungen bisher nicht stattgefunden haben, die Erlaubniß zur Abhaltung von Tanzbelustigungen auch in Zukunft nicht zu ertheilen. * * Ausstellung. Eine Collection hergestellter Arbetten von Schülerinnen der Aliceschule in Brandmalerei auf Holz uud Leder, Malereien auf Leder usw., sowie Schnitzarbetten ist im Erker der Firma Julius Bach (Plockftraße) ausgestellt, worauf wir aufmerksam machen. • * Rattenbriefe. Nach einer Bekanntmachung im „Amtsblatt des Reichs-Postamts" ist die Verwendung der au» Kartenbriefen ausgeschnittenen Francoftempel zur Franctrnng von Postsendungen nicht zulässig. In Betreff deS Umtausche- in den Händen des Publtkurns unbrauchbar gewordener Kartenbrlrfe ist eben so zu verfahren, wie bet den Postkarten. • * Winter-Prophezeiung. Außer Falb prophezeite der Gothaer Wetterkundtge einen strengen Winter. Mit ihm prophezeien Forstleute dasselbe, denn fie sagen: „Fällt'» Buchenlaub früh und schnell, wird der Winter streng und hell!" Danach hätten wir einen harten und Hellen, daS ist schneereichen Winter zu erwarten. * • Sin neuer Schwindel wird gegenwärtig mit italteni- scheu Zwei-Ltrestückeu vom Jahre 1860 getrieben. Die Münzen haben in Gestalt, Form, Prägung und Größe mit den deutschen Zweimarkstücken täuschende Aehnlichkeit und werden auch als solche gerade in letzter Zeit häufig in Zah- lung gegeben. Bei der Einwechselung werden jedoch nut 1 Mk. 62 Pfg. au-bezahlt- also Vorficht. * * An Wechselstempelsteuer wurden im October d. I. im Ober-PostdirectionSbezirk Darmstadt 15,519.30 Mk. vereinnahmt, zusammen mit den Vormonaten deS laufenden EtatSjahreS 98,481 Mk. ober 6465 Mk. 50 Pfg. mehr al» im entsprechenben Zeiträume von 1896/97. ** Sin angenehmes Weihnachtsgeschenk wird die preußische Bahnverwaltung dem reisensen Publikum machen. Dieselbe hat nämlich bestimmt, daß alle Rückfahrkarten mit sonst kürzerer Geltungsdauer, welche vom 18. December ab zur Ausgabe gelangen, bis zum 6. Januar 1898 für die Rück- fahrt gütig bleiben, und zwar muß dieselbe an diesem Tage spätesten» um 12 Uhr Nachts angetreten werden. Diese erhebliche Berlängerung der Geltungsdauer ist theilS mit Rück- ficht auf die Einbeziehung det NeujahrStage», theilS deshalb erfolgt, damit den Schülern, die in Ferien reifen, die Be- uutzung der billigeren Rückfahrtkarten für die ganze Ferieu- zeit ermöglicht wird. * • Wie reclamirt man die Zeitungen 7 Die» ist eine Frage, deren Beantwortung für die Postabonnenten besonder- wichtig ist. Wenn die Zeitung nicht regelmäßig ein- trifft, so können die Postabonnenten nur bei ihren Poftan- Halten reclamiren, schriftlich oder mündlich, unter Angabe der Umstände, welche zu der Beschwerde Veranlassung geben. Häufig wenden fich die Abonnenten, wenn ihnen die Zeitung unregelmäßig zukommt, dtrect an die Redaction oder au die Geschäftsstelle. Dar ist unrichtig. Denn nicht wir find t«, die öafl Blatt den Abonnenten liefern, sondern nur die Post. Die Geschäftsstelle erfährt den Namen der Post Abonnenten ♦ gar nicht. •• Sin- und Zweizeiler. Im „Kleinen Journal" veröffentlicht Julius Stetten heim wieder eine Reihe „Ein- und Zweizeiler". Wir laffen daraus nachstehende folgen: Der Mensch unterscheidet fich dadurch unvortheilhaft vom Thier, daß eS für ihn keine Schonzeit gibt. — Jetzt bilden mehr Künstler Schulen, als Schulen Künstler bilden. — ES ist sehr zweideutig, wenn man sagt: Der Manu reicht dem Weibe seine Rechte am Altar. — Die Kleinigkeitskrämer sollten mit der höchsten Gewerbesteuer belegt werden. — Die Unfallchronik lehrt, daß da« Velociped ein Gefahrrad ist. — Wer nichts als einen Stammbaum hat, kann auf keinen grünen Zweig kommen. — In den alten Stücken siegte die Tugend, in den modernen siecht sie. — Die frühere Mode machte den Damenfuß zu einer der intereffantesten Drucksachen unter Kreuzband. — Der Schleier ist häusig nichts al» gewebte