1183 erung. n EVolkeagasse 26, ^chuhulchrr. «J -tlmra-variit ÄLWn2! burd> SÄ0' Wö8‘n' und ils Blutarmut o, Ulntt der Quellen werden ff WUdvv-er €al| ist uttn uratti. Anfragen übn aropLttchry -of erledtgi: lrlitn-Sestllslhaft, 3M rnde Stellung garren- ‘beiter, 1 w & Co., ünberg (Hessen). 685 hott. •, is-Stuben | oht 81.15 VH'. 22 9. 34» lOltf ji2J6 B 1897- Sllberrailt jolb-Sente feien ^Griechen °°°1887 Atnlenö- DbL \i ObL SS^1'3*01M* $0 ff* ::: ‘”3 5 u>- —i 31050 wdl-Ä allf.si'®*''1 ME eh)- Mittwoch den 18 August Mr. 192 Zweites Blatt. Zlnrts- und Anzeigeblutt für den Areis Gieren chratisöeikage: Hießener Aamikienökätter. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für bei folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. Alle Lnnoncen-Bureaux deS In« und Auslandes nehme» « Anzeigen für den „Gießener Snzeiger- entgeh». Redaction, Expcditto« und Druckerei: SchutstraßeAr.7. Fernsprecher 51. Vierteljähriger Aöonnemcntspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit vringerlohn. Durch die Post bezöge^ 2 Mark 50 Psg. Die Gießener A>-mtrienvlälter werdm dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Gießener Anzeiger Keneral-Mnzeiger. per»-schtes * Berlin, 16. August. Für den Verkauf von Post« rverthze 1 chen werden Automaten aufgestellt, zwar zunächst nicht tu den Schalter-Vorräumen der Postämter, sondern auf den Bahnhöfen. Die Eisevbahndtrection Berlin har der Gesellschaft für automatischen Verkauf die Ermächtigung er- theilt, auf sämmtlichen ihr unterstellten Bahnhöfen Automaten für den Verkauf von AnsichtS-Postkarten mit Marke aufzu- 'stellen. Die Marke ist vorläufig aufgeklebt, wird aber später von der Retchsdruckeret aufgedruckt sein. Auf den in Betracht kommenden etwa 120 Stationen werden im Ganzen ungefähr 200 solcher Apparate aufgestellt werden. Die Automaten spenden für je 10 Pfg. eine Karte auS einer Sammlung jon etwa 80 verschiedenen Anfichten auS Berlin und seiner Umgebung, sowie einen Bleistift. Bet jedem Apparat wird mit der Auswahl der abgebildeten Sehenswürdigkeiten auf die Umgebung de- Bahnhofes Rückficht genommen, wie die Apparate überhaupt stet- wechselnde Anfichten enthalten sollen. Zwei der Automaten sind schon auf dem Anhalter Bahnhof in Thätigkett- die Aufstellung weiterer Apparate auf den Hauptbahnhöfen Berlin- erfolgt demnächst. Damit wird der Sammeleifer der Sammelbrüder mächtig gefördert werden. Wenn erst jeder Au-flügler und Reisende mit einem Taschenstempel (etwa: „Gruß Fritze Meyer") versehen ist, so kann et, ohne den Bahnsteig zu verlaffen und einen Bleistift (Federn braucht er ja schon lange nicht mehr) in die Hand zu nehmen, Reiseberichte in unbeschränkter Zahl verschicken. Dresden, 13. August. Der Freiberger Silber- Bergbau ist durch das große Uawrtter, bei welchem iämmtliche Schächte der Himmelfahrt-Grube, des größten sächsischen Bergwerke-, und andere Schächte ersoffen, schwer geschädigt worden. Die Bergleute müffen feiern, erhalten aber vorerst noch ihren Lohn. * Für deutsche Ligarreufabrikauteu, die die von ihnen aus Havaunatabak verfertigten Cigarren nach England au-führen, dürfte folgender Fall eine- holländischen Fabrikanten von Jntereffe sein und gegebenenfalls zur Warnung gereichen. In der City of London Court klagen die Herren Feuilleton. Geflügelte Boten. Von Curt Sickel. (Nachdruck verboten.) Mit Spannung harren die Gebildeten aller Cultur« Tanber auf Nachrichten über da- Schicksal deS kühnen Mannes, welcher sich vor wenigen Wochen aus einer im hohen Norden gelegenen Insel mittelst Luftballons tn die Regionen des ÄetherS emporgeschwungen hat, um einen neuen Versuch zur Entdeckung deS Nordpols zu unternehmen. Wird die wagehalsige Expedition gelingen oder nicht? WaS wird daS LooS der todeSmuthigeu Theilurhmer sein? Werden sie glücklich zurückkommen oder ihren kecken Versuch mit dem Leben bezahlen? Diese Fragen schweben seit dem Aufstieg des Ballons auf Aller Lippen. Schon einmal schien eß, als müsse man da- Unternehmen als gescheitert betrachten, doch erwies sich die betreffende UnglückSboifchaft zum Glück als ebensowenig zuverlässig wie die zuerst durch eine aufgefaogene Brieftaube erhaltene. Audrse hat, wie bekannt sein dürfte, um von dem Verlaufe seiner abenteuerlichen Fahrt Nachricht in sein Vaterland gelangen zu laffen, eine Anzahl Brieftauben mit sich genommen- eS stellte sich indeß bald heraus, daß die Ueberbringerin der angeblichen Kunde nicht zu den von ihm benutzten gehörte, auch steht e- noch sehr dahin, ob überhaupt eine der von ihm abgelaffenen nach bewohnten Gegenden gelangt, da der Flug der Brieftauben ersten- zahlreichen Gefahren und Hinderniffru ausgesetzt ist, und zweiten- im fraglichen Falle muthmaßlich so ungeheure Entfernungen zu durchmessen find, daß man sich über daß Ausbleiben der Taubenposteu füglich nicht wundern könnte. Denn wie die Art der Benutzung und Belastung der Brieftaube bestimmten Regeln unterworfen ist, so hat auch ihre Ausdauer ihre genau bemeffeueu Grenzen. Vielleicht dürfte es aogefichtS der Actualität, welche die Brief- taubeupost durch den Fall Andrse zur Zeit wieder einmal erlangt hat, von Interesse sein, über die Eigeuthümlichkeiteu deS intelligenten Vogels, seiner Zucht und Verwendung, sowie die Bedeutung der Brteftaubeupost für Verkehr und Krieg etwas Näheres zu vernehmen. Die Verwendung der Tauben zur Briefbeförderuug ist durchaus keine Errungenschaft der Neuzeit. Die Chinesen, welche Steinkohlen, Compaß und Schießpulver vor allen R. M. Cubtson u. Co, Cigarrenhäadler, gegen einen Tabak- Händler tn Bromley eine Summe von 3 L. 8 sh 9 d wegen gelieferter Cigarren ein. Der Beklagte sagte, daß er dem Reisenden de- Klägers einen Auftrag auf Havannacigarreu gegeben habe- nachdem er die empfangenen Cigarren seinen Kunden geliefert habe, seien sie ihm von diesen zurückgeschickt worden, weil unten an jedem Kistchen die Worte „Made in Holland“ gestanden hätten, waS offenbar ein Betrug sei. Der Richter wies denn auch den Kläger ab und verurtheilte ihn noch obendrein in die GerichtSkoften. Nach englischer RechtSanschauung find also die aus Havaunatabak in einem anderen Lande verfertigten Cigarren keine Havannacigarreu- nur den aus der Havanna selbst eingesührten kommt die Bezeichnung „Havannactgarren" rechten- zu. Fiume, 14. August. In der Ortschaft Zlob in schlug der Blitz während des KindergotteSdiensteS tn die dortige Kirche ein, wobei eine Person getödtet wurde. Mehrere der Ktrcheubesucher