Schminke. — Der Segen kommt von Loben, sagt der Schauspieler. — DaS weibliche Geschlecht ist noch nicht dem männlichen gleichgestellt, aber die Kameradlerschaft ist erreicht. •* Wetterbericht. Die Luftdruckvertheilung hat fich seit gestern sehr rasch geändert. Die Depression, welche über dem Skager Rack lag, ist nordostwärts bis in die Gegend von Petersburg gezogen. An der Westküste Irlands, wo gestern hoher Druck bestand, kündigt fich heute aus dem südlichen Westen die Annäherung einer neuen Depression an. Gleichzeitig ist der hohe Druck von Südosten de« Erdtheils nach Centraleuropa vorgedrungen, sodaß ein Hauptkern heute das Rheingebiet bedeckt. Bei dieser Aenderung ist auch in Süd- deutschland da» Barometer seit gestern erheblich gestiegen. Läng» des nördlichen Alpenfußes verläuft ebenfalls eine schmale Furche relativ geringen Druckes, die für Süddeutsch« land Niederschläge gebracht hat. — Voraussichtliche Witterung: Zunächst ruhiges zur Nebelbildung geneigtes Wetter, ohne erhebliche Niederschläge. 88 HartmannShain, 15. November. Heinrich Kaiser von hier, welcher heute im Oberwald mit Holzhauen beschäftigt war, erlitt einen Unfall dadurch, daß ihn ein umfallender Buchenbaum zu Boden schlug und den linken Arm zerbrach. Mainz, 15. November. Zur UeberbÜrdung der niederen Bahnbeamten in dem Dienste deS EisenbahndirectionS« bezirks Mainz schreibt ein Bahnwärter einem hiesigen Blatt Folgendes: Wir Bahnwärter von Weisenau bis Oppenheim haben eine Diensteintheilung, von der ich glaube, daß eS nichts dergleichen mehr gibt. Wir haben einen halben Monat lang von Morgen» 4 Uhr bi« Abends 6 Uhr Dienst, gleich 14 Stunden, den anderen halben Monat von Abend« 6 Uhr bi« den anderen Mittag 12 Uhr, gleich 18 Stunden. Dann haben wir für einen freien Tag 24 Stunden Dienst, damit der Hilfswärter gespart wird. Die Hilfswärter haben tag- lich 16—17 Stunden Dienst, sie gehen Vormittags 11 Uhr 30 Min. von Haufe fort und kommen erst am anderen Morgen früh 4 Uhr 80 Min. wieder heim. Ich glaube nicht, daß unsere höheren Vorgesetzten eine Ahnung von solchen Zuständen haben. • Frankfurt a. M., 16. November. Im Hause Seehof« straße 24 wurde in der vergangenen Nacht kurz nach 12 Uhr der Tapezier und Gemüsehändler Dito Schmidt, Kannegießer- gaffe 7 wohnhaft, von dem als Makler in der israelitischen Abtheilung des Schlacht- und Biehhofes beschäftigten Isaak Roß erstochen. Schmidt, ein übelbeleumundeter Mensch, der erst vor Kurzem eine Strafe wegen RaubvrrsuchS abgeseffen halte, unterhielt mit Roß'Tochter Rosa ein Verhältniß, daS dem Vater mißfiel. Als Roß gestern Nachts auch Haufe kam, fand er seine Tochter mit Schmidt an der HauSthür seiner Wohnung, eS entspann fich ein Streit zwischen den Männern, in deffen Verlauf Roß ein Meffer, wie es die Metzger weist in einer Scheide bei fich tragen, dem Schmidt Über dem Herzen in die Brust stieß. Schmidt hatte noch die Kraft, seinen Gegner zu Boden zu stoßen, und wollte sich dann, unterstützt durch einen gerade vorüberkommenden Droschkenkutscher, entfernen. Er konnte aber nur noch wenige Schritte gehen, sank dann zusammen und starb. Die herbeigerufene Polizei und der Arzt fanden bereits einen lobten. Rosa Roß ist sofort nach der That entflohen und noch nicht aufgefunden- sie allein kann sichere Auskunft über den Vorfall geben. Roß wurde gleich nach der That verhaftet. • Bochum, 15. November. Am Sonnabend ist in Ahrweiler im Alter von 60 Jahren Dr. Carl Otto, der Be« gründer be« System« zur Coaks- und Ammoniakgewinnung, gestorben. Der Verstorbene war einer der angesehensten Männer de« Ruhrrevier«. Da« Otto'sche System hat eine rationelle Ausnutzung der in der Kohle enthaltenen werthvollen Nebenproducte ermöglicht, und fast auf allen Zechen de« RuhrrevierS finden sich Dr. Otto'sche Coaksöfen. Auch im Ausland wird vielfach nach diesem System gearbeitet. In