trugen Verletzungen davon. Ein zweiter Blitzstrahl spaltete den Kirchthurm, welcher einstürzte. Glück« licher Weise war die Kirche kurz vorher von allen Besuchern verlaffen worden. * Die Wahrscheinlichkeiten über den Ausgang der Andree- fchen Ballonfahrt find von einem sehr erfahrenen Fachmanne, Hauptmann Moedebeck, tn folgender Weise abgeschätzt worden: „Es liegt die Wahrscheinlichkeit von 1 pCt. vor, daß Andree bet genügender Windstärke und zutreffender Wind- richtung über den Nordpol oder über Franz-Josephs-Land nach Sibirien gelangt und vor Erreichung deS Festlandes niederfinkt, sich aber mittelst Boot und Schlitten rettet. Eine Wahrscheinlichkeit von 49 PCt. hat bei schwachem Winde und zu langsamem VorwärtSkommen folgenden Ausgang: ein Niedergehen nach 5 mal 24 Stunden oder früher und ein Zurückkehren nach der dänischen Insel mittelst Boot und Schlitten. Die letzten 50 pCt. Wahrscheinlichkeit sprechen für ein Umkommen im Eismeere durch Ertrinken oder durch Verhungern auf treibender Scholle". DaS find natürlich unbestimmte Schätzungen, die aber, weil von kundiger Seite kommend, Beachtung verdienen. Dagegen werden von unkundiger Sette bereit- in einigen Blättern Darstellungen des Unterganges der Expedition Andree au-gemalt, die sich auf die unbestimmten Aussagen des Kapitäns Lehmann über die angeblich gesehene treibende Maffe im Weißen Meere gründen und wobei ein Luftwirbel zu Hilfe genommen wird, der von Nord-Grönland her ostwärts wandert. Solche Phan- tasten haben gar keine Berechtigung. Ob die von Archangel auSgegaogeue neueste Nachricht, Andree sei muthmaßlich an der Murmansktschen Küste, der Halbinsel Kola, verunglückt, Grund hat oder nicht, läßt fich zur Zeit nicht beurtheilen. * Wie fich Newyork und Chicago mit immer höheren Häusern zu überbieten suchen, und jede der beiden Städte darnach trachtet, das höchste Gebäude zu besitzen, so will Newyork diesem edlen Wettlauf um den höchsten „Sky- Skraper“ oder „Himmelskratzer" dadurch zu seinen Gunsten die Spitze abbrechen, daß man daselbst nunmehr einen Thurm zu errichten gedenkt, gegen den der Eiffelthurm ein Zwerg sein dürfte, indem die Höhe des geplanten Bauwerkes etwa 700 Meter betragen soll. Der Thurm soll zwölfsetttg aus- geführt werden, eine Grundfläche von 100 Meter Durchmesser einnehmen und natürlich ganz in Eisen construirt, die Außenflächen aber mit Cementplatten verkleidet werden. Als ganz neue Idee dürfte daS Vorhaben erscheinen, außen ring- um den Thurm in Schraubenlinien eine kleine electrische Bahn nach oben steigen zu lassen, deren abgewickelte Länge gegen vier Kilometer ausmachen würde. — Vorläufig suchen die Jntereffenten der Anlage jedoch nach einem geeigneten Felsengrund, im Urbrtgen auch nach den nöthigen Capitalisten, so daß eS mit der auf drei Jahre berechneten Ausführung wohl noch gute Weile haben dürfte. (Mitgetheilt vom Internationalen Patentbureau Carl Fr. Reichelt, Berlin NW. 6.) * Paffende Gelegenheit. A.: „Heute geht aber auch alles schief. Diesen Morgen crepirte mein Canartenvogel, dann verliere ich zwei Mark und nun zerbreche ich auch noch meinen Regenschirm!" — B.: „Weißt Du waS, da pumpst Du mir zwanzig Mark — jetzt geht eS in einem htn!^ • Moderne Anzeige. Durch die Geburt einer strammen Radlerin wurden gestern hocherfreut RadlinSki, Meister- schaftSfahrer der Welt, und Frau RadlinSki, geb. Schraube, Vorsitzende des Radfahrclubs „Blitz". anderen Nationen gekannt und benutzt haben sollen, werden auch hier als Pioniere genannt, doch fehlen hierüber genauere Mittheilungeu. Dagegen steht fest, daß die alten Aegypter fich vielfach der Brieftauben bedienten, um von Schiffen auS ihre Rückkehr oder wichtige Reiseerlebntffe zu melden. Auch die Griechen und Römer stellten die Taube in den Dienst des Verkehrs, so meldete TaurostheneS seinen Triumph in Olympia seinem in Aegina befindlichen Vater auf einem Stückchen Purpur, das er einer Brieftaube an den Fuß befestigte. Dies dürste kaum das einzige Beispiel ihrer Ver- werthung zu demselben Zwecke sein, und auch die Römer ahmten eS nach, indem sie durch Tauben die Namen der Sieger in den Gladiatorenkämpfeu ihren Freunden und Ver- wandten übermittelten. DectuS Brutus vermittelte vom Kriegsschauplätze auS seinen Verkehr mit den Sonsulu durch Taubenpost, auch bet der Belagerung von Mutina 44 v. Chr. fanden die Brieftauben Verwendung, ja, von Diocletian wird 250 Jahre später erzählt, er habe eine regelmäßige Brief- taubenpoft eingerichtet. Im Mittelalter finden wir die Brieftaubeuzucht weit verbreitet im Orient. Der Khalif von Bagdad, Nurr-ed-dtn, richtete eine Taubenpost ein, die fich bis zur Zerstörung von Bagdad erhielt. AIS die Kreuzfahrer Jerusalem belagerten, fingen sie eine für die Be- lagerten bestimmte Brieftaube mit der Botschaft auf, daß ein großes Entsatzherr zu ihrer Unterstützung nahe, eine Entdeckung, welche die Belagerer veranlaßte, zum sofortigen Sturme zu schreiten und Jerusalem etvzunehmen. Im Nil- laude wurden überall besondere Thürme für die Zwecke der Taubenpoft errichtet. Im Abendlande schien man fich weniger für ihre guten Dienste erwärmen zu können, wenn ihre Verwendung auch bet einzelnen Belagerungen (z. B. in Hartem in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhundert-) erwähnt wird. Ueberhaupt verschwand die Einrichtung seit ihrer Blüthe an Orient mehr und mehr auS dem Verkehr, doch wohl nicht so vollständig, daß nicht vereinzelt immer wieder findige Köpfe fich den Ortssinn der Taube zu Nutze gemacht hatten. So Nathan Rothschild tn London zur Unterstützung seiner Spkculationen, indem er sich auf diese Weise schnelle und geheime Kunde von dem Ausfall der Schlachten Napoleons I. verschaffte. In anderen Fällen dienten sie zur Uebermittelung gezogener Lotterieuummeru, ja sogar zur Ermöglichung rasst« uirter Betrügereien, als ein Taubeobefitzer in Paris darauf verfiel, einem Brüsseler Freunde durch Tauben die heraus- gekommenen Gewinnnummern der Lotterie zu melden, worauf dieser rasch die ihm übersandten Nummern belegte und so mit seinem Correspondenteu bedeutende Summen etustrich. Allerdings ging der Krug auch hier nur so lauge zu Waffer, bis er zerbrach, und die schlauen Betrüger endeten im Zuchthause. Liebhaber von Brieftauben gab eß auch in unserem Jahrhundert allenthalben, vor allem in Belgien, wo die Wettfliegen der Brieftauben zu den beliebtesten VolkSbeluftig- uogen gehören und wo auch eine besondere Brieftaubenart seit Langem