den letzten Jahren suchte Dr. Otto in einer Heilanstalt zu Ahrweiler Genesung von einem schweren Leiden. * Humor vor Gericht. *@te waren wohl betrunken?" wandte fich im Laufe einer Verhandlung, die vor dem Ber- liner Schöffengericht stattfand, der Vorsitzende an den 45 Jahre alten Schuhmacher Bernhard Emil Ferd. Müller. «Aber ooch in't jeringste feene Ahnung, Herr JerichtShof!" lautete die sofortige Antwort- „bet will ick ja nich streiten, bet ick etliche Weißen jenehmigt un unterschiedliche Kleenen drufjesetzt hatte, aber von wejen angekiebelt, al« wie tcke, ooch vich'o Schimmer." — Bors.: Warum haben Sie fich aber nach der Aufforderung de« WirtheS au« dem Local nicht sofort entfernt? Sie wissen doch, daß Sie sich dadurch strafbar gemacht haben. — Angekl.: Aber, Herr JerichtShof, Sie waren doch bei den Krempel gar nich mal bei, un wenn Sie mir erst rejulär anjehört haben, ick traue mir balde zu jloobeu, Sie wer'a 'n janz andern schuld jeden un ihm in* stechen. — Bors.: Sie wollen wohl sagen, daß Sie von anderen Personen gereizt worden find. DaS würde Ihr Vergehen in mildere« Lichte erscheinen laffen. Doch erzählen Sie den Vorfall. — Angekl : Ick fitze so janz jemiethlich in de Destille un sichre en jebildet Jespräch mit'n anständijeu Herrn. Wissen Se, Herr JerichtShof, wat meene Seltste, die Inste iS, bet Mächen hat barbarisch ville Bilbnug — Sie jlooben et nich, Herr JerichtShof, wat heitzutage die Jöhren allen« in'n Kopp nehmen müssen — un die muß unS ufjn Abend öfter« wat vorlesen auS de Weltjeschichte, SchinderhanneS und die Bleidächer von Venedig un Karl Masch, der märkische Bandit un..... Vors. (unterbrechend): Verschonen Sie un« gefälligst mit Ihrer Cectüre und kommen Sie zur Sache. — Angekl.: Wir risk eren also eenen kiäftijen Ton un find jerabe bei bet Jahr von Anno Siebzig anjefommcn, un ick erzähle jerabe, wie Fritze Karl mit die Jarde Bnrbacki'n un die jaoze französische Armee in Metz jefangen hat. Denn Herr JerichtShof, bet weeß ick allen- janz uf’t jenauefte von meine Inste thr Verhältnis, wat eener von bie Maikäber i». — Vors.: Aber kommen Sie doch endlich zur Sache. Weßhalb find Sie mit dem Wirth in Streit gerathen? — Angekl.: Wie ick also so jemietlich bei't Erzählen bin, da kommt denn son richtiger Jrotzkotze auS Rixdorf zu, mit 'ne mächtige Angströhre uf’n Deetz und flanzt fich an unsen Disch mit ran, wobei er sagt: «Mein Name iS Schmidt". Wie finden Sie bet, Herr Je- richtShos? — Vors.: DaS ist bie Beobachtung einer Höflich- keitSform, beren Erwiederung die Sitte gebietet. Doch erzählen Sie weiter. — Angekl.: Na, ick bin doch nu ooch mehrschdeudeels vor Höflichkeet un Bildung un sage, wie't Mode iS: „Schmidt iS jut!" Dadruf jlupt mir der mit seine KalbSoogen von be Seite an un brummt so wat vor fich hin, wat fich jerabe so anherte, als wenn eener sagt: «Son bummer Ochse!" Ick bin aber doch ooch Helle un wce« doch jleich, »obruf er raus kommt - ick lasse mir also uischt merken un rcbe janz ruhig von Burback.'n un Metz, un wat ick so von meine Inste ihren Maikäber gehört habe. Mit eenwal sagt der Bramfije un lacht so schasSbäm- lich: „Erlauben Sie, Sie meinen woll nich Burbaki, fonbern Bazaine". Na, bet war mir ja nu jarnich schnuppe, aber wer mir vor dumm koost, ben koose ick mir denn aber doch. Ick sage also mit ’ne gewisse Feinheit: „Dadrtn können Se recht haben, lieber Mann, uff Deutsch heeßt bet Baßehn un uff Französch Burbaki." Nu fangt aber der Stiefel mächtig an zu lachen un frägt mir, von wen ick bet habe, un wie ick sage, von meine Inste ihren Maikäber, benn meent er un jtient so recht frech, ob wir meine Inste ooch schon mit’n paar kleene Maikäber beschenkt hat. Js bet ’ne Benehmijung vor eenen anftänbijen Mann, Herr JerichtShof. — Vors.: Die Aenßerung war allerdings nicht hübsch. Doch wa« begab sich nun? — Angekl.: Det