gezüchtet wird. DaS allgemeine Jntereffe lenkte jedoch erst die mit großem Ersolge von den Parisern während der Belagerung der Hauptstadt im letzten Kriege in Betrieb gesetzte Briestaubenpost auf die Zucht und Verwerthuug deS nützlichen Vogels. Parts war durch die Deutschen von aller Welt abgeschnttten - wie sollte man Nachrichten erhalten, wie versenden, da die Luftballons ihrer Unlevkbarkeit wegen fich als unzureichend für diesen Zweck erwiesen? Da zeigte sich die Brteftaubenpnst als einziger Ausweg, denn daß kleine und dabet in bedeutender Höhe dahinfliegende Thier mußte in den meisten Fällen den Forscherblicken deß Feindeß entgehen, während ein Ballon fich überall verirrt. Die Ein- richtung ward getroffen und bewährte fich vorzüglich. Wie wir einem Speeialwerke über den Krieg 1870/71, der von der Union in Stuttgart herausgegebenen Jllustrirten Kriegsgeschichte, entnehmen, wurden alle auS der Provinz abge« sandten Telegramme in TourS gesammelt, daun mit Boch- druckerletteru in Gestalt einer gewöhnlichen ZeitungSseite gesetzt, der Abzug davon wurde alsdann auf photographischem Wege verkleinert und diese Photographien wurden durch Brieftauben nach Paris gesandt, dort sofort photographisch vergrößert und dann an die Adreffaten befördert. Der Preis für das Wort betrug einen halben Francs. Am 11. November 1870 traf die erste Nummer dieses photographisch-telegraphischen Journals in Paris ein, welches auf einer Quadratfläche von nur 12 Centimeter 226 Depeschen enthielt. Eine einzige Taube konnte drei bi- vier tollet Blättchen besörderv, die mittels Seidenfaden der Länge oaq um eine Schwanzfeder gebunden wurden. Die Vergrößerung und Umsetzung geschah dabei innerhalb weniger S un . Im Ganzen wurden 363 Brieftauben in Luftballon- vo« Pari- hiuauSgebracht, von denen jedoch nur 57 mit ruuv 100,000 Depeschen wieder dorthin zurückkehrteu. Seitdem bemächtigte sich nicht nur die private Li b- Haberei tn Amerika und Europa der Brieftaubenzucht tu a $fe Jur Meise-Saison empfehle mein großes Lager oller Arten solid gearbeiteter Reife- ______ .*<*<■ artikel, als: 1 5298 Fr. No», tzostäcker. Th. Brück, Woßg. 16, Krand. u. Kantleib.'ElKe. — Telephon Rr. 27. — 2404 ■«/ M r 64«! ä la carte. Täglich Waffeln. Beingehaltene Weine. 8 Putzmittel Ist der nebst STFutzextractftlbfl LSwengaffe 84. Äebactlon: K. kchepda. ey»a) in Gieße«. |nnab®c folgenden 1 « Louis Lind, Kirchenplatz 10. 7066] Wohnung von 2 bi« 3 Zimmern Earl Haa» tr., Frankfurierstr. 59. r"i Zubehör, sowie eine Werkftätte da. “ t zu vermicthen. 7419] Der mittlere Stock meine« Hauses, 5 Zimmer nebst Zubehör, per 1. October zu vermiethen. «berh. Metzger, Neustadt 8. Vorzügl. Moselwein p. 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Nicht allein kann fie trotz ihres Scharfsinnes doch den Weg verfehlen, fie kann auch von Raubvögeln gefreffen, von Jägern erschossen oder von Unberufenen fortgefangen werden, ein Schicksal, vor dem die größte bei gutem Wetter bi« 300 Meter betragende Flughöhe die geflügelte Botin durchaus nicht immer schützt. Man trifft daher mannigsache Vorkehrungen, um ihren Flug zu sichern, hängt ihr Pfeifchen und Glöckchen an oder salbt sie mit stark riechenden Sud- stanzen, um die Raubvögel