wurmte mir natierlich- aber wie ick so nach eenen Biljardkö fasse, indem det ick meine Ehre als Vater un al« Mensch, wodruf ick mächtig kitzlich bin, damit verdeffendiren will, da — Herr JerichtShos, haben Se Worte? — feffert mir son herjeloffenet Jnd fidibum ooch all 'n Ding in’t Jefichte, bet mir 'n Feuerstrahl auS de Dogen fliegen duhr, wo sich eener jnt un jerne een’ Zijarrn dran anstechen kann. AllenS wat recht iS, aber der Mann verstand fich uff bet Geschäft. — Bors.: ES kam also zu einer Prügelei? — Angekl.: Det nu woll eejentlich nidj, ■ jerr JerichtShof. Ick war bei den Schpaß unaer’m Disch zu liefen jefommen un bejehre nun mächtig uff und schreie nach den Wirth, indem bat doch son Budiker vor seine Jäfte uffkommen muß, nn et jab eenen großen Kuddel-Muddel, un iet janze ßacol stand um mir rum, un fie meenten alle, ick )ätte anjefangen von wejen den Biljardkö, un ick mißte rau«. Un toat meenen ©e, Herr JerichtShof, die undankbare Kreatur von Budiker setzt mir richtig an de Lust, wo son Kerl doch von unsereenS man leben duht, un ick in meine jänzliche Un- chuld war, indem ick doch janz alleene vertobakt bin. — Vors.: Sie gerieten also mit dem Wirth in einen Wortwechsel und wurden nach mehrmaliger vergeblicher Ausforderung, daS Local zu verlaffen, zur Thür hinausgeworfen. Jndeß würbe die Sache wahrscheinlich gar nicht zur Anzeige gekommen fein, wenn Sie nach Ihrer Entfernung nicht noch eine Scheibe im Werth von drei Mark zertrümmert hätten. Geben Sie das zu? — Angekl.: Det war von wejen Noth- wehr, Herr JerichtShof. — Dors.: Aufgeregt mögen Sie ge- wefen fein, von Nothwehr kann aber schon darum nicht öte Rede sein, weil die Scheibe erst mehrere Minuten nach Ihrer Entfernung zertrümmert wurde. — Die Verhandlung endete lamit, daß Müller wegen Hausfriedensbruch und Sach- -efchäbigung zu 20 Mk. Geldstrafe oder vier Tagen Ge- angniß verurtheilt wurde. „Wat", äußerte der verurtheilte nach der Publikation be« Erkenntnisse«, „erseht jehörig ber« achelt un denn rauSgeschmiffen un denn noch 20 Mk ? Na, bet Geschäft möchte mir nu schon janz jewiß nich paffen." * Kanadische Goldfelder. Der bekannte Fachmann William Dgilble, ber in Kanada für sehr zuverlässig gilt, hat fich dieser Tage in Dttawa einem Zeitung«berichterstatter sehr Vortheilhast über die Goldfelder d eS Kukon-BezirkS ausgesprochen. Klondike bildet nur einen kleinen Theil de« Vukon-BezirkS, der zu dem Nordweft-Gebiet von Kanada gehört. Dgilvie ist der Anficht, daß die Muthungen in Uukou ur Entdeckung eines der größten und reichsten Goldfelder )er Welt führen werden. Dieses Goldfeld erstreckt fich vorn 141. MittagSkrei» südöstlich bis nach Britisch - Columbien hinein. Vorgefundene Anzeichen deuten darauf hin, daß e« wenigstens 500 englische Meilen lang und stellenweise mehr als 100 englische Meilen breit ist. Diese Angaben stützen ich, nach der Aussage von Dgilvie, auf wirkliche Kunde und eineSweg« auf eine geologische Lehrmeinung. Reiche Quarzstücke seien in der Nähe von GebirgSflüssen aufgefunden worden und e« sei nur eine Frage ber Zeit, wann die ,n ber Nähe befindlichen Abern entdeckt werden würben, da das Gold und da» damit vorkommende Gestein an den bisherigen Fundorten keine Spuren einer Gletscherwirkung oder einer weiten Schiebung zeige. * Fanler Zauber. Sie: Ach, wie reizend der Zauberkünstler arbeitet. Hast Da gesehen, wie er eben einen Hut in ein Goldstück verwandelt hat? — Er: Da bist Du doch noch oiel bedeutender, Du kannst sogar Goldstücke in Hüte verwandeln! * Katheberblnthe. AuS Prag wird geschrieben, daß dort ein Gywnafialpiofessor in der Logikstunde die Beendigung deS Capitels über den »Verstand" und den Uebergang zum Abschnitt über „Vernunft" wie folgt einleitete: „Bi« Weihnachten gedenke ich mit dem „Verstände" fertig zu fein und bann werde ich zur „Bernunit" kommen." Citrratur unö ICnnft. — ftated)ilmn» be» gute« Ion» nnb bet feinen Bitte von Constanze o. Franken, 7. Auflage, Max Heises Verlag in Leipzig. Preis geb. Mk. 2.50. Einen nicht unbedeutenden 8n theil an ber raschen Beliebtheit des W-rkchens muß ber gesälligen Form und hübschen Ausstattung, sowie last not least seinem billigen Preis, der die Anschauung Jedem ermöglicht, zugeschrieben werden. Möge der alte Erfolg das Büchlein auch bei ber neuen Auflage begleiten, benn seine große Verbreitung kann nur reichen Segen stiften. Eingesandt. Sietzen, ben 17. November 1897. Die unter „Eingesanbl" in Nr. 299 Ihre« geschötzten Blatte« besprochenen Uedelstände, welche bei den hiesigen Club Concerten herrschen, sind nur zu begründet, um weiier besprochen werden zu müssen und jedem Besucher der Concerte wohlbekannt. Schreiber dieses stehl aus dem Standpunkte, baß diese Uebdftlnbe bei gutem Willen sehr leicht zu beseitigen sind da der Clubsaal VentilationS- öffnungen in der Decke hat, diese müssen nur benutzt und von oet- ständiger Hand regulirt werden; in diesem Falle wäre die unertrflg ltche Hitze beseitigt. Daß bie Garderobeoerhäitnisse ebenfalls jammer volle zu nennen sind, bedarf wohl auch keiner weiteren Diecussion. Auch hier wäre leicht Abhilfe zu schassen, wenn bei Concerten, die ja nicht häufig sind, daS Weinzimmer im Erdgeschosse al» Garderobe miibenutzt würde. Dasselbe hat Flügelthüren nach dem Ccmcert- saale und paßt überhaupt wahr zur Garderobe, als zu einem Wein- zimmer. Der Club besitzt noch große Räume, welche sehr selten benutzt werden, in ber oberen Etage, welche viel passender und einladender zu einem Weinzimmer sind, als daS gegenwärtige dumpfe Kellerlocat. Jeder, der die Localitäten kennt, wird mit mir der Ansicht sein, daß bei gutem Willen und Interesse für die Sache sehr leicht die wohlbegründeten Mängel beseitigt oder doch zum Mindesten sehr verbessert werden tdnnten. Y. Universität- - Nachrichten. — Auf die neuerrichtete Professur an der evangelisch theologischen Facultät in Tübingen, deren Schaffung und Besetzung lebhaft erörtert wurde, ist nun laut Ernennung im „Württeni bergischen Staatsanzeiger" Dr. Schlatter von der Berliner Universität ernannt worden. Der Professor Dr. Bernhard Rugier, der bekannte Historiker in Tübingen, ist auf sein Ansuchen in den Ruhe stand versetzt worden. Araukfirrter Stadttheater. Die berühmte Sängerin Frau Ltgrid Arnoldson wird im Franksurter Opernhause an zwei Abenden (am 22 und 24. November) als Gast austreten. Zunächst wird F au Arnoldson die Cai men tnger. Für dieses Gastspiel sind die normalen großen Preise in Straft Platzbestellungen werden von heute ab an ber Kasse be« Opernhauses entgegengenommen. kirchliche Anzeigen 0er Stao. Bietzen. Evangelische Gemeinde. 'V.v Im «onfirmandensaal, Neustadt 61. Donnerstag den 18. November, Abends 8 Uhr: Bibel stunde. Eo. Marci Cap. 9, 14 ff. Pfarrer Dr. Grein Wnfthip dieses neue, aus reiner, f ischer Kuhmilch ge- wonnene, vorzügliche Eiwcißpräparat ist in großen Krankenhäusern und Kliniken der Universitäten in Bezug auf feinen Werth für Bleichsüchttge und Blutarme, Magenkranke, schwächliche, in der Ernährung zurückgebliebene Kinder, erprobt worden, lieber einstimmend lauten die Urthetle dahin, daß Nuttose al« ein Nährpräparat allerersten Ranges gilt, ausgezeichnet d^rch intensive Nähr traft und leichte Verdaulichkeit und — was auch in die Waglchale ällt — durch seine Billigkeit. In Schachteln A 100 Gramm — ausreichend für etwa 15 Mahlzeiten — durch alle Apotheken, sowie Droguenbandlungen usw. zu beziehen. Einzige Fabrikanten: Farbwerke, Höchst a. M. 9676 Wöchemitchk Uederstcht der Todessaüe tu Stete» 46. Woche. Vom 7. November bis 13. November 1897. Einwohnerzahl: angenommen zu 23 700 (tncl. 1600 Mann 3RUtt6<). SterblichkeUSziffer: 8,77, nach Abzug der Ortsfremden 6,58®/». Kinder E« starben an: Zusammen: Erwachse--e: tat vorn l.LedenStahr: 2.