zurückzuschrecken, doch Alle« nicht mit dem gewünschten Erfolg. Andererseits sinnt man auch auf Mittel, die von Feinden ausgelassenen Brtestauben zu vernichten und züchtet in Rußland sogar Falken zu diesem liebenswürdigen Zwecke. Im großen Ganzen muß — obwohl ft* der Brieftaubendienst in einzelnen Fällen gewiß recht nützlich und segensreich erwiesen hat — für den Krieg der Beweis seiner Zweckmäßigkeit erst noch geliefert werden, und da wir un« Alle den Frieden wünschen, hoffen wir, daß dieser Beweis uns noch recht lange erspart bleibt. 7414] Ein kleine« Familienlogis »u vermiethen._________Kan,leider« 5. i crid)»nt 1 B 8u4ni Jloni Tüllvorhänge, crßme, weiß und bunt, per Fenster von 4 Mark an, Teppiche, Bett- Vorlagen, Tischdecken, Portieren, Linoleum, im Stück und abgepaßt, Läufer in Wolle, Cocos Wachstuch und Linoleum, Angora- und Ziegeu-Felle, Tischdecken, Möbelstoffe, Wachstuch und Ledertuche. 4184 Handkoffer, Rundreisekoffer, Halb- und Doppelfaltenkoffer, Patentkoffer, Klapptaschen, Reise- u. Damentaschen, Courir laschen, Touristentaschen, Plaid* hüllen, Schirmfutterale, Rucksäcke, Damen- und Herren-Hutkoffer, Holzkoffer etc. Aechte LiPPold's PatentRohrplatten Koffer zu Fabrikpreisen. 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Tchell, Fürst Hol Tülow sehen woll reife von S Ob gnch »esaßt we. °us, daß d Wt sin weniger of Gewicht g, tmb von d ^ebenen kein Hehl Auch 70ntTlQbtt brkant Welcher ’n einer i die j Artikel b!c ®a69ebtöi| ft* « Artikel J ßetreten 2, B e b°r 7000 Fuß in der Minute gleichkommt. Obwohl man sich im Grunde jeder Taube zur Nachijchtenbeförderung bedienen kann, so laffen sich durch künstliche Züchtung naturgemäß besonders veranlagte Arten gewinnen. Schon im Süerthum gelangte deshalb eine eigene An zur Berwentung, und auch jttzr züchtet man einzelne besondere Arten. Bei der Dressur verfährt man wie folgt: Man bringt die Taube in einen Sack, Korb oder Behälter in eine gew sse Eniferoung und setzt fie dort in Freiheit. Das fretgelassene Thier umkreist nun den Ort seiner Freilassung in immer weiteren Spiralen, indem eS sich immer höher in die Lüfte hebt, bis es hoch genug ist, um irgend einen ihm bekannten Gegenstand in der Ferne entdecken und darnach seine Richtung bestimmen zu können. Langt die Taube wohlbehalten in ihrem Schlage an, so setzt man einige Zeit daraus da« Experiment fort, nimmt aber jedesmal die Entfernung größer. In neuerer Zeit dehnt man die Dressur auch auf die Anleitung zur U'berwtndung von Hindernissen auß, indem man die Tauben über Gebirge, Wälder und Gewässer fliegen läßt. Bet den zahlreichen Wettfliegen wird natürlich die Zeit deö Auf- fliegens und de» Eintreffens der BerfuchSvögel genau bestimmt, der Schlag muß zu diesem Behufe und um über« havpc eine leichte Ueberwachung unb Benutzung zu ermög* lichen. in besonderer Welse eingerichtet fein. Wie schon gesagt, ist die von einer Brieftaube zurück« ^legende Strecke durchaus nicht unbegrenzt. Für jüngere Thiere (bis zu 1 Jahr) rechnet man 150 Kilometer, für zweijährige bi« 800 Kilometer. Alte Tauben legen dagegen Strecken bis zu 80 Meilen zurück- so wurde die Entfernung von Pari« nach London des Oeftern von Brieftauben durch« flogen. Die zu befördernden