-16.3«bi Krebs des MagenS 1 (1) 1 (1) — — Lungenschwindsucht 1 1 — — Lungenentzündung 1 1 —■ — Darmcatanh 1 — 1 — Summa: 4 (1) 3 (1) 1 Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel« der Todesfälle in der betreffenden Krankhett auf von auSwärt« nach Gießen gebrachte Kranke komme» Verkehr, Caufr trat V-Uswirthfchaft. Liuedua» 16. November. Frachtmarkt. Roth er Wetz« «* 16,61, weißer Weizen X 00.00, Korn X 11.01, Gerste X 10.98, Hafer X 6V9 — »om Deutsche« La«dwtrthschaft»rath. Der Ständige Ausschuß des Deutschen LandwirthschastSrathS wird am 10. December b. I. in Berlin eine Sitzung abhalten, um über folgende Gegenstände zu beratben: 1) Bisherige Thätigkeit des Deutschen Land- wirthschaslsrathS bei den Vorbereitungen für den Abschluß neuer Handelsverträge. 2) In welcher Weise ist die Thäligkett des Deutschen LandwirthschastSrathS «u organifiren, um den landwirthschastlichen Mitgliedern deS winhscha'tlichen Ausschüsse« daS ersot derliche Material an die Hand zu geben, welche Ausgaben sind dabei besonders in« Auge zu fassen. 3) Stand der Währungsfrage. 4) Entwurf der Civilproceß-Ordnung. 5) Verbesserung der Statistik: a. Verschuldungsstatistik, b. Bestand an Gütern auf Niederlagen und Conteo. 6) Ausdehnung bes Fernsprechverkehrs auf das platte Land. 7) Vieh- verstcherung. 8) Zeitpunkt und Tagesordnung der nächsten 26. Plenarversammlung de« Deutschen LandwirthschastSrathS. oerffli •Btrfdi 1 tranfenpi 1 Kauschlof baffcha, i Hai 2 LaMlos lardwirths^ mibdjen i® Der für bal G zur Eins«! neten 1. S Sie Der 1 Deri fahr 189 Bureau ach: Lumd Der liegt vom 1 auf dem B: Londo 4 Dn Ab ~ W tze wgebtn tuteten hn hiervon gegei Angebi 12 Uhr einji Gießt r ilnittM Ansta k Die zah 7 am Cchüi ^nlung uoch -Nttlbung d 1059?'”’ im , ügen Pr°r'anim °°ä Loe !?<- Htu i 1 tz Da hm M 1,fl8 zu fein tol mu6 bn ttttjL,. feinem bÄ w£ °er neuen Auslaae fillr rel*— f. Nsvewber 1897, 1 S^ihlen BlrtteS fltn 6lub Concntm nprodjen werben iu "dekaml. Sireiber ebelftinbe bei gutem ludsial Lentilaiiont- benufet und von mx-. «wäre die imertrig: lK ebenfalls jammet; weiteren Dikcufsion. n bti Goncnien, die i 'Sefiofft -IS Garde; n nach dem fconcttb <18 W einem Wein- , weiche lehr gelten I pafftnbti und ein; ^genrolrtige dumpfe wirb mit mir der e für bie Sache sehr boch zum Mindesten Y. uolbfon wirb im urbMtrotmbtr) oibion bit btt ■'* Dr. Bieberbach. 299.00 8 empfiehlt 10606 Q 8 Butzbach und letztere auch auf dem Büreau des Großh. Kreisbauinfpectors in Friedberg (Haagstraße 14) zur Einsicht offen. Li 0 o a o 102 96 1*7.35 101.9(1 000.00 101.20 «Stabt Darmstadt v. 1891 Stabt WormS unk. b. 1901 4 3 6 4 MO 70 169 80 4 17-/ 8656 193.60 21.60 93 46 36.20 101.60 100.60 Procmi 4Vi Cefltn. SUbcn enu 3. Cementrohrlieferung 1590.— Pläne, Voranschlag und Bedingungen liegen auf dem Büreau des Kreisstraßenmeisters Metzger zu Ung. Gold-Renke Portugiesen Mexikaner Monopol-Griechen von Eisend. Rentenb. Cbt BvlteruS CbL freu* 16.18 20L6 4.20 100 0- 10».ff veranschlagt zu 1. Erdarbeiten 2. Maurerarbeiten Großh. Bürgermeisterei Lumda. Schultheiß. Londorf, am 16. November 1897. Großh. Bürgermeisterei Londorf. Auma nn. Montag den 22. Novbr., Abends 8 Uhr präcis im grossen Saale des Gesellschaft Vereins. Eugen Gura, Kgl. Bayr. Kammersänger (Bariton). Ed. Behm (Pianist). Programm: Lieder und Balladen von Schubert, Schumann und Loewe etc. Pianovorträge von Haendel, Brahms etc. Sperrsite-Karten ä Mk. 2.60, Eintritts-Karten L Mk. 1.50, Karten für Studirende ä Mk. 1.— sind in der Musikalien-Handlung Ernst Chaliler (Rudolph’s Nachf.) zu haben. 104S9 Die Angebote können auf die einzelnen Loose, sowie auch auf sämmt- liche Arbeiten erfolgen und sind versiegelt mit entsprechender Aufschrift versehen bei dem Großh. Kreisbau- inspector, Bauratb Schnitzel zu Friedberg, bis Dienstag den 30. November l. I., Vormittags 10 Uhr, einzureichen. Zuschlaqsfrist 4 Wochen. Friedberg, den 16. Nov. 1897. Grobherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. io598 arbeiten. Zur Erbauung einer neuen Kreis- ftraße von Münster nach Bodenrod und von Münster nach Maibach sollen nachstehende in den Gemarkungen Münster, Ostheim, Bodenrod, Fauerbach v. d. H. und Maibach erforderlichen Erd- und Maurerarbeiten sowie Cementrohrlieferungen auf dem Wege des schriftlichen Angebots vergeben werden. Eugen Gura- Coneert|l±!±±±±: Vergebung von Straßenbau verkaufe ich, solange der Vorrath reicht, Regulärer Preis: JL 8, 10, Ä 12, 15. Verkaufspreis: 3.50, JL 4.75, JL 5.50, Ä 7.50. bedeutend unter Preis Markus Bauer, Gießen, Seltersweg 9 H. Rübsamen, Kürschner, Mäusburg 16. Mk. 10531.— 1623.15 Hochachtungsvoll Ferdhand Wissner von Carl Schroeter Söhne Hanau <$. M. schmeckt und bekommt vorzüglich, Oesterr. StaaiSbahn v. 1885 00 00 14 Jtal. staatsgar. Etseub. 57 651 Geschäfts-Empfehlung Einem verehrt. Publikum die ergebene Mittheilung, daß ich Die zahlreichen actioen und inactiven Vertrauensmänner, welche mit der am Schluß der Einladung vom 1. l. Mts. erbetenen brieflichen Mit- 20 FronkerE. theilung noch im Rückstand sind, werden hierdurch um möglichst beschleunigte ®nflL Sovcreign» Einsendung dieser Mittheilung dringend ersucht. Dollar« m Gold Heppenheim a. B., 15. November 1897. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Londorf pro 1898/99 uegt vom 19. d. Mts. an acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf dem Bürgermeisters-Bureau offen. oooonoooncxxxxxxxx3öaaQcoocx3üoocx3uooG Der Abbruch der im Wiener Hof Hierselbst stehenden Gebäulichkeiten ~ sp ja jl. — früher Holzschneiderei und Werkftatträume — nebst hohem Rauchkamin ^012,3^ §5 > soll vergeben werden. Reflectanten können die Bedingungen bei den Ar- w Ä , diitecten Herren Stein L Meyer einsehen, woselbst auch Abschriften SM a» » E «S«OL, AlchMUlLKs A hreroon gegen Erstattung der Copialgebühren erhältlich sind. Frankfurter Börse vom 16. November 1897. = Monikendamer = Bratbücklinge. Backfische, Per Pfund 25 Pfg., eingetroffen bei 10170 J. M. Schulhof. MeihNchts- W Gkschkülik: Wollene Schlasdecken, Baumwoll.Bcklasdecken, Reisedecken, Tischdecken, Bettdecken, Bettvortagen, Manell-Betttücher, Teppiche in großer Musterauswahl billigst bei 10581 C. Röhr & Co. Garantirt reines ar Schweineschmalz, la. Wurstfett. Coeosnußbutter, ff. Margarine stets frisch zu haben bei 10612 A. & G. Wallenfels. unk. b. 1905 102 8 3V» Pomm. Hyp. A. Bk. mrk. b. 1906 4 Frkf.Ldw.CredEk.unk.b. 1900 Angebote sind dem Unterzeichneten bis zum SS. d. Mts., Mittags Broam 12 Uhr einzureichen. 10603 ^/i Deutsche Reichsorü. Gi°b°n, ben 16. November 1897. k|*Ä Der Vorstand des Allgemeinen Vereins für Armen- und Krankenpflege. 4 Schlosser. 3 16.15 Franz. Bantvolm 20.32 Oesten. bt». Städtischer Arbeitsnachweis Metzen. I Kaufmännischer Verein , _ der vrhettuehmer r 1 Buchbinder, 1 Spengler (Installateur), Or^S»Ne^X7er he verein Liessen. 1 Krankenpflegerin 1 Tapezier, 1 Bauschloffer zur selbst. Führung eine« Geschäfts, flj)Dnhn io x LÄWÄÄ Uhrk'im «^L?uisch7» V-«iLs- 2 ^auschloff^!^Sch^ik?,^6^Tagl^öbner/ I^Ha^sbursche.^Äenstmädchen"^ 2. Vortrag d. Herrn Professor Dr. Frank, Gießen. *aribroirt6^aftH(5e Arbeiten verstehen, bei hohem Lohne auf Weihnachten, 2 Kinder- Thema* <■ . MM. »,..Da- Laienelement in »er RechtSMege. vekauawreichuag Der Eintritt ist für Mitglieder frei. Karten für Angehörige der Der c k lelben ä 30 Pfg., für Nichtangehörige ä 75 Pfg. sind zu haben bei Herrn für bS Ä C. Orbig, Bahnhofstraße 30. und Herrn H. Noll, Marktplatz 1, sowie uk E^nsi^t allsp c>„^0^/00 nebst Beilagen und Berathungsprotocoll liegt Mitglieder des Ortsgewerbcvereins bei Frau Beil, Asterweg 25. zur iLmpcht aller Interessenten acht Tage auf dem Bureau des unterzerch-Lakco 1 neten 1. Vorstehers offen. 