Nachrichten befestigte man in gedehntem Maße, ajd) die Regierungen schenkten ihr weitgehende Anfmerksamkeie, um fie für den Nachrichtendienst im Falle eine« Krieges zu verwetthen. Deutsckland zum Bei- spiel richtete zahlreiche Stationen ein, auf welchen an tausend Brieftauben gehalten werden,- außerdem hat jede Festung deren mehrere Hundert. Die Dressur sowohl dieser al« auch der von Privaten gehaltenen Brieftauben wird systematisch betrieben, indem man die Tauben immer weitere F irre Surücklegen läßt. Fü- den Kriegsfall treten sogar besondere Best.mmungen über da« Halten und die Verwendung von Brieftauben in Kraft. Selbstverständlich sollen auch die Bestrebungen der privaten Brieftaubenzüchter, die deßhalb von der Regierung begünstigt werden, in letzter Linie für ben Kriegsfall derselben zur Verfügung stthen- zur Zeit pflegen in Deutschland etwa 180 Vereine mit etwa 2600 Mit« gliebern und 64,000 Tauben diesen Sport, den in den letzten Jahrzehnten auch besondere Ausstellungen zu fördern be« stimmt waren. äßenn fich der Leser nun die Frage vor legt, wie man Arntlich darauf gtkommen ist, die Taube in den Dienst der Nachrichtenbeförderung zu stellen, so liegt gerade in tiefem rfaüe die Antwort auf der Hand. Die Taube besitzt einen ausgeprägten Ortssinn, der lchon in den ältesten Zeilen die Bewunderung der Taubenliebhaber erregt haben dürste. Dazu kommt ncch die erstaunliche Schnelligkeit ihre« Fluges, die diejenige von Habichten unb Falken übertrifft. Diese Fluggeschwinbigkeit beträgt im Durchschnitt etwa 50 Kilo- meter in der Stunde, kann jedoch In einzelnen Fällen recht put das Doppelte erreichen. So legten einst zwei Brieftauben den Weg von Paris nach Köln in 30 Minuten zurück, was einer Geschwindigkeit von mehr al« zwei Kilometer oder -U’il'i’liörlie. Aolzkoffer empfiehlt 7560 Louis Lony, Bahnhosstr. 27. 7648] Der mittlere und obere Stock (Mansarde) find ganz oder getrennt zu vermiethen. vergstratze 17, 7371] In Folge Versetzung 4-Ztmmer- rhnung per 1. October cr. eoenlL früher ,—-— ________________________Dietzstr. 6, II. »md «mb «erlag her vrühl'scher, UuiverfitLts-vuch. tm» Strinbrudcrd (Pi-rsch ck tzch Warme a. kalte Speisen Voreflgf. Biere aas der Brauerei __• lft carte. G. Bichler. Per Qlu IO Pfg. Grmnmetgras- Bersteigerungen der Fürstlich Solmfischrn Rentei Lich. D°s GrummitgroS oon ben FListllchm IC" versteigert: ^L^"«tag, den 26. «ngnst, Vormittag« präci« 8 Uhr, ebtrhn'L5?1'1« ber Gemarkung Sich abt' zusammen llbMrg^ £? ÄüHe’. ber@aubrül,c' n-chft «« demselben Tage, Nachmittag« präci« 1 uhr, bunh u—erhalb ber Stadt icr kiroßen Teichwiese. 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Angebote haben in Prozenten des Voranschlags zu erfolgen. d-r Off->t-x findet Mittwoch, de« 25. d. «z«., mittag« 9‘/t Uhr, auf Großh. Bürgermeister, i RüddingShausen in Gegenwart der erschienenen Bieter statt. Gießen, den 16. August 1897. G ohh. Culturinspeciion Gießen. Wißmann. 7716 7388] Zwei unmdblirtc Zimmer zu vermiethen._________Kircheaplatz 6. 7687] Sin Laden, nächst der Bahnhofstraße gelegen, zu vermiethen. Näheres Tiefenweg S.____________ Laden mit Contor per August oder später billig zu vermiethen. Carl Retter, «10« digarrenhandlung, Lindenplatz.