10610110588 Dte Vorstände. E. Schott, Bahnhofstraße 23, Ecke Löwengaffe. Futterknochenmehl (phosphorsaurer Kalk) empfiehlt billigst 10601 Gustav Walter, Mäusburg 13. ______________________________________________________________________________________________________13 < Unterstützungskaffe der hesfischen Landes-Irren- w Anstalten und der psychiatrischen Klinik r/,Srl JU 181/1 DeutscheGrdsch.B.unk.b. 190« 100.00 Gaidsoeße«» «ett RessaurationMühleissen Brandgafle 8 10585 empfiehlt MF vorzüglichen Mittagstisch zu 60 Pfg. und höher. — Jeden Freitag Abend: Reibekuchen. IPcrtweia.- Funschessenz Gießen, den 17. November 1897. 1848 -1898. Der Vorstand der Israel. Relrgionsgemeiude Gießen. «<«. ■ o... , /a r, h . S Leickelbeim Alle rm Jahre 1848 hier tn Gießen gebor nen Manner werden ------------—__——---------------------------------------- zwecks Besprechung über die Feier der 50 er auf Samstag den 20. November, Abends 9 Uhr, Der Voranschlag der Gemeinde Lumda fürs Rechnuvgs- freundlichst eingeladen. lns Hotel Lenz iahr 1898/99 ist vom 18. November an auf hiesigem Bürgermeisterei- Bureau acht Tage lang zu Jedermanns Einsicht offen gelegt. Lumda, den 15. November 1897. 10595 MM- rnib frilcnr-Siilon 10590! eröffnet habe, und halte mich bei Versicherung zuvorkommendster und rascher Bedienung bestens empfohlen. Empfehlungen. Hamburger Jischhandig Neuen Baue 17 ji Pelzwaaren-Neuheiten l CI in Capes, Kragen, Boas, Muffen, Hüten, Baretts O sind in großer Auswahl am Lager und werden alle Kürschner- n r arbeiten, Umänderungen u. Anfertigungen nach Maaß □ in jeder gewünschten Pelzart in eigener Werkstatt streng reell v und solide in kürzester Zeit ausgesührt. 9636 Jür Kijsenbesuge empfehlen wir: 10582 Reinleinen. Halbleinen, Baumwolltuch, Satin-Augusta, W* aschechte Bezugzeuge. Anfertigung sauber und billig. Für GescheuKe besonders geeignet: Reinleinene Kissenbezüge mit Hohlsaum per Stück von Mk. 2.50 an. C. Röhr & Co. Rafiee, roh und gebrannt, halte ich nach wie vor nur in feinen und feinsten Qualitäten in allen Preislagen am Lager. 9695 Emil Fischbach. Gebrannter Kaffee inPacketen von Schepeler ist unübertroff-n. Räumungs-Ausverkauf. liilllllltlldff zu bedeutend herabgesetzten Preisen 10505 Ilaess Nachfolger Kreuzplatz 15 blumeu billigst. 10605 pedition dieses Blattes. 10573 Ausverkauf »kn voran Vermiethungen. Gatte, Vater, zu vermieihen. Aranvgoff« 3 10ö91 J Ein mötltries Zimmer zu vermieihen. Westanlage 9. SSwengaffe 10. miethen. zu verkaufen Westanlag« 83. Stellen-Angebote. Marie Henss und Kind 3. 10609 gegeben, worauf wir hiermit besonders aufmerksam machen. 10614 ■ heute Abend schlafen ist. 10589] (Stn Herr sucht gut möblirieS Wohn- und Schlofzimmer mit guter Be» dtenung- Eüdl Stadttheil bevorz. Off. unter Nr 10589 an die Sypcb- d Bl 1. 2. lu47zi ittn braves HauS^ ädchen wird zum 1 December in gutes HauS gesucht. Näheres durch ftra« Hüttenberger, Seltersweg 67. Friedrich Georg, Blumengeschäft. — Seltersweg 41. ZumTodtenseste empfehle alle Sorten Kränze, sowie die braunrothen präparirten Blätter kränze, monatelang haltbar, und alle Sorten Wachsroseu u. Wachs- Um ein großes Lager wegen Geschäftsverkauf möglichst rasch zu räumen, verkaufe von heute bis 1. Januar 1898 Der Gesammtauflage der heutigen Nummer ist eine Geschäfts-Empfehlung der Firma Heiur. Noll, Marktplatz 1 und Kirchenplatz 15, bei- Commis. | Suche per sofort oder 1. Januar in mein Manufacturwaarengr schäft einen tüchtigen Tommi» für Comptoir und Reise. Solche, welche bereite mit Erfolg gereist haben, erhalten den Vorzug. Herm. Wiehler, Sllbbich Danksagung. Für die vielen Beweise herzlichster Theilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dr. Grein sagen herzlichsten Dank Excelsior t* Zigeunertane. Die Lin den wirt hin. Scherzkpiel